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„Cash only“ in DeutschlandMehr als jeder Zweite scheitert beim bargeldlosen Bezahlen

Viele würden gern öfter mit Karte oder Smartphone zahlen, das zeigt eine Umfrage. Doch viele Orte nehmen nur Bargeld.

dpa | Mehr als jeder zweite Erwachsene konnte in Deutschland in diesem Jahr mindestens einmal nicht wie gewünscht bargeldlos bezahlen. Mit 56 Prozent lag der Anteil in der jüngsten YouGov-Umfrage für den Genoverband sogar höher als 2021 mit damals 45 Prozent.

Die Mehrheit derjenigen, die eine Rechnung entgegen ihrer Planung statt mit Karte oder Smartphone doch mit Schein und Münze begleichen mussten, berichtet von zwei bis fünf Fällen im laufenden Jahr (28 Prozent). Insgesamt wurden im August 1.534 Erwachsene repräsentativ befragt.

Klingbeil-Vorstoß findet Zustimmung

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will Geschäfte und Restaurants verpflichten, künftig zusätzlich zum Bargeld auch digitale Zahlungen mit Karte oder Handy zu akzeptieren. Eckpunkte für eine solche Regelung sind in der Abstimmung, Ziel des Finanzministeriums ist, dass ein Gesetzentwurf noch in diesem Jahr im Kabinett beschlossen und dann 2027 umgesetzt wird. Für den Staat hat digitales Bezahlen Vorteile: Weil solche Zahlungen immer dokumentiert werden, werden Steuerhinterziehung und Geldwäsche erschwert.

Unter den Vorständen der Volksbanken im Verbandsgebiet des Genoverbandes, das alle Bundesländer außer Bayern und Baden-Württemberg umfasst, findet eine Akzeptanzpflicht von Kartenzahlungen und digitalen Zahlungen mehrheitlich Zustimmung: Gut drei Viertel (77 Prozent) von 196 befragten Vorständen befürworten dies. Zugleich sind fast die Hälfte (49 Prozent) dafür, dass Bargeld bis zu einer bestimmten Höchstgrenze verpflichtend angenommen werden muss.

„Das Smartphone und die Karte werden zunehmend zum Dreh- und Angelpunkt für Bankgeschäfte und Zahlungsverkehr – gleichzeitig bleibt es den Menschen aber auch wichtig, die Option einer Barzahlung zu haben“, argumentiert der Vorstandsvorsitzende des Genoverbands, Michael Hoeck. Ziel der Volks- und Raiffeisenbanken sei es, ihren Kundinnen und Kunden Wahlfreiheit zu bieten.

Hat Bargeld eine Zukunft?

Vier von zehn der befragten Verbraucherinnen und Verbraucher gehen davon aus, dass ihre persönliche Bargeldnutzung in den kommenden Jahren abnehmen wird, deutlich (20 Prozent) oder zumindest etwas (21 Prozent). Dass sie häufiger mit Schein und Münze zahlen werden, erwarten 6 Prozent.

Passend dazu sagen 49 Prozent der Umfrageteilnehmer – unter Jüngeren mit noch größerem Anteil – sie würden gern häufiger mit Karte oder Smartphone bezahlen: wenn es mehr Möglichkeiten dafür gäbe, sie zugleich an der Ladenkasse Bargeld abheben könnten oder sie einen besseren Überblick hätten, wo bargeldloses Bezahlen möglich ist.

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124 Kommentare

  • Suryo

    Häufig sind die Orte, die keine Karte nehmen, auch die, die nie einen Kassenbon geben.

    Looking at you, Spätis of Berlin.

  • pitti platsch

    ...DPA Meldung, kein Taz Autor. Da ist der Tenor klar. Wer Bargeld abschafft macht das Bankensystem reicher ( va. bei kleinen Händlern) und schafft Privatsphäre ab,

  • Alex_der_Wunderer

    ⛔️ Jeder Zweite hat kein Bock auf die totale Überwachung, sollte es wohl in der Headline heißen ❗️



    Dafür nicht , kann ja mal passieren, liebe Taz.

    • Tom Tailor

      @Alex_der_Wunderer:

      Wenn man den Kontext des Artikels liest ergibt sich eher eine ganz andere Headline:

      "Jeder Zweite konnte gelegentlich seine Einkäufe nicht bargeldlos bezahlen".

  • MarsiFuckinMoto

    Man sieht hier mal wieder, wie rückständig Deutschland im Vergleich zu fast sämtlichen anderen Staaten in Europa agiert. Selbst im hinterletzten Kaff im südwestlichsten Irland kann ich an einem Streetfood-Imbiss mit Karte zahlen, oft sogar ausschließlich. Warum ist das in Deutschland nicht möglich? In den Dönerläden „meines Vertrauens“: Keine Kartenzahlung möglich, für jeden zweiten Späti gilt das Gleiche. Warum wohl? Könnte es daran liegen, dass dem Finanzamt unter Umständen nicht alle Einnahmen gemeldet werden? Deutschland wird von alten Menschen für alte Menschen regiert, das Ergebnis sieht man hier. Dasselbe gilt bei so ziemlich jedem anderen Feld der Digitalisierung. Und als Gegenargument kommt dann „Vater Staat soll nicht wissen was ich kaufe“, oder „Nur Bares ist Wahres“. Dem würde ich entgegnen: Was juckt es mich, ob der Staat weiß wieviele Döner ich esse, was ich einkaufe oder wie oft ich beim Späti bin?! Und für viele Urlaube sind Kreditkarten unerlässlich, oder hat mal jemand in letzter Zeit versucht in einem Hotel (insbesondere im Ausland) ohne Kreditkarte einzuchecken? In den USA, England, Irland, Italien etc. war dies (zumindest bei uns) überhaupt nicht möglich...

    • PartyChampignons

      @MarsiFuckinMoto:

      Könnte auch daran liegen, dass die Geschäfte oder der Dönerladen ihres Vertrauens Gebühren für die Kartenzahlung bezahlen müssten, worauf die (verständlicherweise) keinen Bock haben. Die Kosten dafür werden dann übrigens ans uns Kunden weitergegeben......

      • Thomas Böttcher

        @PartyChampignons:

        Das wären bei Kleinunternehmern maximal 0,3% pro Transaktion.



        Also bei einem Döner der 8€ kostet sind das 0,024€.



        Daran wird's wohl nicht liegen. 😉😉



        Zwinker, zwinker.

        • EffeJoSiebenZwo

          @Thomas Böttcher:

          Könnte mir vorstellen, dass es da eine Umsatz-unabhängige Grundgebühr je Transaktion gibt? Dann sieht das nämlich schon anders aus.

  • Ritchie

    Geschäfte die kein Bargeld akzeptieren müssen auf mich als Kunden verzichten

    • AliceMirrow

      @Ritchie:

      Geschäfte, die nur Bargeld akzeptieren müssen (fast alle) auf mich als Kunden verzichten

    • MarsiFuckinMoto

      @Ritchie:

      Was im Umkehrschluss heißt, dass sie nie im Internet bestellen? Das sie Go-Fund-me Aktionen nicht unterstützen werden? Schicken Sie der TAZ Bargeld, falls Sie hier einen freiwilligen Beitrag leisten wollen? Flugreisen dürften dann ebenfalls ausfallen, das gleiche gilt für Carsharing usw... Mich würde ganz ernsthaft interessieren, wie Sie mit diesen Einschränkungen Ihren Alltag gestalten, insbesondere auf meine Beispiele bezogen (und wie gesagt: gar nicht böse oder hämisch gemeint, es ist ganz ernsthaftes Interesse!).

  • FtznFrtz

    Bargeld ist Freiheit, wann ich was erwerbe ist meine Sache, elektronisches Zahlen hinterlässt immer Spuren. Auch wenn es schneller geht.

    • Demokratischer Segler

      @FtznFrtz:

      "...elektronisches Zahlen hinterlässt immer Spuren."



      Ja, da gebe ich Ihnen vollkommen recht. Gaaanz schlecht für Steuer- und Sozialkassenbeitragshinterzieher und Geldwäsche!

  • Markus Schäfer

    In den letzten Monaten ist mir aber auch das Gegenteil immer öfter untergekommen, da war kein Bargeld möglich.

  • Philippo1000

    Die Initiative aus dem Finanzministerium ist zeitgemäß.



    Es ist kein Geheimnis, dass in Branchen mit viel Bargeldverkehr auch Geldwäsche möglich ist.



    Wir hatten da gerade so einen Fall vor der Haustür, der Barber Shops, Döner und Pizzaläden betraf.



    Der Besitzer sitzt jetzt.



    Wenn es ums „große Geld“ geht , wird gerne von dem Schatz gesprochen, der bei der Steuerhinterziehung zu heben wäre.



    Seltsamerweise kritisieren in der kommune teils die Gleichen Leute Maßnahmen, die zum Aufdecken von Steuerhinterziehung führen können.



    Da sieht man*frau wieder, wie Wenigen es oft um Inhalte und Lösungen geht.



    Es ist gut, dass Maßnahmen gegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung ausgebaut werden.



    Die bessere Vernetzung der Behörden ist da ein weiterer Baustein.



    Arbeitgeber, die so Steuern und Sozialabgaben „sparen“ schaden uns Allen.



    Insbesondere werden die „Angestellten“ um Ihre Sicherheiten betrogen, oft werden auch die Mindestlöhne nicht gezahlt.

  • R. Mc'Novgorod

    Bargeldlosen Bezahlen ist ein weiterer Schritt in die totale Überwachung. Wenn hier irgendwann ( hoffentlich nicht) mal wieder Menschen fliehen oder in den Untergrund aufgrund eines totalitären Systems gehen müssen, sieht es düster aus.

  • Andreas Schulz

    Ich bin sehr leidenschaftlich für den Erhalt des Bargeldes. Besonders schlimm finde ich, wenn staatliche Angebote nur per App erreichbar sind, wie beispielsweise das Deutschlandticket. Hier werden Menschen ausgeschlossen, die nicht technikaffin sind, insbesondere also ältere Menschen und Leute die einfach kein Smartphone haben wollen. Wir sollten uns das analoge Leben nicht so einfach nehmen lassen. Es dürfte fast aussichtslos sein, es zurück zu erobern, wenn es uns in erheblichem Ausmaß aus den Händen genommen wurde. Aus "es ist doch alles so praktisch" könnte ein "wir sind dystopisch fremdbestimmt" werden.

  • sollndas

    Ich scheiterte auch kürzlich beim bargeldlosen Bezahlen. Weil ich auf dem Touch-Display meine PIN nicht korrekt eingeben konnte, wegen Essentiellem Tremor [1].



    [1] de.wikipedia.org/w...ssentieller_Tremor

    • marilyn.hanson

      @sollndas:

      Tja, Kollision der Staatsziele "gläserneR Bürger*in" und "Inklusion". Auf Härtefallregelungen bleibe ich gespannt!

  • vieldenker

    Meinetwegen online für alle, dann aber auch Bargeldannahme verpflichtend. Dann könnten sich auch städtische Parkhäuser, die Unimensa und der öffentliche Nahverkehr nicht mehr verweigern.

    • marilyn.hanson

      @vieldenker:

      Wenn mir sowas unterkommen würde, dass gesetzliche Zahlungsmittel nicht akzeptiert werden, würde ich es bis rauf zu den EU-Gerichten durchklagen. Meine 80jährige Mutter konnte sich vor dem Arzttermin auch kein bargeldloses HVV-Ticket holen, sie hat es dem Busfahrer so gesagt, und er hat ihr Bargeld zwar nicht annehmen können, sie aber so für lau mitfahren lassen.



      Wer mein Geld nicht will, der hat offenbar schon genug!

  • Michel76

    Müsste die Überschrift nicht eher heissen, dass in 99,999 Prozent aller Fälle ein problemloses bargeldloses Bezahlen möglich war?



    So wie es da steht, hört es sich doch sehr nach Mimimi auf sehr hohem Nievau aus.



    Ansonsten einfach bar zahlen, funktioniert seit vielen vielen Jahren immer super und man unterstützt dabei keine Grosskonzerne beim Abkassieren und Datensammeln.

  • Christoph Frohn

    "Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will Geschäfte und Restaurants verpflichten, künftig zusätzlich zum Bargeld auch digitale Zahlungen mit Karte oder Handy zu akzeptieren".

    Was ist das wieder für eine Bevormundung?



    Ich kann doch selber entscheiden, ob ich in ein Restaurant ohne Kartenzahlungsmöglichkeit gehen möchte, warum muß der Staat hier eingreifen und die Betreiber zur Anschaffung eines (teuren) Kartenterminals zwingen?

    • Nordlicht4711

      @Christoph Frohn:

      Na weil nirgendwo so viel beschissen wird wie in der Gastronomie und im Barbershop.

    • Astrid Sehnefeld

      @Christoph Frohn:

      Mehr Bürokratie und mehr Aufwand für den kleinen Bäckermeister - der eh schon mehr Buchhaltung macht als alles andere.



      Weltfremd und handwerksfeindlich - wie alles von der SPD seit Schröder.

      • Machiavelli

        @Astrid Sehnefeld:

        Da geht es eher um Steuerhinterziehung

      • marilyn.hanson

        @Astrid Sehnefeld:

        Leider schon wieder Zustimmung von meiner Seite.

  • Hans Dampf

    Nur Bares ist Wahres



    Wem wie mir mal die Kredit-Karte im Urlaub versagt hat und nicht genug Bargeld dabei hatte, der weiß wie wenig so ein Stück Plastik wert ist. Bargeld braucht keinen Strom, kein Lesegerät, kann nicht "defekt" werden. Nur Bares ist Wahres. Zudem geht es Vater Staat nichts an, was ich wann und wo kaufe.

  • NoMeansNo

    Was für ein Clickbait. Diese Leute "scheitern" doch nicht beim Bezahlen, sondern es wird eben nur nicht angeboten. Ich "scheitere" also täglich beim Autofahren, weil ich keins habe?



    So eine irreführende Überschrift hätte es in der gedruckten taz nicht gegeben ;-)

    • Sonntagssegler

      @NoMeansNo:

      Stimmt eigentlich 😊

  • Éljen a Magyar

    An der Supermarktkasse immer mit Karte bezahlen, aber gleichzeitig an der selben Supermarktkasse Bargeld abheben wollen - wie soll das bitte funktionieren?

    • Vigoleis

      @Éljen a Magyar:

      Wenn in Supermarktketten der Service angeboten wird, muss der Supermarkt auch für das Bargeld vor Ort sorgen. Es handelt sich hier nicht um quasi einen kleinen Bargeldumlauf, also nur Bargeldauszahlung von Bargeldeinnahmen.

    • Hans Dampf

      @Éljen a Magyar:

      Geht doch heute schon an fast jeder Supermarktkasse.

  • hedele

    Seit Paypal mir vor über einem Jahr das Konto aus nicht nachvollziehbaren Gründen gestrichen hat, bin ich misstrauisch geworden. Ich will plötzlich nicht mehr von zweilichtigen TechBros abhängig sein.



    Ich genieße jetzt viel mehr als früher überall in Europa mit den gleichen gleichermaßengültigen wie gleichgültigen Geldscheinen bezahlen zu können, ohne auf etwaige Systemschranken Rücksicht nehmen zu müssen oder irgendwelche Datensätze zu hinterlassen.



    Außerdem macht mir das Kalkulieren mit mittelalterlichem Kleingeld sogar viel mehr Spaß äls früher. Es ist zum Sport geworden, die Münzenanzahl im Portefeuille nicht über 5 anwachsen zu lassen, und dabei den Smalltalk mit der leicht genervten Kassierin zu genießen - ein Gefühl grenzenloser Freiheit, wie Schurwolle statt Polyester.

    • Ahnungsloser

      @hedele:

      Wie machen sie das in Skandinavien, den Niederlanden oder England? Also alles mit Bargeld zahlen. Da gelangen sie schnell an Systemschranken

      • Kloetzchenschieber

        @Ahnungsloser:

        Anschließe mich. Ich war neulich mit meinem Fiets mehrere Tage in den Niederlanden unterwegs und hatte mir vorsorglich Bargeld mitgenommen – man weiß ja nie.



        Nirgendwo konnte ich mit Bargeld bezahlen, ob in Unterkünften, Restaurants etc.

  • vom 3. Stern

    Die Frage Bar oder Karte/Handy/Online erinnert mich an die Debatte um das Verlassen der üblen US-Broligarchen-Plattformen X/Twitter, Facebook, Instagram, WhatsApp & Co - längst ist bekannt, wie falsch es ist dort zu bleiben und dadurch die Macht von Musk, Zuckerberg & Co zu unterstützen, aber aus Bequehmlichkeit und peinlichen "weil-die-anderen-dort-sind"-Gründen wechseln noch zu wenig Leute ins algorythmen- und werbefreie Fediverse (Mastodon), Signal, Threema & Co.

    Ich gehöre da eher zu den 6%, die künftig eher noch mehr bar bezahlen werden, und ich bin sicher, dass zB diese ganzen Supermarkt-Apps mich irgendwann SEHR teuer zu stehen kommen würden.

    Falls dieser Bezahl-App-Zwang käme, hoffe ich sehr, dass die Gebühren dafür separat auf das Produkt aufgeschlagen werden. Als Barzahler will ich die nicht mitbezahlen.

  • Tom Tailor

    "Mehr als jeder Zweite scheitert beim bargeldlosen Bezahlen"

    Es geht doch nichts über reisserische Überschriften mit zweifelhaften Inhalt :D

    Was nach einem Skandal klingt, ist in Wahrheit doch eher eine Lappalie: "Mehr als jeder zweite Erwachsene konnte in Deutschland in diesem Jahr mindestens einmal nicht wie gewünscht bargeldlos bezahlen. "

    Das geht natürlich gar nicht. Fast jeder zweite hatte mind. EINMAL IM JAHR (!) das Pech, nicht bargeldlos zahlen zu können. Vielleicht weil der Mindesteinkaufspreis nicht hoch genug war (so mancher Kiosk lässt - zurecht - eine Kartenzahlung erst ab 10,00 € Warenwert zu). Also wenn DAS unsere Probleme sind, na dann.

    • Nordlicht4711

      @Tom Tailor:

      Wieso zurecht? Es ist doch gerade bei Kleinstbeträgen vorteilhaft für den Händler wenn mit Karte gezahlt wird. Gerade Münzgeld verursacht die meisten Kosten.

    • marilyn.hanson

      @Tom Tailor:

      Seltene Zustimmung von mir.

  • Eule4

    Warum die zwingende Kopplung mit dem Bankkonto? Anonyme Aufladekarten (mit Bargeld, per Überweisung oder mit Bankkarte aufzuladen) wäre auch eine Option. Oder eben der Kauf von Gutscheinkarten zB des Stammsupermarktes mit Bargeld. Kartenzahlung per se ist nicht schlecht, aber dass ständig Bankdaten preisgegeben werden schon. Gerade bei Kleinstgeschäften sollte man von der Bezahlung mit Bank- oder Kreditkarte absehen, da dem Kartenbetrug durch abgegriffene Daten Tür und Tor geöffnet werden. Bequemlichkeit ja, aber nicht um jeden Preis.

    • Nordlicht4711

      @Eule4:

      Damit nichts abgegriffen werden kann sollte man den NFC Chip nutzen und nicht den Magnetstreifen

    • Oleg Fedotov

      @Eule4:

      Gerade bei den erwähnten Kleinstbeträgen sehe ich kaum noch jemand zwischen 12 und 35, der diese mit Bargeld zahlt.



      Die Schüler nur noch zwangsweise im Pausenverkauf, aber sonst nicht. Scheint noch ein fundamentaler generationenunterschied zu sein. Wobei ich im Sommer in Schweden war, und in drei Wochen kein Bargeld gesehen habe. Viele oder eigentlich fast alle hätten es auch nicht mehr angenommen. Vom Grundschulkind bis zu den hochbetagten zahlen dort alle mit karte und Handy, und auch alles. Sogar ein einzelnes Brötchen oder eine Kugel Eis. Bitte nur mit Karte.

    • Thomas Böttcher

      @Eule4:

      Was für „Bankdaten" werden denn da freigegeben oder sogar „abgegriffen"??



      Das sind genau die, die Sie auch ihrer Versicherung, Vermieter (o.ä.) geben, um am SEPA- Verfahren teilzunehmen. Nicht mehr und nicht weniger.



      Wenn sie zusätzlich noch die App des Supermarktes ihres „Vertrauens" nutzen, wird selbstverständlich ihr Einkaufsverhalten dokumentiert, was aber auch keine Auswirkungen auf ihre Bankdaten hat.

  • Utopeter

    Ich besorge Kleingeld an der Supermarkt Kasse (dran denken!) weil draussen der Typ mit dem Becher immer noch keine Karten akzeptiert.

    • Janix

      @Utopeter:

      In anderen Ländern haben Bettlers teils QR-Codes.

    • undnix

      @Utopeter:

      Das muss ja nicht so sein. In vielen Ländern - ich kenne es aus Lateinamerika - givt es ans Handy gebundene Zahlungssysteme, wie Pix in Brasilien oder Nequi in Kolumbien, und jeder Bettler oder Straßenhändler hat das.



      Trotzdem bin ich in D ganz froh, dass es noch Bargeld gibt, und nutze es viel mehr als Kartenzahlung.

      • PartyChampignons

        @undnix:

        Lustig, die Bettler, die ich hier so in meiner Stadt sehe, haben in der Regel keine Handys...

        • polytropos

          @PartyChampignons:

          Und das wissen Sie woher genau?

  • Westlahn

    Täusche sich niemand: dem Finanzminister geht es nicht um die Bequemlichkeit, man kann es auch Gedankenlosigkeit nennen. Ihm geht's um Daten . Ein wenig auch um Steuerhinterziehung. Die Meinungen gehen auseinander, ob da wirklich viel am Steuersäckel vorbei geht, weil bar bezahlt wird. Beim Autokauf vielleicht. Beim Kauf von Immobilien sicher -aber das ist schon verboten.



    Nein, der Staat will auch an die Daten. Was übersehen wird: Kartenzahlung bedeutet weiteren Geldabfluss in die USA . Die nächste Pipeline nach den großen Daten und Geldströmen an die US Techkonzerne. Und diese Ströme sind Kosten, Positionen in der Zahlungsbilanz. Die das zu versteuernde Geld verringern. Bei allen, die den Staat bisher nicht betrügen. Auf jeden Fall wird Deutschland wieder ein Stück erpressbarer. Und alle Deutschen werden endgültig gläsern . Für Konzerne, die dann wissen, wer wann wo ist. Wer diese Daten hat, weiß, wieviele und welche Soldaten wo einsatzbereit sind. Und diese Daten sind in einem Land, daß mit Datenschutz nicht viel am Hut hat.

  • Ricky-13

    Wer elektronisch mit Karte oder Smartphone zahlt, der erzählt dem System nicht nur was er kauft, sondern auch an welchem Ort er sich in dem Moment aufgehalten hat. Dass der Staat - oder andere daran "interessierte Leute" - gerne an sämtliche Daten des bargeldlosen Zahlungsverkehrs kommen möchten, geht anscheinend nicht in die Köpfe der Menschen hinein. Es macht sich keiner Gedanken, was bargeldloser Zahlungsverkehr auf Dauer für die Freiheit und die Privatsphäre des Bürgers bedeutet.

    Und gegen Steuerhinterziehung wird seit vielen Jahren nichts gemacht, warum sollte sich da jetzt etwas ändern? Wer das nicht glaubt, kann ja mal die ehemalige Oberstaatsanwältin Anne Brorhilker dazu befragen, denn die hat als Chefermittlerin nach zwölf Jahren Ermittlungsarbeit aufgegeben, weil sie unzufrieden mit der Verfolgung von Finanzkriminalität in Deutschland war und 'den politischen Willen zur lückenlosen Aufklärung vermisste'.

    • marilyn.hanson

      @Ricky-13:

      Naja, es soll französische Richter an internationalen Gerichten geben, die froh über "alternative Zahlungsmittel" wie Bargeld sein sollen, weil irgendein NATO-Fiesling dafür gesorgt hat, dass sie mit Kreditkarten "globaler" (sprich: US-) Unternehmen plötzlich nicht mehr bezahlen konnten.



      Ein Schelm, der dabei Böses denkt ...

    • Thomas Böttcher

      @Ricky-13:

      Sehr viel, was Sie hier Durcheinander würfeln.



      Wenn ich nur mit Karte zahle, geht der Standort nur an die Bank und nur an diese. Wenn ich mit Smartphone zahle, geht der Standort an Google oder IOS und wenn ich mit Markt-App zahle dann beobachtet der Markt zusätzlich mein Einkaufsverhalten.



      Alles der drei Dinge hat nichts mit meiner IBAN zu tun, die ich übrigens auch meiner Versicherung oder meinem Vermieter gegeben hab, um am SEPA- Verfahren teilzunehmen.



      Die einzigen mir bekannten Institutionen, die dann auf meine Kontoauszüge Zugriff haben (sofern ich sie freiwillig diesen gebe) sind das Finanzamt und das Jobcenter.

      • Ricky-13

        @Thomas Böttcher:

        Sie machen sich das ja sehr einfach mit der IBAN. Das Smartphone, mit dem man uns jetzt schon überwacht (Bewegungsprofil), haben die meisten Bürger schon in der Jackentasche stecken - egal ob sie damit nun bargeldlos zahlen oder nicht. Wie auch immer, George Orwell lässt jedenfalls schon mal grüßen.

        *... Zugriff haben (sofern ich sie freiwillig ...*

        Der 'Hartz4-Bürgergeld-Grundsicherungsempfänger' muss die Erlaubnis dem Jobcenter "freiwillig" geben, sonst bekommt er nämlich keinen Cent. Zum Glück wissen wir ja durch die Springerpresse und durch RTL-Bertelsmann, dass die wahren 'Geldabzocker' die Sozialhilfeempfänger sind - oder stimmt das vielleicht am Ende gar nicht? Schauen wir uns doch mal an, was eine im Auftrag der S&D-Fraktion des EU-Parlaments erstellte Untersuchung der University London ergab. Da kam heraus, dass jährlich den EU-Mitgliedstaaten schätzungsweise rund 825 Milliarden € durch Steuerhinterziehung entgehen. Deutschland liegt mit einem geschätzten jährlichen (!) Verlust von etwa 125 Milliarden € nur auf dem zweiten Platz hinter Italien - aber wenigstens die Silbermedaille.

        Es geht NICHT um Steuerhinterziehungen von großen Gaunern, es geht um den kleinen Bürger.

    • Westlahn

      @Ricky-13:

      Und es ist eine wirklich interessante Frage -vermutlich sogar eine gefährliche- warum diese Unwilligkeit in den 17 Finanzverwaltungen offensichtlich so unausrottbar ist. Eichel, Steinbrück, Schäuble, Altmaier, Scholz, Lindner, Klingbeil. Am deutlichsten wurde es noch unter Schäuble mit der Weigerung verfügbare Informationen über Steuerhinterzieher zu nutzen.



      Eine einfache Erklärung wäre: Steuerfahndung ist Ländersache. Ein Bundesland macht sich bei eher wohlhabenden Leuten unbeliebt - aber die Beute wandert woanders hin, im Zweifel nach Berlin.



      Aber das erklärt es eigentlich nicht. Vielleicht ist der Ablauf mit Hanno Berger ein Hinweis: Wenn die Steuerfahnder die Tricks sehen, erwerben sie die Qualifikation , die von den TäterInnen viel besser bezahlt wird als die Beamten vom Staat. Und auch Brorhilker musste sich am Beginn ihrer cum-ex-Arbeit die Tricks von Experten aus der Branche erklären lassen.

  • Biker-Ffm

    Ich bin im Nebenberuf selbstständig, kleinunternehmen (Gewinn 6-7000€ im Jahr) die Preise die meine Kunden bezahlen liegen zwischen 1,8€ bis ca 10 € was eher selten ist. Wenn ich durch den Gesetzgeber gezwungen werde Kartenzahlung anzubieten, würde ich das notgedrungen machen, allerdings würde ich bei Zahlungen unter 10€ 1€Gebühr nehmen und über 10€ 0,5€ . Der Aufwand für den ganzen Kram steht in keinem Verhältnis zum Gewinn.

    • Nordlicht4711

      @Biker-Ffm:

      Welchen Aufwand denn? Die Daten lassen sich per Knopfdruck mit der Buchhaltung verbinden. Bei Pflicht wären Gebühren nicht erlaubt. Warum auch? Bargeld kostet ebenso. Zählt sich ja nicht alleine.

    • marilyn.hanson

      @Biker-Ffm:

      Ja, aber es ist ja nur Dein Aufwand und Ärger! Die komischen Schattenbanken wie Paypal, ApplePay etc. - die übrigens einen irgendwie ungerechtfertigt besseren Leumund zu haben scheinen als - sagen wir mal: Schattenflotten - obwohl es ja in der EU nicht nur gesetzliche Zahlungsmittel, sondern sogar ec-Karten zu geben scheint - die streichen doch aus Deinem und der Kund*innen Ärger und bürokratischem Aufwand nette Gewinne ein. Mal verlierst Du, mal gewinnen die anderen - und irgendwie immer die gleichen geistlosen Tech-Bros ...

  • realnessuno

    Bargeldlos wird nicht funktionieren. Selbst der örtliche Edeka hatte schon zwei Mal Ausfälle in der Bezahlelektronik. Da ging NUR Bargeld :-)

    Davon abgesehen will man sich doch nicht noch mehr gläsern machen. Gerade empfindsame Personen, die viel auf die eigene Persönlichkeit und Individualität achten, sollten Bezahlkarten und Kundenkarten meiden wie die Teufelin das Weihwasser.

    Und was die Sache verschärft: Wenn viele Leute ihr Handy perverserweise zum Bezahlen an der Kasse hochhalten, dann müssen alle länger warten. Denn der Kassierer fragt nach "Apps" oder man muss nochmal wischen und Nein, dann woanders dagegen halten usw...

    Einfach das Geld auf den Tisch und gut!

    • Wolfgang Weikert

      @realnessuno:

      Am längsten muss man an der Kasse warten, weil Menschen mit Bargeld bezahlen und die Cents zusammensuchen. Wenn die dann noch etwas älter sind, kann das schon dauern. Am schnellsten geht es mit Karte! Ich bin 75 und mache das, so lange es das gibt. Keine Probleme gehabt.

    • Zippism

      @realnessuno:

      Ja, dieses neumodische Bezahlen ist wirklich eine Zumutung. Viel besser ist natürlich der Klassiker: „Ich glaube, ich hab’s passend.“ Und dann beginnt die große Schatzsuche nach 7,80 Euro aus Portemonnaie, Hosentasche und irgendwelchen geheimnisvollen Münzfächern. Wenn nach drei Minuten endlich 20 Cent fehlen, wird halt ein Zehner hingelegt und auf Wechselgeld gewartet. Hauptsache, niemand muss einmal kurz das Handy ans Lesegerät halten.

      • Andreas J

        @Zippism:

        Barzahlung dauert nicht länger und durch die ganzen blöden Rabatt-Apps teilweise sogar langwieriger.

        • Zippism

          @Andreas J:

          Doch, natürlich dauert Barzahlung im Durchschnitt länger. Das kann man sich natürlich auch schönreden. Karte oder Handy ans Terminal, kurzer Piepton, fertig. Beim Bargeld muss erst gezählt, übergeben, Wechselgeld herausgegeben und anschließend wieder verstaut werden.

          Dass irgendwelche Rabatt-Apps den Vorgang verlängern können, ist kein Gegenargument gegen Kartenzahlung. Das ist ein zusätzlicher Vorgang und hat mit dem eigentlichen Bezahlen nichts zu tun.

          Der perfekt vorbereitete Barzahler mit passend abgezählten 7,83 Euro ist natürlich genauso schnell wie der perfekt vorbereitete Kartenzahler. Im normalen Kassenalltag ist kontaktloses Bezahlen aber schlicht schneller und unkomplizierter. Daran ändert auch die persönliche Vorliebe für Münzen nichts

      • Westlahn

        @Zippism:

        Sorry, aber Barzahler an der Kasse sind nicht langsamer als die Karten- und Smartphone-Junkies. Das ist ein wohlgepflegter Mythos. Wenn sie von 3 Minuten schreiben, dann sind das allenfalls gefühlte 3 Minuten, die 20 Sekunden dauern. Und die sind die Ausnahme - und ein Wert, den Smartphonisten locker schlagen, wenn wieder irgendeine App es auch nicht passend hat.

        • Zippism

          @Westlahn:

          Natürlich kann Kartenzahlung länger dauern, wenn das Terminal streikt oder jemand erst seine App zusammensuchen muss. Beim kontaktlosen Bezahlen hält man Karte oder Handy ans Lesegerät und ist fertig. Kein Kleingeldzählen, kein „Moment, ich hab’s passend“, kein Umsortieren von Münzen und Scheinen und anschließend noch Wechselgeld entgegennehmen.

          Klar gibt es den perfekt vorbereiteten Barzahler, der exakt 12,47 Euro aus der Hosentasche zaubert. Genauso gibt es den Smartphonezahler, bei dem Apple Pay sofort funktioniert. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass beide Verfahren im Alltag grundsätzlich gleich schnell sind.

          Wer das bloße Halten eines Handys ans Lesegerät bereits als „pervers“ bezeichnet, hat vielleicht einfach eine etwas eigenwillige Vorstellung davon, was Fortschritt ist.

          • Michel76

            @Zippism:

            Das Problem liegt hier aber wohl eher daran dass man sich bereits eingeschränkt fühlt, wenn man mal 15 oder 20 Sekunden warten muss. Ich beobachte das öfters mal und habe dafür nur ein Schmunzeln übrig. Denn das gibt es nur in einigen wenigen mitteleuropäischen Ländern so. Bewohner der meisten anderen Länder nehmen das wesentlich gelassener :)

            • Zippism

              @Michel76:

              Es geht doch gar nicht darum, ob man 15 oder 20 Sekunden warten kann. Natürlich kann man das. Die Frage ist, welches Verfahren im Normalfall mit weniger unnötigen Schritten auskommt.

              Beim kontaktlosen Bezahlen hält man Karte oder Handy ans Terminal und ist fertig. Bei Bargeld muss man den Betrag zusammensuchen, übergeben, das Wechselgeld entgegennehmen und wieder verstauen. Das kann genauso schnell gehen, wenn man den passenden Betrag bereits in der Hand hat. Muss man erst Münzen und Scheine zusammensuchen, dauert es eben länger.

              Umgekehrt gilt natürlich auch: Wenn das Kartenterminal ausfällt, ist Bargeld unschlagbar. Deshalb ist es sinnvoll, beides als Möglichkeit zu haben. Aus gelegentlichen Ausfällen folgt aber nicht, dass Bargeld im Alltag grundsätzlich das effizientere Verfahren ist.

              Und dass Menschen in anderen Ländern gelassener warten, sagt ebenfalls nichts über die vermeintliche Überlegenheit von Bargeld aus.

              • marilyn.hanson

                @Zippism:

                Du kannst ja bei Ungeduld die fehlende Barschaft auch einfach aus eigener Tasche zahlen. Die 3 Minuten Ersparnis waren es mir auch schon ab und zu mal wert, wenn es um Centbeträge ging. Und die Dankbarkeit aller Beteiligten - einfach unbezahlbar!



                Aber cave: nur mit Bargeld.

  • Astrid Sehnefeld

    Bargeld ist Freiheit 🗽



    Persönliche Freiheit ist mir das höchste Gut.



    Es ist für mich immer verwunderlich, dass einerseits gerade junge Menschen so sehr für Datenschutz und Anonymität plädieren - auf Demos zum Beispiel - aber im selben Moment diese Generation quasi jeden Kaugummi mit dem Auflegen des Handys bezahlt und so ein komplettes Bewegungs- und Ausgabeprofil von sich erstellen lässt.



    Mein Geld ist meine Sache - weder Staat noch Konzerne geht das was an.



    Ein Hoch aufs Bargeld 💵

    • marilyn.hanson

      @Astrid Sehnefeld:

      Stimme Ihnen, selten genug, zu.

    • Thomas Böttcher

      @Astrid Sehnefeld:

      Wie viele Dampfloks werden denn derzeit noch verkauft? Dabei wäre diese Technik von Importen unabhängig, wenn man endlich wieder heimische Kohle zum Vierfachen des Weltmarktpreises förderte, die Verfahren sind wirklich sehr ausgereift und sicher.

      Wer Sarkasmus entdeckt, darf ihn behalten.

    • Narrenfell

      @Astrid Sehnefeld:

      wenn Sie denken, dass Ihr Bargeld davor schützt was Sie damit machen, dann irren Sie sich. Die Nummer auf dem Schein ist recht eindeutig und kann mittlerweile vom Automaten bis zum wieder Einzahlen recht lückenlos verfolgt werden. Und das wird gemacht.

      • hedele

        @Narrenfell:

        Da frage ich mich aber, was man mit der Nummer anfangen kann, die der Onkel meines Mandanten am Automaten gezogen hat, damit sein Neffe den Anwalt bezahlen kann, der wiederum den Geldschein beim Barrista seines Vertrauens hinblättert, der ihn dann erst wieder bei der Bank einliefert. Also weiß vielleicht die Sparkasse Rothenburg vom abhebenden Onkel und die Commerzbank Königstraße vom Barrista, mehr aber auch nicht. Von mir und vom Mandat dazwischen weiß keiner - jedenfalls nicht über den Zahlungsweg.

      • susonne

        @Narrenfell:

        ach? und wenn der hunderter im ersten laden abgegeben ist, sind die 95,- wechselgeld für viele ausgaben kein bißchen nachvollziehbar ;-)

    • susonne

      @Astrid Sehnefeld:

      So isses!

  • Clifford

    Ich finde auch, beides sollte möglich sein. Ich bin es aus Ostafrika gewöhnt, nie mit Bargeld herum zu laufen, und bei vielen Läden, die nur Bargeld akzeptieren, habe ich schon das Gefühl, dass sie Steuern hinterziehen. Daher liebe ich Kartenzahlung. Genauso sollte es aber auch kein Problem sein, bar zu bezahlen, zumal dafür ja auch Gründe sprechen. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass das zu viel verlangt ist von Gewerbetreibenden.

    • Blutsbruder WinnePuh

      @Clifford:

      Ist schon viel verlangt, ihnen scheint nicht bewusst zu sein, dass jeder Händler 0,10-0,48€ für jede Transaktion zahlen muss. Gerade für Händler mit geringen Gewinnmargen kann das ein bedeutender Einschnitt sein.

      • Encantado

        @Blutsbruder WinnePuh:

        "...dass jeder Händler 0,10-0,48€ für jede Transaktion zahlen muss. Gerade für Händler mit geringen Gewinnmargen kann das ein bedeutender Einschnitt sein."



        ...was mittel- bis langfristig schlicht Preiserhöhungen bedeutet, und nicht nur von kleinen Händlern. Kosten werden wo es geht auf den Käufer umgewälzt.

        • Westlahn

          @Encantado:

          Vor allen Dingen gehen die nach vielen Millionen zählenden Fälle mit 0,10-0,48€ als dickes Geldpaket an US-amerikanische Konzerne. Mitsamt den daran hängende Daten.

          • Encantado

            @Westlahn:

            "or allen Dingen gehen die nach vielen Millionen zählenden Fälle mit 0,10-0,48€ als dickes Geldpaket an US-amerikanische Konzerne."



            Was bedeutet, dass der Verbraucher durch erhöhte Preise Monopolisten füttert. Das ganze ist je nicht nur einseitig zu betrachten.

  • fly

    Wenn es gesetzlich geregelt werden soll, muss man fragen, warum. Man könnte es dem „freien“ Markt überlassen. Wen Bargeld stört, kauft nächstes Mal halt woanders. Aber es soll ein Gesetz geben. Dazu eine andere Geschichte. In Brasilien wird viel mit Pik bezahlt, unkompliziert mit Smartphone und OHNE die Finanzdienstleister aus den USA. Nun droht die US Regierung und es Auswirkungen auf den Wahlkampf dort….. Zurück. Eine Gesetz hier wird den US Konzern nützen. Wann war das letzte Essen mit den Lobbyisten?

    So katastrophal sind die Umfrageprozente nicht, dass man daraus eine gesetzliche Pflicht ableiten müsste.

  • Gerhard Krause

    Karte, gerne, aber nie das Bargeld abschaffen!

  • moonwatcher

    Aha, die Hälfte konnte mindestens einmal im Jahr nicht mit Karte zahlen. Wo ist das Problem? Einmal im Jahr kann schon daran liegen, dass die Technik mal nicht funktioniert hat.



    Angeblich wollen wir weniger Vorschriften haben, und jetzt soll kleinen Gewerbetreibenden vorgeschrieben werden, Geräte für Kartenzahlung anzuschaffen?



    Gut daß wir gar keine anderen Probleme haben!

    • Gerhard Krause

      @moonwatcher:

      Ick höre dabei de Nachtijall von de Visa-Bosse trabsen.

  • Aymen

    Es sollte immer möglich sein, sowohl bar, als auch digital zu zahlen.

    • moonwatcher

      @Aymen:

      Es sollte immer möglich sein, 20€ in der Tasche zu haben.

      • Drissejal

        @moonwatcher:

        Möglich schon, aber das will ich mir weder von Ihnen noch vom Staat vorschreiben lassen.

      • Perkele

        @moonwatcher:

        Nicht jede*r hat 20€ zum Herumtragen....

        • Westlahn

          @Perkele:

          Jede(r) der fürs Bezahlen ein Smartphone herumtragen kann, hat auch diese 20 Euro. Und die wiegen weniger. Und bei dem Schein geht auch kein Akku leer.



          Die Smartphoneriker werden im Lauf der Zeit den Schein mal vergessen, so dass er in der Waschmaschine landet. Das kann der Schein ab.



          Ein verlorenes Smartphone hat sehr viel schwerer wiegende Folgen.

        • PeWi

          @Perkele:

          Kann sein, aber wer keine 20€ zum Herumtragen hat, dürfte wohl auch nicht im Besitz einer Kreditkarte, und eventuell auch keiner EC-Karte sein.

          Oder habe ich da etwas mißverstanden? (Ehrlich gemeinte Frage, keine Ironie oder so)

      • AndreasM

        @moonwatcher:

        Durch das abschaffen vieler Geldautomaten (in meinem 17.000 Einwohner Heimatort allein 7 von 10 in den letzten Jahren) ist es leider aber immer schwieriger, an Bargeld zu kommen. Bleiben nur noch Märkte mit Bargeld-Abheben an der Kasse. Wobei da mindest Einkaufbeträge von €5 - €10 und technische Einschränklungen (Stichwort die neuen Debit Karten der Banken, bei Rewe kann man z.B. mit einer Debit Mastercard kein Bargeld abheben) das alles ungleich schwieriger machen als früher.

  • CarlaPhilippa

    Was soll die reißerische Überschrift? Die geht am Inhalt des Artikels vorbei... ich hatte zunächst an Senioren gedacht, die mit der Technik nicht zurechtkommen. Und dann stützt sich das Ganze auf eine Umfrage mit fragwürdiger Qualität. YouGov arbeitet viel mit Onlinepanels. Das ist billig, aber methodisch minderwertig. Besonders, wenn es um IT-Themen geht. Hier ist eine massive Stichprobenverzerrung zu erwarten, die man auch nicht weggewichten kann. Die Taz ist doch sonst aufmerksam und kritisch - warum rutscht sowas ungefiltert durch?

    • Westlahn

      @CarlaPhilippa:

      Ich hätt auch gern eine Antwort auf diese Frage....!

  • Martin Sauer

    "...wenn es mehr Möglichkeiten dafür gäbe, sie zugleich an der Ladenkasse Bargeld abheben könnten2

    Es gibt 30000 Geldautomaten aber 33000 Geshäfte, Baumärkte,Tankstellen usw. wo man beim Einkaufen Geld abheben kann. Und Geschäfte haben oft mehr als eine geöffnete Kasse.

    Und weil es die Kunden so wünschen stellen Edeka und Lidl ihre SB Kassen auch zusätzlich Bargeldzahlungen um. Einfach mal das machen was der König Kunde wünscht.

    • Westlahn

      @Martin Sauer:

      Viele Geschäfte mit Barkasse gerade in Filialen von Ketten haben enge Vorgaben, wieviel Bargeld sie über den Tag vorhalten dürfen. Nicht so sehr wegen der Sicherheit, sondern wegen der Kosten für die notwendige Versicherung....



      Und deshalb kann dann gelegentlich eine Nachfrage nach Bargeld nicht bedient werden....



      Es ist ein Glücksspiel, wie beim einarmigen Banditen....

  • Martin Sauer

    im Lidl habe ich jemand gesehen wie er 3 mal versucht hat an der SB Kasse mit seinem Smartphone zu zahlen. Danach hat er seine Bankkarte rausgeholt und damit ganz unkompliziert bezahlt. Ohne eine App aufzurufen o.ä. Einfach Karte drauflegen und schon ist bezahlt. Und wenn man mit dem Smartphone bezahlt wird das Geld ja auch über Umwege von einem Konto abgebucht. Wo soll da der Vorteil beim Smartphone sein. Ich muss erst meine PIN für das Gerät eingeben und dann für die SIM.

    • sociajizzm

      @Martin Sauer:

      Beim Handy muss keine App aufgerufen werden. Es muss nur entsperrt werden, dann dran halten. Einzige Vorraussetzung ist: NFC muss eingeschaltet sein. Nichtmal 🛜 ist bei jedem Kauf notwendig, zur Not gibt es WLAN im Geschäft.

    • Fairchild670

      @Martin Sauer:

      Das habe ich mittlerweile eher umgekehrt: Karte funktioniert entweder kontaktlos nicht oder wird von dem Zahlgerät/-dienstleister nicht akzeptiert, während das Smartphone sofort klappt - obwohl die Daten derselben Karte hinterlegt sind. An der Stelle hilft die Vereinheitlichung, die damit einher geht, dass Google und Apple den Markt dominieren. Leider.

      Dass es nicht unbedingt einfacher ist, das Smartphone zu entsperren und die entsprechende App zu suchen, sehe ich auch so. Aber ich würde schon sagen, dass sich der Zahlungsmarkt weg von Bargeld oder Karten und hin zu Smart-Geräten bewegt.

      • Thomas Böttcher

        @Fairchild670:

        Man braucht keine App aufrufen. Handy entsperren und auflegen - fertig (muß man allerdings alles vorher einstellen). Geht nicht schneller oder langsamer, als die Karte aus dem Portemonnaie zu nesteln.



        Bei einigen Supermärkten funktioniert das bezahlen auch über die Supermarkteigene App, wo man das Smartphone sowieso schon vor dem Bezahlvorgang einscannen kann. Allerdings hat dann der besagte Supermarkt auch die Bankdaten.

        • Fairchild670

          @Thomas Böttcher:

          "Man braucht keine App aufrufen. Handy entsperren und auflegen - fertig (muß man allerdings alles vorher einstellen)."

          Danke für den Tipp! Da hatte ich mir das Leben tatsächlich unnötig schwer gemacht. Einigermaßen peinlich. Scheinbar ist an der Überschrift des Artikels was dran. ;-)

    • EffeJoSiebenZwo

      @Martin Sauer:

      Vielleicht ein Anwenderproblem. Ich zahle regelmäßig an den SB-Kassen, Lidl, Aldi, Rewe etc, wenns nicht viel ist und es schnell gehen soll. Das Bezahlen macht eigentlich nie ein Problem, ggf die manchmal seltsame Menüführung und dass man bei Gemüse, Obst und Semmeln wissen muss, was man da eigentlich kaufen will, weil man es sonst nicht erfassen kann.

      Leider immer noch mit der im Handy verdrahteten Visa, also geht da einiges an Gebühren transatlantik. Muss noch warten, bis meine Bank bei WERO mitmacht, dann hat sich das auch erledigt (wenn die das gut machen). Und irgendwann mit dem Digitalen Euro, dann vermutlich noch Gebühren-effizienter.

  • juergen petersen

    in Neuseeland ist es inzwischen umgekehrt: Bargeldzahlungen nur bedingt moeglich. Dem Staat gefaellts und auch der Boss bevorzugt Karte. Denn dies ist einfacher zu verwalten. Schwarzgeld ist nur fuer die kleinen Geschaefte erstrebenswert. Also immer wenn moeglich mit Bargeld zahlen: Kampf der digitalen Ueberwachung!

    • Robert Stulier

      @juergen petersen:

      "Schwarzgeld ist nur fuer die kleinen Geschaefte erstrebenswert"

      Sorry, da muss ich lachen! Fragen Sie mal die Buchhalter der großen Mafia-Organisationen, was die von Schwarzgeld halten. Die lieben und waschen es blütenrein.

      • moonwatcher

        @Robert Stulier:

        Um die Mafia müssen Sie sich keine Gedanken machen. Die kommt sicher sehr gut mit Krypto klar. Nicht verfolgbar, beliebig transferierbar. Und D verfolgt die kleinen Ladenbesitzer, weil sie theoretisch Steuern hinterziehen. Das kann man sich nicht ausdenken, das muss man im Land der behördlichen Kurzsichtigkeit erleben.

  • Gothograecus

    In anderen Ländern ist es selbstverständlich, dass überall auch mit Karte gezahlt werden kann bzw. die Möglichkeit dazu verpflichtend ist. Das heißt ja im Umkehrschluss nicht, dass nicht auch bar bezahlt werden kann. Aber wem ist es nicht schon passiert, dass es plötzlich hieß "leider nur bar", und der nächste Geldautomat ist meilenweit weg?

    • Westlahn

      @Gothograecus:

      Wer für irgendeinen Allerweltsbetrag zum Automaten laufen muss, weil er nicht einmal etwas Kleingeld dabei hat, dem ist nicht zu helfen. Der muss halt immer dafür sorgen, dass das Smartphone Akku hat. Also statt 20€ das Ladekabel dabei haben...

      • Starlight

        @Westlahn:

        Ich trage eigentlich nie Bargeld bei mir, zu einfach zu stehlen. Ausnahme, wenn ich in ein einziges sehr gutes Restaurant gehen möchte was mir noch kein mobiles Bezahlen anbietet.

        Ansonsten habe ich meine Uhr am Handgelenk.

    • susonne

      @Gothograecus:

      aha, in anderen Ländern also... war grad in Portugal, dort sind die Lebensmittelpreise niedriger. Sehr viele Läden und Kneipen akzeptieren NUR Bargeld. Völlig richtig, warum soll bei jeder Zahlung eine Bank mitverdienen? und was soll beim Preis eines Kaffees von 1,20 an Gewinn übrigbleiben, wenn die Bankgebühren noch abgezogen werden müssten?

      • Gothograecus

        @susonne:

        Im durchaus nicht reicheren Griechenland ist das bargeldlose Bezahlen dagegen überall Vorschrift. Das liegt natürlich an der grassierenden Steuerhinterziehung.

        Mit den Bankgebühren haben Sie recht, aber das müsste vielleicht anders gelöst werden (wenn der Staat Unternehmen die Kartenzahlung vorschreibt, muss er eben auch die Banken in die Pflicht nehmen).

        • Josef 123

          @Gothograecus:

          "Im durchaus nicht reicheren Griechenland ist das bargeldlose Bezahlen dagegen überall Vorschrift."

          Der Satz ist missverständlich. Man kann in Griechenland mit Karte zahlen, aber es ist nicht vorgeschrieben. Wir haben alles bar bezahlt, egal ob in Lebensmittel- oder anderen Geschäften, in Lokale, an Tankstellen usw.

    • CarlaPhilippa

      @Gothograecus:

      Na ja, "in anderen Ländern" schon, es gibt welche, aber auch viele, wo noch weniger mit Karte bezahlt wird. Und Schweden zieht grad die Notbremse und stützt den verbleibenden Bargeldverkehr.

      • Gothograecus

        @CarlaPhilippa:

        Ich sagte ja nur, dass beides möglich sein sollte. Und dass es anderswo schlimmer sein könnte als bei uns ist auch kein Argument. Ich empfinde es als Zumutung, diese Möglichkeit nicht grundsätzlich überall zu haben.

        • marilyn.hanson

          @Gothograecus:

          Mein lieber Mitgrieche, ich war immer froh, wenn ich im Heimatland meiner Mutter auch Bargeld dabei hatte. Natürlich hast Du Recht, dass beide Bezahlmöglichkeiten zu haben wünschenswert ist.



          So apodiktisch wie Du würde ich es aber in Hinsicht auf Griechenland nun wirklich nicht formulieren.

      • Minderleister

        @CarlaPhilippa:

        Jahrelang wurde uns rückständigen Deutschen Schweden als leuchtendes Beispiel für den bargeldlosen Zahlungsverkehr vorgehalten (»Sogar die Kirchenkollekte erfolgt per Smartphone«, wow!). Ich habe immer gesagt, dass die sich noch wundern werden, wenn dieser– aus welchen Gründen auch immer– mal ausfallen sollte.



        #



        Vergangenes Jahr ist genau das in „meiner“ LiDL-Filiale zwei Tage lang passiert, während die Zahlung mit Bargeld noch funktionierte. Da schauten viele „Digital Natives“, die ansonsten Barzahler mitleidig belächelt haben, plötzlich dumm aus der Wäsche. Jetzt stelle man sich mal vor, so etwas passiert flächendeckend und für einen längeren Zeitraum.

  • ChrissMS

    Ricchtig müsste es heissen: Bundesfinanzminister SOLLTE Geschäfte und Restaurants verpflichten, künftig zusätzlich zur digitalen Zahlung auch Bargeld zu akzeptieren.

    Liegt es wirklich im Interesse, dass Dritte mit Kartenzahlungen absolut alles nachvollziehen können, was man mit Geld macht?

    • susonne

      @ChrissMS:

      Seh ich genauso. zahle alles bar (oder überweise) und wer will, daß das bargeld bleibt sollte es so oft wie möglich nutzen.

      gibt ja die geschichte vom 50€ schein, der von hand zu hand geht, für waren und dienstleistungen, und immer 50€ wert ist.



      bei Kartenzahlungen ist nach 36 bezahlvorgängen NIX mehr übrig von dem fünfziger !!!

      • Kawabunga

        @susonne:

        Unbewusst haben Sie das schon ganz richtig formuliert: "die Geschichte". Informieren Sie sich doch mal, wie viel der Umgang mit Bargeld den Handel kostet und melden Sie sich dann wieder.

        • susonne

          @Kawabunga:

          war lange händlerin. bin gespannt, was sie mir da zu erzählen haben

  • Sommerflieder

    Ach - und warum stehen die Leute Schlange an den Kassen, an denen Barzahlung möglich ist?? Das erlebe ich in allen Supermärkten in verschiedenen Kommunen und Bundesländern immer wieder. Die Option auf Barzahlung MUSS bleiben! Die Zahlung mit Smartphone und Karte dient doch nur dem Datensammeln und dem Vermehren des Reichtums und der Macht der Tech-Konzerne. AppStore von Apple und Google lassen grüßen!

    • Nordlicht4711

      @Sommerflieder:

      Na weil man an diesen Kassen den Kram nicht selbst scannen muss.

    • Fairchild670

      @Sommerflieder:

      "Ach - und warum stehen die Leute Schlange an den Kassen, an denen Barzahlung möglich ist??"

      Hmm, weil Barzahlen im Schnitt deutlich länger dauert? Weil die "Nur Karte" Kassen eigentlich nur für sehr kleine Einkaufmengen praktikabel sind, und alle mit einigermaßen gefüllten Einkaufswagen ans Band geht, auch wenn sie eigentlich mit Karte zahlen wollen? Die Anzahl derjenigen, die aus Prinzip in diesen Schlangen stehen, weil sie auf Barzahlung bestehen, schätze ich im einstelligen Prozentbereich.

    • Gothograecus

      @Sommerflieder:

      Es spricht sich ja niemand für die Abschaffung der Barzahlung aus.

      • CarlaPhilippa

        @Gothograecus:

        Das kommt, sobald der Anteil der Barzahlungen unter 20-30% sinkt. Argument wird dann die vermeintlich teure Infrastruktur sein. Schweden stützt jetzt das Bargeld wieder.

        • Gothograecus

          @CarlaPhilippa:

          Also klappt es ja offenbar nicht mit "nur bargeldlos". Es geht ja auch nur darum, beides zu dürfen (und nicht den nächsten Geldautomaten suchen zu müssen, wenn ich spontan was essen will aber nur 5 Euro dabei habe). Diese unbedingte Liebe zum Bargeld wundert mich etwas (Trinkgelder und Kollekten ausgenommen).