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Homophobe WerbungVermarktung mit Schwulenwitz. Echt jetzt?

Kommentar von

Dana Müller

Ein Wärmepumpen-Unternehmen geht mit WM-Kickern und dem Slogan „Nichts für Wärmeduscher“ auf KundInnenjagd. Wie geistlos, gestrig und gar nicht witzig.

E s ist zum Schreien: Schwulenwitze sind immer noch en vogue. Da verkündet der österreichische Nationalspieler Phillipp Mwene in einem nicht besonders innovativen Werbespot: „Jungs, was ist los? Wir spielen jetzt bei 16 Grad! Nichts für Warmduscher!“ Und Stefan Posch (Österreich) und Nadiem Amiri (Deutschland) – beide WM-Fußballer – kichern bis in den Abspann hinein.

Der Name des Betriebs für diesen Spot wird an dieser Stelle bewusst ausgelassen, denn offensichtlich wollte die Werbeagentur mit dem Instagram-Video provozieren. Innerhalb kürzester Zeit generierte sie damit über 10.000 Aufrufe, obwohl der Account des Wärmepumpen-Unternehmens gerade mal 6.000 Fol­lo­wer:­in­nen hat. Sicher liegt das auch an dem geschmacklosen Witz der drei Promis.

Der Duden verrät übrigens: Warmduscher steht für „Schlappschwanz, Schwächling“. Beleidigt werden Männer, die zu weich seien. Ganz praktisch sind damit oft Schwule gemeint. Spätestens seit Harald Schmidt 1998 in seiner Sendung einen Gag über die beiden deutschen DFB-Spieler Lothar Matthäus und Jürgen Klinsmann mit den Worten „Schwabenschwuchtel“ und „Warmduscher“ riss, ist die Verbindung allseits beliebt. Damals drohte der Deutsche Fußball-Bund dem Entertainer mit juristischen Folgen.

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Weder intelligent noch witzig

Heute kichern die drei Spieler des 1. FSV Mainz im DFB-Trikot über die schwulenfeindliche Beleidigung. Da hört der Spaß doch jetzt mal auf! Der Slogan der Werbekampagne lautet: „Wärmepumpen – mehr Intelligenz für zu Hause!“ Dabei bewirbt das Unternehmen auch sonst seine Systeme als „Warmduscher“. Was in Zeiten von toxisch männlichen Klimaleugnern durchaus eine gewisse Selbstironie hat.

Aber ausgerechnet Spieler von Fußballnationalmannschaften während der WM über „Warmduscher“ lachen zu lassen, ist eben weder intelligent noch witzig. Denn Traditionalisten und Rechtskonservative rufen gern in Rollback-Manier nach mehr „starken Männern“. Und bis heute ist in Deutschland und Österreich kein aktiver Fußballspieler offen out. Da braucht es wahrlich keine weiteren Witze über Warmduscher.

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100 Kommentare

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  • Wechselduschen sind sehr gesund. Warm - kalt - warm - kalt - warm. Fördert die Durchblutung und stärkt das Immunsystem.

  • Naja, also "Warmduscher" so direkt und hier sogar zwingend mit Homosexualität in Verbindung zu bringen halte ich für sehr abwegig.



    Mit dem Begriff neckt man sich wenn jemand - angeblich - recht empfindlich ist. Das wars dann aber auch schon.



    Ich habe zehn Jahre lang eine Hauptschule besucht und ich kann Brief und Siegel darauf geben, dass vermeintliche Schwule ganz, ganz andere Dinge zu hören bekommen.

  • Da hats Frau Müller mit dem Bespielen der Empörungsklaviatur tatsächlich etwas übertrieben. Das Problem ist halt, dass - wenn.dauernd "Feuer" gerufen wird - es keinen mehr interessiert, wenns wirklich bremnt.

  • Bin bekennender Warmduscher. Selbst beim wöchentlichen Saunabesuch sieht mich die Eistonne nie. Selbst die kalte Dusche ersetze ich lieber durch einen längeren Aufenthalt im Garten, um mich abzukühlen. Brauchte aber einen vierten Anlauf, um auch noch eine Tochter zu zeugen. Hilft manchmal, einen Begriff wörtlich zu nehmen.

    Deutsche Wikipedia halt, dem Komiker Schmidt und seinen Gagschreibern den Begriff zuzuschreiben, ist für jeden Nutzer von Gemeinschaftsduschen ein Witz. Zurück zur Sauna, der Duschraum mit kalten Duschen ist schlechter besucht als der mit warmen. Durch die Eistonnen sind Fans von rapider Abkühlung aber vorne. Viel mehr nicht.

  • Also ich finde Warmduscher nicht homophob.



    Ich benutze es gern für Leute die ins "Gym" fahren... mit dem Auto.

  • Neue Definition: Warmduscher bezieht sich auf alle.



    Heißduscher ist homophob.

  • Hier besteht eine Verwechslung zwischen "Warmduscher" und "warmer Bruder", was tatsächlich ein offensichtlich ziemlich in Vergessenheit geratenes Pejorativ für Schwule ist (ähnlich auch "Hinterlader", da wissen die meisten heutzutage nicht mal mehr, dass es sich dabei im Wortsinn um eine Schusswaffe handelt), vgl. Franz Josef Strauß "lieber ein kalter Krieger als ein warmer Bruder".

    "Warmduscher" kam, wie auch schon von einigen festgestellt so Anfing, Mitte der 90er in der Mode der Weichei-Worte vor. Die Weichei-Worte waren quasi die Umkehrung des viel später aufgetretenen Chuck-Norris-Witzes und umfassten auch sowas wie "Schattenparker" und "Foliengriller".

    Für mich stellt sich jetzt die Frage, was homophober ist: die Bezeichnung oder vielleicht doch die Assoziation von Unmännlichkeit mit Schwulsein? Just my 2cts.

    • @Meister Petz:

      Guter Punkt.



      Sehr guter Punkt.



      Vielleicht hängt damit auch die Angst mancher Männer vor dem Schwulsein und den Schwulen zusammen. Vielleicht wäre das Schwul sein an sich gar nicht so schlimm, sondern mehr der drohende und empfundene Männlichkeitsverlust.



      Wirklich äußerst interessant.

    • @Meister Petz:

      @Meister Petz



      Dabei - was gibt es männlicheres als Männer miteinander ?



      Also völlig paradox, die Ausage, von wegen unmännlich - gerade sehr männlich müsste es doch in dem Fall heißen. 😇

  • Wahrig (u.a. der DUDEN) geben keine HInweise auf homophobe Verwendung:



    www.dwds.de/wb/Warmduscher

  • Schön, was wir für Sorgen haben! Geht es auch noch ohne Sprachpolizei?



    Ich bin Warmduscher ( weil ich nicht gerne kalt dusche ) und Schattenparkter ( weil ich keine Hitze im Auto mag).

    Und jetzt: wer oder was bin ich ?

  • Der Warmduscher ist in einer Liga mit …



    Ampeldrücker



    Auf-Vorfahrt-Verzichter



    Backofen-Vorheizer



    Badekappen-Träger



    Beckenrand-Schwimmer



    Benzinpreis-Vergleicher



    Beutelreis-Kocher



    Bier-aus-Glas-Trinker



    Brezelsalz-Abpopeler



    Elektrogriller



    E-Mail-Archiviere



    Fahrrad-Bergauf-Schieber



    Familienfoto-auf-den-Tisch-Steller



    Federbetten-Lüfter



    Fischgrätenentferner



    Fischstäbchen-Esser



    Foliengriller



    Frühbucher



    Früh-ins-Bett-Geher



    Gebrauchsanweisungs-Leser



    Gel-Sattel-Fahrer



    Glatteis-Streuer



    Hämorroiden-Kissen-Sitzer



    Handtuch-Bügler



    In-Fahrtrichtung-Sitzer



    Joghurt-Becher-Spüler



    Kalorienzähler



    Klobrillen-Runterklapper



    Kontoauszugs-Überprüfer



    Länderspiel-Daumendrücker



    Malzbiertrinker



    Maßkrug-Zweihand-Stemmer



    Motivsockenträger



    Nasenhaar-Schneider



    Parkscheinlöser



    Problemfilm-Gucker



    Pullunderträger



    Regenflüchter



    Sauna-Unten-Sitzer



    Schnaps-nicht-ex-Trinker



    Simon&Garfunkel-Punk



    Sissy-Filme-Gucker



    Strohstern-Bastler



    Tempo-30-Fahrer



    Textmarkerbenutzer



    TÜV-Geher



    Volkshochschulkurs-Teilnehmer



    Vorwärtseinparker



    Weichkäse-Esser



    Zu-früh-Kommer

    • @JC Kay:

      👍

    • @JC Kay:

      @JC Kay



      ...klingt irgendwie alles so voll nach CDU 🤡 - vorallem " Zu früh Kommer " aber immer noch besser als CSU🥳 - gar nicht Kommer 😂🤣😂

  • Ziemlich traurig, wie viele Heterosexuelle hier erklären, keinen Zusammenhang zwischen Warmduscher, Warmer Bruder und Homosexueller zu (er)kennen. Das muss selektive Wahrnehmung sein. Mir war das als Beleidigung für Schwule auch bekannt, aber "schön", wenn hier erklärt wird, dass das ja nicht sein kann und Sommerloch und so. Manche sind halt nur aufgeklärt, solange es nicht um Gedöns (Frauen, Gender, usw.) geht.

    • @DieLottoFee:

      Jaja, und manche gebrauchen das W-Wort besser gar nicht... oder ziehen sich warm an. War "Lottofee" nicht auch mal diskriminierend gemeint?

    • @DieLottoFee:

      Es erklären hier auch einige Homosexuelle, dass für sie dieser Zusammenhang nicht existiert.....

    • @DieLottoFee:

      Sie können Google befragen.

      Sie finden viele Definitionen.

      In einen Zusammenhang mit Homosexualität stellt sie keine.

    • @DieLottoFee:

      Dass ich heterosexuell wäre, ist eine gemeine Unterstellung.

      Und dass Warmduscher eine Beleidigung sei, ebenso. Ich habe das Wort immer nur als milden Spott erlebt und gebraucht.

      Mag sein, dass ich als Kind der 70er Jahre in Süddeutschland einen anderen regionalen Gebrauch des Wortes erfahren habe. Vielleicht liegt die selektive Wahrnehmung an der Stelle mal auf der anderen Seite?

      Und im übrigen: Als schwuler Mann stehe ich mittlerweile fest genug auf dem Boden, um nicht jeden blöden Spruch als Beleidigung empfinden zu müssen. Es macht nämlich durchaus einen Unterschied, wer was wann sagt und mit welcher Absicht. Man kann auch ohne verdächtige Worte sehr harte Beleidigungen ausdrücken.

      Und Apropos Absicht: Absichten und Wesenszüge zu unterstellen, die man mangels Kenntnis des Gegenübers nicht kennen kann, tut keiner Diskussion einen Gefallen.

      • @Helmut Fuchs:

        > Ich habe das Wort immer nur als milden Spott erlebt und gebraucht.

        So habe ich das auch immer wahrgenommen. Aber als Hete bin ich mir nie ganz sicher ob ich es da nicht mit einer stark gefilterten Wahrnehmung zu tun habe.



        Danke.

    • @DieLottoFee:

      Natürlich werden Schwule als Warmduscher verunglimpft - Warmduscher wird aber nicht exklusiv für Schwule verwendet sondern kann für Männer insgesamt verwendet werden.



      Damit ist das Wort nicht allgemein homophob, sondern nur im Kontext.

      • @MK:

        Wieso sollte man nur Männer Warmduscher nennen?

        • @Matt Olie:

          Weil mit dem Begriff Männer die Männlichkeit anderer Männer abwerten.

          Die fehlende Männlichkeit bei Frauen abzuwerten, ist witzlos.

          Da genügt schon: " Du Frau.".

      • @MK:

        Ganz genau! Und hier wird der Kontext werbewirksam benutzt: der Männerfußball als eine der letzten Bastionen hart kämpfender, nicht-schwuler, nicht zimperlicher Männlichkeit.



        Da ich den Werbespot(t) nicht selbst gesehen habe, frage ich mich, wer hier eigentlich wen verspot(t)et: die Sportler sich selbst für ihr Härte-Image, oder die Wärmepumpen-Firma für ihre geringe Wärmeleistung.



        Naja, so oder so, Schwule werden dadurch sicher nicht zu Kunden.

    • @DieLottoFee:

      Was hat "warmer Bruder" mit "Warmduscher" zu tun? Genau. Gar nichts.

  • Ich finde die Verwendung von "Warmduscher" als Abwertung bescheuert und gebe das bei den wenigen Gelegenheiten, wo ich es höre, auch sehr deutlich zur Kenntnis.

    Es ist einfach von der Logik her bescheuert. Die ganz überwiegenden Mehrheit de Menschen duscht gern warm. So ein blöder, verzweifelter Versuch von einer bestimmten Art Mann, sich selbst auf und andere abzuwerten, saublöd.

    Allerdings kenne ich die im Artikel als zwingend gezogene Verbindung, damit sei jemand als schwul geoutet, so nicht.

    Ja, dieselbe Art Blöd-Mönner witzelt und abwertet als schwach und feminin = negativ (ich sag ja, bescheuert) was sie eben homosexuellen Männern so zuschreiben an Klischees.

    Die werten aber "breitbandig" andere ab, im Versuch der Selbsterhöhung, das zielt nicht notwendigerweise auf Schwule.

    Was von denen immer abgewertet wird, ist Weiblichkeit bzw. Frauen zugeschriebene, aufgepappte Etiketten. "Weibisch" halt als maximale Entwertung eines Mannes.

    Das ist alles nervig und Zeichen von zu schwachem gesunden (!) mönnlichen Selbstbewusstsein, dass so etwas nicht bräuchte.

    Aber gezielt gegen Schwule ordne ich "Warmduscher" nicht ein. Es outet vielmehr den Sender als schwachen Idioten.

    • @GoJoRow:

      Natürlich ist der Begriff quatsch.



      Ich kenne das auch nur aus dem Kontext unter Jugendlichen oder wenn man sich unter Freunden ein bisschen aufziehen will.



      Welcher halbwegs erwachsene Mensch nutzt denn Warmduscher als Schimpfwort oder zur Abwertung? Da kann man ja auch gleich mit Wattekugeln werfen...

  • Dass ein "Warmduscher" ein homosexueller Mann sein soll, wäre mir neu. Ich kenne das nur als (leicht) spöttische Bezeichnung für einen Menschen, der es gerne bequem mag.

  • Den Begriff „Warmduscher“ kenne ich als Bezeichnung für „nicht harte“, also nicht ultramaskulin die Zähne zusammenbeißende Männer. Der Vorwurf der „Verweichlichung“ ist zwar reaktionär, aber meiner Wahrnehmung nach eher nicht explizit homophob konnotiert. Ähnlich wie „Weichei“ oder „Sitzpinkler“.

    • @Kawabunga:

      Kann man so sehen.

      Eine andere Interpretation: Warmduscher sind verwöhnte, weinerliche, kompizierte und neurotische Menschen, die egoistisch auf ihre Extravaganzen bestehen. Quasi das Gegenteil von Resilienz...

  • Obwohl auch mir neu ist, daß „Warmduscher" ein Synonym für Schwule sein soll, kann ich die Assoziation nachvollziehen. Leider ist der „missing link“, das gemeinsame Dritte zwischen den beiden Worten, der die Aufregung verständlich machen kann, nicht so richtig ausformuliert. Ich ergänze hier mal: verweichlicht, verweiblicht, ein Versager und Verräter an der Männlichkeit, unbrauchbar für den Kampf. Und was könnte männlicher sein, als Männerfußball?! Der ist nunmal nichts für ...



    Ich bin mir nicht sicher, ist das nun ein gutes Zeichen, daß diese Assoziation so vielen Foristen hier gar nicht in den Sinn kommt?

    • @Selbstauslöser:

      Männerfussball ist mir zu homoerotisch. Wenn schon unbedingt "Profisport", dann irgendwas mit Frauen...

  • Wie unterschiedlich die Erfahrungshorizonte doch inzwischen sind! In den 1970/80'er Jahren war der Begriff "Warmduscher" ein gängiges Synonym für "Schwuchtel" in der BRD. Bis 1994 hatte das ja auch noch eine weitergehende Bedeutung. Wie das in der DDR war, in der die Entkriminalisierung homosexueller Handlungen ja schon ca. 30 Jahre früher stattgefunden hatte, weiß ich nicht.

    • @Tian:

      Ich glaube, Sie verwechseln das mit „warmer Bruder“. Das war ein klar homophober Begriff. „Warmduscher“ hat damit nichts zu tun. Das war ein spassiger Jargon der Yuppie-Ära Ende der 80er / Anfang der 90er und wurde synonym mit „Weichei“, „Beckenrandschwimmer“, etc. verwendet. Meist in der Verneinung (ich bin doch kein Warmduscher!) und war immer ein bisschen mit Angeberei verbunden. „Ich kenne keine Probleme, nur Herausforderungen“ war ein typischer Spruch dieser Zeit und dieses Milieus. Eine Konnotation mit sexuellen Präferenzen gab es nicht. Im Gegenteil, das war die Zeit, in der Homosexualität eher chic war und sich auch in den Firmen viele als schwul zu outen begannen. Ende der 70er und in den 80ern wurde in der Popkultur stark mit mehrdeutiger sexueller Identität gespielt (David Bowie, Boy George, Prince, Michael Jackson etc.), die Rocky Horror Picture Show war Kultfilm, Travestie-Showen und Musicals (Cage aux folles) zogen nach, eher altmodische Künstlerinnen wie Dolly Parton oder die Kessler-Zwillinge profitierten ganz bewusst von ihrer Beliebtheit in diesem Milieu. In den 80ern war schwul richtig glamourös.

      • @Oma:

        Also Ihre Interpretation der 80er ist sehr einseitig.

        Googeln Sie bitte mal "General Kiesling". Das war die Realität in der Welt jenseits des Glamours. Wir sprechen nämlich auch von einer Welt, in der die konservative Revolution gefeiert wurde ( Reagan, Thatcher, Kohl ect.).

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Sicher gab es auch Bereiche der Gesellschaft, die anders tickten. Auf dem Land waren die Leute bestimmt weniger offen.



          Zur Kießling-Affäre: immerhin haben die liberale Presse und die Empörung der Öffentlichkeit damals zu einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss geführt, der Kießling entlastete. Wörner mußte sich entschuldigen.



          Eine nicht offen gelebte Homosexualität ist auch heute noch in sicherheitsrelevanten Bereichen problematisch, vgl. die Affäre um den schwedischen Sicherheitsberater Tobias Thyberg letztes Jahr. Er hatte seine Grindr-Kontakte bei der Sicherheitsüberprüfung verheimlicht, weshalb er als erpressbar eingeschätzt wurde. Sein Fehler war, nicht offen damit umgegangen zu sein. Das Problem ist nicht die Homosexualität, sondern das Verschweigen. Wer nichts verheimlicht, ist nicht erpressbar.

  • Also ich kenne die Bezeichnung "Warmduscher" für angeblich weiche Männer. Allerdings wird er eben sehr oft auf Schwule bezogen, weil diese ja lt. Klischee "weich" sind. Dass das hier viele nicht wissen wollen, wundert mich.

    Andererseits wundert es mich auch, dass Menschen die Zeit haben, sich über jeden dämlichen Werbespot aufzuregen und ihn an die große Glocke zu hängen. Es gibt sinnvollere Beschäftigungen und größere Bedrohungen.

  • Ein Warmduscher ist das Gegenteil vom Kaltduscher. Mit sexueller Präferenz hat das gar nicht zu tun.

    • @Martin Sauer:

      In diesem Universum gibt es bestimmt auch Lauwarmduscher 😁

  • Noch zwei Bemerkungen darf ich mir zum Thema erlauben:



    1



    Tatsächlich geht es bei der Bezeichnung "Warmduscher" keinesfalls ums "warme Duschen". Meistens sagen so etwas Männer über andere Männer, die sie nicht als männlich oder sogar feige erachten - unabhängig davon, ob die nun "warm" oder "kalt" duschen.



    2



    Ist dem werten Kreis hier schon einmal aufgefallen, dass es für "Homosexuelle" unzählige (meist) diskreditierende Begriffe gibt - für "Heterosexuelle" aber keinen einzigen. Oder irre ich mich da? Auch ich lerne ab und zu etwas neues! Also los geht's - her mit den miesen Begriffen zu Homosexuellen.

    • @Il_Leopardo:

      Wahrscheinlich gibts da gar nichts.



      Die Menschen sanktionieren ja eigentlich immer nur das von der Norm abweichende. Und da Heterosexualität meines Wissens in jeder Gesellschaft deutlich überwiegt gab es wohl nie einen Bedarf sich darüber lustig zu machen oder es zu markieren.



      Die "Hete" im Gegensatz zum "Homo" ist das einzige was mir überhaupt dazu einfällt. Und vielleicht heute noch der "Cis-Mann". Oder vielleicht "Alter weißer Mann".



      Alles wenig griffig. Macht kaum Spaß jemanden damit zu beleidigen ^^

  • Ich kenne diesen Werbespot nicht, aber der Zusammenhang zwischen dem Begriff Warmduscher und homosexuellen Männer begegnet mir in diesem Kommentar zum allerersten Mal. Kann es sein, dass es ein wenig konstruiert ist oder handelt es sich gar um Clickbait mit linken Vorurteilen?

    • @Samvim:

      Tatsächlich habe ich den Zusammenhang auch noch nie gehört.

    • @Samvim:

      Nö, das ist kein Clickbait.



      Das homosexuelle Männer auch als "warme Brüder", "Warmduscher" oder die "Jungs, die mit dem Ellenbogen bügeln können" sind. ist wirklich nur uralte Kamelle.

      • @CR43:

        Warme Brüder, ja. Warmduscher, nein. Die dritte Bezeichnung habe ich noch nie gehört.

  • Zumindest im Raum um Hamburg herum hat der begriff "Warmduscher" nichts mit Homosexualität zu tun.

    • @Andreas Schulz:

      Im Raum Berlin auch nicht.

  • Sommerloch? Wenn es nichts zum Aufregen gibt, dann muss man nicht unbedingt eine Aufregung konstruieren. "Warmduscher" als Aufreger ist echt zu billig. Wer das als Synonym für Homosexualität versteht, will einfach unbedingt etwas finden.



    Ich habe das noch nie in dieser Bedeutung gehört, gelesen und auch nach einer Suche im Internet bleibe ich überzeugt, dass das hier nach Autorenwillen zurechtgebogen wird.

    Sowast ist langweiliger Bärendienst.

  • Wenn man schon aus dem Duden zitiert sollte man dies auch korrekt tun. In meiner Ansicht von Warmduscher auf duden.de steht folgernder ergänzender Hinweis.



    „ In bestimmten Situationen wird die maskuline Form (z. B. Arzt, Mieter, Bäcker) gebraucht, um damit Personen aller Geschlechter zu bezeichnen. Bei dieser Verwendung ist aber sprachlich nicht immer eindeutig, ob nur männliche Personen gemeint sind oder auch andere. Deswegen wird seit einiger Zeit über sprachliche Alternativen diskutiert.“

  • Homosexualität ist erst dann wirklich in der Gesellschaft angekommen, wenn man ungestraft auch schlechte Witze darüber machen darf.

    • @John Grammaticus:

      Schlechte Witze gibt es wohl bereits darüber. Ich warte auf ähnlich schlechte Witze über diese, Sie wissen schon, Heterosexualität, die manche ja anscheinend so ganz offen zeigen müssen.

  • Merke:

    Nicht jeder Begriff, in dem das Wort "warm" vorkommt, ist deshalb per se auf Homosexuelle gemünzt. So auch hier.



    Man kann allenfalls darauf abheben, dass das Wort mit archaischen Männlichkeitsklischees spielt. Aber es bleibt ein Spiel. Denn wenn alle "echten, harten Männer" (gleich welcher sexuellen Orientierung) das Duschwasser kalt ließen, hätten wir ein Klimaproblem weniger. Haben wir aber nicht, und das weiß auch Jeder.



    Und dass umgekehrt nur Schwule dem Klischee des "echten, harten Mannes" widersprächen, würde dem Sinn seiner Verbreitung massiv zuwiderlaufen. Schließlich zielt es doch vor allem darauf ab, dass nach dieser Version besonders maskuline Exemplare der Spezies sich von sexuellen Mitbewerbern absetzen können. Das ergibt nur Sinn, wenn besagte Mitbewerber auch wirklich im gleichen Markt unterwegs sind. ;-)

  • Hätte ich gar nicht zwingend so gelesen.



    Ein eigenartiges Männerbild. Und der Spot ist schon zu verdreht, wenn er so warme Duschen bewerben soll. Moment, vielleicht war er sogar ironisch übers alte Klischee, und jemand hier wollte sich einfach nur aufregen und auf das CSD-Thema hoppen?



    Ich werde es nicht wissen, denn ich schaue mir das nicht an. Doch ich frage mich schon.

  • Ich unterstütze diesen progressiv gedachten Artikel und verabscheue die Werbemafia.



    Dana Müller hat die subtilen Tricks durchschaut, das ist vorbildlich!

    Und wer meint, hier Sarkasmus zu lesen, darf ihn behalten.

  • Ich bezeichne mich selber als leidenschaftlicher Warmduscher. Noch nie ist mir in den Sinn gekommen, dass das was mit sexueller Ausrichtung zu tun hat.

  • Steht Warmduscher nicht mittlerweile für jemanden, der nicht sparen will? Wer kann sich warm duschen noch leisten? 😉

  • Clickbait mit konstruierter Homophobie. Echt jetzt?

  • Einst füllte sich das Sommerloch mit Krokodilen, die im Baggersee badeten. Jetzt sind es eben Warmduscher und Wärmepumpen.

  • Ich fühle mich als schwuler Mann nicht durch Warmduscher angesprochen. Aber gerade die Autorin scheint da ja einen absolut klaren Zusammenhang zu sehen und herzustellen.

    Vielleicht sollte man erst mal nachdenken bevor man in die Tasten haut.

  • Bin bekennender Warmduscher und sehe keinen Zusammenhang mit sexueller Orientierung was mir auch egal wäre.



    Konstruierte Aufregung ???

  • Ok, ein nicht-aufreger.



    Um es weiter zu führen: man kann froh sein, dass in dem Spot nicht auch noch korrekt gegendert wurde. Oder ist das der eigentliche Skandal?



    Jedenfalls ist die (vermeintliche, denn10000 Aufrufe sind nichts) Aufregung darum dass, was sehr viele Leute über den Begriff „woke“ den Kopf schütteln lässt.

  • Mal abgesehen von der seltsamen Interpretation der Bezeichnung als "Warmduscher"; über Nadiem Amiri gibt es durchaus schwerwiegendes Fehlverhalten zu berichten.

    Ich wünsche mir einen Artikel über diejenigen Spieler, denen sexualisierte Gewalt vorgeworfen wird und darüber, wie das System Fußball sie schützt.



    Auch darüber, dass häusliche Gewalt während großer Turniere regelmäßig steigt.

  • Warmduscher kann man mit "schwul" assoziieren, vor allem wenn man zu den älteren Semestern gehört, muss man aber nicht. Im heutigen Sprachgebrauch heißt "Warmduscher" meines Erachtens schlicht "Weichei". Ich persönlich bin tatsächlich ein "Warmduscher" weil ich kaltes Wasser nicht mag, benutzte den Begriff auch in dem Zusammenhang und bin heterosexuell. Für mich klingt der Artikel wie der Versuch einer Skandalisierung. Kann mir nicht vorstellen, dass Schwule, die mittlerweile in der Gesellschaft gefühlt zu 98% anerkannt sind so unsouverän sind, auf diesen Aufreger-Zug aufzuspringen.

    • @Nachtsonne:

      "Im heutigen Sprachgebrauch"? Ich habe den Ausdruck irgendwann in den 1990ern kennengelernt. Da bedeutete er auch nichts anderes als "Weichei".

    • @Nachtsonne:

      Ich stimme Ihnen zu 100% zu.

    • @Nachtsonne:

      Ne, das früher war der "Warme Bruder".

  • Der Begriff "Warmduscher" hat schlicht NULL mit Homosexualität zu tun. Case closed.

  • Weicheisynonyme, beliebt in den 90ern: Warmduscher, Chefzurückgrüßer, Brötchenüberderspüleaufschneider,... Einen Bezug zu Schwulen gab es nie. Sicher auch nicht für den Wärmepumpenhersteller oder die Mainzer Spieler...



    ... Bitte also etwas zurückschalten. Nicht überall, wo sich jemand empört, steckt ein Skandal drin.

    • @Jens Köster:

      Schattenparker nicht vergessen ;)

      • @Chris McZott:

        Danke, natürlich, der Schattenparker ist sogar sehr wichtig, denn er passt in die Realität der 90er. Heute schaltet man einfach die Klimaanlage an, damals gab es das in den meisten Autos noch nicht.

        • @Jens Köster:

          Die Klimanalage braucht normalerweise etliche Minuten zum Kühlen. Schattenparken ist weiterhin sinnvoll.

  • Ich bin nicht so empfindlich und verstehe auch derbe Zoten. Einige Klöpse (Oberschwuppe, Häkeltranse, Gartentor etc.) schmeißen wir Schwule uns ja regelmäßig selbst an den Kopf und fragen uns mit Hape Kerkeling, ob wir allein die Polkappen zum schmelzen bringen.Allerdings macht der Ton die Musik. "Hinterlader" empfinde ich z.B. als unlustig und verletzend. Es kommt halt sehr auf die Situation und die Intention an.

  • Was ist das für ein Artikel? Der Zusammenhang besteht doch sprachlich garnicht und wird hier reinprojiziert?! Die notwendige Sichtbarmachung von diskriminierender Spache in aller Ehren aber der beschriebene Sachverhalt ist so weit hergeholt das die unterstellte Gleichsetzung der Begriffe schon eher als problematisch gelesen werden kann ;)

  • Ich habe noch nie gehört, dass mit Warmduschern Homosexuelle gemeint sein sollen. Aus dem Artikel geht nicht hervor, dass das Wärmepumpenunternehmen diese Assoziation über die Verwendung dieses Begriffs hervorruft.

    Ja, Homophobie ist Mist. Aber eine "Vermarktung mit Schwulenwitz" kann ich da nicht erkennen.

    • @Karl Schmidt:

      Geht mir auch so, gleiches gilt für "Weichei", das evtl ein Synonym wäre. Homophobie ist das sicher nicht, allenfalls könnte man über Bilder von Männlichkeit diskutieren.

  • Warmduscher ist nicht schwul.



    Natürlich männlich bezogen, sonst müsste es ja WarmduscherInnen heißen.



    Ich würde eher sagen, dass Männer hier pauschal verunglimpft werden, weil nur sie warm duschen. Und das ist nicht Okay.....

    • @Stefan Schmitt:

      Insofern schlage ich vor: in Zukunft nur noch als das W-Wort und nicht mehr ausgesprochen.



      Gedanken mache ich mir auch über den Kalt Duscher, weil der ja eindeutig für das Patriarchat steht. und in Zukunft für die Werbung von Klimaanlagen relevant werden könnte.

  • Well, ich halte das für Blödsinn: weder in Süd- noch in Norddeutschland ist mir das Wort Warmduscher als Code oder Beleidigung für homosexuelle Männer aufgefallen.



    Ich meine, es hat ungefähr so viel damit zu tun wie Schwarzmarkt mit Rassismus.



    Ergo: an den Haaren herbeigezogen, dieser Skandal.

  • Das erfahre ich jetzt zum ersten Mal, dass der Begriff Warmduscher mit Homosexualität assoziiert wird. In meinem Umfeld höre ich den Begriff hin und wieder, bezeichne mich auch selbst so (ich bin das auch wirklich zu 100%, das darf auch jede/r wissen), und es ist immer nur eine "lustige" Bezeichnung für Menschen, die sich nicht so gerne "quälen", durch Unangenehmes durchkämpfen oder etwas weniger diszipliniert sind als andere. Jede/r Mensch ist in der ein oder anderen Hinsicht ein Warmduscher, unabhängig von dessen sexuellen Orientierung.

    Ich verstehe sprachliche Restriktionen und finde sie auch richtig, wie beispielsweise bei "Paprika-Schnitzel". Das Wort "Warmduscher" würde ich aber vermissen, weil, wie erwähnt, ich das ja auch bin. (Weiblich geboren und bisher weiblich gelesen, heterosexuell.) Ich fange aber schon mal an, über eine Alternative nachzudenken.

    • @*Sabine*:

      Ich finde den Begriff nicht lustig. Meist wird dieser Begriff von Männern gebraucht, die andere Männer abwerten wollen, sie für schwächlich oder feige halten.

      • @Il_Leopardo:

        Vielleicht lässt sich ja im Vergleich mit einem anderen Schimpfwort zur 'Aberkennung der Männlichkeit' was klären?



        .



        Sicher auch heterosexuell konnotiert tut es



        so ziemlich jeder- und soll sich dafür schämen katholisch.de/arti...chlechtes-gewissen - "Wichser" bedeutet heute Versager"("loser") de.wikipedia.org/wiki/Wichser



        .



        Ursprünglich auch ein Bild: das des Soldaten, der seinem Offizier, zwecks Demütigung, die Stiefel wachst. Subversiv, gleichzeitig kompensatorisch.



        .



        So werden Rangordnungen definiert und -Werbung! - Geschäfte gemacht, "Verachtung" dabei als essentielle Komponente.



        .



        Aktuell lebt ja das Ideal von eisenharten Nordmännern wieder auf, durch eisige Fluten rudernd, Helden.



        .



        "Sex sells" - was wäre denn, wenn es darum geht, sich auch als "Stiefelwichser" oder eben unter der warmen Dusche doch als so ein gestählter Krieger fühlen zu können (was machen sogar die Norweger nach dem Spiel?), so das ganze obszöne Merchandising getrieben wird?



        .



        Und gleichzeitig die Verachtung bleiben, so der Abstand zu den "wahren Helden" gewahrt bleiben muss, um das "Begehren" in klingende Münze umwandeln zu können?

      • @Il_Leopardo:

        "Lustig" habe ich aus diesem Grund in Anführungszeichen gesetzt, da ich Ihnen durchaus zustimmen kann. Mir ging es darum, wie der Begriff in meinem Umfeld verwendet wird und, dass die Interpretation des Artikelautors für mich vollkommen neu war.



        Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu, dass es selbstverständlich abzulehnen und deutlichst zu kritisieren ist, wenn diese Bezeichnung "unter Männern (?)" abwertend verwendet wird. Bitte sehen Sie es mir nach, dass ich nicht weiß, wie Männer untereinander reden ... da habe ich vielleicht auch etwas naive Vorstellungen.

  • Wie kommst die taz auf den völlig frei erfunden und völlig skurrilen Gedanken mit einem Warmduscher seien Schwule gemeint? Das ist schlichtweg falsch und findet sich im deutschen Sprachraum so auch nicht wieder.

    • @Wombat:

      Wenn das also ein so harmloser Begriff ist, warum führte die Äußerung von Harald Schmidt 1998 zu einer juristischen Auseinandersetzungen mit dem Deutschen Fußball-Bund, bei der Schmidt laut Wikipedia im übrigen unterlag? Ich sag's Ihnen: Weil Mitglieder der Nationalmannschaft niemals auch nur ansatzweise in einen gewissen Verdacht kommen dürfen. Nein, das darf nicht sein. Deutsche Nationalspieler sind doch keine Warmduscher und niemals "warme Brüder".

      • @Il_Leopardo:

        Man beachte bitte die UND-Verknüpfung.



        Wenn ich sage dass Alice W eine Kampflesbe und Nazischl*** sei, ist ersteres homophob, Nazi* aber sicher nicht.

        • @MK:

          Ich finde beide Begriffe total unangebracht. Und durch das Wort "und" will man einen Zusammenhang herstellen zwischen sexueller und politischer Präferenz.

        • @MK:

          Ich sag's gerne nochmal (siehe weiter unten): Es ist kein Zufall, dass Herr Schmidt das "und" gebrauchte. Er stellte damit einen Zusammenhang zwischen Schwuchtel und Warmduschen her. Was daran ist eigentlich nicht zu verstehen?

          • @Il_Leopardo:

            Nein, das "und" stellt diesen Zusammenhang keineswegs her, es kann genauso gut als Abgrenzung der Begriffe aufgefaßt werden.

      • @Il_Leopardo:

        Wikipedia ist keine vertrauenswürdige Quelle. Es kam zu einer außergerichtlichen Einigung zwischen Schmidt und dem DFB in der Sache damals. Was es allerdings gab war ein Erfolg für Jürgen Klinsmann gegen Harald Schmidt in einem separaten Rechtsstreit. Dabei ging es aber um die Schwabenschwuchtel also eine doppelte Beleidigung und nicht mehr um den Warmduscher.

      • @Il_Leopardo:

        Die juristische Auseinandersetzung erfolgte wegen dem Wort Scwabenschwuchteln und nicht warmduschern.

        • @Tamara Bunke:

          Auch Richter blicken nicht immer voll durch. Sie wollten oder konnten den Zusammenhang nicht erkennen. Die heutigen Richter sind da sicher "sensibler" - das ist jedenfalls meine Hoffnung!

      • @Il_Leopardo:

        In der Wikipedia steht zu Warmduscher: "Popularität erreichte der Begriff durch einen Gag von Harald Schmidt während der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 über die Nationalspieler Lothar Matthäus und Jürgen Klinsmann, in dem die Ausdrücke „Schwabenschwuchtel“ und „Warmduscher“ vorkamen. Die Äußerung führte zu juristischen Auseinandersetzungen mit dem Deutschen Fußball-Bund,[2] bei denen Schmidt unterlag."

        Nun, der Begriff ist älter als der Schmidtsche Gag. Auch wenn er laut Wikipedia durch Schmidt an Popularität gewonnen hat.

        Und ich habe mir nicht die Mühe gemacht, das Urteil zu suchen und zu lesen – aber es dürfte das Wort "Schwab…wuchtel" doch deutlich gewichtiger in der Bewertung gewesen sein. Und in dem Zusammenhang dürften Richter, die den Begriff Warmduscher noch nie gehört haben, auch eine Einordnung des Wortes getroffen haben, die dem Sprachgebrauch NULL entspricht.

        Mir ist neu, dass diese Episode den Begriff Warmduscher neu definiert haben soll. Ich halte das, gelinde gesagt, für Quatsch.

        • @Helmut Fuchs:

          Den Zusammenhang zwischen "Warmduscher" und "schwul" hat doch Harald Schmidt "erfunden" als er offensichtlich Jürgen Klinsmann, der aus dem Schwabenland stammt, als „Schwabenschwuchtel“ und „Warmduscher“ bezeichnete.

    • @Wombat:

      Ich weiß es auch nicht. Warmduscher habe ich nie als auf Schwule bezogen verstanden. Und homophob? Muss das Empörungsregister immer gleich bis zum Anschlag ausgezogen werden?

      Neulich hatte ich eine Diskussion, in der mir ernsthaft erklärt wurde, Zombiefilme seien homophob. Dass das eine von vielen möglichen Deutungen sein kann, geschenkt. Aber Nein, es war für die Person eindeutig.

      Ermüdend.

      • @Helmut Fuchs:

        Na, dann gucken sie mal auf diese Seite:



        www.queermdb.de/ta...e/#google_vignette

        • @Il_Leopardo:

          Und was wollen Sie mir mit dem Link sagen?

          • @Helmut Fuchs:

            OK, noch etwas Nachhilfe: Es geht auf der Seite um mehrere Zombiefilme mit homosexuellem Kontext.

            • @Il_Leopardo:

              Das habe ich bereits verstanden. Aber immer noch nicht, was Sie damit aussagen wollen.

              Ich brachte das Beispiel nur an, weil es mir immer häufiger begegnet, dass irgendwelche Deutungen (die man nach Fall und Kontext auch durchaus machen kann) als allgemeingültig behauptet werden und dann daraus Diskriminierung und Verletzung abgeleitet werden.

              Sich Schuhe, die nicht passen, anzuziehen und sich dann zu beklagen, dass sie weh tun ist nicht produktiv, meine ich. Und mich ermüdet dieses Phänomen in wachsendem Maße.