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Veggiefleisch muss umbenannt werden Es geht nicht um die Wurst – sondern um Profite

Pauline Jäckels

Kommentar von

Pauline Jäckels

Das EU-Gesetz ist kein Sieg für Verbraucherschutz oder die deutsche Sprache. Die Fleischindustrie hat sich einfach gegen die Konkurrenz durchgesetzt.

D as EU-Parlament hat am Mittwoch beschlossen: Veggie-Fleisch darf künftig nicht mehr Veggie-Fleisch heißen. Sollte die Gesetzesinitiative die Verhandlungen mit den 27 Mitgliedstaaten überstehen, müssen sich die Anbieter alternative Namen für ihre Fleischersatzprodukte ausdenken. Dann packen wir vielleicht bald statt unserer geliebten veganen Schnittlauch-Schinkenspicker kreisförmige Sonnenblumenprotein-Lappen aufs Frühstücksbrot und snacken statt Veggiefrikadellen Soja-Bratklumpen. Guten Appetit allerseits!

Mit dem neuen EU-Gesetz ist auch der seit Jahren wiedergekäute deutsche Fleisch-Kulturkampf neu aufgeflammt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Wurstbeauftragter der Union, versteht es wie kein anderer, sich auf Instagram und Bierzeltbühnen als Verteidiger der stolz traditionsbewussten Fleischfresser gegen die moralversifften Vegetarier zu inszenieren. Jüngst ließ sich aber dann sogar Kanzler Friedrich Merz mit dem erkenntnisreichen Satz „eine Wurst ist eine Wurst“ auf bayerische Verhältnisse herab, um die EU-weite Umbenennungspflicht zu propagieren.

Verfolgt man diese Debatte, könnte man fast meinen, es ginge den Debattanten wirklich um die Wurst – und wie man sie nennt. Als hinge der Erhalt der abendländischen Zivilisation davon ab, wie wir als Gesellschaft irgendwelche Lebensmittel nennen. Und es funktioniert so gut. Denn egal auf welcher Seite man steht, die anderen regen einen so auf, dass gar keine Zeit mehr bleibt, darüber nachzudenken, worum es bei der Gesetzesänderung eigentlich geht: den Profit der einen versus den Profit der anderen Konzerne.

Fadenscheinige Argumente

Es ist ganz simpel: Unternehmen, die nur waschechte Fleischprodukte verkaufen, und Landwirte, die sie produzieren, haben in den vergangenen Jahren Marktanteile an die Veggie-Ersatzproduktbranche verloren. Deshalb lobbyieren Interessenvertreter wie etwa der Deutsche Fleischerverband oder der Deutsche Bauernverband seit Jahren für Gesetze, die die Produkte der pflanzlichen Konkurrenz ab- und so die eigenen Produkte aufwerten würden.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

Die Fleischindustrie selbst begründet ihren Einsatz für eine Umbenennungspflicht mit dem Schutz vor Verbrauchertäuschung. Offensichtlich ist ihnen das mit der Verbrauchertäuschung sonst auch völlig wurscht. Andernfalls würden sie ihre Produkte etwa „In Schweinedarm eingewickelte Tierreste“ nennen und auf Verpackungen nicht glückliche Tiere auf grünen Weiden, sondern zwischen Metallstangen eingepferchte Schweine abbilden.

Die nun verabschiedete Umbenennungspflicht ist natürlich weder ein Sieg für den Verbraucherschutz, noch schützt sie uns vor dem Untergang des Abendlandes. Es hat sich einfach die eine Seite mit ihren Profitinteressen (und vielfach größerem Marktanteil) gegen die andere (nach Umsatz gemessen erheblich unbedeutendere) Seite und deren Profitinteressen durchgesetzt.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Pauline Jäckels

Pauline Jäckels Meinungsredakteurin

Redakteurin im Meinungsressort seit April 2025. Zuvor zuständig für die parlamentarische Berichterstattung und die Linkspartei beim nd. Legt sich in der Bundespressekonferenz gerne mit Regierungssprecher:innen an – und stellt manchmal auch nette Fragen. Studierte Politikwissenschaft im Bachelor und Internationale Beziehungen im Master in Berlin und London.
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96 Kommentare

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  • Ulrich Steil

    Wenn ich an einem regnerischen Tag Sonnenmilch trinke wird mir immer schlecht. Hab ich eine Allergie? Ich bin verwirrt. Ich denke, die irreführende Bezeichnung muss dringend geändert werden, schliesslich hat das Zeug doch nichts mit Sonne zu tun! Vllt Sternenmilch, immerhin stammt das doch aus der Milchstrasse, oder? :)

  • Mondschaf26

    Es gibt sogar Knäckebrot-Burger...

  • Metallkopf

    Naja, eine "Veggie-Fleischwurst" ist schon eine contradictio in rem.

    Früher war es auch ein Skandal, wenn statt echtem Milchprodukt nur "Analog-Käse" auf der Pizza war. Inzwischen kaufen Leute exakt dasselbe Zeug in homöopathischen Verpackungsgrößen zu überhöhten Preisen, weil sie à la mode sein wollen.

    Ob das nun in der konkreten Darreichungsform "gesünder" ist, oder beim Anbau der Proteine aus Pflanzen auf den Äckern nicht auch jede Menge Getier bei der Ernte geschreddert wird, oder durch Pestizid verendet... egal. Denn die untergepflügte Maus oder der Regenwurm wird ja leider nicht werbewirksam vor dem Schlachthaus geknipst.

    Es gibt genug Schrott bei Fleischfabrikanten und genauso ist auch die Bio- und Demeterfraktion nicht immer vollkommen hasenrein. Und auch Next Leven Hack hat seinen ökologischen Fußabdruck.

    • Matthias Schlüter -Sandberg

      @Metallkopf:

      Vielleicht besser Veggifleisch-Wurst? Es gibt ja auch Fruchtfleisch. Naja alles irgendwie überzogen. Wenn man auf die Herkunft der "umstrittenen" Bezeichnungen schaut haben sie mit Fleisch herzlich wenig zu tun.

      • Wanna Relax

        @Matthias Schlüter -Sandberg:

        Mit dem Artikel hat auch das herzlich wenig zu tun.

    • Birgit Deter

      @Metallkopf:

      Köstlich, „Untergepflügte Mäuse“ und „geschredderte Regenwürmer“… Metallkopf, you made my day! :-)

      • Wanna Relax

        @Birgit Deter:

        Ließ sich schwer sagen, wie es gemeint war. Als ernst zu nehmender Beitrag oder als Scherz. Danke, dass Sie das geklärt haben! ;-)

    • Wanna Relax

      @Metallkopf:

      Das ist aber eine ganze Menge an Whataboutism.

      Fleischkonsum pro Kopf liegt in Indien unter 5kg, in Deutschland/EU zwischen 50 und 80kg und in USA bei 126kg. Da müssen sich doch auch mal die entsprechenden Politiker fragen, ob das wirklich nötig ist. Mit Genuss hat das nichts zu tun. Wenn jemand sich 10 Tüten Chips pro Tag reinschaufelt, bezeichnet man denjenigen auch nicht als Genießer. Das machen diese Politiker natürlich auch nicht. Die ernähren sich nur vor der Kamera ungesund.

  • J_CGN

    Wenn man sieht, was für einen Dreck die Lebensmittelindustrie unter die Leute bringt, und wie sie den schönfärbt, gibt es reichlich Spielplatz was gegen Irreführung zu tun. Aber selbst Zuckersteuer, etc. was die schlimmsten Sauereien sichtbar machen soll, wird abgelehnt.



    Wie immer CxU gegen die Verbraucher.

  • 6G
    662675 (Profil gelöscht)

    Das Mitleidsgequacke mit der fleischproduzierenden Landwirtschaft unterschlägt das die Landwirtschaft auch die Produkte für "Veggie" Lebensmittel produziert und dafür einen Haufen von Suventionen aus nationalen und EU-Töpfen erhält.



    Wo bleibet der Aufschrei der nicht fleischproduzierenden Landwirtschaft zu dem Thme?

  • Winnetaz

    Konsequent ist das alles nicht. Bei anderen Produkten dürfen auch alle möglichen Namen und Formen verwendete werden, die mit dem Original aus der Natur nichts zu tun haben - etwa Schokohasen. Das sind ja auch keine toten Hasen.

    • Wanna Relax

      @Winnetaz:

      Wie es ja auch hier im Artikel steht, geht es überhaupt nicht um eine Verwechslungsgefahr.

      Laut LTO "Konrad Ade­nauer würde sich im Grabe umdrehen":

      "Würde wirklich Verwechslungsgefahr vorliegen, hätte die Fleischindustrie längst juristisch erfolgreich Verbote erwirkt. Denn mit dem Wettbewerbsrecht kann gegen die Irreführung von Konsumenten vorgegangen werden (§ 5 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, UWG)."

  • Sonntagssegler

    Wir hatten das schon alles schon bei der Hafermilch und der Marmelade.

    Und was hat es gebracht?

    Nichts

  • Katharina Reichenhall

    Ich finde das ganze Thema absurd.



    Es befremdet mich, dass das EU-Parlament ernsthaft Zeit und Muße findet, sich mit so einem Quatsch zu befassen.



    Ob die allgemeine Aufregung und der Furor darüber, wie man in hier in den Kommentaren lesen darf, angemessen ist, bezweifle ich ebenfalls.



    Aber die Hauptirritation besteht tatsächlich darin, dass diesem Thema diese Relevanz beigemessen wird.

    • Strolch

      @Katharina Reichenhall:

      Stimme zu

  • Normalo

    Interessant wäre auch mal die Frage, wieso es über diese Frage so einen Lobby-Großalarm gibt: Ist die "nach Fleisch klingende" Bezeichnung bei der Entscheidung für oder gegen fleischlose Produkte wirklich so wichtig, dass die Fleischproduzenten meinen, dagegen die Kampfhunde von der Leine lassen zu müssen? Und wenn ja, ist dann möglicherweise an dem Argument, der Verbraucher wäre wirklich über sowas zu beeinflussen, gar nicht mal so wenig dran?

    Am Ende ist es natürlich Jedem selbst überlassen, was er mit so wohlklingenden Begriffen wie "Wurst' assoziiert. Bei mir sind das auch gern mal die Wähler bestimmter Parteien. Und ein wenig beschleicht mich das Gefühl, dass es bei dieser Entscheidung neben Lobbyintereressen auch massiv um deren reaktionäre Vorstellung von "heiler Welt" ging.

    • Deep South

      @Normalo:

      Natürlich gehts hier nur um den vielzitierten "Kulturkampf", der grad allenhalber die Politik bestimmt. Das Ganze hat weder einen essentiellen Nutzen für die Fleichindustrie, noch ist das in irgendeinem Verbraucherinteresse. Hier gehts ganz simpel drum, vom strunzkonservativen Stammtisch beklatscht zu werden, weil man den "gemüsefressenden Genderökos" eine mitgegeben hat. Populismus in Reinkultur, der das aktuelle politische Niveau ganz gut wiedergibt. Ich würd mal behaupten, dass selbst unter konservativen Wählern nur eine Minderheit glaubt, dass dieser Beschluss tatsächlich irgendeine Relevanz besitzt.

    • Martin Rees

      @Normalo:

      Klug formulierter Standpunkt.



      /



      Vielleicht haben die ExpertInnen für Marketing und Distribution ihre Strategie mit den Absatzzahlen und den Perspektiven für zukünftige Märkte abgeglichen.



      Beim sinkenden Konsum von Wein und Bier sind auch schon einige Produzenten beunruhigt.

  • Sebastian Strehl

    Mit dieser negativen Einstellung, tststs...



    Dann Pack dir dein Lappen drauf oder dein Klumpen.

    Soja-Bratling klingt besser oder Sonnenblumenprotein-Belag. Was ist so schlimm daran. Es ist was es ist und nicht was es sein soll. Punkt. Nur weil man es nach etwas benennt was es eindeutig nicht ist, schmeckt es auch nicht besser oder wird gesünder.



    Ich werde weiterhin die Produkte kaufen auch wenn es dann Soja Bratling nach Art Cordon Bleu heißt.

  • geradenicht

    den schweinetreibern drückt wohl die angstwurst. ich hoffe auf kreative neuvermarktung :)

  • Reinero66

    Das hatten wir doch schonmal beim Thema Milch.



    (Sojadrink, Reiswasser, Haferwasser, Kokos?)

  • Claudia Roelvinck

    Ich hab noch Wachtelbohnen im Vorrat...

  • Stephan Heibges

    Merz hat Recht. Eine Wurst ist eine Wurst und die besteht aus Fleisch.

    • Martin Rees

      @Stephan Heibges:

      Fleisch wäre Muskel, das ist auch beim Schinken so.



      "Möpkenbrot (auch Möppkenbrot) ist eine Kochwurst mit Getreide.



      Die Hauptzutaten sind Speck, Schweinemaske, Schweineschwarte, Schweineblut und Roggenschrot oder Weizenmehl. Zur Vorbereitung pökelt man die Masken und gart sie in Wasser. Der Speck wird klein gewürfelt und blanchiert. Im Anschluss daran zerkleinert man die noch warmen Masken mit den Schwarten, dem Blut und Zwiebeln zu einem feinen Brei."



      Quelle grosse-drenkpohl.de



      Zur und für die Gesichtsmuskulatur:



      "Unter einer Maske versteht man bei der Schlachtung jene Gesichtshälften, die zur Herstellung von Schweinskopfsülze im Schlachtprozess bzw. in der Lebensmittelindustrie verwendet werden."



      Quelle de.wikipedia.org

    • Normalo

      @Stephan Heibges:

      So sicher? Fragen Sie mal Ihre Kloschüssel, ob sich das so eindeutig mit ihren Erfahrungen deckt... ;-)

    • Der dreckich Katz

      @Stephan Heibges:

      und Nitrit, Nitrat, Kaliumsorbat, Phosphate, Zitrate, Acetate, Lactate, Tatrate, Natriumascorbat, Natriumglutamat, Natriumguanylat, Natriuminosinat, Tocopherol, Isoascorbinsäure, Essigsäure, Weinsäure,



      Zitronensäure, Diacetat, Glucono-delta-Lacton, Lecithine, Mono- und Diglyzeride....

      • Katharina Reichenhall

        @Der dreckich Katz:

        Bei Ihrer Aufzählung läuft mir das Wasser im Mund zusammen.

        • Normalo

          @Katharina Reichenhall:

          Das geht aber auch Veggie...

          "Ich sag zum Beispiel nur Salat,



          was der so alles in sich hat !



          Von Schwermetall bis Chlorofeen



          Von Karbamat bis Quintozeen,



          dann noch Nitrit und Kadmium,



          des haut die stärkste Schnecke um.



          Dazu des gute Dilderin



          macht noch die gelbste Blätter grün !



          Des schafft Natur alleine nie.



          Wer hilft ihr ? Wir - von der Chemie!"

          (Otto Waalkes)

  • Klobrille

    Muss Fruchtfleisch jetzt auch umbenannt werden? Wegen Verwechslungsgefahr und so.

    • Martin Rees

      @Klobrille:

      "Topfenpalatschinken", ich wittere Betrug 😂

  • Karin Bussius

    Hmmm ... das hat noch größere Auswirkungen ...

    Was machen Kinder dann in's Töpfchen? Oder kommt es darauf an, was sie vorher gegessen haben?

    Zu was formt man dann Mürbeteig, bevor man die Plätzchen abschneidet?

    Oder die Knete bzw. den Ton, bevor man sie weiterverabeitet?

    Kann uns die angestrebte Umbenennung noch Wurst sein? Was, wenn wir Vegetarier -aner sind?

  • zartbitter

    Vorsicht Falle - egal ob Vegie-esser oder Wurst - und Fleischkonmsument



    ===



    Der Fleischkonsum in Deutschland ist langfristig rückläufig, obwohl es 2024 einen leichten Anstieg gab.



    Gründe für die sinkende Tendenz sind ein höheres Gesundheits- und Umweltbewusstsein, der gestiegene Fleischpreis und die wachsende Verfügbarkeit von pflanzlichen Fleischalternativen.

    Darüber hinaus möchte die Veggieindustrie nun mit gezinkten Karten betrügen - was hat der Begriff Bratwurst oder Hähnchenschenkel im Bereich pflanzlicher Nahrungsmittel zu suchen? Nichts.

    Beispiel Feta oder Schafskäse:



    Schafskäse ist ein Käse der normalerweise aus Schafs- bzwh. auch mit einem Zusatz aus Ziegenmilch hergestellt wird. Und was macht die oberschlaue Industrie daraus? Einen Schafskäse mit Kuhmilch - oben auf der Packung steht Schafskäse - und hinten - nur lesbar für Menschen mit Zentimeterdicken Brillengläsern - Schafskäse == hergestellt aus Kuhmilch.

    Ärgerlich - vor allem für Berufstätige die Abends noch schnell was einkaufen müssen - oder Allergiker, die ihren Tomatensalat (eigentlich Kuhmilchsalat) in die Tonne treten müssen weil die Industrie glaubt tricksen und betrügen zu müssen.

  • Tetra Mint

    Und wo kommt das ganze Grünzeug her? Etwa nicht von Bauernhöfen?

  • Wilma Haschen Smokalotta

    Ich wundere mich sehr darüber dass Tierwurstesser ein Problem mit Veggie Wurst haben aber keins wenn es darum geht die Form ihrer Ausscheidungen zu beschreiben... Also wurstförmig...

  • shantivanille

    Vielleicht ist das gut so.

    Und wir trennen uns von alten Bezeichnungen wie Wurst, Frikadelle, Buletten, Schnitzel, Steak und all dem Zeugs was in erster Linie nur immenses Tierleid, Quälerei, Tod und mieses Zeugs bedeutet.

    Menschen mit Gesundheitsbewusstsein, Intelligenz, Achtsamkeit, Mitgefühl und einem höheren Bewusstseins-Level gehen in eine ganz andere Richtung.

    • Stephan Heibges

      @shantivanille:

      Eine Wurst ist eine Wurst und die besteht aus Fleisch

      • Martin Rees

        @Stephan Heibges:

        Wurst ist "mehrdimensional"



        www.dwds.de/wb/wdg/Wurst



        Es ist nicht wie bei Halloumi, einem Käse mit geschützter Ursprungsbezeichnung, von der EU gesetzlich verbrieft.

  • Saskia Brehn

    Die Überschrift "Es geht nicht um die Wurst – sondern um Profite" unterstellt, dass es Menschen gibt, die zukünftig auf vegane Lebensmittel verzichten werden, nur weil diese Lebensmittel fortan vielleicht "kreisförmige Sonnenblumenprotein-Lappen" oder "Soja-Bratklumpen" heißen werden.



    Ist das wirklich so?



    Natürlich ist diese Posse an Lächerlichkeit kaum zu überbieten, aber gibt es tatsächlich Leute, denen das Essen weniger schmeckt, nur weil die Bezeichnung nicht mehr 'Wurst' oder 'Fleisch' beinhaltet?



    Das würde ja dann doch die These stützen, dass Menschen eher weil sie hip sein wollen, statt aus Überzeugung, dem Veganismus nachgehen.

    • Tetra Mint

      @Saskia Brehn:

      Ich persönlich finde "Burger" halt einen griffigen Namen, wenn ich im Restaurant an der Ecke einen solchen bestelle und von den verfügbaren Patties die Veggie-Version bestelle. Der Laden muss dann wohl demnächst noch eine Erklärung auf die Karte drucken, dass die Auswahl des Gemüse- oder des Planted-Chicken-/Beyond-Meat- etc. Pattys automatisch den Burger in was anderes verwandelt?

    • Paul Anther

      @Saskia Brehn:

      Wenn die alten Produktnamen durch neue ersetzt werden, müssen die Verbraucher erstmal recherchieren, was aus "ihrem" Produkt geworden ist und manche werden sich die Mühe nicht machen. Es sind übrigens wirklich bei weitem nicht alle Käufer von veggie Produkten irgendwelche Hardliner. Und auch nicht alle geben damit an irgendwie hip zu sein.

  • Stechpalme

    Ach, im Grunde geht's doch nur um political Correctness und Sprachverbote, die die rechte Lobby um jeden Preis erzwingen will.



    Eine Wurst ist eine Wurst, sagt der Merz. Seid ihr sicher, dass ihr das richtig protokolliert habt? Meinte er nicht in feiner Selbstironie "Eine Wurst isst eine Wurst"?

    • Volker Scheunert

      @Stechpalme:

      Sowas wie Selbstironie kennt Merz nicht - schön und poetisch wäre gewesen: "Eine Wurst ist eine Wurst ist eine Wurst."



      Sein dämlicher Spruch verkennt außerdem die Vielfalt der Wurstkultur: Frankfurter oder Wiener Würstchen, Thüringer oder Nürnberger Bratwurst, Fleisch-, Blut-, Mett- und Leberwurst, Salami, Chorizo, Merguez, Andouille, Lyoner, Sücük oder Krakauer, und eben auch Erbswurst und Sojawurst...

    • Rudolf Fissner

      @Stechpalme:

      Nur was hat er damit gement? Eine Veggi-Wurst oder eine Fleisch-Wurst oder gar einen Hans-Wurst? Das Teekesselchen hätten die anwesenden Journalisten noch mit Merz zusammen austüfteln können.

  • drum

    Wo wir gerade dabei sind könnten wir auch gleich mal klären was denn genau ein Jägerschnitzel ist. Als ich das erste mal in Chemnitz war fühlte ich mich ganz schön hinters Licht geführt. Ebenfalls problematisch: falscher Hase, kalter Hund, EISbein, Bienenstich oder (besonders schön) Tote Oma.

    Ich verstehe nicht, warum die EU da keinen Riegel vorschiebt! Überall wird man betrogen.

    • sneaker

      @drum:

      Ich glaube es geht bei diesen Regelungen um die selbst ausgedachten Bezeichnungen durch Unternehmen und nicht die altbekannten Bezeichnungen aus dem Volksmund.

      • Outis

        @sneaker:

        Zur Belegung des Status der "Altbekanntheit" würde ich dann aber doch noch eine Reihe Studien und klare Richtlinien einfordern. Sind Begriffe wie Smartphone oder gar Handy "altbekannt" genug?



        Und wer ist dieser Volksmund, ist das ein Bruder von Sigismund?

  • Kay Brockmann

    Alles lächerlich, wirklich … vor allem ist z.B. Wurst ja im Kern ein geometrischer Begriff. Bettwurst, T-Shirt-Wurst usw. adé …

  • gerdos

    Blutwurst, Hirn, Saumagen, Kutteln und Zungenwirst hören sich auch nicht gerade appetitlich an. Konsequenterweise sollten Schnitzel und Steaks auch als Tierleichenteile gelabelt werden.

  • Auweiowei

    Der Streit um die Wurst ist mir, ehrlich gesagt, wurscht - aber ja, er wirft so etwas wie ein "worst light" auf die ganze vermeintliche Entscheidungskompetenz der EU.



    NB zu Wurst/wurscht/worst: Wurst/wurscht scheint sich von idg. ụert herzuleiten, wie Wurzel (drehen, rollen, vermengen?), vgl. engl. root oder russ. rod (Volga, Volga, mat' rodnaja...) etc.



    Gerne gebe ich zu, dass ich lange Zeit geglaubt habe, wenigstens das Wörtchen wurscht habe mit engl. bad-worse-worst zu tun, so wie frz. tant pis (mauvais-pire-pis) im Sinne von 'sei's drum, etc.



    Ansonsten kann, ja muss es einem wie mir wurscht-egal sein, was die heillos zerstrittene EU noch so alles beschließt.

    • Auweiowei

      @Auweiowei:

      Klitzekleine Fehlerberichtigung:



      Statt "idg." (indogermanisch) heißt es heute "ide." (indoeuropäisch). Sorry, ist trotzdem wichtig.

    • Rudolf Fissner

      @Auweiowei:

      Zerstritten ist die EU ja nun nicht mehr. In der Beziehung gibt es nun einheitliche Regelungen statt einen länderspezifischen Brei an Regelungen. Für den Verbraucher ist das klarer.

  • Wanna Relax

    "Jüngst ließ sich aber dann sogar Kanzler Friedrich Merz mit dem erkenntnisreichen Satz „eine Wurst ist eine Wurst“ auf bayerische Verhältnisse herab, um die EU-weite Umbenennungspflicht zu propagieren."

    Man sollte doch froh sein, wenn ein liebevoller Zusatz wie Veggie das Wort Wurst etwas aufwertet. Es ist im deutschen Sprachraum und weit darüber hinaus nämlich eigentlich per se negativ konnotiert. Manchmal denkt man sich ja auch "Was für eine Wurst!". Wenn Herr Merz dann sagt "Eine Wurst ist eine Wurst", könnte das auch eine Fehlleistung im Freudschen Sinne sein. Wie dem auch sei, ein Hans Wurst ist ein Hans Wurst. (populäre, komische, bäuerliche Figur des deutschen Komödientheaters, 16. Jh)

  • Sikasuu

    Die doitsche Sprache muss rein bleiben, darf nicht verwirren!



    ----



    Ja, Sojawurst ist keine Wurst! Da kann es zu schlimmen Verwechselungen kommen.

    Habe selbst schon aus Versehen, Schwimmnudeln gekocht, Schwimmflügel gegrillt, im Leberkäse nach Leber gesucht, versucht, mit "Hamburgern" ein Gespräch anzufangen, uvam. Die Ergebnisse waren erschreckend! :-)

    Bin auch dafür, die o.a. umzubenennen. "Wasserauftriebshilfen für Ungeübte", "Fettverstecker", Hackfleischklops, usw. da müssen die "konservativen Sprachpuristen", richtig in "ährrrlichem Doitsch" wäre ja "rückwärtsgerichtete trockene Weintraubenausscheider" mal aufräumen.

    Wünsch den o.a., dass DAS diesmal richtig klappt & nicht so ausgeht wie in der Vergangenheit mit "franz. Begriffen"!

    Btw. Auch die Worte wie "Handy, Smart-Phone" gehören auf diesen Prüfstand. In Finisch/Suomen kieli wird das letztgenannte z.B. mit "Handhirn" übersetzt!



    Das hat die EU wohl mMn. übernommen. DAS scheint wohl auch von 1,2l/Kg, auf 2-300 Gramm geschrumpft zu sein & dabei ist wohl massiv Kapazität verloren gegangen! :-)

    Ps. Gut, dass wir in der EU keine wichtigeren Probleme zu haben scheinen! :-(

    • Rudolf Fissner

      @Sikasuu:

      "Die doitsche Sprache muss rein bleiben, darf nicht verwirren!"

      Die Initiative ging meines Wissens von Frankreich aus.

  • Resistor

    Wie man sieht, macht Fleisch essen doof, denn wohl kein Vegetarier verwechselt beim Einkauf Veggiewurst mit Fleischwurst.



    Wenn also diese Fleischköpfe meinen, mit so einem Schwachsinn ihre sinkenden Umsätze/Profite aufpäppeln zu können ...

    • Rudolf Fissner

      @Resistor:

      Nun wohl doch. Nach der Regelungsänderung werden die Vegetarier wohl sprachlos wie Zombies durch die Supermärkte irren auf der Suche nach Würsten. 😜

  • Saskia Brehn

    Und natürlich wird auch in diesem Artikel direkt wieder "Ministerpräsident Markus Söder, Wurstbeauftragter der Union" an den Pranger gestellt...



    Söder scheint wirklich jeden Schreiber der taz bis nachts in die Träume zu verfolgen.



    Das die Konservativen mehrheitlich zugestimmt haben, geschenkt.



    Viel interessanter wäre es doch zu erfahren, warum auch reihenweise Stimmen aus der sozialdemokratischen S&D-Fraktion und den Liberalen dazukamen.



    Schließlich ging die Abstimmung mit 355 zu 247 Stimmen aus.



    Wer sind die "Wurstbeauftragten" der SPD?



    Die SPD trägt im Bundestag als auch auf EU-Ebene so ziemlich alles mit was Union bzw Konservative veranstalten, trotzdem werden sie dafür seltenst hier zur Rechenschaft gezogen. Söder hingegen muss nur einmal ins Mikrofon rülpsen, schon widmet ihm die taz einen Artikel und fünf Kommentare 🤷‍♂️

    • warum_denkt_keiner_nach?

      @Saskia Brehn:

      Söder macht sich nun mal mit seinen Videos selbst zum Markus Wurst 😉

    • Der dreckich Katz

      @Saskia Brehn:

      Das mag daran liegen, dass söder so gut rülpsen kann.

      • Saskia Brehn

        @Der dreckich Katz:

        Für meinen Geschmack rülpst der fast ausnahmslos inhaltslos.



        Die mediale Aufmerksamkeit in der taz übersteigt jedenfalls massiv seinen tatsächlichen Einfluss - egal ob auf BRD oder EU-Ebene.



        Bayern regiert weder Deutschland noch Europa.

        • Deep South

          @Saskia Brehn:

          Da ist schon was dran. Söder ist für mich eine (höhö) fleischgewordene Karrikatur, wer den ernst nimmt, der läßt sich von einem taz Artikel sicher nicht bekehren. Das Niveau auf dem er sich präsentiert und der völlig ungeniert offene Populismus ist genau genommen politisches Trollen. Und weil Trolle es lieben, wenn man sich an ihnen abarbeitet, ist es eigentlich Internet-Regel Nummer eins, ihnen kein Futter zu geben.



          Aber wie bei Trump läßt man sich auf das Spiel ein und springt über jedes noch so niedrige Stöckchen.

        • Sikasuu

          @Saskia Brehn:

          Bayern regiert weder Deutschland noch Europa?



          ---



          Na ja, mal frei nach A.Einstein:



          In "Europa" ist noch nicht gesichert, doch in "DE" gibt es sehr viele Belege dafür!



          :-)

        • Auweiowei

          @Saskia Brehn:

          Stimmt. Aber Söders Tendenz, die Dinge zu verwursteln oder verwurschteln (wobei hier 'wurst' nach Meinung mancher Etymologen mit 'wirr' / 'worry' zusammenhängt), greift leider immer mehr WELTWEIT um sich.

          • Klabauta

            @Auweiowei:

            Hab ihn gelehrt nach Pflichtgrundsätzen



            Ein paar Stunden hintereinander schwätzen



            Indes er sich am Arsche reibt



            Und Wurstel immer Wurstel bleibt.

            J.W. Goethe, Hanswurst

            • Auweiowei

              @Klabauta:

              Sehr schön. Ich muss gestehen, diesen Goethe kannte ich noch nicht.

  • Volker Scheunert

    Da kann ich, der ich Burger oder Wurst aus Fleisch jederzeit der Veggie-Variante vorziehen würde, nur zustimmen: Dies ist keine Entscheidung zugunsten des Verbrauchers, sondern allein zugunsten der Fleischindustrie, die hier wohl die einflussreichere Lobby hat. Wirklich schade...

    • Erfahrungssammler

      @Volker Scheunert:

      Verstehe ich absolut nicht - bei DEM Landwirtschaftsminister.

  • Günter Witte

    Die Überschrift bringt es auf den Punkt !!



    Wenn Personen sich aus Gründen des Tierschutz vegan ernähren möchten ist das O.K. Nur wie kann dann eine Firma wie Rügenwalder Mühle, die sowohl Vegane- als auch Fleischprodukte herstellen, dann einer der Marktführer für Vegan sein ?? Moral ?, man nimmt halt das Geld mit.

    • Der dreckich Katz

      @Günter Witte:

      Das sehe ich etwas anders. Klar will Rügenwalder mit ihren Produkten Geld verdienen. Und scheinbar weiss man nicht so genau, ob veggie vielleicht das Erfolgsmodell der Zukunft ist, daher fährt man zweigleisig. Ich bin beeindruckt, wie lange die Firma bereits Veggie-Produkte anbietet. Das ist mehr als "Naja, wir ham's versucht, will keiner, müssen halt die Viecher dran glauben."



      Und wenn die Firma schon eine Alternative zu ihrem herkömmlichen Geschäft aufzieht, kaufe ich das auch gerne, um zu zeigen "Das ist ein Produkt, das ich von euch möchte." Wenn's für Rügenwalder läuft, wird das Fleischangebot vielleicht weniger? außerdem bin ich geschmacklich mit den Alternativen sehr zufrieden.

    • Esther Meier

      @Günter Witte:

      Seit wann handeln Konzerne moralisch? Oder seit wann soll das überhaupt ihr (eigener) Anspruch sein? Konzerne wollen Geld verdienen und das tun sie, indem sie Produkte anbieten die möglichst viele Leute kaufen.



      Warum wird in diesem Zusammenhang jetzt plötzlich die Moralkeule ausgepackt?

  • Martin Rees

    Eine klare sprachliche Abgrenzung hat auch einige Vorteile für vegetarische und vegane Produkte, denn es ist definitiv klar, dass Fleischersatz nicht Fleischlegitimation bedeutet, dass es nicht "Tier light" meint, wenn man analog spricht und nicht dasselbe vor sich sieht oder hat.



    Vielleicht sind neue Wortschöpfungen in den kreativen Marketingabteilungen und Verbänden möglich.



    Die Auseinandersetzung sollte nicht den Begriffen gelten, sie sollte die Verfehlungen der Fleischindustrie adressieren.



    Ob der "Volksmund" das auch mitmacht an der Pommesbude, steht auf einem anderen Blatt.

  • seiter.mond+sterne

    Wenn dem so sein soll – dann scheiß drauf, Mann,



    die Urst zischt, der Urger brannt.



    Der Öner klebt, die Chnitzel dröhnen,



    die Pfanne stinkt, die Veggies schwören:

    »Kein Tier hat hier gelitten, ey!« –



    doch riecht’s wie Sau, nur ohne Schweinerei.



    Die CSU wird zur BSU,



    B wie Bayern, Bräsigkeit und Buuh.

    Himmel, Arsch, Zwirn, und noch ein Schwur,



    die Sprache fickt sich selbst – die Spur



    führt gradwegs in den Wortdschungel rein,



    wo keine:r denkt, nur jede:r schreit: NEIN!

    Keine:r lacht, doch alle schmatzen,



    Urst im Maul und Hirn am Platzen.



    Urger, Öner, Chnitzel, Mist –



    Willkommen da, wo Sprache frisst.

    • Klabauta

      @seiter.mond+sterne:

      "urst" ist schon vergeben, sorry.

      Der Duden schreibt dazu:

      Urst - großartig; äußerst, sehr [schön]



      wohl scherzhaft gebildet Superlativ von ur-



      regional umgangssprachlich veraltet

  • KeineHastUndHetze

    Wenn tote tierische Reste so ein schlechtes Image haben, warum will die Lebensmittelindustrie dann ausgerechnet dieselben Bezeichnungen für ihre gesunden Tofu, Soja, Palmöl, Gemüse- Produkte?

    • Hans Dampf

      @KeineHastUndHetze:

      Eine gute Frage.

  • Hektor Rottweiler

    Wenn das wirklich kommt, hat Die Partei einiges zu tun mit Anträgen.

  • Gothograecus

    Echt krass. Ich hatte nicht erwartet, dass sich dafür eine Mehrheit findet. Vielleicht scheitert es ja im Rat.

  • fly

    Klares Zeichen dafür, dass im EU Parlament entweder zuviele Leute sind oder die nicht ausgelastet sind. Löst diese Regelung irgendein Problem? Generiert sie irgendwelchen Mehrwert? Nein.

    Es scheint sehr unwahrscheinlich, das Historiker dereinst herausfinden, dass Europas zweiter Aufstieg aufgrund von politischen Wortneuschöpfungen stattgefunden hat.

    Mit einer Portion Scheuermilch, seufz, sei noch auf die anderen Verwechslungen ala Postillion verwiesen, zB Katzenzungen.

  • Hans Dampf

    Bei deutlicher Kennzeichnung der Ware ist es mir egal, was drin ist. Und wenn da klar Veggy-Burger steht, dann sollte es jedem klar sein. Also hätte eine deutliche Kennzeichnungspflicht auch völlig ausgereicht.

  • Kurt Löw

    Oh ich mag gern Veganes und Vegetarische Essen nur sollte des Groß draufstehn was da alles zusammen gemischt wird .... Und auch Groß geschrieben die Zutaten ...Den das Deklarieren wird schön klein gehalten und Groß Wurst Als Vegi verkauft genaue Bezeichnungen sind mir sehr Wichtig ...... Auf der Sprache jedes Verkaufslandes das des jeder lesen kann ...

  • Klaus Schneider

    Was ist mit Leberkäs und Scheuermilch?

  • Sebomark

    Dabei hat Konrad Adenauer sogar eines der ersten Patente auf Soja-Ersatzwurst erhalten.

    Finde ja, sie sollten in Deutschland einfach aus Protest alle vegetarischen Ersatzprodukte als Söder bezeichnen. Ein in der Lebensmittelbranche noch ungenutzter Begriff - frei von Verwechslungsgefahren.

    Schnittlauch-Söder, Streich-Söder, Söder-Hack, Knoblauch-Söder, Söderdella, Söderlami.

    • Salato Sansibar

      @Sebomark:

      Das ist ein grandioser Vorschlag😆😆😆,



      danke für den Lacher zu einem eigentlich ernsten und traurigen Thema...

    • Gothograecus

      @Sebomark:

      Interessanterweise sollen die Unionsabgeordneten im EP mehrheitlich dagegen gestimmt haben.

  • Kurt77

    darf man denn dann die Kack-Wurst auch nicht mehr so nennen?

    • Tian

      @Kurt77:

      Wenn Sie die in den Handel bringen nicht!

  • Philippo1000

    ...ist mir doch Wurst!



    Natürlich werde ich den Veggie Burger auch zukünftig so nennen .



    Ansonsten können wir fleischlosen Pflanzerln ja einfach mal unseren Grips bemühen:



    Zukunftssnack



    heiße Scheibe



    Hühnerfreund



    Großmaulgegner



    Würzstück



    Solariumtaster



    Mundvoll Blumen



    Handvoll Geschmack



    schweinereifreies Esswas



    kuhkumpeliges Brät



    interessantes Fleischloses



    Geschmackvolle Idee



    Pfannenfreund



    Doppelwumms!



    Es gibt da ja so die ein oder andere Möglichkeit,



    die letztlich vielleicht sogar besser klingt , als das, was hinten raus kommt...



    Veggie Bürger aller Geschmacksrichtungen vereinigt Euch ...



    zum fröhlichen Angrillen !

  • shantivanille

    "waschechte Fleischprodukte".

    Wurst, Frikadellen, Döner und all das Zeug wird größtenteils aus Separatorenfleisch gewonnen.

    Separatorenfleisch: Separatorenfleisch ist eine breiige Masse aus zerkleinerten Tierkörpern oder Knochenresten, die mittels Druck durch eine Lochscheibe gepresst wird, um Muskelgewebe, Fett und Knochenmark von Knochensplittern zu trennen.

    Vielleicht ein Grund warum Döner-Söder zunehmend ungesund aussieht.

    Nun, wir werden für unsere geliebten Soja-Würstchen und Gemüse-Burger andere und bessere Namen finden.

    Kreativität ist gefragt.

  • Heideblüte

    Was die Befürworter der Gesetzesinitiative von Verbrauchern halten, das ist offensichtlich: zu dumm, um ein Veggieschnitzel als vegetarisch zu erkennen. Und zu dumm, den eigentlichen Grund der Kampagne zu verstehen.

  • Ferdinand Kosak

    Es ist im Prinzip ja eine Wiederholungstat, so ideologisch verblödet wie wahrscheinlich sinnlos. Denn es darf bezweifelt werden, dass die Milchindustrie Marktanteile zurückgewonnen hat, seit die Alternativen nicht mehr den Term -Milch im Namen führen dürfen. (Aber möglicherweise kam die Rettung auch zu spät, und die ganzen verwirrten Verbraucher:innen haben einfach den Weg zurück zum Original aus dem Euter nicht mehr geschafft, nachdem sie versehentlich mal eine „Sojamilch“ erworben und davon gekostet hatten)

    Aber wehe andere Parteien wollen sowas wie ein Tempolimit oder gar an die Heizung ran, dann ist das natürlich Ideologie!



    Das ist so strulledoof, kannste dir nicht ausdenken.

  • weidedammer

    die Veggie-Wurst darf sich so bald nicht mehr nennen. Jetzt muss sich die Gemeinde Wurster Nordseeküste einen neuen Namen suchen. Ich bin letztens zum Deich in Wremen gefahren, weil ich dachte: "Wurster Nordseeküste", da gibs lecker Wurst am Deich. Und dann habe ich nur ins Gras gebissen. Das ist wirklich ein irreführender Name.



    Die Wurster Straße in Bremen/Huchtig weist auch schon Bissspuren auf.

    • willifit

      @weidedammer:

      Köstlich!



      Danke für diesen Kommentar, you made my day😊

    • Manzdi

      @weidedammer:

      Und mit meinen Kindern kann ich jetzt keine Schnitzeljagd mehr anstellen. Ich habe die Befürchtungen die schwarz-gelb-verstrahlte CXU könnte klagen, nachdem sie es verboten hat.



      Warum verbieten die das alles?

      Un der Hamburger SV darf sich nur noch so nennen, wenn jeder Stadionbesucher einen Burger isst. Verrückt!

      • Reinero66

        @Manzdi:

        Das heißt tatsächlich Schnipseljagd, weil im Regelfall nach Hinweisen in Form von kleinen Nachrichten (Schnipseln) gesucht wird.

    • Ferdinand Kosak

      @weidedammer:

      I love it!

  • Minelle

    Europa hat ja auch sonst keine Probleme, oder?