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Dobrindts AsylpolitikUm jeden Preis

Frederik Eikmanns

Kommentar von

Frederik Eikmanns

Eigentlich sollten die deutschen Grenzkontrollen mit Inkrafttreten der Geas-Reform enden. Die Union will aber weiter nach rechten Wählern fischen.

E igentlich weiß man ja, dass CDU und CSU eh nicht nachgeben. Seit Tagen fordern wichtige EU-Politiker und Teile der SPD, dass Bundesinnenminister Dobrindt die Kontrollen an den deutschen Grenzen beendet. Auch die Zurückweisung von Asylsuchenden soll auslaufen, so die Forderungen. Der Grund: Am Freitag tritt die Reform des europäischen Asylsystems Geas in Kraft und dieses Datum hatte einst Dobrindt selbst als Enddatum für die Kontrollen genannt. Doch davon ist jetzt in CDU und CSU keine Rede mehr.

Es ist nicht schwer zu verstehen, warum. Im September sind Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Hier droht die AfD die absolute Mehrheit zu erreichen. Bloß den Rechten nicht das Argument in die Hand geben, die Union sei zu soft in der Migrationspolitik, so wohl die Überlegung in CDU und CSU. Aber in diesem Modus der Schadensbegrenzung vergessen die Konservativen, dass auch die Grenzkontrollen gewaltigen Schaden anrichten.

Da sind die Geflüchteten, denen Deutschland verweigert, worauf sie ein Recht haben: ein faires Asylverfahren und Schutz vor Verfolgung. Aber selbst wenn einem das egal ist – wie es bei vielen in der Union der Fall zu sein scheint – gibt es immer noch genug andere Gründe gegen die Kontrollen und Zurückweisungen.

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Beobachten ließ sich das vor rund einem Jahr, als die Grenzkontrollen gerade ausgeweitet und die Zurückweisungen neu eingeführt waren. In Polen, das die Zurückgewiesenen wieder aufnehmen musste, marschierten rechte Bürgerwehren, es gab weitverbreiteten gesellschaftlichen Unmut. In der kurz darauffolgenden Präsidentschaftswahl siegte mit Karol Nawrocki ein Rechtsextremer. Ein schwerer Schlag für die liberalen Kräfte in Polen und der ganzen EU. Und womöglich eine Folge der deutschen Grenzpolitik, die den polnischen Rechten eine Steilvorlage geliefert hatte.

Jetzt nach einem Jahr der Zurückweisungen drohen noch tiefgreifendere Konsequenzen. Wenn die unionsgeführte Bundesregierung sich über Appelle von EU-Politiker*innen genauso hinwegsetzt wie über Entscheide deutscher Gerichte, wonach die Zurückweisungen EU-rechtswidrig sind, dann schadet das der EU als Ganzem. Es untergräbt die Idee eines rechtsstaatlichen Europa. Und das sind die Kontrollen wirklich nicht wert.

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Frederik Eikmanns

Frederik Eikmanns

Fachredakteur für Innere Sicherheit und Migration
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39 Kommentare

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  • Die unsinnigen Kontrollen haben auch noch andere Nebenwirkungen, die sie Zusammenarbeit mit unserem Land für andere schwierig machen. Übersetzung einer Mail der SNCF:

    "Hallo,

    Ihr Zug (9531) am 6. Juni nach Freiburg (Breisgau) verkehrt planmäßig.

    Auf Anordnung der deutschen Strafverfolgungsbehörden werden Fahrgäste internationaler Züge mit Ziel Deutschland jedoch an der Grenze Sicherheitskontrollen unterzogen. Diese Kontrollen – die unter anderem die Überprüfung der Identität und des Gepäcks umfassen können – werden von autorisiertem Sicherheitspersonal durchgeführt.

    Daher ist mit einer Fahrzeitverlängerung von ca. 15 Minuten zu rechnen.

    Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten.

    Ihr SNCF Voyageurs Team"

    So kann man die Zusammenarbeit der Bahnen auch sabotieren...

  • Wenn die Grenze nur in eine Richtung durchlässig ist, man also Mensche, die es nach Deutschland geschafft haben, nicht in die zuständigen Länder zurückschicken kann (wozu zuletzt erneut der EuGH beigetragen hat, wenn man weiter die Sozialleistungen bekommen muss, womit dann wohl niemand mehr freiwillig der Aussreisepflicht nachkommen wird) - dann muss man eben die Einreise begrenzen.

    Würde das System funktionieren, bräuchte es keine Kontrollen.

    • @Dr. McSchreck:

      Ja, ja - das bekannte Schema: die Geflüchteten arbeiten nicht, sie fallen dem Staat zur Last.



      a) oft können sie nicht arbeiten, weil sie nicht dürfen



      b) Der EuGH ist bekanntlich ein Gericht und dessen Entscheidungen sind i.d.R. nicht rassistisch.



      c) Die Fluchtursachen interessieren keinen Politiker, keinen Bischof und schon gar nicht den werteorientierten Christenmenschen unserer Gesellschaft.

  • Würde Polen entsprechend der Dublin-Verordnung (die durch Geas abgelöst wird) die Menschen zurücknehmen, für die man dort nun mal zuständig ist, könnte man die Kontrollen schnell beenden. Aber man will das auch künftig nicht tun.

  • Diese schier endlos in allen Medien geführte Zankerei um den richtigen Umgang mit Asylbewerbern ignoriert hartnäckig und fast vollständig die Verantwortung der reichen Industriestaaten für die URSACHEN der Einwanderung. Schon die Unterscheidung zwischen Kriegs- (+) und Wirtschaftsflüchtlingen (-) ist zynisch und verlogen angesichts der Tatsache, daß wir, die Reichen, seit langem und weiterhin einen permanenten Wirtschaftskrieg gegen die ärmeren Nationen führen (>Jean Ziegler, >Warren Buffet).



    Hier zeigt sich die Verwandtschaft zwischen Kapitalismus und Faschismus am deutlichsten: die Verachtung, Bevormundung, Ausbeutung und letztlich Vernichtung all dessen, was schwächer ist, zugunsten eines wahnhaften Elitedenkens, das sich mit allen Machtmitteln durchsetzt (Gruß an die AfD-Wähler).



    Vor über 10 Jahren griff man das Wort Ursachenbekämpfung schon mal auf, und verdrehte es zu Schleuserbekämpfung. Ganz im Interesse von Merkels marktkonformer Demokratie.



    Der Club of Rome warnte schon 1972 vor der Abschottung Europas. Ähnlich der Brandt-Report 1980.



    Konkurrenz & Wachstum & Verbrauch - uns werden Wahnideen als Lösungsstrategien ins Hirn gesch.... Wie lange noch?

    • @Selbstauslöser:

      Wäre mir neu das der Westen, speziell die EU einen "permanenten Wirtschaftskrieg" gegen Syrien, den Irak oder Afghanistan geführt hätten. Aus diesen Ländern stammt der überwiegende Teil der Flüchtlinge.

      Es sind vielfältige Faktoren für Fluchtgründe, die wirtschaftliche Situation ist bestimmt einer davon, aber bei Betrachtung der herrschenden Verhältnisse in den Ländern vermutlich nicht der Hauptgrund.

      Das etliche Staaten die sie zu den ärmeren Nationen zählen würden doch auch ein innerstaatliches Umverteilungsproblem haben, welches einen Aufbau von Wohlstand verhindert sollte dabei nicht ausgeblendet werden. In den wenigsten dieser Länder herrscht Rechtsstaatlichkeit und Gleichberechtigung, besonders nicht im Bereich der politischen und wirtschaftlichen Teilhabe.

      Ihr angeführtes "wahnhaften Elitedenkens" ist zudem auch in vielen Ländern des Globalen Südens zu finden und besonders auf dem afrikanischen Kontinent weit verbreitet.

      Ihre Antwort das der Westen und sein Kapitalismus der Grund für das Wohlstandsgefälle sind, ist mir daher zu einfach gestrickt. Zudem die Gleichsetzung von Kapitalismus - Faschismus doch von einer gewissen Unkenntnis der Begriffe zeugt.

  • "Da sind die Geflüchteten, denen Deutschland verweigert, worauf sie ein Recht haben: ein faires Asylverfahren und Schutz vor Verfolgung."

    Dieses Recht haben sie, aber nicht nur und ausschließlich in Deutschland. Außerdem, wenn es um Recht geht, weshalb dann nicht in einem der vielen vorherigen Länder Asyl beantragen, wie es rechtlich vorgesehen ist.

    "Und womöglich eine Folge der deutschen Grenzpolitik, die den polnischen Rechten eine Steilvorlage geliefert hatte."

    Bisher hat die deutsche Grenzpolitik den deutschen Rechten eine Steilvorlage geliefert. Ich weiß nicht, ob das besser ist.

    "Es untergräbt die Idee eines rechtsstaatlichen Europa."

    Allmählich fällt es mir immer schwerer zu akzeptieren, dass Recht einmal gelten soll und dann aber auch wieder nicht. Ich halte es für das größere Problem, dass "wir" uns aussuchen wollen, wann und welches Recht gilt, in Anspruch genommen darf und in welchen Fällen wir auf Rechtssicherheit verzichten wollen.

  • Hallo Leute. Der Autor will doch nur darauf hinweisen, dass es mit Einführung von GEAS keiner Sondermaßnahmen Deutschlands mehr bedarf. Einfach nochmal den Artikel und vor allem die GEAS-Bestimmungen lesen - vor allem den Punkt "Sicherung der Außengrenzen".

  • Die Debatte blendet einen zentralen Punkt konsequent aus: Geld. Migration ist nicht nur eine moralische, sondern auch eine massive finanzielle Frage – und genau das spüren immer mehr Bürgerinnen und Bürger. Steigende Abgaben, klamme Kommunen, marode Schulen, fehlende Kitaplätze – während Milliarden für Unterbringung, Verwaltung und Sozialleistungen aufgebracht werden müssen. Wer diese Realität ignoriert, darf sich über wachsende migrationsfeindliche Haltungen nicht wundern.

    Eine Mehrheit der Bevölkerung befürwortet längst Migrationsbegrenzung, weil sie erlebt, dass der Staat an anderer Stelle spart: bei Infrastruktur, Pflege, Bildung. Das untergräbt Vertrauen. Wenn der Eindruck entsteht, dass für „alles Geld da ist – nur nicht für die eigene Lebensrealität“, kippt Akzeptanz.

    Migration ohne Steuerung untergräbt Akzeptanz für Asyl insgesamt. Wer Schutz wirklich erhalten will, braucht klare Regeln, schnelle Verfahren und konsequente Rückführungen. Alles andere ist Wasser auf die Mühlen der AfD: Je chaotischer der Staat wirkt, desto lauter werden die Radikalen.

    • @Zippism:

      Sie stellen die Verarmung der Kommunen neben den Aufwand für Asylbewerber, als wäre das eine die Ursache für das andere. Damit blenden Sie populistisch zwei zentrale Punkte konsequent aus: 1) in D werden die Reichen immer reicher, auf Kosten der Armen, die immer mehr werden, weil Arbeit höher besteuert wird als Besitz, und Besitz profitabler ist als Arbeit. Das ist die wahre Quelle der Unzufriedenheit. Und 2) unser Wohlstand, vor allem in Form billiger Lebensmittel und anderer Konsumgüter, ist das Ergebnis von jahrzehntelanger Ausbeutung gerade jener Menschen, denen wir damit die Existenzgrundlage genommen haben, und die nun in ihrer Not zu uns kommen, um sich ein bißchen was von dem Wohlstand zurückzuholen, den sie uns „schenken“ mußten.



      Geld ist ein zentraler Punkt insofern, als eine gerechte Bezahlung der Rohstoffe, Früchte und Arbeitskraft der einzige Weg ist, um die Migration in die reichen Industrieländer zu stoppen. So oder so kommen wir nicht daran vorbei, das Teilen zu lernen.

    • @Zippism:

      Das ist doch eher ein rechtes Narrativ was sie hier anführen. Finanzielle Gesichtspunkte den Themen Migration und deutschen Wohlstand gegenüber zustellen, dient lediglich dem Ziel eins gegen das andere auszuspielen. So erzeugt man Stimmung und Zuspruch für Rechtsradikale. Dazu noch ein zwei Beispiele aus dem Bereich der Kriminalität, die durch die Flüchtlinge mit ins Land kommt und das Bild ist abgeschlossen. Dadurch wird die Akzeptanz untergraben und nicht durch mangelnde Steuerung - was für ein schäbiger Begriff in Bezug auf menschliche Schicksale.

      Asyl ist ein individuelles Recht und wird den meisten Menschen auf diesem Planeten in ärmeren Regionen als der EU gewährt. Wer verfolgt wird hat einen Anspruch auf Prüfung, Unterbringung und Versorgung.

      Wenn eine reiche Nation wie Deutschland dazu nicht fähig ist, ist das traurig genug. Wenn der Grund Migration angeführt wird, um Einsparungen an anderer Stelle zu rechtfertigen, dann ist es eine glatte Lüge, um von den eigentlichen Problemen abzulenken.

      Zu Deutschland. Die Politik bricht geltendes Recht und setzt sich über Gerichtsentscheidungen hinweg. Das würde ich als chaotisches Wirken ganz im Sinne der "Radikalen" bezeichnen.

  • taz: *Die Union will aber weiter nach rechten Wählern fischen.*

    Die CDU/CSU macht nur noch Werbung für die AfD, aber das merkt in der Merz/Söder-Union anscheinend niemand.

  • Populismus ist der csdU wichtiger als Gesetzestreue und noch viel wichtiger als humanes Denken und Handeln, trotz des C in ihren Parteinamen. Die haben nur ihren eigenen Vorteil im Blick.

    • @Perkele:

      82% der Deutschen teilen bezüglich der Grenzkontrollen die Position der Union.



      Sind also 82% der Deutschen Populisten oder hat das nicht viel eher etwas mit gesundem Menschenverstand zu tun?



      www.mdr.de/nachric...-mdrfragt-100.html

  • Warum soll die CDU nicht eine Position beziehen, die von einer Mehrheit der Bevölkerung gewollt ist ? Warum soll Rücksicht auf polnische Bürgerwehren genommen werden, wenn Polen diese Personen hätte registrieren sollen ? Wird dadurch Europarecht gestärkt ? Erst wenn die Beschlüsse umgesetzt sind, die Registrierung und Verteilung von den Aussengrenzen her erfolgt, sollten die Kontrollen eingestellt werden. Wie will man es sonst der Bevölkerung erklären und Akzeptanz erreichen.

    • @Puky:

      Weil es sehr viel 💰 kostet und kaum gewünschte Wirkung zeigt?



      .



      Die grüne Grenze ist weiterhin offen, die Grenze ist nicht "dicht".



      .



      Wenn also die hauptsächliche Wirkung unerwünschte Nebeneffekte, wie der Rechtsruck in Polen sind, die Praxis eigentlich rechtswidrig und unnötig Knete kostet ... dann stellt sich doch durchaus die Frage nach dem WARUM?



      .



      Wenn Migration als Problem, Überfremdung (Stadtbild) und Vorurteile die Politik dominieren profitiert vor allem 1 Partei. 🫤

    • @Puky:

      Zu Ihrem ersten Satz hier die Antwort: Weil die Regierung oder das Parlament nicht einfach nur Vollzugsgehilfen des Willens einer Mehrheit sind. Sie haben die Interessen des ganzen Volkes incl. der Minderheiten zu vertreten.

      • @Il_Leopardo:

        Die Interessen von Minderheiten dürfen in einer Demokratie aber nicht regelmäßig die Politik dominieren und die Interessen der Mehrheit zurückgestellt werden.



        Das ist nicht der Sinn einer Demokratie und führt diese ad absurdum, wenn das Ziel einer Demokratie ist Mehrheiten zu beschaffen, aber dann das Gegenteil der Mehrheit gemacht wird...

  • Was heißt hier rechts fischen? Die AFD steht bereits bei 28%... die irreguläre Migration ist tatsächlich aus den Rudern gelaufen. Vielleicht sollte man erst einmal, die hier bereits lebenden Menschen mit Migrationshintergrund qualitativ hochwertig integrieren und dann weitersehen. Anscheinend möchte der Autor auch in Schland Bild wie in Belfast sehen oder ist Wahlhelfer für die AFD.

    • @Leningrad:

      Dass die aktuellen Grenzkontrollen aber bisher wenig bis garnichts gebracht haben, ausser Stau und Frust bei Grenzpendlern, ausufernde Kosten für die Grenzpolizei sowie erhebliche Mehr- und Überbelastung bei den Beamten. Die Asylanträge gingen schon vor den Kontrollen zurück und das nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa.

  • Die Argumentation des Autors finde ich etwas schräg. Natürlich muss die CDU nach Wählern fischen, sonst verliert sie die Wahlen und hat überhaupt nichts mehr zu sagen. Links gibt es die SPD, Grüne, Linke und BSW - bei denen könnte die CDU zu fischen versuchen dann verlieren sie doch rechts mehr Wähler als sie links gewinnen. Und, Verantwortung haben deutsche Parteien zunächst mal für Deutschland, nicht für die Lage in Polen oder die in der EU. Und wenn die CDU verliert bzw die AfD gewinnt, dann wird alles noch viel schlimmer. Und was die Rechtswidrigkeit der Zurückweisungen angeht: das passiert doch an der französisch-italienischen Grenzen in ganz anderen Dimensionen und seit Jahren, warum soll sich D danach richten wenn andere Länder solche Regelungen schlicht ignorieren? Folgt die CDU den Ratschlägen des Autors, dann geht sie wohl in moralischer Überhöhung, also für das Gute in der Welt unter, aber sie geht unter und dann gewinnt in Sachsen-Anhalt die AfD und dann??

    • @Gerald Müller:

      Die AFD gewinnt in Meine Augen eher durch die ständige Fokussierung auf das Thema.



      .



      Merz meinte er müsse nur "rechts" genug sein, um die AFD zu halbieren. Eher verdoppelt er sie gerade.



      .



      In der derzeitigen Form sind die Grenzkontrollen vor allem eher symbolisch und teuer. Die grüne Grenze ist ja weiterhin offen.

    • @Gerald Müller:

      "warum soll sich D danach richten wenn andere Länder solche Regelungen schlicht ignorieren?"



      Ganz genau, warum sollte man sich hier an solche Regelungen wie AEMR und GFK halten wenn es andere Länder wie Nord Korea oder Afghanistan auch nicht tun?



      Und warum sollten Regierung und Staat eigentlich nicht auch einfach rechtswidrig handeln wenn es andere doch auch tun? Warum nicht einfach mal mehr staatliche Willkür wagen wenn sie doch "für Deutschland" geschieht? Wer will und braucht schon diese ganze träge, teure Rechtsstaatlichkeit? Einfach mal machen, Standrecht, Ermessensspielraum, Recht des Stärkeren, ...



      Und wie lange will man eigentlich noch am moralisch überhöhten §1 GG festhalten? Dieser ganze woke Quatsch von Grund- und Menschenrechten, Existenzminimum, Abwehrrechten, etc. pp. führt geradewegs dazu, dass wir für das Gute in der Welt untergehen. Und das schon viel zu lange 77 Jahre. Was wir brauchen ist endlich wieder mehr Barbarei.

  • Sagen wir mal so, die Politik hat die Probleme nicht im Griff. Die einen rudern wie wild nach rechts, die anderen nach links, so ist noch kein Boot vorangekommen... Ahoi !

    • @Salinger:

      Wer rudert denn nach links?

  • Fairerweise sollten Pro und Contra mal offen gegeneinander abgewogen werden. Der Autor gibt an es gäbe viele Gründe gegen die Kontrollen. Vielleicht sind unter diesen Gründen ja wirklich welche die auch Einheimische betreffen? Ich kann aus meinem Fenster den Grenzübergang nach Polen sehen und uns Anwohnern hier fallen viele Gründe für die Kontrollen ein. Der Unterschied in unserer Kriminalstatistik des letzten Jahres war jedenfalls exorbitant (1/3 weniger Straftaten insgesamt und über 80% weniger illegale Übertritte als im Vorjahr). Als jemand der die Grenze meist 2-3 mal am Tag überquert, haben mich die Kontrollen nie beeinträchtigt von 1-2 Staus abgesehen.

    • @Šarru-kīnu:

      Wollen Sie damit sagen, dass Polen seine Arbeit nicht gemacht hat?

    • @Šarru-kīnu:

      Also am Grenzübergang zu den Niederlanden (Raum Aachen) ist seid den Kontrollen Dauerstau und auch Dauerfrust bei den Pendlern. Teilweise werden in den Niederlanden ganze Straßen geperrt um den Verkehr zu blockieren, der versucht über Landstraße zu fahren, um die Staus zu umfahren. Das sorgt für noch mehr Chaos und Frust auch auf der anderen Seite der Grenze. Ansonsten habe ich von positivien Auswirkungen bisher nichts gehört oder gelesen. Wer ungesehen über die Grenze will, der kennt seine Schleichwege. Sind die gleichen Schleichwege die man früher genutzt hat um unbemerkt zum nächsten Coffeshop und wieder zurück nach Hause zu kommen :D

  • Danke!



    Genauso ist es!



    Die Union stellt Parteiinteresse vor Alles Andere,



    Merkel war natürlich auch nicht fehlerfrei, aber im Bezug auf Flüchtlingspolitik verkörperte sie eine humane Politik, die zu dieser Zeit auch in der Union möglich schien.



    Dobrint und Merz stehen für einen Rückschritt.



    Sie stehen nicht nur für die Beschränkung der Zuwanderung, sondern auch für geistige Beschränkung.



    Rein parteipolitisch betrachtet, kann die Union kaum behaupten, mit dem eingeschlagenen Weg erfolgreich zu sein, Umfragen für Merz und Union sind desaströs.



    Auch angesichts der Demografischen Entwicklung sollte eigentlich dem Dümmsten klar geworden sein, dass wir Zuwanderung brauchen. Die Sozialsysteme werden nicht gerettet, indem man Arbeitnehmer bis zum Ende an Maschinen kettet.



    Doch Ideologie geht der Union vor Vernunft. Interessant, dass eine Partei ihre Ideologie mit dem Kanzlerkandidat offenbar wechseln kann, wie ein Paar Handschuhe.



    Unabhängig von derart offensichtlichen Eigeninteressen betrachte ich mein Deutschsein weiterhin als Verantwortung.



    Ein Land , dass so viel Leid über die Welt gebracht hat, hat die Verpflichtung, sich zu bessern.



    Doch Respekt und Anstand sind Fremdworte geworden.

    • @Philippo1000:

      👍🏼👍🏼👍🏼

  • Frau wird den Eindruck nicht los, dass die CDU/CSU es darauf anlegt, die AfD rechts zu überholen.

  • Ein Geflüchteter hat das Recht in dem ersten sicheren Land das er erreicht ein Asylantrag zu stellen. Die Genfer Konvention sieht es nicht vor das ein Geflüchteter von der Türkei durch vier sichere EU Länder flieht um hier Asyl zu beantragen.

    Ja und die EU hat eine Reform beschlossen. Die muss aber erst mal durchgesetzt werden. NRW Zb. will sich noch Zeit damit lassen. Es liegt an den einzelnen Bundesländern was sie durchsetzen. Und es müssen erst einmal sichere Drittstaten ausserhalb der EU gefunden werden die Flüchtlinge aufnehmen.

    Ungarn Zb. hat seine rechtsnationale Regierung abgrewählt. Die neue Regierung will aber den Grenzzaun stehen lassen, und nicht an der gleichmässigen Verteilung von Flüchtlingen auf alle EU Länder teilnehmen. Letztes Jahr wurden da 27 Erstanträge gestellt und ein Jahr davor 29.

    • @Martin Sauer:

      Wie praktisch, dass D von "sicheren" Staaten umgeben ist...

    • @Martin Sauer:

      Sie verwechseln Genf mit Dublin. Die GFK ist keineswegs auf das erste erreichbare Land als einzig erlaubte Zuflucht beschränkt, was angesichts der üblicherweise chaotischen Zustände in Kriegs- und Krisenregionen auch reichlich unrealistisch wäre. Tatsächlich sieht sie mit dem Non-Refoulment-Prinzip ein absolutes Verbot von Zurückweisung und Push-Backs von Geflüchteten und Asylsuchenden. Dabei hat die GFK Vorrang vor der Souveränität der ratifizierenden Staaten.



      Und dann wäre daneben auch noch die EMRK die das ganze - zumindest auf dem Papier - noch weiter fasst und den Schutz vor Verfolgung, Folter und unmenschlicher Behandlung auf alle Menschen ausweitet, selbst dann wenn sie nicht ausdrücklich um Asyl bitten.

  • Ja. Ich weiß - Quarantäne geht vor & für hier leichte Analyse zu spät geboren! Wollnich



    Gute Nacht! lame duck 🦆

  • Wenn Europa bzw. die anderen Länder rechtsstaatlich handeln würden, kämen Asylbewerber nur aufgrund des Dublin Abkommens. Und das man in Polen die Rechten unterstützt, weil Polen gezwungen wird, selbst Asyl zu gewähren, ist ja ein tolles Argument.

  • CXU auf Stimmenfang bei agd.



    SCHENGEN, noch nie gehört 🤮.

  • "In Polen, das die Zurückgewiesenen wieder aufnehmen musste, marschierten rechte Bürgerwehren, es gab weitverbreiteten gesellschaftlichen Unmut."



    Ja danke, und wenn wir die Grenzen wieder öffnen marschieren rechte Bürgerwehren bei uns und es gibt noch mehr gesellschaftlichen Unmut.



    82% der Deutschen befürworten die Zurückweisungen von Asylsuchenden an deutschen Außengrenzen - das sind deutlich mehr als nur Unions und AfD-Anhänger, das bedeutet, dass auch SPD und Grünenwähler eine breite Zustimmung dafür hegen.



    www.mdr.de/nachric...-mdrfragt-100.html

  • Innenminister - schlimmer geht immer!

    Herman Höcherl trug schon nicht das



    Grundgesetz unterm Arm



    Horst Seehofer 🚂 empfahl sich als



    Erfahrungsjurist 🤣



    Nancy Fraency vande Görg Ffm war Zivilistin 🙀



    & derzeit losgerissen auffe Weide - Fehlanzeige Dob🐂t - 🧐🤔🫣 -



    Geschwätzführender Dipl. Soziologe. 😳👎

    kurz - Das kann ja noch heiter werden.



    EuGH-Urteil umsetzen - ⛓️-



    Traillen als mindestes •