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Debatte um frühzeitigen FerienstartKann man sich den letzten Schultag vor den Ferien schenken?

Wegen dieser Frage steht Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin in der Kritik. Ja, Familienurlaub ist ein Härtefall. Es geht aber auch ums Prinzip. Ein Pro & Contra.

Jubel, Trubel, Fernsehwagen am Tag vor den Ferien oder pauken bis zur letzten Stunde? Foto: Ute Grabowsky/photothek/imago

D a nimmt die Justizministerin von Mecklenburg-Vorpommern ihr Kind einen Tag vor Ferienbeginn aus der Schule, um in den Urlaub zu fliegen. Darf sie das?

Ja.

Das deutsche Schulgesetz ist sehr – nun ja, deutsch: Am letzten Schultag vor den Ferien das Kind aus der Schule nehmen? Nur mit Härtefallantrag! Ist die Oma gestorben? Nein? Dann sorry, Anwesenheitspflicht. Auch wenn die an letzten Schultagen oft nur darin besteht – Achtung, nichtrepräsentative Erhebung auf Basis persönlicher Betroffenheit –, ein bis drei Unterrichtsstunden mit Filmen oder Spielen zu füllen. An die sich das weit vor dem Mittagessen wieder zu Hause auftauchende Kind auf Nachfrage auch nicht erinnert.

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Nun hat Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Jacqueline Bernhardt (Linke) offenbar Konsequenzen aus dieser Tatsache gezogen: Sie bat um eine Schulbefreiung für ihren Sohn für den letzten Tag vor den Winterferien, um den Abflug in den Familienurlaub nicht zu gefährden. Die Schule gewährte ihr das. Natürlich fliegt der Ministerin das jetzt um die Ohren, denn genau: Eine Pauschalreise ist nun mal kein Härtefall. Und hat da vielleicht eine Ministerin eine Vorzugsbehandlung bekommen? Politisch sieht das alles mindestens ungeschickt aus.

Statt sich aber nun mit Moraldebatten aufzuhalten: Gebt endlich den letzten Schultag frei für gewöhnliche Urlaubsanträge (die die Schule immer noch ablehnen kann). Davon mal abgesehen: Familienurlaub ist kein Härtefall? Doch, natürlich ist er das. Wir hören gerade von konservativer Seite, dass wir immer mehr arbeiten sollen, raus aus der Teilzeit allesamt, besonders die Frauen! Wer sich permanent anstrengen soll, braucht irgendwann eine Pauschalreise. Wenn Vollzeit in Teilzeit arbeitenden Familien (Job, Kinder, Haushalt) das durch unflexible Ferienregelungen erschwert wird, dürfte das die Arbeitsmoral jedenfalls auch nicht gerade heben.

Anna Klöpper

Nein.

Es mag spießig klingen, am letzten Schultag vor den Ferien streng auf der Schulpflicht zu beharren. Natürlich wird kein Schulkind im späteren Leben scheitern, wenn es ein paar Stunden Unterricht versäumt. Aber ganz egal ist es eben auch nicht. Es geht ums Prinzip und eine politische Vorbildwirkung. Wer den weltweiten Verfall der regelbasierten Ordnung beklagt, darf auch bei der vorzeitigen Schulbefreiung für den Sohn der Justizministerin von Mecklenburg-Vorpommern nicht schweigen.

Gerade weil sich jeder längere Ferien wünscht und gerne früher als erlaubt abdüsen würde, ist es keine lässliche Lappalie, wenn sich ein Regierungsmitglied Extrawürste gönnt, die dem Wahlvolk versagt werden. Zum Glück hat das auch die zuständige Bildungsministerin erkannt und den Vorgang kritisiert, obwohl sie in derselben Linkspartei ist wie ihre Kabinettskollegin. Dass Rechte jetzt den Fauxpas der linken Früh-Urlauberin zur Staatskrise aufbauschen, um daraus im Wahlkampf politisches Kapital zu schlagen, kann kein Grund sein, den Fall als Kleinigkeit abzutun. Den Eindruck, dass sich hochrangige PolitikerInnen mehr herausnehmen, als in den Regeln steht, dürfen gerade Linke nicht erwecken, wenn sie glaubwürdig bleiben wollen.

Die weit verbreitete Haltung, es sei wurscht, ob man am letzten Tag vor den Ferien noch in die Schule geht, ist auch ein Zeichen für mangelnden Respekt. Denn LehrerInnen müssen ja auch kommen, obwohl sie ebenfalls sicher lieber früher abhauen und billigere Flüge nutzen würden. Es wäre also ungerecht, wenn man den letzten Schultag freigibt. Und ein seltsames Signal. Was sollen Kinder daraus lernen? Dass es egal ist, ob man einen Tag früher oder später Urlaub macht? Das würde auch meiner Chefin bei tazeins wahrscheinlich nicht gefallen. Oder?

Lukas Wallraff

Anm. der Redaktion: In einer früheren Version des Textes hieß es in der Unterzeile versehentlich, dass es um die Bildungsministerin ginge. Tatsächlich dreht sich die Deabtte – wie im Text richtig erwähnt – um die Justizministerin. Wir lernen: nicht alles, was an Schulen passiert, hat mit Bildung zu tun.

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Anna Klöpper
Leiterin taz.eins
Seit 2011 bei der taz. Leitet gemeinsam mit Sunny Riedel das Ressort taz.eins. Hier entstehen die ersten fünf Seiten der Tageszeitung, inklusive der Nahaufnahme - der täglichen Reportage-Doppelseite in der taz. Davor Ressortleiterin, CvD und Redakteurin in der Berliner Lokalredaktion. Themenschwerpunkte: Bildungs- und Familienpolitik.
Lukas Wallraff
taz.eins- und Seite-1-Redakteur
seit 1999 bei der taz, zunächst im Inland und im Parlamentsbüro, jetzt in der Zentrale. Besondere Interessen: Politik, Fußball und andere tragikomische Aspekte des Weltgeschehens
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132 Kommentare

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  • Ok, als nächstes dann den vorletzten, denn der letzte gehört ja dann schon zu den Ferien.

  • Die Lehrer müssen auch am letzten Schultag in die Schule.



    Die würden vielleicht auch gern günstiger und stressfreier fliegen.



    Die haben auch keinen Bock mit den Kindern irgendwelche Filme etc zu schauen aber die meisten Kinder müssen betreut werden weil die Eltern arbeiten und nicht den Freitag vor der Ferienwoche schon Urlaub nehmen.



    Es ist eine Frechheit, dass hier für eine Ministerin eine Ausnahme gemacht wird und dann noch Justiz. Das hat doch nichts mit Gerechtigkeit zu tun.



    Andere werden wegen eines falschen Likes aus dem Amt gehoben und hier wird ein derartiges Signal einfach durchgewunken.



    Schulfrei sollte es nur in Härtefällen geben.



    So läuft es für die Lehrer und auch im späteren Leben häufig.

  • "Wenn Vollzeit in Teilzeit arbeitenden Familien (Job, Kinder, Haushalt) das durch unflexible Ferienregelungen erschwert wird, dürfte das die Arbeitsmoral jedenfalls auch nicht gerade heben."

    Komme ich nicht drauf klar. Wie flexibel soll es denn sein? So das es individuell am besten passt? Oder die Flüge am günstigsten sind? Oder das Urlaubsdomizil? Tipp: man muss nicht unbedingt am ersten Ferientag abreisen sondern kann dies i.d.R. auch ein paar Tage später. Eine gewisse Flexibilität hinsichtlich der Reisedaten ist auch INNERHALB der Ferienzeit meistens möglich.

  • Die Diskussion ist in dieser Zeitung und Community sowieso überflüssig, da ja hier eigentlich niemand mehr fliegt…

    • @Flocke:

      Zu hoffen wäre es auch hier. Herauszulesen wäre es noch nicht.

      So einige haben dabei mutmaßlich mit Schulferien nichts (mehr) am Hut, so einige mit Ferien auch nichts mehr.



      Da ist doch eine Diskussion mal wieder Sozialkontakt virtuell, somit nicht ganz überflüssig.

    • @Flocke:

      Vielen Dank für den herzhaften Lacher!

  • Wenn sich der letzte Schultag als "Kann-Tag" einschleicht, dann verschiebt sich doch alles nur. Alle Reiseanbieter werden über kurz u lang darauf reagieren (= die Ferienzeit einfach 1-2 Tage vorziehen), die Flüge werden teuerer, .......

    PS: Warum sollte man dann zukünftig an einer leeren Kreuzung vor der roten Ampel warten? Warum bricht man ein Fußballspiel nicht schon nach 80 Minuten ab, wenn eine Mannschaft 5:0 führt? Warum soll man genauso viel für die gesetzliche Krankenkasse zahlen, obwohl man viel weniger krank ist?

    Es gibt einfach Regeln. Und man kann nahezu über jede Regel diskutieren, ob sie sinnvoll ist oder nicht.

  • Was gibt man seinen Kindern damit auf den Weg? "Wenn du einen persönlichen Vorteil dadurch hast, musst du dich nicht an Regeln halten. Dafür darfst du auch lügen"

  • Viele versuchen früher in den Urlaub zu kommen, da die Flüge dann deutlich billiger sind. Wenn Sie den letzten Schultag freigeben für Urlaube, dann können Sie die Ferien auch gleich verlängern, mit dem gleichen Ergebnis wie vorher. Wenn ihr Kind kein Problemkind ist, idealerweise eine gute Schülerin oder Schüler, dann melden Sie ihr Kind einfach krank und es geschieht schlicht gar nichts. Niemand hat in dem Fall ein Interesse daran ein Fass auf zu machen.

    • @Nachtsonne:

      Genau diese "Krankgeschichte" soll doch bitte nicht passieren. So erzogen setzen die Kinder das als Arbeitnehmer später auch fort.

      Im übrigen quatschen und posten die Kinder ja so allerhand.

    • @Nachtsonne:

      Dann fragen Sie mal an solchen Tagen die im Flughafen Memmingen, Nürnberg oder München auf solche Eltern wartenden Polizisten und Vertreter des Jugendamtes. Die werden Ihnen sicher ziemlich eindeutig ihr Interesse daran erläutern. in eine solche Kontrolle ist meine Frau auch mal mit unserer Tochter (damals 6) geraten. Sie war aber ein "Kann-Kind" und wurde erst im folgenden Jahr eingeschult.



      Bis das vor Ort geklärt war, wäre aber fast der Flug zu den Schwiegereltern weg gewesen.

    • @Nachtsonne:

      Man sollte ja auch mal überlegen, wie es herauskam. Sie hat vom Flughafen BER ihren Status geteilt.

      Es ist halt auch immer diese "Gier", das persönliche Leben öffentlich zu machen. Und dann nölen, dass die Öffentlichkeit/Gesellschaft daran Anstoß nimmt.

    • @Nachtsonne:

      Ich kenne auch so Leute, die ihre Kinder gerne mal wegen einer Pauschalreise einfach krank melden und sich darüber aufregen, dass ihre Azubis montags gerne blau machen. Woher der Nachwuchs anderer Leute das wohl hat?

    • @Nachtsonne:

      Gute Idee, bei der Erziehung sind die Eltern sowieso raus, das wird vom Staat verlangt und TikTok überlassen.

  • Sehr klares Nein. Es gibt kein Recht auf etwas günstigeren Urlaub. Dann kommt mensch eben einen Tag später zur Reise oder genießt flexibel die Jugendherberge Bobowitz.

    Wenn jemand Schulstreik macht, kommt die Person ins Klassenbuch. Keine Könige, keine willkürlichen Privilegien oder Selbstermächtigung aus Bequemlichkeit! Nicht für gierige Autofirmen, nicht für korrupte Blau-Nasen, nicht für ... Gerade eine Justizministerin muss das sofort verstehen. Und sich und ihrer Familie eben etwas (scheinbar) verkneifen. Damit das Gefüge intakt bleibt. Und auch die Kinder Schule und Bildung als ganz Wichtiges verstehen lernen. Wichtiger als CO2 raushauen und sehr viel anderes.



    Wer das verstanden hat, macht dann auch am letzten Tag noch Bildungsangebote.

  • Es war vermutlich etwas günstiger vor den Ferien zu fliegen….. fürdie Familie der Ministerin, somit für uns alle günstiger als die Lehrkraft zu zahlen ist somit volkswirtschaftlich günstiger die Kinder der Ministerin ganz von der Schulpflicht zu befreien und sie dazu zu verpflichten die Kinder privat zu unterrichten.



    Sie könnte ja auch die blöde Regel abschaffen aber dafür reicht es ja wohl nicht das standing.

  • ... und wenn man noch ein paar Tage mehr freigibt, beginnt das grosse Wehklagen wegen der Kinderbetreuung, die die Eltern wegen ihres Arbeitsverhältnisses nicht stemmen können.



    Verstehe eine die Linken!

    • @Carsten S.:

      Tja was wohl passiert, wenn auch die Lehrer anfangen so zu denken und den Tag vor oder nach den Ferien frei nehmen und in den Urlaub fliegen. Dann heißt es wieder, wir haben zu wenig Betreuung.

      Niemand versteht die, Gesetze und Regeln werden so ausgelegt, wie sie in dem Moment am günstigsten für die betreffenden Personen sind. Konsistenz sieht anders aus, weshalb der Linken ihre Politik auch eher selten geglaubt wird!

  • ...und was ist mit dem vorletzten?

  • Ferien im Jahr um z.B. 3 Tage kürzen.



    Dafür 3 frei verfügbare Ferientage für jeden Schüler.



    Die drei Tage dürfen dann in einem freigegebenen Korridor genutzt werden. Das könnten z.B. Tage vor und nach den Ferien sein.



    Verpasster Stoff muss selbst nachgeholt werden.



    Würde die Situation entkrampfen und alle Ferien entzerren.



    Wäre halt leider völlig un-deutsch und daher un-möglich.

    • @M_Kli:

      Dummerweise wird dieser Vorschlag zum Nachteil für Kinder aus den niedrigeren Bildungsschichten. Wo das Elternhaus keinen Wert drauf legt oder es nicht kam.

      Daher aus Sicht der Bildungsgerechtigkeit ein klares Nein

    • @M_Kli:

      Was an dem Tag drankam, wird leider dann zeugnisrelevant abgetestet - und der Nächste regt sich trotz der vorgesehenen Eigenverantwortlichkeit auf und kommt mit einem ganz genialen Einfall, wie man ...

    • @M_Kli:

      Besonders unmöglich für die Lehrkräfte denen sie da gerade 3 Tage Urlaub streichen.



      Lustigerweise würde man das mit Deutschen sehr wohl machen können, im Umland gäbe es Streiks und brennende Autos ;)

    • @M_Kli:

      Verstehe da trotzdem nicht den Vorteil. Hotels, Airlines, Reiseanbieter werden doch kurzfristig auf diese Änderung reagieren.

      Die Frage ist doch eher, warum muss eine Politikerin das machen? Warum soll sich jeder an die Regeln und Gesetze diese Landes halten aber diese Person macht ihre eingenen Regeln bzw legt sie anders aus.

      Natürlich hat die Schule zugestimmt. Aber das hätte sie scheinbar nicht machen dürfen.

      Für mich ist das wieder Wasser auf den Mühlen der



      - Politikverdrossenen



      - "die da oben, wir hier unten"



      - "reden viel, trotzdem nicht besser als die AFD"



      - .......

      • @Iknowvieles:

        Logisch stimmt die Schule dem Antrag zu, wahrscheinlich durch das Sekretariat. Oder glaubt jemand, die Schule legt sich mit einer Ministerin an?

        Hier haben wir ein Machgefälle und Machtmissbrauch der eigenen Position!

  • Wenn man die Mehrzahl der Kommentare liest, fragt man sich schon ob die Leser und Leserinnen früher niemals die Schule geschwänzt haben.



    Davon abgesehen zeigt sich wieder einmal, dass man hierzulande offenbar gewisse Schwierigkeiten hat, wenn es irgendwo Graubereiche gibt. Wenn jeder abundzu mal den letzten Schultag ausfallen lässt, wenn es mit der Famile halt mal so besser passt, und es nicht alle jedesmal machen wollen - wo ist das Problem?

    • @T-Rom:

      Das Problem sind u.a. ungleiche Regeln. Kinder haben ein noch recht unverfälschtes Gespür für so etwas.



      Kategorischer Imperativ.



      Schulschwänzen ist ansonsten auch rasch die Ausflucht der vom System Verlorenen. Die ja dasselbe Recht haben müssten wie die bildungsbürgerlich-liberal erzogenen Zweierschüler.

    • @T-Rom:

      Ihnen ist schon klar dass nach Ihrer Mentalität (also bei uns gabs wenig bis keine Schwänzer, der Aufwand ist zu hoch - krankfeiern macht mehr Sinn) dann kollektiv alle immer den letzten Schultag ausfallen lassen würden bis auf die welche das Pech haben, dass sie niemand während der Zeit hüten kann?



      Die Lehrer werden ihnen danken, die müssen an diesen Tagen auch arbeiten und zwar Vollzeit, die können auch nicht weil es grade passt mal ausfallen lassen.

    • @T-Rom:

      Kategorischer Imperativ.

    • @T-Rom:

      Und wie will man verhindern, dass alle es jedesmal machen?

      Es wird im Elternchat eine Liste verteilt? Absprachen?

      Ferien/Urlaub sind Ferien/Urlaub und Schulzeit/Arbeitszeit sind Schulzeit/Arbeitszeit.

      Man darf hier schließlich auch nicht seine Kinder selber beschulen. Wem das nicht passt, der muss halt am letzten Schultag ein One-Way-Ticket buchen!

    • @T-Rom:

      Was haben Ihre Eltern zu Ihrer Schulschwänzerei gesagt?

      • @Oma:

        Solange die Noten stimmten, und es sonst keine Probleme gab, haben sie da gar nichts zu gesagt bzw das mir überlassen. Sozusagen als Teil der Prozesses, zu lernen selber Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für die eigenen Handlungen zu übernehmen. Wichtiger Punkt im Leben.

        • @T-Rom:

          So kann man Gleichgültigkeit auch verbrämen

        • @T-Rom:

          Dann kann die Frau Ministerin ja jetzt auch Verantwortung übernehmen, wenn die Lehrer einen Tag früher in den Urlaub reisen und damit Schule ausfällt und Betreuungsangebot fehlt...

    • @T-Rom:

      Korrekt 👍

  • Ey, die reichsten Kinder bei mir haben die komplette 11. Klasse als Auslandsjahr in Amerika oder Australien geschenkt bekommen.

    Da sagt keiner was, obwohl es eigentlich Betrug ist. Das gehört vor Gericht, und entsprechend erworbene Abschlüsse auch wieder aberkannt.

    Etliche Menschen haben keinen richtigen Abschluss, weil sie in ihrer Schulzeit Gewalt durch Mitschüler und/oder Lehrkräfte erfahren haben. Die Folgen sind lebenslängliche Deklassierung.

    • @Schatten:

      Klar die Schüler gehen in Amerika oder Australien dann nicht in die Schule. Was ein Quatsch. Was glauben Sie denn was die Schüler dort machen? Ein Austauschjahr und das ist mit Sicherheit sehr Lehrreich. Genauso wie ein Auslandsjahr oder Semester im Studium sehr Lehrreich war.

    • @Schatten:

      Aha....sehr, sehr interessant! Und was hat das genau mit diesem Artikel zu tun?

      • @Die_Mitte_machts:

        Na hier ist ein Tag Schule für Urlaub geschwänzt worden. Die Auslandsjahrkinder schwänzen dafür 365 Tage.

        Ich find das was hier passiert ist, nicht richtig. Weil dem Kind einer Ministerin wird man es schon nicht zu sehr zum Nachteil legen, mal einen Tag gefehlt zu haben.

        Aber ein Schüler der womöglich nicht versetzt wird, weil er irgendwo zwischen 4 und 5 steht und dann für das Schwänzen die 5 bekommt, obwohl an dem Tag nur gespielt und Filme geschaut wurden, dem gegenüber ist es unfair.

        Aber angesichts der Tatsache dass man komplette Schuljahre ausfallen lassen kann wenn die Eltern genug Kohle haben ist das alles sowieso nicht ernst zunehmen.

      • @Die_Mitte_machts:

        @yDie_Miite_machts



        Werbungseinlage für ein Auslandsschuljahr.



        Macht sich immer gut im Lebenslauf.

  • Da nimmt sich eine Linkenpolitikerin ein Privileg rau, welches Ihr absolut nicht zusteht. Das geht gar nicht! Was ist das auch für ein Zeichen?



    Grade als Linkenpolitikerin und Ministerin, deren Jobbeschreibung es quasi ist für Menschen am Rande der Gesellschaft, Benachteiligte und von Armut gefährdete Menschen einzusetzen, dabei selber ein fünfstelliges Monatsgehalt verdient, sollte so etwas nicht machen.



    Doppelmoral in a nutshell...

    • @Walterismus:

      Rechte haben traditionell kein persönliches Problem mit Ungleichheit, auch bei ererbten Privilegien etc.

      Justizsenatoren m/w/d sollten diese Achtsamkeit qua Amt haben. Gleiches Recht für alle! Den Aufpreis für teurere Reisen wird sie zahlen können wie alle anderen auch. Oder einfach munter aufs Rad mit der Familie und durch die Lande.

      Keine höheren Ansprüche dabei, sondern einfach nur nicht mehr und nicht weniger als bei anderen (das ist meist ein guter Ansatz gegen Doppelmoral).

  • Ach was! Vagel Bülow

    “… Es geht ums Prinzip…“



    Das hannischmisch jedaht.



    Und n Kind von ner Ministerin.



    Und keine schwerkranke 👵 at hand - wa!



    Da sitzt doch - mit Tucho gesprochen - sitzt doch die halbe Nation auf dem bekannt durchgesessen (wg untervermietung schon mal in petto🧐) 🛋️ & genau genau - nimmt 🤢



    Und die tazis entblöden sich nicht diese klapperige 🐄 auch noch zu einer 🪣 - wa!



    Na Mahlzeit

    Als in der Hochzeit der Friedensbewegungszeit



    Tschernobyl durchbrannte - fehlender Berstschutz (VG Freiburg einst: zwingend) ja ja!



    Da packten - vorrangig Lersche🥹 - zB in Westfälisch Sibirien - ihre Brut in ihre Bäckercombis & düsten ua gen Balkan usw.



    Ja - wir kannten uns in zB Arnsberg & Umgebung - also Lehrer Richter StAs & nix;)



    wg s.o. allle untereinander.



    Ja hatten zuständigen Beamten im Schul-Dezernat aber “alle Hände voll zu tun“;😂



    Die durchaus vielfältigen 🐄🐄🐄🐄🐄



    Ohne disziplinarische Kalamitäten vom



    ❄️🧊🧊🧊🧊❄️❄️❄️ zu bekommen.



    Mit Erfolg - Geht nich?! Gibts nicht.



    & tief aus Kiste



    Erschien ich doch in der Obersekunfa nach den Sommerferien mit (“Kiek an! Der Bugmann 🚣‍♂️ mit Fräse!“;)) Reli-Berufspetze “Soll das ein Bart werden?“ “Ja! Und der bleibt auc

    • @Lowandorder:

      Aha....und was soll das nun?

    • @Lowandorder:

      Ja PUB (Paster Ulrich Böhme;(( für jede Petze & Durchstecherei gut.



      Der Direx exNapola-Nazi ließ sich nix anmerken! But



      Oberprima - ich brauchte dringend 2/3 Tage öh schulfrei! 🙀🚣‍♂️ & keine kranke Oma at hand! But - Däh



      “Hör mal - Bus-Klassenfahrt Berlin - hm!



      Ist der Bart denn im Personalausweis? - ……



      Und du willst doch im September zur Mittelmeermeisterschaft - hm!“



      Bart ab / reichte - otto singore 🥈 hinter DDR



      (ne echte!;))

  • Ich sag mal so: Es handelt sich um einen Vorgang, der bei jeder Zeugnisvergabe in jedem Bundesland hunderte, wenn nicht tausende Mal passiert. Seit Jahrzehnten. Ohne dass dies jemals irgend jemand gestört hat.



    Fazit: Sturm im Wasserglas

    • @Kaboom:

      Am letzten Schultag vor den Ferien kontrolliert die Polizei öfter an Flughäfen und stellt Bußgeldbescheide aus für die Schwänzer. Ganz so easy ist das ja nicht.

    • @Kaboom:

      Wäre auch niemals rausgekommen, wenn die Ministerin nicht so Aufmerksamkeitsgeil wäre. Sie musste ihren Status am BER ja posten.

      Selbst schuld. Und zeigt nur, mit "Wir" meinen die Politiker nur "die da unten". Für sie gelten eigene Regeln.

    • @Kaboom:

      War ja auch nicht anders zu erwarten. Wenn sich eine Justizministerin von der Partei Die Linke über bestehende Regeln und Gesetze hinwegsetzt und Mist baut, dann ist das für die Links-Sympathisanten nur ein Sturm im Wasserglas. So langsam nimmt man die Linken wirklich nicht mehr ernst....Privilegien ausnutzen, die Brandmauer einreißen, etc.. Was da wohl noch kommen mag...?

      • @Die_Mitte_machts:

        Gäääähn ... die Schnappatmungsrepublik ist offenkundig mal wieder in voller Aktion. Und mit Privilegien hat das NULL zu tun. Wie ich schon schrieb, agieren Hunderte oder auch Tausende Eltern genauso, weitere zigtausend Eltern melden ihre Kinder an diesem Tag krank, etc. pp.

        Aber wenn Konservative einem oder einer Linken ans Bein pinkeln können, darf die Gelegenheit natürlich nicht ungenutzt vorbeigehen. Währenddessen hat Spahn eine paar Leute ein wenig wohlhabender gemacht, Amtor setzt seine Karriere ohne Konsequenzen aus seiner Vorteilsnahme fort, etc. pp.



        Aber wir kennen das ja genau so von Konservativen. Seit Jahrzehnten.

        • @Kaboom:

          Es zeigt einfach nur, dass linke oder grüne Politiker/Innen kein bisschen besser sind. Haben sie Macht, dann wird die genauso (aus-)genutzt.

          Ihr Credo ist aber immer noch: "Wir gegen die da oben"!

          Nur dieses Märchen glaubt ihnen einfach keiner mehr. Deshalb stagnieren ja auch die Wahlergebnisse.

        • @Kaboom:

          Was für ein Stuss! Linke halten sich aber auch für maximal moralisch überlegen. Da fällt einem so eine Aktion eben besonders vor die Füsse...zu Recht.

  • Viele Kommentare, die meisten auf der Contra-Seite. Das beruhigt mich. Man sollte auch überlegen, welches Vorbild man für die eigenen Kinder ist: Die Regeln zu brechen ist ok, weil es spart einem ein paar hundert Euro beim Flug und Schaden? Ja, da gibt es keinen, Du lernst eh nichts an dem Tag. Im späteren Leben: Jemanden schwarz beauftragen? Ist doch ok, es spart einem selbst ein paar hundert Euro und schadet doch niemand. Denn wenn es nicht schwarz wäre, könnte ich es mir gar nicht leisten.

    Zum konkreten Fall: Eine Ministerin mit fünfstelligem Einkommen sollte sich schämen - wenn ein Bürgergeldempfänger seine Pfandflaschen vom Einkommen abgezogen bekommt, die er mühsam gesammelt hat (den Link zum taz-Artikel finde ich gerade nicht).

    • @Strolch:

      mich beunruhigt das eher. "Das Ergebnis ist zweitrangig, Haupsache man hält sich an die Regeln" - damit kommt man in jegleicher Hinsicht nicht immer weit.

      • @T-Rom:

        Das Ergebnis wäre in diesem Fall, dass die Fluggesellschaften die Ticketpreise auch schon für die Woche vor den Ferien erhöhen und sich das Problem immer mehr ausweitet.

        Und ja, es gibt durchaus sehr gewichtige Argumente für einen Eigenwert der Befolgung von Regeln. Es geht hier(!) nicht um tatsächlich völlig unzumutbare, absurde oder kontraproduktive Ergebnisse dieser Befolgung. Vielleicht haben Sie schon einmal vom Kategorischen Imperativ gehört? Wenn alle nur noch für sich selbst entscheiden und absolut alles zur Disposition gestellt werden kann, dann gibt es gar kein verlässliches System mehr und auch keine Regeln, die einen schützen.

      • @T-Rom:

        Regeln sind immer nur dann zweitrangig, wenn sie für einen unpassend sind.

        Ähnlich im Straßenverkehr. Da sollte man "die Anderen" ruhig mal öfter kontrollieren.

  • Es ist schon immer so gewesen:



    „Am letzten Tag wird vorgelesen."

    • @Mondschaf26:

      Und wenn der letzte Tag als "Kannst-aber-musst-nicht-kommen-Tag" eingeführt wird, dann wird der vorletzte Tag halt der "Vorlesetag".

      Verschiebt sich halt nur.

    • @Mondschaf26:

      Alternativ, so still und leise



      Begann auch früher manche Reise,



      Im Ranzen PM, Comics und Stafette,



      Als wenn das dann geschadet hätte.



      Gefördert Lesekompetenz,



      So war damals noch die Tendenz.



      /



      www.tagesschau.de/...glustudie-100.html

  • Ist doch ganz klar:

    wenn man sich den letzten Tag schenken kann, dann auch irgendwann den vorletzten, drittvorletzten...und irgendwann ist man bei der vorletzten Woche und die Ferien dauern acht statt sechs Wochen. Und warum dann nicht auch gleich den ersten Tag usw. nach den Ferien?

    Je mehr Leute sich den Tag "schenken", umso eher ziehen die Fluggesellschaften mit ihren Ticketpreisen nach. Wenn genug Familien vor den ferien fliegen, erhöhen die Airlines ihre Preise. Ergebnis: die Familien müssen noch früher usw. usf.

    Im übrigen kann man auch mal die Frage stellen, ob's eigentlich nicht doch noch so etwas wie klare moralische Regeln geben soll, an die man sich verdammt noch mal zu halten hat, ohne sie "für sich selbst zu entscheiden", weil sonst nämlich das Ganze zusammenbricht.



    Vom Kategorischen Imperativ sollte man als gebildeter Mensch schon mal was gehört haben.

    • @Suryo:

      So ist es. Und eine Ministerin kann sich einen Familienurlaub auch zu "Ferienpreisen" leisten. Da gibt es keinen "Härtefall". Wieso man für 2 Wochen in den Urlaub fliegen "muss", erschließt sich ohnehin nicht. Wem es zu teuer ist, der kann ja stattdessen für 1 Woche in den Urlaub fliegen, wenn denn unbedingt geflogen werden muss.

    • @Suryo:

      @ Suryo



      Sehe ich absolut auch so, wie Sie Strukturen müssen in der Aufziehung von Kindern & Jugendlichen konsequent durchgesetzt & umgesetzt werden. Hier zeigt sich die Stärke und kompetente Qualifikation der Erziehungsbererchtigten, auch als Mitmenschen einer funktionierenden Gesellschaft.

      • @Alex_der_Wunderer:

        Hola Alex - jetzt wunder ich mir aber über jarnüscht mehr - wa!



        Ironie oder?! - sesann doch sonst ne helle 🕯️ auffe 🎂 - hm 😳

  • Ich habe die letzten Schultage immer genossen. Auch und weil kein Unterricht nach Lehrplan gemacht wurde. Am Ende schafft man so für die Schüler positive Erinnerungen an die Schulzeit. Das sollte man den Schülern nicht wegnehmen.



    Die billigeren Reisekosten sind eine Milchmädchenrechnung: sobald der letzte Schultag im großen Stil ein Ferientag wird, werden auch Ferienpreise verlangt.



    Das Handeln der Ministerin geht gar nicht. Zu ihrer Jobbeschreibung gehört es, sich auch im Privatleben einwandfrei zu falten. Ihr Lohn dafür ist



    Macht. Sie hat ihre Macht ausgenutzt, um im Privatleben eine Sonderbehandlung zu bekommen. Das ist aus meiner Sicht nicht tragbar. Links sein bedeutet für mich, dass Machtmissbrauch nicht geduldet wird. Da gibt es nichts zu deuteln.

    • @MK:

      Wo hat sie ihre Macht missbraucht? Sie hat wie viele andere auch bei der Schulleitung angefragt, ob diese ihr Kind einen Tag von der Schulpflicht befreit. Machen jährlich vielleicht 10000e Familien . Die Schulleitung hat dem entsprochen. Alles gut. Hätte die Schulleitung dem Antrag nicht entsprochen und sie wären trotzdem geflogen, dann wäre es ein Vergehen.

      • @Sven Krüger:

        Vollkommen richtig. Die Schule hat es erlaubt. Nur sollte man fragen, welche Begründung wurde angegeben.

        Glaube nicht, dass man am letzten Schultag keine Begründung nennen müsste.

      • @Sven Krüger:

        Donald Trump lässt man auch mehr durchgehen als manch anderem Menschen.



        Weil er so ein toller Typ ist?



        Ich bitte Sie...

  • Wenn die Schule die Anwesenheit bis zur letzten Minute erwartet, erwarte ich auch, dass meine Kinder bis zur letzten Minute sinnvoll beschäftigt werden! Das muss nicht unbedingt Plusquamperfekt und Kurvendiskussion sein, aber z.B. ein mit dem letzten Schultag abzuschließendes Projekt (das gerne unbenotet sein und auch Spaß machen darf) würde das Bestehen auf Anwesenheit stärker rechtfertigen, als irgendwie die Zeit nach den Zeugniskonferenzen totzuschlagen. Es gibt seitens der Schule auch eine Dienst- und Unterrichtsverpflichtung!

    • @Sisone:

      Dann sollte aber auch jeder Arbeitgeber erwarten können, dass wirklich 8 Stunden pro Tag netto gearbeitet wird.

      Also von daher sollten wir dieses "erwarte ich auch" lieber lassen. ;-)

    • @Sisone:

      Das erwarte ich an der Käsetheke um 21:55 Uhr, also 5 Minuten vor dem Ende der "Öffnungszeiten", auch immer. Hat bisher noch nie funktioniert.

    • @Sisone:

      Und die wird in der letzten Woche nicht eingehalten? Ich habe noch nie erlebt, das dem nicht so war, dass dann nichts mehr passiert ist. In der Zeit wurde dann meist Projektwoche gemacht, Themenwoche. Schule besteht nicht nur aus Lernen von Fachwissen, sondern auch soziale Interaktion.



      Schüler sitzen in der letzten Woche nicht nur rum und schauen Löcher in die Luft!

      • @Walterismus:

        "...Schule besteht nicht nur aus Lernen von Fachwissen, sondern auch soziale Interaktion..."

        Da sind wir doch komplett einer Meinung. Aber nach 3 Kindern mit insgesamt über 30 Schuljahren habe ich vor den Sommerferien sehr viel Unterrichtsausfall und Vertretungsstunden ohne Inhalt erlebt.

        So wie Sie es beschreiben, wünsche ich es mir ja auch; so ist es aber heutzutage leider oft nicht und war es auch nicht zu meiner Schulzeit.

        • @Sisone:

          Diese "sehr viel Unterrichtsausfall u Vertretungsstunden ohne Inhalt" ist teilweise aber auch das ganze Jahr. Das bezieht sich nicht nur auf die letzte Woche vor den Sommerferien.

  • Wenn man sich den letzten schenkt, wird der der jetzt der vorletzte ist zum letzten und so weiter. Warum nicht gleich Ferien machen wann es einem oder den Eltern passt? Politiker:innen sollten, wenn sie ernst genommen werden wollen an die Regeln halten.

    • @Martha:

      ganz einfach: Weil dann niemand mehr auf die Kinder aufpasst. Und das ist dann auch wieder nicht recht. ;)

  • Meine Erfahrung: Der letzte Schultag bzw. die letzte Schulwoche waren immer sehr entspannt und alle Kinder haben das genossen. Hätte ich nicht versäumen wollen!

  • Der Vollständigkeit halber sollte man erwähnen, dass die Bildungsministerin M-Vs - ebenfalls von der Linken - diesen Vorgang deutlich kritisiert und die Entscheidung der Schule als falsch bewertet hat.

  • Hier lag definitiv kein Beurlaubungsgrund vor. Genehmigt wurde nur weil die Mutter Ministerin ist. In Berlin sind Beurlaubungen am letzten Tag vor den Ferien explizit verboten. Man kommt sich blöd vor, jedes Mal für den gemeinsamen Urlaubsflieger mehrere 100 Euro mehr hinzulegen, wenn eine Ministerin mit ihren Kindern auch in der Schulzeit verreisen darf.

  • Die Frau ist Justizministerin und gibt das Zeichen, Regeln sind blöd. Wenn wir in 20 Jahren in Korruption versinken kann die Frau Bernhardt sich auf die Schulter klopfen.

    • @BS:

      Jetzt seien Sie doch nicht so kleinlich. In Bayern kann man Verkehrsminister werden, nachdem man jemanden im Suff totgefahren hat.

      • @Oma:

        Aber in Bayern kann man dafür nicht in früheren Urlaub fliegen, weil die Polizei an den letzten Ferientagen am Flughafen kontrolliert.

  • Ist doch wirklich ne alberne Diskussion. Schule ist aus, wenn der letzte Schultag endet.



    Die Ampel zeigt grün, wenn sie nicht mehr rot leuchtet.

    • @Kay Brockmann:

      Die Schule ist für die Kinder da, und nicht umgekehrt.

  • Ist es für eine Ministerin (Grundgehalt 15.923 € im Monat + Zulagen, Quelle: www.nordkurier.de/...mitglieder-2278948 ) eine unzumutbare Härte, für einen Familienurlaub sagen wir 2.000 € mehr zu bezahlen, wenn sie einen Tag später abfliegt?

  • Den letzten Schultag ohne Not frei geben? Wegen Pauschalreise?

    Das Pro & Contra beweist: Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten! So einfach ist das.

    • @Uwe Kulick:

      Bei einer Ministerin mit 15.000€ Gehalt spricht deutlich mehr für Contra.

  • Na klar, der letzte Tag geht klar. Dann gibts mit dem vorletzten doch auch kein Problem, oder? Und wenn wir schon dabei sind... also ab der Zeugniskonferenz ist doch eh alles quatsch, also gehts da doch auch.

    Nein. Regeln sind für alle, auch für linke Politiker. Dann muss man eben anders planen, schaffen andere Eltern ja komischerweise auch.

  • Anträge schreiben wegen so einem Käse? Sonderfälle definieren? Arbeitsmoral stärken durch Fehlzeiten? Ach wir wollten ja auch Bürokratieabbau. So wird das nix mit jedwedem Thema. Einige TAZ Beiträge werden noch dazu führen dass ich FDP wähle.



    Bin mittlerweile ein Freund von Regeln festlegen. Daran halten. Fertig. Oder eben nicht, dann Konsequenzen tragen, denn: Wir sind doch alles erwachsene Menschen, denke ich und hoffe ich.

    • @Tom Farmer:

      Erwachsene Menschen wählen nicht die FDP. Die FDP steht für das Ausleben der individuellen Bedürfnisse auf Kosten aller anderer bis zum Faustrecht.

    • @Tom Farmer:

      FDP wählen? Hab ich schon, nicht nötig, die machen es auch nicht besser.

      Beim letzten Absatz bin ich voll bei Ihnen, keine Ausnahmen.



      Im übrigen, wenn ein Kind nicht kommt, weil die Oma gestorben ist, wird niemand ein Faß aufmachen.

  • Wenn man eine klare Regel aufweicht, bleibt die Frage nach der Grenze. Was ist mit dem vorletzten Schultag? Soviel wird da auch nicht mehr geschafft. Oder die letzte Schulwoche? Das kann man doch sicher nachholen…

    Nein, gerade als Ministerin hat man auch öffentliche Verantwortung und es geht nicht. (War da nicht noch höhere Macht im Spiel und der Flug (!) fiel aus? 😀)

    • @fly:

      Genau so wollte ich das auch schreiben. :)



      Der vorletzte Tag ist ja auch schon...Ach, die letzten Zwei Wochen, wenn schon Notenschluss war, da kann man doch auch schon...



      Die Regel gilt für jeden. Das ist gut so. Und andere Menschen haben auch einen harten Job, werden meist nur nicht so gut bezahlt.



      Als Ministerin steht man nicht über den Regeln und man kann auch keine Sonderregeln erfinden. Die Entlohnung ist dafür da, dass man einen stressigen Job hat. Den hat man sich freiwillig ausgesucht, wenn es dann schwer mit dem Familienurlaub wird, dann ist das ein Problem und zwar das eigene.

      • @si tacuisses:

        Noch besser: gar nicht erst anfangen mit dem Schuljahr -- dann kann man auch noch gleich länger wegbleiben.

        Aber das sollte natürlich nur für Schüler:innen gelten.

  • Wie würde Frau Klöppers Kommentar aussehen, wenn es sich bei der handelnden Person z.B. um Markus Söder handeln würde? Und dann auch noch mit dem Flugzeug! Igitt!

    Ansonsten habe ich die Rechtslage auch wie folgt in Erinnerung:

    "Bildungsministerin Oldenburg, ebenfalls Die Linke, hatte indes über einen Sprecher erklären lassen, der vorliegende Antrag, noch während der Schulzeit den Urlaub antreten zu können, hätte durch die Schule nicht genehmigt werden dürfen. In Paragraf 8 der Schulpflichtverordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern heiße es: „Vor und nach den Ferien darf eine Beurlaubung nur ausnahmsweise in den Fällen erteilt werden, in denen die Versagung eine persönliche Härte bedeuten würde.“ Ein vorzeitiger Urlaubsantritt sei kein wichtiger Grund und kein anerkannter Härtefall, auch wenn Gründe angeführt würden, in den Sommerferien keinen gemeinsamen Urlaub machen zu können. Alle Eltern seien nach dem Schulgesetz verpflichtet, für die Einhaltung der Schulpflicht zu sorgen.



    Bernhardt hatte laut ihrem Ministerium „aus organisatorischen Gründen“ bereits im Februar ihren Familienjahresurlaub genommen. /



    Diese Nachricht wurde am 10.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet."

  • Falls der letzte Schultag freigegeben würde, würden alle frei machen. Und die Reiseindustrie die Preise entsprechend anpassen. Dann würde am vorletzten Tag blau gemacht usw.usf.

  • Frage: Kann ich nicht den Tag vor meinem Urlaub bezahlt frei nehmen, damit ich stressfreier Packen kann? Nein?



    Also warum soll das für die Schule gelten? Es gibt eine SchulPFLICHT - die gilt bis zum letzten Tag. Ansonsten kann man die Ferien ja gleich um einen Tag verlängern, wenn jetzt jede(r) da einfach zusätzlich frei bekommt. Und dann kommt sicher der nächste, der 2 oder 3 Tage vorher frei haben will, weil der Flug da noch billiger ist...



    PS: Ich habe es noch NIE erlebt, dass Schüler wegen eines Todesfalls nicht frei bekommen haben - ist immer genehmigt worden. Und den Tod der Oma mit einem billigeren Flug zu vergleichen ist gelinde gesagt geschmacklos!

  • Ein Flug am letzten Ferientag spart halt jede Menge Geld. Sobald das erlaubt wird, fliegen dann alle schon am Freitag. Können wir regelmäßig bei uns in den Klassen der Töchter besichtigen und es führt zum Unmut der Eltern die sich an die Regeln halten.

    • @Šarru-kīnu:

      Ist doch immer so. Manche halten sich an die Regeln, manche nicht. Ärgerlich ist es meistens, dass man keine Konsequenzen feststellt.

      Sieht man fast jeden Tag vor Schulen. Eltern-Taxis im Halteverbot. "Hauptsache mein Kind kommt sicher in die Schule."

  • Also, wir haben sechs Wochen Sommerferien, zwei bis drei Wochen Osterferien, ein bis zwei Wochen Herbstferien und 1-2 Wochen Weihnachtsferien. Da kann mir niemand erzählen, dass es auf Grund der "Arbeit" einen Härtefallantrag benötigt. Der EINZIGE Grund für so etwas sind vergünstigte Flüge, die gerne in Anspruch genommen werden würden, mit "Teilzeit", "Vollzeit" oder "unflexiblen Urlaubsregelungen" (die Ferien stehen weit über ein Jahr vorher fest und sind für jeden einsehbar) hat das nichts zu tun. ABER: Dies nun an der Politikerin der Linken festzumachen ist Blödsinn. Immerhin hat sie angefragt, wenn die Schule dies dann genehmigt: Alles gut, das ist nicht die Schuld von Frau Bernhardt. Die meisten Familien, die so etwas machen, melden ihr Kind einfach "krank" und umgehen damit die Anfrage.

    • @MarsiFuckinMoto:

      "Immerhin hat sie angefragt, wenn die Schule dies dann genehmigt: Alles gut, das ist nicht die Schuld von Frau Bernhardt. Die meisten Familien, die so etwas machen, melden ihr Kind einfach "krank" und umgehen damit die Anfrage."

      Da bin ich anderer Meinung:

      1) Von einer Juristin und Justizministerin sollte man erwarten können, daß ihr die rechtlichen Umstände bekannt sind bzw. daß sie, bei evtl. eigenem Unvermögen, wenigstens fähige Mitarbeiter hat, die weiterhelfen können. Insofern ist es -bei eindeutiger Rechtslage und den hier gegebenen Machtverhältnissen- unverfroren, eine solche Anfrage aus ihrem Amt heraus überhaupt zu stellen. Deshalb ist der Satz "Alles gut, das ist nicht die Schuld von Frau Bernhardt" genauso falsch wie die Behauptung, CDU, BSW und SPD seien verantwortlich für eine gemeinsame Abstimmung der Linken mit der AFD, weil sie nicht ausreichend anwesend waren. Die Schuld für eigenes Fehlverhalten bei anderen zu suchen ist hier wie da schäbig.

      2) Wer sein Kind wahrheitswidrig krankmeldet muss es vorbeugend auch zum Lügen anleiten, falls nach den Ferien in der Schule nachgefragt wird, was ihm denn gefehlt habe. Früh übt sich, wer ein Meister werden will.

    • @MarsiFuckinMoto:

      "ABER: Dies nun an der Politikerin der Linken festzumachen ist Blödsinn. Immerhin hat sie angefragt, wenn die Schule dies dann genehmigt: Alles gut, das ist nicht die Schuld von Frau Bernhardt."

      Soll sich so ein "kleiner Schulrektor", der für seine Schule vielleicht einmal auf das Wohlwollen und das Entgegekommen einer Ministerin oder eines Politikers angewiesen ist, gegen eine Ministerin stellen?

      Für mich ist das ein Fall von Korruption, wenn eine Ministerin, die über Macht und Einfluss verfügt, das in dieser Weise ausnutzt. Korruption ist weit verbreitet und es ist gut zu wissen, dass auch Linke nicht davor zurückschrecken.

      Jetzt den Fehler auf die Schule zu schieben, die sicherlich hin und wieder auf politisches Wohlwollen angewiesen sein wird, finde ich falsch. Dazu ist die Machthierarchie zu eindeutig. Das ist bei sexuellem Missbrauch ja oft ähnlich, dass das Opfer, das in der Machthierarchie "unter" dem Täter steht, ja "eigentlich" auch hätte nein sagen können.

  • Wir lernen: Auch an Schulen bildet sich Recht.

  • Wenn wir sonst keine politische Probleme haben, geht es uns doch blendend!

    • @FraMa:

      Diese Art mit der Macht umzugehen ist genau ein Teil des großen Problems.

  • Für mich sind das zwei Themen:



    Wird hier eine Ministerin bevorzugt behandelt?



    Welchen Stellenwert hat der letzte Schultag vor den Ferien?

    Menschen in der Politik haben eine Vorbildfunktion. Deshalb finde ich das Verhalten der Ministerin nicht in Ordnung.

    Ich bin mit meiner Familie auch von hohen Reisekosten und überfüllten Verkehrsmitteln und Destinationen betroffen. Mir und allen Familien mit schulpflichtigen Kindern wäre daher sehr geholfen, wenn an dieser Stelle über finanzielle und organisatorische Erleichterungen diskutiert werden würde.

  • Bei Pauschalreisen mit Flug in den kürzeren Schulferien wird richtig abgezockt. Schon ein Urlaubsbeginn einen Tag vor Ferienstart oder ein Urlaubsende einen Tag nach Ferienende macht die Reise vom nächstgelegenen Flughafen meistens deutlich bezahlbarer.



    In den Sommerferien gibt es kein Entkommen. Da ist jede Art von Urlaub überall teuer. Ich denke, es geht bei vielen Eltern schlichtweg ums Geld und nicht um einen Ferientag mehr für die Kinder.

    • @Der Anfang:

      Kann man irgendwo für die arme Frau Ministerin sammeln oder spenden, damit sie sich einen Familienurlaub leisten kann?

      Mal ehrlich: Da beklagen die Linken, dass sich viele Leute gar keinen Urlaub leisten kööen, und eine Ministerin (!) muss ein paar Euro sparen...

    • @Der Anfang:

      Na und? Die Ministerin hat genug Geld. Und wenn mir eine Reise zu teuer ist, dann buche ich sie nicht. Das ist ein klassisches First-World-Problem, bei dem man sich sarkastisch fragt, wie die Leute das eigentlich früher überlebt haben und wie es Leute, die sich auch jetzt keine 2wöchige Flugreise leisten können, heute überleben.

    • @Der Anfang:

      Natürlich geht es darum, aber warum sollte ausgerechnet eine Ministerin nicht genug Geld haben, die Ferienpreise zu bezahlen, die für alle anderen Familien auch gelten?

  • Die Ministerin wird Ihrer Funktion, insbesondere Vorbildfunktion nicht gerecht. Sie spült Wasser auf die Mühlen derer, die nur auf solche Fehltritte warten, um gegen das sog. Establishment zu hetzen. Mal ganz abgesehen davon, dass eine Ministerin mit Sicherheit die letzte ist, die materiell und organisatorisch auf einen vorgezogenen Ferienbeginn angewiesen ist.

  • Als Lehrerin habe ich schon so oft miterlebt, wie besonders Kinder aus Familien mit ausländischen Wurzeln in den Ferien ihre Familien in der Türkei oder anderen Ländern besuchen wollten und keine früheren Urlaub bewilligt bekommen haben - oder Schwierigkeiten hatten, überhaupt einen Antrag zu schreiben. Ich habe sogar miterlebt, wie eine Familie 1000€ Bußgeld zahlen musste, weil der Flug zu geplanten Sprachreise der Tochter auf den letzten Schultag vorverlegt wurde und sie diesen Flug natürlich trotzdem nahm.

    Es geht doch auch immer um die Signalwirkung. Erlaube ich allen einen Tag früher Urlaub zu machen, gehen die Preise dann auch irgendwann vor den Ferien hoch. Lassen wir uns dann von den Flugpreisen die individuellen Ferien diktieren?

  • Das Problem ist, dass es dann, wenn man den letzte Tag vor den Ferien 'frei' gibt, in ein paar Jahren der vorletzte Tag sein wird u.s.w. ...



    Kein Arbeitnehmer kann den Tag vor seinem Urlaub frei nehmen - warum sollte das in der Schule anders sein ?

    Es sollte vielmehr die Frage gestellt werden, warum Reisen/Flüge gerade in den Ferienzeiten am teuersten sind und Familien entweder auf andere Bundesländer ausweichen müssen oder eben mit abenteuerlichen Begründungen ( ich weiß wovon ich rede ) ihre Kinder vor Ferienbeginn aus der Schule nehmen wollen.

    Der Fehler liegt im System. Und an die Befürworter: sollte die 'Freigabe' auch für Lehrerinnen und Lehrer gelten ?

    • @B. Trübt:

      Angebot und Nachfrage.

    • @B. Trübt:

      Diskutieren wir jetzt auch noch ein Grundrecht auf billige Urlaubsflüge?

    • @B. Trübt:

      Ist das denn überhaupt ein Fehler? Es ist das einfache Gesetz von Angebot und Nachfrage. Steigt die Nachfrage, steigt auch der Preis. Und die Preise sind deswegen so hoch, weil die Reiseveranstalter für die Ferien genügend Kunden finden, die bereit - und offensichtlich auch in der Lage - sind, die hohen Preise zu bezahlen. Wären sie es nicht, wären die Preise niedriger. Ich kaufe/bestelle/buche grundsätzlich nichts, was mir überteuert erscheint, auch wenn ich es bezahlen könnte. Wer einen Preis als Abzocke empfindet, sollte ihn nicht zahlen, wenn er die Leistung nicht unbedingt benötigt.

  • Ich finde die gegen die Ministerin erhobenen Vorwürfe falsch. Das Landesschulgesetz sieht eine Befreiung auf Antrag vor und diese ist gewährt worden. Da die Ministerin offensichtlich keine falschen Angaben gemacht hat, liegt der Fehler bei der Schule.

    Ansonsten sollten meines Erachtens Schulen ein weites Ermessen bei der Befreiung haben. Ausschlaggebend sollten dabei die schulischen Leistungen des Kindes sein. Bei keinen Fehltagen und guten Noten sollte ein entsprechender Antrag auch großzügig gewährt werden. Das kann schließlich auch ein Anreiz sein.

    • @DiMa:

      "Da die Ministerin offensichtlich keine falschen Angaben gemacht hat, liegt der Fehler bei der Schule."

      Sie lassen meiner Meinung nach das Machtgefälle außer Acht. Es kann sich für eine Schule, zu Lasten der Schüler, nachteilig auswirken, wenn sich ein "kleiner Schulrektor" gegen eine Ministerin stellt. Ebenso könnte er karrieretechnisch Nachteile haben, wenn er sich gegen die Wünsche einer Ministerin stellt.

      Für mich hat sie einfach ihre Macht ausgenutzt, um ein paar Euro zu sparen.

      • @*Sabine*:

        Das sind doch alles nur Vermutungen. Dazu bedurfte es einer Analyse, wie üblicherweise damit umgegangen wird. Ich persönlich habe solche Befreiungen auch schon für meine Kinder erhalten (bin kein Minister).

    • @DiMa:

      Zweischneidiges Schwert.



      Leistungen der Schüler sollte man anders belohnen.



      Was macht denn das Kind einer alleinerziehenden Mutter, welches zwar Klassenbeste(r) ist, mangels Geld aber nicht in Urlaub kann. Ein Anreiz wofür? Das die Mutter noch einen Tag mehr hat, den sie mit ihren Urlaubstagen nicht abdecken kann, und wo das Kind dann alleine zu Hause sitzen muß.

      • @Oleg Fedotov:

        Denke mal, der Forist hatte nicht im Sinne das Kind (oder gar dessen Eltern) "zu belohnen", sondern meinte: Einem guten Schüler würde ein frei gegebener Fehltag weniger schaden als einem mit sehr schlechten Noten...

      • @Oleg Fedotov:

        Ich habe weder geschrieben, dass es ein Anreiz sein muss, noch dass das Kind zu Hause bleiben muss. Eltern, die diesen Anreiz nicht ausnutzen können oder wollen, werden dazu ganz sicher nicht gezwungen.

        Wenn ein Kind gut ist und die Eltern auf das Kind aufpassen (beispielsweise weil sie in die Ferien fliegen), dann hat die Schulpflicht halt nur noch wenige Vorteile. Insoweit sollte das Individualinteresse vorgehen.

    • @DiMa:

      @DiMa:



      Ich bin gespannt, ob die Wähler das im September auch so locker sehen (Fehler liegt bei der Schule).

  • diese Diskussion ist doch müßig, es gibt immer einen Tag vor dem ersten Ferientag, an dem man lieber frei hätte.



    Das soll bitte jeder für sich entscheiden und die entsprechenden Konsequenzen in Kauf nehmen, entweder später in den Urlaub oder eben mögliche Konsequenzen durch die Schule, das ist unlösbar und bleibt, wie man es auch dreht Privatangelegenheit.

    • @nutzer:

      "... wie man es auch dreht Privatangelegenheit."

      Bei einer Ministerin, die das Machtgefälle zwischen einem "kleinen Schulrektor" und ihrer eigenen Position ausnutzt, ist das meiner Meinung nach keine Privatangelegenheit. Zumal sie ja keinen "guten" Grund für diese Vorzugsbehandlung hatte und einfach, wie vermutlich viele Eltern, die sich an die Regeln halten (müssen), Geld sparen wollte.

    • @nutzer:

      Genau das hab ich mir auch gedacht: wenn der letzte Tag fehlt, ist der Vorletzte der Letzte.

      Und so wichtig ist das Lernen auch nicht. Mindestens so wichtig ist das Feiern.

      • @Brombeertee:

        @ Brombeertee



        ...und wenn Sie am letzten Schultag abends das Zeugnis von ihrem Nachwuchs mit einem Restaurantbesuch belohnen wollen, steht an der Tür des Lieblingslokals - heute geschlossen - wir sind schon in die Ferien, oder wir feiern Zeugnisse 😁

  • Nur keine Aufregung, eine Liberale Lösung wäre per Gesetz die Flug und Urlaubsanbieter dazu zu bringen die Preise für Flüge,Hotel,Kreuzfahrt schon je 3 Tag vor und bis 3 Tage nach den Ferien anzuheben. Oder anders herum, den Wildwucher mit den zum Teil 500% teureren Preisen Einhalt zu gebieten . . .

    Eine viel Moderne Lösung und dann auch Bildungstechnisch beste Lösung, Freizeittätigkeiten wie Filme Gucke, Spiele zu Spielen auch am letzte Schultag in den Schuleinrichtungen zu verbieten, findet eh schon zu viel "Wissensvermittlung" per Filmvorführung statt. Wenn da dann gleich richtiges Homeschooling per Gesetz 2 Wochen im Jahr erlauben, dann können die Kinder auch im Urlaub bis zum letzten Tag am Unterricht Teilnehmen.

    • @Interesse_an_wie_es_weiter_geht:

      Wahrscheinlich!

      Statt im langweiligen Klassenzimmer im tristen Deutschland, wird dann im exclusiven Hotelzimmer mit Meerblick der Unterricht gefrönt.

      Das es dann aber evtl. Probleme mit der Zeitverschiebung oder so gibt......wen juckt's.

    • @Interesse_an_wie_es_weiter_geht:

      Ich finde die Idee gar nicht unbedingt schlecht, aber ist das wirklich liberal?



      Filme schauen in der Schule ist natürlich nur die Faulheit der Lehrer.



      Spiele in der Klasse spielen kann auch pädagogisch wertvoll sein.

      • @Jesus:

        Das hängt vom Film ab!

        • @Reinero66:

          Eigentlich nicht, die filme kann man auch alleine zuhause schauen. Außer das Leben des Brian, den haben wir im Religionsunterricht mindestens einmal im Jahr gesehen und er ist historisch mindestens so akkurat wie die Bibel.

          • @Jesus:

            Wie wäre es z.B. mit Rashomon, den schaut sich kein Schüler freiwillig an und der ist ein fantastisches Beispiel für TicToc und Instagram obwohl es das zu der Zeit noch gar nicht gab!



            M- Eine Stadt sucht einen Mörder, als Beispiel für den Umgang mit psychisch Kranken in der Gesellschaft. Schaut sich auch kein Schüler an,



            Zeugin der Anklage, Die Geschworenen, Panzerkreuzer Potemkin, Die Welle, Im Westen nichts Neues (1930), ...