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AfD gewinnt EilverfahrenWie wehrhaft die Demokratie ist, entscheiden wir alle

Gareth Joswig

Kommentar von

Gareth Joswig

Das Verwaltungsgericht Köln hat die Hochstufung der AfD als gesichert extremistisch zurückgewiesen. Ihr politisches Mimikry hilft ihr vor Gericht.

Die AfD wirft ihre Schatten: In mehreren Bundesländern ist die Partei gerichtsfest verfassungsfeindlich Foto: Hannes P Albert/dpa

E igentlich ist es absurd: Die AfD freut sich derzeit darüber, dass sie bundesweit „nur“ ein rechtsextremer Verdachtsfall ist. Der Verfassungsschutz darf die Partei vorläufig nicht als gesichert extremistische Bestrebung einstufen. Das Hauptsacheverfahren steht noch aus. Das Eilurteil vom Verwaltungsgericht Köln kommt für die AfD zur rechten Zeit – und lenkt praktischerweise von den hausgemachten Skandalen um ihre Vetternwirtschaft ab. Entsprechend groß ist das erwartbare Triumphgeheul der extrem Rechten über diese Entscheidung.

Man sollte sich dennoch davon nicht zu sehr in die Irre führen lassen: Es besteht auch für das Gericht weiter ein starker Verdacht, dass die AfD verfassungsfeindliche Bestrebungen entfalten wird, sobald sie an der Macht ist.

Allerdings verfängt vor Gericht ihr taktisches Mimikry, sich formal zur Demokratie zu bekennen, gleichzeitig aber illiberale Demokratien wie die in Ungarn von Viktor Orbán anzuhimmeln oder auch in Deutschland offenkundig rechtsstaatswidrige Behörden wie die ICE von Donald Trump zu fordern.

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Denn natürlich diskriminiert die AfD schon jetzt mit rassistischen Äußerungen Minderheiten und trägt damit in erheblichem Maße zur Vergiftung des politischen Klimas bei, das nicht zuletzt rechte Gewalt verursacht, die sich proportional zur Normalisierung der AfD auf einem Rekordhoch bewegt. Unzählige Hetz-Postings auf Tausenden Seiten reichten dem Gericht aber für eine Hochstufung nicht aus – auch nicht das bei der Bundestagswahl geforderte Minarettverbot oder das muslimfeindliche Kopftuchverbot.

Die Indizien reichen dem Gericht nicht

Insofern ist die Einschätzung des Gerichts durchaus überraschend. Dass die AfD eben – anders als der von ihr angehimmelte Donald Trump mit dem Project 2025 – kein mehrhundertseitiges Papier zum autoritären Staatsumbau in der Schublade hat, hilft ihr vor Gericht.

Auch die weitgehende Übernahme des extrem rechten Kampfbegriffs „Remigration“ und taktische Distanzierungen gegenüber der Identitären Bewegung reichen dem Gericht nicht aus, weil mit Remigration ja auch etwas Anderes, Harmloseres gemeint sein könnte als das, was eigentlich alle darunter verstehen: staatliche Diskriminierung auch von Deutschen mit Migrationshintergrund, um ein ethnisch „reineres“ Volk zu erhalten.

Natürlich ist es nur juristisch schwer zu belegen, was die AfD tatsächlich tun wird, wenn sie an der Macht ist. Dass sie aber jetzt schon die Besetzung von Verfassungsgerichten behindert, wo sie eine Sperrminorität innehat, oder die Konstituierung des Thüringer Landtags blockierte, spielt in dem Urteil keine Rolle.

In mehreren Ländern verfassungsfeindlich

Man sollte beim Triumphgeheul der AfD aber auch nicht vergessen: In mehreren Bundesländern ist die Partei gerichtsfest verfassungsfeindlich – und völkische Kräfte geben in der Partei auch auf Bundesebene seit Jahren den Ton an. Seriöse politische Beobachter und auch die Wissenschaft sind sich da weitgehend einig. Kämpfe in der Partei drehen sich auf Bundesebene eben schon länger nicht mehr um die inhaltliche Ausrichtung, seit die Partei sich 2021 einen Vorstand ganz nach dem Geschmack des völkischen Rassisten Björn Höcke gewählt hat, wie er selbst mal formulierte.

Mit dem vorläufigen Todesurteil für ein AfD-Verbot ist der Beschluss auch eine Niederlage für eine falsch verstandene, aber viel beschworene wehrhafte Demokratie, die sich nur juristisch hinter Verfassungsschutzbeobachtung und Gutachten versteckt. Wie wehrhaft die Demokratie tatsächlich ist, entscheidet sich am Ende daran, wie viele bereit sind, für ihren Erhalt auf die Straße zu gehen, Zivilcourage zu zeigen, sich einzumischen und Diskriminierungen nicht hinzunehmen – um Druck aufzubauen und eine inhaltliche Brandmauer hochzuziehen und jetzt erst recht nicht das Feld zu räumen.

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Gareth Joswig
Redakteur Inland
Arbeitet seit 2016 als Reporter und Redakteur bei der taz. Zunächst in den Lokalredaktionen von Bremen und Berlin, seit 2021 auch im Inland und Parlamentsbüro. Davor Geschichts- und Soziologiestudium. Themenschwerpunkte: extreme Rechte, AfD, soziale Bewegungen, Mietenpolitik, dies, das, verschiedene Dinge.
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196 Kommentare

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  • Ok Ok. Mal zu dem allgemeinen Flügeschlagen einschließlich - verblüffend auch Herr Christian Rath “Gerichtsurteil zur AfD



    „Starker Verdacht“, aber keine „Gewissheit“



    Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln ist kein Persilschein für die AfD. Schon die nächste Instanz könnte zu einem anderen Ergebnis kommen.“

    Aus dem umfänglichen Tenor des Beschlusses & der ist entscheidend - ist zweifelsfrei zu entnehmen: Das Gericht hat gerade nichts entschieden • weil es sich aufgrund des Verfahrensstandes dazu nicht in der Lage sah!



    Sondern hat, solides Handwerk& rechtsstaatlich geboten!



    Einen sog. Hängebeschluß erlassen.



    Indem es zur Wahrung der Rechtspositionen der Verfahrensbeteiligten & zur Verhinderung eventueller irrebarabler Schäden verfügt hat



    - zB -



    “1. Der Antragsgegnerin wird im Wege der einstweiligen Anordnung bis zum Abschluss des Hauptsacheverfahrens 13 K 3895/25 in erster Instanz aufgegeben, es zu unterlassen, die Antragstellerin als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ einzuordnen, zu beobachten, zu behandeln, zu prüfen und/oder zu führen..2..ff usw usf bis 4.“

    kurz - Wider aller empörter Flügelschläge & gar brauner Sieges-Fanfaren fehlt es an einer Entscheidung •

    • @Lowandorder:

      @Lowandorder



      Vielen lieben Dank für Ihre Mühe und differenzierte Darstellung, wie wir diese Nichtendscheidung vom Gericht einordnen dürfen.



      Da schmeckt einem wenigsten der Sonntagskuchen wieder etwas.

  • Es kann für diejenigen, die sich über das Urteil ärgern, noch dicker kommen:

    Dobrindt will das ganze Gutachten, das ja bekanntlich Frau Faeser in Auftrag gegeben hat, überprüfen lassen. Das ist normalerweise übliche Praxis, wurde aber durch den Regierungswechsel nicht getan. Das soll jetzt nachgeholt werden.

    Es könnte also sein, daß das ganze Gutachten kassiert wird. Es gab ja immer schon Stimmen, die der Meinung waren, daß die Beweise für eine solch schwerwiegende Beurteilung nicht ausreichen.

    Das Gericht hat sich der Sichtweise dieser Leute nun angeschlossen. Daß höhere Instanzen komplett anders entscheiden, halte ich für wenig wahrscheinlich.

  • Zentral ist vor allem -muss es am Ende in die berühmten, richtungsweisenden kommentierten Gesetzestexte des Beck-Verlages schaffen:

    "Remigration" ist ein technokratisch-intellektuell-programmatisch-praktisch unterlegtes terroristisches Projekt. Nothing else. Aber auch nicht weniger. Es ist ein absolut ernst gemeintes Projekt letztlich terroristischer Praxis.

    In der Ein- und Auswanderungsgesellschaft, dem Kultur- Politik- Geschichtsraum Europa.



    Rassistischer, Nationalistischer, Religiöser Hass, völkische Gewalterzählungen und -kultur ist das erfahrene, erklärte grösste Unglück.

    Für diesen Konsens müssen mehr als " AfD" die Idee aufgeben, die Sportberichterstattung über Ausweisungs- und Zurückweisungszahlen seien Index für die Prosperität Deutschlands.

    "Remigration" als Terrorprojekt von Terroristen markieren,



    einschliesslich der Verharmlosungs-Normalisierungs-Erzählungen die für die Durchsetzung nötig und verbreitet werden,



    ist unbedingt Aufgabe von Zivilgesellschaft, Politik, Partei, Presse, kultureller, kirchlicher Organisation. "Prominenten", Denkerinnen und Denkern, die das aus langer ernsthafter Arbeit erkennen.

    Dann stehts auch im Beck-Kommentar für die Urteilspraxis.

  • Sehenden Auges wieder in den Abgrund stürzen!

    Viele haben anscheinend vergessen was der Grund dafür ist, wieso wir diese eine Verfassung haben, und wieso unsere Verfassung absolut gegen jeden Feind, um jeden Preis und mit allen Mitteln zu beschützen gilt!

    Vielleicht sollten viele in wichtigen Positionen wo sie Verantwortung tragen, eine Schulung bei Historikern machen, wie alles angefangen hat, wie es sich entwickelte, und zu was das alles führte! Viele scheinen die 27% immer noch nicht ganz ernst zu nehmen! Momentan sind die USA das beste Beispiel dafür, wie Irreparabel unser System geschädigt werden kann. Die rechte Ideologie wartet doch nur darauf den nächsten Führer in unserem System installieren zu können, und dabei unser System wie wir es kennen von innen heraus zu töten.

    Ich höre später wieder den schon einmal gehörten billigen Schwachsinn, wir haben das alles nicht gewusst.

  • Den Schlusssätzen des Autors muss ich widersprechen, wir haben Regeln (gerade deswegen), weil allein dem manipulierbaren Gusto des Menschen eine dauerhaft freiheitliche und gewaltfreie Gesellschaft nicht anvertraut werden kann.

  • Da in Deutschland so viel nicht mehr funktioniert, versucht man es jetzt eben mal mit einem früheren Erfolgsmodel - und es scheint leider recht(s) gut anzukommen.



    Sollte es wieder mal schiefgehen, sind die meisten Köpfe hinterher wieder schnell in Amt und Würden, alles schon mal dagewesen.

  • Wenn ich mal zurückdenke wie viele Diskussionen hier permanent mit dem Verweis auf das Gutachten abgewürgt wurden, wie höchst sachliche Kritik an Faesers offensichtlich voreiliger und letztlich sachhinderlichen Forcierung der Öffentlichmachung als "AfD-Narrativ" verunglimpft wurden, wie reihenweise wissenschaftliche und demokratische Grenzziehungen eingerissen wurden um die eigenen Vorurteilsstrukturen in Gesetz zu gießen, ohne jede Rücksicht auf die Bürgerrechte von Menschen die davon auch betroffen wären aber eben keine Rechtsextremen sind, dann muss ich sagen: Das hätte man vorher wissen können. Und was noch hinzukommt: Das ist eine ganz grundsätzliche Absage an die Idee, mit kritischer Diskursanalyse bzw. Zitatensammlungen extremer Stimmen gerichtsfest in die demokratischen Rechte eines Großteils der Bevölkerung eingreifen zu dürfen. Ich hätte irgendwie ein besseres Gefühl gehabt wenn jetzt ein paar Leute mal innehalten würden und sich fragen, warum unser Rechtsstaat das aus gutem Grund so macht. Aber offenbar führt das hier eher dazu. dass man Demokratie an Sich problematisiert und die Judikative als Rechtsradikal framet. Gegen Ideologie ist kein Kraut gewachsen. Schade.

    • @Moralapostbote:

      1200 🪚

      Fin

      kurz - Wider aller empörter Flügelschläge & gar brauner Sieges-Fanfaren fehlt es an einer Entscheidung •

    • @Moralapostbote:

      Schonn & may aallens be.

      Ok Ok. Mal zu dem allgemeinen Flügeschlagen einschließlich - verblüffend auch Herr Christian Rath “Gerichtsurteil zur AfD



      „Starker Verdacht“, aber keine „Gewissheit“



      Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln ist kein Persilschein für die AfD. Schon die nächste Instanz könnte zu einem anderen Ergebnis kommen.“

      Aus dem umfänglichen Tenor des Beschlusses & der ist entscheidend - ist zweifelsfrei zu entnehmen: Das Gericht hat gerade nichts entschieden • weil es sich aufgrund des Verfahrensstandes dazu nicht in der Lage sah!



      Sondern hat, solides Handwerk& rechtsstaatlich geboten!



      Einen sog. Hängebeschluß erlassen.



      Indem es zur Wahrung der Rechtspositionen der Verfahrensbeteiligten & zur Verhinderung eventueller irrebarabler Schäden verfügt hat



      - zB -



      “1. Der Antragsgegnerin wird im Wege der einstweiligen Anordnung bis zum Abschluss des Hauptsacheverfahrens 13 K 3895/25 in erster Instanz aufgegeben, es zu unterlassen, die Antragstellerin als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ einzuordnen, zu beobachten, zu behandeln, zu prüfen und/oder zu führen..2..ff usw usf bis 4.“

      kurz - Wider aller empörter Flügelschläge & gar brauner Sieges-Fanfaren fehlt

      • @Lowandorder:

        Ja es ist nur ein Hängebeschluss, aber der erinnert ja daran dass es eben in einem Rechtsstaat problematisch ist, eine nicht-verbotene Partei so zu behandeln und zu sanktionieren als wäre sie schon so gut wie oder schon verboten. Zudem ist eindeutig dass die Sache eben nicht eindeutig ist. Und wenn schon die Einstufung aufgrund von Zitatensammlungen problematisch ist, dann kann man in etwa abschätzen, wie groß die Erfolgsaussichten eines Parteiverbots sind, das noch deutlich höhere Hürden hat. Abschließend kann ich nur wiederholen: Jeder der jetzt weiter nach Parteiverbot ruft, erhöht die Chance, dass die AfD durch dieses Verfahren als demokratische Partei mit partiell verfassungsfeindlichen Bestrebungen legitimiert wird. Das ist der entscheidende Punkt. Deshalb einmal runterkochen bitte und an einer Gesellschaft arbeiten, die auch Konservative und Rechte wieder als Teil der Gesellschaft integriert, bevor noch mehr bei den Radikalen landen. Aber wem erzähle ich das...

  • ".... Wie wehrhaft die Demokratie tatsächlich ist, entscheidet sich am Ende daran, wie viele bereit sind, für ihren Erhalt auf die Straße zu gehen, Zivilcourage zu zeigen, sich einzumischen und Diskriminierungen nicht hinzunehmen – um Druck aufzubauen und eine inhaltliche Brandmauer hochzuziehen und jetzt erst recht nicht das Feld zu räumen. ..."

    Wie soll das gehen? Hör ich jetzt auf zu arbeiten und stelle mich als Dauerdemonstrant auf die Straße und pöbel Rechte an wenn sie diskriminieren?



    Solch plebiszitären Maßnahmen sind doch in unserem System nicht vorgesehen. Ich würde an der Stelle mal eher die Zusammensetzung unserer Judikative hinterfragen, bei kleinster Andeutung linker Radikalisierung gehen die steil, bei den Faschos müssen erstmal dutzende verletzt oder getötet werden oder die Demokratie unterwandert werden bevor man sich mal mit einem Anfangsverdacht beschäftigt.

    • @Axel Schäfer:

      Nein, ob die Demokratie überlebensfähig ist, entscheidet sich nicht daran, wie viele bereit sind, dafür auf die Straße zu gehen. Das sollte inzwischen eigentlich jeder verstanden haben. Denn insgesamt sind bei den Demos gegen Rechtsextremismus ja schon Millionen auf die Straße gegangen. Aber die AfD ist trotzdem immer stärker geworden.



      Um Missverständnissen vorzubeugen: Natürlich ist es gut, wenn Millionen bereit sind für Demokratie und gegen Rechtsextremismus auf die Straße zu gehen. Aber es reicht nicht.



      Wenn diese Demokratie wirklich überleben will, dann darf nicht auf Dauer eine Politik gemacht werden, mit der große Teile der Bevölkerung unzufrieden ist. Seit 20-40 Jahren wird eine Politik gemacht, mit der immer mehr Menschen unzufrieden sind. In den letzten Jahren der Ampel waren über 70%, teilweise über 80% der Menschen unzufrieden und jetzt auch schon wieder 60-70 %. Das treibt auf Dauer immer mehr Menschen dazu, radikale Parteien und Personen zu wählen (s. Trump und Milei in Argentinien). Wenn man diese Demokratie retten will, dann muss endlich eine Politik gemacht, mit der die meisten Menschen wieder zufrieden sind s. z.B. demokratieingefahr.de

    • @Axel Schäfer:

      Auch das Gericht hegt ausdrücklich den „starken“ und „begründeten“ Verdacht, dass die AfD verfassungsfeindliche Bestrebungen entfalte, was ja eher schon mal nach einem „dringenden Tatverdacht“ klänge. In dem Verfahren geht es aber weder um Tatverdachte noch um die Einstufung als Verdachtsfall, sondern um die als „gesichert (rechts)extremistische Bestrebung“. Das „gesichert“ darin meint den Grad der Gewissheit. Für den Verdacht bedarf es tatsächlicher Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen, für eine Einstufung als gesichert extremistische Bestrebung müssen sich diese Verdachtsmomente zur Gewissheit verdichtet haben. Dafür reichen allerdings die Fehltritte Einzelner nicht aus, vielmehr müssen die verfassungsfeindlichen Bestrebungen das Gesamtbild der Partei bestimmen. Dies konnte das VG Köln bislang noch nicht feststellen. Den Beschluss können Sie hier nachlesen:



      nrwe.justiz.nrw.de...luss_20260226.html

      • @Yes:

        Danke fuer diese Praezisierung. Genau aus dem Grund warnen seit Beginn der Diskussion zum Verbotsverfahren manche vor einem solchen Verfahren, da es mit Ansage nach hinten losgehen kann und sehr wahrscheinlichbauch würde.

        • @Nachtsonne:

          Ich würde aus dieser nur vorläufigen Entscheidung im Eilverfahren nicht allzu viele Schlüsse auf ein Parteiverbotsverfahren ziehen. Nicht nur, weil es hier nicht um ein Parteiverbot geht, sondern auch, weil der Beschluss maßgeblich auf einer Folgenabwägung beruht, die deswegen zugunsten der AfD ausgegangen ist, weil ihr durch die Einstufung als gesichert rechtsextrem Nachteile im politischen Wettbewerb drohten, die im Falle ihres Obsiegens im Hauptsacheverfahren später kaum noch rückgängig zu machen seien. Zudem hat noch keine Beweisaufnahme stattgefunden. Im Hauptsacheverfahren können noch Tatsachen festgestellt werden, die Gewissheit darüber geben, ob verfassungsfeindliche Bestrebungen verfolgt werden und das Gesamtbild der Partei bestimmen. Das könnte das BfV als Ansporn verstehen.

      • @Yes:

        Mitforist Herr Schäfer spricht mE von der Judikative insgesamt und nicht von einem einzelnen Gericht. Womöglich sind noch andere staatliche Bereiche inbegriffen gemeint, die fachlich andocken, aber nicht zur Judikative gehören. Jedenfalls denke (auch) ich, dass Herr Schäfer einen Punkt hat.

        • @Gerhard Krause:

          Gerade diese Entscheidung bestätigt sein Vorurteil allerdings nicht.

  • Schade - daß Christian Rath - paar Blätter gleich das OVG Münster in die Bresche wirft!



    Nur.



    “…Der Beschluss des Verwaltungsgerichts (VG) Köln ist alles andere als ein Persilschein für die Partei. Das Oberverwaltungsgericht Münster könnte als nächste Instanz anhand der vorgelegten oder zusätzlicher Beweise zu anderen Schlussfolgerungen kommen.“



    Das Herr Rath - Sie sind doch Profi! Newahr



    Gilt doch uneingeschränkt für das VG Köln im noch ausstehenden Hauptsacheverfahren!



    Gellewelle&Wollnichtwoll



    Wie sagt Ol Hem “Each time - is a new time.“



    Aber Ok - “Vorschnell mit dem Urteil ist die



    Jugend!“ Volkers 🫦



    Normal

    • @Lowandorder:

      Däh&Zisch - Mailtütenfrisch - schlenzt ein

      “Unfähigkeit oder Willkür - Niemand weiß es.







      Glückauf“



      &



      Manchmal hett ma aach de Kaffee auf •

  • Wir brauchen JETZT eine Demo gegen die Richter die UNSERE Demokratie zerstören.

    • @Notizen Nt:

      UNSERE Demokratie, die können Sie behalten! Ich will nur eine Demokratie, die nicht von irgendwelchen Richtungen vereinnahmt wird. Ich will keine AfD, aber auch die BSW und Die Linke können mir gestohlen bleiben.

    • @Notizen Nt:

      Was Sie beschreiben, ist auch ein sicherer Weg, eine Demokratie zu zerstören.

      Wenn man dem "gesunden Volksempfinden" Bahn brechen will.

    • @Notizen Nt:

      Als ob derartige Demos jemanden beeindrucken. Sind doch immer die gleichen "Aktivisten".

    • @Notizen Nt:

      Sorry. Meinungs&Versammlungsfreiheit -



      Unterpfand der Demokratie - Brokdorf-Beschluß Karlsruhe • Yes. But.



      Ansonsten - Wollen Sie lieber in einem



      Rechtsstaat leben - oder in einer Räuberhöhle?

  • Nein, ganz offensichtlich entscheiden das die Gerichte.

  • Dobrindt heute:



    „Deswegen bleibt es dabei, die AfD ist ein Beobachtungsfall.“

    Na dann beobachte mal deine kleinen legalen Faschisten, wie sie langsam aber stetig Zuwachs gewinnen.



    Einfach nur fatal, mit was für einer leichtfertigen Strategie mit Faschisten umgegangen wird. Es ist wie mit einem Einbrecher vor dem eigenen Haus, erstmal beobachten, ob der wirklich einbrechen will...lächerlich!!

    • @Andreas Flaig:

      Genau.



      Gleich wegpusten ist der effektivere Weg, oder wie?



      (Ironie off)

      Ich bin immer wieder erschrocken, wie dünn doch der demokratische Firnis ist.

    • @Andreas Flaig:

      Der Rechtsstaat mag für Sie schwer zu akzeptieren sein, auch vermeintliche “Einbrecher” dürfen Sie nicht einsperren bevor Sie eine Straftat begehen.



      Es gibt aber eine starke Bestrebung diese Demokratie und diesen nicht funktionierenden Rechtsstaat abzuschaffen und eine neue Demokratie ohne Rechts zu schaffen, Sie sind willkommen sich uns anzuschließen.

  • Ich kann die Diskussion über "in Teilen rechtsextrem", "gesichert rechtsextrem" oder "gerichtsfest als Faschist zu bezeichnen" (Höcke) echt nicht mehr hören. Was soll der Scheiß? Das Problem ist doch, dass es in Deutschland egal ist, ob man "gesichert rechtsextrem" oder gar Faschist ist.

    Es hat keine Auswirkungen. Höcke ist Beamter mit Pensionsanspruch. Das wäre er mit einem Like unter einem pro-palästinensischen Post in den social media nicht geworden. Die AfD kann noch so sehr "gesichert rechtsextrem" sein, sie wird nicht verboten, ja, man strebt nicht mal eine entsprechende Prüfung an.

    Menschen mit diesem Parteibuch oder wenigstens dieser Gesinnung sitzen längst in Ämtern, Behörden, Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichten, Parlamanenten. Sie verhindern Asylanträge; sie verhindern, das MigrantInnen Wohnungen bekommen oder Sprachkurse; sie sorgen dafür, dass rassistisch agierende PolizistInnen nicht bestraft oder auch nur angeklagt werden.

    Scheiß auf "gesichert rechtsextrem".

    • @Jalella:

      >Sie verhindern Asylanträge.<

      Das ist der Punkt. Es geht um Migration.

      Man könnte sagen, dass das Asylrecht Wesensmerkmal für unsere Demokratie ist. Dann ist die AFD verfassungswidrig und muss zum Schutz der Demokratie verboten werden.

      Man könnte aber auch sagen, dass das Asylrecht kein Recht auf Einwanderung gibt und eingeschränkt werden kann. Dann wäre die afd nicht verfassungswidrig.

      Ob jetzt Höcke sagen darf >Alles für X-land< oder ob das als faschistisches Geblubber verboten ist wird für das Verbotsverfahren nicht von entscheidender Bedeutung sein.

    • @Jalella:

      Ja und? Was für Konsequenzen schlagen Sie vor?

    • @Jalella:

      Weil das in unsere Demokratie nicht verboten ist so lange man bestimmte Dinge nicht macht und das hat kein Mitglied dieser Partei bisher getan

    • @Jalella:

      " Die AfD kann noch so sehr "gesichert rechtsextrem" sein, sie wird nicht verboten, ja, man strebt nicht mal eine entsprechende Prüfung an."



      Hmm, die "vorläufige Prüfung" liegt ja vor… Sieht bisher nicht so gut aus für ein Verbot. Was ja auch einer der Einwänder gegen einen Verbotsversuch ist.



      Übrigens ist "rechtsextrem" an sich nicht strafbar, sondern von der Meinungsfreiheit gedeckt. Natürlich im Rahmen der geltenden gesetzlichen Einschränkungen, die im Falle Faschismus/Nationalsozialismus schon etwas enger sind.

    • @Jalella:

      Mag ja sein, dass Sie den demokratischen Rechtsstaat blödfinden.

      Wenn das Verwaltungsgericht Köln die AfD nicht mal als gesichert rechtsextrem einstuft, hat das eindeutig Auswirkungen.

      Jedes AfD-Verbot ist damit aussichtslos.

      Da braucht man nicht mehr prüfen, denn das Ergebnis kann nur negativ sein.

      Steht übrigens im Artikel

      • @rero:

        Jalellanweißt zurecht darauf hin, dass sich unsere Demokratie sehr viel wehrhafter geben kann, wenn sie sich von anderer seite auch nur bedroht FÜHLT - Radikalenerlass, der crackdown der Propalibewegung. Rechtststaat sind immer die Menschen die ihn ausmachen mit all ihren Biases, das schränkt seine Reichweite ein(siehe: Weimarer Republik). Gesetze stehen auf dem Papier, mehr nicht - umgesetzt werden sie von uns. Kurz: wenn man wöllte könnte man mehr gegen die AFD machen, aber deren Radikalität ist eben doch näher an der politischen Mitte, als eingestanden wird. Das heißt ungekehrt: ob und wie die Gerichte entscheiden, ändert nichts daran, dass die AfD im Kern ein völkisches, zutiefst reaktionäres und antiemanzipatorisches Projekt ist, das bekämpft werden muss. Wer das nicht tut, macht mit.

  • Das ist kein "vorläufiges Todesurteil", sondern ein Verbot von Vorverurteilung.

    Es sagt also nur, dass die Beweise des Verfassungsschutzes nicht so eindeutig sind, dass das Hauptsacheverfahren eigentlich unnötig wäre.

  • Es lohnt es sich, zum Thema dieses Interview - Frauke Brosius-Gersdorf im Gespräch mit Lanz - zum Umgang des Staats mit der AfD zu berücksichtigen



    .



    www.instagram.com/...hreGlsZWJhcG91bQ==



    .



    Ein Verbot sei noch nichtmal beantragt, Zitat: 》Wir haben im Grundgesetz ein Parteienprivileg (das ist eines unserer höchsten Güter), und dieses Parteienprivileg sagt, solange eine Partei nicht verboten ist, gilt sie als verfassungsgemäß, und muss der Staat sie im Vergleich mit anderen Parteien chancengleich behandeln. [...] Chancengleich behandeln. Beim Zugang zu Stadtteilen für Wahlkampfveranstaltungen, bei der Verteilung von Bundestagsausschusssitzungsvorsitzen - und jetzt mache ich mich überall unbeliebt außer bei der AfD - bei Vorschlagsrechten für die Richterwahl! Besetzung von Ausschüssen, parlamentarisches Kontrollgremium [...] da hat die CDU - und auch andere vielleicht - es hinbekommen, sie zweimal scheitern zu lassen. Das parlamentarische Kontrollgremium ist verfassungswidrig besetzt. Es ist kein Vertreter der Linken drin und es sind keine Vertreter der AfD drin. Da sitzt jetzt ein Oppositionvertreter drin, Dr. von Notz von den Grünen. Und mehr nicht《

  • Der VS hätte die AfD leiber als gesichert linksextrem einstufen sollen. ;-)



    Das hätte ihre Anhänger viel mehr ins Zweifeln gebracht. :-)

    • @Marius Krüger:

      Vielleicht wäre das ja ein Ansatz dem die Richter folgen könnten. Laut Weidel war ja Hitler Kommunist und da in der AgD viele Hitlerfans sind muss der Verein ja kommunistisch und da geht das wie unsere Geschichte zeigt mit dem Verbot doch ganz zackig :-)

    • @Marius Krüger:

      Guter Idee.

      Argumente hätte es gegeben: russlandfreundlich, in Teilen antisemitisch, radikalpazifistisch, chinafreundlich, ...

      Hätte die Wähler bestimmt irritiert. :-)

  • Etwas überraschend, so viel Gerichtsschelte zu lesen. Kann mich noch daran erinnern, wie höchstrichterlich der Berliner Mietendeckel und das öffentliche Vorkaufsrecht gekippt wurden. Was waren wir in Berlin alle empört und enttäuscht, das Wort von der Klassenjustiz ging um. Besonnenere Linke wandten aber ein, dass Justizschelte höchst unsouverän ist und dass man nun den schweren Weg einer Reform des Bundesmietrechtes gehen müsse.



    .



    Justizschelte ist unsouverän, und im konkreten Fall gäbe es m.E. viel mehr Anlass zur Kritik am Bundesverfassungsschutz als einer nichtsnutzigen Behörde, die ein offenbar schlampiges Gefälligkeitsgutachten gegen eine Oppositionspartei zusammengeschrieben hat und nun von der unabhängigen Justiz zurechtgewiesen wurde. Frau/man sollte von links aus m.E. eher die Legitimität des VS in Zweifel ziehen und sich dessen bewusst sein, die unabhängige Justiz später in eigener Sache evtl. noch nötig zu haben.

    • @Kohlrabi:

      Enrico Komning: "Parlamentarischer Staat, oder wie auch immer diese Demokratie heißt,...die wollen wir ja aber gar nicht. Die wollen wir doch abschaffen."



      Marcel Grauf:1.) "Immerhin haben wir jetzt soviel Ausländer im Land, dass sich ein Holocaust mal wieder lohnen würde."2.) "Ich wünsche mir so sehr einen Bürgerkrieg und Millionen Tote. Frauen, Kinder. Mir egal. Es wäre schön. Ich will auf Leichen pissen und auf Gräbern tanzen. Sieg Heil!"



      Kai Borrman: "...das mit den Juden ist mir völlig egal, ich fand einfach die Zeit dufte."



      Dieter Görnert: "Keine Angst. Das Pack ertrinkt im Mittelmeer, aber nicht genug."



      Lars Steinke: "Gerade in Böhmen und durch Prag gefahren! Eine tolle, deutsche Stadt."



      Kay-Uwe Ziegler, Björn Höcke: "Alles für Deutschland."



      Beatrix von Storch: "Wer das HALT an unserer Grenze nicht akzeptiert, der ist ein Angreifer...Und gegen Angriffe müssen wir uns verteidigen, auch mit der Waffe."

    • @Kohlrabi:

      Arthur Österle, Andreas Geitz,Stefan Räpple -- August 2020 Sturm auf den Reichstag.



      Alexander Gauland: "Ladet sie (Özgus) mal ins Eichsfeld ein, und sagt ihr dann, was spezifisch deutsche Kultur ist. Danach kommt sie hier nie wieder her, und wir werden sie dann auch, Gott sei Dank, in Anatolien entsorgen können."



      René Springer: "Wir werden Ausländer in ihre Heimat zurückführen. Millionenfach. Das ist kein Geheimplan. Das ist ein Versprechen."



      Holger Arppe: "Wir müssen ganz friedlich und überlegt vorgehen, uns ggf. anpassen und dem Gegner Honig ums Maul schmieren, aber wenn wir endlich so weit sind, dann stellen wir sie alle an die Wand...Grube ausheben, alle rein und Löschkalk oben drauf."



      usw. usw. usw......

    • @Kohlrabi:

      Wenn es gegen Linke ging ist die Justiz aber gerne dem VS gefolgt, da darf sie sich auch mal schelten lassen.



      Von explizit linken Richtern hört man eher wenig, aber auffällig viel von rechten, die sich noch nicht mal entblöden ihren Ansichten zu verbreiten.

    • @Kohlrabi:

      Sie reden den Rechtsextremen nach dem Mund, wenn sie die AfD als Oppositionspartei bezeichnen und den Verfassungsschutz als nichtsnutzig betrachten.

      • @Epilog:

        Ihre Antwort und die von @Ajuga machen mich etwas ratlos. Ich halte nichts von der AfD, aber dass sie derzeit eine Oppositionspartei ist, kann doch nicht bestritten werden. Meine Einlassung zum VS mag launisch sein, aber angesichts der NSU-Vergangenheit vielleicht nicht ganz unbegründet. Generell halte ich einen Inlandsgeheimdienst für überflüssig. Für Straftaten sind Polizei und Justiz zuständig. Die für den VS aufgewendeten Mittel wären dort besser eingesetzt. Und zu @Ajuga ("Entrobung der Rechtsverdreher"): Wer soll das machen? Väterchen Stalin? Ich bin etwas verblüfft, aber demnächst wird mir gewiss jemand wieder erklären, dass ich als Ossi den Rechtsstaat noch nicht richtig verstanden habe.

    • @Kohlrabi:

      Kennen Sie den hier:

      "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung ALLER staatlichen Gewalt."

      Was ist das höhere Rechtsgut:



      Die Freiheit EINER Partei (siehe auch das "wirken [...] mit" des Art.21(1) GG)?



      Oder die Menschenwürde aller von dieser Partei verleumdeten unschuldigen Menschen im Land?

      In dieser Sache hat das Kölner Gericht entschieden: die Menschenwürde ist ein Scheiß, und die Partei darf hetzen und verleumden wie sie lustig ist, nach dem Motto "die N-Wörter und Z-Wörter können ja klagen".

      Wenn das nicht krassestens verfassungswidrig ist und zu einer UNVERZÜGLICHEN Entrobung dieser tausendjährig muffigen Rechtsverdreher führt, dann brauchen wir diese Demokratie nicht mehr zu schützen; sie ist bereits tot und weiß es nur noch nicht!

      Genauso wie die AfD versucht dieses Gericht nicht einmal mehr, sich an die FDGO zu halten. Es ist ihnen einfach egal.

      • @Ajuga:

        Das ist ihre subjektive ideologisierte Sicht, die offensichtlich in der Justiz von Recht und Gesetz, nicht gedeckt ist..



        Da zählen Fakten, Belege und Beweise nicht Gefühl, Glauben und Moral über allem..



        Gibt es scheinbar zu wenig, denn die 1100 Seiten (Geheimhaltungsstufe zum Stimmung machen) vom VS, haben sich letztendlich als einfache nicht justiziable Zitatsammlung herausgestellt.

        Somit hat man trotz V Männern in der AFD, wohl nichts konkretes und es bleibt bei heißer Luft, die keiner mehr Ernst nehmen kann.



        Mal davon abgesehen, dass der VS weisungsgebunden ist, was man bezüglich Nancy Faeser auch wieder negative beobachten konnte..



        Man entlarvt sich ständig auf verschiedenen Ebenen selbst und macht die AFD damit seit Jahren nur größer 💁‍♂️

        Mit Fakten und Realität, haben es manche leider nicht so..

      • @Ajuga:

        "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung ALLER staatlichen Gewalt."

        An anderer Stelle wurde in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass Tausende im Mittelmeer sterben, weil Ihnen die legale Einreise verweigert wird.

        Die Menschenwürde dieser Menschen ist offensichtlich antastbar und wird von unserer staatlichen Gewalt nicht geschützt. Wahrscheinlich geht es nicht anders. Das muss die Verfassung aushalten.

      • @Ajuga:

        Hmmm also das Gericht erklärt Ihnen quasi dass Politik und Medien aufgrund eines höchst fragwürdigen Gutachtens massiv in die Grundrechte von AfD-Mitgliedern und -Wählern eingreifen, Millionen zu Unrecht permanent als Nazis und Faschisten geframet werden und schieben einem autoritären Interventionsprojekt - wehrhafte Demokratie heißt immer Schutz durch Abschaffung demokratischer Grundrechte - den Riegel vor. Und sie kommen mit dem Schutz der Menschenwürde an um das auf den Kopf zu stellen, anstatt mal innezuhalten und sich vielleicht zu vergegenwärtigen, dass Rechte auch Menschen sind und Rechte haben und sich das nicht mal eben durch Zitatsammlungen einzelner Mitglieder aufheben lässt? Bei aller Liebe für die Menschenwürde und dem Kampf gegen - echte und gefährliche - Rechtsextreme, aber Menschenwürde heißt auch, davor geschützt zu werden, wegen seiner politischen Einstellungen nicht pauschal diskriminiert und von "Userer Demokratie" - die auch ihre ist - ausgeschlossen zu werden. Ich habe hier schon so oft darauf hingewiesen dass das so nicht funktioniert und gönne mir mal einen Moment der Genugtuung... Feuer frei

  • So kann man sich irren, wenn man immer in den falschen, überkommenen Begriffen denkt, und die Hybridisierung von Politik, Staat, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft nicht mitdenkt, weil man selbst tief in diesem postmodernen Sumpf eines fluiden Liberalismus steckt.

    Was „eine Niederlage für eine falsch verstandene, aber viel beschworene wehrhafte Demokratie, die sich nur juristisch hinter Verfassungsschutzbeobachtung und Gutachten versteckt“ sein soll, ist ein Sieg für die rechtsinstitutionelle Ordnung der elitären Republik. In der gelten Wahlen fälschlicherweise als „hohes Fest der Demokratie“ und darum sind die rechtlichen Hürden dafür eine Partei, über die gesetzlichen Anforderungen hinaus, von Wahlen auszuschließen, zu verbieten oder Wahlergebnisse zu ignorieren hoch. Weitere gesetzliche Beschränkungen von Gründungsfreiheit und Teilhabe von politischen Parteien können eine Demokratie nicht wehrhafter machen, sie entlarven aber den „demokratischen“ Irrtum der liberalen Republik. Die hybriden Machteliten haben ihre Freude daran, wenn demokratische Mitbestimmung durch das „Selbstbestimmungsrecht der Stärkeren“ ersetzt wird. Demokratie müssten wir erst noch erkämpfen.

    • @DemokratischeZelleEins:

      Ich glaube, ich bin zum großen Teil Ihrer Meinuing. Aber sie verstecken Ihre Meinung sehr gut hinter verdammt komplizierten Formulierungen. ;-)

      • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

        Manchmal verhüllt sich so die Leere.

      • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

        Wenn Sie der Meinung sind, dass der Versuch, im begrenzten Rahmen von 1.200 Zeichen zu argumentieren, Meinung versteckt, möchte ich nicht wissen, ab wie vielen Zeichen Sie das Lesen einstellen.

    • @DemokratischeZelleEins:

      @DemokratischeZelleEins



      Genauso schaut se' aus die



      " repräsentative "- " Demokratie ", die meisten Bürger interpretieren



      " repräsentative " nicht dem eigentlichen Sinn entsprechend, was ja von den ursprünglichen Vätern, beim " installieren " der " repräsentativen Demokratie " durchaus beabsichtigt war. Oftmals wird repräsentative nur auf die gewählten, von den Wählern durch Wahl legitimierten Parlamentarier bezogen. Also die Ansicht, die Parlamentarier repräsentieren die Wähler. Dabei, und hier liegt die eigentliche Perversion an der repräsentativen Demokratie, sagt " repräsentative " von, und so ist es auch zu verstehen " als ob " - also eine Demokratieform , die eine " als ob " Demokratie, den Wählern suggerieren soll.



      Gute Verarschung sozusagen...

      • @Alex_der_Wunderer:

        Verstehe ich Sie richtig? Die repräsentative Demokratie ist eine "Verarschung"? Interessant. Diese "Verarschung" bildet einen wesentlichen Kern unserer Verfassung. Da frage ich mich schon: Wieso ärgern sich Leute, die von der Verfassung nichts halten, über die Verfassungsfeinde der AfD?

        • @Jochen Laun:

          @Jochen Laun



          Die Leute, die sich über die AfD ärgern, sind noch viel entsetzter über die Wähler dieser undemokratischen, menschenverachtenden, extrem neoliberalen Unterdrückerpartei, deren Endziel auf eine Diktatur hinauslaufen wird ❗️

      • @Alex_der_Wunderer:

        Ergänzung zu meinem Kommentar von 18.46 h



        Es lohnt sich, sich einmal mit dem Buch " Kritik dee repräsentativen Demokratie " - Verlag Matthes & Seitz Berlin zu befassen.



        share.google/gYABfQNQShw7FMi7G

    • @DemokratischeZelleEins:

      Hybride Machteliten - sie reden wie ein Q-Anon-Verschwörungstheoretiker und wenn sie nicht sehen, dass unsere Demokratie ihren Feinden gegenüber schwach agiert, dann haben sie dringend Nachholbedarf in deutscher Geschichte 1925 - 1933.

      • @Epilog:

        @Epilog



        Nicht nur Ihnen sei empfohlen sich einmal mehr mit Demokratie und deren Bedeutung im eigentlichen Sinne, auseinander zusetzen. Aufschlussreich ist unteranderen folgende Literatur



        " Kritik der repräsentativen Demokratie - Matthias & Seitz Berlin Verlag



        share.google/gYABfQNQShw7FMi7G

      • @Epilog:

        Ihre sogenannte Demokratie müssen Sie erst einmal erklären, bevor Sie schon zum Prolog die Verschwörungsvorwurfbazooka zücken.

        Worum es geht, stand so in der taz vom 16.12.2011:

        Das Wichtigste jedoch ist ... Kritik an Repräsentation. Repräsentation verbindet und trennt gleichermaßen von der Herrschaft. Sie schafft die Illusion einer Verbindung. Dagegen steht die Forderung nach echter Demokratie.



        ...



        Mir geht es eher darum, einen Konstituierungsprozess wirklicher Demokratie einzuleiten, die über die republikanische Figur der Repräsentation hinausgeht.

  • Das war ein Eilverfahren, es ist noch nichts endgültig entschieden. Das Gericht hat entschieden, dass das Hauptsacheverfahren abgewartet werden muss.

    • @AndreasM:

      Aber bereits in diesem Eilverfahren wurde im Sinne einer Parteiendiktatur wie in Ruzzland oder Ungarn entschieden, und nicht im Sinne des Artikels 1(1) GG!

    • @AndreasM:

      Genau das.

      Und ich würde mir sehr wünschen, dass Journalist:innen das sauber aufarbeiten und nicht noch mit Falschinformationen Empörung schüren.

  • Bundesdeutsche Gerichte bis hin zum Bundesverfassungsgericht befinden sich in einem Dilemma, sie wissen um Anfechtbarkeit, Angreifbarkeit unserer Demokratie, mit zwar formal grundgesetzlich verankerten Gewaltenteilung seit 23. Mai 1949, die gleichwohl durch Regierungs Exekutivmacht über kleine Dienstwege in Bund, Ländern unterlaufen wird etwa durch das extern politische Weisungsrecht durch Minister in Bund, Ländern gegenüber BKA, BaFin, Generalbundesanwalt, Steuerbehörden, Staatsanwaltschaften, Gesundsheits-, Umweltschutzamt, gemäß Gerichtsverfassungsgesetz § 147 von 1895, ohne Protokoll- noch Rechenschaftspflicht gegenüber Bundestag, Landesparlamenten, verschärft durch Abschaffung Regulativs Instituts Untersuchungsrichters 1977 im Bleiern Deutschen Herbst. Bis zum gescheiterten 2. NPD Verbotsverfahren 2003 vor dem BVG weil NPD Anwalt Horst Mahler überraschend Beweise vorlegte, dass bis in NPD Spitzen V-Leute auf Weisung Staates platziert waren, womit die NPD als Brutstätte Agent Provocateus mit staatlicher Lizenz verbrannt war, sich folgerichtig selber auflöste. Bis dahin konnten Gerichte ihr eigenes Dilemma ignorieren, nun nicht mehr, wie das Kölner Gerichtsurtel zeigt.

  • Ich würde sagen, dass Urteil ist nicht wirklich zutreffend, aber unter strengen Gesichtspunkten ist es nachvollziehbar. Wichtig ist, dass dieses Urteil nur ein kleiner Etappensieg für die AfD ist, sie können insgesamt (noch) nicht als rechtsextreme verfassungsfeindliche Partei gewertet werden. Einzelne Landesverbände sind das aber und auch sonst sammelt sich immer mehr Material, welches naheliegt, dass die AfD eine rassistisch-völkische SIcht auf die Politik hat und Art 1 GG niemals respektieren würde, ebenso andere fundamentale Rechtsgüter.



    Insofern würde ich sagen, keine Panik, die AfD tut alles, um langfristig verboten zu werden und sie wird verboten. Und das Verbot wird auch kommen. Die AfD tut im Prinzip nichts, um ihre Partei wieder aufs Fundament der Verfassung zu bekommen, sondern sie gehen vor Gericht. Nach wie vor sammeln sich mehr Rechtsextremisten in der Partei und sie wird immer mehr rassistisch und nationalistisch.

    • @Andreas_2020:

      Wenn das Urteil gerechtfertigt wäre, dann wäre es auch gerechtfertigt und unbedingt notwendig, die Richter als Terroristen zu verurteilen, sobald es revidiert wird, und sie lange, wirklich lange wegzusperren.

      • @Ajuga:

        Bin ich froh, dass Sie dazu keine Macht haben. Den Rechtsstaat muss man aushalten können.

      • @Ajuga:

        Das Beispiel mit dem Terrorismus ist sehr gut, weil das in der Terror-Forschung immer wieder gesagt wird, dass es um politische Gewalt gegen einen Konsens oder eine Ordnung geht, weniger um Terrorismus. Terror ist immer die Begrifflichkeit der Herrschenden. Nun würde ich der AfD sehr vieles unterstellen, als terroristische Gruppe im egneren Sinne, also aktive politische Gewalt gegen den Staat, würde ich sie nicht auffassen, deswegen kann ich Ihren Ausführungen auch nicht zustimmen. Die Richter geben momentan wieder, was unsere jursitsche Ordnung vorschreibt. Mehr ist es aber auch nicht, sollte das Ihr Punkt sein, würde ich da zustimmen können. Und ich finde diese Ordnung sehr gut, historisch gab es in Deutschland noch nie eine bessere ....

      • @Ajuga:

        Hat das schon jemand gemeldet? Die Aussage ist definitiv ein Fall für den Verfassungsschutz. Richter als Terroristen bezeichnen und Justiz zu verabscheue die auf Basis unseres Grundgesetzes arbeitet, Junge Junge. Und ein Beleg für die verfassungsfeindliche Bestrebung aller Parteien in einem ähnlichen politischen Umfeld. Das ist irgendwie deutlich weniger witzig als es sich in meinem Kopf zunächst angehört hat.

  • Erneut ein Kommentar, der an dem eigentlichen Problem vorbei argumentiert. Ins Zentrum wird gestellt, sich gegen die AfD zu wehren. Natürlich steht die AfD rechts und auch extrem rechts. Und natürlich würde z.B. die Remigration von Migranten absoslut unmenschlich sein. Und natürlich vergiftet die AfD mit ihren Forderungen und Positionen das politische Klima.



    Aber selbst wenn die AfD von heute auf morgen weg wäre oder verboten, würde das das eigentliche Problem nicht lösen. Und durch dieses eigentliche Problem würde es wieder zu einer extremen Partei kommen und einem vergifteten politischen Klima. Auf der anderen Seite: Wenn man das eigentliche Problem löst, würde die AfD zwar nicht verschwinden, aber von weit weniger Menschen gewählt. Von so wenigen Menschen, dass die AfD im politischen Leben kein großes Problem mehr darstellen würde. Und dieses eigentliche Problem wird auch in diesem Kommentar nicht behandelt. Stattdessen dreht sich wieder alles nur um die AfD, wie die Motten um das Licht.



    Das eigentliche Problem ist, dass so viele Menschen in unserem Land seit so langer Zeit so unzufrieden sind, dass sie die AfD wählen. s. demokratieingefahr.de

    • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      "Und durch dieses eigentliche Problem würde es wieder zu einer extremen Partei kommen"

      Nein, würde es nicht. §33 PartG.

      • @Ajuga:

        Wenn der §33 oder das Parteiengesetz als Ganzes das verhindern würden, gäbe es überhaupt keine AfD

      • @Ajuga:

        Lol.

      • @Ajuga:

        Wenn dieser Paragraph oder das Parteiengesetz insgesamt die Bildung einer extremen Partei verhindern würde, gäbe es jetzt gar keine AfD.

  • Das jüngste Urteil zugunsten der AfD ist nicht weniger als ein demokratiepolitischer Offenbarungseid. Während die Justiz sich in formaljuristischer Neutralität verliert, nutzt eine in weiten Teilen rechtsextreme Partei die Institutionen aus, die sie im Kern verachtet. Dieses Urteil ist kein Sieg des Rechtsstaats, sondern eine Warnung vor dessen eigener Wehrlosigkeit.



    ​Wir dürfen nicht länger zusehen, wie die Feinde der Freiheit den roten Teppich ausgerollt bekommen. Wer glaubt, man könne diese Kräfte durch parlamentarische Routine bändigen, irrt gewaltig. Es braucht jetzt massiven, lautstarken Widerstand auf allen Ebenen: in den Parlamenten, auf den Straßen und in den Köpfen.



    ​Die schweigende Mehrheit muss endlich begreifen, dass Bequemlichkeit der Komplize des Autoritarismus ist. Demokratie ist kein Zuschauersport – sie muss täglich gegen jene verteidigt werden, die sie aushöhlen wollen. Wenn die Institutionen wanken, ist die Zivilgesellschaft die letzte Brandmauer. Widerstand ist jetzt Bürgerpflicht!

  • "Wie wehrhaft die Demokratie tatsächlich ist, entscheidet sich am Ende daran, wie viele bereit sind, für ihren Erhalt auf die Straße zu gehen,"

    Politische Arbeit, die sich auf Sonntagsspaziergänge beschränkt, wird Wähler der AfD kaum von der Partei wegholen. Im Normalfall finden die Demonstrationen nicht einmal dort statt, wo die Wähler der AfD leben sondern nur im eigenen politischen Hinterhof.

    • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

      Es geht bei einem Verbotsverfahren in erster Linie darum, den Rassisten unseres Landes die bestätigung in Form von Parlamentarischer beteiligung zu nehmen. Natürlich wird es weiterhin rechte und Rassisten geben, die können dann aber keine Entscheidungen mehr treffen die uns alle betreffen. Sobald ihnen die legitimation ihrer Meinung aus dem Bundestag fehlt, kann man auch verstärkt daran arbeiten Rassismus und Menschenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft auszumerzen, bis es so weit ist stößt man auf viele taube Ohren.

      • @Faya:

        Ich weiß durchaus, worum es in dem Verbotsverfahren geht und bin mir der Bedeutung bewusst.



        Ich habe aber den Eindruck, dass da so manche alles nur auf diese einzige Karte setzen und das politische Spiel gegen die AfD ansonsten nicht weiter beherrschen oder betreiben bzw. regelrecht verweigern.

    • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

      Sie sprechen das eigentliche Problem an. Wie holt man Wähler von der AfD zurück?



      Und dies wird weder durch Sonntagsspaziergänge passieren noch durch irgendeine andere Art von "Kampf gegen den Rechtsextremismus". Das sind im Prinzip absolut archaische Denkweisen. Nach dem Motto: "Wenn wir uns nur zu genügend vielen zusammenfinden und zusammenstehen, werden wir im Kampf obsiegen." So als ob irgendwann auf einem großen Feld Mann gegen Mann, Frau gegen Frau und Kind gegen Kind gekämpft würde, wie vielleicht in der Steinzeit.



      Aber die Hälfte der AfD-Wähler, vielleicht sogar 2/3 könnte man dazu bringen, die AfD nicht mehr zu wählen, wenn man einfach die Probleme löst, mit denen die sich teilweise seit 10-30 Jahren herumschlagen: Zu hohe Mieten, zu wenig bezahlbare Wohnungen, zu teure Lebensmittel und Energie, zu niedrige Löhne und Renten, Angst vor sozialem Abstieg/Altersarmut etc.



      Das Argument, dass das ja alles wirklich schwerwiegende Probleme seien, aber doch kein Grund, eine rechtsextreme Partei zu wählen, hilft nicht und kommt i.w. von Personen, die diese Problem offensichtlich für nicht so schwerwiegend halten, dass man sie in den nächsten Jahren lösen müsste.

      • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

        @ EchteDemokratueWäreSoSchön



        Einfach rigoros & ohne Pardon, erkennbare AfD Wähler sofort gesellschaftlich Ausgrenzen. Geschäftlich, sowie im privaten Bereich. Keine Einstellung mehr von Demokratiefeinden, keine Wohnungen mehr an Rechtsextremisten vermieten, keine Aufnahme in Sportvereinen und sonstigen Clubs.



        ⛔️ Aus die Maus ❗️

        • @Alex_der_Wunderer:

          Wie wollen Sie das machen ? sollten alle AfD Anhänger ein großes F ( für Faschist) auf ihrer Kleidung tragen ? Die Verbrechen der Vergangenheit als Lösung für heute, schon sehr schräge Ansichten !

          • @Günter Witte:

            @Günter Witte



            @ Marcelo



            @EchteDemokratieWäreSoSchon



            @Georg Sonntag



            Es braucht keine explizite Kennzeichnung von AfD Wähler, Sie brauchen nur deren " Bäuerchen " - diese " Bäuerchen " werden meist überlaut von sich gegeben und schließen oftmals mit der Endung " Wird man doch noch sagen dürfen "...sind Sie sicher auch schon mit belästigt worden.



            Also bei uns klappt es schon ganz Wunderbar mit dem Grenzen aufzeigen.



            Kleine Leseempfehlung, bezüglich unserer Demokratie...



            " Kritik der repräsentativen Demokratie, Matthes & Seitz Verlag Berlin



            share.google/gYABfQNQShw7FMi7G

            www.mehr-demokratie.de

        • @Alex_der_Wunderer:

          Also Sie wollen das mit Methoden machen die eine gewissen Partei in den 30iger gemacht hat?

          Das kann doch wohl nicht ihr ernst sein

        • @Alex_der_Wunderer:

          Aha: Aus die Maus.

          In den USA würde man wohl zu einer Todesspritze oder zum elektrischen Stuhl greifen. Aber Sie meinen, dass in unserem humanen Land man alle AdD-Wähler, also 20-40% der Bevölkerung, in die Obdachlosigkeit werfen sollte, ihnen jede Verdienstmöglichkeit nehmen sollte und gesellschaftlich ächten sollte. Also sozusagen ihren sozialen Tod, wenn nicht sogar ihren richtigen Tod herbeiführen sollte. er

          Also ungefähr das machen, was Trump mit den Migranten in den USA macht.

          Und Die glauben ernsthaft, dass das die Probleme lösen würde?

          Kann es sein, dass Sie eigentlich nicht an Demokratie und Rechtsstaat glauben?

          • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

            @EchteDemokratieWäreSoSchön



            Vermutlich werden noch einige von den Ahnungslosen AfD Wählern, leider ein persönliches Opfer, im Sinne des



            " großen Ganzen " , also zur Vermeidung der Abschaffung unserem Rechtstaat, bringen müssen.



            Hierfür tragen aber diese naiven AfD Wähler oder deren Mitläufer selber die Verantwortung. Aufgabe von uns Demokraten ist es die Unwissenden / Ahnungslosen vor sich selber zu schützen.



            Wir Demokraten können und dürfen unser Land nicht tatenlos ins Unglück und in den Untergang laufen lassen. Hier müssen wir als demokratische Bürger selber Verantwortung übernehmen und dem Missbrauch von unserem Wahlrecht durch die AfD, etwas entgegen setzen. Geduld haben wir der AfD gegenüber doch lange genug gezeigt, finden Sie nicht ?



            Also nutzen wir unsere legitimen Möglichkeiten, die unser Gesetzbuch her gibt.

        • @Alex_der_Wunderer:

          Sie meinen vor allen Vorgängen erstmal Gesinnungsprüfung? Dazu dann Meldestellen, damit Delinquenten bekannt und diffamiert werden können?



          Toll, das soll Demokratie sein? Sie sind dawo Erich Mielke seine Glanzjahre hatte. Bürger verfolgen, kontrollieren, ausschließen, bis die Gesinnung stimmt. Sie sind nicht besser als diese Extremisten. Nur auf der anderen Seite

    • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

      Demos helfen nur sehr bedingt, selbst Großdemos, die ja schon gelaufen sind bringen die Blauen nicht in die Defensive, das AfD-Klientel wird so kaum angesprochen.



      Trotzdem sind Demos nicht völlig sinnlos, auch die Selbstvergewisserung, dass trotz allem die AfD gute 20% hat und keine absolute Mehrheit hilft.

  • Wenn ich mich zwischen Demokratie und Rechtsstaat entscheiden müsste, würde ich mich ohne Zögern für den Rechtsstaat entscheiden.

    • @Carsten S.:

      Ohne Rechtsstaat sind demokratische Verhältnisse nicht durchsetzbar.

    • @Carsten S.:

      Ich hoffe, der Unterton ist nur in meiner Vorstellung hörbar und nicht real.

      • @Erfahrungssammler:

        Welchen Unterton hören Sie denn heraus?



        Werden Sie bitte konkret, damit ich ggf. Stellung beziehen kann!

      • @Erfahrungssammler:

        Wenn Sie folgenden Unterton meinen: "Ohne Rechtsstaat keine freiheitliche Demokratie", dann muss ich sie enttäuschen.



        Ansonsten kann ich Sie beruhigen.

    • @Carsten S.:

      Beides ist untrennbar miteinander verbunden, kein Rechtsstaat ohne Demokratie und umgekehrt. Die AfD möchte beides abschaffen, nutzt es aber zur Erreichung ihres Ziels aus.

      • @Flix:

        Das stimmt so nicht.



        Der Rechtsstaat ist elementarer.



        Eine Monarchie, in der sich der Monarch selbst auch an die Gesetze hält, kann durchaus ein Rechtsstaat sein (egal, wie realistisch das ist).



        Ich lebe als Ausländer in der Schweiz und darf hier nicht mitbestimmen. Von der Demokratie habe ich hier also nichts. Die Rechtsstaatlichkeit geniesse ich sehr wohl.



        Auf die AfD bezogen: wenn sie mal die Mehrheit hat (was ich niemals hoffe), gibt ihr die Demokratie Machtmittel in die Hand, mit denen sie beides zerstören kann. Einzig ein funktionierender Rechtsstaat setzt ihr Grenzen, wenn auch mühsam und nicht immer sehr erfolgreich.



        S. USA, s. Ungarn, s. PIS-Polen.

        Es lohnt sich mehr, das Recht zu verteidigen, als einer Mehrheit zu gehorchen, egal wie sie zustande gekommen ist.

        Ohne die Freiheit und das Recht droht die Diktatur der Mehrheit.

        • @Carsten S.:

          Eine Monarchie ist allerdings auch nicht das Gegenstück zu einer Demokratie, schließlich sind alle Monarchien in Europa auch Demokratien. Die Gegensätze sind Monarchie vs. Republik bzw. Demokratie vs. Diktatur…letztere dürfte praktisch nie ein Rechtsstaat sein.

      • @Flix:

        Beides ist untrennbar miteinander verbunden .... NEIN.

        Schon bei den Erfindern der Demokratie den Athener war es nicht so. Und das ging dann so weiter, über die Römische Republik bis ins heute. Nehmen Sie mal die USA. Ein Präsident, der sich benimmt, wie ein König, und sich nicht um Demokratie schert, aber Richter die noch immer Recht sprechen.



        Bitte beachten Recht und Gerechtigkeit sind nicht zwangsläufig identisch.

    • @Carsten S.:

      Das macht keinen Sinn. Rechtsstaatlichkeit ist eine Vorraussetzung für Demokratie.

      • @Ingo Knito:

        Genau das wollte ich sagen. Ohne Rechtsstaat ist die Demokratie nichts wert.

    • @Carsten S.:

      Wenn in einer Demokratie der Rechtsstaat abgeschafft wird können sie etwas dagegen tun. Aber wenn in einem nicht-demokratischem System der Rechtsstaat abgeschafft wird sind sie dagegen weitestgehndst machtlos.

      • @Ingo Bernable:

        Was kann ich denn tun?



        Schnell mal wählen gehen, obwohl keine Wahl ansteht?



        Und wenn sich die Mehrheit gegen das Recht entscheidet?



        Dagegen helfen nur qualifizierte Mehrheiten als Voraussetzung einer Rechtsänderung und Grundrechte mit Ewigkeitsgarantie und eine unabhängige Justiz.



        Mit wählen allein kommt man da nicht weiter.

      • @Ingo Bernable:

        Was denn, wenn der Mehrheit der Rechtsstaat nichts wert ist?

  • Ja klar. Solange es der eigenen Meinung entsprach, fand man im linken Spektrum sogar den Verfassungsschutz, eine dem Innenministerium unterstellte Behörde, super und berief sich auf seine Einschätzung.

    Aber sobald es der eigenen Meinung widerspricht, greift man sogar ein Urteil eines Gerichts (einer unabhängigen Institution!) an, diskreditiert teilweise sogar die Richter oder gleich den ganzen Rechtsstaat.

    Es gibt -zig Dinge, die man an drr AfD kritisieren kann und sollte - Rußlandnähe, Familienbild, viele hier werden deren Verkehrs- und Energiepolitik falsch finden, usw., usf. - aber die Demokratie wollen die nicht abschaffen, schleifen oder demontieren. Also löst Euch endlich von dem bequemen Mantra, diese Partei wäre antidemokratisch.

    • @Debaser:

      @ Debaser



      In was für einer Welt möchten AfD Wähler wohl leben und wo sind da die Schnittstellen mit den Interessen der Abgeordneten der AfD ?

    • @Debaser:

      Sie sind der AfD ja vollends auf den Leim gegangen und geben hier Propaganda der extremen Rechten wieder.

      • @Epilog:

        Was ist denn dabei "Propaganda der extremen Rechten", wenn ich lediglich sage, die sind nicht demokratiefeindlich (die wollen sogar Basisdemokratie in Form von Volksentscheiden!), und gleichzeitig sogar diverse Inhalte kritisiere?

        Ich finde die auch nicht sympathisch, aber es wird nicht gelingen, sie zu bekämpfen, indem man ihnen "Demokratiefeindlichkeit" unterstellt. Es geht nur über die Kritik an den direkten Zielen - da gibt es auch genug, es ist nur etwas mühseliger, als nur "demokratiefeindlich" zu rufen und sich dann bequem in den Sessel zurückzulehnen. Diejenigen, die sie wählen, und auch die, die erwägen, das zu tun, sind davon überzeugt, daß von der Partei keine Gefahr für die FDGO ausgeht; bei dem Vorwurf rollen die nur mit den Augen. Mit konkreten Inhalten kann man da mehr erreichen.

        • @Debaser:

          @Debaser



          Wer neoliberalen Sozialabbau auf Kosten der Mehrheit der Bevölkerung betreiben will, hat den Sinn von Demokratie nicht verstanden. Wer schon seine Mitmenschen mit " Kopftuchmädchen und Messermänner " tituliert, hat von Demokratie überhaupt nicht das Geringste verstanden. Wer von " Staftbildern " und Terminen beim Zahnarzt fesselt, im übrigen auch nicht.

    • @Debaser:

      Das Meinungsfreiheit auch für Meinungen gilt, die man selber nicht teilt, ist auch außerhalb des linken Spektrums ein oft unbekanntes Konzept. Es sind (zu) viele Menschen einfach zu blöde zu verstehen, das Meinungsfreiheit nicht funktionieren kann, wenn man nur die "richtige" Meinung zulässt. Natürlich kann Meinungsfreiheit auch nicht völlig unbegrenzt sein - Stichworte: Lüge,Hetze, Beleidigung,usw. - aber als Demokrat braucht man schon eine gewisse Resilienz. Andere müssen die eigenen Ansichten ja auch aushalten. ;-)

      • @Mustardmaster:

        Korrektur:

        "Es sind (zu) viele Menschen einfach zu blöde zu verstehen, das Meinungsfreiheit nicht funktionieren kann, sondern außerhalb der persönlichen Privatsphäre Einschränkungen unterliegen MUSS.



        Das lehrt uns die deutsche Geschichte der Jahre 1923-1933, und die aktuelle Geschichte der USA."

    • @Debaser:

      Es kommt wohl darauf an, wer am Ende das Sagen in der Partei hat. Die Zielvorstellung von Höcke & Co. fasst am besten ihr zweitbester Freund Donald zusammen: "Dann müsst Ihr nicht mehr wählen."



      Aber auch bei den "gemäßigteren" AfDlern sehe ich aktuell wenig Indizien, dass sie etwas gegen Veränderungen hin zu einer "gesteuerten Demokratie" hätten, wie das die Kaszinskys in Polen versucht haben oder Orban in Ungarn betreibt. Das reicht noch nicht für den gerichtlichen Beweis, aber bei "realitätsnaher Parallelwertung in der Laiensphäre" muss man schon Tomaten auf den Augen haben, um die Parallelen nicht zu sehen.

    • @Debaser:

      "aber die Demokratie wollen die nicht abschaffen, schleifen oder demontieren. Also löst Euch endlich von dem bequemen Mantra, diese Partei wäre antidemokratisch."

      Teile dieser Partei hetzt täglich gegen Teile des deutschen Volkes, wollen ihre Rechte entnehmen. Sie sehen, dass in den USA ICE jeden auf der Straße aufsammeln, der zu viele Pigmente hat, unabhängig, ob es Bürger sind oder nicht und dann eine ICE nach US-Vorbild fordern. Und dann gibt es da den Bundesvorstand, der das mindestens hinnimmt, wenn nicht sogar unterstützt.

      Die Demokratiefeindlichkeit kann man wirklich nur leugnen, wenn man verdrängt oder eben ein äußerst exkludierendes - und damit verfassungswidriges - Verständnis von Demokratie besitzt. In diesem Falle wäre es allerdings keine Demokratie mehr, wenn willkürlich Teile des Volkes ausgeschlossen werden.

    • @Debaser:

      Ich erlebe AfD-Abgeordnete berufsbedingt regelmäßig hautnah in Aktion und sehe das genau anders herum.

      Viele skandalisierte Inhalte der AfD sind für sich genommen "nur" falsch und dumm aber eben deutlich weniger faschistisch als man sie darstellt. Klar Rechts ja, aber um Welten harmloser als die NPD vorher bei uns....eher CSU 1990.



      Aber gerade die Verachtung des Parlamentarismus und ein Hang zur Feindseligkeit und Übergriffigkeit zeichnet die AfD-Fraktion aus. Es sind vor allem die Akteure selbst, denen ich keinerlei Vertrauen schenken würde...gibt man denen Macht, würde eine Politik der politischen Gewalt einziehen

    • @Debaser:

      Frohnmaier beweist mit jedem Auftritt, dass Kreide Fett enthält.



      Wer sich davon beeindrucken lässt, ist wenigstens naiv.

    • @Debaser:

      Wie wäre es mit Quellenstudium, natürlich alles Einzelfälle….Gegner mit neuer SA jagen, Beschädigung der Justiz, die AfD hält ja mit sowas nicht hinterm Berg.



      Einfach nur rechte Politik reicht natürlich nicht, selbst eklige.



      Rechtsextreme neigen nicht dazu, die Möglichkeit zu erhalten, wieder abgewählt zu werden wenn man erstmal an der Macht ist.



      Kann ja sein, dass das alles am Ende nicht reicht, aber zu sagen: Nö nö, sind schon nicht antidemokratisch, na ja...

      • @FtznFrtz:

        Man sollte dem Kölner Gericht einen Sack Löschkalk schicken. Als Belohnung für ihre antidemokratische Wühlarbeit.

        (Und ganz unten im Sack, so als Geschenk in der Cornflakes-Packung, eine bisschen Fachliteratur über den Hitler-Ludendorff-Prozess.)

  • Das Urteil zeigt vor allem wie weit man von einem Verbot der AfD noch entfernt ist. Da jetzt die Justiz zu delegitimieren und als vermeintlich rechts zu diffamieren in der Hoffnung, dass die AfD noch zeitnah verboten werden kann (um bis dahin weiter das politische Däumchen zu drehen), vergeudet wertvolle Zeit um politisch die AfD wieder zu minimieren.

    • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

      Aha, habe ich noch nicht verstanden, warum ist es während des Parteiverbotsverfahrens verboten, die AfD politisch anzugreifen? Wieso vergeudet man da „wertvolle Zeit“?



      Sollte man sich (überfälligerweise) zum Antrag beim BVerfG entschließen dauert es bis zu einer Entscheidung noch länger. Wieso kann man Nazis dann nicht wie Nazis behandeln sondern muss so tun als wären sie Demokraten?

  • Dass die sogenannte Unabhängigkeit der Gerichte zum Kernbestand der FdGO, und damit unseren demokratischen Rechtsstaat wesentlich ausmacht, scheint hier vielen Foristen gänzlich unbekannt zu sein. Es ist insofern spannend, dass die hier nun ggü dem LG Köln Erzürnten, selbst nd freimütig offenbaren, dass sie gar nicht so viel darüber wissen, was sie vorgeblich bedroht sehen.

    • @Rosa Roxanne:

      Haben sie den Geschichtsunterricht damals abgewählt?

      • @Epilog:

        Mir kommt es vielmehr so vor, als hätten viele Foristen im Geschichtsunterricht nicht viel verstanden. Denn auch wenn es weh tut: Die AFD ist keine NSDAP und zwar aus zig (!) Gründen. Da fehlen X Sachen. Sie gleichzusetzen ist dumm und gefährlich. Es hat uns politisch (!) nirgends hingebracht der AFD und ihren Wählern "Nazis" entgegenzurufen und es bringt auch nichts den Faschismus an die Wand zu malen. Das genügt um Längen nicht. Und dass sie mit ihrer Geschichtsinterpretation wohl doch weit daneben liegen bedeutet ihnen diese vorläufige Entscheidung des Gerichtes. Es ist eine Chance für sie und viele andere hier, inne zu halten. Es ist auch eine Chance, eine gewisse unleugbare Hystere bei Seite zu legen udn wirklich Ursachenforschung zu betreiben. Und diese Ursachenforschung muss sich v.a. die Frage stellen, warum wir in fast allen großen Demokratien ähnliche Bewegungen im Aufschwung sehen. Da wird es spannend.

      • @Epilog:

        Nein, habe ich nicht. Ihre Frage geht allerdings komplett am Thema vorbei. Ich könnte Ihnen Fragen stellen, die Sie in Verlegenheit brächten. Tue ich aber nicht, weil ich einen respektvollen und sachlichen Umgang pflege. Offenbar im Gegensatz zu einigen anderen hier.

  • Wehrhafte Demokratie benötigt halt ein 110% Geständnis der Delinquenten, die Demokratie abschaffen zu wollen. Weil es gäbe ja immer noch die Möglichkeit, dass die Delinquenten nur versuchen, mit ihren andeutungsweise Äußerungen, die Stimmen am rechten Rand einfangen zu wollen, um sie damit an die Demokratie zu binden. Wer weiß schon, was Schlimmes passieren würde, wenn diese ehrenhafte Aufgabe nicht erledigt würde und diese Chance darf man nicht verbauen.



    Man muss immer das Positive im Auge behalten...

    • @nutzer:

      Nicht die "wehrhafte", nur die "bürgerlich-liberale d.h. wehrlose".

    • @nutzer:

      Ihr Beitrag ist ironisch gemeint?

      • @Abdurchdiemitte:

        absolut. Aber anscheinend besteht für gewisse Kreise genau diese Interpretationsmöglichkeit.

        • @nutzer:

          "Bild"-Kolumnist Martenstein: Sich gegen ein Verbotsverfahren auszusprechen, sei legitim und vergifte keinesfalls die Debattenkultur. "Die Rechte gehört zum politischen Spektrum". Eine Demokratie müsse ein sehr breites Spektrum an politischen Meinungen erlauben.

          Er scheint es zu glauben....

  • Dass hier viele Aspekte, die eine Einstufung der AfD als „gesichert rechtsextremistisch“ zur Genüge rechtfertigen würden, vom Gericht nicht entsprechend berücksichtigt oder heruntergespielt werden, zeugt davon, dass die Justiz bei der Verteidigung der wehrhaften Demokratie längst selbst ins Trudeln geraten ist.



    Mich ärgert hier vor allem die Einschätzung, die Gerichtsurteile schicksalsergeben nur deshalb als sakrosankt oder in Stein gemeißelt betrachtet, WEIL sie von Gerichten gefasst wurden. Wo steht geschrieben, dass in einer Demokratie nicht auch die dritte Gewalt zu Fehlurteilen neigen kann, NUR Juristen in der Lage wären, das adäquat zu beurteilen und NICHT angezweifelt werden dürften?



    Offenbar haben die Richter vergessen, die zahlreichen Expertisen aus dem soziologischen und politikwissenschaftlichen Feld - also von Leuten, die WIRKLICH als Experten in Sachen Rechtsextremismus anzusehen sind - bei ihrer Beurteilung hinzuzuziehen. Hier liegt mittlerweile ausreichend Material vor, um zu einer anderen Einschätzung der von der AfD ausgehenden Gefahren zu kommen.



    Hier schließe ich mich inhaltlich den Kommentaren von @Sam Spade, @Kawabunga („Staatsfetisch“) und @Andreas Flaig an.

    • @Abdurchdiemitte:

      @Abdurchdiemitte



      Nur, welche Parteien müssen denn dann die Rechtsextremisten wieder wählen, wenn die AfD verboten wird ?



      Aussagen wie " Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse " haben ja wohl keine rechtlichen Konsequenzen nach sich gezogen. Außer einer pseudo Rüge von Wolfgang Schäuble kam da doch nix. Der Pöbel der Mittelmässigen / Rechten hält dann doch solche Beleidigungen für Gesellschsftskonform, ebenso die Beschwerden eines BlackRocky der mit seiner Begindlichkeiten gegenüber überfüllten Wartezimmern, wohl der Bevölkerung suggerieren wollte, er hätte noch alle Zähne...



      Hier muss unbedingt rechtlich nachgebessert werden.



      Zudem sollten wir in Deutschland nach Beendigung der Schule, ein Auslandsjahr für alle verbindlich einführen, damit die deutschen Ureinwohner ersteinmal ihren Horizont erweitern und überhaupt in die Lage versetzt werden, einen adäquaten Umgang mit Neubürgern pflegen zu können. Integration geht von zwei Seiten aus, hier täuscht bei einigen noch ihre Erinnerungen von den letzten Ferien auf Malle, wo die Deutschen ja aus Eimern zu trinken pflegen...

    • @Abdurchdiemitte:

      richtig. Gerichtsurteile sind eben nicht sakrosankt, woher dieser Glaube stammt ist mir schleierhaft. Wären Gerichtsurteile der Weisheit letzte Interpretation, dann gäbe es nicht mehrere Instanzen und auch auf selber Ebene keine unterschiedlichen Urteilsfindungen zur selben Thematik.



      Gerichtsurteile sind die aktuellste Interpretation von Recht, die durch ein neues Verfahren ebenfalls durch eine unabhängiges ! Gericht wieder modifiziert werden kann.

  • Die AfD ist nicht als gesichert extremistisch eingestuft – so entschied das Verwaltungsgericht Köln.



    Die Berlinale-Chefin wird gekündigt, weil sie während des Festivals eine israelkritische Rede eines Filmemachers zugelassen hat.



    Die Hassreden der AfD gegenüber Deutschen mit ausländischen Wurzeln sowie gegenüber Ausländern allgemein werden vom Gericht als legitim angesehen.



    In den Siebzigerjahren reichte bereits der Verdacht, ein RAF-Sympathisant zu sein, für einen Durchsuchungsbefehl – und eine mutmaßliche Mitgliedschaft führte zur Aufnahme in die Interpol-Fahndungsliste. Auch DKP-Mitgliederinnen verloren als Lehrerinnen ihren Job.



    Lange Rede, kurzer Sinn: Der Weg Deutschlands scheint bereits vorbestimmt zu sein.

    • @Okay:

      Sie verrühren jetzt aber so ziemlich alles zu einer breigen Masse, was Ihnen so durch den Kopf geht. Eine kleine Hilfe: das Arbeitsverhältnis Frau Tuttles basiert auf anderen rechtlichen Grundlagen als die Maßnahmen des BfV ggü der AfD. Das öffentliche Dienstrecht, welches für Lehrer gilt, gilt unabhängig der extremistischen Ausrichtung. Dies ergibt auch aus Art. 3 GG. Nachlesen lohnt sich auch für den jur. Laien. Die Regeln von Hausdurchsuchungen sind insbesondere in den Polizeigesetzen, bzw in der StPO geregelt. Wenn Sie Beispiele für historische Verstöße haben, bringen Sie doch mal ein konkretes Beispiel und erklären Sie gerne inwiefern dies die Entscheidung des LG Köln aus Ihrer Sicht tangieren/beeinflussen sollte.

      • @Rosa Roxanne:

        Das öffentliche Dienstrecht gilt auch für Juristen am Verwaltungsgericht Köln.

        Auch diese haben den Auftrag, die FDGO zu verteidigen und den Schutz der Menschenwürde im Sinne der FDGO über ALLE ANDEREN ERWÄGUNGEN zu stellen.

        Mit dem Urteil zeigt dieses Gericht - krassestens verfassungsfeindlich und rechtswidrig - dass es die PRIVILEGIEN der AfD-Hetzer über das OBERSTE GRUNDRECHT aller Menschen in Deutschland - ob sie deutsche Staatsangehörigkeit haben oder nicht - stellt.

        Vor 100 Jahren hätte dieses Gericht geurteilt, dass "die Juden das aushalten müssen" was Goebbels, Streicher und Hitler über sie behaupten.

        Denn exakt das ist die völlig kranke (Un)Rechtsauffassung, auf die sich dieses Schandurteil stützt:



        Eine politische Partei sei nicht bloß EINE an der politischen Willensbildung mitwirkende Kraft unter mehreren, d.h. rechtlich so nachrangig wie jede beliebige Firma (Art.14(1)/21(1)), sondern stünde ÜBER dem GRUNDRECHT JEDES Menschen in diesem Land, nicht verleumdet und nicht Ziel von politischen Hetzlügen zu werden.

        Wer so ein rechtsbeugerisches Urteil fällt, der dürfte in einem funktionierenden Rechtsstaat nur noch ein einziges Mal vor Gericht auftauchen: als Angeklagter.

        • @Ajuga:

          Holen Sie mal wieder Luft. Sie sind ja außer sich vor Wut. Kein Wunder, dass Ihnen der gesunde Blick auf die Faktenlage im Moment nicht möglich ist.

  • „… auch nicht das bei der Bundestagswahl geforderte Minarettverbot oder das muslimfeindliche Kopftuchverbot.„

    Im Bundestagswahlprogramm 2025 fordert die AfD „ein Kopftuchverbot in öffentlichen Einrichtungen und insbesondere in Schulen“ (Abschnitt „Körper- und Gesichtsbedeckung“).



    So genau sollte man fairerweise schon sein.

    All das gibt es allerdings so oder so ähnlich bereits in anderen europäischen Ländern, beispielsweise in der Schweiz und in Österreich, ohne dass diese in den Faschismus abgerutscht sind.

  • 1. Der Beschluss des Verwaltungsgerichts Köln ist überhaupt kein Hindernis für ein Verbotsverfahren. Das Bundesverfassungsgericht, das über Parteiverbote entscheidet, ist weder an Bewertungen der Verfassungsschutzämter noch an die Entscheidungen von Verwaltungsgerichten gebunden. Und auch Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung, die - jeder für sich - befugt sind, beim Bundesverfassungsgericht ein Parteiverbotsverfahren zu beantragen, sind dabei weder an Einschätzungen des Verfassungsschutzes noch an verwaltungsgerichtliche Entscheidungen gebunden.



    2. Das "ICE von Donald Trump" ist keine von Trump eingerichtete Behörde. Die Behörde gibt es seit 2003, und sie ist auch bei den Abschiebungen, die sie in der Amtszeit Obamas durchgeführt hat, mit repressiven Mitteln vorgegangen.



    3. Ein Minarettverbot gibt es auch in der Schweiz. Dort wurde es nach einer Volksabstimmung sogar in die Verfassung aufgenommen. Artikel 72 Absatz 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft lautet: "Der Bau von Minaretten ist verboten." Die Forderung nach einem Minarettverbot ist schwerlich geeignet, eine Absicht der AfD, die Demokratie abzuschaffen, zu belegen.

    • @Budzylein:

      Zu 1. : Nein, "verbindlich" ist rein garnichts für das BVerfG außer Grundgesetz und BVerfGG. DA haben Sie Recht. Aber trotzdem ist dieser (alles andere als hingeschlampte) Beschluss ein nicht unerheblicher Wegweiser, wo auch in Karlsruhe die Reise hingehen dürfte, stellt er doch zur Abwechslung mal eine qualifizierte, gerichtliche Bewertung der vom Verfassungsschutz in seinem Gutachten zusammengetragenen Indizien dar - und damit eine gewisse Korrektur zu den meist sehr ergebnisorientierten Betrachtungen, die man sonst so zu lesen und hören bekommt. Gehen Sie davon aus, dass auch das BVerfG abseits JEGLICHER politischer Opportunität über einen Verbotsantrag entscheiden würde.

      • @Normalo:

        Der Beschluss des Verwaltungsgerichts dürfte insofern ein Wegweiser sein, als er die Befürchtung der antragsberechtigten Verfassungsorgane, ein Verbotsantrag werde scheitern, noch verstärken dürfte.

        • @Budzylein:

          Auf Basis der aktuellen Beweislage ist diese Befürchtung (man könnte sie auch neutraler "Einschätzung" nennen) ja auch nicht wirklich abwegig. Man muss die wirklich sehr hohen Hürden, die Karlsruhe aufgestellt hat, nicht gut finden, aber sie sind nunmal da, und Indizien, dass das BVerfG sie extra für die AfD wieder verkleinert, sehe ich nicht.

      • @Normalo:

        "stellt er doch zur Abwechslung mal eine qualifizierte, gerichtliche Bewertung der vom Verfassungsschutz in seinem Gutachten zusammengetragenen Indizien dar"

        Eben NICHT qualifiziert! Das absolute Primat des Grundrechts auf Menschenwürde wird in vertfassungswidriger Weise als nachrangig gegenüber dem Privileg politischer Parteien überhöht.

        Auch für das Verwaltungsgericht Köln ist wenig verbindlich außer dem Grundgesetz.

        Und in diesem Grundgesetz findet sich ein unmissverständlicher Passus, der hier von allerthöchster Relevanz ist.

        Und dieser Passus lautet *nicht*:

        "Die freie Betätigung aller politischen Parteien ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."

        • @Ajuga:

          Menschenwürde ist kein Monolith. Menschenwürde umfasst verschiedene Dinge und manche sind grundsätzlicher als andere. Zur Menschenwürde gehört auch die freie Meinungsäußerung und die Erlaubnis, sich mit anderen zu Organisationen zu verbinden. Und bei den Verletzungen gibt es unterschiedliche Arten der Schwere. Sie machen es sich aus meiner Sicht deutlich zu einfach mit ihrer Gegenüberstellung.

        • @Ajuga:

          Die Argumente stammen vom Bundeserfassungsgericht - insbesondere die Feststellung, dass es für Verfassungsfeindlichkeit nicht reicht, bestimmte verfassungswidrige Ziele zu verfolgen. Mit anderen Worten: Nichts ist wirklich schwarz-weiß, nicht einmal Artikel 1.



          Natürlich können Sie auch das BVerfG für unqualifiziert erklären (wie kann es auch anders sein, wenn es nicht die einzig richtigen Kriterien anlegt 😇). Nur rennen Sie damit irgendwann vor dieselbe Wand, die das BVerfG auch für die fieseren Vorhaben der AfD sieht: SIE haben nicht das letzte Wort. Das hat Karlsruhe.

  • Nach der Logik so mancher heutiger Juristen wäre wohl auch die NSDAP - sagen wir mal 1930 - nicht verboten oder sonst wie in ihrem Wirken beeinträchtigt worden.



    So mancher Richter wird sich fragen, ob diese Faschisten nicht vielleicht in ein paar Jahre über seine berufliche Zukunft oder gar über seine Gesundheit und sein Leben entscheiden können. Von der gutbürgerlichen demokratischen Mitte hat er nichts zu befürchten; von den Faschisten aber schon. Denn diese lassen es heute schon viele Richter spüren, wenn sie den Faschisten nicht genehme Urteile fällen.

    • @Tiene Wiecherts:

      "So mancher Richter wird sich fragen, ob diese Faschisten nicht vielleicht in ein paar Jahre über seine berufliche Zukunft oder gar über seine Gesundheit und sein Leben entscheiden können."

      Am Verwaltungsgericht Köln - bereits vor diesem Urteil kamen von dort sehr windige Entscheidungen die in eine eindeutige Reichtung tendierten - scheint man triefend nass im Schritt zu werden, wenn man daran denkt.

  • Zum Glück sind wir nicht allein auf die Verwaltungsgerichte, in Bezug zur Aufrechterhaltung unseres demokratischen Rechtsstaat angewiesen.



    Wenn wir demokratischen Bürger, Geschäftsleute, Vermieter, Clubs und Vereine, die Geschäftsbeziehungen und den Umgang mit uns bekannten AfD Sympathisanten einstellen, ist schon eine Menge erreicht.

  • Einfach mal lesen



    www.vg-koeln.nrw.d...26022026/index.php



    VG Köln 13 L 1109/25



    Sach mal so - die beteiligten Richter sind angesichts vieler vorangegangener Entscheidungen - auch ähnlicher Brisanz - über hier sinuierter Zweifel erhaben.



    Situativ gebotenes solides Handwerk - hier in einem Eilverfahren - sine ira et studio gefällt halt nicht immer.

    • @Lowandorder:

      Also, DAS müssten Sie doch selber weitaus besser wissen: dass es bei der Frage der Verletzung der Menschenwürde nicht darum gehen kann, ob diese im Einzelfall NICHT verletzt wird. Sondern ob sie gewohnheitsmäßig verletzt wird.

      Ich fasse die 1000jährig-muffige "Argumentation" der raderdollen Rechtsverdreher vun Kölle mal zusammen, so dass es deutlich wird, wo der Grundrechtskonflikt liegt:

      "Hitler hat nicht in JEDER Rede gegen Juden gehetzt, also ist er vielleicht gar kein Antisemit".

      Genauso wie dieses Verwaltungsgericht hätte schon Georg Neithardt entschieden - der Jurist, der - wie sich im Nachhinein zeigte - mit einer Unterschrift 6 Millionen unschuldige Menschen zur bestialischen Ermordung verurteilte. Denn nach *dieser* Rechtsbeugung war der Holocaust de facto nicht mehr aufzuhalten; die demokratischen Kräfte - das können wir heute mit Bestimmtheit sagen - waren zu schwach, nachdem die Judikative umgefallen war.

      Da und dort - am 1. April 1924 - hätte der NS gestoppt werden müssen. Es war die letzte Gelegenheit, es ohne Bürgerkrieg zu tun.

      Stattdessen bekam die Welt den tödlichsten Aprilscherz aller Zeiten.

      (Siehe Gritschneder 2001.)

    • @Lowandorder:

      "Without fear or favor" will ich dem Gericht gerne zugestehen, danach hört es aber auch schon auf. Ihre Bemerkungen verbuche ich einmal unter Kölscher Klüngel. Der Begriff ist selbst mir bekannt.

      • @Sam Spade:

        God Tag! Mit dem Kaliber sin the endgültig beim norsk samling gelandet. Newahr



        Normal Schonn •

        Mit dem Alten aus Wiedensahl



        “Wenn alles sitzen bliebe



        Was wir in Haß & Liebe



        So voneinander schwatzen



        Wenn Lügen Haare wären



        Wir wären rau wie Bären



        Und hätten keine Glatzen



        (Wilhelm Busch Kritik des Herzens;)

        • @Lowandorder:

          "Mit dem Kaliber sin the endgültig beim norsk samling gelandet."

          Oh, da besteht Klärungs- bzw Aufklärungsbedarf.

          "samling" bezeichnet eine Sammlung oder auch Versammlung.



          Geht auch als Redewendung wie "fra sans og samling" sinngegmäß "nicht ganz bei Trost sein".

          Ich denke kaum das sie eines davon im Sinn hatten mit "Norsk samling".

          Bliebe dann noch "Nasjonal Samling". Das ist der Eigenname der faschistischen Partei Norwegens um Vidkun Quisling, die mit den deutschen Besatzern kollaboriert haben.

          Die dürften sie mit ihrer Bezeichnung hoffentlich auch nicht gemeint haben, denn da würde bei mir der Spaß aufhören.

          Bleibt unterm Strich, eigentlich war mein Erwähnung vom "kölschen Klüngel" eher eine ironische Anspielung. Aber das ist offensichtlich in Schriftform nicht gut zu kommunizieren.

          Somit begnüge ich mich einstweilen damit, das es für mich dennoch unverständlich bleibt, wenn ein Gericht einer Partei eine verfassungsfeindliche Gesinnung attestiert, diese aber nicht der Gesamtpartei zuordnet und das bei dem reichhaltigen Material welches zur Verfügung steht. Es sind halt nicht bloß Indizien. Leicht dem Verfassungsschutzbericht zu entnehmen.

          • @Sam Spade:

            Stammtisch erzählte mir -



            Da mir nünorge & oldnorge als Handicaps norwegischer bekannt ist hab das halt getextet.



            In der Sache mein ich das schonn

  • Herr Joswig untermauert ungewollt, warum das Verwaltungsgericht Köln kaum anders entscheiden konnte.

    Mit der Analyse, dass da.it ein Parteiverbot aussichtslos wird, hat er natürlich recht.

  • Nach Kurzlektüre der 55 seitigen Urteilsbegründung, bleibt zu diagnostizieren das die deutsche Justiz nicht auf der Höhe der Zeit ist, wenn sie ausschließlich die Programmatik für eine Urteilsfindung berücksichtigt.

    Welche Rechtspartei formuliert denn heute noch ihre wahren politischen Ziele in einem Parteiprogramm oder legt sie schriftlich nieder? Abgesehen von Trump kein einziger der infrage kommenden Kandidaten.

    Der Verfassungsschutz hat seine Einstufung mit dem Verstoß gegen die Menschenwürde gemäß Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz begründet. Ein Gericht welches anhand der Beweisführung des Verfassungsschutzes lediglich von Indizien spricht, welche zudem nicht die Gesamtpartei betreffen, hat sein juristisches Handwerk entweder nicht gelernt oder sich mit der Materie nur oberflächlich befasst. Auf jeden Fall hat es keinen Überblick und anscheinend auch keinen Durchblick.

    Diejenigen die jetzt schon aus dem Beschluss das Aus für einen Verbotsantrag herbeireden, sollten bedenken, in Karlsruhe sitzen Juristen anderen Kalibers.

    • @Sam Spade:

      @Sam Spade



      Juristen, die " alten Herren " aus den juristischen Burschenschaften, die werden es schon " richten " meinen Sie 😂😅🤣😂

    • @Sam Spade:

      In dem Zusammenhang würde mich interessieren, worauf die Einordnung der AfD seinerzeit als gesichert rechtsextrem beruhte und ob die Politik da geschlampt hat und nicht genügend belegbare Gründe geliefert hat für die Einordnung. Es ist ja nicht die Arbeit der Gerichte, diese Arbeit zu bewerkstelligen.

      Auch "Juristen anderen Kalibers" würden bei mangelhaften Verbotsanträgen dann nicht anders entscheiden. Maßgeblich für den Erfolg eines Antrags ist nicht der Wille oder die Geschwindigkeit.

    • @Sam Spade:

      "..in Karlsruhe sitzen Juristen anderen Kalibers..." klingt irgendwie nach "Paas bloß up, wenn Fatan nach Hus kütt" oder "..meine Brüder alda..." Unterm Strich in diesem Fall jedoch nicht so recht überzeugend.

    • @Sam Spade:

      „Welche Rechtspartei formuliert denn heute noch ihre wahren politischen Ziele in einem Parteiprogramm oder legt sie schriftlich nieder?“



      Zustimmung, aber ist DAS das Dilemma der Justiz, was ihr NICHT angelastet werden dürfte, weil sie über keine anderen Beurteilungskriterien (als schriftlich niedergelegte Verlautbarungen) verfügt? Schwer vorstellbar. Denn dann ist die deutsche Justiz entweder wirklich a) „aus der Zeit“ gefallen, b) gegenüber den Herausforderungen des Rechtsextremismus hilflos oder - schlimmer noch - c) selbst auf dem rechten Auge blind. Oder eine Mischung aus allen dreien.

    • @Sam Spade:

      "in Karlsruhe sitzen Juristen anderen Kalibers"



      Ja, und zwar eines sehr unerfreulichen Kalibers. Googlen Sie mal nach "Harbarth Cum-Ex" oder nach "BVerfG Abendessen Regierung".

    • @Sam Spade:

      Nun hat ja nicht die deutsche Justiz - wer immer das genau sein mag - sondern in einem sog. Eilverfahren des vorläufigen Rechtsschutzes ein Kammer - in vielfältig ähnlichen Verfahren ausgewiesen - in einem Beschluß wie hier inkriminiert - auf der Grundlage ihr zugänglicher Sachverhalte entschieden.



      Das Haupsacheverfahren bleibt abzuwarten.



      (Btw zu Kalibergrößen verhalte ich mich nicht;)

  • "Wie wehrhaft die Demokratie tatsächlich ist, entscheidet sich am Ende daran, wie viele bereit sind, für ihren Erhalt auf die Straße zu gehen, Zivilcourage zu zeigen, sich einzumischen und Diskriminierungen nicht hinzunehmen – um Druck aufzubauen und eine inhaltliche Brandmauer hochzuziehen und jetzt erst recht nicht das Feld zu räumen."

    - Wie es eigentlich auch immer der Blick von links auf Demokratie, Bürgerrechte und Antifaschismus war. "Alles muss man selber machen". Woher der seltsame Staatsfetisch in den letzten Jahren gekommen ist, wird mir immer schleierhaft bleiben.

    • @Kawabunga:

      Nur helfen bei einer Machtübernahme keine Demonstrationen und wir sind mehr Bekundungen mehr. Auch wird keine Machtübernahme dadurch verhindert, es sind 30% die diese Partei an die Macht bringen, das reicht. Da kann man zivilgesellschaftlich gar nichts machen.

      • @nutzer:

        Und woher kommen diese 30%?

        • @Kawabunga:

          rund 30% sind die Peilmarke an Wählerstimmen, bei der eine Machtübernahme strategisch möglich ist.



          Die Frage ist, wie kann man diese 30% Wählerstimmen verhindern, ich denke jedenfalls nicht mit Demonstrationen.

  • Ich weiß, es ist schon mehrfach gesagt worden aber ich mache es gerne noch einmal:

    Wer die AfD verhindern oder bedeutungslos machen möchte, sollte die Probleme lösen, welche den Bürger stören.



    Mir kann doch keiner erzählen, dass ca. 20% der Westdeutschen und ca.30% der Ostdeutschen Wähler stramme Rechtsextremisten sind.



    Aber irgendwas treibt die Menschen zu einer Partei die nicht einmal ein anständiges Rentenkonzept hat. (Wobei das mMn keiner hat, der nicht auch Beamte in die Sozialkassen einzahlen lassen möchte).

    Und mir braucht auch bei aller Liebe niemand damit kommen, dass die Probleme, welche die Bürger sehen nicht real sind.



    Wir sind mit der ungesteuerten Migration überfordert, wir werden deindustrialisiert, die Sozialkassen sind leer, wir haben ein Kriminalitätsproblem in den Städten, die Menschen wollen nicht gendern und haben auch keine Lust mehr auf die Schreihälse die in Ermangelung von Sachargumenten alles und jeden niederbrüllen der vielleicht nicht deren Meinung ist.

    Ich denke, wenn sich jeder dieser Knoten nach und nach löst, kann man sehen wie die Umfragewerte der AfD schmelzen wie ein Flutschfinger in der Julisonne.

    • @Herr Müller*in:

      @Herr Müller



      " Mir kann doch keiner erzählen, dass ca. 20 % - 30 % der Ostdeutschen strammen Rechtsextremisten sind "



      Wer eine Partei mit seiner Wählerstimme unterstützt, ist für deren agieren mit in der Verantwortung und wenn die Partei rechtsextremistische Idologien umsetzen will, dann hat sich der Wähler dieser Partei mit Rechtsextremisten gleichgesetzt und sich selber zum Rechtsextremisten gemacht.

    • @Herr Müller*in:

      "Mir kann doch keiner erzählen, dass ca. 20% der Westdeutschen und ca.30% der Ostdeutschen Wähler stramme Rechtsextremisten sind."

      Wenn man glaubt, dass nur Rechtsextrem ist wer braune Reiterhosen und Hakenkreuzarmbinde trägt mag man das so sehen. Aber Untersuchung wie die Heitmeyer-Studie, die Leipziger Extremismusstudie von Decker et al. oder die Mitte Studie der FES legen bei Phänomenen wie gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit oder Zustimmungsraten zu autoritären und illiberalen erschreckend hohe Werte offen. Manifeste und latente Zustimmung zu einer rechtsautoritären Diktatur äußern laut Decker idR über 20%, ein ethnisch homogener Nationalismus wird sogar von 40% zumindest nicht abgelehnt (ebd.). Gleichzeitig halten sich die allermeisten die solche Positionen vertreten zweifelsfrei für Demokraten.

      • @Ingo Bernable:

        Wer glaubt, dass der Nationalsozialismus nur mit Rechsextremisten funktionierte, hat den Nationalsozialismus nicht verstanden. Der Bezog die Massen der Mitte mit ein. Selbst ein Heinrich Böll beteiligte sch an den Raubzügen in den überfallenen Ländern.

        „Aus Frankreich schickte der Infanterist Heinrich Böll (1917–1985) mal einen »schönen Stich aus Paris« nach Köln, mal Kosmetikzeug, mal drei Pfund Zwiebeln für die Mutter, ein Paar Damenschuhe für seine Braut Annemarie, eine Nagelschere, oder er kündigte für den nächsten Tag eine »anstrengende Butterreise« an, verbunden mit der Hoffnung, dass auch für Annemarie »etwas abfällt dabei“

        Auszug aus Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933– 1945. Götz Aly

      • @Ingo Bernable:

        Sie werfen wieder Dinge zusammen, die nicht das aussagen, was sie glauben.

        Zustimmung zu einigen Aussagen belegt Zustimmung zu Aussagen. Das ist situativ, das ist phasenweise auch anders wenn Zufriedenheit herrscht. Aussagen sind auch keine Handlungen. Es sind recht abstrakte Antwortgebungen und sie hängen von politischen Großwetterlagen ab.

        Und ich finde den anderen ihrer Punkte auch nicht so vielsagend wie sie: Demokratie braucht einen Demos. Wer dazugehört udn wer nicht - das ist sehr wohl selbst eine legitime politische Frage. Denn wie gut eine Demokratie funktioniert hängt AUCH (nicht nur) von der Beschaffenheit des Demos ab. "Ethnie" ist übrigens ein Konzept, das keineswegs automatisch zu beanstanden oder "böse" ist. Z.B. kann es so verstanden werden, dass wer in einem Land mit einer bestimmten Kultur geboren wird und aufwächst, zu dieser Ethnie gehört und zwar unabhängig davon welche Hautfarbe er hat oder welcher Kultur seine Vorfahren angehörten.

        Und zuletzt: Warum sollte man etwas ablehnen, was einem gefällt? Warum sollte man demgegenüber etwas wollen, was einem nicht gefällt? Wo steht im GG der BRD, dass die BRD eine multiethnische Republik sein SOLL?

      • @Ingo Bernable:

        Schauen sie sich mal - rein wissenschaftlich (inklusive sachlicher Kritik) - an, mit welchem Methodenset diese Studien arbeiten, sie werden feststellen, das ist nahezu 1:1 das was der Verfassunsgsschutz macht und gerade explizit zurückgewiesen wurde: Nur weil irgendjemand irgendwie Mitte definiert, jede Abweichung davon als rechtsextremen Verdachtsfall framet und Infragestellung der eigenen politischen Ansichten als per se FDGO-feindlich analysiert und jeden Begriff von Volk oder Staatsgemeinschaft als verfassungsfeindlich deklariert, der nicht dem Weltbürgerverständnis der "No-Border"-Aktivisten entspricht, der wird damit ganz sicher keine passenden Aussagen über besagte Bevölkerung treffen können. Aber das hält Sie sicher nicht davon ab, das trotzdem zu tun.

    • @Herr Müller*in:

      "Wer die AfD verhindern oder bedeutungslos machen möchte, sollte die Probleme lösen, welche den Bürger stören."

      Hier wäre zunächst mal zu fragen wie gut eine solche Erwartungshaltung an Politik als allmächtige All-Inclusive-Serviceleistung überhaupt zu einem demokratischem Gemeinwesen passt und wie realistisch deren Erfüllbarkeit eigentlich ist. Zumal ja mittlerweile all die gefühlten und einstmals nur von rechts-außen artikulierten 'Probleme' bis ins moderat-linke Lager übernommen worden sind und zwar ohne, dass das die Zustimmung zur AfD auch nur minimal reduziert hätte. Wer immer wieder rechts wählt tut das nicht aus Protest oder um auf seine Problem aufmerksam zu machen, sondern weil er rechte Politik will.

      • @Ingo Bernable:

        Die Probleme sind nicht (in ihrer Deutung und Wahrnehmung) "übernommen" worden sondern haben sich als echte, erleb- und erfahrbare Probleme er wiesen, das ist ein massiver Unterschied. Klar hat die AfD schon immer gesagt, dass unsere Sozialsysteme durch unkontrollierte Migration überfordert werden, aber das wird ja nicht falsch nur weil es die AfD auch sagt. Da könnte ich jetzt lange weitermachen (Sicherheit, Bildung, Energiepolitik, ...), aber eigentlich will ich nur sagen, was sie hier als "Übernahme rechter Narrative" missverstehen ist die Unausweichlichkeit des Faktischen.

    • @Herr Müller*in:

      Die "Probleme" die Sie hier schildern, sind aber nur die vordergründigen, die Aushängeschilder die die afde bedient.



      Ja es gibt reale Probleme und die sind grundlegend wirtschaftlicher Natur, die Menschen merken die Diskrepanz, dass da etwas nicht stimmt an der Erzählung "Wir sind ein reiches Land ", weil die persönliche Realität eben durch ein Weniger bestimmt ist. Der Glaube an, es wird besser, ist zerbrochen.



      Geht es Menschen gut, ist ihnen Migration egal, Kriminalität ist eine direkte Folge sozialer Missstände und die angebliche Sprachpolizei, die den Menschen das Sprechen verbietet, eine mediale Erscheinung, die gerne von allen am Laufen gehalten wird., vor allem von Menschen die im vorauseilenden Gehorsam, ein das muss man ja so sagen hinten anhängen um sich dann darüber zu mockieren.



      Ja auch das sind reale Probleme, die sich aber nie lösen werden mit dieser marktradikalen Politik, die alle Parteien vertreten und dem Sparglauben, dem alle Menschen in diesem Land anhängen.



      Die Probleme sind grundlegend selbstgeschaffen.

    • @Herr Müller*in:

      Läge es rein an sozio-ökonomischen Gründen oder an der Frage der Zuwanderung, dann dürften Länder wie die Schweiz, Norwegen, Dänemark oder Finnland keinen Zulauf von rechten Akteuren haben. Der besteht aber fort, auch wenn Fragen im Sinne der Bevölkerung weitgehend gelöst wurden, wie z.B. die Migration in Dänemark. Der Anteil der Parteien im rechtspopulistischen-rechtsextremen Spektrum liegt dennoch in den genannten Ländern zwischen 18 - 24%.

      Es ist mit dem Millennium nicht nur ein Zeitenwechsel eingetreten sondern auch ein neuer Zeitgeist entstanden. Den Eliten in den Demokratien wird nicht mehr zugetraut, das bisher gültige Fortschrittsversprechen einzulösen.

      Hinzu kommt, das in einer immer komplexer werdenden Welt einfache Antworten bevorzugt werden und das Ohnmachtsgefühl welches durch Unordnung entsteht nach Ordnung verlangt. Dafür stehen die Rechten, die ordnende Hand, welche die Probleme auf das Sündenbockprinzip reduziert und schnelle Lösungen anbietet. Im Faschismus dann im Einklang mit autoritären Mitteln. Es ist der Übergang in eine Zeit, wo Recht und Regeln durch die Macht ersetzt werden soll, zu deren Durchsetzung auch die individuelle Freiheit geopfert werden darf.

      • @Sam Spade:

        weil die grundlegende Problematik eben ökonomischer Natur ist.



        Das ist kein europaweiter politischer Sinneswandel, es geht um die Diskrepanz zwischen erlebter Realität und gesamtgesellschaftlicher Erzählung.



        Für Menschen geht es ökonomisch nicht mehr geradlinig gesichert gerade aus, während im Gegensatz dazu die große Erzählung von wirtschaftlicher Stärke handelt. Für die Bevölkerung geht es um ein Weniger, so lange die Wirtschaft brummte, wurde dies als Argument benutzt, man dürfe den Erfolg durch zu hohe Löhne nicht gefährden, jetzt läuft es wirtschaftlich schlechter und wieder kommt das Argument, "Wir" müsen jetzt alle kürzer treten.



        Mit diesem grundlegend verkehrtem Ökonomieverständnis, dass sich durch alle Parteien zieht wird sich dieser Rechtsruck nicht bekämpfen lassen.



        Ohne Partizipation der Bevölkerung an der Wirtschaft, wird es immer so enden.

    • @Herr Müller*in:

      Das Problem der anderen Parteien ist aber, dass sie diese Knoten selbst geschürzt haben und dass zu deren Auflösung eine Änderung ihrer Politik nötig wäre, was ja einem Schuldeingeständnis gleich käme.

      • @XXX:

        Genau.....Ihr Kommentar bringt es auf den Punkt.

    • @Herr Müller*in:

      »Mir kann doch keiner erzählen, dass ca. 20% der Westdeutschen und ca.30% der Ostdeutschen Wähler stramme Rechtsextremisten sind.«

      Doch. Wer Grüne wählt, ist grün, wer Linke wählt, ist links, wer SPD wählt, Sozialdemokrat & wer Nazis wählt, ist Nazi. Wäre dies nicht so, müssten Sie jenen WählerInnen zuschreiben, nicht zu wissen, was sie tun: dann gehörten sie unter Betreuung & ihnen das Wahlrecht entzogen.

      Im Übrigen laufen Ihre Ideen darauf hinaus: man solle gefälligst Nazi-Politik machen, dann würden die ordentlichen Bürger (übers-: Hassgetriebenen) auch nicht die AgD wählen müssen.

      Es ist aber anders. Nämlich: Der Hass muss weg. Und die Nazis.

      • @Fahrenheit:

        Aber es tritt in Deutschland keine NSDAP an und auch keine "Nazi"- oder "Faschismus"-Partei. Das sind politische Zuschreibungen, keine Wesensmerkmale.



        Und sie gehen zudem von einer Identitätstheorie der Wahl aus, die keinen Sinn macht. Und zwischen einem Parteimitglied, einem Aktivisten und einem Wähler bestehen zusätzlich "Welten".

      • @Fahrenheit:

        den Begriff Wechselwähler kennen Sie?

        • @nutzer:

          Was soll das? Es ist völlig egal, wie man’s relativieren möchte: Wer Nazis wählt, unterstützt Nazis & ist ipso facto selber einer. Debatte Ende.

    • @Herr Müller*in:

      Ich lese oder höre aber immer wieder, dass die Menschen im Osten mit ihrer wirtschaftlichen Situation gar nicht so unzufrieden sind.



      Manchmal denke ich, es ist ein völlig irrationaler Hass auf die Migranten, die die Menschen in die Fänge der AfD treibt.

      • @Il_Leopardo:

        Ja, es gibt Analysen darüber, dass es oft das Gefühl, benachteiligt zu sein als Movens ist, das muss nicht mit realer Benachteiligung kongruent sein.

    • @Herr Müller*in:

      Weil sie nicht gendern möchten - was ohnehin niemand MUSS - schlagen sich Millionen Menschen auf die Seite von Faschisten und nehmen den Tod von tausenden entweder billigend in Kauf oder begrüßen ihn?



      Das sollen Leute sein, die eigentlich ganz in Ordnung sind und aus Verzweiflung übers Gendern halt zu Mittätern werden?

      • @Tiene Wiecherts:

        Inwieweit meinen Sie den Tod von Tausenden?

      • @Tiene Wiecherts:

        Uns Taz-Leser müssen sie nicht überzeugen.....allerdings ca. 20 plus der deutschen Bevölkerung, nachdem es mit dem inhaltlichen Stellen nüscht geworden ist.

  • "Auch die weitgehende Übernahme des extrem rechten Kampfbegriffs „Remigration“ und taktische Distanzierungen gegenüber der Identitären Bewegung reichen dem Gericht nicht aus, weil mit Remigration ja auch etwas Anderes, Harmloseres gemeint sein könnte als das, was eigentlich alle darunter verstehen: staatliche Diskriminierung auch von Deutschen mit Migrationshintergrund, um ein ethnisch „reineres“ Volk zu erhalten."

    Genau und



    "ICE", gefällt doch den AfD-Bayern. Haben sie komplett übersehen.

    Es bleibt einem die Spucke weg, wie diese "gerichtliche Zusammenkunft" sich positioniert.

    "Mit dem vorläufigen Todesurteil für ein AfD-Verbot ist der Beschluss auch eine Niederlage für eine falsch verstandene, aber viel beschworene wehrhafte Demokratie, die sich nur juristisch hinter Verfassungsschutzbeobachtung und Gutachten versteckt. Wie wehrhaft die Demokratie tatsächlich ist, entscheidet sich am Ende daran, wie viele bereit sind, für ihren Erhalt auf die Straße zu gehen, Zivilcourage zu zeigen, sich einzumischen und Diskriminierungen nicht hinzunehmen – um Druck aufzubauen und eine inhaltliche Brandmauer hochzuziehen und jetzt erst recht nicht das Feld zu räumen."

    Danke an den Autor!

  • Ich versuche, ganz ruhig zu bleiben. Das Verfahren in der Hauptsache läuft noch. Der Rechtsstreit um die Einstufung der AfD könnte sich also noch lange hinziehen. Der Verfassungsschutz sollte die Zeit nutzen, um bessere Argumente vorzutragen.

    • @Il_Leopardo:

      Schwarz sehe ich allerdings, wenn es ausschließlich (!!!) bei den vorgebrachten Argumenten bleibt. WO ist denn das inhaltliche Stellen?

  • Auch wenn es sich erst einmal nur um ein erstinstanzliches Urteil handelt, so habe ich doch die Vermutung, dass die höheren Instanzen gleichlautend entscheiden könnten. Das könnte einen Rückschlag für ein Verbotsverfahren bedeuten, denn mit dieser Entscheidung werden sich die in Frage kommenden Antragsteller noch weniger darauf einlassen, ein Verbotsverfahren bzw. ein Prüfverfahren einzuleiten.

    • @Sabine Hofmann-Stadtländer:

      Geschätzte - es ist ein Beschluß(! Herr Autor) in einem sog Einverfahrens des vorläufigen Rechtsschutze*.Das Hauptsacheverfahren steht noch aus.

      unterm——*



      Leicht zu erkennen am L-Aktenzeichen -



      ein “Eilurteil“ gibbet nur für Journaill‘sten; die ich mit Verlaub eigentlich woanders vermute.

      • @Lowandorder:

        Ups! Lieber Lowandorder, Du hast absolut recht! Ich habe leider sehr viel schneller kommentiert als gelesen - dabei war ich selbst viele Jahre juristisch tätig und kenne von daher selbstredend die Terminologie. Aber ab dem Komma im ersten Satz wird es richtiger :-))

  • Ein Rückschlag für die Leute die meinten ein Verbot der AfD wäre nur Formsache und würde ohne Probleme durchgehen. Wie man an dem Urteil heute sieht: Eben nicht.



    Und eine Einstufung als gesichert rechtsextrem ist nochmal eine Nummer unter einem Verbot der Partei, wo weitaus höhere Maßstäbe angelegt werden.

    • @Sentinel2150:

      Das kommt von einer - mit Verlaub - "liberalen Verblendung". Ich meine damit Folgendes: Wenn der Progressivismus zum Maßstab von Kultur und echter Staatsbürgerschaft wird, dann glaubt man, der letzte Stand progressiver Ideen und Lebensweise wäre der Maßstab, durch den man "Demokratie" und "Liberalismus" definiert: Was da nicht mithalten kann und wer nicht mithalten mag oder es sogar ablehnt, der ist dann "undemokratisch" und "illiberal", gehört ausgegrenzt und bestenfalls verboten. Da liegt m.M. nach ein großer Irrtum zugrunde. So läuft das mit Demokratie nicht. Subjektiver Indiviodualismus ist wichtig, aber er ist nicht alles um das es auf der Welt geht und er ist nicht alles, was man politisch fördern muss. Er ist auch nicht in jedem Fall vorrangig gegenüber anderen Zielen und Interessen. Das ist die Welt der Menschen. Das muss man sich in der progressiven Blase vielleicht mal wieder erschließen.

    • @Sentinel2150:

      Genau und ..... das inhaltliche Stellen ruht ja auch schon seit ca. 10 Jahren. Ich bin wirklich am Verzweifeln!