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Streitgespräch über Brandmauern„Es gibt Schnittmengen zwischen Union und AfD“

Die AfD darf nicht in die Nähe der Macht gelangen, sagen die Politikwissenschaftler Thomas Biebricher und Christian Stecker. Doch wie verhindert man das?

Die Brandmauer sei nicht per se undemokratisch, sagen die Politikwissenschaftler Foto: imago

taz: Herr Stecker, brauchen wir eine Brandmauer gegen die AfD?

Christian Stecker: Vorneweg: Die AfD beschimpft andere als Volksverräter und hat Sympathien für Putin und Orbán. Wenn sie die Mehrheit hätte, würde sie mit der Minderheit wohl nichts mehr demokratisch aushandeln. Deswegen sollte die AfD nicht in die Nähe von Regierungsmacht kommen. Aber die Brandmauer ist trotzdem falsch. Sie ist undemokratisch, weil wir nicht nur die Partei, sondern auch die Wähler ausschließen. Was man zur AfD sagt, sagt man auch ihren Wählern. Deshalb plädiere ich für einen differenzierten Umgang.

Im Interview: Thomas Biebricher & Christian Stecker

51, ist Professor für Politikwissenschaft an der Goethe-Uni Frankfurt. Sein Buch „Mitte/Rechts. Die internationale Krise des Konservatismus“ ist 2023 erschienen.

Christian Stecker, 46, ist Professor für Politikwissenschaft an der TU Darmstadt. Sein Buch „Ohne Koalitionskorsett und Brandmauern“ erscheint im Februar

taz: Und das heißt was?

Stecker: Demokraten dürfen mit der AfD kein Remigrationsgesetz verabschieden, das die Gleichheit der Staatsbürger unterminiert. Aber wenn man auch ablehnt, dass die Union mit der AfD die Grunderwerbsteuer senkt oder finanzielle Unterstützung beim Führerscheinerwerb beschließt – dann schließt man AfD-Wähler unverhältnismäßig stark aus. Sie haben weniger Möglichkeiten, ihre Interessen durchzusetzen. Das ist ein undemokratischer Verdachtsfall, wenn man es im Verfassungsschutzdeutsch ausdrücken will.

wochentaz

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taz: Herr Biebricher, ist die Brandmauer undemokratisch?

Thomas Biebricher: Nicht in diesem Sinn. Dass AfD-Wähler nicht in der Regierung repräsentiert sind, ist nicht so gravierend. Es gibt in parlamentarischen Demokratien kein Anrecht darauf, in der Regierung präsent zu sein.

Stecker: Der Ausschluss der AfD ist etwas anderes als der normale Ausschluss von Oppositionsparteien. Für Grüne und Linke gelten andere Spielregeln.

Biebricher: Stimmt. Aber diese Spielregel ist nicht undemokratisch. Es gibt viele historische Fälle, in denen Parteien ausgeschlossen wurden. In einer pluralen Demokratie können Parteien frei entscheiden, mit wem sie nicht zusammenarbeiten. Was aber stimmt: Es schadet der politischen Kultur, wenn auf die Dauer ein immer höherer Prozentsatz von Wählerinnen und Wählern keine Chance hat, ihre Parteien an der Regierung beteiligt zu sehen. Langfristig ist das eine ungünstige, eigentlich eine untragbare Situation. Eine Demokratie hält das nur begrenzte Zeit durch.

taz: Warum sind Sie trotzdem für die Brandmauer, Herr Biebricher?

Biebricher: Sie ist schlicht und einfach notwendig. Sonst wird die AfD normalisiert und kommt der Macht immer näher. Ist die Salonfähigkeit erst einmal verliehen, kann man sie nicht mehr zurückholen. Die Funktion des Gatekeepings, also dass bestimmte Positionen und Rhetoriken als inakzeptabel markiert werden, geht verloren. Aber die Brandmauer ist als Strategie im Umgang mit der AfD tatsächlich nur die am wenigsten schlechte Option. Die Kosten sind hoch. Die AfD bleibt etwa in einer bequemen Verantwortungslosigkeit. Es gibt keinen Anreiz, sich zu mäßigen. Götz Kubitschek …

taz: … ein rechtsextremer Verleger …

Biebricher: … sagt, dass die Brandmauer auch die AfD schützt. Da ist viel dran. Und die Bündnisse, die gegen die AfD geschlossen werden, sind oft sehr breit. Das schadet dem Profil der Parteien.

taz: Herr Stecker, Sie halten die AfD für genauso gefährlich wie Thomas Biebricher, sind aber gegen die Brandmauer. Was also dann?

Stecker: Ich glaube, dass es auch ohne Brandmauer gehen muss.

taz: Und wie?

Stecker: Wir müssen Regieren neu denken. Wir sollten Minderheitsregierungen mit wechselnden Mehrheiten ausprobieren. Das Koalitionskorsett, das wir heute haben, ist eine westdeutsche Erfindung aus den Fünfzigerjahren: hier Regierung, dort Opposition, streng getrennt voneinander. Das passte damals, in unser fragmentiertes Parteiensystem von heute passt es nicht mehr. Es beschleunigt den Niedergang der Volksparteien und steigert die Unzufriedenheit mit der Demokratie. Deutschland sollte sich an skandinavischen Ländern orientieren. Ein flexibleres Modell von wechselnden Mehrheiten würde den Zwang für die regierenden Parteien mildern, überdehnte Kompromisse zu machen.

taz: Die Union sollte also in einzelnen Fragen die Mehrheit mit der AfD suchen?

Stecker: Der Vorteil daran ist, dass es keinen Ausschluss der Wähler der AfD mehr gibt – ohne dass die AfD an der Regierung beteiligt werden muss. Ich plädiere unabhängig von der AfD schon lange für dieses Modell. SPD und Grüne hätten 2013 mit wechselnden Mehrheiten mit der Linken Bürgerversicherung und Reichensteuer durchsetzen können, also mehr Politik in ihrem Sinne.

taz: Also waren die gemeinsamen Abstimmungen der Union mit der AfD Ende Januar 2025 zur Migrationspolitik im Bundestag aus Ihrer Sicht richtig?

Stecker: Wenn man das desaströse Kommunikationsmanagement von Merz wegnimmt – ja. Die SPD hätte auch etwas davon: Sie müsste sich nicht mit der Faust in der Tasche auf Migrationskompromisse mit der Union einlassen und sich, wie beim Familiennachzug, in den Augen ihrer progressiven Wähler unglaubwürdig machen.

Biebricher: Eine Analyse im Auftrag der CDU kommt zu dem Schluss, dass die Abstimmungen mit der AfD der Union bei der Bundestagswahl geschadet haben. Das ist ein bekanntes Problem: Wer mit dem Rand Politik macht, verliert in der Mitte. Merz hat sich unglaubwürdig gemacht und Zweifel geweckt, ob die Absage an eine Zusammenarbeit mit der AfD weiterhin gilt.

Stecker: Kein Widerspruch. Es war falsch, wie es gemacht wurde. Die Union hat dadurch nichts gewonnen, aber die Linke gestärkt.

taz: Herr Biebricher, ist eine Minderheitsregierung, die mit wechselnder Mehrheiten regiert, eine gute Idee? In der Union liebäugeln ja tatsächlich manche mit dieser Option.

Biebricher: Ich habe Zweifel, dass das funktionieren würde. Das Modell wechselnder Mehrheiten wird schnell kollabieren. Wenn die Union mit der AfD abstimmt, werden SPD, Grüne und Linkspartei sagen: Wir spielen nicht mit.

Stecker: Es wird so sein, dass die SPD den Fall der Brandmauer als Mobilisierungsthema nutzen würde. Aber solche parteitaktischen Kalküle sollten Publizistik und Politikwissenschaften nicht hindern zu sagen: Wir möchten konstruktive Politik. In der Welt der Koalitionsdemokratie ist die Brandmauer notwendig. In einem System mit wechselnden Mehrheiten nicht.

Biebricher: Wenn die Union mit der AfD Gesetze beschließt und sich SPD und Grüne danach weigern, mit der Union gemeinsame Sache zu machen, dann wäre schnell Schluss mit den wechselnden Mehrheiten. Dann gäbe es de facto eine Duldung der Minderheitsregierung der Union durch die AfD. Für die AfD wäre das die ideale Konstellation. Denn: Beteiligt sich die AfD an einer Regierung, verliert sie den Anti-System-Nimbus. In dem Duldungsmodell nimmt sie politisch Einfluss, ohne Teil des Systems zu werden. Sie hat das Beste von beidem, von Opposition und Regierung. Man kann das in Schweden beobachten. Die rechten Schwedendemokraten tolerieren die bürgerliche Regierung und betrieben gleichzeitig Trollfabriken, die die Regierung unterminiert, die sie selbst zu stützen vorgeben.

Stecker: Es stimmt, die Duldung ist nur eine andere Form des Koalitionskorsetts. Ich plädiere für thematisch flexible Mehrheitsbildungen, an denen die AfD beteiligt sein kann. Die Union hätte zum Beispiel die rechte Migrationspolitik, die sie jetzt mit der SPD umgesetzt hat, mit der AfD umsetzen können. Die AfD hätte sich dann entscheiden müssen, ob sie auf ihren Extrempositionen beharrt und sich verweigert, oder ob sie Kompromisse eingeht.

taz: Wäre das eine gute Idee, Herr Biebricher? Manche in der Union glauben ja, dass sie in einer Minderheitsregierung mehr „CDU pur“ durchsetzen könnten.

Biebricher: Da klingt das rechte Narrativ an, dass es eigentlich eine rechte Mehrheit in der Bevölkerung gebe, aber die bekomme nur linke Politik, weil die Union wegen der Brandmauer in einer babylonischer Gefangenschaft mit linken Parteien stecke. Das lässt völlig aus dem Blick, dass es auch in der CDU mittige Milieus gibt, die nicht wollen, dass die Migrationspolitik noch härter wird, als sie jetzt schon ist, und die auch nicht wollen, dass Deutschland aus der Europäischen Menschenrechtskonvention austritt. Außerdem würde ich stark anzweifeln, dass die Bundesregierung gerade linke Politik betreibt; wo denn?

Stecker: Ja, die Möglichkeiten der Union ohne Brandmauer werden von interessierter Seite maßlos übertrieben. Aber was stimmt: Die Wähler wandern derzeit stark nach rechts, die Politik folgt dem aber nicht in gleichem Maße. Kleine Anekdote: Horst Seehofer hat als Bundesinnenminister aus einem Gutachten des Verfassungsschutzes Passagen streichen lassen, die die AfD als verfassungsfeindlich markieren sollten, weil CSU-Politiker fast dasselbe gesagt hatten. Es gibt Schnittmengen zwischen Union und AfD. In einem Modell mit wechselnden Mehrheiten wäre es für die Union möglich, die AfD bei Themen wie Staatsbürgerschaft oder Migration zu Kompromissen zu zwingen und sie bei anderen Themen wie Putin oder der EU maximal zu konfrontieren.

Biebricher: Aber warum sollte sich die AfD zu Kompromissen zwingen lassen? Sie könnte die Union etwa in der Migrationsfrage doch weiter vor sich hertreiben. Ohnehin ist fraglich, ob es in einer Union-Minderheitsregierung wirklich mehr „CDU pur“ gäbe. Die Union hat dann zwar alle Ministerien besetzt, aber die Forderungen, die die anderen stellen können, werden sehr hoch sein. Jede andere Partei kann in jeder Situation sagen: Ihr habt keine Mehrheit, wenn wir es nicht mit euch machen, was ist dann los? Es ist auch zweifelhaft, ob das Modell wechselnder Mehrheiten, das in Dänemark funktionieren kann, für Deutschland, das außenpolitisch verlässlich sein muss, übertragbar ist.

taz: In Sachsen-Anhalt kann die AfD bei der Landtagswahl im Herbst so stark werden, dass sich alle anderen Parteien verbünden müssen, um eine Regierung ohne AfD zu bilden. Sollten die anderen Parteien, vermutlich unter Führung der CDU, das dann tun?

Biebricher: Das würde das Narrativ der AfD bekräftigen, dass sie vom System ausgeschlossen wird. Es gibt die Gefahr, dass sich eine rein destruktive Mehrheit zusammenfindet. Aber es ist notwendig, die AfD von der Regierung fernzuhalten. Denn wenn die CDU mit ihr zusammenarbeitet, öffnet sie ihr den Weg an die Macht. Wenn die Brandmauer einmal fällt, wird man sie nicht mehr aufbauen. Das ist eine irreversible Entscheidung.

Stecker: Wenn sich in Sachsen-Anhalt eine Allparteienkoalition gegen die AfD bildet, wird das die Parteiendemokratie, so wie wir sie kennen, nicht überleben. Die Brandmauer setzt in der Union, vor allem im Osten, enorme Fliehkräfte frei. In Sachsen-Anhalt gab es schon 2019 eine Denkschrift von CDU-Politikern, man solle das Nationale mit dem Sozialen versöhnen. Wenn die CDU mit der Linken zusammenarbeitet, werden diese Fliehkräfte noch stärker. Wenn drei, vier, fünf frustrierte CDU-Abgeordnete zur AfD wechseln, kann die AfD auch auf Umwegen zur absoluten Mehrheit kommen.

Biebricher: Übrigens würde der Entzauberungseffekt durch die Einbindung der AfD, auf den so viele setzen, nur eintreten, wenn die AfD tatsächlich allein regiert. In einer Koalition kann die AfD immer der anderen Partei die Schuld geben.

taz: Die Fliehkräfte in der CDU könnten aber auch in die andere Richtung gehen. Eine Annäherung an die AfD würde ein Teil der CDU in Westdeutschland nicht mitmachen. Riskiert die CDU, wenn sie die Tür zur AfD einen Spalt öffnet, ihre eigene Zerstörung?

Biebricher: Davon bin ich fest überzeugt. Wenn ein paar CDUler oder vielleicht auch die Fraktion in Sachsen-Anhalt mit der AfD zusammenarbeiten, vielleicht weil sie sich auch nicht mehr von der Bundes-CDU gängeln lassen will, kann es schwierig werden. In der Union gibt es zahlreiche Konfliktlinien, die dann aufbrechen können. Ob sich Ost gegen West, die Flügel, die Ministerpräsidenten, CDU und CSU, auch Jens Spahn und Merz auf eine gemeinsame Linie einigen würden, ist fraglich. Da könnte eine Dynamik entstehen, die die Partei zerlegt. Deshalb sind auch kleine Annäherungsmanöver an die AfD so gefährlich für die Union.

Stecker: Aber die Alternative einer Anti-AfD-Koalition wäre doch auch Selbstmord. Der neurechte Stratege Benedikt Kaiser sagt, die AfD müsse nur geduldig sein. Die Union werde in der nächsten ideologisch völlig überdehnten Koalition an ihren Widersprüchen zerbrechen.

Biebricher: Benedikt Kaiser hat nur recht, wenn die Lage bleibt, wie sie jetzt ist. Die Wahrnehmung der Bevölkerung kann sich ändern, wenn es mit der deutschen Wirtschaft wieder aufwärts geht und die Menschen das Gefühl haben, sie werden gut regiert. Ob und wann das gelingt, ist natürlich eine offene Frage.

taz: Die Union fährt in der Migration einen harten Kurs, die Zustimmungswerte der AfD steigen aber weiter.

Biebricher: Das zeigt, dass es sich für CDU und CSU nicht lohnt, unbedingt rechte Migrationspolitik zu betreiben. Objektiv gehen die Zahlen der Asylsuchenden nach unten. Aber es gibt keinen erkennbaren Effekt bei den Umfragen. Das muss zu denken geben.

Stecker: Viele AfD-Wähler fühlen sich von der Merkel-CDU betrogen. So wie die linken SPD-Wähler sich von Schröder durch die Hartz-IV-Gesetzgebung betrogen fühlten. Und für diesen Vertrauensbruch gab es aus Sicht dieser enttäuschten Wähler noch nicht einmal eine Entschuldigung.

taz: Der Historiker Andreas Rödder, selbst CDU-Mitglied, schlägt vor, die AfD mit einer begrenzten Einbindung zu spalten – in einen Teil, der mitregieren will, und Radikale, die ein anderes System wollen. Finden Sie das plausibel?

Biebricher: Nein. Das hätte vielleicht 2013 funktioniert. Da hätte man vielleicht die Spreu vom Weizen noch trennen können. Aber inzwischen ist der ganze Laden doch auf Höcke-Linie. Es gibt auch international kaum Beispiele, wo diese Taktik geklappt hat.

taz: Wo hat es sich für konservative Parteien denn ausgezahlt, Rechtspopulisten und Rechtsradikalen die Tür zur Macht zu öffnen?

Biebricher: Es gibt vor allem Gegenbeispiele. In Österreich, den Niederlanden und Italien kann man ziemlich gut zeigen, dass sich das letztendlich für die Konservativen nie gelohnt hat oder sogar ziemlich desaströs geendet ist. Italien hat die längste Erfahrung damit, dort geht es bis 1994 zurück. Und dort hat man wirklich eine beständige Hegemonieverschiebung nach rechts. Anfangs war die Forza Italia die stärkste Partei in diesen Bündnissen, dann die Lega, jetzt sind es die Fratelli d’Italia – wobei man sagen muss, dass die Fratelli bis dato vergleichsweise moderat agieren. Auch in Österreich gibt es diese Umkehrung: Da war die ÖVP am Anfang Seniorpartner – mittlerweile wäre sie nur Juniorpartner. Und in den Niederlanden hat man eine ähnliche Geschichte. Da hat man ein komplizierteres Parteiensystem, aber die Tendenz ist klar: Wenn man mit Geert Wilders Partei zusammenarbeitet, profitiert man eher nicht.

taz: Aber Geert Wilders Partei hat bei der letzten Wahl verloren.

Biebricher: Das stimmt. Aber die Parteien, die mit ihm zusammengearbeitet haben, haben noch viel heftiger verloren, teilweise sind sie ja ausradiert worden. Historisch ist es so: Wenn diese Parteien in der Regierung waren, gab es für sie danach meist eine kurze Delle in den Zustimmungswerten. So ging es der FPÖ nach der ersten Regierung unter ÖVP-Kanzler Wolfgang Schüssel und auch der Wilders-Partei nach der ersten Regierungsbeteiligung. Aber mittel- und langfristig geht es weiter nach oben. Es gibt keinen Entzauberungseffekt. Sondern eine weitere Normalisierung.

Stecker: Die Debatte ist wissenschaftlich gesehen hochkompliziert. Wir reden über Ursache-Wirkung-Beziehungen in völlig unterschiedlichen politischen Systemen – und die Welt drumherum hat sich auch verändert. Als Politikwissenschaftler können wir das nicht genau sagen. Dafür wird ein bisschen zu laut erzählt, dass wir wissen: Wenn wir die Rechten einbinden, dann stärkt es sie.

taz: Eine Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung, die die Zusammenarbeit in vielen europäischen Ländern untersucht hat, kommt aber zu einem recht eindeutigen Ergebnis: In maßgeblichen Fällen sei „eine ‚Zähmung‘ rechtspopulistischer oder gar rechtsextremer Parteien durch Kooperation nicht gelungen“. Geschwächt worden seien eher die Mitgliedsparteien der EVP. Warum überzeugt Sie das nicht?

Stecker: Meine Skepsis ist der Komplexität sozialwissenschaftlicher Forschung geschuldet. Die Staaten, Parteien und Zeiten sind so unterschiedlich, dass es weder zur Vorhersage für den Abstieg noch für den Aufstieg immer gültige Rezepte gibt.

Biebricher: Es stimmt natürlich, dass wir als Politikwissenschaftler mit Blick auf die Zusammenarbeit nicht hundertprozentig klar benennen können, was was bewirkt. Aber eine Kausalität liegt sehr nahe. Und deshalb sollten sich konservative Parteien ziemlich genau überlegen, ob sie mit Rechten zusammenarbeiten. Das ist in vielen Fällen sehr schlecht ausgegangen.

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73 Kommentare

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  • Danke für dieses Interview. Das Thema Brandmauer hat einen starken Einfluss in der deutschen Politik. Umso wichtiger ist es, darüber sachlich zu reden.

    Gerne hätte ich in diesem Gespräch auch Vertreter einer rechteren Politik bzw. auch ausländische Politik-Wissenschaftler, z.B. "Trump-Vertreter" gehört. Dann hätte ein solches Gespräch vielleicht zu noch größeren Erkenntnissen geführt. Aber das kann sich die Redaktion noch überlegen, ob sie dieses Experiment wagen möchte.

    Insgesamt geht dieses Interview-Format in die richtige Richtung. Einseitige, unsachliche und respektlose Kommunikation prägen weite Teile der Medienlandschaft, da sind Artikel wie dieser hier, eine Wohltat. Danke!

  • Endlich wieder ein Artikel über die AfD und die Brandmauer.



    Aber was genau wird über die AfD inhaltlich gesagt, über ihr Programm und ihre Gefährlichkeit? Nicht viel, finde ich.



    Stattdessen wird hier eine Diskussion geführt, die es so bei der Abgrenzung zur Linken nie gegeben hat, erstaunlich.



    Amüsant ist, wie viele AfD-Verharmloser hier im Kommentarbereich unterwegs sind, ohne sich zu bekennen, was auch nicht wirklich notwendig ist. Es ist klar, wer sie sind und wo sie stehen.



    Ich finde es weiterhin gut, nicht mit der AfD zu kooperieren und sich ihr entgegenzustellen, weil sie kein glaubhafter Partner sein kann.



    Und es ist gut, ihren Anhängern klar zu sagen: Ich will nicht, dass Ihr in Deutschland irgendwo mitregiert, weil Ihr alles kaputt machen werdet, was hier wichtig ist. Ihr werdet kein einziges Problem lösen, sondern hauptsächlich zerstören. Ihr seid daher Volksverräter.



    Vogelschiss- und Messermännersprüche sind nicht mehr zu hören, weil man ein Verbot verhindern will. Doch sind diese Worte gesagt worden und wurden nie zurückgenommen.



    Vorn harmlos aber hinter dem Rücken lauert der Schlagstock, mit dem die Feinde zertrümmert werden sollen, sie haben die Namen notiert.

  • Ich glaube Herr Stecker hat einen Punkt. Nicht, dass mir die Aussicht gefällt, dass eine Minderheitsregierung in Teilen Kompromisse mit der AfD wird suchen müssen, sondern weil die Brandmauer bisher nicht dazu geführt die AfD zu schwächen und es daher wenig Anlass zu der Annahme gibt, dass sie es in Zukunft tun wird. Herr Bierbichler setzt in seiner Argumentation nur auf das Prinzip „weiter so“ und auf die Hoffnung auf einen Wirtschaftsaufschwung; das scheint mir ein bisschen wenig. Einen Punkt macht er aber: „ Wenn die Union mit der AfD Gesetze beschließt und sich SPD und Grüne danach weigern, mit der Union gemeinsame Sache zu machen, dann wäre schnell Schluss mit den wechselnden Mehrheiten. “ Es stimmt, auch SPD und Grüner wären in der Pflicht mitzumachen in dem Sinne, dass sie dort mit der CDU stimmen müssten, wo es inhaltlich Schnitzpunkte gibt und zwar unabhängig davon, ob die CDU an anderer Stelle Stimmen der AfD erhält. Hier sind aktuell Zweifel angebracht. So oder so ist es eine unschöne Situation.

    • @Fran Zose:

      Nein, die Brandmauer hat bisher nicht dazu geführt, die AfD zu schwächen. Und sie wird auch in der Zukunft nicht dazu führen, die AfD zu schwächen. Aber die Brandmauer aufzugeben, wird die AfD auch nicht schwächen. Im Gegenteil wird dies die AfD wahrscheinlich sogar stärken.



      Um die AfD zu schwächen, muss man ganz andere Dinge tun als Brandmauern zu errichten oder einzureißen.



      Um die AfD zu schwächen, muss eine Politik gemacht werden, mit der nicht 60-80% der Menschen so unzufrieden sind, dass sie die Parteien, die diese Politik machen, nicht wählen. Denn genau das ist in den letzten Jahren der Ampel passiert und genau das passiert auch jetzt schon wieder.



      Aber dazu reicht es eben nicht, nur an der Migrationspolitik etwas zu ändern. Dazu müssen die Probleme angegangen werden, die vielen Menschen noch viel wichtiger sind als die Migration: Zu wenig bezahlbare Wohnungen, zu hohe Mieten, zu teure Lebensmittel und Energie, zu niedrige Löhne und Renten, zu schlechtes Bildungs- und Gesundheitssystem, verfallende Infrastruktur, ... Solange das nicht passiert, wird die AfD immer weiter zulegen - unabhängig davon, ob es eine Brandmauer gibt oder nicht.

  • Herr Biebricher ist der entscheidenden Erkenntnis relativ nah gekommen, wenn er sagt "Eine Demokratie hält das nur begrenzte Zeit durch."



    Und zwar was ? "...wenn auf die Dauer ein immer höherer Prozentsatz von Wählerinnen und Wählern keine Chance hat, ihre Parteien an der Regierung beteiligt zu sehen. Langfristig ist das eine ungünstige, eigentlich eine untragbare Situation. "

    Warum nur relativ nah? Weil es nicht darauf ankommt, ob ein immer höherer Prozentsatz der W.&W. keine Chance hat, ihre Partei an der Regierung zu sehen. Sondern es kommt darauf an, dass ein immer höherer Prozentsatz der W.&W. keine Chance, dass das umgesetzt wird, was sie sich von der Politik wünschen. Das sind nicht nur die Wähler der AfD, sondern auch die Wähler der Linken und auch ein beträchtlicher Teil der Nichtwähler. Außerdem die Wähler, deren Parteien unter die 5% Hürde gefallen sind. Und außerdem die Menschen, die gar nicht wählen dürfen, weil sie z.B. zu jung sind. Da nur 22,3 Mill. der 84 Mill. Einwohner CDU/CSU/SPD gewählt haben, sind dies nur 27%.



    Das hält eine Demokratie auf Dauer wirklich nicht aus.



    Und für viele Wähler besteht diese Situation bereits seit Jahrzehnten, z.B. seit Schröder.

    • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      Gute Gedanken zum Thema: wer wird nicht mitgenommen.

    • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      Was eine Gesellschaft auf Dauer nicht aushält, das ist eine andauernde Politik zugunsten der sehr Reichen, die immer reicher werden und dem Rest der Menschen in diesem Land, die ärmer werden oder so arm sind, dass man ihnen nichts mehr wegnehmen kann, außer die Unterstützung noch weiter zusammenzustreichen.



      Das schwächt auf Dauer die Demokratie.



      Darüber wird aber nur ungern gesprochen. Stattdessen sollen sich diejenigen rechtfertigen, die politisch nicht die AfD Unterstützen oder mit ihr kooperieren wollen. Die AfD hat sich doch selbst in die Konsensunfähigkeit hineinmanövriert. Hier wird ständig Ursache und Wirkung verwechselt. Wenn man im Stil der AfD bleibt, dann gibt es tatsächlich einen Systemkonflikt. Und derzeit gibt es keine Mehrheit für einen Systemwechsel. Also ist es richtig, dass die AfD da bleibt, wo sie ist: in der Opposition. So kann Demokratie funktionieren.



      Schlimmer als eine fehlerhafte Politik ist die Müdigkeit, die Demokratie gegen ihre Feinde zu schützen und zu verteidigen.



      Viele scheinen da schon aufgegeben zu haben.

    • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      Das Onlineprogramm der AfD ist rasch gelesen: Einiges wäre debattierbar, anderes ist daneben beim selbstpropagierten Ziel, bei anderem ist das Ziel m.E. daneben und manches zielt zumindest gar in eine verfassungs-ungute Richtung.



      Was angegangen werden muss, ist die Verkürzung des Migration wäre alles schuld.



      Was, wie wir alle wissen, Banane ist.

      (Fluchtursachen im Heimatland bekämpfen halte ich übrigens schon aus humanitären Gründen für richtig. Seine Familie verlässt kaum jemand just for fun.)

      Hier muss argumentativ wie emotional Klartext kommen. müssen Alternativen für soziale Sicherheit und Gerechtigkeit fürdie Vielen besprochen und aufgezeigt werden. Es heißt auch, feisten Elitensöhnen und -töchtern etwas der goldenen Toilettenschüssel fortzunehmen, ja, für Lebenschancen für alle und für kommende Generationen auch. Gegen alle Lobbymacht, gegen die Springerpresse. Eine Gegenerzählung, die dem verrohend-egoistischen Stärkekult die gemeinsame Gesellschaft gegenüberstellt.

  • Das Problem ist nur, dass die SPD meilenweit von einer Mehrheit entfernt ist, die FDP in die Unbedeutenheit abdrifted und BSW und Linke mindestens genau so radikal sind wie die AfD. Wo soll denn da eine demokratische Mehrheit ohne die CDU/CSU herkommen?

    • @FraMa:

      Hufeisen detected.



      Das ist doch absurd, die Linke ist eine demokratische Partei, die mit den Menschenfeinden von der Afd gleichzusetzen ist reiner rechter Unsinn. Ihr "mindestens" davor verrät eigentlich Recht deutlich wessen Geistes Kind Sie sind.

    • @FraMa:

      Dass die Linke genauso radikal ist wie die AfD, möchte ich stark bezweifeln. Das ist nur neoliberale Propaganda.



      Bei BSW kann ich derzeit nicht sagen, wofür der eigentlich steht. Wahrscheinlich jeder im BSW für etwas anderes. Aber jemanden, der so radikal wie Höcke ist, habe ich dort noch nicht gesehen.

    • @FraMa:

      Also als Frau ist mir die "radikale" Linke tausend mal lieber, als die AfD. Die Aussicht, an den Herd gekettet zu werden, lockt mich nicht.



      Und die Linke tritt konsequent dafür ein, dass ich über meinen Körper selbst entscheiden kann. Andere betrachten ihn als Staatseigentum. Da fällt die Entscheidung wirklich nicht schwer...

  • Ich bin eigentlich kein großer Freund von Volksabstimmungen, aber vielleicht wären die doch die Lösung: Vom Bundespräsidialamt beschäftigte Jurist:innen arbeiten in wichtigen Themen die Grenzen des von der Verfassung Zugelassenen aus und innerhalb dessen dürfen die Parteien Vorschläge machen. Am Ende entscheidet der Bundespräsident, wie das Ganze in Fragen gegossen wird, über die wir Wähler:innen entscheiden können.



    Die AfD würde die Migration als Thema verlieren, wir alle hätten Klarheit, was geht (und was nicht), was mehrheitsfähig ist (und was nicht) und niemand bräuchte über Brandmauern etc. zu schwadronieren. Man könnte theoretisch sogar prüfen, ob es eine qualifizierte Mehrheit für eine Verfassungsänderung gäbe.



    Im Augenblick (der aber seit Jahren andauert!) diskutieren wir doch im luftleeren Raum! Wir wissen nicht einmal, warum die AfD-Wähler:innen die AfD wählen. Sind das von der Remigration überzeugte Gegner:innen unserer vielfältigen Gesellschaft oder checken die einfach nicht, wie gefährlich ihr „Protest“ gegen, sagen wir, eine ungerechte Verteilung des gesellschaftlichen Wohlstands ist?

    • @Zangler:

      Das fände ich gut.

      Denn ich glaube, dass bei den AfD-Wähler:innen zwar einerseits überzeugte Gegner:innen unserer vielfältigen Gesellschaft sind, aber anderseits ca 50-70% einfach nur extrem unzufrieden mit der Politik der etablierten Parteien sind, die zu einer immer ungerechteren Verteilung des gesellschaftlichen Wohlstands geführt hat. Z.B. dazu, dass alleine die 500 reichsten Deutschen alleine von 2020-2024 ihr Vermögen um 500 Mrd. € erhöhen konnten, während die meisten der ärmeren 50-70% froh waren, diese Jahre überhaupt überstanden zu haben.



      Und daher sollten dann z.B. die Wähler entscheiden dürfen, ob es in Zukunft eine Vermögenssteuer zumindest für alle geben soll, die mehr als 100 Mio. € besitzen. Denn dafür gibt es in der Gesellschaft eine große Mehrheit, aber die etablierten Parteien trauen sich da nicht ran. Obwohl schon eine 2%ige Vermögenssteuer die meisten Budgetprobleme lösen könnte und endlich wieder eine vernünftige Politik erlauben würde. Und nur dazu führen würde, dass die reichsten etwas weniger schnell noch reicher würden.

      • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

        Die AfD ist ebenfalls eine etablierte Partei, gut organisiert, erhält staatliche Gelder und zahlreiche Spenden. Es muss halt sehr wurmen, wenn man nicht an die Hebel der Macht und die Fleischtöpfe kommt. Vorerst müssen die Diäten für die Abgeordneten reichen.



        Wenn jemand glaubt, die AfD würde den Reichtum oder Wohlstand gerechter verteilen, dann kann ich nur lächeln.

    • @Zangler:

      Tatsächlich fehlt in unserem demokratischen System Bürgerbeteiligung auf kommunaler UND Bundesebene als feste institutionelle 5. Säule nach Schweizer Vorbild. Was die AfD angeht muss ein Verbotsverfahren her. Damit wäre die AfD gezwungen ihre verfassungsfeindlichen Forderungen aufzugeben und bei einer wahrscheinlichen Neugründung nach Verbot auf dem Boden des GG zu bleiben. Mit einer zugleich aufgebauten Möglichkeit aller Bürger: innen wesentliche Zukunftsfragen über zufällig ausgewählte Bürgerräte ( nachnirischem Vorbild) die Volksabstimmungen vorbereiten, direkt mitzuentscheiden, holt man die Menschen aus ihrem völlig berechtigten Ohnmachtsgefphl ( die da oben entscheiden an uns und unserer Realität vorbei), das im Übrigen auch Wähler: innen demokratischer Parteien haben.

  • "Ein flexibleres Modell von wechselnden Mehrheiten würde den Zwang für die regierenden Parteien mildern, überdehnte Kompromisse zu machen." Was die "überdehnten Kompromisse" überhaupt möglich macht, ist das Geben und Nehmen, der "Kuhhandel" des Ihr-dies-wir-das, der in der Regel verschiedene Politikbereiche sachfremd miteinander verklammert. Mit der AfD wären diese Aushandlungen nicht möglich, da sie weitgehend monothematisch ist. Sie könnte die rassistische Dividende abkassieren ohne politisch zu leisten oder etwas zu verantworten (oder gar zu sagen "Ziel erreicht, genug abgeschoben, Stadtbild ist OK"). Sie könnte jeder migrationspolitischen Verschärfung zustimmen, nur um daraufhin die Schraube weiter anzuziehen. Da Verschärfungen in der Migrationspolitik die Lebenslagen von AfD-Wähler*innen nicht verbessern (höchstwahrscheinlich jedoch verschlechtern), das Politikfeld an sich aber außerordentlich geeignet für totalisierende Allmachtsphantasien ist (Warum nicht alle Kopftuchträgerinnen abschieben?), könnte die AfD immer noch mehr fordern, immer weiter machen mit der Gefühlsbewirtschaftung. Politisch nehmen, ohne zu geben. Erfolge ohne Kosten. NEIN!

  • "Sie ist schlicht und einfach notwendig. Sonst wird die AfD normalisiert und kommt der Macht immer näher." Ich kann nur feststellen, imho irrt Herr Biebricher in seiner Einschätzung. Gerade diese Brandmauer treibt der AfD die Wähler zu. Ansonsten ein sehr interessantes Gespräch.

    • @Wilfried Bergmann:

      Zumal die Normalisierung schon lange stattgefunden hat.



      Schon in der Anfangszeit, als die AfD noch "Professorenpartei" war und als quasi einziges Thema die andere Ausgestaltung des Euro hatte, wurde sie als rechtsextrem tituliert:



      "Wer einen anderen Euro will, will gar keinen Euro. Wer gar keinen Euro will, will kein Europa. Wer kein Europa will, will Krieg..."



      Dann wurden auch noch CDUler von Demos ausgeschlossen etc.



      Es ist also auch eigenes Verschulden, dass sich das Label "rechtsextrem" derart abgenutzt hat, dass die AfD sogar zulegen kann, obwohl ein Verfassungsschutz "gesichert rechtsextrem" feststellt.

    • @Wilfried Bergmann:

      Das ist falsch. Nicht die Brandmauer, sondern falsche politische Entscheidungen treiben der AfD Wählerstimmen zu.



      Die Brandmauer oder wie man es auch immer nennen will, ist das einzige Mittel, um den Leuten zu zeigen: Ihr wählt eine Partei, die nie regieren wird.

  • Brandmauer? Ich bin gespannt, wer demnächst im Europaparlament mit den Rechtsextremen gegen das Mercosurabkommen stimmt. Mein Tipp: Die deutschen Christdemokraten werden es nicht sein.

  • Das Interview zeigt an einigen Stellen exemplarisch, weshalb der Kampf gegen die AfD scheitern wird, Stichwort "aus der Bubble für die Bubble".



    "...würde sie mit der Minderheit wohl nichts mehr demokratisch aushandeln."



    Reine Behauptung. Ist für alle in der Bubble klar, aber ausserhalb schwer vermittelbar, Insbesondere wenn mit MP Günther nun sogar ein CDUler von Pressezensur spricht.



    "weil CSU-Politiker fast dasselbe gesagt hatten." - Ergänzendes Zitat: "Wer das Gastrecht mißbraucht, für den gilt nur eines: Er muss raus, aber schnell". Von einem SPDler, der später Kanzler wurde (Plenarprotokoll 13/197).



    "Objektiv gehen die Zahlen der Asylsuchenden nach unten. "



    Korrekt. Aber die Abnahme erfolgt von einem sehr hohen Niveau. Die Zahlen sind heutzutage für jeden online einsehbar, solche Taschenspielertricks fliegen sofort auf. Zumal Zahlen sowieso nur schlecht wahrgenommen werden. Viel stärker beeinflusst werden Menschen von persönlichen Wahrnehmungen. Und da kommt wieder der Begriff "Stadtbild" ins Spiel.



    "inzwischen ist der ganze Laden doch auf Höcke-Linie" - Die internen Kämpfe zwischen Höcke-Flügel und dem Rest sind einem Experten unbekannt? Raus aus der Bubble!

  • taz: „Es gibt Schnittmengen zwischen Union und AfD“

    Ja, die gibt es, besonders in der jetzigen Merz-Union. Vielleicht sollten wir nicht abwarten, bis (A geschnitten B = A) und (A geschnitten B = B) wird, woraus dann folgt, dass A = B ist.

    Was ist das überhaupt für ein merkwürdiges Gespräch? Christian Stecker (Politikwissenschaftler) hat es doch schon in seinen ersten 3 Sätzen auf den Punkt gebracht: "Die AfD beschimpft andere als Volksverräter und hat Sympathien für Putin und Orbán. Wenn sie die Mehrheit hätte, würde sie mit der Minderheit wohl nichts mehr demokratisch aushandeln. Deswegen sollte die AfD nicht in die Nähe von Regierungsmacht kommen."

    @ Holger Kaempf hat weiter unten schon alles gesagt, was man dazu sonst noch sagen könnte.

  • Herr Biebricher hat einerseits Angst, dass es ohne Brandmauer schlimmer wird.



    Dass es mit ihr besser werden kann, dafür muss er einen Deus ex Machina bemühen ("wenn es mit der Wirtschaft wieder aufwärts geht ..."), dessen Erscheinen aktuell recht unwahrscheinlich ist.



    Nein, die Politik sollte den Anspruch haben, dass sie auch in schlechten Zeiten Zustimmung findet. Dass ist dann möglich, wenn sich das Volk a) vertreten fühlt und b) seinen Vertretern etwas zutraut.



    Der Teil b), also Kompetenz und Bemühen in der Politik, wird schon seit Jahrzehnten rarer. Nun ist auch die Repräsentanz dran.



    Um es konkret zu machen: Dass es keinen Spahn-Untersuchungsausschuss gibt, untergräbt zu Recht das Vertrauen in die Politik. Dass Grüne und Linke ihn aus parteitaktischer Überlegung verhindern, vergrößert nur das Misstrauen. Niemand wird sich deshalb von der AfD abwenden, ganz im Gegenteil.

  • Egal ob man Herr Steckers Idee zum Umgang mit der AfD zustimmt oder nicht, er trifft den wunden Punkt: die Brandmauer ist gescheitert.



    Die AfD wächst seit zehn Jahren unentwegt und trotz intensivster Bemühungen aller Parteien die AfD nicht am politischen Diskurs teilhaben zu lassen, hat die AfD dennoch in der Regionalpolitik flächendeckend Fuß gefasst, wurde zur zweitstärksten Kraft gewählt und kann Sachsen-Anhalt mit absoluter Mehrheit gewinnen.



    Das ist ein vernichtendes Zeugnis für die Brandmauer.



    Ich verstehe die kritischen Stimmen die auf den historischen Kontext verweisen, aber wenn ich das Ergebnis von zehn Jahren Ausschlußpolitik gegenüber der AfD betrachte, dann muss der Umgang mit ihr verändert werden.



    Entweder sofortiger Verbotsantrag oder sofortige Beendigung der Brandmauer und Öffnung.



    Es ist überfällig das Farbe bekannt wird - von allen Parteien!



    Gerade SPD, Grüne und Die Linke tun sich immer scheinheilig hervor und zeigen mit dem Finger auf die Union - dabei hätten sie zusammen genügend Stimmen für einen Verbotsantrag.



    Warum tun sie es nicht?



    Doch nur Maulheldentum?



    Merkel'sches Aussitzen wird nicht funktionieren, das hat schon unter Scholz die AfD verdoppelt.

  • "Nein. Das hätte vielleicht 2013 funktioniert. Da hätte man vielleicht die Spreu vom Weizen noch trennen können. Aber inzwischen ist der ganze Laden doch auf Höcke-Linie. Es gibt auch international kaum Beispiele, wo diese Taktik geklappt hat."

    Damit ist doch eigentlich alles gesagt.



    Wenn du den Faschisten nur einen Spalt die Tür aufmachst, rennen sie dir die Bude ein. Finger weg von den Nazis! Um Gottes Willen, muss man das auch noch erwähnen?

    Was mache ich mit den AfD Wählern?



    Diese Frage würde sich nicht stellen, wenn man die Partei verbietet.



    Leider wurde diese Chance vor vielen Jahren verpasst. Jetzt mach den Käfig sauber, wenn er vor lauter Exkrementen überquillt.

    • @Andreas Flaig:

      "Was mache ich mit den AfD Wählern? Diese Frage würde sich nicht stellen, wenn man die Partei verbietet."



      Diese Aussage veranschaulicht eine der Hauptursachen des Problems.



      Nein, wenn man Auswirkungen verbietet, sind die Ursachen nicht verschwunden.



      Noch in diesem Jahr besteht die reale Gefahr, dass die AfD in einem Bundesland die absolute Mehrheit an Sitzen erringt. Dahinter stehen Wählende. Und die denken nach einem Verbot nicht plötzlich "Och ja, AfD ist weg, dann wähle ich halt wieder SPD..."



      Das Gegenteil dürfte eintreten: Weitere Radikalisierung, Wankelwähler driften nach rechts, eine AfD 2.0 stellt den KanzlerIn.



      Die einzige Lösung ist, die Sorgen der Wählenden zu bearbeiten, laut Ipsos die Top drei: Armut, Kriminalität, Einwanderung. Wenn "wir" da nicht aktiv werden, werden "die" es tun. Und zwar radikaler.



      Meine Befürchtung ist, dass man sich diesen Themen nur unzureichend stellen wird, sondern lieber mit erhobener Ideologie untergehen wird.



      Zumindest kann man dann danach sagen, dass man ja moralisch auf der richtigen Seite gestanden hat.

  • Ein sehr schönes Bild zur Einstimmung des Streitgespräches. SPD, Linke und Grüne gemeinsam im zulässigen Bereich. Dann die bundespolitisch eher unbedeutenden Parteien BSW und FDP. Die CDU/CSU schon zum Teil ausserhalb des zulässigen Bereiches. Die AfD weit draussen. Mit anderen Worten: SPD, Linke und Grüne, die zusammen ca. 35% der Stimmen vereinen, sollen die Demokratie vor der CDU/CSU und AfD retten, die über 50% der Stimmen vereinen könnten. Wenn die AfD draussen gehalten werden soll, dann müssen die linken Parteien nach rechts rücken.

    • @Puky:

      Rechtsruck war ja auch das Erfolgsmodell der SPD. Die CDU sollte mal wieder das Grundgesetz ernst nehmen, anstatt dumme Kulturkämpfe zu führen, dann klappt es auch mit Mehrheiten gegen die AfD. Der Rechtsruck der CDU, hat die AfD gestärkt.

    • @Puky:

      Man kann es immer wieder versuchen, es geht aber immer wieder schief.

      Alternativvorschlag: Man macht den Wählern ordentliche Angebote, die ihre Lebenssituation (Mieten, Schulen, Öffis) verbessern. Ein paar werden trotzdem rechte Schreihälse von AfD und CDU wählen, eh klar.

    • @Puky:

      Also SPD und Grüne stehen erstmal deutlich rechts von der Linkspartei.



      Und warum sollten linke Parteien nach rechts rücken (was genau das ist, was SPD und Grüne in den letzten Jahren gemacht haben)? Das bringt nichts. Es wäre vielleicht eher ne Idee, wenn sich die Union mal glaubhaft macht und Rassismus sowie völkisches Denken als menschenverachtend und ablehnenswert einstuft...

    • @Puky:

      @Puky



      ...& wer wählt den Kanzler ?



      Richtig, die von uns legitimieren Parlamentarier der Parteien...

    • @Puky:

      "Ein sehr schönes Bild zur Einstimmung des Streitgespräches. SPD, Linke und Grüne gemeinsam im zulässigen Bereich."



      Das ist kein sehr schönes Bild, sondern eine völlige Verklärung der Realität.



      Rot und Grün haben OHNE Union in der Ampel EU-Außenlagern zugestimmt, die Bezahlkarte eingeführt, gekrönt von der Aussage" Wir müssen endlich im großen Stil abschieben" aus dem Oktober 2023.



      Wer da Die Linke, Grüne und SPD direkt nebeneinander malt, verkennt entweder absichtlich die Realität oder will bewusst tauschen.



      Auch dass das BSW im Gegensatz zur Union komplett im 'erlaubten' Bereich steht ist komplett hanebüchen. Das BSW kuschelt öffentlich mit der AfD in Brandenburg. Das BSW ist Putins verlängerter Arm. Das BSW links der Union und als legitimer auf dem Boden der Demokratie bildlich darzustellen als die Union ist mit der Realität in keinster Weise in Einklang zu bringen.

    • @Puky:

      Nein, die linken Parteien müssen nicht nach rechts rücken. Ja, die AfD ist rechts, extrem rechts. Aber viele (z.B. viele Arbeiter, die früher die SPD gewählt haben), wählen die AfD nicht, weil diese extrem rechts ist. Sondern sie wählen die AfD, weil sie sich von der SPD und allen etablierten Parteien im Stich gelassen fühlen. Sie wollen, dass mehr für sie gemacht wird, also z.B. die Arbeiter. Da die AfD ihnen vorgaukelt, sie würden mehr für sie (also z.B. die Arbeiter) machen, wählen sie die AfD (oder haben in den USA Trump gewählt). Aber erstens stimmt dies nicht: Die AfD würde nicht mehr für die Arbeiter machen (genausowenig wie Trump mehr für die Arbeitet macht) und zweitens wählen sie die AfD nicht deswegen, weil sie selbst rechtsextrem sind. Es geht darum, dass man mehr für die Menschen macht, die immer mehr Probleme haben, zurecht zu kommen (wegen hoher Mieten, Lebensmittel- und Energiepreise) und die Angst vor der Zukunft haben. Das ist dann eher linke Politik. Das würde eine Menge AfD-Wähler zurückholen.

      • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

        @EchteDemokratieWäreSoSchön



        👍👍 Sehr schön auf den Punkt gebracht, haben Sie die politische Situation & auch noch für wirklich jeden Wähler zu verstehen 👍👍



        Ihr Text sollte als Laufband unter jeder Flori Silbereisen Show - Samstagsabends, als Eilmeldung, durchgehend auf dem Bildschirm laufen, da werden dann auch die noch uniformierten Wähler erreicht. Wir sollten echt Heidi & Jan mal unbedingt einen Tipp geben ! 👍👍

    • @Puky:

      Wir leben schon seit Jahren in einer 30% Demokratie.

  • taz: Warum sind Sie trotzdem für die Brandmauer, Herr Biebricher?



    Biebricher: Sie ist schlicht und einfach notwendig. Sonst wird die AfD normalisiert und kommt der Macht immer näher. Ist die Salonfähigkeit erst einmal verliehen, kann man sie nicht mehr zurückholen. Die Funktion des Gatekeepings, also dass bestimmte Positionen und Rhetoriken als inakzeptabel markiert werden, geht verloren.

    Die Salonfaehigkeit wird verliehen? Von wem und wer hat jene ebenso wie diese Gatekeeper demokratisch dazu legitimiert? Tut mir leid, aber das klingt fuer mich wie eine gelenkte Demokratie. Wo bleibt das "Gute-Waehler"-Gesetz?

    • @elektrozwerg:

      Neue Parteien werden salonfähig, also zusammenarbeitsfähig, oder eben nicht. Was soll daran denn gelenkte Demokratie sein? Wer lenkt denn, wenn sich etablierte(re) Parteien entscheiden, nicht mit einer anderen zusammenzuarbeiten? Das ist ihr legitimes Recht. Und wenn Wähler*innen mit dem Einfluss der von ihnen gewählten Partei unzufrieden sind, können sie auch gerne eine andere wählen. Auch das ist schon oft passiert.

  • Was will uns der Interviewte damit sagen?

    Mit den Faschisten soll zusammengearbeitet werden, obwohl es den Parteien, die in anderen Ländern mit den Faschisten zusammengearbeitet haben geschadet hat?

    Obwohl man damit die Faschisten legitimiert und ihnen letztendlich zur Macht verhilft, wie 1933?

    Obwohl die NSAfD sehr viel extremer ist als die anderen faschistischen Parteien in Europa?

    Wer die Faschisten wählt teilt m.E. deren Gedankengut und/oder akzeptiert es zumindest. Wer aus "Protest" die Faschisten wählt ist m.M.n. nur ein kompletter, allumfassender, maximaler Vollidiot, weil aus Protest irgendwas zu wählen eine vollständige intellektuelle Selbst-Diusqualifizierung ist.

    Und die liebe CxU kopiert seit Jahren die Faschisten, springt bereitwillig und blindlings auf Hetzkapmpagnen gegen Ausländer, Wärmepumpe, Erneuerbare Energien, Frauke Brosius-Gersdorf, etc. auf, scheinlegitimieren ein Faschistenhetzportal in dem sie diesem Interviews geben, etc.

    Zudem arbeitet die CxU bereits jetzt ständig mit den Faschisten zusammen und einige, u.a. Saskia Ludwig, kollaborieren offen mit den Faschisten.

    Die Brandmauer gibt es längst nicht mehr...



    Nur hohle Worte diesbezüglich...

  • Ich meine, Herr Stecker, argumentiert hier aus einem verantwortungslosen und geschichtsvergessenen Ansatz: wohl zuviel Brünning* gelesen und die Folgen nicht verstanden.



    *Brünning (Zentrum Vorläufer der CDSU) hat mit seiner asozialen Politik die Weimarer Republik an die Nazis ausgeliefert und ist dann, nachdem man die Nazis durch das "Ermächtigungsgesetz" endgültig durchgesetzt hat, nach New York abgehauen. Andere haben es nicht geschafft...



    [Brüning erkannte zunächst ebenso wenig wie die meisten seiner Zeitgenossen die Gefahr, die Deutschland durch den Nationalsozialismus erwuchs, er wollte die NSDAP zur politischen Verantwortung zwingen und dadurch zähmen; aus Wikipedia: Jaspers 1986]



    Heute könnte New York ein ungleich unbequemerer Wahl sein.

  • Sympathisanten der AfD werden nicht unbedingt Leser der taz sein. Aber diese Art der öffentlichen Kommunikation über die AfD erhöht definitiv die Zustimmung zur AfD.

    • @Richie:

      Es gibt in der Taz auch AfD-Wählerversteherartikel, die haben bislang auch noch keine nennenswerte politische Schubumkehr eingeleitet.

      Ich denke, es ist ehrlich zu sagen, man weiß nicht, was „wirklich“ gegen AfD und überhaupt die krasse Welle der Unmenschlichkeit hilft, die gerade über die Welt fegt. Viele wählen die Partei, obwohl sie damit gegen ihre eigenen Klasseninteressen vorgehen, das ist schon eine harte theoretische Nuss, die man da knacken muss. Unter einer AfD-Regierung werden ja auch eher irgendwelche Menschen auf offener Straße erschossen als z.B. ländliche Arztpraxen neueröffnet. Sowas muss man erst einmal „wollen“.

  • Das es eine Demokratie nicht aushalten würde, wenn dauerhaft Parteien die die Wähler wählen NICHT an der Regierung beteiligt werden, das halte ich für falsch.



    Angst, dass eine bestimmte Partei zu stark wird, führ immer dazu, dass deren Themen von den anderen Parteien angenommen und mitvertreten werden. Also ein indirekter Einfluss der nicht an der Regierung beteiligten Partei. War früher beim Thema Umweltschutz der Grünen ja auch so. Wurde dann von allen aufgegriffen.



    Jetzt sehen wir das gleiche beim Thema Migration.



    Mit wechselnden Mehrheiten flexibel zu regieren. ja bitte, bin ich total dafür. Diese elenden Kompromisse, bei den Themen letztlich gar nicht mehr erkennbar sind und Ergebnisse meist zu schwach für,echte Änderungen sind; fürchterlich! Das ist frustrierend und für mich ein Hauptgrund, dass die AfD so stark werden konnte. "Im Land bewegt sich nix, und es wird nur gelabert" scheint eine Hauptmotivation der Wähler die AfD zu wählen um den etablierten Parteien ihren Protest zu zeigen.



    Solange es im Land schlecht läuft geht's der AfD gut. Wann wird das endlich erkannt und Probleme wirksam angegangen?

    • @Tom Farmer:

      Ja, die Probleme müssen endlich angegangen und gelöst werden. Und dann werden auch die AfD-Stimmenanteile wieder nachlassen.



      Aber es gibt noch wesentlich mehr Probleme als die Migration, die gelöst werden müssen. Auch die zu wenigen bezahlbaren Wohnungen, die zu hohen Mieten, Lebensmittel- und Energiepreise, das zu schlechte Bildungs- und Gesundheitssystem, die verfallende Infrastruktur und die zu niedrigen Löhne und Renten sind Probleme, die für viele Menschen so wichtig sind, dass sie deshalb die etablierten Parteien nicht mehr wählen wollen.



      All diese Probleme müssen endlich wirksam angegangen werden.

  • Verkorkste Moral



    Die SPD koaliert mit der BSW - keine Putin-Brandmauer



    Die Linke und die SPD koalieren - Weit links plötzlich ok?



    Der Hammer: BSW stimmt zusammen mit AfD, um eine Regierung zu stürzen - Brandmauer ignoriert.



    Scheinbar sind allen Parteien Brandmauern total egal, nur die CDU soll brav ihre Brandmauer einhalten.



    Wenn die CDU keinen Koalitionspartner mehr findet, der nicht zu weit linke Politik fordert, wird auch der CDU bald die Brandmauer egal sein. Die anderen haben es ja vorgemacht, dass man sich nicht an sein Geschwätz von gestern halten muss.

    • @Hans Dampf:

      Welche Partei war es gleich nochmal, die mit der AFD gemeinsam über ein Gesetz auf Bundesebene abgestimmt hat?

      Und die Linke mit der "Alternative" auf eine Stufe zu stellen ist das selbe Niveau wie die Äußerung von Frau Klöchner zu TAZ und NIUS.

    • @Hans Dampf:

      Eigentlich halten sich alle (oberhalb der kommunalen Ebene) an die eine relevante Brandmauer (noch), nämlich die zur AfD. Nur die CDU wackelt. Warum? Es wird deutlich gesagt: weil sie in Teilen das Gedankengut der AfD teilt. DAS ist das Problem. Eine Vielzahl konservativer Positionen (von Gleichstellungspolitik über Wohnungsbaupolitik zur Umwelt- oder Bildungspolitik) lässt sich heute rational nicht (mehr) verteidigen, sie sind nur durch die Aktivierung von Ressentiments verteidigbar. Und damit überschneiden sich nicht nur die Ziele von Union und AfD teilweise, sondern auch der Politikstil. Zu viele in der Union sind von der AfD nicht angeekelt, sondern bewundern und beneiden sie dafür wie zügellos sie agitieren kann.

      • @My Sharona:

        Ja, so ist es leider

  • Ich kam Anfang der 90er aus den baltischen Staaten. Für mich sidn nur SPD, CDU udn Grüne wählbar, allesamt zähneknirschend. AFD, Linke, BSW und FDP sidn unwählbare von Ideologie triefende Parteien und unwählbar!



    Am liebsten würde ich eine Mischung aus SPD, CDU und Grünen haben mit den für mich passenden Aspekten aus allen dreien!

    • @Eulennest:

      💯🫶

  • "Das Modell wechselnder Mehrheiten wird schnell kollabieren. Wenn die Union mit der AfD abstimmt, werden SPD, Grüne und Linkspartei sagen: Wir spielen nicht mit."

    Das könnte das größte Problem an einem zu schnellen Wechsel zur Minderheitsregierung sein: Dass SPD/Grüne/Linke in Fundamentalopposition gehen und jeden demokratischen parlamentarischen Vorgang unabhängig vom Inhalt ablehnen, stattdessen nur noch Streiks und Demos gegen Rechts organisieren in der Hoffnung, dass eine Totalblockade der parlamentarischen Demokratie, Massenarbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Niedergang sie irgendwie wieder an die Macht spülen könnte. Und wie immer werden von einer kompromissunfähigen Mitte nur die extremen Ränder profitieren.

    Die Union wäre also gut beraten, das Thema sehr gut vorzubereiten und breit in der Gesellschaft zu diskutieren, bevor sie irgendwas unternimmt.

  • "Deutschland sollte sich an skandinavischen Ländern orientieren"

    Keine zehn Jahre her da kamen aus der selben Zunft die Mahnungen das sich das skandinavische Modell der Minderheitsregierungen überlebt und nicht mehr in die heutige Zeit passen würde. Jetzt ist das Koalitionskorsett durch das Erstarken der AfD zu eng geworden und jetzt empfehlen die "Experten" es doch einmal mit wechselnden Mehrheiten zu versuchen.

    Das nennt man konzeptlos und kann sich nur darauf gründen das man die Unterschiede in den politischen Kulturen zwischen Deutschland und Skandinavien nicht verstanden hat. Die alle aufzuzählen erspare ich mir an dieser Stelle, daher nur ein kurzer Hinweis. Für Minderheitsregierungen bedarf es einer parlamentarischen Konsenskultur davon dürfte die konfliktgesteuerte politische Kultur in Deutschland meilenweit entfernt sein.

    Statt über Brandmauern und Koalitionsmöglichkeiten zu diskutieren, sollte Deutschland lieber über die Art des Einsatzes seiner schärfsten Waffe beratschlagen. Keine Verfassung in Europa ist mit einem derartig umfassenden Werkzeug zum Parteiverbot ausgestattet.

    Wer das nicht nutzt, der ist selber Schuld und auch Verantwortlich für die Misere.

    • @Sam Spade:

      Skandinavien als Vorbild - eine sehr alte Liebe, auf die sich alle in Deutschland einigen können. Skandinavien ist IKEA, ist progressiv und freundlich, irgendwie sozial (-demokratisch), alle duzen sich usw. Ein wunderbares Klischee, das seit den Siebzigern nie wieder überprüft wurde. Mal ganz davon ab, dass es *das* Skandinavien sowieso nicht gibt.

  • Auch in diesem Artikel wird wieder der Fehler begangen, dass man sich überlegt, wie man mit der AfD umgeht. So wird das nie etwas.



    Stattdessen müsste man sich überlegen, wie man mit den AfD-Wählern umgeht, genauer gesagt mit den Wünschen und Erwartungen der AfD-Wähler. Denn viele der AfD-Wähler (50-75%) wählen die AfD, weil sie lange Zeit eine etablierte Partei gewählt haben und von der über lange Jahre, teils Jahrzehnte enttäuscht wurden (z.B. Arbeiter von der SPD). Immer mehr Wähler kommen immer schlechter zurecht (z.B. wegen teuerer Wohnungen, Lebensmittel, Energie) und haben immer mehr Angst vor der Zukunft, insbesondere vor Altersarmut. Die "Lösung" der etablierten Parteien besteht darin, der Wirtschaft und den Reichsten immer mehr zu geben und die Ärmsten mit ihren Lasten allein zu lassen. Da ist es kein Wunder, dass immer mehr dieser Menschen, die sich im Stich gelassen fühlen, keine der etablierten Parteien mehr wählen, sondern eine Partei, die möglichst radikal an allem rummeckert. Wenn dafür gesorgt würde, dass die enormen Gewinne der Wirtschaft gerechter verteilt würden, würden viele Menschen sehr viel zufriedener sein und damit dann sehr viel weniger Menschen die AfD

  • Machen wir uns nichts vor: Auf die Konservativen ist kein Verlass. Die werden im Zweifelsfall mit der AfD zusammenarbeiten. Von daher käme es jetzt darauf an, außerparlamentarisch resiliente Strukturen aufzubauen, ne AfD Beteiligung überleben können und parlamentarisch die Union massiv unter Druck zu setzen.



    Man hätte es verhindern können, wenn man vor 3,4,5 Jahren ein Verbotsverfahren begonnen hätte (die konnte man damals schon als Faschotruppe bezeichnen).



    Aber deutsche Konservative werden, mal wieder, die Freiheit an die Faschisten verkaufen.

    • @Piratenpunk:

      Was genau hätte ein Verbot gebracht?



      Wie meinen Sie, hätten die Wähler dann bei den letzten Wahlen gestimmt?



      Oder wären die 20% nicht zur Wahl gegangen?

      Ich glaube man sollte speziell auf der linken Seite akzeptieren, dass es Menschen gibt, die konservative, rechte Politik möchten. Es muss also in einem Demokratie Parteien geben, die beide Richtungen abdecken.



      Wenn jemand für einen strengeren Grenzschutz, für härtere Regeln im Umgang mit dem Bürgergeld etc ist, dann darf er dieses fordern.



      Und wenn diese Meinung eine größere Anzahl von Bürgern haben, werden eben Parteien gewählt, die diese Meinungen in ihrem Programm stehen haben.

      Die Grünen und die SPD sollten der CDU die Möglichkeit geben, wieder ein klares konservatives Profil zu schärfen, ohne gleich in Schnappatmung zu verfallen.

      Da die FDP nicht mehr relevant ist, hat die Union eigentlich keinen Partner, der ebenfalls rechts der Mittte steht.

      Die SPD und die Grünen haben ja schließlich auch kein Problem mit der Linken eine Koalition zu bilden, obwohl es in dieser Partei ebenfalls sehr viele extreme Bewegungen gibt.

      • @Hennes:

        "...ohne gleich in Schnappatmung zu verfallen."

        Das nennt man Opposition.

        Am Schärfen ihres rechtskonservativen Profils arbeitet die CDSU ja schon fleißig.

      • @Hennes:

        Die AfD ist Rechtsextrem und bekämpft unsere Demokratie. Die CDU ist Konservativ/Rechts und die will niemand verbieten. Die kann jeder wählen, der will. Aber die CDU versagt gerade auf ganzer Linie. Aus allem macht sie einen billigen Kulturkampf, anstatt an Lösungen zu arbeiten. Ihr geht es nur noch um Machterhalt.

    • @Piratenpunk:

      Das befürchte ich auch, dass Konservative im Endeffekt dann doch mit der AfD zusammenarbeiten werden und damit ein Ende dieser Demokratie zu verantworten haben, so wie auch die Weimarer Republik zu Ende gegangen ist.



      Auch ein Verbotsverfahren wird wohl zu spät kommen.



      Was noch helfen könnte, wäre eine Ergänzung im Grundgesetz, wie hier vorgeschlagen:



      innn.it/diedemokratiemussbesserwerden

  • Das war ja ein sehr interessantes Gespräch, dass viele Varianten abgeklopft hat, wie man die AfD einbinden kann oder nicht.



    Das Ergebnis ist eindeutig: Besser nicht.



    Die Union sollte eine Zusammenarbeit besser nicht ausprobieren und so wie argumentiert wurde, auch besser keine Minderheitsregierung ausprobieren.

    In der Quintessenz wird es also der Wähler entscheiden müssen, ob er eine AfD-Alleinregierung möchte, oder nicht.

  • Die CDU muss einfach genauso weg wie die AfD! Es hilft nicht, dieselben Inhalte zu verbreiten, und dabei auch noch zu glauben man sei demokratisch. In der Weimarer Republik war die Entwicklung ähnlich.

    Tiefgreifend erschreckend ist, wenn eine Präsidentin des Deutschen Bundestags sich mit rechtsradikalen Medienmogulen trifft. Die Verbindungen dieser Medienwelten zu US-Ultrarechten Milliardären wie Elon Musk oder Peter Thiel sind bekannt, ebenso bekannt ist, wie Elon Musk im letzten Wahlkampf die AfD umgarnt hat!

    Wenn ich meine, dass die CDU sich für demokratisch hält, dann meine ich damit nicht, dass sie nicht auch versucht, unsere Demokratie zum eigenen Vorteil zu beschädigen, siehe die geplatzte Richterinnenwahl von Frauke Brosius-Gersdorf oder die Nichtbilligung eines Sitzes für die Linken im Kontrollgremium der Geheimdienste. Oder Jens Spahn.

    Es ist kurz vor 12! Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Gesellschaft in wenigen Jahren in den Faschismus kippt, war noch nie höher! Sprecht mit euren Mitmenschen, warnt sie vor der Gefahr! Der beste Weg, die AfD loszuwerden ist es, die CDU aus der Mitte der Gesellschaft zu verbannen! Es muss heißen: "So nicht! Nie wieder ist jetzt!"

    • @Schatten:

      "Die CDU muss einfach genauso weg wie die AfD!"

      So ist es; die Wähler verschwinden damit nicht. Aber denjenigen, die heute noch der Illusion anhängen, die CDU sei in Gänze eine demokratische Partei und nicht eine völkische, die zum Steigbügelhalter der Faschisten werden wird wie die Zentrumspartei, können vielleicht noch die Augen geöffnet werden.



      Dann hätten wir immer noch eine große Masse, die den Faschisten zujubeln, aber das Bild wäre klarer und der Antifaschismus wäre nicht chancenlos.

    • @Schatten:

      Was schlagen Sie vor?



      Aktives Wahlrecht nur bei bestandenem linksgrünen Gesinnungstest?



      Auf die Gefahr hin, dass nur noch 40% der potentiellen Wähler wahlberechtigt sind?

      • @Carsten S.:

        Ja.

        Dann werden endlich Gelder freigemacht, um das marode Sozialsystem zu sanieren. Reichtum kann verboten werden, um die Obdachlosigkeit zu bekämpfen und es bleibt immer noch Geld übrig, sowohl den ÖPNV attraktiv zu machen als auch Deutschland wieder zu renaturieren, wie es vor 2000 Jahren war.

        Wirtschaft wird nicht mehr danach bemessen, wieviel Müll für die kapitalistische Verwertungslogik produziert wurde, sondern wie zufrieden und würdevoll Menschen unter Menschenrechten leben können. Wie ein Unternehmen, welches ihre Mitarbeiter fair und respektvoll behandelt, ja dann bleiben die auch 40 Jahre im Betrieb und geben gerne Geld aus und unterstützen das System.

      • @Carsten S.:

        Ähmm. Also wenn Parteien unter die 5% Hürde geraten, fallen sie aus dem Bundestag. Wie bei BSW und FDP.

        Kann man auch mit AfD und CDU machen. Deren Ergebnisse sind nicht statisch oder eine Einbahnstraße nach oben. Man kann Menschen gegen diese Parteien überzeugen und dann schrumpfen die Wahlergebnisse wieder.

        Verstehe ihren Beitrag nicht. Furchtbare Unterstellungen.

    • @Schatten:

      Jo grenzen wir die AfD aus mit Ihren 26% in den Umfragen.



      Jo grenzen wir die CDU aus mit Ihren 26% in den Umfragen.

      Äh momentmal, dass sind ja über 50% der Wähler. Wie wollen Sie dann noch Politik machen? Kein Gesetz ist ohne die Zustimmung einer der Parteien möglich.



      Zum anderen völlig absurd über 52% der Wähler aus der Mitte zu verbannen, denn dann gibt es keine Mitte mehr.

      Und dann brauchst du dir auch keine Sorgen mehr um Linke Politik mehr machen, die wird es dann wirklich nicht mehr geben, denn CDU & AfD können ALLES gegen Rot-Rot-Grün durchsetzen.

      Was ein Quatschbeitrag die CDU aus der Mitte zu verbannen, das wäre wirklich der Untergang.

      • @Walterismus:

        Die CDU steht nicht mehr in der Mitte, das ist das Problem.



        Wenn sie verfassungsfeindliche Politik macht, muss sie ebenso ausgegrenzt werden wie die AfD.



        Wenn WählerInnen verfassungsfeindliche Politik wünschen, muss man ihnen genau das sagen!

      • @Walterismus:

        Reicht völlig aus, die AfD zu verbieten. Die ist rechtsextrem und antidemokratisch. Was zählt, sind nicht ihre Wähler sondern das Grundgesetz. Dafür wurde es nach der Diktatur der NSDAP geschaffen.

  • Zur Einordnung:

    "Insgesamt verfolgt er [Merz] aber eine zwar harte, aber vertretbare Migrationspolitik.



    Wenn er die hinbekommt, dürfte das den Effekt haben, dass die Wähler der politischen Mitte Lösungen wieder stärker zutrauen."

    Zitat: Christian Strecker in der "Volksstimme" nach der letzten BTW.

    Mir scheint, dass Herr Strecker die Ergebnisse der Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung einfach nicht zusagen. Das Argument, es sei eben komplex und nix Genaues wisse man nicht, wird immer beliebter. Auf diese Weise kann man alles in Frage stellen.

  • Schnittmengen (I)



    Zitat: „Es gibt Schnittmengen zwischen Union und AfD“



    Das ist wohl war, allerdings in der Bonner Republik gang und gäbe. Dazu gehörten Relativierungen des „Nationalsozialismus'",



    Rassismus, Antisemitismus, Revanchegelüste gegenüber dem Kreml nach dem verlorenen Krieg usw., in den ersten Nachkriegsjahren dortzulande durchaus keine



    Randphänomen, sondern sich in der politischen Mitte behaglich räkeltend: Die FDP-Landesverband NRW entpuppte sich bald als Quasi-Nachfolgepartei der NSdAP und mußte von der britischen Besatzungsmacht aufgelöst werden. Die AfD-Vorgängerparteien «Deutsche Partei» und BHE saßen im Bundestag und Länderparlamenten und bildeten mit der Union sogar



    mehrere Koalitionsregierungen. DP-Chef H. C. Seebohm, unter Hitler ein Chef-Arisierer jüdischen Eigentums, saß bis 1966 im Bundeskabinett und war kurz gar Vize-Kanzler. Seine Fusionspläne mit der NPD scheiterten nur am Widerstand der Besatzungsmächte. Seine Reden trieften vor Ehrfurcht vor den Hakenkreuzlern und Abscheu vor dem Grundgesetz („von den Alliierten aufgezwungen“).

  • Herr Stecker ist hier bei weitem überzeugender, bringt er doch neue Ansätze mit rein, welche auch die aktuelle Politische Lage in Deutschland widerspiegelt-

    Herr Biebricher setzt auf das Weiter So, obwohl er selber zugibt, dass dies keinen Erfolg zu bringen scheint mit der Brandmauer, Dazu die alte Laier, die CDU möge sich doch bitte stark nach Links bewegen, weil die AfD trotz Verschärfungen der Migrationspolitik weiter wächst.

    So wie es momentan ist, kann es nicht weiter gehen. Nach nun über 10 Jahren der Brandmauer ist das Projekt gescheitert. Irgendwann muss man das Fazit schlicht ziehen.



    Oder soll das noch 20-30 Jahre so weiter gehen? Die AfD wird nicht mehr verschwinden.



    Auch Grüne, SPD und Linke müssen sich dahingehend bewegen und die Realität anerkennen.

    • @Walterismus:

      "Oder soll das noch 20-30 Jahre so weiter gehen? Die AfD wird nicht mehr verschwinden."

      Vielleicht ja doch - sollten sich die Parteien endlich zur Prüfung eines Verbotsverfahrens durchringen.

  • "Es gibt Schnittmengen zwischen Union und AfD" Wer hätte das gedacht, der Papst ist katholisch. Und die CSU vertritt eine 100% AfD-Politik, es gibt also dann nur eine Schnittmenge.