piwik no script img

Ines Schwerdtner vs. Katharina Dröge„Wir kämpfen doch sehr allein“

Linken-Chefin und Grünen-Fraktionsspitze streiten über Klima, Rente, Ukraine, Palästina. Von oppositioneller Einigkeit wirken sie entfernter denn je.

Ines Schwerdtner und Katharina Dröge Foto: Jens Gyarmaty

taz: Frau Dröge, Frau Schwerdtner, mögen Sie sich?

Ines Schwerdtner: Wir kennen uns nicht wirklich. Aber ja, durchaus.

Katharina Dröge: Also ich finde dich sympathisch.

taz: Oft sitzen Sie nicht zusammen?

Schwerdtner: Ab und zu.

Dröge: Du mehr mit unseren Parteivorsitzenden und ich mit Heidi Reichinnek als Fraktionsvorsitzende. Das ergibt sich aus den Funktionen.

Schwerdtner: Ja, ich habe mehr Kontakt mit Felix und Franziska.

taz: Seit einem Jahr bilden Grüne und Linke im Bundestag die kleine demokratische Opposition. Arbeiten Sie irgendwie zusammen, um gegen Schwarz-Rot und die AfD anzukommen?

Schwerdtner: In vielen Bereichen gibt es eine natürliche Arbeitsteilung, ohne dass es dafür direkte Absprachen braucht. Ich sitze im Haushaltsausschuss. Wenn es da um die Verteilung des Sondervermögens geht, pochen wir mehr auf den sozialen Wohnungsbau und die Grünen mehr auf den Klimaschutz. In solchen Fällen ergänzen wir uns.

Dröge: Ich würde nicht von Arbeitsteilung sprechen. Wir Grünen nehmen für uns immer in Anspruch, auch für die sozialen Themen zu kämpfen. Umgekehrt wünschen wir uns von euch Linken allerdings deutlich mehr Support beim Klimaschutz. Da kämpfen wir doch sehr allein.

Schwerdtner: Unser Wahlprogramm war klimamäßig radikaler als das der Grünen.

Dröge: Wir hören euch einfach nicht beim Klimaschutz. Wir haben im Bundestag gerade die großen Kämpfe um den Klimaschutz: erneuerbare Energien, die die Koalition abwürgen will, das Netzpaket, Wärmepumpen, Verbrenner-Aus. Überall habt ihr nicht mitgekämpft. Es können doch nicht immer nur wir Grünen fürs Klima kämpfen! Grundsätzlich bin ich aber absolut der Meinung: Wo man in die gleiche Richtung schaut, sollte man sich nicht zerstreiten, sondern auf die konzentrieren, die was komplett anderes wollen.

Wie geht Opposition zusammen? Mit der AfD schonmal nicht Foto: Jens Gyarmaty

taz: Aktuell gibt es in der Bundesregierung Pläne, die Energiewende in allen Bereichen auszubremsen – zuvorderst beim Heizungsgesetz. Wie könnten Grüne und Linke erfolgreich dagegenhalten?

Dröge: Wir kritisieren beide stark, dass sich CDU und SPD beim Heizen auf eine Luxus-Gas-Quote geeinigt haben und Mieter in die Kostenfalle schicken. Beim bezahlbaren Wohnen sind wir also schon gemeinsam laut. Wenn ihr den Klimaschutz-Aspekt noch lauter macht als bisher, freut mich das.

Schwerdtner: Der Grundfehler war damals, dass das Heizungsgesetz nicht sozial abgefedert war. Man hat ihm angemerkt, dass die Grünen oft auf dem sozialen Auge blind sind.

Dröge: Das stimmt nicht, wir haben in der Ampel für einkommensschwache Haushalte eine 70-Prozent-Förderung für klimafreundliche Heizungen reinverhandelt. Wir Grüne haben immer darauf geachtet, dass wir Klimaschutz und Gerechtigkeit verbinden. Mein absolutes Lieblingsthema in der Regierung war das 9-Euro-Ticket, aus dem später das 49-Euro-Ticket hervorgegangen ist. Das lässt sich auch nicht mehr zurückdrehen. Und nur, weil wir regiert haben, konnten wir das durchsetzen.

Bild: Britta Pedersen/dpa
Im Interview: Ines ­Schwerdtner

36, ist seit Oktober 2024 Vorsitzende der Linkspartei, zusammen mit Jan van Aken. Im Februar 2025 wurde sie im Wahlkreis Berlin-Lichtenberg direkt in den Bundestag gewählt.

Schwerdtner: Jetzt ist man bei 63 Euro und die Leute gehen vom Deutschlandticket weg. Drei Monate lang 9 Euro haben die Leute nicht motiviert, dauerhaft umzusteigen. Die Klimafrage ist im Kern eine soziale Frage. Der Hauptunterschied zwischen uns ist, dass deutsche Grüne sehr häufig auf Marktmechanismen setzen. Ein Beispiel dafür ist der CO₂-Preis: Die Kosten auf die breite Mehrheit der Bevölkerung abzuwälzen, halten wir für falsch. Wir sagen, es müssen die bezahlen, die die Emissionen vorrangig verursachen. Das sind die Superreichen, die auf Jachten leben, aber eben auch die Konzerne, die bislang damit davonkommen.

Dröge: Wenn man immer wieder sagt, Klimaschutz würde das Leben für die Leute teurer machen, und das den Grünen vorwirft, dann bestärkt man die falschen Narrative. Die Geschichte vom teuren Klimaschutz nutzt nur der fossilen Lobby und ihren Geschäftsmodellen. Wer sich die gerade explodierenden Öl- und Gaspreise anschaut, kommt doch schnell darauf, dass wir an die Ursache ran müssen: die Abhängigkeit von fossiler Energie.

Bild: C. Hardt/Future Image
Im Interview: Katharina Dröge

42, ist seit Dezember 2021 neben Britta Haßelmann Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen.

Schwerdtner: Da bin ich vollkommen bei dir. Es ist völlig richtig, beharrlich zu bleiben beim Übergang zu erneuerbaren Energien. Mit Blick auf die Alltagssorgen der Menschen geht es trotzdem auch um kurzfristige Hilfen für die Leute, die akut von den Preisen bedroht sind. Bei den aktuellen Tankpreisen braucht es sofort ganz konkret einen Preisdeckel und zur Finanzierung dafür eine Übergewinnsteuer.

Dröge: Wir sind immer bereit, in jeder Krise zu sagen: Wir dürfen die Leute nicht allein lassen und müssen sie unterstützen. Das sehe ich genauso. Aber wir können nicht immer wieder fossile Energie subventionieren.

Schwerdtner: Man muss sich aber auch mit den Energiekonzernen und dieser lobbyistenfreundlichen Bundesregierung anlegen. Da sind wir schnell bei einem grundsätzlichen Punkt: Wer entscheidet eigentlich darüber, wie die Energieversorgung läuft? Da geht es um die Eigentumsfrage. Wir brauchen zum Beispiel wieder die Stromnetze in öffentlicher Hand.

Ich will Leute erreichen, die die Grünen niemals erreichen können.

Ines Schwerdtner

taz: Die Grünen sehen sich in der Rolle der „konstruktiven Opposition“. Frau Schwerdtner, was verstehen Sie unter diesem Konzept?

Schwerdtner: Ich sehe die Gefahr eines vorauseilenden Gehorsams, sich der Regierung für Reformen anzubieten. Das ist nicht unser Weg.

taz: Frau Dröge, zuletzt haben Sie dem Kanzler die Stimmen der Grünen für eine Verfassungsänderung zur Sozialstaatsreform angeboten. Ist das nicht wirklich vorauseilender Gehorsam?

Dröge: Extrem viele Menschen sind genervt davon, wenn sich Parteien nur streiten und so tun, als gäbe es nicht Dinge, die man gemeinsam machen kann. Bei der Grundgesetzänderung geht es darum, dass unterschiedliche Sozialleistungen zusammen organisiert werden und es für den Bürger einfacher wird, sie zu beziehen. Schon in der Regierung haben wir Grünen dafür gekämpft, dass die Leistungen für Kinder zusammengelegt werden. Weil es nicht gerecht ist, dass zum Beispiel viele Familien den Kinderzuschlag nicht bekommen, weil sie gar nicht wissen, dass sie Anspruch darauf haben.

Schwerdtner: Ich finde das naiv, wenn noch gar kein Gesetz vorliegt und nicht klar ist, was genau geplant ist. Ich weiß, dass mit der CDU keine Verbesserung des Sozialstaats herumkommt. Am Ende könnte es mehr Verschlechterungen geben, weil alle Leute zu einem Amt, dem Sozialamt müssen – und wie beschissen es dort ist, höre ich jede Woche in meiner Sozialsprechstunde.

taz: Zwischendurch hat die Linke aber auch mal konstruktive Opposition gespielt: Als beim Rentenpaket der Koalition im Dezember die Regierungsmehrheit nicht sicher war, haben Sie ihr aus der Patsche geholfen – indem Sie die Enthaltung Ihrer Abgeordneten angekündigt haben.

Schwerdtner: Wir machen gezielte Opposition. Wir erwarten nichts von Friedrich Merz und dieser Regierung. Aber wenn es darum geht, wie sich die Lebensbedingungen der Menschen verbessern, entscheiden wir nach inhaltlichen Kriterien. In dem Gesetz ging es darum, das Rentenniveau bei 48 Prozent abzusichern. Wir wollen eigentlich, dass es wieder auf 53 Prozent steigt. Aber durch unser Abstimmungsverhalten haben wir die Koalition unter Druck gesetzt und dafür gesorgt, dass es nicht noch weiter sinkt.

Dröge: Was soll denn das für ein Druck gewesen sein? Die Abweichler von der Jungen Union haben Druck ausgeübt, aber nicht ihr.

Schwerdtner: Mit unserer Ansage war klar, dass das Paket durchkommen muss. Ohne unseren Druck hätte sich der Flügel in der Union durchgesetzt, der die gesetzliche Rente komplett rasieren will. Es wäre nicht zur Abstimmung gekommen und das Rentenniveau wäre nicht abgesichert gewesen. Das hätte ich meinen Großeltern und 22 Millionen Rentnerinnen und Rentnern nicht erklären können.

„Was soll das für ein Druck gewesen sein?“ Foto: Jens Gyarmaty

taz: Die Grünen schätzen die Auswirkungen des Pakets anders ein und haben mit Nein gestimmt. Was in der entscheidenden Bundestagsdebatte erstaunlich war: Sie haben sich dort nicht an der Regierung abgearbeitet, sondern die Linke scharf kritisiert. Wem hilft so was?

Dröge: Dass die Linke einer Absenkung des Rentenniveaus ab 2032 zur Mehrheit verhelfen wollte, fanden wir schwierig. Ich finde es aber tatsächlich viel hilfreicher, in die Auseinandersetzung mit der CDU zu gehen. Sie will das Rentenniveau nämlich wirklich absenken, während sich Grüne und Linke im Grundsatz einig sind, dass es jetzt schon zu niedrig ist.

Schwerdtner: Ich fand die Attacken auch unnötig. Das hat die Debatte leider auf den Eindruck verengt, dass sich die Opposition zerstreitet. Allerdings haben wir schon auch unterschiedliche Lösungsansätze. Wir wollen, dass alle Berufsgruppen in die Rentenkasse einzahlen und dass die Arbeitgeber mehr bezahlen. Wir sind kritischer gegenüber kapitalgedeckten Renten oder privater Vorsorge, weil wir sagen, dass nur die gesetzliche Rente wirklich vor Altersarmut schützt. Das bedeutet, die Untersten immer im Blick zu haben. Ich finde es okay, dass wir einen unterschiedlichen Blick darauf haben.

Dröge: Wir haben keinen unterschiedlichen Blick drauf, dass Abgeordnete in die gesetzliche Rente einzahlen sollten. Das halten wir ebenfalls für richtig. Und dass wir Grüne den Kampf gegen Altersarmut, die insbesondere weiblich ist, als Priorität haben, solltest du uns nicht in Abrede stellen. Genau das hilft nicht, die gesellschaftliche Debatte zu gewinnen.

taz: Um kurz bei Gemeinsamkeiten zu bleiben: Sie sind sich einig, dass Beamte in die Rente einzahlen sollten?

Dröge und Schwerdtner: Ja.

taz: Statt der hohen Pensionen bekämen sie dann auch nur normale Renten ausgezahlt?

Dröge: Wir wollen nur die neuen Beamten in die Rente einbeziehen. Für sie müsste die Rentenhöhe dann aber genauso berechnet werden wie für alle anderen. Das muss für alle gleich sein.

Schwerdtner: Ja, das wäre am Ende ein stabiles Rentensystem für alle.

taz: Das wird es wohl nur bei einer rot-rot-grünen Koalition geben. Ist das für Sie ein realistisches Ziel?

Schwerdtner: Wir sollten alles dafür tun, dass es eine andere Politik in Deutschland gibt. Es hilft aber nicht, sich vorab in Koalitionsgedanken zu verlieren. Die Menschen im Land draußen haben gerade andere Sorgen. Sie wollen, dass die Spritpreise nicht steigen und die Mieten bezahlbar sind. Denen ist scheißegal, ob wir miteinander reden und wer wessen Telefonnummer hat.

taz: Sie wollen nicht regieren?

Schwerdtner: In erster Linie wollen wir verändern. Druck ausüben können wir auch aus der Opposition heraus. Regieren ist kein Selbstzweck. Am Ende kommt es immer darauf an, welche konkreten Verbesserungen auf dem Tisch liegen.

taz: Frau Dröge, Sie und Ihre Co-Fraktionschefin Britta Haßelmann haben schon letzten Sommer in einem Strategiepapier geschrieben, dass Sie für die Wahl 2029 eine „progressive Regierung“ anstreben. Damit war Rot-Rot-Grün gemeint?

Dröge: Im Unterschied zur Linken glauben wir fest daran: Nur wer regiert, kann das Leben der Menschen wirklich verbessern. Aber wir wollen überhaupt erst mal wieder eine Stimmung für progressive Mehrheiten in diesem Land erzeugen, weil viele Menschen das Gefühl haben, Rechte geraten immer mehr in die Vormacht. Welche Koalition für uns möglich ist, beurteilen wir am Ende an den Inhalten. Wir haben es geschafft, Christian Lindner zum Klimaschutz zu bringen. Das war harte Arbeit. Die Linken zu einer anderen Außenpolitik zu bringen, wäre mit Sicherheit auch harte Arbeit, aber notwendig für Gespräche.

Schwerdtner: Mit diesem Regierungsfetisch wird Oppositionsarbeit total abgewertet. Uns geht es darum, was sich für die Menschen verbessert und aus welcher Position heraus ich das bewirken kann, ohne meine Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Dröge: Wenn du kein Gesetz durchsetzt, kannst du nichts verbessern.

Schwerdtner: Ich sage gar nicht grundsätzlich etwas gegen das Regieren. Ich würde mich freuen, wenn es im Herbst in Berlin für Rot-Rot-Grün reicht. Dann wollen wir die Chance nutzen und das Wohnen bezahlbarer machen. Vielleicht unterscheidet uns auch eine andere Vorstellung von Politik. Wir wollen im Bündnis mit der Bevölkerung sein, mit Sozialverbänden, mit Gewerkschaften, mit Mieterversammlungen. Politische Macht liegt doch nicht nur im Parlament und in der Aushandlung eines Koalitionsvertrags, sondern auch dort, wo sich Leute im Alltag wehren.

taz: Aber ist nicht an der These etwas dran, dass es eine Machtperspektive braucht, um das Mitte-Links-Lager größer werden zu lassen?

Schwerdtner: Es braucht eine Machtperspektive, aber auch eine politische Arbeitsteilung. Deswegen sage ich: Ich will Leute erreichen, die die Grünen niemals erreichen können, weil sie weniger als soziale Partei wahrgenommen werden.

Dröge: Das ist ein absoluter Unsinn.

Schwerdtner: Wenn wir den ganzen Tag gegenseitig um die gleichen Leute konkurrieren, wird das linke Lager nicht größer. Dann verändert sich überhaupt nichts.

taz: Aber faktisch versuchen sie doch vor allem, in ehemals grünen Kernmilieus zu wildern. Bei der Bundestagswahl luchste die Linke den Grünen viele junge, akademische Wäh­le­r:in­nen aus den Städten ab. Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg wechselten sie jetzt zurück. Unterm Strich ist für das progressive Lager, wenn es das überhaupt gibt, nichts gewonnen.

Schwerdtner: Deswegen sage ich das ja. Wir haben den Auftrag, mehr Menschen zu erreichen, aus unserer Blase herauszukommen und auch wieder in den Regionen zu wachsen, wo wir gerade weniger gewählt werden. Das wird nicht einfach, aber es geht nicht anders.

taz: Frau Dröge, ist der Traum von einer progressiven Regierung nach der Wahl in Baden-Württemberg nicht sowieso aus? Für Rot-Rot-Grün müsste sich Ihre Partei nach links bewegen. Oberwasser haben jetzt aber Cem Özdemir und andere Oberrealos.

Dröge: Ich finde es einfach nur stark, dass Cem Özdemir Ministerpräsident von Baden-Württemberg geworden ist – ein vegetarischer Fahrradfahrer und anatolischer Schwabe im konservativen Autoland. Und unser Ziel: Als Nächstes gewinnen wir Berlin. Wir Grünen wollen alle Menschen vertreten: den Häuslebauer auf der Schwäbischen Alb genauso wie die WG in Kreuzberg. Was uns Grüne verbindet: Klimaschutz, Gerechtigkeit und Spaß daran, das Land besser zu machen.

Es ist nicht progressiv, die Ukraine im Stich zu lassen.

Katharina Dröge

taz: Am Ende könnte eine Arbeitsteilung nur funktionieren, wenn man grundsätzlich das Gleiche will. Frau Dröge hat die Außenpolitik angesprochen: Dort wollen Sie offensichtlich etwas fundamental Unterschiedliches.

Schwerdtner: So wie sich heute einige Grüne äußern, könnte man meinen, dass das zu den größten Unterschieden zwischen Linken und Grünen gehört. Die Grünen sind einmal als Friedenspartei gestartet und jetzt kann es für sie gar nicht zu viel Aufrüstung geben. Das macht mir Sorgen. Ich finde es insgesamt bedrohlich, dass die Rüstungsindustrie zu sehr wächst und zu enorme Profite macht. Wir können nicht einfach Milliarden verteilen, ohne Übergewinne abzuschöpfen und zu schauen, ob das alles überhaupt gebraucht wird.

Dröge: Wenn ihr sagt, ihr wollt jetzt nicht in Sicherheit investieren, dann sendet ihr Putin das Signal: Wir sind auch nicht bereit, uns zu verteidigen, wenn er den nächsten Schritt geht.

Schwerdtner: Wir sind auch für Verteidigungsfähigkeit und eine Sicherheit, die gemeinsam mit anderen Ländern gedacht wird, und das weißt du.

Dröge: Aber wie denn ohne Waffen?

Schwerdtner: Natürlich haben Menschen ein Selbstverteidigungsrecht. Das gilt auch für die ukrainische Bevölkerung …

Dröge: Ihr unterstützt sie dabei nur nicht. Ihr lasst die Ukraine im Stich. Das ist die bittere Realität.

Schwerdtner: Wir hatten gerade zum Jahrestag des Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine Ukrai­ne­r*in­nen bei uns zum Austausch. Denn es geht jetzt darum: Wie können Friedensverhandlungen so aussehen, dass sie nicht über die Köpfe der Ukraine hinweg passieren? Was wollen die Menschen in der Ukraine?

Dröge: Du hast gerade viele Worte genutzt, um die eine Frage nicht zu beantworten: Was hätten die Menschen tun sollen, als Putins Panzer kamen? Wenn die Ukraine 2022 nicht in der Lage gewesen wäre, sich mit Waffen zu verteidigen, gäbe es sie heute nicht mehr. Dann wären sie Putins Terror hilflos ausgeliefert gewesen. Den Ukrainern nur zu sagen, sie sollen doch mit Putin reden, ist die zynischste und kälteste Form von Außenpolitik. Deswegen finde ich unsere Positionen dort aktuell so weit auseinander, wie man unter demokratischen Parteien auseinander sein kann. Was ihr macht, ist unterlassene Hilfeleistung.

Schwerdtner: Wir haben bei der Frage von Waffenlieferungen und wie man zu einem schnellen Frieden kommt unterschiedliche Ansichten, und das ist vollkommen Okay. Umgekehrt kann ich euch genauso fragen: Warum wart ihr nicht an der Seite der Menschen in Palästina? Habt ihr da das Völkerrecht genauso laut verteidigt? Bei Venezuela? Jetzt beim Iran?

Dröge: Du wechselst das Thema, weil es dir unangenehm ist. Mit Blick auf den Iran habe ich gesagt, dass es kein völkerrechtliches Mandat für die USA und Israel bei diesem Einsatz gibt, man aber gleichzeitig die Verzweiflung der Menschen im Iran sehen muss, die unter einem furchtbaren Terrorregime leiden und abgeschlachtet werden.

Schwerdtner: Euch ist der Angriffskrieg nicht über die Lippen gekommen. Extrem wichtig finde ich, dass beim Völkerrecht nicht mit doppeltem Maßstab gemessen wird. Wir verurteilen Putin genauso scharf, wie wir das bei Netanjahu machen. Gerade in der Frage des Gaza-Krieges wirktet ihr für mich zu zurückhaltend.

Dröge: Wir haben von Anfang an gesagt: Israel hat das Recht, sich gegen den Terror der Hamas selbst zu verteidigen, aber der Rahmen ist das Völkerrecht. Wir haben die israelische Regierung für ihre Kriegsführung kritisiert und uns von Anfang an für den Schutz der Zivilbevölkerung in Gaza eingesetzt. Annalena Baerbock hat direkt für humanitäre Hilfe für die Menschen in Gaza gekämpft und wurde damals massiv dafür kritisiert. Aber wir benennen auch die Verantwortung der Hamas und den Terror, der von ihr ausgeht. Und da wünsche ich mir mehr Klarheit bei den Linken.

Schwerdtner: Das ist eine absurde Unterstellung. Hier macht ihr das Geschäft der Konservativen.

taz: Wir stellen fest: Aus der progressiven Regierung 2029 wird nichts.

Dröge: Es ist nicht progressiv, die Ukraine im Stich zu lassen.

taz: Dann ist Ihre Machtoption also nicht die Linke, sondern die Union?

Dröge: Mir geht es um die Sache. Ich würde mir wünschen, dass die Linke an dieser Stelle erkennt, wie falsch sie liegt und eine Veränderung vornimmt. Das erwarte ich einfach von einer Partei, die sich links nennt. Ich verstehe es sonst einfach nicht.

Schwerdtner: Dieser Paternalismus bringt uns nicht weiter. Vielleicht ist er auch genau, was viele Leute nervt. Gerade in einer Zeit von mehr Kriegen und einer zerbrechenden Weltordnung braucht es eine Stimme für Völkerrecht und Diplomatie. Ich gehe davon aus, dass wir diese Position nicht ablegen werden, um willfährig in eine Regierung einzutreten. Diesen Gefallen werden wir weder den Grünen noch anderen Parteien im Bundestag tun.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

78 Kommentare

 / 
  • Wirklich interessant.. Und tatsächlich macht es die Grünen in meinen Augen sympathischer. Denn auf Putin und die Außenpolitik kommt nix von der linken außer hole Phrasen und die moralische Keule.



    Solange sie in dieser Welt so weiter phantasieren werden sie im Bund kein Bein aufs Parkett kriegen.

  • Wenn mensch es tatsächlich liest, sind da kluge Perspektiven, teils unterschiedlich, in der grün-rot-roten Koalition bekäme dann doch wohl besser die SPD Außen und Verteidigung, um den Streitpunkt auszuklammern. Beide pieksen in die kleinen Lebenslügen der anderen, doch eigentlich können sie miteinander.



    2013 hätte die Mehrheit nach ausreichend Erklären genutzt werden müssen - unsere Republik wäre viel, viel weiter als nach der Merkel-Stagnation.

    • @Janix:

      Und auch die SPD könnte mit den anderen beiden. Jedenfalls wäre es kein Hexenwerk, sich aus der Umklammerung der Union zu lösen, nach all dem Geknirsche in der Merz-Koalition. Möglicherweise sogar ein Befreiungsschlag für die geschundene SPD, viel zu verlieren hat sie nun ja nicht mehr.



      Bis jetzt sehe ich aber nur einen ständigen Wählerwechsel zwischen den Parteien des Mitte-Links-Lagers, ohne groß über dieses Spektrum hinauszugreifen. Für mehr als magere 37% zusammen reicht es dabei leider nicht.



      Wenn sich das ändern soll, sehe ich die Hauptarbeit bei der SPD. Sie vor allem muss ihre alten Stammwähler zurückgewinnen, um eine realistische Machtoption für RGR wieder in greifbare Nähe zu rücken. Und sie muss sie sich auch von der AfD zurückholen.



      Weniger Anspruch geht leider nicht, will man verhindern, dass über kurz oder lang die schwarzbraune Haselnuss regiert.



      Verzagtheit kann und darf die gesellschaftliche Linke sich nicht leisten.

  • Als einzige erfolgreiche Verteidigung nur die bewaffnete Verteidigung zu sehen ist ein Fehler. 2014 hatte die Ukraine noch die Chance sich angesichts der Übermacht der russischen Arme, wie die baltischen Länder, für eine soziale Verteidigung zu entscheiden. Das hat die Regierung nicht getan. Nur deshalb blieb 2022 keine andere Wahl als die militärische Verteidigung. Nach wissenschaftlichen Studien ist soziale Verteidigung in mehr als 60 % der Fälle erfolgreich, während militärische Verteidigung nur zu etwa 30 % erfolgreich war.

    • @Reinhard Muth:

      In welcher Hinsicht haben sich die baltischen Staaten für eine soziale Verteidiger entschieden? Sie sind konsequenterweise schnellstmöglich der NATO beigetreten und können nun auf deren militärischen Schutzschild vertrauen. Also doch eher eine Art der militärischen Verteidigung gegen die Russen...

    • @Reinhard Muth:

      Schon richtig, aber verpasst.

    • @Reinhard Muth:

      Hätte der Hund nicht gesch.......



      Ich glaube nicht, das die „grünen Männchen" von zivilen Ungehorsam, oder ähnlichem, beeindruckt gewesen wären.



      Aber hinterher lässt sich ja vieles besser darstellen.

    • @Reinhard Muth:

      Welche soziale Verteidigung betreiben denn die baltischen Staaten?!



      Das einzige was sie vor der faschistischen und imperialistischen Diktatur aus Russland schützt ist die Nato! Und das ist sehr wohl ausschließlich "bewaffnete Verteidigung"!

    • @Reinhard Muth:

      Das Konzept der sozialen Verteidigung stammt aus den 60ziger und 70ziger Jahren - also aus einer Zeit des kalten Krieges währenddessen das Gleichgewicht des Schreckens und durch Schutzbezeugungen (Kennedy, Ich bin ein Berliner) einen heissen Krieg verhinderten.



      Darüber hinaus war die Vernichtung sozialer Bewegungen noch nicht in dem Masse denkbar wie sie mittlerweile ab den 90ziger Jahren stattfinden, Siehe Srebenica, Sudan, Umgang Putins mit der Opposition, Butcha in der Ukraine und der 7-8. Januar im Iran mit Zehntausenden Toten und 52.000 Gefangenen.



      Das bedeutet: Die Bewegung "Sozialer Widerstand" hat in keinster Weise geklärt wie mit der extremen Massakerbereitschaft zumindest prä-faschistischer Regime - siehe auch Syrien ab 2011, Chile ab 1973 und folgende und aktuell mit dem Iran -- umzugehen ist.

    • @Reinhard Muth:

      Weil der Großteil der erfolgreichen Fälle das britische Empire betraf das einen moralischen Selbstanspruch hat. Die Russen feiern ihre Kriegsverbrechen auf Social Media. Nur militärische Verteidigung konnte und kann die Ukraine retten. Gegen das imperialistische Russland hilft nur Gewalt.

    • @Reinhard Muth:

      Die Fälle erfolgreicher sozialer Verteidigung bestanden entweder in kolonialen Kontexten z.B. Indien 1947 und/oder Situationen, in denen die Regierung des Aggressors erhebliche (demokratische) Legitimierungsprobleme gegenüber der eigenen Bevölkerung oder mächtigen Drittstaaten hatte - beides liegt hier nicht vor.

      Die baltischen Länder hatten zum Beispiel eine günstige Chance der Schwäche ihres Kolonialherren genutzt und sind dann bei erstbesten Gelegenheit der NATO beigetreten. Ohne diese hätten die drei Staaten wohl bald die Gelegenheit Ihre These zu testen. Außerdem hängt das auch von der konkreten Motivation des Aggressors ab.

      Wie verteidigt man sich eigentlich sozial gegen Raketenangriffe?

  • Ich finde, auch die Grünen sollten endlich mal von ihrem hohen Ross heruntersteigen und an ihrer Realitästswahrnehmung arbeiten, dann wird es vielleicht auch einfacher für sie, sich endlich substantiell mit wichtigen Standpunkte der Linken auseinanderzusetzen. Ich fand es z.B. wichtig, dass die Linken zusammen mit den Sozialverbänden Möglichkeiten geschaffen haben, Wohnungsnot und Mietwucher mit Zahlen zu belegen, um endlich den substanzlosen Diskussionen darüber begegnen zu können. Ich finde es auch wichtig, wenn die Unterstützung von Verteidigung mit militärischen Mitteln leider notwendig ist, trotzdem den Finger auf die Rechnungen von Rüstungs- und Energiekonzernen zu legen. Und vielleicht könnte man auch mal realistischer beurteilen, wer wirklich die Ukraine im Stich lässt und warum, Es wäre auch wichtig, sich in anderen außen- und innenpolitischen Beurteilungen mehr mit Fakten und Ursachen zu befassen, um sich in der Beurteilung näher zu kommen. Das würde dann auch dem Klimaschutz nützen, denn je mehr Menschen die gegenwärtige Verhinderungspolitik durchschauen, desto besser kann man ihr begegnen. Auf gute Zusammenarbeit, meinen Damen!

  • ""Oppositionelle Uneinigkeit war gestern"



    =



    Beispiel: ""Was sich mit der Parlamentsreform in Sachsen-Anhalt ändert""



    =



    Monate saßen sie zusammen - und zwar Regierung und Opposition - also CDU, SPD, FDP – mit Linkspartei und Grünen und haben eine Parlamentsreform über alle Parteigrenzen hinweg erarbeitet. Im April wird die Parlamentsrefom durch die 2. und 3. Lesung gehen.



    =



    Punkte der Reform:



    ---Der Landtagspräsident muss nicht mehr zwingend aus der stärksten Fraktion stammen. Scheitert ein Kandidat, können im 2. Wahlgang andere Fraktionen Vorschläge machen.



    =



    ---Für die Wahl von Verfassungsrichtern ist künftig keine 2/3 - Mehrheit mehr zwingend erforderlich.



    =



    --- Einführung Verbot der Beschäftigung naher Familienmitglieder



    =



    --- Kündigungen von Staatsverträgen (z.B. Rundfunkverträge) bedürfen künftig der Zustimmung des Landtags und sind nicht mehr alleinige Entscheidung des Ministerpräsidenten.



    =



    ---Absicherung des Landtagswahltermins (fester Termin am Ende des 60. Monats), falls keine Einigung erfolgt.



    =



    -- Einführung Gedenktag 8. Mai - Befreiung vom Nationalsozialismus.



    =



    Geht doch - bitte mehr davon - oder wie stellt sich die Linke Politik



    nach der Berlinwahl vor?

  • Frau Dröge zeigt, dass die Grünen immer noch nicht kapiert haben, dass man Klimaschutz nur dann machen kann, wenn er gleichzeitig mit sozialen Verbesserungen einhergeht. Die Grünen verstehen unter sozial gerechtem Klimaschutz nur, dass die ärmsten ein bißchen unterstützt werden, also vielleicht die ärmsten 10-20%. Die bekommen dann eine 70% Förderung. Aber erstens können die sich oft nicht einmal die 30% Rest leisten und zweitens wird die Förderung dann oft dem Eigentümer/Vermieter gegeben, aber die Mieter sehen nur höhere Mieten. Und zweitens haben nicht nur die ärmsten 10-20% zu kämpfen, sondern viele der ärmeren 70-80%. Wenn man an die zu wenig denkt, muss man sich nicht über den riesigen Widerstand wundern. Daher wäre es einfach gewesen, ein Heizungsgesetz vorzulegen, bei dem die ärmeren 70-80% garantiert nicht einen einzigen Euro hätten finanzieren müssen, nicht mal vorfinanzieren. Und es wäre sogar für den Staat billiger geworden. Man hätte nur festlegen müssen, dass die Heizkosten auf 80-90% der vorherigen Heizkosten gedeckelt werden. 

    • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      Die Ärmsten bauen sich keine Wärmepumpen ein. Die wohnen in der Regel zu Miete.

      • @Andreas J:

        Ja, die wohnen in der Regel zu Miete. Und das bedeutet, dass der Eigentümer die Förderung einstreicht. Und die Mieter die Modernisierungsumlage zahlen. D.h. selbst wenn die Heizkosten durch die Wärmepumpe geringer werden. Unterm Strich zahlt der Mieter mehr. Der Eigentümer hat dagegen ziemlich schnell eine kostenlose Wärmepumpe im Haus und kann immer noch höhere Mieten nehmen. Da muss man sich nicht wundern, wenn Mieter das überhaupt nicht gefällt. Es wäre sehr einfach gewesen, es so zu machen, dass Mieter von Tag 1 begeistert sind. Wenn nämlich verboten worden wäre, dass das auf die Mieter als Modernisierungsumglage umgelegt wird und die Mieter von Tag 1 nur 80% der Heizkosten von vorher zahlen. Und dafür zahlt der Staat notfalls auch 100% der Wärmepumpe bekommt dafür aber einen Anteil der Heizkosten (also der 80%), bis die Wärmepumpe zu 100% abgezahlt ist. Dadurch sind die Mieter von Tag 1 begeistert und selbst ärmere Hauseigentümer (die meinte ich mit den 10-20%) kein Problem, die 30% Wärmepumpe zu finanzieren, sondern haben immer noch irgendwann eine kostenlose Wärmepumpe im Haus steht. Und wer einen Teil der Wärmepumpe selbst finanziert, kriegt den verzinst .

    • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      Erinnern Sie sich an das Klimageld? Das ist an der FDP gescheitert.

      • @Kaboom:

        Ja, das ist an der FDP gescheitert. Da reden sich die Grünen gerne mit raus. Aber Habeck war eben so dumm, einen Koalitionsvertrag zu unterschreiben, in dem drinsteht "Keine Steuererhöhungen" statt sich da reinschreiben zu lassen, dass, wenn kein Geld für das da ist, was man vereinbart hat, es eben eine minimale Vermögenssteuer für Milliardäre gibt. Und wenn er das genauso kompromisslos durchgesetzt hätte wie die FDP "keine Steuererhörungen" durchgesetzt hat, hätte die FDP das unterschrieben. Denn nachdem Lindner bereits einmal gesagt hatte "Lieber nicht regieren, als falsch regieren", hätte er das kein zweites Mal machen können. Dann wäre er gesteinigt worden und die FDP wäre schon damals in der Versenkung verschwunden. Und mit Milliardären hat die FDP es auch nicht so. Eher mit Anwälten, Zahnärzten und Mittelständlern.

  • Es wäre wichtig, dass offen gegen Rechts das Intitut solidarische Moderne die 3 Sozialdemokratischen Parteien zusammen diskutieren lässt,bis eine gemeinsame Vision für Demokratie in die Ökonomie Forderungen entstünde, denn das ist die aktuelle Gefahr, dass sich die Konkurrenz Zwänge des kapitalistischen Produkt placement durchsetzen und dabei die gemeinsamen antifa-wirksamen Ansätze im Dunklen bleiben: Es muss auch den Sozen laut ins Gewissen gerufen werden, dass es Hermann Scheer war, der aus der SPD heraus die Öko-soziale Wende als Recht der Bügerinnen gegen die Vorherrschaft der Konzerne durch gebracht hat, was ja sehr aktuell ist,wenn Katarina Dröge für fossile Kriegsherren Ansagen, die Solrförderung für Balkon Solaranlagen einsparen will und unnötige Autobahnen wie die A20 durchgepeitscht werden. Alle 3 Sozialdemokratischen Parteien haben ihre Sünden schon gemacht: Gysis Verkauf der Berliner Wasserwerke,Grüne, die zu Monsanto gingen&Cum CUm+Cum Ex Kanzler Demenzen.Was aber schafft gemeinsame Solidaritäten auch mit den linken US Freunden, gegen autoritäre Durchmärsche den Amis was zurück geben, auch von Antideutschen, wäre jetzt mal an der Zeit! Kein Blut für Öl!Boycott war!

  • Dröge: ""Ihr (die Linke) unterstützt sie (die Ukraine) dabei nur nicht. Ihr lasst die Ukraine im Stich. Das ist die bittere Realität.""



    =



    Schwerdner ""Was wollen die Menschen in der Ukraine?""



    =



    Schwerdners Frage ist eine peinliche Ausrede.



    Laut einer Umfrage in der Ukraine Mitte Januar 2026 glauben 59 % der Ukrainer an, dass Europa im Falle eines erneuten russischen Angriffs die notwendige Unterstützung leisten würde



    (31 % der Ukrainer glauben, dass dies nicht der Fall wäre),



    =



    Was die Zukunft der Ukraine angeht, bleiben die Menschen optimistisch. Nach der jüngsten Umfrage glauben 66 % der Befragten, dass die Ukraine in zehn Jahren ein prosperierender EU-Mitgliedstaat sein wird, und nur 22 % sehen sie als zerstört an.



    =



    Die Linke hat immer noch nicht kapiert das sich die Welt um 180 Grad verändert und gedreht hat. In Europa herrscht Krieg - und dieser Krieg lässt sich nicht mit vermeintlich ""klugen"" Sprüchen beenden sondern nur dadurch das Europa die Ukraine entsprechend unterstützt - auch mit Waffen.

  • Tja, da ist doch die entscheidende Frage gut herausgearbeitet: Wenn man bei der Linken zur Ukraine gut nachbohrt, kommt schnell der Themenwechsel, weil jeder vernunftbegabte Mensch ein: "Wir unterstützen vorbehaltlos die Opfer eines Angriffskrieges, nur eben ohne Waffen" sofort als eher absurde Formel erkennt. Eine Linke, die Diktatoren mit Rosen und Friedenstauben bewerfen will, ist überflüssig.

  • Ines Schwerdtner Katharina Dröge erraffen sich nicht zu oppositioneller Machtperspektive, politisches Streikrecht der Gewerksch zu fordern, damit die außerhalb Tarifgemeinschaftsveragenda sich mit Kampagnemacht für prekär Beschäftigte legal einsetzen können auch bei Fragen von Krieg und Frieden gegen Auseinanderdriften von Einkommens- , Mietpreisentwicklung für Heben von Binnenkaukraft als Voraussetzung klimaneutral, umweltschonender Kreislaufwirtschaft. Klimatransformation von Gesellschaft Wirtschaft als Kern sozialer Verteidigung zivil massenmobiliisierendes Instrument einsetzen gegen fossil getriebene Kriege atomarer Option in Ukraine Lügen Renaiccance atomarer Abeschreckung. AKW Bau zu nähren. Stattdessen gerät beider Blick wie in Rilkes Panther Gedicht vom Vorrübergehn der Stäbe müd, dass er nichts mehr hält als ob es tausend Stäbe gebe.und hinter tausend Stäben keine Welt, weicher Wortgang geschmeidg starker Töne sich im engsten Kreise bewegt ein Tanz von Kraft um eine Mitte in der betäubt ein großer Wille steht



    Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille



    sich lautlos auf Dann geht ein Bild hinein



    geht durch der Glieder angespannte Stille



    und hört im Herzen auf zu sein

  • "oppositionelle Einigkeit" - in sich schon ein Unwort.



    Wieso sollte sich die Opposition gleichschalten? Ich stelle mir gerade die Linke mit der Afd in "oppositioneller Einigkeit" vor, grauenhaft.

  • So lange die Linke als vorrangiges Ziel die Auflösung der traditionellen Familie hat, wird sie keine Mehrheiten mehr im Land erobern können.

    Was den Sozialstaat angeht: Nur was erwirtschaftet wurde, kann auch verteilt werden. Wenn es keine Kinder gibt, gibt es keine Steuer- und Beitragszahler, und damit auch keine Sozialleistungen. Die Mathematik lässt sich nicht wegphantasieren. Das sich anbahnende Desaster bei Rente und Gesundheitsversorgung ist viel mehr das Resultat von 50 Jahren demografischer Schrumpfung als das Ergebnis neoliberaler Politik.

    Wenn ich in Rente (2031), gehen 1,4 Millionen Menschen in Rente. Aber nur ca 700.000 kommen neu auf den Arbeitsmarkt. Das ist ein Problem, das man nicht mit Forderungen aus der Opposition lösen kann.

    • @Breitmaulfrosch:

      "Nur was erwirtschaftet wurde, kann auch verteilt werden."



      Meingott, solche Plattitüden des rechten Wahlkampfs sind wohl einfach zu verlockend, um sich nicht doch einmal um ein paar volkswitschaftliche Grundkenntnisse zu bemühen . .

    • @Breitmaulfrosch:

      "Nur was erwirtschaftet wurde, kann auch verteilt werden."



      Alles was produziert wird, muss konsumiert werden. Wenn Produkte/ Dienstleistungen nicht konsumiert werden, gibt es auch keinen Grund diese zu produzieren.

      Dieses hat erst einmal nichts mit Verteilung zu tun. Wenn aufgrund der Verteilung der Einkommen der Gesamtkonsum steigt, nützt dieses der Volkswirtschaft. Es sei denn, die Volkswirtschaft arbeitet an ihrer Kapazitätsgrenze. Dieses ist bei 3 Millionen Arbeitslosen und leeren Auftragsbüchern kaum vorstellbar.

      Die Einnahmen des Einen sind immer gleich den Ausgaben des Anderen und zwar zeitgleich. Nicht erst wird verdient und dann wird ausgegeben. Sowas gibt es nicht.

  • Meine Güte. Habt ihr den Zweien auch wirklich gesagt, dass ihr das Interview nicht in der Rubrik Wahrheit abdruckt? Ließt sich fast wie ne staubtrockene Satire über den Ist Zustand des linken Lagers.



    Aber schön, dass sie sich mögen.

  • Danke für das interessante Interview! Gerne mehr davon!

    Von außen fragen sich viele immer wieder warum Grüne und Linke nicht zusammenarbeiten können. In Berlin in der Koalition ging es doch auch.

    Ich habe zeitweise grün und links jeweils gewählt. BTW 21 grün, BTW 25 links.

    Warum?



    Der wichtige Grund ist hier leider nicht erwähnt worden: Migration!

    Kurz vor der Wahl hab ich mich wegen der Ansichten der Grünen und diesem Plan nochmal umentschieden, obwohl ich die Linken beim Thema Ukraine ziemlich weltfremd finde!



    Nein, Ines, Netanjahu und Putin kannst du nicht direkt vergleichen! Die Ukraine hat keine Geiseln genommen und ein Massaker in Russland angerichtet, oder?? Und trotzdem muss die Vorgeschichte berücksichtigt werden! Da wünsche ich mir allgemein mehr differenziertes Denken, vor allem von Politiker:innen im Bundestag!

    Leider leben wir in einer repräsentativen Demokratie (eingeschränkte Demokratie!) und daher frage ich mich, wie sich die Linke das vorstellt, dass sie nicht regieren will? Was aber im Prinzip in der Natur der Sache liegt, dass sie das nicht will...

    Mich stört auch, dass die GroKo nicht differenziert wird. Die "CD/SU" ist das Problem! 52 von 76 Jahren!

  • Zitat Schwerdtner:



    "Wir verurteilen Putin genauso scharf, wie wir das bei Netanjahu machen. Gerade in der Frage des Gaza-Krieges wirktet ihr für mich zu zurückhaltend."

    Das Recht auf Verteidigung Israels wird also genauso verurteilt, wie der russische Angriffskrieg. Es geht hier nicht um die Frage von Völkerrecht, sondern um den Antisemitismus eine Rechtfertigung zu geben.

    • @Puky:

      overkill als verteidigungsstrategie?

  • Die einzige Gemeinsamkeit besteht in den Feindbildern. Und die Feindbilder schauen dieser Debatte genüsslich mit einer Tüte Popcorn zu.

  • Vielen Dank! Ein langes Interview, das völlig bestätigt, dass es richtig von mir war, die Linken zu wählen und nicht mehr die Grünen. Das mache ich schon lange so, aber nie war es so richtig wie seit der Ampel.

    Dröge versucht nur, den Linkes schlechtes zuzusprechen und ist unfähig auf berechtigte Kritik einzugehen. Die Konzepte der Linken zum Klimaschutz zu kritisieren wenn man bedenkt, was die Grünen schon alles mitverzapft haben, ist bodenlos. Gerade freuen sie sich, dass ein verkapptes cdU-Mitglied mit grünem Schlips Ministerpräsident von BaWü geworden ist und jetzt das Verbrenner-Aus stoppen kann. Und gleichzeitig will Dröge Ines ankacken, sie würden sich nicht genug für Klimaschutz engagieren. Lächerlich.

    Die Grünen haben ihre Wurzeln schon in den 90ern verloren, aber jetzt sind sie hemmungslos auf der Wirtschaftsseite. Die reguliert, wie weit Klimaschutz gehen darf (nichts kosten, aber Gewinn bringen) und nicht mehr die naturwissenschaftlichen Fakten. Grünes Wachstum ist eine Mär, die die Konzerne gerne hören.

    Ines für Kanzlerin!

    • @Jalella:

      "Dröge versucht nur, den Linkes schlechtes zuzusprechen und ist unfähig auf berechtigte Kritik einzugehen."



      Also, bei dieser konzeptuellen Vorgehensweise nehmen sich die beiden ja nun nix, oder? Ist mir bei der 'Antwort' zur Ukraine sehr deutlich aufgestoßen.

  • Ich war überrascht, dass die beiden doch erhebliche Differenzen haben und auch nicht so einfach, gemeinsame Grundlinien für die Opposition festlegen könnten.



    Davon sind sie sogar weit entfernt, nicht mal bei Jobcenter (SGB II) oder Rente sind sie sich einig.



    Für mich läuft das auf ein Szenario hinaus, wo eine grüne Familie in einer mittleren Gegend mit Toyota E oder Hybrid lebt, Kinder auf dem Gymnasium und man fährt in die Sommerferien, und dann bei den Linken auf alleinerziehende Mutter, die zählt das Geld, ist gebildet hat ein polit. Bewusstsein, aber einfach zu wenig Geld und es wird schwieriger.



    Das führt glaube ich zu erheblichen Druck bei den Linken, während die Grünen Merz (oder Scholz) aushalten können.



    Aber die Grünen müssen sich einer Sache langsam stellen:



    Die netten CDUler sind in Rente oder weg, aber jetzt bewegt sich die Partei in eine teilweise sehr (extreme)rechte Ecke, das Instrumentalisieren und Skandalisieren von Schwachen (Ausländer, Arme, Arbeitslose) dringt auch in die Mittelklasse Wohngegenden und Gymnasien vor. Die CDU/CSU ist bereit, sehr aggressiv gegen das grüne Milieu mit seinen kulturellen Mustern vorzugehen.

    • @Andreas_2020:

      Ich denke, den Grünen ist schon sehr bewusst, wohin die Reise mit der CDU gehen wird. Aber in dem Interview mit Frau Schwerdtner und Frau Dröge wurde ja auch sehr klar, dass es ein diametral entgegengesetztes Verständnis von Regierungshandeln und Oppositionsarbeit gibt. Eine große Barriere für eine zielführende rot-grüne Kooperation.



      Und dann ist es ja auch so: lebensweltlich sind die Grünen die Kinder des konservativen Bürgertums, am Ende schlüpfen sie dann doch wieder unter die Fittiche ihrer Eltern. Kann man übrigens in BaWü sehr schön sehen. Dieser Umstand erleichtert ihnen natürlich den „Zugang“ zur CDU.

      • @Abdurchdiemitte:

        Viele Grüne sind in CDU-Haushalten groß geworden, aber der Apfel fällt dann doch weiter weg, glaube ich jedenfalls, aber einige Dinge sind bürgerlich bei den Grünen.

  • Warum sollten wir uns denn bitte "oppositionelle Einigkeit" wünschen? Ich wünsche mir im Idealfall diverse konkrete, gut durchdachte Angebote zu Problemen unserer Zeit und unserer Gesellschaft in der Opposition. Dann kann ich als Wähler die beste Option wählen, wenn mir die Regierungspolitik nicht gefällt.

    Wenn also zwei Oppositionspolitikerinnen klar benennen, in welchen Punkten sie sich u.U. nicht einig sind, dann finde ich das ehrlich und super!

  • Progressive Politik sei also: Stromnetz verstaatlichen, nur neue Beamte in die GRV und die alten Pensionen beziehen lassen (Generationengerechtigkeit?), Ein 'Bündnis mit der Bevölkerung, Gewerkschaften...', Übergewinne abschöpfen usw.



    Ich denke, dass das eher Ideen aus einer Mottenkiste sind, und die oft richtig formulierten Zielen nicht erreicht! Das alles ändert nix Grundsätzliches sondern ist substanzlos und ohne Effekt. Es scheint einzig allein darum zu gehen ein Wählerklientel anzusprechen das auf derlei Parolen reagiert. Schwach, beängstigend gar.

    • @Tom Farmer:

      Was erwartest Du? Sie sind nunmal nur Opposition, weil die Toitschen lieber wider ihrer Interessen wählen. Darauf müssen sie reagieren

  • Oh weh, Linke und Grüne haben die Rentner entdeckt. Dabei haben 21 Mio. Rentner keine Lobby, 1,7 Mio. Pensionäre sehr wohl. Politiker und neue Beamte müssen 2026 mit in die Rentenversicherung einbezogen werden. Schluss mit mickrigen Renten und Extrawürsten für Politiker und Neue Beamte. Wann gehen Frau Schwendner und Frau Dröge ( selber zukünftige Bezieher von Pensionen) denn gemeinsam mit den Rentnern auf die Straße?

    • @KLaus Hartmann:

      Die Rentner:innen gehen doch selbst nie auf die Straße und wählen mit absoluter Mehrheit CDU/CSU, SPD und AfD. Die Rentner sind an ihrer Lage auch mehrheitlich selbst schuld. Solange bei denen kein Umdenken stattfindet und sie aufhören aus Gewohnheit irgendwelche Hupen zu wählen, weil sie das seit 50 Jahren machen, passiert genau gar nichts.



      Im Detail sah ü60 bei der Wahl so aus:



      37% Union



      23% SPD



      15% AfD



      9% Grüne



      5% Linke



      Und es ist nicht so, dass Linke und Grüne den Rentnern nicht viel bessere Politik geboten hätten. Ich befürchte dass deutsche Rentner:innen politisch nicht mündig genug sind um Wahlentscheidungen für ihr eigenes Wohl zu treffen.

  • "taz: Wir stellen fest: Aus der progressiven Regierung 2029 wird nichts."



    Ich fand das Interview sehr interessant, wenn man aber nun mal das Thema - nachvollziehbarerweise - auf die größten Unterschiede lenkt, finde ich es sehr weird, daraus abzuleiten, dass man niemals zusammenfindet. Parteien haben nun mal unterschiedliche Standpunkte, sonst wären sie obsolet. Und in einem kurzem taz-Interview wird keine Koalition zustande kommen. Daraus abzuleiten, dass das aber niemals was wird ist populistisch. Das Interview könnte man mit jeder Parteienmischung führen und käme immer zum selben Ergebnis: Das wird nie was.

    Würde mir hier mehr Optimismus wünschen.

    • @Trash:

      Dass die beiden Parteien nicht zusammenfinden würden, liegt nicht primär daran, dass die Positionenzu einzelnen Themen so weit auseinanderlägen.

      Es liegt daran, dass eine Partei nicht regieren will.

      Frau Schwerdtner sagt ja ganz offen:

      "Regieren ist kein Selbstzweck."

      "... welcher Position heraus ich das bewirken kann, ohne meine Glaubwürdigkeit zu verlieren."

      Übersetzt: " Bevor ich Kompromisse machen muss, bleibe ich lieber in der Opposition. "

      Lieber moralisch fest in den Idealen als Entscheidungen treffen müssen.

      Deshalb hätte das Interview mit einer anderen Parteienmischung stets ein anderes Ergebnis.

      Die anderen Parteien wollen nämlich alle regieren.

    • @Trash:

      Sehe das eher als Provokation um beiden klar zu machen, dass sie zusammen kommen sollen?

      Die Antworten von Ines finde ich etwas kryptisch, weil sie wohl nicht regieren will (was für Linke in der Natur der Sache liegt), aber die Grünen sogar als Fetischisten bezeichnet, was ich ziemlich lächerlich finde...



      Wir leben nunmal leider in einer repräsentativen (eingeschränkten) Demokratie und ich möchte mal wissen, was sie genau damit meint, wenn sie sagt, dass sie in der Opposition mehr erreichen kann? Es geht ja leider darum zu regieren (weil mensch dann Mehrheiten hat) um etwas durchzusetzen...

      Da wäre auch eine Informationskampagne beider Parteien sinnvoll: Zu erklären, was links genau bedeutet und warum sozial Benachteiligte links/grün wählen sollten...

    • @Trash:

      Die Feststellung, dass es 2029 mit einer progressiven Regierung nichts wird, kann sogar als die Quintessenz aus dem gesamten Interview betrachtet werden.

  • Ach du meine Güte. Wie schön hat die taz bitte den Ball mit der Koa-Option 2029 zugespielt. Ein Mal gemeinsam gegen den konservative Filz? Und zack, schon scheiterts an zwei inhaltlich gut aufgestellte Parteilinien, die jedoch mehr an sich denken, getragen von im Diskurs trainierten Egos und dem politischen Spielchen, aber wir müssen uns nach Außen behaupten. Oha, sympathischer und hoffentlich lehrreicher Realitätsschock für 2029

  • Viel Schönes dabei, bis dann das elende Gerede über Gaza, Ukraine, Völkerrecht mir wieder jede Motivation eine dieser Parteien zu wählen nimmt... Konzentriert Euch doch mal real auf etwas Konstruktives, für die Menschen in Deutschland, anstelle die Welt retten oder einen Moralpreis gewinnen zu wollen.

    • @Egil:

      irgendwie ein schräger fahnenappell, aber ein fahnenappell. und somit auch ein ausdruck des in der sogenannten mitte wieder fröhliche urständ feiernden nationalismus und antiinternationalismus. die einen erklären die linke für unwählbar, weil sie keine realistische (sprich: mit der aufrechterhaltung der herrschenden gewaltverhältnisse kompatible) aussenpolitische haltung vertrete. die anderen tun so, als könne man ungeachtet vollkommen globalisierter vergesellschaftungweisen und der unmittelbaren verflechtung innenpolitischer und außenpolitischer fragen (z.b. aufrüstung versus sozialstaat, wirtschaftspolitik im zeichen von energie- und klimakrise, durch kriege ausgelöste migrationsbewegungen u.v.m.) ernsthaft innere einkehr im sinne der "menschen in deutschland" predigen, wobei letztere ja keinen monolithischen block bilden, sondern in einer hochgradig diversifizierten klassengesellschaft unterschiedliche positionen einnehmen, die mit unterschiedlichen lebenserfahrungen verknüpft sind und widersprüchliche interessenlagen mit sich bringen.

      • @Pflasterstrand:

        Ja nu, als ewig vaterlandsloser Gesell und lang nicht mehr in D-land lebend, schau ich mir mehr erschüttert als erstaunt an was so passiert. Alle diese "diversifizierten" Menschen leben schon noch im selben Land und in der selben Gesellschaft, oder? Klassenbewustsein in allen Ehren, aber für das alltägliche Leben ist ein gewisses übergreifendes Gemeinschaftsgefühl nicht ganz schlecht. Und leider wählen Menschen auch nicht interessengeleitet, sonst gebe es wohl auch keine 50+% für Union&Afden.. Und da schwingt ordentlich bildingsbürgerlicher Dünkel mit, weil guck mal rechts wählt, das gilt leider international. Von daher, wichtig mit den Nachbarn im Gespräch zu bleiben und lokal, regional, national eine halbwegs vernünftige Gesellschaft zu erhalten und zu entwickeln. Wenn aber alle sich für obertoll halten, bloß keine Kompromisse eingehen und immer gleich alles wollen, dann man gut Nacht. Die Rechten freuen sich drüber...

  • Russlands Angriffskrieg, der Angriff der USA auf Venezuela, der Krieg Israels gegen die Hamas als Antwort auf den 07. Oktober 2023 – all das ist dasselbe, wenn es durch die „antiimperialistische“ Schablone gepresst wird. Das ist keine Linke, die die Menschen brauchen.

    Zu den Grünen: Niemand braucht eine grüngestrichene CDU.

    • @Atze Brauner:

      dass jemand die linke nicht braucht, der die kriegsverbrechen in gaza, die tötung von über 70.000 menschen und die nahezu völlige zerstörung der dortigen lebensgrundlager "als Antwort auf den 07. Oktober 2023" verharmlost, ist jetzt auch nicht weiter überraschend. die argumentationsweise ist dabei im übrigen ähnlich relativierend, wie diejenige, die man dem politischen gegner vorwirft: man simplifiziert und läßt einfach unter den tisch fallen, was einem nicht in den kram passt. z.b. das völkerrecht.

  • Ich bin enttäuscht. Was ist das denn für eine Art von Diskussion und Kommunikation. Wo bleibt das Zuhören, der Respekt und das Verstehen wollen??? Grün und links sind für mich gerade die wichtigsten Parteien und Richtungen für unsere Zukunft. Aber diese Art der Kommunikation ist so rückwärts gewandt. Ehrlich, einfach gegenseitig zu behaupten, du siehst das falsch, ich habe recht, du hast es nur noch nicht verstanden. Mein Tipp: systemisches Konsensieren, schaut doch mal nach, vielleicht gibt es da noch etwas, was besser laufen kann.



    Ich jedenfalls, so als normale Bürgerin, setze große Hoffnungen in die Linken und die Grünen!!!

    • @Christine Kurtscheidt:

      Es tut mir leid für Sie, wenn es Sie enttäuscht.

      Aber systemisches Konsensieren ist in der Interviewsituation gerade kaum zu erwarten.

      Das würde in Beliebigkeit münden.

      Es wäre nicht mehr wichtig, ob man die eine oder die andere Partei wählt.

      Liegt nicht im Interesse beider Parteien.

      Systemisches Konsensieren ist was für Koalitionsgespräche oder vor Wahlen, die auf eine Koalition hinauslaufen würden.

      Hier sagte Frau Schwerdtner ja unmissverständlich, dass sie nicht regieren will, außer in Berlin auf Landesebene.

      Da wird nicht mehr konsensiert.

      Frau Schwerdtner will dagegensein, keinen Konsens.

      • @rero:

        Frau Schwerdtner hat nicht gesagt, dass sie nicht regieren will, sondern, dass sie ihre Positionen nicht aufgeben will um regieren zu können. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Nein eigentlich ist es ein riesiger Unterschied. Man möchte schon regieren aber man möchte dabei zu sich und seinen Positionen stehen können. Das macht die Linke für mich glaubwürdiger als jede andere Partei, bei denen man immer davon ausgehen muss, dass das Gesagte Morgen keinen Wert mehr hat, was im übrigen auch ein Grund für sehr viel Politikverdrossenheit in der Bevölkerung ist! >Integrität ist das Stichwort, daran mangelt es nämlich bei den meisten Politikern.

    • @Christine Kurtscheidt:

      Ich bin im Gegenteil ganz angetan davon, dass hier Unterschiede offen und ehrlich angesprochen wurden. Je nach Politikfeld kann ich mal der einen oder der anderen zustimmen. Oder keiner von beiden.

      Am Beispiel Ukraine: Es wird sehr deutlich, wie schlecht es der Ukraine ergehen würde, wenn DIE LINKE das Sagen hätte. Auf der anderen Seite sieht man genau, dass die Grünen durch ihre Zeit in der Regierung so geprägt sind, dass sie sich auch in der Opposition immer krampfhaft staatstragend geben müssen - was echt nicht nötig wäre...

  • "Schwerdtner: Mit diesem Regierungsfetisch wird Oppositionsarbeit total abgewertet. Uns geht es darum, was sich für die Menschen verbessert und aus welcher Position heraus ich das bewirken kann, ohne meine Glaubwürdigkeit zu verlieren."

    Diese Aussage ist eine ziemliche Zumutung. Wie soll sich denn so etwas für die Menschen verbessern?

    • @Chris McZott:

      Wie man in der Regierung Glaubwürdigkeit einbüßt und Verbesserungen für die Bürger fraglich sind, lässt sich gerade an der SPD beobachten.



      Die Grünen haben vor der Bundestagswahl eine Koalition mit der CDU nicht ausgeschlossen. Wären die Wahlergebnisse etwas anders ausgefallen, hätten sie's gemacht. Motto: Hauptsache regieren. Das Ergebnis ist, wie häufig in Bundesländern zu beobachten: CDU-Politik, grün angehaucht.



      Das ist für mich der wesentliche Unterschied zwischen Grünen und der Linken.

    • @Chris McZott:

      Die Aussage ist schlicht und ergreifend wahr: Regierungspolitik ist bis zu einem gewissen Grad auch immer Reaktion auf die Opposition (was man nach der Gründung der Linken und - leider - der AfD klar gesehen hat). Es ist also nicht nur legitim, sondern sinnvoll, sich zu fragen, aus welcher Position heraus man mehr erreicht (gerade dann, wenn mir der sog. Regierungsfähigkeit ein enormer Anpassungsdruck einhergeht).

      • @O.F.:

        Eine gute Opposition ist auch deshalb so wichtig, um der durchgängig destruktiv agierenden AfD nicht das Feld zu überlassen, und die Bürger*innen darauf hinzuweisen, dass es durchaus konstruktive, grüne und/oder linke Lösungswege gibt.

      • @O.F.:

        Regierungspolitik ist nicht Reaktion auf die Opposition, sondern auf Meinungen in der Wählerschaft.

        Die Opposition greift die natürlich auch auf.

        Das Problem ist nicht in erster Linie die AfD selbst, sondern dass so viele Menschen sie wählen.

        Kleine Oppositionsparteien, wie etwa die Linke auf Bundesebene oder in B-W, kann man als Regierungspartei hervorragend ignorieren.

        • @rero:

          Das stimmt so nicht: Regierungspolitik wird (zumindest in parlamentarischen Demokratien) immer auch von wahlstrategischen Überlegungen beeinflusst – was ganz konkret bedeutet, dass man auch versucht, potentiellen Konkurrenten den Wind aus den Segeln zu nehmen. Als z.B. die Linke gegründet wurde, haben sozialpolitische Themen gerade für die SPD schlagartig wieder ein größere Rolle gespielt als in den frühen Schroeder-Jahren. Ein ähnliches Phänomen kann man bei der Union (und in geringerem Masse sogar bei anderen Parteien) durch den Erfolg der AfD beobachten. Dass der Einfluss, den Oppositionsparteien so auf Regierungen nehmen, nicht immer gleich ist, versteht sich von selbst – das hängt von deren Größe und dem Erfolg der jeweiligen Opposition ab. Aber das ändert nichts an dem grundsätzlichen Phänomen: Regierungen reagieren nicht nur auf die öffentliche Meinung, sondern auch und besonders auf tatsächliche Konkurrenz.

  • Beim wichtigsten Thema unserer Tage, der Klimakrise, haben eigentlich beide Frauen recht:



    Die Linken wollen an die Konzern-Strukturen ran (Rekommunalisierung, Vorgaben), die Grünen vertreten halbherzig die notwendige Dekarbonisierung durch Verbot & Verteuerung fossiler Brennstoffe. (Halbherzig, weil es ja Robert Habeck himself war, der als Reaktion auf den Ukraine-Krieg nicht die Erneuerbaren massiv gepusht hat (was die sinnvollste und nachhalstigste Reaktion gewesen wäre), sondern zuerst LNG-Terminals, die mit US-amerikanischem Fracking Gas betrieben werden.

    Beide versäumen es leider, darauf hinzuweisen, das der Klimawandel ALLEN etwas abverlangen muß und wird.

    Diesen Spagatt hat übrigens unser Nachbarland Dänemark hervorragend bewältigt:



    Viele Städte und Kommunen werden mit sozialfreundlichen Nahwärmenetzen versorgt.



    Gleichzeitig dürfen die Energielieferanten keine Gewinne erwirtschaften.

    • @hsqmyp:

      "Gleichzeitig dürfen die Energielieferanten keine Gewinne erwirtschaften."

      Gilt das auch für Betreiber von Windparks und den grünen Studiendirektor mit der PV auf dem Bungalow?

  • “ Der Grundfehler war damals, dass das Heizungsgesetz nicht sozial abgefedert war”.

    Zur Erinnerung, Grüne haben das Klimageld gefordert, dass der Finanzminister der FDP hat schweitern lassen, weil er keine Möglichkeit einer Auszahlung sah.

    • @Anna Bell:

      Es wurde gefordert, aber kam nie. Wenn das das Ergebnis von: "Hauptsache regieren" ist, dann kann ich auch eine Partei wählen, die sagt: wir kämpfen aus der Opposition für Verbesserungen. Das Ergebnis ist für den Wähler gleich.

  • "Schwerdtner: Jetzt ist man bei 63 Euro und die Leute gehen vom Deutschlandticket weg. Drei Monate lang 9 Euro haben die Leute nicht motiviert, dauerhaft umzusteigen. Die Klimafrage ist im Kern eine soziale Frage. "

    Da wäre ich bei ihr, haben meine Frau und ich das 9er-Ticket zwar wenig benuzt, aber aus Solidarität und ganz einfach gekauft. Was danach kam und kommt, incl. einem aufwendigen organisatorischen Umfeld, das haben wir dann ausgelassen.

    Stattdessen immer mal auf unsere Stromrechnung, die Kugel Eis geschaut. Die "Klimafrage" mit brachialem Ausstieg aus der Kernenergie und ohne wirkliche Alternative (saisonal verfügbare Speicher nebst Netzausbau für die notwendigen Größenordnungen) haben diese Kugel Eis wohl explodieren lassen.

    Wobei ich kein Freund der Kernenergie bin, zumindest bei den herkömmlichen Druck- und Siedewasserreaktoren. Alles andere sind bislang ungelegte Eier, was den großindustiellen Einsatz betrifft.

    • @sutrebe:

      Es gab keinen brachialen Ausstieg aus der Kernenergie. Der Ausstieg wurde von der CDU-Regierung geplant und beschlossen.



      Kurzfristig eine Verlängerung entscheiden, war unmöglich. Das dazu notwendige Material war nicht vorhanden. Dies haben die Kraftwerksbetreiber den Politikern, die kurzfristig derartige Ideen entwickelten, unmissverständlich mitgeteilt.

  • Mein Eindruck aus dem Interview ist auch, das wird nichts mit der Reformperspektive für 2029. Die Unterschiede in den verschiedenen Politikbereichen wurden von den Interviewpartnerinnen ja gut herausgearbeitet, sie scheinen schwerer zu wiegen als die Gemeinsamkeiten.



    Allerdings machen beide Polititikerinnen die Rechnung sozusagen ohne den Wirt, die SPD. Und die wäre der dritte notwendige Koalitionspartner in einem Mitte-Links-Reformbündnis.



    Und die ist derzeit - und wahrscheinlich auch weiterhin - in einem dermaßen miserablen Zustand, dass für eine solche Option schlicht die Perspektive fehlt, auch wenn sich Grüne und Linke bis dahin einig werden sollten.



    Alles ungelegte Eier, aber man hat mal miteinander gesprochen.

    • @Abdurchdiemitte:

      Was bleibt, ist, eine gute Oppositionsarbeit zu machen, wo es geht, gemeinsam.

  • Ich finde, Frau Schwerdtner hat das klar auf den Punkt gebracht. Die Grünen sind beim Völkerrecht genauso selektiv, wie die anderen bürgerlichen und rechten Parteien.



    Israel und die USA dürfen Krieg führen so viel sie wollen. Kritisiert wird Aggression immer nur, wenn es geopolitisch nützt.



    Das hat nichts mit Frieden oder Selbstverteidigung zu tun. Das ist die selbe imperiale Geopolitik, die auch Friedrich Merz anstrebt.



    Pistorius sagt, dass Deutschland 2029 kriegsbereit sein soll. Das erinnert sehr an die Wortwahl Donald Trumps I'm letzten Jahr, als er das Verteidigungsministerium in Kriegsministerium umbenannt hatte. Ich frage mich gegen wen Herr Pistorius dann Krieg führen möchte.

    • @TeeTS:

      Außer Belgien und Luxemburg kann die BW auch 2029 niemanden überfallen. Kriegsbereit heißt verteidigungsbereit, aber man pack Begriffe nicht mehr in Watte. Verteidigung heißt auch Krieg.

    • @TeeTS:

      "Die Grünen sind beim Völkerrecht genauso selektiv, wie die anderen bürgerlichen und rechten Parteien."

      Die Linke ist außenpolitisch (mindestens) spiegelbildlich selektiv: Israel Kriege sind böse, russische Kriege dagegen gut oder mindestens berechtigt. Die Grünen haben aber wenigsten den Punkt, dass sie näher an deutschen Interessen sind.

      Wo sind den die linken Forderungen nach palästinensischen Zugeständnissen an Israel (analog zu denen in Richtung Ukraine)? Oder eine Dekolonialisierung Sibiriens...? Wo ist die Benennung der russischen oder chinesischen Politik als "imperiale Geopolitik"?

      Die Linke schafft es nicht mal, Russland/China als kapitalistische Mächte zu kategorisieren - denn dann müsste man ja theoretisch die gleichen dogmatischen Maßstäbe anlegen wie an die NATO/den Westen und das darf ja nicht sein...

      • @Chris McZott:

        Ihrem letzten Absatz bezüglich des imperialistischen Charakters Russlands und Chinas kann ich sogar zustimmen. Sehe aber auch, dass es momentan die USA sind, die diesbezüglich den großen Knüppel rausholen (Venezuela, Iran, demnächst Kuba?) und eben nicht China. Denn Drohungen (gegen Taiwan) sind noch keine militärische Intervention.



        Zumindest müssten Sie einräumen, dass viel Raum für Interpretationen besteht, warum die USA und Israel diesen Krieg gegen den Iran führen.



        So eindeutig gerechtfertigt wie der allierte Krieg gegen Nazi-Deutschland ist dieser Fall nämlich bei weitem nicht.



        Und wenn auch die Grünen im Fall der Ukraine eindeutig Position beziehen (und Die Linke eben nicht), könnte man ihnen dann eine gewisse Zweideutigkeit unterstellen, was den Angriff auf den Iran betrifft (wie eben den Linken).



        Nur wer der Auffassung ist, dass ein Regimesturz einen Völkerrechtsbruch legitimiert, sollte damit keine Probleme haben.

      • @Chris McZott:

        Ich will nicht gehässig klingen, aber mit Google könnten Sie in 5 Minuten herausfinden, dass das nicht die Positionen der Linken sind. Anderen Meinungen zu unterstellen und dann kräftig dagegen zu polemisieren, ist wenig konstruktiv…

    • @TeeTS:

      Herr Pistorius möchte überhaupt keinen Krieg führen, genauso wenig wie die Grünen und die Union. Er möchte einen Krieg verhindern. Herr Pistorius erinnert Sie an Trump? Ihr Beitrag erinnert mich an BSW und AfD, von denen die Linke in dieser Frage nicht weit weg ist.

  • Traurig zu lesen...



    Erinnert doch sehr an Monty Python.



    Die Rechten werden sich über diesen unversöhnlichen Schlagabtausch freuen.

    Andererseits hat es in Berlin ja auch geklappt, bis die SPD alles zerschlagen hat.



    Es hängt schon auch von den einzelnen Leuten ab, ob sich Kompromisse finden lassen.



    Die Schnittmengen zwischen Linken und Grünen sind ja am Ende nicht so klein.



    Das sieht man gerade beim Klimaschutz.

    Klar, die Grünen haben sich mit ihrer Kriegspolitik weit von Pazifismus und Diplomatie entfernt.

    Aber wer weiß, was der Rechtsruck in BW und kommende Wahlen noch so alles bewirken.

    • @hsqmyp:

      Was bitte hat den in Berlin die SPD zerschlagen?

      Die Wähler haben zerschlagen, weil sie mit einer Mehrheit die CDU gewählt haben.

      Auf Rot-Grün-Rot hatten zu wenige noch Lust.

    • @hsqmyp:

      "Traurig zu lesen...



      Erinnert doch sehr an Monty Python.



      Die Rechten werden sich über diesen unversöhnlichen Schlagabtausch freuen."

      Rechte und Konservative denken immer zuerst von der Macht her, die politische Linke (wenn man denn die Grünen noch dazuzählen will) erstmal von den Inhalten her. Deshalb war es für die Union gar kein Problem, bis 2021 völlig überzeugt von Merkels Kurs zu sein und anschließend vom Kurs des Fritze.



      Aber um's mal klar zu sagen: Der rechte Flügel der Grünen würde niemals zulassen, im Bund gemeinsam mit der Linken zu regieren.