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Klimaschutz in DeutschlandDie Regierung schützt die Bür­ge­r*in­nen nicht

Susanne Schwarz

Kommentar von

Susanne Schwarz

Schwarz-Rot überschätzt die Wirkung der geplanten Klimamaßnahmen deutlich. Von den geplanten Antiklimamaßnahmen ganz zu schweigen.

Sagt jetzt seiner Rolle gemäß, er nehme die Warnungen ernst: Bundesumweltminister Carsten Schneider, hier im Juli 2025 bei Greifswald Foto: Frank Osenbrink/imago

S chwarz-Rot tut nicht genug, um uns vor der Klimakrise zu schützen. Das zeigt das aktuelle Gutachten des Expertenrats für Klimafragen, der die Regierung berät. Diese überschätzt laut Bericht in ihren Berechnungen die Wirkung ihrer ohnehin spärlichen Öko-Maßnahmen deutlich.

Leider ist nicht davon auszugehen, dass das Merz und sein Kabinett interessiert. Umweltminister Carsten Schneider (SPD) sagt jetzt natürlich seiner Rolle gemäß, er nehme die Warnungen ernst. Die vom Expertenrat offengelegten Unsicherheiten sind aber doch eher kein Versehen, sondern eine bewusste Schönrechnerei der geplanten Antiklimapolitik.

Ende März stellte die Bundesregierung stolz ihr Klimaschutzprogramm mit der dazugehörigen CO₂-Bilanz vor. Angeblich würden die Klimaziele sogar übererfüllt, hieß es. Dabei war da schon längst klar, dass die Regierung beispielsweise das Heizungsgesetz für eine klimafreundliche Wärmewende kippen will – nur rechnete sie das dreist nicht ein. Formal mag es in Ordnung sein, noch nicht vollständig abgeschlossene Reformen auszulassen. Ernsthaftes Interesse an einer ehrlichen Klimabilanz der eigenen Politik sieht aber anders aus.

Seitdem hat die Regierung ihre Klima-Horrorshow detailverliebt weiter inszeniert. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will die Energiewende auf alle möglichen Arten absägen und verlangsamen. Die klimaschädliche Reform des Heizungsgesetzes gedeiht prächtig. Der gerade vom Kabinett beschlossene Entwurf bringt es fertig, nicht mal auf dem Papier auf einen klimaneutralen Heizungsbestand hinauszulaufen.

Aktuell steht die Energiewende weltweit hoch im Kurs, weil sie unabhängig macht von Öl- und Gasimporten sowie damit verbundenen Preisschocks. Die Bundesregierung hat offenbar wenig Interesse, ihre Bür­ge­r*in­nen von der Dynamik profitieren zu lassen und macht lieber Klientelpolitik für ihre fossilen Buddys. Für die Mehrheit der Menschen ist das von Nachteil. Sie hat das Recht darauf, von ihrer Regierung vor der eskalierenden Klimakrise geschützt zu werden.

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Susanne Schwarz
Leiterin wirtschaft+umwelt
Jahrgang 1991, leitet das Ressort Wirtschaft + Umwelt und schreibt dort vor allem über die Klimakrise. Hat ansonsten das Online-Magazin klimareporter° mitgegründet.
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142 Kommentare

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  • Der erste Schritt für eine Rettung des Klimas ist die Reduzierung 'unseres Wohlstands' auf das Wesentliche und da spielen die großen Energieunternehmen nicht mit, wenn sie uns mit ihrer Investitionsmacht durch den Bau immer größerer Windparks zum Beispiel auf hoher See und die Beherrschung der Netze und damit eine Verbrauchssteuerung der örtlichen Stadtwerke weiter in Abhängigkeit halten. Viel dringender sind eine Investitionen zur Förderung der Geothermie, die Wärme und Heizen viel günstiger macht als es bei stromfressenden Wärmepumpen, für die ja überall stärkere Stromleitungen verlegt werden müssen, möglich ist. Geothermie ermöglicht kleine Wärmenetze z.B. auch in kleinen Orten oder Quartieren und lohnt sich oft schon für Einzelhäuser und macht Betreiber unabhängig von großen Energieunternehmen. So werden in Dänemark auch in Städten sogar Fernwärmenetze basierend auf der Erdwärme betrieben bzw. geplant. So haben dänische Unternehmen den Stadtwerken in Kiel den Ausbau der Fernwärme auf der Basis Geothermie angeboten. Es wurde abgelehnt mit der Begründung, man wolle hier Wärme aus der Ostsee umwandeln, was aber nur möglich ist mit einem massiven Einsatz von Elektrizität !

  • ..." Die Regierung schützt die Bürger:innen nicht.... "



    Und wer schützt die Bürger:innen vor DIESER Regierung ⁉️

    • @Alex_der_Wunderer:

      Das können wir nur selber machen: nervt Eure Abgeordneten, stellt Fragen nach Nebeneinkünften, auch wenn es keine Antworten geben wird, diese Leute sollen wissen, dass wir wachsam sind und hartnäckig. Und vor allem fallt nicht auf die Schleimer der agD herein, die ganz genauso korrupt handeln wie viele, viele andere.

      • @Perkele:

        @Perkele



        &



        @ Carsten S.



        Die letzte Kanzlerwahl, wo ein großer Teil der , in unserem Vertrauen von uns legitimierten Parlamentarier, sich - für SICH, also ihrem Parlament, im zweiten Wahlgang einen Bundeskanzler gewählt haben, war doch wohl das Letzte & eine Beleidigung / Verdummung der ganzen Wählerschaft gegenüber.



        Eine Farce ❗️

      • @Perkele:

        Ganz genau so korrupt????



        Na ja ich weiß nicht - es gibt Quellen, die darauf hinweisen, dass die FdA wesentlich korrupter ist als der ganze Rest.



        Leider haben Spahn und noch ein paar andere den freiheitlich-demokratischen Parteien mit ihrer Raffgier keinen Gefallen getan. Da stellt sich die Frage: Warum sind sie nicht schon lange weg vom Fenster?



        Aber bei der FdA ist die Korruption flächendeckend.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Wer soll denn die Bürger beschützen, wenn demnächst 30 oder (vielleicht in Sachsen-Anhalt?) 40% der Wähler die AfD wählen?

  • Kann denn nicht Herr Steinmeier dem ganze Verein von Lobbyisten endlich den Stecker ziehen?



    Und davor ENDLICH das AfD Verbotsverfahren in Gang setzen ...

  • Danke für den treffenden Kommentar.

    Es ist 2026, Europa will Klimaschutz doch die deutsche Lobbyistenregierung will den Einbau von neuen Öl- und Gasheizungen auch bis (mindestens) 2030 erlauben.







    Staatlich massiv gefördert auch weiterhin fliegen und fahren mit fossilen Treibstoffen, als gebe es kein morgen/keine Klimaerwärmung/keine europäischen Klimaschutz-Gesetze.

    Ich glaube, "Fossilokratie" wär ein passender Begriff für diese real existierende Staatsform mit einer Marionettenregierung.

    Viele Milliarden Euro an extra Gewinn für das fossile Imperium/Schwarzfels/Bankster dank der Klientelpolitik für fossile Buddys.

    Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wird durch diese rückwärtsgewandte Politik weiter gefördert.

  • Ja es stimmt Gas Kathi ist mit Weisung des Opas angetreten die Energiewende zurückzudrehen, wenn man sich mal mit Tippingpoints beschäftigt kann einem nur schlecht werden.



    Funfact am Rande Gas Kathi durfte unter Altmeyer diesbezüglich schon ordentlich Erfahrung sammeln

  • Gestern sah ich die Dokumentation über die Ahrtal-Flut. Fünf Jahre her, in diesem Juli. Seit sich auch die Meere immer stärker erwärmen, werden ähnliche Szenarien (und andere unschöne) wahrscheinlicher. Wir müssen raus aus der fossilen Verbrennung. Und wir müssen uns wappnen, für das, was unwettertechnisch auf uns zukommt.



    Auch wenn mancher immer noch meint, darüber diskutieren zu müssen, warum gerade Deutschland "noch mehr" tun solle, während "andere gar nichts" täten.



    Anderswo auf der Welt wird teilweise mehr getan, bei geringeren Mitteln. Und mit weit weniger Einfluss auf die Weltwirtschaft als Deutschland, dem der Export immer das Wichtigste war. Unsere Produktionsgüter, unsere Waren und unser Hunger nach Ressourcen darf beim Aufrechnen für "das kleine Deutschland" nicht ständig vergessen werden. Reiseweltmeister sind wir zudem auch noch.



    Global Player, im Guten wie im Schlechten.

    • @Woodbine:

      Das ist eine richtig, richtig guter Beitrag! Danke!

  • Es ist immer wieder erstaunlich wie hier von Foristen China als Kämpfernation gegen den Klimawandel glorifiziert wird. China ist zu allem bereit was der eigenen Wirtschaft und den eigenen imperialen Bestrebungen dient. Der Schutz des globalen Klimas ist dabei keine relevante Größe. Der Ausbau von regenerativen Energien dient in China reiner wirtschaftlicher Zweckmäßigkeit. Zeitgleich werden fossile und nukleare Energieträger in beispielloser Weise ausgebaut. China konsolidiert seine militärische Vormacht im chinesischen Meer und inzwischen auch global. Die militärische gewaltsame Annexion Taiwans ist eine Frage der Zeit. Jetzt schon sorgt China dafür, dass Russland den menschenfeindlichsten Krieg des 21. Jhds. in Europa und klimaschädlichsten Krieg seit der Menschheitsgeschichte schon so lange führen kann. China ist kein Vorbild, Chinas Politik ist ein Riesenproblem, wenn nicht das größte Problem, für Natur und Weltfrieden

  • Für die vielen „China, China, China!"- Rufer:innen/Schreiber:innen:



    China produziert Konsumgüter für die ganze Welt. Werden die CO₂-Mengen, die dadurch entstehen, China gutgeschrieben und den anderen Ländern belastet?

    • @Mondschaf26:

      Werden die CO2 Mengen bei der Herstellung der Konsum und Wirtschaftsgüter, die wir in die ganze Welt exportieren, uns gutgeschrieben und den Importnationen belastet?

      • @Tom Tailor:

        Mindestens Zahlen darüber zu haben, wäre aber schon sinnvoll.



        Jede Woche landen in der EU viele hundert Flieger, vollgestopft mit irgendwelchem Quatsch von Temu, Ali und Shein. Viel Zeugs, wovon vieles kurze Zeit später bei uns im Müll landet. Verursacht wahrscheinlich ein Vielfaches von dem CO2, das man mit dem Heizungsgesetz variante Habeck hätte einsparen können.

        • @Michel76:

          Man könnte das steuern. Mit Zöllen.

  • "Die Regierung schützt die Bür­ge­r*in­nen nicht"



    Was würde denn MEHR schützen?



    Sofortige Klimaneutralität Deutschlands oder 1 Meter höhere Deiche?



    Wenn ich mir die weltweiten Bestrebungen hinsichtlich der Erderhitzung anschaue, dann letzteres.

    • @Astrid Sehnefeld:

      @Astrid Sehnefeld



      ...oder die Ost-& Nordsee etwas ausbaggern 😂🤣😅😂

      • @Alex_der_Wunderer:

        Stimmt, ein paar Sandbänke weniger hätten auch Timmy gefallen 😶‍🌫️

    • @Astrid Sehnefeld:

      1 Meter höhere Deiche werden nicht reichen. Bereits die momentanen, offensichtlich zu optimistischen Szenarien sagen einen Meeresspiegelanstieg von einem Meter bis Ende des Jahrhunderts voraus.







      Die Erderhitzung wird aber erst aufhören, wenn das übermäßige CO2 aus der Atmosphäre verschwunden ist..also in etwa 500-1000 Jahren.







      Rechnen wir also lieber langfristig mit vielen Metern (worst case Szenarien sprechen dabei von bis zu 70 Metern)..







      Vlt sollten wir also lieber darüber nachdenken, ob Städte wie Bremen (liegt auf Meereshöhe), Flensburg, Hamburg. usw. nicht mittelfristig aufgegeben werden müssen..

      • @Wunderwelt:

        Gut, aber derlei Szenarien, 70 Meter und co, liegen so abstrakt in der Zukunft - es geht doch jetzt vor allem um die nächsten 100 Jahre und die absehbare Zukunft.



        Die heutige Politik denkt ja leider nicht mal Dekaden voraus...

    • @Astrid Sehnefeld:

      „[Sofortige] Klimaneutralität Deutschlands oder 1 Meter höhere Deiche?" Das schließt sich doch nicht gegenseitig aus.



      Und btw.: Die Deichbauer:innen sind sehr aktiv. Die verstehen ihr Fach.

      • @Mondschaf26:

        "Das schließt sich doch nicht gegenseitig aus."



        Man kann Geld nur einmal ausgeben. Wenn nach der Deicherhöhung noch etwas übrig ist, kann man es gerne in Klimaschutzmaßnahmen stecken. Besonders in solche, die auch wirksam sind.

      • @Mondschaf26:

        "Das schließt sich doch nicht gegenseitig aus"



        Anscheinend schon, siehe jede Regierung der letzten Jahrzehnte.



        Geld ist knapp und auch Arbeitskräfte sind mittlerweile auch knapp.



        Wenn es für alles reichen würde, gäb es ja keine Probleme...



        Verteilung und Priorisierung sind der größte Streitpunkt in der Politik seit jeher, in jeder Koalition.



        Damit für beides genügend da wäre, bräuchte es wohl lila-grün im Bund...

  • China hat seine Emissionen verzehnfacht. Die lachen euch aus.

    • @Timelot:

      Wer ist mit "euch" gemeint? Diejenigen, die glauben, dass die Fossil-Anhänger*innen richtig liegen? Da lache ich gleich mit....

    • @Timelot:

      Schlicht unwahr. Chinas Emissionen fallen seit zwei Jahren. Nur le, aber sie fallen.

      • @Kahlschlagbauer:

        Chinas Emissionen sind über Jahrzehnte stark gestiegen und liegen nach wie vor auf sehr hohem Niveau.

        • @Zippism:

          China hat seinen CO2-Peak 7 Jahre früher erreicht, als im Pariser Abkommen vereinbart. Nach Stand der Dinge, wird Deutschland seinen Verpflichtungen nicht nachkommen. Das ist der Unterschied, auf den Punkt gebracht.

          • @Kaboom:

            Die Antwort vermischt mehrere Punkte und kommt dadurch zu einem verkürzten Gesamtbild. Richtig ist, dass für China kein eindeutig bestätigter, dauerhafter CO₂-Peak vorliegt – einzelne Stagnationsphasen oder kurzfristige Rückgänge sind kein Beleg für einen strukturellen Wendepunkt.

            Ebenso ist die Behauptung, China habe seinen Peak „7 Jahre früher als im Paris-Abkommen vereinbart“ erreicht, nicht korrekt. Im Paris Agreement ist lediglich das Ziel eines Emissionspeaks „vor oder um 2030“ für China vorgesehen, jedoch kein genauer Vergleichszeitpunkt oder ein übererfülltes Frühziel.

            Deutschland hat zwar Fortschritte im Energiesektor gemacht, verfehlt jedoch weiterhin teilweise seine sektoralen Klimaziele, insbesondere im Verkehr und Gebäudebereich. Eine pauschale Aussage über „Nicht-Erfüllung“ greift daher zu kurz.

      • @Kahlschlagbauer:

        Und wie machen Sie das? Sie haben 35 neue Atomkraftwerke gebaut und haben seit 2022 pro Jahr 10 neue Atomkraftwerke bewilligt

        • @Marcelo:

          China hat 2/3 aller Photovoltaik-Anlagen und Windkraft-Anlagen aller Länder in Betrieb.

  • Die Regierung kann die Bürger nicht vor einem Klimawandel schützen, der Beitrag Deutschlands, auf den die Regierung Einfluß hat, ist dazu viel zu klein. Das geht nur im Rahmen der Weltgemeinschaft, da gehören die großen CO2-Emitenden, vor allem China, die USA, Russland, Indien dazu.



    Die Regierung kann allerdings Maßnahmen ergreifen, um uns besser auf den Klimawandel vorzubereiten. Da hat sie den vollen Einfluß, sie muß ihn nur ausüben. Da gibt es anderes als die Subventionierung von Lastenrädern, etc.

    • @Pfennig:

      Eine Energie- und Heizungswende beeinflusst direkt auch den Markt der Fossilindustrie. Man spart also nicht nur co2 ein, sondern macht global das Geschäft mit Öl etc. unattraktiver. Zudem trägt die entsprechende Forschung und Innovation zum globalen Know-How bei. Man kann das also nicht so isoliert sehen. Im Übrigen bleibt jede Maßnahme gegen die Klimafolgen schon mittelfristig immer zu schwach, wenn man nicht auch die Ursachen des Klimawandels selbst reduziert. Alle, jetzt, nicht erst "die noch Böseren".

    • @Pfennig:

      Die Regierung kann dafür sorgen, dass D seinen Teil dazu beiträgt, den CO2-Ausstoß gemäß der im Pariser Abkommen verankerten Ziele zu reduzieren.

      • @Kaboom:

        Schon, nur wird das die Menschen nicht vor der eskalierenden Klimakrise schützen, und darum geht es der Autorin dieses Artikels.

    • @Pfennig:

      "Die Regierung könnte".



      .



      Was die Regierung "kann" und was diese tatsächlich "macht", sind 2 paar 👞.



      .



      Und ja es gibt unterschiedlich kosteneffiziente Maßnahmen.



      .



      Man könnte zum Beispiel mal daran arbeiten, dass Wärmepumpen in Deutschland in etwa so viel kosten, wie in GB. 11,5 - 16k vs 23 - 40k. Bei dieser Preisdifferenz gibt es einige Faktoren, welche die Regierung beeinflussen könnte (Bauvorschriften).



      .



      Und der Beitrag für ein lebenswerten Planeten sollte wenigstens proportional zum rel Wohlstand des Landes sein.

    • @Pfennig:

      Man sollte zu erst die Ursachen beseitigen und dann erst versuchen die Folgen mildern.

      Und Deutschlands Beitrag an den CO2 Emissionen ist überproportional hoch: 2% weltweit bei lediglich 1% der Weltbevölkung.

      Und die Kosten für Schutzmaßnahmen werden ein Vielfaches betragen, weil gegen alle Wetterextreme Schutzmaßnahmen überall in D ergriffen werden müssen, also gegen Stürme, Hochwasser, Dürrephasen ….

  • Das Pariser Klimaabkommen war/ist ein riesiger Meilenstein. Allerdings scheinen viele dessen Geist nicht verstanden zu haben.







    Darin jedenfalls ist festgelegt, allen Menschen/Ländern gleiche Rechte und Pflichten aufzuerlegen. Was z.B. bedeutet, daß Ländern wie China vorübergehend höhere Emissionsrechte eingeräumt werden..und zwar aus dem einfachen Grund, daß (z.B.) Europa schon ein Jahrhundert vor den Chinesen größere Mengen an CO² frei gesetzt hat.







    Wer also argumentiert, China hätte ja einen größeren CO2 Ausstoß und deswegen bräuchten wir ja gar nichts tun, versucht nur sich auf billigste art aus der Verantwortung zu stehlen.







    Liebe taz..es herrscht zuviel Unkenntnis über den und Geist und den Weg von Paris. Ein bißchen Nachhilfe könnte so Manchem sicher nicht schaden..

    • @Wunderwelt:

      Nach ihrer Logik für China müsste man in Deutschland die Landwirtschaft auch aus der Gesamtrechnung nehmen, da dort die Technische Entwicklung erst in den 1950er Jahren begonnen hat.

    • @Wunderwelt:

      In China wurde Kohle als Brennstoff vor 3700 Jahren verwendet. www.tagesspiegel.d...uert-10239253.html

      • @Gast100100:

        Was vor ein paar tausend Jahren geschah spielt fast keine Rolle.



        .



        Nach rund 200 Jahren sind etwa 75% des damals ausgestoßenen CO2 wieder abgebaut gewesen. Der Rest kann tatsächlich tausende bis zehntausende Jahre brauchen.



        .



        Es geht seit der industriellen Revolution auch einfach um ganz andere Mengen.

  • "BlackRock-Fritz" und "Gas-Kathi" sitzen weiterhin auf dem Schoß der klimaschädlichen Wirtschaft - verheizen die Zukunft unserer Kinder - und die Bürger applaudieren sogar noch dazu. Das klimaschädliche Monopolyspiel wird mit der Union immer so weitergehen, denn sonst meckern die Reichen und Mächtigen; und hohe Parteispenden an die CDU/CSU wird es dann auch nicht mehr geben.

    Und auch wenn die SPD in dieser Regierung sitzt und der Umweltminister Carsten Schneider sogar von der SPD ist, wissen wir doch alle, dass die SPD nur der Steigbügelhalter für Friedrich Merz ist, aber die SPD ansonsten keine große Rolle in dem 'merzschen Theaterstück' spielt.

    Apropos "BlackRock-Fritz".

    BlackRock ist als weltgrößter Vermögensverwalter über Fonds, ETFs und direkte Stimmrechte an fast allen großen börsennotierten deutschen Unternehmen beteiligt. Der Konzern hält Milliardenvermögen und ist Großaktionär in nahezu allen Kernbranchen der deutschen Wirtschaft.

    BlackRock und Klimaschutz? Das oberste Ziel von BlackRock ist die Maximierung der Rendite für die Kunden.

    • @Ricky-13:

      Gas-Kathi stimmt nicht ganz, bis zu seinem Abtritt hat ein gewisser Grüner Wirtschaftsminister (Habeck) davon gesprochen, das wir in D noch mindestens 72 Gaswerke brauchen.



      Sie setzt also nur das fort, was ihr Vorgänger wollte!

      • @Reinero66:

        Ach ja, der "böse Habeck".

        Katherina Reiche war bereits von 2009 bis 2013 als Staatssekretärin unter dem damaligen "Umweltminister" Peter Altmaier (CDU) für die Energiewende zuständig. In diese Zeit gab es eine drastische Kürzung der Solarförderung, die den Zubau massiv einbrechen ließ.

        Umweltorganisationen kritisieren Frau Reiches Gesetzespakete, da diese unter anderem Subventionen für kleine Photovoltaikanlagen beschränken und gleichzeitig den Bau von neuen, fossilen Gaskraftwerken priorisieren. Von Seiten der Klima- und Verbraucherschutzverbände wird auch moniert, dass sich ihre Ministeriumspolitik stark an den Interessen der klassischen Energiekonzerne orientiere (Lobbyismus).

        Im neuen Kraftwerksgesetz schließt Katherina Reiche andere, modernere Technologien (wie Großspeicher oder dezentrale, flexible Lösungen) weitgehend aus. Die staatlichen Milliardenhilfen fließen stattdessen direkt in den Neubau großer Gaskraftwerke.

        Aber man holt natürlich wieder den "bösen Habeck" aus der Kiste. 😂

        • @Ricky-13:

          Nein, dann haben sie meinen Post nicht verstanden, was bei dem einen gut war - Habeck ist bei einem anderen schlecht - Reiche.



          Und wenn PV wirklich so gut ist, dann braucht es keine Förderung.

          • @Reinero66:

            @Reinero66



            Jede Förderung der Eneuerbaren Energien ist immer gut. Wir sollten auch immer an finanziell etwas schlechter gestellte Mitbürger mitdenken.



            Aktuell gibt es auf Antrag eine Förderung für E-Kfz bis zu 6.000 Euro , je nach Bedürftigkeit der Käufer.



            www.adac.de

          • @Reinero66:

            Die Solartechnik wurde damals unter der CDU/CSU torpediert, zum Schutz der "Big Four" (RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW). Um den Wertverlust der fossilen Kraftwerksparks der großen Energieversorger zu bremsen, bremste die Politik den Solar-Zubau aus. Die Interessen der fossilen Konzerne wogen ('und wiegen immer noch') in den Ministerien schwerer als die der jungen Solar-Start-ups.

            Übrigens war Katherina Reiche bis zu ihrer Ernennung Geschäftsführerin von Westenergie, einer Tochtergesellschaft des fossilen Riesen E.ON.

    • @Ricky-13:

      @Ricky-13



      👍👍



      DAS



      oberste Ziel war bestimmt der Deal für's Kanzleramt...



      😎

      • @Alex_der_Wunderer:

        Mit der Merz-Union läuft in Deutschland jetzt alles rückwärts. Friedrich Merz hat auf fast allen Ministersesseln Lobbyisten gesetzt, damit der DAX gemeinsam mit den CO2-Werten ansteigen kann. Und wenn die Aktienkurse kräftig ansteigen, dann vergisst der reiche Unions-Wähler/Politiker sogar, dass er ja auch Kinder und Enkel hat, die noch da sind, wenn er/sie sich schon die Radieschen von unten ansieht.

        Aber Intelligenz war ja noch nie die Stärke des "Homo locuples" („reicher Mensch“).

    • @Ricky-13:

      BlackRock und Klimaschutz? Das oberste Ziel von BlackRock ist die Maximierung der Rendite für die Kunden.

      Ja und? Nichts anderes erwarte ich von einem Unternehmen das das Geld und die Renten anderer Leute verwaltet.

      • @Herbarius Zunichten:

        ***Ja und? Nichts anderes erwarte ich ...***

        Genau das meinte ich in meinem obigen Kommentar, mit "... verheizen die Zukunft unserer Kinder und die Bürger applaudieren sogar noch dazu."

        • @Ricky-13:

          @ Ricky-13



          Als in den 80er / 90er Jahren bekannt wurde, wie die Deutsche Bank Gewinne mit dem Geldeinlagen ihrer Kunden durch Geschäfte mit der Rüstungsindustrie machen, sind die anständigen Kunden von der Deutschen Bank weggegangen. Heutzutage brüsten sich einige Menschen, die nicht mehr denken können mit Profiten auf Kosten des Lebens ander Mitmenschen. Aber vielleicht trifft es diese desinformierten Ignoranten eines Tages selber oder ihre Kinder....

    • @Ricky-13:

      Was wollen Sie damit sagen?



      Dass, wenn die Energiewende und der Klimaschutz profitabel wären, BlackRock ganz vorne mit dabei wäre?

      • @Desti:

        Natürlich wären die das.



        .



        Auch Erdöl Firmen wollten mal aus dem fossilen Geschäft in EE umsteigen.



        .



        Gab nur 1 kleine Haken. Die erwartete Rendite ist niedriger, da ist ja auch kein Kartell mehr möglich.



        .



        Und so ist man von tatsächlichen Vorgaben zu Feigenblattprojekten und Desinformation gewechselt.

  • Eine Kommission aus Experten konstatiert, dass die Regierung zu wenig tut, um uns gegen den Klimawandel zu schützen, und hier beginnen sofort einige Floristen, Nebelkerzen zu werfen.



    Die Behauptung (Argumentation kann man das nicht nennen), dass "die Anderen" alle weitermachen wie bisher und Deutschland allein ja sowieso nichts tun könne, bewegt sich genauso auf Sandkasten-Niveau wie jene, dass die Bevölkerung unter einer konsequenten Klimapolitik leiden würde und es ihr nicht zuzumuten wäre. Ehrlich gesagt habe ich keine Lust, gegen diese gebetsmühlenartige Wiederholung des Immergleichen anzuargumentieren.



    Ich empfehle stattdessen dieses Interview mit Nils Kumkar:



    www.geistes-und-so...elkerzen-2942.html

    • @Klabauta:

      Interessant, wie hier Kritik pauschal als „Nebelkerzen“ abqualifiziert wird, statt sich mit ihr auseinanderzusetzen. Der Verweis auf das angebliche „Sandkasten-Niveau“ ersetzt Argumente genauso wenig wie moralische Überhöhung sie liefert.

      Dass internationale Wirkung, soziale Zumutbarkeit und politische Umsetzbarkeit legitime Fragen sind, ist kein Ablenkungsmanöver, sondern Kern jeder verantwortlichen Politik. Wer diese Fragen reflexhaft abtut, macht es sich selbst bequem – und der Debatte keinen Dienst.

      Und Interviews zu empfehlen, statt auf konkrete Einwände einzugehen, ist kein Diskurs, sondern Ausweichen. Klimaschutz braucht Sachlichkeit, Priorisierung und Wirkung – nicht nur die richtige Haltung.

  • Das Perfide an diesem Komplex ist die offensichtliche Missachtung der Interessen der Bevölkerung. Diese Regierung hat einen Meineid geleistet, sie wirkt eben nicht zum Wohle des Volkes, sie wirkt ausschließlich zum Wohle der (fossilen) Wirtschaft. Und wir lassen uns das gefallen!?

    • @Perkele:

      hm, was nehmen Sie als Bevölkerung an, nehmen Sie Deutschland, dann nehmen SIe die AFD Wähler und Grossteil der CDU/CSU Wähler dann tut die Regierung genau das was die Mehrheit der Bevölkerung will! Der Umweltschutz wie ihn hier einige gerne sehen würden, hat auch bei den Wählern keine Mehrheit. Also folgere ich daraus die Regierung macht was die Mehrheit will

      • @Thomas Zwarkat:

        Das ist wissenschaftlich keineswegs belegt. Die derzeitige Regierung und die einschlägigen Medien unternehmen alles, die Klimakatastrophe zu verniedlichen, sie informieren wissentlich falsch. Das hat den Hintergrund, dass starke wirtschaftliche Interessen dahinterstecken (Merz: wenn es der Wirtschaft nicht schadet, dann kann man das machen...) und nicht die Interessen der Menschen. Es gibt eine gewaltige Anzahl von Leuten, die sehr wohl erkennen, um was es hier geht, doch das will man nicht gelten lassen, siehe oben. Eine unabhängie Untersuchung und faire Berichterstattung macht ganz deutliche Befürwortung von Klimaschutz sichtbar - die Mär von überwiegender Ablehung ist eben das: eine Mär!

      • @Thomas Zwarkat:

        In allen Umfragen gibt es – in der realen Welt allerdings – eine Mehrheit pro Klimaschutz. Und zwar seit Jahrzehnten.

        • @Kaboom:

          Es gibt auch noch viel länger eine Mehrheit die gerne Wohlstand hätte ohne dafür arbeiten zu müssen. :D

          In Umfragen lassen sich je nach Fragestellung für alles und jedes Mehrheiten generieren. Und auf die Frage "sind Sie für Klimaschutz" wird wohl kaum jemand mit "nein" antworten.

          Sofern Sie aber eine Umfrage starten die ins Detail geht, z.B. "sind Sie für Klimaschutz, auch wenn dies für Sie eine Einschränkung von Wohlstand, verfügbares Einkommen und Lebensqualität zur Folge hätte", wird das Ergebnis sicher ganz anders aussehen.

      • @Thomas Zwarkat:

        Sind Sie sich da sicher, dass der Mehrheit der CDU/CSU-WählerInnen die Zukunft ihrer Familien egal ist?

        • @Anna Bell:

          Vielleicht nicht der Mehrheit, aber auf jeden Fall sehr vielen, wenn sie aus ihrem Wohlstandsverwahrlosungssessel einmal kurz aufstehen müssten.



          Einige Kommentatoren hier bringen ihre Fxck-the-Nachkommen-Ansicht klar zum Ausdruck, andere haben vielleicht noch etwas Schamgefühl.

      • @Thomas Zwarkat:

        60% der CDU Wähler:innen befürworten klar bundesweite Volksabstimmungen. Bei der AFD und anderen Parteien ist die Quote noch deutlich höher.



        Auch bei der erneuten Erhebung der Vermögenssteuer gibt es klare Mehrheiten in der Bevölkerung.



        .



        Besseren ÖPNV auf dem Land möchten übrigens auch über 80% der Menschen. Und ich bin mir sicher auch für saubere Luft und mehr kühlendes Grün in der Stadt ließen sich klare Mehrheiten finden.



        .



        Mit "die Regierung macht, was die Mehrheit will" wäre ich daher vorsichtig.



        .



        Die CDU ist ja auch für das Versprechen keine neue Schulden aufzunehmen gewählt worden.

        • @sociajizzm:

          Umfrage-Mehrheiten zu einzelnen, abstrakten Forderungen sind kein Beleg dafür, dass es eine tragfähige Mehrheit für eine konsequente Klima-, Verkehrs- oder Finanzpolitik gibt. Volksabstimmungen, Vermögenssteuer, besserer ÖPNV, saubere Luft – das befürworten viele, solange es nichts kostet oder niemanden konkret betrifft.

          Genau an dem Punkt kippen diese Mehrheiten regelmäßig: höhere Preise, Einschränkungen, Umverteilung oder verbindliche Regeln. Das ist kein moralisches Urteil, sondern politischer Alltag.

          Wahlen entscheiden nicht über Wunschlisten, sondern über Prioritäten und Zielkonflikte. Und da zeigen Wahlergebnisse ziemlich eindeutig, dass ambitionierter Umwelt- und Klimaschutz für große Teile der Wählerschaft nicht oberste Priorität hat – sonst sähen die Mehrheiten im Bundestag anders aus.

          Vorsicht ist also nicht bei der Aussage „Die Regierung handelt im Mehrheitsinteresse“ geboten, sondern bei der Annahme, einzelne Umfragewerte ließen sich eins zu eins in reale politische Mehrheiten übersetzen.

  • "um uns vor der Klimakrise zu schützen." ...Sie meinen um uns vor den Auswirkungen der Klimakrise zu schützen...oder besser: diese so gut es geht abzumildern.

  • "Schwarz-Rot überschätzt die Wirkung der geplanten Klimamaßnahmen deutlich"



    ähh nö



    Denen ist vollkommen bewusst, welche Wirkungen die geplanten Maßnahmen haben. Sie lügen nur. Sollte jetzt auch niemanden überraschen.

  • Das ist die Regierung, die sich wir viele Bürger herbeigewählt haben. Für Unionisten ist "Umwelt" suggestiv irgendwas mit Deutsche Jagd und für meine SPD ist es irgendwas mit Schloten und Baggersee. Was wollt Ihr denn noch? Wir werden jetzt seit einem Jahr sukzessive zurück geworfen in Umweltschutz UND Innovation - und wir waren schon weitere 20 Jahre zu spät dran. Das, was im Jahr 2076 auf der Welt mit 10 Milliarden Menschen passiert, interessiert aber nicht den Geriatrieverein am Tegernsee; dort kämpft jede Generation für sich allein und gegen die Besteuerung großer Vermögen. Prost oder blubb bleibt eine Frage der Konto-Verbindungen.

  • Der Artikel lebt von der Vorstellung, Deutschland könne das Weltklima retten, wenn es nur hart genug zu sich selbst ist. Das ist moralisch eingängig, aber realitätsfern. Deutschland verursacht rund zwei Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen – mit sinkender Tendenz. Selbst ein deutscher Alleingang auf null hätte keinen messbaren Einfluss auf den globalen Klimawandel, solange andere große Emittenten weiter zulegen.

    Was dieser Einzelweg aber sehr wohl bewirkt, sind steigende Energiepreise, industrielle Abwanderung, soziale Spannungen und weitere Stärkung der afd. Emissionen werden verlagert, nicht vermieden – dem Klima ist das egal, den Menschen hier nicht.

    Wirksamer Klimaschutz kann nur international funktionieren: über Technologie, Innovation und Kooperation, nicht über nationale Selbstkasteiung und Symbolpolitik. Wer Bürger immer stärker belastet, ohne globalen Effekt zu erzielen, verspielt am Ende die Akzeptanz für Klimaschutz insgesamt.

    Weniger moralischer Eifer, mehr globaler Realismus – das würde dem Klima mehr helfen.

    • @Zippism:

      Danke für Ihren Kommentar. Insbesondere den Punkt internationale Zusammenarbeit finde ich wichtig, hier liegt noch viel ungenütztes Potential.







      Ein Wort noch zum Thema "moralischer Eifer". Wie sehr der Schuss bei Übereifer und insbesondere bei der moralischen Diffamierung von Andersdenkenden nach hinten losgehen kann, haben wir gesehen: das Klimaschutzziel ist in der Prioritätenliste der Bürger nach hinten durchgereicht worden. Anstatt des moralischen Prangers sollte auch die nationale Zusammenarbeit gestärkt werden. Das geht nur durch ein Miteinander, nicht durch ein Gegeneinander.

    • @Zippism:

      Gähn ich kann diese Argumentation nicht mehr hören...



      Historisch ist unser CO2 Ausstoss massiv und viel CO2 Ausstoss haben wir in die Erzeugerländer verlagert (z.B. China)



      Jeder soll tun was er kann und nicht auf die Anderen zeigen



      Industrielle Abwanderung kommt nicht durch Klimamassnahmen sondern durch beharren auf veralteten Technologien (Verbrennermotor, Energieerzeugung mit Fossilen)

    • @Zippism:

      Kant verstanden zu haben, heißt das nicht, selbst auch mal anzupacken, statt die Hände bequem in den Schoß zu legen?

      Realismus verstanden zu haben, heißt das nicht, zu akzeptieren, dass es eben nicht nur Wattebäuschchen und 'Technologie'-Schlaflied sein wird, sondern auch Anreize für Sparen, Effizienz und Zurücknahme (statt wie jetzt zu häufig das Gegenteil)?

      • @Janix:

        Immanuel Kant hat nie verlangt, wirkungslos zu handeln, sondern verantwortungsvoll. Verantwortung heißt auch, Folgen abzuwägen – nicht nur Absichten. Anpacken ist sinnvoll, wenn es etwas bewirkt. Symbolisches Anpacken mit hohem Schaden und geringem Nutzen ist kein moralischer Fortschritt, sondern moralische Selbstberuhigung.

        Realismus heißt nicht, auf „Wattebäuschchen“ zu hoffen, sondern anzuerkennen, dass Klimaschutz global skaliert werden muss. Sparen und Effizienz sind sinnvoll, wo sie Emissionen tatsächlich senken – nicht dort, wo sie Produktion, Wohlstand und Akzeptanz verdrängen und Emissionen am Ende nur ins Ausland verlagern.

        Technologie und Innovation sind kein Schlaflied, sondern historisch der einzige Weg, mit dem große Umweltprobleme gelöst wurden. Wer die Bevölkerung dauerhaft überfordert, riskiert nicht mehr Klimaschutz, sondern weniger – weil die gesellschaftliche Unterstützung wegbricht.

    • @Zippism:

      "Was dieser Einzelweg aber sehr wohl bewirkt, sind steigende Energiepreise, industrielle Abwanderung, soziale Spannungen und weitere Stärkung der afd."

      Können sie für ihre Behauptung auf ein Beispiel zurückgreifen?

      Studien und die Realität zeigen das Gegenteil auf, wenn Klimaschutzmaßnahmen in Einklang mit Wirtschaft und Bevölkerung erfolgen.

      Hier in Norwegen heizen wir mit Wärmepumpen, fahren E Autos, erzeugen Strom aus Wasserkraft, wohnen in gut isolierten Häusern und vieles mehr. Neben Klimaschutz betreiben wir zudem noch Artenschutz.

      Die Auswirkungen für den Menschen sind spürbar und auch gut dokumentiert. Von weniger Feinstaub über Lärmreduzierung in den Städten, bessere Trinkwasserqualität bis hin zu sauberer Luft.

      Hier ist keines ihrer prognostizierten Szenarien Wirklichkeit geworden. Es sind weder Unternehmen abgewandert noch wurden sie durch die Maßnahmen finanziell belastet. Die Energiepreise wurden durch die Umstellung auf grünen Strom gesenkt und verteuert haben sich lediglich fossile Rohstoffe. Soziale Spannungen wurden durch staatliche Förderung weitgehend vermieden und auch unsere hiesigen Rechtspopulisten haben dadurch keinen nennenswerten Zulauf erhalten.

      • @Sam Spade:

        Norwegen ist durch seine Öl- und Gasexporte, die in anderen Ländern in CO2-Emissionen umgewandelt wurden und werden, reich geworden und betreibt jetzt "Klimaschutz" im eigenen Land. Das ist kein überzeugendes Modell. Hätten alle Länder so gewirtschaftet wie Norwegen es in der von Ihnen beschriebenen Weise jetzt tut, dann gäbe es die schönen Öl- und Gaseinnahmen nicht, auf denen der norwegische Wohlstand in wesentlichem Umfang beruht.

        • @Budzylein:

          Wenig überzeugend und zudem in der Sache nicht korrekt.

          In der Klimadiskussion geht es darum fossile Rohstoffe nicht mehr zur Energiegewinnung zu nutzen.

          Aber auch in Zeiten danach wird weiter Öl gefördert werden, da es ein unersetzlicher Bestandteil in vielen Produktionsprozessen ist, wie z.B in der Kunststoffindustrie.

          Was daran kein gutes Modell sein soll, wenn ein Land die Einnahmen aus einem gut laufenden Wirtschaftszweig dafür verwendet auf erneuerbare Energie zu setzen, erschließt sich mir nicht.

          Norwegen hätte ja auch dem deutschen Beispiel folgen und einfach gar nichts anpacken können, solange Öl und Gas günstig importiert werden. Da hätten wir nicht einmal Russland für gebraucht.

          Das Öl und Gas für die einheimische Bevölkerung und Wirtschaft hätte der Staat sogar zum Selbstkostenpreis abgeben können.

          Stattdessen hat der norwegische Staat viel Geld in die Hand genommen, um das Land auf das Ende des fossilen Zeitalters vorzubereiten.

          Ich würde das als weitsichtig und verantwortungsvoll bezeichnen.

          Und bitte dabei zu beachten, das wir schon weit über 30 Jahren so verfahren. Die Debatten die aktuell in Deutschland zum Thema geführt werden, hatten wir in den 90ern.

          • @Sam Spade:

            Ich will keinen Vorwurf gegen Norwegen erheben. Wenn ich ein norwegischer Regierungspolitiker wäre, hätte ich auch das Öl und Gas exportiert, um den Wohlstand im Lande zu mehren und die eigenen Emissionen zu reduzieren. Das ändert aber nichts daran, dass auch das norwegische Öl und Gas von den Ländern, die es importieren, zur Energiegewinnung (wenn auch nicht ausschließlich) genutzt wurde und wird. Die daraus resultierenden Einnahmen sind zwingend mit CO2-Emissionen in den Importländern verbunden. Ohne die fossile Energiegewinnung in anderen Ländern gäbe es das Geld nicht, das Norwegen in die Hand nehmen konnte, um sich "auf das Ende des fossilen Zeitalters vorzubereiten". Norwegen profitiert davon, dass das fossile Zeitalter in den meisten anderen Ländern noch lange nicht zu Ende ist. Deshalb handelt es sich nicht um ein "Modell" im Sinne eines Vorbildes, sondern basiert darauf, dass die meisten anderen Länder sich (trotz zuweilen gegenteiliger verbaler Bekundungen) gerade nicht daran orientieren, sondern anders wirtschaften als Norwegen.

      • @Sam Spade:

        Norwegen ist ein interessantes Beispiel – aber nur sehr eingeschränkt auf Deutschland übertragbar. Norwegen verfügt über nahezu vollständig abgeschriebene Wasserkraft mit extrem niedrigen Stromkosten, hohe Staatseinnahmen aus Öl- und Gasexporten sowie einen riesigen Staatsfonds, der soziale Ausgleichsmaßnahmen ermöglicht. Das sind Rahmenbedingungen, die Deutschland nicht hat.

        In Deutschland sehen wir hingegen reale Gegenbeispiele: stark gestiegene Energiepreise in den letzten Jahren, energieintensive Unternehmen, die Investitionen verlagern, und wachsende soziale Spannungen rund um Heizkosten, Sanierungspflichten und Mobilität. Auch politisch ist das relevant – der Zulauf zur Alternative für Deutschland korreliert deutlich mit Transformationsängsten und dem Gefühl ungleicher Lastenverteilung.

        Der Punkt ist nicht, dass Klimaschutz keine Vorteile haben kann, sondern dass er nur dann akzeptiert wird, wenn die ökonomischen Voraussetzungen stimmen. Norwegen zeigt, dass Klimaschutz mit billiger Energie und hoher staatlicher Kompensation funktioniert. Deutschland versucht Vergleichbares unter völlig anderen Bedingungen – und genau das erzeugt Akzeptanzprobleme.

        • @Zippism:

          Deutschland gehört wie Norwegen zu den 11 Ländern der Welt die bei allen Rating Agenturen ein AAA haben.

          Die finanziellen Möglichkeiten Deutschlands sind nahezu unbegrenzt. Wie das mit den Staatsanleihen funktioniert, brauche ich ihnen hoffentlich nicht zu erklären.

          Fakt ist, Deutschland ist politisch inkompetent einen Haushalt so aufzustellen das die Gelder effizient eingesetzt werden.

          Ein Beispiel. 46% zu 28% das ist der Anteil der Verwaltungs und Liegenschaftskosten am Etat der Arbeitsagenturen in Deutschland und Norwegen. Die Liste könnte ich mit vielen Beispielen fortsetzen.

          Würde der norwegische Staat so wirtschaften wie der Deutsche, dann wäre der norwegische Pensionsfonds nur noch halb so groß.

          Es herrscht in Deutschland nicht nur ein Mangel an Willen sondern auch an Kompetenz. Gilt nicht nur für die politische Klasse.

          Und was grünen Strom angeht. Den braucht Deutschland gar nicht zu 100% selbst erzeugen. Wir haben ein europäisches Stromnetz, das müsste ausgebaut werden. Dann können Spanier im Sommer und Norweger im Winter auch mehr einspeisen. Was übrigens zu sinkenden Preisen führen würde. Wie der Handel an der Börse funktioniert, ist ihnen sicherlich bekannt.

          • @Sam Spade:

            AAA-Rating heißt nicht „nahezu unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten“, sondern nur sehr hohe Kreditwürdigkeit. Deutschland bleibt trotzdem durch Schuldenbremse, EU-Regeln und demografische Lasten real begrenzt. Die eigentliche Frage ist nicht, ob Geld theoretisch da ist, sondern wofür es politisch genutzt werden kann – und wie effizient.

            Der Vergleich von Verwaltungskostenquoten (46 % vs. 28 %) ist ohne Kontext kaum belastbar. Unterschiedliche Aufgaben, Sozialstandards, IT-Strukturen und föderale Zuständigkeiten verzerren solche Kennzahlen massiv. Daraus pauschal „Inkompetenz“ abzuleiten, ist eine rhetorische Zuspitzung, kein Beleg.

            Auch der europäische Strommarkt ist real, aber kein Selbstläufer. Netzausbau, Engpässe und wachsende Nachfrage begrenzen die einfache Idee „wir gleichen das über Europa aus“. Preise entstehen nicht nur durch Handel, sondern durch physische Kapazitäten.

            Unterm Strich: Deutschlands Grenzen liegen weniger in „fehlendem Geld“ oder „Unfähigkeit“, sondern in komplexer Umsetzung, Akzeptanz und realen Systemrestriktionen.

            • @Zippism:

              EU Regeln? Die Hälfte der EU Länder liegt über der Schuldengrenze. Bei einigen Ländern beträgt es sogar das Doppelte des BIP von 60%.

              Die Schuldenbremse ist eine nationale Selbstbeschränkung und kein Kriterium wenn es um die finanziellen Mittel geht um die Energiewende voranzubringen. Was beim Militär möglich ist, sollte auch in Sachen Klimaschutz machbar sein.

              Staatsanleihen sind ihnen anscheinend nicht so geläufig wie ich dachte. Hohe Kreditwürdigkeit bedeutet Niedrigverzinsung der Anleihen, was daraus resultiert können sie selbst ergründen.

              Ländervergleichende Analysen über die Staatsstrukturmaßnamen sagen sehr wohl etwas über deren Wirksamkeit aus, ansonsten würde es die Berichte nicht geben. Es sind auch keine quantitativen Analysen. Die Ausgabenunterschiede der Länder werden dabei schon berücksichtigt. Sind daher aussagekräftig. Am besten einmal einen Bericht studieren.

              Und zum nichtssagenden Punkt der "komplexen Umsetzung", das ist eine Sache der Kompetenz, mehr nicht. Warum sollte Deutschland etwas nicht hinbekommen, was Dänemark, der Schweiz, Litauen und selbst Marokko, Albanien oder Costa Rica mühelos gelingt?

              Das sind alles nur Ausflüchte um den Wandel auszubremsen

              • @Sam Spade:

                Dass viele EU-Länder über der 60-Prozent-Marke liegen, widerlegt die Regeln nicht, sondern zeigt deren politische Erosion. Entscheidend ist: Deutschland entscheidet sich bewusst für Haushaltsdisziplin, weil es langfristige Stabilität sichern soll – gerade angesichts Demografie, Sozialausgaben und Investitionsstau. Schulden sind kein abstrakter Topf, sondern zukünftige Verpflichtungen.

                Auch hohe Kreditwürdigkeit ersetzt keine realen Grenzen. Niedrige Zinsen senken Finanzierungskosten, heben aber weder Fachkräftemangel, Planungszeiten, Netzausbau noch gesellschaftliche Akzeptanz auf. Militär-Sondervermögen und Klimatransformation sind zudem nicht vergleichbar: Das eine ist einmalig, das andere dauerhaft systemverändernd.

                Ländervergleiche können Hinweise geben, erklären aber keine Übertragbarkeit. Kleine, zentralisierte oder ressourcenreiche Staaten haben andere Voraussetzungen als eine föderale Industrienation mit 84 Millionen Einwohnern. Komplexität ist kein Vorwand, sondern eine reale Skalierungsfrage.

                Der eigentliche Engpass ist nicht fehlender Wille oder Geld, sondern Umsetzung unter realen Bedingungen. Wer das ignoriert, riskiert Akzeptanzverluste.

      • @Sam Spade:

        Danke für Ihre wirklich inspierierenden Einblicke in ein Land, in dem die Mehrheit der Menschen und ihre Regierung offenbar klüger sind als hier zu Lande.

        • @Wunderwelt:

          Offensichtlich klug genug die eigenen klimaschädlichen Exporte (Gas und Öl) die anderswo zu CO2 Emissionen führen und die den Staat erst in diesen komfortablen Reichtum gebracht habe nicht zu erwähnen. ;)

          • @Zippism:

            Das ist kein Kriterium. Die einen exportieren Autos, Kriegsgüter oder Chemikalien, die anderen Rohstoffe ohne die, diese Güter zum Großteil gar nicht hergestellt werden könnten.

            Keine Pharmazie ohne Öl, kein Kunststoff ohne Öl, keine Microchips ohne Öl, auch kein Smartphone oder PC und so weiter.

            Unter Klimagesichtspunkten dürfte dann keines der genannten Güter überhaupt vertrieben werden.

            • @Sam Spade:

              Der entscheidende Unterschied ist: Norwegens Wohlstand basiert maßgeblich auf dem Export fossiler Energieträger, deren Emissionen statistisch ausgelagert werden. Die CO₂-Bilanz fällt national sauber aus, global aber nicht. Das ist kein moralischer Vorwurf, sondern eine buchhalterische Realität.

              Natürlich braucht die Welt heute noch Öl – aber daraus folgt nicht, dass ein Land, das von fossilen Exporten profitiert, automatisch als Vorbild für Klimapolitik unter völlig anderen Voraussetzungen taugt. Deutschland hingegen versucht, seine eigene Industrie ohne vergleichbare Rohstoffrenten umzubauen und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben.

              Genau darum ging der Punkt: Norwegen kann Klimaschutz sozial abfedern, weil fossile Exporte ihn finanzieren. Deutschland fehlt diese externe Einnahmequelle. Das macht Klimaschutz hier nicht falsch – aber strukturell deutlich schwieriger. Wer diese Unterschiede ignoriert, vergleicht Äpfel mit Ölplattformen.

        • @Wunderwelt:

          Ich habe lange genug in Deutschland gelebt um behaupten zu können, das die Norweger keinesfalls klüger sind als die Deutschen.

          Es ist zum einen die Mentalität der Norweger, die sehr naturverbunden sind, das schärft das Bewusstsein und es ist das System.

          Der Wohlfahrtsstaat ist dem Sozialstaat in der Hinsicht überlegen, das er alle mit einbezieht. Das gilt nicht nur für die Abgaben sondern auch für Förderungen.

          Aber ich stimme zu, hier wird gute Politik gemacht und zwar für die Menschen und nicht nur für Gruppen. Gilt auch unabhängig davon, welches politische Lager gerade die Regierung bildet. Auch das liegt am politischen System, welches auf der Tradition der Konsenspolitik basiert.

          Bei uns haben 2024 selbst die Rechtspopulisten für eine Verfassungsänderung gestimmt, die den Schutz der Gerichte vor Verfassungsfeinden zum Gegenstand hatte.

          Mehr Konsens geht kaum.

    • @Zippism:

      das ist alles natürlich richtig, aber ich habe den Eindruck dass die KlimaschützerInnen mittlerweile ins ideologische abgedriftet und daher rationalen Argumenten kaum noch zugänglich sind. Hinzu kommt natürlich der mangelnde technische und wissenschaftiche Sachverstand, was es ihnen schwer macht, die Zusammenhänge zu begreifen. Das fängt schon bei der "Energiewende" an, wo Katharina Reiche und ihre "fossilen buddys" im Artikel genannt werden. Hier wird die ganz offensichtliche Notwendigkeit der Versorgungssicherheit kombiniert mit den Tatsachen dass der Wind nicht immer weht, die Sonne nur tagsüber und vorwiegend im Sommer scheint und es keine geeigneten Speichertechnologien gibt schlicht ignoriert. Man wünscht sich die Welt schön. Ähnelt irgendwie der Regierung Merkel. Die haben als der Weltfrieden ausgebrochen war (n den 1990ern) 1500 Leopard und 4000 Marder schlicht verschrottet weil man sie ja nie wieder brauchen wird. heute werden Kohlekraftwerke gesprengt und Gaskraftwerke verschenkt. Man will mit diesen Opfer-Handlungen sozusagen beschwören dass die Notwendigkeit die zu brauchen nie wieder eintreten wird. Ist total ideologisch und irgendwie pseudo-religiös.

      • @Gerald Müller:

        Natürlich gibt es "geeignete Speicher". Nicht für jede Situation, aber für die täglichen kurzen Zeiträume allemal.



        .



        Statt die Rahmenbedingungen für diese zu verbessern fragt die Energieministerin, bei fossilen Konzernen, nach Argumenten gegen 🔋 Speicher.



        .



        Es würde ja reichen, wenn die Reservekraftwerke die meiste Zeit still stehen. Und das IST eben doch technisch durchaus bereits möglich!

    • @Zippism:

      Vergessen möchten wir nicht, wir sind Vorreiter - und was wir produzieren, verkaufen wir in die Welt ( als immerhin drittgrößte nationale Ökonomie ). Also müssen wir Anreize und Bedarfe schaffen, moderne nicht-fossile Technologien anzubieten. Zum Thema Laune und Stimmung: Dass die Behandlung komplexer Problemstrukturen immer im Rechtsextremismus enden könnte ( siehe oben, afd ) ist strukturell unterkomplex - dann ginge ja garnix mehr nach vorne. LÄCHELN!

      • @Olne:

        „Vorreiter“ zu sein ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist, ob Nachahmung erfolgt. Technologien setzen sich weltweit nicht durch, weil sie moralisch vorbildlich sind, sondern weil sie zuverlässig, skalierbar und bezahlbar werden. Dafür braucht es Nachfrage außerhalb von Subventionslogiken und nationale Alleingänge mit hohen Kosten sind dafür kein überzeugendes Verkaufsargument.

        Dass Deutschland eine große Volkswirtschaft ist, stimmt – gerade deshalb wirken Fehlanreize hier besonders stark. Wenn Wertschöpfung, Investitionen oder Industrieproduktion verlagert werden, verlieren wir genau jene Basis, aus der heraus Innovation finanziert werden soll.

        Der Hinweis auf gesellschaftliche Stimmung ist kein „unterkomplexes“ Argument, sondern politischer Realismus. Akzeptanz ist eine harte Voraussetzung für dauerhafte Transformation. Ignoriert man Verteilungswirkungen und Zumutungsgrenzen, profitieren davon nicht Fortschritt und Klimaschutz, sondern Parteien wie die Alternative für Deutschland.

    • @Zippism:

      Es ist wie bei Radrennen: Frühe Ausreißer kommen nur selten als Erster durchs Ziel. Manche von ihnen gar nicht, da sie ihre Kräfte zu früh und wenig sinnvoll verausgabt haben.

    • @Zippism:

      Das ist eine verantwortungslose Haltung. Selbstverständlich müssen wir alles unternehmen, was diesem Katastrophenszenario entgegenwirken kann. Ob das andere auch machen oder nicht - das kann nicht unser Maßstab sein. Das wäre so, als würde man Diebstahl durchaus begehen können, andere machen das ja auch ... So geht's nicht!

      • @Perkele:

        Der Vergleich hinkt. Beim Diebstahl ist der eigene Akt der Schaden. Beim Klimaschutz entsteht der Schaden durch das globale Gesamtergebnis. Verantwortung heißt hier nicht, möglichst rein zu handeln, sondern wirksam zu handeln.

        Niemand bestreitet, dass gehandelt werden muss. Strittig ist, wie. Maßnahmen, die hohe Kosten verursachen, Emissionen verlagern und politische Akzeptanz zerstören, mindern am Ende die Handlungsfähigkeit – und damit auch den Klimaschutz.

        Moral ohne Wirkung ist keine Verantwortung, sondern Gesinnung. Gerade bei einem globalen Problem muss der Maßstab sein, ob Maßnahmen international skalieren und andere tatsächlich folgen. Andernfalls bleibt es beim guten Gewissen auf nationaler Ebene, während die Emissionen global weiter steigen.

        Verantwortung heißt deshalb nicht „alles tun, egal was es kostet“, sondern das zu tun, was messbar hilft – technologisch, wirtschaftlich und politisch. Alles andere mag sich richtig anfühlen, bringt uns dem Ziel aber nicht näher.

    • @Zippism:

      Der Artikel lebt - real - von der Vorstellung, dass jedes Land, auch das Land mit der 6.-größten CO2-Produktion dieses Planeten, seinen Teil zum Klimaschutz beitragen muss.



      Ihr Beitrag ist im Übrigen eine Zusammenfassung der - wie üblich absurden - Positionen der Klimaleugner, die - wie seit Jahrzehnten - darauf beharren, dass nichts getan werden soll.

      • @Kaboom:

        Der Begriff Vorstellung trifft es ganz gut - USA, Russland oder Indien bewegen sich nur leider komplett ausserhalb dieser "Vorstellung".



        Vielleicht sollte man dann doch die Realitäten anerkennen und auch etwas im Bereich Klimaanpassung investieren.

      • @Kaboom:

        Die Antwort ist ein Lehrstück dafür, wie man jede inhaltliche Auseinandersetzung vermeiden kann: erst unterstellen, dann etikettieren, dann moralisch abräumen.

        Aus der Frage nach Wirksamkeit, Skalierung und realen Effekten wird kurzerhand „Klimaleugnung“ konstruiert – ein bequemes Totschlagwort, das jede Differenzierung ersetzt.

        Mein Punkt war nie „nichts tun“, sondern das Offensichtliche: Klimapolitik ist kein moralischer Selbstzweck, sondern muss sich an ihrem globalen Nettoeffekt messen lassen. Alles andere ist Symbolpolitik mit hohem Preis und fraglichem Nutzen.

        Wer ernsthaft glaubt, jede Maßnahme sei automatisch gut, nur weil sie „irgendetwas tut“, hat das Problem nicht verstanden – oder will es nicht verstehen. Denn entscheidend ist nicht Aktivität, sondern Wirkung: sinken Emissionen weltweit tatsächlich, oder werden sie nur verschoben und politische Mehrheiten gleichzeitig zerstört?

        Die reflexhafte Gleichsetzung von Effizienzfragen mit „Klimaleugnung“ ist genau das, was eine sachliche Klimapolitik dauerhaft beschädigt: sie ersetzt Analyse durch Moralkeule.

      • @Kaboom:

        Haben Sie Zippisms Beiträge überhaupt gelesen? Wenn ja, wie kommen Sie auf die Idee, ihn mit Klimaleugnern (ich denke mal, Sie meinen Klimawandelleugner) gleichzusetzen?

        Widerlegen können Sie ihn nicht (wie auch?) - das einzige, was Ihnen angesichts seiner messerscharfen Analyse bleibt, ist, seine Position als absurd zu brandmarken (freilich ohne dies zu begründen) und ihn als Klimaleugner (ich könnte mich amüsieren über diese Wortschöpfung) zu diffamieren.

        • @Debaser:

          Jeder kann sich die Platitüden, die der User nachplappert, auf den Seiten von EIKE und anderen Organisationen und Personen der Kreise, die hier relevant sind, zu Gemüte führen. Aber nicht jeder will das, gell?

      • @Kaboom:

        Mit dem Leseverständnis hapert es wohl ein bisschen? Ich kann hier nicht erkennen, dass 'Nichtstun' propagiert wird. Sondern das richtige tun. Aber wie so häufig geht hier nur um die Moral, sich auf die Schulter klopfen zu können und zu wissen, dass man aus der eigenen Sicht heraus auf der richtigen Seite steht.

        • @charly_paganini:

          Soso. Dann benennen Sie doch mal konkret, was der Forist an Maßnahmen vorschlägt. Das bewegt sich nämlich REAL auf genau der gleichen Ebene, wie die aktuelle Positionierung CDU und FDP. Nichts tun, und warten, dass die "Internationale Zusammenarbeit" irgendwann in ferner Zukunft beginnt.

          • @Kaboom:

            „Nichts tun“ ist eine Unterstellung, kein Argument. Wer jede Frage nach Wirksamkeit und globalem Effekt zur Klimaleugnung erklärt, verweigert die Debatte.

            Nationale Alleingänge mit hohem Preis und minimaler Wirkung sind kein Klimaschutz, sondern Symbolpolitik. Wenn Industrie und Emissionen ins Ausland abwandern, ist dem Klima nicht geholfen – nur dem moralischen Selbstgefühl.

            Wirksamer Klimaschutz heißt: Technologien entwickeln und skalieren, die weltweit Emissionen senken; internationale Standards und Grenzausgleich statt nationaler Selbstkasteiung; Industrie halten, statt Emissionen zu exportieren; Mehrheiten sichern, statt sie zu zerstören.

            Das ist weder die Position von EIKE noch „Klimaleugnung“, sondern nüchterne Effizienzfrage. Auch der Verweis auf CDU oder FDP ersetzt keine Analyse.

            Entscheidend ist nicht Aktivität, sondern Wirkung. Wer Moral über Resultate stellt, betreibt Politik fürs gute Gewissen – nicht fürs Klima.

        • @charly_paganini:

          Wer sagt, wir könnten ja nichts tun und was wir täten, wäre irrelevant, der sagt leider nicht mehr die Wahrheit und der ruft zum Nichtsstun auf. Tatsächlich ein Topos der bezahlten Fossildiener. Das ist auch 'bequem', und den Kater haben heute und später andere.

          Kant geht von der Absicht und der Verallgemeinerbarkeit aus, und dann klappt es auch, wenn entsprechend alle etwas anpacken. Warum ausgerechnet wir das Privileg haben sollten, die Hände in den Schoß zu legen, die simpelsten Dinge nicht zu machen und auf "Technologie" zu warten wie manche auf die Rückkehr des HErrn. Zugleich die Anreize nicht mal anpacken, die das feiste Raushauen von Ressourcen und Energie gerade sogar fördern???



          Ich habe im ersten Absatz wohl etwas überzeichnet, aber die Richtung erscheint mir leider, leider altbekannt nicht ausreichend.

          • @Janix:

            Wenn das Bein amputiert werden muss, dann kann ich nicht mit einem Pflaster kommen, auch nicht mit zwei oder drei und ganz viel Hoffnung.



            Aber das bekommt der durchschnittliche Geisteswissenschaftler halt nicht auf die Reihe...der holt lieber weiter Pflaster weil die Säge irgendwie nicht moralisch ist.

            • @charly_paganini:

              Sie unterstützen also mein Argument, lese ich heraus. Dass man nicht kleine Pflaster klebt mit "Kann ja nichts machen", "Technik reicht schon", ..., sondern mit Energie anpackt.

  • Immer mehr komplizierte gesetze, regeln, vorgaben, verbote - und neue, die die alten abändern, ganz egal mit welchem thema sich die politik zur zeit auseinandersetzt. Für die industrie und die wohnungswirtschaft und für die bevölkerung insgesamt wird es unsäglichg kompliziert, sich an den berg ständig sich verändernder neuer regeln zu halten. Ich sehe schon wieder die fdp um die ecke gucken.

    • @friedrich eckert:

      Vollkommen richtig, da war alles besser, in diesem früher: die schönen, einfachen Gesetze ( ich könnte da ja Beispiele nennen ), die Stimmung...selbst mein guter alter friedrich eckert war ein fröhlich glucksender Sonnschein, der uns viel Freude bereitete. Und seht ihn Euch heute an! Wie gerne möchte ich diesen alten friederich eckert wieder haben?

  • In Geschichtsbüchern wird vielleicht mal stehen, dass eine reaktionäre Regierung die Wahrheit genauso wusste, nicht aber danach handelte, abwiegelte und so das Vertrauenskapital weiter aufzehrte.

    Investieren hieße, jetzt handeln und sparen, statt die Saatkartoffeln der Zukunft für Steuergeschenke an Fossil und Großkapital zu verjuxen.

    • @Janix:

      Nein, in den Geschichtsbüchern wird stehen, daß man nach der Jahrtausendwende versäumt hat, Klimaanpassungsmaßnahmen vorzunehmen, weil man annahm, man könnte den Klimawandel aufhalten, indem man den Anteil am CO2-Ausstoß von 1,5 auf 1% senkt - und verdrängte, daß man den Ausstoß nur verlagert hat.

      • @Debaser:

        Niemand in diesem Land will den "Anteil am CO2-Ausstoß von 1,5 auf 1% " senken. Reine Hirngespinste, die Sie hier zu verkaufen versuchen.

        • @Kaboom:

          Doch, genau das wird politisch sehr wohl suggeriert: dass nationale Emissionsminderungen – isoliert betrachtet – das Klimaproblem „lösen“ könnten oder zumindest Priorität vor Anpassung haben müssten.

          Tatsache ist: Deutschlands Anteil an den globalen Emissionen liegt bei rund 2 % und sinkt weiter. Selbst vollständige Klimaneutralität ändert nichts daran, dass die physikalischen Folgen des Klimawandels eintreten werden – unabhängig davon, ob Emissionen verlagert oder real reduziert wurden.

      • @Debaser:

        Dass mensch sich in die Tasche log damit, ok. Damals bereits haben kluge Leute auf den Effekt hingewiesen und Ansätze vorgestellt, nebenbei.



        Ändert aber am Obigen nichts. Fossil-/Auto-/Flug-bezuschussung stoppen, effizienter werden, überschäumendes Bonzenverhalten wieder abschöpfen.

  • Wenn die Regierungs-Maßnahmen für ein Wachstum der Wirtschaft Erfolg haben und die Konjunktur anspringt, wird sich zeigen, dass auch die milden Veränderungen der letzten Periode Makulatur waren: wegen der Rezession.



    Auch Wortakrobatik schlägt Wissenschaft nicht.



    Ein Treiber der Konjunktur: die Militarisierung.



    Es fehlt uns eine langfristige Projektion als "glaubhafte Erzählung", die in eine ausbalancierte politische Transformation münden kann, in Frieden und Freiheit und ausgewogen im Hinblick auf die ökologische Compliance.

  • Irgendwie scheinen die Wenigsten den Langfristfaktor von CO2 begriffen zu haben.







    Die momentane "Klimapolitik" dieser Regierung ist jedenfalls entweder komplett Ahnungslos oder durch und durch Selbstsüchtig und bar jeder Verantwortung.

    Und irgendwie scheinen viele nicht über den Horizont ihrer Lebenserwartung hinaus denken zu können.

    Fragt sich halt bloß welche Zukunft sie ihren Kindern, Enkeln, Urenkeln usw. hinterlassen wollen.







    Das frei gesetzte CO2 jedenfalls bleibt für hunderte von Jahren in der Atmosphäre..und sorgt entsprechend dafür, daß sich dieser Planet über eben jene hunderte von Jahren weiter erhitzt.



    Und wenn wir heute schon wachsende Probleme mit Hitzewellen, Waldbränden, Wasserknappheit, steigendem Meeresspiegel, usw. haben..wie wird dieser Planet dann wohl für unsere Ururenkel aussehen.







    Aber wahrscheinlich glaubt diese Regierung, wenn wir irgendwann Klimaneutral sind, ist die Sache erledigt. Was für ein monströser Trugschluss.!!







    Also fragen wir doch mal nach, bei unseren Spitzenpolitikern, wer diese langfristigen Zusammenhänge kennt.

    Außer bei den Grünen dürfte da wohl pure Ahnungslosigkeit herrschen.







    Und..Hand aufs Herz..hätten Sie es gewußt.??

  • Wir befinden uns mitten in einem Paradigmenwechsel.







    Die Energieträger, die sich über hunderte Millionen Jahren gebildet haben, gehen absehbar auf ihr Ende zu. Das mag noch ein paar Jahrzehnte so weiter gehen, aber irgendwann ist definitiv Schluß (auch Uran ist endlich).







    Wenn eine Gesellschaft eine Zukunft haben will, mit der art von Wohlstand, die wir kennen, müssen wir auf die reichlich vorhandenen erneuerbaren Energieträger umsteigen. Und zwar so schnell wie möglich.







    Von daher ist es, sogar wenn man die Augen vor den katastrophalen Folgen der Klimaphysik verschließt, unausweichlich Wirtschaft und Klima zusammen zu denken. China hat das verstanden und macht Riesengewinne mit PV und Speichern.







    Hier zu Lande kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. wenn man sieht wie die Regierung (samt einer wachsenden Zahl von Klimaschwurblern) die Situation systematisch ignoriert und dabei komplett.!! verkennt.







    Das neue Paradigma heißt also: aktiver Klimaschutz hat/ist ein riesiger Wachstumsmarkt. Sprich wer seine Wirtschaft auf die klimatischen Herausforderungen ausrichtet, gewinnt in jeder Hinsicht: klimatisch, finanziell, wirtschaftlich, gesundheitlich, moralisch, usw...

    • @Wunderwelt:

      Ich halte das für eine Illusion. Klimaschutz und Wachstum beissen sich. Die Ressourcen sind endlich, auch Photovoltaik und Windkraft sind keineswegs CO2 neutral, auch wenn das immer wieder gerne geschrieben wird.



      Klima- bzw. Umweltschutz geht nicht ohne massiven Verzicht, speziell in unserer Gesellschaft mit überbordendem Konsum. Insbesondere, wenn die Bevölkerung in den ärmeren Teilen der Welt auch entdlich ein Stück vom Kuchen bekommen soll, was ihnen wohl niemand verwehren will.



      Ich finde es deshalb auch grundlegend falsch, vorrangig die Regierung in die Verantwortung zu ziehen. Es sind alleine die Bürger, die es jeden Tag in der Hand haben, ihren Konsum zu reduzieren, ihre Lebensweise anzupassen. Da muss man weder auf ein Heizungsgesetz noch auf eine Subvention von Erneuerbaren warten und auch nicht auf den Zertifikathandel zählen. Das alles ist nämlich für die Katze, wenn gleichzeitig Temu, Ultrafastfashion und die stromfressende KI unseren Alltag prägen.

  • Unter der Ampel haben Bauministerin Geywitz (SPD), Landwirtschaftsminister Özdemir (Grüne !!!) und Verkehrsminister Wissing (FDP) die Sektorenziele bei der CO2 Einsparung nicht erreicht. Da war niemand gefährdet??

    Und bis jetzt hat Deutschland seit der UN Klimakonferenz von Paris 49 % CO2 eingespart. Planziel war 2030.

    • @Martin Sauer:

      Jedenfalls hat niemand der Ampel attestiert, dass die getroffenen Maßnahmen dazu führen werden, dass D seine Klimaziele für 2030 verfehlen wird. Das ist schon mal ein Unterschied zur aktuellen Regierung.

    • @Martin Sauer:

      Finde diesen Beitrag vor allem symptomatisch für den gegenwärtigen politischen Diskurs.

      Natürlich blieb die Ampel hinter den Anforderungen zurück. Aber, und das muss man echt einmal deutlich sagen, leitet sich daraus, kombiniert mit der Feststellung von ideologischen Differenzen, keine Rechtfertigung für die heutige Regierung ab, es nicht besser zu machen, um allgemein beschlossene und notwendige Ziele zu erreichen.

      Nochmal: Nur weil „die Grüüünen“ („11elf“) es nicht ganz hinbekommen haben, obwohl die wie niemand anderes dafür stehen, heißt das nicht, dass die Union (die viel weniger dafür steht), es nicht trotzdem besser machen muss.

      Es ist nämlich keine Frage der alternativen Konzepte, wo man zur Not auch mal an Partieideologien appellieren kann. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Notwendigkeit, gleichermaßen bezogen auf Gesundheit, Sicherheit wie auch auf Wirtschaft.

    • @Martin Sauer:

      Die Landwirtschaft ist 2025 zum 5x hintereinander unter ihrem Sektorenziel geblieben (www.wochenblatt-dl...ele-locker-580114) und helfen somit auch die Gesamtbilanz zu schönen. Wenn man den CO2 Anteil der Landwirtschaft in Bezug zum hohen Ertragsniveau (in der Konventionellen Landwirtschaft) stellt, ist die Deutsche Landwirtschaft eine der effektivsten Weltweit.



      Wo Sie recht haben ist das Özdemir dafür nichts kann.

    • @Martin Sauer:

      Planziel für 2030 sind 65% im Vergleich zu 1990, und der Expertenrat sagt das wird verfehlt. Und die Kritik an der Ampel gab es sehr wohl.

  • Die Kommentatorin überschätzt die Wirkung aller möglichen Klimamaßnahmen in Deutschland und der EU deutlich

    • @Klaus Schwarzmüller:

      Aha. Was qualifiziert Sie, dieses Urteil zu treffen?

    • @Klaus Schwarzmüller:

      Das ist nicht die erste Überschätzung.



      Telefon, Elektrizität, Privat-KFZ, Flugreisen, Internet.... - alles Spinnereien verschrobener Hirne ohne Zukunft, vielleicht für ein paar reiche Individuen nutzbar..



      Allerdings hatten sie einen Vorteil: Scheinbar mehr Bequemlichkeit und reale Ankurbelung des Haben-Wollens bis hin zur Konsumverwahrlosung.

    • @Klaus Schwarzmüller:

      Alle "möglichen Klimamaßnahmen" ist weit mehr als nur Klimaneutralität. Da kommt noch die Renaturierung, Maßnahmen gegen höhere Regenmengen ,das Begrünen von Städten, geringere Feinstaubbelastung, die Verringerung von Waldbrandrisiko, Katastrophenschutz generell , und noch vielen mehr hinzu.



      .



      Ein Baum reduziert die Umgebungstemperatur um 1-4 Grad, im Vergleich zu praller Sonne sogar um 15 Grad.



      .



      Und auch bei der Reduktion von CO2 geschieht das alles ja nicht in einem geschlossenen Raum. Wenn Deutschland anfängt auf grünen Wasserstoff zu setzen zum Beispiel entsteht eine Nachfrage, die über die Landesgrenzen hinaus wirkt. Die Kapazitäten die dann im Ausland geschaffen werden sorgen dann wiederum für eine mögliche Nachfrage vor Ort. Oder billiger deutscher Solarstrom kann auch in Polen den Anteil von Kohlestrom verringern, wenn das Netz entsprechend ausgebaut ist. Wenn die gesamte EU klimaneutral wird und CO2 auch für Importe hoch besteuert schafft das enorme weltweite Anreize. Aktuelles Bsp: Chinas Stahlindustrie baut Kapazitäten für Co2 reduzierten Stahl aus.



      .



      Die EU Regel zu USB-C hat dazu geführt, dass Apple weltweit seine Geräte auf diese Steckerart umgestellt hat.

    • @Klaus Schwarzmüller:

      Indem sie sich für die Unabhängigkeit von Öl- und Gasimporten und gegen Klientelpolitik für die Fossil-Lobby ausspricht?

      Hat Klaus Schwarzmüller etwa einen anderen Kommentar gelesen als kommentiert?

    • @Klaus Schwarzmüller:

      Indem sie sich für die Unabhängigkeit von Öl- und Gasimporten und gegen Klientelpolitik für die Fossil-Lobby ausspricht?

      Hat Klaus Schwarzmüller etwa einen anderen Kommentar gelesen als kommentiert?

    • @Klaus Schwarzmüller:

      Ihr Argument (sinngemäß): "wir alleine können ja gar nichts ausrichten" liest man ja in letzter Zeit häufiger.







      Das ist allerdings so, als würde das Haus brennen..und man würde sich hinstellen und sagen: "ich alleine kann das je eh nicht löschen".

      Stimmt..nur alle zusammen können das schaffen.

      Wenn nun aber daraus folgt, daß man dann gar nicht erst anfängt zu löschen..und man womöglich noch hinzufügt: " das sollen doch bitte die anderen machen".." und: "man hätte gerade andere Sorgen"..







      Was ist das dann anderes als eine moralische Bankrotterklärung.??

      • @Wunderwelt:

        Um mal im Bild zu bleiben - wenn das Haus brennt und nur wenige versuchen mit Wasser zu löschen aber viele andere weiter Benzin reinschütten. Dann bringt es nicht viel, weiter Wasser reinzuwerfen, und sich selber dafür auf die Schulter zu klopfen. Vielleicht muss man dann erst einmal seine Energie darauf verwenden Bedingungen zu schaffen, dass niemand mehr Benzin reinschüttet

        • @T-Rom:

          Das Problem ist: bis diese Bedingungen geschaffen sind, ist das Haus längst abgebrannt, sogar noch schneller als gedacht, da Leute wie sie ja der Meinung waren man bräuchte kein Wasser mehr reinzuschütten......

          • @PartyChampignons:

            Das Bild von T-Rom und Ihnen ist gar nicht so schlecht... 😎

            Wer einen Benzinbrand mit Wasser löscht (weil man muss doch schließlich ganz schnell etwas tun), sorgt nämlich nur dafür, dass er sich weiter ausbreitet und läuft noch Gefahr, sich selbst zu verbrennen. Wasser ist nämlich völlig ungeeignet, um Benzin zu löschen. Schwimmeffekt, Wasserdampf und so...

            Klassisches Beispiel für den Gegensatz zwischen 'gut gemeint' und 'gut gemacht' 😉

        • @T-Rom:

          Das alte Märchen von dem "Alleingang" Deutschlands ist schlicht Quatsch. Und war immer Quatsch.

    • @Klaus Schwarzmüller:

      China, Indien und USA verfeuern 2/3 der weltweiten Kohle. China erzeugt 60 % Strom mit Kohle und Indien mit 74%. Beide haben fast 3 Miliarden Einwohner. Ja die wollen es das es mit ihnen auch wirtschaftlich bergaufgeht. Verstehe ich volkommen. Bangladesh baut Kohlekraftwerke damit endlich alle Haushalte Strom haben.

      Und Deutschland rettet das globale Klima. Mit Wärmepumpen.

      • @Martin Sauer:

        Weiß jemand, wie steil bergauf es gerade zur Zeit mit der Wirtschaft in China geht?

    • @Klaus Schwarzmüller:

      Warum?



      Die EU hat seit 1850 22% der globalen Emissionen ausgestoßen. Afrika gerade mal 4.



      Und außerdem - auch wenn wir nicht einer der Hauptverursacher wären - sollen wir deswegen nichts tun? Wir Dieses Argument - aber die Chinesen , aber die USA, aber die Anderen nervt mich schon immer. Übrigens: China 11%.

    • @Klaus Schwarzmüller:

      Und was heißt das jetzt? Nichts tun?

      Ein Hoch auf den Homo Sapiens.



      Und eines auf sein Verschwinden.

      • @Desarea:

        Es heißt die Folgen des Klima-Wandels abfedern mit Maßnahmen, mehr Dämme, Wasserverteilung, etc. Am Klimawandel werden wir mmn nichts ändern können

  • China hat seinen CO2 Ausstoss verzehnfacht . Wir sind der UN auf dem Leim gegangen. Es war alles ein grosser Betrug.

  • Erneuerbare Energien stehen weltweit überwiegen hoch im Kurs.



    Klimaneutralität nirgends.

  • "Schwarz-Rot tut nicht genug, um uns vor der Klimakrise zu schützen." -> das kann sie auch gar nicht, denn global haben die CO2 Emmissionen in Deutschland einen quantitativ nachrangigen Effekt, erst recht der Unterschied der Erreichung konkreter Klimaziele für Deustchland 5 Jahre früher oder später.

    Einen globalen Effekt kann deutsche Klimapolitik nur haben, wenn diese Politik von anderen Ländern mitgemacht wird. Aber Deutschland hat es bisher eben nicht geschafft, Subventionen in Klimaschutz in volkswirtschaftlichen Erfolg umzumünzen (und nicht nur Subventionsabgreifung von einigen wenigen). Dazu ist D zu ideologisch und zu wenig pragmatisch. Den deutschen Weg der wirtschaftlichen Schrumpfung zur Reduzierung der CO2 Emissionen (und Verlagerung nach anderswo) macht kein Land nach.