piwik no script img

Rentenpläne von Katherina ReicheMalochen bis zum Umfallen

CDU-Wirtschaftsministerin Reiche sagt: Die Deutschen leben länger, also sollen sie auch erst später in Rente gehen. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Heiteres Daumenschrauben-Anziehen: CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche Foto: Michael Kappeler/dpa

Mehr arbeiten, länger arbeiten – und immer an die Wirtschaft denken: Katherina Reiche lässt nicht locker. Am Freitag erklärte die Bundeswirtschaftsministerin, dass jetzt mal Schluss sein müsse mit dem deutschen Renten-Schlendrian. „Das Renteneintrittsalter muss behutsam, aber verbindlich an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden“, forderte die CDU-Politikerin in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt. Anreize für Frühverrentungen gehörten ohnehin abgebaut.

Reiches Einlassungen richten sich auch und vor allem an die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission, die ihre Vorschläge Ende Juni vorlegen will. Sie fügen sich zugleich ein in das aktuelle schwarz-rote Klagelied, die Deutschen arbeiteten zu wenig. Mit Blick auf das Renteneintrittsalter gehen die vermeintlichen Lösungsansätze dabei im Detail auseinander.

Während etwa Finanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil dafür plädiert, den Renteneintritt an die Dauer der Erwerbstätigkeit zu knüpfen, und damit unter anderem auf Lang­zeit­stu­den­t:in­nen zielt, will Katherina Reiche, dass generell alle Ar­beit­neh­me­r:in­nen später in Rente gehen, weil generell ja alle länger leben würden.

Dass Geringverdiener laut Statistischem Bundesamt und Robert-Koch-Institut eine um etliche Jahre kürzere Lebenserwartung als Besserverdiener haben, folglich auch eine wesentlich kürzere Zeit von Rentenzahlungen profitieren, scheint für die Ministerin nachrangig. Gleiches gilt für den Umstand, dass die Menschen im Osten früher sterben als im Westen. So haben Männer mit 65 in Sachsen-Anhalt statistisch gesehen ganze zwei Jahre weniger Rentenzeit bis zum Tod vor sich als in Baden-Württemberg.

Alter Wein in neuen Schläuchen

Brandneu ist die Forderung von Katherina Reiche ohnehin nicht. Sie findet sich bereits im 2024 verabschiedeten Grundsatzprogramm der CDU, nach langen Auseinandersetzungen durchgeboxt von der Jungen Union. Auch Reiche hatte sie in der Vergangenheit mehrfach wiederholt.

So sinnierte sie schon im Sommerloch des vergangenen Jahres darüber, dass es „auf Dauer nicht gut gehen“ könne, „dass wir nur zwei Drittel unseres Erwachsenenlebens arbeiten und ein Drittel in Rente verbringen“. Deutschland müsse sich der Realität stellen, befand die Ministerin in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Wir müssen mehr und länger arbeiten.“

Was die Länger-arbeiten-weil-länger-leben-Fraktion – auch jenseits der regionalen Unterschiede – unterschlägt: Die Lebenserwartung der Deutschen steigt überhaupt nicht in dem Maße wie behauptet.

Während das gesetzliche Renteneintrittsalter seit 2012 schrittweise erhöht wird und ab 2031 bei 67 Jahren liegen wird, ist die Lebenserwartung für ältere Menschen in der Zwischenzeit mitnichten ebenfalls gestiegen. Das jedenfalls geht aus einer aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor.

Von wegen länger leben

Demnach hatten 65-Jährige zuletzt Aussicht auf weitere 19,4 Lebensjahre. Dieser Mittelwert der Jahre 2022 bis 2024 lag nach einigen Schwankungen auf demselben Niveau wie zehn Jahre zuvor: Auch im Dreijahresmittel 2012 bis 2014 waren es gerundet 19,4 Jahre. Parallel dazu verschob sich der tatsächliche Rentenstart binnen zehn Jahren im Schnitt um gut 1,3 Jahre nach hinten.

Kri­ti­ke­r:in­nen der Rentenpläne sehen sich dann auch bestätigt. Die Linken-Abgeordnete Sarah Vollath, die die Anfrage gestellt hatte, sagte dazu: „Selbsternannte Rentenexperten fantasieren sich seit Jahren die Erzählung zusammen, dass die Lebenserwartung immer weiter steigt und die Menschen viel zu früh in Rente gehen.“ Die Antwort der Bundesregierung zeige dagegen: „Das stimmt einfach nicht.“

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

97 Kommentare

 / 
  • Wie soll man denn die Headline von diesem Artikel interpretieren,



    ale eine Bitte von der Regierung an die Arbeitgeber ?

  • Gas-Kathi braucht sich um die Belange und Bedürfnisse der unteren Schichten eh nicht zu kümmern. Auf sie wartet aller Voraussicht nach ein hochdotierter Aufsichtsratposten in der fossilen Wirtschaft nach erfolgreicher Lobbyarbeit für die fossilen Oligarchenfamilien. Kostenlos macht sie diese rückwärtsgewandte Politik ganz sicher nicht.

  • Über 1,4 Mio. Altersrentner (2026) in Deutschland arbeiten neben dem Bezug ihrer Rente weiter - das sind13 % (jeder achte) der Rentnerinnen und Rentner im Alter von 65 bis 74 Jahren.



    Wenn ich mir diese Zahlen anschauen und es aber 21 Mio. Rentner gibt, dann würde ich sagen: Normalerweise wollen nur sehr wenige Menschen in diesem Alter noch arbeiten.



    Nun gut, von 70 bis 74 ist vielleicht auch ein wenig däftig, aber genau darum geht es hier ja - leider.



    Bis 70 oder 71 arbeiten?



    Und der Langzeitstudent ist gar nicht das Thema, sondern bei einer verlängerten Beitragszeit müssen alle länger arbeiten.



    Nur wer irgendwie mit 16 anfängt, Beiträge zu zahlen, entgeht dem dann ein wenig, aber nicht wirklich.



    Für mich ist das so, die Regierung will Menschen zwingen, bis ins hohe Alter zu arbeiten, anderenfalls wird die Rente einfach gekürzt. Wenn ich vom Ist-Zustand ausgehe, plant die Regierung per Trick die Renten stark zu kürzen.



    Und es ist egal, ob jemand Physik mit Doktor studiert hat, oder drei Jahre Sozialarbeit, oder im Stahlwerk arbeitet, oder bei Penny an der Kasse: Alle müssen länger arbeiten.



    Der Langzeitstudent ist ein stumpfes Ablenkungsmanöver.



    Es geht um weniger Rente.

    • @Andreas_2020:

      Von diesen 13% ist es aber wiederum lediglich 1/3 das aus finanzieller Notwendigkeit arbeitet, also gerade mal 4,3% der Grundgesamtheit.

      Und mit Verlaub, der 16-jährige Malocher am Hochofen ist ebenso Klischee und unrepräsentative Ablenkung wie der Langzeitstudent. Deshalb sollte man schon etwas kritischer diskutieren ob die Rettung des Rentensystems darin bestehen soll einen möglichst frühen Arbeitsbeginn in einer dann typischerweise gar nicht oder nur gering qualifizierten Tätigkeit zu fördern und die Promotion in Physik mit der Aussicht auf einen Renteneintritt mit 80+ möglichst unattraktiv machen oder ob es nicht auch ein allgemeines volkswirtschaftliches Interesse daran gibt, dass die Menschen eher die Physikpromotion als die Pennykasse zum Ziel ihrer Ausbildung haben.

      Ich bin nun wirklich kein Fan von Frau Reiche, aber auch als Linker sollte man rechnen können. Die durchschnittliche Rentenbezugsdauer hat sich seit 1960 mehr als verdoppelt, während sich das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern von 1:6 auf 1:2 gedrittelt hat. Ja, wir werden alle länger arbeiten müssen. Nicht schön, aber isso. Gern sozialverträglich für 16-jährige Malocher.

  • Puh, ich hätte da auch mal einen Vorschlag zur Entlastung der Staatsfinanzen: Pensionen für Politiker und Beamte abschaffen, dafür länger Arbeiten

    • @Schmetterling:

      Das halte ich eher für Populismus. Ja, richtig, MdBs und Minister verdienen recht gut. Gegenüber dem was in der freien Wirtschaft schon aber der mittleren Management-Ebene an Verdienst und Boni möglich ist, ist es aber wiederum auch nicht so wahnsinnig viel, demgegenüber steht eine immense Verantwortung, Arbeitszeiten die ganz sicher keine 40h-Woche sind und in zunehmendem Maße auch all der Geifer und Hass der inzwischen all jenen entgegenschlägt die sich mit ihren Positionen und Überzeugungen öffentlich exponieren. Wenn sie also auf solchen Posten Leute haben die einigermaßen Kompetenz mitbringen und nicht aufgrund allzu magerer Diäten und Pensionsaussichten darauf angewiesen sind sich ihren Lebenunterhalt durch Korruption aufzubessern ist es durchaus im rationalen, öffentlichen Interesse für ein gutes Salär zu sorgen.



      Gleiches gilt für die Beamten. Auch da strebt doch schon heute niemand der richtig was kann und viel Geld verdienen will eine Beamtenlaufbahn an sondern geht in die Wirtschaft. Mit der Folge das der Staat gegenüber bestimmten Bereichen der Wirtschaft zunehmend ins Hintertreffen gerät.

    • @Schmetterling:

      Ich bin nicht dafür, dass Abgeordnete bis 75 im Bundestag bleiben, ich würde gerne Merz in Rente schicken, verdient hat er sich das ja.... =Es sollten keine Rentner eine Regierung führen.

      • @Andreas_2020:

        Das wäre aber eine Entscheidung die an der Wahlurne gefällt werden müsste und nicht indem man Bürgern ab 75 das passive Wahlrecht entzieht. Und offenbar hielt ja eine Mehrheit Herrn Merz für den geeignetsten Kandidaten fürs Kanzleramt.

  • Ich erinnere noch mal daran, was parallel zur weiteren Verarmung vieler Menschen in D passiert:



    de.statista.com/st...te-in-deutschland/



    Man berechne den Zuwachs pro Person pro Jahr.



    Schwer verständlich irgendwie.

  • Das Problem ist doch, dass irgendwer die Renten bezahlen muss. Wenn man von einer stabilen Bevölkerungszahl ausgeht muss jeder Renteneinzahler so viel einzahlen wie er später als Rentenbezieher bekommt.

    Die Rechnung ist relativ einfach und das Ergebnis ist relativ schrecklich.

    Zuwanderung von Fachkräften usw. ist keine dauerhafte Lösung, da unbegrenzte Zuzug von Fachkräften nicht möglich ist und die Probleme dann verstärkt auftreten, wenn die zugezogenen Fachkräfte selbst ins Rentenalter kommen.

    • @test_name:

      Hej Test_name, es ist immer eine Entscheidung über soziale Gerechtigkeit im Alter, in unserem Wirtschaftssystem gibt es keine positive Rente, sondern die wird immer als ein Kostensystem abgebildet. Und es geht um die Solidarität von bestimmten Arbeitnehmern. Wenn die Rentenversicherung breiter einziehen dürfte, wäre das Problem deutlich geringer. Das Ergebnis ist immer schrecklich, aber das ist eine Irreführung. Es steht täglich nicht in der Zeitung, wie fürchterlich Beamte sind, die kosten auch viel Pensionsgeld, weil deren System anders geregelt ist.

    • @test_name:

      Ja, richtig, die Rechnung ist eigentlich relativ einfach und trotzdem rechnen sie falsch. Ohne Zuwanderung ist die Bevölkerung nicht stabil, die Reproduktionszahl liegt bei gerade mal 1,35. Und um eine begrenzte Anzahl an Rentnern zu versorgen braucht es auch keine "unbegrenzte" Zuwanderung sondern eine die groß genug ist um das System zu stabilisieren. Das dazu notwendige Verhältnis von Rentnern zu Beitragszahlern beträgt derzeit nur noch 2:1 und ist damit ziemlich am Limit angekommen, es lag mal bei 6:1. Weil die durchschnittliche Beitragsdauer aber mehr als doppelt so lang ist wie die durchschnittliche Bezugsdauer würde das System selbst noch mit dauerhaft moderat rückläufigen Versichertenzahlen stabil funktionieren. Ohne Zuwanderung würde sich das Verhältnis bis 2050 aber auf etwa 1,3:1 verschieben und das trägt dann eben nicht mehr.

      • @Ingo Bernable:

        Ingo momentan hängt die Versorgung der Rentner auch davcon ab, wie viel Arbeitnehmer verdienen. Würde der sehr große prekäre Niedriglohnsektor angehoben, würde das auch die Rentenkasse ändern. Würde die Wirtschaft nicht zwei Jahre schrumpfen, wäre es wieder anders. Die Regierung kann den Mindestlohn noch stäkrer anheben, dann würden viele im Alter nur Rente nur nicht mehr Leistungen nach einem Sozialgesetzbuch erhalten.

        • @Andreas_2020:

          Nein, das strukturelle demografische Problem, das er anspricht, steht daneben: Wenn statistisch nur noch 1,3 Beschäftigte auf einen Rentner kommen, hilft auch ein höheres Durchschnittseinkommen nicht mehr. Dann hat man ein Problem.



          Das kann man durch Verbesserung der Einnahmensituation vielleicht vorübergehend mildern, aber LÖSEN wird man es nur, indem man den Beginn des Rentenbezugs so weit an die Lebenserwartung anpasst, dass das Verhältnis Einzahler-Rentner wieder ins Lot kommt.

        • @Andreas_2020:

          Sie weisen ja selbst schon richtigerweise darauf hin, dass wer mehr einzahlt damit auch höhere Ansprüche erwirbt. Das wäre zwar sicher für die Betroffenen gut, aber für die hier diskutierte Frage der systemischen Stabilität ist es letztlich ein neutraler Faktor.



          Eine andere Frage ist ob und wie weit sich flächendeckende deutliche Lohnsteigerungen, so wünschenswert sie angesichts der Inflationsdaten auch wären, durchsetzen ließen ohne damit der ohnehin zunehmend kriselnden Wirtschaft komplett den Garaus zu machen.

  • In dieser ganzen Diskussion wird immer unterschlagen, das Lebenserwartung nicht mit Gesundheitserwartung korreliert. Diese liegt nämlich 20 Lebensjahre niedriger, also bei ca. 60 Jahren. Also ist es für viele Arbeitnehmer (wenn nicht sogar für die meisten), schon aus gesundheitlichen Gründen, nicht möglich bis 70, oder noch länger, zu arbeiten.

  • Übergeordnete Themen in Kleinteildiskussionen zerlegen und dadurch das überheordnete Thema zerschießen.



    Die Rente ist nicht stabil finanzierbar im bestehenden System. Junge zahlen für Alte und werden selbst schlechtere Renten bekommen. Das sind die Fakten und dafür braucht es Vorschläge.



    Nicht Ost gegen West, Arbeiter gegen Angestellter.... oder zuletzt dann wohl Raucher gegen Nichtraucher, Sportler gegen Adipösen. Wer zahlt was und wie lang wird er wohl leben? Für jedes Beispiel gibts ein Gegenbeispiel! Das sollte der Autor bitte verinnerlichen und daher sind seine Argumente eher mittelgut.

    • @Tom Farmer:

      Die Rente wird stabil finanziert, solange die Finanzämter sauber arbeiten, das tun sie nicht unbedingt gerecht. Aber es gibt einen hohen Zuschuss aus dem Bundeshaushalt an die Rentenkasse. Diese Art der Finanzierung ist aber im Grunde genommen immer vorhanden. Die Frage wäre doch, wie man die Beiträge breiter einziehen kann. Dazu reicht Zuwanderung nicht. Stattdessen geht es immer um die gleichen merkwürdie Rechnung, die sinkende Arbeitsbevölkerung kann die Rentenbeiträge nicht stemmen und daher geht die Rente nicht, daher müssen wir bis 68 oder 70 arbeiten. Ernsthaft?

  • Das Problem ist doch vorrübergehender Natur. In ca. 20 Jahren haben wir "Boomer" doch das Ende unserer Verweildauer auf Erden erreicht. Die jungen Leute, die nach längerer Lebensarbeitszeit rufen, schaden nur sich selbst.



    Was Frau Reiche betrifft, kommt sie ihrer Verpflichtung der Bevölkerung gegenüber in etwa ebenso gut nach wie ein Wolf als Herdenschützer für eine Schafherde. Die Chef-Lobbyisten für fossile als Gesetzgeberin. Perfekt...

  • Das Renteneintrittsalter könnte für bestimmte Personengruppen erhöht werden, aber nicht für alle. Das wäre ja eine Kopfsteuer. Von jedem die gleiche Gebühr zu verlangen statt progressive Einkommens- und Vermögenssteuern, würde die soziale Ungleichheit vergrößern.

  • Ich dachte immer für das Ressort Rente ist Arbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas, SPD zuständig. Frau Bas ist auch gut im Rentenstoff und hat bereits 2025 die Einbeziehung von Politikern und neuen Beamten in die Rentenversicherung gefordert. Schluß mit Extrawürsten für Politiker und Beamte. Frau Reiche schießt dagegen nur quer gegen viele Projekte der Regierungskoalition, die in Sachen Rente einen guten Job macht. Also, was soll das Frau Reiche? Warum geht Kanzler Merz gegen Querulanten wie Frau Reiche nicht vor ?

    • @KLaus Hartmann:

      "Also, was soll das Frau Reiche?"



      Jeder Minister darf natürlich auch zu anderen Ressorts als dem eigenen eine Meinung haben und äußern.



      "Warum geht Kanzler Merz gegen Querulanten wie Frau Reiche nicht vor?"



      Das ist die entscheidende Frage.



      'Der Kanzler bestimmt die Richtlinien der Politik.'



      Wer bei Scholz diese Richtlinienkompetenz vermisste, findet sie bei Merz ebenfalls nicht.



      Das hat System.

    • @KLaus Hartmann:

      Wenn es bei Renten nur darum ginge, die Leistungsseite "gerecht" (also faktisch: Möglichst viel für möglichst Alle) zu gestalten, wäre eine ausschließliche Zuständigkeit des Sozialministeriums sicher sachgerecht. Da aber diese Leistungsseite nicht aus dem göttlichen Füllhorn sondern letztlich aus der Wirtschaft heraus finanziert werden muss, erscheint es mir durchaus angebracht, das auch die Wirtschaftsministerin eine Meinung dazu hat und äußert. Was ich hingegen etwas unglücklich finde ist der Versuch, solche "querschießenden" Gedanken mit dem Zuständigkeitsargument abzublocken. Das deutet eher auf eine schwache eigene Basis in der Sache hin.

      • @Normalo:

        Ja, sicherlich, aber nur solange es um "Kohle" geht. Altenversorgung könnte auch anders organisiert werden. Davon ausgehend der Wortgag: dann muss 'die Reiche' wieder schweigen, weil sie dann zum Thema keine Meinung mehr haben darf. 😉

    • @KLaus Hartmann:

      @ Klaus Hartmann



      Sehr gute Frage 👍👍

  • "Malochen bis zum Umfallen" - Naja, da die Menschen ja auch konsumieren wollen bis zum Umfallen ist das erstmal nur schlüssig. Das Hauptproblem der Rente sind immer weniger Produzenten bei einer gleich bleibenden Zahl von Konsumenten.

    • @Samvim:

      Wenn Zahlen wie das BIP über Jahrzehnte steigen, aber nicht die Renten, können diejenigen, die Sie Produzenten nennen, nicht das sein, was Sie als Hauptproblem bezeichnen.

      • @gleicher als verschieden:

        Die Renten sind im Gegenteil teils deutlich stärker gestiegen als als das BIP. Und was (wirtschaftlich) wesentlich ungünstiger ist: Die Anzahl der Rentner ist gestiegen

      • @gleicher als verschieden:

        Im BIP werden auch Dienstleistungen mitgezählt , das sind streng genommem keine Produkte die man konsumieren kann. Wenn die Steigerung des BIP dadurch zustande kommt daß der Dienstleistungssektor stärker wächst als die Industrieproduktion sinkt ist das mitnichten positiv. Daß es überhaupt einen Dienstteistungsektor gibt haben wir nur einer hochentwickelten Landwirtschaft und Industrieproduktion zu verdanken.

  • Das in der Rentendebatte ständig mit falschen und/oder spekulativen Zahlen gearbeitet wird, ist ja nicht neu. Frau Reiche tut das nur völlig hemmungslos, um echte Reformen zu verhindern. Sie macht eben Politik für die Oberschicht...

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Wenn sie den BK aber dadurch dauerhaft verärgert, dann reich(e)t's ihm vielleicht schon bald und das "Klingbeil" trennt die Nabelschnur vor der 'Freigabe zur Adoption'.



      /



      "Sie nennen einander Freunde, umarmen andere, wenn ihnen gar nicht danach ist, und kennen das Wort Parteifreund als Steigerung von Erzfeind: So oft unter Politikern das Wort Freundschaft auch fällt: Erklärungsbedürftig ist es."



      Bei faz.net vor 10 Jahren



      Titel



      "Wie erkläre ich’s meinem Kind?:



      Warum Politiker so oft von Freundschaft sprechen"

  • Das Hochsetzen des Renteneintrittsalters dient doch einzig und alleine dazu, dass wir mit Abschlägen in die Rente gehen und dadurch die Kasse entlasten.

    Und gerade die Jobs, die man locker bis 70 machen könnte, konkurrieren mit KI- Lösungen.

    Letzten Endes wird damit die Debatte, die eigentlich geführt werden muss, nämlich, dass Roboter und KI sozialbeitragspflichtug werden müssen, wenn sie Menschen ersetzen, im Keim erstickt.

  • 2000 Jahre nach Christi Geburt, knapp 80 Jahre nach dem ersten Computer - und noch immer solch gequirlter Unfug. Frau Reiche, go home.

  • Wenn man die unterschiedliche Lebenserwartung verschiedener Bevölkerungsgruppen argumentativ ins Feld führt sollte man nicht vergessen, dass Frauen 6 Jahre älter werden als Männer. Das wäre ebenfalls geeignet zu berücksichtigen.

    • @Nachtsonne:

      Tja, hier gibt’s halt den Unisex-Tarif schon immer.

  • Die Rentensysteme wurden geschaffen zu einer Zeit als der durchschnittliche Mann lange vorher das Zeitliche segnete. Dann haben sie auch gut funktioniert. Sobald die Masse in Rente geht und dann 20-30 Jahre weiterleben wird keine Rentenreform das Problem der Finanzierung lösen. Jeder Mensch sollte Anspruch auf 10 Jahre Rente haben, und dann errechnet man pro Generation mit Faktoren wie Beruf, Vorerkrankungen die Lebenserwartung und das Renteneintrittsalter.

    • @Machiavelli:

      Und was ist nun das Problem, dass der Rentner sich 30 Jahre auf die faule Haut legen kann? Im Alter zwischen 85 und 100 die gesetzliche Pflege- und Krankenversicherung nahezu täglich in Anspruch nimmt? Ach, kostet nur unnötig Geld? Dann dürfen wir auch keinen Sozialstaat einführen.

      • @Troll Eulenspiegel:

        Er durchschnittliche Bürger muss für den Sozialstaat mindestens eine schwarze Null ergeben sonst geht der Sozialstaat irgendwann unter.

        • @Machiavelli:

          Nicht ganz. Solange wir "rechnen", (grob) BIP minus "Sozialstaat", dann vielleicht. Aber im Prinzip geht es nur um Güter und wird alles mit Gütern bezahlt. Dann sieht die Sache schon ein wenig anders aus. Zumindest wie genügend Ressourcen, zB Arbeitskräfte, vorhanden sind, die's machen wollen (Freiwilligkeit unterstellt).

    • @Machiavelli:

      Ihre Argumentation ist an Absurdität kaum überbietbar. Wie kommen Sie darauf, daß Menschen heute mit 70 Jahren leistungsfähiger wären als vor -sagen wir mal- 50 Jahren, nur weil die Medizin es heute schafft, die Menschen ab 80 länger am Leben zu erhalten? Letzteres hat doch mit möglicher Leistungsfähigkeit im Alter nichts zu tun.



      Oder meinen Sie, der Rentner und die Rentnerin sollten nach Ablauf von Jahren Rentenbezug eingeschläfert werden?



      Und wo bleiben in Ihrer Argumentation die Pensionäre?

    • @Machiavelli:

      Der Tod lässt sich aber nicht berechnen 😉

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Jede Versicherung muss – und kann – den Tod berechnen.

        • @test_name:

          Die berechnen ein paar Wahrscheinlichkeiten...

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        In der großen Masse schon, meint der Aktuar.

        • @EffeJoSiebenZwo:

          Wir sprechen über Menschen. Nicht über Zahlen in einer Gleichung.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Für Individuen nicht für größere Gruppen statistisch recht präzise. Der Staat hat die notwendigen Daten müsste sie nur zusammentragen.

        • @Machiavelli:

          Niemand stirbt statistisch. Alle sterben individuell. Und das ist gut so.

  • „Von wegen länger leben"



    Doch doch. Das schaffen alle, die nicht gesetzlich rentenversichert sind. Und alle, die späteren Renteneintritt verlangen wissen das und sind selbst nicht betroffen. Von Reiche bis Winkel. So lügt frauman mit Statistik.

    • @Mondschaf26:

      Frau Reiche, Frau Connemann von der MIT (Mittelstandsbeauftragte) und Herr Winkel von der Jungen Union attackieren Rentner doch schon permanent. Die Besitzstände von Politikern und Pensionären (sie sind ja selbst welche) werden natürlich vor Allgemeinwohl. Wenn Kanzler Merz nicht aufpasst putschen diese Leute ihn bald weg. Reiche, Connemann und Winkel sind bei der AfD wohl willkommen.

    • @Mondschaf26:

      …anschließe mich



      &



      Volkers 🫦 “Traue keiner Statistik -



      Die du nicht selber gefälscht hast“ •



      Im übrigen gilt seit dem Mittelalter - wa!



      “Aus anderer Leutz Leder - ist leicht Riemen schneiden!“ Newahr

      • @Lowandorder:

        @Lowandorder & Mondschaf26



        So schön auf den Punkt gebracht & für jeden verständlich.



        - Dankeschön -



        Lügen und betrügen, Wahlversprechen brechen, Tatsachen und Fakten verdrehen, sich selber profilieren ohne Rücksicht auf die allgemeine Bevölkerung, sondern zum Wohle der Industrie-, Wirtschafts- & Kapitalstrukturen, steht ja ganz oben wie immer, bei unseren Politikern auf der Agenda.



        Wer züchtet eigentlich bloß immer diese, auf den ersten Blick oftmals, äußerlich wie Menschen erscheinenden - sich selber als bezeichnenden Volksvertreter oder auch " Politiker " benannt...

  • "...das aktuelle schwarz-rote Klagelied, die Deutschen arbeiteten zu wenig."



    Wenn ich die taz und ihre Lieblingsthemen so anschaue, komme ich zu einem anderen Schluss: In Deutschland wird nicht zu wenig gearbeitet. Es wird in weiten Bereichen das Falsche "gearbeitet".

    • @sollndas:

      Daß es einen ausufernden Dienstleistungssektor nur geben kann wenn die Industrieproduktion gesichert ist kriegen Sie in keinen linken Kopf.

    • @sollndas:

      DAS ist die Wahrheit.

  • Kommentar entfernt. Bitte beachten Sie unsere Richtlinien.

    Die Moderation

  • Dieses Verhalten ist ein weiterer Hinweis zur Ausrichtung der csdU: mit solchen Parolen übernimmt man die Linie der agD, dem nächsten Koalitionspartner in Land und Bund. Empathie für die "kleinen Leute"? Gerne in Sonntagsreden oder auf einem Wahlkampfzettel - aber doch nicht in der Praxis. Diese Dame ist korrumpiert von der fossilen Lobby und anderen Konzernen. Arbeitnehmerrechte? Klima- / Umweltschutz, Lebensqualität? Alles nur links-grüne Spinnerei. Die Maxime dieser Frau und vielen ihren Parteikolleg*innen ist glasklar: Profite für die Wirtschaft und die eigene Karriere - sonst nix.

    • @Perkele:

      Sie wollen tatsächlich behaupten, die AfD hätte tragfähige Konzepte um auf die sich stark ändernde Demografie in Deutschland und den damit verbundenen Herausforderungen für die Wirtschaft und die Rente zu reagieren?



      .



      Mit der AfD wird es mit Sicherheit keine Änderung hin zu einer geregelten Einwanderung geben. Und mit Links wird es nur Einwanderung für Geringverdiener geben, damit die "deutschen" Rentner sich frühzeitig von den Migranten die Rente erwirtschaften lassen.

      • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

        Nicht entfernt behaupte ich, dass die AgD überhaupt ein Konzept hat - ausser dass die Machtübernahme und Zerstörung der Demokratie angestrebt wird.

    • @Perkele:

      Was machen Sie eigentlich, wenn Ihre permanent herbeigeredete Zusammenarbeit dann nicht zustande kommt, wo Sie doch offenbar die Basis all Ihrer Argumentation darstellt?

      • @DerLurch:

        Die Linke hat ansonsten keine tragfähigen Konzepte, die sie zur Debatte über Demographie und Rente in den Raum stellen kann.

      • @DerLurch:

        Dann würde ich erleichtert aufatmen, wie viele, sehr viele Mitbürger*innen. Doch es wird so kommen und die Erleichterung wird es nicht geben....

        • @Perkele:

          Warum schreiben Sie dann nicht über mögliche Koalitionen des Linksparteiablegers BSW mit der AfD an? Schließlich haben sich diese Linken offiziell von der Brandmauer verabschiedet? Die Befürchtung hätte zumindest eine Faktenbasis.

          • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

            Aktuelle Umfragen: CDU 26%, BSW 3%

            Wer wird also eine Rolle spielen?

          • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

            Warum?



            1.) das BSW ist nicht links, sondern undurchsichtig und eher rechts anzusiedeln



            2.) die AgD wid von solch einer Splittergruppe nicht an die Macht gehievt werden können, von der csdU sehr wohl.

  • In einem Umlagesysten gibt es eben nur drei Stellschrauben hinsichtlich der Rente:



    * Höhe der Beiträge der Einzajöer



    * Höhe der Rentenbezüge



    * Renteneintrittsalter

    Wer eins davon ausschließt, muss begründen warum er es gerechter findet an den anderen beiden stärker zu drehen.

    • @ZTUC:

      Sie haben vergessen:



      - Wer gehört zu den Einzahlern (z.B. Privatversicherung und Beamte eingliedern wird ja nie ernsthaft diskutiert)

      • @la suegra:

        Wäre halt verfassungsrechtlich auch nicht einfach:



        Beamten, die sich im Austausch gegen das Versprechen von Unkündbarkeit und Pensionsanspruch verpflichtet haben, dem Staat für unter-marktübliches Entgelt zu dienen, jetzt zu sagen: "Ätschibätsch - machen wir ab jetzt anders, Ihr Schmarotzer!" wäre wohl die größte Vernichtung von Arbeitnehmerrechten, die das Land je gesehen hat. Ob Staat und Sozialsysteme sich durch "Ausphasen" des Beamtentums finanziell eine Gefallen täten, ist die nächste Frage: Der Staat könnte dann vielleicht wenigstens langfristig die Pensionen und die Beihilfe sparen, aber mit den günstigen Gehältern wäre es sofort aus. Außer im Zweifel beim heutigen einfachen und mittleren Dienst, dessen Übergang in die gesetzlichen Versicherungen wiederum diese eher belasten würde, weil die Leute sie mehr kosten, als sie einzahlen.

        Und private Versorgungsmodelle fußen in aller Regel auf rechtmäßig erworbenem Eigentum. Dessen Vergesellschaftung mag ja ein feuchter Traum aller Umverteiler sein, aber es wäre nicht nur verfassungwidrig sondern würde auch genau da hinführen, wo schon alle sozialistischen Experimente ökonomisch zerschellt sind: Wegnahme des Leistungsprinzips.

  • Langzeitstudenten zahlen nicht lange in die Rente ein.



    Deshalb bekommen sie auch wenig Rente im Monat.

    Warum sollen sie dann auch noch später in die Rente?

    • @Tz-B:

      Vielleicht weil sie ein hübsches Feindbild / Ablenkungsmanöver sind? Eigentlich müsste man ja auf Reiche gucken (Vermögenssteuer)

  • Meine Kollegen haben ihr Leben lang bei der Eisenbahn gearbeitet.



    Schichtdienst



    Ungesunde Arbeitsbedingungen



    Glyphosat im Gleisbett



    Asbesthaltige Bremsbeläge

    Meine Kollegen sterben früh.



    Da wird kaum einer 70.



    Da wird kaum einer so alt wie Merz.

  • Ist es schon Doxing wenn man fabuliert, dass diese grandiosen Pläne vielleicht in Wahrheit von ihrem Lebenspartner ausgeheckt werden ?

    • @Bolzkopf:

      Mit Verlaub - glaub ich eher nicht! Woll

      Dieser KTG vande Wirecard zu Rotzlöffel



      Hat doch noch nie auch nur nen müden Hering vvom Teller gezogen - wa!



      Selbst die Diss “…habe ich am Wochenende erstmals meine Diss in die Hand genommen!“



      Nicht! “Genau Genau“ schmiß sich schallend lachend Jürgen Trittin im Bundestag über die Bank! Das Protokoll vermerkte “Gelächter“!

      So geht das ©️ Kurt Vonnegut



      “Wir sind das, was wir vorgeben zu sein“,



      „So ist das Leben“ (So it goes) Slauterhouse 5

      • @Lowandorder:

        Hecken oder hecken lassen....

  • Nach der Logik müssten parentifizierte Kinder mit spätestens 40 in Rente gehen dürfen.

    Den Angriff auf "Langzeitstudenten" finde ich auch gemein. In aller Regel sind es nämlich die, die nebenher arbeiten MÜSSEN, um überhaupt studieren zu können. Das sollte Respekt einbringen, nicht noch mehr Beschämung. Aber arme Kinder werden ja schließlich zu versagenden Erwachsenen. Aus Prinzip. Immer. Sollen sie sich halt nicht dreimal, sondern fünfmal mehr anstrengen müssen als reiche Sprösslinge.

    • @Tuff:

      Nö, das sind die, die in irgendwelchen Gremien rumsitzen und vom Geld der Eltern leben. Die Arbeiterkinder, sind die, die am schnellsten fertig werden, weil sie so schnell wie möglich Geld verdienen wollen/müssen.

      P.S. Gehöre selbst zu denen, Vater Hilfsarbeiter - Mutter Putzfrau und habe exakt 2 Monate länger als die Regelstudienzeit bis zum höchsten Abschluss gebraucht (MINT und Geisteswissenschaft), genau wie die anderen aus meiner Community.



      P.P.S. habe nebenher in mehreren Jobs gearbeitet.

      • @Reinero66:

        Das war bei mir ähnlich. Ich habe in den Semesterferien immer Vollzeit gearbeitet. Das hat mir anschließend den Einstieg in den Beruf sehr erleichtert. Ich war das einzige von 4 Kindern, das studieren durfte. Das macht enorm Druck. Ich hätte mich geniert, rumzutrödeln. Nach 8 Semestern hatte ich meinen Abschluss. Es waren die Einzelkinder aus finanziell besser gestellten Familien, die sich Zeit gelassen haben.

        • @Oma:

          auch @Reinero66:



          Jaja, wir elitären Arbeiter:innenkinder...

          • @Mondschaf26:

            Und da haben wir den Salat, und diskutieren über den Strohmann (Langzeitstudenten).



            .



            Auch bei Langzeitstudis gibt es diverse Gründe, von bürgerlichen Kids mit viel Gremienarbeit, über vielarbeitende Arbeiterkinder. Weitere Gründe sind Behinderung/Krankheit und ob man Kinder umsorgen oder Eltern pflegen muss.



            .



            Je nach Studiengang ist Regelstudienzeit sowieso kaum zu schaffen, und ich finde es auch als Ziel nicht sinnvoll. Wir brauchen Menschen mit unterschiedlichster Lebenserfahrung. Im Studium darf man sein Tempo ausnahmsweise mal selbst mitbestimmen, das ist was Gutes!

          • @Mondschaf26:

            Sorry, das hat nichts mit elitär zu tun, sondern mit Notwendigkeit und Willen zum Aufstieg. Das hat verdammt viel mit Durchhaltevermögen und mit solchen Äußerungen wie ihren zu tun, die einen klein machen sollen.

            • @Reinero66:

              „Elitäres Arbeiterkind“ ist eine ironische Selbstbezeichnung, die ich hier seit einigen Jahren gelegentlich verwende. Als solches entstamme ich (*194n) einer Zeit, in der sich im Dorfe die Großbauern noch darüber mokierten, dass „jetzt“ (1950er) schon Kinder aus Arbeiterfamilien auf „höhere“ Schulen in der Stadt geschickt wurden… Der Lehrer unserer „Volksschule“ – ein Bauernkind, unterstützte aber die Ansinnen dieser Arbeiterfamilien. In der Zeit begann dann in der Landwirtschaft der Einsatz von Traktoren usw. und die Arbeiterschaft wurde nicht mehr so stark benötigt. So geht das. Nix für ungut.



              @la suegra: Ich hatte versucht, den Strohmann anzuzünden; aber diese Typen wachsen immer nach.

            • @Reinero66:

              Selten sojet so schön innen falschen Hals krägen seihn! 🙀🤣😂

              Liggers -,Jung wat höbt wie lacht



              Scheunen Sündach ook

  • Immer dran denken: der Wähler wollte das anstatt Habeck.

    • @nihilist:

      Was hat Habeck denn zur Sicherung der Renten geleistet?

      • @ZTUC:

        Vielleicht sollte Habeck für eine nicht auf Teufel komm raus



        ausschließlich renditeorientierte Politik für das Kapital stehen??

  • Frau Reiche ist das U-Boot. Sie will ein Trump'sches Deutschland/Europa. Alle alternativen Energien absägen im Sinne der Ultra-Konservativen und der AfD.



    Erhöhung der Pendlerpauschale statt Übergewinnsteuer.



    Den Staat ruinieren.



    Ich ertrag es nicht.

    • @LeKikerikrit:

      Ich entschuldige mir für die Trump'sche Wortwahl. Leute, das färbt ab. Die Grenzen werden durch den mächtigsten(?), aber unfähigsten Präsidenten der USA hat humanity has ever seen in its 5,600-year history on this planet.

  • Eine erzkonservative Dame. Für Atomenergie. Gegen eingetragene Lebensgemeinschaften.



    Und jetzt diese "abgedroschene" Phrase: "Wir werden alle älter, also müssen wir länger arbeiten":

    Erstens werden wir nicht a l l e älter.



    Zweitens sind die, die älter werden, nicht unbedingt gesund und fit. Oft genug, verlängert die moderne Medizin einfach nur das Leiden.

    Diese Dame sollte mal richtig malochen gehen. Vielleicht auf dem Bau, als Dachdecker, als Krankenschwester im Schichtdienst. Dann würde sie eventuell ihre Meinung revidieren.

    • @Il_Leopardo:

      Es sollten einfach nur die länger arbeiten, die auch älter werden. Wie der Postillon mal anführte. Rente einfach ab 10 Jahre vor Sterbedatum. Das ist am gerechtesten. Und jeder arbeitet individuell lange

      • @DerLurch:

        Würde funktionieren mit selbstbestimmtem Sterben. Aber das will die CDU ja auch nicht.

        • @Christine_Winterabend:

          Ich muss Ihnen da vehement widersprechen. Selbsttötung als Mittel um soziale Verwerfungen aus zu gleichen, auch nur in Erwägung zu ziehen. Das wäre ja wohl der absolute Tiefstand unserer Demokratie. Ich gestehe Ihnen zu, sie haben im Geiste des "Postillon" argumentiert.

      • @DerLurch:

        Aha, dann übermittelt also demnächst eine mit den relevanten Daten (Krankenakte, Lebensführung) gefütterte KI jedem Arbeitnehmer das Sterbedatum und schickt ihn zehn Jahre vor Erreichen dieses Datums in die Rente. Ganz schön gruselige Vorstellung, wenn man weiß, wann man sterben wird. Tick-tack, tick-tack!

        • @Il_Leopardo:

          Das Wichtigste in einer demokratische Gesellschaft ist Transparenz. Wie können wir die gewährleisten? Zunächst: alle lebens- und gesellschaftlich relevanten Dinge werden vom Staat finanziert und unterstützt (natürlich immer mit den Beiträgen und Steuern der Bürger und Einwohner Alle Bundestagsabgeordneten unterziehen sich einem Realitätschek. Soll heißen: nach 8 Jahren Bundestag, müssen sie 1 Periode aussetzen. Davor soll auch ein Ministeramt nicht schützen. Wir müssen aufräumen mit den Kubicki's und Ähnlichen. Auf allen Seiten. So wie es ist, tut's der Demokratie nicht gut.

      • @DerLurch:

        Da wäre der Vorschlag der Union konsequent zu Ende gedacht. Um realistisch zu bleiben: Wir machen das berufsgruppenabhängig, beziehen aber alle ein.



        Und wir müssen sinnvolle Ausnahmen definieren: Berufspolitiker, die vor der Rente abgewählt werden, müssen anderweitig was verdienen, wer im Rentenalter gewählt bleibt, bekommt Rente statt Bezüge.

        • @Zangler:

          Unsere Gesellschaft produziert arme und weniger arme Rentner / Pensionäre. Ich höre schon:"Hättest ja auch machen können". Dieses Postulat gilt eben nicht für alle unserer Bürger und Einwohner.



          Ich wäre auch gerne reich (z.B. um mir eine PV-Anlage und eine Wärmepumpe leisten zu könne), erwarte aber von den den wirklich Reichen, dass sie dafür sorgen, dass es ihren eigenen Reichtum in der Form nicht mehr gibt. Als Beispiel sei genannt BMW-Quandt-Klatten

    • @Il_Leopardo:

      Andere Arbeit ist wohl nicht "richtig"?

      • @ZTUC:

        Es geht darum, dass es Berufe gibt, bei denen eine Erhöhung des Alters für den Renteneintritt kein Problem ist.



        .



        Schreibtischtätigkeiten. Steuerberater, Anwälte, Sekretär:innen, Kundenservice oder eben Politiker:innen.



        .



        In körperlich anstrengenden Berufen erreichen bereits jetzt viele nicht das "reguläre" Renteneintrittsalter. Eine Erhöhung dessen, sowie die Abschaffung von Anreizen für Frührente sind da nichts anderes als Kürzungen.



        .



        Als nicht Politikerin, die mit Pensionsansprüchen sowieso nicht betroffen ist, fehlt da scheinbar die notwendige Perspektiv.



        .



        Daher der nachvollziehbare Wunsch, dass diese mal was "richtiges" arbeiten.

  • Alle Politiker und neue Beamte müssen in die Rentenversicherung einzahlen. Dann hält Frau Reiche, CDU ganz schnell ihren Mund.