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Reform des HeizungsgesetzesFreiheit zum absoluten Blödsinn

Susanne Schwarz

Kommentar von

Susanne Schwarz

Als stünde Deutschland nicht eh schon vor dem Problem, die Klimaziele absehbar zu reißen: Jetzt soll es immer weiter neue Öl- und Gasheizungen geben.

In Zukunft soll sich je­de*r wieder jede noch so klimaschädliche Heizung einbauen dürfen Foto: Zoonar/totalpics/imago

D ie schwarz-rote Bundesregierung behauptet frech, sie werde die deutschen Klimapflichten erfüllen – dabei ist das Gegenteil offensichtlich. Das Heizungsgesetz der Ampel-Regierung, das Deutschlands noch größtenteils fossile Wärmeversorgung nach und nach erneuerbar gestalten soll, will sie völlig entkernen. Das zeigen die Eckpunkte zur geplanten Reform, auf die sich die Fraktionsspitzen der Unionsparteien und der SPD am Dienstagabend geeinigt haben.

In Zukunft soll sich je­de*r wieder jede noch so klimaschädliche Heizung einbauen dürfen. Gas, sogar Öl – alles wieder drin. Überraschend kommt das nicht, die Ansage im Koalitionsvertrag lautete schließlich: „Wir werden das Heizungsgesetz abschaffen.“ Doch die Hoffnung blieb, dass die SPD sich doch noch daran erinnern würde, dass das ursprüngliche Heizungsgesetz ja ein Projekt der von ihr geführten Regierung war.

Die Union hat sich aber vollends durchgesetzt. Das zentrale Element des Heizungsgesetzes soll gestrichen werden. Das besteht darin, dass neue Heizungen zu 65 Prozent erneuerbar betrieben sein müssen. Der Clou liegt nicht in der konkreten Zahl, sondern vor allem darin, dass damit nicht einfach nur herkömmliche Öl- und Gasheizungen eingebaut werden dürfen. Für Neubauten gilt die Regelung seit 2024, für den Bestand gibt es Übergangsfristen.

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Die Eckpunkte von Schwarz-Rot sehen nun eine „Bio-Treppe“ für neue fossile Heizungen vor. Das heißt, dass die klimaschädlichen Anlagen ab 2029 einen zunehmenden Anteil ‌CO₂-neutraler Brennstoffe wie Biomethan oder synthetische Treibstoffe nutzen müssen. Doch die sind rar und werden ohnehin in der Industrie viel dringender gebraucht. Die Knappheit bedeutet außerdem hohe Preise. Durch den CO₂-Preis wird auch das fossile Öl und Gas zunehmend teurer.

CO₂-Preise treiben Kosten für Öl und Gas hoch

Verbraucher*innen, die jetzt noch auf neue Öl- und Gasheizungen setzen, dürften also früher oder später in die Kostenfalle tappen. Das gestehen auch die Regierungsparteien ein. „Da muss ich als Verbraucher oder Verbraucherin abwägen, ob ich mich diesem Risiko der steigenden CO₂-Preise aussetzen will“, sagte SPD-Fraktionschef Matthias Miersch bei der Vorstellung der Eckpunkte. „Aber es gibt eben diesen Freiheitsaspekt.“ Wie bitte? Die Freiheit zum absoluten Blödsinn?

Der Staat hat den Bür­ge­r*in­nen gegenüber eine Schutzpflicht. Deshalb gibt es auch nicht die Freiheit, Häuser ohne Standsicherheit zu bauen, ohne Gurt Auto zu fahren und vieles Weitere. Er muss Bür­ge­r*in­nen auch vor der existenzbedrohenden Klimakrise schützen. Das ist gesunder Menschenverstand, aber auch verfassungsgerichtlich bestätigt.

Immerhin soll die staatliche Förderung, etwa für den Einbau von Wärmepumpen, erhalten bleiben. Zu hoffen ist also, dass sich viele Menschen auch ohne Pflicht für erneuerbare Varianten entscheiden. Sicher ist aber: Mit der geplanten Reform wird Deutschland viel weniger Treibhausgas einsparen. Damit gibt die Regierung die deutschen Klimaziele praktisch auf.

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Susanne Schwarz
Leiterin wirtschaft+umwelt
Jahrgang 1991, leitet das Ressort Wirtschaft + Umwelt und schreibt dort vor allem über die Klimakrise. Hat ansonsten das Online-Magazin klimareporter° mitgegründet.
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192 Kommentare

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  • Die Mitte propagiert einen wirtschaftlichen Aufschwung mit Öl und Gas, Deutschland verliert aber trotzdem gegen China.



    Ist dem Deutschen eh egal, Hauptsache die Mitte macht's.

  • Das Interview mit Herrn Müller-Kraenner (!6158027) ist nicht kommentierbar. Warum nicht?



    Dort wird endlich einmal an aufmerksamkeitswirksamer Stelle eine Binsenwahrheit deutlich vorgetragen, die ich und alle anderen, die rechnen können, schon lange ansprechen: "Der Input an Energie über Düngemittel, Pflanzenschutzmittel und die maschinelle Bearbeitung macht oft den CO2-Gewinn durch das Biogas wett."



    Aber warum erst jetzt, wo es parteipolitisch opportun scheint? 5 GW der deutschen Stromerzeugung und damit fast ein Zehntel des Gesamtverbrauches, weit mehr als Offshorewind, als Wasserkraft und in der Hälfte der Monate als Solar stammen aus Biomasse und für die gilt es ganz genauso. Neben dem Flächenverbrauch kommt die dabei besonders große Bodenerosion, Spritzintensität und Humuszerstörung dazu.



    Daneben wären Gas und andere Biomasse mühelos speicherbar. Tages- oder Wochenspeicher kosten fast nichts und die Anlagen könnten, wenn es sie schon geben muß, helfen, Angebots- und Verbrauchsschwankungen auszugleichen. Stattdessen laufen sie hochsubventioniert 24/7 durch.

    • @Axel Berger:

      Ich habe Ihnen glaub schon mal geschrieben, dass Sie sich mit den Einheiten vertraut machen müssen. Denn so wie das schrieben ist das schlicht falsch. 5GW ist eine Leistung, und hat mit Verbrauch allenfalls indirekt zu tun. GWh, das wäre der Verbrauch. Klingt ähnlich, ist es beileibe nicht. Und wo die genannten 5 GW herkommen erschließt sich mir auch nicht. Es sind knapp 10 GW installiert, bei ca. 280 GW gesamter installierter Leistung, und Sie schrieben was von 10%. Link:



      www.bdew.de/servic...allierte-leistung/



      Die echte Stromerzeugung gibts hier. de.wikipedia.org/w...erbaren%20Energien.

      • @Tom Farmer:

        Ich lasse Ihre "Korrektur" mal so stehen. 5 GW sind 5 GWh pro Stunde, 10 GWh in zwei Stunden und 120 GWh am Tag. Der deutsche Verbrauch liegt mit Tages- u d Jahresschwankungen um 60 GW.



        Meine Zahlen stammen von Agora. Die installierte Nennleistung besagt bei Solarstrom wenig. Ich habe mir Monatssalden über ein Jahr anzeigen lassen. Daß der Solarertrag nur in einigen Monaten unter der Erzeugung aus Biomasse liegt, im Hochsommer aber nicht, hatte ich explizit dazugeschrieben.

  • Das eigentlich Blöde an dem alten und an dem neuen Gesetz ist, dass die Förderung prozentual ist. Dadurch ist die Wärmepumpe beispiellos teuer geworden, der Preis liegt praktisch nie unter dem maximal förderfähigen Betrag von 30.000 € sondern meistens noch etwas darüber. Schaut man in andere Länder, wo es nur eine pauschale Kaufprämie gibt, kostet die Wärmepumpe deutlich weniger, weil dort die Fördersumme nicht mit dem Preis steigt.



    Am besten für das Klima wäre freilich eine Vollförderung, einmalig für jedes Gebäude, das noch keine klimafreundliche Heizung hat. Der Staat kann sich das jederzeit leisten, denn er tätig und empfängt seine Zahlungen über die eigene Zentralbank. Die Zahlungen sind technisch nichts anderes als ein virtuelles Gelddrucken, Steuereinnahmen eine virtuelle Geldverbrennung ( www.pufendorf-gese...d-mit-der-tastatur ). Mitnahmeeffekte durch die Hersteller oder Handwerker wären zum einen genauso problemlos zu stemmen. Zum anderen gibt es auch einfache Tricks, wie man als Staat diese Mitnahmeeffekte verhindern kann.

  • Vollkommen unverstädliche, aber wohl politisch gewollte Aufregungen innerhalb der Bevölkerung. Einfach einmal einen individuellen Kostenvoranschlag für eine neue Gasheizung und einen für eine Wärmepumpe einholen. Dazu sich einmal die staatlichen Fördergelder, bis zu 70 % beim Einbau einer Wärmepumpe, immerhin bei 30.000 Euro Investition - 21.000 Euro Förderung möglich, durch den Kopf gehen lassen.

  • Das kommt davon wenn man ohne Verstand ein kompliziertes Gesetz macht was in der Realität zu katastrophalen Situationen führen kann.



    Günstige Strompreise und Versorgungssicherheit würden alleine zu mehr Wärmepumpen führen.



    Horrende Kosten für Zwangsfernwärme sind für Mieter weitaus bedrohlicher als die absehbare CO2 Bepreisung. Wer rechnen



    kann und einen verantwortungsvollen Vermieter hat ist schwer im Vorteil.

  • Was mich an der Debatte irritiert, ist weniger das Gesetz als die Aufregung darüber.



    Niemand wird zu einer bestimmten Heizung verpflichtet. Entscheidungen bleiben individuell.

    Dass ausgerechnet die Möglichkeit zur Wahl als Skandal empfunden wird, erschließt sich mir nicht.

    • @Desti:

      Das Wort "Klimakatastrophenfolgeschädenregress" verstehen Sie vermutlich auch nicht.

      Der Staat hat eine Schutzfunktion, und dass die durch Extremwetterereignisse vernichteten Werte in absehbarer Zukunft eingeklagt werden, liegt auf der Hand (allein die Schadenssummen machen es unumgägnlich).

      Würden Sie auch den TÜV abschaffen, oder Haushaltsgeräte nicht mehr überprüfen ob sie kindersicher sind?

      • @Ajuga:

        Der Staat hat neben den Klimazielen auch Armutsziele, Teilhabeziele, Verkehrstotenziele, Entwicklungshilfeziele etc. Werden alle gerissen, obwohl DE im Alleingang hier Substantielles erreichen kann. Der Fokus auf Klima bringt dagegen nichts, da globale CO2 Schleudern hier genau nixx machen und drum selbst eine 100% Reduktion in DE keinen messbaren Effekt hat. Wir haben jetzt die Situation, dass ein guter Teil der Bevölkerung den klimazielen negativ eingestellt. Gegenübersteht, weil es erhebliche Kosten bringt-und auf der anderen Seite sie im Alltag mit dem Bild einer dysfunktionalen Gesellschaft konfrontiert werden. Das hätte man in Summe sehr viel cleverer machen können...

      • @Ajuga:

        Der Hinweis auf eine staatliche Schutzfunktion beantwortet meine Aussage nicht.

        Mir ging es nicht darum, ob der Staat regulierend tätig sein darf, sondern darum, dass hier ausgerechnet Wahlfreiheit als Skandal behandelt wird.



        Niemand bestreitet, dass der Staat Schutzaufgaben hat – die Frage ist, wie er sie ausübt und wo er sie akzeptiert.

        Interessant ist doch, dass genau diese Schutzfunktion des Staates in anderen Politikfeldern, etwa der Migrationspolitik, regelmäßig als „rechts“ oder „autoritär“ delegitimiert wird, sobald sie konkret wird.



        Dort gilt staatlicher Schutz plötzlich nicht mehr als selbstverständlich, sondern als moralisch problematisch.

        Hier hingegen wird dieselbe Schutzlogik bemüht, um individuelle Entscheidungen zu diskreditieren.



        Diese Inkonsistenz irritiert mich – nicht das Gesetz selbst.

        • @Desti:

          Wovor muss der Staat uns Individuen denn in anderen Politikfeldern, z.B. der Migrationspolitik, schützen? Hier geht es darum, uns alle vor absehbaren Naturkatastrophen bis hin zur völligen Unbewohnbarkeit unseres Planeten zu bewahren.



          Die Frage, dass Deutschland alleine das nicht schaffen kann, aber irgendwo die Vorbilder sein müssen, dürfte ausdiskutiert sein.



          Die Reduzierung von Naturkatastrophen verringert langfristig die Anzahl der potenziellen Geflüchteten mit subsidiärem Schutz, und ist insofern wirksamer in der vermutlich gewünschten Richtung der Migrationspolitik als viele aktuell diskutierte Maßnahmen, insbesondere die gezielte Überlastung unserer Polizei. Dann stecken wir das Geld doch lieber in sozial gerechte Heizumrüstung!

        • @Desti:

          1. Der Staat soll Rahmenbedingungen setzen um langfristige Ziele zu erreichen. Mit dieser Novellierung wird Klimaneutralität krachend verfehlt.



          2. Die Wahlfreiheit könnte OK sein, wenn es nur Häuslebesitzer gäbe. Dann müsste man für seine Fehlentscheidungen selber aufkommen. Das trifft aber für alle Mieter nicht zu: Der Vermieter kann einbauen, was er will und der Mieter zahlt die hohen Energiekosten für Gas/Öl.

  • Mehrfach wurde hier gesagt, das Heizen mit fossilen Brennstoffen würde in Zukunft "horrend" teuer, weil sowohl die Co2-Abgabe als auch die Preise für die beizumischenden "Bio"-Brennstoffe steigen werden.



    Allerdings muss berücksichtigt werden, dass zwar die Co2-Abgabe für den fossilen Brennstoffanteil steigen wird, aber dieser Anteil fossiler Brennstoffe durch die zunehmende Beimischung nicht-fossiler Brennstoffe SINKEN wird.

    • @henryMann:

      Das kompensiert es nicht, weil die Herstellung nicht-fossiler Brennstoffe viel zu teuer ist und auch bleiben wird, weil jeder Umwandlungsschritt mit erheblichen Verlusten verbunden ist.

      Nur mal so als Zahl: Der Wirkungsgrad von Pflanzen bezgl. der Sonnenenergieausbeute (als Vorstufe von Biokraftstoffen) liegt bei 1-3%, der Wirkungsgrad von 0815-Solarmodulen bei >20%.

    • @henryMann:

      Es gibt Abgaben auf Kobalt?

  • Dass die CO₂-Preise die Kosten für fossile Brennstoffe hochtreiben, ist nicht schicksalhaft. Die CO₂-Bepreisung war eine politische Entscheidung, die auch wieder rückgängig gemacht werden kann. Von dem "Klimageld", das die Preiserhöhungen sozial abfedern sollte, redet inzwischen praktisch niemand mehr.

    Der kritische Hinweis im Artikel, dass "CO₂-neutrale" Brennstoffe rar seien, ist berechtigt, aber wollten nicht gerade die Grünen unter Beifall der taz den Einstieg in eine "grüne Wasserstoffwirtschaft"? Auch von diesem Luftschloss ist inzwischen kaum noch die Rede. In diesem Artikel (anders als in diesem: taz.de/Reform-des-...gesetzes/!6157103/ ) wird der Wasserstoff als Variante des "Grüngases" gar nicht mehr erwähnt.

    • @Budzylein:

      "wollten nicht gerade die Grünen unter Beifall der taz den Einstieg in eine "grüne Wasserstoffwirtschaft"?"

      Nein, das waren Merz und Lindner.

  • Die Förderlander haben keinen Grund, die Fördemenge zu reduzieren. Wir müssen nicht regenerative fördern sondern den Förderlandern das Öl abkaufen. Mit der Auflage, es in der Erde zu lassen. Andernfalls werden sie weiter pumpen. Irgendwer auf der Welt wird es kaufen. Die Entwicklung der Fördermengen geben mir recht.

  • Ich habe immer schon geahnt, dass die Herren Kraft, Hilse und Kotré nur auf dem Papier AfD-Mitglieder sind, weil sie dort ungehemmter herumpö.....ln können, aber für die Schwarzen und ihre Sponsoren in den Energiekonzernen arbeiten.

  • Schön, wenn Wahlversprechen auch einmal eingehalten werden.



    Man kann sicher manches in Frage stellen. In einen zentralen Punkt liegt die Einigung völlig richtig:



    Sie wälzt nicht den schwarzen Peter für Ziele, die Deutschland und die Welt nicht erfüllen, auf einzelne ab.

    • @Frauke Z:

      Doch, EXAKT DAS tut sie.

    • @Frauke Z:

      Sie haben recht, dass das der Fehler des alten Heizungsgesetzes war. Dass man die Erfüllung der Klimaziele auf Personen abgewälzt hat, die teilweise schon jetzt am Kämpfen sind, z.B. ärmere Hauseigentümer, die Probleme haben, eine Wärmepumpe zu finanzieren (selbst wenn es irgendwann 70% Förderung gibt) oder Mieter, die schon heute kaum die Miete zahlen können und Angst vor einer Modernisierungsumlage haben.



      Leider ist das neue Gesetz nicht besser. Im Gegenteil, es wälzt die Kosten auf noch ärmere Menschen ab. Hauseigentümer müssen jetzt zwar keine Wärmepumpe finanzieren, aber Mieter werden mit noch höheren Kosten zu kämpfen haben. Insofern hat die CDU etwas für ihre Klientel getan, aber die SPD hat kläglich versagt, ihre (früheren) Wähler zu schützen, Arbeiter und Mieter.



      Dabei ginge es relativ einfach, indem der Staat allen anbietet, ab sofort nur noch 80% der bisherigen Heizkosten an die KfW zu zahlen (abzüglich der Betriebskosten), wenn sie mit einem Kredit der KfW eine Heizung einbauen, die mindestens 65% erneuerbar ist. 

    • @Frauke Z:

      Genau das stimmt eben nicht. Der/die Einzelne muss in wenigen Jahren horrende CO2-Abgaben und hohe Preise für die dann vorgeschriebene Beimischung des grünen Wasserstoffs oder Biogases zahlen und tritt beim Ankauf in Konkurrenz zu mächtigen Stromkonzernen, die den Markt leerräumen.

      Der Unterschied ist nur, dass man sich jetzt eigenverantwortlich auf Abwegen ruinieren darf, während einem vorher der "richtige" Weg vom Staat vorgeschrieben wurde.

      Insofern ist es ein typisch konservativer Move der Politik: Wer schlicht zu dumm ist, der wird halt vor den Bus geworfen, niemand hilft dann.

      • @hedele:

        Sorry hedele, dass die CO2 Abgaben ins Horrende steigen werden ist überhaupt noch nicht ausgemacht!



        Die CDSU ist zur Wahl mit dem Wahlversprechen angetreten dieses sinnbefreite "Heizungsgesetz" abzuschaffen.



        Sie wurden gewählt und lieferten jetzt endlich.

        Was Parteien bei der nächsten Wahl "versprechen" weiß ich nicht, wenns aber für mich von Vorteil ist überlege ich mir wo ich mein Kreuz mache.

        Eine Begrenzung der CO2 Preisanstieg wäre dabei sicher ein für mich überzeugendes Wahlthema.

        Da der CO2 Preis deutlich steigen wird, wenn alles so bleibt wird dies auch das Thema

      • @hedele:

        Ja, eben.

        Hier geht es darum, den Staat aus seiner Haftungspflicht für von ihm unterstützte crimes against humanity zu nehmen.

      • @hedele:

        Hausbesitzer, die ihr Haus selbst erarbeitet haben, sind gewöhnlich nicht dumm, sondern eher fleißig und fähig auszurechnen, ob eine Investition sich lohnt oder nicht. Haben Sie die Investition Waermepumpe schonmal fuer Ihr Haus durchgerechnet? Falls ja lassen Sie uns bitte an dem Ergebnis teilhaben.

        • @Nachtsonne:

          Ein Haus kostet so viel, dass man es sich nicht "selbst erarbeiten" kann. Man kann es nur finanzieren, wenn man andere für sich arbeiten lässt - ob direkt (als Untergebene in einem Betrieb) oder indirekt (durch Abschöpfen von Aktiengewinnen).

          • @Ajuga:

            Natürlich kann man das. Man muss halt dafür viel arbeiten und auf andere Sachen verzichten. Aber ja, dafür muss man rechnen (und sparen) können.

          • @Ajuga:

            Das trifft zumindest für mich und meine Familie in keiner Weise zu.



            Ich gebe zu, dass "die Zeiten", in denen wir uns unser Haus erarbeitet haben, günstiger waren.



            Aber auf Malle (stellvertretend) waren wir nie, unsere Anschaffungen richten sich nach echten Bedürfnissen, trotzdem würden wir es heute wahrscheinlich nicht mehr schaffen.

      • @hedele:

        "horrende CO2-Abgaben und hohe Preise für die dann vorgeschriebene Beimischung des grünen Wasserstoffs oder Biogases" - so oder ähnlich wurde es hier schon mehrfach gesagt.



        Das "UND" suggeriert eine doppelt antriebene Preissteigerung. Richtig ist aber:



        Zwar wird die Co2-Abgabe steigen, aber der Anteil des fossilen Brennstoffes, für den sie gezahlt werden muss, SINKT mit zunehmender Beimischung des nicht-fossilen Brennstoffes! Das sind Preisbewegungen, die nicht kommulieren, sondern GEGENLÄUFIG wirken.

        • @henryMann:

          Nein das läuft kostenmäßig parallel! Der CO2-Preis steigt beim fossilen Anteil und der Anteil der nichtfossilen Brennstoffe ist auch ohne Co2-Preis extrem hoch.

      • @hedele:

        Der Staat schreibt Pauschallösungen vor. Vor Ort hat jeder seine individuelle Situation. Da ist die Pauschallösung oft nicht sinnvoll. Man kann dem Bürger zutrauen, dass er besser entscheiden kann als der Staat, der die Situation vor Ort nicht kennt. Konservative trauen dem Bürger zu, dass er selber denken und entscheiden kann. Ist es progressiv, die Bürger für ein dummes, unmündiges Wesen zu halten, dem der Staat die Entscheidungen abnehmen muss?

      • @hedele:

        "Der/die Einzelne muss in wenigen Jahren horrende CO2-Abgaben und hohe Preise für die dann vorgeschriebene Beimischung des grünen Wasserstoffs oder Biogases zahlen ..."

        Die horrenden CO2-Abgaben sind ja göttlicher Wille, sondern die Folge von politischen Entscheidungen. Jede politische Entscheidung kann in einer Demokratie durch ein entsprechendes Wahlverhalten wieder geändert werden.



        Und selbst wenn sich an den Energiekosten nichts ändert: Für Menschen jenseits der 60 sind kreditfinanzierte Zukunftsinvestitionen Unsinn. Einen einfachen Austausch der in die Jahre gekommenen Gastherne dagegen könnte ich aus meinen Rücklagen finanzieren.



        Deshalb ist die neue Regelung weitaus besser als die grünen Pläne. Hätte ich Union und SPF gar nicht zugetraut.

      • @hedele:

        In der Praxis wird es so nicht kommen. Erdöverbraucher werden entlastet. Garantiert. Andernfalls werden die Politiker nicht gewählt

        • @Horst Sörens:

          Politiker werde danach gewählt, was sie vor der Wahl versprechen. Was die Versprechen wert sind, erleben wir gerade.

    • @Frauke Z:

      Richtig! Wenn andere sich nicht um Klima- und Umweltschutz kümmern, dann brauchen wir das auch nicht. Ist doch völlig wurscht, ob unsere Kinder und Enkel die Luft noch atmen können oder nicht, ob Unwetter ungeahnten Ausmaßes das Wohnen und Leben unmöglich machen oder nicht - uns interessiert das nicht - weil's andere auch nicht kümmert. Das nenne ich eine vorbildliche Einstellung, sehr gut für die jüngeren Menschen und überhaupt nicht selbstsüchtig....

      • @Perkele:

        Kinder und Enkel - Wen interessieren DIE denn, wenn man HEUTE eine größere und schwerere Gehhilfe braucht, heute fast umsonst nach Malle prollen kann und man heute unbedingt das Meer von einem schwimmenden Plattenbau aus vermüllen muss?



        Kinder und Enkel - die werden doch in der momentanen Wahlperiode gar nicht zur Kenntnis genommen. Und wenn doch, dann höchstens dadurch, dass sie Geld kosten.

      • @Perkele:

        Niemand bestreitet ihre guten Absichten nur sind die bisherigen Maßnahmen scheinbar völlig wirkungslos. Darf man nach 2 Billionen Euro Investition in die deutsche Energie und Klimawende mal ganz vorsichtig die Sinnhaftigkeit anzweifeln? Damit hätten wir auch den Hunger auf der Welt besiegen können beispielsweise.

        • @Šarru-kīnu:

          Die Frage, wieviel CO2 pro investiertem Euro eingespart wurde oder wird, interessiert nicht, wenn man auf der ideologischen Welle reitet.

  • Es wird mal wieder eine gut laufende deutsche Industrie und ein florierender Mittelstand systematisch beschädigt. Wenn dann in einigen Jahren die Umstellung richtig Fahrt aufnimmt, hat nur noch China die Kapazitäten und längst langlebiger, günstigere osteuropäische Firmen sind viel schneller und billiger bei der Montage.

    Oder bin ich zu pessimistisch?

    • @ttronics:

      Wärmepumpen werden nicht verboten - sie müssen sich nur besser gegen Öl- und Gaskessel durchsetzen. Der Preis einer Wärmepumpe samt Einbau wird heute durch die maximale Förderung definiert: 30.000 €. Die Hersteller können es sich gemütlich machen, weil die Heizungsförderung Höchstpreise am Markt befördert. Wenn jetzt der Wettbewerb mit Öl- und Gaskesseln aufgemacht wird, werden die Wärmpepumpenhersteller die Preise senken müssen und schauen wie sie ihre Produkte möglichst kostengünstig produzieren. Aktuell dürfte hier der Druck fehlen. Das hilft in ein paar Jahren, sobald die chinesischen Anbieter mit massiv subventionierten Dumpingpreisen auf den Markt drücken.

      • @MK:

        Mit dieser Strategie haben wir schon unsere Solarindustrie an die Wand gefahren.

    • @ttronics:

      Nein. Sie liegen genau richtig.

    • @ttronics:

      Die Montage ist Abzocke pur. Da ist viel Luft für vernünftige Preise.

  • Das stetige Beharren auf immer neuen, immer schärferen Klimazielen per Gesetz wird die tatsächlich inzwischen real werdenden Folgen des Klimawandels nicht ein Iota abmildern oder verhindern.

    Wenn das Haus brennt, erwartet man ja unmittelbar auch, dass konkret gelöscht wird, oder immerhin verhindert wird, dass das Feuer um sich greift, anstatt sich über Brandschutznormen zu streiten. Das kann man zwar immer noch tun, aber wer sich mehr darum kümmert, Ursachen zu verhindern, wo eigentlich längst klar ist, dass die Folgen schon jetzt trotzdem kommen, setzt seine Prioritäten schon falsch.

    Vielleicht mal wieder Politik unmittelbar für die vom Klimawandel real betroffenen Menschen machen, statt fürs Klima? Wär doch mal was!

  • Nur mal so, das hier: "... Gas, sogar Öl – alles wieder drin. ..." geht mir auf die Nerven, wenn man nicht in der Stadt wohnt und vielleicht sogar zwischen Gas und Fernwärme wählen kann was blieb da in der Vergangenheit? Gas- und Fernwärmekunden haben nach Kriegsbeginn neben der Mehrwertsteuer ja pauschal einen Großteil des Energiepreises geschenkt bekommen, Ölverbraucher nur anteilig bei vervielfachten Preisen etwas und die Mehrwersteuer garnicht. Bezahlt haben das auch die Mieter.



    Das wird bei den Wärmekonzepten so weiter gehen, welche klamme Kommune ohne eigene Stadtwerke wird da was anbieten könnnen?

  • Mit Abstand betrachtet fügt sich das Gesetz in die neue Realität unserer fragmentierten Parteienlandschaft ein. Wenn es keine klaren Mehrheiten mehr gibt, werden wir auch zukünftig nur noch wechselnde Koalitionen erleben, in denen jeder Koalitionspartner seine Leuchtturm Projekte durchdrückt (Rente, Heizung, etc.).

  • Den Grünen ist anzukreiden, dass sie mit diesem Gesetz ein wahres Bürokratiemonster geschaffen haben. Allein der berüchtigte Paragraf 72 hat 16 Unterpunkte.

    Klimaschutz soll Spaß machen, hieß gestern eine Begründung. da mag man schmunzeln, aber es ist etwas dran. Das Problem war in meinen Augen nicht das Gesetz und seine Ziele, sondern den Geist den es atmet: Aus den ganzen Unterpunkten quillt ein Misstrauen gegen den guten Willen der Bevölkerung, der dieser eine Verweigerungshaltung unterstellt.

    Dieses Gesetz strahlte zu wenig Vertrauen aus. Daran ist es gescheitert.

    Sorgen macht mir der Schaden für die Grünen, Stichwort Verbotspartei. Ich will nur hoffen, dass es den Grünen nicht Jahrzehnte lang nachhängt. Die Grünen neigen zu Überregulierung und Bürokratie. Daran müssen sie arbeiten, da brauchen sie ein Update. Sie müssen eine bessere Erzählung lernen. Ricarda Lang ist so eine, aber die Grünen schaffen es immer wieder ihre besten Leute wegzubeißen.

    • @rakader:

      Die GRÜNEN haben allerdings mit einer Partei koaliert, die zur Opposition gehörte und nur zerstört hat. Und es ist geradezu "in" den GRÜNEN vorzuwerfen, eine "Verbotspartei" zu sein. Das sind die nicht mehr und nicht weniger als andere Parteien auch. Man darf nicht unterschätrzen, dass der Hass, der von AgD, csdU und den einschlägigen Medien gegen GRÜNE und alles !! was Klimaschutz angeht, immer weiter verbreitet wird. csdU haben die AgD und die GRÜNEN !!!!!! als Hauptgegner ausgemacht. Das sagt alles. Sachlich kann man kaum punkten, also macht man es emotional - mit Hasstiraden.

      • @Perkele:

        Ja, diese Oppositionspartei in der Ampel war schon ein Brett. Beim Thema Verbotspartei liegen Sie indes falsch. Es bringt auch nichts, da zu relativieren. Es gibt inzwischen einige empirische Untersuchungen von Landesregierungen zu Gesetzen, die den Terminus "Verbotspartei" im Sinne von Bürokratisierung belegen.

        Verstehen Sie mich nicht falsch. Auch ich halte den Hass gegen die Grünen für unerträglich und meist außerhalb des demokratischen Spektrums. Man muss nur mal ein, zwei Kommentare in Springers Welt lesen.

        Mir geht es als Gründungsmitglied der Grünen darum weniger Angriffsfläche zu bieten. Das meine ich mit der Aussage die Grünen müssten an sich arbeiten.

  • Ein befreundeter Makler bemüht sich um den Verkauf eines 140 m² Einfamilienhauses aus den 80ern in idyllischer Lage für 150.000 €. Gute Bausubstanz, Dreifachverglasung. Der Kessel der Ölheizung ist von 1998, der Brenner von 2010. Das Objekt hat 3 Preissenkungen hinter sich und ist doch unverkäuflich. Der Einbau einer neuen, gesetzeskonformen Heizung kostet etwa 60.000 €. Für die Eigentümer eine Katastrophe. Beide 60. Die Ehefrau multimorbid, Pflegefall. Der pflegende Ehemann unerwartet infolge Krebserkrankung frühverrentet. Das Geld reicht für's Heizen und zum Einkaufen mit dem unzeitgemäßen Golf IV. Als junges Paar hätten sie besser in Aktien investiert statt in ein Eigenheim. Dumm gelaufen. Die Gelbwesten beschrieben die Lage treffend: »Ihr denkt an das Ende der Welt. Wir an das des Monats.«

    • @Ugandan:

      Auch mit Krebs kann man noch einem verhungernden Klimaflüchtling überlebenswichtige Kalorien liefern.

    • @Ugandan:

      Man kann den den alten Leuten nur den Rat geben, sich nochmal ein Angebot für eine Hybrid-Heizung zu holen. Ich habe für eine solche Anlage, die ein Zweifamilienhaus und Dreifamilienhaus zusammen beheizt, vor Zuschuss 57 k€ bezahlt.

    • @Ugandan:

      Vorab zwei Bemerkungen:



      Anekdotische Belege belegen jetzt genau was?



      "Idyllisch" heißt nicht immer familienfreundlich, sonst fände sich ein*e Käufer*in.



      Aber der von Ihnen beschriebene Fall rührt natürlich an gewichtigen Fragen. Die zwei zentralen sind, meiner Ansicht nach, die nach Härtefallregelungen (gibt es im Gebäudeernergiegesetz) und die nach den politischen Konsequenzen Ihres Gelbwestenspruchs: alles in die Tonne treten, wissenschaftliche Erkenntnisse in den Wind schlagen, wütend sein und rechts wählen - oder ist auch anderes vorstellbar. Wenn man sich für die erste Option entscheidet, muss man sich nach dem Warum schon fragen lassen. Und wohl auch einige wenig schmeichelhafte soziologische und sozialpsychologische Einordnungen der eigenen Position ertragen.

      • @My Sharona:

        Ihre „soziologische Einordnung“ ist das Privileg derer, die Klimaschutz als moralisches Distinktionsmerkmal nutzen, während andere um ihre Existenz kämpfen. Als Hersteller von Holzkohlenbriketts in Uganda sehe ich täglich die Realität des Klimawandels. Dort, wo Menschen Wälder verheizen, weil Energie ein Luxusgut ist, bewirkt ein Bruchteil der deutschen Milliarden-Subventionen ein Vielfaches für die globale Umwelt.

        Während Sie sich in Deutschland in einer Energiepolitik verheddern, die das Land arm macht, die Industrie vertreibt und der weltweit niemand folgt, ließen sich mit minimalen Mitteln in Afrika effiziente Öfen, Aufforstung und echte Energiewende finanzieren. Doch Deutschland wählt lieber den Weg der Deindustrialisierung und der moralischen Überlegenheit.

        Ihre „wissenschaftlichen Erkenntnisse“ ignorieren die ökonomische Realität: Ein Modell, das Wohlstand vernichtet, ist kein Vorbild, sondern eine Warnung. Niemand auf der Welt wird einem Beispiel folgen, das in die Armut führt. Wer Klima ernst nimmt, investiert dort, wo der Grenznutzen am höchsten ist, statt Milliarden in deutsche Sanierungszwänge zu versenken.

        • @Ugandan:

          Sie springen "ein wenig" in Ihren Themen.



          Vorab: Klimaschutz als Distinktionsmerkmal gibt es sicher auch, aber am Ende ist auch egal, warum Emissionen sinken.



          Das Thema "Moral" scheint Sie prominent zu beschäftigen. Mir scheint, dass Sie da mit Unterstellungen arbeiten, die Sie in einer überhitzten publizistischen Landschaft aufgelesen haben. Ihr Moralbegriff kommt mir inhaltlich verkürzt vor ("Moral" ist ein Angriff unter dem Sie Infragestellungen des für Sie nicht Hinterfragbaren begreifen).



          Ein wissenschaftlicher Zugriff auf auf die menschengemachte globale Erwärmung, auf die verschiedenen Maßnahmen zu ihrer Begrenzung bzw. Anpassung an selbige und auch auf die Klimawandelleugner und -kleinredner ist nun mal notwendig, kein Privileg. Ein Privileg ist sicher, wenn man über die Mittel verfügt zu handeln (wenigstens ein bisschen). Das sollte man unterscheiden.



          Dass lokales Handeln (eine Binse) sich von Ort zu Ort unterscheidet und dass mehr Klimaschutzengagement im globalen Süden gut wäre, kann ich unterstützen. Ihre ökonomischen Prophezeiungen sind Ausfluss rechter Angstlust, die das Öko-Thema nutzt um andere Ziele zu verfolgen: das Zerstören progressiver Politik.

      • @My Sharona:

        Es gibt Klassen in diesem Land, für die stellt sich am 26. eines Monats eben die Frage, welche Lebensmittel denn bis zum nächsten Zahlungseingang noch erschwinglich sind.



        Und es gibt Klassen in diesem Land, die die das nicht nötig haben und auch überhaupt nicht nachvollziehen können, was das bedeutet (und auch nicht interessiert).

        Das ist auch die selbe Klasse, die steigende CO2 -Preise, und damit steigende Preise auf breiter Front, für die andere Klasse, beklatscht.

        Moral und Haltung sind in diesem Kontext kein allgemeiner Maßstab, sondern ein Privileg, das sich nur eine bestimmte Klasse leisten kann.

        • @Desti:

          Mein Bewusstsein für die neuen und nicht ganz so neuen Klassenfragen (Wohnen, Bildung, Gesundheit, Rente) ist ziemlich ausgeprägt. Ihr Befund (am Ende des Monats reicht es bei vielen einfach nicht) ist richtig. Wenn Sie sich die Mühe machen, meinen Kommentar nochmal zu lesen, werden Sie bemerken, dass ich folgendes kritisiere: Die neuerdings behauptete Notwendigkeit auf Klassenfragen rechtsdrehend zu antworten - und so zu tun, als sei das natürlich und nicht anders vorstellbar. Konkreter: nicht die Co2-Bepreisung ist das Problem, sondern das Ausbleiben des Klimagelds.

    • @Ugandan:

      Diese Situation kann ich nur voll nachvollziehen.



      Vater ist mittlerweile fast 90 und wohnt allein in einem von ihm 1985 gebauten Mehrfamilienhaus unweit von Köln. Die Heizung (Öl) ist von 2011. Gasanschluß hat die Gemeinde erst vor kurzem in der Straße verlegt. Erben will das Haus keiner von uns Geschwistern. Ein Makler hat vor einiger Zeit ebenfalls abgewunken. Mit dem Sanierungsbedarf und einer neuen Heizung zusätzlich zum Kaufpreis ist das Objekt unverkäuflich. Wenigstens letzter Punkt ist jetzt wenigstens mal vom Tisch.

      • @Oleg Fedotov:

        Ich erbe das Haus gerne.

    • @Ugandan:

      Was soll man von einer Klimabewegung erwarten, die einzelnen Aktivisten die sich als Klimaschützer auf die Straße kleben zubilligt, als "Privatperson" Langstreckenflüge in den Urlaub zu buchen?

      Die Konsequenz endet an der eigenen Befindlichkeit.

      • @Metallkopf:

        Was soll man erwarten von jemandem, die*der persönliche Verfehlungen anderer als Begründung für das eigene, bequeme Nichtstun heranzieht?

      • @Metallkopf:

        Ich hätte auch mehr erwartet, allerdings von der BEVÖLKERUNG.

    • @Ugandan:

      Der Anstieg des Gaspreises ist ja auch kein Naturgesetzt. Weltbank und andere Institute rechnen für 2026 und die Folgejahre eher mit einer leichten Abwärtsbewegung beim Gaspreis. Der CO2 Preis ist ein Elitenprojekt von grünen Eigenheimbesitzern, die ihre hochsubventionierten Passivhäuser inzwischen schon mit dem eigenen Gefühl der Selbstgewissheit heizen können.

  • Den Kommunen muss bei der Umgestaltung der Energieversorgung auf fossilfreie Energieerzeugung stärker finanziell geholfen werden - vom Bund.

  • Die erste Entwurfsversion des Gebäudeenergiegesetzes von Habecks Referent Gleichen war die beste. Seitdem wurde alles von den Fossilokraten durchlöchert.

    • @Land of plenty:

      Übrigens auch so eine koordinierte "Don't Look Up"-Manipulationskampagne in trautrer Eintracht von CDU/CSU, FDP und AfD.

  • Aus der Sicht privater Eigentuemer musste die 65%-Grenze weg, da die Kollateralschaeden vollkommen unverhaeltnismaessig waren - ob das nun Rentner sind, die keinen Kredit bekommen, vom Netzbetreiber abgewiesene Waermepumpeninteressenten oder Immobillien, in die baulich keine Waermepumpe reinpasst.



    Wer aktuell eine weitgehend energetisch unsanierte Immobilie mit Gas- oder Oelheizung hat, fuer den war das Horroscenario einer kaputten Heizung in Kombination mit einem effektiven Waermepumpenzwang Motivation, sich noch vor Fertigstellung der Waermeplaene eine Gas- oder Oelheizung einzubauen. Viele in meinem Umfeld haben dies in den letzten 2, 3 Jahren schon gemacht oder planen es. Und das nicht, weil sie nicht wuessten, dass eine Waermepumpe langfristig guenstiger sein koennte, sondern weil der extrem hohe Investitionsbedarf ueber Nacht wie ein Damoklesschwert empfunden wird.

    Ob es sinnvoll ist, die 65%-Grenze fuer gewerbliche Vermieter abzuschaffen, ist eine andere Frage.

  • Eine warme Stube oder ein klimatisiertes Schlafzimmer bei Hochtemperaturen halte ich für absolut menschenwürdig. Zwei Flüge über den großen Teich = 2,5-3 t CO2 pro Kopf laut KI . Dafür kann der gleiche Kopf sein Haus, in dem Fall Haus Baujahr 1990 eben 2 1/2 bis 3 Jahre heizen. Der deutsche Beitrag zur Reduzierung von CO2 bis 2045 auf nahe Null reduziert die globalen Emissionen um 1,49 % absolut, das bedeutet der Emissionsgradient ist nur minimal verändert, weil die großen Treiber weiter wachsen. Das ist reine Mathematik – keine politische Wertung. Die CO2 Steuer ist politisch, die Diskussion ideologisch. Warum ist es so schwer das anylytisch zu betrachten, so wie es in der Technik allgemein praktiziert wird um dann pragmatische Lösungen zu finden?

    • @Benjamin100:

      Der deutsche Beitrag ist natürlich höher, wenn man sich nicht nur die in der BRD anfallenden Emissionen anschaut, sondern auch die importierten Emissionen, also Treibhausgase, die in dem Zeug stecken, dass wir nicht (mehr) selbst herstellen. Dazu die Emissionen des Warentransports. Es gibt noch genug zu tun, noch genug Prozente zu senken, auch von hier aus und auch nach 2045. Und klar: die Flugreisen gehören dazu. Dieser Wahnsinn muss angegangen werden.



      Die CO2-Bepreisung ist politisch, das stimmt und das ist gut so. Es ist der Versuch eine pragmatische Lösung zu finden, wie von Ihnen gefordert.

      • @My Sharona:

        Müsste man dann nicht auch die exportierten Emissionen rausrechnen?

  • Es ist eine atemberaubende Übung in politischer Verantwortungslosigkeit auf mehr als nur einer Ebene. Hier wird eine neue AfD-Wählergruppe geschaffen: diejenigen, die in ein paar Jahren von den Kosten überwältigt sein werden (real oder gefühlt) und deshalb anfällig werden für inhaltsleeres Vollpegel-Freiheitsgefasel (so sie es denn nicht schon sind) gegen die voll durchgegenderte Heizungsdiktatur.

    • @My Sharona:

      Das Gefasel der Herren Kraft, Kotré und Hilse als inhaltslleer zu bezeichnen, ist ein wenig irreführend.



      Denn wie man bei den Wahlprognosen sieht, findet hohles Gefasel ungehindert Zugang in hohle Köpfe.

    • @My Sharona:

      Wo ist der Unterschied? Ob sich die Leute heute von den Kosten einer Wärmepumpe überwältigt fühlen (real oder gefühlt) oder morgen von den Kosten für Öl/Gas (gefühlt oder real), ist am Ende egal. In den allermeisten Fällen wird sich die Wärmepumpe bei Allen durchsetzen, einfach weil die meisten Menschen anfangen nachzudenken, wenn es an das eigene Geld geht.

  • Na gut hier einige Tipps / Anregungen:

    - Wie wird der Strom dzt. erzeugt? Absolut nicht klimaneutral. Und das wird Elektrizität wohl nie sein, wegen der geringen Speichermöglichkeiten.



    - Biogas (Biomethan) besteht meist aus 50% Methan (CH4 u. rd. 50% CO2) hat einen Energiegehalt von rd. 5 kWh/m³.



    - Methan (Erdgas) besteht überwiegend aus Methan, Energiegehalt von rd. 10 kWh/m³



    - Biodiesel (RME, 80% Rapsöl + 20% Sojaöl) rd. 10,3 kWh/kg.



    - Sonnenblumenöl rd. 10,8 kWh/kg

    Die Beimischung von Biogas ist klimatechnisch also völlig sinnlos, weil ja bei gleicher Heizleistung wesentlich mehr CO2



    im Brenngas enthalten ist.

    Biodiesel wird aufbereitet, ist schon gut, aber nicht wirklich sinnvoll.

    Sonnenblumenöl, jedes Öl aus dem Supermarkt kann in jedem Ölheizkessel verbrannt werden, wenige Änderungen sind nötig.

    Und heute habe ich die Werbung von Hofer (ALDI in der BRD) bekommen.

    Da kostet eine Splitklimaanlage und dies ist nichts anders als eine Wärmepumpe von Samsung,Type CEBU mit einer Nenn - Kühl- und Heizleistung von 3,5 kW inkl. Montage als



    Single € 1,899,--



    Dual € 3,499,--



    Triple € 4.399,--.

    Das Problem aller Wärmepumpen ist halt der schlechte Wirkungsgrad.

    LG

    • @VDST:

      "Schlechter Wirkungsgrad" der Wärmepumpe — falsch:



      Eine Splitklima / Wärmepumpe hat keinen "schlechten Wirkungsgrad" — sie hat einen COP (Coefficient of Performance) von typisch 3–5. Das bedeutet: Aus 1 kWh Strom macht sie 3–5 kWh Wärme. Das entspricht einem "Wirkungsgrad" von 300–500 %.



      Ein Gaskessel kommt auf ~90 %, eine Ölheizung auf ~85 %. Der Vergleich ist also nicht nur falsch, er ist um Faktor 3–5 daneben.

      Erzeugung der Brennstoffe: fehlt komplett



      Der Kommentar rechnet nur die Verbrennung, nicht die Gesamtbilanz. Dabei ist z.B. Raps-Biodiesel (RME) wegen Anbau, Düngung, Transport nur begrenzt klimafreundlich. Und Sonnenblumenöl im Heizkessel zu verbrennen ist zwar technisch möglich, aber:



      - Nahrungsmittelkonkurrenz



      - Logistik & Aufwand



      - Keine systematische Lösung

      Sonnenblumenöl "in jedem Ölheizkessel": vereinfacht



      Stimmt nicht ohne Weiteres. Es sind mehr als "wenige Änderungen" nötig — Düsen, Druck, Viskosität, Zertifizierung. In der Praxis ist das aufwendiger als behauptet.

      Wenn gewünscht, liefere ich die Quellen nach.

    • @VDST:

      Faktencheck:

      Energiegehalt Biogas: Stimmt — mit wichtigem Aber



      Rohbiogas hat je nach Methangehalt (50–75 %) einen Energiegehalt von 5–7,5 kWh/m³. Der Kommentar nennt 5 kWh/m³ — das ist die untere Grenze, nicht der Durchschnitt (~6 kWh/m³). Nicht falsch, aber unvollständig.



      Der Vergleich mit Erdgas (~10 kWh/m³) stimmt ebenfalls — allerdings hat Biomethan (aufbereitetes Biogas, >98% Methan) nahezu denselben Energiegehalt wie Erdgas! Die Aussage, Beimischung sei "völlig sinnlos", ignoriert also genau das: Biomethan ist aufbereitetes Biogas ohne das CO₂.

      "CO₂ im Brenngas" Das ist der größte Fehler im Kommentar. Der Autor verwechselt zwei Dinge:



      Das CO₂ im Rohbiogas senkt zwar den Heizwert (weshalb man mehr Kubikmeter braucht), aber dieses CO₂ stammt aus dem biologischen Kreislauf — es ist nicht fossil.



      Entscheidend ist die CO₂-Bilanz der Erzeugung, nicht der CO₂-Gehalt des Gases selbst. Biogas gilt als weitgehend klimaneutral, weil die Pflanzen das CO₂ vorher gebunden haben. Erdgas setzt hingegen fossiles CO₂ frei.

  • Zum Thema Kosten eine Anmerkung: bei uns kostet nach Förderung die WP um die 20.000 Euro + 10.000 bis 12.0000 Steuergeld. In Frankreich ca. 8.000. im Verhältnis dazu war die Abwrackprämie klug verwendetes Geld. Eine Gasheizung kostet um die 8.000. Wenn sich da nichts ändert, wird in den nächsten 1-2 Jahren, wenn meine Heizung kaputt geht, eine Gasheizung eingebaut. Wenn sich in 5-7 Jahren die Preise normalisiert haben, gehe ich auf WP. Die meisten im Forum stehen doch gar nicht vor der Entscheidung. Ich schon. Ich würde eine WP nehmen, wäre mir lieber. Aber nicht zu den Preisen. Das ist Abzocke und den Staat melken. Mehr nicht.

  • ...und die Union in der nächsten Legislaturperiode:



    "Der CO2-Preis ist Planwirtschaft und muss weg!"



    "Das Grünen-Grüngas-Gaga verhindert Wohnungsbau und gehört in die Grüne Tonne!"

    • @Limonadengrundstoff:

      Dachte ich mir auch. Ist ja noch immer etwas Salami da, von der man Scheibchen runterschneiden kann.

  • Wärmepumpe für höchstens 7000 Euro würde ich nehmen. Gebrauchtes E-Auto für einen ähnlichen Preis. Ich hoffe, die Politik kann liefern.

  • Wir reden hier über ein Thema der 1980er Jahre. Immer noch ungelöst.

  • Guten Tag allerseits!



    Beherzt und kenntnisfrei wird auch in der taz von Reform, Abschaffung, Kippen des Heizungsgesetzes geredet und geschrieben.



    Es gab und gibt kein Heizungsgesetz!



    Das ist ein Kampfbegriff, der so schön griffig daher kommt und deshalb in die Diskussion eingeschleust wurde.



    Es gab und gibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG). In Diskussion steht der Unterabschnitt 4 dieses Gesetzes, der sich mit Heizungsanlagen befasst.



    Warum das wichtig ist? Weil es eben nicht um die Änderung eines kleinen Gesetzes geht, sondern in Verbindung mit anderen Themen, darum, die zukünftige ökologische Ausrichtung des Baugewerbes ingesamt zu schleifen! Das wird bewerkstelligt, indem es niedrigere Standards für den Wohnungsbau insgesamt geben soll. Unter dem Deckmantel des Bürokratieabbaus sollen Schutzstandards für Mensch und Umwelt reduziert werden.



    Es gibt viel zu kritisieren:



    Z.B. die Umverteilung von Steuergeld zu ohnehin Wohlhabenden, während bei niedrigen Investitionen für Eigentümer die hohen Betriebskosten auf Mieter abgewälzt werden.



    Aber weder die GEG-Befürworter noch dessen erklärte Gegner scheinen die beschriebenen Probleme zu sehen, die über das Thema Heizung hinausgehen.

    • @Christian Götz:

      Die vereinfachende Bezeichnung des Gebäudeenergiegesetzes als "Heizungsgesetz" ist ein Kampfbegriff? Faktencheck: Die Grünen haben die unter der Federführung ihres Ministers Robert Habeck erstellten und von der Ampelkoalition verabschiedeten Änderungen des Gebäudeenergiegesetzes selbst als "Heizungsgesetz" bezeichnet: Siehe hier: www.gruene.de/arti...gsgesetz-geg-kommt und hier: www.gruene-bundest...nd-sozial-gerecht/

      • @Budzylein:

        Guten Tag, Buzzylein

        Faktencheck komplett:



        beide Links stammen von Dezember 2024. Da war die Diskussion um das GEG schon fast ein Jahr lang im Gange.



        Befeuert wurde sie von der Springerpresse mit Kampf-Begriffen wie Heizungsgesetz, Heiz-Hammer, Heiz-Wahn, Habecks Heiz-Verbot usw.



        Die Grünen mussten auf diese, mittlerweile durch Springer-Dauer-Berieselung in der Berichterstattung etablierten Begriffe reagieren. Leider wie so oft, ist es unklug, die falschen Begriffe der politischen Gegner zu übernehmen. Vielleicht haben die Grünen gedacht, dass das in der Bevölkerung zum besseren Verständnis beiträgt. Hat nicht so gut geklappt, bis heute.

  • Die Novelle des Gesetzes idt ein Rückschritt - klar!



    Das war allerdings nicht anders zu erwarten, schließlich ist die SPD nur Juniorpartner in der Koalition.



    Dass sich die Sozialdemokrat*Innen bis zuletzt für die 65% Regelung eingesetzt haben, ist ebenfalls kein Geheimnis.



    Wer also trumps Standpunkt zum Klimaschutz vertritt, darf sich eine Ölheizung einbauen.



    Die Realität ist jedoch eine Andere: die Wärmepumpe ist auf dem Vormarsch und Menschen, die rechnen können und das Klima schützen wollen, werden weiterhin unterstützt.



    Gerade der soziale Aspekt der Heizungserneuerung bleibt bestehen: Geringverdiener*Innen erhalten bis zu 70% Förderung.



    30% erhält schon Jede*r für den Einbau einer Wärmepumpe.



    Das neue Gesetz ist natürlich das Gegenteil einer Vereinfachung.



    Um so besser, das die Regelungen der Förderung bestehen bleiben.



    Das werden die Verbraucher*Innen auch honorieren und den eingeschlagenen Weg fortsetzen.



    Wir sehen es an der Rücknahme des Agrardieselgesetzes: nur 50% haben überhaupt Anträge auf Rückerstattung gestellt.



    Bei der Heizungsförderung geht es aber nicht um Peanuts: bis zu 21.000€ Förderung gibt es weiterhin.

  • Wer gesunden Menschenverstand hat, der weiß was das beste für das eigene Portemonnaie ist. Viele laufen in einem Messer hinein, das Messer heißt CO2 Steuer, ich habe kein Mitleid mit Menschen die Demagogen auf den Leim gehen, in ein paar Jahren werden viele die Realität mit voller Wucht abbekommen und akzeptieren müssen, weil die Brieftasche all jene sich was Heizkosten betrifft, sehr schnell leeren wird! Das wäre vielleicht der Punkt um gesunden Menschenverstand walten zu lassen, diese Einsicht werden jene viel Geld kosten, und bitte kein Geheul und keine Tränen, denn ihr seit selbst Schuld, bedanken könnt ihr euch dann bei den ganzen Demagogen denen ihr nach gelaufen seit und euch ins Messer haben laufen lassen.

    • @taz.manien:

      Sie wissen schon, dass auch Supermärkte, Lagerhallen und Produktionsstätten beheizt werden?



      Ich kann diese offen zur Schau gestellte Schadenfreude ehrlich gesagt nicht nachvollziehen.

      Das erinnert stark an 2022, als mit Beginn des Ukrainekriegs manche förmlich jubelten, als die Benzinpreise explodierten – in der Annahme, es treffe „nur“ die verhassten Autofahrer.



      Als würden Waren und Güter mit dem Lastenrad angeliefert.

      Das Ergebnis kennen wir: steigende Preise auf breiter Front.



      Und plötzlich war auch nicht mehr davon die Rede, Lebensmittel seien „zu billig“.

      Mitleid ist hier übrigens nicht nötig.



      Denn von höheren CO₂-Preisen werden alle etwas haben –



      auch jene, die sich moralisch auf der richtigen Seite wähnen.

      • @Desti:

        Der Vergleich den sie anstellen, ist Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Beim Beginn des Ukraine-Kriegs als die Benzinpreise gestiegen sind, das konnten sie nicht selbst entscheiden. Beim Heizen ist es ihre eigene Entscheidung wie und mit was sie Heizen, deswegen meine Äußerung, das man beim Heizen, man das selbst in der Hand hat, wenn man sich also falsch entscheidet, dann selbst schuld, so simpel ist das.

    • @taz.manien:

      Es ist jetzt schon horrend teuer. Als Mieter trauen wir uns kaum noch zu heizen.

      • @HinzUndKunz:

        Da muss ich ihnen recht geben, da liegt ein Fehler im System vor, das muss auf jedenfall noch geändert werden, aber bei dieser Regierung keine Chance. Ich redete aber von den Menschen, die sich noch schnell vor kurzem sich eine neue Gasheizung geholt haben, im glauben sie würden gut damit fahren die nächsten 20 Jahre, das ist aber leider ein Irrglaube!

    • @taz.manien:

      Nun ist diese CO2-Steuer ja nicht gottgegeben sondern eine Regierungsentscheidung. Man könnte sie einfach abschaffen...

      • @Samvim:

        Man hat sich für diesen Marktwirtschaftlichen Weg entschieden, bedanken können sie sich bei CDU und FDP. Die Grünen haben zumindest versucht daran können sie sich bestimmt noch erinnern, an die Auszahlung von Klimageld, was aber torpediert worden ist und nie zur Anwendung kam

      • @Samvim:

        Ja, sie haben Recht wir haben das Klimaschutzabkommen ja nicht ratifiziert, oder doch?

        Das Pariser Klimaschutzabkommen (von 2015) wurde von 195 Vertragsparteien ratifiziert (Stand Januar 2026).

        Dies entspricht fast der gesamten Weltgemeinschaft, da 195 von 198 potenziellen Unterzeichnern der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) das Abkommen formell angenommen haben.

        Da wird genau vorgegeben wie die CO2 Reduktion gesenkt werden muss bis zu einem bestimmten Stichjahr wo keine CO2 Emissionen mehr emittiert werden dürfen, dazu haben nicht nur wir uns verpflichtet.

    • @taz.manien:

      dann bitte ein paar ergänzende Worte zu den millionenfach betroffenen Mietern die keine Wahl haben.

  • Ein Gesetz der Verantwortungslosigkeit.

    Es wird ignoriert, dass die sich entwickelnde Klimakatastrophe durch Klimagas-Luftverschmutzung unsere Kebensfrundlagen zerstört. Die Wissenschaft ist sich dabei einig.

    Mit demagogischen Methoden wurden Ängste geschürt und dieses Gesetz nun damit begründet: Eine Abschaffung eines Gesetzes, das es gar nicht gibt, behauptete Sanierungspflichten bei Wärmepumpen, die gar nicht notwendig sind, das Herausreisen funktionnierender Heizungen, was nie gefordert war und der Gipfel der Desinformation als Lösung Grüngas und Grünöl, was es beides nicht geben wird und zur Stilllegung zwingt, oder unermesslich teuer sein wird. Das sagt auch die Wissenschaft.



    Die Zeche zahlt dann Mal wieder die Arbeiterschaft, abhängig Beschäftigte und Rentner. Heizen wird so unermesslich teuer !

  • Sehenden Auges in die Kostenfalle, wer jetzt noch auf Öl oder Gas setzt. Ökologisch sowieso daneben. Aber von Freiheit faseln, wenn es um Wahlkampfpopulismus geht - wider besseres Wissen, davon muss mensch ausgehen.



    Und kann diesen Popanz ja bei seiner Wahlentscheidung berücksichtigen.

  • Das ist einfach ein "Scheißgesetz". Jede Heizung muss nach einigen Jahrzehnten doch sowieso erneuert werden. Warum dann nicht eine Wärmepumpe wählen - zumal es doch erhebliche Zuschüsse gibt. Ein Kollege musste 47.000 € zahlen und erhielt ca. 20.000 € als Zuschuss.-

    • @Il_Leopardo:

      Warum wohl nicht?



      Weil noch nicht abschließend geklärt ist, wie die Einkünfte, welche die Stromindustrie dann erzielt, in die Taschen der Mineralöl- und Gaskonzerne umgeleitet werden können.



      Und weil positive Effekte sich für spätere Generationen auswirken und die aktuellen Gierhälse nichts davon haben.

    • @Il_Leopardo:

      Und wer zahlt den Zuschuss?

      • @J. G.:

        Macht sicher mehr Sinn als die Flugpreise für den Malle-Reisenden durch die verheerende Kerosin-Steuergestaltung niedrig zu halten.

    • @Il_Leopardo:

      Also nur 27.000€ für eine Heizung. Ist ja voll das Schnäppchen. Nicht. (Meine Gasheizung hat vor 3 Jahren ca. 7500€ gekostet. All inclusive. )

      • @Morrad Mo:

        Kommt wohl auf die Größe des Hauses an!

        • @Il_Leopardo:

          Eher darauf, wie weit der Tellerrand entfernt ist.

          • @Erfahrungssammler:

            Ich muss mir gewiss nichts vorwerfen. Fliege schon seit Jahrzehnten nicht mehr, benutze die öffentlichen Verkehrsmittel - habe sogar auf meine Spülmaschine verzichtet, weil die Spülmittel x-mal so scharf sind, wie das, das ich jetzt nutze. Ich weis, das sind alles nur kleine Schritte - aber wenn viele umsichtiger wären, sähe es vielleicht nicht ganz so düster in der Umwelt aus.

            • @Il_Leopardo:

              Es tut mir Leid, wenn der Eindruck entstand, es sei Ihr "Tellerrand" gemeint gewesen.



              Aber ich fühle mich durch unsere sehr ähnliche Lebensweise auch oft angegriffen, und mein Fell muss noch dicker werden.

              • @Erfahrungssammler:

                Ich hab' wirklich ein wenig "gestutzt" und mich gefragt, ob Sie mich gemeint haben könnten. Aber das ist jetzt geklärt. Danke für Ihre Antwort.

  • Im Prinzip hat die Autorin recht. Dieses neues Gesetz wird weder für Mieter noch für ärmere Haus- und Wohnungseigentümer noch für das Klima gut sein. Im Gegenteil.



    Aber trotzdem entgeht der Autorin der wichtigste Punkt.



    Der Grund, weswegen die Springerpresse überhaupt so eine Kampagne fahren konnte und weswegen CDU, Merz und Spahn jetzt glauben, mit diesem Gesetz beim Wähler besser da zu stehen, liegt darin, dass das Heizungsgesetz bis zum Schluss äußerst schlecht gemacht war. Diese ganze Idee mit der Förderung war völliger Blödsinn.



    Statt bis zu 70% Förderung zu versprechen, hätte man einfach regeln sollen, dass nach Einbau einer Wärmepumpe Mieter bzw. Eigentümer nur 80% der früheren Heizkosten zu tragen haben. Dies werden abzüglich der Betriebskosten für die Wärmepumpe bzw. sonstigen erneuerbare Heizung an den Staat abgeführt, der dafür die Wärmepumpe soweit finanziert, wie der Eigentümer es will. Wenn weniger als 100%, wird das Kapital vom Staat mit 10% verzinst. Dann wäre alle begeistert gewesen, fürs Klima wäre es besser gewesen und für den Staat wäre es billiger geworden. s demokratieingefahr...rechtsextremismus/

  • Ich muss sagen das ich das als einer der wenigen Massnahmen der Regierung doch eher begrüsse.



    Das Gesetz hat den Immobilienmarkt durcheinander gewürfelt und leiden müssen unter solchen Bedingungen eher die Ärmeren. Obwohl doch eigentlich eher Reiche mit ihren Privatfliegern und Lifestyle dem Planeten den Rest geben.



    Kann ich nie gut heißen wenn nach unten getreten wird um oben ungeniert im Luxus zu leben.

    Allerdings um es jetzt wirklich in die richtige Richtung zu bewegen, wäre der nächste Schritt Privatflieger zu verbieten. Aber das würden sich vermutlich nicht mal die Grünen trauen, die treten auch lieber nach unten, ist einfacher.

  • "Der Staat hat den Bür­ge­r*in­nen gegenüber eine Schutzpflicht. Deshalb gibt es auch nicht die Freiheit, Häuser ohne Standsicherheit zu bauen, ohne Gurt Auto zu fahren und vieles Weitere. "

    Das ist nur ein Aspekt. In Bezug auf Klimaverträge.

    Die Rede von der "Freiheit" die ich mir heute morgen von der Inkarnation des Expertentums Jens Spahn auf nüchternen Magen anhören musste,



    ist die übliche demagogische Verdrehung dessen was Freiheit für wen bedeutet und welche Freiheit gemeint ist.

    Als Mieterin habe ich keinerlei Möglichkeit eine Fehlentscheidung des Eigentümers zu verhindern.



    Legt er schliesslich die Kosten für den fossilen Energieträger auf meine Wohnkosten um.

    Also mal wieder prima: Volkswirtschaftlich toxisch in jeder Hinsicht. Und nochmal "technologieoffen" dafür gesorgt, eine rückständige Technik in den Kellern aufgestellt zu haben. Die sollte ja mindestens 30 Laufzeit vorweisen können...

  • Was anderes war von dieser Regierung kaum zu erwarten, Schwachsinn an jeder Ecke. Was wird denn jetzt wohl passieren? Vermieter werden weiter für sie günstige Gas- oder Ölheizungen einbauen, die Haus- und Grundbesitzervereine jubeln ja schon.



    Die steigenden Kosten für fossile Brennstoffe werden allerdings die Mieter tragen, in der Folge müssen Leistungen wie Wohngeld oder andere Sozialleistungen steigen, um dies aufzufangen, bezahlt aus Steuermitteln.



    Letztendlich werden also wieder einmal die Gewinne privatisiert und die Kosten sozialisiert, wobei die Kosten durch den ungebremsten Klimawandel noch nicht einmal berücksichtigt sind.

    • @Flix:

      Zutreffende Einschätzung.

  • Wie beim e-Auto möchten einige nicht wahrhaben, dass es nicht überall geht und überall die bessere Wahl ist. Aber das ist ja egal, hauptsache ideologisch alles durchgedrückt.



    Das gilt zwar auch für die CDU hier auch...

  • Die Ampel war garnichma so scheiße.



    Hoffentlich wird das auch so manchem CXU-Wähler so langsam bewusst.

    • @Kurzweil:

      doch war sie! Schlimmer als die aktuelle mit Abstand!

      • @Marcelo:

        Gerade das Gesetz, um das es im Artikel geht, zeigt doch, dass die aktuelle Regierung kaum noch weiß, was sie tut. Um etwas aus ideologischen Gründen los zu werden, macht man ein Gesetz, dass Millionen Bürgern in der Zukunft extrem hohe Heizkosten aufbürdet.



        Und das Schlimmste ist, dass viel auch noch klatschen...

  • Immer wenn man denkt, es geht nicht dümmer, kommt die Regierung um die Ecke. Jetzt liegt die "Lösung" also darin, nicht vorhandene Beimischungen zu Gas und Öl zu verordnen. Unglaublich.

  • Nein, der Staat muss dem mündigen Bürger nicht alles haarklein vorschreiben.



    Im Gegenteil: der Staat sollte so wenig wie möglich vorschreiben. Die Statik eines Hauses kann der Durchschnittsbürger nicht beurteilen - hier braucht es Vorgaben.



    Die Entscheidung für eine Gasheizung oder eine Wärmepumpe kann man den Bürger überlassen - man kann erwarten dass er sich im Jahr 2026 über die Konsequenten bewusst ist.



    Der Nannystaat entmündigt den Bürger - hier wird angenommen, dass der Gesetzgeber und die Bürokratie grundsätzlich schlauer sind als der Bürger. Ich halte das für ein zutiefst menschenverachtendendes Weltbild.

    • @MK:

      Der Bürger ist sich im Jahr 2026 über die Konsequenzen sehr wohl bewusst.



      Jedoch werden die für das Jahr 2027 und die darauf folgenden von einem Teil bewusst verdrängt, von einem anderen Teil mangels entsprechender Fähigkeiten gar nicht erst wahrgenommen. Bei einem anderen Teil, der weiß, was kommt, führt es zu Diffamierungen, Beleidigungen bis hin zu Angriffen.

    • @MK:

      "....man kann erwarten dass er sich im Jahr 2026 über die Konsequenten bewusst ist"



      Ja das denke ich mir auch immer wieder und werde dann doch immer wieder eines besseren belehrt

    • @MK:

      Ich muss jeden Tag auf Arbeit fahren. Da kann man sehen, wie sich "mündigen Bürger" verhalten.

    • @MK:

      Der Staat kann und muss dem Bürger vieles vorschreiben, insbesondere dann, wenn es sich aus dem Grundgesetz ergibt. Hier sehe ich vor allem die Verletzung der Rechte nachfolgender Generationen, da der Klimaschutz durch die Gesetzesänderung zurückgedrängt wird.

  • Vermutlich geht's doch nur darum, der AfD ein paar Wählerstimmen abzujagen. Seht her, wir legen den Rot-Grünen-Sumpf trocken. - Ach so, die Roten waren beim sogenannten Habeck'schen Heizungsgesetz ja mit von der Partie. Hmm!

    • @Il_Leopardo:

      Na ja, ich weiß nicht...



      Mir kommt es fast so vor, als wäre es egal, ob man schwarz oder blaun wählt.

      • @Erfahrungssammler:

        Na ja, von Massenremigration sprechen die Schwarzen bislang noch nicht. Und es gibt auch noch ein paar andere Unterschiede. Und man kann ja auch noch die Grünen oder die Linke wählen. Aber bitte, bitte nicht die, deren Namen ich nicht einmal in den Mund nehme.

        • @Il_Leopardo:

          Daher kommt es mir FAST so vor, die Unterschiede sehe ich auch.



          Da wir uns nicht persönlich kennen, können Sie natürlich nicht wissen, dass Ihr letzter Satz bei mir äußerst überflüssig war, aber ich verstehe, dass man diesbezüglich gern auf Nummer Sicher geht.



          Hoffentlich gehen die Unaussprechlichen schnell als ein echter Vogelschiss in die Geschichte ein.

          • @Erfahrungssammler:

            Sorry - ist so eine Angewohnheit von mir, mich bei allen Menschen, denen ich begegne (und eine Begegnung ist es hier ja auch), zu versichern, dass sie aus einer gewissen Unzufriedenheit heraus nicht die AfD wählen.



            Ansonsten sage ich oft auch, dass es mir manchmal so erscheint, als ob es egal sei, ob man die Roten oder die Schwarzen wählt. Wirtschaftlich wollte es mir in den letzten Jahrzehnten einfach nicht besser gehen. Aber natürlich gibt es selbst zwischen diesen Parteien noch Unterschiede. Nun gut, ich wähle weiterhin die Grünen.

  • Die Förderung ging leider nach hinten los. Nirgendwo waren die Wärmepumpen teurer als bei uns.



    Bin nun gespannt was daraus wird. Es muss kein Nachteil sein, dass es jetzt so gekommen ist.

    • @Sole Mio:

      In jedem Wirtschaftssektor, in den der Staat Fördergeld hineinpumpt, steigen infolge der Förderung auch die Preise. Die Anbieter wissen: Wenn die Kunden bisher bereit waren, für eine Ware 5.000 Euro aus der eigenen Tasche zu zahlen, werden sie im Zweifel auch bereit sein, 10.000 Euro zu zahlen, wenn der Staat den Erwerb der Ware mit 5.000 Euro bezuschusst.

      • @Budzylein:

        Und exakt deshalb darf es so nicht laufen!



        Wenn baugleiche Pumpen bspw. in England 15.000€ kosten und in Deutschland 30.000€, dann läuft hier was falsch! Die Subvention ist dann rausgeschmissenes Geld. Dieses könnte woanders besser eingesetzt werden.



        Andere Länder zeigen das es geht.

  • Ich verstehe die Aufregung nicht. Niemand MUSS jetzt wieder Öl oder Gas einbauen. Man könnte es.

    • @Querbeet:

      dabei ist es doch ganz einfach zu verstehen: ich hier in einem Berliner Mietshaus weiß jetzt schon, dass meine Vermieter wenn es soweit ist die billigste, also die umweltschädlichste Heizung einbauen werden. Ist denen sch...egal da wir Mieter ja die hohen Heizkosten bezahlen. Ich MUSS also mit der Entscheidung meiner Vermieter leben.



      Und jetzt bitte nicht argumentieren, dass sie nicht verstehen warum ich in einem Mietshaus und nicht auf dem Land in einem Einfalmilienhaus wohne.

    • @Querbeet:

      Viele haben gar nicht die Wahl. Baut der Vermieter ein „günstige“ Gasheizung ein, zahlt der Mieter die Zeche in Form steigender Gaspreise.

      • @Flix:

        Die Strompreise steigen auch, da sehr viel Strom aus Gaskraftwerken kommt(und laut Habeck noch 71 gebaut werden müssen ) und keiner weiß wie sich die Preise entwickeln.

      • @Flix:

        Ich halte es für nicht ausgemacht, wie sich Strom- und Gaspreise entwickeln werden. Strom kennt bislang nur eine Richtung. Tritins Kugel Eis ist längst geschmolzen.



        Und der Verrmieter, der hohe energetische Sanierungskosten hat, wird versuchen, diese auf die Mieter abzuwälzen.

        • @Querbeet:

          Da Reiche gerade alles unternimmt, die erneuerbaren Energien zurückzudrängen und dadurch den Gewinn u.a. ihres ehemaligen Arbeitgebers zu steigern und langfristig zu sichern, sind steigende Strompreise nicht auszuschließen.



          Dass Klimaschutz auch an Mietern nicht spurlos vorüber geht, ist klar. Die Frage ist aber, wohin das Geld fließt, in die Vermeidung von CO2 oder in die Taschen der Aktionäre von Energiekonzernen.



          Unter der Ampel war übrigens ein Ausgleich für sozial Schwächere vorgesehen, bei der aktuellen Regierung ist davon keine Rede mehr.

          • @Flix:

            Ein Ausgleich für sozial Schwächere (aka "Klimageld") stand auch bei der Ampel nur auf dem Papier und isgt nie umgesetzt worden. Im Übrigen würde jeder Ausgleich für die CO2-Bepreisung die damit beabsichtigte Anreizwirkung, weniger CO2 zu emittieren, wieder zunichte machen. Das ganze System der CO2-Bepreisung gehört abgeschafft.

      • @Flix:

        Und sonst zahlt er die Zeche in Form der steigenden Kaltmiete aufgrund einer energetischen Komplettsanierung.

      • @Flix:

        Oder man sucht sich eine neue Wohnung mit Wärmepumpe.

        • @Stephan Heibges:

          Beim Blick auf den Wohnungsmarkt ist diese Aussage purer Zynismus.

          • @Flix:

            Nein, denn man kann zwischen hohen Mietkosten oder hohen Energiekosten wählen, wobei der Strommarkt ebenfalls nur den Preis nach oben kennt.

  • "Wie bitte? Die Freiheit zum absoluten Blödsinn?" Eindeutige Antwort in einer freiheitlichen Demokratie: JA SELBSTVERSTAENDLICH. Zur Freiheit gehört so doof zu sein wie es einem beliebt. Daran braucht man sich von vermeintlich nicht-doofen nicht hindern zu lassen. Man darf Immobilienbesitzern übrigens zutrauen zu wissen, was sich rechnet und was nicht. Vielleicht Alternativ die Differenz zwischen Strompreis und Öl/Gaspreis pro KWh erhöhen - dann klappt es auch mittelfristig mit den Wärmepumpen.

    • @Nachtsonne:

      In jedem Rechtsstaat gilt jedoch auch die Einschränkung, dass die Freiheit der einen dort endet, wo dieses anderen schadet.



      .



      Wie schon einige Kommentare angemerkt haben gilt das in dem Fall zum Beispiel für Mieter:innen und nachfolgende Generationen.

    • @Nachtsonne:

      Warum soll es sich für Immobillienbesitzern nicht rechnen wenn sie die Heizkosten nicht bezahlen müssen? Ihnen scheint entgangen zu sein, dass in Deutschland 52,8 % der Menschen zur Miete wohnen. Also mehr als die Hälfte der Bevölkerung also nicht entscheiden kann welche Heizung im Keller steht. Für diese Menschen hat Habeck dieses Gesetz gemacht. Und ja, auch für die Umwelt.

  • „Die Bundesregierung killt die Wärmepumpe und setzt auf sogenannte grüne Gase, wo die Verfügbarkeit ungeklärt und immense Kosten vorprogrammiert sind“



    Und die Grünen setzen auf Strom, bei dem die Verfügbarkeit ungeklärt ist (Gaskraftwerke wollen sie ja nicht) und, wenn es Ökostrom sein soll, immense Kosten für Netzausbau und Speicher vorprogrammiert sind.



    BTW: Die erforderlichen Speicherkapazitäten lassen sich nur mit Kohlenstoffverbindugen realisieren (also z.B. E-Methan, E-Fuels, Biogas, Biomasse), wegen der Energiedichte. Da wäre es vollkommener Blödsinn, das Methannetz und die Methanspeicher in die Tonne zu kloppen. Schön, dass mit Frau Reiche wieder Vernunft in der Energieversorgung ausbricht.

    • @sollndas:

      "Die erforderlichen Speicherkapazitäten lassen sich nur mit Kohlenstoffverbindugen realisieren (also z.B. E-Methan, E-Fuels, Biogas, Biomasse), wegen der Energiedichte."



      "Grünes Öl" ist auch so ein schönes Wortgeschöpf.



      Kollege, gehen Sie in sich und rufen bitte eines der wichtigsten Wörter aus dem Physikunterricht ins Gedächtnis zurück: Wirkungsgrad!

      Für die Synthese von E-Fuels usw. muss viel zuviel Energie aufgewandt werden als wirtschaftlich und ökologisch jemals sinnvoll wäre. Energiedichte hin oder her: Diese Energie muss irgendwo herkommen und mit ner Menge weiterer Energie umgewandelt werden.

    • @sollndas:

      Unter Habecks Wirtschaftsministeriums wurde beschlossen, rund 10 Gigawatt an neuen Gaskraftwerkskapazitäten auszuschreiben, die sehr wohl als Übergangstechnologie, als Backup für Flauten und flexible Reserve genutzt werden sollen. Was Sie hierzu zu den Grünen schreiben, ist schon mal unwahr.

      Das Netzausbau und Speicher erstmal kosten, ist klar. Über einen Zeitraum vom 10-15 Jahren verteilt, ist das aber nur eine kleiner Teil des BIP. Und wenn Netz und Speicher erst mal stehen, kann man sich einen großen Teil der 80 Milliarden, die jährlich für Gas / Öl / Benzin in Deutschland ausgegeben werden, sparen. Das wäre Politik, die in die Zukunft blickt und nicht nur an die Nasenspitze.

    • @sollndas:

      "Und die Grünen setzen auf Strom, bei dem die Verfügbarkeit ungeklärt ist (Gaskraftwerke wollen sie ja nicht)..."

      Auch so eine Legende. Habeck plante viele Gaskraftwerke.

      PS: Das E-Fuels energetischer Unfug sind und für Großanwendungen nicht in Frage kommen, sollte sich doch endlich mal rumgesprochen haben. Weiß wirklich niemand mehr, was ein Wirkungsgrad ist?

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Eben. Habeck plante im Zuge des Atomausstiegs viele neue Gaskraftwerke. Und jetzt verspotten die Grünen die CDU-Wirtschaftsministerin Reiche, die dies fortsetzt, als "Gas-Kathi". Von einem "Gas-Robbie" war nie die Rede.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Ein Wirkungsgrad ist nur ein Kriterium unter vielen anderen, z.B. technische Realisierbarkeit, Finanzierbarkeit, Lagerfähigkeit...



        Methanspeicher haben wir schon. Muss man nicht neu aus dem Boden stampfen.



        Das ganze ist eine Optimierungsaufgabe, wie z.B das optimale Verhältnis von Durchmesser zu Höhe bei einer Konservendose.



        BTW liegt z.B. der Wirkungsgrad von Mensch auf Biofahrrad bei ca. 20 %, bezogen auf den verwertbaren Anteil der Nahrung. Rechnet man ein paar Ballaststoffe mit ein, wird's noch weniger...

    • @sollndas:

      Es ist erstaunlich, welche Fantasieleistungen manche Leute entwickeln. Sie könnten sich über den derzeitigen Ausbau von Batteriespeichern informieren. Oder eben nicht. Oder herausfinden, wo der Strom im Winter herkommt, und wo er in Zukunft herkommen wird. Oder eben nicht.

  • Das ist übrigens auch ein anti-ukrainisches Statement. Wir beziehen Öl und Gas aus Russland, Russland baut mit unserem Geld Raketen, die widerum auf die Ukraine geschossen werden.

    Aber die Bürger wollten es so und die Regierung liefert. Schuld haben natürlich immer die Grünen. Hauptsache, die eigene Bude ist geheizt. Es klebt ukrainisches Blut an unseren Händen.

  • Das Gesetz wurde mit Hilfe der spd beschlossen und jetzt mit deren Hilfe abgeschafft. Ein bewundernswert klares Beispiel, daß es den spd-Bonzen allein um den eigenen Machterhalt geht.

    • @Alberta Cuon:

      Ja, mit den Grünen zusammen machen sie Grünen-Politik und mit der CDU zusammen CDU-Politik. Da müssen sie sich wirklich nicht wundern, dass immer weniger Menschen sie wählen.

      • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

        und mit der AFD würden sie halt AFD Politik machen.



        Mir ist fast nicht so peinlich in meinem Leben als dass ich einmal SPD gewählt habe.

  • Man kann nur hoffen, dass die Eigentümer nicht so bescheuert sind wie die Union meint. Wer jetzt noch als Ersatz für seine Altanlage Öl oder Gas einbaut ist komplett mit dem Klammerbeutel gepudert, was Öl oder Gas in 30 oder mehr Jahren kosten werden? Sauviel.



    Dürfte so sinnvoll sein, wie mit Diamenten oder Silberbarren zu heizen.



    Konservatismus wird offenbar im Sinne des Bob-Roberts-Film ausgelegt „Times Are Changing Back“, nur, und das wollen viele Unions- und AfD-Wähler nicht wahrhaben, die Zeit einfach zurückzudrehen ist weder möglich noch sinnvoll.



    Hätten es nicht auch ein paar zusätzliche Übergangsfristen getan, von mir aus auch Technolgieoffenheit ins Gesetz schreiben (was natürlich eh keiner nutzen wird) und gut?



    Auch hier ein Ampelprojekt kaputt gemacht, ohne Sinn und Verstand. Einfach schlecht.

    • @FtznFrtz:

      52,8 % der Deutschen wohnen zur Miete. Was denken Sie wer die Heizkosten - auch noch in 30 Jahren bezahlt? Die Eigentümer??

      • @Petros:

        Mal sehen was in 30 Jahren ist, vielleicht sind dann die Mieter so zusammengeschrumpelt, dass man zwischen Vermietern aussuchen kann. Die mit fossiler Heizung müssen dann selbst einziehen.

      • @Thomas Böttcher:

        Sie meinen, das wäre dauerhaft? Ist schon irre, wir leugnen und verdrängen den Klimawandel einfach kurz und klein. Mal sehen ob er sich an die Union und die AfD hält.

  • Das sogenannte Heizungsgesetz war im Prinzip nicht schlecht, nur die Art der Förderung für die Wärmepumpe hatte unter anderem dazu geführt das die Wärmepumpheizung in Deutschland viel teurer war und ist als in unserem Nachbarland Frankreich.

    Denn je teurer die Anlage, desto höher der Zuschuss, also hat man immer versucht das Maximum herauszuholen und extra teuer Kalkuliert und eine viel zu große Wärmepumpenanlage errechnet!



    Dazu haben viele Hausbesitzer das Problem, das ihr Haus auch ein teil der Altersvorsorge ist, möglichst schuldenfrei mit der Rente auskommen ohne Miete zahlen zu müssen, wer aber über 70 Jahre alt ist, bekommt auch nicht mal so eben einen Kredit von der Bank, auch nicht als Hausbesitzer und wenn dann zu einem Hammer Zinssatz!

    Deshalb war das Heizungsgesetz also sehr schlecht, gut gedacht, aber im Detail schlecht ausgearbeitet.



    Es gibt auch wichtigere dinge um das Klima zu retten, Energiespeicher werden zu wenig und zu langsam gebaut, einfach nur PV- Anlagen und Windräder in die Landschaft stellen ohne Speicher ist großer Unfug.



    Durch Gaskraftwerke Flauten ausgleichen, statt von den Erneuerbaren (Stromspeicher), machen die Erneuerbaren obsolet.

    • @udo123:

      Der Zuschuss für die Wärmepumpe ist schon länger bis zu einem Höchstbetrag gedeckelt.



      Kredite gibt es speziell für die Wärmepumpe zur Überbrückung der Zahlung der Förderung im Prinzip zinslos. Wir haben das über unseren Anlagenbauer organisiert. Dann ist das durchaus machbar im Vergleich zu einer modernen Gasanlage. Wenn man denn etwas neues braucht.



      Auf die Dauer wird sich das rentieren - am CO2-Preis führt meine Ansicht nach kein Weg vorbei, wenn man es für die nächste Generation nicht so richtig teuer machen will. Aber dann ist die aktuelle Bundesregierung eh obsolet und ich ebenso, so gesehen passt das schon...

  • Was für eine verlogene, skrupellose Lobby-Regierung!!!



    Keine Zusammenarbeit mit der AgD? Versprochen, gebrochen. Strompreissenkung für alle? Versprochen, gebrochen.



    Arbeitnehmer*innen werden als Faulenzer beschimpft, Arbeitslose als Drückeberger und alle sollen ihre eigenen Lebensentwürfe -etwa Teilzeitarbeit- dem Wohl der Konzerne opfern. Und nun das Heizungsgesetz. Spahn hat posaunt, es sei die Rückgabe von "Freiheit" an die Bevölkerung, die von Habeck genommen wurde. Das ist nicht anderes als blanke Lüge und eine schlimme Verhöhnung des Begriffes "Freiheit". Wer das so formuliert, sollte sich fragen was es denn ist, wenn ich mein Leben nicht mehr selbst bestimmen darf und meine Arbeitskraft deutlich mehr an Arbeitgeber geben MUSS. Freiheit ias das ganz gewiss nicht. Spahn und seine Kumpane haben wirklich nicht verstanden der Begriff eigentlich bedeutet.



    Die Verbraucher werden mit dem Lobbygesetz betrogen, sie werden bitter draufzahlen. Das Klima wird weiter belastet - es kümmert die csdU und spD nicht die Bohne. Die Folgen tragen wir alle, vor allem alte und/oder kranke Menschen, doch diese Parteifunktionäre sehen nur ihre eigenen Aussichten bei der nächsten Wahl.

  • Die Reform war überfällig. Wenn sie leider nicht ganz so ausgefallen ist, wie erhofft. Der Vorteil ist: Es gibt jetzt eine Alternative zur Wärmepumpe und die Unklarheit, was mit möglichen Fernwärmeplänen der Kommune ist, kann man gedanklich streichen. Die Alternative zur Wärmepumpe spielt vor allem für die völlig überhöhten Preise eine Rolle, die getrieben sind von unsinnigen Zuschüssen und fehlender Konkurrenz. Ich habe mir ein Angebot für eine Wärmepumpe geben lassen. Nach Auskunft des Beraters wäre diese in ca. einer Woche eingebaut gewesen. Kosten (vor Förderung) EUR 40.000 (!). Das Gerät, das angeboten wurde, hätte laut Internet ca. EUR 8.000 - 10.000 gekostet. Selbst wenn es EUR 15.000 gewesen wären. Wie kommt man auf einen Mehrpreis von 25.000 EURO bei einer Woche Arbeit? Auf meine Nachfrage kam nur: Das müssen Sie doch nicht zahlen, aufgrund der Förderung und die anderen verlangen die Preise auch. Eine Erklärung für die Kosten wurde nicht mal versucht. Die (blöd gestaltete) Förderung bleibt. Aber zumindest kann man die Anbiete jetzt darauf verweisen, dass die Gasheizung viel billiger ist und man den Preis bitte überdenkt.

    • @Strolch:

      Da werden die Anbieter nur herzhaft lachen und auf die zukünftigen hohen Kosten verweisen.



      .



      Es gibt keine Alternative, nur eine die so scheint.

      • @sociajizzm:

        Nein, die Preise für Wärmeeumpen werden fallen - wenn dies unsägliche Förderugn weg ist. Die Kosten sind massiv schön gerechnet. Mit Annahmen, wie die Kosten steigen werden (was keiner weiß). Damit kann ich alles schön rechnen. Momentan ist es aber selbst billiger, eine Gasheizung zu kaufen und diese in sieben bis acht Jahren durch eine dann (bei einem normalen Markt) billige Wärmepumpe zu ersetzen. Lassen Sie mich raten: Sie müssen die Entscheidung aktuell nicht fällen und haben daher nicht mit konkreten Angeboten gerechnet.

    • @Strolch:

      Und heute habe ich die Werbung von Hofer (ALDI in der BRD) bekommen.

      Da kostet eine Splitklimaanlage und dies ist nichts anders als eine Wärmepumpe von Samsung,T ype CEBU mit einer Nenn - Kühl- und Heizleistung von 3,5 kW inkl. Montage als



      Single € 1.899,--,



      Dual € 3.499,--,



      Triple € 4.399,--.

      Also rd. 10 kW Heizleistung reichen für etwa 100 m²



      Wohnfläche. Und bei 200 m² sind es dann rd. € 8.800,--



      geliefert und montiert wohlgemerkt.

      LG

      • @VDST:

        Ja, das habe ich mir als Alternative sogar ernsthaft überlegt, mit Klimaanlagen zu heizen. Allerdings finde ich eine Wassergeführte Heizung angenehmer als die Luftheizung. Aber ja, die Preise für WP sind völlig absurd. Aber in dem Forum hier scheint das niemand zu stören.

  • Zwei Punkte, die es noch schlechter machen:

    - die nur noch temporär existierende Förderung macht die Lage für alle noch unübersichtlicher. (Einziger Vorteil könnte sein, dass mit Wegfall der Förderung der Preis von Wärmenpumpen sich dem EU Durchschnitt annähert)

    - eine steigende CO2 Bepreisung und die eventuelle Kostenfalle ist keineswegs sicher. Es gibt schon genug Initiativen mit dem Ziel den CO2 Preis herauszuschieben oder abzuschaffen.

    Die einzige Hoffnung scheinen Gerichte zu sein.

  • Was doch zu erwarten war! Die SPD hat nun endgültig jeglichen Anspruch an Klimaschutz und soziale Teilhabe an einer warmen Wohnung aufgegeben. Konsequent sollte Nina Scherr aus der Partei austreten, denn ihr Vater wird sich wohl nach dieser SPD-Entscheidung im Grabe umdrehen. Spahn und Reiche mit Unterstützung der CSU, verhelfen mit dem neuen Heizungsgesetz den Häuslebesitzern nun zu mittelfristig teuren Investitionsentscheidungen die sie spätestens 2030 bereuen werden, da die Preise für die fossilen Brennstoffe massiv steigen wird. Die Die drei Herren mit Dame verantworten damit dann auch ein richtig hartes Heizungsgesetz für alle Mieter die sich nicht dagegen wehren können. In einem weiteren Schritt wiurd das Quartet dann noch die Förderung reduzieren, damit der Anreiz noch geringer wird auf regenerative Energien. Gleichfalls zerstört es die Investionen von deutschen Unternehmen die in den zurückliegenden drei Jahren massive Investitionen in Wärmepumpen und regenerative Energietechniken investiert haben. So schafft das neue Heizungsgesetzt mehr Arbeitslose, Wohnungslose und zerstört den Vorsprung im Innovativen Energiebereich vollends. Aber wer hat etwas anderes erwartet?

  • Naja. Bisher ist Heizen mit Wärmepumpe kaum günstiger (und ökologischer, siehe Strommix, gerade im Winter) als mit Gas oder Öl. Berechnet man mit ein, dass aktuell so eine Wärmepumpe im Schnitt alle 12-15 Jahre erneuert werden muss weil kaputt, während so ein oller Gas- oder Ölkessel für 40 Jahre Standzeit ausgelegt ist, dann ist die Wärmepumpe aus wirtschaftlicher (und ökologischer) Sicht klar im Nachteil.

    • @Samvim:

      Ist die Wärmepumpe effizient genug, kann der Strom auch zu 100% aus fossilen Quellen kommen und diese wäre trotzdem besser als eine Gas oder gar eine Ölheizung.

      • @sociajizzm:

        Sind sie aber leider nicht. Im Winter fällt die Arbeitszahl der Wärmepumpe Richtung zwei. Die vorherschende Stromerzeugungsart ist dann in D Kohle (gerne aus Polen, das riecht man dann oft auch bis Berlin). Da etwa zwei Drittel der Energie aufgrund von Umwandlungs- und Leitungsverlusten "verloren" geht ist die Öl- oder Gasheizung in diesem Fall tatsächlich ökologischer. Über das gesamte Jahr gerechnet natürlich nicht, der reale Gewinn für die Umwelt ist aber aktuell nicht so sehr groß wie gerne behauptet wird

    • @Samvim:

      Sowohl für Gasheizungen als auch für Wärmepumpen werden Lebensdauern von durchschnittlich 15-20 Jahren angegeben.







      Die Betriebskosten für Wärmepumpen sind jetzt schon deutlich niedriger, als die von selbst modernsten Brennwert-Gashezungen. Zudem entfallen die Schornsteinfegerkosten. Auch bekannt: die CO2-Preise machen Gasheizungen von Jahr zu Jahr noch teurer.







      Der CO2-Ausstoß von Wärmepumpen ist selbst beim jetzigen Strommix deutlich geringer, als bei Gasheizungen. Mit Fortschritt der Energiewende, wird er weiter sinken.







      Alles, was Sie schreiben, ist komplett falsch. Unwissen oder Absicht?

      Wenn Sie Quellen haben wollen: einfach googlen.

      • @Sisone:

        Nein. Gas- und Ölkessel sind auf 40 Jahre ausgelegt (zumindest "damals"(tm)), die sie üblicherweise auch erreichen, weshalb das GEG eine Austauschpflicht für Konstanttemperaturkessel vorsieht, die älter als 30 Jahre sind. Wärmepumpen erreichen die angegebenen 15-20 üblicherweise nicht. Das macht die leichten Vorteile bei den Betriebskosten mehr als wett. Bitte selbst recherchieren und nicht blind dem Gemini-Ergebnis trauen - die KI hilt sich ihre Daten von Verkaufsseiten

        • @Samvim:

          Nix KI !







          CHIP sagt dazu, dass Wärmepumpen im Schnitt 20 Jahre halten, bei guter Einstellung und regelmäßiger Wartung länger. Der begrenzende Faktor ist dabei der Verdichter. Wenn dieser defekt ist, kann man ihn austauschen lassen, was nicht ganz billig ist, aber für viele weitere Betriebsjahre sorgen kann.

          Die Wärmepumpe spart bei 120 m² zu beheizende Fläche jährlich etwa 800 € bis 900 € an reinen Energiekosten ein.



          Trotz der höheren Netto-Investition rechnet sich die Wärmepumpe meist schon nach wenigen Jahren.







          Hält die Pumpe 20 Jahre, sind das 16.000 Euro Einsparung. Das sind nicht "leichte Vorteile bei den Betriebskosten", sondern gewaltige.







          Auch CHIP:



          Die durchschnittliche Lebensdauer einer Gasheizung liegt zwischen 15 und 20 Jahren.

          Das ist jetzt aber nur der finanzielle Aspekt. Vermeidung von dreckigem Fracking, Abhängigkeiten und Emissionen kommen noch oben drauf.

          • @Sisone:

            Chip ist ein Computermagazin, kein Fachblatt für Heizungstechnik... Die Zahlen sind Käse, bzw. für die Wärmepumpe zu optimistisch und für den Rest zu schlecht. In der Praxis hält eine Wärmepumpe 12 - 15 Jahre, viele sogar nur 8. Mal eine Rechnung aus meinem Altbau: 21.000 kwh Heizbedarf pro Jahr. Aktuell Heizöl mit 9 Cent pro Kwh macht 1890€ Heizkosten im Jahr. Die beste WP hat eine Jahresarbeitszahl von 3,5 (Quelle Stiftung Warentest), macht 6000 kwh Strom zu aktuell 30 Cent pro kwh. Ergibt 1800€ im Jahr Heizkosten. Von den 90 € realer Ersparnis sollen sich dann die fast 40.000€ Investition in die WP rausrechnen... alle 15 Jahre neu

    • @Samvim:

      Haben Sie dafür Belege oder ist das etwa die Rationalisierung eines frischen Gaskesselkaufs?



      Heizungsexperten bei Chip setzten letztes Jahr 20 Jahre an. Der Gas- und Ölkessel muss wegen Klima und so in deutlich weniger als 40 Jahren abgeschaltet werden, das auch.



      Selbst beim jetzigen Strommix ist Wärmepumpe schon durch den Hebel die ökologischere Variante. Was sich, ich erstaune, noch nicht herumsprach.

      • @Janix:

        Ich wollte eigentlich niemanden triggern (und schon gar keinen Gaskessel verkaufen) sondern nur darlegen, dass es nicht ganz so simpel ist wie Frau Schwarz hier den Eindruck erweckt. Die Fakten habe ich nun mehrfach wiederholt.

        • @Samvim:

          Ich möchte kein frisch gekauftes Fossil herausgerissen, da beginnt mensch mit den besonders ineffizienten älteren Geräten (die v.a. den Kellerraum heizen und wo es im ganzen Keller nach Heizöl riecht).



          Nur werden wir bald recht frisch gekaufte Fossilheizungen rausreißen, weil Merkel noch nicht handelte. CO2. Und so etwas tut mir in der Seele weh, und dem Portemonnaie derjenigen auch bzw. deren Mieter.

          Bei Neubauten wird ohnehin i.d.R. die Wärmepumpe eingesetzt oder Fernwärme angeschlossen (wenn die Wärmeplanung der Kommunen noch höher priorisiert würde, wäre auch viel planungsklare Zeit gewonnen, Nebenthema).

          Doch noch zum Punkt: Sogar Gas (falls denn bei der Förderung gut gedämmt) hat noch den deutlich besseren Energie/CO2-Quotienten gegenüber Erdöl. Letzte Kohlekraftwerke sollten bitte inzwischen ihre Wärme auch zur Nutzung verkaufen, doch auch wenn nicht, hebelt die Wärmepumpe ja bis kurz vor Watzmanntemperaturen, was vorherige Stufen verloren gaben.

          Ich bin kein Energieberater, kenne auch nicht das Platzthema am Ort, und das soll der/die mal durchrechnen - doch vielleicht ist Wärmepumpe plus die alte Heizung eben noch was für die zwei, drei Wochen wirkliche Kälte.

    • @Samvim:

      Das ist reine Fantasie. Oder können Sie uns zeigen, daß Wärmepumpen weniger lang halten als Öl-und Gasheizungen? Das können Sie nicht. Und weil die Wärmepumpe etwa ein Viertel der Gesamtenergie einer verbrennungsbasierten Heizung verbraucht, ist auch Ihre letzte Behauptung frei erfunden.

      • @Kahlschlagbauer:

        Das hat nichts mit Fantasie zu tun, sondern mit praktischer Erfahrung. Bis vor kurzem haben die Hersteller btw. selbst nur 15 Jahre Lebensdauer angegeben, die die meisten Anlagen leider nicht erreicht haben. Heute werden 20, in seltenen Fällen 25 Jahre angegeben, jedoch ohne jede Garantie und bei "regelmäßiger Wartung" aka "Austausch der meisten Teile". Und im Winter besteht der deutsche Strommix mangels Atomkraft im wesentlich aus Kohle. Durch Umwandlungs- und Netzleitungsverluste gehen etwa zwei Drittel der Energie "verloren", was den Effiziezvorteil der Wärmepumpe im wesentlichen auffrisst. Das ist keine Erfindung sondern Physik.

      • @Kahlschlagbauer:

        "Und weil die Wärmepumpe etwa ein Viertel der Gesamtenergie einer verbrennungsbasierten Heizung verbraucht,"

        Ja! Im Sommer! Im Winter jede Woche hier 200kwh / Woche..

        "daß Wärmepumpen weniger lang halten als Öl-und Gasheizungen"

        Steht überall, sagt ihnen auch jeder Monteur..

  • Wäre die CDU/CSU auf nachhaltigen Erfolg aus, müsste sie die Grünen auf deren eigenem Felde schlagen, also mit CDU-Methoden den besseren und billigeren Klima- und Umweltschutz schaffen. Aus internationaler Verpflichtung ja sowieso.



    Ideologie einmal wieder bei der Union und für nichts gut.

  • Diese Regierung glänzt ! Das ist der Glanz der Täuschung und Lüge:



    * Schon gleich zu Anfang gab es eine Zusammenarbeit mit der AgD



    * Die Strompreise sind NICHT für alle gesunken



    *

  • Die derzeitige Lobby-Regierung hat sich schon jetzt als verlogen, unredlich in mehreren Fällen präsentiert:



    * Der Strompreis soll für alle sinken



    *

  • Die Deutschen wählen schon seit vielen Jahren zuverlässig rechts. Da braucht es auch niemanden zu wundern, dass die rechten Parteien das fossile Establishment unterstützen.



    Mit voller Fahrt in die Katastrophe halt, politisch und umweltbezogen.

  • Die CDU gehört der Ölindustrie und den Vermietern.

    Die Mieter sind die Leidtragenden, aber die haben die CDU auch gewählt, ne? Selbst schuld?

    Und alle Eigenheim-Eigentümer bauen Wärmepumpen ein.

    • @Cededa Trpimirović:

      Eigenheim Eigentümer bauen keine Wärmepumpen ein, nur wenn sie bei Neubauten vorgeschrieben werden!



      In unserer Region machen nur die das, die eine PV-Anlage haben und die ergibt bei uns wegen der geringen Sonnenzeit im Winter kaum Sinn, da viele Täler.