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Frauen mit JagdscheinenSie ballern, und das ist gut so

Kommentar von

Maike Rademaker

Die Zahl junger Frauen mit Jagdschein wächst. Dahinter verbirgt sich ein seit Langem nötiger Generationenwechsel.

Ein Bild aus vergangene Tagen: die Jägerin Kerstin herrmann aus Dammendorf bei Chossewitz bei der Hubertusjagd im Oktober 1999 Foto: Hohlfeld/imago

J etzt ballern auch noch die Frauen im Wald rum: Die Zahl der Jagdscheininhaber ist auf rund 470.000 gestiegen, ein absoluter Rekord – und es sind zunehmend Frauen darunter. Das ist gut so. Denn es geht nicht um die Frage, ob Frauen mit ihrer angeblich geringeren Aggressivität und größeren Mütterlichkeit (ach, Bambi) hier schießen oder nicht schießen. Dahinter steht ein Generations- und Kulturwandel, der dringend notwendig ist. Frauen sind hierbei ein wichtiger Bestandteil dieses Wandels.

Die Jägerschaft, das waren viel zu lange zu viele ältere Männer, oft mit Adelstitel und viel Geld. Sie verteidigten mit Macht ihre Privilegien: Waffen besitzen, morgens auf dem Hochsitz sitzen, Trophäen jagen, Wohnzimmerwände mit Geweihen pflastern. Wer den komplexen Jagdschein machen wollte – das sogenannte grüne Abitur –, brauchte dafür viel Zeit und viel Geld.

Verteidigt wurde und wird dabei ein komplett überaltertes System aus jahrezehntelangen Pachten und unreformierten Gesetzen, das vor allem eines schützt: viel Wild. Aber der dringend notwendige Umbau unserer Wälder zu mehr Klimaresilienz funktioniert nicht ohne ein passendes Jagdmanagement, also weniger Wild. Mit dem Wegsterben der alten Jagdpatriarchen und der Emanzipation jüngerer Jagdgenerationen öffnen sich endlich die Türen für moderne Jägerinnen und Jäger. Frauen knacken hier eine der letzten Männerdomänen.

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Den Jagdschein kann man mittlerweile in kurzer Zeit machen, der Aufwand ist überschaubar, die Kosten sind es auch. Das lockt junge Jägerinnen und Jäger, wie beispielsweise in dem kleinen Ökologischen Jagdverband (ÖJV). Der Verein, der übrigens lange von einer Frau geleitet wurde, wächst. Der ÖJV jagt mit einem klaren Bewusstsein dafür, dass der Wald nicht nur eine Kulisse für Jagdwild ist, sondern ein Ökodienstleister, der entwickelt und geschützt werden muss. Wenn es nicht möglich ist, das Management über Gesetze zu verbessern, dann muss es eben bottom-up geschehen: mit mehr jungen Jägerinnen und Jägern.

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125 Kommentare

 / 
  • Es wäre ja nett, wenn Jagd durch Wölfe ersetzt würde oder rational durchgeführt statt in spätfeudalem Verfall.



    Wobei die Damen vielleicht doch einfach den Jagdschein machen, um ihre besseren Hälften oder Väter begleiten zu können?

    Der beste Jagdschein bleibt ansonsten bekanntlich der nach § 20 und § 21 StGB.

  • Wie glaubhafte Quellen, nämlich be-/getroffene Rehe, Hasen, Hirschen und Gemsen, versichern, ist es ihnen vollkommen egal, ob die tödliche Kugel von "Frauen mit ihrer angeblich geringeren Aggressivität und größeren Mütterlichkeit (ach, Bambi)" oder von "ältere Männer, oft mit Adelstitel und viel Geld" abgefeuert wurde; zumindest sind mir keine gegenteiligen Aussagen bekannt.

    "Verteidigt wurde und wird dabei ein komplett überaltertes System aus jahrezehntelangen Pachten": Die Pachten werden von den Jagdgenossen vergeben, das sind die betroffenen Grundstückseigentümer, in der Regel Bauern, auch Kleinbauern. Und die sind in erster Linie an der Zuverlässigkeit des Jagdpächters interessiert. Im Prinzip ist es Vertrauenssache, da sehe ich nichts Überaltertes. Jäger "oft mit Adelstitel und viel Geld" kenne ich keine. Passt halt schön ins Klischee eines Großstadtkindes.

  • Jetzt soll das Ermorden von unschuldigen Wildtieren unter dem Deckmäntelchen des Naturschutzes also Ausdruck der Emanzipation sein? Der Autorin kann ich in keinster Weise zustimmen!



    Sicherlich war die Jagd lange ein Privileg für Männer höherer Einkommensklassen. Aber zum einen ist dieses mörderische Hobby schon seit einigen Jahrzehnten für die breite Masse erschwinglich und in zunehmender Weise auch von Frauen ausgeübt worden. Zum zweiten ist die Rede von der sog. ökologischen Jagd Augenwischerei. Denn weder die Natur als Ganzes noch der Wald im besonderen braucht die Jagd! Die Jagd ist lediglich für die Forstwirtschaft von Vorteil. In einem ökologisch intakten Wald bedarf es keiner Jagd!



    Und somit wird die Jagd, auch wenn sie von Frauen ausgeführt wird keinen Deut besser. Vielmehr ist sie nichts weiter als sinnloses Töten aus anthrppozentrischen Gründen.



    Somit lehne ich als Mensch, der zufällig weiblichen Geschlechts ist, jegliche Art des Ermordens von unschuldigen nichtmenschlichen Tieren ab und möchte Menschen beiderlei Geschlechts dazu ermuntern, sich von diesem archaischen "Hobby" abzuwenden.

  • geklaut bei Otto Mohl:



    "Jagd wird weiblicher. Das ist gut so. Jagd wird moderner. Es geht viel weniger um die Trophäe an der Wand, sondern um das Gewinnen eines guten Lebensmittels. Es geht um das Naturerlebnis. Der Hauptgrund von Jagd ist aber das Vermeiden von Wildschäden. Das Jagdrecht ist an den Boden gekoppelt. Um das umzusetzen, sind 1848 Menschen gestorben. Sie kämpften gegen den Adel, dem Jagdprivilegien zustanden. Jetzt muss das Jagdrecht gegen naturferne vegane Stadtguerilla verteidigt werden, so scheint es in den Kommentaren. Nichts ist dem Menschen seit Jahrtausenden natürlicher, als Wildtiere zu jagen und zu essen." Jap. Es sind nur gerade zu viele Rehe, in MV zB. Wildschweine auch, die werden durch den industriellen sog Maisanbau gemästet. Die Jäger kommen nicht hinterher. Neues Risiko: Zerschneiden der Wandergebiete der Hirsche durch Solarplattengebiete - Hirsche können sich nicht mehr genetisch mischen - Inzest mit grauslichen Missbildungen. Prost auf die neue Zeit.

    • @ja wirklich?:

      Ja wie?

      Derartig Tirade haut die Jager raus? 🙀🥱



      Mach Bosse



      🌳🪾🌲🦌🐗🧑‍🌾🐗🦌🌲🪾🌳🌳



      Darauf mit Harry Rowohlt “…etwas Musik 🎶



      🦌 Der Jennerwein - 🦌



      www.youtube.com/watch?v=3aR2mFO2A1E



      📯&



      Weiles ja mit Geschichtlich-nachtrauernd haben: im Lauenburgischen - wo meine bäuerlichen Altvorderen seit Heinrich dem 🦁 siedelten - hatten die um ihre Jagd geprellten nichts dagegen daß - wohl ein v. Rantzau zur linken Hand in & um den Sachsenwald den Wilddieb gab & das Niederwild - die 🐗🐗 kurzhielzt.



      Überliefert ist - 👮‍♂️ herchehört - 🙀🤣 -



      Daß im regelmäßig den Dorfschadi zu 🐎 -



      aus sicherem Gebüsch anzurufen “Spreiß das rechte Bein ab!“ 😩



      Was der auch aus gutem Grund tat! 🧐



      Und schoß ihm den Hacken vom 👢



      Flurschaden der besonderen Art!;))



      Den 🌾🧑‍🌾🧑‍🌾🌾 wars recht



      (Daß mir in einer der Hucken - eingewickelt in ein paar 🥔🥔säcke stolz ein K98k präsentiert wurde - nur mal am Rande!;))

    • @ja wirklich?:

      Tja, diese Solarplattengebiete falle mir auch immer mehr sehr negativ auf. Z. T. sogar mitten in Naturschutzgebieten. Man glaubt es nicht. Warum setzt man dies Solarpaneels nicht auf Gewerbedächer?

      Mein Gott, Solarenergie ist was echt Tolles. Und Deutschland vergeigt es mal wieder bis zum Abwinken. Können die denn hier gar nichts mehr richtig machen?

      Wirtschaftswoche: "Das größte Potenzial für Solarenergie bleibt weitestgehend ungenutzt: die Dächer von Logistikhallen und Industriebetrieben".

      "Gut 21 Millionen gewerbliche Bauten gibt es in Deutschland, dem gegenüber stehen gut 19 Millionen Wohnhäuser. Und die Dachflächen von Gewerbebauten sind im Durchschnitt deutlich größer als jene von Wohnhäusern, etwa um den Faktor 7 bis zehn. Die Dächer sind zumeist optimal flach, perfekt für die Ausrichtung. Genutzt aber werden diese Flächen kaum."

      www.wiwo.de/techno...utzt/29087076.html

  • Für Menschen gilt: betrete ich einen Wald, bitte ich die Tiere um Verzeihung, dass ich ihren Lebensraum betrete und sie störe.

    Gerne bringe ich ihnen ein paar Kastanien, Nüsse, Äpfel und Karotten mit um mich zu entschuldigen.

    Jäger und unbewusste Menschen, z. B. laute Menschen, müssen draußen bleiben.

    • @shantivanille:

      In Urwäldern funktioniert das vielleicht noch. Aber in Deutschland hat der Mensch im Laufe von 2000 Jahren das natürliche Gleichgewicht so nachhaltig zerstört, dass der Wald ohne Eingriffe des Menschen nicht mehr existieren kann. Natur ist leider zu kompliziert, um sie einfach wieder zu reparieren.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Sie liegen falsch.

        Ein Pioniergehölz braucht nur 5-20 Jahre, ein Jungwald vielleicht 50 Jahre zum Entstehen. Und die bestehenden Wälder wären auch nach Nutzungsaufgabe noch da und würden sich entsprechend der standörtlichen Gegebenheiten zu einem angepassten Naturwald entwickeln.

        Was sich ohne menschliche Eingriffe nicht selbst hält ist der forstlich genutzte Wald. Aber das ist wie mit dem Blumenbeet. Ohne Zutun kommen dann nur die hübschen Brenneseln die Brombeeren und (bei uns) der Spitzahorn.

        • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

          Ich komme aus dem Sauerland (nein, nicht Brilon). Und fahre immer wieder dorthin weil man da prima wandern kann.

          Und habe über die Jahre mitgekriegt was menschliche Eingriffe so bewirken. Anfangs sieht alles gut aus, die Fichten heben sich im Winter schön gegen den Schnee ab.

          Doch schauen Sie mal was dort die letzten acht Jahre passiert ist. Die ganzen Mittelgebirge sind ein Desaster. Zum einen natürlich wegen dem Klimawandel, zum anderen wegen dieser krassen Monokulturen. Den Fichten ist es zu heiß, sie kriegen nicht genug Wasser, dann kommt der Borkenkäfer und dann die Kettensäge. Katastrophal was ich da die letzten fünf Jahre gesehen habe.

          Die wunderbaren Wege, die ich früher mit dem Hund unterwegs war, sind ganz einfach nicht mehr existent. Es gibt dort keine Bäume mehr. Und es ist wahnsinnig schwierig etwas neues aufzubauen weil keiner so richtig weiß, was.

          Vor einer Weile war ich in einem fränkischen Wald. Und froh als ich wieder draußen war. So was von abtörnend:



          Plantagenwälder. Solche Wälder werde ich nicht mehr betreten.

          Brennnesseln sind toll! So wie Brombeeren. Disteln. Lupinen. Mein Kriterium ist mittlerweile: Alles was natürlich wächst ist wunderbar.

    • @shantivanille:

      99% der deutschen Wälder sind aber keine Wälder in dem natürlichen Sinne, den Sie b schreiben, sondern sind Nutzland wie Felder und Wiesen. Sie müssen bewirtschaftet werden. Außerdem brauchen wir eigenes Holz. Ein Teil dies bereitzustellen ist ein Kleinhalten von Schwein und Reh.

    • @shantivanille:

      "Jäger und unbewusste Menschen, z. B. laute Menschen, müssen draußen bleiben."

      Schön,dass Sie so fürsorglich sind den Tieren gegenüber. Und auch festlegen wer was zu machen hat. Bitten Sie die Tiere auch um Verzeihung,dass Sie, wie ich, ihren kompletten Lebensraum zerstören. Was den Tieren wohl lieber wäre, ab und zu Mal ein lauter Mensch im Wald oder ein Industriegebiet ins Wohnzimmer gezimmert?

      Falls Sie in einer ganz kleinen Hütte Leben,weg von der Zivilisation und die ganzen Annehmlichkeiten nicht genießen,welche sonst die Mehrheit genießen,dann nehme ich meinen zynischen Kommentar zurück.

      • @Hitchhiker:

        Die Industriegebiete kommen seit einigen Jahren in Formen von großen Photovoltaikfeldern. Bei denen man noch nicht geschnallt hat, dass die auf Industriedächern weitaus besser aufgehoben sind.

        Wirtschaftswoche: "Das größte Potenzial für Solarenergie bleibt weitestgehend ungenutzt: die Dächer von Logistikhallen und Industriebetrieben".

        "Gut 21 Millionen gewerbliche Bauten gibt es in Deutschland, dem gegenüber stehen gut 19 Millionen Wohnhäuser. Und die Dachflächen von Gewerbebauten sind im Durchschnitt deutlich größer als jene von Wohnhäusern, etwa um den Faktor 7 bis zehn. Die Dächer sind zumeist optimal flach, perfekt für die Ausrichtung. Genutzt aber werden diese Flächen kaum."

        Im übrigen jede Menge Wohnraum.

        www.wiwo.de/techno...utzt/29087076.html

    • @shantivanille:

      Das klingt übersetzt für die wirklich penetranten und aggressiven Störenfriede im Wald wahrscheinlich dann ähnlich wie:



      ...sagte Max Liebermann doch einmal für die Weltgeschichte: "Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte."



      So geht's mir jedenfalls oft mit der raumgreifenden Disharmonie der unbelehrbaren Ignorant:innen.

  • Der x-te Beleg dafür, dass Frauen den Männer bzgl. Gewaltbereitschaft in nichts nachstehen.

    Dass Männer statistisch schlimmer seien, liegt NUR an deren körperlicher Überlegenheit.



    Wenn die Frauen könnten, dann ...

  • Generell sollte man das Jagen nicht gutheißen egal welches Geschlecht, außer es dient dazu das Überleben zu sichern.

  • Übrigens noch etwas zum Thema "Wohnzimmerwände mit Geweihen pflastern": Die Trophäenjagd sieht weder die Forstverwaltung noch die Forstwirtschaft gerne. Denn im Gegensatz zur beliebten Unterstellung der Schießwütigkeit passiert hier genau das Gegenteil. Damit man sich einen stattlichen Zwölfender über den Kamin hängen kann, muss man ihn erst mal zwölf Jahre lang Bäume kaputtfressen lassen.

  • Jagd wird weiblicher. Das ist gut so. Jagd wird moderner. Es geht viel weniger um die Trophäe an der Wand, sondern um das Gewinnen eines guten Lebensmittels. Es geht um das Naturerlebnis. Der Hauptgrund von Jagd ist aber das Vermeiden von Wildschäden. Das Jagdrecht ist an den Boden gekoppelt. Um das umzusetzen, sind 1848 Menschen gestorben. Sie kämpften gegen den Adel, dem Jagdprivilegien zustanden. Jetzt muss das Jagdrecht gegen naturferne vegane Stadtguerilla verteidigt werden, so scheint es in den Kommentaren. Nichts ist dem Menschen seit Jahrtausenden natürlicher, als Wildtiere zu jagen und zu essen.

  • taz: **Frauen mit Jagdscheinen - Sie ballern, und das ist gut so**

    Was ist denn daran gut? Ich sehe nur, dass die Lust am Töten leider auch schon einige Frauen befallen hat.

    taz: **Aber der dringend notwendige Umbau unserer Wälder zu mehr Klimaresilienz funktioniert nicht ohne ein passendes Jagdmanagement, also weniger Wild.**

    Das Wort Management muss natürlich auch wieder irgendwie eingebaut werden, damit sich das mit der sinnlosen Jagd alles 'Wichtig und Richtig' anhört.

    In einem gesunden Wald übernehmen Beutegreifer das "Jagdmanagement", aber die will der menschliche Jäger natürlich nicht als Konkurrenz haben (deshalb werden sie auch gejagt), denn Rehe töten darf nur der Homo sapiens mit seiner Schusswaffe, aber nicht die natürlichen Jäger (Wolf, Luchs), die von der Natur dafür ja erschaffen wurden.

    Und auf die Jagd gehen, um nicht zu verhungern, muss heutzutage auch kein Mensch mehr in Deutschland - bis auf vielleicht arme sanktionierte Bürgergeldempfänger, aber das ist eine andere Geschichte.

    Im Schweizer Kanton Genf ist die Jagd übrigens seit über 40 Jahren verboten. Noch nie war die Biodiversität dort größer – und die Wildtierbestände regulieren sich dort von selbst.

    • @Ricky-13:

      "Im Schweizer Kanton Genf ist die Jagd übrigens seit über 40 Jahren verboten. Noch nie war die Biodiversität dort größer – und die Wildtierbestände regulieren sich dort von selbst."

      Leider absolute Fake News.



      Das kleine urbane Kanton Genf hat in einer knappen Volksabstimmung beschlossen, die Jagdausübung durch Privatmenschen (m/w/d) zu verbieten. Sowas würde auch bei einer Volksabstimmung in Berlin City raus kommen und taugt als abschreckendes Beispiel für direkte Demokratie.



      In Genf wurde aber nicht die Jagd verboten. Dort jagen (aka regulieren) jetzt vom Staat bezahlte Wildhüter und sie schießen sehr viele Wildschweine, weil die Schäden dadurch auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen zu groß wurden, sie schießen erstaunlich viele Rehe, weil die Schäden im Wald zu groß werden und sie schießen sogar erstaunlich viele andere Tiere.

      Also für Dinge, die früher von Privaten nicht nur ehrenamtlich übernommen worden sind, sondern die dafür sogar noch bezahlt haben und in der dazugehörigen Branche für Arbeitsplätze gesorgt haben, zahlt jetzt der Staat. Was für eine kurzsichtige und dumme Aktion diese Volksabstimmung war, sollte jedem deutlich sein.

      • @Otto Mohl:

        ***Was für eine kurzsichtige und dumme Aktion diese Volksabstimmung war, sollte jedem deutlich sein.***

        Besonders den ballernden Jägern ist das klar, die auch weiterhin ein "Hallali" blasen wollen, weil sie immer noch im Gestern leben und Tiere aus reinem Freizeitspaß töten möchten.

        Nach der Meinung des bekannten Förster Peter Wohlleben dient die Jagd nicht dem Naturschutz, sondern ist ein Freizeitvergnügen, das Wildbestände durch Fütterung ("Hege") künstlich hochhält.

        Ohne Jagd regulieren sich Tierbestände durch Nahrungsknappheit, Krankheiten und natürliche Feinde (wie Wolf, Luchs) selbst, was zu gesünderen Populationen führen kann - aber man erzählt lieber weiterhin das Märchen, dass es ohne Jäger:innen nicht geht.

        • @Ricky-13:

          "Ohne Jagd regulieren sich Tierbestände durch Nahrungsknappheit, Krankheiten und natürliche Feinde (wie Wolf, Luchs) selbst, was zu gesünderen Populationen führen kann",

          Auch falsch. Wir leben hier in keiner sich selbst regulierenden Natur.

          Der Fuchs ist Nahrungsopportunist. Er frisst, was so da ist. Viele Mäuse, in schlechten Zeiten holt er sich mal ein Huhn, nebenbei rottet er das Rebhuhn aus, in Berlin folgt er dem nicht-jagenden-Menschen (m/w/d) tief ins Stadtgebiet...

          Also eine sich selbst regulierende Beziehung Rebhuhn-Fuchs gibt es nicht.

          Dazu kommt noch allerhand rebhuhnkritisches mit Migrationshintergrund: Waschbär, Marderhund uvam.

          Nur Dank des ehrenamtlichen Engagements vieler Jäger gibt es überhaupt noch Restpopulationen von Rebhuhn, Kiebitz etc.

          Bester Beweis: der NABU, der nach außen spendengeldwirksam jagdkritisch ist, lässt in den betreuten Schutzgebieten Elektrozäune zum Schutz der Bodenbrüter errichten und Raubwild hemmungslos töten. Es reguliert sich da halt nichts.

      • @Otto Mohl:

        Dann haben die Genfer mit ihrer Volksabstimmung ja alles völlig Richtiges gemacht. Nicht mehr Privatinteressen bestimmen, sondern das Interesse der Allgemeinheit am Erhalt der Natur.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          "Dann haben die Genfer mit ihrer Volksabstimmung ja alles völlig Richtiges gemacht. Nicht mehr Privatinteressen bestimmen, sondern das Interesse der Allgemeinheit am Erhalt der Natur."

          Es gibt für die Natur ja keine Änderung. Es gibt weiterhin Jagd. So wie vorher.

          Nur durch den Beschluss einer informierten naturfernen urbanen Bevölkerung, zahlt diese urbane Bevölkerung jetzt für eine Leistung, die vorher ehrenamtlich und sogar gegen Bezahlung von anderen übernommen wurde.

  • Ja. Es braucht auch im Bereich Jagd ein Umdenken. Mir erschließt sich aber nicht, warum mehr Jagdscheine für Frauen dieses Umdenken zwangsläufig herbeiführen sollen. Es gibt auch genug Frauen, die rückständig denken. Tradwifes sind ja schon lange Thema. "Huntingwifes" sind also auch nicht zwangsläufig ein Fortschritt.

    Was gebraucht wird, sind fortschrittlich denkende Menschen. Egal ob männlich, weiblich oder divers. Denn wichtig ist der Inhalt des Kopfes, nicht der Inhalt der Hose.

  • finde ich gut! wider dem Patriarchat in dem man es sich aneignet.

    • @Usch Bert:

      Wollen Sie jeden Scheiß patriarchalischer Gesellschaften übernehmen?

      Kein Respekt, keine Liebe und Anerkennung des eigenen Geschlechts?

      Es gibt wahrhaftig Nachahmenswerteres als patriarchalische Gesellschaften.

      Matriarchate.

      Doch die Essenz des Menschen, Bewusstheit, ist jenseits von männlich und weiblich.

  • Schon etwas kitschig und trivialfeministisch leider. Derweil könnte man sich ja einen Haufen Gedanken machen über sinnvolle Maßnahmen im Wald, dem geht es bekanntlich schlecht, seit letztem Jahr auch keine CO2-Senke mehr

  • Ok Ok - may be. But

    Mal vom Hut mit Gams/🐗/Bart des Propheten



    Auf die 👣 - dh auf Mutter Erde/Vater Sand 🙀



    Na da/dort - Wo die ganze Ballerei stattfindet📯



    Genau Genau - die Jagdbezirke/reviere🦌🐗🐦‍⬛



    & meinen 👨‍🌾lichen Altvorderen mal ab - wa!



    Es begab sich nämlich zu der & vor der Meisten



    Zeit - daß icke zwecks praktischer Ausbildung



    Beim RegierungsPräsi Kassel - gut bewaldetes Nordhessen, in der Jagd&Domänen Verwaltung



    landete & dem passionierten Waldläufer. -



    Mund&Nase offen standen.



    Geld isses was zöhlt. Erst zahln 💰 dann ballern!



    Mit Egon Bahr gesprochen: laßt euch nichts anderes erzählen. Die ganzen, hier auch auf dufte Reingeschmeckten, sind doch bei 💡 besehen lediglich Tarnung Jagdtouris Staffage.



    Was sofort bei den einschlägigen Übersichten auffällt - die ja dott nicht so ganz plane Pläne ich sage nur Knüll & Co - ist aber so derart zerklüftet mit zerfledderten Jagdbezirken übersäht, daß dir glatt schwindelig werden könnte! Wenn ja, wennste nicht a weng vorgebildet, weißt was den Ballermännern so Sache ist: ein nütürlich völlig selbstloses allein hehren Zielen … bitte selbst einsetzen… dreist gelogen isses eh - Anliegen ist!



    “Wieso will der denn dess noch?…ff

    • @Lowandorder:

      Tja - hier fehlt dank 🐄 🐮 wie Quarantäne



      Die Quintessenz das erklärende Finale 🦌📯



      Naja das Wochenende is ja noch was lang!🪾-



      🥳🧐🤣 Wollnichtwoll

      • @Lowandorder:

        Na ok - nochmals der Rest 🦌📯

        “Wieso will der denn dess noch?…ff



        “Ja sehen Sie das denn nicht?



        Hier dieser kleine Bachlauf mit schrägen unbewachsenen Ufern! DAS - feine Reh Niederwildtal •



        “Ok Ok & warum will der hier dieses schmale Handtuch noch dazu haben?“



        “Ja! Das - ist auch ein Klassiker - aber anders.



        Schauns - damit stößt er am Ende des schmalen Streifens an das Nachbarrevier!



        UND das! Ist bekannt für seine Roteilddichte 🦌🦌🦌 & da legt unser guter Mann einen feinen Maisacker an - Aniskügelchen auf die Blätter - kein 🦌 - kann da wiederstehen!



        Wechselt das Revier & ansonsten schön freies Schußfeld! Einen Hochsitz hat schon - ganz aus Versehen natürlich - passend aufgestellt!“



        usw usf - ein viertel Jahr lang! Kretins in 🤢

        So geht das ©️ Kurt Vonnegut



        — „Ich bin Skeptiker, kein Zyniker, ich misstraue nicht den Motiven der Menschen, sondern ihrer Intelligenz.“ …anschließe mich 🥳

    • @Lowandorder:

      Zur Zerklüftung, aber aus gutem Grunde, trägt auch intensiviertes Engagement bei. In einem persönlichen Gespräch erklärte mir André später, dass er erfolgreich war.



      /



      "André Hölscher stellt Antrag beim Kreis Steinfurt



      „Keine Jäger auf meiner Wiese“



      Ladbergen André Hölscher ist ein Gegner der Treibjagd. Auf seinem Grundstück in Ladbergen will er die Grünröcke nicht haben. Dafür hat er einen Antrag beim Kreis Steinfurt gestellt."



      /



      www.dzonline.de/mu...iner-wiese-2030329



      Wahrscheinlich kommt man auch an Tipps, wenn man entsprechend dort nachhakt.



      Strategien gegen Bejagung werden nicht nur von Tieren erdacht, auch mittels Technik kann es erfolgreiche neue Anwendungen geben. Wo ein Wille, da ein Weg.

      • @Martin Rees:

        Steinfurt - ausgerechnet! 🙀



        Steig jetzt nicht in bäuerliche Fama meiner Altvorderen 👨‍🌾👩‍🌾🧑‍🌾🌾🦌🐗



        & die Jägerei & durch von&zu🚪zu ein (derer v. Rantzau de.wikipedia.org/w..._(Adelsgeschlecht) Bismark/Sachsenwald etc) ein.



        Hatte mal dazu Wälder Willd Bauern Vieh 🐄🐮🐽 zum Besten gegeben



        🪚 Modderatistes! Woll



        Wer ließt & versteht heute nich zB



        John Berger Von ihrer Hände Arbeit - Trilogie - oder gar den klassischen klugen Peter Rosegger?!



        Volkers 🫦 “Allens Wind för de Hoffdör“ •

    • @Lowandorder:

      Wieso will der denn dess noch?…ff



      “Ja sehen Sie das denn nicht?



      Hier dieser kleine Bachlauf mit schrägen unbewachsenen Ufern! DAS - feine Reh Niederwildtal •



      “Ok Ok & warum will der hier dieses schmale Handtuch noch dazu haben?“



      “Ja! Das - ist auch ein Klassiker - aber anders.



      Schauns - damit stößt er am Ende des schmalen Streifens an das Nachbarrevier!



      UND das! Ist bekannt für seine Roteilddichte 🦌🦌🦌 & da legt unser guter Mann einen feinen Maisacker an - Aniskügelchen auf die Blätter - kein 🦌 - kann da wiederstehen!



      Wechselt das Revier & ansonsten schön freies Schußfeld! Einen Hochsitz hat schon - ganz aus Versehen natürlich - passend aufgestellt!“



      usw usf - ein viertel Jahr lang! Kretins in 🤢

      So geht das ©️ Kurt Vonnegut



      — „Ich bin Skeptiker, kein Zyniker, ich misstraue nicht den Motiven der Menschen, sondern ihrer Intelligenz.“ …anschließe mich 🥳

  • Ich bin sehr für Tierschutz.



    Allerdings sind "Jäger" nicht das entscheidende Thema, wenn es um Tierschutz geht. Das Thema ist die Massentierhaltung.



    Jagd ist sogar ziemlich nahe an der Natur - schliesslich "jagen" viele Tiere andere Tiere.

    • @T-Rom:

      Aber nicht mit Zielfernrohr und Schalldämpfer von einer geheizten Jagdkanzel aus.



      Manche Jäger brauchen fast einen Lift, um überhaupt dort hoch zu kommen.



      Und natürlich jagen viele Tiere andere Tiere, aber dann gehts um Nahrung und nicht darum, Köpfe und Hörner an die Wand zu hängen.

      • @Erfahrungssammler:

        Die allermeisten in Europa in der Jagd erlegten Tiere werden verzehrt. Ob man sich vom Hirsch danach noch das Geweih an die Wand hängt, ist für den Tierschutz völlig irrelvant.

        • @T-Rom:

          In einem Live-Gespräch wäre mir das eine Diskussion wert.

    • @T-Rom:

      Jagd hat überhaupt nichts mit Natur zu tun. Welche Tiere genau meinen sie jagen mit Schusswaffen und das obwohl ihnen genug alternativen zur Verfügung stehen.



      Jagen ist notwendig weil wir Menschen alle größeren Raubtiere vertrieben oder ausgerottet haben.



      Jäger müssen scharf beobachtet werden und das Töten sollte immer eine traurige Notwendigkeit bleiben und nicht zum Hobby werden.

    • @T-Rom:

      In der Tat, es gibt Diskussionen über Waidgerechtigkeit:



      "Waidgerechtigkeit



      Was die Chance des Entkommens des Wildes betrifft, so ist die Jagd mit dem Bogen ganz sicher gerechter*, als die Jagd mit modernen Schusswaffen. Je näher der Jäger dem Wild ist, desto eher wird es ihn auch entdecken und doch noch flüchten können. Demnach wird der Bogenjäger auch immer eher bei Wild zum Schuss kommen, welches durch Jugend, Alter, Krankheit oder Verletzung geschwächt und entsprechend unvorsichtig ist."



      /



      intuitivbogen.at/b...it-pfeil-und-bogen



      /



      Den Diskurs kann man auch gut auf d. philosophische o. theologische Ebene verlagern:



      "Vor zehn Jahren hat der Priester Rainer Hagencord das „Institut für Theologische Zoologie“ in Münster gegründet. Im Interview sagt er, was unser Verhältnis zu Tieren und Pflanzen mit Macht in der Kirche zu tun hat."



      kirche-und-leben.de 2019



      Weiter:



      "Deutungshoheit über die Lebensführung von Menschen liegt damit bei einer männlich hierarchisch dominierten Kirche.“



      Letztendlich stehe „die Machtfrage im Raum“. Wenn die Kirche sagen würde, dass Gott den Menschen ganz unmittelbar auch in Tieren und Pflanzen begegne „und wir ohne..."

      • @Martin Rees:

        Also die Machtfrage ist wohl um ein vielfaches eklatanter, wenn es um die Massentierhaltung geht. Es scheinen die Debatten um die Jagd sehr oft emotional geleitet, anstatt von einer rationalen Betrachtung des Tierwohls.

        • @T-Rom:

          Das ist und bleibt richtig, aber der Titel war:

          "Frauen mit Jagdscheinen



          Sie ballern, und das ist gut so"

          Die anderen Baustellen kenne ich selbstverständlich auch.

  • Hier mal Auszüge aus dem Buch "Jagen, Sex und Tiere essen: Die Lust am Archaischen".

    Jäger als Ersatz für Großraubwild, Jäger als Bekämpfer von Wildschäden und Seuchen, Jäger als Naturschützer und Biotop-Pfleger, Waidgerechtigkeit... Ein Jäger, der diese Gründe für die Jagd anführe, würde lügen.

    "Wir jagen nicht, um das ökologische Gleichgewicht herzustellen...



    es ist nur eine Rechtfertigung für unsere Triebe und Wünsche"

    Und aus dem Buch "Die Leidenschaft des Jägers".

    "Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben. Leidenschaftlich Jagende wollen töten. Jagd ohne Mord ist ein Begriff, der sich selber aufhebt."

    Dieses Töten aus Lust soll jetzt auf einmal ok sein, nur weil Frauen den Abzug drücken?

    • @_Mephisto_:

      Gutes Zitat, Mephisto, danke.

    • @_Mephisto_:

      Ist halt Teil der menschlichen Natur.



      Der Mensch ist ein jagendes Säugetier, qua Herkunft und Evolution.

  • Der massive Mangel an Empathie und Liebe für die Tiere im Wald, vorwiegend Rehe, Hasen, Wildschweine, macht mich sprachlos.

    Die süßen Viecher sollen abgeknallt werden um die Wälder klimaresilienter zu machen?

    Kriegen gewisse Linke den Absprung aus dem anthropozentrischen mickrigen Weltbild nicht gebacken? Welche Arroganz!

    Hat es gewissen Linken noch nicht gereicht ihre nicht gelebten Anarcho-Trips auf Wölfe zu projizieren und diese in Deutschland als Bürgerschreck zu installieren? Mitte 2026 werden es etwa 4000 sein, die höchste Wolfsdichte weltweit. Bedeutet über 5000 zerfetzte Rinder, Mutterkühe, Kälber, Schafe, Pferde und Ziegen. Die weitaus größere Zahl von Waldtieren noch gar nicht gerechnet.



    Laut grünen NGOs greifen Wölfe auch keine Menschen an. Das hat der Wolf wohl nicht mitgekriegt, der letzten Sommer einem Sechsjährigen schwere Bisswunden an Achsel, Brust, Rücken und Gesicht zufügte und sich nur von mehreren Erwachsenen vertreiben ließ.

    Sowohl auf männliche als auch weibliche Jäger (und lokale Wölfe) kann der Wald, die Tiere in ihm und alle Menschen, die Tiere lieben, verzichten.

    Jäger:innen? Nein danke!

    Nieder mit der Jagd!

    Der Wald gehört den Tieren!

    • @shantivanille:

      Sie sollten wirklich mal wieder aus dem Haus gehen, vielleicht sogar in einen Wald. Sie könnten ja mit einem größeren Park anfangen, Grunewald oder so, zum Kennenlernen.



      Aber mit der LIebe für die Tiere im Wald wäre ich erstmal zurückhaltend, Wildschweine reagieren auf ungeschickte Annäherungsversuche manchmal zickig.

      • @Brobdignag:

        "Sie sollten wirklich mal wieder aus dem Haus gehen, vielleicht sogar in einen Wald."

        Ein köstlicher Satz, der in meinem Freundeskreis Lachsalven ernten wird.

    • @shantivanille:

      Lt. den Zahlen füttern "wir" über den Umweg Viehwirtschaft die Wolfspopulation und die hat keinen Bedarf an schnell rennenden Rehen und Aggro-Bachen.

      • @Hugo:

        Ein einzelner Wolf frisst im Jahr etwa 50 bis 60 Rehe, wobei die Zahl stark von der Verfügbarkeit anderer Beutetiere wie Hirschen oder Wildschweinen abhängt. Pro Tag werden ca. 3–4 kg Fleisch benötigt. Ein Wolfsrudel (ca. 5–7 Tiere) erbeutet durchschnittlich alle paar Tage ein größeres Tier, was zu einer jährlichen Zahl von ca. 120 Rehen führen kann.



        Nahrungsbedarf: Ein Wolf benötigt im Schnitt 3-4 kg Fleisch am Tag, kann aber nach der Jagd bis zu 10 kg aufnehmen und dann mehrere Tage fasten.



        Beutespektrum: Die Nahrung besteht zu über 90% aus wildlebenden Huftieren, wobei Rehe, Rothirsche und Wildschweine die Hauptrolle spielen.

    • @shantivanille:

      Meinen Sie das echt ernst? Sie sind gegen Jäger*innen und mehr Wölfe gleichzeitig? Dann haben sie keine Ahnung wie gesunde Ökosysteme funktionieren und wie sehr eine Überpopulation an Großwild und auch Hasen der Nahrungskette und somit vielen anderen Tieren schadet. Nicht nur durch die reine Menge an Tieren, sondern weil sich ohne den Jagddruck das Verhalten ändert… Wölfe sind übrigens auch Tiere, denen somit auch der Wald gehört und will man nicht genug Wölfe müssen eben Jäger ran. Man kann nicht beides nicht wollen…

      • @Maxime Musterfrau:

        Das klingt ja schrecklich.

        Man darf gar nicht dran was die Natur bei der Entwicklung von Wäldern seit etwa 400 Millionen Jahren und der Entwicklung von Säugetieren seit etwa 300 Jahren alles falsch gemacht hat.

        Und der Mensch alles richtig. Bis auf ein paar Kleinigkeiten:

        Wenn ich z. B. "Artensterben" google: "Das aktuelle Artensterben ist ein massiver, menschengemachter Verlust an biologischer Vielfalt, bei dem Schätzungen zufolge täglich bis zu 150 Tier- und Pflanzenarten unwiderruflich verschwinden. Als sechstes großes Massensterben der Erdgeschichte bedroht es rund eine Million Arten, vor allem durch Lebensraumzerstörung, Klimawandel, Verschmutzung und Übernutzung."

        Und Wölfe sind tolle, wunderschöne Tiere. Doch man sollte ihnen einen größeren Lebensraum gönnen. Nicht unbedingt in einem der dichtbesiedelsten Länder der Welt.

        • @shantivanille:

          Sie argumentieren an der Frage vorbei. Ich sage ja nicht, dass ich beides nicht will, so wie sie. Sie drücken sich vor der Antwort, wie eine Nahrungskette und ein Ökosystem ohne große Jäher funktionieren soll. Die eben auch Teil dieser langen Evolutionsgeschichte sind und deren Nicht-Vorhandensein, Teil des menschlichen Eingreifens ist. Sie wollen mit einer Kontrolle der Wolfspopulation jetzt erneut eingreifen, während sie gegen Eingriffe sind…. häh?! Die Wölfe können ganz gut selbst entscheiden, ob das Habitat funktioniert, funktioniert es nicht wandern sie ab oder reproduzieren sich weniger. Wenn wir hier eingreifen und die Population eines wichtigen Faktors für ein Ökosystem künstlich niedrig halten müssen wir diese Rolle ersetzen. So schwer ist das echt nicht zu verstehen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass wir überall auf der Welt Schäden an Ökosystemen anrichten. Ihre Argumente hierzu sind wirklich wirr. Es gibt eine schöne Doku über die Wiedereinführung von Wölfen im Yellow Stone. Hier können Sie mal nachsehen, was der ökologische Gewinn einer für den Grad des Großwild angemessenen Population ist.

  • Nicht nur beim Abknallen von Tieren, sondern auch in den Sparten von zB Militär, Serienmord und illegalen Autorennen sind Frauen unterrepräsentiert.



    Fragt sich nur ob es erstrebenswert ist in solchen Bereichen einen weiteren Aufwuchs durch die berechtigte Forderung nach Geschlechtergerechtigkeit herbei zu führen.



    Vielleicht gibt es auch einige 'klassisch männliche' Domänen, bei denen weniger ein geschlechtergerechter Aufwuchs, als vielmehr ein generelles Schrumpfen zum allgemeinen Vorteil gereichte?

  • Gut dass die Bejagung von Schal- und anderem Schadwildwild jetzt geschlechtsneutraler und hoffentlich breitenwirksamer durchgeführt wird. Generell sollten viel mehr Menschen in Deutschland sich naturnah mit gesundem und artgerechtem Wildbret versorgen können. Eine Demokratisierung des Jagdrechts ist eine der ältesten Freiheitsforderungen, die schon 1848 ganz weit vorne stand.



    Niemand verwehrt den Tierfreunden und Veganern ihre Freizeitvergnügungen und Ernährungsweisen, bitte seid doch ebenso tolerant gegenüber Andersdenkenden- und -essenden!



    Und auch wenn ich selber nicht jage, bin ich froh dass es die Jagd gibt, mit den paar Exemplaren zugegebenermaßen selbstgerecht auftretenden Jägern bin ich stets nach kurzer Diskussion gut klar gekommen, einfach auf das freie Betretungsrecht von Wald und Flur und die entsprechenden Waldgesetze verweisen, dann ist Ruhe und man wünscht sich einen schönen Tag, sowie ein frohes Weidwerken....

  • Noch keinem hier wurde widersprochen, dass Jagd auf Tiere scheiße ist, egal welches Gender schießt. Auch der Mordvorwurf wurde akzeptiert. Außer ich mache es:

    Jagd ist scheiße. Widerspruch = Massenmordbeteiligung.

    • @Troll Eulenspiegel:

      Pfft. Manche Parolen sind ihrer schnöden Einfachheit halt so offenkundig, dass es gar nicht nötig ist zu widersprechen.

    • @Troll Eulenspiegel:

      Niemand kann Tiere, die gegessen werden sollen, tiergerechter halten als Reh und Wildschwein freilebend im Wald.

      • @rero:

        Wer gibt uns eigentlich das Recht, Tiere zu essen? Die Natur etwa? Sprechen drei Gründe dagegen:

        1. Wir sind kognitiv so überlegen, dass wir das Zerreißen von Beute als grausam empfinden können.



        2. Wir sind auch kognitiv so überlegen, die Massentierhaltung anzuprangern und zu boykottieren. Meine Theorie geht davon aus, dass der westliche Veganismus weniger religiös motiviert ist, sondern wegen der furchtbaren Massentierhaltung.



        3. Wir sind Omnivoren. Wären wir Karnivoren würde es eventuell zu hohen Suizidraten kommen, da unsere kognitiven Erkenntnisse nicht mit einer Moral zu vereinbaren wären. Oder "Veganer" mit einem karnivoren Magen essen dann nur noch künstliches Fleisch.

    • @Troll Eulenspiegel:

      Neulich hörte ich die Biologin und Spezialistin Frauke Fischer aus Würzburg zu Ökologie, KI und "invasiven Arten". Da differenziere ich dann selbst auch schon zunehmend, wenngleich Marderhund, Goldschakal etc auf den ersten Blick ganz putzig wirken.

    • @Troll Eulenspiegel:

      Mord ist die heimtückische Tötung eines Menschen aus niederen Beweggründen. Anders gesagt: diese Gleichsetzung ist so ungefähr das Maximum an Menschenverachtung, was man so formulieren kann.



      Ich respektiere ja Ihren Selbsthass, aber dass "Jagd scheiße ist" erklären Sie doch bitte gelegentlich dem Baumbestand, oder generell allem, was irgendwie wie ein noch halbwegs intaktes Ökosystem aussieht. Wenn ich keine Wölfe, Luchse und Bären will, brauche ich irgendein anderes Regulativ. Biologische Populationen funktionieren so, tut mir ja auch leid.



      Dass es dagegen unter Jäger:innen genügend gibt, die sich jedes beliebige Schimpfwort redlich verdienen: das ist leider vollkommen richtig.

  • Klar, sobald Frauen an die Gewehre kommen, wird alles besser. :)

    Ist es nicht eher so, dass man dafür geschlechtsunabhängig eine bestimmte Neigung / Interesse / Geld haben muss? Nur ist es heute vielleicht leichter an den Jagdschein zu kommen.

    Wer sind überhaupt die jungen? GenZ?

    • @fly:

      Anekdotische Evidenz: Ich kenne tatsächlich eine Jägerin, GenZ, durchaus nicht unwoke, die sich weitgehend vegetarisch ernährt mit der einzigen Ausnahme: Wild, das sie selbst geschossen und Fisch, den sie selbst gefangen hat. Wäre jetzt nicht meine Herangehensweise, aber ich finde sie konsistent und auch sicher nützlich im Hinblick auf industrielle Tierhaltung.

  • Fragt mal, was für Parteien die aufstrebenden Jungjägerinnen wählen...

    Solange nicht auch in der rot-grünen Klientel ankommt, dass Jagd zu 100% Hege ist und Hege zu 90% aus anderen Aktivitäten als "Bambis Abknallen" besteht (und alles zusammen ein verdienstvolles Hobby ist), wird die Jägerschaft emehheitlich konservativ und entsprechend "standesbewusst" bleiben. Zugegeben: Ernstgenommene Hege ist auch viel mehr Arbeit als ein paar Bürgergarten in der Stadt. Da gerät der Idealismus dann schon mal an seine harten Grenzen... ;-)

    Der "ÖJV" ist übrigens im Kern eine knallharte Lobbyorganisation der Fortswirtschaft. Möge er klein bleiben.

    • @Normalo:

      Vielen Dank auch dafür, dass ich jetzt wieder das Bild von Herrn Amthor in angemessener Verkleidung mit dem Riesenschalldämpfer auf dem Herr-über-Leben-und-Tod-Werkzeug eine Zeitlang nicht mehr loswerde.

      • @Erfahrungssammler:

        Wenn ich mir mein Posting so anschaue und dann Ihres, beschleicht mich das Gefühl, dass dieses Bild schon vorher in Ihren Kopf war und nichts was ich schreiben könnte, es da wegbekommt..

        • @Normalo:

          Das stimmt, manche Bilder/Leute sind wie Herpes.

  • Gut ist einzig, daß mal offen gesagt wird, daß Frauen genau so Waffen- und Schiessgeil sind wie Männer.

    • @Alberta Cuon:

      Das Schießen und Töten gehört dazu, ist aber nur ein kleiner Teil der Aufgabe eines Jägers. Informieren Sie sich.

      • @Nachtsonne:

        Über was? Übers Tiere töten?

  • Hallo Maike Rademaker,



    wenn ich Sie richtig verstehe, ist in Ihrer Argumentation das Töten schwächerer Lebensformen (Wildtiere) ein legitimer Akt der Selbstermächtigung und trägt noch dazu zur Überwindung patriarchaler Machtstrukturen bei. Dies ist alleine aus ethischer, philosophischer und politischer Sicht ein problematischer Ansatz, da Gewalt reproduziert und Machtstrukturen verschoben werden (Frau gegen Sau). Gleichzeitig löst das keine der realen Probleme (zB ungleiche Bezahlung).

    Aus ökologischer Perspektive gibt es längst Konzepte des Wildtiermanagments, bei denen ein übermäßiges "Abballern" zur Bestandsregulierung nicht notwendig ist. Forst- und Naturschutz gehen auch anders.

    Für den "Generations- und Kulturwandel", den Sie als Ziel anführen, wäre es doch viel wirksamer, mehr Frauen/ FLINTA wären in Politik, in "Männerberufen," Führungspositionen, im Kulturbetrieb, meinetwegen auch bei der Bundeswehr oder im Schützenverein, wenn sie denn unbedingt ballern möchten. Genau in diesen Bereichen könnte weibliche Aggressivität viel mehr bewirken.

    • @tova069:

      Differenzierte Stellungnahme, danke.



      /



      "meinetwegen auch bei der Bundeswehr oder im Schützenverein, wenn sie denn unbedingt ballern möchten. Genau in diesen Bereichen könnte weibliche Aggressivität viel mehr bewirken."



      /



      "Psychologie



      Zulauf in Reutlingen: Warum Menschen gerne schießen



      Die Schützengilde Reutlingen und auch die Bogenschützen des PSV Reutlingen erleben gerade großen Zulauf. Schießkurse sind ausgebucht. Wieso ist das so? Was macht die Faszination des Schießens aus? Der GEA hat Experten dazu befragt und überraschende Antworten bekommen."



      Quelle gea.de



      /



      Bei berliner-zeitung.de



      "Jagd wird weiblicher



      „Ich jage für den Kochtopf“: Warum immer mehr junge Frauen zur Waffe greifen



      Der Wolf gehört ins Jagdgesetz, findet die Jägerin Linda Bottez. Und außerdem? Schießen ist ein Trend unter jungen Frauen."



      /



      Zum Beispiel kann ein Mensch auf seinen zwei Beinen im Vergleich zu anderen Raubtieren zwar nicht besonders schnell sprinten – aber das macht er mit seinem hohen Ausdauervermögen wett, das den anderen Arten und oft auch den Beutetieren in der Regel fehlt. Ein Mensch könnte ein Pferd im Marathon schlagen. Ähnliches leistet kein anderer heutiger Primat" ...Technik



      b. spektrum.de

  • Im Großen und Ganzen trägt die wachsende Zahl an Jägern nicht zu einer Ökologisierung des Jagdwesens bei. Auch der wachsende Frauenanteil bringt m.E. keinen "frischen Wind" in die Sache, weil eine Neuausrichtung der Jagd z.B. im Zusammenspiel mit dem Wolf nach ökologischen Kriterien einfach nicht stattfindet - und da trägt ganz sicher auch nicht die teils sehr kurze Ausbildung der Jägerinnen zu bei.

    • @Axel Donning:

      "Im Großen und Ganzen trägt die wachsende Zahl an Jägern nicht zu einer Ökologisierung des Jagdwesens bei."

      Kann man so sehen, muss man aber nicht. Es trägt auf jeden Fall nicht zur Ökologisierung des Jagdwesens bei, wenn man die Jagd ausschließlich denen überlässt, die sich als Einzelner eine Revierpacht leisten können. Es ist nämlich auch ein Trend, dass nicht mehr Einzelne, sondern Zweier-, Dreier-, oder Vierergruppen ein Revier pachten, weil sie sich als Einzelne (mehr oder weniger Berufstätige) weder Pacht plus Wildschadensregulierung leisten noch die Zeit zum häufigen Ansitzen nehmen können. Und damit braucht es eben mehr Jagdscheininhaber, wenn man Feld gerade nicht den "Traditionalisten" überlassen will...

    • @Axel Donning:

      Warum sollte ich den Wolf das Reh fressen lassen wenn ich es selbst gerne auf dem Teller hätte? Darüber hinaus dürfte es für das Reh deutlich angenehmer sein geschossen zu werden als lebendig von einem Wolf aufgerissen zu werden. Im übrigen bin ich als Mensch ebenfalls ein Teil der Natur und muss mich nicht hinausdefinieren lassen.

  • Ob nun Frauen oder Männer, die Jagd, besser Bestandskontrolle, gehört ausschließlich in staatliche Hände und nicht in die von Hobbymördern (Ja, Mord, denn alle Mordmerkmale sind erfüllt.).



    Zudem finden immer wieder Entgleisungen solch designierter Machtmenschen statt... z.B. Bedrohung von Spaziergängern, rumballern in der Nähe von Menschen (z.B. Reitern oder Hundegassigängern). Viel zu oft findet man sie mit Waffe auch angetrunken an.



    Auch Rettungshunde !mit Kenndecke! wurden schon erschossen.



    Ich spreche aus Erfahrungen.



    Ist scjön, eenn man die Natur genießen möchte und es ständig in der Nähe knallt.



    Besonders toll, wenn man mit seinen Kindern rausgeht.



    Diese Machtgeilen Waffenträger denken nämlich, sie wären Hilfspolizisten und ihnen gehört die Natur.



    Das gehört generell verboten.

    • @Mc Nair:

      "Auch Rettungshunde !mit Kenndecke! wurden schon erschossen."

      ❗Nicht nur Hunde:



      "Ein Jagdausflug in einem Waldstück in Warburg (Nordrhein-Westfalen) endet Anfang Januar tragisch: Der 23-jährige Kevin K. wird wohl versehentlich von seinem Freund erschossen. Das Entsetzen ist in Ostwestfalen groß und es stellt sich die Frage: Wie kann das passieren? Nun hat sich erstmals der Vater des erschossenen Kevin K. zu den tragischen Umständen geäußert – und Vorwürfe gegenüber dem Schützen erhoben."



      b. morgenpost.de 2026

      "Schuss löst sich beim Zurückgeben der Waffe



      Nachdem das Wildschwein im Fahrzeug verstaut war, reichte der 36-Jährige das Jagdgewehr wieder an den 57-Jährigen zurück. In diesem Moment kam es zur Schussabgabe. Das Projektil traf den 42-Jährigen, der sich in unmittelbarer Nähe befand, im Kopfbereich. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnte der alarmierte Notarzt nur noch den Tod des Mannes feststellen."



      b. tips.at 2026



      /



      "Tod bei der Jagd: War es ein Unfall -- oder war es Mord?



      Jedes Jahr gibt es alleine in Deutschland bis zu 40 Todesfälle im Zusammenhang mit der Jagd oder durch Jäger."



      b. abendblatt.de Oktober 2025

      In d. Regel werden somit mehrere Leben zerstört!

      • @Martin Rees:

        Tja, drum heißt es ja.



        Treffen sich zwei Jäger,



        Beide Tot.

    • @Mc Nair:

      Sie können Jäger*innen gerne im Sinne eines Werturteils als "Mörder" bewerten (ich sehe das anders), aber "alle" Mordmerkmale wären sicherlich selbst dann nicht regelmäßig erfüllt, wenn sie bei Tieren überhaupt zur Geltung kämen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Jäger*innen üblicherweise nicht zur Befriedigung des Geschlechtstriebs oder zur Ermöglichung oder Verdeckung anderer Straftaten Tiere erschießen.

    • @Mc Nair:

      Sind Kopfschlächter in einem Schlachthof dann professionelle Mörder für Sie? Sie sollten vielleicht Mörder durch Tiermörder ersetzen, dann wird Ihre Position durchaus diskussionsfähig.

    • @Mc Nair:

      Angetrunkene Jäger mit Waffe? Auch noch häufig? Wo denn? Es reicht schon betrunken am Steuer und der Jagdschein ist weg.

      • @Oma:

        Naja, wenn man mal das Pech hat, erwischt zu werden.



        Ich glaube aber, dass bei der Jagd wenig Alkohol-Teströhrchen zur Anwendung kommen, sondern dass "ein" Schnäpschen in Ehren oft zum guten Ton gehört.

    • @Mc Nair:

      "die Jagd, besser Bestandskontrolle, gehört ausschließlich in staatliche Hände und nicht in die von Hobbymördern"



      Aha, wer führt denn dann diese Tätigkeit für "den Staat" aus?



      Der Staat sind wir. Die gleichen Menschen.



      Aber allein an der Wortwahl 'Hobbymörder' ist ersichtlich wie Sie zu dem Thema stehen. Ihre Meinung sei Ihnen gegönnt, ausgewogen ist sie nicht.

    • @Mc Nair:

      Wenn Leute etwas als Hobby tun, sollte man das denen nicht verbieten um gleichzeitig die Tätigkeit teuer bezahlt durch den Staat erledigen zu lassen.



      Die genannten Auswüchse beseitigt man nicht automatisch indem man die Jagd nur noch Staatsbediensteten erlaubt. Die „machtgeilen Waffenträger“ machen das dann nicht als Hobby, sondern werden auch noch dafür bezahlt.

      • @MK:

        Richtig, machtgeile Waffenträger gibt's auch bei Polizei und Bundeswehr🤷



        Eine Verschiebung ins Beamtentum ist kein Allheilmittel

    • @Mc Nair:

      100% Zustimmung, auch aus ähnlichen Erfahrungen heraus. Wer meint, seine Komplexe durch Waffenbesitz und Töten von Tieren als Freizeitbeschäftigung ausleben zu müssen, gehört in Behandlung aber nicht auf dem Hochsitz.

      • @Flix:

        Das würde nichts bringen, denn bei dem Andrang wären die Wartezeiten zu lang.

  • Mir ist beim Lesen des Artikels ganz spontan eine andere, ebenfalls männliche Domäne eingefallen, dem ein Zuwachs von Frauen ebenfalls gut tun würde: die Bundeswehr.

  • Der Vorwurf "oft mit Adelstitel" ist ein nicht totzukriegendes und ausgelutschtes Stereotyp, das mehr über die Autorin und ihre Ahnung von der Jägerei aussagt.

    Das Gros der Jäger und Jägerinnen sind eben nicht Pächter, sondern sind Angehörige normaler Berufe, darunter auffallend viele Handwerker. Und die gehören selten dem Adelsstand an.

    Sie beteiligen sich mit einer Jahrespacht und übernehmen Hege und Pflege. Das heißt in dieser Jahreszeit auch Wildtierfütterung, zeitig Nistkästen aufbauen, verletzte Eulen in die Falknerei bringen, das Wildbret vermarkten, Lebensräume bedrohter Arten sichern, Wildschadensersatz leisten, z.B. gegenüber Bauern, wenn die Wildschweinrotte arg gewütet hat, Wildseuchen überwachen, Hochsitze instand halten, Wktildäcker pflegen.

    Das grüne Abitur, der Jagdschein, gilt neben der Fluglizenz wohl als die am schwierigste Prüfung nach eben diesem Abitur. Ja, es werden immer mehr Frauen - anders ließe sich die Jägerei heute auch nicht mehr verstehen. Es gibt einige bekannte YouTube-Kanäle von Jägerinnen.

    Toll ist auch ein Dokumentation des BR, die die Jagdschule von Diana Seyfried portraitiert: www.youtube.com/watch?v=o280rAj0vuk

    • @rakader:

      Mir scheint es tatsächlich so zu sein, dass die weit verbreiteten Vorurteile "progressiver" Zeitgenossen auf klassenkämpferischen Motiven beruhen - immerhin hört man sie nicht in ähnlichem Maße über die Angler, obwohl die bisweilen weit weniger waidmännisch unterwegs sind (catch and release ist in Europa immer noch verbreitet, obwohl der Fisch häufig qualvoll verendet).

      Wo ist der Unterschied? Weil eine Angelrute harmloser aussieht als eine Doppelläufige? Weil ein Karpfen nicht so süß ist wie ein Rehkitz oder ein Karnickel? Oder doch, weil mat mit der Jagd eher den Grafen mit Gutshaus und ausgedehntem Waldbesitz verbindet als den netten Nachbarn, der sich am Wochenende mal ein Ruderboot mietet und ein paar Forellen angelt? Ich vermute letzteres.

      • @Meister Petz:

        Bin Angler und wegen "catch & release" aus dem Verein ausgetreten. Finde dieses Wettangeln widerwärtig. Auch wenn mich die Lizenz nun mehr kostet, will ich nichts mit einer solchen Kultur gemeinhaben. Wenn ich etwas fange, landet es auf dem Teller mit allem Respekt gegenüber der Kreatur.

        Ich glaube Ihre Beobachtung mit klassenkämpferischen Reflexen trifft es ganz gut.

  • Zutreffende Beobachtung

    Zitat: "Die Zahl junger Frauen mit Jagdschein wächst.“

    Dies ist eine wohl zutreffende Beobachtung, anzutreffen in vielen politischen Biospären…

  • Niemand braucht einen Jagdschein. Lasst die Tiere in Ruhe!

    • @TeeTS:

      Nöh, ich will hin und wieder eines Aufessen, da ich als Allesfresser (siehe Gebiss, Verdauungsorgane, etc.) ebenfalls ein Teil der Natur bin. Ob das sein muss, wenn man pflanzliche Alternativen hat, ist natürlich trotzdem eine berechtigte Frage.

  • Danke - auch fürs Fotto 🦌 📯🦌🌳🌲🪾



    Als alter Waldgeher - ich liebe Karikaturen:



    www.akzentehome.de...-kein-schwein.html



    &



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    & soweit kommt’s noch 📯🦌📯! Wollnichwoll



    share.google/HNCWj1j7YOermS0Lv

  • Jagdmanagement und Ökodienstleister? Man kann aber auch wirklich alles schönreden! Eine Drückjagd ist dann wohl Teambuilding für Schalenwild?

    • @FraMa:

      Nöh, ist eher eine Ernte. Aber Sie haben schon einen Punkt, denn schön ist eine Drückjagd nicht.

  • Ich konnte einige Einblicke in die "Jagd-Szene" bekommen. Es gibt da riesige Unterschiede - das geht von modernen, fortschrittlich denkenden JägerInnen bis zu gruseligstem Pseudo-Traditionalismus, gepaart mit Rassismus und systemischer, massiver Überschätzung des eigenen Wissens und komplett fehlender Selbstreflektion - und das quasi Tür and Tür.



    Mich persönlich haben diese Einblicke abgeschreckt und ehrlich gesagt habe ich vor einem Teil der Jägerschaft ganz einfach Angst.



    Wie gesagt: Meine Erfahrungen, absolut nicht objektiv, aber so erlebt und zu einem Teil wirklich schockierend.

    • @Jeff:

      Beispiel



      "Schliefanlagen sind tierschutzwidrig, verwerflich und bedeuten für die eingesperrten und oft der Natur als Jungfüchse entnommenen Tiere die Hölle auf Erden. In größtenteils trostlosen und karg eingerichteten Zwingern, welche oft nicht den aktuellen Anforderungen des Säugetiergutachtens entsprechen, müssen die Tiere ihr Leben fristen."



      www.wildtierschutz...chsjagd-tierschutz



      Weiter:



      "Versteckt vor den Augen der Öffentlichkeit, abgelegen im Wald oder der Einöde, verborgen hinter meterhohen Mauern. Die Tierquälerei und das Leiden der Füchse soll die Öffentlichkeit nicht mitbekommen."

      taz.de 2023



      "Tiere aus Spaß zu töten, ist schlecht. Sie einzusperren, unter Todesangst durch Tunnel zu jagen und sie mit Stöcken zu malträtieren: mindestens doppelt schlecht. Teile der Jägerschaft sehen das freilich anders und erheben diese Mordübungen sogar zur Identitätsfrage.



      Schliefenanlagen heißen die Orte, an denen diese Tierquälerei im Namen der Tradition passiert. Hier bilden JägerInnen ihre Hunde aus, an lebenden Füchsen."



      Titel:



      "Füchse werden systematisch gequält



      Kommentar von



      Lisa Bullerdiek"



      Wie krank ist das denn, wer macht so was?

    • @Jeff:

      MMn. sind Ihre Erfahrungen sehr wohl objektiv, wenn auch wahrscheinlich nicht auf alle zutreffend.

  • Man kann erzählen, was man will, aber Menschen, die mit Waffen auf Tiere schießen aus "einer Tradition heraus" haben in unserer Gesellschaft nichts zu suchen. Wenn man Tierbestände aus welchen Gründen auch immer dezimieren muss, soll das tierschutzgerecht geschehen mit Betäubungsschuss und anschließender Injektion mit einer tödlichen Substanz. Zudem verfügen soviele Menschen über Waffenscheine, dass mein Vertrauen in die ausstellenden Behörden bezüglich gründlicher Hintergrundprüfung nicht sonderlich ausgeprägt ist.



    Zudem sollte man die Jäger gegenüber Haustier-Besitzern schadenersatzpflichtig machen, auch für den immateriellen Schaden, wenn sie "aus Versehen" Haustiere töten. Die Sachkunde kann ja nicht so groß sein, wenn 10000tausende Haustiere jährlich den JägerInnen zum Opfer fallen. Diese Gesellschaft hat sich ja auf den Standpunkt gestellt, dass Tiere im juristischen Sinne "eine Sache" sind. Daher ist es ja in dieser Logik nur folgerichtig, dass man eine solche Sachbeschädigung hoch bestraft. Eine Sache ist ja dann mehr Wert, als ein Tierleben.

    • @Hatespeech_is_not_an_opinion:

      Es mag etwas unpassend sein, aber ich schreibe es trotzdem: Wenn Sie die Wahl haben zwischen Giftspritze und erschossen zu werden, dann empfehle ich dringend Letzteres. Bei einem waidgerechten (sorry für die Wortwahl) Schuss ist es sofort vorbei, bei einer Giftspritze nicht notwendigerweise. Siehe zahlreiche schreckliche Hinrichtungen mit der Giftspritze in den USA.

      • @Nachtsonne:

        Kann ich so nicht bestätigen. Leider musste ich ein heftig erkranktes Haustier einschläfern lassen. Unter Sachkunde hat das gerade mal ca. 20 Sekunden gedauert. Zunächst wird ein Beruhigungsmittel injeziert, um Panik zu verhindern und kurz danach das eigentliche tödliche Mittel. Das ist wohl Standard-Praxis bei VeterinärInnen.

    • @Hatespeech_is_not_an_opinion:

      "Man kann erzählen, was man will, aber Menschen, die mit Waffen auf Tiere schießen aus "einer Tradition heraus" haben in unserer Gesellschaft nichts zu suchen."

      Warum? Können Sie das über die Behauptung hinaus begründen?

      "Zudem sollte man die Jäger gegenüber Haustier-Besitzern schadenersatzpflichtig machen"

      Das ist bereits gegeben. Durch die Jagdhaftpflicht.

      Bitte informieren Sie sich besser, bevor Sie unbelegte Non-Facts verbreiten. Das macht ihre Ablehnung nicht glaubwürdig.

    • @Hatespeech_is_not_an_opinion:

      Bei den vielen Haustieren, die Sie ansprechen handelt es sich wohl überwiegend um Katzen. Die töten nach Schätzungen in Deutschland jährlich 200 Millionen Vögel. soll man jetzt die Haustier-Besitzer dafür schadenersatzpflichtig machen, die sich diese Tiere zu ihrem Privatvergnügen halten?



      Ich finde es richtig, wenn die Jäger den Bestand an verwilderten Katzen etwas dezimieren. Hauskatzen in der näheren Umgebung des eigenen Hauses sind davon nicht betroffen.

      • @Thomas2023:

        "Tatsächlich sterben bundesweit schätzungsweise mehrere Zehntausend Katzen und weit über hundert Hunde jedes Jahr auf diese Art und Weise – und das größtenteils legal. Denn in den meisten Bundesländern ist der Abschuss dieser Haustiere laut dort geltender Jagdgesetze unter bestimmten Umständen erlaubt. So dürfen Jäger*innen eine Katze bereits dann töten, wenn sie dem Tier mehr als 200, in manchen Bundesländern auch 300 oder 500 Meter vom nächsten bewohnten Gebäude entfernt begegnen."



        "Oft zitieren Jäger*innen wissenschaftliche Studien, die den Einfluss von Katzen auf Kleintiere und Vögel belegen sollen. Viele davon sind jedoch bei näherer Betrachtung entweder wissenschaftlich nicht haltbar oder weisen zumindest grobe Mängel auf“. Quelle: Dt. Tierschutzbund



        Verwilderten Populationen begegnet man tierschutzgerecht mit Kastration und Aussetzen. Es ist bereits jetzt gesetzlich grundsätzlich verboten gesunde Tiere grundlos zu töten. Das zu Ihrer Information und Ihren Nicht-Argumenten.

      • @Thomas2023:

        "Tatsächlich sterben bundesweit schätzungsweise mehrere Zehntausend Katzen und weit über hundert Hunde jedes Jahr auf diese Art und Weise – und das größtenteils legal. Denn in den meisten Bundesländern ist der Abschuss dieser Haustiere laut dort geltender Jagdgesetze unter bestimmten Umständen erlaubt. So dürfen Jäger*innen eine Katze bereits dann töten, wenn sie dem Tier mehr als 200, in manchen Bundesländern auch 300 oder 500 Meter vom nächsten bewohnten Gebäude entfernt begegnen."



        Als Grund für die Jagd auf Hunde und Katzen nennen Jäger*innen den Schutz von Wildtieren. Doch in der Realität stellen diese Haustiere nur eine sehr geringe Gefahr dar. „Oft zitieren Jäger*innen wissenschaftliche Studien, die den Einfluss von Katzen auf Kleintiere und Vögel belegen sollen. Viele davon sind jedoch bei näherer Betrachtung entweder wissenschaftlich nicht haltbar oder weisen zumindest grobe Mängel auf“. (Quelle: Dt. Tierschutzbund).



        Einige Bundesländer haben sogar ein Verbot für den Abschuss von Haustieren. Überpopulationen begegnet man durch Kastrationsprogranme besser, als mit "Abschuss".

      • @Thomas2023:

        Tja, die vielen, vielen Katzenvideos zeigen ihre Wirkung, alle wollen die kleinen Vogelkiller.

        SPEKTRUM: "Die traurige Stunde der Gartenvögel"

        "Die Vögel, die übrig bleiben, werden schließlich mit einer extrem hohen Zahl an Fressfeinden konfrontiert: Freigängerkatzen, von denen es in Deutschland mehrere Millionen gibt und zu denen noch weitere Millionen verwilderte Hauskatzen kommen. Im Siedlungsbereich leben mitunter Hunderte Katzen pro Quadratkilometer, wie eine britische Studie ermittelte – weit mehr, als unter natürlichen Bedingungen möglich wäre. Kein Wunder, dass Katzen als größte Einzelursache für Vogelopfer in Deutschland gelten."



        www.spektrum.de/ko...rtenvoegel/2307261

    • @Hatespeech_is_not_an_opinion:

      Kann man dann auch die Haustier-Besitzer schadensersatzpflichtig machen für die 200 Millionen Vögel die von Katzen jedes Jahr ALLEINE in Deutschland gewildert werden ?(www.vogelwunderwel...l-fressen-katzen/)

      • @Günter Witte:

        Falsch-Information. Kann man sich schon die Frage stellen, wem es nützt. Informieren Sie sich bitte zum Thema beim Deutschen Tierschutzbund. Danke.

      • @Günter Witte:

        Nachgewiesen falsche Fakten. Hier wird die Front seitens der JägerInnen-Freunde aufgemacht, um ihr rücksichtsloses Verhalten zu rechtfertigen. Wie wäre es denn zunächst mit Warnschüssen, wenn man so sehr um die Flora und Fauna besorgt ist? Oder befriedigt es den "eigenen Trieb" nicht ausreichend?

      • @Günter Witte:

        Katzen wildern nicht. Sie tun einfach nur das, was in ihrer Natur liegt. Sie sind Raubtiere und jagen.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Ach so, dann ist es ja kein Problem wenn wir bald keine (Sing) Vögel mehr haben dafür aber immer mehr wildlebende Katzen. Und es gibt ja nicht nur wildernde Katzen sondern auch wildernde Hunde, aber die wollen sicherlich auch nur spielen ...

          • @Günter Witte:

            Sie verlangen von Tieren moralisches Verhalten. Das ist aber Unfug.

            Und die Katzen sind eine super Ablenkung vom eigentlichen Problem. Der Mensch vernichtet die Nahrungsgrundlage vieler Vögel, indem er mit Insektiziden massenweise Insekten tötet.

            Statt also Tiere dafür zu verurteilen, dass sie sich so verhalten, wie es die Natur vorgesehen hat, sollten wir mal vor der eigenen Haustür kehren.

    • @Hatespeech_is_not_an_opinion:

      Die Killer aus Passion haben in einer Gesellschaft, wie sie Ihnen und mir gefallen würde, nichts zu suchen.



      In "unserer" Gesellschaft sind sie lediglich eine dazu passende Erscheinungsform.

      • @Erfahrungssammler:

        Ich staune selbst was aus dem Konzept der gesellschaftlichen Gewaltlosigkeit geworden ist.

  • Betrifft auch Euren Beitrag zu MINT und Frauen: taz.de/Mathe-Natur...-Technik/!6149057/



    ~~~~~~~~~~~~~~~



    Kurz: Super! Bitte helft, 'männlichen Logiken' Grenzen aufzuweisen! Hier Beispiel 1) für männliche Logik: "Um Havarien im SUEZ-Kanal, wie bei Evergreen, zukünftig zu vermeiden, muss der Kanal so Breit wie Lang werden! Punkt !! Macht das!" Beispiel 2) "Um den kleinsten Geheimnissen des Universums auf die Spur zu kommen, brauchen wir unbedingt einen Hadronenspeicherring in Größe des Erdumfangs. Los jetzt..." Und viele weitere 'männliche Logiken', die zum Teil auch verherrende... Ihr ahnt es ?!? Ich bin ein wenig ratlos und hilfsbereit. Danke für Eure Abeit/Zeit. Olaf Eitner.

  • "Den Jagdschein kann man mittlerweile in kurzer Zeit machen, der Aufwand ist überschaubar, die Kosten sind es auch. Das lockt junge Jägerinnen und Jäger"



    Kosten sind allenfalls relativ überschaubar.



    Für viele ein Hindernis.



    Auch eine Alternative zum Schießen:



    "Falknerausbildung



    Die Beizjagd darf grundsätzlich nur mit einem gültigen Falknerschein ausgeübt werden. Auch die Haltung von einheimischen Greifvögel zur Beizjagd (Habicht, Wanderfalke und Steinadler) ist nur mit dem Falknerjagdschein erlaubt. Die Falknerprüfung zur Erlangung des Falknerscheins erstreckt sich auf folgende vier Sachgebiete:



    Greifvogelkunde, insbesondere Kenntnisse der Lebensverhältnisse und -bedingungen der Greife und Falken einschließlich des Greifvogelschutzes,



    Haltung, Pflege und Abtragen von Beizvögeln



    Ausübung der Beizjagd, Haltung und Führung von Hunden und Frettchen für die Beizjagd sowie die Versorgung und die Verwertung des gebeizten Wildes,



    Rechtsgrundlagen"



    Quelle jagdschule-ajn.de

    • @Martin Rees:

      Dass man den Jagdschein mal ebenso in kurzer Zeit machen kann, ist ein Gerücht und wird auch durch Marketing nicht wahrer.

      Die Falknerei ist da nur ein Ausschnitt und rein praktisch deutlich anspruchsvoller. Sie ist kein Ersatz für da grüne Abitur, höchstens eine Ergänzung.



      Für den Jäger ist es aber gut Falkner in seiner Umgebung zu wissen, um verletzten oder verlassenen Jungtieren gute Überlebenschancen zu geben..

    • @Martin Rees:

      Schön wär's.

      Der Falknerschein allein reicht nicht, um auf Beizjagd gehen zu dürfen. Je nach Bundesland ist die absolvierte Jägerprüfung oder zumindest ein "kleiner" Jagdschein (ohne Waffenkunde und Schießprüfung) notwendig. Alles in Allem kommt es auf sehr ähnliche Kosten.

      Davon abgesehen ist die Beizjagd ein (für Viele) schönes Hobby aber an sich gänzlich ungeeignet, den Wildbestand nennenswert zu regulieren. Dazu ist der Aufwand pro erjagtes Wild um ein Vielfaches zu groß, und selbst für Adler sind die schädlichsten Wildarten einfach zu schwer gebaut.

      • @Normalo:

        Neulich traf ich in einem Wohngebiet an der Grenze zum Wald einen Falkner, der sein Tier an die "Wohnumgebung" gewöhnen wollte, er hatte nach seiner lehrreichen Erklärung den Auftrag, den benachbarten Friedhof wegen einer "Kaninchenplage" zu bejagen.



        Auch gegen andere "tierische (Mit-)Bewohner" in urbanen Destinationen sind Falken als lebendige (?Wunder-)Waffe bereits als "hilfreich" eingeschätzt worden.



        Bei fr.dr



        "Die Stadt Limburg hat entschieden: Ein Falkner darf die Taubenpopulation reduzieren. Die Entscheidung stößt auf heftige Kritik von Tierschützern.



        Limburg – Die Frage, ob Tauben durch einen Falkner getötet werden sollten, hat in Limburg und darüber hinaus für Aufsehen gesorgt. Nun haben die Bürgerinnen und Bürger ihre Entscheidung getroffen."



        Ob es einen ausreichenden Wirksamkeitsnachweis gab, konnte ich noch nicht erfragen.

        • @Martin Rees:

          Gegen Kaninchen und Tauben im Stadtgebiet sind Greifvögel natürlich 100% effektiver als schießende Jäger - weil die da nicht schießen können. Das ist aber dann doch eher ein schmales Nischenphänomen, wenn es um Alternativen in der Jagd insgesamt geht.

        • @Martin Rees:

          Ein Studienkollege hatte den offiziellen Auftrag der Stadt, die Brutkästen der Tauben allabendlich zu kontrollieren und die Eier gegen Gipseier auszutauschen. Einfacher und wirksamer als jeder Falke...

          • @Heike 1975:

            Gegen Kaninchen aber hilft dieser Einsatz eher:



            "Mit Wüstenbussard und Habichten aktiv gegen die Kaninchenplage



            Hackhausen · „Als Falkner ist man Teil einer perfekten Symbiose aus Falkner, Greifvogel, Hund und Frettchen.“ schwärmt Horst Brings, „man ist der Natur näher als bei der Jagd mit der Flinte.“ Wüstenbussard, Wanderfalke, Buntfalke, Habichte – wenn es um Greifvögel geht, wird der begeisterte Biker mit seinem langen Zopf besonders zahm."



            b. erft-kurier.de



            "„Als Kind habe ich einmal einen jungen Falken gefunden und ihn großgezogen“, erinnert sich Horst Brings. Schnell schloss der heute 61-Jährige das Tier in sein Herz. Seine Vorliebe für die Greifvogel blieb – bis heute. Im Alter von nur 15 Jahren löste er seinen ersten Falknerschein"



            ebda:



            "Brings selber nutzt die Beizjagd für die Stadt Jüchen oder andere Auftraggeber. „Auf einigen Friedhöfen herrscht eine Kaninchenplage“, erklärt er, „mein Hund sucht die Kaninchenbauten, das Frettchen jagt sie heraus und der Habicht oder Wüstenbussard fängt sie dann."



            In diesen v. Menschen gemachten "Habitaten" ist sowieso nichts natürlich, aber diese Jagd vielleicht noch am nächsten dran an einem natürlichen Vorgang als Analogie im Zyklus.

    • @Martin Rees:

      Für die Falknerprüfung muss man bereits vorher einen Jagdschein vorlegen. Insofern nicht Alternative, sondern Zusatzqualifikation.