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22.07.2026 , 08:01 Uhr
Wohlgemerkt "das Kind", das gut 80 % seines Lebens nicht Kind sein wird.
zum Beitrag22.07.2026 , 07:56 Uhr
Sie haben völlig recht: nahezu sämtliche Kommentare beziehen sich auf die Motive der Bestelleltern oder der Leihmutter, die Perspektive des Kindes findet quasi nicht statt. Das ist völlig inakzeptabel.
zum Beitrag22.07.2026 , 07:52 Uhr
Das ist falsch. Nicht das Adoptionsverfahren ist der limitierende Faktor, sondern die geringe Anzahl von Kindern, die zur Adoption frei gegeben werden. Durch eine Rechtsänderung ließe sich das vlt. ändern: die Adoptiveltern werden rechtliche Eltern, aber das Band zu den leiblichen Eltern wird nicht völlig gekappt. Juristisch heikel wäre das aber schon.
zum Beitrag22.07.2026 , 07:46 Uhr
Ein junger Mensch ist aber kein Organ, sondern ein fühlendes Wesen, das vielleicht ein Leben lang mit seiner Entstehungsgeschichte hadern wird. Die Rechte des Kindes müssen jene der Bestelleltern und der Leihmutter sowie ggf der Eizellenspenderin überragen. Das Kindeswohl muss das Maß aller Überlegungen bleiben.
zum Beitrag22.07.2026 , 07:31 Uhr
Es wird in der Diskussion imner suggeriert, nur "Reiche" können sich ein Leihmutterbaby leisten. Leider stimmt das so nicht. Der Preis von 100.000 - 200.000 € (in der Ukraine vermutlich weniger) ist auch vom Mittelstand problemlos zu bezahlen und verdeutlicht, welche Nachfrage da entstehen kann. Es besteht das Potential für eine riesige Bestell-Baby-Industrie. Was mit Mangel-Babys geschieht möchte man nicht wissen, im besten Fall werden sie nicht abgeholt (im Sachenrecht: Annahmeverzug). Kurzum: wir sprechen von der Ware "Kind" und nichts anderem. Was seltsamerweise kaum diskutiert wird ist die Perspektive des Kindes selbst, das irgendwann Fragen stellen und Antworten erhalten wird. S chwere Identitätskrisen bei Teenagern und jungen Erwachsenen sind vorprogrammiert, vielleicht ein langes Leben lang! Und das alles, damit sich Eltern ein paar Jahre an einem "süßen" Kind erfreuen oder - noch abartiger - einen Erben für ihr Vermögen haben.
zum Beitrag04.07.2026 , 08:14 Uhr
Zudem mag zwar München-Berlin im Italo eine neues Reiseerlebnis sein. Was aber wenn ich weiter muss nach Neustrelitz oder aus Rosenheim komme? Kein einheitlicher Reisevertrag, jeweils eigene Tickets nötig, Anschlussverluste gehen zu Lasten des Reisenden. Einfach den nächsten Italo nehmen? Nein, wenn alle Sitzplätze vergeben sind ist keine Mitfahrt möglich. Im ICE kann man zur Not stehen. Zwar unbequem, aber nan kommt ans Ziel.
zum Beitrag04.07.2026 , 08:06 Uhr
Und es stimmt halt nicht. Auch in Italien bestehen große Infrastrukturprobleme Man beachte alleine mal, in welchem Schneckentempo die Züge in große Bahnhöfe ein- und ausfahren. Zudem teils riesige Taktlücken (stundenlang kein Zug). Am dt. Bahnnetz ist viel zu kritisieren, aber derart engmaschig mit häufigen Abfahrten - das sucht europaweit seinesgleichen (Schweiz ausgenommen, aber das ist ein kleines Land).
zum Beitrag04.07.2026 , 08:00 Uhr
Wie wahr.
zum Beitrag04.07.2026 , 07:58 Uhr
Ich bin viel im Ausland öffentlich unterwegs, auch IT und FR. Auch dort gibt es teils große Probleme und im Störungsfall keine Information. Das Zugmaterial ist teils uralt. Taktfahrpläne gibt es im NV kaum und schon gar nicht so häufige Fahrtmöglichkeiten wie in Deutschland (besser nur in der Schweiz). Verspätungen/Zugausfälle nehmen selbst in der gepriesenen Schweiz sichtlich zu und auf Anschlussreisende wird kaum gewartet. 5 Min Verspätung heißt dann 1 h warten. Bei aller berechtigten Kritik: das deutsche Bahnnetz ist das komplexeste in ganz Europa, häufige Verbindungen auch in die Region, und: viel Verzahnung mit dem Ausland. Das kennen Länder wie IT und ES, auch FR kaum. Ja, die Infrastruktur ist teils alt, im Ausland aber auch (zumeist aus dem 19. Jahrhundert). Bitte mal ausgiebig im Ausland reisen und erst dann Vergleiche ziehen. Und Italo repräsentiert gerade nicht den italienischen Eisenbahnverkehr.
zum Beitrag04.07.2026 , 07:48 Uhr
Ich finde Italo auf dem deutschen Markt gut. Aber: auch Italo wird verspätet dein, wenn es Probleme mit dem Fahrweg gibt (Signal-/Weichenstörung, Personen im Gleis usw). Tickets ab 15 € gibt es bei der DB auch. Die DB fährt stündlich München-Berlin/Hamburg. Ob es bei Italo stets frisches Wasser geben wird muss sich zeigen mangels Wartungsinfrastruktur (und Platz dafür in München, Hamburg, Berlin...). Reisen mit Reservierungszwang (genannt "kostenlose Platzreservierung") heißt umgekehrt: kein Sitzplatz mehr, keine Mitfahrt - das kann an hochfrequentierten Tagen ein großes Problem werden. Wunder wird Italo nicht vollbringen, aber zumindest in Bezug auf das eigene Fahrmaterial und die Freundlichkeit des Personals hat es Italo selbst in der Hand, äußere Einflüsse aber gelten für ICE und Italo gleichermaßen. Trotzdem: Italo könnte der DB Dampf machen, wir sehen ja auch im Regionalverkehr mitunter enorme Unterschiede in der Qualität des Reisens je nach Unternehmen. Und noch etwas: Freundlichkeit kostet nichts. Warum eine Stewardess nach 3 Monaten Ausbildung freundlich, souverän auftreten kann, ein DB Reisebegleiter nach 3 Jahren Ausbildung aber nicht, verstehe ich nicht.
zum Beitrag01.07.2026 , 19:24 Uhr
Erstaunlich was die Expertin jetzt schon alles über Stade weiß oder zu wissen meint. Offenbar war die Gefährlichkeit des Täters gerade nicht bekannt, sonst hätte man das angebliche Hilfeplangespräch (= gerade nicht Krisengespräch, sondern ein regelhafter Austausch über den Hilfeverlauf incl. Zielevereinbarung) nicht in den Räumen der Mutter-Kind-Einrichtung geführt. Die Helferrunde war auch nicht ungewöhnlich groß, 4 - 6 Personen neben d. Klienten (Kind, Jugendl., Mutter) ist durchaus üblich (Jugendamt: ASD, Vormund/Pfleger, ggf Praktikant, tlw Wirtschaftl. Jugendhilfe ; Einrichtung: Bezugsbetreuung, Gruppenleitung, tlw Bereichsleitung, evtl. psychol. Fachdienst; Elternteile des Kindes). Ich habe an weit über 100 von solchen Gesprächen als Vormund teilgenommen, weiß wovon ich rede. Ein krisenhaftes Elterngespräch (zB vor/nach Inobhutnahme eines Kindes) wird i.d.R. anders organisiert, im Jugendamt, ggf sogar mit Security. Ein Femizid ist im Stade-Fall bislang nicht erkennbar, Frau Mundlos spricht am Fall vorbei.
zum Beitrag12.07.2025 , 10:24 Uhr
Machen wir uns nichts vor: ein Gutteil der Unionsfraktion und - mitglieder möchte eine Zusammenarbeit, nein, Regierungskoalition mit der AfD, immerhin Rechtsextremisten, um ihre erzkonservativen Gesellschaftsänderungspläne durchzusetzen. Und ja, mit der AfD wäre das bestens möglich, die Schnittmenge mit ihr ist groß. Frage auch, wie stark die Union bereits von AfD-Getreuen unterwandert ist. Aber wer hat Schuld? Es sind leider viele Bürger, die ein Faible für Erzkonservatismus und auch Rechtsextremismus haben. Und das sind offensichtlich nicht nur rund 10 % der Wahlberechtigten, sondern wohl 25 - 30 % oder sogar darüber. Traurig, sehr traurig.
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