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Reform im Gesundheitssystem Duale Ungerechtigkeit

Gastkommentar von

Martin Schwarz-Kocher

Das duale System ist unsozial. Den Lastenausgleich tragen allein die gesetzlich Versicherten. Ziel sollte eine einheitliche Bürgerversicherung sein.

U nter dem Eindruck des Wahldebakels in Mecklenburg-Vorpommern hat Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz auf ein Gerechtigkeitsproblem bei dem „Nebeneinander von privater und gesetzlicher Krankenversicherung“ hingewiesen. Während diese Erkenntnis bei Linken, Grünen und dem eigenen Koalitionspartner auf große Zustimmung stieß, warnen die Lobbyisten der privaten Krankenversicherung (PKV) vor dem Zusammenbruch unseres Gesundheitssystems.

„Eine Abschaffung oder auch nur Einschränkung unseres dualen Systems“ bedeute, dass insbesondere die heute jungen Menschen immer höhere Beiträge zahlen müssten, so der Dachverband der Privaten Krankenversicherung. Die Bundesärztekammer reklamiert, dass „ein Gesundheitssystem ohne PKV […] eine Versorgung mit weniger Geld für alle“ wäre, weil auch die Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von den Erlösen, „die Arztpraxen und Krankenhäuser aus der privaten Krankenversicherung“ erzielten, profitieren würden.

Schnell ruderte eine Regierungssprecherin zurück. Merz habe „das System der Krankenversicherung nicht infrage gestellt“. Es ginge ihm nur darum, das Ungerechtigkeitsgefühl der Menschen ernst zu nehmen, weil privat Versicherte viel schneller einen Arzttermin erhalten. Merz bleibt eben doch Merz. Aber genau an dieser Stelle täuscht sich der Bundeskanzler. Vielleicht versucht er auch, uns zu täuschen.

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Die Ungerechtigkeit im dualen KV-System entsteht nicht bei der Vergabe von Arztterminen. Vielmehr liegt die Ungerechtigkeit in der unterschiedlichen Finanzierung des dualen Systems. Die Probleme bei der Terminvergabe von Fachärzten sind die direkte Folge dieser Beitragsungerechtigkeit. Mit einer einfachen Beispielrechnung kann dies veranschaulicht werden.

Nicht alle gesetzlich Versicherten zahlen ein

Der durchschnittliche Monatsbeitrag der 74,5 Millionen gesetzlich Versicherten beträgt 381 Euro. Würde jede/r Versicherte diesen Monatsbeitrag bezahlen, wären die gesamten Gesundheitsleistungen der GKV finanziert. Doch nicht alle Versicherten mit geringem Einkommen können sich diesen Beitrag leisten. Insbesondere die 15,9 Millionen Familienangehörige ohne Einkommen sind beitragsfrei mitversichert.

Die Probleme bei der Terminvergabe von Ärzten sind direkte Folge der Beitragsungerechtigkeit

Um dies auszugleichen, sind die gesetzlich Krankenversicherten einen sozialen Gesellschaftsvertrag eingegangen. Jede/r trägt mit dem gleichen Anteil seines/ihres Einkommens – aktuell sind das etwa 17,5 Prozent Arbeitgeber und Arbeitnehmeranteil – zur Finanzierung der gesetzlichen Versicherung bei und diese finanziert daraus jeder/m Versicherten unabhängig von dem jeweils unterschiedlichen nominalen Beitrag die gleiche Gesundheitsleistung. Dieser soziale Lastenausgleich ist eine der Grundlagen des deutschen Sozialversicherungssystems und gesellschaftlich unumstritten.

Privatversicherte entziehen sich diesem sozialen Lastenausgleich komplett. In der privaten Krankenversicherung werden die Beiträge bezahlt, die statistisch notwendig sind, um die jeweiligen individuell gewünschten Gesundheitsleistungen abzudecken. Die Beitragsungerechtigkeit wird deutlich, wenn man beispielsweise eine alleinstehende Angestellte mit einem Bruttogehalt von 6.450 Euro monatlich (aktuelle Versicherungspflichtgrenze) betrachtet. In der gesetzlichen Versicherung bezahlt sie entsprechend der Beitragsbemessungsgrenze einen Beitrag von 1.017 Euro pro Monat.

Davon werden, wie erläutert, 381 Euro zur Abdeckung ihrer statistisch zu erwartenden Gesundheitskosten benötigt. Mit den verbleibenden 636 Euro pro Monat beteiligt sie sich am sozialen Lastenausgleich in der gesetzlichen Krankenversicherung. Ihr Kollege verdient einen Euro mehr als sie und kann deshalb in die Private wechseln, wo er die 636 Euro für den Lastenausgleich komplett einspart. Er kann deshalb auch mehr für seine individuelle Gesundheitsleitung ausgeben.

Die radikalste Lösung

Aufgrund der höheren individuellen Beiträge kann die private Versicherung höhere Arzthonorare außerhalb der Budgets der gesetzlichen Krankenversicherung decken. Das ist der Grund dafür, dass der oder die privat Versicherte beim Facharzt schon morgen einen Termin bekommt, auf den die gesetzlich versicherte Kollegin drei Monate warten muss. Die Ungerechtigkeit im dualen KV-System kann also nicht organisatorisch, sondern nur durch die Durchsetzung von Beitragsgerechtigkeit gelöst werden.

Martin Schwarz-Kocher

ist promovierter Industriesoziologe, Jg. 1958. Er leitete 15 Jahre lang das IMU Institut in Stuttgart und forschte zu den Themen industrielle Beziehungen, betriebliche Mitbestimmung und Veränderung der Industriearbeit.

Die radikalste Lösung wäre selbstverständlich die Einführung einer einheitlichen Bürgerversicherung. Ein Zwischenschritt könnte die stufenweise Erhöhung der Versicherungspflicht- und Beitragsbemessungsgrenze sein, um immer mehr Beschäftigte am Solidarpakt zu beteiligen. Alternativ könnte man festlegen, dass privat Versicherte einen Ausgleichsbetrag für den vorenthaltenen sozialen Lastenausgleich in die gesetzliche Versicherung einbezahlen.

Würden für diese Ausgleichszahlungen die gleichen Berechnungsregeln wie in der Gesetzlichen angelegt, ergäbe sich in Summe eine jährliche Ausgleichszahlung von rund 20 Milliarden Euro. Damit fließt nicht weniger Geld ins Gesundheitssystem, wie dies die Bundesärztekammer befürchtet, sondern deutlich mehr. Ziel muss sein, alle Versicherten gleichermaßen am sozialen Lastenausgleich in der Krankenversicherung zu beteiligen.

Interessant für die politische Debatte ist, dass es bei der Forderung nach Beitragsgerechtigkeit im dualen System der Krankenversicherung nicht um eine Umverteilung von Finanzmitteln von „oben“ nach „unten“ geht. Denn die Ungerechtigkeit des jetzigen Systems besteht ja zwischen den GKV-Versicherten mit mittlerem und gutem Einkommen, die bisher die volle Finanzierung des Sozialausgleichs allein stemmen mussten, und den privat Versicherten, insbesondere mit hohem Einkommen über 6.450 Euro, die bisher dazu nichts beigetragen haben.

Der in der deutschen Debatte so oft bemühte „arbeitende Mittelstand“ wäre also der Hauptgewinner bei der Durchsetzung der Beitragsgerechtigkeit in der Krankenversicherung. Welche Partei könnte sich dieser Argumentation verschließen?

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29 Kommentare

  • Desdur Nahe

    "Privatversicherte entziehen sich diesem sozialen Lastenausgleich komplett"



    Das ist schlicht falsch. Die GKV wird mit Steuergeld subventioniert, letztes Jahr 14.500.000.000 Euro. Das zahlen alle, auch Privatversicherte (die davon nicht profitieren).



    Zum Nachdenken hat mich der Spruch meines Arztes gebracht:



    "Ein Drittel meiner Patienten sind Privatversicherte, die machen aber zwei Drittel des Umsatzes aus."



    Ich vermute, dass viele Praxen ohne Privatversicherte schließen würden.

  • test_name

    Dass sich die "Hart arbeitende Mitte" diesen überkommenen Rest von Feudalgesellschaft gefallen lässt ist sowas von unglaublich.

    Argument Merz: Kassiererin bei Aldi zahlt um die 180€ GKV im Monat. Tatsächlich zahlt man bei Mindestlohn 2.409 x 17,5% = 421,57€ monatlich. Der "Arbeitgeberanteil" ist selbstverständlich Lohnbestandteil der nicht aus Wohltätigkeit sondern als Gegenleistung zur Arbeit bezahlt wird.

    Die "Hart arbeitende Mitte" hat leider keine Lobby.

  • Machiavelli

    Mehrklassenmedizin lässt sich nicht abschaffen; sie kommt dann halt über Zusatzversicherungen. Und im Vergleich zu Holland oder dem UK ist Deutschland sehr gut. Hat man eine Bürgerversicherung, hat diese nur ein Ziel: Kosten drücken, drücken, drücken.



    Medizin kann heute so viel mehr als früher, ist aber auch teurer. Gleichzeitig ist das Fachpersonal mobiler und man muss mit dem Ausland konkurrieren. D.h. Kosten sind viel höher. Gleichzeitig kommen jetzt die Boomer ins Alter, wo sie teuer werden.



    Steuern Abgaben sind jetzt schon hoch, d.h. die einzige Kostenstelle ist Behandlungen und da vor allem die Behandlung Alter.

  • uwe

    Ungerechtigkeiten

    Honorar der Ärzte



    Die Ärzte bekommen für ihre Praxis seitens GKV je Quartal ein festes Budjet für ALLE Patienten. Kommen mehr Patienten, bleibt das Geld das gleiche. Also Arbeit für Umme.

    Kassenwahl



    Kassenpatient möchte sich gerne privat versichern. Als Selbständiger kein Problem, egal welches Einkommen. Als Angestellter darf er nicht bzw. erst mit hohem Einkommen.

    GKV Beiträge



    Beiträge des GKV Versicherten auf Arbeitseinkommen aber nicht auf seine Mieterlöse oder Kapitalerträge bzw. nur dann, wenn er freiwillig versichert ist. Besonders gerne bei Rentnern.

    Terminvergabe



    ja, kenne wir schon. Nur ändert eine Einheitsversicherung nichts, solange am Honorarschema für Ärzte sich nichts ändert. Aus PKV Versicherten würden Zusatzversicherte. Terminvergabe bleibt gleich.

  • Normalo

    Der Artikel fußt auf einer Milchmädchenrechnung: Beim PKV-Modell fileßt am Ende ja nicht MEHR raus, als eingezahlt wird. Irgendwoher muss also die erhöhte Honorierung von Privatleistungen kommen.

    ...und der Grund liegt darin, dass die PKVen, eben nicht nur nicht an dem Solidarvertrag der Kassen beteiligt sind, sondern dass sie selbst intern sowas nicht kennen. Die zitierte Angestellte fährt daher nur dann in der PKV besser, wenn sie keine Familie hat. Spätestens ab zwei mitversicherbaren Unterhaltsberechtigten ist die GKV wieder billiger. Und das rechnet micht ein, wie viel höher die Beiträge der privat versicherten "Schmarotzer" AUFGRUND der höheren Honorierung ihrer Leistungen steigen, wenn sie älter werden. In Summe PKV-Prämien pro Kopf immer teurer als GKV-Beiträge.

    Die Querfinanzierung der GKV-Patienten durch PKV-Patienten erfolgt dann über die Ausgabenbudgets der Leistungserbringer: Die Kassenhonorare sind meist so eng bemessen, dass sie zwar den nackten Betrieb tragen können, aber entweder nicht auch noch z. B. den Arzt, dem er gehört, oder seine Investitionen in neue Technik etc.. DIE finanzieren die Privatpatienten mit dem "On Top", dass sie einbringen.

  • moonwatcher

    Endlich mal ein Artikel zur Zweiklassenversicherung, der nicht nur die Terminvergabe behandelt. Sondern die prinzipielle Ungerechtigkeit zweier Versicherungen, von denen eine solidarisch gesellschaftliche Gesundheitsrisiken abdeckt und die andere nur das individuelle, persönliche. Nur daraus erklärt sich das Kunststück, dass die PKV bei durchschnittlich geringeren Beiträgen zwei bis drei mal so hohe Arzthonorare zahlen kann. Die guten Versicherungsfälle in einen Korb, die schlechten in den anderen.

    Die Einführung einer Pflichtversicherung für alle ist allerdings alles andere als radikal. Sondern Mainstream.

    D ist das einzige EU-Land mit einer Zweiklassen-KV. Die Niederlande hatten ein ähnliches System bis 2006, da haben sie die PKV in eine Zusatzversicherung umgewandelt.



    Reform ist also möglich, ausser bei uns.



    Ähnlich wie mit der kapitalgedeckten Rentenversicherung, da sind wir auch sehr spät dran.

    Bei uns klammern sich die Reichen an ihre Privilegien, und die Mittel bis Gutverdiener in der gesetzlichen Versicherung zahlen die Zeche.

  • Mark Tassimtee

    Es wäre ein Anfang Versicherungsfremde Leistungen mit Steuern zu bezahlen. Und natürlich sollte für Sozialgeldempfänger ein Betrag von 381€ bezahlt werden anstatt knapp 130€.



    Solidarität wird im jetzigen System ausschließlich denen aufgelegt, die bei den Gesetzlichen versichert sind.

  • Demokrat

    Volle Zustimmung. Hier ist ein guter Ansatz.



    Zunächst sollte man bei einer Anfrage nach einem Termin verbieten, dass nachgefragt wird, ob man Kassenpatient ist.



    Kostet nix und hilft allen, ausser den Raffinerien Ärzten.

  • T-Rom

    Ein Gesundheitssystem für alle Versicherten ist gar nicht mal so radikal. Gibt es in leicht verschiedenen Ausprägungen in den meisten europ. Ländern.



    Funktioniert zB in den Niederlanden prima, und die Ärzte und Klinikbetreiber müssen dort auch nicht in die Insolvenz.



    Sich privat darüber hinaus für IGEL Leistungen o.ä. zu versichern kann ja jedem weiterhin erlaubt sein.

    • moonwatcher

      @T-Rom:

      Wieso sollten sie auch in die Insolvenz müssen? Wenn die bisher günstig privat Versicherten wie alle anderen einen einkommensabhängigen Beitrag in die GKV zahlen müssen, kommt ja mehr Geld ins Gesundheitssystem.

    • Leo Onlin

      @T-Rom:

      Als Privatversicherter sind weder Angehörige noch Lohnfortzahlung versichert. Das muss man extra tun.



      Will man alles in einen Topf tun, müssten bisher Private weniger und bisher Gesetzliche mehr zahlen. Bei den Beamten zahlt zudem der Staat (aus der Steuer) über die Beihilfe 50% der Kosten.

      Gefühlige Annahmen helfen in dieser komplexen Materie leider nicht weiter. Ein Bashing der Privatversicherung auch nicht.

    • Normalo

      @T-Rom:

      ...nur dass in diesen Systemen durchweg die Versorgung viel dünner ist als hierzulande und die Wartezeiten auf die kollektiv bezahlten Leistungen deutlich länger.



      Be careful what you wish for...

  • stephan berger

    Die Ungleichbehandlung resultiert meines Erachtens daher, dass der Arzt für die Behandlung eines privaten Patienten wesentlich mehr abrechnen kann und viel mehr Spielraum hat. Würden diese Spielräume beseitigt, wäre eine Gleichbehandlung gesichert. Der Beitragsvergleich hinkt ausserdem, für Familien und ältere Personen ist die PKV in der Regel deutlich teurer als die gesetzliche.

    • Helmut Fuchs

      @stephan berger:

      Nun, für gesunde (!) junge Menschen ist sie viel billiger. Mit dem Köder wird die Pille der im Alter steigenden Beiträge gerne geschluckt, weil deren Bitterkeit ja erst später durchschmeckt. Mit Vorbelastung nimmt einen die PKV ja gar nicht erst. Das darf gerne die GKV übernehmen.

      Obendrein werden damit der gesetzlichen Versicherung ausgerechnet die gesunden (und damit wenig kostenintensiven) Gutverdiener entzogen. Ein Aspekt, der im Text leider gar nicht vorkommt.

      • Helmut Fuchs

        @Helmut Fuchs:

        P.S. Das war als Replik an den Beitrag Stephan Bergers gedacht.

  • Nordlicht4711

    Eine Bürgerversicherung ändert an der Terminvergabe überhaupt nichts. Was vorher die reine PKV war ist dann die private Zusatzversicherung. Das kann man in allen Ländern beobachten die solche Einheitssysteme haben. 2-Klassen Medizin lässt sich nicht verhindern so lange die Berufsfreiheit gilt.



    Man sollte viel eher mal überlegen ob der Faktor Arbeit die einzige Beitragsbemessung sein sollte, insbesondere bei der KVdR.

    • moonwatcher

      @Nordlicht4711:

      Natürlich können sich Wohlhabende immer Extra-Leistungen dazu kaufen. Es wäre aber ein grosser Schritt zu mehr Gerechtigkeit (und mehr Geld für die GKV), wenn alle zunächst einkommensabhängige Beiträge in die Pflichtversicherung zahlen. So wie es in allen anderen EU-Ländern ist, die das Gesundheitssystem nicht über Steuern finanzieren.

      Die Zweiklassen-KV ist ein System, in dem die oft beschworenen starken Schultern nicht mehr beitragen, sondern weniger, indem sie sich aus der solidarischen KV abmelden. Natürlich nutzen sie das gern.

  • Axel Schäfer

    Einer der Gründe warum sich eher nichts ändern wird, 93% der Beamten und Richter sind privat versichert und stellen über 50% der privat Versicherten. D.h. als GKV Versicherter Steuerzahler finanziert man auch die Beiträge für die anteilige PKV und die Beihilfe.

    • Mondschaf26

      @Axel Schäfer:

      Jaha. „Privat"... vom Staat.

    • EffeJoSiebenZwo

      @Axel Schäfer:

      2 x falsch:



      (1) die Beträge für die PKV bezahlen Beamte selbst, und zwar voll, es gibt keine ‚anteilige‘ Zahlung des Staats an die PKV . Es ist allerdings keine ‚volle’ PKV, denn die PKV ersetzt (im besten Fall, wenn Arzt / KH nicht zuviel berechnet) nur 50% oder 30% (im Fall von Kindern) der bereits bezahlten Rechnungen , die anderen 50% bzw 70% ersetzt nachträglich (im besten Fall, s.o.) die Beihilfestelle.



      (2) die GKV finanziert nicht die Beihilfe.

  • DiMa

    In einem ersten Schritt sollte man alle gesetzlich Versicherten einzahlen lassen und Versicherungsfremde ganz aus der Versicherung heraus nehmen.

    Warum zahlt ein Ehepaar bei zwei Teilzeitbeschäftigten anders als ein Ehepaar mit einem in Vollzeit und einem Nichtarbeitendem bei ansonsten gleichem Gesamtbrutto?

    • Demokrat

      @DiMa:

      Ist das so?

  • ZTUC

    Die Mitversicherung von Familienangehörigen kommt doch auch nur gesetzlichen Versicherten zugute. Privat Versicherte müssen ihre Kinder und Ehepartner eh schon separat versichern. Dann sollen sie sich auch noch an der Familienversicherung der GKV beteiligen?

    • Martin Schwarz-Kocher

      @ZTUC:

      Richtig, natürlich müssten bei der Erhebung einer Ausgleichzahlung für den Lastenausgleich in der PK die die dort versicherten Erwerbslosen (ca. 2 Mio.) beitragslos in die GKV übernommen werden. Die dafür entstehenden Kosten sind bei der Überschlagsrechnung berücksichtigt. Trotzdem ergäbe sich eine Ausgleichszahung von über 20 Milliarden pro Jahr.

    • warum_denkt_keiner_nach?

      @ZTUC:

      In einer Bürgerversicherung wäre die Familie mit versichert.

  • Tom Farmer

    Alles richtig, dennoch stört ein Punkt: Die Forderung nach immer mehr Geld. Ein teures System immer weiter füttern... mit 20 Mrd. Wohin und für was?

  • Huber Ursula

    Endlich, einmal klar benannt, wie der Hase läuft! Erstaunlich, dass das in den Debatten bisher nie zur Sprache kam.Es ist doch ganz klar, dass diese Ungerechtigkeit behoben werden muss! Wir leben doch nicht in einer Diktatur, wo die Ungerechtigkeit einfach festgeschrieben und bestimmt wird. Der Grundgedanke ist ja wirklich gut. Jeder egal wie viel er verdient bekommt die gleiche Leistung, aber warum sollen dafür nur bis zum mittleren Einkommen die Lasten getragen werden. Eigentlich ist das unglaublich. Also bitte sofort ändern liebe Regierung! Ein Schritt zum mehr sozialer Gerechtigkeit, auch wenn die Lobbyisten Sturm laufen werden die Bevölkerung bis zur Mitte wird eine Änderung sehr positiv bewerten!

  • Duplozug

    Absolute Zustimmung. Und wer Chefarzt Behandlung oder ähnliches will, der kauft sich ne Zusatzversicherung.



    Leider wird das aber eher nicht kommen, denn Merz sieht das Problem nicht.

    • Demokrat

      @Duplozug:

      Was sieht schon Merz? Der kann ja nun wirklich nicht irgendein Maßstab sein