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Brandanschlag auf Stromnetz in Berlin„Vulkangruppe“ distanziert sich von „Vulkangruppe“

Noch ein Schreiben einer „Vulkangruppe“: Nun distanziert sich die angebliche Ursprungsgruppe von dem aktuellen Brandanschlag in Berlin-Lichterfelde.

Einsatzkräfte stehen an der Brandstelle der Kabelbrücke vor dem Kraftwerk Berlin-Lichterfelde Foto: Michael Kappeler/dpa

Die Frage der Verantwortung für den tagelangen Blackout in Berlin wird immer verworrener. Nach einem zweiten Bekennerschreiben der vermeintlichen „Vulkangruppe“ tauchte nun auf der linken Onlineplattform Indymedia ein weiteres Schreiben einer angeblichen „Vulkan“-Ursprungsgruppe auf, die sich von der Aktion im Berliner Stadtteil Lichterfelde distanziert.

Man sei die Gruppe von 2011 gewesen, heißt es in dem Schreiben. Ob das stimmt, lässt sich objektiv nicht final überprüfen – genauso wenig wie die Au­to­r*in­nen der vorherigen Bekennerschreiben. Im Jahr 2011 aber gab es tatsächlich den ersten Brandanschlag in Berlin auf einen Kabelschacht am Bahnhof Ostkreuz, zu dem sich eine Gruppe namens „Das Grollen des Eyjafjallajökull“ bekannte, nach einem kurz zuvor ausgebrochenen isländischen Vulkan. Danach war es in und um Berlin zu knapp einem Dutzend weiterer Brandanschläge gekommen, zu denen sich „Vulkangruppen“ bekannten.

In dem aktuellen Schreiben der vermeintlichen Ursprungsgruppe heißt es jetzt, 2011 seien die Ziele „Bundeswehreinsätze, deutsche Kriegsbeteiligung und Waffenexporte“ gewesen. „Infrastruktur war für uns kein Selbstzweck und kein Spielfeld, sondern Symbol und Träger militärischer Gewalt nach außen.“

Nun aber wurde der Gruppenname „in einen Zusammenhang gestellt, den wir nicht tragen“, heißt es weiter. Es werde eine Gruppenkontinuität behauptet, die es nicht gebe. „Die Texte und Aktionen der letzten Jahre stammen nicht von uns. Sie widersprechen dem, wofür wir standen und warum wir überhaupt gehandelt haben.“

Zuvor waren zwei Bekennerschreiben aufgetaucht

Der ursprüngliche Ansatz sei defensiv angelegt gewesen, behaupten die Autor*innen. „Wir wollten Unterbrechung, nicht Eskalation. Störung von Normalität, nicht ihre Zerstörung. Es ging um Sichtbarkeit von Verantwortung, nicht um moralische Überhöhung oder um eine Logik der permanenten Sabotage.“

Die Bekennerschreiben der „Vulkangruppe“

In einem Schreiben einer „Vulkangruppe“ hatten sich die Ab­sen­de­r:in­nen erstmals am 4. Januar 2026 zu dem Brandanschlag auf das Stromnetz in Berlin bekannt. Am 6. Januar wurde ein weiteres Schreiben einer „Vulkangruppe“ veröffentlicht. In einer sogenannten Richtigstellung reklamierten sie den Angriff noch einmal für sich, nachdem spekuliert wurde, ob der Angriff nicht eine Sabotageaktion Russlands war. In einem dritten, am 7. Januar publizierten Schreiben behaupteten mutmaßlich andere Au­to­r:in­nen, sie seien die ursprüngliche „Vulkangruppe“ und hätten mit den Anschlägen der letzten Jahre nichts zu tun. Am selben Abend erscheint ein Schreiben, in dem behauptet wird, „mit gezielten Schnitten und Bränden an den Kabelbrücken“ hantiert zu haben.

In einem am 8. Januar veröffentlichten fünften Schreiben einer „Vulkangruppe“ bedauert diese, dass neben dem Gaskraftwerk auch private Haushalte betroffen waren, da dies nicht beabsichtigt gewesen sei. Mit dem heutigen Wissen um die Auswirkungen, hätte die Gruppe den Angriff in eine warme Jahreszeit verlegt, heißt es dort. Am 11. Januar folgt ein Schreiben, das jenes der selbst ernannten ursprünglichen Vulkangruppe als „Fake“ zurückweist und für sich die Tat von 2011 reklamiert. Das bisher letzte Schreiben erscheint am 12. Januar. Mit dem bislang detailliertesten Tatbeschreibungen reklamiert es den Anschlag in Lichterfelde für sich.

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine habe sich der Kontext aber „grundlegend verschoben“. Ab da wurde jede Sabotage zu einer „allgemeinen Destabilisierung“ und zu einer Aktion, „die leicht und falsch instrumentalisiert werden“ könne. Deshalb habe man von diesen Aktionen dann „Abstand genommen“ – aus Verantwortung. „Weil wir nicht Teil einer Dynamik sein wollten, in der Kritik an Militarismus mit der faktischen Schwächung von Gesellschaften zusammenfällt.“

Erst kurz zuvor war wiederum ein zweites Bekennerschreiben einer „Vulkangruppe“ zu dem Brandanschlag in Berlin-Lichterfelde auf der linken Onlineplattform Knacknews aufgetaucht, in dem sich diese noch mal zu der Aktion bekannte und Spekulationen zurückwies, bei der Tat könnte es sich um eine russische Sabotageaktion gehandelt haben.

Durch den Brandanschlag war es zu einem tagelangen Stromausfall in zehntausenden Haushalten im Südwesten von Berlin gekommen, Schulen und Supermärkte blieben geschlossen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mussten mit Notstrom versorgt werden. Am Mittwoch gab der Berliner Senat bekannt, dass bereits im Tagesverlauf die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt sein soll. Ursprünglich war damit gerechnet worden, dass die Reparaturen bis Donnerstag andauern.

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121 Kommentare

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  • Jetzt springen wohl noch mehr "Vulkangruppen" (Plural) aufs Pferd, um durch das Land zu galoppieren und den Linken ordentlich eins auszuwischen. Natürlich waren es nicht die Russen und auch nicht die Rechten, sondern wieder einmal die "bösen Linken". Und Schneewittchen wohnt bei den sieben Zwergen und alle Politiker sind tatsächlich echte Volksvertreter. 😅

    ***Wenn wir uns mit der Vulkangruppe aus 2011 beschäftigen, merken wir relativ schnell, dass sie sich selbst nie „Vulkangruppe“ genannt haben, sondern ein Foto nutzen vom isländischen Vulkan und der Autorname Hekla war, was der Name des Vulkans in Island ist. Die Ermittler und Medien nannten sie dann die „Vulkangruppe“. Daher macht es für mich absolut keinen Sinn, wenn sie sich selbst „Vulkangruppe“ nennen, wenn sie ganz bewusst den Namen Hekla benutzt haben, um die „Unberechenbarkeit“ zum Ausdruck zu bringen (Hekla ist ein aktiver Vulkan).*** schreibt am 7.1.2026 "Nella" (auch bekannt als N3ll4 oder Ornella Allami), die eine bekannte Hackaktivistin und Cybersecurity-Expertin ist.

    Wer das nun aber tatsächlich war, das bekommt man wohl nicht heraus. Aber egal, denn die Konservativen haben die "Schuldigen" ja schon gefunden. 🤔

    • @Ricky-13:

      @Ricky-13



      Gerade Solidarität und Humanismus sollten doch bei echten Linken, ganz oben auf der Agenda stehen. Da passt so eine Aktion überhaupt nicht und wäre somit kaum nachzuvollziehen. Die Tat kann im Grunde von jeder, auch neoliberalen politischen Unterorganisation ausgeführt worden sein, aus ganz unterschiedlichen Motiven heraus. Wobei auch unreife Jugendliche am Werk gewesen sein könnten.



      Ich spekulieren mal so auf Mitglieder der Kolpingsfamilie 🤣😂😅🤣

      • @Alex_der_Wunderer:

        Ich hoffe, dass Linke nicht wirklich so dumm waren und den Konservativen, Rechtskonservativen und Rechten so ein "Geschenk" gemacht haben. Man wird dann nämlich nicht gegen ein paar "linke Idioten" in den konservativen Medien wettern, sondern wieder massiv auf die Partei 'Die Linke' einprügeln. Heidi Reichinnek ist ja ohnehin ein rotes Tuch für Ulf-WELT-Poschardt und andere neoliberal-konservative "Journalisten", die dann aus allen Rohren gegen 'Die Linke' feuern werden.

        • @Ricky-13:

          @Richy-13



          👍👍



          " Politik ist ein ganz schmutziges Business " - hat unser Großvater schon gesagt.



          PS : Meine Spekulationen habe ich ja schon geäußert...

  • Wenn man möchte, dass das eigene Werk nicht plagiiert oder in Misskredit gebracht wird, sollte man gar nicht erst im Untergrund agieren. Armselig. Könnte es sein, dass Linksextremisten auch einfach nur geltungsbedürtig sind, wie jeder andere?

  • Alle Gruppengründer (auch nicht-politische) stellen irgendwann fest, daß später Hinzugestossene versuchen, die Gruppe zu kapern, die Gründer auszubooten und die Gruppe in ganz andere, ursprünglich nicht geplante Richtungen zu lenken. Wem an seiner Gruppe liegt wird versuchen, sich dagegen zu wehren.

    Insofern ist das hier kein ungewöhnlicher Vorgang.

  • Das erste Schreiben konnte sich authentifizieren.

    Es enthielt den Satz: "Zur weiteren Authentisierung: Unter der Kabelbrücke befanden sich um die 64 Rohre, die zu einem großen Teil mit Starkstromkabeln belegt waren. Mit vier Baustellenspießen haben wir diese miteinander verbunden, um einen Kurzschluss zu gewährleisten"

    Das zweite Schreiben konnte sich nicht authentifizieren.

    • @Rudolf Fissner:

      ""Mit vier Baustellenspießen haben wir diese miteinander verbunden, um einen Kurzschluss zu gewährleisten""



      ==



      Starkstromkabel haben eine elektrische Spannung von über 1.000 Volt (1 kV Wechselspannung). Bei Penetration dieser Kabel mit Metallspiessen hätte der Terrorist keine Chance zu überleben. - mit ziemlicher Sicherheit in diesem Fall, da er ja auf den Metallunterzügen der Brücke hätte stehen müssen - und einen hervorragenden Leiter zwischen Masse und Erde abgegeben hätte.

      Darüber hinaus ist der Kupferkern der Leitungen durch einen sehr starken Mantel geschützt.

      • @zartbitter:

        Man muss nur vier Baustellenspieße dort gefunden haben. Wann der Kurzschluss eintreten sollte - sofort oder nach dem Brennen - ist nicht beschrieben.

  • Ich werde langsam albern: Ich habe soeben auf "Indymedia" unter den "Gruppenstatements" und dem Titel "Das Grollen des Sundhnukagigar" eine weitere Veröffentlichung gefunden, mit der sich die Gruppe, die sich als verantwortlich für den Berliner Stromausfall bezeichnet, als "die wahre VG" zu erkennen gibt und alle anderen VG als nicht relevant tituliert. Sie brüstet sich regelrecht damit, bislang sehr erfolgreich gewesen und nicht gefasst worden zu sein. Es wird sogar detailliert beschrieben, w i e der Anschlag erfolgte. Was ich aber viel schlimmer finde: Es wird behauptet, dass Berlin erst der Anfang gewesen sei. Man wolle die Infrastruktur, die den Kapitalismus am Laufen halte (Bahnlinien, Firmen, beleuchtete Reichenviertel etc.) bundesweit zum kompletten Zusammenbruch bringen. Heute Nacht wurde wohl - ebenfalls auf "Indymedia" - ein bevorstehender Stromausfall in Berlin-Marzahn angekündigt; die Nachricht wurde recht schnell gelöscht.

    Leute: ich finde das nicht mehr witzig! Ich habe keine Lust auf einen politischen/gesellschaftlichen Zusammenbruch, nur weil hier "Öko"-Faschisten zugange sind. Dem Klima hilft das nicht; Leidtragende werden aber wir alle sein.

    • @Sabine Hofmann-Stadtländer:

      Man muss bei Indymedia halt bedenken, dass da wirklich alle was posten können (ist auch gut so). Ich hab da auch schon Sachen gesehen, die definitiv von Nazis stammten.



      Hier beißt sich halt die Katze in den Schwanz, weil niemand nachprüfen kann, was jetzt echt ist und was nicht.

      • @Piratenpunk:

        Letztendlich völlig egal welche Gruppierung oder Absplittung oder sonstws. Es sind Krimininelle, die gefunden werden müssen und abgeurteilt gehören. Welche Motive sie hatten ist doch völlig Schnurz.

  • Ich dachte immer, Indymedia hat Insiderkenntnisse und verweigert auch die Publikation oder zieht nachträglich Dokumente zurück, wenn Zweifel an der Herkunft oder der Identität der Autoren bestehen. Das ist bislang bei keinem der Bekennerschreiben geschehen. Das ist für mich ein starkes Argument, dass in allen Fällen die Autoren tatsächlich die sind, die sie vorgeben.

    • @TheBox:

      Doch. Das Schreiben mit Anschlagsdrohung gg. Marzahn wurde entfernt.

      • @Drehrummbumm:

        Genau das ist mein Argument. Indymedia filtert, und sie wissen was sie tun. Die ersten Schreiben sind nach deren Expertise alle echt.

  • Zitat aus dem ersten Bekennerschreiben: »Bei den weniger wohlhabenden Menschen im Südwesten Berlins entschuldigen wir uns. Bei den vielen Besitzern von Villen in diesen Stadtteilen hält sich unser Mitleid in Grenzen.«

    Wie zynisch ist das denn? Die Villenbesitzer im Südwesten Berlins können es sich leisten, für ein paar Tage ins warme Hotel zu ziehen. Betroffen von dieser hirnrissigen Aktion waren ausschließlich die „weniger wohlhabenden Menschen“! Und im Sinne der eigenen politischen Ziele und Ideale ist so etwas mehr als kontraproduktiv.

    Das galt bereits für die vergleichsweise harmlosen Aktionen der „Letzten Generation“, und bei den „Vulkaniern“ (sorry, Mr. Spock) jetzt umso mehr. Letztendlich ist das alles Wahlkampfhilfe für die AfD. Wenn ich zu Verschwörungstheorien tendieren würde, würde ich eine blaubraune „False Flag“-Operation vermuten.

    • @Forist Grump:

      Man beachte das "vielen Besitzern von Villen"

      Ü90% der Betroffenen waren keine Villenbesitzer, trotzdem braucht es sie noch um sich ein Robin Hood Bapperl ans Rever zu heften. Als wenn all die "weniger wohlhabenden Menschena nur ein bedauerlicher Kollateralschaden sind.

      • @Rudolf Fissner:

        Selbstlegitimation war immer ein extrem relevanter Faktor bei Linksextremisten. Weiß nicht, ob Sie sich daran erinnern, aber damals bei den RAF-Anschlägen fanden sich in den Bekennerschreiben nicht selten ähnliche Krokodilstränen.

  • Danke für die Links zu den "Original"-Dokumenten/-seiten.

  • erinnert mich an "das Leben des Brian":



    Es gibt die „Judäische Volksfront“



    Und dann die „Volksfront von Judäa“.



    Und dann noch andere Splittergruppen, die alle super ähnlich heißen.



    Und alle hassen sich gegenseitig fast mehr als die Römer.

    • @Ella Renerog:

      In diese Fall ist es eher: „Ich bin Brian.“



      „Nein. Ich bin Brian.“



      „Ich bin Brian und meine Frau ist auch Brian“

    • @Ella Renerog:

      War auch mein erster Gedanke, Life of Brian einmal zu häufig gesehen... Warte jetzt darauf, dass die Spinner nunmehr dingfest gemacht werden. Und dann: jeder nur ein Kreuz...

    • @Ella Renerog:

      Sehr schön!😀

  • Wer auch immer es war, festzuhalten ist, dass Putin und Trump ihr Ziel der maximalen Verunsicherung erreicht haben, nämlich, dass wir inzwischen alles und nichts für möglich halten. Wahrheit und Lügen vermischen sich bis zur Unkenntlichkeit.

    „Die Massenpropaganda entdeckte, dass ihr Publikum jederzeit bereit war, das Schlimmste zu glauben, und sei es noch so absurd, und sich nicht besonders täuschen ließ, weil es sowieso jede Aussage für eine Lüge hielt.“ H. Arendt

  • Ach Mist, da fällt mir ein, ich wollte ja auch noch ein Bekennerschreiben fälschen. Na ja, scheint ja auch so genug zu geben.



    Dass die Leute (auch die Star-JournalistInnen) so einfach sofort glauben, dass ein Bekennerschreiben ein Beweis sind muss, ist eigentlich nur erklärbar, wenn man beachtet, dass es sehr sehr viele und mächtige Kräfte in unserem Land gibt, die sehr gerne "links" mit Terror assoziiert sehen wollen.



    Jeder Trottel kann so etwas tun. Möglicherweise auch die Trottel der "Vulkangruppe". Aber wenn man schaut, wem diese Aktion nützt, gerade im Hinblick auf die anstehenden Wahlen, dann sollte man doch etwas vorsichtiger sein. Sie nützt nämlich vor allem den Rechtsextremen.



    Das Kind ist dank "lieber-schnell-als-richtig"-Journalismus jedenfalls jetzt im Brunnen. Alle Kommentarspalten und asocial media sind voll von Deppen, die sofort "Die Linke" mit diesem Terroranschlag zusammen sehen. Nicht nur "links", nein gleich die Partei ist quasi Schuld daran.



    Erst ermitteln und dann gesicherte Informationen herausgeben wäre auch möglich gewesen, aber halt nicht in einer profitmaximierenden Medienlandschaft mit starken Rechtstendenzen.

    • @Jalella:

      Was war an dem Bekennerschreiben inhaltlich nicht links?



      Das war das übliche Gerede, was man täglich von der extremen Linken hört.

      Bei dem Anschlag wurde ein typisches Gewalt gegen Sachen Ding durchgezogen wie es bei der extremen Linken noch als zulässig angesehen wird.

      Das einzige was ich den Deppen zugestehe ist, dass diese keine Ahnung hatten, wie sich ihr ach so schlau ausgetüftelter Plan wirklich entwickeln würde.

  • Frei nach Monty Python: War es die Vulka-Gruppe oder die Gruppe-Vulkan? Eine rechte False-Flag Aktion wäre natürlich möglich, aber seien wir mal ehrlich - eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist doch wohl, dass die Vulkangruppe nicht stramm organisiert ist und die Wirkung der Aktion deutlich ausgeprägter war, als man sich das vorgestellt hat. Wir werden sehen.

  • Ich habe das Gefühl wenn ich mir beide Bekennerschreiben durchlese, das im ersten bewusst auf eine falsche Werte gelockt werden sollte wer der oder die Täter waren und da das nicht geklappt hat, hat man diesen zweiten geschrieben weil der Druck zu groß wurde

    • @Marcelo:

      Hää? Druck zu groß? Bis jetzt hat Niemand und Keiner irgend einen Schimmer, um wen es sich in Person handeln könnte.

      • @mwanamke:

        Wir wissen ja als außenstehende nicht wie es gerade in der Vulkangruppe abgeht. Daher ist es möglich und in den meisten Medien steht Angriff von Linksextremisten das kann bei der Gruppe den Druck erhöhen weil die vielleicht mit dieser Reaktion so nicht gerechnet haben

  • Die Verwirrung ist köstlich: Links = gut, also kann Sabotage gegen Zivilisten ja nicht links sein.



    Da hilft semantische Hygiene: „False Flag“ oder „nicht echt links“.



    Historischer Einschub: „Nazi“ ist die Abkürzung von Nationalsozialist.



    Auch da war „sozial“ nur Verpackung, nicht Inhalt.

    • @Desti:

      Jein. Einige Leistungen wurden durchaus erweitert, galten aber natürlich nur für im Sinne der Nazis "würdige" Gruppen.

    • @Desti:

      Was hat der Brandanschlag mit dem Nationalsozialismus zu tun? Ist Ihnen ein Hufeisen auf den Kopf gefallen?

      • @schnarchnase:

        Der Brandanschlag hat nichts mit Nationalsozialismus zu tun.



        Mein Hinweis zielte darauf, dass „links“ hier als moralisches Gütesiegel so heilig genommen wird, dass Gewalt gegen Zivilisten gar nicht mehr dahin passen darf.



        Der Verweis auf „sozial“ im Nationalsozialismus war nicht zur Gleichsetzung gedacht, sondern als historischer Hinweis darauf, dass politische Etiketten oft sehr schöne Verpackungen für sehr unschöne Inhalte sind.

        Dass das bereits als Sakrileg empfunden wird, ist interessant.

    • @Desti:

      "Links" kann diese Sabotage tatsächlich nicht sein. Denn wer für die Belange der Normalos eintritt, der wird sie nicht im Winter im Kalten stehen lassen.



      Idioten, die von sich behaupten "links" zu sein, können natürlich so etwas tun.



      Aber es ist ja nicht mal raus, wer es tatsächlich war.

      • @Jalella:

        Die Annahme „links = im Interesse der Normalos“ funktioniert historisch vor allem in der Zeit, als Linkssein noch etwas mit Lohnarbeit, Gewerkschaften und Klasseninteressen zu tun hatte.



        Heute ist es unverkennbar ein Milieubegriff geworden, der sich problemlos damit arrangiert, Normalos als Kollateralschaden größerer Anliegen einzuplanen – ob beim Blockieren des Berufsverkehrs oder beim Verhindern von Arztterminen durch Festkleben.



        Die politische Wärme ist geblieben, aber sie richtet sich selten dorthin, wo es im Alltag wirklich friert.

  • "Vulkangruppe? Puh, Wir sind die Gruppe Vulkan. Vulkangruppe, elende Spalter!"



    Es ist doch echt Realsatire was da abgeht, egal ob irgendein Geheimdienst oder autonome Vollspinner. Ist zwar in den Konsequenzen nicht lustig, ich muss trotzdem lachen...

  • Natürlich kann man sich tagelang hinsetzen und irgendwelche Schreiben "analysieren". Oder Glaskugeln befragen. Jeder darf sich dann seine Lieblingstäter raussuchen. Für die Einen sind es die "Linken", für die Anderen die "Russen" und für wieder Andere ihre "Lieblinge". Und natürlich versucht jeder, so viel wie möglich politisches Kapital aus der Sache zu schlagen. Auch weil man sich dann weniger damit beschäftigen muss, warum es in Deutschland so lange dauert, einem relativ kleinen Schaden zu beheben. Vielleicht sollten wir mal ein paar Leute zur Schulung in die Ukraine schicken...

    Fakt ist, dass völlig unklar ist, wer den Anschlag verübt hat und wer da alles unter der Bezeichnung "Vulkangruppe" agiert. Also muss man die Leute fassen und dann schauen, wo sie hingehören. Alles andere ist leeres Geschwätz. Allerdings habe ich Zweifel, dass die Schwätzer die Täter wirklich fassen wollen. Spekulationen lassen sich doch politisch viel besser ausschlachten...

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      ".....Deutschland so lange dauert, einem relativ kleinen Schaden zu beheben. """



      ===



      Woher wissen Sie das?



      Sie sind auch Nutzniesser der Terroristen mit den idiotischen Bekennerschreiben -- die sich einer seltsamen Anti-Logik bedienen -- im Stil irgendwo zwischen Dmitri Peskow und Tino Chrupalla?

      • @zartbitter:

        "Woher wissen Sie das?"

        Es wurde in allen Medien ausführlich berichtet.

        Wer vom Fach ist, kann bei diesem Drama eigentlich nur mit dem Kopf schütteln. Allein die Tatsache, dass eine einzige Schadstelle zur längeren Abschaltung eines größeren Gebietes führt, ist für eine Großstadt in einem Land, dass sich Industrieland nennt, ein schlechter Witz.

        Unsere Politiker sprechen groß von Kriegstüchtigkeit.



        Aber schon ein Anschlag auf eine kleine Stelle verursacht so einen Ärger. Schauen Sie mal in die Ukraine. Dort kommt man mit großflächigen Angriffen mit modernen Waffen besser zurecht.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Die Ursache für den Stromausfall war ein Brand an einer Hoch- und Mittelspannungskabelbrücke über dem Teltowkanal. Über diese Kabelverbindung wird unter anderem das Kraftwerk Lichterfelde angebunden.

          Nach den Aussagen von Fachleuten wird die eigentliche Reparatur weitere Wochen oder gar Monate in Anspruch nehemen.

          1. Erneuerung der Brücke Teltowkanal



          2. Instandsetzung der Einspeisung vom Kraftwerk ins Netz (Hochspannungskreis)



          3. Instandsetzung Mittelspannung (Verteilung des Stroms auf die angeschlossenen Netze)

          Das letztendlich die Stromversorgung überhaupt und einen Tag früher als geplant wieder hergestellt wurde ist dem Umstand zu verdanken das getrickst wurde - aber der eigentliche Schaden besteht weiterhin.

          Wie das tricksen zustande kam erklärt Ihnen die schrittweise über 3 Tage verteilte Zusammenschaltung von untergeordneten Netzen und die Tiefbauarbeiten vor Ort. -

          Ansonsten - 99% des Berliner Strom-Netzes liegt unter der Erde - ausgenommen sind zum Beispiel Knotenpunkte und Verteilungsleitungen unter Brücken.

          • @zartbitter:

            Das Problem ist ja, dass es nur diese eine Verbindung gibt. Eine Einspeisung von mindestens zwei Seiten ist technischer Standard. Offenbar wurde hier wieder mal gespart. So wie an vielen Stellen unserer Infrastruktur.

            Normal wäre gewesen, die defekte Verbindung wegzuschalten und auf die redundante (natürlich unabhängige!) Verbindung umzuschalten. So etwas dauert, selbst wenn man erst noch Tennis spielt, höchstens ein paar Stunden.

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Ich finde, das ging eigentlich recht schnell. So ganz "einfach" war der Schaden wohl nicht, wenn man dem Bericht im Fernsehen folgt.



      Ich finde es auch positiv, wie viel Hilfsbereitschaft es von privater Seite gab. Aber das hängt natürlich auch immer davon ab, welcher Kanal eher das oder das Gegenteil hervorheben will. Unsere Medien sind ja leider alles andere als objektiv. Alles wird immer auf Einzelberichte reduziert weil die sich besser verkaufen.

      • @Jalella:

        Es ist schon allein unfassbar, dass es offenbar keine Umgehungsmöglichkeiten für die Schadstelle gibt. In einem angelegenen Dorf wäre das akzeptabel. Aber nicht in der Hauptstadt. Für solche Gebiete ist ein engmaschiges Netz eigentlich internationaler Standard. In unsere kleine Firma hat schon Netze mit aufgebaut, die besser gegen Ausfälle gesichert sind.

        "Ich finde es auch positiv, wie viel Hilfsbereitschaft es von privater Seite gab."

        Finde ich auch. Aber besser wäre es, wenn das nicht notwendig wäre. Ich hätte z.B. erwartet, dass sich der Bürgermeister kümmert, statt Tennis zu spielen. Dafür wird er bezahlt.

  • Diese ganze Nummer ist doch mittlerweile der Beweis dafür, wie wenig Ambiguitätstoleranz wir als Gesellschaft haben.



    Kann man die Echthheit irgendwelcher Bekennerschreiben von außen überprüfen? Wahrscheinlich nicht, selbst für die Behörden dürfte das schwer sein. Laien können etwas verfassen, das 2-3 mal durch ein LLM jagen, um Schreibstile zu verwischen und das anonym über ein Kontaktformular an Medien senden oder bei Indymedia hochladen



    Ist es möglich, dass das ne russische Aktion war? Ja



    Ist es möglich, dass das ne Aktion von verirrten Linken war? Auch ja



    Könnten das Neonazis gewesen sein? Auch ja



    Die einzige konkrete Information, die wir an der Stelle haben, ist die, dass wir nichts konkretes wissen

    Und dass die Parteien von CDU bis Grüne lieber erstmal auf Tätersuche gegangen sind, während die Linke den Menschen vor Ort geholfen hat. Das sollte nicht unerwähnt bleiben.

    • @Piratenpunk:

      Welche Mehrdeutigkeit? Die wirkt mir an den Haaren herbeigezogen. Da wird jeder KI Nerd zu einem Sprachwissenschaftler hochgejubel. Es gibt sie nicht, die sprachwissenschaftliche Analyse, die These unterstützt, dass das Ganze gefaket ist.

      Aber selbst dann wenn. Dann bedeutet es, das das Bekennerschreiben nahezu zu 100% echt linksextremes Denken wiedergibt.

      Man sollte sich daher vor allem mit den Inhalten befassen und vielleicht mal eine linke Notbremse ziehen in punkto Aktivismus.

      Tadzio Müller, Mitbegründer von Ende Gelände, wies bereits vor ein paar Jahren mit seinem Artikel über eine "Klima RAF" darauf hin, dass eine kleine, militante Minderheit aus Frustration über politische Untätigkeit zu gewaltsamen Aktionen greifen könnte.

      Es wird dringend Zeit, dass die politische radikale Linke das nun debattiert. Sonst bleibt sie in der öffentlichen Wahrnehmung verstärkt im Terroristischen lokalisiert.

    • @Piratenpunk:

      Dem kann ich mich anschließen. Bestens zusammengefasst.

  • Gerade das 2. Bekennerschreiben empfinde ich sehr ungewöhnlich. Es erhärtet für mich den Verdacht auf "false flag".



    Wie viele Fälle gibt es mit einer "Bekräftigung" eines Bekennerschreibens, damit auch wirklich die Ermittlungen nur in meine Richtung gehen? Seeehr merkwürdig!!!

    • @Nudel:

      Finde ich auch seltsam. Vor allem da das ja praktisch jede Person von einem beliebigen Ort der Welt aus posten kann. Also es lassen sich zwar digitale Spuren bis zu einem gewissen Grad verfolgen. Aber das hat technische Grenzen und es gibt da auch zahlreiche Möglichkeiten diese Spuren so zu legen dass sie ein gewünschtes Bild ergeben. Ich sehe jedenfalls nicht wie dieser Anschlag irgendwelchen Linken Anliegen helfen soll. Wer von den Leuten halbwegs technisch im Bilde war was er/sie da macht und den Wetterbericht verfolgt hat müsste das eigentlich geahnt haben.

      Also dad timing und das Ausmaß ist schon echt sehr suspekt.

      • @schnarchnase:

        Die Anschlagszeit war genau so geplant! Sage ich jedenfalls.



        Das es Winter ist und das es kalt ist, weiß jeder.



        Das technische Verständnis ist auch auf jeden Fall vorhanden gewesen, dass kann nicht mal irgendwer so einfach machen.



        Der ganz normale Elektriker wird auch nicht genau wissen was er anzünden muss, um dieses Ausmaß zu erreichen. Jedenfalls nicht ohne sich zuvor gut zu informieren.

  • Es ist zweifelsohne die Judäische Volksfront - oder doch die Volksfront Judäas.



    Oder vielleicht doch die Rosenkreuzer (oder Russenkreuzer)?







    Wo bleibt ansonsten die deutschen Spaziergangsfreude gekoppelt mit seniler Bettflucht auf Kontrollgang?

    • @Janix:

      Habe schon länger den Verdacht, dass @Janix ein KI-Projekt im taz-Kommentariat ist. Reaktionen auf meine Kommentare erscheinen gelegentlich schon vor der Freigabe der selbigen. 😃🎓

  • Deutsche Komiker. Sie können es nicht. Empfehlung: „Always Look On The Bright Side Of Life..."

  • Laut einer Vulkan-Gruppe sind an den negativen Folgen die "Anderen" Schuld, bei der zweiten Vulkan- Gruppe war das alles sowieso nur defensiv gemeint.

    Wie armselig ist es nicht nur Gewalt anzuwenden, sondern dann auch noch nicht dafür die Verantwortung zu übernehmen.

  • Was wohl der nächste Streich sein wird?

  • Das ist das dritte Schreiben. Im zweiten Schreiben hat man sich dagen verwahrt das das Russen waren. Nein Vulkan habe selbst den Anschlag verübt. Also zwei mal geben Sie es zu und einmal widerrufen sie. Jetzt kann man sich das Passende aussuchen.

    taz.de/Anschlag-au...n-Berlin/!6143538/



    Ersteres behauptete, die linksextreme Gruppe habe den Anschlag verübt. Zweiteres verwahrte sich gegen die immer lauter vorgetragene Vermutung, Anschlag und Schreiben könnten unter falscher Flagge von russischen Agenten verübt worden sein. Und das dritte wiederum behauptet tatsächlich, dass alle angeblichen Vulkangruppen-Anschläge der vergangenen Jahre von Nach­ah­me­r:in­nen stammen.

  • Für Russland wäre es strategisch dumm, Deutschland als möglichen Gegner durch einen solchen Anschlag auf seine Schwachstellen hinzuweisen. Aus russischer Sicht wäre es besser, Deutschland im Glauben zu lassen, sie könnten das Problem mit Aufrüstungsmilliarden und Strafverschärfungen lösen.

    • @Jobst Quis:

      >strategisch dumm<

      Was strategisch Dümmeres als den Überfall auf die Ukraine kann man sich kaum Vorstellen. Die Dummheit spricht sehr für Putin. Aber egal ob die Linke oder Putin - die Zielrichtung ist jedenfalls gegen die deutsche Gesellschaft.

    • @Jobst Quis:

      Nein. Russland weiß, der Deutsche verdächtigt lieber den Linken, der den Wohlstand reduzieren will zu Gunsten des Klimas.

      Die Deutschen haben Schwachstellen in der Infrastruktur offenbart bekommen, der Russe kann sogar freiwillig zugeben, selbst verantwortlich zu sein, Zweifel und Missmut gehen aber trotzdem an Linke und Ökos. AfD-Gewäsch setzt sich halt besser in die Köpfe fest. Das führt weiter zur gesellschaftlichen Spaltung. Mission erfüllt.

      • @Troll Eulenspiegel:

        Nagen auf Kopf getroffen.

    • @Jobst Quis:

      Vielleicht, vielleicht nicht. Putin-Russland beisst sich gerade an der Ukraine einige Zähne aus, da geht es schon mal in Kriegsstufe 0,5 mit deren Waffenlieferanten.



      Ob das hier der Fall ist, ist freilich nicht bewiesen.

      Dass wir beides wohl brauchen werden: Effizienz statt nur Dividendenknall sowie auch mehr Ressourcen als vor 15 Jahren, das halte ich freilich für recht sicher.

  • ja, eine wirklich interessante Entwicklung und daraus ließe sich recht plausibel mutmaßen:

    Putin ist Urheber der Sabotage, läßt ein false-flag Bekennerschreiben verfassen, das aufgrund von "Auffälligkeiten" die ganze Aktion doch als die Seine droht auffliegen zu lassen. Einem eilig, nicht minder dubiosen "Rechtfertigungsschreiben", das diesen Zweifel kaum auflösen kann, folgt dann schließlich eine Gegendarstellung derjenigen, die namentlich "benutzt" wurden, um einen "Linksterrorismus" heraufzubeschwören, von dem - wie von Putin beabsichtigt - rechte, systemerodierende Kräfte profitieren sollten..

    Durchaus wahrscheinlich und doch bleiben dies Vermutungen, die so das "Linksterrorismus"-Narrativ kaum entkräften können..

    Daher liebe Taz: bitte erörtert und schreibt dann als erstes redaktionelles Medium, einen fundierten Artikel zu der Grundfrage (dem wichtigsten Ansatz der Kriminalistik, wenn vom Täter nichts mehr bekannt ist als eine Selbstbezichtigung) :



    Wem nützt/e was geschehen, wenn es diejenigen wären, die sich dazu bekannt haben ?



    Kleiner Spoiler: Die Sektkorken haben ganz sicher nicht bei denjenigen geknallt, für die es vorgegeben wurde getan worden zu sein.

    Danke

  • Zitat aus dem ersten Bekennerschreiben: »Bei den weniger wohlhabenden Menschen im Südwesten Berlins entschuldigen wir uns. Bei den vielen Besitzern von Villen in diesen Stadtteilen hält sich unser Mitleid in Grenzen.«

    Wie zynisch ist das denn? Die Villenbesitzer im Südwesten Berlins können es sich leisten, für ein paar Tage ins warme Hotel zu ziehen. Betroffen von dieser hirnrissigen Aktion waren ausschließlich die „weniger wohlhabenden Menschen“! Und im Sinne der eigenen politischen Ziele und Ideale ist so etwas mehr als kontraproduktiv.

    Das galt bereits für die vergleichsweise harmlosen Aktionen der „Letzten Generation“, und bei den „Vulkaniern“ (sorry, Mr. Spock) jetzt umso mehr. Letztendlich ist das alles Wahlkampfhilfe für die AfD. Wenn ich zu Verschwörungstheorien tendieren würde, würde ich eine blaubraune „False Flag“-Aktion vermuten.

    • @Forist Grump:

      "Die Villenbesitzer im Südwesten Berlins können es sich leisten, für ein paar Tage ins warme Hotel zu ziehen"

      Sie möchten bei einer Gruppe, die sich weitestgehend ganz normale Bürger als Opfer aussucht, doch nicht wirklich über Stringenz, Logik und Ähnliches diskutieren, oder?



      Falls aber doch: Sie werden das nicht finden. Garantiert nicht.

      • @Kaboom:

        Mir ist halt diese Verblendung, zu glauben, mit so einem Schwachsinn, der nur wirklich ALLE gegen einen aufbringt, irgendeine positive Wirkung für irgendjemanden erzielen zu können, völlig unbegreiflich!

        • @Forist Grump:

          Verstehe ich. Aber da gibts doch inzwischen eine gewisse Tradition. LG meinte, sie müssten Otto Normalverbraucher blockieren, wegen der Politik der Bundesregierung. Mir scheint, das ist genau der gleiche "Geist".

          • @Kaboom:

            Sicher! Ich bin ja alt genug, um noch die RAF von Anfang an miterlebt zu haben.

  • Aber es ist faszinierend, wie sich die russischen GRU-ler, die die Anschläge auf die Stromnetze in Berlin mit Hilfe der AfD (diese hat via hunderter kleiner Anfragen Informationen zu kritischer Infrastruktur, insbesondere Stromversorger gesammelt und nach Moskau weitergeleitet) zu verantworten hat nun eine Diskussion mit denen führt, auf die die Schuld gelenkt werden soll. Dabei sind einige Details in den Fake-Bekennerschreiben (Transliterationen aus dem Russischen zum Beispiel, bestimmte KI-Formulierungen, die kein Linker nutzt) schon sehr auffällig... nur schade, dass einige Beamte beim Staatsschutz und Teile der Lokalpresse der AfD so loyal gegenüber sind, dass sie sich damit auf Russlands Seite im Hybridkrieg stellen.

    • @Stefan Thieme:

      "Aber es ist faszinierend, wie sich die russischen GRU-ler, die die Anschläge auf die Stromnetze in Berlin mit Hilfe der AfD (diese hat via hunderter kleiner Anfragen Informationen zu kritischer Infrastruktur, insbesondere Stromversorger gesammelt und nach Moskau weitergeleitet"

      Faszinierend. Nebenbei dürfte ich dann herausgefunden haben wer wirklich hinter dem NSU steckt, da zu diesem Themenkomplex die meisten Anfragen von den Linken und B90/Grüne gestellt werden...

      • @Zippism:

        Das würde ich jetzt tatsächlich mal einfach so als "Whataboutismus" bezeichnen, was Sie da äußern.

        • @mwanamke:

          Nein, ist es nicht.



          Es zeigt lediglich, wie absurd die "Argumentation" des Herrn Thieme ist. Das nennt sich Reductio ad absurdum.

    • @Stefan Thieme:

      Ganz heiße Spur, bleiben Sie dran!!

    • @Stefan Thieme:

      Sehr richtig. Ich hab erst kürzlich mehrere Anfragen an die AfD geschickt, warum sie so viele Anfragen zur kritischen Infrastruktur Deutschlands macht, dann aber nie Anträge stellt. Keine Antwort. Ein Schlem der böses dabei denkt. Wer hätte gedacht, das ausgerechnet die AfD zum subtilsten Verräter des deutschen Vaterlandes wird?

    • @Stefan Thieme:

      Haben Sie sich mal die Anträge der AFD durchgelesen? Bezüglich Stromnetz geht es null um das vorhandenen Stromnetz! Sprich daraus kann man keinen Anschlag planen

    • @Stefan Thieme:

      Ihnen muss auch klar sein das in den linken Gruppen Leute Pro Russland gibt und falls Russland was mit diesen Terroranschlag zutun haben diese Infos von Mitlieder linker Parteien bekommen haben könnte! Das automatisch die AFD Schuld ist halte ich als zu einseitig betrachtet.

    • @Stefan Thieme:

      Interessant, mit welcher Selbstverständlichkeit hier aus Vermutungen Gewissheiten werden. Offenbar gibt es Erkenntnisse, die bislang weder Ermittlungsbehörden noch Gerichte öffentlich hatten.

      Und ganz nüchtern gefragt: Hält man es wirklich für plausibel, dass ein russischer Geheimdienst auf parlamentarische Anfragen angewiesen ist – öffentlich einsehbar, dokumentiert und medial begleitet –, um an Informationen zu kritischer Infrastruktur zu kommen?

      Das wäre weniger Hybridkrieg als Verwaltungssatire.

      Dass Desinformation ein reales Problem ist, steht außer Frage. Aber wenn Analyse durch absolute Zuschreibungen ersetzt wird und jede abweichende Einschätzung gleich als „Seitenwahl“ gilt, wird es eher politisch bequem als analytisch präzise.

      Ironischerweise ist genau das die Verkürzung, die man sonst gerne kritisiert.

    • @Stefan Thieme:

      “…(diese hat via hunderter kleiner Anfragen Informationen zu kritischer Infrastruktur, insbesondere Stromversorger gesammelt und nach Moskau weitergeleitet)…”

      Nicht, dass ich es ihr nicht zutrauen würde oder bezweifle, dass die AfD mehr mit Russland und Putins Diktatur sympathisiert als mit dem eigenen, angeblich so geliebten Vaterland und der deutschen Demokratie; aber dennoch: haben Sie Quellen /Belege für diese Aussage, denn wenn das wirklich belastbar wahr ist, würde das meiner laienhaften, juristischen Einschätzung nach doch direkt unter Hochverrat fallen und wäre sehr gut strafverfolgungwürdig und -fähig!

  • Zitat aus dem ersten Bekennerschreiben: »Bei den weniger wohlhabenden Menschen im Südwesten Berlins entschuldigen wir uns. Bei den vielen Besitzern von Villen in diesen Stadtteilen hält sich unser Mitleid in Grenzen.«

    Wie zynisch ist das denn? Die Villenbesitzer im Südwesten Berlins können es sich leisten, für ein paar Tage ins warme Hotel zu ziehen. Betroffen von dieser hirnrissigen Aktion waren ausschließlich die „weniger wohlhabenden Menschen“! Und im Sinne der eigenen politischen Ziele und Ideale ist so etwas mehr als kontraproduktiv.

    Das galt bereits für die vergleichsweise harmlosen Aktionen der „Letzten Generation“, und bei den „Vulkaniern“ (sorry, Mr. Spock) jetzt umso mehr. Letztendlich ist das alles Wahlkampfhilfe für die AfD. Wenn ich zu Verschwörungstheorien tendieren würde, würde ich eine blaubraune „False Flag“-Aktion vermuten.

    • @Forist Grump:

      Warum sind die Absätze, die ich hier eingefügt hatte, weg?

  • "„Wir wollten Unterbrechung, nicht Eskalation. Störung von Normalität, nicht ihre Zerstörung. Es ging um Sichtbarkeit von Verantwortung, nicht um moralische Überhöhung oder um eine Logik der permanenten Sabotage.“"



    2011 Kabelschacht angezündet. Riesige S-Bahn Störung. Betroffene? Die Armen, die auf den ÖPNV angewiesen sind.



    2026 Kabelschacht angezündet. Riesiger Blackout. Betroffene? Die Armen, die auf Öffis angewiesen sind und keinen Kamin oder keine PV-Anlage haben und nicht aus dem Stand ins Hotel oder mit dem Auto aus der Stadt fahren konnten.



    Der Unterschied zwischen Kabelschacht anzünden und Kabelschacht anzünden liegt im Kabelschacht anzünden🤓



    Darauf muss man erst mal kommen.



    Das eine ist Störung von Normalität, das andere ihre Zerstörung.



    Grandiose Distanzierung 🍿

    • @Saskia Brehn:

      Das mit den Kabelschacht war völlig Bananew, aber es ist wohl ein Unterschied, ob die Bahn eine Stunde nicht fährt oder ob ein ganzer Stadtteil bei Minus 20 Grad keinen Strom hat. Letzteres ist klar Teil der hybriden Kriegsführung Russlands, die AFD hatte vorher zahlreiche Anfragen gestellt, die Details nach der Infrastruktur abgefragt haben. Nur mal so.

      • @Stefan Thieme:

        Das ZDF hat sich dieser Aluhut Ideen ganz nüchtern angenommen...



        "Ein Blick in den Wortlaut der AfD-Anfrage zeigt jedoch, dass es für einen Zusammenhang zu dem Anschlag auf die Kabelbrücke keinerlei Anhaltspunkte gibt."



        Und



        "ZDF frontal hat zehn Bekennerschreiben der Vulkangruppe aus den letzten Jahren analysiert und mit dem aktuellen Dokument verglichen. Die Untersuchung des Textes vom 4. Januar 2026 spricht stark für eine authentische Urheberschaft aus dem Umfeld der sogenannten "Vulkangruppe""



        www.zdfheute.de/po...ktencheck-100.html

        • @Saskia Brehn:

          Bei so viel Aluhut könnte man meinen der Kommentar kommt direkt aus dem Nius portal.

          • @Zippism:

            Ach. Faktenchecks plötzlich nicht mehr relevant?

      • @Stefan Thieme:

        Ja, genau wie die Grünen abgefragt haben. Und weiter?

        Es hilft hier nichts krude Verschwörungstheorien zu verbreiten, sondern endlich Verantwortung zu übernehmen.

        Bei Kiesewetter brennt grad auch der Aluhut ;)

        • @Sebastian Roth:

          Wer soll hier wofür Verantwortung übernehmen und wobei würde das helfen?

  • Es ist relativ einfach zu prüfen, ob die Vulkangruppe, die sich zum Anschlag bekannt hat, die wirklich Vulkangruppe ist. Man muss einfach diese neue Vulkangruppe darum bitten, dass die Details zu ihren alten Anschlägen liefern, die der Öffentlichkeit nicht bekannt sind. Wenn diese Details nicht geliefert werden, ist klar, dass es nicht die alte Vulkangruppe ist, sondern dass dahinter auch eine Organisation stecken kann, die die Bevölkerung gegen Linksextremismus aufbringen will.

    • @Jonas Meyer:

      Die Bevölkerung gegen Linksextremismus aufbringen“ – das ist eine bemerkenswerte Formulierung. Sie setzt voraus, dass Linksextremismus zuvor in nennenswertem Umfang gesellschaftlich anschlussfähig oder gar populär gewesen wäre.

      Das ist mir ehrlich gesagt entgangen.

      Während Rechtsextremismus seit Jahren messbare Wahlergebnisse, Netzwerke, Milieus und parlamentarische Vertretung hat, bleibt Linksextremismus in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem eines: ein sicherheitspolitischer Referenzbegriff. Bekannt, aber nicht beliebt.

      Die Vorstellung, man müsse erst gezielt Stimmung gegen etwas machen, das gesellschaftlich nie Mehrheiten hatte, wirkt daher weniger wie Analyse als wie eine semantische Aufrüstung, um eine Bedrohung zu erzeugen, die sich politisch gut verwerten lässt.

      Oder anders gesagt: Wer glaubt, die Bevölkerung müsse erst noch „aufgebracht“ werden, überschätzt entweder die Attraktivität des Linksextremismus – oder unterschätzt die Intelligenz des Publikums.

    • @Jonas Meyer:

      Ob das die Teile der Polizei, die der AfD nahestehen überhaupt wissen wollen?

      • @Stefan Thieme:

        Die Berliner Polizei, der Berliner Staatsschutz. der Berliner Verfassungsschutz und die Bundesanwaltschaft stehen der AfD nahe?

        Und die AfD behauptet der Bundesverfassungsschutz und das Bundesverfassungsgericht stehen SPD/Union nahe.

        Wie sich die Argumente ähneln. Wer hat denn jetzt Recht?

    • @Jonas Meyer:

      Oder einfach eine neue Zusammensetzung der Gruppe, welche die Infos der alten nicht hat. Die alte distanziert sich ja inzwischen auch von der neuen.

      • @Eulennest:

        Und genau das geschieht ja gerade, dass ohne die Fakten zu prüfen der Zorn der Öffentlichkeit auf linke Gruppen/Politik entfacht wird. Man muss nur mal auf die Titel der Artikel der Bild-Zeitung usw. schauen. Bestimmt werden auch bald viele rechtkonservative Politiker linke Gruppen verteufeln – auch welche, die nicht linksextrem sind – weil der Anschlag angeblich von links kam. Auch wenn Stromausfälle für Tausende Menschen sicherlich kein linkes Ziel sind.

      • @Eulennest:

        Ich denke, der Unterschied ist aber relevant. Wenn es wirklich die alte Gruppe war, dann war es wirklich eine Gruppe aus dem linken Spektrum.

        Wenn es eine neue Gruppe ist, dann stellt sich die Frage, warum man sie als links klassifizieren sollte. Das ist dann eher eine Gruppe, die Anschläge auf kritische Infrastruktur macht und sich als die alte Vulkangruppe ausgegeben will, um den Zorn des Volkes auf diese bzw. auf linke Gruppen allgemein zu lenken.

  • Tja, das macht die ganze Sache nicht besser für die Gruppen im linken Spektrum

    • @Marcelo:

      Klimaschutz ist gar nicht per se links. Um nur einen Punkt zu nehmen.

      Schon wieder zu generalisieren (muss das sein?), macht es doch nicht besser.



      Außer es sollte in Ihrer Welt unbedingt "rauskommen": 'alle Linke bah'. Was ich übrigens über Rechte, Mittige, ... auch nicht sagen würde. Quousquetandem ...

      • @Janix:

        Es geht hier um das Bekennerschreiben und den Angriff auf die Infrastruktur! Das hat erstmal nichts mit Klimaschutz zutun!

        Alles weitere was Sie darin rein interpretieren über meine Person ist mir egal! Hilft der Debatte nicht

    • @Marcelo:

      Doch. Das macht es "besser"

      Denn der Schluss aus dem Ganzen ist: Die Sabotage der Stromversorgung von Zehntausenden war und ist gar keine Aktion von Linken.

      Denn wen auch immer Sie fragen, der oder die sich selbst als links bezeichnet oder in der Verantwortung sieht, linke Geschichte zu sein, oder zu vertreten,



      lehnt die Sabotageaktion ab. Hält sie in vielerlei Hinsicht für falsch, für kontraproduktiv, anti-emanzipatorisch.

      Die beiden Bekennerschreiben der Saboteure sind ein einziger Schrei der eigenen Verzweiflung. Über Zustände die sehr viele Menschen verzweifeln lassen. Aber Verzweiflung ist keine revolutionäre, emanzipative Tat.



      Die Bekennerschreiben enthalten keinerlei Analyse, über die man als durchschnittlich wach-kritischer Mensch nicht bereits im Bilde wäre. Die Sabotage-Praxis dient allein der Selbstheilung der Akteure, andere als passive, weniger aktive, weniger Entschlossene zu karikieren. Das alles hat nichts mit Hoffnung, nichts mit Emanzipation, oder Organisierung einer linken Wette auf die Zukunft zu tun.

      • @Elise Hampel:

        Tjaaaa oder da war jemand ganz schlau und hat das so verfasst um Schaden von den Linken abzuwenden. Das ist vielleicht sogar die wahrscheinlichsere Variante, False-Flag-Operationen sind ja auch Linken nicht unbekannt.

      • @Elise Hampel:

        Das kann trotzdem ein Bekennerschreiben der linken sein! Es könnte auch die Vulkangruppe nur andere Mitglieder sein! Ich glaube das zweite Schreiben könnte auch gemacht worden sein um abzulenken weil die nicht mit so viel Kritik gerechnet haben

      • @Elise Hampel:

        Nein macht es nicht.

        Es kann trotzdem die Vulkangruppe sein aber nicht die Anführer dieser Gruppe! Die Gruppe kann auch gespalten sein!

        ich habe beide Bekennerschreiben gelesen und sehe das komplett anders als Sie! Des weiteren dürfen Sie nicht davon ausgehen das alle Linken klug sind und gewisse Sachen nicht machen! Gerade in der jungen Vergangenheit gab es Linke Gruppen die bewiesen haben das die nicht clever sind! Die Letzte Bzw. Neue Generation ist der beste Beweis!

      • @Elise Hampel:

        Keine echten Schotten :)

        Statt zu leugnen wäre es jetzt besser Verantwortung zu übernehmen.

      • @Elise Hampel:

        Ja nun, vor gar nicht allzu langer Zeit haben Linke Menschen aus der Elite ermordet mit dem aberwitzigen Ziel dadurch so etwas wie eine Revolution auszulösen.

        Die Erklärungen, die diese Morde begründeten waren wahnhaft, falsch und größenwahnsinnig.

        Und: Es gab in der Geschichte keinen linken Schlächter, der sich nicht der warmen Solidarität der Linken weltweit erfreuen durfte.

        Dagegen sind das hier Kinkerlitzchen.

  • Ungeachtet der Tatsache, dass vollkommen unklar ist, wer tatsächlich hinter den Anschlägen steht, ist es für Linke doch nichts besonderes sich ständig voneinander zu trennen (Letzte Generation und "Neue Generation" bzw. "Widerstands-Kollektiv", Grüne Jugend, Linke und BSW). Trennungen und Abspaltungen gehören doch zur DNA.

    • @DiMa:

      ( Ungeachtet der Tatsache, dass vollkommen unklar ist, wer tatsächlich hinter den Anschlägen steht,.... )

      Das ist das einzige was richtig ist an ihrer Ausführung, der Rest naja!

      Es ist für rechte doch nichts besonderes sich ständig voneinander zu trennen, ( Junge Alternative für Deutschland und Generation Deutschland ).

      Wie sie lesen können, ist das kein Alleinstellungsmerkmal von Linken.

    • @DiMa:

      Was haben Letzte Generation & Co. mit Linken zu tun?

  • Wunderbar.

    Die Spinner distanzieren sich von den totalen Spinnern.

    • @Jim Hawkins:

      Danke. Auf den Punkt gebracht. Es muss aber Spinner * innen heißen.

    • @Jim Hawkins:

      Na dann ist doch gut, dass Sie nicht zu den Spinnern gehören.

      Allerdings sitzen die "Spinner" weder in den Regierungen, noch Generalstäben, noch Konzernleitungen.



      Können also rational gesehen gar nicht verantwortlich und das Problem sein. So im Grossen und fürs Ganze. Was den Sabotageakt von ein paar verzweifelten Kleinbürger-Kindern angeht.

      • @Elise Hampel:

        "Was den Sabotageakt von ein paar verzweifelten Kleinbürger-Kindern angeht."

        Aus was für einem großbürgerlichen Hause sind Sie denn? 😜

      • @Elise Hampel:

        Die Verharmlosung als „verzweifelte Kleinbürger-Kinder“ verkennt Wesen und Ziel der Tat. Wer gezielt kritische Infrastruktur sabotiert, um politische Ziele durchzusetzen, handelt nicht aus sozialer Verzweiflung, sondern ideologisch motiviert. Das ist kein Protest, sondern linksterroristische Gewalt: kalkuliert, kollektiv organisiert und mit bewusster Inkaufnahme massiver Schäden für Unbeteiligte.

        Gerade weil diese Akteure nicht in Regierungen oder Konzernleitungen sitzen, greifen sie zur Gewalt gegen das Gemeinwesen. Verantwortungslosigkeit verschwindet nicht dadurch, dass man sie romantisiert – sie wird nur unsichtbar gemacht.

        • @Zippism:

          Sie irren sich. Der analytische Ansatz "Kleinbürger-Kinder" ist keineswegs eine "Verharmlosung"

          Sie können und wollen mir nur nicht Folgen, weil Sie wohl keine Sachverhalte, keine Weltlage, keine Machverhältnisse, Wirklichkeit sehen wollen, die Menschen selbstverständlich in nackte Verzweiflung treiben können.



          Sie wähnen sich offenbar in einer Distanz dazu. Glauben sich im rationalen Überblick. Sind offenbar nicht unmittelbar betroffen. Fühlen sich nicht verantwortlich.

          So ist kein Diskurs möglich, weil Sie in einem vollkommen unbewusst durchideologierten Aggregatzustand in Ihrem Gegenüber, nur ebenfalls Ideologen erkennen können. Wirklich nur können. Was anderes als Marktlogik ist Ihnen in solchem Reflex gar nicht mehr möglich.

          Ich bin weit entfernt davon kleinbürgerlichen Terrorismus als "romantisch" zu sehen. Noch die Gewalt zu verharmlosen, die der Verzweiflung beleidigter, verachteter, entrechteter, ausgebeuteter, in Krise und Krieg zerriebener Menschen innewohnt.



          Sperrt man Menschen in ein Lager, so bildet sich selbstverständlich keine Solidargemeinschaft. Das kann man sich als Insassin nur wünschen. Während um einen herum in Wahrheit das Gesetz des Stärkeren herrscht.

          • @Elise Hampel:

            Da sie die Täter nicht kennen muss man annehmen, dass sie mit "kleinbürgerlich" die extreme und radikale Linke meinen?

      • Roland Schaeffer , Autor*in ,

        @Elise Hampel:

        Interessant: Wir alle, die wir nicht in solchen Institutionen sitzen, sind deshalb frei von jeder Verantwortung für unser Handeln? Also ethisch-moralisch entmündigt? Soll das eine "linke" These sein? Oder passt der Gedanke eher zur autoritären Rechten?

        • @Roland Schaeffer:

          Sie missverstehen, bzw. verstehen rein gar nicht auf welchen Begriff, auf welche Erkenntnis, auf welche Emanzipation ich raus will.



          Vielleicht lesen Sie meinen Kommentar noch einmal mit mehr Ruhe.

          Nein. Wir alle sind ganz im Gegenteil und grundlegend vollkommen NICHT ohne Verantwortung, wo wir nicht in mächtigen oder machtvollen Institutionen sitzen. Selbstverständlich sind es "unsere" Institutionen. Die wir uns genau so und zu genau dem Zweck so einrichteten. Um dann sagen zu können, das sei ja der Staat, die Institution, die man selbst aber nicht ist.

          Wir haben die Verantwortung wer und was und mit welcher Agenda die Institutionen, die Selbstverständlichkeit, die Normalität formuliert und beherrscht. Also schlicht gesagt: Regierende Regierung ist. Auch da wo das Regierende gar nicht formal Regierung ist.

          Wie aber, mit welcher Politik, mit welchem Personal, mit welcher Praxis und Agenda werden wir dieser Verantwortung gerecht?



          Statt (mehrheitlich) Projektionsflächen zu wählen, die im Zweifelsfall für ihre Verbrechen als Verbrecher vor der Geschichte behandelt werden können, man selbst aber als deren Befürworter nicht zur Verantwortung gezogen wird.

  • Warum muss ich jetzt an die Judäische Volksfront und die Volksfront von Judäa denken?

    • @Radelnde:

      Weil Sie die (Selbst)Kritik die die linken Satiriker von Monty Python in ihrem Film selbstironisch transportierten gar nicht verstanden haben.



      Sondern nur als Gelegenheit sehen, von sich selbst zu glauben gar nicht so zu sein. Ideologisch absurd seien ja nur die Anderen.

      Das vor dem Hintergrund, dass der Anschlag auf die Stromversorgung tausender Bürgerinnen und Bürger gar keine Aktion aus linker, revolutionärer, emanzipatorischen Haltung und Praxis ist und sein kann. Linke greifen gar nicht die zivile Infrastruktur, Daseinsvorsorge des Gemeinwesens an. Also wer auch immer sich womöglich für links, revolutionär, Widerstand hält - mit einem Anschlag den sogar eine Einzelperson ins Werk setzen könnte - er /sie ist offensichtlich vollkommen isoliert. Obwohl die Mischung aus Begriffslosigkeit und absichtsvollem Interesse nicht müde wird , eine linke Unterstützung, Zustimmung, Komplizenschaft zu behaupten, die es ja offensichtlich rein überhaupt nicht gibt.

      Oder welche Rechtfertigungen sind Ihnen aus linken Milieus und Organisationen bekannt?



      Mir keine. Also schon mal gar keine von Bedeutung.

      Also weshalb wird dennoch eine Unterstützung für den Anschlag phantasiert?

    • @Radelnde:

      Warum muss ich an Verfassungsschutz und NSU denken?

    • @Radelnde:

      Danke. Genau daran habe ich auch gedacht.

    • @Radelnde:

      Genau das ist mir auch in den Sinn gekommen..

  • Erinnert mich an die judäische Volksfront versus die Volksfront von Judäa. Wenn das Thema nicht so ernst wäre, könnte man über die "Spalter" lachen.