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Wolf beißt FrauEs wird hart für den Wolf

André Zuschlag

Kommentar von

André Zuschlag

Für Gegner des Raubtiers kommt der Zwischenfall vermutlich wie gerufen. Die Forderungen nach Wolfsabschüssen dürften lauter werden.

Ausgerechnet hier schwimmen zu gehen, ist auch für Menschen nicht wirklich ratsam Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

E inen belebteren Weg vom ländlichen Hamburger Westen bis in die Stadtmitte hätte der Wolf nicht einschlagen können: An einer Ikea-Filiale vorbei über St. Pauli bis zur Postkartenkulisse am Jungfernstieg und der Binnenalster. So wundert es beinahe, dass lediglich eine Frau von dem offenbar völlig verängstigten Tier angegriffen wurde.

Für die Wolfspopulation Deutschland bedeutet das nichts Gutes. Denn der erste Angriff auf einen Menschen seit seiner Wiederansiedelung wird es seiner Lobby, den Wolfsschützer:innen, schwer machen. Erst vergangene Woche wurde der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen, unter bestimmten Bedingungen kann er nun gejagt werden. Ein Wunder wäre es, wenn Jä­ge­r:in­nen mit ihrer neuen Macht zurückhaltend umgingen.

Wolfs­schüt­ze­r:in­nen werden jeden umstrittenen Abschuss kaum wirksam kritisieren können. Denn von nun an wird immer auf den Hamburger Wolfsangriff verwiesen werden können. Wer einen Abschuss kritisiert, dürfte das ungerechte Image des Verharmlosenden nicht mehr loswerden. Dass die Wolfspopulation derzeit gar nicht mehr weiter zunimmt, sondern stagniert? Geschenkt. Dass von den rund 2.000 Wölfen im Land nur hier und da mal einer Probleme macht? Geschenkt. Dass vom Blitz getroffen zu werden wahrscheinlicher ist, als von einem Wolf angegriffen zu werden? Ebenso.

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Umgehend rief am Dienstag Bayerns Jagdminister Hubert Aiwanger zum Abschuss von Wölfen auf; auch der Deutsche Jagdverband forderte nach dem Hamburger Angriff „konsequentes Handeln“, um „Konflikte zwischen Mensch, Wolf und Weidetier zu minimieren“. Wenn die Bundesländer „zügig“ die Vorgaben aus dem Jagdgesetz umsetzen, kann schon ab 1. Juli in manchen Regionen jeder gesichtete Wolf geschossen werden – solange der „günstige Erhaltungszustand“ nicht gefährdet ist. Ob das im November, nach dem Ende der jährlichen Abschusszeit, auch noch festgestellt werden kann, darf nach dem Hamburger Angriff bezweifelt werden.

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André Zuschlag
Redakteur taz nord
Jahrgang 1991, hat Politik und Geschichte in Göttingen, Bologna und Hamburg studiert. Von 2020 bis August 2022 Volontär der taz nord in Hamburg, seither dort Redakteur und Chef vom Dienst. Schreibt meist über Politik und Soziales in Hamburg und Norddeutschland.
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93 Kommentare

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  • Ich finde auch, dass dieser Vorfall kein Grund für Aktionismus ist. Gleichzeitig sollte die Ablehnung jeder Bestandskontrolle (Jagd!) hinterfragt werden. Der Wolf ist weder gut noch böse, er ist ein wildes Tier, dass wieder bei uns ansässig ist und sich weit verbreitet hat; gut so! Er bleibt aber besser auf Abstand, und dazu gehört, dass er den Menschen fürchtet. Auch muss er von bestimmten Gegenden (zum Beispiel Gebieten mit viel Schafzucht, wie an den Nordseedeich) ferngehalten werden. Auffällige Tiere müssen abgeschossen werden, damit das Zusammenleben zwischen Wolf und Mensch in einem dicht besiedelten Land klappt.

  • Der junge Wolf hatte einfach nur ein eigenes Revier für sich gesucht, was dann passierte ... Nun gut, in Hamburg dürfte es schwer werden, sich ein gutes Revier rauszusuchen, besonders Einkaufszentren sind dafür eher schlecht gemacht. Allerdins sollten Zweibeihner auf kompetente Hilfe warten, nicht pro-aktiv handeln, auch wenn das ja relativ leicht erscheint, mal eine Art unerwünschten Besuch zur Tür geleiten zu wollen.



    Ich glaube, der eine oder andere Jäger und Schafszüchter denkt über den einen oder anderen Schuss in der Nacht nach.



    Ich würde Landwirten eine (andere) Sache empfehlen, kauft Euch einen Kangal Hund (Sivas) und nehmt den mit, egal wohin ihr (zu Fuß) geht, der Wolf wird nie wieder ein Problem sein und ihr werdet einen Hund bekommen, der Euch liebt und Euch für immer treu ergeben sein wird.



    Nun gut, er mag nicht unbedingt alle anderen Hunde, bzw. die müssten sich dann schon zügig unterordnen. Aber wer auf dem Land wohnt, der trifft ja nicht ständig andere Hunde...



    Aber erzieht den Kangal stringent und gut, dieses Tier ist ein Arbeitstier, planlosigkeit und Idiotie geht nicht, dafür ist auf ihn Verlass.

    • @Andreas_2020:

      Dumm ist nur, dass der Kangal in Hamburg der Leinen‑ und Maulkorbpflicht unterliegt. Passanten sollten also lieber auf andere und vor allem mehrere Herdenschutzhunde zurückgreifen und stets wirksame Elektrozäune um sich tragen.

  • Nochn son Thema, wo es einfach nicht möglich scheint, sachlich zu argumentieren. Nur weil Jäger, Viehzüchter oder andere übliche Verdächtige jetzt wieder aufgeregt das Märchen vom bösen Wolf erzählen, muss man sich doch nicht so weit runterbeugen, um den platten Blitzschlag Vergleich heranzukommen. Einen AKW Unfall zu erleben ist noch viel, viel unwahrscheinlicher und trotzdem ist eine Gefahr da, die ernstgenommen werden muss.



    Der Wolf ist zum Glück (wieder) Bestandteil der Natur, sein Bestand stabil, wachsend und nicht mehr expotentiell. Ein Argument das wegfällt, um die Bejagung als notwendig zu erklären. Das ist gut so und er muss auch weiterhin weitgehend geschützt werden. Wenn aber einzelne Tiere entgegen ihrer eigentlichen Natur in menschliche Bereiche vordringen und es dann zu Angriffen kommt, muss man auch reagieren. Das wird sicher nur sehr selten vorkommen und deshalb ist die ganze Diskussion pro/kontra Wolf zum größten Teil Folklore.



    Die ganzen Argumente, was nun gefährlicher ist oder nicht, werden aber wachsweich, wenn man selbst oder ein geliebter Mensch betroffen wäre. Es hilft weder Mensch noch Tier, solche Fälle ideologisch zu instrumentalisieren.

    • @Deep South:

      An der zivilen Atomkraft sind ähnlich viele Menschen gestorben als an Wölfen (gleicher Zeitraum).

      Nur bei ersterem sind wir durchgedreht und haben statdessen weiter auf Kohle gesetzt und unsere Flüsse mit Quecksilber verseucht.

      Vom ganzen CO2 abgesehen.

  • Eine Schwäche des Artikels ist das Jagdrecht. Etliche Tiere unterliegen dem Jagdrecht ohne eine Jagdzeit zu haben. Die Aufnahme in das Jagdrecht ist ohne Jagdzeit Symbolpolitik.

  • Man unterschlägt immer die Kollateralschäden, die der Wolfsschutz verursacht. Die Elektronetze schützen die Schafe vor dem intelligenten Tier Wolf. Dafür verfangen sich jährlich große Mengen Rehe, Igel und Hasen in den Zäunen und verrecken jämmerlich. Bestimmt etliche tausende Kröten und andere Amphibien werden gegrillt. Und das alles um das nicht seltene Tier "Wolf" in der Landschaft zu haben.

    • @Otto Mohl:

      Gibt's da ne Statistik?

      • @Momo33:

        Sie brauchen eine Statistik um zu glauben das sich Wildtiere in Zäune verfangen?



        Eigentlich jetzt ne überflüssige Frage, aber Sie sind Städter, oder?

        Vor kurzem ging durch die Medien wie sich ne Wildkatze drin verfangen hat. Gibts auch ein Video von, weil Wildkatzen halt was besonderes sind und dort nicht mehr vorkamen.



        Können Sie sich ja mal anschauen, das sind Bilder die man mit anderen Tierarten auf dem Land ständig zu sehen kriegt. Wobei fairerweise muss ich sagen, meistens wenn man die entdeckt sind die schon Tod und sichtlich qualvoll gestorben.

        • @Rikard Dobos:

          Klar, was man nicht aus eigener Anschauung kennt, glaubt man - bestenfalls einer Statistik.



          Dass es die nicht gibt, weil es kein Wildunfall ist (wobei die bei kleineren Tieren ohne (nennenswerten) Fahrzeugschaden - also Füchse, Marder, Igel etc - eh unvollständig ist) und auch kein Abschuss durch einen Jäger (die auch Anreize bekommen höher oder niedriger zu melden)... geschenkt.

  • Danach geifern die Wolfshasser doch schon seit Jahren und die waren sich auch für die Verbreitung von Fake News nicht zu schade. Bei einem Hundebiss hätte der Artikel keine überregionale Beachtung gefunden.

    Dazu kommt dass der Mensch alles zubetoniert damit er möglichst bequem mit 3 Tonnen SUVs Öl verbrennen kann während er das Kind zur Schule fähr. Daran ist natürlich auch der panische Wolf schuld.

  • Die größte Gefahr für Mensch - und auch für Tier! - ist und bleibt der Straßenverkehr. Vielleicht sollte man hier erstmal ansetzen - siehe die vielen getöteten Radfahrer in Hamburg. So makaber es klingt: die wären lieber einem Wolf begegnet als einem Kfz.



    Dennoch gilt es, die schwächeren Nutztiere, insbesondere Schafe, vor dem Raubtier zu schützen. Und zwar mit allen zur Gebote stehenden Mitteln. Unsere Empathie für die vielen sinnlos abgeschlachteten Nutztiere, insbesondere Schafe, hält sich jedenfalls sehr in Grenzen. Das wäre mal der nächste Ansatz.

  • Es geht nicht um Wolfsfreund/-Gegener, sondern um einen sinnvollen Umgang mit den Tieren. Deutschland ist ein sehr dicht besiedeltes Land. Es ist für diese Tiere eine Zumutung, wenn zu viele von ihrer Art ihn so einem Habitat leben.



    Der beißende Wolf hat keinen Ausweg gesehen und lief deshalb durch die Stadt. Deswegen muss die Anzahl der Wölfe reduziert werden, damit die Tiere geschützt bleiben.

    • @Wiesel24:

      "... hat keinen Ausweg gesehen und lief deshalb durch die Stadt."



      Der Wolf war - ganz normal - auf der Wanderung, nachdem er sein Elternrudel verlassen hatte. Leider geriet er dabei in eine Großstadt. Aus dieser sah er scheinbar keinen Ausweg und geriet in Panik. Geht mir in größeren Städten auch so.

      Wenn wir Menschen unseren Mitgeschöpfen keinen Lebensraum lassen, wird das auch für uns nicht gut enden.



      siehe auch www.deutschland.de...elfalt-wichtig-ist

      • @Woodbine:

        Das Problem: der Wolf ist nach etwa 150 Jahren, in denen er in Deutschland als ausgerottet galt (wieder)gekommen - und (fast) alle haben sich anfangs sehr darüber gefreut.



        In der Zwischenzeit jedoch, so stellte man dann ernüchternd fest, sind die menschlichen Kultur- und Siedlungsräume derart expandiert und die Naturräume, die dem Wolf ein artgerechtes Überleben ermöglichten, derart zusammengeschmolzen, dass ein auskömmliches Miteinander von Wolf und Mensch kaum noch möglich erscheint.



        Erschwerend hinzu kommt natürlich eine politisch einflussreiche Jäger- und Landwirte-Lobby, die den Wolf am liebsten zum Abschuss freigeben würde, kaum dass die Wirksamkeit anderer Präventionsmaßnahmen (Weideschutzzäune, Herdenschutz- und Hütehunde etc.) evaluiert worden ist.

        • @Abdurchdiemitte:

          Vor 150 Jahren und früher gab es auch schon kein "auskömmliches Miteinander von Wolf und Mensch". Sonst wäre der Wolf nicht ausgerottet worden.

    • @Wiesel24:

      Da bin ich eher für die Auflösung von Ballungszentren, um Tiere zu schützen. Wir schießen ja schließlich auch nicht Menschen. Entgegen der Ihrigen Info habe ich die Einschätzung eines Experten gehört, der Wolf habe sich vielmehr verirrt.

    • @Wiesel24:

      Im Gegenteil der Mensch muss mehr Platz machen. Weniger zersiedelung, langfristig Bevölkerung mehr in Großstädten konzentrieren und schrumpfen.

      • @Machiavelli:

        @Machiavelli



        Sehr gut 👍



        Die Großstädte auch unbedingt mit einem Elektrozaun absichern, alledings könnte auch ein breiter Graben, bei den vielen Nichtschwimmern unter den Menschen, ausreichen die Tierwelt zu schützen...

        • @Alex_der_Wunderer:

          Sie scherzen aber der Klimawandel der bei 4° Erhöhung kommt wird uns in festungsartige Städte zwingen weil nur dort die Ressourcen für Wasserversorgung, Hochwasserschutz etc. konzentriert werden können.

        • @Alex_der_Wunderer:

          Die Natur hat noch keine Lösung für den Irrweg der Evolution, der es nicht nötig hat, sich an Gesetze, Regeln, übliche Vorgänge in der Natur zu halten.



          So, wie es aussieht, muss sie das auch gar nicht, weil der Querschläger es wohl selbst erledigt.



          Nur schade, dass es nicht ohne unendliches unnötiges Leiden geschieht.

  • Bei Säugetieren liegt der Anteil von Wildtieren nicht einmal noch bei 10%.



    90% sind Haus,-Zucht- und Mastiere..



    Wenn die die großen Beutegreifer die an der Spitze der Nahrungskette stehen verschwinden dann ist das Ökosystem komplett ruiniert. Denn diese Tiere sind unabdingbar für die Artenvielfalt und das Ökosystem. Dann sind auch die Tage der Menscheit gezählt denn die Natur ist unsere Lebensgrundlage ohne die wir auf Dauer nicht überleben können.

    • @Michael Darchinger:

      Naja, in Deutschland hat es über 100 Jahre ganz gut geklappt, so ohne Wolf.

      • @Herbarius Zunichten:

        Ja und wir Regens uns auf wenn in Südamerika der Regenwald abgeholzt wird - mit welchem Recht bitte - auch dort wird doch einfach nur Geld verdient - meist mit Produkten die bei uns dann billig im Regal liegen. Das gleiche gilt für Afrika - dort ist die Empörung groß wenn ein Leopard oder Löwe getötet wird weil er Nutztiere angegriffen hat - dort gibt es meist nicht mal Ausgleich Zahlungen - und wir kommen nicht mal mit ein paar Wölfen klar …

      • @Herbarius Zunichten:

        klar und wenn wir Natur und Wildtiere sehen wollen fliegen wir in die Serengeti - geht doch oder

        • @Opossum:

          Gehen Sie mal wieder in einen Wald

          Sie werden feststellen, dass Sie dort noch Wildtiere finden.

          Manche Förster behaupten sogar, mehr als dem Wald guttut

          • @rero:

            Den letzten Satz konnte man sogar schon in taz-Artikeln lesen 😎

  • Wir reden hier über ein Tier, dass weder gefährdet noch selten ist. Ich verstehe solche Gedanken noch ein wenig wenn es um Bären geht. Davon gibt es zwar auch noch genug, aber deutlich weniger.



    Wölfe jetzt als total harmlos darzustellen grenzt schon etwas an Realitätsverweigerung. Ich frage mich ob der Autor seine Kinder auch im Wald spielen lassen würde, wo ein Rudel ist, weil eigentlich tun sie ja nichts.



    Ich bin auch dafür jetzt nicht jeden Wolf in Deutschland abzuschießen weil einer Probleme macht. Aber ich will nicht in der Haut eines "Wolfsfreundes" stecken wenn dann irgendwo ein Kind angegriffen wird.



    Und übrigens, das gleiche gilt auch für Wildschweine und Bären.

    • @Duplozug:

      „Niederlande (Juli 2025): Ein Wolf (mutmaßlich der als "Bram" bekannte Problemwolf) griff einen sechsjährigen Jungen in der Nähe von Utrecht an, biss ihn und zerrte ihn in ein Waldstück. Das Kind wurde verletzt, konnte aber durch das Eingreifen der Eltern befreit werden."



      Das ist der einzig bekannte Fall der letzten Millionen Jahre. (Sarkasmus Off)

      Ich finde es definitiv für Kinder gefährlicher, irgendwo in Straßennähe zu spielen. Die Zeiten wo Hänsel und Gretel noch allein in den Wald geschickt wurden, sind auch schon lange vorbei.

    • @Duplozug:

      Oh, um Einschränkungen für spielende Kinder zu finden, müssen Sie nicht nach einem Wolfsrudel suchen. Alles ist voll mit Autos.

      • @nihilist:

        Im zertifizierten Kindersitz mit dem Daumentrainer spielen ist doch sehr sicher.

    • @Duplozug:

      Wenn man unter Artenschutz versteht, die Anzahl einer Art gerade mal so hoch zu erhalten, dass sie nicht ausstirbt, hat man die Ökologie nicht verstanden. Eine Population muss groß sein 1. damit sie einen genügend breiten Genpool enthält und sich ggf. an neue, ökologische Voraussetzungen anpassen kann (z.B. Krankheiten) 2. damit sie ihre ökologische Funktion erfüllen kann. Der Wolf spielt als Top - Prädator eine wichtige, ökologische Rolle und fördert eine breite Artenvielfalt inkl. für Kleinlebewesen.

      Darüber hinaus ist der Wolf nicht gefährlich - es handelte sich bei dem Vorfall in Hamburg nicht um einen Angriff, sondern um einen blöden Unfall, der zudem recht glimpflich ausgegangen ist. Der Wolf hatte lediglich Angst um sein Leben, was nicht weiter verwundern muss, in seiner Situation. Extrem seltene Verkettung dummer Umstände, die nun von Jägern ausgeschlachtet wird.

  • Eine armlänge Abstand hilft tatsächlich gegen Wildtier Angriffe , Wölfe springen Menschen nie an für Angriffe, aber Hand vors maul kann blöd enden

    Es ist dumm gelaufen, vermutlich wird der eine Wolf dafür umgelegt ..... für mich unklar wie berechtigt das ist



    Kein Grund weitere zu erschiessen

    Die Frau kann wohl nichts dafür und hat 1x im leben einen Denkfehler gemacht, gute Besserung und hoffentlich verheilts ohne bleibende Schäden

  • Ich hoffe sehr, dass dieser Wolf nicht umgebracht wird!

    • @Elke Weyel:

      Ich hoffe generell, dass kein Wolf umgebracht wird.

  • Die erwartbaren Argumente der Wolffreunde: Das Opfer ist selbst schuld (wobei es den Wolf einfach für einen großen Hund hielt, der sich verirrt hat). Die Wahrscheinlichkeitsrechnung wird bemüht, was dem Opfer auch nicht hilft, aber sich gut anhört. Die Zahl der Wolfsrisse relativiert; was den Kindern in der Kita, deren Streicheltiere vom guten Onkel Wolf gerissen wurden, bestimmt auch erfreut. Und jeder Wolfsriss hat auch indirekte Folgen: Die emotionale Belastung der Tierhalter z.B., oder Fehlgeburten in großer Zahl bei betroffenen Schafsherden, welche weder durch finanzielle Entschädigungen wieder zu heilen sind und auch nicht werden.



    Ein solcher Kommentar paßt besser in die Umwelthilfen-Umschau.

    • @mumba:

      Biodiversität rechtfertigt das naturgegebene Leid, oder würden sie gerne abgeschafft werden, weil die Pflanzen oder Tiere oder beides die sie vertilgen dadurch emotional belastet werden?

    • @mumba:

      Herrenlosen verängstigten Hunden helfen wollen kann auch schmerzhaft enden. Dafür muss man kein Wolfsfreund sein, das einzusehen.

    • @mumba:

      "Die emotionale Belastung..." - gilt für Autounfälle, Hunde- und Katzenbisse, durch Alkoholkonsum enthemmte Schläger, oder Leute, die Kampfsport betreiben, um andere zusammenschlagen zu können. Autos, Alkohol, Karate verbieten? Hunde einschläfern?



      Natürlich hat sich das "Opfer" (impliziert so schön den Wolf als "Täter") nicht adäquat verhalten, auch ein Hund kann einen Menschen verletzen oder töten, wenn er sich angegriffen fühlt oder sein Jagdinstinkt geweckt wird. Das "Opfer", dem "Wahrscheinlichkeitsrechnung ... auch nicht hilft", ist nach kurzer Behandlung wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. In anderen Ländern leben auch Wölfe, und die Tierhalter stellen sich darauf ein...

      • @Volker Scheunert:

        Hier ist aber nicht von Autofahrern, Schlägern oder Hunden die Rede, sondern von Wölfen. Das ist doch alles Ablenkung und Relativierung auf dem Niveau von " Woanders ist auch scheiße", "Selbst schulde, wenn man dem menschlichen Instikt des Helfenwollens nachgibt", "eigene Blödheit" usw.

    • @mumba:

      Zustimmung. Je nach Quelle gibt es in Deutschland zwischen 1500 und 2000 Wölfe, jährlich aber um die 5000 von Wölfen gerissene Nutztiere (Schafe, Ziegen, Kälber, Gatterwild). Da fragt man sich, woher die große Empathie gegenüber dem Wolf bei gleichzeitiger Empathielosigkeit gegenüber Schafen und Schäfern etc. kommt. Damit soll nicht dem unbegrenzten Wolfsabschuss das Wort geredet sein. Aber dort, wo ein Rudel sich Angriffe auf Nutztiere angewöhnt hat, muss eben das ganze Rudel abgeschossen werden. Mit dem eher skurrilen Hamburger Vorfall hat das freilich nichts zu tun.

      • @Kohlrabi:

        Johanna Spyris Ziegenpeter hat ein paar Rappen mit dem Hüten verdient. Die hat der ned nur dafür gekriegt, um denen die saftigsten Almen zu zeigen.

  • Könnte mal jemand mit der Frau reden, was genau passiert ist? Wenn sie dem Wolf helfen wollte, wie viele Quellen sagen, kann man nun nicht von einem Angriff des Wolfes reden. Wusste sie überhaupt, dass es sich nicht nur um einen Hund handelte?

    Ansonsten ist Hamburg auch schon recht grün, da ist das nicht so völlig abwegig, dass sich sich auch mal Wildtiere ins Stadtgebiet verirren. Eine Bache mit niedlichen Frischlingen ist bestimmt noch gefährlicher.

    Wir werden uns dran gewöhnen?

    • @ttronics:

      Soweit ich gelesen habe, hatte die Frau den Wolf bemerkt, als er sich irgendwie ein Einkaufszentrum verirrt hatte und immer wieder von innen an die Scheibe stieß und nicht herausfand. Sie wollte ihn dann wohl auf den Weg nach draußen führen und dabei hat er ihr ins Gesicht gebissen.

      Ob sie wusste ob das ein Wolf war oder nicht, weiß ich nicht. Wenn sie es wusste, war das einfach sehr leichtsinnig. Selbst wenn sie ihn für einen Hund gehalten hat, war das noch leichtsinnig, denn einem verängstigten unbekannten Hund nähert man sich auch nicht einfach soweit, dass er einen beißen kann.

      Dass der Wolf irgendwie Jagd auf sie gemacht hätte, kann man aber nun wirklich nicht behaupten. Dann wäre es wohl auch nicht bei dem einen Biß geblieben...

      Irgendwie ist das (wie immer) aber auch völlig egal. Wer da eine Agenda hat, nimmt freudig alles her, was ihm in den Kram passt, Details und Fakten stören dabei nur. Da geht es nur um zu schürende Gefühle und die denken bekanntlich nicht.

    • @ttronics:

      Wildschweine können erwachsene Männer töten

      Wölfe.....eher nicht

      Wölfe sind nicht so gefährlich wie man meint

      • @Todesfister:

        Was ist mit Frauen? Und gibt es "Nichterwachsene Männer"?

    • @ttronics:

      Ein Wildschwein könnte einen kleineren Hund durchbeißen. Hat schon bei einigen Waldgassigängern für Überraschung gesorgt.

  • Das ist eben der Unterschied: Der vermutlich aus Verzweiflung sich durch einen Abwehrbiss wehrende Wolf soll abgeschossen werden, der nicht beissen könnende Wal wird solange umsorgt bis er an der Fürsorge eingeht. Das Ergebnis ist das gleiche, wobei es der Wolf schneller und leidärmer hinter sich hat.

    • @Josef 123:

      Schon wieder ein unangenehm auffallender, zusätzlich auch noch sachlich falscher Kommentar von Ihnen.



      Bedenklich.

  • Damit es aufgrund einer gesellschaftlichen Hysterie für den Wolf hart wird, braucht es keinen rechten bayrischen Politiker. Dafür sorgte Hamburgs Umweltsenatorin Fegebank (Grüne) bei einer Wolfspressekonferenz höchstselbst, indem sie voller Inbrunst in die Kameras schaute und fragte: "... da fragt man sich, er hat es einmal getan (schaut besonders streng in die Kameras) TUT DER DAS WIEDER bei einer Auswilderung?



    Und dann haben wir eine Situation, ich mag das kaum aussprechen, wo er dann auf einen Schulhof läuft, oder in eine Kita hineinläuft....".

    Schönen Gruß in dem Zusammenhang an ihren mediengeilen Kollegen Backhaus (SPD), der mit Thimmy dem Wal die Medienshow SEINES Lebens abzieht.

    www.ndr.de/nachric...wolf,wolf-564.html

  • Seit der Wolf sein blutrünstig Werk in Hamburg vollbracht hat, wurden Hunderte Mitmenschen von Hunden gebissen. Ehrlich gesagt, würde ich im Halbdunkel lieber einem Wolf als einenem Dobermann oder Pitbull, geschweige deren Herrchen begegnen. Beim Wolf weiß ich wenigstens, wie der wahrscheinlich reagiert.

  • Ich finde den Kommentar schon merkwürdig.

    Eine Partei warnt vor den möglichen Gefahren, die Gefahr realisiert sich ganz konkret und dieses Eintrittsereignis soll dann "wie gerufen" kommen. Passender wäre die Aussage, "der Zwischenfall kommt wie vorhergesehen".

  • So wie der Mensch sich überall breit macht, ist es für ein wanderndes Tier nahezu unmöglich geworden, nicht in Menschensiedlungen zu geraten. Aus denen wieder herauszufinden, ist schwierig und endet - vermutlich- öfter tödlich für das Tier, als es die Allgemeinheit mitbekommt. Aber wir tun es sogar damit schwer, hier und da genügend Land abzugeben, das von den Tieren als Korridor genutzt werden kann.



    Man soll ja Tiere nicht vermenschlichen, - aber wenn man heutzutage sieht, liest und hört, wie schnell Menschen überschnappen, wenn sie eine Bedrängung, eine Bedrohung auch nur ahnen ... Zivilisiert wird in Extremfällen dann zur Handfeuerwaffe oder Messer gegriffen, aber beißen: das ist barbarisch! Es sei denn, es war der geliebte Bello. Der tut sowas natürlich eigentlich nicht.



    Ein verirrtes Wildschwein, in Panik und - aus dessen Sicht - bedrängt und ? angegriffen, hätte die Frau wohl schlimmer verletzt. Das wäre eine Schlagzeile gewesen, aber niemand hätte ernsthaft die Existenz von Wildschweinen in Deutschland in Zweifel gezogen. Vielleicht hat sie den Wolf auch nicht als solchen erkannt. Ich nehme aber an, auch ein Hund hätte unter gleichen Umständen gebissen.

  • Es gibt in Deutschland keine bundesweit einheitliche, offizielle Statistik, die alle Hundebisse erfasst, da dies Ländersache ist. Dennoch zeigen verschiedene Datenquellen und Schätzungen das Ausmaß:



    Hohe Dunkelziffer: Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Schätzungen reichen von zehntausenden bis hin zu über 100.000 Beißvorfällen pro Jahr, bei denen Menschen verletzt werden.



    Beispiele aus Bundesländern:



    In Sachsen-Anhalt gab es im Jahr 2024 laut MDR 115 offizielle Beißvorfälle.



    In Berlin wurden 2024 über 500 Verletzte durch Hundebisse registriert.



    In Brandenburg wurden 2023 mindestens 286 Menschen gebissen.



    Risikogruppen: Besonders Kinder bis zum Vorschulalter sind häufig betroffen. Laut Studien wird statistisch gesehen jedes zweite Kind bis zum 18. Lebensjahr einmal von einem Hund gebissen.



    Häufigkeit tödlicher Vorfälle: Tödliche Angriffe sind selten, kommen aber vor. In einem Zeitraum von fünf Jahren (bis Anfang 2024) wurden 21 Todesfälle durch Hundeangriffe in Deutschland berichtet.



    Kontext: Über 90 Prozent der Beißvorfälle passieren im näheren sozialen Umfeld, oft durch den eigenen Familienhund oder bekannte Hunde.

    • @A.W. :

      Nur mal so zu den Hundebiss Vergleichen: Es gibt in Deutschland fast 11 Millionen Haushunde, und die leben alle im direkten Umfeld des Menschen.

    • @A.W. :

      Hunde haben Besitzer, diese sind für ihre Tiere verantwortlich - daher ist der Hundebiss eine Straftat des Besitzers.



      Wölfe sind Wildtiere und daher Ländersache, was die Regulierung angeht.



      Daher ist Ihre Argumentation ohne Belang.

      • @Das B:

        Ist Speziesmus eigentlich eine Argumentation? Nur so aus Neugier. Den Hund anders behandeln als den Wolf und so.

    • @A.W. :

      Genau, alle Hunde auch noch abschießen!



      Wie ist es dann mit Wildschweinen und Schwänen usw.. Da wurden doch auch schon Wanderer von Kühen angegriffen!



      Wenn schon, dann aber richtig.

      • @celcon52:

        Äh ja genau...es sollten Wanderer mit Hunden definitiv davon abgehalten werden Kühen und ihren Kälbern zu nahe zu kommen. Und so gut wie fast immer wenn das passierte, war der Hund des Wanderers der Grund.

    • @A.W. :

      Meine Katze beißt mich auch manchmal. Und hin und wieder gibt es auch Leute die sogar an solchen Katzenbissen sterben. Die haben nämlich viel im Maul das man nicht in seine Blutbahn kriegen sollte und sehr spitze Zähne, fast schon wie ein Säbelzahntiger.



      Säbelzahntiger ist jetzt auch ein guter Übergang. Die waren hier mal heimisch. Wir könnten jetzt hin gehen und den kleinen Bruder des Säbelzahntigers hier ja mal neu ansiedeln. Das wäre super für den Naturschutz, die haben ähnlich positive Eigenschaften wie der Wolf und packen sich die kranken Tiere als Nahrung. Geraten allerdings seltener in den Tötungsrausch und lassen große Teile der restlichen Herde leben. Wäre also sogar noch etwas Sinnvoller als der Wolf.

      Wenn ich jetzt hin gehe und hier Tiger ansiedel, in freier Wildbahn, und irgendwann mal beißt der Tiger auch nen Menschen, möchten Sie dann etwas darüber lesen wie viele Hauskatzen jährlich ihre Besitzer beißen? Wie würden Sie das empfinden, vielleicht etwas Zynisch, eventuell?

    • @A.W. :

      Richtig. Das Halten von Hunden und Katzen ist eine Pest und sollte massiv eingeschränkt werden.

      • @Chris McZott:

        Hunde sind keine Katzen. Diese Tiere sind komplett anders in Sozialisierung und Haltung.



        Ja Hundebesitzer sollten regelmäßig auf Eignung getestet werden.

    • @A.W. :

      Dies ist whataboutism. Beides hat nichts miteinander zu tun.

    • @A.W. :

      Strafrechtliche Konsequenz für Hunde: Die Todesstrafe, also Einschläfern.

      Ist so, wie wenn du für Körperverletzung die Todesstrafe erhältst als Mensch. Argumentiert wird, dass der Hund nicht resozialisiert werden kann oder das Lernmuster trotz Hundeschulen nicht mehr verändert werden kann.

      Einfach auf die Haustierhaltung ganz zu verzichten ist eine Möglichkeit. Stattdessen gibt es eine Doppelmoral, sich über den Wolf aufzuregen aber die Hundeattacken zu relativieren. Nicht umsonst ist Speziesmus innerhalb Linker verpönt.

      • @Troll Eulenspiegel:

        Schon mal als Hundehalter die Welt da draußen gesehen? Ich kenne 2 Fälle in den letzten Jahren von unterschiedlichen Bekannten mit unterschiedlichen Hunden bei denen jeweils der eine Hund einen anderen "fremden" Hund "zufällig" beim aufeinandertreffen tot gebissen hat. Das waren übrigens keine Kampfhunde und die Besitzer mit den Hunden auch in der Hundeschule. Das Problem ist, es sind Tiere. Und 100%ige Kontrolle aller Umstände gibt es nicht. Wenn jetzt ein Hund einen anderen Umbringt, ist das Sachbeschädigung in unserem Gesetz. Wenn ein Hund ein Kind, oder einen Postboten angreift ist das aber was ganz anderes.



        Ich persönlich würde nicht soweit gehen alle Hunde zu verbieten. Aber es ist ein Fakt, dass es sehr viele Menschen da draußen gibt die definitiv keinen Hund haben und erziehen sollten.

  • Der Mensch muss wieder lernen die Natur zu fürchten nur so lernt er sie respektieren und zu schützen.

    • @Machiavelli:

      Zuerst einmal müsste "Der Mensch" wieder lernen, worum es bei der Natur überhaupt geht

    • @Machiavelli:

      Als der Mensch die Natur fürchtete begann er sie zu zerstören.



      Wir haben diese nie respektiert (in der Masse).



      Das tut kein Lebewesen.



      Weil es Natur per se nicht gibt.



      Wir werden nur unserer Verantwortung als (angeblich) vernunftbegabte Wesen nicht gerecht.

    • @Machiavelli:

      Unsere Vorfahren, vor der Technischen Revolution, haben in, mit der Natur Gelebt und darum das Raubtier Wolf bejagt. Heute sind es vor allem Städter welche den Wolf Super finden weil sie meinen das der Wolf sich irgendwo auf dem Land umhertreibt und sie nie betroffen sind.

  • Wie hat ein Experte hier in der taz geschrieben : Zäune helfen mehr als Abschuss. Dann muss man halt in den Städten Zäune ziehen das sich Mensch und Wolf nicht begegnen können und schon sind alle Probleme gelöst !

    • @Günter Witte:

      Ich hoffe einfach, dass der Kommentar nicht ernst gemeint war

      • @TV:

        Viele Meinungen und Entscheidungen aus der zuständigen Politik und den zuständigen Behörden sind absolut unsinnig, aber ernst gemeint.

    • @Günter Witte:

      Im Prinzip ok.



      Aber bei Ikea in der Hamburger Innenstadt??



      Da will ich nun wirklich kein gefährliches Wild antreffen.

  • Mensch und Natur konkurrieren um einen knappen Raum. In SH werden ca. 5 Hektar pro Tag versiegelt.



    Das frei lebende Tiere versuchen einen Platz in dieser kolonisierten Welt zu finden, ist naheliegend. Wildschweine tun es. Wölfe könnten auch in der urbanen Welt leben.



    Leider fehlt in dem Artikel eine Expertise vom NABU.

  • Ich fürchte das auch hier wieder gilt, das komplexe Probleme, komplexe Lösungen brauchen.

  • Tiere an die Macht.

  • Wer Wölfe vom Abschuss schützt, streichelt auch Rehkitze.

  • Der Bundestag hatte zum Thema "Angriffe von Wölfen auf Menschen" schon früher Zahlen zusammenstellen lassen:



    www.bundestag.de/r...41-18-pdf-data.pdf

  • Es gibt keine bundesweit einheitliche Statistik über Hundebisse in Deutschland, Schätzungen gehen jedoch von jährlich etwa 30.000 bis 50.000 Beißvorfällen aus. Einige Schätzungen reichen sogar bis zu 136.000 Vorfällen pro Jahr, bei denen medizinische Versorgung notwendig ist. Eine hohe Dunkelziffer ist aufgrund fehlender Meldepflichten wahrscheinlich!

    Intelligente Menschen wissen genau worauf ich hinaus möchte, ich muss das hoffentlich nicht weiter erläutern oder näher ausführen!

    • @taz.manien:

      Die Risikostratifizierung ist nicht quantitativ, aber vielleicht qualitativ eher hier zu suchen:



      "10.000 Hundebisse pro Tag



      In Indien wird ein deutlicher Anstieg von Hundebissen beobachtet. Aufgrund des damit einhergehenden Tollwutrisikos sind daher verschiedene Gesundheitsexperten entsprechend beunruhigt:



      Allein im Jahr 2024 verzeichnete Indien 3,717 Millionen Hundebisse. Dies entspricht durchschnittlich über 10.000 Hundebisse pro Tag. Die WHO meldete auf Grundlage der Daten der indischen Regierung und anderer inländischer Quellen für 2024 lediglich 305 Todesfälle durch Tollwut. Die Modellrechnungen der WHO gehen jedoch von 18.000 bis 20.000 Todesfällen pro Jahr in Indien aus. Dies entspricht mehr als 36 % der weltweiten Tollwuttodesfälle. Die meisten dieser Opfer sind Kinder unter 15 Jahren, da diese Gruppe besonders anfällig für Angriffe streunender Hunde ist."



      Quelle tropeninstitut.de



      /



      "Tollwut, Lyssa, Rabies, Hundswut, Hydrophobie, eine durch das zu den Rhabdoviren gehörende Tollwutvirus (Rabiesvirus) ausgelöste, meldepflichtige Infektionskrankheit, die hauptsächlich wildlebende Carnivoren (Füchse, Wölfe, Fledermäuse, Ratten, Katzen und andere) und Haustiere..."



      spektrum.de

  • Schon erstaunlich, wie weit er sich verlaufen hat. In Nordamerika lebt man mit Koyoten im Stadtpark und manchmal verirrt sich ein Bär in den outskirts oder ein Elch. Zu allererst ist man da worried ums Tier.

    • @Momo33:

      Jup. Und. Man kauft sich eine Jagdlizenz, das Gewehr hat man sowieso, und geht in die umliegenden Wälder um einen Bär zu schiessen. Die Mutigeren machen es auch mit Pfeil und Bogen.

  • Kleine Anekdote aus der Notaufnahme



    Die Chance von Menschen gebissen zu werden ist massiv grösser als von allenTiere zusammen.....

    Was ich damit sagen will?



    Keine Ahnung, Maulkorb Pflicht in den Öffis?

    • @Todesfister:

      😂

  • Oh ja..!!..schießt sofort diese unglaublich gefährlichen Wölfe ab.!!

    ..wird es jetzt von überall tönen.

    ..schon ein echt "putziges Völkchen in diesem Lande"..







    .. diese Statistik belegt es:

    Wolfsbisse: 1



    Hundebisse: 28.000 - jedes Jahr

    hundundhaustier.de...ibt-es-jedes-jahr/

    ;-))

    • @Wunderwelt:

      2000 Wölfe!



      28000 mal 2000 = 56000000 = 5,6 Mio. Hunde? Soviele gibt es womöglich nicht in Deutschland, es sei denn, es gäbe hunderttausende wilde Streuner.

      In Städten liegt die Steuer pro Hund schon mal bei hundert Euro, auf dem Lande ist es vielleicht billiger, weil Hunde dort eher lebensnotwendig sind. Angesichts eines Hundesteueraufkommens von über 400 Mio. Euro liegt die Anzahl der Hunde wohl unter bis rund 5 Millionen. Also wahrscheinlich nicht 5,6Mio.

      Es wird nicht bei dem einen Wolfsbiß bleiben, aber womöglich bei etwa 1 Biß pro Jahr. Einen Wolf pro Jahr als Problemwolf auszusondern ist für den Naturschutz kein Verlust. Und solange das nicht zunimmt, beißen demnach Hunde etwas öfter Menschen als die Wölfe!

      Das ist jetzt keine Prognose, aber es gibt nun bewiesenermaßen Problemzonen wie etwa Großstädte auf der deutschen Landkarte, und wenn immer öfter Wölfe sich dorthin verirren, kann sich das Verhältnis ändern aufgrund des größeren Stresses in dieser naturferneren Umgebung.

      Mein Tipp bleibt: Ein Wolfsbiss an Menschen pro Jahr scheint wahrscheinlich, bei Abschussfreigabe von Problemwölfen werden aber vermutlich zwei abgeschossen, der Schuldige und 1 als Kollateralschaden

      • @Uwe Kulick:

        Ich kapier zwar die Rechnung ned (die wäre Bisszahl/Zahl Raubtier. also 1/3000 (Wölfe) zu 28.000/ 10,5Mio (Hunde) was 1 Biss pro 375 Hunde ist), jedenfalls sinds offiziell die über 10 Mio Wauzis.



        Und den Fetisch "Wölfe abknallen" unterstütze ich ned.

  • "So wundert es beinahe, dass lediglich eine Frau von dem offenbar völlig verängstigten Tier angegriffen wurde."

    Laut eines Zeugen war der Wolf total verwirrt und verängstigt und wollte mit dem Kopf durch eine Glasscheibe nach draußen flüchten. Die Frau soll versucht haben, ihn nach draußen zu geleiten. Da zeigt sich, wie die Gesellschaft den Umgang mit Wildtieren verlernt hat. Einem wilden Tier kommt man nicht einfach zu nahe. Vor allem nicht, wenn es verängstigt ist und sich in die Ecke gedrängt fühlt. Da zählen dann auch keine guten Intentionen. Fehlende Menschenscheu und desorientiertes Verhalten können übrigens auch Anzeichen von Tollwut bei einem Tier sein neben dem berühmten Schaum vorm Mund.

    • @Paul Anther:

      Tollwut ist nahezu ausgerottet seit dem Anfang der flächendeckenden Schluckimpfung Ende der 80iger Jahre. Fehlende Menschenscheu ist daher eher einem Gewöhnungseffekt zuzurechnen, da die räumlichen Überschneidungen der Lebensräume von Tier und Mensch zunehmen.

  • Offensichtlich hat die nun verletzte Frau das gestresste Tier etwas zu sehr bedräng. Ich wünsche ihr baldige und vollständige Genesung, aber hier wäre es mit Sicherheit klüger gewesen, statt selbst tätig zu werden, Abstand zum Wolf zu wahren und auf professionelle Hilfe zu warten. Dem jungen Wolf kann man nur wünschen, dass er so schnell wie möglich aus der Großstadt entfernt und in ein adäquateres Habitat verbracht wird...

  • Was für eine Logik...

    Die Kritiker der ungehemmten Wolfsverbreitung warnen vor der Möglichkeit von Übergriffen auf den Menschen und werden deshalb als "überängstlich" und "Tierfeinde" diffamiert.

    Dann kommt der Übergriff, und anstatt zuzugeben, dass die Ängste nicht unberechtigt waren, werden die Wolfsgegner diffamiert, ihnen käme dieser Angriff gelegen

    Hätte man etwas mehr auf die Wolfsgegner gehört, wäre ein derartiger Angriff unterblieben!

    • @thd:

      Eigentlich haben wir nicht zu viele Wölfe, es sind zu viele Menschen, die den Naturraum immer weiter zerstören, einschränken, beschneiden. Und jetzt ist einmal (!) etwas passiert und das unter ganz besonderen Umständen. Hätte man auf die Wolfsgegner gehört, hätte man längst alle Wölfe erledigt? Ja, und am besten gleich im Anschluss alle Biber, alle Fischotter... hm, was stört sonst noch so? Natürlich ist der Umgang mit dem Wolf in Deutschland schwierig, vor allem in Bezug auf schwer zu schützende Weidetiere, aber alles wegschießen, darf nicht die Lösung sein.



      Die gebissene Frau hat das Krankenhaus übrigens längst wieder verlassen können.

      • @J. Straub:

        “Eigentlich haben wir nicht zu viele Wölfe, es sind zu viele Menschen”

        Das bringt es ganz gut auf den Punkt.