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UN-Sicherheitsrat ohne Deutschland Mehr Demut wagen

Daniel Bax

Kommentar von

Daniel Bax

Deutschland wird in der Welt nicht so gesehen, wie sich das Land selbst sieht. Der Grund für die Niederlage ist nicht nur die Haltung zu Israel.

W as hat Österreich, was Deutschland nicht hat? Das fragen sich nun einige in Berlin, um sich die Niederlage beim Bemühen um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu erklären. Die Antwort geht allerdings über „mehr Alpen, eine gehobene Kaffeehauskultur und eine Sprache, die etwas charmanter klingt als das harte Hochdeutsch“ deutlich hinaus.

Zwar gehört auch Österreich zu den größten Unterstützern Israels in Europa und stellt sich – wie Deutschland – gegen echte EU-Sanktionen. Allerdings liefert das Land Israels rechtsextremer Regierung keine Waffen, mit der diese ihre Nachbarländer angreift und im Gazastreifen einen Völkermord verübt. Und muss sich deshalb auch nicht – wie Deutschland – vor dem Internationalen Gerichtshof verantworten. Das macht einen Unterschied.

Dass Russland gegen Deutschland Stimmung gemacht haben soll, wie manche jetzt klagen, reicht als Erklärung nicht aus. Zwar gehört Österreich, im Gegensatz zu Deutschland, nicht der NATO an. Doch auch Österreichs Beziehungen zu Russland sind nach dem Generalangriff auf die Ukraine deutlich abgekühlt.

Eine Führungsrolle fällt einem nicht zu, nur weil man sie lautstark für sich reklamiert.

Nein, Deutschland hat sich schlicht zu sehr auf sein Gewicht verlassen, dass es als zweitgrößter Geldgeber der Vereinten Nationen zweifellos hat. Das Geld sollte man jetzt nicht kürzen, wie manche nun beleidigt fordern. Zumindest, wenn man nicht weiter an Bedeutung verlieren will.

Nahost-Debatten

Der Israel-Palästina-Konflikt wird vor allem in linken Kreisen kontrovers diskutiert. Auch in der taz existieren dazu teils grundverschiedene Positionen. In diesem Schwerpunkt finden Sie alle Kommentare und Debattenbeiträge zum Thema „Nahost“.

Aber Sympathien und Glaubwürdigkeit kann man sich eben nicht kaufen. Eine Führungsrolle fällt einem nicht zu, nur weil man sie lautstark für sich reklamiert. Im Gegenteil: massive Aufrüstung mit dem erklärten Ziel, die Bundeswehr zur stärksten Armee in Europa auszubauen, schreckt viele eher ab.

Die Bundesregierung muss nun erkennen, dass große Teile der Welt Deutschland nicht so sehen, wie es sich selbst sieht. Sie muss ihren völkerrechtlichen Blindflug beenden und sollte es mal mit mehr Demut und Diplomatie versuchen. Da kann sie durchaus von Österreich lernen.

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Daniel Bax

Daniel Bax Redakteur

Daniel Bax ist Journalist und Autor und schreibt über Politik, Kultur und Gesellschaft in Deutschland. Er arbeitet als Themenchef im Regieressort der taz und hat mehrere Bücher veröffentlicht: “Angst ums Abendland” (2015) über antimuslimischen Rassismus und “Die Volksverführer“ (2018) über den grassierenden Rechtspopulismus. Sein aktuelles Buch "Die neue Lust auf Links" über das Comeback der Linkspartei ist Ende 2025 im Goldmann Verlag erschienen. Impressum: Daniel Bax c/o taz, die tageszeitung. taz Verlags- und Vertriebs GmbH, Friedrichstr. 21, 10969 Berlin
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73 Kommentare

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  • Schon de Gaulle forderte:

    - die deutsche Armee müsse stärker sein als die sowjetische



    - aber schwächer als die französische.

  • Wir sind uns doch selbst nicht Grün. Die jetzige Präsidentin der Generalversammlung hat doch die designierte deutsche Kandidatin, die sich dort gut auskannte aus der Kandidatur gedrängt. So kommt das an, so geht das aus.

  • Vielleicht sollten wir einfach mal die Zahlungen einstellen, entweder wir dürfen mitreden oder wir zahlen einfach mal weniger als Österreich oder Portugal. So einfach ist das.

    • @Thomas Zwarkat:

      Die UNO ist keine Aktionärsversammlung

      Zitat @Thomas Zwarkat: „Vielleicht sollten wir einfach mal die Zahlungen einstellen.“

      Die Beitragshöhe zum UNO-Budget gehört nicht zu den Kriterien für einen Sitz im Sicherheitsrat, und der Beitrag ist kein rendtiteträchtiges Investment. Die UNO funktioniert nicht wie eine Aktionärsversammlung, auch wenn sich dies in den USA unter der Trump-Administration und immer mehr auch hierzulande wünschten.

    • @Thomas Zwarkat:

      Wir sind/waren doch dran! Die Präsidentschaft der Generalversammlung ist einer der einflussreichsten Posten der UNO. Erstens kann man diesen herausragenden Posten, der von Amts wegen dauernd mit allen zu tun hat für die Vorarbeit zur Wahl nutzen, wer das nicht wirksam gemacht hat konnte oder wollte es nicht. Zweitens kann man nicht alles haben wollen, es ist todsicher, dass man deswegen (von einer ziemlichen Mehrheit) gebremst werden wird. Das letzte ist ein dermaßen eisernes diplomatisches Grundgesetz, dass man sich keine Gedanken mehr machen muss.

    • @Thomas Zwarkat:

      In anderen Kommentierungen ist es längst formuliert: diese Lösung ist die Spitze der Arroganz und Ignoranz. Es kann und darf nicht sein, dass diejenigen, die das meiste Geld haben, den Kurs bestimmen. Es geht um Völkerrecht, Menschenrecht und Gleichbehandlung - nicht um Knete.

      • @Perkele:

        Hmm lass uns mal überlegen? Uns fehlt Geld bei kranken- ,Pflege- und Rentenversicherung! Wir sind der viertgrößte Einzahler in die UNO! Was bringt uns das? so wie es aussieht nichts! Also sollten wir daran arbeiten der 40 größte Einzahler zu werden! Wann wollen wir endlich mal anfangen zu sparen ?

        • @Thomas Zwarkat:

          Ich blwibe dabei, dass wir eine Verantwortung für das Zusammenleben aller Menschen haben. Es ist eigensüchtig, arrogant und kontraproduktiv, wenn wir nur unsere eigenen Intreressen wahrnehmen. Es gibt Wege genug auch unsere Problemfelder zu bestellen, dazu gehört allerdings, dass man in manchen Bereichen bereit sein muss das zu tun. Diesen Komplex nennt man "Zivilisation".

  • "Im Gegenteil: massive Aufrüstung mit dem erklärten Ziel, die Bundeswehr zur stärksten Armee in Europa auszubauen, schreckt viele eher ab."



    Wie kommen Sie denn auf diese These?

    Weiter finde ich es gar nicht schlecht, dass neben Österreich auch Portugal einen Sitz "gewonnen" hat.



    Was die Medien jetzt für einen Aufstand machen, nur weil die Deutschen diesen nicht bekommen haben, finde ich übertrieben und lächerlich.



    Bringen wir doch einfach beiden Ländern genügend Vertrauen entgegen und wünschen ihren Diplomaten ein "glückliches Händchen".

    • @Ruth Würfel:

      Im heutigen weltweiten Konkurrenzdenken jemanden Glück wünschen - soweit kommts noch....

  • Es lag wohl am fehlenden "Wahlkampf" und an der fehlenden Präsenz deutscher Spitzenpolitiker an wichtigen Treffen der UN, hört und liest man.

    Es darf aber dann in dem Kontext die Frage gestellt werden, warum man seitens der 193 UN-Mitgliedsstaaten zwar Deutschland nicht die Teilnahme in diesem wichtigen Gremium zugesteht, aber natürlich trotzdem Deutschland als (nimmt man das Jahr 2025) als viertwichtigsten Geldgeber "akzeptiert".

    D.h. das Geld nimmt man seitens der stimmberechtigten Länder gerne, aber bei der Wahl präferiert man dann Staaten, die in der Geldgeberliste noch nicht einmal unter den ersten Zwanzig vertreten sind. Schon Platz 20 zahlt in etwa ein Siebtel der deutschen Beiträge....

    Eine gewisse ROI-Betrachtung ist legitim und eigentlich auch durch die Politik zwingend erforderlich, denn diese verwaltet die Steuergelder der Bürger und sollte dies verantwortungsvoll tun. Ganz einfach: Was bringt Deutschland die Position als viertstärkster Geldgeber und damit die jährliche Zahlung von knapp 200 Millionen Euro an die UN?



    Ganz neutral, ohne politische Scheuklappen und ohne Zuweisung zu einer wie auch immer gewünschten oder unterstellten politischen Ausrichtung?

    • @rocsta:

      Es ist kurzsichtig, unüberlegt und arrogant darauf zu setzen, dass man alles mit Geld zuschütten kann. Nein. Ehrlichkeit, Anstand, Achtung vor Gesetzen - hier vor allem Völkerrecht- haben deutlich höheren Wert als Geld. Dazu gibt es KEINE Alternative.

    • @rocsta:

      Die Frage, warum man in der UN Deutschland des Bezahlens für würdig, der Mitgliedschaft aber für unwürdig hält, darf man in der Tat stellen. Mit Beleidigtsein hat das nichts zu tun.

      • @Jochen Laun:

        Jedes Land zahlt Beiträge, aber nur 10 können nicht-ständige Mitglieder im Sicherheitsrat sein.

        Die Plätze werden per Wahl vergeben, nicht per Auktion.

      • @Jochen Laun:

        Tja Junge - helf mal - bin ja schon was länger Steegspukker - wa!

        Volkers 🫦 “ Wie mann sich bettet -



        So schallt es heraus!“



        Schon Schröder/Fischers Gedröhne:



        “Wir sind wieder wer!“ führte zu Irritationen! Gelle



        Und unser Mr. Unbedarft aus



        Letzter ☝️ Brilon 🌳 🌲 🦌 🐗📯



        Hat da mehrere Schippen nachgelegt & btw VölkerR⚽️ gekickt.



        & liggers -



        Klar - Geld ist nicht alles - aber ohne Moos nix los!



        Das derzeitige so schlandsche Bofke-Gehampel verwundert schonn a weng! Gell



        So fesch - wie nube Austria werden wir das wohl nie hinbekommen! But



        In der EU gelingt das - jedenfalls im Vormerz geschmeidig mühelos!



        Als ich meinen Gewährsmann in Brüssel a ☕️☕️ drauf ansprach:



        “Ja schonn! Aber klandestin bestimmen wir wo‘s lang geht ……



        Weil wir das Geld geben!“ But!



        Fingerspitzengefühl wird dieser sürländer Groffschmitt - jedenfalls in diesem Leben nicht mehr lernen!



        Weil er einfach den Sabbel nicht halten kann •

        unterm—-



        Österreichische Husarenstücke waren die Gründung der 2. Republik VOR Endes WK II! 🙀



        Und wie das doppelt geschlitzte Schlitzohr Bruno Kreisky die Allierten Besatzungsmächte aus dem Kotlett bugsierte



        (Zur Russland Affinität findet sich da auch was - aber genug seis!;)) 🧐

  • Eine Führungsrolle fällt einem nicht zu, nur weil man sie lautstark für sich reklamiert.



    ----



    Ne, die muss sich jeder, auch ein Land, eine BuReg, ein BuTa,... mühevoll erarbeiten.



    Denn Führung, gar Respekt bekommen "d/W/m" auch die o.a. von "anderen" geschenkt!



    Besser im Austausch gegen Handlungen, die die Zuschauer positiv finden & selbst nicht si hinbekommen würden!



    Btw. Österreich, Portugal & Doitschand? Gegeneinander? Was war da falsch?



    Lag es an der DE Außenpolitik? Lag es an innerer Abstimmung in der EU? Oder an Fehlein-, vielleicht Eigeneinschätzung unseres Sauerland-Fritzes & seiner Gang?



    Fragen über Fragen, doch leider mMn. wieder eine Kerbe auf dem Kerbholz des Politikers, von dem das Gerücht schon vorher verkündigte:



    "Er kann's nicht!" ;-)



    Ps. Und die Lernfähigkeit ist bei 70-Jährigen ohne Erfahrung in dem Job auch nicht mehr SO ausgeprägt! :-(

  • Na von Demut anderer Länder (ohne viel von der D-Regierung zu halten) kann man aber wohl auch kaum sprechen. Mörder, Unterdrücker, Wissenschaftsverleugner, Korruption ect. allüberall an den Spitzen. Es ist doch alles nur ein trauriger (Wahn)Witz.

    • 6G
      644118 (Profil gelöscht)

      @snowgoose:

      Sie treffen den Charakter der UN ziemlich gut... Sie haben vielleicht noch – zur Vervollständigung des Bildes der Lächerlichkeit – vergessen die theatralischen Aufführungen dieser Gestalten zu erwähnen... Irgendwelche Sprecher von Massenmördern faseln etwas von der Entnazifizierung der von ihnen überfallenen Länder; andere Despoten blockieren vernünftige Resolutionen einfach aus der Laune heraus, die Vertreter der übelsten Diktaturen schwingen sich zu edlen Verteidigern des Völkerrechts, während sie zu zehntausenden ihre eigene Bevölkerung massakrieren. So gut wie alle haben eine Israel-Obsession und auf die Posten werden entweder solche Knallchargen wie Guterres oder own-agenda-AgitatoriInnen wie F. Albanese gesetzt. Und sonst in der Welt alle so: oh guck, eine weise Weltregierung hat getagt... Wo bleibt der duftende Regenbogen. Yep, getagt hat sie, und dasselbe nutzlose Theater aufgeführt.

  • Deutschland räumt der Abschiebung von unerwünschten Ausländern Priorität ein, stützt Israel bei allem, biedert sich erfolglos an die USA an, versucht die Welt mit Produkten zufluten, ist sparsam bei Entwicklungshilfe und der Aufnahme von Studenten. Deutschland dreht sich ziemlich deutlich um sich selbst, selbst das Verhältnis zu Frankreich könnte neue Impulse vertragen. In der EU fehlt eine Idee, jedenfalls eine von Merz. Und dann dominieren Themen, die der AfD nützen in Deutschland, faule Arbeitslose, überflüssige Ausländer, prekäre und poröse Grenzen, gerade hat es ein Gerichtsurteil gegen Leistungskürzungen gegen Asylbewerber geben, das sehr deutlich war. Wenn Deutschland mehr sein will, dann muss es mehr machen, es müsste aber überhaupt mal wieder eine neue Idee für die Auslandspolitik entwickeln.



    Natürlich ist das nicht ganz gerecht, Deutschland so abzustrafen, aber es geht eben nicht um Gerechtigkeit, sondern um eine Außenpolitik. Und da schwächelt diese Regierung sehr stark. Auch der Außenminister ist überhaupt kein Highlight, man fragt sich eher, ist das Alles?



    Offenbar ja, das ist alles, mehr geht nicht.

  • 6G
    644118 (Profil gelöscht)

    Egal was in der Welt passiert, Herr Bax kriegt die Kurve zum Lebensthema... Und plausible ist es auch! Die Welt ist so auf fixiert auf das Völkerrecht, dass man Israels "Genozidhelfer" abgestraft habe... Yep, die 140-150 mehr oder minder undemokratischen bis despotischen Mitglieder kämpfen für das Völkerrecht. Langsam wird echt ein Schuh draus.

  • 》Allerdings liefert das Land Israels rechtsextremer Regierung keine Waffen, mit der diese ihreNachbarländer angreift und im Gazastreifen einen Völkermordverübt.《



    .



    Der Vorwurf des Völkermords gegen Israel ist auch in einem Kommentar journalistisch unhaltbar, da er keineswegs bewiesen ist.



    .



    Es ist ein sehr schwerwiegender Vorwurf - es bedurfte der Nürnberger Prozesse, um ihn sogar für die Verbrechen des Nationalsozialismus zu erhärten.



    .



    Südafrika hat offensichtlich bisher für seine Klage vor dem IGH keine Beweise vorgelegt, die der Erwiderung Israels standhalten können, braucht deshalb 1½ Jahre(!) Fristverlängerung www.juedische-allg...-die-laenge-zieht/ - ein (wohl auch politisch motivierter) Klagevorwurf kann und sollte ohne abgeschlossene Beweisaufnahme und Entscheidung des IGH völkerrechtlich (und publizistisch) seriöserweise nicht wie ein Urteil behandelt werden!

    • @ke1ner:

      Der Vorwurf des Völkermords gegen Israel ist auch in einem Kommentar journalistisch unhaltbar, da er keineswegs bewiesen ist.



      Südafrika hat offensichtlich bisher für seine Klage vor dem IGH keine Beweise vorgelegt, die der Erwiderung Israels standhalten können,



      ----



      Ist verständlich, wenn der Tatort in der Hand des Täters ist & der jeden Zugang zu Ermittlungen blockiert!



      Btw. Doch alle Indizien sprechen dafür, auch wenn die wahrscheinlichen Täter offiziell ihre Tat massiv in Abrede stellen!

      • @Sikasuu:

        Sie machen es sich m.E. zu einfach - googeln Sie doch mal 'indizien völkermord in gaza'



        .



        Dann (KI) finden Sie Antworten wie : "Organisationen wie Amnesty International oder B'Tselem führen an, dass das massenhafte Töten, die Zerstörung von ziviler Infrastruktur und die Blockade humanitärer Hilfe systematisch darauf abzielten, die palästinensische Gruppe zu zerstören"



        .



        Und Israel beruft sich auf sein Selbstverteidigungsrecht, "der Militäreinsatz richte sich nicht gegen das palästinensische Volk, sondern gegen die Terrororganisation Hamas, die hohen Opferzahlen und die Zerstörungen seien eine direkte Folge der asymmetrischen Kriegsführung der Hamas, die militärische Stellungen bewusst in dicht besiedelten zivilen Gebieten unterhält"



        .



        Mir kommt insgesamt die Frage zu kurz, wie denn Israel auf den 7. Okt., die Geiselnahmen und den andauernden Beschuss aus Gaza, das Sich-Verschanzen der Hamas (sicher in den Tunneln) hinter der Zivilbevölkerung hätte richtig reagieren können - ohne sich ("From the River to the Sea") selbst auf-, der Hamas (und damit indirekt dem Iran) zu ergeben - angeblich linke Positionen scheinen oft davon auszugehen, als Staat solle es Israel gar nicht geben.

        • @ke1ner:

          Und Israel beruft sich auf sein Selbstverteidigungsrecht,



          ----



          Ja, ist allgemein ohne Googeln bekannt!



          Nr 47 verteidigt sich gegen Angriffe auf die U-SA am Golf!



          P der Größte die rus Demokratie gegen die faschistische Ukraine



          Und WIR haben in der Vergangenheit auch ...



          Seit 5:45 NUR zurückgeschossen!



          Alles putentative Notwehr, einzig der Verteidigung von Völkerrecht, Menschenrecht & Demokratie geschuldet!



          Da kann ich Netanjahu, dem außerordentlich "rechts-treuen" Israellenker, jederzeit aus vollem Herzen glauben!



          Ps. Beachte den Unterschied zw. "Glauben & Wissen"!



          Glauben = Ungeprüfte Übernahme einer Behauptung



          Wissen = Mit Fakten, Belegen & Tatsachen gestützt Aussage

          • @Sikasuu:

            》Glauben = Ungeprüfte Übernahme einer Behauptung



            .



            Wissen = Mit Fakten, Belegen & Tatsachen gestützt Aussage《 schreiben Sie.



            .



            Ja. Hatte ich oben auch geschrieben: 》[...] ein (wohl auch politisch motivierter) Klagevorwurf kann und sollte ohne abgeschlossene Beweisaufnahme und Entscheidung des IGH völkerrechtlich (und publizistisch) seriöserweise nicht wie ein Urteil behandelt werden!《

  • Um nur einen Punkt aus diesem Kommentar herauszugreifen: Der Vergleich zwischen Deutschland und Österreich hinsichtlich ihrer (welt-)politischen Rolle ist doch so, wie er dort gezogen wird, schlicht blödsinnig. Die Bunsreplik Ditschl ist allein aufgrund ihrer wirtschaftlichen Stärke (und der damit einhergehenden Verantwortung) gar nicht in der Lage, sich so zu verzwergen. Das hat mit fehlender Demut nichts zutun. Weiterhin ist Ditschl ein Nato-Mitglied. Auch daraus folgt eine international nicht mit Österreich zu vergleichende Rolle.



    Die europäischen Nato-Partner (und die USA) fordern von D ein weitaus stärkeres militärisches Engagement. Die Rede von der "stärksten Armee Europas" ist deshalb die Antwort auf das, was alle von D erwarten. Ob man diese (fast ausschließlich in vielen deutschen Ohren sehr unangenehm und nach, ja, Solidarität klingende) Wahrheit so aussprechen muss, wie es Hr. Merz macht (gilt auch für Stil und Zeitpunkt anderer Aussagen von ihm), sei mal dahingestellt.



    Und generell gilt, Demut hin oder her: Als Dritt-Welt-Land würde ich auch (aus reinem Eigeninteresse) nicht D in den Sicherheitsrat wählen, wenn die Alternativen Portugal und Österreich heißen.

    • @Vigoleis:

      Glauben Sie wirklich, dass in Frankreich jemand wünscht, dass Deutschland die stärkste Armee Europas bekommt? Eine starke Armee ja. Aber mit Sicherheit nicht die Stärkste.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Solange die Armee nur konventionell stark ist kratzt das Frankreich nicht so sehr. Dann zahlen die deutschen im Frieden den höchsten Beitrag in Geld um im Krieg mit Blut.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Keine Angst. Soldat will hierzulande fast niemand werden und der Rest ist nur ein Konjunkturprogramm für die deutsche Wirtschaft.

  • ...und dabei wären Herr Merz, Frau von der Leyen & die ganzen Konsorten von den Unionsparteien einschließlich der EKR & ESN, doch so gerne der Narbel der Welt 🌏...



    Doch die Realität zeigt andere Werte auf, als immer nur mit Rücksichtslosigkeit anderen Staaten gegenüber, seine eigenen Europäischen Unions Interessen durchsetzen zu wollen.



    Lernt was draus - aus diesem Erlebnis.



    toi toi toi

    • @Alex_der_Wunderer:

      Was ist ein "Narbel"?

      • @Francesco:

        @ Franchesco



        Narbel, Norbel, Nierbel...



        Meinte " Nabel der Welt " = Mittelpunkt der Welt um den sich alles dreht....



        Sorry 😎

  • Wie Deutschlands Haltung zum Völkerrecht gesehen wird, hat sicher keine Rolle gespielt.



    Warum?

    Weil der Sicherheitsrat von der Vollversammlung gewählt wurde. Von den darin enthaltenen 193 Länder gelten nur ca 25 als vollständige Demokratien und weitere ca 50 gelten als Demokratien mit Schwächen. Der weitaus größere Rest besteht aus autoritären Systemen und Diktaturen. Die interessieren sich nicht für das Völkerrecht. Im Gegenteil, sie sehen es als hinderlich an.

    • @C. Avestruz:

      Was hat die Haltung zum Völkerrecht damit zu tun, ob der Staat eine Demokratie ist? Das sind zwei paar Schuhe.

      • @Francesco:

        Wenn Völkerrecht ein Paar Schuhe ist, laufen die nichtdemokratischen Staaten barfuß.

      • @Francesco:

        Demokratien sind für gewöhnlich (mehr oder weniger gut funktionierende) Rechtsstaaten, Autokratien nicht.



        Was das bloß mit der Haltung zum Völkerrecht zu tun haben könnte?

        • @nihilist:

          Offenkundig nicht allzu viel: denn es gibt Demokratien, die sich offen über das Völkerrecht hinwegsetzen und Autokratien, die auf dessen Einhaltung bestehen. Und das ist kein Wunder, dreht sich das Völkerrecht zum erheblichen Teil doch um zwischenstaatliche Verhältnisse. Entscheidend ist also weniger die innere Verfasstheit der betreffenden Staaten, sondern ihre Macht: auf rechtliche Normen insistieren vor allem die Staaten, denen es an reinen Gewaltmitteln zur Durchsetzung ihrer Interessen fehlt.

          • @O.F.:

            Welche Autokratie besteht denn auf die Einhaltung des Völkerrechts?

  • Mehr Demut ist immer gut. Mangelnde Demut dürfte aber nicht das Wahlergebnis erklären.

    "Deutschland wird in der Welt nicht so gesehen, wie sich das Land selbst sieht." - Das ist der Knackpunkt. Das Bild Deutschlands in der Welt ist das einer gut gefüllten, offenstehenden, herrenlosen Brieftasche. Der Eindruck ist selbst verschuldet ist es doch Deutschlands Politik, Probleme im Zweifel mit Geld zuzuschmeißen. Um dieses Bild zu korrigieren ist es durchaus nötig, Gelder für UN-Projekte künftig mit Augenmaß und Zurückhaltung zu vergeben.

  • German Überschätzungswahn



    So wichtig wir wir glauben ist Deutschland nun auch wieder nicht. Wir reden zwar als wären wir eine "big nation", sind aber zum kleinen Licht der Weltpolitik geworden.



    Dass auch mal kleine Länder wie Österreich und Portugal nun mal einen Sitz im UN-Sicherheitsrat haben finde ich völlig o.k., zumal die Außenpolitik unserer jetzigen Regierung zumindest fragwürdig ist.

  • "zweitgrößter Geldgeber der Vereinten"



    "Das Geld sollte man jetzt nicht kürzen"



    Genau, Firma Zahlemann und Söhne.



    Überall ist Deutsches Geld ganz vorn dabei. Uno, Nato, Entwicklungshilfe, etc - und überall zeigen sie uns die kalte Schulter.



    Die USA sagen klipp und klar, wer Schutz durch die Nato will muss zahlen. Trump macht nur ernst was Biden und Obama zuvor und selbst Bush schon wehement gefordert haben.



    China 'hilft' Afrika und lässt sich das fürstlich entlohnen, über Exklusivverträge und Vorgriffsrechte.



    Wer zahlt schafft an.



    Alte Weisheit.



    Wenn dein Nachbar jedes Jahr ne Gartenparty schmeißt und dich nicht einlädt, dann zahlst du ihm wohl kaum jedes mal die Steaks, oder?



    Alles auf null, keine Gelder mehr um auf gutmütige Reaktionen zu hoffen.



    Nur noch Entgelt für vertraglich vereinbarte Gegenleistungen und am besten in Teilraten, volle Summe nur nach erbrachter Leistung.

    • @Astrid Sehnefeld:

      Da möchte ich doch glatt einen kürzlich verstorbenen namhaften Schauspieler in einer seiner bekanntesten Rollen zitieren: "Isch ..... disch zu mit meinem Geld...!"



      Insofern alles in Ordnung, wenn es aus Hessen heißt "...uns steht das doch zu..."?

  • Die deutschen Positionen sind für das Ausland oftmals auch schwer zu verstehen. Aktuelles Beispiel das Petersburger Wirtschaftsforum mit deutscher Unternehmensbeteiligung.

    Hat hier in Norwegen keiner Verständnis für. Auch wenn es nur wenige Unternehmer sind sendet es doch ein falsches Signal in die Welt hinaus.

    Ähnlich verhält es sich mit der deutschen Haltung zu Israel. Von Menschenrechten sprechen und Waffen an Kriegsverbrecher liefern und Sanktionen blockieren passt halt nicht zusammen. Das wird von Tuvalu bis Brasilien schon zur Kenntnis genommen.

    Der Spagat zwischen politischer Glaubwürdigkeit und Wirtschaftsinteressen ist Deutschland noch nie sonderlich gut gelungen. Meistens obsiegte letzteres.

    Und zu der vom Autor erwähnten Aufrüstung ein Einwand. Ein militärisch starkes Deutschland ist in Europa nicht nur erwünscht sondern sogar notwendig. Nicht erwünscht ist, wenn dieses auch zu einer politischen Dominanz in Europa führt. Damit hätten nicht nur die Osteuropäer Schwierigkeiten.

    Denn Deutschland ist bekannt dafür in den Bereichen wo es stark ist, die Richtung vorzugeben und oft auch die Regeln zu diktieren. War in Europa schon zu Zeiten der EG so und hält bis heute an

    • @Sam Spade:

      Ich frage mich, was erwartet wird, was Deutschland denn mit "der stärksten Armee Europas" dann anstellt, wenn es diese zusammen hat?



      Eine große teure Armee aufstellen und sie dann nicht einzusetzen führt unweigerlich zum ökonomischen Kollaps (Imo der Hauptgrund für den wirtschaftlichen Niedergang der Sowjetunion).



      Siehe USA: die leisten sich auch eine riesige teure Armee und der Grund, warum sich das für sie auszahlt, ist dass, Sie jederzeit bereit sind, diese auch für ihre politischen Ziele einzusetzen.



      Wenn der deutsche Plan ein ähnliches Vorgehen vorsieht, dann sollte man noch rasch das Grundgesetz ändern. Denn dieses untersagt explizit Angriffskriege.



      Und wer glaubt, man bräuchte diese Form der Aufrüstung, um für einen Verteidigungsfall vorbereitet zu sein, der nie eintreffen wird: Genau dieses Denken führt dann in den ökonomischen Ruin.

      • @TeeTS:

        Woher wollen Sie denn wissen, dass der Verteidigungsfall für Deutschland nie eintreten wird?!

      • @TeeTS:

        Historisch stellt es ja nun wirklich keine neue Erkenntnis dar, das es Epochen gibt in denen wirtschaftliche Stärke für sich allein nicht mehr ausreichend ist um international Einfluss auszuüben.

        Mit militärischer Stärke lassen sich zudem auch Ziele erreichen, ohne gleich das Militär einsetzen zu müssen, z.B. in Form von Sicherheitsgarantien für kleinere Staaten oder den Schutz internationaler Wasserstraßen.

        Die Logik besteht nicht in der Aufrüstung allein, oder auch frei nach Sun Tzu, militärische Stärke basiert nicht auf roher Gewalt sondern auf strategischer Planung und überlegenen Intellekt.

        • @Sam Spade:

          @Sam Spade



          ..." strategische Planung und überlegenen Intellekt "



          Da fühlt man sich als Teutscher im Schland ja direkt voll angesprochen 😇



          Klar, logo da brauchen wir eine starke, unbeschreiblich kostspielige Armee, so wie damals am Hindukusch, da gab's ja auch ordentlich viel , viel & noch viel mehr von unserer Demokratie zu verteidigen...



          Bekommen wir schon irgendwie, irgendwann, irgendwo zum Einsatz, unsere Armee. Vielleicht lässt sie sich ja auch im Ganzen, Komplett gegen Gebühr, zahlungskräftigen Interessenten überlassen, die Armee.



          Für Film Produktionen wird ja auch öfters mal militärisches Equipment benötigt 😉

      • @TeeTS:

        Das Grundgesetz ist kein Hindernis für Angriffskriege. Kriege werden so gut wie immer anders getarnt. Und sollte das BVG mal anders entscheiden, sind Jahre vergangen und der Krieg ist schon vorbei.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Was sie meinen ist sicherlich der Vorwand für einen Angriffskrieg. Der ist jedoch für die Strafzumessung unbedeutend.

          Ein Angriffskrieg ist ein militärischer Einsatz gegen einen Staat ohne das ein Verteidigungsfall vorliegt.

          Einzig daran orientiert sich die Rechtssprechung, für die im übrigen im deutschen Fall nicht das BVerfG sondern der BGH zuständig wäre.

          Den dafür verantwortlichen Personen in Deutschland droht nach § 80 StGB eine Haftstrafe von mindestens 10 Jahren.

          Hinzu käme dann noch die Staatshaftung für die verursachten Schäden.

          Unter diesem Aspekt würde ich das Grundgesetz schon als Hindernisgrund betrachten.

          Gleiches gilt für das Völkerrecht.

          Bei einem Prozess nach dem Weltrechtsprinzip würde die Strafzumessung nach dem Völkerstrafrecht erfolgen. Nach § 13 VStGB wird das Führen eines Angriffskrieges mit lebenslanger Freiheitsstrafe geahndet.

          • @Sam Spade:

            In der Theorie haben Sie natürlich Recht. In der Praxis sind die Mitglieder der Regierung Schröder nie vor Gericht gekommen.

            Wie gesagt. So etwas wird bemäntelt.

            • @warum_denkt_keiner_nach?:

              Nicht so ganz - sagte Hans! 🤣



              Die Rechtsprechung zeigte Flagge



              🤖 Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat in einem Grundsatzurteil vom 21. Juni 2005 (BVerwG 2 WD 12.04) entschieden, dass Bundeswehrsoldaten aus Gewissensgründen die Mitwirkung an militärischen Projekten verweigern dürfen, wenn diese den völkerrechtswidrigen Irak-Krieg unterstützen könnten. Der Freispruch eines Majors bestätigte die Grenzen des militärischen Gehorsams.“



              Die Exekutive zeigte sich nicht ganz unbeeindruckt!;)(



              CDU-Schranzen gingen die Präsidentin an: es dürften nur noch Gediente in den Wehrdienst-Senat!🙀



              Die karlsruhegestählte Präsi gab deutlich öffentlich Bescheid!



              Und der BVM Jung (Jung who?) ließ die Muskeln spielen und lehnte den avisierten BE-Nachfolger erstmals ab - ohne jegliche Begründung.



              Umgesetzt wurde das Urteil nie.

              So it goes ©️ Kurt Vonnegut



              always at your service

  • Wir wissen für alle alles besser. Und weisen darauf hin, wer was besser besser verstehen soll oder besser tun kann.



    Nur nicht für uns selbst, da wollen wir das nicht. Weder von anderen wollen wir das, noch untereinander.



    Und jeder andere soll das bittschön so verstehen wie wir selbst.



    Ein Problem...denn dann Blockaden überall.

  • Deutschland blieben in der Uno und außenpolitisch einige Möglichkeiten sich zu profilieren. Und das durch eine Mischung aus Diplomatie und (militärischem) Beistand. Beispiele wären hier zum einen die Ukraine und auf der anderen Seite Taiwan. Beides Staaten, die unseren diplomatischen Schutz, aber auch Beistand benötigen. In Gaza könnte man sich für Menschenrechte und einen Wiederaufbau einsetzen, wenn man bereit wäre von der Staatsräson als festes Ziel ein wenig abzurücken und seinen Kompass wieder auf Menschenrechte und Völkerrechte zu eichen. Leider geht in Deutschland aber oft Wirtschaft vor Menschenrechten und Demokratie.

    • @Hamburger in Istanbul:

      "In Gaza könnte man sich für Menschenrechte und einen Wiederaufbau einsetzen, wenn man bereit wäre von der Staatsräson als festes Ziel ein wenig abzurücken und seinen Kompass wieder auf Menschenrechte und Völkerrechte zu eichen."

      Deutschland zählt seit Jahren zu den größten Geldgebern der UNRWA. Zwischen 2005 und 2025 zahlte Deutschland insgesamt schätzungsweise über 1 Milliarde Euro an das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge.

      Und zum Thema Menschenrechte...obwohl Israel sich 2005 komplett aus Gaza zurückgezogen hat haben die Palästinenser die Hamas gewählt.

      Eine Organisation, die sowohl islamistisch als auch nationalistisch ist, und von der EU und vielen anderen Staaten als Terrororganisation eingestuft wird.

      Das scheint mir weitaus engagierter zu sein als der Boykott des ESC von Spanien oder Irland.

      • @Pawel_ko:

        Die Hamas hat dann nach 2005 aber auch flugs dafür gesorgt, dass nicht nochmal gewählt wurde. Weite Teile der Bevölkerung in Gaza waren damals noch gar nicht am Leben, geschweige denn wahlberechtigt.

        • @nihilist:

          Meine Rede. Die Hamas ist eine islamistisch-nationalistische Terrororganisation die nicht nur Israel mit Terror überzieht, sondern in erster Linie die eigene Bevölkerung. Andersgläubige, Homosexuelle (auch aus den eigenen Reihen), Oppositionelle...alle Leiden unter der Hamas. Und das traurige ist, kaum jemand interessierten die Menschenrechte der Palästinenser so lange der "Feind" nicht Israel heißt.

  • Die Uno steht, bei all Ihren Schwächen, für eine regelbasierte, friedliche Weltordnung. Merz hingegen hat bereits als Kanzlerkandidat der Union im Zusammenhang mit dem internationalen Haftbefehl gegen Netanyahu deutlich gemacht, dass diese für ihn bestenfalls optional ist. Nach seiner Wahl zum Kanzler ist die von ihm geführte Regierung dieser Linie dann leider auch treu geblieben.



    Wenn in der Konsequenz Deutschland nicht in Sicherheitsrat gewählt wurde, ist dies durchaus nachvollziehbar. Die Schuld dafür bei anderen, z. B. bei Russland zu suchen, zeigt zum wiederholtem Mal, dass zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung bei ihm und anderen Unionspolitikern Welten liegen.



    Wäre Merz zu so etwas wie Selbstreflexion fähig, wären ihm seine arg eingeschränkten intellektuellen und politischen Fähigkeiten schon vor Jahren bewusst geworden und er hätte die sauerländische Provinz nie verlassen. Da er dies nicht getan hat, haben wir nun einen Bundeskanzler, der am ehesten noch zum Beispiel für das Dunning-Kruger-Syndrom taugt.

    • @Flix:

      @Flix



      👍👍&👍👍

    • @Flix:

      Aber das deutsche Geld wird sehr gerne genommen.

    • @Flix:

      Die Bewerbung um diesen Sitz läuft seit über 8 Jahren, Merz ist seit gut einem Jahr Bundeskanzler. Sie können getrost davon ausgehen, dass das Kind nicht auf den letzten Metern ins Wasser gefallen ist.

    • @Flix:

      Für mich steht die UNO für vollständiges Versagen. Die regelbasierte Weltordnung gilt für viele, aber sicher nicht für die ständigen Mitglieder mit ihrem Veto. Das hat man doch die letzten 80 Jahre gesehen. Von daher ist es nicht so schlimm, wenn man bei diesem Papiertiger nicht dabei ist.

    • @Flix:

      "Wenn in der Konsequenz Deutschland nicht in Sicherheitsrat gewählt wurde, ist dies durchaus nachvollziehbar."



      Anschlussfähige Schlussfolgerung. Alles andere wäre auch bedauernswert, denn die alten und neuen antideutschen Reflexe aus bestimmten Lagern reichen nach meiner Meinung nicht aus für stichhaltige Begründungen zur sehr klaren Niederlage.



      Wahrscheinlich werden wir doch eher als zweifelhafte und zauderhafte Akteure mit vermeintlicher Vasallenaura in weltpolitischen Fragen gesehen. Die Aussagen des Kanzlers in Brasilien zum Gastgeberland und andere Fauxpas ohne flankierende Dioplomatie waren sicherlich am Ende nicht maßgeblich entscheidungsrelevant, aber dennoch für das Stimmungs- und Meinungsbild zusätzlich hinweisgebend.



      Cessante causa cessat effectus.

      • @Martin Rees:

        Wieso nur "vermeintliche Vasallenaura"? Wenn es unser aller Kanzler schon glücklich lächeln lässt, wenn ihn Onkel Donald beim Besuch in Gottes eigenem Land aufs Bein tatscht - was soll die Welt bei solchem Anblick denken?



        Zudem ist es halt überdeutlich sichtbar, dass die Positionierung deutscher Politik in Sachen Auslegung des Völkerrechts unglaublich verlogen und interessengeleitet ist.



        Ja: Staaten haben Interessen und keine Freunde, wie mal ein Politiker in ungewohnter Ehrlichkeit sagte. Aber dann darf man sich nicht wundern, wenn das andernorts kritisch gesehen wird.

    • @Flix:

      Ihre Merz-Abneigung in Ehren. Aber ist das nicht etwas schlicht?

      • @Tom Farmer:

        Finde ich jetzt nicht, denn nach Hanlon wäre jede andere Erklärung noch weniger schmeichelhaft für die handelnden Personen.

        • @Flix:

          Touché! - volle Punktzahl von mir

  • Man kann nicht immer jedermanns Darling sein. Wenn Deutschland nicht gewollt ist, dann ist es so. Man sollte aber die Zahlungen dann auch nach unten anpassen.

    • @Filou:

      Nicht nur, dass Sie voll auf AFD Linie fahren.



      Es ist auch ein charakterlicher Offenbarungseid, wenn man sagt: Entweder gewinnen oder garnichts.



      Wenn wir jetzt die Zahlungen einfrieren, nur weil wir beleidigt sind wie eine Leberwurst.. dann hat dieses Land ohnehin politisch abzudanken.

      • @Schleicher:

        Der is bei v. Ribbentrop in die tysk



        Fettnäpfchen-Schule gegangen.

      • @Schleicher:

        Man kann die Höhe der Zahlungen durchaus hinterfragen. Deutschland zahlt den zweithöchsten Beitrag. Warum? Weder sind wir das zweitgrößte, noch wirtschaftlich das zweitstärkste Land.



        Und bitte versuchen Sie nicht, die Diskussion mit der Afd-Keule abzuwürgen.

        • @Bommel:

          Wenn nationalistische Argumente vorgebracht werden, ist der Bezug zur AfD durchaus legitim.

        • @Bommel:

          Das kann man tun. Aber bitte unabhängig vom Wahlergebnis.