Mathe, Naturwissenschaften und Technik: Frauen entscheiden sich häufiger für MINT-Studium
Immer mehr Frauen studieren technische, mathematische oder naturwissenschaftliche Fächer. Doch in einschlägigen Ausbildungsberufen bleiben sie selten.
Foto: Kerstin Kokoska/Funke Fotoservices/imago
dpa | Ein Studium im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) kommt für immer mehr junge Frauen in Betracht. Im Jahr 2024 war in diesen Studienfächern mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Erstsemester weiblich, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das ist beim Anteil ein neuer Höchststand, nachdem der Frauenanteil hier zehn Jahre zuvor noch 5 Prozentpunkte weniger betragen hatte.
Langfristig ist die Gesamtzahl der MINT-Studienanfänger einschließlich der jungen Männer allerdings zurückgegangen. Im Studienjahr 2024 waren es mit rund 318.800 jungen Menschen 5 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor. 113.265 von ihnen waren weiblich.
Im Vergleich zum Jahr 2023 stieg die Zahl der MINT-Studienanfängerinnen und -anfänger um 3 Prozent. Das war eine etwas größere Steigerung als in der Gesamtheit der Erstsemester, deren Zahl um 2 Prozent auf 823.900 kletterte.
Deutlich seltener ergreifen junge Frauen einen MINT-Ausbildungsberuf. Von den 167.700 Anfängern in den einschlägigen Berufen waren im Jahr 2024 nur 12 Prozent weiblich. Das ist nur eine minimale Steigerung um 1 Prozentpunkt im Vergleich zu 2014. Besonders selten wollten junge Frauen Elektronikerin, Anlagenmechanikerin oder Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikerin werden.
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