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„Frühstartrente“ für Kinder Omas Sparschwein 2.0

Barbara Dribbusch

Kommentar von

Barbara Dribbusch

Künftig sollen Sechsjährige vom Staat 10 Euro pro Monat aufs Konto bekommen, um fürs Alter vorzusorgen. Die Argumente dafür sind mehr als schräg.

F rüher lief die Sache mit dem Sparen so: Oma schenkte ein Sparschwein zum Geburtstag und steckte, um die Kleine an das Geld und an die Sparsamkeit heranzuführen, 3 Mark in das Schweinderl. Wenn das Kind jetzt jede Woche vom Taschengeld etwas abknapsen und in das Tierchen stecken würde, dann, so lautete das Versprechen, hätte man irgendwann mal so viel Geld zusammen, um sich die große gelbe Schwimmente zu kaufen. So weit die Erinnerung der Boomerin. Das Sparschwein von heute heißt: „Frühstartrente“. Und die Oma sieht aus, als hätte sie sich als Lars Klingbeil verkleidet.

Der am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf zur „Frühstartrente“ sieht vor, dass der Staat im Monat 10 Euro auf das Konto aller Sechsjährigen in Deutschland ab dem Jahrgang 2020 einzahlt. Jedenfalls dann, wenn die Eltern ein entsprechendes Altersvorsorgedepot bei einer Bank eröffnen.

Tun sie das nicht, können sie die Förderung aber auch irgendwann mal rückwirkend beantragen. Mit der milden Gabe soll die „finanzielle Bildung“ gefördert werden, „indem schon Kinder und Jugendliche sich mit Fragen der Vorsorge beschäftigen“, erklärt Bundesfinanzminister Lars Klingbeil. Bis zum 18. Lebensjahr sollen die monatlichen 10 Euro fließen, was insgesamt ein staatliches Geschenk von 1.440 Euro macht.

Zurück auf Los!

Mit Volljährigkeit könne das Depot dann „bis zum Renteneintritt durch eigene Einzahlungen weiter bespart werden“, heißt es aus dem Finanzministerium. Die Gabe vom Staat soll also vor allem auch eine Art pädagogischer Anreiz sein, sich mit Aktienfonds, Rentenpapieren, Immobilienfonds und Co. zu beschäftigen. Demnächst könnte die Bundesregierung eine Art Monopoly mit dem Thema „Sparen fürs Alter“ herausbringen. Wer nicht geschickt agiert oder wen das Würfelglück beziehungsweise Investitionsglück verlässt, für den heißt es: „Gehen Sie zurück auf Los!“

Ein wenig Geld an die Kleinen zu verteilen, auf dass sie oder ihre Eltern an die Finanzmärkte herangeführt werden, wirkt ein wenig aus der Zeit gefallen. Denn die 10 Euro fließen unterschiedslos, also auch an reiche Kinder mit Erbschaftserwartung, deren Eltern sich mit Investments gut auskennen. Und die Armen könnten mit den 10 Euro im Monat nicht die Streichung des Sofortzuschlags von 25 Euro im Monat kompensieren, den ebendiese Bundesregierung aktuell für Hunderttausende Kinder und Jugendliche plant.

Dass man mit sechs Jahren nicht für eine Schwimmente, nicht für eine spätere Ausbildung, nicht für einen Immobilienerwerb bei der Familiengründung, sondern eben schon als Kind fürs Alter sparen soll, zeigt überdies eine bedrückende Wahrheit: Aus dem kollektiven Sicherungssystem ist in Zukunft nicht mehr allzu viel zu erwarten, nach gegenwärtiger Lage.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Barbara Dribbusch

Barbara Dribbusch Redakteurin für Soziales

Redakteurin für Sozialpolitik und Gesellschaft im Inlandsressort der taz. Schwerpunkte: Arbeit, soziale Sicherung, Psychologie, Alter. Bücher: "Schattwald", Roman (Piper, August 2016). "Können Falten Freunde sein?" (Goldmann 2015, Taschenbuch). Kontakt: dribbusch@taz.de
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131 Kommentare

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  • Machiavelli

    Die nationalen Perspektive von Mackenroth ist veraltet. Die globalen Perspektiven eine Binse. Wirtschaft global Denken heißt nicht zu glauben Die Welt zu retten sondern globalen nach Möglichkeiten für deutschen Wohlstand zu suchen und zu verstehen das wirtschafts und Sozialpolitik die Globalisierung anerkennen muss um Lösungen für Deutschland zu finden. Angebotsorienterte Wirtschaftspolitik und Umverteilungsysteme sind in einer globalisierten Wirtschaft der Holzweg. Was wir brauchen ist ein nationaler wohlstandsfond der Deutschland unabhängiger macht von einer schrumpfenden arbeitsbevölkerung.

    • Wonko the Sane

      @Machiavelli:

      Du forderst sehr deutlich ein Umverteilungssystem in einer globalisierten Wirtschaft, wenn du glaubst, Deutschland könne sich langfristig ausländische Profite aneignen. Dass du gleichzeitig Umverteilungssysteme ablehnst, zeigt, dass du das Mackenroth-Theorem auf globaler Ebene nicht verstanden hast - von Binse kann also wohl keine Rede sein.

  • David Lejdar

    Meiner Ansicht nach, macht es eher Sinn Geld in Bausparverträge zu legen, wo man dann darüber reden kann, ob Teil "finanziell verwaltet"... Aber an erster Stelle geht es darum, etwas mit eigener Bleibe zu helfen, auch wenn es nur um Erstausstattung in Miete geht, und dann später der Rest um z.B. geerbtes Haus zu renovieren, u.ä. Und das ist dann Geld, das in die lokale Wirtschaft geht, statt für Krypto-Lotto verwendet, oder Auto, das in Wert schnell verfällt, u.ä.

    • Biker-Ffm

      @David Lejdar:

      Sorry, aber beim Bausparvertrag können sie das Geld auch unters Kopfkissen legen. Der macht allenfalls Sinn wenn man irgendwann einen preiswerten Kredit will.

      Ein ETF hat nix, aber auch gar nix mit Krypton Lotto zu tun. Beispiel : mein ETF "social responsible" der sich auf sozial verantwortungsvolle Unternehmen konzentriert hat in 5 Jahren +30% erwirtschaftet, da lässt sich dann viel eher mal ne Erstausstattung finanzieren, oder ein Grundstock fürs Alter aufbauen.

      • makei1200

        @Biker-Ffm:

        Geld ist eine Schuldner-Gläubiger- Beziehung. Somit können sie "in Geld" nicht sparen. Die gesamte Geldmenge entspricht immer der gesamten Schuldenmenge.

        Wenn sie in 20 Jahren in Rente gehen, können sie nur das konsumieren, was auch in 20 Jahren produziert wird. Das hat nichts damit zu tun, was sie heute gespart haben.

        Wenn ihr Fonds 30% Rendite macht, dann haben andere Akteure Wertpapiere gekauft und damit die Nennwerte erhöht. Dieses Geld wurde aber dem Wirtschaftskreislauf entzogen (also gespart).

        Unternehmen produzieren und zahlen Löhne, aber die Sparer:innen konsumieren dessen Produkte nicht, sondern bringen das Geld auf den Kapitalmarkt. Somit müssen andere die Produkte kaufen und sich verschulden oder die Produktion sinkt.

        Genau das ist eine Schuldner-Gläubiger-Beziehung. Sie sparen und andere verschulden sich. Suchen sie im Internet oder vielleicht bei YouTube Begriffe wie "Finanzierungssalden" oder "sektoriale Salden". Dann werden sie mehr hierüber erfahren.

      • Francesco

        @Biker-Ffm:

        Und wie macht der ETF das?

        • Biker-Ffm

          @Francesco:

          Googlen oder hier Nachlesen:

          www.greenvest.de/fonds/lu0950674332/

          Der etf mag nicht der beste sein, aber er geht zumindest in die richtige Richtung, denke ich

  • test_name

    Was soll der Unsinn? 6Mio neue Konten mit Kleinstbeträgen verwalten? Alles auf ein Konto und jeder Jugendliche bekommt beim Erreichen des Rentenalters eine Zuteilung.



    .



    Dann hat man gleich den Einstieg in ein Versorgungswerk, in das jeder, der eine Rente haben will einzahlen kann.

    • Biker-Ffm

      @test_name:

      Das Geld soll aber die Leute motivieren selbst noch was draufzulegen , das geht besser wenn man selbst sieht wie es mehr wird. Außerdem kann jeder irgendwann selbst entscheiden was er damit macht. Menschen sind individuell.

    • Alex_der_Wunderer

      @test_name:

      @ test_name



      Gute Idee - vielleicht lässt sich ja auch bei BlackRock was wuppen, hat da nicht so ein sich kürzlich zum Kanzler gekürrter gelassender Typ, aus dem Bundestag ne' Connection hin ?

  • Weiterdenken3

    warum bekommen das nicht alle unter 18?

    • Biker-Ffm

      @Weiterdenken3:

      Da geb ich ihnen vollkommen recht 👍.

  • Pico

    Und wenn die Aktien einbrechen, was man durchaus erwarten kann, dann war es eine Fehlinvestition. Aber sofern man nicht selbst noch was dazu legt, kann man dieses Spiel durchaus mitmachen. Dass die Sprösslinge der Oberschicht diese 10 € im Monat auch bekommen, zeigt halt die soziale Ader dieser vorübergehenden Regierung.

    • EffeJoSiebenZwo

      @Pico :

      Das wird in den Jahrzehnten zwischen 6 und Rente sicher ein paar Mal passieren, ist ja nicht ungewöhnlich und auch nicht wirklich schlimm. Kauft man dann danach halt wieder etwas günstiger ein, im Lauf der Jahre wird das dann kompensiert, wenn es nicht einen kompletten Systemwechsel gibt.

      Wichtig ist aber , am Ende nicht alles zum gleichen Zeitpunkt bei Rentenbeginn aufzulösen (weil es dann tatsächlich blöd ist, wenn am Tag zur die Märkte einbrechen), sondern in angemessenem Abstand vorher in Etappen.

  • Ricky-13

    "Bei ausbleibendem, konsequentem Klimaschutz droht laut Warnungen wissenschaftlicher Verbände im Jahr 2050 ein Worst-Case-Szenario von bis zu 3 Grad Erderwärmung. Und ohne eine sofortige radikale Kehrtwende steuert man bis zum Jahr 2100 auf (fast) unbewohnbare Zonen auf der Erde und den Zusammenbruch ganzer Ökosysteme zu." [Umweltbundesamt]

    taz: ***Künftig sollen Sechsjährige vom Staat 10 Euro pro Monat aufs Konto bekommen, um fürs Alter vorzusorgen.***

    Sechsjährige sollen also "künftig"(?) 10 Euro pro Monat fürs Alter bekommen. Fangen wir doch spaßeshalber gleich mal im Jahr 2026 an und gehen wir davon aus, dass der jetzt Sechsjährige mit 70 in Rente geht. Man muss keine höhere Mathematik studiert haben, um leicht auszurechnen, dass man dann im Jahre 2090 ist. Was sagte das Umweltbundesamt noch mal, wie das Jahr 2100 aussehen könnte?

    Das Problem ist und bleibt der Klimawandel, aber der wird von CDU/CSU/SPD-Politikern mal wieder geschickt verschwiegen. Man erzählt den Bürgern etwas von "Frühstartrente für ihre Kinder", damit die Bürger auch weiterhin ihr Hirn nicht einschalten und das klimaschädliche Monopolyspiel reibungslos in die nächste Runde gehen kann.

    • Biker-Ffm

      @Ricky-13:

      Also nur noch Klimawandel und alle anderen Probleme ignorieren? Ich erwarte von einer Regierung, egal von welcher Partei, dass die Multitasking fähig ist und mehrere, am besten le Probleme angeht, die es gibt.

      • Ricky-13

        @Biker-Ffm:

        ***Also nur noch Klimawandel und alle anderen Probleme ignorieren?***

        Ist das alles, was Sie aus meinem Kommentar ziehen?

  • Günter Witte

    All die, negativen, Kommentare zu diesem Vorschlag zeigen deutlich woran Deutschland krankt. Der Staat wird als Vollversorgungsversicherung angesehen der MIR alles Absichern muss was ich haben möchte, egal ob das finanzierbar ist oder nicht. Wenn der "böse" Staat das aber nicht tut/kann, dann wähle ich aus Protest Radikale Parteien, wo es dann egal/ausgeschlossen ist ob die das können.

    • Janix

      @Günter Witte:

      Nö. Muss der Staat nicht. Subsidiarität ist natürlich ein berechtigter Hinweis und ein gutes Rezept. Und die Rechtsextremen sind noch unseriöser als Lindners Steuer"konzepte" damals, deutlich sogar.



      Die Linken hingegen sind wirtschaftspolitisch SPD 1998, also schon moderat links, bis auf einzelne Punkte. Nur, falls sie die meinten.

      Es sind übrigens gewöhnlich vermutlich durchaus reichere Männer hier, die ihr 'Recht' einfordern, fliegen, autofahren, steakessen, kreuzfahren ... zu dürfen. Egal, ob das volkswirtschaftlich und ökologisch finanzierbar ist oder nicht.

      Einzelne nehmen Elterngeld & Co. voll mit, und was Steuerberater noch an Tricks in petto haben. Während die Arbeiterfamilie häufig nicht mal die zustehenden Leistungen des Staats annehmen will.

      Worauf ließe sich womöglich einigen? Der Staat ist nicht dafür da, Erb-Privilegien in die x-te Generation zu verewigen. Das heißt: Jeder und jede leistet bitte selbst den Beitrag und zusammen schaffen wir uns eine nachhaltig gute Zukunft, solidarischer als heute.

      • Günter Witte

        @Janix:

        "Die Linken hingegen sind wirtschaftspolitisch SPD 1998",



        also die Regierung Schröder. Die haben ja gleich mal den Spitzensteuersatz des Sozialisten Kohl mächtig gesenkt. Steuersenkung für Reiche ist ja genau das wofür die Linke steht.

        • Janix

          @Günter Witte:

          Leider falsch, Sie beschreiben 1999.

          • Günter Witte

            @Janix:

            Schröder wurde am 27.10.1998 zum Kanzler gewählt. Wo bitte ist jetzt hier mein Fehler ???

            • Janix

              @Günter Witte:

              Mit Ihrem Vornamen nehme ich an, dass Sie 1998 bewusst erlebten. Lafontaine hatte die SPD modern-sozial-selbstbewusst aufgestellt und zielte mit Wahlprogramm und in seiner Ministerrolle auf eine deutlich soziale Politik und auch wirtschaftlich soziale. Damit schaffte die SPD eine klare Alternative und einen Kantersieg gegen die CDU/CSU.



              März 1999 war Lafontaine jedoch klar, dass das im Faktischen durch den eingeseifften Schröder blockiert wurde wie auf internationalen Widerstand des Finanzkapitals stieß, er warf hin.



              Das ist der Unterschied von 1998 und 1999. Und die aus sozialer Sicht richtig unschönen Dinge unter Rot-Grün kamen noch später.

      • Ahnungsloser

        @Janix:

        Wer hat Schuld, wenn "...die Arbeiterfamilie häufig nicht mal die zustehenden Leistungen des Staats annehmen will"?



        Der Staat, die Reichen? Oder vielleicht doch die Arbeiterfamilie? Was und wer auch immer mit diesem Titel auch gemeint ist.

        • Janix

          @Ahnungsloser:

          Ich weise darauf hin, dass Solidarität und Wir-nehmen-nichts-vom-Staat laut Studien ungleich verteilt ist. Ärmere beherrschen auch das Zweitgenannte paradoxerweise öfter.



          Dieses "Höhöhö, ich bin doch nicht doof. Selber schuld" kommt eher von reicheren Schichten gemeckert.

          • Ahnungsloser

            @Janix:

            Ich weiß nicht woher sie ihre Theorie nehmen.

            • Janix

              @Ahnungsloser:

              Nicht Theorie, sondern diverse Studien. Sie finden Sie. U.a. hier in der taz immer mal wieder aufgeführt.

              • Ahnungsloser

                @Janix:

                Also wird z.B. Wohngeld nur von „Reichen“ beantragt? Oder andere Zuschüsse? Und könnten sie bitte den Begriff „Arbeiterfamilie“ definieren?

                • Janix

                  @Ahnungsloser:

                  Reiche haben keinen Anspruch auf Wohngeld, falls ich die Binse aussprechen sollte.



                  Die erfreuen sich z.B. eines Elterngelds, das bei hohen Einkünften für ein Kind höher liegt als bei niedrigen Einkünften.



                  "Arbeiter" hat zwei Kompenten: Habitus und Einkommen.

  • Alex_der_Wunderer

    Auf welches von den vielen Konten der sechs jährigen Mitmenchen der zukünftigen Mitmenschen und Steuerzahler werden denn die 10 Euro's gezahlt ?



    Sind diese Einnahmen Steuerfrei ?

  • Nachtsonne

    Welches Problem wird durch dieses Vorschlag gelöst? Genau, keines. Kein Wunder, dass die Politikerverdrossenheit zunimmt.

    • Ahnungsloser

      @Nachtsonne:

      Einfach mal so dagegen, da der Vorschlag von der falschen Seite oder auch mal andere Vorschläge? Kein Wunder dass die Politikerverdrossenheit zunimmt

    • Biker-Ffm

      @Nachtsonne:

      Dieses Instrument sollte es heißen

    • Biker-Ffm

      @Nachtsonne:

      Natürlich ist fiese Instrument keine Wunderwaffe die alle Probleme löst, aber es ist ein Baustein.

      Alles Schlechtreden lost erst Recht keine Probleme!

  • Philippo1000

    Es sollte sich eigentlich herumgesprochen haben, dass die Privatinsolvenzen in unterschiedlichen Schichten deutlich zunehmen.



    Ursächlich hierfür sind oft Konsumartikel, Abos bei Streaming Diensten, etc. .



    „Sparen“ ist out.



    Über seine Verhältnisse leben ist hingegen üblich.



    Das ist eine bedenkliche Entwicklung.



    Zwischen den 10€ fürs Rasen mähen und dem gewünschten E Bike oder Handy liegen Welten.



    Es ist gut, den Boden der Tatsachen wieder in den Blick zu nehmen.



    Etwas anzusparen um sich am Ende etwas leisten zu können ist erlernbar, wie auch das Beispiel Sparschwein aus dem Artikel beschreibt.



    Übrigens sind die Sozialmodelle wie die Rente selbstverständlich unter Druck.



    Es sollte kein Geheimnis mehr sein, dass die Überalterung der Gesellschaft neue Konzepte erfordert.



    Selbstverständlich wird sich der Staat bei weniger Einkommenssteuer Zahlenden zukünftig weniger Geld zu verteilen haben.



    Der Ruf nach einer direkten Finanzierung der Systeme über Steuereinnahmen ist daher nur noch übergangsweise möglich.



    Ja, es ist ein Geschenk an die Kinder und es geht um ihre Zukunft.

    • Janix

      @Philippo1000:

      Gerade denen, die kein Geld haben, Sparen von oben herab predigen, ist wohlfeil, denn die kleinen Ausgaben-Unvernünftigkeiten sind das letzte Freiheitsventil.



      Und sie wissen, dass sie und ihre Kinder inzwischen weniger Chancen haben, eher egal, wie sie sparen oder lernen. Daran sollten wir zuerst arbeiten: die Chancen für alle wiedergewinnen, wie Brandt/Scheel das für eine Weile öffneten.

  • Drabiniok Dieter

    Ja, liebe Kinder, in eurem Sparschwein fühlen sich die Geldmünzen und Geldscheine gaaanz traurig. Darin ist es so dunkel und richtig gruselig. Das wollt ihr doch sicher nicht. Wenn ihr eure Sparschweine zur Bank bringt und das Geld auf ein Bankkonto legt oder einen Zettel kauft, wo Aktie draufsteht, dann ist es gaanz glücklich. Es hat sich so lieb, dass nach ein paar Monaten sogar eine neue Geldmünze oder ein Geldschein geboren wird. Auf einem Bankkonto ist jeden Tag Geldgeburtstag! Ist das nicht toll! Eure Mamas und Papas brauchen auch nicht mehr für Geld zu arbeiten! Auch ihr nicht, wenn ihr groß seid. Niemand muss mehr für Geld arbeiten! Nicht bei uns, und niemand sonst auf der ganzen großen weiten Welt.



    So ähnlich wurden Erstklässler:innen schon in den 60er Jahren konditioniert. Dazu gab es ein Sparschwein mit fünf DM drin, wenn die Eltern für das Kind ein Sparbuch bei der Stadtsparkasse eröffneten.

    • Biker-Ffm

      @Drabiniok Dieter:

      Ja und? Auf der einen Seite kritisiert die linke das Leistungslose Einkommen. Und wenn dann ärmere schi hten davon profitieren sollen passt es auch wieder nicht.



      Die 10 Euro sind kein Allheilmittel aber ein Baustein, und nicht der schlechteste

      • Drabiniok Dieter

        @Biker-Ffm:

        Sie reden tatsächlich von leistungslosem Einkommen in Höhe von 10 Euro im Monat? Erst einmal: Die 10 Euro kommen aus dem mit Steuern gefülltem Haushalt. Für diese Steuern haben wir alle und auch die Empfänger gearbeitet. Wie auch für die Zuschüsse für Solaranlagen, E-Mobile usw.



        Wenn von leistungslosem Einkommen die Rede ist, dann sind Erbschaften und Schenkungen gemeint, für die der/die Empfänger:in keinen Finger krumm machen musste. Alle zehn Jahre können sie z. B. ihrem Kind steuerfrei 400.000 Euro schenken. Wenn Sie ihrem Neugeborenen 400.000 Euro schenken, und dies alle 10 Jahre wiederholen, ist es mit Anfang zwanzig bereits Millionär. Leistungslos! Welche Leistungen ein Ehepartner dafür erbringen muss, 500.000 Euro steuerfrei von seinem Lebenspartner geschenkt zu bekommen, lasse ich mal offen.



        Die 10 Euro erhalten auch die Kinder von den Eltern, die in der Lage sind, solche Geldbeträge steuerfrei zu verschenken.

        • Günter Witte

          @Drabiniok Dieter:

          Wenn nicht die Kinder, Ehepartner ein Recht auf ein Erbe haben, welches Recht hat dann die Allgemeinheit darauf ???

          • Drabiniok Dieter

            @Günter Witte:

            Ich habe nicht von der Abschaffung des Erbrechts geschrieben. Aber danke, dass Sie mir damit die Möglichkeit bieten auch dazu etwas Grundsätzliches zu schreiben.



            Die Allgemeinheit hat das Recht, höhere Steuern auf jedes leistungslose Einkommen einzufordern! Ohne die Allgemeinheit, ohne die vielen Generationen vor uns, die mit ihrer Arbeit und ihren Steuern die Infrastrukturen, Ordnungs- und Rechtsrahmen unseres demokratischen Gemeinwesens geschaffen und finanziert haben, gäbe es keinen Überreichtum Einzelner. Dieses nicht zu sehen oder anzuerkennen, ist ein Problem für den Zusammenhalt einer Gesellschaft und eine Gefahr für unsere Demokratie. Deshalb ist es dringend erforderlich, leistungslose Einkommen höher zu besteuern! Nicht nur um die wachsende soziale Ungleichheit zu verringern und die Kosten für den Erhalt unserer Infrastrukturen gerechter zu verteilen, sondern auch um die Lebensleistung der arbeitenden Bevölkerung zu würdigen!

        • mwanamke

          @Drabiniok Dieter:

          Danke für die Richtigstellung. Es ist schon wieder einigermaßen ermüdend, diese seltsamen Kommentare zu lesen.

  • Deep South

    "Mehr als schräg" isses eher, wie sich dieses Land windet, sich vom Vorgestern zu lösen und in der aktuellen Realität anzukommen. Private Altersvorsorge und Geldanlagen im Jahr 2026 für "Eine Art Monopoly" zu halten, ist einfach absurd.



    In Ländern, die die Spitzenplätze im globalen Pensionsindex belegen sind kapitalbildende Anlagen als Teilsäule des Rentensystems längst Realität, während hierzulande noch darüber gejammert wird, dass nicht mehr alles wie "früher" ist.



    Passt aber ganz gut rein, in die Reihe "Daten per Fax verschicken, alles mit Bargeld bezahlen wollen, digitale Krankenakte für Teufelszeug halten, auf Verbrenner setzen, Windows 7 auf Behördenrechnern, etc, etc.

  • Andreas J

    Der Staat soll das Geld in Bildung investieren. Das bringt den Kindern mehr.

    • warum_denkt_keiner_nach?

      @Andreas J:

      Genau.

    • Janix

      @Andreas J:

      Aber nein, es geht doch darum, dass manche nicht nur ihren Kindern und Kindeskindern eine arbeitsfreie Zukunft vererben, sondern auch noch eine bessere formale Bildung als der plebs. Relativ, das ist der Punkt.

      • Janix

        @Janix:

        Die plebs, natürlich, falls hier jemand darauf Wert legt.

        Deshalb seltsame Internate für verstörte Edelkinder, Bezahl-Sonderhochschulen mit Connections, ... lassen wir auch so etwas besser nicht weiter einreißen.

  • Joachim Petrick

    Finanzminster Klingbeil begibt sich Wolf im Schafspelz geliebter Oma verkleidet in Kindergarten Frühstartrente zu verkündigen, um hernach in Tagesschau hemdsärmelig zu verlautbaren die Kids hätten Goldbarren erwartet, er habe Kids aber die Kinder Frühstartrente nahegebracht, wo doch jeder kindernahe Mensch entgegen dieser Minister Flunkerei im Lande weiß, die wollen keine Golddukaten noch Frührente, sondern ihre erste eigene Schwimmente In Wahrheit geht es doch um anderes seitdem die Weltfinanzarchitektur sich nach Weltfinanzkrise 2008, € Griechenland Troika IWF EZB, EU Kommission Kladderadatsch 2010 im Monetarisierung Krieg in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen um Geldmengenerweiterung EZB Mario Draghi Losung "Whatever it takes" an Finanzmärkten unverkäufliche Staatsanleihen aufzukaufen zur monetären Flankierung der Null Leitzinspolitik computergesteuert hochfrequenten Handel mit Finanzprodukten, Aktien, gehebelten Derivaten, EFFTs zu befeuern, so dass Geldumlauf in Realwirtschaft zu Fiatgeld Umlauf in Schattenbankenwelt 1 : 400 auseinanderklafft. ein Zurück unmöglich gilt, Klingbeil mit Frühstartrente zum Kid Volkssturm aufruft Kreditvolumenwachstum disruptiv zu verteidigen

  • Ahnungsloser

    Sag mir dass du deutsch bist..............



    Irgendjemand macht irgendeinen Vorschlag (egal zu welchem Thema). Sofort kommen die Bedenkenträger und erklären, warum das nicht funktionieren kann.

  • Janix

    Die Aktion will die faktische, vererbte Ungleichheit verschleiern.



    Sie will den Blackrocks und Maschmeyers noch mehr Geld zuschieben.



    Stattdessen öffentliche Kassen ohne privaten Schweineprofit, öffentliche Infrastruktur und solidarische Systeme: wie wäre es damit? Dass das Geld nicht nur auf die Kapitalseite wandert, sondern bei denen landet, die es eigentlich erarbeiten.

  • Krumbeere

    Ich finde den Ansatz grundsätzlich richtig. Viele junge Leute machen sich zu wenig oder gar keine Gedanken über ihr Auskommen im Alter und leben finanziell nur im hier und jetzt. Dann kommt das böse erwachen und der Staat soll's richten. Wenn ich nicht frühzeitig begonnen hätte privat für mein Alterseinkommen was zu tun, dann hätte ich mit dem Renteneintritt ganz genau kalkulieren müssen, wo ich Geld einspare um über die Runden zu kommen. Stattdessen muss ich mich jetzt überhaupt nicht einschränken! Um das angesparte Vermögen bei meiner gewohnten Lebensweise vollständig aufzubrauchen müsste ich so alt werden wie Jopi Heesters.



    Also ein guter Denkanstoß für junge Leute einmal über ihre noch ferne Zukunft nachzudenken und sich statt einen teuren BMW auf Pump zu kaufen sich vielleicht mit einem Golf etc. zu begnügen. Dann kann man auch monatlich 100 oder 200 Euro in die Altersvorsorge investieren.

  • Adan

    Der Vorteil von der Frühstart Rente gegenüber einem Sparschwein ist, dass diese ordentlich Gebühren kostet. So hat dann auch, und vor allem, die Bank was davon.

    • charly_paganini

      @Adan:

      Ne der Vorteil ist, dass die Frühstartrente in der Regel Rendite abwirft, das Sparschwein zur Zeit eher weniger. Aber die Deutschen glauben eben immer noch, dass der beste Ort für das Geld unter dem Kopfkissen ist. Einfach nur peinlich.

    • DerLurch

      @Adan:

      Ja, die gemeine Bank soll dann lieber nichts bekommen. Dann lieber alles unter die Matratze und mit Inflation und Kleingeldsammlung können wir dann unseren Enkeln zu Rentenbeginn ein Eis spendieren.

      Warum tun sich so viele Leute schwer mit dem Kapitalmarkt? Es gibt genug nachhaltige Anbieter

      • Adan

        @DerLurch:

        Warum tust du dich so schwer? Warum verstehst du nicht, wenn dich jemand übers Ohr haut? Nicht der Kapitalmarkt ist das Problem, sondern die Gebühren. Traderepublic lässt mich fast umsonst in ETFs investieren.

        Bei irgendwelchen windigen, geförderten, Modellen wie Riester, Bausparvertrag oder Frühstartrente nimmst Du Gebühren hin, die alles auffressen. Warum?



        Das Konto wird sicher nicht unter 20€ im Jahr kosten. Versteckte Zusatz Gebühren wie bei Riester, wo man die einige Hundert Euro Provision für den Vermittler noch zusätzlich über Jahre aus der eh kaum vorhandenen Rendite finanziert, nicht mitgerechnet.

        Warum wird diese Frühstartrente nicht vom Staat verwaltet? Kann der nicht die Investition ermöglichen? Nur ohne Tricks? Warum darf die Bank da keine Konkurrenz haben? Und warum findest du dich besonders schlau, wenn du so simple Dinge nicht mal siehst?

    • nihilist

      @Adan:

      Klassische SPD-Politik.

  • Wirrwicht

    Es ist wie Riester und Rürup nur ein weiteres Geschenk an die Finanzwirtschaft.



    Mehr Spielgeld fürs Kasino.

  • Bvo26

    Warum gilt dieses Modell, wenn es denn so toll ist, nicht für ALLE Kinder, die JETZT in der entsprechenden Altersgruppe sind und nicht nur ab 2020 geborene?

    Und wer kommt für den "Schaden" auf wenn die Eltern das Altersdepot nicht eröffnen? Wo ist die Fürsorgepflicht des Staates für Kinder, deren Eltern das nicht können oder wollen?

    Und noch viele weitere Fragen.....

    • Barbara Falk

      @Bvo26:

      Wo ist die Fürsorgepflicht des Staates für Kinder, deren Eltern das nicht können oder wollen?



      Ein Blick ins Gesetz beantwortet Ihre Frage:



      Wenn Eltern bis zum 8. Lebensjahr des Kindes kein Konto eröffnet haben, wird das Geld automatisch in ein dafür geschaffenes Anlageprodukt des Bundes eingezahlt und dort bis auf Abruf, bzw. bis zur Volljährigkeit verwaltet.

    • Dreja

      @Bvo26:

      Das habe ich mich auch gefragt, aber es scheint nie erwähnt zu werden. Was für ein Pech ist es - oder besser: was für eine himmelschreiende menschengemachte Ungerechtigkeit, wenn das Kind jetzt einen Monat älter ist? Das ist nicht okay.



      Und es widerspricht dem Ansinnen, armen Menschen helfen zu wollen, noch mehr. Den Reichen macht das weniger aus, wenn das eine Kind nichts kriegt, das Geschwisterkind aber sehr wohl. Aber in ärmeren Familien?



      Diese Regierung hat jedes bisschen Verstand verloren.

  • Sybille Bergi

    Die Autorin hat genau richtig erkannt, dass die staatlichen Systeme vor dem Zusammenbruch stehen. Was ist dann falsch daran individuell vorzusorgen? wenn der Staat das bezuschusst umso besser.

    • Josef 123

      @Sybille Bergi:

      Die Beamten dann auch? Wieviel müsste jeder Beamte monatlich zur Seite legen, um nur die Durchschnittspension von über 3400 Euro / Monat zu erreichen? Das wird garnicht gehen.

    • Aurego

      @Sybille Bergi:

      Sorry, aber ein "Zusammenbruch" sieht anders aus. Da mögen ein paar Milliarden fehlen, aber verglichen mit der Gesamtsumme ist das noch nicht besonders kritisch. Ich wäre dafür gewesen, einfach ein bisschen mehr Geld einzuzahlen, um die Finanzierungslücke nicht größer werden zu lassen. Mir täte das nicht weh.

  • warum_denkt_keiner_nach?

    Förderung für die Finanzindustrie, Dafür sparen wir doch gerne beim Wohngeld...

  • SGouldo

    Die Idee mag vielleicht nicht ganz perfekt sein, allerdings finde ich die Sensibilisierung außerordentlich wichtig. In Deutschland geht so unfassbar viel Vermögen verloren, weil das Geld auf Girokonten und Sparbüchern herumliegt und stetig an Wert verliert.



    Die Mär vom Glücksspiel und Casino muss ebenso enden, wie der Glaube, es sei spezielles Wissen nötig oder man müsse sich viel damit beschäftigen. Hilfreich ist einzig das Verständnis über die Effekte des Zinseszins und der Zeit. Mitzuspielen war noch nie einfacher: Depot eröffnen, Sparplan mit ein bis zwei ETF auswählen, die ganze Sache einfach laufen lassen und fertig. Das schlägt jede andere Form der privaten Altervorsorge.

    • warum_denkt_keiner_nach?

      @SGouldo:

      Börsencrashs sind natürlich eine Erfindung der Linken...

      • charly_paganini

        @warum_denkt_keiner_nach?:

        Ja, wenn man keine Ahnung hat schreibt man so einen Unsinn. Man muss sich nur mal die Rendite eines guten ETFs anschauen. Wenn man den für die Rente nutzt und daher 20 Jahre oder mehr laufen lässt, wirft der selbst nach diversen Crashs noch Rendite ab.

        • warum_denkt_keiner_nach?

          @charly_paganini:

          Wenn man unter Ahnung den Glauben an die Hochglanzprospekte der Finanzindustrie versteht, habe ich tatsächlich Defizite. Bei ökonomischen Zusammenhängen sieht es besser aus.

          "...eines guten ETFs..."

          Solche Bezeichnungen bringen mich immer zum schmunzeln. Natürlich glaubt jeder Anleger, dass "seine" Anlage besonders gut ist. So wie jeder Roulette Spieler an sein System glaubt. Nur leider sagt die Rendite einer Anlage in der Vergangenheit nicht das Geringste darüber aus, wie die Rendite in der Zukunft sein wird. Besonders weil sich das Umfeld rasant ändert. ETF sind ein Kind der Globalisierung. Die wird gerade politisch rückabgewickelt. Zukunft völlig unklar.

          In der Vergangenheit gibt es schöne Beispiele, wie sich anscheint ganz sichere und solide Anlagen in Luft aufgelöst haben. Wer z.B. vor 45 Aktien von Unternehmen jenseits von Oder und Neiße hielt, konnte sich sicher fühlen. Nach 45 taugten die Aktien nur noch als Klopapier.

          Oder sehr lukrative Aktien hatte auch das Unternehmen Branobel. Nach der Revolution waren sie wertlos. So schnell kann das gehen.

          Und wen Sie jetzt glauben, mit ETF kann das nicht passieren. Irrtum. Es kommt nur auf die Entwicklung an...

          • charly_paganini

            @warum_denkt_keiner_nach?:

            Wow, wenn man schon bis 1918 oder 1945 zurück gehen muss um ein passendes Beispiel zu finden amüsiert mich das schon. Ein "guter ETF" ist nicht ein Produkt was jemand im Portfolio hat und denkt es wäre gut. Wer behauptet denn so einen Unsinn? Wertentwicklungen kann man nachlesen.



            Natürlich bezieht sich das auf die Vergangenheit, aber als Arbeitnehmer weiß ich auch nicht wie sich mein Gehalt in der Zukunft entwickelt.

            • warum_denkt_keiner_nach?

              @charly_paganini:

              Wir befinden uns in einer Zeit des Umbruchs, in der Gewissheiten wackeln. Deshalb ist die Erinnerung an solche Zeiten wichtig. Übrigens hat sich 1990 für einen Teil der Deutschen die (ökonomische) Welt fast schlagartig verändert. Kann also schnell gehen.

              "Wertentwicklungen kann man nachlesen."

              Eben allerdings kann ich dann trotzdem nicht von einem "guten ETF" sprechen. Weil ich ja nicht in die Vergangenheit investiere. Ob irgend eine Anlage auch in Zukunft "gut" ist, weiß niemand. Trotzdem werden "gute" Anlagen beworben.

              "Ein "guter ETF" ist nicht ein Produkt was jemand im Portfolio hat und denkt es wäre gut."

              Warum hat man es dann im Portfolio? 😉

        • Encantado

          @charly_paganini:

          "Man muss sich nur mal die Rendite eines guten ETFs anschauen."



          Es sei angemerkt, dass man dabei die Rendite eines schlechten ETFs nicht aus dem Auge verlieren sollte. Wer nur auf die Sieger am Kapitalanlagemarkt schielt, investiert nicht, sondern zockt.

      • SGouldo

        @warum_denkt_keiner_nach?:

        Wenn ich mich einmal selbst zitieren darf:



        "Hilfreich ist einzig das Verständnis über die Effekte des Zinseszins und der Zeit."



        Ihnen fehlt offensichtlich das Verständnis über den Effekt der Zeit.



        Ich verstehe nicht, was das mit Linken zu tun haben soll, das ist völlig unpolitisch.

        • warum_denkt_keiner_nach?

          @SGouldo:

          "Ihnen fehlt offensichtlich das Verständnis über den Effekt der Zeit."

          Nein. Und Zinseszinsrechnung ist Allgemeinbildung. Nur leider entwickeln sich die Dinge nicht so ungestört wie in einer Exel Tabelle. Und wenn Menschen ihr Kapital angreifen müssen, um ein Tief zu überbrücken, bricht die Rechnung zusammen. Ist in den USA Millionen Menschen passiert. Das kann man nicht wegrechnen.

          • SGouldo

            @warum_denkt_keiner_nach?:

            Ihr Kommentar zeigt wieder, dass Ihnen das Verständnis des Effektes der Zeit fehlt. Sie nennen ein kurzfristiges Problem, eine Schwankung, die mit der Zeit ausgeglichen wird. Es geht um langfristige Altersversorge, die nicht genutzt werden soll, um ein Tief zu überbrücken. Sparplan einrichten, laufen lassen und alle Schwankungen und Krisen aussitzen. Wer in Panik unter Wert alles verkauft, weil gerade Krise ist, verliert natürlich.

            • warum_denkt_keiner_nach?

              @SGouldo:

              "Es geht um langfristige Altersversorge, die nicht genutzt werden soll, um ein Tief zu überbrücken. Sparplan einrichten, laufen lassen und alle Schwankungen und Krisen aussitzen."

              Das geht aber nicht, wenn man Rentner ist. Dann braucht man das Geld zum Leben. Und wenn man in einem Tief dann ans Kapital muss, einfach weil man essen ect. nicht einstellen kann, dann geht die Sache schief. Denn ein großer Teil der Menschen kann keinen so großen Geldhaufen anhäufen, dass er ohne Schaden Tiefs überbrücken kann. Den Beweis haben Millionen Amerikaner in der Finanzkrise geliefert. Warum ignoriert man das so hartnäckig und wirft andern mangelndes "Verständnis des Effektes der Zeit" vor? Die Zeit hat nicht jeder!

              • SGouldo

                @warum_denkt_keiner_nach?:

                Die Zeit hatte aber jeder heutige Rentner. Als Rentner würde ich jetzt auch nicht mehr anfangen. Mir geht es um den Vermögensaufbau als junger Mensch zur Altersvorsorge, zusätzlich zur gesetzlichen Rente.

                • warum_denkt_keiner_nach?

                  @SGouldo:

                  "Die Zeit hatte aber jeder heutige Rentner."

                  Nein. Ein großer Teil der Menschen in D bekommt Mindestlohn. Oder noch weniger. Damit kann man nichts aufbauen. Damit ist man froh, wenn das Geld bis zum Monatsende reicht. Warum gibt es so viele Menschen, die solche Lebenssituationen nicht nachvollziehen können?

                  Dazu kommt natürlich, dass der größte Teil der Menschen mit der Parole "Die Rente ist sicher!" aufgewachsen ist. Und natürlich sind "Produkte" wie ETF relativ neu. Es ist noch nicht lange her, da war der Zugang zu den Finanzmärkten beschränkt.

                  • SGouldo

                    @warum_denkt_keiner_nach?:

                    Sie bringen ständig völlig sachfremde Themen in Ihre Argumentation ein.



                    Nochmal: Es geht in meinem Kommentar um die private Altersvorsorge für Kinder ab 6 Jahren. Es ging nicht um Rentner, nicht um Menschen, die keine Zeit mehr haben oder es sich nicht leisten können. Sondern um ETF als Form der privaten Altersvorsorge.



                    Idealerweise fangen die Eltern bereits ab Geburt an und zahlen zehn bis zwanzig Euro monatlich ein.



                    Menschen, die sich das nicht leisten können, können sich auch keine andere private Altervorsorge leisten.



                    Meine Aussage ist lediglich, dass ein Depot mit ein bis zwei ETF die beste Wahl der privaten Altervorsorge ist. Dagegen können Sie gerne argumentieren.

  • Mack

    schwacher Kommentar, was spricht denn dagegen, wenn in Deutschland auch Personen, die bislang nicht vom Aktienboom profitieren konnten, dies in Zukunft mehr tun können.

    • nihilist

      @Mack:

      Der Deutsche möchte nicht, dass seine Rente aus Kapitalerträgen finanziwert wird. Es sollen bitte andere dafür buckeln, so wie er damals.

      • Weiterdenken3

        @nihilist:

        :) genau! Für die Kapitalerträge buckeln nicht andere, sondern das Geld vermehrt sich ganz von allein.

        • nihilist

          @Weiterdenken3:

          Für die Kapitalerträge buckeln schon auch andere, aber die fließen eben nicht in die Rente, sondern zum Kapital.

    • Janix

      @Mack:

      Dann sollten wir die Umverteilung von oben nach unten mal wieder starten, das scheint mir der größere und wichtigere Hebel, als Blackrockers noch mehr zuzuschieben.

  • Aurego

    Mein Plan wäre noch effektiver:



    Für jedes Kind sollte von den Eltern ein Depot angelegt und 10% des Kindergeldes (das wären z. Zt. 25,90€ pro Monat) ab Geburt bis zum 25. Lebensjahr in zwei bis drei gut performende ETFs investiert werden. Bei der Rendite einiger S&P 500- und Nasdaq 100-ETFs in den letzten 15 Jahren käme jedes Kind damit bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren auf ein Vermögen von über 1 Million Euro! Setzt man "nur" die Wertsteigerung des Dow Jones 30 seit 1946 an (ca. 7,15%), kommt man immerhin auf ein Vermögen bei Renteneintritt von 343.000 €.

    Jeder, der mit einer Tabellenkalkulation umgehen kann, kann das gerne nachrechnen.

    • warum_denkt_keiner_nach?

      @Aurego:

      Die Eltern, die jeden € des Kindergeldes brauchen, um über die Runden zu kommen, lassen wir natürlich unter den Tisch fallen. Mit samt ihren Kindern...

      • charly_paganini

        @warum_denkt_keiner_nach?:

        Dann sollten sich diese Eltern mal fragen was sie falsch gemacht haben.

        • warum_denkt_keiner_nach?

          @charly_paganini:

          Besonders die, die im falschen Haushalt zur Welt gekommen sind.



          Die Chancen in unserem Land sind nun mal nicht gleich verteilt.

      • Aurego

        @warum_denkt_keiner_nach?:

        Wir können vorher das Kindergeld ein wenig anheben, wenn Sie Bedenken haben ;)

        • warum_denkt_keiner_nach?

          @Aurego:

          Das Kindergeld wird ständig ein wenig angehoben. Und gleich wieder von der Inflation aufgefressen.

          • Aurego

            @warum_denkt_keiner_nach?:

            "Ständig" ist stark übertrieben, aber da ginge sicher noch mehr, jedenfalls so viel, dass man meinen Vorschlag umsetzen könnte.

            • warum_denkt_keiner_nach?

              @Aurego:

              Alle 2, 3 Jahre...

              An anderer Stelle wurde schon darauf hingewiesen, dass man das Geld lieber ins Bildungswesen stecken sollte. Ist nachhaltiger.

              • Aurego

                @warum_denkt_keiner_nach?:

                Nein, das bringt nichts. Wir geben jetzt schon sehr viel für Bildung aus (übrigens sind die Bundesländer dafür verantwortlich!), ohne adäquate Ergebnisse zu erzielen.

                Haben Sie meinen Vorschlag denn überhaupt schon durchgerechnet? Noch einmal zum Mitschreiben:



                Ich bin dafür, 10% des Kindergeldes ab Geburt(!) in einen langfristigen Sparplan auf einen großen Aktienindex (am besten Nasdaq 100, S&P 500 etc.) zu stecken. Dieser Sparplan sollte mindestens bis zum 25. Lebensjahr angespart werden, aber erst zum Rentenbeginn verfügbar sein. Das kann man steuerfrei gestalten, um es attraktiver wirken zu lassen.

    • Tom Farmer

      @Aurego:

      Ja klar, so ist das.



      Aber lesen Sie mal die Meinungen Ihrer Mitforisten hier: Casino, Geschenk für Finanzindustrie, crash und Geld weg.... ma kann nur hoffen, dass die dazulernen und dennoch die Depots eröffnen.

      • warum_denkt_keiner_nach?

        @Tom Farmer:

        Das BIP Deutschlands ist von 2008 (vor diversen Krisen) bis 2025 um ca. 80% gewachsen.

        Der DAX (der soll eigentlich die Wirtschaft abbilden) ist im gleichen Zeitraum um ca. 400% gewachsen.

        Fällt Ihnen die Diskrepanz auf? Und glauben Sie wirklich, diese Luftnummer lässt sich ewig weiterführen?

        An den anderen Börsen sieht es übrigens ähnlich aus.

        PS: Ich habe auch ein Depot, aber ich würde mich nie darauf verlassen, dass es später auch Geld abwirft.

        • Barbara Falk

          @warum_denkt_keiner_nach?:

          „Der DAX (der soll eigentlich die Wirtschaft abbilden)“



          Das wäre mir neu. Der DAX wird gebildet aus den größten börsennotierten Unternehmen mit Sitz in Deutschland, Kriterium ist der Börsenwert. Dieses Indexkriterium begünstigt überdurchschnittlich wachsende Unternehmen, regelmäßig fliegen Unternehmen aus dem Index und andere rücken auf.



          Ist bei jedem so gebildeten Index so, und darauf basierende ETF erledigen ganz mechanistisch die Aufgabe, für die „aktive“ Anleger viel Geld und Zeit aufwenden: Die Entscheidung wo investiert wird, und wo nicht.



          Das „der DAX“ schneller wächst als die Gesamtwirtschaft, ist in dieser Logik der Indexbildung begründet, das wird immer so sein.

        • Tom Farmer

          @warum_denkt_keiner_nach?:

          Es gibt erfolgreiche und weniger erfolgreiche Firmen. Eine Durchschnittsbetrachtung hier gegen eine Durchschnittsbetrachtung dort anzulegen und über eine Diskrepanz zu reden die aufzulösen wäre ist wenig hilfreich.

  • Janix

    Dann müssen Aktien gekauft werden - und wem gehören die gerade vor allem, wem treibt man den Wert also gerade hoch?

    Blackrockisierung der Politik, auch hier. Merz sollte rasch weg. Die CDU hatte doch mal einen sozialen Flügel?

    • Wolferich

      @Janix:

      @Janix: Wieso gehören Aktien, die ich kaufe nicht mir? Genau dieses Unwissen über Investieren führt hier in die Altersarmut.

    • Aurego

      @Janix:

      Diese Aktien gehören u. a. mir - und natürlich vielen anderen "Kleinanlegern" und großen Fondsgesellschaften, aber wenn man es mit den Milliarden, die man in den Markt pumpt, nicht übertreibt, passiert mit den Kursen nicht allzu viel. Wichtig ist nur, dass man das Geld nicht im eigenen Land anlegt, sondern weltweit in Branchen, die zukunftsfähig sind.

      • Wonko the Sane

        @Aurego:

        Einfach ausländische Profite aufkaufen, tolle Idee. Denn die Welt ist unendlich groß und hat nur darauf gewartet, Eigentum europäischer Rentner zu werden.

      • Janix

        @Aurego:

        Wie die Norweger (wenn denn), ja. Angsichts unserer Demografie eine Streuung.

        Ihr Anteil an den Aktien ist irrelevant gegenüber den großen Fischen und Haifonds der großen Fische. Leider. Und die Aktien müssen dann abgekauft werden, egal wie teuer. Oder wieviel Aufschlag etc. noch draufkommt.



        Der Staat hat m.E. eigentlich nicht als Aufgabe, Maschmeyers nächste Scheidung zu finanzieren, Sewings Boni oder Porsches Privattunnel.

        • Aurego

          @Janix:

          Mein eigener Anteil mag zwar relativ klein sein, aber alleine in Deutschland haben wir ja ein Geldvermögen von inzwischen über 10 Billionen €. Davon gehören ca. zwei Drittel dem obersten Dezil der Vermögensverteilung, in dem auch ich unterwegs bin. Auch das, was bei großen Fondsgesellschaften liegt, gehört letzten Endes vielen privaten Anlegern.



          Wenn man jetzt als deutscher Staat Wertpapiere kauft, kauft man sicher nicht gleich den gesamten Markt leer. Man kann für viele Milliarden pro Jahr Aktien kaufen, ohne dass das die Kurse übermäßig nach oben drückt.

  • Il_Leopardo

    Ich wette um mein Sparschwein, dass gerade die wohlhabenden Eltern diese Förderung beantragen werden.

    • Aurego

      @Il_Leopardo:

      Die wohlhabenderen und finanziell gebildeteren Eltern legen dem Nachwuchs jetzt schon bei Geburt(!!) ein Depot mit entsprechenden Sparplänen an. Das muss nicht einmal ein Altersvorsorgedepot sein. Ich habe weiter oben geschildert, wie das funktionieren kann.

  • AllesWirdGuter

    Vielleicht ist es auch einfach ein Symbol für kümmere dich um sich selbst, wie es auch sein sollte

    • Aurego

      @AllesWirdGuter:

      Nicht jede(r) ist in der Lage, sich ausreichend um sich selbst zu kümmern. Manchmal muss die Gemeinschaft da etwas nachhelfen. Dafür ist sie ja da, hat nur noch nicht jede(r) verstanden.

    • warum_denkt_keiner_nach?

      @AllesWirdGuter:

      "... kümmere dich um sich selbst..."

      Mit Steuergeld, das dem Finanzmarkt übergeben muss? Der ist gut 😁

  • Wonko the Sane

    Diese Erziehungsmaßnahme vermittelt vor allem die makroökonomisch schlichtweg falsche, aber leider enorm wirkmächtige These, eine Wirtschaft könne/solle/müsse kollektiv für ihre Rente sparen (Google-Empfehlung dazu: Mackenroth-Theorem). Damit geht auch eine Vernachlässigung der Nachfrageseite einher, was auf die verteilungspolitische Schlagseite der ganzen Veranstaltung hinweist.

    Wohlwollend betrachtet heißt das: Hier betreiben ökonomisch verbildete Technokraten ihre verfehlte Vorstellung von Aufklärung. Weniger wohlwollend könnte man das auch als Teil des rechten Kulturkampfes deuten.

    • Machiavelli

      @Wonko the Sane:

      Das Mackenroth-Theorem stammt aus den 50er Jahren, Die Wirtschaft funktioniert heute anders. Besitzt die deutsche Volkswirtschaft viele Aktien aus dem Ausland, können die Sozialausgaben auch daraus bestritten werden. Auf die Dividende ausländischer Firmen deren Aktien man hält bezahlt man in Deutschland Steuern.

      • Wonko the Sane

        @Machiavelli:

        Inwiefern hat das Theorem Gültigkeit verloren? Das Argument ist grundsätzlich, das funktioniert nicht einfach plötzlich anders.

        Und wenn es um die Idee geht, sich einen Teil der Gewinne ausländischer Firmen zueigen zu machen: Bemerkenswerterweise ist das ja kaum jemals ein tatsächlich vorgetragenes Argument in der politischen Debatte, und es wäre auch ganz interessant, was für eine Art zweiten Kolonialismus man sich darunter vorstellen soll. Wir leben nicht in einer Welt, in der sich „das Ausland“ es sich gefallen lassen würde, von deutschen Rentenbeiträgen aufgekauft zu werden. Das ist doch naiv, darauf langfristig ein Rentensystem aufbauen zu wollen.

        • Machiavelli

          @Wonko the Sane:

          Das machen zahlreiche Länder so. Deutsche Mieter bezahlen renten in Schweden. Die nationalen investmentfonds haben viele Länder. Auch Staatsschulden die außerhalb des eigenen Landes verkauft werden funktionieren nach dem gleiche Muster. Das ist kein Kolonialismus sondern Akzeptanz Das man Wirtschaft global denken muss.

          • Wonko the Sane

            @Machiavelli:

            Wenn man Wirtschaft wirklich global denken würde, dann müsste man erkennen, dass sich nicht alle auf der Welt netto Profite aus dem Ausland aneignen können, sondern dass das ein Verteilungskampf ist, den man phasenweise gewinnen und irgendwann verlieren kann. So wie man auch zwei Jahrzehnte lang dachte, man könne einfach dauerhaft mehr exportieren als importieren, das sei doch ein prima Wohlstandsmodell.

            Und: Mindestens global gedacht stimmt auch das Mackenroth-Theorem weiterhin, zwangsläufig.

            • Machiavelli

              @Wonko the Sane:

              Klar gibt es global immer mal wieder Verlierer, der größte Verlierer ist die Erde. Aber das ist egal das System kriegt Deutschland nicht geändert daher sollte man so effektiv wie möglich für das deutsche Volk agieren. Natürlich müssen alle Leistungen auf Erden durch das bezahlt werden was auf Erden erwirtschaftet wird. Macht Mackenroth dann aber trotzdem redundant weil das eine Binsenweisheit ist. Was nicht da ist kann nicht ausgegeben werden.

              • Wonko the Sane

                @Machiavelli:

                Erst ist Mackenroth veraltet, dann eine Binsenweisheit, erst soll man Wirtschaft global denken, dann willst du nur für das "deutsche Volk agieren". Wenn dir einfach im Wesentlichen egal ist, was du schreibst, verschwendest du meine Zeit.

        • hedele

          @Wonko the Sane:

          So sehe ich das auch. Das Geld wird der schon darbenden Nachfrageseite entzogen und der Angebotsseite, den Daxunternehmen, zugeschlagen. Mir ist allerdings nicht bekannt, dass dort bislang große Probleme bestanden, sich über die Börse ausreichend zu finanzieren?

  • Sabine Hofmann-Stadtländer

    Und wenn dann der Aktienfonds bzw. die Geldanlage bei der nächsten Finanzkrise crasht oder an Wert verliert, ist das Geld perdu! Denken wir doch nur an die Versorgungswerke in den USA 2008 oder an die verspekulierten Gelder hiesiger Krankenkassen aktuell.

    • DerLurch

      @Sabine Hofmann-Stadtländer:

      Auf lange Sicht gesehen (würde ich hier durchaus als legitime Annahme anführen) wurde durchweg Gewinn gemacht.

    • Sybille Bergi

      @Sabine Hofmann-Stadtländer:

      Das ist noch so ein boomer-Aberglaube, der sich hartnäckig hält. Die schlimmste Finanzkrise gab es im Zusammenhang mit dem 1. WK, und diese war nach 13 Jahren wieder ausgeglichen.

    • Machiavelli

      @Sabine Hofmann-Stadtländer:

      Die Versorgungswerke waren nach kurzer Zeit wieder in den schwarzen Zahlen. Crasht die Weltwirtschaft funktioniert das derzeitige Umverteilungssystem auch nicht, da es dann nichts zum umverteilen gibt.

  • Bolzkopf

    "Altersvorsorgedepot bei einer Bank" Nachtigall Nachtigall...



    Daher weht der Wind !

    "Riestern" - mit dem sich die Banken ja richtig fett vollsaugen konnen - ist gefloppt und jetzt muss was Neues her.

    Aber wo wie gerade von "Banken" und "vollsaugen" reden:

    Was ist eigentlich mit den Milliarden "Restgeld" auf den Geld-Aufladekarten (die es ja im Grunde nicht mehr gibt) ??

    • DerLurch

      @Bolzkopf:

      Keine Sorge, Sie können auch ihr Geld unter der Matratze lagern, wenn Sie das sicherer finden.

      • Bolzkopf

        @DerLurch:

        Ich verstehe jetzt den Zusammenhang nicht.

  • hedele

    Es wirkt auf mich ein wenig wie die Ermahnungen der katholische Kirche, wenn sie den Kindern Comics und den Erwachsenen die Pille verbietet - extrem übergriffig. Warum vertraut der Staat nicht den Eltern, sondern kommt mit einer vorgeschriebenen staubgrauen Sparstrumpfidee um die Ecke, die am Ende garantiert nicht dem Kind, sondern nur der Finanzwirtschaft dient? Einerseits Palantir und allmächtige Geheimdienste, andererseits Bundessparschwein, fehlt nur noch Mutterkreuz. Man möchte einfach nur noch auswandern.

    • Lola S

      @hedele:

      Dann wandern Sie doch aus. Aber wohin denn? Das würde mich wirklich interessieren.

    • ToMuch

      @hedele:

      Als leitende Angestellte in der Jugendpsychiatrie und ehemalige Lehrerin an Förderschulen kann ich nur sagen: Gottseidank können das Eltern nicht auch noch ausgeben, sonst würden sie es tun.

      Natürlich nicht alle, aber doch auch nicht wenige.

    • Chris McZott

      @hedele:

      Wenn Sie erfahren was der Staat noch alles für Sozialeistungen anbietet, werden Sie sofort Ihre Sachen packen...

      Da wird zum Beispiel auf Antrag das Leben in Mietwohnungen finanziert. Extrem übergriffig vom Staat, so einen spießigen Lebensstil vorzuschreiben, zumal das am Ende nur den Vermietern dient.

      • hedele

        @Chris McZott:

        Ich gebe Ihnen Recht, dass wir schon bisher sehr viele Formulare ausfüllen mussten. Aber da ging es meist auch um größere Summen, für die man das noch irgendwie in Kauf nimmt.



        Nun müssen die Eltern aber für diese 10 EUR wahrscheinlich die Geburtsurkunde des Kindes, Einwohnermelderegistereintrag, Zertifizierung des Bankprodukts und regelmäßige Bestätigung der Bank vorlegen, dass das Geld zweckentsprechend angelegt wurde. Und das alles, weil Merz die alte 80er-Jahre Faszination von Börse online neu durchlebt. Ich glaube aber, obwohl ich mein ganzes Leben immer mal wieder Optionsscheine und Aktien gekauft habe, angesichts der erkennbaren Grenzen des Wachstums und unserer Vorstandsetagen, die gerade die deutsche Automobilindustrie mit Karacho vor die Wand gwfahren und uns den Chinesen ans Messer geliefert haben, nicht mehr daran, dass diese Anlageform sicher ist. Ich gehe eher davon aus, dass wir noch viele 2008 erleben werden. Es ist eine Glaubensfrage, und der Staat sollte uns nicht in dieser Form bekehren wollen, finde och.

  • Axel Schäfer

    Wie hoch sind denn die Bürokratiekosten dafür? Das kostet bestimmt nochmal genau so viel. Vielleicht mal was nachhaltiges für Steuer- und Rentengerechtigkeit tun, damit man von einem "kollektiven Sicherungssystem" sprechen kann. Jetzt haben wir ja eher ein selektives System, Unten unter den gesetzlich Versicherten wird mit Tamtam etwas umverteilt, damit die über Steuern Alimentierten dafür sorgen, dass die ganz oben weiter fröhlich abgreifen können.

    • DerLurch

      @Axel Schäfer:

      Wenn das wie bei meinem Bausparvertrag funktioniert, dann vermutlich im einstelligen Eurobereich. Einmal muss jemand den Zuschuss freigeben, einmal stoppen bei erreichen der Altersgrenze. Den Rest machen Sie oder die Bank

      • Axel Schäfer

        @DerLurch:

        Bei welcher Bausparkasse?



        Alle die ich kenne nehmen Gebühren, bei großen Summen relativiert sich das aber einstellig hatte ich noch nicht.

      • hedele

        @DerLurch:

        Es kann eigentlich nicht so einfach wie beim Bausparvertrag funktionieren, denn man muss ja schonmal nachweisen, dass es das eigene Kind ist, also eine Geburtsurkunde vorlegen, bei Scheidungskindern auch die gerchtliche Sorgerechtsregelung. Dann muss nachgewiesen werden, dass das Geld zweckentsprechend verwendet wird, also die Zertifizierung des Produkts und die regelmäßige Zahlung darauf belegt werden. Ich stelle es mir schon kompliziert vor. Riester- und Rüruprente waren auch schon bürokratische Monster, die nie funktioniert haben - jedenfalls nicht für die Kunden, natürlich schon für die Finanzwirtschaft. Berlin hat da irgendwie kein gutes Händchen.