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Audi-Chef hilft US-Präsident Marionette in Trumps Propaganda-Show

Kai Schöneberg

Kommentar von

Kai Schöneberg

Die Kritik am Auftritt des Audi-Chefs beim US-Präsidenten ist vernichtend. Dass der schwächelnde Konzern ein Werk in den USA bauen will, verständlich.

I n den „düstersten Teilen der deutschen Geschichte“ hätten die Nazis auch schon „rückgratlose Steigbügelhalter“ gebraucht, heißt es bei Bluesky zum Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump. Aber: Vergleiche mit dem Audi-Mutterkonzern VW, der ab 1937 als Nazi-Prestigeprojekt „Volkswagen“ bauen und damit die Macht der deutschen Faschisten ökonomisch festigen sollte, liegen – mal wieder – schief: Trump ≠ Hitler. Außerdem werden die Vergleiche Döllners Speichelleckertum beim US-Präsidenten wenige Tage vor den Midterms nicht gerecht.

Das ist der Audi-Plan: Für vier Milliarden US-Dollar wollen die Ingolstädter in Georgia ein Werk mit 4.500 Jobs bauen, die Produktion soll Anfang der 2030er-Jahre starten.

Aber wie und wo der Konzernboss das ankündigte, ist gelinde gesagt umstritten: Sie versinke „vor Scham im Boden“, sagt VW-Konzernbetriebsratschefin Daniela Cavallo. Darüber, dass der deutsche CEO sich mit seinem einminütigen Auftritt „zur Marionette“ in Trumps „Propaganda-Show“ gemacht habe: „Etliche Minuten voller Rassismus, Sexismus, Fremdenhass, Transphobie, Verächtlichmachung der Demokratie“, so Cavallo, „und dann tritt einer unserer obersten Konzern-Repräsentanten auf die Bühne und betreibt aktive Wahlkampfhilfe“.

Anderen geht es ähnlich: Die SPD-Verkehrsexpertin Isabel Cademartori bewertet Döllners Gig als „Wahlkampfhilfe für einen Autokraten, der einen Handelskrieg gegen Deutschland“ führe. Selbst aus der Union kommt Kritik: Für den Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, ist Döllners Rede „verstörend und erbärmlich.“

Die Empörung über Trumps neuen Bückling ist nachvollziehbar. Ökonomisch macht der Bau eines neuen Werkes in Georgia aber für die kriselnde Automarke absolut Sinn.

US-Werk kann Deutschland helfen

Auch dann, wenn gleichzeitig über Stellenabbau in den heimischen Werken in Ingolstadt und Neckarsulm nachgedacht wird, kann Audi profitieren. Schließlich baut der Konzern mit der Produktion in den USA Zoll-, Währungs- und Lieferkettenrisiken ab. Außerdem werden in Deutschland gefertigte Audi-Teile in den USA genutzt werden – und so helfen, schwächelnde deutsche Standorte besser auszulasten.

Chinesische Autobauer errichten aktuell auch Werke im für sie wichtigen Markt Europa – um EU-Zollschranken zu umgehen und um nah an der Kundschaft zu produzieren. Volkswagen grübelt seit Jahrzehnten über neue Produktionsstätten in den USA. Als wichtiger Grund dafür galt stets, dass die Konzernmarken in Übersee nicht genug vertreten seien. Erst im Januar wurde der Bau eines Audi-Werkes verworfen, angeblich weil es nicht genug Subventionen der US-Regierung gab. Die Audi-Konkurrenten BMW und Mercedes sind längst da.

Audi geht es in den USA schlecht. Die Trump-Zölle kosteten die Marke im Vorjahr 1,2 Milliarden Euro, der Absatz ging um 12 Prozent zurück. Aktuell werden die Staaten nur aus Europa beliefert – und einem Werk in Mexiko. Hier wird seit 2016 der Q5 gebaut, in den USA sollen die großen SUVs Q7, Q8 und Q9 produziert werden.

Und hier kommt der absolut fatale Teil von Döllners Ankündigung: Audi baut ein Werk ausschließlich für Verbrenner-Autos. Dieses soll profitabel sein, weil es auch nach Europa exportiert. Hier wird der Siegeszug der Elektromobilität weitergehen, selbst wenn die EU gerade beschließt, das bislang für 2035 geplante Verbot des Verkaufs von CO₂-Schleudern massiv aufzuweichen.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

Aber die wenigen Verbrenner, die noch in Europa verkauft werden, sollen aus den USA kommen. Wenn der aktuelle PR-Gau des Audi-Chefs das Image des Konzern nicht so beschädigt, dass die Zahlen weiter abstürzen. Auch Elon Musk stellte seine Arbeit für Trump als Bürokratie-Abbauer im Mai 2025 ein. Weil dadurch das Image litt, brach der Tesla-Absatz ein.

Zunächst ist die Zukunft Döllners in Gefahr. Er hat nämlich die erst im April veröffentlichten Audi-Verhaltensregeln gebrochen. Danach dürfen Konzern-Repräsentanten „in den letzten drei Monaten vor Wahlen keine öffentlich wirksamen Termine mit zur Wahl stehenden ‌Parteien/Politikern“ durchführen. Zwar wird das letztlich zuständige Gremium, der VW-Aufsichtsrat, den Werksbau trotz der Empörung im Arbeitnehmerlager absegnen. Aber ob Döllners Vertrag, der eigentlich bis 2030 läuft, noch sicher ist – fraglich.

Kai Schöneberg

Kai Schöneberg Redakteur

Wirtschaftshistoriker, Ausbildung bei der Burda Journalistenschule. Von 2001 bis 2009 Redakteur in Bremen und Niedersachsen-Korrespondent der taz. Dann Financial Times Deutschland, unter anderem als Redakteur der Seite 1. Von 2012 bis 2024 Leiter des Ressorts Wirtschaft und Umwelt.
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101 Kommentare

  • Gideon ,

    Vielen Dank für eure Beiträge, wir haben die Kommentarfunktion geschlossen. Die Moderation

  • Il_Leopardo

    Eine Randfrage, aber dennoch wichtige Frage ist: «Sollten wir das Erdöl dieser Welt für wichtige Ressourcen – etwa Medikamente, Kunststoffe – reservieren, statt es zu verbrennen?»

  • Westlahn

    Immerhin hat es medial einen backlash für den Auftritt gegeben. Folge: Der VW. Vorstand streut die Rahmenhandlung, dort hätte man vorher von nichts gewusst. Ein Statement, man hätte wenigstens abgeraten oder es gar unterbunden habe ich daraus nicht lesen können.



    Und VW gibt zeitgleich auf anderem Gebiet Anlass an der Klugheit von Entscheidungen zu noch mehr zu zweifeln: man möchte bei der Software von einem amerikanischen Anbieter zu einem chinesischen wechseln.



    Glauben die wirklich, sie könnten dabei die Industriespionage bis in die hintersten Ecken draußen halten?



    Ich glaube das nicht.



    Ich habe keine Vorstellung, wie solche Entscheidungen sinnvoll sein könnten.

  • Westlahn

    Schwer vorstellbar, dass der CEO von Audi die Entscheidung zum Bau und Standort des Werks in den USA und den Wahlkampf-Auftritt ohne "Abstimmung" mit dem CEO des VW Konzerns getroffen hat. Und es gibt ja auch noch eine Familie mit wesentlichem Einfluss im Konzern. Heißt für mich , diese Dreieckskonstellation will Trump helfen. Alle Beteiligten wissen, dass sie damit auch Politik machen.



    Nachvollziehbar ist die Entscheidung zum Bau eines Werks. Wirtschaftlich sinnvolle Standorte gab es mehrere. Politisch neutral wäre ein Standort gewesen in einem Bundesstaat den Trump sicher gewinnt. In einem umkämpften Staat hilft man Trump. Zweifel beseitigt der Zeitpunkt kurz vor der Wahl. Und der Auftritt auf der Wahlkampfrallye zusammen mit Trump. Man hätte es nach der Wahl und an selbst gewähltem neutralen Ort bekannt geben können.



    Schlussfolgerung: die Konzernführung von VW und eine Milliardärsfamilie bevorzugen Trumps Seite. Preisfrage: werden sie dann auch die AfD bevorzugen, in der Hoffnung n einem korrupten Regime leichter Einfluss nehmen zu können?



    Es gäbe noch mehr Fragen, aber die füllen ein Buch...

    • Alex_der_Wunderer

      @Westlahn:

      @ Westlahn



      Ein wunderbarer Beitrag von Ihnen, Dankeschön dafür 👍



      Da ich auch hier wieder vollkommen dacor mit Ihnen gehen muss,



      bescheidener



      Vorschlag meinerseits , ich verfasse die Buchreihe mit den Fragen und Sie halte ich mit absolut ausreichender Kompetenz



      " ausgestattet ", die Antwoten in einem Bücherband fachkundig zu geben.



      Für eine bessere Welt sollte der Arbeitsaufwand sicherlich als Lohnenswert erachtet werden dürfen.



      MfG 😎

  • Astrid Sehnefeld

    Der CEO von Audi ist der CEO von Audi und nicht von Deutschland.



    Deutsche Unternehmen, Beispiel Siemens (aber auch unzählige andere), machen seit Jahrzehnten Geschäfte mit dem Iran und sämtlichen sonstigen Diktatoren oder Politikern jeglicher Couleur.



    Warum es da plötzlich ein Skandal sein soll, wenn sich jemand mit Trump ablichten lässt, aber vorher kein Skandal war mit Muammar al-Gaddafi oder irgendwelchen Schergen von Iran bis Saudi Arabien auf Fotos zu posieren, erschließt sich mir nicht.



    Audi schafft durch das Werk nach aktuellen Prognosen Milliardeneinnahmen. Diese Einnahmen decken in der Folge logischerweise auch Gehälter in Deutschland Angestellter Mitarbeiter ab und schaffen finanzielle Räume für die Weiterentwicklung, im Bestfall auch für zukünftige Elektromibilität oder Wasserstoffantriebe oder oder 🤷



    Wirtschaft ist Wirtschaft und Staat ist Staat.



    Deutsche Unternehmen waren schon immer losgekoppelt von deutscher Außenpolitik global unterwegs und haben Investitionen wie Geschäfte getätigt. Insofern ist es jetzt nicht mehr und nicht weniger Skandal, als eben damals mit Gaddafi oder sonst wem.

    • Francesco

      @Astrid Sehnefeld:

      Der Audi-CEO darf sich gerne mit Trump auf dem Rasen des Weißen Hausecablichten lassen. In dessen Rolle als US-Präsident. Aber nicht auf der Wahlkampfbühne der Republikanischen Partei.

    • mwanamke

      @Astrid Sehnefeld:

      "Audi schafft durch das Werk nach aktuellen Prognosen Milliardeneinnahmen." - Aha. Von wem stammen die Prognosen? Das Werk ist ja noch nicht mal gebaut, oder?

      • Westlahn

        @mwanamke:

        Es ist noch krasser: Der Bau dieses Werks ist noch nicht einmal genehmigt. Und Trump und seine Freunde haben dort sicherlich allerhand Netzwerke um Einfluß zu nehmen - aber die Entscheidung über die Genehmigung wird vor Ort gefällt.

      • Astrid Sehnefeld

        @mwanamke:

        Audi lieferte 2025 in der Region Nordamerika 202.143 Fahrzeuge aus, Umsatzerlös circa 13 Milliarden Dollar.



        Da in den USA über 80% der verkauften Fahrzeuge hochpreisige SUVs sind, fällt dabei auch ne ordentliche Gewinnmarge ab.

        • Alex_der_Wunderer

          @Astrid Sehnefeld:

          @ Astrid Sehnefeld



          Der Preis könnte, nein er wird sogar aller Wahrscheinlichkeit nach, eventuell, vielleicht ein klein wenig von dem Rest der Demokratie auf unserer Welt sein.



          Wollen wir diesen Preis denn zahlen, sind wir dazu wirklich bereit...

        • Westlahn

          @Astrid Sehnefeld:

          Ihnen ist klar, dass es der Trump-Administration nicht gefällt, wenn solche Gewinnen dann in eine Firme im "feindlichen Ausland" abfließen. Denn als das betrachtet Trump nicht nur Europa sondern ganz besonders Deutschland. Und Audi + VW müssen damit rechnen, dass die Erträge aus solchen Investitionen nicht frei verfügbar sein werden.

    • Westlahn

      @Astrid Sehnefeld:

      "Wirtschaft ist Wirtschaft und Staat ist Staat"



      Das war noch nicht mal zu Erhardts Zeiten so. CEOs auf diesem Level machen mit ihren Entscheidungen Politik und sie wissen das.



      Steuern heizen so, weil man damit steuern will, dh ua in wirtschaftliche Prozesse und Entscheidungen hinein wirken will.



      Und der Audi Chef hat nicht nur irgend etwas entschieden, sondern ist damit zur Unterstützung von Trump seinem Wahlkampf aufgetreten. Da kann von dieser Trennung nicht mehr die Rede sein.

      • Alex_der_Wunderer

        @Westlahn:

        @ Westlahn



        Spätestens, allerspätestesten durch diesen nun sogar öffentlichen Auftritt, wird doch wohl auch der müdesten Schlafmütze deutlich gemacht, wer hier unseren Politiker und zwar parteiübergreifend zeigt, in welche Richtung der Hase zu laufen hat. Die Richtung geben die Vertreter, von Wirtschafts-, Industrie- & Kapitalstrukturen vor.



        Hat doch nun der Vertreter, denn als nicht mehr aber ebend auch nicht weniger ist Herr Döllners



        der " Audi-Chef ".



        Hier sind wir rechtstaatlichen Bürger & Demokraten gefordert, aktiv diese undemokratischen Machtstrukturen / Machtverhältnisse einzuschränken. Umgehend ❗️

  • Dietmar Rauter

    Dieser AUDI-C hef scheint den Schuß nicht hören zu wollen, wie auch schon hierzulande: Da wurden mitten in der Klimakatastrophe mit einem Milliarden-schweren Aufwand neue fast komplett automatisierte Fließbänder errichtet, die so viel Kapital gebunden haben, das sich erst nach 20-30 Jahren abschreiben lässt. Und das in Zeiten, wo uns die Pokitik eigentlich verspricht, spätestens bis 2045 CO²-frei unterwegs zu sein, um irgendwie noch ein Überleben für zukünftige Generationen absichern zu können....*



    Es ist die Arroganz der ökonomischen Macht, die ja auch Trump wie kein anderer verkörpert und der jetzt als Strohhalm für ignorante Automanager herhalten muss. Wir erleben die Verblendung, die von Frau Reiche und durchgeknallten Managern mit ihrer Angst vor 'den Chinesen' ausgeht und auch hierzulande fröhliche Urständ feiern. Es wird auch hierzulande Zeit, dass die jungen Menschen auch bei uns diesem Wachstumskokolores ein Ende bereiten, sie wollen ÜBERLEBEN.



    *(Das Gleiche gilt übrigens auch für superteure Flugzeuge in Zeiten, wo bisher alle nicht fossilen Flugmodelle gescheitert sind und die Wasserstoff-Illusionen reihenweise platzen genauso für die gesamte Schifffahrt!! )

    • Normalo

      @Dietmar Rauter:

      Sicherlich haben deutsche Autohersteller ein gewisses Interssedaran, am Verbrenner festzuhalten, denn sie sind nicht gerade prädestiniert, den E-Markt aufzurollen: Technologisch betrachtet sind E-Mobile vor allem rollende Batterien und Computer. Da kann man mit Ingenieurskunst und aufwendiger Verarbeitung den Prämium-Preis schwer rechtfertigen, den man verlangen MUSS, um davon deutsche Herstellungskosten zu stemmen.

      Aber am Ende entscheidet der Kunde. Wenn der - wie das in weiten Teilen immer noch sehr stark der Fall ist, lieber bei Jemand anderem ein Verbrenner-SUV kauft, als sich auf ein E-Mobil festlegen zu lassen, dann kann man den ökologischen "Schuss" zehnmal gehört haben - wer nicht verkauft (und dabei Gewinne macht), verschwindet.

      • Francesco

        @Normalo:

        »Technologisch betrachtet sind E-Mobile vor allem rollende Batterien und Computer.«



        E-Mobile sind nicht in größerem Maß Verbrenner als Verbrenner. Aber es stimmt natürlich: Die Technologie des Elektroantriebs ist seit langem ausgereift. Aber ist das beim Verbrenner anders?

        • Normalo

          @Francesco:

          Bei Verbrennertechnologie gibt es schon noch merkliche Unterschiede. Vergleichen Sie z. B. die Effizienz US-amerikanischer Diesel- und Ottomotoren oder auch der zugehörigen Getriebe und Federungen mit europäischen.

          Bei E-Antriebssträngen und 2-Tonnen+-Fahrwerken kann man da deutlich weniger glänzen. Außerdem, so zumindest mein Gefühl, wecken E-Mobile weniger Emotionen, strahlen also nicht die Faszination aus, die Leute Unsummen für Autos ausgeben lässt, deren Spaltmaße überall gleich und genau richtig sind oder deren Türen mit diesem satten Premium-Wumms ins Schloss fallen. Von A nach B bringt Einen die Karre auch ohne solch "analog-nerdigen" Schnickschnack, und dass sie mechanisch vielleicht nicht so lange hält, ist auch egal, wenn man sie wegen obsoleter Elektronik ohnehin vorher austauschen "muss".

          Lässt man diese Kriterien weg (die deutschen Autos den Ruf eingebracht haben, ihren stolzen Preis wert zu sein), kommt der billig in China gefertigte Brot-und-Butter-Wagen auf einmal als völlig gleichwertig daher. Vielleicht ist er sogar überlegen, weil man in Deutschland die Software nicht so im Griff hat oder "over-engineert" und deshalb bei den Updates nicht mithalten kann.

        • Francesco

          @Francesco:

          »E-Mobile sind nicht in größerem Maß Verbrenner als Verbrenner.«







          Ersetze das erste "Verbrenner" durch "Computer"

  • FtznFrtz

    Mal von dem lurchigen Auftritt abgesehen: wie soll das denn wirtschaftlich sinnvoll sein? Okay, für eine Übergangszeit kann man Teile für Verbrenner in das US-Werk liefern. Ob es sinnvoll ist, die Sachen mehrere tausend Kilometer auf die Reise zu schicken müssen die BWLer entscheiden.



    Kein Trump, kein Irrer sonstwo auf der Welt wird den Wandel zur E-Mobilität aufhalten. Wo soll diese Entscheidung Sinn ergeben außer im stark erodierten Hirn seiner Orangeheit?

    • DerLurch

      @FtznFrtz:

      "lurchig" war der Auftritt also? Tststs

      • FtznFrtz

        @DerLurch:

        Anders lurchig als Ihre, auf jeden Fall schlechter.

    • Normalo

      @FtznFrtz:

      In den USA ist ein wenig umgekehrt: Kein Demokrat, der Trump beerbt (oder ihm im Kongress oder den Bundesstaaten zukünftig das Leben schwermacht), wird verhindern können, dass die Verbrennertechnologie in den USA noch eine ziemlich lange Restlaufzeit hat. Sie mag auch dort todgeweiht sein, aber wer jetzt schon alle seine Chips auf die E-Mobilität setzt, wird diesen Markt bis auf Weiteres zu eng finden, um darin zu überleben zu können. Die Aufgabe ist schlicht, immer noch da zu sein und in Saft und Kraft zu stehen, um konkurrenzfähige E-Mobile anbieten zu können, WENN dann igendwann das postfossile Zeitalter richtig in Fahrt kommt. Bis dahin heißt es: Anbieten, was JETZT nachgefragt wird - und das ist eben in den USA (und auch anderswo außerhalb Europas) im Bereich der großen SUVs immer noch was, was blubbert oder tackert.

      • FtznFrtz

        @Normalo:

        Die begrenzende Kraft wird der Benzinpreis sein, der hoch bleiben und noch höher steigen wird. Wenn sich selbst für den Hillbilly jwd die E-Karre lohnt wird er sie kaufen.

      • mwanamke

        @Normalo:

        Aber was ist mit den hohen Spritpreisen?

        • Normalo

          @mwanamke:

          Die sind in die 8% Anteil der Stromer an den US-Zulassungen schon eingepreist, fürchte ich.

      • Westlahn

        @Normalo:

        Der wirklich einzigen vertretbare Grund für den Bau der Luxus SUV in den USA wäre, damit das Geld zu verdienen, um die Technologiewende zum e-Auto konzernintern zu verdienen.



        Aber DIESER CEO Generation bei VW eine solche Überlegung zu unterstellen, wäre wohl arg naiv. Sie haben die Zeichen der Zeit verschlafen und es gibt wenig Grund zu glauben, dass sie aufgewacht sind.

        • Normalo

          @Westlahn:

          Was sind denn die Zeichen der Zeit - global betrachtet und aus der Warte eines Herstellers, der täglich soundsoviel Kostendeckungsbeitrag durch den Verkauf möglichst margenstarker Autos (das waren immer schon die großen, teuren Renommierhobel) erwirtschaften muss, um am Monatsende Löhne und Gehälter zahlen zu können?

          Soweit "man" in Europa erkannt hat, dass solche Autos schnellstmöglich auf den Müllhaufen der Geschichte gehören, ändert das nicht das geringste am realen Käuferverhalten. Und so super die Skandinavier das mit ihrer überragenden Zulassungsquote an E-Mobilen auch machen, die Musik spielt quantitativ in Nordamerika und Fernost - gerade für Hersteller, die Premium-Gehälter zahlen und daher auch Premium-Preise realisieren müssen.

          Und ja, wenn man das beherzigt, bekommt man vielleicht auch den Speck auf die Rippen, der für die Umstellung auf ein Marktumfeld nötig ist, wo die klimatschädlichen Renommierhobel tatsächlich nicht mehr nachgefragt werden. Aber diese Vorstellung, dass einzelne Autohersteller ihren Kunden (klimapolitisch sinnvolle) Angebote aufzwängen müssten, die die gar nicht haben wollen, ist schlicht realitätsfern.

    • Josef 123

      @FtznFrtz:

      E-Auto Zulassungen in USA:



      "Aktuelle Zulassungsdaten von Mobility Global belegen, dass der Juli 2026 der zehnte Monat in Folge mit rückläufigen E-Auto-Zulassungen war. Die Zulassungen von E-Autos gingen um 31 Prozent auf 85.714 Fahrzeuge zurück – der Marktanteil sank auf nur noch 6,2 Prozent, nach 8,9 Prozent im Vorjahresmonat." (Automobilwoche 28.09.2026, 05:07 MESZ)

      • FtznFrtz

        @Josef 123:

        Es fehlt offenbar noch an Infrastruktur in der Fläche, außerdem zahlen die Amis für den Sprit immer noch weniger als hier.



        Die Entwicklung werden sie weder aufhalten noch dauerhaft rückgängig machwen können.

        • Josef 123

          @FtznFrtz:

          Ich fürchte, es fehlt eher am Interesse der Autokäufer. Die wollen offensichtlich mit großer Mehrheit große Verbrenner. Und die werden sich von Europa oder Deutschland nicht reinreden lassen.

    • Alex_der_Wunderer

      @FtznFrtz:

      @FtznFrtz



      Unter Ökonomischen & Ökologischen Aspekten sind diese Entwicklungen und Entscheidungen gar nicht von irgendwelchen Mitmenschen zu verantworten und eine Vollkatastrophe für alle, die noch bei Verstand sind.

  • Ricky-13

    taz: *Das ist der Audi-Plan: Für vier Milliarden US-Dollar wollen die Ingolstädter in Georgia ein Werk mit 4.500 Jobs bauen, die Produktion soll Anfang der 2030er-Jahre starten.*

    Und was soll in dem Werk gebaut werden? Audi baut in den USA ein Werk ausschließlich für Verbrenner-Autos. 😂

    In Deutschland gibt es massiven Stellenabbau bei Audi und in den USA will Audi riesige unzeitgemäße SUV-'CO2'-Verbrenner bauen? Mal schauen, was ein normaler US-Präsident in absehbarer Zeit dazu sagen wird, denn der durchgeknallte Trump wird ja nicht ewig im Weißen Haus sitzen und Blödsinn machen.

    Audi ist übrigens eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Volkswagen AG. Es geht hier also in erster Linie um VW. Der Sanierungsplan von VW-Chef Oliver Blume sieht vor, das Produktionsende für vier deutsche Werke schrittweise einzuleiten und bis zu 47.000 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. Wenn Oliver Blume von 47.000 abgebauten Arbeitsplätzen in Deutschland redet, dann kann man die Zahl allerdings ruhig nach oben korrigieren.

    Dann kann man jetzt nur noch sagen: "Viel Spaß in den USA und verärgert den King nicht, denn der ist unberechenbar."

    • Westlahn

      @Ricky-13:

      Der durchgeknallte Trump könnte durch einen noch durchgeknallteren Vance abgelöst werden...

    • Ritchie

      @Ricky-13:

      Was nützt es Autos zu bauen, welche von den Kunden nicht gekauft werden? Der Anteil von E-Autos an den Neuzulassungen in den USA beträgt z.Zt. ca 8 %, d.h. über 90% der Käufer bevorzugen einen Verbrenner als Neuwagen.

    • Normalo

      @Ricky-13:

      Egal wem Audi gehört: Für das Problem, dass die Firma in Deutschland Zukunftstechnik teuer herstellen (und dank Trumps Zöllen in den USA NOCH teurer anbieten) kann, die dortige Kundschaft dann aber lieber das Verbrenner-SUV von der Konkurrenz kauft, die längst in den USA produziert, muss sein Chef eine Lösung finden. In sozio-ökologischer Schönheit zu sterben ist nicht, wofür er bezahlt wird.

      • Westlahn

        @Normalo:

        Aber deshalb muss man nicht eine Woche vor der Wahl für Trump Wahlkampf machen.

        • Normalo

          @Westlahn:

          Völlig richtig. Genau genommen DARF man als Audi-Chef keinen Wahlkampf für irgendwen machen.

          Warum Döllner es trotzdem getan hat - wer weiß? Ich hörte in irgendwo zitiert mit der lakonischen Erklärung "Wenn der amerikanische Präsident ruft, dann sagt man nicht nein.". Ob das richtig wiedergegeben ist, von übermäßiger Obrigkeitshörigkeit oder sonstigen Schwächen zeugt, lasse ich jetzt mal dahingestellt weil spekulativ. Ganz sicher gibt es mindestens einen Menschen, der diesen Satz für absolut und strafbewehrt wahr hält und auch nie irgendwelche entgegenstehenden Compliance-Regeln akzeptieren wird, und das ist Donald Trump. Will sagen: Dem sagt man WIRKLICH auf eigene Gefahr "nein". Da muss auch ein großmächtiger CEO, der sich gern im Licht der noch Mächtigeren sonnt, mal ganz nüchtern abwägen, ob er nicht lieber den heimischen Shitstorm kassiert, als sich und sein Unternehmen auf Trumps spezielle Shitlist zu befördern.

      • Alex_der_Wunderer

        @Normalo:

        @ Normalo



        Nö, er will keine Schönheit, wird eh nix, er will Tantiemen 🤑

      • Alex_der_Wunderer

        @Normalo:

        @ Normalo



        Stimmt, Verbrecher und Umweltzerstörer werden nicht für's lieb sein und beten im der Kirche bezahlt....

        • Ricky-13

          @Alex_der_Wunderer:

          Nun ja, der Audi CEO (Chief Executive Officer) wird 'fürstlich bezahlt', damit er den klimaschädlichen CO2-Auto-Wahnsinn weiterhin am Laufen hält. Und wenn er sich mit einem größenwahnsinnigen Möchtegern-König auf eine Bühne stellt und Wahlwerbung für ihn macht, dann ist das alles natürlich nur im Interesse seines schwächelnden Konzerns. Da muss man also auch mal Mitleid mit so einem armen CEO haben, der in seiner Autowelt 'gefangen ist' und gar nicht anders kann, als das zu machen, was er schon immer gemacht hat.

          Und sicherlich denkt der CEO auch philanthropisch an die bedauerlichen amerikanischen Bürger, die ja bekanntlich keine 100 Meter mehr zu Fuß gehen können und sich in riesigen stinkenden CO2-Autos fortbewegen müssen (da E-Autos in den USA ja total uncool sind), wo im Seitenfach dann auch genügend Platz für den 45‘ Colt vorhanden ist.

          Die deutschen Wirtschaftsbosse "müssen" sich jetzt dem klimazerstörenden US-Markt anpassen, denn sonst wäre ihr klimaschädliches Monopolyspiel ja beendet. Aus dem Grund müssen ihre CEO‘s wie Haustürvertreter ("Klinkenputzer") auch schon bei einem orangen König klingeln und dann auf seiner Bühne durch brennende Ringe springen.

          • Alex_der_Wunderer

            @Ricky-13:

            @ Ricky-13



            Der Audi - Döllner ist halt völlig mangelhaft und desolat sozialisiert worden, unterhalten wir uns einmal mit den Eltern oder dem Internatsleiter darüber, was da bei dem Döllner so total in die Hose gegangen ist.



            Aber ist unsere Welt nicht schon unschön ziemlich überlaufen von diesen unnötigen " Döllners " ?...

        • Normalo

          @Alex_der_Wunderer:

          Nicht nur Verbrecher und Umweltzerstörer. Unternehmensvorstände (wobei ich nicht verhehlen will, dass diese Bezeichnung mit den von Ihnen gewählten aufeinanderfallen KANN) werden jedenfals dafür bezahlt, ihr Unternehmen nicht in die Pleite sondern zu wirtschaftlichem Erfolg zu führen. Dabei sollte man nicht vergessen, dass so ziemlich jedes Untenehmen ein Vielfaches dessen, was es in Dividenden ausschüttet, an Löhnen zahlt. Irgendwie wird das immer nur mitgedacht, wenn es einem Unternehmen ans Leder geht und es sich nicht mehr so viele Mitarbeiter leisten kann...

          Ein Autohersteller muss vor allem Autos verkaufen, um das zu verhindern. Und welche Autos verkäuflich sind, bestimmen, solange sich nicht die Angebotsseite kartellmäßig auf eine ganz bestimmte Palette einigt, maßgeblich die Käufer. Dass ein Manager trachtet, deren Ansprüche zu erfüllen, würde ich jetzt nicht per se als "verbrecherisch" bezeichnen.

          • Alex_der_Wunderer

            @Normalo:

            @ Normalo



            Sie würden diese " Leutz ", um nicht diskreditierendes Vokabular zu bemühen, selbstverständlich nicht so bezeichnen.



            Vielleicht unterhalten wir uns da auch lieber mit den Arbeitern, die wie Sklaven unter menschenunwürdigsten Arbeitsbedingen unter Einsatz ihrer Gesundheit und teilweise ihres Lebens, die Rohstoffe für die Automobilindustrie gewinnen müssen, die dann in den " sauberen " Werken von sauberen Arbeitern, sauber verarbeitet werden.



            Sorry, manchmal kann ich wirklich über die eingeschränkte Kurzsichtigkeit einiger, was schreib ich - einiger, nein der breiten Masse der Bevölkerungen nur noch 🤑



            MfG



            ...und kommen Sie immer schön defensiv , nicht nur durch den Straßenverkehr...

  • Thomas Böttcher

    Mich wundert vielmehr, daß der nicht noch nen "römischen Gruß" gemacht hat, so wie sich Audi (Auto Union) mit Hingabe an den Führer in den Konzentrationslagern nützlich gemacht hat...

    Die Auto Union, der Vorgänger von Audi, ließ während der NS-Zeit sieben Konzentrationsaußenlager errichten, die von der SS betrieben wurden.

    • rero

      @Thomas Böttcher:

      Sie erkennen aber schon den Unterschied zwischen Hitler-Deutschland und den USA heute unter Trump, oder?

      • Thomas Böttcher

        @rero:

        Wenn ich die Drohungen gegen Grönland, Kanada und andere des Orangenen dazu rechne und seine ICE Eskapaden, ist er jedenfalls auf dem besten Weg dahin, wenn ihn nicht endlich jemand stoppt.

        „Etliche Minuten voller Rassismus, Sexismus, Fremdenhass, Transphobie, Verächtlichmachung der Demokratie - und dann tritt einer unserer obersten



        Konzern-Repräsentanten auf die Bühne und betreibt aktive



        Wahlkampfhilfe",



        sagte Daniela Cavallo in einem internen Interview.

    • Goodfella

      @Thomas Böttcher:

      @ Thomas Böttcher: Meinen Sie das eigentlich ernst was Sie da schreiben?

      Herr Döllner ist im Rahmen vertraulicher Verhandlungen mit der US Regierung über den Bau des Werkes gebeten worden, die Pläne mit Trump vorzustellen. Das bringt ihn natürlich in eine Zwangslage, denn diesen Wunsch abzulehnen hätte den Erfolg der Verhandlungen gefährden können. Man kann sich die Realität oft nicht aussuchen.

      Vielleicht überdenken Sie Ihren Kommentar vor dem Hintergrund dieser nüchternen Umstände.

      • Westlahn

        @Goodfella:

        Wie bitte? Die amerikanische Seite hätte die Investition in ein US werk torpediert, wenn er nicht für Trump Wahlkampf macht?



        Das ist Unsinn. Trump hätte auch nach der Wahl die Entscheidung für sich feiern können. Und Audi hätte auf Drohungen und Druck auch andeuten können, das Werk in einem für Trump eher kontraproduktiven Ort zu legen. Mögliche Standorte gab's genug.

      • Metallkopf

        @Goodfella:

        Bei allem Verständnis für wirtschaftliche Zwänge gibt es doch Grenzen. Wenn man von politschen Würdenträgern erpresst wird und sich für wirtschaftliche Zugeständnisse auf offener Bühne prostituieren muss ist irgendwann der Punkt erreicht, wo man sich überlegen muss, wie viel Selbstachtung man noch im Leibe hat. Sowohl als Mensch und Vorstand, aber auch als Unternehmen in einem Land, in dem man durchaus noch den Anspruch hat, sich an gewissen Wertvorstellungen zu orientieren.

        Dauert nicht mehr lange und Trump lässt ausländische Würdenträger nur noch prostrat auf dem Boden ins Oval Office kriechen und ihm die Füße küssen.

      • Janix

        @Goodfella:

        Und dann mit Verweis auf Compliance das lächelnd nett abwinken geht nicht?



        Auf-große-Hose-Typen akzeptieren entweder Bodenkriecher oder Kontrageber, das dazwischen hingegen kaum. Audi hätte das Werk auch nach Kanada geben können.

      • Sonnenhaus

        @Goodfella:

        Wenn diese Fehlentscheidee in der Automobilbranche wirklich ihr Geld wert wären, hätten sie mit den Verhandlungen und dem Presseauftritt bis nach den Midterms gewartet. Das würde ihnen mehr Verhandlungsspielraum und ein besseres Image geben. Aber haben wir anderes erwartet von Entscheidern, welche den E-Fahrzeugboom schon verpasst haben?

  • Elite123

    Empörung bringt uns nicht weiter. Es ist verschwendete Energie.

    Ich würde mich ja fragen, warum Audi 7.500 Arbeitsplätze in Deutschland abbaut, um 4.500 in den USA aufzubauen. Und dass obwohl Herr Döllner und seine Kollegen wissen, dass in Deutschland eine mächtige Gewerkschaft und eine geballte Ladung Wut warten.

    Es scheint, als seien die Investitionsbedingungen in den USA um ein Vielfaches besser als in Deutschland. Wir reden hier nicht nur von ein paar Prozentpünktchen Differenz, dafür würde man sich den Hass nicht abholen.

    Wir reden hier von dauerhaften, strukturellen Unterschieden im zweistelligen Prozentbereich.

    Energiekosten, Lohnkosten, Infrastrukturkosten scheinen in Deutschland außer Kontrolle zu sein. Die Bundesregierung muss mit Milliardenbeträgen Energie subventionieren und es reicht trotzdem nicht.

    Da würde ich mir Gedanken machen, was in der Energiepolitik, in der Sozialpolitik, in der Infrastrukturpolitik alles schief gelaufen ist in Deutschland...

    • Kaboom

      @Elite123:

      In der realen Welt ist die Investition in den USA noch nicht mal genehmigt. Reine Hirngespinste, als Wahlkampfhilfe für den verrückten König.



      Im Übrigen ist das Ganze angesichts der anstehenden Midterms, in denen die Trump-Partei ziemlich sicher das Repräsentantenhaus, vermutlich aber auch den Senat verlieren wird, auch wegen der dann existierenden demokratischen Mehrheiten eine ziemlich dumme Idee.

    • taz.manien

      @Elite123:

      Soll das etwa ein schlechter Scherz sein, was sie geschrieben haben!

      "Es scheint, als seien die Investitionsbedingungen in den USA um ein Vielfaches besser als in Deutschland. Wir reden hier nicht nur von ein paar Prozentpünktchen Differenz, dafür würde man sich den Hass nicht abholen."

      US-Präsident Donald Trump erhöhte die Zölle auf Importe von Fahrzeugen aus der Europäischen Union auf 25 Prozent.



      Besonders deutsche Hersteller wie Audi und Porsche sind betroffen. Laut Berechnungen entstehen dadurch Zusatzkosten von rund 2,5 Milliarden Euro jährlich. Als Reaktion kündigte Audi im Oktober 2026 den Bau eines 4-Milliarden-Dollar-Werks in Georgia an.

      • Elite123

        @taz.manien:

        Alle arbeiten mit Zöllen.

        Die EU hat bis zu 45% Zölle auf chinesische Autos.

        Der US Zollsatz auf europäische Autos ist 15% aktuell.

        • Kaboom

          @Elite123:

          Ihre Behauptung bezüglich der Zölle der EU entspricht schlicht und ergreifend nicht der Wahrheit.

      • Sonnenhaus

        @taz.manien:

        Sind es im moment nicht gerade nur 15% ? Warum so geizig? Die CEO sind es doch gewohnt für ihre grossen Entscheidungen, wie z.B. den hochefgizienten Verbrennen Millionen Strafen zu zahlen, weil wissentlich Betrug betrieben wurde.

  • Joachim Petrick

    Der Generalstreik im November 1948 in der Westzone bewies die Macht der Gewerkschaften: Millionen protestierten gegen Erhards Währungsreform mit Freigabe der Preise für Nahrung, Immobilien Industriegüter, Mieten bei fatalem Lohnstopp. Doch der Teilerfolg brachte bitteren Lorbeer: Im Grundgesetz 1949 wurde das politische Streikrecht ausgeklammert; Arbeitskampf blieb strikt auf Tarifziele verengt.



    Wenn nun Audi-Chef Gernot Döllner bei einem Trump-Wahlkampf auftritt, offenbart dies einen ultrarechten „Oligarchen-Klassenkampf“. Dieser attackiert das Konzept der Tarifpartnerschaft direkt. Die institutionalisierte Sozialpartnerschaft schließt den politischen Kampf oder einen Klassenkampf von links außerhalb von Tarifrunden bisher gezielt aus.



    Für Gewerkschaften ist das die Steilvorlage, das politische Streikrecht via Bundeskampagne endlich einzufordern, um mit anderen EU-Ländern gleichzuziehen. Statt das Feld emotional hochgeheizten Unruhen nach französischem Vorbild zu überlassen, könnten rechtlich abgesicherte politische Streiks Proteste kontrolliert anführen. Sie würden Unruhe in geordneten Bahnen einhegen und eine lösungsorientierte Sachdebatte direkt in den Parlamenten erwirken.

  • Exilberliner

    Es glaubt doch wohl keiner das das im VW-Vorstand nicht abgesegnet worden ist. Her. Döllner trifft so eine Entscheidung doch nicht allein.



    Wird das die Audi-Fahrer in DE Interessieren? Gibt es jetzt Aufkleber: Ich habe den Audi gekauft bevor der VW/Audi Vorstand Trump in den Hxxxx gekrochen ist. Erinnere mich da an Musk und Tesla Aufkleber.

    • Normalo

      @Exilberliner:

      "Herr Döllner trifft so eine Entscheidung doch nicht allein."

      Das würde ich nicht beschwören wollen. Je mehr Wirtschaftsbosse man aus der Nähe betrachtet, desto aufdringlicher wird das Gefühl, dass die gerade im persönlichen Bereich oder bei spontanen "Eingebungen" gerne mal die Bodenhaftung vermissen lassen.

      Ich wäre also überhaupt nicht überrascht, wenn sich das als völlig einsame Entscheidung Döllners herausstellte, die er möglicherweise auch noch recht reflexmäßig auf die entsprechende Einladung des Präsidenten hin getroffen hat. Vielleicht bereute er es sogar sofort, war aber zu schwach, um in der Macho-Atmosphäre der Trump-Regierung einen Rückzieher zu machen. Sowas Banales steckt nach meiner Erfahrung in den meisten Fällen dahinter, wenn nachher alle Welt die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und fragt, "Was hat den da nur geritten?".

      • Alex_der_Wunderer

        @Normalo:

        @ Normalo



        👍👍



        So wird's wohl gewesen sein.



        Ein zum ungünstigsten Zeitpunkt vorhander Überschuss Testosteron, kann - sollte aber in der verantwortungsvollen Position von diesem, durchaus austauschbaren " Herrn " Döllner nicht vorkommen und sollte konsequent kontrolliert werden...

      • Sonnenhaus

        @Normalo:

        Wenn das so war, sollte man diesen Geschäftsführer sofort entlassen.

        • Normalo

          @Sonnenhaus:

          Kann sein. Kann aber auch sein, dass er dadurch NOCH größeren Schaden von Audi abgewendet hat. Bei Trump weiß man nie, wie der auf ein "Nein" reagiert - zumal wenn er selbst unter Druck ist und dringend ein "Ja" benötigt.

      • warum_denkt_keiner_nach?

        @Normalo:

        Ja wenn man zufällig an einer Wahlkampfveranstaltung Trumps vorbei kommt, kann einem schon mal was rausrutschen 😁

  • Leo Onlin

    Hier handelt ein Unternehmer, der sich offensichtlich was davon verspricht. Für (deutsche) Moral kann man sich am Ende nicht viel kaufen.

    • Sonnenhaus

      @Leo Onlin:

      Aber doch. Bessere Fahrzeuge. So wie früher mal.

    • Martin Rees

      @Leo Onlin:

      "Für (deutsche) Moral kann man sich am Ende nicht viel kaufen."



      !Doch: Die Compliance der inzwischen oft gebeutelten Belegschaft.



      Viele Konzern-Mitarbeiter*innen sind entsetzt, auch in Wolfsburg läuten die Alarmglocken.



      Dazu bei autobild.de



      "Besonders bitter: Das amerikanische Werk ist noch nicht einmal endgültig beschlossen. Der VW-Aufsichtsrat muss der Investition erst zustimmen. Der voreilige Schulterschluss mit Trump ist also so unnötig wie ein Motorschaden auf der Zielgeraden."



      Ein schlechtes Omen, als Menetekel für die Midterms wenn sich die beiden Protagonisten in Georgia im selben Vehikel auf der Piste zum Erfolg wähn(t)en?

      • Mondschaf26

        @Martin Rees:

        „..so unnötig wie ein Motorschaden auf der Zielgeraden."



        Das hat Tradition - bei Auto-Union...



        de.wikipedia.org/w..._bei_Rekordversuch



        Wobei das eigentliche Problem doch die Meteorolog:innen sind/waren, die den (Gegen-)Wind nicht kommen sahen.

      • Normalo

        @Martin Rees:

        Da hätten wir dann aber immerhin eine mögliche halbwegs "dienstliche" Motivation für den Auftritt: Döllner wollte vielleicht Fakten schaffen, indem er eine etwaige Ablehnung des Plans durch den AR möglichst teuer macht. Denn wenn man schon dem US-Präsidenten auf großer Bühne in die Hand versprochen hat, das man den Plan umsetzen wird, wird es echt ungemütlich für Jeden, der dann noch mit "Nö, lieber doch nicht." votiert.

        • Mondschaf26

          @Normalo:

          Da beschreiben Sie die Kernkompetenz des POTUS sehr gut.

    • Flix

      @Leo Onlin:

      Aber mit etwas Moral kann sich auch etwas nicht kaufen, in diesem Fall ein Produkt aus dem VW-Konzern. Das Werk ist das eine, der widerwärtige Auftritt das andere.

  • Alex_der_Wunderer

    Deutschland sollte das " Modell Zoll " für sich mehr ausbauen.



    Auf alle Importe 60 % Zölle erheben, wer hier aus dem Ausland verkaufen will, immerhin sind wir ein Staat mit über 80 Millionen potentiellen Kunden, macht trotzdem seine Geschäfte.



    Die so generierten Einnahmen aus den erhobenen Zöllen zu 40 % an die deutsche Bevölkerung weiterleiten, statt von der Bevölkerung selbst zu erwirtschafteten Einnahmen zwecks Sicherung des Lebensunterhalt.



    20 % zur Finanzierung unser Infrastruktur und Parlament und Ministerien,



    20 % zur Finanzierung unserer



    stets zu erweiternen " Sondervermögen " und der Rest für unser Sozialsystem.



    So können Bürger in Deutschland ihrer Berufung nacgehen, ohne Rücksicht auf zu erwirtschaftende Einnahmen durch den Verkauf ihrer Arbeitszeit.



    Die Steuereinahmen für unseren Staat werden so duch die Zolleinnahmen quasi ersetzt. Lohnsteuer fallen ersatzlos weg , Mehrwertsteuer kann auf 5 % gesenkt werden, ansonsten keine Bestandsimmobilien mehr an ausländische Investoren veräußern, bereits sich im Eigentum befindende Immobilien von ausländischen Spekulanten, werden ersatzlos als Eigentum an die deutsche Bevölkerung, in eine AöR zurückgeführt.

    • Normalo

      @Alex_der_Wunderer:

      Nur weil es Trump ist, der bestimmte dumme Fehler macht, heißt das nicht, dass man nicht selbst auch dieselben Fehler machen könnte - nur dass die USA wenigstens nicht vom Außenhandel leben und der Fehler dort etwas weniger ins Kontor schlägt. Haben Sie eine Vorstellung, wieviel teuerer das Leben in Deutschland würde, wenn auf alle Importe 60% draufgeschlagen würden? Und was aus unserer immer noch aktuellen nationalen Cashcow, dem Exportüberschuss, würde, wenn die betroffenen Länder unsere Zölle replizieren? Wie wenig die toll klingende Zahl "60% Zoll" in echter, absoluter Verteilmasse ist, wenn die zollpflichtigen Importe daraufhin weitestgehend einbrechen?

    • Kaboom

      @Alex_der_Wunderer:

      Großartige Idee, wirklich. Der deutsche Bürger zahlt 100 % der neu erhobenen Steuern (denn das sind Zölle), und von den 100 % erhält er 40 % zurück. Fragen Sie mal im Weißen Haus nach, Sie haben dort bestimmt Chancen auf einen Job als Wirtschaftsberater.

  • Flix

    Es passt in das erbärmliche Bild, dass der gesamte VW-Konzern seit Beginn seiner Existenz abgibt. Gegründet unter den Nazis, von Zwangsarbeitern erbaut, mit Diktatoren wie in Brasilien kooperiert, Sex-Affären, Diesel-Skandal, …



    Recht und Gesetz, Moral oder Ethik völlig uninteressant, Hauptsache die Aktionäre, vor allem der Porsche-Piëch-Clan ist versorgt.



    Als Mitarbeiter, der mit Sicherheit diverse Compliance-Schulungen und Werte-Seminare hinter sich bringen musste, würde ich mich schon fragen, was das soll, wenn das Top-Management die selbst gegebenen Regel bei der erstbesten Gelegenheit über Bord wirft.



    Wenn ein Konzern wie VW irgendwann scheitert, liegt dies weniger an der Politik oder widrigen Marktbedingungen sondern an Managern wie Döllner, die in ihrer Selbstherrlichkeit völlig fehlgeleitet agieren. Ausbaden müssen dies dann leider andere.

    • rero

      @Flix:

      Sie lassen weg, dass der zweitgrößte Anteilseigner von VW das Land Niedersachsen ist?

  • Volker Scheunert

    Döllner - auch nur eine von viel zu vielen überbezahlten Nieten in Nadelstreifen ...

  • Bauer Gerry

    Fristlose Kündigung von Gernot Döllner wäre wohl die angemessene Reaktion.

    Wie im Artikel beschrieben ist es natürlich vollkommen richtig, unter den von Trump verursachten Umständen, auch in den USA zu produzieren.

    Aber dem Verursacher dieser Umstände noch in den A... zu kriechen und damit quasi die Midterms zu manipulieren das ist eine schallende Ohrfeige an die Mitarbeiter und an ganz Deutschland.

    Abtritt ohne jegliche Abfindung wäre anständig als Entschuldigung.

    • rero

      @Bauer Gerry:

      VW ist schon vor Jahrzehnten der chinesischen Regierung "in den A... gekrochen", wie Sie es formulieren.

      Die USA sind definitiv demokratischer, haben weniger Hinrichtungen, mehr individuelle Freiheitsrechte, ...

      Warum sollte Döllner gekündigt werden?

      • Barnie

        @rero:

        Weil er gegen den von ihm selbst mit unterzeichneten Code of Conduct verstoßen hat (Stichwort Auftritt mit Politikern innerhalb 3 Monaten vor Wahlen).



        Und zwar wissentlich und willentlich.



        Das gab es bei VW und der chinesischen Regierung nicht. Insofern ist ihr Whataboutism fehl am Platz.

        • rero

          @Barnie:

          Ich frage nach den Maßstab.

          Das ist kein Whataboutism.

          Aber Sie haben recht.

          In China gibt es keine Wahlen,

          Da kann er die Regel gar nicht brechen.

          Aber ist es unter diesen Umständen aus Ihrer Sicht ernsthaft besser, dann sich bei der chinesischen Regierung beliebt zu machen?

          Kann man unterschiedlich sehen, befürchte ich.

    • Desdur Nahe

      @Bauer Gerry:

      Moral muss man sich leisten können. Audi steht mit dem Rücken zur Wand, sogar das Werk in Neckarsulm steht auf der Kippe.



      Was hätte ein Typ wie Trump wohl gemacht, wenn Hr. Döllner ihm ins Gesicht gesagt hätte, nicht mit ihm auf einer Bühne stehen zu wollen? DAS gäbe eine schallende Ohrfeige an die Mitarbeiter.



      In den USA gibt es 55 Autowerke. Ob da jetzt ein Werk von Audi die Midterms "manipulieren" kann?



      Natürlich trotzdem keine schöne Sache, aber vielleicht sollte man nicht immer gleich eskalieren, nur weil der Name Trump fällt (nicht an Sie gerichtet, eher an die allg. Diskussion).

      • Barnie

        @Desdur Nahe:

        Die Eskalation gibt es weil Hr Döllner gegen seinen eigenen Code of Conduct verstoßen hat.



        Er hätte dort nicht auftreten müssen, das Werk dürfte er trotzdem bauen.

        • Desdur Nahe

          @Barnie:

          "Er hätte dort nicht auftreten müssen, das Werk dürfte er trotzdem bauen."



          Sicher? Bei jemandem wie Trump? Z. B. Polestar darf ab nächstem Jahr keine Fahrzeuge mehr in den USA verkaufen.

          • Francesco

            @Desdur Nahe:

            Polestar ist ein chinesisches Unternehmen.

      • Alex_der_Wunderer

        @Desdur Nahe:

        @ Desdur Nahe



        In eine Situation zu geraten, in der man sich zwischen Moral und Charakter entscheiden muss, sollte man in der Position auch eines Audi-Chef sich nicht hinein manövrieren lassen, ist man auf den Punkt angelangt / herabgesunken , sollte nicht nur ein Audi-Chef seine Mütze nehmen.

  • Mitch Miller

    Es IST erbärmlich. Es IST korrupt.

    Mag ja sein, dass ein Werk in den USA sinnvoll ist, aber so ist es doppelt krank: Verbrenner zu bauen ist überholt, die 4 mrd sind in den Sand gesetzt, wenn da nicht baldigst E-Autos laufen.

    Und am krankesten ist, dafür einem Faschisten in den Hintern zu kriechen.

    Ich hoffe wirklich, dass dieses Werk komplett floppt, denn es wird uns hier rein gar nichts nutzen, sondern schaden.

  • Tom Farmer

    Erbärmlichen Auftritt. Ja unbedingt, so wie hunderte andere täglich auch (Merz: Das Verbrenneraus ist Geschichte!).... aber haben wir denn keine anderen Probleme?



    Denn: Der Audi Chef ist in 3 Tagen wieder vergessen, die Probleme aber immer noch da!

  • Il_Leopardo

    Ich musste laut lachen, erinnerte ich doch folgenden Satz: "Nicht nur aus Klimagründen geht der künftige Konzernchef davon aus, dass die Automobilität in Zukunft ohne Verbrenner auskommt. Auch bei Fahrbarkeit und Beschleunigung sei das E-Auto dem Verbrenner überlegen, sagte der Manager vor einiger Zeit zum „Handelsblatt“."



    Und jetzt baut der smarte Herr Döllner "ein Werk ausschließlich für Verbrenner-Autos." Der Mann scheint irgendwie aus der Zeit gefallen.

    • Altbayer

      @Il_Leopardo:

      Ach Leopardo - 90% der "Konzern-Chefs" drehen Ihre Haltung nach dem aktuellen politischen Wind. Deswegen sehen gerade die Automobil-Konzerne seit den 80ern/90ern jedwedes Erstarken der SPD / Grünen "mit Sorge"... schön publiziert vom Hausblatt Bild damals. Heut? Jo mei, ähm, äh... Es wird halt immer "demjenigen" in den Ar... gekrochen, der am meisten mit der Kohle winkt! Und den aktuellen politischen Rahmen gestaltet. Übrigens gab es ca. 1995 den ersten Entwurf eines Wasserstoff-Autos - von VW. Aber ich fürchte selbst dies ist dann eher der einzige "mir" bekannte ;)

      • Hugo

        @Altbayer:

        Die Ehre gebührt dem Daimler mit seinem "NECAR 1".



        (Evtl. manchma altes Geheimwissen überprüfen ;) .)

      • Kaboom

        @Altbayer:

        Üblicherweise "drehen" Manager, zumindest fähige, ihre Haltung nach den Erfordernissen des Marktes. Und angesichts der globalen Entwicklung auf Verbrenner zu setzen, ist einfach dumm. Genauso dumm, wie die Idee des Kanzlers, das Verbrenner-Aus zu kippen. Das ändert nämlich an den globalen Entwicklungen im Automarkt gar nichts.

        • Il_Leopardo

          @Kaboom:

          Volle Zustimmung!

  • Janix

    Gibt dem Wort "Audi-Tor" eine neue Bedeutung. Als Narr oder Eigentor.

    Der Fossil-Auto-Komplex wird vielleicht aber auch generell demjenigen nachlaufen, der Bedingungen schafft, wo die "Party" noch etwas länger geht.



    Wir hingegen müssen die Fossil-Auto-Party so schnell wie möglich beenden, denn wir alle bezahlen sie mit der Umwelt, Abhängigkeit von Trump/Salman/Putin und viel, viel Geld.



    Sonst war das nicht die letzte *kriecherei.

    • Martin Rees

      @Janix:

      In der Springer-"Welt" wird das Vorgehen kommentierend gefeiert mit den Worten "Autos für Erfolgreiche" bauen.



      Zum "Kopf" hier zählt der polarisierende und wortgewaltige Ulf Poschardt.



      Bereits 2025



      "Der wüsteste aller Polemiker ist libertärer Journalist. Poschardt (57) fährt selbst gerne Sportwagen und leitet, zum vorläufigen Beschlusse einer häufig mehr schlingernden als schillernden Karriere, eine neue "Dachmarke" beim Springer-Verlag."



      www.derstandard.at...-trump-fans-buhlen



      Dass Audi hierzulande jetzt ein gewaltiges Image-Problem hat, kümmert offensichtlich in den Kreisen bestimmter Konservativer mit Präferenzen für Verbrenner und Profite die Verantwortlichen nicht.

      • rero

        @Martin Rees:

        Das Image-Problem besteht hierzulande nur in einer bestimmten Blase.



        In einer anderen Blase dürfte das eher positiv bewertet werden.

      • Kaboom

        @Martin Rees:

        Poschardt verbreitet rechtsradikale Verschwörungstheorien. Das ist nicht libertär.

    • Altbayer

      @Janix:

      Mir persönlich ist zum Teil der kleine Stinker, der Verletzte transportiert, lieber - als der Smombie der aufgrund seines steten Blickes auf sein Handy erst dafür gesorgt hat, dass dieser gerufen werden musste. ( Seltene Erden ) - Erdöl braucht glaube ich 250.000 Jahre - Seltene Erden brauchen 1.000.000. Aber leg mich nicht darauf fest! :D ( Das Rettungs-Fahrzeug ist systemrelevant, das Handy?... )

      Es gab übrigens ca. Ende der 80er eine Grundsatzdiskussion ob Diesel weiterhin nur Nutzfahrzeugtreibstoff - oder weil günstiger - für alle... Damals fuhren evtl. 20% der Fahrzeuge mit Diesel. Heut?

      Ca. 2010 jubelte ein Amerikaner, dass wir durch den Treibhauseffekt die anstehende Eiszeit um 20.000 Jahre aufgehalten hätten. Während allen Ernstes parallel darüber diskutiert wurde, ob sich die "Logistik" die Bahn noch leisten könne, weil zu teuer... Straße wäre doch auch was! Die Fahrzeuge dafür würden ja auf dem Hof stehen.

      • Francesco

        @Altbayer:

        Die Selten-Erd-Metalle werden im Unterschied zum Erdöl nicht verbraucht. Und natürlich auch bei Verbrenner verwendet.

      • Janix

        @Altbayer:

        Ich bin kein Handy-mane, doch ggf. ruft mensch damit einmal den Rettungswagen an (und nicht nur TikTok auf).

        Bei einem Neu-Fossil-Auto reden wir bei Herstellung _und Nutzung von sehr viel.



        Und damit nicht ein neues Auto komplett verklappt werden muss, darf das Umsteuern jetzt kommen und breit. Ob dann der Rettungswagen noch sein Ende erreichen darf, ist dann zweite Ordnung.

        Bleiben wir bei Fossil stehen, werden wir durch Trump, Salman, Putin erpressbar bleiben. Und vieles andere Ungewünschte mehr. Den Ausstieg zu _forcieren, das wäre Aufgabe eines Wirtschaftsministeriums.