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Konferenz der InnenministerFest im Kopf verankert

Frederik Eikmanns

Kommentar von

Frederik Eikmanns

Immer wieder steht das Thema Migration bei konservativen Po­li­ti­ke­r*in­nen auf der Agenda. Dabei ist die große Reform des Asylsystems durch.

S ie machen einfach weiter. Auch bei dieser Innenministerkonferenz geht es wieder vor allem um Migration, mehr als ein Viertel der Tagesordnungspunkte drehen sich um das Thema. So als gäbe es nichts anderes zu besprechen. Dabei ist doch am letzten Freitag erst die große Reform des Gemeinsamen europäischen Asylsystems Geas in Kraft getreten, die all den Asylhardlinern das ermöglicht, was sie immer wollten. Geflüchtete de facto in Haft zu nehmen etwa, ohne einen Richterbeschluss. Schnellverfahren an den Außengrenzen. Die Möglichkeit, Geflüchtete in Staaten abzuschieben, in denen sie noch nie waren.

Aber die Landesinnenminister*innen, vor allem die von CDU/CSU, machen einfach weiter, als hätte sich nichts verändert. Auf der IMK wird es um die Rückführung von Sy­re­r*in­nen gehen. Oder über die Zentralisierung und Beschleunigung von Dublin-Abschiebungen. Über Abschiebehaft oder Migrationsabkommen.

Aus irgendeinem Grund hat sich Migration im Kopf konservativer Po­li­ti­ke­r*in­nen zum Mittelpunkt aller Politik entwickelt. Diese Obsession wäre ja noch verständlich oder zumindest erklärbar, wenn in dem Bereich für die demokratischen Parteien etwas zu holen wäre. Aber die Union hat ja grade selbst den spektakulärsten Beweis des Gegenteils geliefert.

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Ob es nun direkt an seiner Politik lag oder doch eher an der Lage in Syrien: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt kann reklamieren, die „Asylwende“ genauso umgesetzt zu haben, wie er sie im Wahlkampf angekündigt hat. Die Zahl neuer Asylanträge ist zuletzt auf einen so niedrigen Wert gesunken, wie seit 2013 nicht mehr. Derzeit sind es keine 10.000 neuen Anträge im Monat. Und doch ist die AfD in Umfragen stark wie nie, droht im Herbst in Sachsen-Anhalt gar die absolute Mehrheit zu erringen.

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Allein aus Selbsterhaltungstrieb sollten die demokratischen Parteien und vor allem die Union erkennen: Härte in Asylfragen ersetzt keine Politik, die sich mit den Themen beschäftigt, die die Bevölkerung wirklich betreffen.

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Frederik Eikmanns

Frederik Eikmanns

Fachredakteur für Innere Sicherheit und Migration
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66 Kommentare

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  • Wir haben immer noch deutlich zu viele Menschen ohne Anspruch auf Asyl, die sich in Europa aufhalten. Gleichzeitig brauchen wird dringend mehr reguläre, qualifizierte Migration. Deswegen finde ich es gut, dass weiter dazu beraten wird.

  • Das Problem wurde noch lange nicht behoben, also kann's weiterhin bewirtschaftet werden

  • Zitat: "Dabei ist die große Reform des Asylsystems durch."



    Das sehen viele Wähler anders. Und wählen die AfD. Darunter viele, die früher linke Parteien gewählt haben.

  • Die AFD wächst, weil die aktuellen Spitzenpolitiker ohne Ausnahme selbstbezogene Opportunisten ohne Anstand sind und das mittlerweile auch wirklich jeder merkt.



    Alles Andere sind meiner Meinung nach nur Symptome.

  • Genauso auch die Markus Lanz Show:



    sie stützen nach Kräften die rassistischen und rechtsradikalen Hass-Fantasien. Da ist keine Brandmauer. Es ist eine Rechtsfront.

  • "Und doch ist die AfD in Umfragen stark wie nie, droht im Herbst in Sachsen-Anhalt gar die absolute Mehrheit zu erringen."

    Offensichtlich ist Migration das Thema, dass viele Wähler bewegt.

    Dann kann es doch nur nach hinten losgehen, wenn man Herrn Eikmanns folgt und über das große Thema der AfD nicht mehr spricht.

  • "Dabei ist die große Reform des Asylsystems durch. "



    Dass man sich auf ein europäisches Verfahren geeinigt hat, betrifft nur einen Teil des Problems. Es ist noch keine Lösung für den Berge an Altfällen, und wenn die letzten Sonntagsfragen nicht totalen Blödsinn egeben haben, lässt es auch nicht die AfD plötzlich von den Stimmzetteln verdunsten. Da kann man dem Wahlmob noch so paternalistisch erklären, er HÄTTE da gar kein Problem.



    Auch löst Geas natürlich die Frage erwünschter Wirtschaftsmigration nicht. Denn nach wie vor sind die Aufenthaltsstatuten, die unser Recht für Nicht-EU-Bürger kennt, ausschließlich humanitärer Natur. Der für unsere Wirtschaft und unsere Sozialsysteme dringend benötigten, gezielten Immigration in den ersten Arbeitsmarkt fehlt nach wie vor eine gesetzliche Grundlage.



    Solange diese Punkte nicht AUCH vom Tisch sind, sollte sich jede Partei schämen, die das Thema unter den Teppich kehren will. Aber klar, eine Gelegenheit, den politische Gegner patholgische Themenwahl anzuhängen, darf man natürlich nicht auslassen. Wäre ja noch schöner, wenn mal die demokratischen Kräfte an einem Strang zögen...

    • @Normalo:

      Anstatt über Lösungen für den Fachkräftemangel nachzudenken wird Migration praktisch ausschließlich negativ geframed.



      .



      JA, es gibt Herausforderungen. Diese erfordern aber sachliche und lösungsorientierte Politik und nicht Populismus.



      .



      In vielen Bereichen gibt es längst eine positive Wirkung durch die Einwanderung. In der Pflege zum Beispiel. Die gewünschte Wirkung ließe sich gezielt fördern.



      .



      Aber statt dessen werden ja sogar Menschen mit festem Arbeitsplatz abgeschoben.



      .



      Und die Probleme bleiben ja weiterhin bestehen. Man endet also in einer Situation in der fast alle unzufrieden sind und gleichzeitig Migration das ständige Hauptthema. Das Energieergebnis ist klar.

  • Entschuldigung, aber die unkontrollierte Migration sehe ich schon als ein absolutes Hauptthema. Um eine akzeptanz für das Asylrecht und den Sozialstaat sicherzustellen muss klar gemacht werden, dass wer gerichtlich festgestellt keinen Asylgrund hat auch wieder gehen muss.

    • @Sybille Bergi:

      Absolute Zustimmung

    • @Sybille Bergi:

      Das ist exakt einer der Punkte, die viele Menschen hier stark bewegen.

      Ebenso wie die Straftäter, die vor Gewalt und Verfolgung hierher geflüchtet sind und eben dies hier dann praktizieren.



      Für mich dürfte auch darüber nachgedacht werden, diese Menschen in ihr Herkunftsland zurückzuführen.

  • "Allein aus Selbsterhaltungstrieb sollten die demokratischen Parteien und vor allem die Union erkennen: Härte in Asylfragen ersetzt keine Politik, die sich mit den Themen beschäftigt, die die Bevölkerung wirklich betreffen."

    Das ist sicher absolut richtig. Nur IST das Thema Migration eines, dass viele Menschen bewegt, das zeigen alle Umfragen ( www.tagesschau.de/...entscheidend.shtml ) ganz deutlich. Klar, wenn der Rest des Ladens läuft, wenn Integration, Sozialsysteme und Sicherheit problemlos funktionieren, dann wird Migration auch viel weniger als Problem wahrgenommen. Es hilft aber auch nicht, zu ignorieren, dass das momentan nicht der Fall ist. Die Probleme lösst man sicher nicht allein mit Abschiebungen und Härte, aber man muss sie angehen.

    • @Deep South:

      Themen, welche die Menschen bewegt und tatsächliche Probleme sind nicht immer deckungsgleich.



      .



      Politiker müssen dazwischen unterscheiden können, sonst verkommt ihr Handeln zur reinen Performance.



      .



      Und WEIL über Migration ständig weiter gesprochen wird, beschäftigt dies die Menschen. Und da die Politik nur Performance macht, wie mit den Grenzkontrollen und sich an den tatsächlichen Problemen nichts ändert profitiert davon nur 1 Partei. Ein Teufelskreis.

      • @sociajizzm:

        Wenn Politiker die Probleme, die die Mehrheit der Menschen bewegen, ignorieren, erstarken die Parteien, die sich die Themas (in welcher Art auch immer) annehmen. Lässt sich derzeit wunderbar beobachten.



        Im Übrigen: für jeden Menschen sind die Probleme, die ihn bewegen, die tatsächlichen Probleme.

        • @Bommel:

          Nur ignoriert die derzeitige Regierung die Sorgen ja nicht sondern spricht ja unentwegt davon.



          .



          Auch die SPD und sogar die Realos der Grünen haben bereits Verschärfungen eingeführt.



          .



          Sie erinnern sich sicher an "abschieben im großen Stil"?



          .



          Nur sind das eben nur große Töne, REALISTISCH kann man da faktisch nicht viel mehr machen, in einem Rechtsstaat. Und so endet man, wie die CDU in einem immer größeren Spagat zwischen Rhetorik und Praxis. Davon profitiert dann nur 1 Partei.



          .



          Als Klimaschutz das Hauptthema war, profitieren die Grünen und wenn Migration das Hauptthema ist ....

    • @Deep South:

      Ein befremdlicher Kommentar in dieser Zeitung. Und daß "der Rest des Ladens" nicht läuft, hat absolut nichts mit der Migration zu tun, sondern damit, daß das vor allem bei konservativen Politiker*innen absolut keine Priorität hat, gegen alle Vernunft! Die Migrant*innen sind nur die Sündenböcke.



      Laßt uns also gemeinsam (!) eine besser Sozial-, Wohnungsbau- etc. -politik fordern, anstatt uns auseinanderdividieren zu lassen! Fast niemand kann sicher sein, nicht morgen auch zu den Ausgegrenzten zu gehören, das scheint den meisten Menschen nicht klar zu sein.

      • @Carola Cieplik:

        Was ist denn daran "befremdlich", wenn man Fakten anspricht? Ich habe nirgendwo geschrieben, dass ich Migration für ein Problem halte oder dass Migration an sich ein Problem ist. Aber zur Kenntnis nehmen muss man schon, dass dieses Thema präsent ist. Natürlich darf man verschiedene Probleme nicht gegeneinander ausspielen. Aber man muss die Probleme lösen, da sonst die Solidarität schwindet. Wenn das Schwimmbad zu ist, die Schultoiletten unbenutzbar sind und die Brücke zur Autobahnanbindung seit Jahren wegen Baufälligkeit gesperrt ist, die Mieten und Lebensmittelpreise steigen, dann haben Leute weniger Verständnis, für eine neue Flüchtlingsunterkunft. Und da wo Gemeinden mit der Versorgung überfordert sind, darf man sie nicht hängen lassen. Natürlich ist Migrationsfeindlichkeit falsch, aber sie kommt nicht aus dem luftleeren Raum.

    • @Deep South:

      "Klar, wenn der Rest des Ladens läuft, wenn Integration, Sozialsysteme und Sicherheit problemlos funktionieren, dann wird Migration auch viel weniger als Problem wahrgenommen. "

      Da sind wir beim realen Casus Knaxus.



      Und der besteht auf Grund diverser Faktoren



      - Trump. Spannend, dass noch niemand ausgerechnet hat, wie viel Prozent Wachstum uns der verrückte König kostet.



      - Putins dümmlicher Imperialismus.



      - D wird unter seinen Möglichkeiten regiert. Merz muss abtreten, er kann es einfach nicht.

  • Man kann das aus solidarischer Perspektive alles furchtbar finden. Aber dass man hier bei den Befindlichkeiten des politischen Gegners so daneben geht, ist doch...nun ja...irritierend.

    Der rechte Wähler will nicht, dass nur die Zahl der Asylanträge reduziert wird, sondern dass die Gesamtzahl (und der Anteil) der Migranten im Land reduziert wird. Nicht der Zustrom soll reduziert werden, sondern der Bestand.

    "Derzeit sind es keine 10.000 neuen [Asyl]Anträge im Monat. "

    Das heißt aus Sicht eines "migrationskritischen" Menschen, dass das "Problem" sich trotzdem noch um 100.000 Menschen pro Jahr vergrößert.

    "Aber die Landesinnenminister*innen, vor allem die von CDU/CSU, machen einfach weiter, als hätte sich nichts verändert." Was hat sich denn - wie gesagt aus rechter Perspektive - zum besseren geändert?

    • @Chris McZott:

      Der Rechtsextremist will vor allem auch, dass Migranten - und hier wird faktisch natürlich kein Unterschied zwischen Asylbewerbern und anderen gemacht - das Leben zur Hölle gemacht wird.

      Er will nicht nur irgendeine abstrakte Reduktion von Zahlen, er will, dass Migranten frühmorgens verhaftet und gefesselt werden, er will, dass man Familien trennt, er will, dass dunkelhäutige Menschen richtig Angst haben und ihnen Demütigungen und am besten auch physische Schmerzen zugefügt werden. Asylbewerber sollen gerade mal Bett, Brot und Seife kriegen, und das Brot soll am besten noch hart und verschimmelt und für Muslime mit Schinken belegt sein. Es soll Migranten so richtig schlecht gehen, und das so öffentlich wie möglich.

      Kurzgesagt: der Rechtsextremist sehnt sich danach, sich am Leid anderer Menschen zu weiden. Und natürlich wird ihm das nie über. Es wird nie grausam und gemein genug sein.

      • @Suryo:

        Für solche Leute macht aber niemand Politik - vielleicht würde es die AfD im Osten tun, da kenn ich mich nicht so aus. Das wäre eher die Politik der NPD gewesen.

        Es gab vor der Bundestagswahl eine Sendung im WDR aus Duisburg, wo auch der Grünen-Co-Vorsitzende seinen Wahlkreis hat. Da wurden die Bürger befragt, fast alle mit Migrationshintergrund und sehr viele wollten AfD wählen, sogar eine dunkelhäutige Abiturientin dachte darüber nach....das sind sicher nicht die Leute, die Sie meinen. Es gibt eben Probleme, die man nicht durch Schweigen löst. Schweigen hätte der AfD im Ruhrgebiet Bürgermeisterposten gebracht.

        • @Dr. McSchreck:

          Die AfD wird auch von einer Frau geführt, die in diesem Land keinerlei Rechte hätte und der man ihre Kinder wegnähme, hätte hier die AfD regiert. Es gab auch Juden, die NSDAP gewählt haben.

          Der Kern der AfD ist der alte deutsche Rechtsextremismus, und wenn sie regiert, dann geht es den Weidels und den dunkelhäutigen Abiturientinnen aus Duisburg an den Kragen.

    • @Chris McZott:

      Außer dem klassischen Rassisten will der Wähler nicht einmal, dass die Zahl der Migranten reduduziert wird, sondern der Migranten, die nicht in der Lage oder willens sind, sich zu integrieren. Also dauerhaft Sozialleistungen beziehen, kaum die Sprache lernen und im schlimmsten Fall Straftaten begehen. Von denen hat der Herr grote ja auch gesprochen.

      Wenn dagegen mal wieder eine gut integrierte Familie oder Köchin (Bericht diese Woche) abgeschoben wird sind fast alle dagegen. Es ist also nicht die Zahl.

      • @Dr. McSchreck:

        "sondern der Migranten, die nicht in der Lage oder willens sind, sich zu integrieren. Also dauerhaft Sozialleistungen beziehen, kaum die Sprache lernen und im schlimmsten Fall Straftaten begehen. "

        Naja das sind ja schon einige Millionen auf die etwas davon zutrifft.. Außerdem wird ja den Einwandern genau das unterstellt. Ich finde dass Sie etwas zu gnädig mit unseren rechten Mitmenschen sind.

        • @Chris McZott:

          Ich unterscheide unzufriedene Bürger, die merken, dass bei ihnen gespart wird und erwarten, dass man den Sozialstaat so versteht, wie er gedacht als: als Hilfe für Leute, die es nicht schaffen - und Rassisten, die einfach keine Ausländer hier haben wollen (oder denen die Nationalelf zu wenig weiß ist wie es Höcke mal gesagt hat).

    • @Chris McZott:

      Um ihre Frage zu beantworten. Die vermeintlich demokratischen Mitteparteien setzen seit zwei Jahren immer mehr die Politik der rechten Parteien um, ohne das die rechten Parteien daran arbeiten müssen. Nix halbieren, Herr Merz - Faktor Vier. Die Neonazis bedanken sich.

      • @Sonnenhaus:

        "Faktor vier" das war eher Merkel.

        Unter Merz hat die AfD bisher 6 %-Punkte gewonnen (Sonntagsfrage). Unter der Ampel waren es 10%-Punkte...

      • @Sonnenhaus:

        Seit Herr Merz Kanzler ist, hat sich die AfD vervierfacht?



        Das ist mir neu.

  • Speziell diese Bundesregierung scheint mir eine Politik gegen alle Menschen zu machen, die hier leben - egal, wie lange diese Menschen schon hier leben.



    Diese Bundesregierung macht außerdem bewusst eine Politik, die die Zukunft der Menschen aktiv verspielt.

    • @Der Alleswisser:

      Exakte Beschreibung der Ursache der seit Jahren stetig wachsenden Umfragewerte der AfD .

    • @Der Alleswisser:

      Ja, das ist richtig. Doch es geht um viel, viel mehr: Profite der Wirtschaft. Alles andere ist nicht von Interesse, außer in Sonntagsreden und auf Wahlplakaten.

    • @Der Alleswisser:

      "Speziell diese Bundesregierung scheint mir eine Politik gegen alle Menschen zu machen, die hier leben"



      Das stimmt nun überhaupt nicht.



      Es sei denn, Sie betrachten z. B. Milliardäre nicht als Menschen.

      • @Encantado:

        Hier sind mal die Milliardäre der Rundungsfehler :o)

  • Danke für den Artikel und die stets differenzierte Kritik zu dem Thema.



    Frontex berichtete ja bereits von weniger Flüchtigen an den EU Außengrenzen, da ist es wenig verwunderlich, dass auch in Deutschland weniger Flüchtlinge ankamen .



    Die Beobachtung, dass Dobrindt in der Sache erfolgreich, die Union aber so erfolglos wie nie ist, ist zutreffend.



    Offenbar macht sich die Union mit dieser Politik keine Freunde.



    Wir brauchen allerdings Freunde, auch international.



    Fachkräftemangel ist zum Treiber des wirtschaftlichen Abschwungs geworden.



    Qualifizierungs und Einreiseabkommen wie die Ampel initiierte, ist notwendig,



    Damit gewinnen Alle.



    Zusätzlich stärken junge Arbeitskräfte unsere Sozialsysteme.



    Wir brauchen wirtschaftlichen Aufschwung um unsere Demokratie zu stärken.



    Nazi Parolen umzusetzen bewirkt das Gegenteil. Die Zusammenarbeit der konservativen mit den Rechten in der EU in dieser Sache ist ein Tiefpunkt für Demokrat*Innen.



    Dobrindt ist also erfolgreich darin, die Zukunft unseres Landes zu zerstören.



    Dankbarkeit wäre hier unangebracht.



    Es wird Zeit, Unmenschen wie Dobrindt Grenzen zu setzen.



    Danke an die Länder, die deutsche Flüchtlinge im dritten Reich aufgenommen haben!

    • @Philippo1000:

      Die Zahl der mit Hilfe des EU-Parlamentes Ertrunkenen im Mittelmeer hat wieder zugenommen, und damit die Zahl der hier ankommenden Migranten abgenommen. Danken wir christlichen Menschen wie Herrn Dobrindt und Herr Hermann (Innenminister CSU Bayern) dafür. Letzterer fand es erst sehr gut, dass eine sehr gut integrierte Migrantin ausgewiesen, bzw. remigriert wurde. So zerstört die rechte Mitte unsere Wirtschaftskraft nur durch ideologische Verbohrtheit, und verstösst gegen die Menschenrechte. Aber so ist es eben mit der CSU. Im Bierzelt und beim Dönerladen wow, im richtigen Leben mau.

    • @Philippo1000:

      Niemand bestreitet, dass wir Fachkräfte benötigen.; das bestreitet nicht mal Dobrindt. Aber darum geht es hier gar nicht, insofern ist Ihre Bemerkung zwar richtig aber vollkommen am Thema vorbei.

    • @Philippo1000:

      Die Zuwanderung der letzten 10 Jahre hat weder den Fachkräftemangel beseitigt noch die sozialen Systeme stabilisiert.

      • @Puky:

        Nicht beseitigt, aber abgemildert.



        .



        Für eine Beseitigung, wäre eben noch mehr Zuwanderung notwendig gewesen.



        .



        Nur 1 Beispiel. 21.7% der Pflegekräfte in der Altenpflege stammen aus dem Ausland. Seit 2022 wird der gesamte Zuwachs an Arbeitskraft in diesem Beruf durch ausländische Arbeitskräfte getragen.

      • @Puky:

        Aber sie hat diese Probleme deutlich abgemildert.

      • @Puky:

        Die These ist ungefähr so stichhaltig, wie die, dass die Erde eine Scheibe sei. Syrische Ärzte oder philippinische Krankenpfleger z.B. werden anscheinend nicht von jedem zu Fachkräften gezählt. Auch ist es durchaus statistisch nachweisbar, dass Zuwanderung sehr wohl die Sozialsysteme stärkt. Da mögen Reichelt und die Springer-Presse noch so oft das Gegenteil behaupten.

  • „ Härte in Asylfragen ersetzt keine Politik, die sich mit den Themen beschäftigt, die die Bevölkerung wirklich betreffen.“ —> Was sind denn die Themen, die die Bevölkerung wirklich betreffen? Asylfragen rangieren nach meiner Kenntnis seit ca. 10 Jahren bei jeder Umfrage in den Top 3 der wichtigsten Themen, die die meisten Menschen beschäftigen.

    • @Kriebs:

      Nicht die Zuge(wanderten)flüchteten sind das Problem, sondern die staatliche Verwaltung unter Leitung unserer Politiker sind das Problem. Sie zeigen am Beispiel der Migrationsthematik, wie sie im Ernstfall (Krieg, Umweltkatastrophe, etc.) mit uns umgehen würden, wenn die "Fremden" nicht mehr als Ausrede vorhanden sind.

    • @Kriebs:

      "Asylfragen rangieren nach meiner Kenntnis seit ca. 10 Jahren bei jeder Umfrage in den Top 3 der wichtigsten Themen, die die meisten Menschen beschäftigen."



      Und genau da liegt der Knoten. Denn das ist eben nicht das Problem, sondern die angebliche Ursache für die eigentlichen Probleme.



      Außer echten Rassisten sind den Menschen Ausländer im Land völlig egal. Sie sorgen sich - als echtes empfundenes Problem - darum, dass ihnen diese Ausländer Wohnungen oder Jobs streitig machen. Dass diese soziale Unterstützung erhalten, die ihnen selber womöglich verwehrt wird. Dass die Art wie sie leben von Fremden beeinträchtigt wird. Und, und, und.



      Nein, die Fremden sind nicht das Problem. Nur mögliche Probleme aufgrund ihrer Anwesenheit. Und das ist nun wahrhaftig nicht dasselbe, auch wenn die rechten Vereinfacher das gerne so darstellen.

      • @Encantado:

        "Nein, die Fremden sind nicht das Problem. Nur mögliche Probleme aufgrund ihrer Anwesenheit." - Mit Verlaub, das ist doch wirklich Haarspalterei ;)

        • @Chris McZott:

          "Mit Verlaub, das ist doch wirklich Haarspalterei"



          Das Leben ist halt kompliziert. Deswegen funktionieren einfache Lösungen auch nicht. Da muss man auch mal Haare spalten, statt im Simplen zu bleiben.

      • @Encantado:

        "Außer echten Rassisten sind den Menschen Ausländer im Land völlig egal. "

        Ja, genau. Deshalb schwadroniert man in der AfD von "millionenfachen Abschiebungen" (bei gut 200.000 Leuten, die keine Berechtigung haben, sich dauerhaft in D aufzuhalten). Deshalb kursiert unter den AfD-Fans das Ziel von 60 Millionen Bundesbürgern und 0 % Ausländern. Weil das Rassisten sind.

  • Die Ideenlosigkeit der Konservativen wird hier besonders deutlich. Was muss geschehen, bis diese Leute endlich begreifen, dass ihre Politik des Nachäffens der Faschisten nur denen zugute kommt und niemandem sonst. Es ist richtig, was in dem Artikel gesagt wird: Kümmert Euch um die Alltagssorgen der Bevölkerung, Mieten, Preise, Arbeitsplätze, Klima - DAS sind die Themen in jedem Wohnzimmer.

    • @Perkele:

      Es ist einen Innenministerkonferenz.

      Innenminister kümmern sich nicht um Mieten, Preise, Arbeitsplätze, Klima.

      Innenminister haben typischerweise als Aufgaben Sicherheitsaufgaben, ein bisschen Gesetzgebung und - Migration und Flüchtlinge.

      Da ist es nicht überraschend, dass sich um die Aufgaben in ihren Ressorts auch kümmern.

    • @Perkele:

      Könnte der Ansatz nicht ein anderer sein? Gebt den Menschen möglichst viele Sorgen, dann sind sie zu beschäftigt, uns dabei zu stören, wenn wir uns und unseren Gönnern die Taschen vollmachen. Danach gerne die Sintflut aka AfD. Hauptsache die Schäfchen sind im Trockenen.

      • @Flix:

        Ja, den Eindruck hab ich mittlerweile auch. Ich meine, Abwertung von sozial Schwachen und Menschen mit Migrationshintergrund sind ja klassisch konservative Politik, aber nachdem unser Kanzler auch noch auf Kranke, Arbeitende und Rentner Eintritt, sehe ich da echt nicht mehr viel Wählerpotential...

  • Wir sollten uns nicht von den Merkel-Jahren der Union blenden lassen. Xenophobie, Rassismus, völkisches Gedankengut und so weiter hatten schon immer eine Heimat in der Union; mir ist die Stahlhelm-Fraktion um Alfred Dregger noch gut in Erinnerung. Viele, aber, bei weitem nicht alle Anhänger derartigen Unfugs sind zur AfD abgewandert, die anderen haben offenbar auf „bessere“ Zeiten gewartet.



    In fast allen Wahlkämpfen der vergangenen Jahrzehnte wurde doch gegen vulnerabele Gruppen, häufig im Konzert mit den Springer-Medien, gehetzt und Sündenböcke gesucht, Migranten eignen sich zur Zeit wohl ganz besonders als solche.

  • Die rechte Propagandamaschine läuft auf Hochtouren. Das keiner mehr reinkommt, genügt den rechten Mob nicht. Viele wollen die Remigration, alles andere ist denen egal. Mit Vernunft ist denen nicht mehr beizukommen. Positive Migrationsgeschichten finden immer weniger Anerkennung. Die Wahrnehmung entfernt sich immer mehr von der Realität. Fast alle Parteien haben dazu beigetragen, dass gesellschaftliche Miteinander zu vergiften.

    • @Andreas J:

      Och, dass "keiner mehr reinkommt", würde bestimmt vielen Rechten genügen.

      Nur ist es ja so nicht.

      Ja, die Wahrnehmung entfernt sich immer mehr von der Realität.

  • GEAS mag zwar durch sein, doch das betrifft ja nur einen bestimmten Kreis. Der weitere Umgang hier bereits lebender Flüchtlinge ist davon gar nicht betroffen und die Rückführung von Syrern wird uns noch ein Jahrzehnt beschäftigen. Es gibt also überhaupt keinen Grund, sich auf GEAS auszuruhen.

    Zumal noch gar nicht absehbar ist, ob GEAS überhaupt irgendeine Wirkung zeigen wird.

    • @DiMa:

      Die Rückführung der syrischen Flüchtlinge ist eine Scheindebatte.



      .



      Deren Kinder gehen hier zur Schule und wir brauchen auch die Arbeitskraft.



      .



      Wer gehen will wird gehen und einige werden hin und her pendeln. Der Anteil dessen, was man hier "rückführen" kann bewegt sich im Promillebereich.



      .



      Und genau deshalb werden wir darüber ewig diskutieren oder besser gesagt hetzen, wie damals mit den türkischen "Gastarbeitern".

      • @sociajizzm:

        Der allgemein erteilte Schutzstatus läuft aus und es sind individuelle Anträge auf Aufenthalt zu stellen und zu prüfen. Davon sind schätzungsweise 500.000 bis 600.000 Personen betroffen, was zu einer entsprechenden Anzahl an Verfahren führt.

        Das Ergebnis der Einzefallentscheidungen kann man nicht vorweg nehmen.

        Wer bereits den Familienunterhalt dauerhaft bestreitet, wird wohl bleiben dürfen. Bei allen anderen würde ich mich nicht vorschnell festlegen.

        Auf die Länder kommt jedenfalls einiges zu. Daher ist es wichtig und richtig, dass sie sich hierzu besprechen.

    • @DiMa:

      Letzteres ist zu hoffen, um nicht wieder in alte Zeiten vor 1945 zurück zu fallen. Das Gegenteil werden uns unsere demokratischen Parteien auch noch beweisen, bis usnere Demokratie dann endgültig zerstört ist.

  • Wahrscheinlich geht es der Politik nun darum, die Wahnsinnsregelungen des GEAS auch vor den Gerichten durchzupauken. Das aber könnte schwierig werden. Es werden grundsätzliche Verfahrensregeln außer Kraft gesetzt und die Freiheitsberaubung auf die Spitze getrieben, wobei sogar Kinder kaserniert werden. Und das alles geschieht ohne logische Überlegungen, sondern basierend auf purem Hass.



    Denn der Gedanke ist, dass, wenn die Menschen von den Lagern erfahren, sie erst gar nicht flüchten. Das unterschätzt ihre Not und ihren Optimismus. Nötig wäre es, in Kleinarbeit mit den Herkunftsländern Rückführungsabkommen auszuhandeln für die, welche tatsächlich keinen Schutzstatus erhalten haben, so wie es die Ampel begonnen hat.



    Stattdessen wird nun alle Hoffnung auf Lager in Drittstaaten gesezt. Aber es ist ein Schuss ins eigene Knie: Schnell könnte die Zahl der Insassen dort 80.000 oder 100.000 erreichen. Sie alle müssen tagtäglich ernährt und medizinisch versorgt werden, ohne dass sie irgendetwas selbst zu ihrem Lebensunterhalt beitragen dürfen. Stattdessen wird eher die Panik des Drittstaats immer größer und damit auch der Stacheldrahtzaun. Wir schaffen ein riesiges europäischen Guatanamo.

    • @hedele:

      Die medizinische Versorgung wird mit Sicherheit vernachlässigt werden.



      .



      Menschenwürdig wird die Unterbringung höchstens auf dem Papier.

    • @hedele:

      Das einfachste die Flüchtlingszahlen aus Afrika zu reduzieren wäre wohl die EU-Subventionen dort zu streichen, dann könnten zumindest die Landwirte in Afrika von ihrer Arbeit leben. zudem wäre es sinnvoller demokratische Prozesse in diesen Ländern zu unterstützen, dann müssen die Menschen nicht zu uns kommen, um unsere Freiheiten ebenfalls leben zu können.

  • Sehr wahr, man hat manchmal das Gefühl ein Großteil dieser Politiker hat ein Erstaufnahmelager oder einen Abschiebeknast im Vorgarten und wir haben sonst keine Probleme.



    Da die EU ja jetzt äußerste Verschärfungen im Asylrecht beschlossen haben, dürfte doch sofort alles gut werden, dann könnte man sich ja den wichtigen Themen widmen, es sei denn man hat kein in Interesse daran, denn für eine verschwindend kleine Minderheit der alles gehört läuft es doch.

  • 1. Parteien müssen und sollten nicht alle ihre Positionen auf sofortige Erfolge in Umfragen und Wahlen hin ausrichten.

    2. Nur weil es inzwischen weniger Asylanträge gibt sind die Millionen Flüchtlinge in Deutschland nicht verschwunden. Und die damit verbundenen Herausforderungen, die teilweise zum Erfolg der AfD beigetragen haben.

    3. Und selbstverständlich betrifft das Thema Migration die Bevölkerung "wirklich". Beim Thema Wohnraum, Kriminalität, Kosten usw.

    • @gyakusou:

      Zu 3. Vor allem beim Fachkräftemangel. Mehr als jede 5te Altenpflegerin ist Ausländerin.



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      Mal ganz sachlich betrachtet braucht Deutschland Zuwanderung.



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      Das die Mieten immer weiter steigen hat viele Gründe.



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      Und einen Zusammenhang zwischen Kriminalität und Zuwanderung ist wissenschaftlich widerlegt.

    • @gyakusou:

      Korrigiere: Nicht die Flüchtlinge tragen zum Erfolg der AfD bei, sondern die leider auch von vielen Medien immer weiter verstärkte Erzählung, die Flüchtlinge seien das Problem!Durch die Häufigkeit des Erzählens glauben das leider zu viele Menschen, die dann die Parteien nicht mit Forderungen nach einer guten Sozial- und Wohnungsbaupolitik z.B. behelligen, wie praktisch.



      Ich vermisse in diesem Punkt den vehementen und wiederholten Widerspruch von GRÜNEN und LINKEN und der öffentlich-rechtlichen Medien, die dem GG verpflichtet sind. Diese falsche Erzählung müßte dringend wieder und wieder korrigiert werden!