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Ausweitung des AchtstundentagesDer SPD ist nicht mehr zu helfen

Kommentar von

Gunnar Hinck

Die Sozialdemokraten sind bereit, die größte Errungenschaft der Arbeiterbewegung aufzugeben: den Achtstundentag. Koalitionszwänge? Unglaubwürdig.

SPD aufgepasst: Einen Angriff auf den „ Acht-Stunden-Tag“ lassen sich die Gewerkschaften nicht bieten Foto: Annegret Hilse/reuters

J uso-Chef Philipp Türmer mag sich regelmäßig sehr kalkuliert über Dinge aufregen, aber hier hat er recht: „Den Achtstundentag zu schleifen, ist kein Aufbruchssignal, das ist eine Frechheit.“ Nicht nur das – die Koalitionspläne sind auch falsch, unnötig und dürften für die SPD fatal werden.

Der Auftritt von Bärbel Bas auf dem DGB-Kongress in der zurückliegenden Woche zeigte wieder eindrücklich das Talent der SPD, sich selbst zu zerlegen. Die Arbeitsministerin sagte: „Wenn es nach der SPD und auch mir persönlich geht, würden wir das Thema Arbeitszeit gar nicht erst anfassen.“ Und dann: „Aber es steht im Koalitionsvertrag.“

Die SPD-Vorsitzende als beflissene Staatsnotarin, die kleinlich darüber wacht, dass die Punkte des Koalitionsvertrags auch ordentlich abgearbeitet werden. Ein Koalitionsvertrag ist übrigens rechtlich gesehen kein verbindlicher Vertrag, sondern eine politische Absichtserklärung, die natürlich im Laufe einer Legislaturperiode geändert werden kann.

SPD unterschätzt die Brisanz dieser Entscheidung

Da ist sie wieder, die SPD, die ja eigentlich für die – wie es bei ihr immer heißt – hart arbeitenden Menschen da sein will, aber leider, leider wegen der vermeintlichen Sachzwänge einer Koalition das Gegenteil machen muss.

Investigativjournalistinnen oder Historiker werden sicher irgendwann einmal herausfinden, wie es der Punkt, künftig eine wöchentliche Höchstarbeitszeit statt einer täglichen zu ermöglichen, in den Koalitionsvertrag schaffte. Vielleicht waren die SPD-VerhandlerInnen kurz unaufmerksam. Oder Lars Klingbeil setzte sich innerparteilich durch. Wir wissen es – noch – nicht.

Jedenfalls hat die SPD die Brisanz komplett unterschätzt. In den Gewerkschaften, bei Betriebsräten, im ArbeitnehmerInnenlager überhaupt ist die Wut derzeit groß. Warum ist das so? Der Achtstundentag gehört zur DNA von ArbeiterInnenbewegung und Gewerkschaften. 1918, kurz nach der Novemberrevolution, wurde er durchgesetzt, schon Karl Marx forderte ihn. Er machte gerade harte, körperliche Arbeit erträglicher. Wenn jetzt die SPD die Axt an den Achtstundentag legt, wäre das ein tiefer Schnitt in den Identitätskern ihrer Restklientel.

Fremdbestimmte und selbstbestimmte Arbeit

Das Deprimierende ist, dass die Führungsleute der ehemaligen Arbeiterpartei SPD den Unterschied zwischen fremdbestimmter und selbstbestimmter Arbeit nicht mehr zu kennen scheinen: Eine selbstständige Handwerksmeisterin, die abends noch den Bürokram macht, oder der freie Künstler, der gerade im Flow ist, denken nicht im Achtstundentakt – und sie können so lange arbeiten, wie sie wollen.

Aber die Buchhalterin im Großraum und der Zerspanungsmechaniker in der Fabrik verkaufen ihre Arbeitszeit – und sind nach acht Stunden (plus häufiger Überstunden) „durch“. Und: Arbeit ist heute zwar gesünder als zu Karl Marx’ Zeiten, aber die Arbeitsdichte und damit die Arbeitsbelastung sind durch technischen Fortschritt und Digitalisierung immens gestiegen.

Das Absurde an der ganzen Debatte ist, dass Flexibilität schon jetzt möglich ist. Das Arbeitszeitgesetz erlaubt problemlos Zehnstundentage, wenn es einen Ausgleich zu einem späteren Zeitpunkt gibt. Will die Koalition ernsthaft, dass die Leute elf Stunden und mehr arbeiten?

Schwach abgesicherte Beschäftige haben das Nachsehen

Durchschaubar ist das Argument, dass sich Arbeitnehmer mehr Flexibilität wünschten – diese Behauptung hat es tatsächlich in den Koalitionsvertrag geschafft. Die Frage ist: Wessen Flexibilität? Natürlich werden in Wahrheit damit die Flexibilitätsbedürfnisse des Arbeitgebers bedient. Wenn ArbeitnehmerInnen mehr Flexibilität wünschen, wollen sie diese selbstbestimmt, also freiwillig.

Sollten die Koalitionspläne durchkommen, wird es ausgerechnet die schwach abgesicherten Arbeitenden treffen. Das bedeutet nach dem Mindeststandard der EU-Arbeitszeitrichtlinie 48 Stunden pro Woche – im Durchschnitt. Diejenigen, für die ein Tarifvertrag gilt, dürften ungefährdet sein, weil ihre Arbeitsbedingungen immer von den Gewerkschaften mitverhandelt werden. Das alles dürfte die Zweiklassengesellschaft in der Arbeitswelt verstärken – und den von der SPD gern beschworenen gesellschaftlichen Zusammenhalt weiter zerbröseln.

Wenn die SPD nicht das Ende des Achtstundentags verhindert, dann ist ihr wirklich nicht mehr zu helfen. Und dann sollte sie sich nicht wundern, warum sie mehr und mehr zur Kleinpartei wird.

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ist Redakteur im taz-Ressort Meinung.
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70 Kommentare

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  • Ab jetzt geht es wohl nur noch darum die Jüngeren irgendwie zu belabern, das sie ohne das es sich für sie wirklich lohnen würde, sich den Rücken krum buckelt um die Boomer zu versorgen.



    Erinnert an die Wehrpflicht Debatte, wo Verweigerer wie Campino sich hin stellen und die Jüngeren zum Dienen überreden wollen.

  • Die Quellendes Priblems ist nicht die SPD, sondern Leute wie Sie und ich: wir alle wollen vieles/alles sofort, egal ob Montag um 10, Donnerstag um 23 Uhr oder Samstag Nacht um 2 Uhr.



    Und wenn die Leute zeitlich und/oder finanziell kompensiert werden, sehe ich nicht, wo ein existenzielles Problem liegt



    bei uns im Betrieb arbeiten viele sehr gerne länger, dass sie dann mehr Zeit am Stück mit der Familie verbringen können.



    und wie gesagt: es steht jedem Vorrichtung frei zu wählen welche Unternehmen sie/er zur Befriedigung der Bedürfnisse wählt.

    • @Emmo:

      @ Emmo



      Es hindert doch auch, bei dem bestehendem Arbeitsschutzgesetz, keinen Arbeitnehmer - nach Absprache seine Arbeitszeit mit dem Arbeitgeber/ Vorgesetzten auszuhandeln. Zum Beispiel in Krankenhäusern doch schon längst üblich...



      Es macht aber ein großer Unterschied, ob Arbeitnehmer selber mitbestimmen oder ob Arbeitnehmer eine Arbeitsanweisung vom Arbeitgeber / Vorgesetzen, wehrlos entgegennehmen müssen, da unfähige Politiker nicht die Arbeitsrechte der Arbeitnehmer zu verteidigen in der Lage sind.

  • 8 Stunden Arbeit ist genug .



    Die Politiker haben in der Regel nie lohnabhängig gearbeitet , siehe Klingbeil .



    Die SPD kapiert wirklich nichts mehr und



    macht sich zum Wahlhelfer der AFD.



    Die einzigen Sozialdemokraten sind DIE LINKEN .

  • Hach - isses nich irgendwie doch auch schön!



    Daß es die Modderatistas crew so weit ins bürgerliche Sprachlager getrieben hat! Woll



    Daß es - wie unter den SPezialDemokraten too - ihnen im Oberstübchen so derart etepetete zugeht - daß in der Arbeiterschaft einst geläufige Kampfbegriffe wie “wer hat uns verraten?“ sofort kurz. vom Infarkt blutdruckt.



    Ja selbst so ein abgeklärter wie Hans-Jochen Vogel kriegte tetatete ☕️☕️ rote Flecken als ich Sebastian Haffners “Der Verrat“ ins angeregte Gespräch in Kloster Freising einbrachte •



    So ähnlich macht ihr euch scheint’s ins Beinkleid. Newahr



    Normal

  • " Die Sozialdemokraten sind bereit die größte Errungenschaft der Arbeiterbewegung aufzugeben "



    Soll wohl besser heißen " die Parlamentarier der Partei der SPD, sind dazu bereit, ihre letzten Wähler und die Berufstätigen / Arbeitnehmer zu verkaufen !



    Die Wähler der SPD, große Teile der Bevölkerung, große Teile der Arbeitnehmer, die Sozialverbände mit über 20 Millionen Mitgliedern und die Gewerkschaften sind es NICHT ‼️

    ZIEHT EUCH WARM AN -



    Ihr Parlamentarier / " Kollegen " der SPD - die Demonstrationen & Streiks sind schon in Vorbereitung.



    www.verdi.de

  • Wenn die SPD den 8-Stundentag abschafft, schafft sie sich selbst gleich mit ab. Aber das ist dann auch das Ende der Demokratie, wie wir sie bisher kannten. Denn damit ist die Machtübernahme durch die AfD nicht mehr zu verhindern.

  • Möchte dem Kommentar von @FraMa weiter unten zustimmen.

    Liebend gern würde ich meine Wochenarbeitszeit auf 4 Tage verteilen und dann eben auch mehr als acht Stunden am Tag arbeiten. Einige Kollegen sehen es ähnlich, vor allem jene, die von ziemlich weit außerhalb einpendeln. Der Arbeitgeber ermöglicht es (noch) nicht aus betrieblichen Gründen.

    Ich vermag nicht zu sagen, wie repräsentativ das ist. Möchte aus meiner privatempirischen Sicht aber zumindest Zweifel streuen an der Annahme, dass der Achtstundentag die letzte Verteidigungslinie der Arbeiterklasse ist, die von der SPD unbedingt gehalten werden muss.

  • Dummheit starft die kommende(n) Wahlen..

  • Auch die Sozen sind von der Shrinkflation betroffen - der Name steht noch drauf, der Inhalt in geschrumpft: also die Shrinkflation Patei Deutschland.

  • Diverse Funktionsträgers haben die neoliberale Suppe nicht vertragen.



    Wer in der SPD noch SPDig war, wurde dann noch von interessierten Medien niedergeschrieben (Nahles, Esken, Nowabo, Bas). Vernünftig wären die anderen.

  • "...Wenn es nach der SPD und auch mir persönlich geht, würden wir das Thema Arbeitszeit gar nicht erst anfassen. Aber es steht im Koalitionsvertrag...“







    Ernsthaft?







    Frau Bas begründet die bedauernswerte Unumgänglichkeit eines Arbeitnehmerverrates damit, dass die eigene Partei den Verrat per Koalitionsvertrag unterschrieben hat? Ist das Satire?

  • Wenn die Arbeiterschaft überwiegend Afd und CDU wählen, haben sie sich nicht nur von der SPD verabschiedet, sondern auch von der Solidarität.



    Die Frage ist wem ist nicht mehr zu helfen, m E. eher der Arbeiterschaft.



    Die Gewerkschaften sollten statt Herrn Merz besser ihre eigenen Mitglieder ausbuhen.!

    • @Oliver Wagner:

      Ihre Anmerkung zur Arbeiterschaft ist ein Gedanke, der auch mich umtreibt. Demnach wäre es nicht die SPD, sondern es sind ihre (ehemaligen) Wähler aus der Arbeiterklasse, die dafür sorgen, dass diese Gesellschaft immer weiter in den neurechten Autoritarismus hineinrutscht.



      Denn der von den Rechten propagierte Ethnonationalismus ist die eine Sache, der Sozialabbau die andere. Beide sind nur die zwei Seiten der einen Medaille (auch wenn der faschistische AfD-Flügel um Höcke einen ‚ethnisch reinen‘ Sozialstaat verspricht).



      Die Gewerkschaften müssten diesen Punkt natürlich viel stärker hervorheben, tun es aber nicht aus alter Verbundenheit mit der SPD. Man möchte sich schließlich nicht gegen das eigene Klientel wenden.

    • @Oliver Wagner:

      So sehe ich es auch, dazu kommen noch die unorganisierten, die sich gerne den Gewerkschaftsbeitrag späten, dann aber über die schlechten Abschlüsse jammern... Ein guter Teil der Arbeiterschaft/der prekar beschäftigten will es ja nicht anders.

    • @Oliver Wagner:

      Schonn. But.

      Ganz soo neu ist das ja leider nicht - wa!



      Kennse den?: “Na wie? Die sind doch ooch schon früher hinter der roten Fahne herjeloofen - wa! Als noch keen Hakenkreuz druff war!“ • Volkers 🫦

      Na Mahlzeit

    • @Oliver Wagner:

      Ja und Nein.



      Ja, weil die Arbeiterschaft (falls es die in der überlieferten Bedeutung überhaupt noch gibt), den rechten Rattenfängern auf den Leim geht und damit gegen sich selbst wählt, nein, weil die SPD ihrer ehemaligen Klientel kein überzeugendes Angebot mehr macht. Ein bisschen Klassenkampfrhetorik am 1. Mai auf dem Marktplatzgenügt nicht, um die Wählenden bei der Stange zu halten und ist genauso wenig überzeugend wie die allzu durchsichtige Rollenverteilung in Good Cop ( Bullshit!-Bas) und Bad Cop (Sparen!!-Klingbeil)

  • Für die Politik / die SPD steht der Arbeitnehmer immer noch am Fließband oder sitzt hinter der Supermarktkasse. Für viele Arbeitnehmer wäre es ein Segen, die Arbeitszeit (innerhalb von Grenzen, Wochenarbeitszeit, besser noch Monatsarbeitszeit, selbst bestimmen zu können).

  • Das Beste ist, dass die Idee "mehr Arbeiten heißt mehr Rendite" wissenschaftlich längst überholt ist.

    Die Politiker folgen da wohl irgendwelchen feudal-konservativen Machtfantasien der Unternehmensbosse. Doch sie schneiden sich damit selbst ins Fleisch.

    Studien zeigen, dass ab einer bestimmten täglichen Arbeitsdauer die Grenzproduktivität deutlich sinkt. Sie fällt oft nach 5–6 Stunden stark ab. Kürzere Arbeitszeiten und Arbeitsteilung erhöhen also die Produktivität pro Stunde wesentlich.

    Zudem steigt die Häufigkeit von Fehlern mit der Zeit an. Diese können auch teuer werden. Auch Arbeitsunfälle werden wahrscheinlicher. Und langfristig ist auch mit mehr Krankheitstagen zu rechnen.

    Was da gemacht wird ist nicht fundiert sondern basiert auf einem stupid-autoritärem und überkommenen Verhaltensmuster aus dem 19. Jahrhundert.

    Es wird den Bossen keinen Cent mehr einbringen.

  • Es gibt sowas wie Wellen im Zeitgeschehen. Dinge die größer sind als das man sie eliminieren könnte..der Klimawandel gehört dazu.



    Intelligente Politik schwimmt also nicht gegen die Welle, sondern "surft" sie.







    Leider hat, insbesondere die cdsU dies in vielen Punkten nicht vertstanden..und so versucht sie mit veralteten Konzepten gegen den Strom zu schwimmen (die Welle hinauf).



    Und weil dies nicht funktioniert, soll nun unbedingt mehr gearbeitet werden, was die Probleme nicht löst.







    Zudem haben die meisten Menschen verstanden, daß die Früchte ihrer Mehrarbeit nicht zuerst bei ihnen ankommen würden, sondern bei der betuchten Stammwählerschaft von csdU.







    Das die SPD auch nur darüber nachdenkt hier mit zu gehen, ist gelinde gesagt blind und taub.







    Es wäre jetzt an der Zeit Klima und Wirtschaft zu versöhnen..ebenso wie Soziales mit Engagement. Und dazu braucht es eine echte Aufbruchstimmung, vor allem mit konkreten Visionen, das Land besser zu machen.



    Sei es ein Europäisches Hochgeschwindigkeitszugnetz..ein groß angelegtes Klimaprogramm was den Menschen das Gefühl gibt, die Zukunft meistern zu können (und ihr nicht ausgeliefert zu sein) oder was auch immer.







    SPD hör die Signale..

  • >8 Stunden ist in einzelnen Themen immer schon gängige Realität. Z.B. Projektarbeit, Jahresabschlüsse.... Wochenlange 10-14 Stunden Tage, unerfasst: geht auf die Gesundheit (AN) und Qualität (AG).

    Eine starke Vertretung durch Gewerkschaften / die Linke ist daher weiter wünschenswert.

  • Mit der SPD ist es so wie mit vielen etablierten Marken:



    Der Name ist der alte, der Inhalt ist ein ganz anderer.

    Jetzt mag man argumentieren die Zeiten häten sich ja auch geändert, die Welt sei eine andere geworden usw.

    Aber nehmen wir nur als Beispiel das Geseihere über die Lebensarbeitszeit:



    Ja, stimmt, die Menschen leben heute länger.



    Vor dreißig Jahren lag die Lebenserwartung bei rund 79 Jahren - heute liegt sie bei rund 83 Jahren. Also ca 5% mehr.

    Die Arbeitsproduktivität ist in der gleichen Zeit allerdings um sagenhafte 40 % gestiegen.

    Also könnte Mensch deutlich früher aufhören zu arbeiten - bei gleichem Gewinn des Kapitals aus der Lebenszeit der Menschen.

    Und das ist nur EIN Beispiel dafür, wie uns die SPD hinter die Fichte führt.

    Ok- das tun die anderen Parteien auch. Aber die behaupten ja auch nicht die Partei des "kleinen Mannes" zu sein.

    • @Bolzkopf:

      Kürzlich gab es hier in der taz ja einen Artikel über Shrinkflation, ein Begriff, der mir vorher noch nicht geläufig war.



      Ich finde, er beschreibt sehr gut, was das Elend der SPD ausmacht und Sie auch zutreffend formuliert haben: „Der Name ist der alte, der Inhalt ein ganz anderer.“



      Deutlicher als in dieser Koalition mit der Merz-CDU kann die SPD nicht signalisieren, wie sehr sich ihre Politik gegen ihr eigenes Klientel gewendet hat.



      Ist es zu hart formuliert oder gar falsch zu sagen, die SPD treibt damit ihre Wähler in die Arme der AfD und macht sich so zur Totengräberin der Demokratie?

    • @Bolzkopf:

      Wie schon gesagt ,die einzige sozialdemokratische Partei ist die Linkspartei.



      Die SPD ist schon seit 1913 nicht mehr



      sozialdemokratisch.



      Wenn immer von der großen Geschichte der



      SPD geschwärmt wird , bekomm ich das



      ganz große Kotzen.

    • @Bolzkopf:

      "...Die Arbeitsproduktivität ist in der gleichen Zeit allerdings um sagenhafte 40 % gestiegen. Also könnte Mensch deutlich früher aufhören zu arbeiten - bei gleichem Gewinn des Kapitals aus der Lebenszeit der Menschen..."







      Wenn Sie diesen Gedanken fortführen: es arbeiten heute auch 8 Millionen mehr Menschen in Deutschland als vor dreißig Jahren bei kaum veränderter Bevölkerungszahl. Also mehr Menschen arbeiten länger und produktiver als vor 30 Jahren.







      Wo ist dann der ganze erwirtschaftete Gewinn geblieben? Und könnten die inzwischen über 9 Billionen (9 Millionen Millionen!) Barvermögen, die irgendwo in Konten und Portfolios geparkt sind, etwas damit zu tun haben?

    • @Bolzkopf:

      Sehe ich ganz genau wie Sie.

      Es war Stärke von Sozialdemokratie und Gewerkschaften, eine bestimmte Gruppe der Bevölkerung schlagkräftig zu organisieren, ihre Rechte durchzusetzen und ihr einen Teil am Produktivitätsfortschritt zu erkämpfen (beileibe keinen "gerechten Teil", denn die Reichen wurden ja trotzdem reicher).

      Diese Gruppe gibt es immer noch und sie verarmt zusehends. Es wird sich aber jemand anders finden, sie zu organisieren, wenn die SPD nicht mehr will.

    • @Bolzkopf:

      Volle Zustimmung. Und davon abgesehen sehe ich die Zukunft der Arbeit dank KI nicht unbedingt im Mehrarbeiten.

  • Auf S. 63 (Koalitionsvertrag der Ampel) stand "Klimageld" ald Komoensation für steigende CO2-Preise.

    www.bundesregierun...ata.pdf?download=1

    Damals bestimmte (formal) Herr Scholz als Bundeskanzler die "Richtlinien der Politik".



    Dieses wäre ein wichtiger Mechanismus gewesen um die Akzeptanz der Energiewende zu steigern und Lasten gerecht zu verteilen.



    Es kam nicht, da die spd (und sein "Klimakanzler"!) vor dem kleinsten, neoliberalen Koalitionspartner eingeknickt sind.



    Wer erwartet, dass die spd jetzt als Juniorpartner den Rücken grade machen würde (zumal bei 100-jährigen Errungenschaften ihrer ehem. Klientel!) kennt den jetzigen Zustand dieser Partei nicht.



    Für ein Schulterklopfen von F. Merz tun die Parteivorsitzenden alles.



    Ein "Ruder rumreißen" wird es nicht mehr geben.



    Eine Partei in Auflösung.



    Jedes Vertrauen wurde verspielt. Es gibt keinen Grund mehr die spd zu wählen.

    • @So,so:

      „Es gibt keinen Grund mehr die spd zu wählen.“



      Doch, einen einzigen noch (wenn zugegebenermaßen auch nur einen taktischen): ohne SPD - sozusagen als Mehrheitsbeschafferin - wird es niemals mehr in dieser Republik eine Option für eine notwendige linke, sozialökologische Reformpolitik geben.



      Die steht zwar in weiter Ferne, aber glauben Sie, Schwarz-Grün könnte das bewerkstelligen? Die könnten zwar fürs erste vielleicht noch eine Machtübernahme der AfD (auf Bundesebene) verhindern, den Bürgern aber keine Hoffnung auf eine positive politische Kehrtwende geben.

    • @So,so:

      Traurig, aber leider wahr .

    • @So,so:

      "...Es gibt keinen Grund mehr die spd zu wählen...";



      in dem Punkt volle Zustimmung. Aber:







      "...Es kam nicht, da die spd (und sein "Klimakanzler"!) vor dem kleinsten, neoliberalen Koalitionspartner eingeknickt sind..."







      Sie sind nicht einfach eingeknickt, sondern hatten den ursprünglich angenommenen finanziellen Spielraum nicht mehr, da erstens die Umwidmung der 60 Milliarden Euro an ungenutzten Corona-Krediten in den Klimafonds, aus dem das "Klimageld" hätte kommen sollen, durch die Klage von CDU/CSU nicht mehr zur Verfügung stand und zweitens jedes Aufweichen der Schuldenbremse vom FDP-Finanzminister blockiert wurde, dies ebenso mit Unterstützung der CDU/CSU; die gleiche scheinheilige CDU/CSU, die dann nach der Wahl noch höhere Schulden aufgenommen hat und das Ganze dann schick "Sondervermögen" nannte (da fühlt man sich doch gleich reich).







      Die SPD hat bei vielen Gelegenheiten ihre Inkompetenz gründlich zu Schau gestellt, aber was das Klimageld angeht, hat es nicht nur an der SPD gelegen.

  • Das Leben ist ein Dschungel. Ein Organismus der sich nicht an Veränderungen anpassen kann, siecht dahin und wird verdrängt.

    Eine Gesellschaft, eine Wirtschaft die nicht reformfähig ist, wird in ein Siechtum übergehen. Nur ein Land, das sich anpassen kann also zu Reformenfähig ist - kann seine Kraft und seinen Wohlstand erhalten.

    Man muß der DDR zugestehen, daß sie bis zum Schluss für die Arbeiterrechte kämpfte. Aber sie war nicht reformfähig. Sie siechte noch ein paar Jahrzehnte dahin und verstarb. Venezuela, Kuba,..

    Einige der geänderten Bedingungen sind: Der demografische Wandel. Das benötigte (geeignete) Arbeitskräftepotential schrumpft.



    Die Lohnnebenkosten werden weiter steigen. Steuern jetzt möglicherweise auch. Auf dem Feld der Erneuerbaren und Co2-armen Energien hat Deutschland zwar gute Techniken aber weniger Sonne, Wind- und Wasser-und Kernkraft, als Konkurrenten. Geographisch bedingt werden in Zukunft die Energiekosten In Deutschland - im Vergleich zu Wettbewerbern - dauerhaft deutlich höher sein.

    An solche neuen Lebensbedingungen muß Deutschland sich anpassen. Die SPD stand einmal für Fortschritt. Heute steht sie für Erstarrung und somit für einen langsamen Tod.

    • @Donald Duck:

      Verzeihung, zumindest zwei Sachen passen bei Ihnen nicht zusammen. Reformfähigkeit betrifft - wenn ich es so ausdrücke, erscheint mir dies verständlicher - nicht nur Menschen bzw die Gesellschaft (Unternehmen eingeschlossen), sondern ebenfalls Technik. Dort heißt "Reformfähigkeit" nämlich "Produktivität". Man sieht bereits an der Ihrigen Wortwahl, die an dem Denken ansetzt, dass "Reformfähigkeit" (auf Menschen bezogen) angesichts einer komplexen Organisation von Wirtschaft und des Einstellens von Erfolg (zB Produkt, Bedarf, Marketing, Eigentum - und Kaufkraft!!) den völlig falschen Begriff darstellt. Ferner, also die zweite nicht passende Sache, vernachlässigt Ihre Prognose (erneut) beispielsweise die eben nicht unwesentlich bedeutsame - siehe oben - Produktivität, wohin ich jedoch gedanklich nicht möchte, sondern auf die Wahl nach dem "Modell", d.h. möchte "ich" weiterhin nur exportieren, oder sorge "ich" auch endlich für gerechte Besteuerung und für Inlandsnachfrage.

    • @Donald Duck:

      Tick Trick & Track könnten dem Onkel vllt mal stecken - daß unbestritten das ärmste 🐽 in der DDR - der Arbeiter war!



      &



      Dementsprechend die Gewinner in der DDR -



      Auch die Gewinner der Wiedervereinigung sind •



      ps klar immer gern always at your servíce 🧐

    • @Donald Duck:

      Und wann fangen wir an, Reformen so umzusetzen, dass 8 Milliarden und in Zukunft über 10 Milliarden Menschen in Würde leben können ohne dass diese unter dem Klimawandel zu leiden haben?

      Jetzt sind die Reformen doch alle so: Wachstum, Wachstum, Wachstum. Zu Lasten der Indigenen und weiterer marginalisierter Menschen. Zu Lasten derjenigen mit medizinischen Problemen, denen man gerne Faulheit vorwirft. Zu Lasten unseres Planeten sowieso.

      Nein, jede Mehrarbeit ist ein weiterer Schritt in Richtung Sklaverei.

    • @Donald Duck:

      Was wollen Sie uns damit sagen?

    • @Donald Duck:

      Wozu sollen "Reformen" taugen, die das Leben der Masse der Bevölkerung verschlechtern?

      Nur so nebenbei. Gestern meldeten die DAX Unternehmen gestiegene Gewinne trotz gesunkener Umsätze...

    • @Donald Duck:

      Welche Länder haben sich denn erfolgreich angepasst, indem sie Arbeitnehmerrechte geschleift haben?

  • taz: *Ausweitung des Achtstundentages. Der SPD ist nicht mehr zu helfen.*

    SPD-Politiker, die noch sozial sind, sollten sich zu 'Die Linke' begeben. Und die anderen, die immer noch das "neoliberale Schröder-Virus" in sich haben, sind ja ohnehin schon ein Teil der CDU/CSU geworden.

  • Nicht Koalitionszwang, sondern Seeheimer Kreis. Wer braucht eine solche SPD?

    • @Kaboom:

      Koaltions- oder Fraktionszwang ist



      immer eine gute Entschuldigung für das eigene



      Gewissen ...... Genosse hörst Du es noch...



      ( Tucholski)

    • @Kaboom:

      taz: **Die Arbeitsministerin sagte: „Wenn es nach der SPD und auch mir persönlich geht, würden wir das Thema Arbeitszeit gar nicht erst anfassen.“ Und dann: „Aber es steht im Koalitionsvertrag.“**

      Es gab mal eine soziale SPD in Deutschland, die hätte so einen Koalitionsvertrag gar nicht unterschrieben. Die heutige SPD ist aber nur noch der Steigbügelhalter von CDU-Merz und wird in den nächsten Jahren ohnehin verschwunden sein.

      Ihre Frage "Wer braucht eine solche SPD?" bringt es gut auf den Punkt.

  • Hallo? Den Arbeitern und Rentnern ist wohl nicht mehr zu helfen. Die ganze Merz-CDU ist marktradikal und unsozial. Nach oben buckeln und nach den Arbeitern und Rentnern treten. Deutschland hat noch nie so viel Arbeitsstunden geleistet wie heute! Ich hoffe, dass die Arbeiter und Rentner nicht wieder so blöd sind weiter CDU zu wählen. Und wann gehen Rentner denn mal gegen ihre mickrigen Renten demonstrieren? Niemals? 21 Mio. Rentner spielen wohl lieber Bingo?

    • @KLaus Hartmann:

      Die Arbeiter wählen inzwischen weder CDU noch SPD. Sie wählen immer mehr die AFD.

  • Über den Koalitionsvertrag haben die Mitglieder der SPD abgestimmt oder?

    • @Il_Leopardo:

      Genau so ist es. Wie Vetter Schorsch schon immer sagte. jeden Tag steht irgendwo ein Dummkopf auf.

  • "Der SPD ist nicht mehr zu helfen."

    Ja.

    Es gibt aber weiterhin einen Bedarf für eine Partei der abhängig Beschäftigten.

    Das wird dann die Linke sein, wenn sie sich professionalisiert.

    Oder jemand anderes.

  • Richtiger und wichtiger Kommentar.



    Das schlimme: Was die CDU unter Merz, Spahn und Linnemann will, ist nicht nicht einmal notwendig. Es reicht ihnen nur nicht. Unfassbar was die SPD da mitmacht. Aber verwunderlich ist es eigentlich nicht mehr.

    Wenn das kommt haben die Mitarbeiter:innen in Betrieben ohne Betriebsrat dann gar keine Chance mehr.



    Und deshalb werden die Betriebsräte die nächsten sein, die geschliffen werden. Das macht die CDU dann mit der AFD oder umgekehrt.

    • @Nansen:

      Leider ist das genau so. Wir werden in absehbarer Zeit eine weitere Traditionspartei aus dem Bundestag und Landesparlamenten fliegen sehen. csdU und AgD werden in ihrer Koalition alles schleifen, was auch nur geringfügig nach Linken oder Grünen Ursprüngen, Ideen aussieht. Es wird eine gleichgeschaltete Linie geben und das war's dann mit der Demokratie... So sad !!!

  • Wer am Tag 10 Stunden arbeitet und dann 3 Tage frei hat, kann dieses System sehr wohl schätzen - vielleicht sollte man mal Arbeiter und Angestellte befragen anstatt Karl Marx zu bemühen. Der kannte körperliche Arbeit auch nur aus Büchern.

    • @FraMa:

      Sie haben nicht Unrecht: so könnte man diese Forderung verkürzt sehen. Aber wenn ich es richtig verstanden habe, werden ja Überstundenregeln und Flexible Zusatzarbeit ebenfalls angepasst bzw. beibehalten.



      Und natüüürlich wird diese neue Flexibilität nur auf Befehl des Arbeitgebers stattfinden und nicht etwa auf Bedarfe des Arbeitnehmers...

    • @FraMa:

      Solange eine wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden zulässig ist, glaube ich keine Sekunde daran, dass die Entwicklung hin zu einer 3-4x10-Stunden-Woche geht. Eher werden die Arbeitnehmer zu einer 5x9,5-Stunden-Woche gedrängt, mit den CDU-üblichen wir-werden-unseren-Wohlstand-nicht-halten-können-Argumenten.







      Zu Karl Marx´ Zeiten war noch eine 6-Tage-Woche mit 12 h Arbeit gang und gäbe. Das heutige Niveau haben die Gewerkschaften ohne Marx erkämpft und die Firmen- und Betriebsinhaber haben trotzdem keinen schlechten Schnitt gemacht.







      Vielleicht gibt es tatsächlich den einen oder anderen, dem der 10-Stundentag entgegenkommt. Demjenigen ist es auch heute schon möglich, wenn der Arbeitgeber das befürwortet. Wozu dient aus Ihrer Sicht also eine Gesetzesänderung, wenn nicht zum weiteren Herausquetschen von mehr Arbeitsstunden?

    • @FraMa:

      Sie haben die eigentliche Ursache dieses Konflikts erkannt und benannt. Menschen, die sich für schlauer halten als andere, werden leicht übergriffig gegenüber denen, die sie für dumm und hilflos halten.

      Für mich war es eine schrechkliche Zeit, als ich jeden Tag zuerst 1 Stunde öffentlichen Nahverkehr zum Arbeitsplatz hin und dann 1 Stunde zurück "genießen" durfte. Wenn ich heute im öffentlichen Nahverkehr in den Hamburger Süden fahre, weiß ich, daß ich noch schön Zeiten hatte.

      Den Funktionären der SPD und der Gewerkschaften scheinen solche Erfahrungen zu fehlen, sonst würden sie nicht die Interessen etlicher Arbeitnehmer verraten.

      Lieber längere Arbeitszeiten - wenn möglich - und dafür weniger Arbeitswege und Arbeitstage. ( -1/5 = 20% weniger Berufsverkehr) Jeder umweltbewußte Partei- oder Gewerkschaftsfunktionär müßte dem eigentlich zustimmen.

      Schauen wir mal, welcher Partei die Verteidigung der "größten Errungenschaft der Arbeiterbewegung" die meisten Stimmen bringt.

    • @FraMa:

      Also ich sehe schon bei einem 8-Stunden Tag im Winter kaum die Sonne. Kann ja sein, dass das jemand mag.

      Das Problem ist aber dass Unternehmer künftig einen 10-Stunden Tag vorschreiben könnten. Und da hört der Spaß dann auf.



      Dazu kommt natürlich, dass die wenigsten Menschen tatsächlich 10 Stunden effektiv arbeiten können. Auch wenn sich das viele einbilden.

    • @FraMa:

      Wer das schätzt, der kann jederzeit mit seinem Arbeitgeber eine entsprechende Vereinbarung treffen. Dann werden eben an 4 Tagen Überstunden gemacht und dann direkt abgefeiert.

  • „Aber es steht im Koalitionsvertrag.“

    Und dieser wurde von Klingonen geschrieben und die SPD zur Unterschrift gezwungen? Oder war es doch so, dass die SPD diesen Vertrag mit verhandelt hat? Allein dass diese Idee es in den Vertrag geschafft hat, ist ein Skandal.

    Wie im Artikel schon richtig gesagt, bestimmt der Unternehmer die Arbeitszeit. Flexibilität gilt für ihn. Dem Grenzen zu setzten, war die Idee hinter dem Achtstundentag. Jetzt will ausgerechnet die SPD die alte Willkür wieder einführen. Eine solche "Arbeiterpartei" braucht kein Arbeiter mehr. Im Alten Slogan steckt eben doch noch Wahrheit.







    Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

  • Das gesellschaftliche Problem liegt woanders: Doppelstandards der Gewerkschaften zu anderen Berufen außerhalb der großen Industriewerkshallen. Jeder Handwerker auf dem Land, oder Kleinbetrieb, Einzelhandel, Selbstständige.....von Leiharbeitsfirmen, oder Prekärbranchen wie Paketdiensten ganz zu schweigen. Die alle können über derlei Diskussionen eher den Kopf schütteln, da Alltag.



    Und da ist das eben abgehobene Scheinintelkektualität was die Frau Bas oder auch Fahimi da fabuliert. Und somit unwählbar, bzw, mit 15% noch gut bedient.



    Oder noch kürzer:



    Die Arbeitswirklichkeit eines BMW-Daimler-Eon Arbeiters zu einem Normalarbeiter in einer Landschlosserei ist gravierend. Und wer beschwert sich am lautesten? .... denen es schon recht gut geht! Ein Problem!

    • @Tom Farmer:

      Und denen ist geholfen, wenn sie ganz legal 12 buckeln müssen? Vielleicht auch mehr, wenn nicht so genau kontrolliert wird? Diese Doppel Standards sind doch hausgemacht. Die haben sich bequatschen lassen, dass sie Gewerkschaften nicht brauchen. Dass sie ohne Tarifvertrag besser dran sind. Dass mit Betriebsrat die Firma ganz bestimmt morgen pleite ist.

      Es wird Zeit, dass Arbeitnehmer sich wieder organisieren. Wird aber nicht passieren. Lieber hofft man drauf, dass dem Chef das Portemonnaie so überquillt, dass er gar nicht anders kann als es seinen Mitarbeitern zu geben.



      Darum ist denen Bargeld auch so wichtig 😏

      • @Adan:

        Paragraph 3 Arbeitsschutzgesetz, wie es heute gilt: "Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden."



        Darum geht's. 50 pro Woche max. Letztlich Flexibilität auf beiden Seiten. Niemand redet von 12 h am Tag. So zumindest verstehe ich die Diskussion.

    • @Tom Farmer:

      Das Problem sind eher Leute wie Sie. Statt das Arbeitszeitgesetz überall und bei jede:r durchzusetzen, werden die diffamiert, bei denen es gilt.



      Warum gilt es bei denen? Wegen Gewerkschaft und Betriebsrat.



      Jaja, diese verwöhnten Arbeiter beim Daimler! Mamma man.



      Das Arbeitszeitgesetz ist Gesetz Punkt



      Als wenn irgendwas besser würde, wenn das geschliffen wird.

      Ich kann ja meine Einkommenssteuer auch nicht einfach in Richtung Null drehen, mit der Begründung, dass die Reichen und Schönen ja auch Steuern sparen/elegant hinterziehen, wo sie es nur können.

      • @Nansen:

        Schön, wenn Sie glauben, dass ich das durchsetzen könnte.



        Das ist aber zum Thema hier nicht der Punkt. Es geht um die SPD. Und die tut genau Null für, bzw. gegen prekäre Arbeitsplätze. Zahnlos, und dann bei Großveranstaltungen der Gewerkschaften bei Kaffee und Kuchen den sterbenden Schwan spielen und halbgar die Schuld bei den selbst verhandelten Punkten der CDU zuschieben.



        Alles unterirdisch! Was an dieser Vorgehensweise wollen Sie denn da verteidigen?

    • @Tom Farmer:

      Die Arbeitszeitreglung, um die es hier geht, ist ein Gesetz und gilt für alle. Egal wie groß der Betrieb ist. Gewerkschaften haben teilweise bessere Regelungen im Tarifvertrag stehen.

      Wenn man jetzt die Mindeststandards senkt, wird das vor allem Arbeiter treffen, die nicht von der Gewerkschaft vertreten werden. Also die in kleinen Betrieben. Das die Gewerkschaften trotzdem dagegen sind, hilft allen. Also bitte nicht auf die Gewerkschaften schimpfen. Die brauchen wir als Verbündete.

      Übrigens. Die Arbeiter die großen Konzerne sind NICHT unsere Feinde. Diese sitzen in den oberen Etagen. Und Spaltung der Arbeiter ist eines ihrer beliebtesten Machtinstrumente.

  • Die KI (Kanzler Idee) will es so.

  • Ich kenne niemanden der reguläre 8 Stunden Tage arbeitet. Das ist in den meisten Jobs heute mal mehr mal weniger. Da akzeptiert eher der Gesetzgeber die macht des faktischen. Anstatt Symbolpolitik wie wäre es wenn die SPD daran arbeitet den Erwerb von eigenheimen für die untere Mittelschicht erschwinglich zu machen? Das würde den Menschen mehr bringen.

    • @Machiavelli:

      "Ich kenne niemanden der reguläre 8 Stunden Tage arbeitet."



      Dann kennst du halt niemanden, der harter körperlicher / stressiger Arbeit nachgehen muss. Und du kennst wohl auch niemanden, dessen Arbeitsbedingungen durch einen Tarifvertrag geregelt sind.



      Und was hat jetzt deine Blase mit dem Schutz von arbeitenden Menschen zu tun bzw. wofür ist dein Umfeld ein Argument?

      • @Tiene Wiecherts:

        Ich kenne nur Menschen die stressiger Arbeit nachgehen müssen.

    • @Machiavelli:

      Ohne den 8 Stunden Tag hat man aber wenig Zeit, im Eigenheim zu wohnen 😊

      Dazu kommt, dass der Platz in D dann knapp wird.

    • @Machiavelli:

      Ja, auch ein guter Beitrag!

      • @Tom Farmer:

        Liggers - macht doch ne Partei auf!



        Ach so stimmt ja - die gibts ja schon!