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Reform des HeizungsgesetzesFeuer frei für fossile Wärme

Hannes Koch

Kommentar von

Hannes Koch

Das von der Union vorangetriebene Heizungsgesetz geht nicht zusammen mit dem Klimaschutzgesetz. Doch wen stört es schon, dass sich die Erde erwärmt.

: Alte und neue Öl- und Gasheizungen können zeitlich unbeschränkt weiter Erdöl und Erdgas verfeuern Foto: Christian Bendel/plainpicture

E inen absichtlichen Widerspruch zwischen zwei Gesetzen schaffen CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und ihre Union. Im Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes eliminieren sie das Enddatum für fossile Brennstoffe wie Erdgas und Erdöl in Heizungen. Angepeilt ist bislang der 31. Dezember 2044. Gleichzeitig legt das Bundes-Klimaschutzgesetz weiterhin das Ziel der Treibhausgasneutralität auf 2045 fest. Was gilt denn nun?

Die Bedeutung dieser Gesetzesänderung ist kaum hoch genug einzuschätzen. Die Union räumt auch die Regelung ab, dass neue Heizungen zu 65 Prozent mit erneuerbarer Energien zu betreiben sind. Stattdessen soll dem Erdgas später mehr Biogas beigemischt werden – 60 Prozent ab 2040. Zahlen für danach sucht man im Entwurf vergebens. So lautet die Logik: Alte und neue Öl- und Gasheizungen können zeitlich unbeschränkt weiter Erdöl und Erdgas verfeuern.

Zwar kommen die Verhandlungen im Bundestag erst noch, vielleicht ändern sie etwas am Text. Doch von heute aus betrachtet zeichnen sich mehrere Wege ab, um den Widerspruch zwischen Heizungs- und Klimaschutzgesetz künftig aufzulösen. Erstens wäre es grundsätzlich möglich, wenn auch sehr unwahrscheinlich, die klimaschädlichen Abgase von Millionen Heizkesseln aufzufangen und endzulagern. Zweitens könnten sich die Bür­ge­r:in­nen und der Markt gegen die Gaspräferenz der Bundesregierung entscheiden.

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Denn fossile Brennstoffe werden immer teurer. Der Preis für Biogas dürfte ebenfalls steigen, weil es nicht genug davon gibt – alles Gründe, die Fossilbrenner freiwillig gegen Wärmepumpen einzutauschen. Die dritte Variante: Das Klimaschutzgesetz wird irgendwann entkernt. Warum nicht Klimaneutralität 2060 oder 2070. Das reicht doch auch.

So betrachtet untergräbt die Union mit ihrem neuen Heizungsgesetz das Klimaschutzziel 2045. Sie konterkariert damit drei Jahrzehnte Politik gegen die Klimaerwärmung. Und die schwache SPD macht das mit, teils zähneknirschend, teils achselzuckend. Klima ist eben nicht ihre Kernkompetenz.

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Hannes Koch
Freier Autor
Geboren 1961, ist selbstständiger Wirtschaftskorrespondent in Berlin. Er schreibt über nationale und internationale Wirtschafts- und Finanzpolitik. 2020 veröffentlichte er zusammen mit KollegInnen das illustrierte Lexikon „101 x Wirtschaft. Alles was wichtig ist“. 2007 erschien sein Buch „Soziale Kapitalisten“, das sich mit der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen beschäftigt. Bis 2007 arbeitete Hannes Koch unter anderem als Parlamentskorrespondent bei der taz.
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57 Kommentare

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  • Die Merz-CDU ist dieser Tage Teil der Klimaleugner-Szene, auch wenn offiziell (noch?) anderes verkündet wird. Und Reiche ist die Speerspitze der neuen Ewiggestrigen.

  • Intelligenz, intelligent Handeln? Ach man ich sollte wirklich aufhören mir Gedanken darüber zu machen. Es ist nicht mal mehr frustrierend, es ist ermüdend, erschöpfend, diese Widersprüche zu hinterfragen, eine Antwort zu finden die dem Ganzen einen Sinn gibt.



    Es gibt eine sicher Konstante:" Jede Wirkung hat eine Gegenwirkung"

  • "Das von der Union vorangetriebene Heizungsgesetz geht nicht zusammen mit dem Klimaschutzgesetz. Doch wen stört es schon, dass sich die Erde erwärmt."

    Das eine hat mit dem anderen rein gar nichts zu tun. Es hat keinen Einfluß auf den Klimawandel, ob wir hier in Deutschland teure Klimaschutzmaßnahmen durchführen oder nicht.

    Wir können rein gar nichts gegen den Klimawandel tun, denn zum einzigen Mittel, nämlich einem internationalen, bindenden, strafbewehrten Abkommen, wird es nie kommen. Der Ausstoß von Treibhausgasen steigt nach wie vor, keiner schert sich um die Luxusprobleme der Deutschen.

    Wir sollten alles, was wir können, vom Klimaschutz in die Klimaanpassung umschichten, damit unser Leben auch unter den veränderten Bedingungen lebenswert bleibt.

    • @Debaser:

      @ Debaster



      Lassen Sie sich doch bitte einmal ein paar wissenschaftliche Prognosen, bezüglich des fortgeschritten, von Menschen zu verantwortenden Klimawandel vorlesen.

    • @Debaser:

      Absolute Zustimmung

    • @Debaser:

      "Wir sollten alles, was wir können, vom Klimaschutz in die Klimaanpassung umschichten, damit unser Leben auch unter den veränderten Bedingungen lebenswert bleibt."

      >>> Da sie das Ausmaß offenbar nicht begriffen haben hier eine kurze Einordnung: Auf einen ungebremsten Menschen gemachten Klimawandel können wir uns nicht vorbereiten, weil dieser in Zukunft die Lebensgrundlagen für die meisten Menschen zerstören wird.

      Allein heute, wo noch nicht mal im Ansatz das Ende der Fahnenstange erreicht ist, sterben bereits tausende Menschen jedes Jahr einen Hitzetot.



      Hinzu kommen Zahlreiche tote wegen Dürren oder extrem Wetterereignissen, welche durch den Klimawandel verstärkt werden (Wärme Luft nimmt mehr Wasser auf, also kann es mehr und stärker regnen, was wiederum zu öfteren und höheren Hochwasser führt).

      Bitte verarbeiten sie in Zukunft nicht solche gefährlichen Falschinformationen. Es geht um Menschenleben, nicht um Luxus.

      • @UB Setala:

        @UB Setala



        👍👍

      • @UB Setala:

        "Da sie das Ausmaß offenbar nicht begriffen haben hier eine kurze Einordnung:"

        Mann, sind Sie überheblich. Ich glaube, Sie benötigen mal eine Einordnung.

        Das Szenario, das Sie hier zeichnen, ist richtig. Aber unser Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß liegt inzwischen bei ca. 1%, EU27-weit ca. 6%. Wenn wir unseren Anteil senken, ändert das am zukünftigen Klimawandel rein gar nichts, und das ist keine Falschinformation, sondern einfache Mathematik und Physik.



        Ich kann gut verstehen, daß man sich schlecht fühlt, wenn man sich mit Herzblut für etwas einsetzt, was sich dann als sinnlos herausstellt. Aber es ändert nichts an den Tatsachen: Es liegt nicht in unserer Hand, Einfluß auf den Klimawandel zu nehmen.

        Klimaanpassung kann vieles sein: Intelligente Bewässerung in der LW, Ansiedlung von Bäumen, die Trockenheit besser tolerieren, Ertüchtigung der Abwasserentsorgung, Erhöhung der Deiche u.v.m. Und wir sollten heute damit anfangen. Klimaschutz hingegen ist verbranntes Geld.

    • @Debaser:

      "Es hat keinen Einfluß auf den Klimawandel, ob wir hier in Deutschland teure Klimaschutzmaßnahmen durchführen oder nicht."



      >>> Falsch, es hat einen Einfluss, wir befinden uns beim Ausstoß nach wie vor in den Top 10 von 195 Ländern.



      Außerdem sind die Maßnahmen nicht teuer - die Kosten vom nichts tun, die sind teuer.



      Sie verbreiten hier aktiv und unter vollem Bewusstsein Falschinformationen.

      "können rein gar nichts gegen den Klimawandel tun, [...]"



      >>> Auch falsch, den jeder noch so kleine Beitrag, begrenzt das Ausmaß des Menschen gemachten Klimawandels. Für eine Umsetzung braucht es kein internationale Strafverfolgung.

      "Der Ausstoß von Treibhausgasen steigt nach wie vor, keiner schert sich um die Luxusprobleme der Deutschen."

      >>> Richtig der Ausstoß steigt nach wie vor, aber erheblich weniger als er könnte, wenn wir nicht auf erneuerbare Energien setzen würden.



      Das ist kein n Luxusproblem der deutschen, sondern ein Problem, welches die Weltgemeinschaft als ganzes Betrifft und auch von dieser angegangen wird. Der Ausbau der erneuerbaren ist in China, als riesigen Emmitenten (Wobei ein guter Teil auf Deutschland zurück fällt), wie auch in bitter armen Ländern im vollen Gange.

    • @Debaser:

      Genau! Und deshalb machen wir nichts, lassen die Katastrophe auf uns zukommen und sehen dann weiter. Wenn sich Leute prügeln, dann lassen wir sie gerne prügeln. Es ist immer irgendwo eine Prügelei - also was soll das, diese eine zu beenden? Oder Ladendiebstahl: lassen wir's dabei, das passiert doch überall!! Was ist das für eine Logik?

      • @Perkele:

        "Genau! Und deshalb machen wir nichts, lassen die Katastrophe auf uns zukommen und sehen dann weiter."

        Sinnvoll wäre es etwas zu machen, was wirklich helfen würde. Da gibt es genügend Möglichkeiten, wo Investitionen ein Vielfaches bringen würden.



        Ausserdem is ist auch wichtig, dass beim Klimaschutz die gesamte Bevölkerung mit ins Boot zu holen. Nur so lässt sich überhaupt etwas erreichen. Schräge Gesetze, die die Bürger nur verärgern und nichts nützen, sind extrem kontraproduktiv.



        Irgendwo gab es mal eine Rechnung, nach der Deutschland mit der kompletten Umstellung auf Wärmepumpen so viel CO2 einsparen könnte, wie China in 1 oder 2 Tagen ausstösst. Die vielen Milliarden könnte man besser investieren.

        • @Michel76:

          Es geht doch gar nicht darum, für viele Milliarden die bestehenden Heizungen umzurüsten. Sondern nur darum, dass wir keine neuen fossilen Heizungen einbauen.

  • Reiche hat es tatsächlich geschafft, das Gebäudeenergiegesetz entgegen der EU-Vorgaben abzuschaffen, ohne sich das so direkt vorwerfen lassen zu müssen. Wenig überraschend, ist doch diie Taktik, die Klimaschutzregeln mit rosa Einhörnern zu "erfüllen" nicht auf ihrem, sondern Volker Wissings Mist gewachsen. Die Gewinnung von Wasserstoff (der weder grün noch gelb, sondern farblos ist) wäre egal auf welchem Weg energietechnisch und wirtschaftlich grober Unfug. Derzeit reicht das Angebot wohl gerade so oder nicht mal für den Betrieb eines einzigen Hochofens. Man müßte aber zumindest die Stahlindustrie vollständig darauf umstellen, wollte man vom Gas in erforderlichem Umfang wegkommen. Und die Nachfrage nach Biomasse in erforderlichem Umfang führe auch nur dazu, daß der Amazonas nach und nach vollständig minderwertige Ackerflächen weichen würde. Das heißt, für den Verkehrs- und für den Gebäudeenergiesektor wird es absehbar nichts geben, was beizumischen wäre. Folglich werden die Regelungen, die Reiche da wohl wissentlich als Plazebo eingebaut hat, zum Zeitpunkt des geplanten Eintretens undurchführbar und damit nichtig sein.

  • Schwarz- rot (?) versucht einen ungeahnten (?) roll-back in die fossile Vergangenheit und den Neoliberalismus.



    Beides muss (und wird) scheitern.



    Es liegt an den BürgerInnen das Richtige zu tun.



    Das wird extrem schwer unter den jetzigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen- Aber:



    Wer sich auf die Politik dieser Koalition verlässt, der ist verlassen.

  • Die csdU untergräbt nicht nur das Klimaschutzziel sondern sie schädigt direkt die gesamte Bevölkerung. Alle müssen mit den Folgen leben und die enormen Kosten tragen, die daraus entstehen durch Katastrophenschäden und Gesundheitsprobleme. Zudem sind die Mieter*innen mit einem Löwenanteil an den Kosten für den Heizungsbetrieb dabei ohne sich wehren zu können. Da hilft auch die Mitbeteiligung der Vermieter nicht, bei der man davon ausgehen kann, dass sie oft eingeklagt werden muss - so wie andere Regelungen schon jetzt- von den Mietern.



    Diese Regelung zeigt noch einmal mehr, was die scharz/rote Regierung von den Menschen im Land hält: nichts! Die werden bestenfalls beschimpft und gegeneinander ausgespielt. Nur die Wirtschaft profitiert -zunächst - von solcher Politik.



    Und dann wundern sich die Verantwortlichen, dass die AgD in den Umfragen so stark wird.

  • ("geht zusammen mit" hieß früher einmal doch "ist vereinbar mit" o.ä. )



    Schlimmer ist aber die Faktenlage. Höchstbezahlte PR-Schreiber von Springer oder schlimmer jagen ja den antisozialen und Kulturkampf in immer neue Höhen, um von der Ausplünderung der Zukunft durch Fossil abzulenken.



    Erste Schritte? Weiter zu einer Unabhängigkeit von fossilen Energien, also Solar, Wind, Rad, Busse, Bahnen, Fuß, als Freiheitsenergien - und hier zitiere ich sogar einen Chr. Lindner, (welcher da inzwischen einen Rückfall erlitt und in Frieden seine Immobilie scheidungsaufteilen mag).



    Staatliche Anreize müssen von Fossil wegführen, nicht umgekehrt. Die Union muss da also das Wort Verantwortung wiederfinden.

  • Die Welt wird nicht am deutschen Wesen genesen.



    So wichtig sind wir nicht

    • @Carsten S.:

      Sie genäse nicht an einer deutschen Ausredenwirtschaft und Bequemlichkeit von Fossilköpfen, das ist gewiss.



      Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, eher energieintensiv, und führende Volkswirtschaft der EU kann sich nicht wegducken. Auch nicht, um einzelne Retroträumer weiterschnorcheln zu lassen, während unsere Lebensgrundlagen wegschmoren.

      • @Janix:

        Das mit dem Energieverbrauch relativiert sich. Die einst starke Chemieindustrie z.B. wandert ab. Sie produziert anderswo. das CO2 geht in dieselbe Atmosphäre. Ich sehe darin keinen Fortschritt. Sie etwa?

        • @Carsten S.:

          Die Chemie wurde in West und Ost mit Braunkohlewüstungen bezahlt, nebenbei. Besser hätte sie mal auf energieärmere Produkte mit Wertschöpfung gesetzt (die Prozesse sind weitgehend ausgereizt, ich weiß).



          Ich meinte aber eher diese bräsige Verbrennerauto-Bande. Wir haben einiges an guten Hebeln. Und können beitragen und prosperieren. Wir bleiben halt gerade nur zu lange an fossiler Denke kleben.

  • Als ehemaliges langjähriges Grünen Mitglied bekam ich unter der Ampelregierung Pickel, wenn ich nur schon das Wort Klima gehört habe.



    Etwas weniger Aktivismus, etwas weniger Ökostreberei und dafür Kurs halten hätte uns nicht geschadet. Wenn wir das CO2 fünf Jahre später los sind, ist es auch gut. Hauptsache, wir werden es auf absehbare Zeit los.

    • @Carsten S.:

      "Wenn wir das CO2 fünf Jahre später los sind, ist es auch gut. Hauptsache, wir werden es auf absehbare Zeit los."

      Joa. und wenn nicht dieses Jahrhundert, dann eben, wenn Hamburg unter Wasser steht.

      • @Kaboom:

        Wir werden das CO2 nicht los. Wir hören nur auf, CO2 in die Atmosphäre abzugeben. Und je später wir aufhören, desto mehr sammelt sich da an.

    • @Carsten S.:

      Das CO2 verschwindet nicht einfach, nur weil man kein neues aus fossilen ausstößt, das bleibt erstmal da - für eine sehr sehr lange Zeit. Da kommen sie weder mit 5 noch mit 50 Jahren hin. Da dieses CO2 nicht aus aktiven Kreisläufen stammt, baut es sich auch nicht mehr oder weniger 1 zu 1 wieder "ab", sondern verbleibt eher Jahrtausende in der Atmosphäre und nimmt während dessen nur sehr sehr langsam an Konzentration ab.



      An einem normalen Tag stoßen wir momentan soviel CO2 aus, dass es selbst nach 100 Jahren noch die hälfte vorhanden ist, aber selbst nach tausend Jahren noch 15 -40% vorhanden sein können.



      Jedes bisschen CO2 Ausstoß ist daher gravierend. Ich finde es daher erschreckend, wie leichtfertig sie die 5 Jahre in den Raum werfen.

      • @UB Setala:

        Nur mal so als Einordnung: Der Mensch fügt dem natürlich entstehenden CO2 ca. 3% hinzu, selbst der IPCC rechnet mit 5%.



        Eine intakte Vegetation wäre problemlos in der Lage, dieses Mehr zu absorbieren. Nur haben wir leider die ganzen Regenwälder abgeholzt, in manche Ländern zu 99%. Wir haben also außer einem Entstehungs- vor allem auch ein Abbauproblem beim CO2.

        Was also mehr als alles andere helfen würde, wäre eine weltweite Aufforstung. Vor ein paar Jahren kam eine Studie zu dem Schluß, daß 900 Mio Hektar notwendig wären. Freilich zeigt sich der Effekt erst in Jahrzehnten. Aber es wäre erfolgversprechender, als wenn ein wichtigtuerisches Land mit 1% Anteil am Ausstoß Milliarden ausgibt, um auf 0,8% zu kommen - und zwar deswegen, weil alle anderen immer mehr ausstoßen.

        • @Debaser:

          Kommentar entfernt. Bitte halten Sie sich an die Netiquette.

          Die Moderation

        • @Debaser:

          Das hat man vor 100 Jahren gedacht: Dass das von den Menschen produzierte zusätzliche CO2 von der Vegetation wieder aufgenommen würde. Seit den 1950er Jahren weiß man, dass das leider nicht so ist. Seit Beginn der Industrialisierung hat sich der CO2-Anteil in der Atmosphäre verdoppelt.

    • @Carsten S.:

      Wie werden wir bereits ausgestoßenes CO2 "los"?



      Bezahlbar am liebsten auch noch. Neugierig gefragt.

      • @Janix:

        Durch Photosynthese und Einstieg in eine Kohlestoff-Kreislaufwirtschaft. Kann man sogar noch Geld dabei verdienen.

        • @sollndas:

          Wie soll diese Kohlenstoffkreislaufwirtschaft funktionieren? Wollen Sie das CO2 aus den Abgasen abscheiden und einlagern? Oder wieder zu Kohlenstoff reduzieren? Mit welcher Energie? Die CO2-Produktion zu vermeiden ist wesentlich günstiger.

      • @Janix:

        Wir haben in ca. 1000 km Entfernung einen Krieg, der so viel CO2-Emissionen verursacht wie die belgische Volkswirtschaft.



        Wenn wir unsere Industrie und unsere Wirtschaft abwürgen, haben wir bald die braunen in der Regierung, aber sonst weiter nichts erreicht.



        Ich möchte das nicht.



        Der Fossilausstieg muss kommen. Fünf Jahre hin oder her machen dabei nicht den grossen Unterschied.



        Da hätten uns unsere alten Atomkraftwerke mehr geholfen, aber die hat man aus ideologischen Gründen schnell abgeschaltet.



        Kleiner Hinweis: Im Winter 22/23 waren Notstromaggregate entweder überteuert oder ausverkauft und erst in einem halben Jahr lieferbar. Die Menschen haben sich Angst um die Versorgungssicherheit gemacht...

        • @Carsten S.:

          @ Carsten S.



          Geben Sie mal bitte Tschernobyl in Ihre Suchmaschiene...

        • @Carsten S.:

          Sie sind meiner Frage (und den ähnlichen Punkten des Kollegen) ausgewichen.

  • Vom wichtigen Klimaschutz mal ganz abgesehen, ist das auch eine Frage der Wirtschaftlichen Zukunft. Wir haben schon öfter Technologien verschmäht, welche Zukunftsfähig sind und wo wir führend waren oder zumindest großes Potenzial hatten. Alles um an alten Technologien und Industrien fest zu halten welche in einigen Jahren ihr Auslaufdatum erreicht haben werden.

    Die die nicht bereit sind jetzt bei Investitionen auch mal in den sauren Apfel zu beißen, verspielen gerade unsere Zukunft, ganz unabhängig von Klima.

    Was viele auch komplett ignorieren: Mit jeder Wärmepumpe, welche für eine Gasheizung eingebaut wird, werden die Kosten für das Gas Verteilnetz, auf weniger Kunden umgelegt und das erhöht unweigerlich den Gaspreis.

    Man sollte sich schon selbst fragen, ob man einer der letzten Kunden sein möchte, denn das wird sehr sehr teuer und über kurz oder lang hat man dann auch eine Deadline, ganz unabhängig davon ob man gerade in der Lage ist eine neue Heizung einzubauen.

    • @UB Setala:

      "Mit jeder Wärmepumpe, welche für eine Gasheizung eingebaut wird, werden die Kosten für das Gas Verteilnetz, auf weniger Kunden umgelegt und das erhöht unweigerlich den Gaspreis."



      Abgedroschenes Argument.



      Mit jeder Wärmepumpe, die eingebaut wird, steigen die Kosten für das Stromnetz, die auf die Kunden umgelegt werden. Das muss nämlich für Spitzenlast an kalten, dunklen Wintertagen ertüchtigt werden.



      Bevor Erdgas kam, standen hier im damaligen Neubaugebiet überall Propantanks. Kann man wieder hinstellen, dann braucht man das Gasnetz nicht. Und Wohl dem, der noch einen Öltank im Keller hat :-)



      BTW: Mich betrifft das nicht. Ich wohne in einem hochgedämmten solarautarken Nullenergiehaus mit großem Wärmespeicher.

  • "Sie konterkariert damit drei Jahrzehnte Politik gegen die Klimaerwärmung."



    Indem sie weniger erlaubt, als vor vier Jahren erlaubt war?



    Also auch die meiste Zeit in den besagten drei Jahrzehnten?



    Anscheinend haben wenige Eingriffe in die privaten Heizentscheidungen vermisst; zumindest wüsste ich ja gern, was der Autor _vor_ Amtsantritt der Ampel gegen das damals offenbar unhaltbare, "wilde" Heizen in deutschen Kellern alles geschrieben hat. Links auf das taz-Archiv werden gern genommen.

    • @Frauke Z:

      Nur mal so dazwischengefragt:



      Erklären Sie doch bitte, wie D den Verpflichtungen des Pariser Abkommens nachkommen will, wenn nach 2045 hier noch Gas- und Ölheizungen eingebaut werden. Ich bin sehr gespannt.

  • "Denn fossile Brennstoffe werden immer teurer. Der Preis für Biogas dürfte ebenfalls steigen, weil es nicht genug davon gibt..."



    Strom wird auch teurer. Wegen erforderlichem Netzausbau, damit der Strom für die Wärmepumpen überhaupt durchkommt. Wegen der erforderlichen Flautenkraftwerke für kalte dunkle Wintertage, die ihre hohen Fixkosten auf relativ wenige kWh umlegen müssen.



    Biogas und Biofuels haben einen Vorteil: Sie sind wirtschaftlich lagerfähig, auch über Wochen und Monate. Auch Wärmepumpenheizer werden an ihnen (und an Flautenkraftwerken) noch froh sein.



    Komme mir bitte niemand mit Akkus. Da kostet eine kWh Kapazität z.Z. ca. 100 Euro. Für den gleichen Preis ist ein industrieübliches 200 l-Fass erhältlich: Da gehen in Form von E- oder Biodiesel 2000 kWh rein. Ein Kostenvorteil, der auf keine Art der Welt aufzuholen ist.



    Die Wärmepumpen werden angepriesen wie saures Bier. Und wie bei Bier liegt dann der Verdacht nahe, dass da tatsächlich etwas sauer ist.

    • @sollndas:

      Batterien sind Nachweis günstiger als Erdgas Strom und Erdgas ist günstiger als Biogas. Über Biodiesel brauchen wir garnicht reden, das ist noch teurer.

      Mal davon ab ist es garnicht machbar mit Bioenergie-Trägern die Masse mit Wärme zu versorgen. Nettes Hirngespinst, aber halt komplett an der Realität vorbei.

      Eine Wärmepumpe hat eine hohe Effizienz und man ist nicht auf ein Medium beschränkt. Sie können praktisch überall her ihre Wärme beziehen.

    • @sollndas:

      Ja Biogas und Biokraftstoff sind leichter lagerbar.



      Die Erzeugung ist das Problem.



      Essen wir zur gleichen Zeit weiterhin weltweit so viel Fleisch und Milchprodukte wird der Amazonas noch komlett abholzt.



      .



      Bei derzeitigen Methoden konventioneller Landwirtschaft erzeugt 1L Biosprit genausoviel oder sogar noch MEHR CO2 wie der aus Erdöl.

      • @sociajizzm:

        "...noch MEHR CO2 wie der aus Erdöl."



        Verbreiten Sie bitte keinen Fake.



        "...gelten Biokraftstoffe nur dann als nachhaltig, wenn sie - unter Einbeziehung der gesamten Herstellungs- und Lieferkette - im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen mindestens 50 Prozent an Treibhausgasen einsparen."



        Quelle: bundesverband-bioe...ie.de/themen/klima

  • Bis vor wenigen Jahren wurde dringend zum Einbau einer Gasheizung geraten. Heute erklären uns Sänger und Klatscher, dass wir doch alle einfach neue Heizungen einbauen sollen. Offenbar sind die Mahner finanziell gut aufgestellt.

    • @FraMa:

      Gas war die bessere Alternative zum Öl. Das ist aber auch schon alles.

    • @FraMa:

      "Heute erklären uns Sänger und Klatscher, dass wir doch alle einfach neue Heizungen einbauen sollen."

      Es hilft meist, wenn man wenigstens eine Basismenge Faktenwissen zum Thema mitbringt.

    • @FraMa:

      Ja, damals war das noch eine Umweltfreundlichegasheizung - so sehr, wie das damals propagiert wurde, ganz bestimmt zusammengeschrieben.

    • @FraMa:

      Niemand verlangt von Ihnen, dass sie eine neue Heizung einbauen sollen.



      Wenn Sie aber eine neue Heizung einbauen wollen oder müssen bekommen Sie sogar massive Zuschüsse dafür, sich hier für eine auch ökonomisch nachhaltige Lösung zu entscheiden.

      • @Life is Life:

        Die Zuschüsse dürften eher bei den Unternehmen landen, die die Heizungen vertreiben / einbauen. So wie der Tankrabatt.

  • Ich habe ein neues Haus mit guter Dämmung und einer guten eingestellten Luft-Luft-Wärmepumpe und habe vor ein paar Tagen die Stromrechnung bekommen. Gerade vor dem Hintergrund, dass ich sechs Monate lang ausschließlich selbst produzierten Strom verbrauche, bin ich über die Höhe des Verbrauches sehr erschrocken.

    Wie hoch ist den dann bitte erst der Verbrauch einer Wärmepumpe in einem nicht gedämmten Haus ohne Flächenverteiler (bei mir Fussbodenheizung), mit alten Fenstern in alten Bestandsgebäuden?

    • @DiMa:

      Seltsam, ich habe eine vergleichbare Konfiguration und komme auf einen Netzbezug bei 4 Personen + E-Auto (geladen wird fast ausschließlich an der heimischen wallbox) von ca. 5000kwh pro Jahr. Das sind pro Monat ca. 150€ Energiekosten.

    • @DiMa:

      Es ist normal das bei einem kalten Winter (und den hatten wir) die Stromrechnung höher wird. Helfen kann u.a. einfach den E-Stab auszuschalten, falls nicht schon geschehen. Auch bieten manche Versorger einen Wärmepumpen Tarif an.

      So oder so eine Wärmepumpe ist die effizienteste Art der Wärme Versorgung.

    • @DiMa:

      In nicht gedämmten Häusern mit alten Fenstern wird alles ziemlich teuer. Außer vielleicht Holzscheitheizung mit eigenem Waldstück ( solange man das Holz noch selber schlagen kann).

      Aber wieso war der Verbrauch so hoch? In den 6 Sommermonaten wird die WP natürlich kaum gebraucht. Was hat sie denn für eine COP erreicht? Oder wie groß ist die Wohnfläche?

      Kurz, eine Ersparnis von 50% der Kosten sollte immer drin sein. Ob sich das z.Zt monetär lohnt mit Blick auf die Investitionen ist eine andere Frage.

  • Da erhebliche Teile der Welt sich überhaupt nicht um Reduktion der CO2 Emissionen kümmern, stellt sich schon die Frage wie ich Detschland da positionieren soll.



    Offenbar hat es auf die Klimaerwärmung relativ wenig Einfluss, wenn wir im Alleingang massive CO2 reduzieren, aber die auf Kosten von Wohlstand und Winrtschaftskraft. Ein stärkerer Fokus auf Entwicklung von technologischen Altenativen, die gleichzeitig kostengünstiger sind, wäre besser. Weil man damit (über den Technologieexport) nämlich indirekt Klilaschutz betreiben kann, und damit sogar mehr erreicht als mit verbotsbasierter Klimapolitik.

    • @T-Rom:

      "Ein stärkerer Fokus auf Entwicklung von technologischen Altenativen, die gleichzeitig kostengünstiger sind, wäre besser. "



      Sie meinen Alternativen wie Wärmepumpe, E-Antrieb, Batterien mit hoher Energiedichte, Winkraft, Photovoltaik?

    • @T-Rom:

      Erneuerbare Energien sind weltweit führend im Ausbau und vorallem PV ist selbst in bitter armen Gegenden sehr beliebt. Ob nun aus Klimaschutz oder einfach weil es die sinnvollsten Erzeugungsart ist, erneuerbare Energien haben sich längst durchgesetzt und sind kein Wohlstandsmiller, im Gegenteil, erneuerbare fördern den Wohlstand einer Volkswirtschaft erheblich und der größte Teil der Wertschöpfung verbleibt im eigenen Land.

      Und ganz ehrlich.. dieses Deutschland hat keinen Einfluss Argument ist total ermüdend. Gehen sie wählen? Ja? Warum? Eine einzelne Stimme macht am Ende nicht wirklich einen Unterschied.



      Mal davon ab sind 1,5% genug um in den Top 10 zu landen, bei 195 Ländern der Welt. Das ist traurig, wenn man dies klein redet.



      Auch der ständige Verweis auf China hilft hier nicht.. wir haben ein Milliarden schweres Handelsdefizit mit China, das kommt nicht von irgendwoher.. das sind erhebliche Teile an CO2 Emmisionen, welche wir nach China ausgelagert haben, aber die Verantwortung haben wir!

      Unsere Historischen Emissionen und die entsprechenden Verantwortung ist sogar noch höher.

    • @T-Rom:

      Mir würde schon reichen, wenn Deutschland, pro Kopf und Wirtschaftsleistung genauso viel Investieren würde in die Energiewende wie China.



      .



      Also die derzeitigen Anstrengungen etwa um den Faktor 4 erhöhen +-



      .



      Langfristig ist die Energiewende ein zentraler Wirtschaftsfaktor, das haben "erhebliche Teile der Welt" bereits erkannt.



      .



      In den USA schafft es nicht einmal Trump den Ausbau der Erneurbaren zu stoppen

  • Ein Verbrechen gegen den Generationsvertrag durch die CDSU und SPD. Taschenspielertricks in Gesetzesform, ohne jegliche Klarheit und Verbindlichkeit für die Zukunft. Das wird die Jugend bei der nächsten Wahl hoffentlich "belohnen" und weder CDSU, noch SPD, noch AfD wählen. Machen wir Bürger die dabei die Größte Zeche zahlen, endlich Schluss mit dieser egozentrischen, den Bürgern abgewandten Kurzzeitpolitik, die unsere Lebensgrundlagen zerstört und aktuell unsere Wirtschaft bereits beschädigt. Hier sind schon massive Wettbewerbsrückfälle in den Bereichen Automobil, regenerative Unabhängigkeitsenergien, dem Finanzwesen und der IT-Branche zu verzeichnen.