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Wahlen in Sachsen-Anhalt Eine Zäsur auch ohne absolute Mehrheit

Katrin Gottschalk

Kommentar von

Katrin Gottschalk

Nach dem deutlichen Votum für die AfD in Sachsen-Anhalt braucht es andere, neue Antworten. Demokratische Kräfte müssen jetzt zusammenhalten.

S ie haben alles versucht. Sie haben sich vernetzt wie nie zuvor. Sie haben unzählige Veranstaltungen organisiert. Sie waren laut, bunt und hoffnungsvoll. Dass die AfD aus dieser Wahl zwar eindeutig mit den meisten Prozentpunkten, aber dennoch wohl nicht mit der absoluten Mehrheit hervorgeht, ist dem Engagement der Zivilgesellschaft in Sachsen-Anhalt zu verdanken.

Allein am Samstag kamen in Magdeburg über 10.000 Menschen zusammen, der ganze Sommer war geprägt von unzähligen Aktionen der vielen Engagierten im Land. Zu diesen zählen auch die Wahl­kämp­fe­r*in­nen der demokratischen Parteien. Rückenwind bekamen sie dabei von Initiativen wie „Taktisch wählen“, die an über 30.000 Wohnungstüren den Blick auf SPD und Grünen stärkten. Diese Initiativen waren wichtig, denn entschieden wird im Parlament.

Ein offenes Gespräch auf dem Dorfplatz ist für das Leben miteinander wichtig, niemand in Ostdeutschland kann es sich leisten, AfD-Wähler*innen verloren zu geben. Aber wenn diejenigen, die dort nett gesprochen haben, danach weiterhin die AfD wählen, ist die parlamentarische Demokratie weiterhin in Gefahr. Und machen wir uns nichts vor: Die Gefahr ist mit dieser Wahl noch größer geworden. Diese Wahl ist eine Zäsur. Und knapp 78 Prozent der Wahlberechtigten haben sich daran beteiligt. So viele wie noch nie.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

Seit Gründung der AfD kennt ihre Kurve mit wenigen Unterbrechungen nur eine Richtung – nach oben. Deshalb geht diese Wahl alle etwas an. Niemand sollte noch glauben, die AfD mit den bekannten Antworten aufhalten zu können. Wenn alle so weitermachen wie bisher, wird sich dieser Trend einfach fortsetzen. Wir wissen offenkundig nicht, was gegen die AfD hilft. Weder ist es das Kopieren der Politik der AfD noch der x-te Erklärungsversuch, dass das Programm der AfD im Widerspruch zu den Interessen ihrer Wäh­le­r*in­nen stehe.

Wetten, die Demokratie gewinnt? ​

Nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern droht erstmals eine AfD-Regierung. Die taz berichtet, was auf dem Spiel steht – und wer jetzt die Demokratie verteidigt. Alle Texte zur Serie finden Sie hier.

Dünne Luft braucht neue Antworten

Was wären andere, neue Antworten auf die AfD? Vielleicht sind Spuren bereits sichtbar. In Sachsen trifft sich Ministerpräsident Michael Kretschmer, CDU, mittlerweile regelmäßig mit Ver­tre­te­r*in­nen der Zivilgesellschaft. Denn wenn die Luft dünn wird, müssen die demokratischen Kräfte zusammenhalten. Gleichzeitig wissen wir aus den USA, dass sich allein mit der Losung „für die Demokratie“ keine Wahlen gewinnen lassen.

Wir brauchen neue Antworten, neue Bündnisse und ein ehrliches Hinterfragen der eigenen Gewissheiten. Und vor allem brauchen die demokratischen Kräfte in Sachsen-Anhalt jetzt Unterstützung statt trotziger Mauer-wieder-hoch-Fantasien. Eine rechtsextreme Partei hat fast die absolute Mehrheit bekommen, mitten in Deutschland. Hoffen wir, dass sie nicht regieren werden.

Transparenzhinweis: In einer früheren Version des Textes wurde die Wahlbeteiligung nach ersten Hochrechnungen mit 80 Prozent beziffert.

Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Katrin Gottschalk

Katrin Gottschalk Chefredakteurin

Zusammen mit Barbara Junge und Ulrike Winkelmann Chefredakteurin der taz. Zuvor stellvertretende Chefredakteurin (seit 2016) und Leiterin der digitalen Produktentwicklung (seit 2020). Initiierte 2017 den taz-Innovationsreport, der den Anstoß zur Seitenwende der taz lieferte. War bis 2016 Chefredakteurin des feministischen Missy Magazine. Studierte Kulturwissenschaften und -journalismus. Aufgewachsen in Dresden, Jahrgang 1985.
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80 Kommentare

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  • Whying_Dutchman

    Zuerst: wer Nazis wählt ist ein Nazi! Heißt: für mich sind 40++ % der Wähler in Sachsen-Anhalt Nazis, ganz einfach!

    Dann: ich habe lange überlegt, aber ich fände es wirklich gut, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt nun auch die Regierungsverantwortung übernimmt.



    Warum? Solange sie in der Opferrolle sind, werden sie auch in anderen Bundesländern Wähler überzeugen, und perspektivisch bei den Bundeswahlen. Der Frust in der Bevölkerung scheint hoch zu sein...

    Lass die AfD (und BSW) in Sachen Anhalt ihr Ding machen und ... grandios SCHEITERN! Das wird hoffentlich a) Wähler davon abhalten, zukünftig die AfD zu wählen und b) wird es klarer wie es bei der AfD mit der Verfassungstreue aussieht. Das würde ein Verbotsverfahren erleichtern...

    Mein Vertrauen in CDU, SPD und FDP, wirklich seriöse Politik zu betreiben, um den Trend zu brechen, ist gleich Null.



    Also überlasse ich es der AfD, sich selbst zu entmystifizieren...

  • Axel Berger

    Ein Punkt, der seltsamerweise nirgends angesprochen wird: "Die Wahlbeteiligung nützt vor allem der AfD", so die Taz um 18.45 Uhr. Über viele Jahrzehnte wurde es immer wiederholt und stets empirisch bestätigt: "Eine geringe Wahlbeteiligung stärkt die extremen Ränder, eine hohe die Volksparteien der Mitte." Das sagt auch etwas über das Wahlergebnis von gestern, das die veröffentlichte Meinung nicht hören will.



    Tatsächlich war das Ergebnis, wenn man das taktische Wählen abzieht, noch deutlicher. Felix Banaszak sagte heute morgen im Radio selbst, die Hälfte der Stimmen für die Grünen habe seine Partei eigentlich nicht gewollt und ohne sie hätte sie die Sperrklausel verfehlt.

    • Machiavelli

      @Axel Berger:

      Die AFD ist eine Volkspartei. In SA die einzige.

  • Land of plenty

    Sicher werden die Faschisten mit der BSW eine Regierung bilden bzw. sich nicht von der Machtausübung abhalten lassen. Und die anderen Parteien werden mit ihrem Krickelkrackel keine Front bzw. Bündnis hinbekommen.



    Also Völkische Union gegen "das westdeutsche Kalifat". Ständig hieß es die letzten Monate "Ost! Ost! Ostdeutschland" so die völkische Abgrenzung gegen alle Unreinheit.



    Da stelle ich mich auf die Seite der Betroffenen:



    marcant: 1 Tag bei SYRERN in Sachsen-Anhalt...



    www.youtube.com/watch?v=Jhvlbj5MJPA



    unabhängig & selbst finanziert



    drei Männer, einer hat nur ein Bein - vom Krieg in Syrien.



    Bleiberecht für sie, keine Abschiebung, keine Entrechtung!

  • guerilla grobi

    Komisch das zu sagen, aber ich glaube ernsthaft, dass es sich jetzt lohnt den "sexy socialist summer" in den USA anzuschauen. Glaube Mensch kann sich Strategien der DSA anschauen, um auf die AfD zu reagieren. Die emotionalen Ansprachen der AfD haben ja nichtsdestotrotz eine Ursache.

  • Auweiowei

    Fußballfans schreien schon mal in die Mikrofone: "Wir haben heute Geschichte geschrieben!"



    Auch aus Filmen und (eher schlechten) Romanen ist dieser Ausruf bekannt. Er wird dort gern Napoleon zugeschrieben.



    Gestern war er wieder einmal zu hören - vor großem Publikum.

    "Wir sind das Volk!" Noch so ein Spruch, den die gleichen Siegheil-Gewohnten sich gerne an die Brust heften. Die ihn zuerst riefen, hatten freilich Völkisches nicht im Sinn. Und schon gar nicht, sie hätten 'Geschichte geschrieben'.

    In der Nacht von gestern auf heute habe ich schlecht geschlafen: Vor mir lag das Buch der Geschichte, aufgeschlagen, der Sturm wehte wild durch die Seiten, aber die waren leer. Nur der erste Satz war schwach zu erkennen, bevor er sich im blanken Nichts verlor: "Es war einmal ein ganz gewöhnlicher Sommer..."

    An dieser Stelle wachte ich auf. Ja, wer sagt denn sowas? Leute, mit solchen vorgestrigen Sprüchen ist doch nun wirklich kein Staat mehr zu machen...!

  • fly

    Abgesehen von den Diskussionen um CDU und AfD, warum wählt eigentlich jemand das BSW? Und nach was für einem Politikverständnis kündigen deren gewählte Leute an, sie helfen zwar zur Machtergreifung, aber sonst machen sie nichts mit?

    • Machiavelli

      @fly:

      Personenkult für SW, Hamas und Putin fans.

  • Yoriko N.

    Die CDU und ihre Anhänger sollten sich fragen, was sie da mit aufgebaut haben. Wer AfD-Rhetorik übernimmt – „Stadtbild“, „kleine Paschas“, Ausländer als Sündenböcke – stärkt am Ende den braunen Rand. Wer die Brandmauer nur als Koalitionsverbot versteht, hat ihren Sinn nicht verstanden. Es geht um gleiche Würde und gleiche Rechte für alle.



    Wenn man die AfD politisch stellen will, muss man ihre Finanzierung und Netzwerke transparent machen und ihre Politik konsequent an Rechtsstaat und Verfassung messen. Da die verfassungsrechtlichen Voraussetzungen für ein Parteiverbot erfüllt sind, sollte die CDU ein entsprechendes Verfahren unterstützen.

    • Jens Köster

      @Yoriko N.:

      Wenn man die AFD politisch stellen will, muss man anfangen Politik für die zu machen, die sie gewählt haben. Bei AFD haben alle immer, die radikalen Positionen im Kopf. Aber den Menschen geht es in der Summe um Sicherheit und Wohlstand. Wird der Rahmen dafür gesetzt und es geht aufwärts, dann klappt es auch mit dem Wähler. Der Wahlkampf aller anderen Parteien zielte ausschließlich auf ein Thema: die AFD verhindern. Das taktische Wahlverhalten der Wähler hat die absolute Mehrheit der AFD verhindert. Zu guter Politik führt das ja nicht automatisch. Wie auch? Die Parteien haben fundamentale Gegensätze.

    • snowgoose

      @Yoriko N.:

      Zustimmung!

  • Ricky-13

    Solange wir einen Kanzler haben, der die Bürger mit seiner BlackRock-Politik immer mehr drangsaliert, wird die AfD 'größer und größer' werden.

    *Während der Siegesfeier erklärte AfD-Chef Tino Chrupalla unter dem Jubel der Anhänger ironisch, Bundeskanzler Friedrich Merz sei der „beste Wahlkämpfer von allen“ für die AfD gewesen.* [WELT - Axel Springer SE]

    Friedrich Merz wollte ja ursprünglich die AfD halbieren. Jetzt ist aber - zumindest in Sachsen-Anhalt - die CDU halbiert worden.

    Vielleicht sollte man den Blick einmal zur merzschen CDU richten, und da besonders auf Friedrich Merz, denn dort scheint der Erfolg der AfD zu liegen.

    • Kaboom

      @Ricky-13:

      Auch wenn Merz sicher eine relevante Rolle spielt, kann man IMO getrost davon ausgehen, dass die Neubraunen immer ein Schnappatmungs-Thema finden. Zwischen 2013 und heute haben abgesehen von der Linken alle demokratischen Parteien regiert. Und irgendein Untergangs-Thema haben die Blaunen immer gefunden. Der Euro, die EU, die Griechen, Draghi, die Muslime, die Flüchtlinge, die Ausländer, die "Deindustrialisierung", etc. pp.



      Der Umgang damit ist zu verbessern.

    • snowgoose

      @Ricky-13:

      Daisy viel Wahres dran.

    • Katharina Reichenhall

      @Ricky-13:

      Für Ihre These spricht wenig, wenn man berücksichtigt, wie lange die stetige Aufstieg der AfD schon zu beobachten ist und das mit der Amtszeit von Merz vergleicht. Merz Strategie gegen die AfD funktioniert offensichtlich nicht, das mag sein, aber die Grundlagen des Erfolgs der AfD ist kaum bei Merz und auch nicht allein bei der Union zu finden.

    • Biker-Ffm

      @Ricky-13:

      Und Sie glauben mehr Bürgergeld und alles wird gut? Dann müsste die linke 44% haben. Ja F. Merz ist ein absoluter unsympath, aber den Erfolg der AFD auf diese 2 Faktoren zu reduzieren, greift imho zu kurz.

      • Ricky-13

        @Biker-Ffm:

        Soziale Politik hat nicht nur etwas mit Sozialhilfe zu tun.

        Unser "Kanzler" hat die Axt am demokratischen Sozialstaat (Art. 20 GG) angelegt und das betrifft alle Bürger.

        Merz unterstützt die klimaschädliche Industrie und kennt das Wort Klimaschutz anscheinend nur aus dem Duden. Merz will die Bürger noch mehr arbeiten lassen und macht "blackrockmäßig" nur noch Politik für die Reichen und Mächtigen in diesem Land.

        Merz bildet sich anscheinend auch ein, dass die ca. 42 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland seine Angestellten sind, die gefälligst mal mehr ackern und weniger krank sein sollten, damit seine reichen Aktienfreunde noch reicher werden können.

        Natürlich kommen da auch noch andere 'Faktoren' hinzu; aber dass Merz die Gesellschaft immer mehr mit seiner unsozialen Politik spaltet und viele abgehängte Bürger damit in die AfD treibt, sollten auch die konservativen Hardcore-CDU-Fans langsam mal merken, die aber wohl aus ihrer konservativ-neoliberalen Welt nicht mehr herausfinden.

        *Demokratische Kräfte müssen jetzt zusammenhalten*, steht oben in der taz-Überschrift. Dazu muss man aber auch mal das Problem ansprechen und es nicht als "CDU-Heiland" in Schutz nehmen.

  • snowgoose

    Die Menschen, die die DDR erlebten haben, scheinen vergessen (oder nicht erkannt) zu haben, dass die angeblich linken, sozialistischen Herrscher verkappte Braune waren. Und das haben sie an ihre Nachfahren weiter gegeben. Diktatoren sind nie links, auch wenn sie sich so nennen, sie benutzen das Mäntelchen zur Vorspiegelung falscher Tatsachen, um an die Macht zu kommen und spielen dem Volk so lange etwas vor, bis sie an der Macht sind. Und dann wird Tabula Rasa gemacht.

    • Christoph Koch

      @snowgoose:

      "No true scotsman", na klar!

      Und die KPdSU war natürlich auch keine kommunistische, sondern eine verkappte braune Partei. Es war ja schließlich, wenn man ihrer Vorgängerorganisation, die Bolschewiki, betrachtet, lediglich die erste kommunistische Partei. Was wussten die schon vom echten Kommunismus? Genau, überhaupt nichts!

    • Walterismus

      @snowgoose:

      Sorry, aber das ist eine Verdrehung der Tatsachen. Auch Diktatoren können links sein und sind es oft auch.



      Das ist wirklich eine Falschaussage! Die DDR war ein linkes Projekt und keinesfalls ein rechtes.

      • Ricky-13

        @Walterismus:

        Die DDR war 'kein' linkes Projekt, sondern ein diktatorisches Projekt. Und einer Diktatur ist es auch vollkommen egal, in welchem "Gewand" sie ein Volk unterdrücken kann.

        • Alex_der_Wunderer

          @Ricky-13:

          @Ricky-13



          👍👍

      • snowgoose

        @Walterismus:

        Stimmt nicht. Was sich links nennt, ist noch lange nicht links. (Namen kann man sich leicht geben).



        Wenn eklatante (in die Schublade links gesteckte) Anteile fehlen, ist Name Schall und Rauch.



        Auch das Schlagwort „Diktatur des Proletariats“ ist ein missverstandener Begriff.



        Weltanschauungen/Grundideen werden (wie in der Religion) zum eigenen Vorteil (einzelner Gruppen/Personen) ihrer eigentlichen Intention beraubt und für die eigenen Zwecke missbraucht.



        Das Etikett stimmt oft nicht mit dem Inhalt überein.

      • Šarru-kīnu

        @Walterismus:

        Die DDR war eine Diktatur des Kleinbürgertums und damit eine direkte Fortsetzung der Herrschaft der NSDAP. Wirklich links war die DDR nie.



        Handwerker, kleine Selbstständige, Angestellte und Beamte und der Rest des Kleinbürgertums fürchteten den sozialen Abstieg und drohende Proletarisierung und wählten deshalb in der Weimarer Republik massiv die NSDAP. Kommt einem doch irgendwie bekannt vor?

  • snowgoose

    Man kann wahrhaftig nicht viel mehr sagen als: Das absolute Grauen!

  • Dietmar Rauter

    'Demokratische Kräfte müssen jetzt zusammenhalten' ? Dass es bei der SPD inzwischen große Akzeptanzprobleme geben würde, war ja inzwischen deutlich, zumal sich in dieser Partei kaum jemand findet, der den Karren aus dem Umfragetief holen könnte. Aber zusammenhalten, in welche Richtung soll es denn gehen? Die Ratlosigkeit im Umgang mit den vielfältigen Krisen ersetzt doch kein 'Programm der Sprüche', wenn die Menschen feststellen müssen, dass im Prinzip alle Kandidaten die wahren Probleme eben nicht ansprechen: Klima: Alle Rettungsmassnahmen sind teuer, Strom, Heizung, Brandbekämpfung, Wasser ! Mobilität: Wer soll die zu vielen Autos denn noch kaufen oder bezahlen können, wo doch das Geld fehlt, Strassen und Brücken zu reparieren oder zu bauen ? Das soziale Netz hat sich als nicht tragfähig erwiesen, wenn junge Leute jetzt feststellen müssen, dass sie von den Abgaben selbst gar nicht mehr profitieren können. Da hilft kein 'Zusammenhalten' mehr, Nichtstun in der Klimakrise heisst Verleugnen (das müssen die Grünen noch lernen!) und zu einer Lösung gehört dazu, feststellen zu müssen, dass die Ökonomie der letzten 100 Jahre zum Klimakollaps geführt hat und wir uns im Notstand befinden.

  • Zippism

    „Wir brauchen neue Antworten“ – nach fast 44 Prozent für die AfD. Welch überraschende Erkenntnis. Fast schon revolutionär.

    Nur leider bleibt die taz dann doch bei den alten Antworten: Zivilgesellschaft stärken, demokratische Kräfte müssen zusammenhalten, keine „Mauer-wieder-hoch-Fantasien“ und bloß nicht vergessen, dass die AfD rechtsextrem ist.

    Das Problem ist nur: Genau diese Antworten gibt es seit Jahren. Und die AfD steht jetzt bei fast 44 Prozent.

    Vielleicht wäre es langsam an der Zeit, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass „mehr Zusammenhalt“, „noch mehr Engagement“ und die x-te antifaschistische Kampagne allein nicht die Antwort auf politische Unzufriedenheit sind.

    Aber immerhin hat man erkannt, dass die bisherigen Antworten nicht funktionieren. Jetzt fehlt eigentlich nur noch der mutige nächste Schritt: herauszufinden, warum.

    Und falls man dabei irgendwann bei der eigenen Politik ankommt, wäre das tatsächlich mal eine neue Antwort.

    • Troll Eulenspiegel

      @Zippism:

      Wo ist denn die Lösung von Zippism? Die sehe ich auch nicht.



      Und wenn 'die eigene Politik' die Lösung sein sollte, werden wir doch Neoliberalismus verbieten müssen, den uns die großen Parteien eingebrockt haben.

      • Zippism

        @Troll Eulenspiegel:

        „Wo ist denn die Lösung von Zippism?“ – Herrlich. Ich schreibe, dass man vielleicht erst einmal herausfinden sollte, warum die bisherigen Antworten bei fast 44 Prozent AfD nicht besonders erfolgreich waren, und schon soll ich die komplette gesellschaftspolitische Weltformel liefern.

        Aber gut: Wenn „die eigene Politik“ nur bedeuten kann, den Neoliberalismus zu verbieten, ist die Analyse offenbar genauso simpel wie die Lösung. Ich habe weder behauptet, dass Neoliberalismus die einzige Ursache des AfD-Erfolgs ist, noch dass ein Verbot irgendein Problem löst.

        Mein Punkt ist deutlich bescheidener: Wenn eine politische Strategie jahrelang lautet „Brandmauer, Zivilgesellschaft stärken, Haltung zeigen, AfD bekämpfen“ und die AfD danach bei fast 44 Prozent steht, sollte man vielleicht irgendwann einmal ernsthaft überprüfen, was an der eigenen Politik und Kommunikation nicht funktioniert.

        „Aber was ist deine perfekte Lösung?“ ist darauf keine Antwort. Das ist nur die politische Variante von: „Wenn du meinen Lösungsansatz kritisierst, musst du erst selbst einen besseren haben.“

        „Wir machen weiter wie bisher, nur noch engagierter“ war offensichtlich keine besonders überzeugende Strategie.

        • Troll Eulenspiegel

          @Zippism:

          Genau, das verlange ich. Die komplette, gesellschaftspolitische Weltformel liefern. Wer das nicht kann: Gar nicht erst melden.

          Meine Idee bedingt übrigens eine Abkehr vom wirtschaftlichen Wachstum, sowie komplett offene Grenzen, denn kein Mensch ist illegal lautet doch der Slogan. Die Antifa stellt am laufenden Band Theorien auf, die auf knack.news und noblogs zu lesen sind. Leider ist eine komplette Ausführung aufgrund der Zeichenlimitierung von 1200 technisch nicht möglich.

          Doch selbst wenn: Lieber soll es nochmal eine historische Singularität geben, so wie der Wähler es will. Ich habe euch gewarnt. Und haue extra nochmal den Appell von Ron Prosor drauf, den der User "Zartbitter" bereits veröffentlicht hat, Zitat:

          "Nur 80 Jahre nach der Schoah erzielte eine Partei, deren Führungskräfte das Berliner Holocaustmahnmal als ›Denkmal der Schande‹ bezeichneten, Rekordzuwächse."

          • Zippism

            @Troll Eulenspiegel:

            Das ist schon bemerkenswert: Erst verlangen Sie von mir die „komplette gesellschaftspolitische Weltformel“, weil ich die bisherige Strategie kritisiere – und anschließend präsentieren Sie selbst eine Weltanschauung aus Wachstumskritik, offenen Grenzen, Antifa und der drohenden „historischen Singularität“.

            Nur war mein Punkt erheblich einfacher: Wenn die AfD nach Jahren von Brandmauer, „Haltung zeigen“, Zivilgesellschaft stärken und antifaschistischen Kampagnen bei fast 44 Prozent landet, sollte man vielleicht einmal überprüfen, ob die eigene Strategie tatsächlich funktioniert.

            Dafür brauche ich keine „Weltformel“. Das nennt man normalerweise Evaluation.

            Und nein: Der Hinweis, dass die AfD rechtsextrem ist, erklärt nicht, warum 44 Prozent sie wählen. Wer diese unangenehme Frage mit Schoah-Zitaten beantwortet, verwechselt moralische Empörung mit politischer Analyse.

            Man kann natürlich weiter „Haltung zeigen“, sich gegenseitig bestätigen, dass man auf der richtigen Seite steht, und anschließend überrascht auf die Wahlergebnisse schauen.

  • WiFi

    Wenn das so weiter geht mit der „Bürgernähe“ der CDU, dann geht sie den Weg der democrazia cristiana , die bekanntlich nach über 40 Jahren als die führende Partei in Italien unterging.

  • vieldenker

    Die S-A-Wähler*innen hatten die Wahl und haben sie mehrheitlich getroffen. Das kann man im Ergebnis bedauern - und sollte doch gleichzeitig erfreuen. Denn die hohe Wahlbeteiligung zeigt vor allem, dass wahlberechtigte Bürger*innen ihr Wahlrecht in Anspruch nehmen, wenn sie denn meinen eine Wahl zu haben. Als überzeugter Anhänger der hiesigen „Konsensdemokratie“ glaube ich gleichwohl, dass die politischen Parteien selbstbewusster ihre kontroversen Konzepte vertreten und gleichzeitig deutlich machen sollten, dass austarierte Koalitionsverträge nicht (nur) die Zustimmung zum vermeintlich kleineren Übel des geringsten gemeinsamen Nenners sind, sondern das Ergebnis gemeinsamer Beratungen mit dem demokratisch gewählten Gegenüber. Denn da bietet ja seit jeher jeder „Block“ eine große Bandbreite an Überzeugungen und vielfache Möglichkeiten zur gemeinsamen Gestaltung über vermeintlich unüberbrückbare Grenzen. Das wird irgendwann auch für die Blaunen gelten, deren wahre innerparteiliche Standfestigkeit jetzt gehörig auf die Probe gestellt werden dürfte.

  • FCA Media

    Dieses Ergebnis sollte niemanden schockieren. Es ist die direkte Reaktion auf einen Bundeskanzler Merz, der vor der Wahl viel versprach, und nach der Wahl das Gegenteil von dem tat, was er versprach, während er sich die Diäten erhöhte und "uns", den Bürgern sagte "wir" hätten über unsere Verhältnisse gelebt und müssten jetzt den Gürtel enger schnallen. Während er und die Politikerkaste selber Millionäre bzw extrem wohlhabend sind. Alle.

    Deutschland hat ein Grundproblem: es hat sich selber sabotiert: Horrende Energiekosten durch einen "tugendhaften" aber völlig unsinnigen Atomausstieg, eine chaotische Migrationspolitik, in der das Individualrecht auf Asyl verballhornt wurde zu "Deutschland braucht Fachkräfte", bei gleichzeitigem Nicht-Fordern der kulturellen Assimilation derjenigen, die hierherkommen.



    Gleichzeitig wird denen, die hier arbeiten erzählt, sie müssten länger und mehr arbeiten - und wir könnten uns den Sozialstaat trotzdem nicht leisten. Es würde trotzdem immer weniger Rente, immer weniger Gesundheit, immer weniger geben - die Diäten der Abgeordneten mögen aber bitte automatisch steigen.



    Deutschland verliert sich gerade - die AFD ist nur das Symptom.

    • PartyChampignons

      @FCA Media:

      Zu sagen der Atomausstieg wäre der Grund für hohe Energiekosten und damit zu suggerieren, dass Atomenergie günstig gewesen wäre ist schlichtweg falsch. Atomenergie war und ist die teuerste Form der Energieerzeugung, die kosten mussten von Anfang bis Ende vom Staat und damit vom Steuerzahler subventioniert werden....

    • Sole Mio

      @FCA Media:

      Stimme ihnen in den meisten Punkten zu. Jedoch war es nicht Merz alleine, wie oft so gerne behauptet wird, die 3-4 Legislaturperioden davor haben durchaus eine famose Vorarbeit dafür geleistet!

  • Philippo1000

    Ja, das stimmt.



    Es ist unerklärlich, warum Arbeiter eine Partei wählen, die Politik für Besserverdienende machen will.



    Es ist unerklärlich, warum in einem Bundesland, deren Mehrheit eine Diktatur erlebt hat, eine Partei wählen, die eine Diktatur anstrebt. Es ist unerklärlich, warum diese "afd" Wähler ( Nicht-) Migration so wichtig finden, obwohl Sachsen Anhalt das Bundesland mit der geringsten Migrantenquote ist.



    Es wurde lang und breit gewarnt, dass die "afd" rechtsextrem ist.



    Dennoch hat sie eine klare Mehrheit.



    Das bedeutet, eine klare Mehrheit in Sachsen Anhalt ist rechtsextrem.



    Argumente sind überflüssig. Ein Ansatz zum Schutz unserer Demokratie muss daher ein Verbotsverfahren sein, wie Pistorius und Özdemir es vor Wochen nochmals angesprochen haben.



    Klar ist auch, dass demokratische Projekte weiter unterstützt werden müssen und Dobrindt und Konsorten dabei auf die Finger geguckt werden muss .



    Zusammenarbeit heißt aber auch, sich nicht gegenseitig auf die Füße zu treten. Vielen "Linken" erscheint die Bekämpfung der SPD wichtiger als die Bekämpfung der "afd".



    Innerhalb des demokratischen Spektrums muss abgerüstet werden. Die nächste Wahl in MV kann noch gewonnen werden!

  • Wanderin

    Dieses Ergebnis ist auch von den Medien mitfabriziert worden, denn die Partei wurde wochenlang vorher als Angstszenario regelrecht beworben. ("Der gefährlichste Mann Deutschlands" - ist ein verstecktes, überzogenes Kompliment. Für diese großflächig sichtbare Werbekampagne hätte die Partei ansonsten viel Geld ausgeben müssen, aber die Medien haben sie ihr gratis geschenkt) Besonders die Protestwähler, die immer zuhause bleiben und eigentlich nie wählen gehen, wird die Tatsache, dass die etablierten Medien diesen Kandidaten als bürgerlichen Albtraum anpreisen, besonders motiviert und Genugtuung verschafft haben.

    • Oma

      @Wanderin:

      Sehe ich auch so. Die demokratischen Parteien haben dabei voll mitgemacht. Anstatt über die Konsequenzen des AfD-Programms so lange zu reden, bis jeder kapiert hat, was beispielsweise ein EU- und Schengen-Austritt für die deutsche Wirtschaft bedeutet (nur ein Beispiel von ganz vielen), hat man sich auf die beiden Themen Brandmauer und AfD-Verbot fokussiert. Und das sind genau die Themen, die die AfD sexy machen. Böse ist sexy. Vom Establishment abgelehnt zu werden ist sexy. Es der Elite mal richtig zu zeigen ist sexy.

    • Meister Petz

      @Wanderin:

      Nicht nur die Medien, auch die etablierten Parteien hätten aus anderen Ländern was lernen können. Bestes Beispiel ist Österreich. Dort gab es drei mal eine blaue Regierungsbeteiligung als Juniorpartner, ohne dass die Demokratie beseitigt worden wäre. Denn durch die Einbindung der Blauen (die unter Haider zum Teil offene Nazi-Nostalgie betrieben haben) war es möglich, ihnen Bedingungen zu stellen.

      Man erinnere sich: In der ersten blauen Regierungsbeteiligung trotzte die ÖVP unter Schüssel der FPÖ zwei wesentliche Zugeständnisse ab: Die FPÖ durfte trotz höherer Stimmenanteile nicht den Kanzler stellen, und Haider nicht Mitglied einer Bundesregierung sein. Die FPÖ entzauberte sich aufgrund der eigenen Korruptheit (Grasser) bis hin zur Spaltung. Und Österreich ist nach wie vor ein demokratisches Land.

      Ich bin überzeugt, dass mit einer Lucke-AfD problemlos und selbst mit einer Petry-AfD noch möglich gewesen wäre, entweder eine Entzauberung oder eine Melonisierung einzuleiten. Das geht aber nur, wenn eine Partei der Mitte die Kontrolle behält. Jetzt ist es so weit, dass ein MP Siegmund nicht viele Kröten wird schlucken müssen.

    • Abdurchdiemitte

      @Wanderin:

      Wohl wahr!

    • Kaboom

      @Wanderin:

      Die Fakten liegen auf dem Tisch. Die 110 Mitarbeiter der AfD-Fraktion im BT, die Mitglieder offen rechtsradikaler Organisationen waren oder sind. Organisationen, mit denen die AfD Unvereinbarkeitsbeschlüsse hat. Die Mitarbeiter im engsten Stab von Siegmund, die früher Führungskader der inzwischen verbotenen HDJ waren. Einer Organisation, die sich selbst als Nachfolger der HJ sah.



      Die schlichte Wahrheit ist, dass den Wählern der AfD das - im besten Fall - egal ist.



      Jedes Gerede darüber, dass andere am Aufstieg der AfD Schuld sind, ist eben genau das: Gerede. Ebenso wie das Gerede, dass es sich um Protestwähler handelt. Das sind Leute, die aus voller Überzeugung Rechtsradikale wählen.

    • Jürgen Klute

      @Wanderin:

      Dem stimme ich voll und ganz zu. Die Medien in Deutschland sind ein Problem. Wie man es anders und besser machen könnte, kann man in mehreren Nachbarländern sehen. Davon lernen mögen deutsche Medien aber nicht.

    • Hans Dampf

      @Wanderin:

      "Dieses Ergebnis ist auch von den Medien mitfabriziert worden, "



      Ja, sehe ich auch so.

  • Christoph

    Eine Partei, die verboten ist, könnte man nicht wählen. Ergo - durch die feige und zögerliche Haltung des Parlaments ist es ja erst möglich gewesen, dass diese Antidemokraten gewählt werden konnten.



    Warum ist es nicht im unserer Verfassung verankert, dass Parteien, die nicht 100prozentig verfassungstreu sind, gar nicht erst zur Wahl zugelassen werden?



    Ist es wirklich undemokratisch eine Partei zu verbieten, die unsere demokratische Grundordnung abschaffen will?



    Wir sägen an dem Ast, auf dem wir sitzen - sehenden Auges!



    Armes Deutschland!!!

    • Zippism

      @ Christoph:

      „Nicht 100 Prozent verfassungstreu“ soll also künftig als Ausschlusskriterium reichen. Wer bestimmt die magische Prozentzahl? Ein Ministerium? Eine Regierung? Ein Ausschuss? Und wenn die jeweils Regierenden anfangen, ihre politischen Konkurrenten einfach wegen „unzureichender Verfassungstreue“ aus dem Wahlkampf zu entfernen, applaudieren wir dann ebenfalls begeistert der wehrhaften Demokratie?

      Genau deshalb gibt es das Parteienprivileg: Über die Verfassungswidrigkeit einer Partei entscheidet nicht die Regierung und auch nicht der politische Zeitgeist, sondern das Bundesverfassungsgericht. Das Grundgesetz kennt sehr wohl das Parteiverbot – aber eben als rechtsstaatliches Verfahren und nicht als politisches „Die finden wir doof, also weg damit“.

      Und nein: Eine Partei ist nicht schon deshalb verbotsreif, weil einzelne Mitglieder, Funktionäre oder Wähler irgendwelchen Unsinn erzählen. Das Bundesverfassungsgericht verlangt für ein Parteiverbot deutlich mehr als eine verfassungsfeindliche Gesinnung: Die Partei muss aktiv und planvoll darauf hinarbeiten, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen.

    • JK83

      @ Christoph:

      Sie haben hier soeben preisgegeben, auf welchem Prinzip eine autoritäre unwandelbare Demokratie aufgebaut werden könnte. Dabei haben sie erstens übersehen, dass es wohl vorgesehen ist, dass das Grundgesetz implizit für Änderungen offen sein soll mit Quoren von 50 oder 67%. Und sie haben zudem übersehen, dass viele der Begrifflichkeiten des Grundgesetzes einer Interpretation bedürfen, die nie für alle Zeiten fest ist. Soll es hier also gleich eine Hohe-Priester-Kaste geben z.B. das BVG, die die Schrift kontrolliert und auslegt, statt dass der öffentliche Diskurs und die Parteien dies tun? Sie müssten entgegen ihrem einfachen Gedanken zudem noch weitere Probleme behandeln wie z.B. das Wolf im Schafpelz - Problem bzw. Trojanisches Pferd und eine Strategie gegen den offensichtlichen Beitrag zur Delegitimierung des ganzen Staates.

      Ich sage mal so: Radikal ist ihr Beitrag auch, aber er ist NICHT radikal demokratisch, wie sie vielleicht meinen!

  • hsqmyp

    Es reicht einfach nicht, wenn Union & SPD auf die Gefahr von Rechts hinweisen und gleichzeitig nichts Substanzielles gegen die Wohnungsnot, Inflation, Verarmung, Klimawandel, Ungleichheit, uvam tun.



    Stattdessen wie einstmals Schröder Sozialkürzungen zulasten der Klein- und Mittelverdiener als Reformen verkaufen.

    Wenn die Parteien nicht endlich wirksame Politik für ihre WählerInnen machen, werden sie abgewählt und verschwinden irgendwann ganz.

  • Sole Mio

    Das Ergebnis, wenn alle demokratischen Parteien nun zusammenhalten bzw. zusammenarbeiten würde dann wieder jenes sein, das jede Partei mehrere Kompromisse eingehen muss und wieder noch mehr Unzufriedenheit in den eigenen Reihen herrscht. Gerade bei schwarz und rot.

    Ich sehe es so dass das BSW sollte es drin sein, mit der AfD zusammenarbeiten wird.

    Das positive daran wäre dass beide dann liefern müssten, jedoch sich entzaubern würden.

    • ToMuch

      @Sole Mio:

      Oder auch nicht. Siehe Dänemark und Italien.

  • Dietmar Rauter

    Putins Freunde haben eine Mehrheit im Magdeburger Landtag. Müssen wir vor Wahlen TikTok & Co abschalten ?

    • Thomas Böttcher

      @Dietmar Rauter:

      Destatis (2025/2026): 59 % der 16- bis 74-Jährigen nutzen Social Media aktiv (ohne reine Messenger-Dienste wie WhatsApp).



      Ist auch mein Eindruck, das sich daraus das Wählerpotenzial der AfD speist.

  • Strenge Susanne

    Bitterer Abend. Aber fast die Hälfte der Sachsen-Anhalter will offenbar das Ergebnis. Lasst sie also regieren, möglichst schnell. Nachdem es kein Parteiverbot gab, ist dies die einzige Möglichkeit, dass sie sich selbst zerlegen, denn das tun sie und die Menschen werden nur so merken, dass es ihnen mit der AFD schlecht geht. Vorher aber bitte alle Andersdenkenden das Land verlassen! Ihr seid alle herzlich willkommen in NRW.

  • Fran Zose

    Und nun? Ein etwas hilfloser Kommentar, eine wirklich Idee wie es gehen soll kann ich hier auch nicht rauslesen…..

  • Dietmar Rauter

    Stand 6.9. um 22 Uhr : Sind Merz und Klingbeil noch im Amt ? Unglaublich...



    Die Leute sind doch nicht doof:: Klimawandel und Hormus / Trump machen alles teurer für die Mehrheit der WählerInnen ....



    Haben das Grüne/Linke/SPD/CDU nicht gemerkt ? Wer auf dem CO²-Auge blind ist, verweigert die Realitäten.

  • amigo

    Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt ist ein schmerzhafter Schock, aber keineswegs das Ende unserer Demokratie. Wer meint, mit diesem Votum sei der Weg frei für eine autoritäre Umgestaltung unseres Bundeslandes, hat den Widerstandsgeist der Zivilgesellschaft gewaltig unterschätzt.



    ​Jetzt rächt sich jahrelanges taktisches Klein-Klein und das gegenseitige Zerfleischen der demokratischen Parteien. Schluss damit! Ein schwaches Bündnis der Mitte bringt nichts, wenn nicht endlich mutige, spürbare Antworten auf die Nöte der Menschen geliefert werden: Echter Zusammenhalt, funktionierende Schulen, soziale Sicherheit und eine unerschütterliche Brandmauer.



    ​Demokratische Kräfte dürfen nicht in Schockstarre verharren oder den Rechtsextremen hinterherlaufen. Wir überlassen Sachsen-Anhalt weder den Zündlern noch der Agonie. Jede Kommune, jeder Verein, jede Freie-Presse-Initiative und jede demokratische Fraktion muss nun zum Schutzraum unserer offenen Gesellschaft werden. Jetzt gilt erst recht: Aufstehen, Schulterschluss zeigen und Haltung bewahren!

  • bvbfan

    Nach Jahren einer sinnlosen Brandmauer Politik können diese "neuen" Antworten ja wohl nicht sein, eine Regierung mit CDU/SPD/Grünen/Linken zu etablieren. Das wäre meiner Meinung nach die völlige Kapitulation dieser Parteien, nach dem Motto: uns verbindet nichts, aber wir wollen keine AfD. Die Wahlen danach würden dementsprechend ausfallen, da die Wähler sich zurecht veralbert fühlten. Der Super-Gau würde vor allem die CDU treffen, die alle verbliebenen konservativen Wähler abschreiben könnte. Die einzige und beste Lösung ist eine AfD Minderheitsregierung, die wahrscheinlich nur mit BSW Beteiligung möglich wäre. Die AfD könnte so eine Minderheitsregierung natürlich ablehnen, was strategisch wahrscheinlich Vorteile hätte (null Verantwortung + dysfunktionale Rot-Rot-Grün-Schwarze Koalition). Die Rettung ist meiner Meinung nach das BSW.

    • Arafna

      @bvbfan:

      Die AfD wird keine Minderheitsregierung machen. Die sind zwar dumm, aber nicht blöd. Sie wissen, dass sie als Regierungspartei nur verlieren können. Sie wissen auch, dass sie kein wirkliches Konzept für die Fragen hat, die ihre Wählerschaft umtreibt. Nein, die AfD muss zum Regieren gezwungen wären. Vielleicht ja mit Hilfe vom BSW, die ihnen eine Koalition vor die Füße legt. So, das sie gar nicht Nein sagen können. Den ganzen Rest erledigt die Horde dann von ganz allein. Und wird das BSW noch schön mit reinreiten. Kann anschließend nur besser werden.

      • ToMuch

        @Arafna:

        War sicherlich in Italien auch mal der Gedanke…

  • EchteDemokratieWäreSoSchön

    Der Ausgang der Wahl ist schlimm - schlimm für Sachsen-Anhalt, aber auch für Deutschland.



    Aber es ist auch seit Jahren klar, dass es dazu kommen würde - weil dauernd mit untauglichen Mitteln versucht wurde, dies aufzuhalten.



    Der Autor nennt eine ganze Menge von Maßnahmen, die nicht funktioniert haben und erkennt richtigerweise, dass die nicht geholfen haben und auch nicht helfen werden.

    Es gibt eine Maßnahme, die helfen würde, bei der sich die etablierten Parteien sich seit Jahren weigern zu ergreifen.

    Diese Gesellschaft muss wieder gerechter werden, so dass jeder den Eindruck hat, es wird ihm, seiner Familie und seinen Kindern immer besser gehen.



    Dazu müssen die Gewinne gerechter verteilt werden. Dass die 5000 Milliardäre und Superreichen (>100 Mio €) seit 2024 ihr Vermögen um 400 Mrd. $ erhöhen konnten, aber 50% und auch der Staat nicht mehr über die Runden kommen, kann auf Daher einfach nicht funktionieren.



    Es würde schon reichen, die Steuern für die 5000 um 1,5-3,5% ihres Vermögens zu erhöhen. Das wären 50-100 Mrd.€ pro Jahr. Damit liessen sich alle Probleme lösen.



    Ohne das wird die AdD immer stärker werden

  • Markus Schäfer

    Hoffen wir, dass sie nicht regieren werden. Prinzipiell stimme ich zwar absolut zu, allerdings glaube ich auch nicht, dass eine Fünfparteienregierung (falls das BSW reinkommt), die AfD zurückdrängen kann.

    • Carsten S.

      @Markus Schäfer:

      Am besten gäbe es diesen braunen Sauhaufen gar nicht.

      Aber jetzt haben wir das Elend, und ich weiss nicht, was besser ist: Die AfD von der Macht fernzuhalten und ihr weiteres Erstarken zu riskieren oder sie regieren (und hoffentlich scheitern) zu lassen, so dass jeder merkt, wen er da gewählt hat.



      Dummerweise ist die Rechte fast schon brilliant darin, selbst zu scheitern und dennoch ihre Anhänger davon zu überzeugen, dass die anderen schuld sind. Siehe Trump.

      Vielleicht wäre ein Exodus der ausländischen Arbeitskräfte aus der Medizin, der Pflege und der High-Tech-Industrie heilsam. Wobei: vielleicht sind dann doch wieder die anderen schuld...

      Als Wessi habe ich jedenfalls kein Verständnis dafür, dieses blaubraune Experiment mit meinen Steuern zu unterstützen.

  • gyakusou

    Die Antwort ist simpel: Die "Demokratische Kräfte" müssen bessere Politik machen und das Leben der Menschen nachhaltig verbessern. Mehr Wohlstand, mehr Sicherheit, bessere Bildung usw.

    Das wird nur sehr schwer umsetzbar sein in der Welt, in der wir leben. Egal von wem.

    • Machiavelli

      @gyakusou:

      Das ist des Pudels Kern. Die Politik in Deutschland hat kaum noch Gestaltungsmacht, wir sind Spielball globaler Kräfte und Effekte ohne groß Einfluss darauf nehmen zu können. Diese Hilflosigkeit macht den Menschen Angst.

    • FCA Media

      @gyakusou:

      Das ist schon umsetzbar, wie andere Länder zeigen: Dänemark hat mit einer Migrationspolitik Erfolg. Ebenso Polen. Dort wird Migrationspolitik im Sinne der inneren Sicherheit und des Erhalts der eigenen Kultur betrieben.



      Ebenso Energiepolitik: fast jedes Land will seine Atomenergie in den nächsten Jahren ausbauen und nachhaltig gestalten. Deutschland? Musste mal wieder einen Sonderweg gehen und glaubt, dass sein heroischer Ausstieg aus der Atomenergie das Weltklima retten wird.



      Deutschland sabotiert sich immer dann selbst, wenn es die Welt moralisch belehren will: Beispiel Flüchtlinge "schaut mal, wir Deutschen sind die Guten, wir nehmen sie alle auf, wir schaffen das." Beispiel Atomenergie: "schaut mal, wie tugendhaft wir sind und wie wir Atom beenden."



      Heute sehen wir die Konsequenzen, ganz nüchtern: Deutschland tut sich selber weh, es hat etwas von einer Selbst-Kasteiung, wie dieses Land sich gerade verliert - weil man moralisch irgendeinen Zeigefinder heben will.

      • PartyChampignons

        @FCA Media:

        Der Atomausstieg hatte nichts mit Klimaschutz zu tun, sondern mit dem Risiko einer Reaktorkatastrophe, der ungeklärten Endlagerfrage und den hohen Kosten. Sie meinen wohl eher den Kohleausstieg.....

      • Klabauta

        @FCA Media:

        Die Forderung nach AfD-Politik, um die AfD zu verhindern wird durch ständiges Wiederholen nicht besser.

    • Ludowig

      @gyakusou:

      Ich fürchte, es fehlt der Wille und nicht das Geld. Man muss den Mietern zum Beispiel die Angst vor der nächsten Öl- und Gasrechnung nehmen und sie bestärken anstatt sie als faul zu beschimpfen. Politik muss wieder für das Volk gemacht werden und nicht für einzelne Interessengruppen.

    • Desdur Nahe

      @gyakusou:

      "Mehr Wohlstand, mehr Sicherheit, bessere Bildung"



      Fehlt da nicht noch ein Punkt? Aber der wird gerne "vergessen". Wie steht da im Artikel:



      "Wir wissen offenkundig nicht, was gegen die AfD hilft."



      Doch, wissen wir.



      Lt. Uni des Saarlandes sind ca. 90% der AfD-Wahlentscheidungen alleine auf das Thema Migration zurrückzuführen. Und der "Praxisversuch" in Dänemark war ja auch ganz aufschlussreich.



      Ob man das als Partei bei dem Thema in diese Richtung möchte ist ein ganz anderes Thema. Aber ahnungslos zu tun hilft nicht weiter, denn die Migrationspolitik wird sich massiv ändern.



      Die Frage ist, ob das durch die Parteien links der AfD passiert, oder dann letztlich die AfD das ein paar Jahre später alleine nach ihren Regeln macht.



      Jede/r, der das Thema nicht anfassen mag, entscheidet sich für die AfD-Variante.

      • Klabauta

        @Desdur Nahe:

        Was für ein Unsinn! Dobrindt betreibt seit Amtsantritt hinsichtlich Migration AfD-Politik vom Feinsten, gerne auch jenseits dessen, was rechtlich zulässig ist.



        Das schlägt sich in Zahlen nieder:



        Im laufenden Jahr 2026 (einschließlich Juni) sind beim BAMF 39.646 Erstanträge und 16.901 Folgeanträge auf Asyl eingegangen. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 168.543 Asylanträge in Deutschlang gestellt, 2024 waren es 250.945 Asylanträge, 2023 insgesamt 351.915 Asylanträge.



        Quelle: bpb

        Mag sein, dass die Leute zu 90% "Migration" als Grund angeben, die AfD zu wählen. Das ist aber nur ein Beweis dafür, dass es bei ihrer Entscheidung nicht um Fakten, sondern um Gefühle geht.

    • Lass uns reden

      @gyakusou:

      Das Versprechen „mehr von allem für alle“ ist genau das Problem, weil es unrealistische Erwartungen erzeugt, Enttäuschung, Resignation und so die Wahl von Parteien fördert, die den Mund noch voller nehmen…



      China als reine Werkbank, billige fossile Energie, Nationalstaaten mit geschlossenen Grenzen, Mama Zuhause mit zwei, drei Kindern, überlegene Produkte „Made in Germany“, das ist weitestgehend Geschichte.



      Das Versprechen, es geht nur bergauf, ist eine schöne und zugleich gruselige Wunschvorstellung.



      Selbst eine zurecht geforderte gerechtere Verteilung des Wohlstands reicht m.E. nicht aus, wenn auch dringend nötig.



      Keiner will den Bevölkerungen der westlichen Welt reinen Wein einschenken: Ein gutes, fröhliches, herzliches, gesundes, kreatives Dasein braucht keine permanente Steigerung des materiellen Wohlstands. Begegnung, Zusammenhalt, gegenseitiges Interesse, Neugierde und Lebenslust wie ein kleine Kinder, wie die Jugend es uns vormachen, Was braucht es dafür?



      Mut, nach vorne Denken, Unbeschwertheit.



      Die alten Erzählungen Kirche, Nation, Wohlstand brauchen lebendige, starke und zeitgemäße Adaptionen, lasst uns zusammen uns neu finden, erfinden, just do it.

    • T-Rom

      @gyakusou:

      Mehr Wohlstand scheint zumindest mittelfristig wenig realistisch und sollte daher auch nicht versprochen werden.



      Vielleicht wäre es mal an der Zeit, dass die "etablierten Parteien" eingestehen, dass Veränderungen notwendig sind (das haben die meisten Bürger ohnehin begriffen), dass es dabei Abstriche geben wird, und dass man darauf achten wird dass es dabei einigermassen gerecht zugeht.



      Das würde auf viel mehr Zustimmung stossen, als dauernd zu suggerieren dass es - zumindest für die eigene Klientel - alles rosa aussähe, wenn man denn nur das richtig tue und die jeweils andere Seite aber alles verkehrt mache.

  • Astrid Sehnefeld

    "Nach dem deutlichen Votum für die AfD in Sachsen-Anhalt braucht es andere, neue Antworten. Demokratische Kräfte müssen jetzt zusammenhalten."



    Was sollen diese neuen Antworten sein?



    Wer soll sie geben?



    Und zusammenhalten hören wir seit Jahren...



    Das ist doch die pure Hilflosigkeit die hier spricht, Entschuldigung.



    Keine Partei hat Antworten. Oder will mir irgendjemand erzählen, dass Grüne oder SPD oder Union erst auf 44% gewartet haben, bevor sie mit der Lösung um die Ecke kommen

    • WiFi

      @Astrid Sehnefeld:

      Müssen wir alle, nicht nur die Parteien /Politiker vielen Menschen/Wähler klar machen , was das Leben in einem demokratischen Staat mit sozialer Marktwirtschaft so Chancenreich macht? Hilfe zur Selbsthilfe,

    • Martin Rees

      @Astrid Sehnefeld:

      In "blühenden Landschaften" mit vielen Arbeitsplätzen und auskömmlichen Renten gedeiht Populismus eher nicht, aber analog Rust Belt in den USA:



      "In der Gesamtsicht zeigt sich, dass Populismus multiple ökonomische Gründe hat. In der Summe laufen sie auf Abstiegsängste und Verteilungskonflikte hinaus, die verstärkt werden, wenn das Vertrauen in die Politik und in die Fairness unterminiert werden. Statt auf eine offene, globale Wirtschaft zu setzen, betont der Populismus nationale Abschottungen und in seiner linken Variante starke umverteilungspolitische Ansätze."



      Naumer, HJ., Hofrichter, S. (2025). Populismus: Ein weltweites Phänomen. In: Kapitalismus Populismus Demokratie. essentials. Springer Gabler, Wiesbaden. doi.org/10.1007/978-3-658-47564-2_2



      Vice versa wird daraus ein Schuh: Indem ökonomische Interessen auch bedient werden und Renten nicht geschmälert werden, so könnte die Lehre sein.



      Allerdings ein Paradoxon: Viele Wähler*innen denken, dass es ihnen nicht so schlecht geht, sondern eher dem Land.



      Das wollen sie sich zurückholen...



      Eine weitere Ungereimtheit: Der Glaube an Putins Unterstützung.



      Dass genuine Landespolitik wenig diskutiert wird, ist leider nun die Regel.

      • Astrid Sehnefeld

        @Martin Rees:

        "In "blühenden Landschaften" mit vielen Arbeitsplätzen und auskömmlichen Renten gedeiht Populismus eher nicht"



        Diese Weisheit habe ich auch lange geglaubt, aber siehe letzte Wahl in Baden-Württemberg - AfD knapp 20%...🤷



        Baden-Württemberg gehört zu den reichsten Bundesländern, Hochlohnjobs ohne Ende, keine hässlichen Braunkohlegruben, kein abgestorbener Harz, keine verfallenen Häuser, entvölkerte Dörfer, etc...



        Und trotzdem 20%.



        Die AfD ist schon lange nicht mehr nur Partei der Frustrierten, sie ist tatsächlich eine Hoffnungspartei geworden.

        • Klabauta

          @Astrid Sehnefeld:

          Hoffnung auf was?

          • Astrid Sehnefeld

            @Klabauta:

            Das müssen Sie die AfD-Wähler fragen - oder Thomas de Maizière, der hat das gestern auch bei Frau Misoga gesagt.



            Wenn Sie allerdings auf die Umfragen in Sachsen-Anhalt schauen, bezüglich welcher Partei am meisten Kompetenz zur Lösung der Probleme zugetraut wird, dann lag da die AfD in allen Kategorien bis auf einer einzigen vorn.



            Lief heute Morgen auch bei MDR.info...



            Kompetenz zutrauen heißt Hoffnung, oder?



            Die AfD wird nicht mehr nur aus Protest gewählt.



            Das ist für mich die echte Zäsur dieser Wahl.



            Nicht die 44%, sondern die Tatsache, dass die Wähler der AfD mehr zutrauen als allen anderen Parteien...

    • Lass uns reden

      @Astrid Sehnefeld:

      Es gibt keine Alternative zum Zusammenhalt in der Familie im Freundeskreis in der Nachbarschaft,



      Das Gute ist: es kommt mehr Energie zurück als es kostet

    • Carsten S.

      @Astrid Sehnefeld:

      Danke für Ihren wie immer klaren Kommentar.