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Merz will Arbeitszeitgesetz abschaffenWer falsche Liberalisierung sät, wird Klassenkampf ernten

Tobias Bachmann

Kommentar von

Tobias Bachmann

Beim IHK-Empfang in Sachsen-Anhalt sagt Kanzler Merz, dass er das Arbeitszeitgesetz loswerden wolle – und beweist erneut, dass er als Kanzler nicht geeignet ist.

Sven Schulze (l, CDU), Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt und Bundeskanzler Friedrich Merz beim Neujahrsempfang der IHK Foto: Sebastian Willnow/dpa

A uf eine dumme Aussage kann einem in Sachsen-Anhalt so manches raue Wort entgegen schwappen: „Hammse dir ins Jehirn jeschissen?“, „Haste Lack jesoffen?“ oder „Bei dir reechnets wohl rinn?“, zum Beispiel. Manchmal formuliert mit einem Augenzwinkern, bei Weitem nicht immer.

Nicht unangemessen wäre eine solche Reaktion am Mittwoch in Halle gewesen, als Friedrich Merz dort eine Rede hielt. Beim Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau sagte er, er „würde wahrscheinlich das Arbeitszeitgesetz streichen“, wenn er könnte. Die „Betriebsparteien und Tarifvertragsparteien“ könnten Arbeitszeiten eigenständig miteinander regeln. Den Staat bräuchten sie dazu nicht.

Über den Inhalt lässt sich streiten. Was macht seine Aussage trotzdem dumm? Mitunter: falscher Ort, falsche Zeit, Kontext unzureichend bedacht. So beweist Friedrich Merz einmal mehr, dass er nicht das Format zum Kanzler für alle hat, sondern kaum mehr ist als ein kurzsichtiger Klientelpolitiker für die deutsche Wirtschaft. Die applaudierte Merz folgerichtig für seinen Vorstoß.

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Warum auch nicht? Das Arbeitszeitgesetz regelt grundsätzlich den 8-Stunden-Tag, Pausen- und Ruhezeiten, und schreibt Zuschläge für Nacht- und Schichtarbeit fest. Für Un­ter­neh­me­r*in­nen verursacht das Gesetz somit Mehrkosten. Da kann man schon mal klatschen, wenn es einer loswerden will.

In Sachsen-Anhalt die meisten Geringverdiener

Nur ist dieser eine eben nicht irgendeiner. Sondern jener, dessen eigentliche Aufgabe es ist, gute Politik für alle zu machen. Die meisten davon sind Arbeitnehmer*innen. Das Arbeitszeitgesetz schützt sie vor übermäßiger Ausbeutung. Und es garantiert ihnen Mehrverdienst oder freie Tage, wenn sie mehr als üblich arbeiten müssen. Im arbeitsrechtlichen Streitfall können sie sich darauf berufen.

Wer behauptet, Ar­beit­neh­me­r*in­nen könnten solche Abmachungen doch einfach ohne ein Arbeitszeitgesetz mit ihren Ar­beit­ge­be­r*in­nen treffen, verkennt, dass beide Vertragsparteien eines nur ganz selten sind: auf Augenhöhe. Gerade im Niedriglohnsektor gibt die Geschäftsleitung häufig vor, wie lange gearbeitet wird. Ohne einen gesetzlichen Rahmen könnte sie Arbeitszeiten nach Belieben ausweiten.

Wer sehen will, wie es einer kapitalistischen Gesellschaft ergeht, wenn Arbeitszeiten nicht gesetzlich reguliert sind, muss in den Geschichtsbüchern einige Jahrzehnte zurückblättern. 1918 erkämpften Ar­bei­te­r*in­nen den 8-Stunden-Tag, weil ihnen das Schuften gesundheitlich an die Substanz ging. Heute weiß man: Nach 8 Stunden täglicher Arbeitszeit steigt das Unfallrisiko am Arbeitsplatz exponentiell.

Dass Merz seine rückwärtsgewandte Idee nun ausgerechnet in Sachsen-Anhalt auspackt, ist besonders daneben. In dem Land arbeiten anteilig mit die meisten Geringverdiener. Und die Tarifbindung ist hier – wie in fast allen Ostländern – besonders niedrig. Heißt: Tarifverträge, die zu einem Machtausgleich zwischen Angestellten und ihren Chefs führen, gibt es hier seltener als anderswo in der Republik.

Was treibt diesen Kanzler?

Und was Merz' Timing angeht: In Sachsen-Anhalt wird bald gewählt. Die rechtsextreme AfD liegt letzten Umfragen zufolge weit vorn. Unter anderem, weil sie die Abstiegsängste und Nach-Wende-Traumata der Menschen hier zu instrumentalisieren weiß. Mit seiner überheblichen und weltfremden Aussage liefert Kanzler Merz den Rechtsextremen Stoff im Wahlkampf. Nicht etwa, weil die seine Aussage wirtschaftspolitisch nicht gutheißen würden. Aber die Gemüter lassen sich damit erhitzen.

Stellt sich einmal mehr die Frage: Was treibt diesen Kanzler? Glaubt er wirklich, ohne das Arbeitszeitgesetz ginge es allen besser, könne der Wohlstand im Land endlich wieder florieren? Oder wollte er womöglich nur von einer ganz anderen Debatte ablenken?

Seit Tagen wird in Deutschland über die Erbschaftsteuer diskutiert. Für die CDU eine unangenehme Debatte, hat sie doch versprochen, mit ihr in der Regierung werde es keine Steuererhöhungen geben. Zu allem Übel gibt es auch noch gute Gründe und viel gesellschaftlichen Rückhalt für die Erbschaftsteuer. Ein Ausweichmanöver wäre ein klassischer Merz-Move: im Zweifel einfach über Deregulierung schwadronieren.

Doch könnte das eben auch zum Bumerang werden. Wenn Menschen krank werden und sich Ausfälle in den Betrieben häufen, schadet das der Wirtschaft. Wenn es den Menschen irgendwann selbst reicht, wie beispielsweise im Jahr 1919, könnten sie sich wieder erheben und für ihre Rechte eintreten. Es gilt: Wer falsche Liberalisierung sät, wird Klassenkampf ernten.

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Tobias Bachmann
Geboren kurz vor dem Mauerfall in Sachsen-Anhalt. Über einige Umwege zum Schreiben gekommen. Besonders interessiert an sozialen Bewegungen, gesellschaftlichem Wandel, Protest, Migration und Flucht. Studiert einen Mix aus Ökologie, Ressourcenökonomie, Politikwissenschaften und kritischer Theorie in Berlin. Volontiert seit März 2025 bei der taz, aktuell bei taz zwei, dem Ressort für Gesellschaft und Medien.
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109 Kommentare

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  • "Es gilt: Wer falsche Liberalisierung sät, wird Klassenkampf ernten."

    Naja, nach Stand der Dinge wäre ein Klasenkampf 'von unten' sicher nicht das Schlechteste.



    Objektive Gründe gibt es ja längst genug ...

  • Liberalisierungen

    Zitat: „Wer falsche Liberalisierung sät, wird Klassenkampf ernten.“

    Diese auf den ersten Blick plausible Sentenz führt auf den zweiten zur naheliegenden Frage. was bitte schön, eine falsche Liberalisierung von einer richtigen unterscheidet. Auch drängt sich die Frage auf, ob es sich bei der obdessen beschworenen Ernte des Klassenkampfes nun um einen falschen oder einen richtigen Klassenkampf handelt…

    • @Reinhardt Gutsche:

      Im Kontext erschließt sich, dass mit falscher Liberalisierung eine solche gemeint ist, die sich ausschließlich auf unternehmerische Freiheit bezieht.

  • 6.000 Obdachlose in Berlin, wird gerade auf ARD " Bericht aus Berlin " berichtet.

    Eine Schande für Deutschland ist diese Regierung ! Pfui

    • @Alex_der_Wunderer:

      1) Berlin ist pleite und hat kein Geld um 6000 Wohnungen zu bauen.



      2) Für Investoren ist Berlin zum roten Tuch geworden, die werden auch keine Sozialwohnungen mehr bauen.



      Wer also soll nun diese Wohnungen bauen und wer soll sie bezahlen?



      Aber ja, jeder Mensch der eine Wohnung will (übrigens die meisten aber auch nicht jeder Obdachlose) sollte auch eine Wohnung bekommen, also das mit der Schande stimmt.

  • Merz entpuppt sich mittlerweile als ein knallharter Neoliberalist, der auch keinen Halt macht vor lang und mühsamen erkämpften Arbeiter-Rechten.



    Er schikaniert damit alle die morgens aufstehen und ihrer Arbeit nachgehen.



    Er fährt einen Keil in die Beziehungen zu den Gewerkschaften, den Unternehmen und Arbeitern und unterstützt dabei nur die Unternehmen, so das sie ein Freispiel für die Wochenarbeitszeit haben und eine nicht zu akzeptierenende Sklavenmentalität entsteht.



    Das muss verhindert werden. Wenn die sPD jetzt nicht dagegen hält, hat sie entgültig verspielt.

    • @Andreas Flaig:

      @Andreas Flaig



      Dann muss in Deutschland die Arbeit von allen Arbeitnehmern niedergelegt werden, bis dem Sauerländer die Blätter von den Tannen nadeln.



      www.verdi.de

      • @Alex_der_Wunderer:

        👍👍👍

        Wenn unser starker Arm es will stehen alle Räder still!!!

  • Es braucht ausgeruhte Leute, welche u.a die Fehler der KI im Betriebsablauf bearbeiten können, Herr Merz. Arbeiten Sie doch selbst einmal in Kundendienst, Pflege, Zustellservice und so.

  • Sorry, Mr. Merz, bei manchen Ihrer Pläne unterstütze ich Sie, hier gewiss nicht.

    In meinem Leben war ich schon sehr oft dankbar für gesetzlich geregelte Arbeitszeiten.

    Ich weiß wie es gelaufen wäre, gäbe es diese nicht.

    Das ist ein ganz, ganz schlechter Vorschlag, Herr Merz.

    Die Menschen in diesem Land haben lange dafür gekämpft, dass es so etwas überhaupt gibt.

    Setzen, sechs.

    • @shantivanille:

      Ausbeuter sind aber nun mal so, und sie bekommen immer unverfrorener das Sagen.



      Sie stiften immer mehr Unfrieden zwischen den Schichten, und die springen noch über jedes Stöckchen. Deshalb wird auch echte Bildung vehement bekämpft.

      • @Erfahrungssammler:

        Schonn. But



        Sie vergessen des Merz‘ Amtseid



        „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.“

        Rechtliche Basis: Artikel 56 und 64 des Grundgesetzes (GG).



        & das kanner noch nichemal ✍️ 🙀 •

  • Als die - von der Springerpresse - aufgehetzten kleinen Arbeitnehmer noch auf Bürgergeldempfänger herabgesehen und geschimpft haben, da war die Welt für sie noch in Ordnung. Jetzt aber soll es auch ihnen an den Kragen gehen, und das werden sie sicherlich nicht mehr so lustig finden.

    Erbschaftssteuer für die Reichen? - "Nein", sagt Friedrich Merz.

    Vermögenssteuer für die Superreichen? - "Auf keinen Fall", empört sich da der BlackRock-CDU-Mann.

    Armen Bürgergeldempfängern ihr mickriges Existenzminimum zusammenstreichen und die kleinen Arbeitnehmer noch mehr schuften lassen? - "Ja, das hört sich doch gut an, denn Reichenschutz ist besser als Klimaschutz und die kleinen Bürger sollen mal mehr für den Wohlstand der Reichen malochen", sagt Merz wohlwollend dazu.

    Und dann steigt Fritz in sein Privatflugzeug und fliegt ein paar Runden über seine "fleißigen und braven Untertanen".

    • @Ricky-13:

      Nun ja, Merz und seine csdU beten doch sicherlich für die ärmeren Menschen. Das ist doch auch was! Wo's Geld halt nicht für alle reicht, ist solch eine Fürsprache doch sinnvoll, oder?

    • @Ricky-13:

      @Ricky-13



      Ob Jens Spahn wohl noch fix, auf Staatskosten von unseren Steuergeldern ein paar, ach was 80 Millionen schwarz, braun, blaue Fähnchen für die Untertanen zum freundlichen zu winken beim erblicken des Antlitz von ihrem " Fidi Merz den Allerletzten " bestellt ?

  • Gute Ausführungen.

  • Die SPD ist am Ende.

  • NSM



    So geht halt Neue Soziale Marktwirtschaft. Merz macht nur da weiter, wo Schröder, Clement und Steinbrück aufhören mussten.



    Mir klingen noch die Worte von Franz Müntefering von den „Heuschrecken“ in den Ohren. Er konnte auch Sprüche klopfen, auch Sauerländer. Man dachte, er wäre arbeitnehmerfreundlich. Aber er hat Schröder den Rücken freigehalten und mitgemacht.



    Es war die SPD, die mit dem Abbruch des Sozialstaates begonnen hat, sie hat es nur anders verpackt und verkündet.



    Bei Merz kann man sich gar nicht vorstellen, dass seine Veränderungsvorschläge zu einer Verbesserung führen, er kann auch nicht so gut die Leute einwickeln wie Müntefering. Aber Merz hat derzeit viele Faktoren auf seiner Seite, von der Lage auf dem Weltmarkt bis hin zum Fachkräftemangel. Er profitiert auch von einem allgemeinen Bedürfnis nach Deregulierungen. Doch oft entstehen Schutz-Gesetze deshalb, weil freiwillige Selbstverpflichtungen nicht zum Ziel führen. Kein Kapitalist verzichtet freiwillig auf möglichen Profit durch Ausbeutung der Arbeiter. Kaum ein reicher Mensch kann seine Gier nach mehr Reichtum selbst zügeln. Ich bin gespannt, wohin die Reise noch gehen wird.

    • @Achsachbloß:

      Klar - Münte - aus Sundern



      “…Er konnte auch Sprüche klopfen, auch Sauerländer. Man dachte, er wäre arbeitnehmerfreundlich. Aber er hat Schröder den Rücken freigehalten und mitgemacht.“



      Indeed “Wer nicht arbeitet - soll auch nicht essen!“



      Selten hab ich mich in einem Menschen -



      Derart getäuscht: Übern Berg in Arnsberg -



      Friedensbewegung - Podiumsdiskussion -



      (in Westfälisch Sibirien das unbekannte Wesen) icke Leader of the Pack 🧐🥳



      Münte gerade auf dem Sprung zum



      SPD-NRW-Vorsitz!



      Eloquent kompetent, das komplette Gegenteil zum leeren Karton Tillmann CDU 🙀



      & Däh



      (Mittelständler Friedrich Merz scharrte schon mit den Hufen! Wollnich



      Have a look “Sauerland Powerland“



      commons.wikimedia....d-Bild-26263-2.jpg



      “Und immer das letzte Wort!“ Quelle eine Mitschülerin



      Ehe er später steinwurfweit zur Schützenhalle



      Nieder🪣 - mit Frau Direktor AG im sozialen Brennpunkt anne 🛀 - Domizil nahm! Woll



      (Tja JuMi Pipenkötter CDU - machte dess glatt



      zeitgleich möglich 🙀)

  • Klassenkampf ist ohnehin bitter von Nöten, wenn mensch sieht wie der neoliberale Ausbeuterkapitalismus, vertreten durch Puppen wie Merz in Politik und Wirtschaft, das vorhandene Geld in die Hände einiger weniger verteilt. Wohin das führt kann mensch gut in den USA gerade sehen, welche sich rasant zu einer faschistischen Oligarchie a la Russland verwandeln.

    • @Okti:

      @Okti



      👍👍



      Genau, die Akkumulation von unbegrenztem Vermögen, kann nur durch eine angemesse Vermögenssteuer entgegen gewirkt werden und somit die Gefahr durch undemokratische Einflussnahme von Milliardären auf unseren Rechtsstaat verhindern.

  • Wenn ein Arzt nach einer 10h Schicht auf dem



    Heimweg in einen Unfall mit lebensbedrohlichen Verletzten gerät, dann muss er sterben lassen, um nicht gegen Arbeitszeitgesetzte zu verstoßen. Solcher Art sind die meisten Verstöße.

    • @Richie:

      "Solcher Art sind die meisten Verstöße."

      Trust me, bro.

    • @Richie:

      Klar - passiert mir ständig

      • @Lowandorder:

        Wir arbeiten nicht im medizinischen Bereich. Aber Tote hätte es auch schon gegeben, wenn man immer stringent die Arbeitszeitgesetze eingehalten hätte. Da geht es ja nicht um 20 Fälle die Woche, sondern um Grenzsituationen mit Häufung zweimal im Jahr usw. Dass die eine gesetzliche Vorgabe in Grenzsituationen eine ander ausschließt, das wissen auch gute Juristen.

        • @Richie:

          Es gibt au h Tote durch nicht einhalten der Arbeitszeiten.

    • @Richie:

      Das ist Unsinn. Das wäre unterlassene Hilfeleistung. Wo ist das belegt?

      • @Niemals:

        Text nicht verstanden?

  • Merz: *…er „würde wahrscheinlich das Arbeitszeitgesetz streichen“, () Die „Betriebsparteien und Tarifvertragsparteien“ könnten Arbeitszeiten eigenständig miteinander regeln. Den Staat bräuchten sie dazu nicht.*



    Kann Friedrich Merz „Kanzler“-?- Nein. Ich stimme den Erläuterungen von Tobias Bachmann zu. Ich gehe weiter als er: Das man über das oben zitierte noch diskutieren könne. Nun: Wenn, dann aber gar nicht auf der „Grundlage“, welche der Kanzler mit seiner öffentlichen Aussage dazu liefert. Die ist m. M. n. falsch. Auf so unzutreffend gekennzeichnete Sachverhalte kann man keine pol. Handeln gründen, dass zuletzt nicht auch nur falsch ist. Der Kanzler äußert öffentlich nichts als eine persl. Wunschvorstellung als (Streichung) und begründet die mit der inhaltsleeren Behauptung „autonomer“ Betriebs- u. Tarifparteien. Wie viel tausend Seiten „Geschriebenes“ sind das gleich nochmal, die dazu verfasst wurden? Die zumindest das Überdenken des komplexen Sachverhaltes anmahnen. Was will der Kanzler? Soll mein Denken seinen hohlen Worten hinterher hecheln? Damit er basierend auf seinem Denken, dass nur rhetorisch gut aber inhaltlich so leer ist wie seine Worte, Politik machen kann?

  • In dieser Regierung gibt es anscheinend nur solche Initiativen: Gemeinwohl (auf das ein (Mein-)Eid geschworen wurde) oder das alleinige Wohlergehen der entsprechenden Lobby? Reiner, Reiche, Warken, Merz - allesamt Ultralobbyisten einer Sparte. Dafür arbeiten die - für den Plebs bleibt da kein Platz.

    • @Perkele:

      Das sind gerade mal vier der Auffälligsten. Aus den Machenschaften in der Vergangenheit kann man schließen, dass es ein Sumpf ist, der kaum noch trockengelegt werden kann.

  • Nun, es ist vor allem populistischer Unfug, da das Arbeitszeitgesetz nur die Umsetzung der europäischen Arbeitszeitrichtlinie ist, an der Herr Merz gar nichts ändert. Und selbst wenn er das Gesetz abschaffte, so gälte die Richtlinie mittlerweile direkt und wäre von den Gerichten anzuwenden. Die deutsche Gerichtsbarkeit und sogar staatliche Arbeitgeber haben aber generell ihre Probleme, die Richtlinie einzuhalten (Arbeitszeiterfassung-Lehrer-Schleswig Holstein)



    Zur Erbschaftssteuer kann man nur sagen, das die deutschen Regeln und Freibeträge obszön sind. Beispiel Dänemark: Die Ehefrau erbt vorläufig alles, die Erbschaft wird nicht aufgeteilt. Wenn nach deren Tod aufgeteilt wird (der Ehegatte zahlt keine Steuern) bekommen die Familienangehörigen für die gesamte Erbschaft einen Freibetrag in Höhe von 52.600 €. Dann fallen 15 % an, bei Nichtverwandten zusätzlich extra 20%. Dänemark ist noch nicht untergegangen.

  • Arbeit kann/soll/muss Spaß machen und persönlich erfüllend sein, dann ist auch die Arbeitszeit nachrangig. Wenn das nicht so ist, passen Arbeit, Arbeitnehmer und -geber nicht zusammen und sollten sich nach Veränderungen umsehen.



    Schwierig finde ich in diesem Kontext Teilweise Vertreter der Gen Z, die nach der Uni als erste Arbeitsstelle mit Teilzeit anfangen wollen. 70-80% Arbeitszeit bei vollem Gehalt sind häufige Forderungen, das wird so nix!

    • @Flocke:

      Es gibt ein Bundesgesetz zur Regelung von Arbeitszeiten und auch wenn Arbeit Spaß macht, reichen 35 bis 40 Stunden. Wer bei diesem Rentensystem nur 25 bis 30 Stunden die Woche arbeiten will, bezahlt das mit Altersarmut...

    • @Flocke:

      Leider wird dann niemand mehr morgens um 5 Gebäude reinigen, Mülltonnen leeren, den Müll vom U-Bahnhof sammeln, Toiletten putzen, an gefährlichen, lauten, stinkenden Arbeitsplätzen Drecksarbeit verrichten. Macht keinen Spaß, passt also nicht zusammen. Da es so ist, dass geregelte Arbeitszeiten in abhängigen Kontexten keineswegs nachrangig sind, nicht nur auf Spaßfaktor und Gesundheit bezogen, auch in Bezug auf familiäre Verpflichtungen z.B., ist sowohl Merz' Bemerkung als auch Ihr Kommentar substanzlos.

      Ihre Behauptung zur Gen-Z-Akademikergruppe passt gar nicht zu Ihrer vertretenen Ansicht. Die würde eher unterstreichen, dass gesetzliche Arbeitszeitregelung notwendig ist, denn es gefällt Ihnen ja nicht, dass die ihre Arbeitszeit selbst verhandeln wollen und den Job nicht antreten, wenn die Bedingungen ihnen nicht passen. Abgesehen davon würde ich anzweifeln, dass sie "volles Gehalt", sprich Vollzeitgehalt, bei reduzierter Arbeitszeit verlangen. Es kann natürlich vorkommen, dass man mit der Entlohnung insgesamt nicht einverstanden ist und mehr fordert für seine Qualifikation und Leistung...

  • Die CDU hat es geschafft, Stärker zu gewinnen. Und das bedeutet Rückhalt für den Chef, Merz, der will aber ein neoliberales Deutschland. Der will die Volkswirtschaft mit den gleichen Modellen und Ideen aus den 1980ern in Schwung bringen. Hart, viel arbeiten, wenig an die Angestellten zahlen. Schon damals machte die IG Metall Kohl einen Strich durch die Rechnung und erkämpfte die 35-Stunden-Woche in der Industrie. Merz will jetzt die prekären, nicht tarifgebundenen Arbeiter den Arbeitgebern zum Frass vorwerfen.



    Er sollte dringend gestoppt werden.



    Und die SPD muss aufwachen, sonst wird sie bald weniger Stimmen kriegen als die FDP, sind die überhaupt noch im Bundestag.



    Merz könnte auch besser, er könnte mit seinen Mitarbeitern aus der Ampel lernen, aus der Klimakrise, könnte die Modernisierung weiterbetreiben und mit Investitionen das Wachstum ankurbeln. Aber: Er will nicht. Er will prekäre Arbeitnehmer zur Ausbeutung bringen und er will Arme im SGB II. kängeln und kontrollieren. Bringen tut das alles gar nichts. Und die AfD bietet den Arbeitgebern im Zweifel die Hard-Core-Version ohne Zensur und auf voller Länge an.

  • Die SPD macht mit ihrem Konzept schon wieder einen Rückzieher. Auch wenn Sie keine konkreten Zahlen nennt, hat die Bevölkerung es verstanden, dass die Erbschaftsbesteuerung von Betriebsvermögen in den gerade miesen wirtschaftlichen Zeiten ein NoGo ist.

    Das ganze ist nur Wahlkampfgedöns der SPD wo sie nicht einlösbare und wirtschaftsschädigende Versprechen macht und die erneut ein schlechtes Bild auf die Regierung werfe.

    Natürlich ist die CDU dagegen. Warum die SPD auf weitere Verzwergung steht ist nicht nachvollziehbar.

    • @Rudolf Fissner:

      Meines Wissens haben mindestens 70%, eher 80-90% der Bevölkerung (darunter die Richter am Bundesverfassungsgericht) verstanden, dass die Erbschaftssteuern angehoben werden müssen und dass es nicht mehr diese ausufernden Ausnahmen geben darf.

      Und wenn die SPD nicht weiter verzwergen will, dann muss sie das durchziehen und außerdem noch eine ordentliche Vermögenssteuer oben drauf legen.

      Aber die SPD wird das vermutlich wieder fallen lassen. Und dadurch dann weiter verzwergen.

      • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

        Ich befürchte, dass Mehrheiten keine oder kaum noch Bedeutung haben - siehe Tempolimit und Böllerverbot.

      • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

        Meines Wissens verstehen auch 100 % der Bevölkerung, das man einem Betrieb keine 5%, keine 10% und auch keine 30% Erbschaftssteuer abziehen kann ohne den Betrieb entscheidend zu gefährden.

        • @Rudolf Fissner:

          Du weisst schon, dass diese x% nur einmal anfallen und auf 20 Jahre verteilt werden (können)?



          So werden aus 30% schnell nur noch 1,5%! Trotzdem bist du der Meinung, 1,5% Steuern auf ein leistungsloses Einkommen seien zuviel, wo doch jeder Arbeitnehmer, der für seinen Lohn meistens hart arbeiten muss, locker den 10- bis 20fachen Steuersatz zahlt?

        • @Rudolf Fissner:

          Lustig. Die SPD gehört nicht mehr zur Bevölkerung 😁

          • @warum_denkt_keiner_nach?:

            Das ist doch Unsinn

        • @Rudolf Fissner:

          Ich weiß nicht, in welchem Land sie leben, in dem 100% der Bevölkerung einen solchen Quatsch glauben.

          Wenn, wie geplant, die Erbschaftssteuer über 20 Jahre verteilt gezahlt werden kann, können natürlich 5% Erbschaftssteuer gezahlt werden, ohne dass das den Betrieb entscheidend gefährdet. Sogar 30%. Denn das wären nur 1,5% pro Jahr. Und die meisten Betriebe werfen das locker ab. Die Reichsten werden sogar 7-10% pro Jahr reicher. Auch da wäre es überhaupt kein Problem 2-5% pro Jahr an Steuern zu erheben. Sie würden dann nur nicht mehr ganz so schnell reicher.

        • @Rudolf Fissner:

          Es sollen den Betrieben auch keine 5 %, 10 % oder 30 % entzogen werden.



          Es geht bei der Erbschaftssteuer darum, bei Eigentümerwechsel von Unternehmen durch Vererbung, von den Erben eine Erbschaftsteuer zu fordern. Die Erben haben ja die Wahl entweder das Erbe anzunehmen oder es abzulehnen. Bei Annahme wird eine Erbschaftssteuer fällig. Da die Unternehmen die Eigentümer wechseln.



          Die Erben können diese Erbschaftssteuer bestenfalls aus ihrem eigenem Vermögen bestreiten, ansonsten will die Regierung, im Sinne von uns Bevölkerung, denn WIR sind der Staat, den Erben einen Stundung der Verbindlichkeiten durch die Erbschaftssteuer anbieten.



          Nehmen wir als Beispiel die Baumüller-Gruppe Holding GmbH & Co KG von der Ehefrau von Markus Söder, Karin Baumüller-Söder. Ein Unternehmen mit Stammsitz in Nürnberg, mit Standorten in über 20 Staaten und tausende von Mitarbeitern. Da kann dann eine Stundung der Erbschaftssteuer beantragt werden, wenn das Privatvermögen der Erben nicht ausreicht.

          • @Alex_der_Wunderer:

            "Es sollen den Betrieben auch keine 5 %, 10 % oder 30 % entzogen werden."

            Dann soll die SPD dich deutlich sagen, dass die Erbschaftssteuer nicht auf Betriebsvermögen angewendet werden soll, statt mit ihrem Konzept die Wirtschaftspolitik der Koalition als heilloses Chaos darzustellen.

            Und passen Sie doch bitte ihre Aussagen an. Da widerspricht sich doch alles zu ihrem Eingangssatz.

            • @Rudolf Fissner:

              @ Rudolf Fissner



              Lassen Sie sich meinen Kommentar nochmals vorlesen,



              da widerspricht sich nix.



              Das heillose Caos und die finanzielle Folgen für unser Land, ausgelöst durch die Auseinandersetzungen der Vermögenssteuer und mangelhafter Erhebung von Erbschaftssteuern, muss umgehend von der Regierung behoben werden.

    • @Rudolf Fissner:

      Sie wissen, was ein Kredit, was Stundungen sind.



      Also auch, dass natürlich auch Vermögen dieser Art natürlich auch angemessen beitragen können.



      "Wirtschaft" sollten wir nie mit den Kapitalbesitzers gleichsetzen. Das ist von den Interessen divergent.



      Die CDU ist hier Lobbydienerin, zu danken ist der SPD. Sie denkt da dem kommenden Karlsruhe-Urteil endlich mal vor.

      • @Janix:

        Kredit und Stundungen verschlechtern auf dem Papier die "wirtschaftliche Leistungsfähigkeit" und sind damit ein weiteres Mittel, um klassische Handwerksbetriebe aus der Vergabe von öffentlichen Ausschreibungen auszuschließen, die ha heute schon dank der Unfähigkeit der öffentlichen Verwaltung, Abläufe zu koordinieren in wachsendem Maß handwerksfeindlich "gewerkeübergreifend", "schlüsselfertig" oder "funktional" ausgeschrieben werden - also mit erhöhten Anforderungen an Referenzen und mit einem höheren Vorfinanzierungsbedarf auf Seiten des Auftragnehmers.

        • @FriedrichHecker:

          Komischerweise kommen in den Medien ned Unternehmen der Kategorie "Farben Heinz Kunze, gegr. 1907 (4. Generation mit Übergang zur 5.)" mit stabilen ca. nem Dutzend Leuten sondern wie die Woche im ARD-Morgenmagazin eine größere Sägemühle wo die Übergabe dramaturgisch für die Uhrzeit wahnsinnig aufwendig inszeniert mit dräuendem Nebel begleitet wurde, welcher sich in einer im Erbschaftsrecht genau für solche Vorgänge eingebauten dauergenutzten Ausnahmeregelung auflöste.

      • @Janix:

        Sie gehen davon aus, dass zuvor die verfügbaren finanziellen Ressourcen nicht bereits für notwendige oder geplante Investitionen verwendet wurden und immer noch verfügbar sind um Kredite abzubezahlem.

        ""Wirtschaft" sollten wir nie mit den Kapitalbesitzers gleichsetzen. Das ist von den Interessen divergent."

        Richtig. Aber sie machen genau diesen Fehler wenn Sie Betriebsvermögen mit persöhnlichem Einkommen gleichsetzen

        Die SPD wird sich vor allem auch bei den Arbeitern von Betrieben, die einem solchen Kapitalentzug unterworfen sind, keine Freunde machen. Hier ist eher die CDU deren Lobbydienerin. Die SPD denkt nicht vor, sie schaufelt sich hin zu den 5%.

        • @Rudolf Fissner:

          Wenn ein Unternehmen die Kapitalrendite nicht erwirtschaften könnte, über einen längeren Zeitraum hinweg, dann sollte es doch mal so langsam unternehmerisch etwas ändern, oder?



          Und die kleinen Handwerkers sind auch nicht der Punkt, es sind die Großen, die sich dann von Profis zurechtrechnen lassen.

        • @Rudolf Fissner:

          @Rudolf Fissner



          Unser Bundesverfassungsgericht wird eine Entscheidung bezüglich der notwendigen Erbschaftssteuer bald verkünden.



          Die SPD bereitet sich schonmal, ausnahmsweise auf die Entscheidung vor.

        • @Rudolf Fissner:

          Die Investitionsquote im Vergleich zu Gewinnen ist aktuell lächerlich niedrig. Der deutsche Staat, sowie die Unternehmen im D. Haben im OECD seit Jahrzehnten eine niedrige Quote. Ich bin diese Lügen über die ständig investierenden, fleißigen „Mittelständler“ (ergo Großerben, Multimillionäre und Milliardäre) so leid. Ich würde mich ja freuen, wenn es stimmen würde und private Investitionen gemacht würden. Deutschland stünde besser da. Da Deutsche Unternehmer aber im Schnitt lieber mehr in ihre private Tasche wirtschaften, als das Untermehmen hier auszubauen, muss eben der Staat eingreifen und die dadurch verringerten Gewerbe, Umsatz und andere Unternehmenssteuern über einen Erbschaftssteuer kompensieren um die eigenen nötigen Investitionen leisten zu können. Wäre die Unternehmer verantwortungsvoll und hätten investiert, wäre diese Debatte wahrscheinlich nie entstanden.

  • "Die „Betriebsparteien und Tarifvertragsparteien“ könnten Arbeitszeiten eigenständig miteinander regeln. Den Staat bräuchten sie dazu nicht."

    Und dann wird nach dem Arbeitszeitgesetz das Betriebsverfassungsgesetz gestrichen. So denkt sich das klein Fritzchen wahrscheinlich.

    Ich kenn ein paar Betriebsräte, die haben die Ampel verdammt und die CDU herbeigesehnt... Fand ich da schon nicht so schlau.

    • @Nansen:

      Wofür braucht es noch Betriebsräte? Wir haben doch ein Arbeitszeiten- und viele andere Gesetze.

      • @Rudolf Fissner:

        Ist das Ironie oder eine n Zeichen von Ahnungslosigkeit?

        • @Nansen:

          Unabhängig vom Wortgefecht. Was auffällt ist, dass des Kanzlers so einfach daher gesagter "Streichungswunsch" sehr unvernünftig, wenn nicht reineweg GAGA ist. Weil man man von zwei aufeinander bezogenen Regelwerken nicht eines wegnehmen kann u. damit wie der Kanzler verbindet, dass dadurch etwas "Neues" entstünde. In diesem Fall die innovative Befreiung von Produktivkräften durch Entfesselung aus staatlicher Bevormundung. Es entsteht aber nichts Neues. Erst mal bleibt nur was "Halbes", dass nicht mehr funktionieren kann, weil ihm zum Funktionieren die Hälfte fehlt. Egal welche man sie streicht. Man kann ja prizipiell darüber"philosphieren", ob z. B. ein Betriebsrat mit seinem Unternehmen Arbeitszeiten regelt ohne "vorgeschaltetes" Arbeitszeitgesetz. Dann müssen die Parteien letztendlich aber auf das Grundgesetz bezugnehmen (können), welches z. B. die körperliche Unversehrtheit des Menschen garantiert. Wohlan, wo hört die auf? Bei einem 12 oder einem 14 Stunden Arbeitstag? Soll halt ein Gericht entscheiden. Ein Arbeitszeitgesetz aber muss sich zuletzt aber unumstößlich vom GG ableiten. Hier ist die Gesetzesregel zugleich die vorteilhafte Ressource, welche Entscheidung ermöglicht.

          • @Moon:

            Extrapolation:



            Wieso drängt sich mir bei



            "GAGA" als Assoziation gleich



            MAGA auf?



            Schönen Sonntag

            • @Willi Müller alias Jupp Schmitz:

              Thanks. Mir drängt sich das ebenfalls assoziativ auf. Mein Kommentar, ein Versuch, es gedanklich zu fassen. MAGA, das ist auch "Disruption", ist disruptiver Politikstil. Meint in meinem Denken auch "Abbruch" bis hin zur Destruktion. Statt Transformation.



              Sagt ein Kanzler, er wolle eine Streichung wie die genannte vornehmen, ohne die kleinste Silbe was an die Stelle treten soll, will er disruptiv handeln. Widerspricht meinem Denken, geleitet von noch etwas Wissen über "sozialen Wandel", die Rolle "sozialer Innovation" dabei, vor etwas Hintergrund zu Anthony Giddens Theorie zu "Regeln und Ressourcen".



              Vor dem Hintergrund wäre die tatsächliche Streichung des Arbeitszeitgesetzes eigentlich schon katastrophal. Das kann nicht gut gehen. Und es iist leider so, dass ich den Verdacht habe, dass ich "Indizien" meine zu beobachten, dass die Merz-CDU mit Merz und Rumpelzilz Linnemann voran, dass eben doch nicht mehr wissen, verstehen, was sie mit ihrer Rederei eigentlich anrichten. Habe versucht, das herauszuarbeiten. Merz macht nach vorne Zielgruppen genaue Wohlfühlsprüche: Oh sagen die Arbeitehmer. Hintenrum diskreditiert er (kl. Paschas) Und dort beginnt die Zerstörung. Es ist ernst.

              • @Moon:

                KORREKTUR

                Es muss natürlich heißen: Arbeitgeber

                ...die als Zielgruppe sich gleich viel wohler fühlt.

        • @Nansen:

          Ich frage mich nur, für welche Bereiche Sie noch die Abstimmungen unter den Tarifpartnern für notwendig erachten, wenn doch der Staat alles regelt. Wenn das der Fall ist, sind Betriebsräte und Gewerkschaften reine tragenden innerbetrieblichen Stützen um Prozesse zu optimieren und Unmut im Betrieb abzufedern.

          • @Rudolf Fissner:

            Sie sind wirklich ahnungslos. Ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen sollte, wollte ich Ihnen alles erklären.



            Ich empfehle Ihnen lieber Selbststudium. Beginnen Sie mit den Aufgaben des BR nach §80 BetrVG: "...darüber zu wachen, dass die zugunsten der Arbeitnehmer geltenden Gesetze, Verordnungen, Unfallverhütungsvorschriften, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen durchgeführt werden..."

            Gehen Sie einfach offen und ideologiefrei an das Thema ran. Es lohnt sich.

            • @Nansen:

              Lassen Sie uns das Kriegsbeil begraben. Sie haben natürlich vollkommen recht. Meine Antwort war nur eine provokative Gegegenposition zu ihrer Kritik an Betriebsräten, die "die haben die Ampel verdammt und die CDU herbeigesehnt" haben. Es ist mir zu offensichtlich plump, wenn der CDU unterstellt wird, sie möchte alles mögliche Arbeitnehmerrelevante abschaffen.

            • @Nansen:

              @ Nansen



              Jede Menge Infos gibt’s für Anfänger ja auch unter :



              www.verdi.de



              Nächstens einfach an die Mitforisten mit Fragen verlinken 😉

        • @Nansen:

          Bei unserem Doppelzüngler vonne



          Weser: Both

  • Grundsätzlich halte ich es für überlegenswert, dass die Tarifpartner die Arbeitszeitregeln, in ihrer Branche verhandeln. Das ist heute schon in Einzelfällen möglich, zum Beispiel im öffentlichen Dienst oder in der Patientenversorgung.



    Das große Fragezeichen, das Merz in dieser kurzen Aussage nicht beantwortet hat: was geschieht bei Arbeitnehmern, die keinen Tarifvertrag haben?



    Die Antwort könnte sein: dann gilt einfach das Arbeitsgesetz. Und dann sehe ich du hast die Chance, dass das für viele Arbeitnehmer eine Verbesserung hervorbringt, weil Unternehmer dann eine Motivation haben, ein Tarifvertrag abzuschließen: denn nur mit einem Tarifvertrag könnten abweichend Arbeitszeitregelung festgelegt werden.



    Vielleicht sollten wir versuchen, icht sofort alles zu verreißen, sondern in diesem Fall diese um eine linke Perspektive ergänzten, um einen nach vorne gerichteten gesellschaftlichen Diskurs zu erzielen.

  • So so, der Kanzler möchte den Verrat & Verkauf der Arbeitnehmer einleiten. Arbeitnehmer quasi zum Freiwild erklären.



    Arbeitszeiten wurden schwer erstritten und ausgehandelt, da möchte ein klein Fidi aus dem Sauerland Tal mal so ebend den Elefanten im Porzellanladen geben. Schon jetzt kann jeder Arbeitnehmer die Arbeitszeiten, im gesetzlichen Rahmen mit seinem Arbeitgeber absprechen. Es hat den Anschein, der Kanzler möchte Geschäftigkeit auf Kosten der Arbeitnehmer suggerieren.



    Der Kanzler sollte lieber, wie im Wahlkampf angekündigt, die Infrastrukturen Schulen, Straßen, ÖPNV, Wohnungsmakrt durch die Freigabe von Geldern aus dem Bundeshaushalt /



    " Sondervermögen " , fix in unsere Wirtschaft investieren, dadurch entstehen mehr Arbeitsplätze, als jetzt wieder Nebelkerzen zu zünden.

    www.verdi.de

    www.mehr-demokratie.de

  • Und die Leute in SA wählen, wenn Merz arbeitnehmerfeindliches Geschwätz produziert, die arbeitnehmerfeindlichste Partei, die sich zur Wahl stellt.



    Da ist er wieder, der mündige Bürger.

    • @Kaboom:

      "Und die Leute in SA wählen" ST, steht zumindest auf dem staatlichen Demonstationsschutz für Sachsen-Anhalt ;) .

    • @Kaboom:

      Kann man sich drüber wundern.

      Aber so ist das.

      Daher wurde in Argentinien Milei und in den USA Trump gewählt.

      Wenn man die Regierung als feindlich empfindet, wählt man eben den Feind des Feindes. Dass der nicht unbedingt ein Freund ist, erkennen viele erst zu spät

  • Man kann zu 100% nur dann alle Arbeitszeitgesetze einhalten, indem man gegen andere Gesetze verstößt oder dem Unternehmen essenziell schadet.

    • @Richie:

      Ist das so? Hat nicht auch ein Unternehmen ein Interesse an Mitarbeiters, die langfristig gesund bleiben? Und daran, dass Konkurrenten kein kurzfristiges Dumping da machen können? Wo konkret sehen sie "schadende" Regelungen, die es geben mag?

      • @Janix:

        Ihr Beitrag ist so 1960er...

        Sie setzen voraus, dass das "kurzfristige Dumping der Konkurrenten" illegal und realistisch sanktionierbar ist. Diese Voraussetzung ist aber dank EU-weitem freiem Verkehr von Waren und Dienstleistungen plus Freihandelsabkommen à la Mercosur schon lange passé.

        Warum hat beispielsweise beim Tariftreuegesetz nur Verdi richtig lautstark applaudiert? Weil sich Dienstleistungen so schlecht transportieren lassen. Bei einem polnischen Tariflohn von 25% unter IG Metall bringt ein Tariftreuegesetz für die Herstellung und Lieferung von transportablen Gütern nämlich verdammt wenig für Arbeitsplätze in Deutschland - zumindest solange, wir EU-Mitglied sind. Und das ist auch verdammt viel mehr, als sich durch ignorieren des Arbeitszeitgesetzes herausholen lässt...

      • @Janix:

        Manche Dinge sind nicht umsetzbar. Es gibt bei uns eine Stelle, die muss aus gesetzlichen Gründen rund um die Uhr besetzt sein. Wenn einer aus dem Team mehr ausfällt, dann muss einer 8 Stunden nach seiner Schicht nochmal ran. Man kann nur ausgebildetes und erfahrenes Personal einsetzen. Theoretisch könnte man doppelt so viele Leute ausbilden, um sicher zu sein. Man kann den Job aber nur regelmäßig machen und nicht nur eine Schicht pro Jahr.

        • @Richie:

          Ich kenne den konkreten Fall nicht, doch zum einen wird Personal mit der Zeit erfahrener und könnte ausgebildet werden. Oder eine Leihfirma übernimmt die Pufferfunktion.



          Kann nicht in Notfällen auch ganz legal jemand einspringen - bei vielem ist das machbar - die Person sollte dann aber im Ruheraum sein, inhaltlich, denn bei den meisten Stellen ist ein klarer Kopf besser?

        • @Richie:

          Was ist das Anderes als ein klassischer Whataboutism?

          Mal abgesehen davon, daß es Lösungen gäbe.



          Man braucht für die Schichten halt vier oder mehr Leute und verteilt die Schichten passend.

          Es gibt viele Bereiche, wo "immer jemand da" sein muss.



          Vom Lokführer bis zum Polizisten.

          Die meisten bekommen das hin und dort wo es hakt, z. B. im Gesundheitswesen, geht es ganz offensichtlich um Geld.



          Und damit auch um Ausbeutung. Komisch, das es gerade im Gesundheitswesen so viele offene Stellen gibt.

          • @Sonntagssegler:

            "Man braucht für die Schichten halt vier oder mehr Leute..."



            Dafür ist das Klonen ist noch nicht weit genug entwickelt.

            • @Erfahrungssammler:

              Na gut, bis es soweit ist, müssen die Geringverdiener eben wieder 16 Stunden ran wie vor 150 Jahren. Da kann man nichts machen.

  • Dämonen der Demokratie Der Feind in deinem 🛌“ 🙀



    Genau Genau “Erkenne die Lage!“

    Gottfried Benn - Yes we do!

    Der Souveräne - das Volk der grobe Lümmel

    Hat dafür zunächst zu konstatieren:

    Anders als zB noch zu Ol Connys oder auch zu

    Helmut 🥬s Zeiten* - ist es post Angie dem

    WirtschaftIndustriellenBankenKomplex

    Mittels mafiösem Anfüttern - Aufsichtsräte et al. vxxlfach - gelungen auch noch die Zentrale staatlicher Macht - des Bundeskanzleramt vollständig durch eine mangels eigener Substanz willfährige Chimäre zu usurpieren •



    Alles weitere - ist von daher zu denken & anzugehen! Wollnich

    Normal

    &

    “In dieser Situation ist es für die Verteidigung der Demokratie sehr wichtig, genau zu definieren, was auf dem Spiel steht.“



    unterm——🥬 *

    - 🥬./. Schröder - Wahl 🧐🙀🥳

    “Aus unserer Sicht!” BigGunEU “Isses ja besser - wenn der Dicke wieder gewählt wird!”

    “Bist du verrückt geworden?! Du warst im SDS!“

    “Schonn! Aber. Du kannst gegen den Dicken sagen was du willst!

    Der - hat die Besatzerstiefel noch im Wohnzimmer erlebt! Wenn der was in Brüssel für die Wirtschaft macht - macht er immer auch was für Europa!

    Schröder & Lafontaine stehn für garnichts!“

    Meinetwegen nennt ihn Merz •

    • @Lowandorder:

      “Erkenne die Lage!

      Zu dieser Erkenntnis gelangte Gottfried Benn erst anno 1949. 1933 erkannte er ganz offensichtlich die Lage noch nicht, und mit seinen eigenen Defekten rechnete er auch nicht.



      Der die Lage besser erkennende Klaus Mann schrieb dazu in seinem berühmten Brief vom 09. Mai 1933:



      "Mit Beunruhigung aber verfolgte ich schon seit Jahren, wie Sie, Gottfried Benn sich (...) in einen immer grimmigeren Irrationalismus retteten. (...) Es scheint ja heute ein fast zwangsläufiges Gesetz, dass eine zu starke Sympathie mit dem Irrationalen zur politischen Reaktion führt, (...)"

    • @Lowandorder:

      Lafontaine war noch 1998 Europäer und probierte tatsächlich ein soziales Zusammenhalten gegen die Großfinanz zu erreichen, weswegen er vor und nach der Wahl ja sehr rasch angeschossen und weggeschoben wurde. Wer kurz vor Frankreich im europäischen Saarland aufwuchs, hatte das vielleicht auch eher mit bekommen.



      Dass Kohl noch die gesunde Angst vor einem Krieg in Europa in den Knochen hatte, das auch, und das Wissen, dass man sich vor der Trikolore dreimal verbeugt.



      Merkels Auftreten gegen Griechenland war wohl der Sündenfall. Deutsche Banken auf dem Rücken griechischer Arbeiter retten. Gleichzeitig zusammen mit Bild über die "faulen" Griechen herziehen und deren Demokratie in den Schraubstock klemmen. Danach war die benevolente Führungsrolle der BR Deutschland in der EU Geschichte. Kohl wäre das wohl nie unterlaufen, so wenig ich den vermisse.

      • @Janix:

        Zwar nicht im Saarland aufgewachsen! But



        “…weswegen er vor und nach der Wahl ja sehr rasch angeschossen und weggeschoben wurde.…“



        Das - young man - ist eine Fama; gern von Oskar genährt.



        Richtig ist - daß Oskar mit seinem Küchenkabinett das Finanzministerium enterte - in dem sich bekanntermaßen die Creme der Sesselpuper tummeln.



        Und Däh



        Segelte Ihnen unvermittelt & des freitags ein mehrere daumendickes Konvolut auf den Schreibtisch! 🙀🧐



        Bericht Montag 11:00 •



        (Habe die wütenden Ergüsse a 📞



        quer durch die Couleurs im Ohr)



        Oskar hatte es in seiner fehlenden Bodenhaftung unwiederbringlich /



        Verkackt! Gell



        &



        Merkel /Grexit ? Sie verschieben die Maßstäbe - Wolfgang Mielke auf Rädern vonde Briefumschläge (DemokratieBuddy di taz 🤑)



        War der unerbittliche “…wer anderes von mir verlangt - dann tret ich zurück!“



        Sodrum - mit Verlaub wird ein Schuh draus! Newahr



        Normal Schonn

    • @Lowandorder:

      Sorry - aber wie anders ist diesem Schwaadlapp aus - Letzter ☝️ Brilon 🌳 🌲 🪾



      beizukommen! Wollnich

      🤖Eine Schimäre (oder Chimäre) bezeichnet in der Mythologie ein Mischwesen (z.B. Löwe-Ziege-Schlange), in der Biologie ein Lebewesen mit Zellen unterschiedlicher Herkunft und im übertragenen Sinne ein Trugbild, ein Hirngespinst oder eine unerfüllbare Vorstellung, die nur in der Fantasie existiert. Der Begriff steht für etwas Unrealistisches oder Absurdes, das verschiedene nicht zusammenpassende Elemente vereint, wie etwa die Verfolgung einer unmöglichen Idee. .

      Ein Trugbild, eine Illusion, ein Hirngespinst, eine fixe Idee oder eine unrealistische Hoffnung, die nicht in die Realität umsetzbar ist. - auch taube Nuß 🥜 •

  • Klassenkampf? In einer Zeit, in der der Wortstamm im politischen Kontext nur noch in „Klassismus“ auftaucht? Also einem dieser postsozialdemokratischen Ansätze, wonach alles eigentlich Böse nur an fieser Diskriminierung durch moralisch Fehlgeleitete liegt?

    Ich lachte hart.

  • Thema in den USA - Epstein Akten und ICE-Gestapo



    Thema Deutschland - Reallohn-Stagnation, unbezahlbare Mieten, ungerechtes Steuersystem für 85% der Bürger, 100 Milliarden ungeahndete Steuerhinterziehung jährlich, weil zuwenig Betriebsprüfer, Sozialstaat-Abbau, Fremdenfeindlichkeit.



    Nicht ablenken lassen, Leute, insbesondere von der Kakistokratie und der mangelnden Wirtschaftskompetenz der #NiewiederCDU

  • Wir konkurrieren auf dem Weltmarkt mit großen Playern wie China, Indien und vielen anderen Ländern, bei denen die Arbeitskosten nur ein Bruchteil der Unsrigen betragen. Bei einer inzwischen erreichten Qualität, die der der Deutscher Firmen meist ebenbürtig ist und oft inzwischen sogar überlegen. Dazu kommen noch spitzenmäßige Stromkosten und hohe Steuern. Deshalb gibt es bei uns immer weniger Firmen, damit weniger Steuereinnahmen, weniger Geld um unsere hohen Sozialausgaben zu bezahlen. Diese hohen Produktionskosten können nur durch mehr Arbeitszeit und/oder weniger Steuern und/oder geringere Energiepreise verringert werden. Bei einer höheren Produktivität ist Deutschland inzwischen raus. Das können die Chinesen und Inder besser, auch da ihre Bevölkerung unserer inzwischen in der Ausbildungsqualität überlegen sind. Geringere Energiekosten? Sind wir auch raus. Geht eher nach oben. Noch andere Optionen?

    • @CaoCao_de_taz:

      Gute Bildung für alle, damit die Kids von heute die Lösungen für die Probleme von übermorgen finden können.



      Eine Sozialstaat, bei dem niemand durch's Raster rutscht, damit die Menschen sich keine Sorgen um ihre Grundversorgung machen müssen und ihre Kapazitäten frei sind für Job, Familie, Zivilgesellschaft.



      Grundrechte wahren, Umwelt schützen.



      Gerade WEIL Deutschland in der Konkurrenz mit anderen Ländern nicht mehr durch höhere Effizienz bestechen kann, müssen wir stärken, was uns noch unterscheidet und damit gesellschaftliche Freiräume schaffen und nutzbar machen. Denn ein "Rennen nach unten" können wir auf jeden Fall nur verlieren.

  • Beim letzten Satz irrt sich der Autor: "Wer falsche Liberalisierung will, wird Klassenkampf ernten".



    Was er ernten wird, sind noch höhere Ergebnisse für die AfD.

    Das mag zwar manche überraschen, da die AfD noch neoliberaler ist als die CDU oder gar die FDP.

    Aber die AfD wird einfach von vielen gewählt, die mit den etablierten Parteien unzufrieden sind - in der Hoffnung, dass es dann vielleicht irgendwie besser wird.

    Genauso wie viele Arbeiter Milei in Argentinien oder Trump in den USA gewählt haben, obwohl auch da für jeden, der ins die Parteiprogramme geschaut hat, klar war, dass das für Arbeiter keine gute Idee ist.

    Und da die AfD schon jetzt in vielen Umfragen stärker als die CDU/CSU ist, wird es wohl demnächst nur noch zum kleinen Juniorpartner der AfD reichen. Und Merz wird weg vom Fenster sein.

    • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      Das dürfte Fritze Merz nicht stören. Hat er doch genug Kumpels und eine dickes Konto.

  • Abgesehen davon, dass Merz auf eine hypothetische Frage eine ebenso hypothetische Antwort gab - er also nicht wirklich vorhat, das Gesetz abzuschaffen - ist jedes Wort in diesem Kommentar richtig.

    • @Tancrede:

      Sorry - der Mann & hier paßt es! Woll



      Meint es bitter ernst •

    • @Tancrede:

      Gut, dass er nur hypothetisch Macht hat

      • @TV:

        Gemach Gemach -

        Nach der post Angie mafiösen -



        Anfütterungsphase - 🙀



        Via ♾️ Aufsichtsratspöstchen



        Ist unser Kanzlerdarsteller Merz



        Nur noch ein Durchgangsschlauch



        Für den WirtschaftIndustriellen



        Bankenkomplex •



        Listen! 🤖



        “Der Begriff "industrieller Bankenkomplex" (oder Militärisch-Industrieller Komplex) beschreibt die Verflechtung von Wirtschaftsinteressen (vor allem der Rüstungsindustrie) und staatlichen Stellen, die zu politischen Entscheidungen führt, die diesen Interessen dienen, z. B. durch die Forderung nach immer komplexerer Rüstung, die den Profit und das Wachstum der Industrie sichert, auch wenn dies zu Ineffizienz oder unnötigen Ausgaben führt. Es geht um die Machtstrukturen, in denen Banken, Finanzeliten und politische Entscheidungsträger zusammenwirken, um Kapitalakkumulation und Konsensproduktion zu betreiben, wobei die Banken als wesentlicher Teil des "Geldmacht-Komplexes" fungieren, der Kredite vergibt, Geldmärkte lenkt und Investitionen steuert, oft im Zusammenspiel mit staatlichen Garantien und politischen Machtspielen.



        Es handelt sich um eine mächtige Allianz von Finanz-, Industrie- und politischen Akteuren, die wirtschaftliche Interessen (oft über sta

        • @Lowandorder:

          &Däh - that’s the point NOW! WOLL



          “…(oft über staatliche Strukturen) durchsetzt, was zu einer tiefen Verflechtung von Bankwesen, Industrie und Politik führt, mit potenziellen Auswirkungen auf die gesamte Volkswirtschaft und deren Stabilität.“

          kurz - Wer widersprechen will 🙀?



          Werfe den ersten 🪨!



          Möge aber gewärtigen - daß er nackt im Glashaus sitzt! Newahr



          Normal Schonn



          & ff zu oben & vor



          “Zentrale Aspekte des industriellen Bankenkomplexes:



          Verbindung von Kapital und Macht: Banken und Finanzinstitutionen sind Teil eines größeren Netzwerks, das politische und wirtschaftliche Macht ausübt, indem sie Kapital bereitstellen und lenken.



          Kapitalakkumulation & Verwertung: Der Komplex zielt darauf ab, Kapital zu vermehren und zu verwerten, was sich in hohen Gewinnen, neuen Geschäftsfeldern und der Absicherung von Risiken ausdrückt.



          Interessenkonflikte: Es entstehen Gegensätze zwischen den Zielen der Industrie (Gewinn, Know-how-Zuwachs) und der öffentlichen Hand (Effizienz, Bedienbarkeit, ausgeglichene Haushalte), wie es im militärisch-industriellen Kontext deutlich wird.



          Politische Einflussnahme: Eliten aus dem Finanzsektor und der Industrie beeinflussen politische Entscheidungen, um …f

        • @Lowandorder:

          &Däh - that’s the point NOW! WOLL



          “…(oft über staatliche Strukturen) durchsetzt, was zu einer tiefen Verflechtung von Bankwesen, Industrie und Politik führt, mit potenziellen Auswirkungen auf die gesamte Volkswirtschaft und deren Stabilität.“

          kurz - Wer widersprechen will 🙀?



          Werfe den ersten 🪨!



          Möge aber gewärtigen - daß er nackt im Glashaus sitzt! Newahr



          Normal Schonn



          & ff zu oben & vor



          “Zentrale Aspekte des industriellen Bankenkomplexes:



          Verbindung von Kapital und Macht: Banken und Finanzinstitutionen sind Teil eines größeren Netzwerks, das politische und wirtschaftliche Macht ausübt, indem sie Kapital bereitstellen und lenken.



          Kapitalakkumulation & Verwertung: Der Komplex zielt darauf ab, Kapital zu vermehren und zu verwerten, was sich in hohen Gewinnen, neuen Geschäftsfeldern und der Absicherung von Risiken ausdrückt.



          Interessenkonflikte: Es entstehen Gegensätze zwischen den Zielen der Industrie (Gewinn, Know-how-Zuwachs) und der öffentlichen Hand (Effizienz, Bedienbarkeit, ausgeglichene Haushalte), wie es im militärisch-industriellen Kontext deutlich wird.



          Politische Einflussnahme: Eliten aus dem Finanzsektor und der Industrie beeinflussen politische Entscheidungen, um …f

          • @Lowandorder:

            ff & Rest

            Politische Einflussnahme: Eliten aus dem Finanzsektor und der Industrie beeinflussen politische Entscheidungen, um IHRE Interessen zu wahren, was sich in der Absicherung von Verbindlichkeiten oder der Bevorzugung bestimmter Sektoren zeigen kann.



            MERZ - weitgehend over the top



            Gegenüber allen Vorgängern -



            JEGLICHER COULEUR - wa!



            Ist - mangels jeglicher gesamtgesellschaftlicher!! Ideen -



            Nurmehr deren



            WILLIGER VOLLSTRECKER •



            (Gehört eigentlich wg Meineides -



            Von rechtswegen in den Knast! 🙀



            & nochens finalisierend =>



            Rolle der Banken:



            Sie bringen Angebot (Sparer) und Nachfrage (Haushalte, Unternehmen) nach Kapital zusammen.



            Sie finanzieren Investitionen und vergeben Kredite.



            Durch Zinsen, Gebühren und eigene Investitionen erwirtschaften sie Gewinne.“

            Na Mahlzeit

  • Oha, dieser Mann hat sich augenscheinlich vorgenommen, die Wähler massenweise in die Netze der AfD zu treiben.

    Herr, wirf Hirn vom Himmel!

    • @Il_Leopardo:

      Weil er nicht das sagt, was die Populisten gerne hören?

      • @Rudolf Fissner:

        Wie entlarvend 😮

        So einer sinse also!



        Dacht ich mir schon immer

        • @Lowandorder:

          Das ist ja auch mehr als deutlich bei DEN Kommentaren.

      • @Rudolf Fissner:

        Nein, weil er das sagt, was die Populisten von der AfD gerne hören!

        Solche Sprüche sind doch beste Wahlpropaganda für die AfD.

  • Passt doch, da sich dort ja eine sehr hohe Zahl von Schlaubergern der AgD zuwendet, die ja wenn man nicht so doof ist zu lesen, eine Partei ist die Arbeitnehmer und die sog. kleinen Leute hasst und deren Rechte einschränken möchte, ist es doch nur konsequent wenn der rechte Merz da noch einen draufsetzt.

  • Sehr treffende Analyse, auch die Hypothese gefällt mir, dass es eine Nebelkerze ist, die die Diskussion von der Vermögenssteuer ablenken soll.

    Nur der letzte Satz passt nicht in die taz. Etwas mehr Klassenkampf täte dem Land gut. Ihr wisst schon.

    • @derzwerg:

      Dann macht Merz ja alles richtig!?

      • @TV:

        Nein, leider alles falsch.

        Denn im Augenblick gilt nicht "Wer falsche Liberalisierung sät, wird Klassenkampf ernten."

        sondern

        Wer falsche Liberalisierung sät, wird mehr AfD-Stimmen ernten.

  • in völlig unverblümter Weise krakeelt der Kanzler mal eben raus wie die CDU so tickt.

    Gut zu wissen.

  • 1919 war das einer der Deals: Arbeitszeitbegrenzung per Gesetz, nicht zu umgehen, um die totale Revolution nicht zu bekommen, die durchaus im Raume stand, à la Russienne.



    "falsche Liberalisierung" ist ein wichtiges Wort. Denn jenes wäre die After-Freiheit, die des reichen Manns allein. Seit über 100 Jahren auf dem geistigen Misthaufen, zurecht.

  • Den Kanzler der Republik treibt das an, was PolitikerInnen in einer „marktkonformen Demokratie“ schon immer angetrieben hat: Einer Allianz aus Eliten vor allem der Wirtschaft und der Gesellschaft dauerhaft Macht und gute Profite sichern. Und weil unter all den Totalverweigeren der Demokratie auch die (sogenannten) Linken lieber der Freiheit des Wettbewebs in Poltik, Wirtschaft, Sport usw. huldigen, als sich aktiv für eine umfassende Demokratisierung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einzusetzen, stehen sie am Ende noch dümmer da, als zuvor. Nach dem Neoliberalismus und der Agenda 2010 kommt mit der Agenda für Deutschland die Herrschaft der Oligarchen zurück. Trumps neues Gilded Age soll unsere neue Gründerzeit werden: Kaiserreich, Industrialisierung und Kolonialismus.