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Fall Fernandes und UlmenIch will mit Männern leben

Carolina Schwarz

Kommentar von

Carolina Schwarz

Überall ist der Hass der Männer gegen uns Frauen sichtbar. Doch ich will ein Zusammenleben trotzdem nicht aufgeben.

Oft sind die Täter Männer, mit denen Frauen ihr Bett teilen Foto: Yuri Arcurs/peopleimages/imago

W enn ich meine Instagram-Timeline vom vergangenen Wochenende in einem Wort zusammenfassen sollte, wäre es: Wut. Es sind vornehmlich Frauen, die posten, sie können, wollen und werden nicht mehr aushalten, wie der Hass der Männer tagtäglich auf uns einschlägt. Es war einer dieser Momente, in dem ein feministisches Wir spürbar war. Ein Wir, das aufschreit. Das sagt: Es kann so nicht weitergehen. Grund für den Aufschrei waren die Vorwürfe, die die Schauspielerin Collien Fernandes gegenüber ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhebt.

Bei den Vorwürfen geht es um digitale Gewalt, um das Erstellen von Fake-Profilen und pornografischen Deepfakes, aber auch um körperliche Übergriffe. Fernandes hatte sie bei Instagram öffentlich gemacht, der Spiegel berichtete am Donnerstag ausführlich. In Spanien, wo Fernandes Anzeige erstattet hat, laufen derzeit Ermittlungen. Christian Ulmen ließ die Fragen des Spiegels unbeantwortet, auch eine Anfrage der taz blieb ohne Antwort. Sein Anwalt Christian Schertz spricht von einer in großen Teilen „unzulässigen Verdachtsberichterstattung“. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

Die kollektive Wut der Feministinnen, die nicht nur in sozialen Medien, sondern auch auf der Straße zu hören ist, richtet sich nicht gegen ein Monster allein. Es ist ein Ausbruch über den Zustand, in dem wir leben und an dem sich trotz allen Recherchen, trotz #MeToo, trotz so vieler Männer, die sich gern als Feministen bezeichnen, nichts ändert. Unter die Wut mischten sich weitere Gefühle. Bewunderung für Collien Fernandes, die entschieden hat, dass die Scham die Seite wechseln muss. Aber auch Trauer und Resignation: Wie soll das weitergehen mit uns und den Männern?

Eine Antwort gefunden

Diese Frage hat sich auch die französische Philosophin Manon Garcia gestellt, nachdem sie Monate lang den Prozess um Gisèle Pelicot verfolgt hat. Dort hat sie Videos gesehen, in denen Männer reihenweise eine bewusstlose Frau vergewaltigen. Sie hat Männer gesehen, die zum Prozess gekommen sind, weil sie diese Videos als pornografisches Material begreifen. Sie hat über Monate grausame Schilderungen gehört, gelesen und gesehen und fragt sich daraufhin: Wie soll ich jetzt in meine heterosexuelle Beziehungen zurückgehen? Wie sollen wir Frauen mit Männern leben? Wie soll das gehen, wenn sie uns hassen?

Feministinnen rufen zum Protest am Sonntag

Der Fall Ulmen/Fernandes hat viele Reaktionen ausgelöst. Eine ist der Aufruf des neu gegründete Bündnisses „Feminist Fight Club“ und die Initiative „Nur Ja heißt Ja“ zu einer Demonstration am Sonntag ab 16 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin. Das Bündnis kritisiert strukturelle Missstände und Gesetzeslücken im Kontext von digitaler und analoger sexualisierter Gewalt in Deutschland.

In den letzten Tagen höre ich von immer mehr Frauen, die eine Antwort auf diese Fragen gefunden haben. Sie wollen nicht mehr mit Männern leben. Sie meiden sie, sie wollen sie nicht mehr lieben und daten, sie brechen Kontakte ab. Männer sind nur noch Randnotiz in ihrem Leben, sagt eine. Ich bleibe im Zölibat, eine andere.

Ich kann die Entscheidung dieser Frauen nachvollziehen, schrieb selbst in der taz vor einigen Wochen – nachdem die Epstein-Files weitere grausame Details über ein elitäres Netzwerk aus Vergewaltigern offenlegte –, dass ich langsam nicht mehr weiß, wie ein Zusammenleben der Geschlechter funktionieren solle. Es gibt zu viele Berichte von Männern, die Frauen und Kinder schlagen, unter Drogen versetzen, vergewaltigen. Es gibt zu viele Zahlen, die beweisen, dass die Männer nicht die Minderheit sind, sondern dass Gewalt gegen Frauen, Queers und Kinder Alltag ist.

Meine Welt soll nicht kleiner werden

Doch trotz allem funktioniert für mich die Antwort nicht. Ich möchte mit Männern leben. Möchte Zugang zu allen Räumen haben, will mich nicht einschränken und meine Welt kleiner werden lassen. Aber es geht nicht nur darum, was ich persönlich möchte. Ich fürchte auch die gesellschaftlichen Konsequenzen, wenn die Antwort, auf die Frage, wie wir mir Männern leben können, lautet: Es geht nicht.

Patriarchale Strukturen bekämpfen wir nicht, indem wir uns aus allen Räumen zurückziehen, in denen Männer dominieren. Denn das sind im Patriarchat eine ganze Menge. Auch droht Gefahr, wenn wir die Verantwortung auf die Individuen abschieben. Denn was passiert mit einer Frau, die sich entschließt weiter mit Männern zu leben? Ist sie dann selbst schuld, wenn sie Opfer wird?

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Wenn ein Zusammenleben der Geschlechter funktionieren soll, sind jetzt die anderen gefragt. Es sind Männer, die dafür sorgen müssen, dass wir weiter mit ihnen leben können. Sie müssen unsere kollektive Wut teilen. Sie sollen hart werden im Kampf gegen jede Form von patriarchaler Gewalt und weich werden in ihrer Männlichkeit. Anders wird es nicht gehen. Anders können wir nicht weiter mit ihnen zusammenleben.

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Carolina Schwarz
Ressortleiterin taz zwei
Ressortleiterin bei taz zwei - dem Ressort für Gesellschaft und Medien. Schreibt hauptsächlich über intersektionalen Feminismus, (digitale) Gewalt gegen Frauen und Popphänomene. Studium der Literatur- und Kulturwisseschaften in Dresden und Berlin. Seit 2017 bei der taz.
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135 Kommentare

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  • Moderation , Moderator

    Vielen Dank für eure Beiträge, wir haben die Kommentarfunktion geschlossen. Wenn die Diskussionen ausfallend werden, zu weit vom Thema abweichen, oder die Zahl der Kommentare zu groß wird, wird das manchmal leider nötig. Sonst können wir die Kommentare nicht mehr zeitnah moderieren. 

  • Wenn die Vorwürfe von Fernandes gegen Ulmen stimmen, ist der Typ ja vollkommen irre.



    Aber wieso hat sie so lange gebraucht, das zu erkennen ?

    Blindheit im Umgang mit anderen Menschen läßt sich auch durch neue Gesetze nicht beheben.

  • Gewalt, physische wie psychische, ist absolut zu verurteilen, besser noch sie im Vorfeld verhindern. Das ist momentan leider auch massiv durch den weltweiten Vormarsch extrem konservativer und rechtspopulistischer Kräfte weiter gefährdet.



    Rechtspopulismus zerstört so vieles, was den unterschiedlichen Ausprägungen des progressiven Lagers wichtig ist: Demokratie, Klimaschutz, Gleichberechtigung, Minderheitenrecht, Umweltschutz, u.v.m. In jeder Partikulardisziplin die Maximalforderungen aufzustellen und die jeweils andere herabzuwürdigen hilft nicht weiter.

    Die Diskussion erinnert an den Kampf zwischen der Judäischen Volksfront und der Volksfront von Judäa.

  • Merkwürdig, dass der Artikel, alle Kommentare und eigentlich die ganze Debatte eines übersieht:

    Männer werden nichts ändern, weil sie nicht betroffen sind.

    Die patriarchalen Strukturen zeigen sich in den neuen Medien da am zynischsten und skurilsten: weiße deutsche Männer müssten sich (moralisch) solidarisieren mit den palestinensischen Opfern, den Hammas Opfern, der Bevölkerung des Iran, des Sudan, den vielen vielen Opfern von Transgewalt und natürlich den weiblichen Opfern. Alles wirtschaftliche Konstellationen von denen unsere Gesellschaft profitiert. Und zutiefst ungerecht. Alles Opfer, die Solidarität einfordern. Doch die wenigsten Menschen und Männer werden Solidarität spenden.



    Das Patriarchat wird nicht bekämpft durch Massen an Männern die zur eigenen Transformation aufrufen.



    Eigentlich kann isch nichts ändern.

  • "Testosterone: The Story of the Hormone that Dominates and Divides Us" - von Carole Hooven, ist sehr zu empfehlen.

    • @Tankens inerti:

      Leider ist es nicht so einfach. dass Testosteron das "Gewalthormon" sein soll ist ein hartnaeckiger Mythos, wurde aber in den juengsten Jahren vorrangig durch die Arbeit von u.a. Robert Sapolsky widerlegt. Testosteron hat aber die Funktion z.B. bei Primaten die Rangordnungen zu zementieren.

      Siehe:



      www.hanser-literat...83446256729-t-2437

  • Als schwuler Mann bin ich ehrlich gesagt froh, daß meine Sexualität nichts mit Frauen zu tun hat - nicht weil sie so schrecklich wären, sondern weil ich die Kommunikationsprobleme zwischen den Geschlechtern schrecklich finde - beide Seiten haben zum Teil absurde Vorstellungen vom ach so mysteriösen anderen Geschlecht, und gleichzeitig (zumindest bei Cis-Männern kann ich das beurteilen) null Ahnung von den eigenen Bedürfnissen oder Empfindungsfähigkeiten, oder ganz platt gesagt dem eigenen Körper - anders kann man kaum erklären wie man den Fall Pelicot überhaupt als Sexualität bezeichnen kann, das ist eine reine Machtphantasie - wer seinen Körper kennt würde aus der Situation keinerlei Lustgewinn ziehen. Aber wenn die einzigen greifbaren Vorbilder nunmal industriell produzierte Waren sind, man drauf trainiert ist wenn dann nur prahlerisch über Körperlichkeit zu reden, und sich für den anderen Körper noch weniger interessiert als für den eigenen, kommt halt Frust und Aggression statt Entspannung und Verbindung bei raus. Im Grunde ist es ganz einfach: Mehr sein als performen; sich selbst lieben lernen (und nicht ein verzerrtes Wunschbild), und dann offen sein für Andere.

    • @Garak:

      Danke! Genau so!

      Ich beobachte das auch oft. Und das faellt mir selbst als Heteromann auf. Die Geschlechtermythen sind gruselig und grausam. Beruehmtestes, was die Frauen immer unten haelt: Das Frauen angeblich aus Zucker und ach so zerbrechlich seien. Das macht schon bei der Geburt keinen Sinn, das ist eine irrsinnig kraftstrotzende Leistung. Aber mit der Zerbrechlichkeitsidee lassen sich Frauen sehr gut kontrollieren.

      Auch verstehen Menschen beiden Geschlechts oft nicht was Komplizenschaft, Loyalitaet und Augenhoehe in einer Beziehung bedeuten.

    • @Garak:

      Ein Kommentar, der ohne kontraproduktives Pauschalisieren den Kern ziemlich gut trifft.

  • Auch hier wieder: Ein kollektiver Aufschrei der "guten" Männer. Jeder Kommentar, der die Frauen für die gesellschaftliche Spaltung verantwortlich macht, übersieht bewusst, dass wir zu lange im Patriachat leben. Ihr alle profitiert davon täglich. Das ist die übliche Täter-Opfer-Umkehr.

    Frauen haben genug!

    Wer nicht in die Mitverantwortung für offen misogyne Männer genommen werden will, kann jetzt aktiv werden.



    * Veranstaltet Demos und verurteilt glaubhaft Gewalt gegen Frauen und Kinder



    * Widersprecht allen anzugleichen, frauenfeindlichen Äußerungen sofort



    * Fördert Frauen, wo immer ihr euch bewegt



    * Übernehmt die Hälfte der Carearbeit und vom Mental Load



    * Sorgt dafür, dass die Mütter eurer Kinder beruflich weiterkommen können



    * Beweist täglich, dass ihr kein Schwein seid

    Lippenbekenntnisse reichen nicht mehr. Ja, ihr alle steht unter Generalverdacht. Jeder einzelne kann täglich mit seinem Handeln dazu beitragen, den Graben zu schließen.

    • @BoLuz:

      In meinem Freundeskreis ist das alles Usus. Und dennoch: Es waere moeglich gewesen so einen wie Christian Ulmen im Freundeskreis gehabt zu haben, und dann passiert so eine Scheisse. Ich verdaue immer noch die m.E. glaubwuerdigen Missbrauchsgeschichten ueber Neil Gaiman. Alles unertraeglich.

      Und das obwohl in meinem Freundeskreis Frauenfeindlichkeit per se quasi im Entstehen angegangen oder vernichtet wird. Am Rande kriegt man dann irgendwelche losen Geschichten erzaehlt wie der Mitbewohner einer Freundin nach Asien fliegt um sich eine Freundin zu angeln, aber dann ist das wieder Jemand der nicht im direkten Umfeld ist, dem man nie begegnet um ihm die Meinung zu geigen.

      Ich mochte kein Nutznieser des Patriarchats sein. Ich moechte Augenhoehe unter Menschen.

  • Die im Artikel genannten Gründe, weiter mit Männern zusammen zu leben, finde ich persönlich nicht überzeugend: "Aber es geht nicht nur darum, was ich persönlich möchte. [...] Patriarchale Strukturen bekämpfen wir nicht, indem wir uns aus allen Räumen zurückziehen, in denen Männer dominieren. [...] Denn was passiert mit einer Frau, die sich entschließt weiter mit Männern zu leben? Ist sie dann selbst schuld, wenn sie Opfer wird?"

    Mit Männern nicht mehr vertraut zu verkehren, bedeutet nicht, sich aus allen Räumen zurückzuziehen, Das Patriarchat kann weiter in anderen Lebensbereichen bekämpft werden (Arbeit, Politik etc.). Und die Täter-Opfer-Umkehr wird auch nicht verstärkt, da Gesetze gegen Gewalt immer noch gelten. Die Gewalt findet oft im sozialen Nahbereich statt und könnte so reduziert werden.

    Mir scheint hier eher eine heteronormative Denkblockade vorzuliegen. Als Unbeteiligter würde ich anregen, dass die entsprechend gesinnten Frauen versuchen andere Lebensmodelle zu gestalten, z.B. Frauen-WGs mit Kindern. Diese Lebensmodelle würden auch eine matrifokale Realität schaffen, statt sich immer nur an den Männern abzuarbeiten.

  • Ja, mit über 70 bin ich manchmal noch richtig verwundert darüber, wie/dass ich alle männlichen „Gewaltklippen“ umschifft habe. Das war eine Kombination aus: Vorsicht/Arbeit/Bildung/Wissen/Glück/Zufall. Alle gehören dazu. Manchmal braucht nur ein Aspekt zu fehlen und schon geht es schief.



    Dem Nachteil „eingeschränkte Kinder-und Frauenrechte“ stand aber wenigstens (günstiger Weise) „das Fehlen des Internets“ gegenüber.

  • Männer, die sexuellen Missbrauch & Gewalt schlecht finden, sind hoffentlich in der Mehrheit: Sie müssen lauter sein & aktiver werden, wenn ein andrer Mann Frauen herabwürdigt, o. Videos über Vergewaltigung von Frauen teilt, etc. Nicht schweigen, sondern widersprechen & Taten melden!



    Es wird kaum ein Mann wollen, dass seiner Mutter, Schwester, Freundin/Frau, Tochter usw. sowas Schlimmes passiert.



    Deutschland braucht strengere Gesetze. Es darf nicht sein, dass z.B. ein Mann eine Frau schlägt; o. Nacktbilder/ Pornos der (Ex-)Freundin/Frau ohne deren Wissen & Zustimmung verbreitet & NICHT hart bestraft wird. Es darf auch nicht sein, dass ein Promi Bilder von schwerem sexuellen Missbrauch von Mädchen hat, aber nur Bewährung kriegt (z.B. Fall Metzelder).



    Die Politik muss endlich dafür sorgen, dass der Grundsatz "nur Ja heißt Ja“ in allen Gesetzesbereichen gilt!

    Ich frag mich, woran's liegt, dass ein Teil der Männer Frauen herabwürdigt.



    Liegt's an ihrer Erziehung? Oder ist's eher eine Trotzreaktion gegen Frauenemanzipation? Geringes Selbstwertgefühl, sodass sie Frauen abwerten, um sich überlegen zu fühlen? Kontrollzwang in der Beziehung?



    Keiner der Faktoren rechtfertigt Hass auf Frauen!

    • @Pjotr J. Golečko:

      Chauvinismus auf Basis des Recht des Stärkeren.

  • Ich glaube, gerade hier gibts so gut wie niemanden, der anzweifelt, dass das Thema Gewalt gegen Frauen ein sehr ernstes ist, und auch kaum jemanden, der negiert, dass es gesellschatliche, patriacharliche Strukturen gibt, die das begünstigen. Dass das Thema in der gesellschaftliche Debatte zu wenig ernst genommen wird, ist offensichtlich. Das zeigen Zahlen und öffentliche Fälle ja deutlich auf. Und klar, ist der Vorwurf, dass es ein "Männerproblem" gibt, nicht ansatzweise vergleichbar, mit den ständigen Angriffen, die viele Frauen ständig erleben müssen.



    Und trotzdem ist die Frage, ob die radikale Pauschalität mit der hier argumentiert wird, wirklich hilfreich ist, das Bewusstsein bei Männern dafür zu schärfen oder ob es nicht eher Abwehreflexe erzeugt. Ich kann zumindest keine Debatte erkennen, wo die Generalsierung heterogener Gruppen zur Lösung von Problemen beiträgt.

  • Beim Lesen der Überschrift freute ich mich auf einen differenzierten und integrativen Artikel zum Thema. Doch ich wurde schnell enttäuscht, spätestens mit den Sätzen war ich im emotionalen Tiefkühlhaus angekommen:

    "Sie hat über Monate grausame Schilderungen gehört, gelesen und gesehen und fragt sich daraufhin: Wie soll ich jetzt in meine heterosexuelle Beziehungen zurückgehen? Wie sollen wir Frauen mit Männern leben? Wie soll das gehen, wenn sie uns hassen?

    In den letzten Tagen höre ich von immer mehr Frauen, die eine Antwort auf diese Fragen gefunden haben. Sie wollen nicht mehr mit Männern leben."

    Um eines klarzustellen, die Berichte über die Vorwürfe gegen Ulmen haben mich nahe dem emotionalen Nullpunkt gebracht, keine Frage.

    Mit dem im Artikel formulierten Generallverdacht stößt die Autorin einer Reihe von Männern vor den Kopf, die sich im privaten und beruflichen Umfeld für Gleichberechtigung einsetzen, und treibt leider nicht wenige in die Arme extrem-konservatisten. Mit dem Artikel hat sie sich gesellschaftlich von ihrem Ziel entfernt. Leider. Tragisch.

    • @Holger_0311:

      „Just wär ich Feminist geworden, aber das haben diese Weiber mit ihren irrationalen Emotionen jetzt gründlich verkackt! Tja, wirklich schade drum, ich wär so gern solidarisch gewesen…“

  • Wenn man nur 2 Entitäten zulässt und alles auf Die Männer und Die Frauen reduziert, kommen solche Allgemeinplatitüden wie hier: Überall ist der Hass der Männer gegen uns Frauen sichtbar. Doch ich will ein Zusammenleben trotzdem nicht aufgeben.



    dabei heraus.



    Wenn man so verallgemeinernt simplifiziert, kann man sich jede Diskussion ersparen.



    Ich frage mich was eine Nazi-Skinheadbraut und Heidi Reichinek gemeinsam haben....

    • @nutzer:

      Beide sind durch Männer gefährdet.

      • @Joe Schmoe:

        aha. dann halten wir fest. Deutsche, jüdische, afrikanische, vietnamesische, etc. Männer sind eine Bedrohung und Nazi-Frauen sind Bedrohte.

  • Weder der Artikel noch die Kommentarspalte macht sich sonderlich Mühe, mal statistische Zahlen herbeizuholen. Im Artikel heißt es: "Es gibt zu viele Berichte von Männern, die Frauen und Kinder schlagen, unter Drogen versetzen, vergewaltigen. Es gibt zu viele Zahlen, die beweisen, dass die Männer nicht die Minderheit sind, sondern dass Gewalt gegen Frauen, Queers und Kinder Alltag ist." Ich persönlich finde unerträglich, wie hier das richtige Anliegen mit gefährlicher Verallgemeinerung konterkariert wird. Denn ja: Das BKA nennt bspw. im sog. Hellfeld für 2023 ca. 200.000 registrierte Täter im Bereich häusliche Gewalt. Das Dunkelfeld könnte 4mal oder 5mal so groß sein. Dann hätten wir in EINEM Jahr eine Million Täter. Das ist eine immens hohe Zahl, die klar macht, dass Gewalt gegen Frauen Alltag ist. Dennoch kann hier nicht die Rede von einer Mehrheit sein. Wir müssen m.E. davon ausgehen, dass eine Partei gewalttätiger Männer es vielleicht über die 5 - Prozent - Hürde schaffen würde. Das ist katastrophal, nicht zu tolerieren und muss bekämpft werden. Aber nicht mit der Suggestion, 5 Prozent wären 50 Prozent.

    • @N Gogol:

      Aber Sie sagen es ja selbst: allein Delikte der Häuslichen Gewalt könnten schon auf das Konto von einer Million männlicher Individuen gehen (in einem Jahr!). Jetzt haben Sie noch keine einzige Statistik zu irgendeiner anderen den mannigfaltigen Möglichkeiten zur Erniedrigung, Verletzung, Misshandlung von Frauen und ihren Rechten aufgeführt. Auf wie viele männliche Individuen werden Sie wohl dann kommen?

      • @Eichhörnchen99:

        Im Bereich Sexualstraftaten listet das BKA für 2024 ca. 15.000 männl. Straftätter auf. Die Frage ist doch, und darum ging es in meinem Beitrag, warum die Debatte ohne Zahlen geführt wird. Mit Sicherheit verharmlose ich diese Zahlen nicht. Jede Straftat ist eine zu viel. Aber faktenbefreite Polemik hilft niemand. Es ist ein Armutszeugnis, wenn praktisch niemand sich für die Zahlen interessiert, die unsere beste Darstellung der Wirkichkeit sind. Wer das Anliegen teilt, der schaut sich doch die Zahlen an, gerade weil sie runtergehen sollen. Also, warum komme "ich" hier auf irgendwelche Zahlen? (Als ob ich mir das ausdenken würde.) Ich erwähnte auch das Dunkelfeld usw. Die Frage ist doch, warum das Überbringen der schlechten, empirischen Botschaft hier angegangen wird.. Worum geht es? Fakten oder Gefühle? Politische Veränderung oder Aufregungskultur?

    • @N Gogol:

      Eine Partei, die gegen Gleichstellung von Frauen ist, deutsche Frauen zu "Hausfrauen & Müttern" machen will; Millionen Frauen mit Migrationshintergrund mit Härte & Grausamkeit deportieren will ("Remigration"); "auf Frauen & Kinder schießen" will; ihr missbeliebige Frauen "in Lager sperren" o. "entsorgen" will, liegt bei 20-30 %, in manchen Bundesländern sogar bei ca. 40%: die AfD!

      In 2 anderen Parteien finden viele Männer, dass man z.B. "mit Gleichberechtigung den Frauen keinen Gefallen tun" würde. Sie wollen die Rechte der Frauen auf Selbstbestimmung einschränken. Manchne Parteimänner loben die 1950er, wo in Westdeutschland Ehemänner die Vormundschaft über "ihre" Ehefrauen hatten. Faktisch alle Männer der Parteien sind gegen ein Gesetz, dass Frauen für gleiche Arbeit den gleichen Lohn bekommen wie Männer (z.B. in Skandinavien gibt's solche Gesetze schon). Sie finden's OK, wenn mehr als jede 2. Frau nur Armutsrente bekommt. Sie kürzen Frauenmedizin, Frauenhäusern & alleinerziehenden Frauen Geld. Manche der Parteimänner finden, dass Vergewaltigung in der Ehe nicht strafbar sein sollte. Diese Parteien heißen CDU & CSU u. liegen bei 20-30%; die CSU in Bayern sogar bei 40-50%!

      • @Pjotr J. Golečko:

        Ich werde hier bestimmt nicht CDU, CSU oder AfD verteidigen. Es wäre aber auch irreführend so zu tun, als gäbe es in der CDU nur Frauenfeinde und Gleichbereichtigungshasser. Wir sind eben nicht mehr in den 50ern. Dass Friedrich Merz, Jens Spahn & andere allerdings manche Errungenschaften zurückdrehen, den Fortschritt einfrieren und antifeministische Kulturpolitik betreiben wollen, ist m.E. offenkundig. Die ehemalige Kanzlerin der gleichen Partei indes bekannte sich zuletzt als Feministin. Es ist also nicht schwarz und weiß.

  • Obwohl ich ziemlich männlich und konservativ bin, teile ich Ihre Wut und Ihr Unverständnis.

    Nur ist das nichts Neues.

    Deswegen waren Männer, die Frauen vergewaltigen, herabwürdigen, beleidigen, als Hure darstellen (ohne dass die so bezeichnete Frau eine ist) etc. etc. auch in den Augen der allermeisten Männer ein A...loch.



    Die in feministischen Echoräumen dargestellte Bewunderung dieser Schweine (anders kann ich diese Kerle nicht nennen) gibt es natürlich. Nur ist das die absolute Minderheit. Oder hat hier irgendjemand gelesen, dass C. Ulmen ein ganz toller Hecht ist?

  • was soll das für eine Aussage sein? Männer sind Schweine? Kann man ja schon mitsingen.



    Davon abgesehen das Informationen aus den asozialen Medien nur sehr wenig mit der Realität zu tun haben und es natürlich sehr Einträglich sein kann gegen reiche ehemalige Partner vorzugehen, gibt es mit Sicherheit Männer und Frauen die sich asozial verhalten.

    Aber in einem Artikel so zu tun als ob es unmöglich ist mit Männern zu leben weil alle brutal und machthaberisch sind scheint eher von persönlicher Verbitterung als von Realitätssinn und Fakten geprägt zu sein.

    Wenn jede zweite Nachrichtenzeile von Trump redet, heist das im Umkehrschluss nicht das in jedem Dorf einer lebt der Trump heist und das alle gleich aussehen.

    Kommt bitte zurück in die Realität.

  • Die Offenbarungen um Christian Ulmen sind wirklich erschreckend. Ich frage mich aber auch, wo kommt so etwas her, das ist ja wirklich krank!

    Und ich denke das ist nicht von der Entwicklung der Medienwelt zu trennen.



    Es gibt viele sehr junge Männer, die mittlerweile "Würgen" für eine normale Sexualpraktik halten. Wo haben sie das wohl her?



    Deepfakes, Gewaltpornos, ständige Reproduktion von Bildern macht was?

    Gibt es dazu Alternativen?

    Wir leben in einem liberalisierten, aber nicht besonders aufgeklärten Land. In der 3. Klasse lernt man, wie man Babys macht. Und in der 8. Klasse gleich nochmal. Und das wars.

    Eine rein männliche Perspektive um den männlichen Orgasmus in der Frau erzeugt ein Sexualverständnis wie Mann sich an Frauen selbst befriedigt. Mehr bringen wir Kindern nicht in der Schule bei.

    Wenn man wirklich langfristig etwas ändern will, muss man ganz dringend gegen die gewalttätigen Tendenzen in der Sexualität gesamtgesellschaftlich vorgehen, durch mehr Aufklärung. Wir haben eine Zunahme männlicher sexualisierter Gewalt in den letzten Jahrzehnten und nicht nur ein Grundsatzproblem dass sich einfach nicht ändert. Es wird gerade alles schlimmer!

    • @Schatten:

      Aus Pornos, genau so wie Frauen.

      Wenn die Aufklärung etwas thematisieren muss, dann die Notgeilheit von jungen Männern.

  • Leider ein weiterer Artikel, der nicht zur Lösung beiträgt, sondern nur zur weiteren Spaltung.

    Wer sind denn die Männer, wer die Frauen?

  • Ich - als Mann - lese hier die Kommentare und wundere mich. Ich (und wir) als Männer können soviel tun, um Frauen, Queere, Kinder usw. zu schützen. 1. Selber nicht zum Täter werden und Hilfe suchen, falls man bei sich Tendenzen und Neigungen zur Gewalt spürt. 2. Opfern zuhören und deren Erfahrungen nicht klein reden 3. Pornographischen Konsum reflektieren - was sehe ich da eigentlich und warum erregt mich gerade das? 4. Sich in seinem Einflussbereich (Politik, Beruf, Ehrenamt, Familie, Freundeskreis) dafür einzusetzen, dass patriarchale Strukturen aufgebrochen werden. Je mehr Einfluss ich habe (bspw. als Vorgesetzter), desto mehr Verantwortung trage ich 5. Diskriminierendes Verhalten in den eigenen Peer Groups nicht einfach stehen lassen - sondern dagegen halten. 6. Schutzräume schaffen und respektieren und ausbauen (bspw. über Spenden an und Finanzierung von Frauenhäusern) 7. Bewusst mit Jugendlichen und jungen Männern über falsche Vorbilder sprechen (Incels usw....) und andere Rollenmuster vorleben. Das sind nur sieben kleine Punkte, die jeder Mann sofort angehen kann und sollte. Dann wären wir alle schon weiter.

    • @Christian B.:

      Das alles tue ich - und sehe deshalb nicht ein, in Mithaftung für gewisse Geschlechtsgenossen genommen zu werden.

      • @Emmo:

        In einer Gesellschaft, haftet man aber nunmal mit für das, was die Masse macht. Ich bin ein Mann und ich achte sehr auf die Umwelt, ich hafte aber für das Verhalten anderer Männer und für das, was wir Menschen der Umwelt antun. Es geht dabei nicht um Schuld, sondern Verantwortung. In der Gesellschaft, in der Sie leben, leiden Frauen unter Männern und das Massenhaft. Es leiden im übrigen auch Männer unter Männern. Sie können jetzt noch den Rest ihres Lebens die Verantwortung für alles schlechte in der Welt externalisieren, oder die Einsicht gewinnen, dass Sie Teil der Gewaltspiralen sind, auch wenn Sie persönlich meinen gewaltfrei zu sein. Sie leben im Patriarchat. Sie leben im Kapitalismus. Sie sind ein Mann.

        • @Eichhörnchen99:

          Ich verstehe was Sie meinen und bin inhaltlich bei Ihnen.



          Es geht hier einfach um das Thema, wie man Mitstreiter gewinnt. Und das Thema so zu framen, ob man als Frau weiterhin "mit einem Mann" zusammenleben möchte hilft definitiv nicht.



          Auch bzgl der Kommunikation: würden sie gleich argumentieren, wenn "Muslim" statt "Mann im Artikel stehen würde?

    • @Christian B.:

      Danke!

  • Diese Kommentarspalte zeigt so explizit, wo das Problem liegt. Selbst bei einem gemäßigten Text wie diesem kommen die „Guten“ aus ihren Löchern gekrochen und krakeelen „nicht alle Männer, ihr übertreibt“. Stellt alle mal euer Ego beiseite und hört auf das Problem kleinzureden. Solange ihr das nicht tut seid ihr Teil des Problems und Teil der Männer, mit denen man nicht zusammenleben kann.

    • @samwolf:

      Es ist eine Sache, ein Problem zu leugnen oder kleinzureden und eine ganz andere, sich von dem problematischen Teil der Männerriege zu distanzieren und sich trotz bekennender Männlichkeit nicht als schlechter Mensch zu bewerten. Ich sage z.B. nicht, dass das Problem marginal wäre, im Gegenteil. ABER: Alle Männer über einen Kamm zu scheren ist definitiv übertrieben! Ich bin keines dieser gewalttätigen Ar...öcher und will von niemanden, auch von Ihnen nicht, mit solchen in einen Topf geschmissen werden. Und mit mir im Haushalt wohnen meine Frau und zwei Töchter, die sehr wohl mit mir gut zusammenleben können.

      Ist es so schwer nachzuvollziehen, dass mein Ego nicht gerne Frauenhasser, Vergewaltiger, Patriarch oder Kinderschänder genannt werden will? Mein Ego ist stolz darauf, solch einer nicht zu sein und braucht nicht beiseitegeschoben werden. Und wenn selbst bei einem "gemäßigten Text wie diesem" von verschiedenen Seiten in den Kommentaren reflexartig wieder mal Männer als Wurzel allen Übels dargestellt werden, statt sich konstruktiv aus den vernünftigen Frauen und Männern einen Zusammenhalt zu wünschen, müssen Sie sich nicht wundern, wenn die Kommentare der Männer so ausfallen.

    • @samwolf:

      Sorry, aber das ist einfach nur ein plumper Weg, um Diskussionen zu verhindern. Lesen Sie hierzu bitte einfach mal nach, was ein doppelt verschanzter dogmatismus ist.

      Zu sagen, dass man nicht mitreden dürfte, weil man einer Gruppe X angehört, die aus Egogründen oder was auch immer kein sachliches Interesse hat, macht jede Diskussion kaputt. Demokratie bedeutet, dass man eben auch unliebsame Einwände erträgt.

      • @Sebomark:

        Dein Leseverständnis scheint nicht besonders gut zu sein. Alle können diskutieren, aber nicht auf der Grundlage von „ist doch nicht so schlimm, weil ich das so empfinde.“. Es gibt eine Faktenlage und solange du die nicht akzeptierst sit down and be humble.

      • @Sebomark:

        Ich verstehe den Einwand von samwolf tatsächlich wesentlich differenzierter, als Sie ihn hier abtun. Sie bestätigen ihn im Übrigen sogar tatsächlich.



        Selbst ich als Frau, die in dieser patriarchalen Gesellschaft mit ihrer allgegenwärtigen Misogynie aufgewachsen bin und seit Jahrzehnten lebe, weiß, dass ich nicht frei von Misogynie bin. Kann ich gar nicht sein. Aber weil ich mir dessen bewusst bin, kann ich mich ständig selbstkritisch hinterfragen und mein Verhalten korrigieren.



        Männern gegenüber, die behaupten, "sie seien nicht so", bin ich äußerst misstrauisch, weil sie sich selbst um jedwede Selbstreflexion bringen.



        Ich fürchte, diese Männer haben gar nicht verstanden, worum es geht. Wenn sie verstehen und tatsächlich etwas ändern wollten, müssten sie einfach immer wieder Frauen zuhören und dann erstmal schweigen und nachdenken, bevor sie sich äußern.

  • Vielleicht verzichten wir einfach auch, ehe wir uns unter Generalverdacht stellen lassen.

    • @Gothograecus:

      Kein Problem!

  • Ein Kommentar im Handelsblatt bringt es auf den Punkt: "Tech-Konzerne nutzen sozialen Terror als Geschäftsmodell", weil sie mit Ihren gigantischen Gewinnen keine Kontrolle der Inhalte ausüben, obwohl das mit einem Bruchteil der Milliarden an Gewinnen möglich wäre.



    Wann also reguliert die EU endlich diesen massiven Missstand? Eine Frage, die niemanden zu interessieren scheint.

    Die Gesetzesänderungen in der BRD kommen viel zu spät und sind angesichts der Flut (Tausende) an Fällen nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

    Parteien und Medien (bis auf die taz) in der BRD müssen sich fragen lassen, warum in Spanien eine so viel fortschrittlichere Gesetzgebung gibt.



    Vielleicht, weil es in Spanien im Gegensatz zu Deutschland noch einen kämpferischen Feminismus gibt, der eine (be)trügerische Serie wie Yerks dort unmöglich macht.

    Welche Abgründe sich in Justiz und Polizei bei einem Fall von Vergewaltigung einer Frau auftun, zeigt der Fall des Multimillionärs und Angeklagten Franz Burda, der vor kurzem vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen wurde, weil Justiz und Polizei laut Zeit voreingenommen ermittelten. Das weibliche Opfer wurde mit Internetterror ins Ausland vertrieben.

  • Es scheint, dass das berühmte "SCUM-Manifesto" der us-amerikanischen Psychologin, Schriftstellerin, Politaktivistin Valerie Solanas (1936-1988), die 1968 durch ihr Attentat auf Andy Warhol Schlagzeilen machte, im Moment wieder hochaktuell ist.

    Ein Auszug aus dem SCUM-Manifesto von Valerie Solanas:

    (...) Der Mann ist völlig egozentrisch, in sich selbst eingekerkert und unfähig, sich in andere hineinzuversetzen oder sich mit ihnen zu identifizieren, unfähig zu Liebe, Freundschaft, Zuneigung oder Zärtlichkeit. Er ist ein vollkommen isoliertes Einzelwesen, unfähig zu irgendwelchen Beziehungen mit anderen. Seine Reaktionen kommen aus den Eingeweiden, nicht aus dem Gehirn; seine Intelligenz ist lediglich Werkzeug seiner Triebe und Bedürfnisse; er ist unfähig zu geistiger Leidenschaft, geistigem Kontakt. Für ihn gibt es nichts außer seinen eigenen physischen Sensationen. Er ist ein halbtoter, reaktionsloser Klotz, unfähig, Freude und Glück zu geben oder zu empfangen; so ist er bestenfalls ein altes Ekel, ein harmloser Tropf;(...)

    frauenmediaturm.de...s-c-u-m-manifesto/

    (Anmerkung: Ich bin selbst ein Mann.)

    • @Rojas:

      Es gibt ja wirklich einige Männer, die egozentrisch sind, keine Empathie zeigen, Gefühle unterdrücken bzw. die ein gestörtes Verhältnis zu Liebe, Freundschaft, Zuneigung bzw. Zärtlichkeit haben; und sich als isolierte Einzelwesen sehen.



      Z.B. in der Incel-Szene ist sowas sehr oft zu finden und diese Männer sind oft sehr misogyn.

      Bei vielen ist wahrscheinlich die Erziehung mitschuld; bzw. ein männlicher Freundeskreis in Jugend & jungem Erwachsenenalter, in dem Machotum und Rape Culture "normal" waren.



      Manche Männer hatten vielleicht auch gescheiterte Beziehungen mit Frauen, wobei diese Männer allein den Frauen die Schuld am Scheitern der Beziehung geben.



      All diese Faktoren sind nur psychologische Hypothesen, mit denen Fachleute Misogynie erklären wollen.



      Es ist natürlich kein Faktor irgendeine Rechtfertigung für Frauenfeindlichkeit, Frauenhass, Gewalt gegen Frauen oder Herabwürdigung von Frauen!

    • @Rojas:

      "Seine Reaktionen kommen aus den Eingeweiden, nicht aus dem Gehirn, seine Intelligenz ist lediglich Werkzeug seiner Triebe und Bedürfnisse; er ist unfähig zu geistiger Leidenschaft"

      Witzig weil die Frauenfeinde früher genauso über Frauen geurteilt haben - z.B. beim Thema Frauenwahlrecht. Das ist ist auch sonst genau das gleiche Niveau...

  • Selbst wenn nur 1 Mann anders wäre, wären es nicht die Männer. Pauschal zu trennen und abzustempeln gibt auch Macht und Unterstützung auf. In der Definition von Männlichkeit üblen Gestalten zuzustimmen schwächt Gegenentwürfe. Menschen und so auch Männer dürfen auch schwach sein, ängstlich und unsicher, solange sie nicht als Täter, Mittäter oder Unterstützer wirken ist es nicht hilfreich sie in die gleiche Ecke zu drängen.

    Es hapert leider zu allem Ungemach auch an Gegenentwürfen, Zusammenhalt und Hoffnung, ansonsten wäre der Wahnsinn haltlos.

  • "Es sind Männer, die dafür sorgen müssen, dass wir weiter mit ihnen leben können." Gerne können die Frauen und Sonstigen durch ihr Verhalten weiterhin auf die Männer in diese Richtung einwirken. Für das eigene Verhalten und dessen Auswirkungen sind alle dabei im Regelfalle schon selbst verantwortlich.



    Gleiche Rechte und zivilisierter Ton sollten dabei 2026 ganz selbstverständlich sein. Wer lieben will, sollte bekanntlich ferner freundlich sein. Und gar nicht nur körperlich gemeint.

    • @Janix:

      Also was jetzt, sind Männer für ihr Verhalten verantwortlich oder soll Frau bitteschön einwirken?

      • @Joe Schmoe:

        Danke 😀 gut beobachte Dissonanz.

  • > Wie soll das gehen, wenn sie uns hassen?

    Als ob alle Männer misogyn sind.

    > Anders wird es nicht gehen. Anders können wir nicht weiter mit ihnen zusammenleben.

    Was man dieser Debatte wieder anmerkt: Sie spielt den Rechten zu, indem es wieder einmal darum geht Menschen zu entzweien und gegeneinander aufzubringen.

    Man wird Misogynie nicht dadurch los, dass man den Teufel mit dem Belsebub austreibt. Man wird die Welt nicht mit unrealistischen Ultimativforderungen verbessern, sondern allenfalls neues Unheil schaffen.

    Angst und Wut und Hass sind das Gift, das unsere Demokratie zerstört.

    Damit spreche ich natürlich nicht die Männer von ihrer Verantwortung frei sich hier für die Frauen zu engagieren. Zugleich halte ich aber genau diese spalterische Ausdrucksweise der Autorin für extrem gefährlich, weil sie eine realistische Solidarität zwischen Frauen und Männern fast zur Unmöglichkeit erklärt.

    • @Sebomark:

      ...dass sie selbst mit ihrer Wortwahl diese Solidarität erst verunmöglicht.

      • @blutorange:

        Das Problem ist die (aus ihrer sicht) völlig alternativlose Ultimativforderung: Alle müssen sich solidarisieren. Alle müssen sich ändern. Eine neue Männlichkeit muss geschaffen werden usw.. Anders gehts nicht.

        Natürlich geht es auch anders. Weniger radikal. Mit Augenmaß und Realismus. Und ja, natürlich wäre eine andere Welt schöner. Nur leben wir jetzt und heute und müssen die Probleme von heute so lösen, dass ihr auch zu einer Lösung kommen.

        Kein sexueller Übergriff wird in den nächsten 50 Jahren dadurch verhindert werden, dass wir alle Männer umerziehen. Das wird niemand mitmachen und möglicherweise trägt es noch nicht mal zur Lösung bei, wer weiß das schon?

        Dieser Reflexsuche nach Lösungen. Dieses Spalten von Menschen in gut und böse führt am Ende nur dazu, dass uns am Ende noch die Demokratie und der Liberalismus kaputtgeht, der eine Grundlage für eine feministische Gesellschaft ist.

        Wie gesagt: damit meine ich nicht, dass die Männer hier sich bewegen müssen und die Gesellschaft dieses Problem ernster nehmen muss. Die Lösung dürfte bloß weitaus komplexer sein…

        • @Sebomark:

          „Alle müssen sich solidarisieren. Alle müssen sich ändern.“

          Na sicher, hat doch beim Kvennafrídagur auch funktioniert.

          „Weniger radikal. Mit Augenmaß und Realismus.“

          Eine Pille die Sie verabreichen aber selber offenbar ungern schlucken 😉

          „Kein sexueller Übergriff wird in den nächsten 50 Jahren dadurch verhindert werden, dass wir alle Männer umerziehen. Das wird niemand mitmachen und möglicherweise trägt es noch nicht mal zur Lösung bei, wer weiß das schon?“

          Woher wissen Sie das und wie kommen Sie darauf…ich denke schon das Erziehung der Schlüssel ist.

          „Wie gesagt: damit meine ich nicht, dass die Männer hier sich bewegen müssen…“

          Schade eigentlich.

          „… und die Gesellschaft dieses Problem ernster nehmen muss.“

          Na dann, hopp hopp: Schluss mit Wut und Frust paraphrasieren und endlich mal einlesen in die Thematik. Wäre schön, wenn Ihnen das Thema so ernst wäre, dass Sie mehr produzieren als reflexhafte Abwehrmechanismen und infame Bagatellisierungen.

    • @Sebomark:

      Die Ultimativforderung der Autorin lautet doch Solidarität der Männer ("Sie müssen unsere kollektive Wut teilen. Sie sollen hart werden im Kampf gegen..."). Sie nennen also in Ihrem Kommentar diese Forderung unrealistisch, unterstellen der Autorin aber gleichzeitig, dass sie selbst

  • Ich werfe jetzt auch noch 1 Beobachtung und eine Ansicht in den Ring. Fangen wir mit einer kleinen aber doch nicht ganz uninteressanten Beobachtung an.

    In den letzten 1,5 Jahren war ich nicht ständig auf Partnerinnensuche oder so und auch häufig sozial zurückgezogen. Trotzdem kam es im Nachtleben zu 2 intimen (damit ist gemeint gedanklich, selbstöffnend in Bezug auf Männer und das Leben bzw. die Sehnsucht nach dem "Anderen") Begegnungen mit etwas älteren Frauen also solchen wo Fortpflanzung gar nicht oder nur grenzwertig möglich wäre, eine davon mehrfache Mutter. Der Punkt den ich machen will ist Folgender: Die haben wahrgenommen, dass ich ein potentieller Partner wäre, und sie haben den durchaus lieben dabei nicht aufdringlichen Umgang mit mir einerseits genossen, andererseits von selbst ungefragt gleich mega geöffnet über Probleme mit Männern, wichtige Ergebnisse des Lebens und ihr Selbstbild. Die wollten wohl mitteilen, was sie für Probleme hatten mit dem anderen Geschlecht und vielleicht prüfen oder darauf vertrauen, dass ich ihren verletzlichen Kern achte oder mich aus Achtung halt mit ihnen gar nicht in verletzliche Gefilde begebe. Also Vertrauen schwer, Sehnsucht aber groß.

  • Ich habe Verständnis für die Autorin auch wenn sie sehr pauschalisierend schreibt.



    Das ein Verhalten das seit tausenden von Jahren vorherrscht und biologisch erklärt werden kann in paar Dekaden sich ändert halte ich für utopisch.

    Ich denke sowie der Krieg zu uns Menschen gehört, gehört die Gewalt von unten nach oben auch zu uns. Und warum, wer, wo steht, ist wohl der liebe Gott schuld...

    • @Retsudo:

      Zitat: "warum, wer, wo steht, ist wohl der liebe Gott schuld"

      In den patriarchalen Religionen, in den nur ein männlicher Gott verehrt wird (Judentum, Christentum, Islam) o. wo mehrere männliche Götter die Hauptgottheiten sind (Großteil des Hinduismus & Buddhismus), wurden & werden Frauen seit Jahrtausenden bis Jahrhunderten unterdrückt. In heiligen Texten dieser Religionen steht, dass es angeblich "Gottes Wille" sei, dass der Mann über Frauen bestimmt.

      Vor den patriarchalen Religionen gab's deutlich längere Zeit Religionen, wo es eine weibliche Göttin gab o. wo weibliche Gottheiten & höhere Wesen die Hauptrollen hatten. Z.B. im Alten Nubien, Äthiopien, in Ägypten vor den Pharaonen; Mesopotamien, Türkei, Malta. usw.

      Erst später kam's - aus bisher nicht genau geklärten Ursachen- zum religiösen Umschwung: Erst wurden männliche Götter wichtiger. Dann regierten (bis auf wenige Ausnahmen z.B. Hatschepsut, Kleopatra) nur noch männliche Herrscher, die einen/mehrere männliche Götter an die Spitze stellten.



      Schließlich wurden die heiligen Frauen verdrängt & ihre Anhänger*innen verfolgt, sodass die heiligen Frauen in vielen Teilen der Welt in Vergessenheit fielen.

      • @Pjotr J. Golečko:

        Ich hatte mich auf die biologischen Merkmale bezogen, das Männer mehr Muskulatur einen stabileren Körperbau von Natur aus haben und somit sich eher durchsetzen konnten.

        Das das Geschlecht aufgrund von Naturgesetzen zustandekommt, steht außer Frage, nur weiß man nicht nicht so genau ob es der Zufall bestimmt oder vielleicht doch der liebe Gott.

        Evtl. sollte man jeden Satz in Klammern mit Ironie On/Off beenden

    • @Retsudo:

      Das wiederum finde ich auch nicht richtig. Ob dieses Verhalten und biologisch vorgegeben ist oder nicht, wissen wir nicht. Ich würde sehr stark vermuten, dass es mehrere Faktoren gibt. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass es mehrere Probleme gibt.

      - Es gibt Partnerschaftsgewalt



      - Es gibt sexualisierte Gewalt



      - Es gibt Misogynie



      - Es gibt Machoverhalten

      Das alles immer nur auf das Patriarchat zusammen zurückzuführen, halte ich für eine Eselei. Natürlich sind die Probleme auch irgendwie immer in Beziehung zueinander. Trotzdem erklärt es nicht, warum eben ein Großteil der Männer sich anders verhält.

      • @Sebomark:

        „Das alles immer nur auf das Patriarchat zusammen zurückzuführen, halte ich für eine Eselei.“ Schreibt er, und trabt weiter der Möhre hinterher die ihn über den Abgrund führt. Alle Ihre Aufzählungen haben eins gemein, ein toxisches männliches Selbstverständnis von der Frau als Untertanin, geprägt von einem religiös beeinflusstem Patriarchat, indem die Frau schon immer Untertanin war. Da Sie sich aber so gern mit dem Thema beschäftigen empfehle ich weitere Anreize:



        Rolf Pohl „Feindbild Frau: Männliche Sexualität, Gewalt und die Abwehr des Weiblichen“



        Raewyn Connell „Der gemachte Mann: Konstruktion und Krise von Männlichkeiten“



        Boris von Heesen „Was Männer kosten: Der hohe Preis des Patriarchats“



        Susanne Kaiser „Backlash - Die neue Gewalt gegen Frauen“

  • Die Einzelfälle summieren sich. Aber summiert es sich auf 50% der Bevölkerung? Im persönlichen Umfeld kennt man doch irgendwie kaum jeMANNden dem man das zutraut. Daher hilft auch nicht die weiche gesamtgesellschaftliche Forderung, dass die anderen Männer sich ändern müssen. Wenn es wirklich systemisch ist, woher kommt es dann? Was sind die Ursachen? Eine Absprache oder Initiation unter Männern ist es wohl nicht.

    Es muss rechtlich gegen jede Gewaltform vorgegangen werden.

    • @fly:

      Zitat: "Im persönlichen Umfeld kennt man doch irgendwie kaum jeMANNden dem man das zutraut."

      Man kann niemandem in den Kopf gucken!



      Es wird kaum ein Mann selbst gegenüber einem guten Freund / nahen Verwandten zugeben, dass er z.B. Videos schaut, in denen Frauen vergewaltigt werden. Kaum ein Mann wird erzählen, wenn er Pornos von Minderjährigen konsumiert o. Kinder missbraucht.

      Aus Erfahrung kann ich sagen, dass ich für keinen Mann die Hand ins Feuer legen würde!



      Denn ich hab schon mehrfach erlebt, dass z.B. rauskam, dass:



      - ein zuerst "netter" älterer Herr aus der Nachbarschaft Frauen sexuell belästigt hat & versucht hat, eine Frau zu vergewaltigen.



      - Es kam raus, dass ein ehemaliger guter Bekannter mehrere Frauen sexuell belästigt hat.



      - Eine andere Person berichtete, dass ein Verwandter mehrere Mädchen missbraucht hatte. Leider wurde den Opfern (darunter die eigene Tochter) erst nicht geglaubt, sonst hätten einige spätere Taten verhindert werden können, indem dieser Mann nicht auf Enkelin/Nichte "aufpasst".



      - Ein Student stellte Nacktbilder seiner Ex ins Netz.

      Sie brauchen nur mal im Bekanntenkreis fragen, da kennen bestimmt viele ähnliche Fälle.

    • @fly:

      Sie kennen in ihrem Umfeld auch sicher kaum wen, der in seiner Familie sexuell missbraucht wurde.



      Fakt ist aber dennoch, dass das jeder dritten Frau/Mädchen passiert.



      Na, irgendwo müssen doch diese jede dritten Frauen und Mädchen herkommen.



      Und ebenso Fakt ist, dass solche Täter schafft, selten bis nie den Tätern zugetraut wird und alle hinterher ganz geschockt sind und das dem niemals zugetraut hätten.



      Der super feministische Frau und Kindern gegenüber zugewandte, fürsorgliche Vorzeige- Daddy, von dem doch jeder weiß, wie sehr er seine Kinder über alles liebt und wie toll sein Umgang mit Ihnen ist, der tolle Bilderbuch Familien Papa, der für die ganze Fußballmannschaft seiner Tochter gerne mal ein Eis ausgibt und sich beliebt macht, ist nun mal auch genau der der Spätabend, wenn alle im Bett sind, sich Kinderpornographie im Netz anschaut.

      Um es mal beispielhaft zu sagen.

      Man muss nicht jedem Mann gegenüber paranoid werden. Aber man muss sehr wohl ganz besonders als Mutter immer im Hinterkopf behalten, dass jeder Mann ein Täter sein oder werden KÖNNTE. Naiv davon auszugehen, dass wenn man es selbst jemandem niemals zutraut, dass auch nicht sein kann, kann fatal sein.

      • @Edda:

        Ob man so jemanden kennt, kann auch von der Bereitschaft, Augen und Ohren zu öffnen, abhängen.

        • @Erfahrungssammler:

          Auf jeden Fall!



          Manchmal wollen die, denen es ins Auge springt, es nicht wahrhaben.

          • @Edda:

            Ich persönlich, sorge dafür, so jemanden nicht mehr zu kennen, wenn ich ihn erkannt habe.



            Reden ist sinnlos, meine Schubkarre zeigt mehr Einsicht.

    • @fly:

      Leider ist es halt die Art, wie dieses Thema in den Medien (wie auch hier) verhandelt wird: Ein Vermischen verschiedener Themenkomplexe, die dann nebulös auf „das Patriarchat“ oder „toxische Männlichkeit“ reduziert werden - anstatt dass man im Konkreten bleibt. Und erreicht damit oft das komplette Gegenteil, weil man einen Nebenschauplatz von Lagerstreitigkeiten erschafft, statt wirkliche Probleme anzupacken.

      • @Sebomark:

        Das Patriarchat und toxische Männlichkeit sind konkret wie Zement und wirkliche Probleme. Also für Frauen, hauptsächlich.

      • @Sebomark:

        Ich finde den Text zwar ehrlich gesagt, auch etwas problematisch und übers Ziel geschossen, aber Sie würde ich trotzdem gerne auch fragen: Was ist denn ihrer Meinung nach das Konkrete? Konkret genommen erfährt nämlich jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens sexuelle und physische Gewalt. Das ist nur die Dunkelziffer. Eine gewisse Verallgemeinerung ist hier sicherlich auch nicht ganz falsch platziert, wenn es um männliche Missachtung weiblicher Selbstbestimmung und Achtung der körperlichen Unversehrtheit geht. Ich denke bei solchen erschreckenden Zahlen und dem globalen Zustand des Patriarchat kann man durchaus weit ab vom Konkreten allgemein von strukturellen Verhaltensproblemen männlicher Menschen sehr berechtigt reden.

        • @Edda:

          Ich würde sagen, es handelt sich um vielfältige und sehr unterschiedliche Probleme.

          Ich will nicht negieren, dass unsere Gesellschaft Frauen benachteiligt. Ich will auch nicht negieren, dass sexuelle Übergriffe und sexualisierte Gewalt ein großes Problem sind

          Ich würde aber sagen, dass verschiedene Probleme durchaus verschiedene Ursachen haben können. Der Wunsch, alles auf eine einzige Ursache zu reduzieren, ist verständlich - in der Geschichte der Menschheit hat sich aber immer wieder gezeigt, dass es selten wirklich richtig ist.

          Ich kann zum Beispiel gut nachvollziehen, dass Machoverhalten eine Erziehungs- und Kulturproblem ist. Ob nun das Verhalten diverser Superstars oder das Verhalten eines Herrn Pellicot die gleichen Ursachen hat, das wage ich sehr zu bezweifeln. Und ich war sehr zu bezweifeln, dass man diese Probleme - die ich definitiv auch sehe und sehr ernst nehme - auf diese Weise gelöst bekommt, wenn man sich mit ultimativen Forderungen, Fantasielösungen herbei sehend, die sowieso nicht kommen werden. Mit dem einzigen Ergebnis, dass Mann in der Breiten Gesellschaft eine Ablehnung von feministischen Themen erreicht. Leider

          • @Sebomark:

            Ultimative Forderungen halte ich auch für falsch, weil unrealistisch, das macht nur Frust und verhindert kleinere Schritte, die man wenigstens nach und nach mit Geduld erreichen könnte. Aber das ist kein Widerspruch dazu, dass ich mich als Frau trotzdem verärgert frage, warum ich denn überhaupt diese Geduld aufbringen soll und Männer gefälligst Frauen einfach achten sollen. Und trotzdem weiß ich, dass -wie Sie auch schreiben- Wunschdenken nicht Realität macht.

            Und ja klar hat es Unterschiede im Ausdruck, männlicher Überlegenheitideologien, struktureller Dominanz und Ungleichberechtigung bis hin zu konkreter Gewalt, aber ganz unabhängig von den vielen verschiedenen Ursachen, die ich auch nicht zwar über einen Kamm scheren will, bin ich aber trotzdem überzeugt -vor allem als Frau, die zwischen mehreren Kulturen, Traditionen und Religionen aufgewachsen, geprägt, sozialisiert ist und somit auch verschiedene Formen der Abwertung bis Verachtung durchaus gut, auch von eigenen Berührungspunkte her, kennt: Was alle Unterschiedlichkeiten und diverse kulturelle Identitäten gemeinsam haben als Problem, ist ein männliches Frauenbild einer untergeordneten, nicht gleichberechtigten Frau.

            • @Edda:

              Danke 🙏💐 wie immer bei Ihren Kommentaren, pointiert und mit einem guten Sinn für Realitäten zum Ausdruck gebracht.

      • @Sebomark:

        Das Negieren der Systemik ist schon das Problem an sich und spricht in der Tat von mangelndem Problembewusstsein. So kommen wir alle nicht weiter.



        An Patriarchat ist gar nichts "nebulös". Beschäftigen Sie sich freundlicherweise mit den Grundzügen feministischer Forderungen. Der Nebel lichtet sich dann unverzüglich.

        • @Hatespeech_is_not_an_opinion:

          Vielleicht sollen Sie ihren Nutzernamen beim Wort nehmen und andere User:innen nicht direkt persönlich angreifen. Denn eine andere Sicht der Dinge heißt noch lange nicht, dass sich nicht mit "feministischen Forderungen" befasst wurde.



          Es ist genau diese Art der "Diskussionskultur", die, anstatt zu argumentieren, lieber persönlich angreift, Dinge unterstellt und sich gar nicht die Mühe macht, auf das, was die andere Person geschrieben hat, einzugehen.

          • @White_Chocobo:

            Sorry, ich seh da keinen Angriff nur die Empfehlung sich mit Materie zu beschäftigen, wo sie auch dringend nötig ist. Ferner ist es NICHT nötig auf toxische Mindsets oder kognitive Dissonanz einzugehen. Mir von der Realität nicht vorschreiben zu lassen, was ich wahrnehmen soll, mag für viele eine brauchbare Option sein angesichts des Elends, aber diejenigen können nicht erwarten, dass man ihnen in den Kaninchenbau folgt. Nicht ohne Embryonengewürz auf den Chips 😉

        • @Hatespeech_is_not_an_opinion:

          Woher nehmen Sie an, dass ich mich damit nicht beschäftigt habe?

          In der Geschichte der Menschheit haben schon sehr viele Leute, irgendwelche Systeme, als die Ursachen allen übel sich ausgedacht. Die Geschichte hat meistens gezeigt, dass es einfach nicht stimmt. Auf diese Weise hat der Kommunismus eine pragmatische Sozialpolitik verhindert. Auf diese Weise hat das Christentum eine pragmatische Ethik verhindert. Auf diese Weise verhindert der Feminismus, dass wir auf eine Gesellschaft ohne Diskriminierung zu steuern.

          Zu glauben, dass es ein großes böses System gibt, klingt für mich stets eher nach einer Wahnvorstellung.

          Und ihre Behauptung, dass bereits die Ablehnung des Systemik das Problem an sich sei, nennt man einen doppelt verschanzten Dogmatismus: lesen Sie doch dazu bitte einmal bei Karl Popper nach .

    • @fly:

      " Im persönlichen Umfeld kennt man doch irgendwie kaum jeMANNden dem man das zutraut." Gleiches gilt wohl auch für AfD-Anhänger. Trotzdem haben gerade in RP 20% diese Partei gewählt (darunter Männer in der Überzahl). Was ich damit sagen will? Man sieht es den Männern nicht unbedingt an oder kennt sie nicht so gut, um auszuschließen, dass sie nicht doch Gewalt (psychische oder sogar physische) gegen Frauen ausüben.

      • @Il_Leopardo:

        Das ist ein sehr gefährliches Argument. Aber es zeigt ganz gut, was der Kern das Problem ist.

        Die selbe Argumentative Struktur verwenden die Rechten, um die Politik gegen Migranten zur rechtfertigen: „manche Migranten sind kriminell, deswegen müsse man Migration stoppen.“

        Natürlich ist das völliger Unsinn. Und das ist übertragen auf Männer eben auch ein völliger Blödsinn. Sie können nicht pars pro toto argumentieren.

        Womit ich nicht abstreiten möchte, dass beispielsweise ein Training gegen Gewalt und eine Sensibilisierung auf bestimmte Fehlverhaltensweisen nicht verkehrt ist.

        Wovon vor allem ja auch die Männer selbst profitieren würden, denn die größte Gruppe, die Opfer von männlicher Gewalt wird, sind Männer selbst. Auch wenn sie natürlich der Sexualisierten Gewalt seltener ein Opfer werden.

        • @Sebomark:

          Ich verstehe Ihren "Vorwurf" nicht. Ich wollte "fly" lediglich darauf hinweisen, dass man es den Menschen nicht ansieht, wer sie im Innersten wirklich sind. Obwohl eher links-liberal orientiert, mit einem entsprechenden Freundes- und Bekanntenkreis, war ich so manches mal überrascht, was ich z.B. über den Ukrainekrieg oder den Irankrieg zu hören bekam. Und wenn es um Migranten ging, tauchte auch hin und wieder der altbekannt Satz "Das Boot ist voll" auf. Mit einigen Bekannten rede ich seither nur noch über gute Restaurants und Urlaubspläne.

    • @fly:

      Als Mann kann man individuell nicht viel mehr tun, als sich Frauen (und generell Anderen) gegenüber stets korrekt zu verhalten und seinen eigenen Sexismus, wenn man darauf angesprochen wird, zu hinterfragen und ggf. zu überwinden (denn niemand ist völlig frei von Sexismus). Deshalb irritieren mich auch die ständigen Appelle, "die Männer" müssten sich ändern - ich bin zwar ein Mann, aber fühle mich davon nicht angesprochen. Und, das ist auch ein wichtiger Aspekt: Auf meinen Freundeskreis trifft das ebenso zu, weil ich mit "Machokultur" usw. noch nie viel anfangen konnte und ich sexistische Sprüche etc. eher lästig finde und auch selbst nicht dulde, weshalb mich die ganzen "call out your friends"-Appelle ebenso verwundern - mit Leuten, die sich so verhalten, umgebe ich mich nicht freiwillig.

      Ich glaube, dass die gewaltigen Zahlen auch zumindest teilweise dadurch zustandekommen, dass jemand, der ein Sexualdelikt begeht, dies in der Regel nicht nur einmal tut, und eine Minderheit von Männern solche Vorfälle geradezu anhäuft. Diese Leute verbringen dann oft den Großteil ihrer Zeit auch untereinander und halten ihr Verhalten deshalb für ganz normal.

      • @Agarack:

        Dass das Problem nur von Angehörigen einer "Machokultur" verursacht wird, ist doch genau durch den aktuellen Fall Fernandez/Ulmen zu bezweifeln. Ich wette, in dessen Freundeskreis hätte sich das genauso wenig jemand von ihm "vorstellen können", wie du in deinem von deinen Freunden und Bekannten. Was du also als Erstes tun kannst, ist dir eben genau das vorstellen zu können, das macht dich wachsamer und damit ggf. hilfreicher.

        Weiterhin wäre es hilfreich, das Problem zu thematisieren statt zu ignorieren, weil du kein Teil davon bist. ZB. öffentlich die Frage stellen oder unterstützen, wieso es fast ausschliesslich prominente FRAUEN sind, die das öffentlich kommentieren und beklagen.

        Dann könntest du aufhören, das Thema auf aktenkundige Sexualdelikte zu reduzieren. Dir dürfte auch bekannt sein, dass es in hier ein extrem großes Dunkelfeld gibt, gerade wenn es eben nicht um einen Serienvergewaltiger geht, sondern um einen "ganz normalen" Mann, der "mal einen schwachen Moment hatte".

        Außerdem besteht das Gesamtproblem nicht nur in strafbaren Sexualdelikten. Misogynie und Sexismus umfassen sehr viel mehr als das, und daran sind eben nicht nur wenige "Intensivtäter" beteiligt.

        • @Systemknecht:

          Auch Ihnen meinen Dank 🙏 für die korrekte und saubere Einordung und Darstellung tatsächlicher Bedingungen, die gern verleugnet und verharmlost werden.

  • Was ist mit den Eltern dieser "Monster" ?



    Wir haben doch eindeutig hier ein Versagen der Elternschaft mit einzubringen. Was für Frauenbilder wurden denn all die Jahrzehnte von diesen Eltern an ihren "männlichen" Nachwuchs vermittelt.



    Warum sind die Eltern dieser Täter so still?

    Ich habe als Kind in den 70-80 er Jahre jegliche Art von Gewalt in einem "Broken Home" erleben müssen.

    Meine "sogenannten" Eltern sind damit durch gekommen.

    Wo ist die gesellschaftliche Verantwortung dieser Eltern: der Incels, Vergewaltiger, Schläger, Was auch immer Psychos, Hater, .... (die Liste ist endlos).

    Ich trägt eine Mitschuld, Ihr Feiglinge!

    Ja, Männer sind definitiv das Problem, aber nicht alleine...da sind die Mütter, die schweigen...die Ihre Kinder nicht schützen vor diesen Männern, in dem bei dem "Monster" bleiben!

    Ich hätte mir mehr Mut von meiner biologischen Mutter gewünscht, dann hätte Sie zwei Ihrer Kinder nicht dieser Hölle ausgesetzt.

    Warum machen die Männer gerade nicht den Rücken gerade?



    Das ist nicht so einfach wie es scheint....die guten Männer sind ebenso mit in diesem Schweinesystem gefangen...über alle Kanäle hinweg. Ob Sie wollen oder nicht. Bleibt laut und wir folgen

    • @Isnunmalso:

      Bevor Sie jetzt wieder alle Schuld den Müttern zuschieben (irgendwie auch eine Form der Misogynie?):



      Der Rest der Gesellschaft trägt wesentlich zur Sozialisation bei. Je nach Art des Aufwachsens auch mal mehr als die Eltern. Gegen ein toxisches Umfeld oder eingefahrene gesellschaftliche Strukturen (Männer-/Frauenbild z.B.) kommt man als Mutter allein nicht wirklich an.

  • Der Text hat beim Problem recht, biegt dann aber falsch ab. Aus realer Gewalt und echtem Vertrauensverlust wird hier fast automatisch ein generelles Misstrauen gegen Männer gemacht. Das ist mir zu einfach.

    Zwischen blindem Vertrauen und komplettem Rückzug gibt es ja noch ein ganzes Leben dazwischen. Menschen achten auf Verhalten, Situationen und Warnzeichen, nicht nur auf Geschlecht. Genau deshalb wirkt der Text am Ende so grob.

    Verständlich ist diese Wut total. Aber verständlich heißt eben noch nicht automatisch klug oder alternativlos. Da wirds mir zu pauschal.

  • Es gibt durchaus Studien, die nachweisen, dass es eine Art fossile Männlichkeit gibt, eine männliche Fleischlust und ein männliches Gewaltgen. Dennoch wäre es sehr verkürzt, sich vorzustellen, eine Welt ohne Männer wäre automatisch gesünder, fairer und nachhaltiger. Denn auch wenn Männer in patriarchal organisierten Gesellschaften die Gewalt ausüben, bleibt sie doch in der Masse auch durch Frauen legitimiert. Das ist in Russland so, in China, in den USA und in Europa. Ich frage mich schon lange, woher die weibliche Ohnmacht eigentlich stammt, obwohl Frauen doch das Monopol auf Fortpflanzung haben. Vielleicht sollten Frauen die Welt gesund schrumpfen, vielleicht sollten sie massenhaft männliche Föten abtreiben – wäre das der Weg?

    • @Eichhörnchen99:

      Unter Frauen und weiteren anderen Menschen als CIS-Männern gibt es einen genauso großen Anteil Dummheit wie unter Männern. Deshalb braucht man sich keine Hoffnung zu machen, dass alle Frauen gemeinsam aufhören, patriarchale Strukturen zu unterstützen.



      Deshalb gibt es Trumpwählerinnen und Menschen wie Alice Weidel und Menschen, die diese absolute Dissonanz nicht stört. Aus Dummheit sägt man am Ast, auf dem man sitzt und merkt es nicht einmal.

    • @Eichhörnchen99:

      "Massenhaft männliche Föten abtreiben" als Lösung, really? Wie wäre es damit, Jungs zu erziehen und zu freundlichen Mitmenschen zu sozialisieren? Und ja, da sind v.a. auch sozialkompetente Männer als Rolex Models gefragt, von den Vätern über Lehrer zum Fußballtrainer gefragt. Die soll es ja auch geben.

      • @DC Fix:

        Wie wäre es denn mal damit nicht pars pro toto zu argumentieren.

        So alles in allem ist ja die Erziehung in den letzten 100 Jahren besser geworden. Wie viele Jungs in Deutschland fanden 1926 Krieg ind Militarismus toll - wieviele 2026?

        Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die prominenten Täter eben keinesfalls ungebildete und schlecht erzogene Menschen sind. Sondern die Fälle eben sehr unterschiedlich sind.

      • @DC Fix:

        Huch, da ist die Ironie wohl nicht gut rübergekommen. Aber in der Tat müsste eventuell mal ein Profil erarbeitet werden: Was ist in der Erziehung von Lindemann, Ulmen, Trump, Epstein, Pelicot, OJ Simpson, Prince Andrew, Johnny Depp use falsch gelaufen? Waren es immer die falschen Vorbilder? Fehlende weibliche Persönlichkeiten in der Erziehung? Patriarchale Schulbildung und Erziehung, Popkultur etc.? Was ist es, das nun wirklich global, durch jede Kultur und Religion hindurch, schon seit der Steinzeit auf die Menschheit einwirkt, sodass sie sich patriarchal organisiert und Männer flächendeckend korrumpiert? Ich denke an Schimpansen und Bonobos, die in der Evolution durch einen Fluss voneinander getrennt wurden: Die einen sind patriarchal, brutal und aggressiv, die anderen matriarchal und von Natur aus wesentlich friedlicher. Ist es am Ende einfach Biologie?

    • @Eichhörnchen99:

      Es ist gar nicht nötig massenhaft männliche Föten abzutreiben, es reicht sich bei der Partnerwahl bewusst für Männer zu entscheiden, die eben nicht die Macker sind. Warum haben denn viele der Axxxxlöcher noch Frauen, die sie anhimmeln und bewundern?

      • @Xanyd:

        Oh je - da haben wir schon den ersten, der die Verantwortung für den Fortbestand des Mackertums der auswählenden Frau vor die Füße kippt. Abgesehen davon, dass es nun wirklich nicht jedem Mann anzusehen ist, ob er zum Beispiel irgendwann sein angebliches Recht auf sexuelle Befriedigung mit Gewalt durchsetzen wird, liegt die Verantwortung für ein solches Verhalten bei der Person, die sich mackerhaft verhält, und beim Vaters oder anderen männlichen Wesen, die ihn geprägt haben.

        • @O. Falada:

          Die Verantwortung für Taten liegt natürlich bei der ausführenden Person, das sehe ich auch nicht anders.



          Für den Fortbestand des Mackertums ist die Partnerwahl ein Thema unter mehreren, aber eines das innerhalb der Frauen, also z.B. von Mutter zu Tochter ein Thema sein sollte.

      • @Xanyd:

        Nun bringt gerade dies in dem aktuellen Fall nicht viel weiter. Fernandes hatte sich ja gerade für einen eher schrägen Typen entschieden, der kein machistisches Ideal verkörperte, sondern sich darüber eher lustig zu machen schien. Dass das in ihm selbst steckte und er das ausgelebt hat, konnte er lange verbergen, nach den vor 2024 verbreiteten gegenseitigen Liebesbekundungen gerade auch vor seiner Partnerin.

      • @Xanyd:

        Die Konsequenz, sich dann aus der Partnerwahl ganz zurückzuziehen, wenn man immer den gleichen Fehler macht, ist jedenfalls zielführend. Das erspart einem viel Ärger.

        • @nihilist:

          Wer immer den gleichen Fehler macht könnte auch reflektieren, warum das so ist. Vermeiden erspart den Ärger, bringt einen selbst aber nicht weiter.

    • @Eichhörnchen99:

      Meine Frau als Ärztin schüttelt über ihre Ausführungen nur den Kopf. Es gibt bei Männern kein Gewaltgen sondern eine Genomvariante, welche die gewaltfördernden Überträgerstoffe Serotonin und Dopamin in erhöhtem Maße produziert. Beantwortet nur noch nicht die Frage nach der Ursache der Gewaltneigung von Männern.

      Biologische Erkläungsmuster sind auch eher ein Relikt der 70er Jahre. Und stehen heute nicht mehr so im Fokus der Wissenschaften. Die biologische Erklärung wird aber gerade heutzutage im öffentlichen Diskurs von bestimmten Gruppen gerne herangezogen, denn sie suggeriert ja auch etwas archaisches und unumstößliches "Männer sind halt so, kann man nichts machen - Themenwechsel".

      Damit lassen sich dann Motive wie Frauenhass oder Gewalt zur Sicherung der eigenen Dominanz gut verschleiern.

      Meine Frau empfiehlt ihnen in diesem Zusammenhang sich einmal mit der Theorie der hegemonialen Männlichkeit der australischen Soziologin Raewyn Connell zu befassen. Die bietet schlüssigere Einblicke als die Neurowissenschaften oder die Genforschung.

      • @Sam Spade:

        Es mag für Sie ein „Geschmäckle” haben, zu behaupten, man könne das Problem mit der Fortpflanzung beheben, aber Fakt ist, dass sich menschliche Eigenschaften immer in der Verschränkung von Kultur und Genetik fortpflanzen – so funktioniert es nun mal. Man kann nicht anerkennen, dass genetische Vorprägungen für Depressionen real sind, solche für Aggressionen aber nicht. Beim Verhalten wird immer auf die Sozialisierung geschaut, bei als Krankheit markierten Eigenschaften hingegen auf Genetik und Abstammung. Dabei ist doch klar, dass der Mensch immer aus beidem besteht: Kultur und Genetik.

      • @Sam Spade:

        Es ist niemals das Genom allein aber es ist auch das Genom:



        “Ein wichtiges Gen im Zusammenhang mit Aggression ist das Monoaminooxidase-A (MAOA-) Gen, genauer gesagt die weniger aktive Variante davon. Diese Erkenntnis hatte sogar schon strafrechtliche Bedeutung: 2009 erhielt ein verurteilter Mörder eine reduzierte Haftstrafe, weil die weniger aktive MAOA-Variante bei ihm nachgewiesen wurde. Das MAOA-Gen steuert die Aktivität eines Enzyms, welches wiederum Botenstoffe wie Serotonin und Noradrenalin abbaut, nachdem diese ihre Arbeit im Gehirn getan haben. Liegt die inaktiviere Variante des MAOA Gens vor, wird weniger Enzym produziert, was zu einem Überschuss dieser Stoffe im Gehirn führt. Dieser Überschuss beeinflusst die Aktivität verschiedener Hirnareale, und kann so auch Aggressionen begünstigen.”

      • @Sam Spade:

        Schlüssig heißt aber nicht zwingend richtig…

        Das Problem ist am Ende, dass man zu wenig thematisiert wie jemand wirklich zum Täter wird. Man liest nie etwas über die Geschichten der Täter. Stattdessen verknotet man sich im Gerdese zum hegemonialer Männlichkeit, dem Patriarchat oder eben plumpen Biologismen. Und löst dabei kein einziges Probelm.

    • @Eichhörnchen99:

      Ich denke, wenn sich die Männer dem Prozess der Fortpflanzung verweigern, dann gibt es für die feministische Frau auch keine männliche Föten zum Abtreiben. Nicht einmal weibliche Föten zum Großziehen. Biologie…..

      • @Puky:

        Frauen brauchen keine Männer, sondern nur Sperma. Das ist ein riesiger Unterschied.

        • @Eichhörnchen99:

          Tränen gelacht, großartiger Kommentar und nette Schranke. Vielen Dank liebes 🐿️ für diese treffende Replik.

        • @Eichhörnchen99:

          Ihnen ist schon klar, woher Sperma kommt?

          • @Birger Gerling:

            Es ging doch um den Kommentar, dass sich Männer dann eben der Fortpflanzung verweigern. Ich glaube, Männer halten sich für zu wichtig. Es ist beispielsweise wesentlich einfacher, Sperma zu akkumulieren und zu kühlen, als Leihmütter zu finden. Mir ging es darum, dass Frauen durchaus die Macht hätten, ein Geschlechterverhältnis von 60:40 herbeizuführen. In China ist es durch die katastrophale Ein-Kind-Politik andersherum, und das beweist, wie schnell das gehen würde. Für derlei Gedankenexperimente sind manche zu besserwisserisch, unkreativ und schnell beleidigt.

    • @Eichhörnchen99:

      Ja, ich denke das wäre wirkliich eine gute Lösung, zumindest als prozentuale Regulation. Z.B. 50% bis 75% davon.

      • @oricello:

        Die Ein-Kind-Politik Chinas hat bewiesen, wie schnell es geht.

        • @Eichhörnchen99:

          Die Ein-Kind-Politik hat einen massiven Überschuss an Männchen produziert, was sich in erhöhtem sexuellen Wettbewerb und Frust und schlussendlich erhöhter Misogynie niederschlägt.

          • @Joe Schmoe:

            Die Ein-Kind-Politik hat bewiesen, wie schnell sich eine Gesellschaft durch Fortpflanzung demografisch transformieren lässt. Ein Geschlechterverhältnis von 60:40 Frauen zu Männern wäre nach mindestens 6.000 Jahren Patriarchat einen Versuch wert.

            • @Eichhörnchen99:

              Stellt sich nur die Frage, was am Matriarchat am Ende besser ist als am Patriarchat. Das sind alles philosophische Ideen, die auf den Einzelfall bezogen vlt. funktionieren, aber nicht, wenn es um die gesamte Menschheit geht. Probieren wir es einmal mit dem einfachen, respektvollen und vor allem liebevollen Miteinander. Der Rest ist gequirlte ...

  • Ungleichheit auf die andere Seite zu verschieben ist keine Lösung.



    Auch Menschen strikt in weiblich und männlich zu teilen, führt nicht zu Gerechtigkeit.



    Gerechtigkeit bedeutet Regeln, die für alle gelten – unabhängig von Geschlecht.

    Wir sind historisch erst am Anfang der Sichtbarmachung.



    Menschenrechte brauchten Jahrhunderte, bis sie ernst genommen wurden.



    Und selbst Themen wie die sexuelle Zufriedenheit von Frauen werden erst seit wenigen Jahrzehnten offen diskutiert.

    Das zeigt nicht, dass die Debatte zu weit geht.



    Es zeigt, dass wir noch lernen, Gleichheit wirklich zu verstehen.



    Keiner ist besser – aber alle sind gleich viel wert.

    Sorry, Ki musste helfen meinen Gedanken eine Form zu geben.

  • Es gibt glücklicherweise noch genug anständige Männer, die in der Mehrheit sind. Wie man als Frau solch ein Exemplar identifizieren kann, ist eine sehr interessante Frage.

  • ich glaube dass die grenze nicht zwischen männern und frauen, rechts und links, usw. verläuft sondern eine unsichtbare ist: zwischen menschen mit empathie und menschen ohne empathie.

    • @m13:

      Das Ganze geht ins Philosophische und das meine ich nicht abwertend. Daher ist meine Antwort auch eine solche: Es geht nicht um fehlende Empathie. Da sind 2 Dinge meine ich falsch gedacht:



      1) Zu verstehen, was etwas mit einem anrichtet, wie es ihm damit geht usw. das ist noch nicht, dies zu verdammen, oder entscheidend zu berücksichtigen. Da fehlt dann noch so etwas wie Sympathie.



      2) Viele der negativen Verhaltensweisen von Männern gegen Frauen, mit denen sie eine Beziehung führen oder führten basieren gerade auf der Wirkung, die diese Verhaltenweisen bei Frauen haben, also darauf, dass sie wissen wie gemein und hart ihre Taten gegend ie Partnerin sind, wie sie ihr den Boden unter den Füssen wegnehmen, sie einschüchtern (Angst) usw. Das ist ein Teil - vielleicht der Wichtigste - ihrer Wirksamkeit.



      Insofern zu ihrer Ansicht "leider" nein (ich würde gerne jedem zustimmen wenn es mich überzeugt).



      Und das trotz des Umstandes, dass es bei philosophischen Fragen selten bis nie EINE Antwort gibt und trotz des Umstandes, dass es leichter ist zu kritisieren als zu konstruieren, was ich Ihnen zu Gute halte.

    • @m13:

      Ja, vermutlich eine der wichtigsten Charaktereigenschaften!

  • Ich selbst bin über 70 und Witwe, mich interessiert Zusammenleben nicht mehr. Aber ich habe in den letzten Monaten sehr ernsthaft über diese Fragen nachgedacht. Es ist ja nicht nur der immer weniger verheimlichte Frauenhass, das Problem ist ja noch viel größer. Solche Typen wie Putin, Trump, Natanjahu und all die anderen, die würde es unter Frauen nur in Ausnahmefällen geben. Man sieht es an der Arbeitsweise von Frauen, dass sie viel eher im Team arbeiten, dass sie kommunizieren statt sich zu bekämpfen. Dieser ewige Wettkampf, dieses Mackertum, das macht unsere ganze Welt kaputt. Ich bin der Meinung, wir brauchen die Männer nicht. Wir könnten in einer friedlichen Welt mit gesunder Umwelt sehr gut ohne sie leben. Kriege, Umweltzerstörung, Frauenhass - das alles ist männlich. Lasst uns ein weltweites Matriarchat einführen!

    • @Stinepizza :

      Man kann aber nun wirklich nicht sagen, dass der Frauenhass früher mehr verheimlicht wurde. Das gilt allerhöchstens für die letzten 2-3 Jahrzehnte und da bin ich mir auch nicht sicher, ob der subtiler geäußert wurde.

    • @Stinepizza :

      In Kenia wurde vor einiger Zeit ein Frauendorf gegründet, das wohl recht gut funktioniert, und es gibt Kulturen, die friedlicher als unsere sind, weil matrifokal. Aber es stimmt natürlich auch, wie andere einwenden, dass es machtgierige und skrupellose Frauen gibt. Was wir definitiv brauchen, sind mehr weibliche Solidarität, eigene Räume und einen gewissen Kampfgeist. Gruß von einer knapp unter 70-jährigen!

    • @Stinepizza :

      > Solche Typen wie Putin, Trump, Natanjahu und all die anderen, die würde es unter Frauen nur in Ausnahmefällen geben

      Die sind auch unter Männern nur Ausnahmefälle. Und der Track Record der mächtigen Frauen im 20. und 21. Jahrhundert sieht auch nicht überragend aus. Vielleicht ist ja das Problem eher die Hierarche und nicht das Patriachat.

      • @Sebomark:

        Das sind mächtige Frauen in den bestehenden patriarchalen Strukturen. Es käme darauf an, die Strukturen selbst abzuschaffen.

        • @blutorange:

          Ah in dem Moment, wo es einem nicht passt, sind es Frauen in patriarchalen Strukturen. Vielleicht sind auch einfach Frauen und Männer gleichermaßen dumm und gierig und karrieresüchtig und machtbesessen? Und nicht wegen eines ominösen Patriarchats - sondern weil sie allesamt fehlbare Menschen sind.

          • @Sebomark:

            Autschn… bitte projizieren Sie Ihre bedauerlichen selbstabwertenden Ansichten nicht auf andere und akzeptieren Sie die bittere Wahrheit: Gewalt hat ein Geschlecht. Der Zustand der Welt ist unmittelbarer und mehr als augenscheinlicher Beweis dafür und die wenigen matriarchalen Kulturen die zT noch heute existieren, zeigen auf, dass es da wo Frauen wirklich „herrschen“ – sich also nicht nur als Einzelkämpferin in patriarchalen Strukturen bewegen müssen sondern solidarisch eine Gesellschaft pflegen – weniger Armut, Leid, Gewalt, Umweltverschmutzung …(beliebig fortführen und einsetzen, woran unsere Welt krankt) vorzufinden sind. Das Ihnen das nicht passt ist nachvollziehbar und tun Sie hier häufig kund. Wie wäre es denn dann mal mit wirklicher Veränderung statt repetitiver Verleugnung.



            de.wikipedia.org/w...Umoja_(Frauendorf)



            mariahaas.at/project/die-bribri-2/



            lesen.oya-online.d...t-unantastbar.html



            de.wikipedia.org/wiki/Mosuo

    • @Stinepizza :

      Finger zu schnell ERRATA

      Wunschkonzert & doch gerade das - was die Autorin sich NICHT wünscht - wa!

    • @Stinepizza :

      Lege mal noch 10+ drauf -



      Wunschkonzert & doch gerade das - was die Autorin sich wünscht - wa!



      &



      Btw - 48 verschwanden Vaddern*03 & großes Bruderherz*39 gen Westen



      (Trick wg Familienzusammenführung;)(



      Icke mit Mouder*03 & Hera der Göttermutter alleine - das endete erst 1955 •



      Alles für unsere alte Dame - but the whole crew fits much better!

      kurz - mit dem allgegenwärtigen Frauenhypen!



      Not my cup of tea - in the rest at now - sorry •

    • @Stinepizza :

      Trump wurde von x Frauen gewählt, alle wussten wahrscheinlich von seinen frauenverachtenden Aussagen. Die Auswertung der Epstein Files unterliegt aktuell Pam Bondi, einer Frau. Die kürzlich geschasste ICE Führerin - eine Frau. Wer erinnert sich nicht noch an Margaret Thatcher? Ich fürchte, so einfach ist die Lösung leider nicht. Btw, haben nicht alle diese fiesen Typen Mütter?

      • @apo67:

        Auch an Sie der freundliche Hinweis, Sie machen es sich viel zu einfach wenn Sie einzelne vermeintliche „Missetäterinnen“ rauspicken die sich auch nur in patriarchalen Strukturen bewegen. Aber da Ihnen Vergleiche so am ♥️ liegen, es gibt mW kein Vergewaltigernetzwerk in dem sich tausende Frauen Tipps geben, wie Männer zu betäuben und zu missbrauchen wären



        www.youtube.com/watch?v=khz9WR_gKwQ



        Auch Websites zur Prostituierten Bewertung, die aufs Übelste die tiefverwurzelte flächendeckende Misogynie aufdecken, werden nicht von Frauen betrieben



        dieunsichtbarenmae...ss.com/tag/freier/



        Abschließend, der marginalisierende Hinweis auf die Mütter zeigt deutlich Ihre misogynen Anteile auf, daher in aller Höflichkeit der Hinweis an Sie, wenn Sie Ihr Mindset nicht überdenken wollen, fein, bleibt Ihnen unbenommen. Aber mit der Verbreitung dessen sich zurückzuhalten angesichts des aktuellen Diskurses, würde schon an Tugend grenzen, die ich Ihnen gerne zutrauen möchte. Verbindlichsten Dank 🙏

      • @apo67:

        Diese fiesen Typen haben Mütter und Väter, welche mit Erziehungsmethoden geformt wurden, welche der natürlichen Entwicklung der menschlichen Seele zuwiderlaufen. Dazu gibt es reichlich Literatur von Erziehungsratgebern a la Schreber und Haarer sowie auch Kritik an deren verhängnisvollen Methoden.



        Die allzuvielen Betroffenen der beschriebenen Gewalt haben auch diese Mütter und Väter.



        I

    • @Stinepizza :

      "Ich bin der Meinung, wir brauchen die Männer nicht. Wir könnten in einer friedlichen Welt mit gesunder Umwelt sehr gut ohne sie leben."



      Was ich, glaube ich, niemals verstehen werde: Wenn ich den gleichen Kommentar über ein anderes essenzielles Merkmal geschrieben hätte (z.B. Hautfarbe, "Ich bin der Meinung, wir brauchen Menschen mit Hautfarbe XYZ nicht. Wir könnten in einer friedlichen Welt mit gesunder Umwelt sehr gut ohne sie leben."), würde dies sofort als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit erkannt werden (hier: ziemlich plumper Rassismus). In welchem Universum ist eine solche Aussage über "Männer" nicht einfach nur zutiefst sexistisch? Wieso ist es in Ordnung, Menschen aufgrund essenzieller Eigenschaften pauschal abzuwerten, nur, weil diese Eigenschaften als gesellschaftlich hegemonial betrachtet werden?

      • @Agarack:

        Rassismus gegen Weiße gibt es nicht ... und so ähnlich verhält es sich beim Sexismus. Wir haben nirgendwo ein Matriarchat, das systematisch Männer benachteiligt oder diskriminiert.

        • @O. Falada:

          Auch wenn man diese Phrase immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt, weil man sie aus dem US-Amerikanischen Kontext entlehnt und auf Europa überträgt, wird sie nicht richtig(er). Klar gibt es, gerade in Europa/Deutschland Rassismus gegen als weiß gelesene Menschen. Vielleicht nicht gegen den blonden Michael, aber z.B. gegen Polen ("polnische Wirtschaft"), im Kontext des Balkankrieges und der gewünschten nationalistischen Reinigung oder auch gegenüber Juden und Jüdinnen, die in aller Regel als weiß gelesen wurden.

    • @Stinepizza :

      Ich verfüge zwar selbst über das Chromosomenpaar XY und gehöre keiner Minderheit an, aber ich kann das Ansinnen gut verstehen. Ich fände ja ein ironisches Frauenbegehren "Berlin männerfrei" analog zu "Berlin autofrei" ganz erfrischend. Davon abgesehen kann man vermutlich nicht viel machen außer die Hersteller von KI Software mächtig an die Kandarre zu nehmen. So einfach wie es aktuell ist, Deep Fakes zu produzieren, kann es nicht bleiben. Die "Männer" als Ganzes umzuerziehen wird noch ein paar Jahrhunderte dauern fürchte ich.