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16.10.2026 , 08:26 Uhr
Die Krankenhausreform hat nichts mit den ambulanten Ärzten zu tun. Das ist das Beitragstabilitätsgesetz, das die Gelder in der ambulanten Versorgung kürzt. Die Schlussfolgerung passt natürlich trotzdem. Die Notfallreform sorgt aber auch selbst für weniger ambulante Versorung. Es sind ja die vorhandenden Praxisärzte, die das leisten sollen, während ihrer eigentlichen Sprwchstundenzeit und darüber hinaus. Da bleibt die Praxis dann halt tageweise zu. Also deutlich weniger Termine vor allem in den Facharztpraxen. Wer ins INZ geht muss dann natürlich beten, dass zufällig genau der Facharzt Dienst hat, der das Problem auch lösen kann.
zum Beitrag13.10.2026 , 22:28 Uhr
Da haben Sie sicherlich Recht. Ich kenne solche Leute auch persönlich. Das Problem ist das Verallgemeinern. Das machen wir auch gerne mit Bürgergeldempfängern (=Arbeitsverweigerer) oder Ärzten (=alle gierig). Das Problem ist daran: die wenigsten Schafe sind schwarz. Die Maßnahmen treffen jedoch ersteinmal alle. Wer- in welchem System auch immer- betrügen will, wird immer einen Weg finden. Genau die, die eine solche Maßnahme treffen soll, trifft es eben nicht. Die finden ein anderes Schlupfloch. Ja die Zahl Pflegebedürftigen ist angestiegen, weil es "leichter" geworden ist. Die Zahl der Krankmeldungen ist auch hochgegangen, sobald es automatisch ging. Nur weil man jetzt die Definion wieder zurückändert, sinkt der Bedarf nicht.
Das Bsp zeigt aber noch etwas ganz anderes. Der Student verdient sich Geld mit einem super sinnvollen Job, bei dem er garantiert auch was für's Leben lernt. Welches Konjunkturförderprogramm hat denn solche guten Ergebnisse? Ich kenne auch fitte Rentner, die weniger fitte Rentner zum Arzt begleiten und für sie einkaufen gehen. Gerade bei kleiner Rente ist das ein gutes Zubrot und eine Aktivität um selbst in Form und Gesellschaft zu bleiben.
zum Beitrag13.10.2026 , 21:51 Uhr
Schön, dass mal jemand anfängt die echten (Un-)gerechtigkeitsfragen zu beleuchten. Da möchte ich eine weitere Ungerechtigkeit ergänzen: Die Budgets der Ärzte varieren je Region. Bei identischer Behandlung macht ein Arzt Gewinn, der andere zahlt drauf. Daraus folgt: Die Patienten der GKV haben %ual das Gleiche eingezahlt, werden aber je nach Wohnort verschieden versorgt, weil kein Arzt ständig draufzahlen kann. Die Verantwortung liegt hier weder beim Patienten noch beim Arzt. Das weiß kaum jemand, soll ja auch nicht. Das ganze GKV-System ist maximal intransparent, für Patienten und Ärzte. Hinzukommt eine irrwizige Anreizstruktur. Je besser ein Arzt seine Patienten versorgt, desto weniger verdient er (Budgetlogik) UND je ungesünder der Patient lebt, desto mehr Behandlungskapazitäten bekommt er (Hochleistungsmedizin vor Prävention). Daran ändern weder Facharzt-Termingarantien, noch zusätzliche Sanktionen, mehr Bürokratie, Digitalisierung oder Sparmaßnahmen etwas. Reine Ablenkung.
Früher hat der Arzt den Patienten versorgt und dann 5 Worte in eine Pappakte gekritzelt. Heute führt der Arzt eine umfängliche eAkte und wechselt 5 Worte mit dem Patienten. Wer will das?
zum Beitrag13.10.2026 , 18:33 Uhr
Also ich als Sachbearbeiter bekomme Büro, Strom, Geräte, Software, Papier und alles andere vom Arbeitgeber gestellt. Ich werde monatlich bezahlt und kenne mein Gehalt vorab. Für einfache Akten brauche ich 10 min für die schweren Fälle auch gerne mal mehrere Stunden. Finanziell spielt das keine Rolle. Ich bekomme immer das gleiche Gehalt. Der Kassenarzt muss Miete, Strom etc. selbst zahlen. Pro Patient kann er eine maximale Summe X abrechnen. Ob die auch nur annährend den tatsächlichen Aufwand deckt, interessiert niemanden. Wieviel von der abgerechneten Summe der Arzt Monate später ausgezahlt bekommt, weiß er nicht. Das kann er auch nicht beeinflussen. Und ist das Budget der gesamten Arztgruppe ausgeschöpft, weil alle viel gearbeitet haben, dann wird ein Teil der Patienten zu exakt 0,00 € vergütet. Also nicht nur für Umme, der Kassenarzt zahlt auch noch drauf.
zum Beitrag16.01.2025 , 18:39 Uhr
Absolute Sicherheit gibt es nie. Allerdings besteht ein Unterschied in der Qualität der zu ergaunernden Daten. Umfassende Patientendaten sind lukrativer als Einzeldatensätze oder Papierakten des Zahnarztes. Es gibt viele Angriffspunkte. Ich gebe 1 Jahr max., dann ist das gehackt.
Die signifikanten Vorteile für den Patienten sehe ich überhaupt nicht. 1.) geht es völlig an der Realität vorbei zu glauben, der Facharzt oder Rettungstellenarzt studiert erstmal 20 Jahre Krankengeschichte bevor er mit der Behandlung beginnt. Das gibt weder die finanzielle Situation her, noch die Laune der wartende Patienten. 2) hat die Patientenakte überhaupt keinen Wert, da der Patient ja selbst entscheiden kann und soll, was drin steht (aktives Management). Das kann der Patient als Laie gar nicht beurteilen, löscht aber mitunter Wesentliches. 3) Ungeklärt sind z.B. Brüche der Pflicht zur Verschwiegenheit. Auch sind Ärzte nur Menschen und nie 100% objektiv. Steht was mit Psyche in der Akte, kann es also durchaus sein, unklare Symptome werden darauf geschoben.
Wo genau sehen Sie denn den "realen" Vorteil für den Patienten? Die Werbung ääh Aufklärung war einseitig.
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