piwik no script img

Physikerin über die deutschen Autobauer„Die Zukunft der Autobranche ist emissionsfrei“

Die deutschen Autokonzerne verhalten sich arrogant, sagt die Physikerin Birgit Scheppat. Sie müssten umsteuern – dann gelinge auch das Comeback.

Guangzhou, China, 2. Dezember 2025: am Stand von Volkswagen bei der Internationalen Automobilmessse Foto: John Ricky/AA/imago
Nanja Boenisch

Interview von

Nanja Boenisch

taz: Frau Scheppat, ist die deutsche Autoindustrie noch zu retten?

Bild: Andreas Schlote
Im Interview: Birgit Scheppat

ist Physikerin und Professorin für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie an der Hochschule Rhein-Main. Sie forscht und lehrt zur Nutzung erneuerbaren Stroms in Batterien und Wasserstoffbrennzellen, unter anderem in Fahrzeugen.

Birgit Scheppat: Im Grunde hat die deutsche Automobilindustrie die Fähigkeiten, sich zu retten. Aber ihr fehlt der Mut, zukunftsfähige Technologien umzusetzen. Also das mit der Rettung wird schwierig, wenn sie sich immer auf die alten Dinge konzentriert. Sie müsste eigentlich in die Zukunft gucken. Wenn sie das nicht hinkriegt, dann ist sie nicht zu retten.

taz: Wie sieht die Zukunft der Branche aus?

Scheppat: Auf jeden Fall emissionsfrei – auch wenn die deutschen Hersteller probieren, das Rad wieder zurückzudrehen und länger Verbrenner zu bauen. Bei Personenkraftwagen ist der Fortschritt der Elektromobilität nicht aufzuhalten.

taz: Wie könnte die Industrie Mut fassen, um da anzukommen?

Scheppat: In Deutschland gibt es eine Konzentration auf wenige große Automobilkonzerne – Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz. Die sind wie Tanker, die fahren immer geradeaus, die haben einen unendlich langen Bremsweg. Sie mal in eine andere Richtung zu lenken, ist extrem schwierig. Die Betriebsräte, die Mitarbeiter und das Management müssen sich klarmachen, dass sie gegen Konzerne konkurrieren, die in Asien angesiedelt sind – sei es in China, in Japan oder in Korea. Dann müssen sie sich sehr schnell überlegen, wo sie mit welcher Technologie, mit welchen Mitarbeitenden und an welchen Standorten hinwollen, klare Kante zeigen und sagen: Wir machen das jetzt. Das wird erst dann klappen, wenn die Konzerne den Mut haben, ihre inneren Strukturen zu ändern.

taz: Woran ist das bisher gescheitert?

Scheppat: Die deutschen Automobilkonzerne haben keinen Kurs. Die wissen nicht, wo Norden und wo Süden ist. Dabei müssten sie sich fragen: Wie schaffen sie es, emissionsfreie Autos herzustellen? Wie schaffen sie es, angesichts der Konkurrenz aus Asien die Produktivität zu erhöhen? Das heißt, dass sie erstens Produktionsprozesse automatisieren müssen. Zweitens müssen sie schauen, wo sie noch einen Vorteil im Vergleich zur internationalen Konkurrenz haben. Drittens gibt es nicht genug Fachleute, die neugierig und hungrig sind, um in neue Technologien einzusteigen. Ingenieurswissenschaften sind ein schwieriges Fach – und die Politik in Bund und Ländern spart gerade an der Ingenieursausbildung. Damit tut sie der Volkswirtschaft keinen Gefallen. Ohne eine gute Ausbildung wird die Industrie nicht zukunftsfähig.

taz: Was müsste die Politik noch tun, um die Industrie zukunftsfähig zu machen?

Scheppat: Tja. Die Bundesregierung ist wankelmütig und macht das, was die Branche ihr sagt. Das ist für die Unternehmen schwierig und für den Standort Deutschland eine Katastrophe. Auch in der Politik bräuchte es jemanden, der Mut hat und der sagt, wir wollen unsere Klimaziele so gut wie möglich einhalten, wir gehen diesen Weg zur Emissionsfreiheit, und zwar geradeaus. 1,5 Grad Erderwärmung sind ohnehin locker überschritten, Deutschland wird die meisten seiner Klimaziele verfehlen – da sollten wir erst recht nicht zurück zu Verbrennern gehen.

taz: Der Verband der Automobilindustrie bekennt sich immer wieder zu den Pariser Klimazielen, will sie aber auch mit synthetischen Kraftstoffen und Plug-in-Hybriden erreichen.

Scheppat: Die Effizienz synthetischer Kraftstoffe liegt im Vergleich zu batterieelektrischen Antrieben zwischen fünf und zehn Prozent. Das ist Wahnsinn. Die Industrie fordert gerne das, was ihr gerade opportun ist, aber schaut nicht langfristig. Porsche hat batterieelektrische Fahrzeuge auf den Markt gebracht, dann gemerkt, dass sie so teuer sind, dass sie auf dem Markt nicht so gut ankommen. Jetzt will Porsche zu Verbrennern zurück. Oder VW: Da hapert es bei den Elektroautos noch manchmal an der Software. Dann müsste VW jetzt ganz engagiert in die Technologie reingehen. VW aber hat erst Geld reingesteckt, dann gemerkt, dass es nicht so klappt, wie es sollte – und sich dann abgewendet. Technologien müssen Schritt für Schritt entwickelt werden, auch auf die Gefahr hin, dass mal was schiefgeht.

taz: Trotzdem haben die Fortschritte der Elektromobilität auf dem asiatischen Markt die hiesigen Autobauer überrascht. Ging die Entwicklung der Technologie da schneller?

Scheppat: Auch dort waren es lange Prozesse. 2015 hat Deutschland in Mainz zwar die erste Power-to-Gas-Anlage gebaut, um erneuerbare Energien zu speichern. Inzwischen ist Japan weltweit führend bei der Technologie. Die Ingenieure dort haben sich die deutsche Anlage angeguckt und sie jahrelang weiterentwickelt. Deutschland hat da eine Arroganz, die es sich ganz schnell abgewöhnen muss – als wäre alles, womit wir mal angefangen haben, auf ewig Weltspitze. Auch unsere Automobile sind leider nicht mehr Weltspitze.

taz: Deshalb wollen die deutschen Hersteller ja auf Altbewährtes – ihre Verbrenner – setzen.

Scheppat: Das ist, als würde man den Termin beim Zahnarzt aufschieben. Die Zahnschmerzen gehen davon aber nicht weg. Dabei könnte der Wandel klappen. Es funktioniert in den Niederlanden, es funktioniert in Norwegen. Wenn die deutschen Autobauer jetzt keine batterieelektrischen Fahrzeuge auf den Markt bringen, fehlt ihnen in den nächsten Jahren wieder ein Stück Erfahrung im Vergleich zur Konkurrenz.

taz: Norwegen hat E-Auto-Käufe bis etwa 42.600 Euro von der Mehrwertsteuer befreit und zusätzliche Abgaben für neue Verbrenner eingeführt. In den Niederlanden gibt es eine Kaufprämie für neue E-Autos unter 45.000 Euro.

Scheppat: Die haben natürlich eine kleinere Bevölkerungszahl als Deutschland, da ist Wandel vielleicht einfacher zu erwirken. Aber ja, dort hat man sich klargemacht, dass es bestimmte Anreize braucht.

taz: Die Bundesregierung will den Wandel jetzt mit einer sozial gestaffelten Prämie für Kauf und Leasing von E-Autos und Hybriden erwirken. Was halten Sie davon?

Scheppat: Sie müsste E-Autos speziell aus deutscher Produktion mit einer Kaufprämie fördern. Die gießkannenmäßige Förderung für irgendwelche Fahrzeuge, auch für chinesische, ist natürlich sehr nett für Autokäufer – hilft der deutschen Industrie aber nicht. Sie müsste von den Herstellern ein preiswertes batterieelektrisches Fahrzeug verlangen, das es Kunden erlaubt, in die Technologie einzusteigen – und das dann subventionieren. Und sie müsste den Konzernen sagen: Sorgt dafür, dass ihr eure Flotten gestaffelt emissionsfrei macht, so wie es die EU mit den Flottengrenzwerten vorgegeben hat.

taz: Bisher sind die Gewinnmargen bei E-Autos für die Hersteller niedriger als bei Verbrennern. Wie können sie das langfristig lösen?

Scheppat: Indem sie große Serien fertigen, Teile wie die Batterie preiswerter entwickeln oder einkaufen, die Produktivität automatisieren und digitalisieren. Die EU sollte sich für den Aufbau einer eigenen Batteriefertigung einsetzen, um unabhängiger von asiatischer Technologie zu werden. Frankreich und Deutschland haben zusammen Airbus aufgebaut – ich wünsche mir ein Projekt in dieser Qualität für eine europäische Batterietechnologie.

taz: Automatisierte Produktivität – das klingt nach Stellenabbau.

Scheppat: Die Autobauer drohen gerne damit, Arbeitsplätze einzusparen, wenn die Politik nicht das macht, was sie will. Das ist eine Unart, die unserer Industriegesellschaft nicht gerecht wird. Es stimmt, ein Elektroauto hat nur halb so viele Bauteile wie ein Verbrennerauto, deshalb sind weniger Menschen für den Bau nötig. Es könnten aber hochqualitative Industriearbeitsplätze in der Weiterentwicklung der Fahrzeuge geschaffen werden.

taz: Wenn der Bau eines E-Autos simpler ist als der eines Verbrenners – was passiert dann mit den Zulieferern, deren Teile nicht mehr gebraucht werden?

Scheppat: Zulieferer müssen sich überlegen, was sie beisteuern können. Einige machen das. Eine ganze Reihe von Firmen weiß, dass ihre Fähigkeiten zum Beispiel in den Bereichen Metalle oder Kunststoff hilfreich sind, um leichtere Autos zu bauen. Zulieferer könnten sich auch fragen: Wie lassen sich die Materialien recyceln? Wie können Verbundstrukturen im Fahrzeug stabiler werden? Auch bei der Sensorik eines Autos ist noch viel Luft nach oben. Aber natürlich wird es schwierig für viele Zulieferer, sie müssen sehr schnell umdenken. Und gerade werden sie von den Autoherstellern im Regen stehen gelassen.

taz: Was halten Sie von der Idee, die Produktionsstätten der Autoindustrie und das Personal für den Bau von Straßenbahnen und Bussen für den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen?

Scheppat: Eine Verbesserung und Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs liegt mir auf jeden Fall am Herzen. Mobilität wird nicht besser, wenn wir ganz viele Autos auf der Straße haben. Autos können gut sein für die Anfahrt auf einen Park-and-Ride-Parkplatz, wo man in den Nahverkehr umsteigen kann. Und wenn es die Möglichkeit gibt, Straßenbahnen zu bauen, um die Menschen in Arbeit zu halten und auch da batterie- oder wasserstoffelektrische Antriebe einzusetzen und nach vorne zu bringen, ist das sinnvoll – und ein guter Weg, Bürgern weiter hochqualitative Industriearbeitsplätze zu bieten.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

110 Kommentare

 / 
  • Gideon , Moderator*in

    Vielen Dank für eure Beiträge, wir haben die Kommentarfunktion geschlossen. Die Moderation

  • ich bin gegen das Geschäftsmodell Individualmobilität zu verkaufen.



    Mobilität kann öffentlich-rechtlich organisiert werden.



    Das Denken in "Die Branche" ist Teil des Problems.



    Stattdessen tausende zirkulierende Sammeltaxis, um die Pkws zu ersetzen. Dazu hier:



    taz.de/EU-Bericht-...bb_message_5165641

    • @Land of plenty:

      "Mobilität kann öffentlich-rechtlich organisiert werden."

      Im Allgemeinen: ja. Auf die individuelle Lebenssituation bezogen: allzu häufig nein.

      • @Tom Tailor:

        moin, lesen Sie mal den Vorschlag in dem konkreten Link.

  • Mal eine Frage in die Runde der E-Autobesitzer: Wiehoch ist der Stromverlust wenn man mit Schnellladern sein Auto tankt? Mein Nachbar sprach von ca 15 bis 20 % Verlust, kann das sein?

    • @elektrozwerg:

      Dein Nachbar hat da etwas verwechselt. Die hohen Verluste entstehen, wenn man sehr langsam lädt, wie z.B. an einer 230V Haushaltssteckdose mit einer Phase.



      Der ADAC hat sehr gute Informationsseiten zu E-Autos, da würde ich mal reinlesen, statt solchen Stammtischparolen Glauben zu schenken. In der realen Praxis gibt es kaum Fälle, in denen ein Verbrenner Sinn macht, mehr Spaß machen die E-Auots eh. Und wenn man partout nicht auf 1-2 sehr lange Urlaubsfahrten im Jahr verzichten möchte und nicht unterwegs nachladen möchte, kann man mit seinem E-Auto auch zu einem Autovermieter fahren und für die Zeit einen Verbrenner mieten (oder ein teures E-Auto mit großer Reichweite und/oder sehr schneller Ladeeinheit mieten, denn die gibt es auch, braucht man aber für den täglichen Alltag nicht). Da sollte man seinen Bedarf einfach mal genau analysieren und sich von jemanden beraten lassen, der Praxiserfahrungen hat.

  • Da steht viel Unsinn drin. Prsche wollte Vorreiter in E-Mobilität werden und hatte kurzzeitig einen hohen Absatz des Taycan. Porsche hat es auch geschafft den Taycan so zu bauen, dass er fährt wie ein 911er. Nur lässt er sich nicht mehr verkaufen. Das liegt u.a. daran, dass der Wiederverkauftswert ins Unermessliche gesunken ist. Das liegt wiederum an der limitierten Nutzungsdauer der Akkus. Viele Porsche-Fahrzeuge seit den 70ern sind noch fahrbar. Bei BEVs ist es halt aus, wenn man die Batterie nicht mehr ersetzen kann. Da muss man dann jede 10Jahre das Auto verschrotten.

    • @Ulrich Günther:

      Das ist üble Stammtisch-Polemik. Batterien können repariert werden, einzelne Zellen getauscht werden. Es ist eben nicht so, dass ein Auto nach 10 Jahren plötzlich nicht mehr fährt, wenn man nichts macht, wird die Reichweite etwas kleiner, die Autos gehen als Gebrauchtfahrzeuge in den "Nahverkehr" zu Leuten, die zu Hause tanken und pro Tag nicht mehr als z.B. 200km fahren. Und dann sei noch ein Blick auf die aktuellen Verbrenner empfehlenswert. Da steckt heute so viel teure Technik drin, viele Ersatzteile, die selbst bei Premiummarken nach 10 Jahren schon nicht mehr lieferbar sind und einige sehr empfindliche Teile wie Turbos, deren defekt extrem teuer wird und durch Folgeschäden häufig ein wirtschaftlicher Totalschaden zur Folge hat.

  • Seltsame Expertin. Die dt. Autobauer haben keinen Kurs? VW ist genau auf Kurs. Gut, China grätscht etwas rein, ansonsten geht es eben darum, noch weiter vom Verbrenner zu reden und möglichst zu verkaufen, während schon längst auf e umgestellt wird und IDs in Verkaufslisten ganz oben stehen. BMW dito.

  • Jetzt nur auf der Autoindustrie herumzuhacken sehe ich als falsch.



    Viele haben riesige Investitionen getätigt im Bereich der Elektromobilität, machen damit aber massive Verluste. Wie Stellantis zum Beispiel, die gerade 22 Milliarden Euro abschreiben mussten wegen der Investitionen für E-Autos.



    Nein. Das Problem sind die Kunden, die so wohlstandsverwöhnt sind, dass es für sie untragbar erscheint, für die 1000 km Urlaubsreise 2-3 Stunden mehr zu brauchen.



    Ab 30.000 spätestens gibt es E-Autos die voll alltagstauglich sind und auch die Urlaubsreise bequem erledigen. Nur nicht ganz so schnell, wie mit einem Verbrenner. Alles andere können E-Autos besser, aber die "Reichweite" wird als KO-Kriterium hochgejazzt.



    Und da sind wir beim anderen Problem: Die Lügen- und Propagandamaschinerie der Fossilindustrie. Natürlich sitzen diese Abermilliarden schweren Ölkonzerne und Ölländer nicht untätig herum und schauen zu, wie ihre Geschäfstgrundlage vernichtet wird. Die steuern massiv mit Fake-News dagegen.

    • @Elvenpath:

      Man muss ja gar kein teures E-Auto kaufen wenn man 1-2 im Jahr 1.000km fährt. Für so etwas gibt es Firmen, die einem ein (E-)Auto mit großer Reichweite vermietet ;)



      Und alltagstaugliche E-Fahrzeuge gibt es auch schon für 25.000,- Euro und sogar darunter.



      Wir haben bei uns in der kleinen Firma einen Jeep Avenger (Stellantis), der einwandfrei funktioniert und im Angebot nur 28.000km gekostet hat. 50kw Lader knapp 400km Reichweite im Sommer und knapp 300km im kalten Winter, wer braucht mehr, wenn täglich laden kann (selbst wenn nicht und man beim Einkaufen an den Schnellader geht, funktioniert das wunderbar wenn man nicht täglich 200km fahren muss, dafür gibt es dann die teureren Fahrzeuge.

    • @Elvenpath:

      Es hat sich rumgesprochen, dass Stellantis schlechte eAutos baut bzw sie hatten ein großes Laderproblem. Geliefert von der Qualitätszulieferfirma aus Stuttgart. Letztendlich ein Musterbeispiel, dass es nicht genügt, in Verbrennermodelle Akkus zu installieren und Zulieferer auch was zu lernen haben.

    • @Elvenpath:

      Wie lange hat es gedauert bis hiesige Autofirmen Werbung für ihre E-Autos machten? Man musste Sie zwingen, Sie hatten schon Modelle aber wie die Expertin einfacher weisse feststellt, wenn diese Firmen nicht bereit sind diese Modelle eizusetzen fehlt die Erfahrung, gibt es keine Werbung auf der Straße! Es wird viel von Plannungssicherheit gesprochen, Frau Müller Kapitän der AutoIndustrie! Der Staat ist für d Infrastruktur verantwortlich! Der Musk hat Ladestationen selbst gebaut um seine Schlitten verkaufen zu können u die Deutschen Autobauer bitten die Politik das Verbrenner Aus in Europa zu verschieben!? Häh bin ich Blöd? Da brauch ich keine Argumente dafür herauswürgen u kein Akademiker sein, wenn ich einer Grundlogik nicht folgen kann. Und dass wollen Sie heute noch nicht einsehen! Was stecken hier für Kapital Gedanken dahinter, was für ein Monopoli?

  • Die kWH Arbeit aus Strom kostet das 3 fache der kWH aus ÖL (Diesel/Benzin). Da aber der Staat für Straßenerhaltung etc noch mal ca 100 % draufschlägt, sieht das Verhältnis für das E- Auto günstiger aus, da dessen Strom eben nicht besteuert wird. Es bedarf aber nur einer einfachen Gesetzesänderung um Stromautos ähnlich hoch zu besteuern.(z.B. über den Kilometerzähler)Derzeit finanzieren nur die Verbrenungsmotoren die Straßen.Die E-Autos zahlen fast nichts.

    • @carl fisher:

      Wenn man vom Januar-Schnitt beim Diesel (derzeit eher mehr) ausgeht, dann kostete die kWh dort mit 16,9 Cent nur etwas weniger als die Hälfte, als Strom mit derzeit 37 Cent, das nützt aber überhaupt nichts, wenn zwei Drittel dieser "Arbeit" nur in Wärmeenergie verwandelt werden. Und wer eigenen PV-Strom lädt, hat nur einen Bruchteil der Kosten.

      Bei einem Vielfachen an Infrastruktur-, Umwelt- und gesundheitlichen Folgekosten des (verbrennerdominierten) Autoverkehrs braucht man sich auch nicht einbilden, dass die Energiesteuer bei Kraftstoffen wirklich den Straßenerhalt finanziert. Allein die volkswirtschaftliche Abhängigkeit vom Öl ist Anreiz genug, die Transformation voran zu treiben, auch wenn man sich angesichts steigender CO2-Abgaben von jeglicher Illusion verabschieden sollte, dass dem Verbrenner noch irgendeine rationale Zukunft bevor steht.

      Anstatt über angebliche Ungleichbehandlung zu klagen (für Lärm- und Schadstoff-Immission durch den Verkehr werden Betroffene ja auch nicht entschädigt), darf man sich gerne überlegen, wie man frühstmöglich von verändernder Mobilität profitieren kann, statt Veränderung zu bekämpfen.

      • @patrickh:

        Schön u klug erklärt!

    • @carl fisher:

      KWh mit kleinem h bitte.

  • Mein erster Gedanke war: Wenn die Frau Scheppat so genau weiss warum es mit der E-Mobilität in D nicht funktioniert dann sollte sie sich für einen Mangeemnt-Posten bei VW oder Audi bewerben. Besser bezahlt als ein Uni-Job und sie könnt é etwas bewirken.

    Kleine Anmerkung zum Beispiel Norwegen: Norwegen verdient das Geld mit dem E-Autos subventioniert werden mit Öl und Gas, also fossilen Rohstoffen, Eigentlch müsste man das dadurch erzeugte CO2 zur Energiebilanz der E-Autos dazuzählen.

    • @Gerald Müller:

      Zahlen Sie denn doppelt CO2-Abgabe auf die von Ihnen genutzten Kraftstoffe, weil mit den daraus erwirtschafteten Gewinnen weitere fossile Geschäfte gefördert werden? Manchmal fragt man sich ernsthaft, auf welche Ideen Menschen kommen. Was anderes als die Transformation weg von fossilen Energieträgern sollte man denn damit fördern. Norwegen tut wenigstens etwas dafür, den eigenen Konsum zu senken, während viel zu viele in Europa einfach fröhlich weiter kaufen …

    • @Gerald Müller:

      Da müsste man erst mal belegen, dass es durch die Subventionierung von E-Autos mehr Nachfrage für Öl und Gas gibt, als mehr gefördert wird.

      • @Elvenpath:

        Sehr leicht nachvollziehbar. Die Fördermengen sind seit den E-Autos gestiegen und halt zu über 90% exportiert worden, wodurch dann E-Autos subventioniert werden. Genauso wie der Sozialstaat.

  • Was passiert denn mit den Arbeitsplätzen und den Zulieferern wenn Verbrenner-Deutschland sich noch weiter selbst abhängt und der dt. Verbraucher lieber zum elektrischen Fahrzeug der Konkurenz außerhalb der EU zuschlägt weil billiger und leiser?

    So schnell wird das Defizit dann nicht mehr aufgeholt.

    Ich hätte gerne ein Auto. Kein Verbrenner und ich will auch keine 15k Euro für ein Auto ausgeben, egal ob E oder nicht.



    Ich möchte keine zig Assistenten, mein Wunschauto kann simpel sein. Weniger Asistenten = weniger Softwareprobleme, weniger Eingriffe in meiner Fahrt. (Ich habe schon erlebt wie ein Spurenassitent das normal fahrende Auto Richtung Fahrbahnmitte steuerte und es war beängstigend.)

  • Der Elektromobilität gehört mit Sicherheit die Zukunft. Und ich bin sicher, dass die deutschen Autobauer dies auch wissen und die entsprechenden Technologien entwickeln.



    Das heisst aber natürlich nicht, dass die Produktion sofort komplett auf E-Fahrzeuge umgestellt wird. Dies geschieht schrittweise.

    Zu bedenken sind z.B. die sehr unterschiedlichen Märkte auf der Welt, die die Autobauer bedienen müssen. Die deutschen Automobilhersteller verkaufen den Großteil ihrer Produktion im/ins Ausland und müssen sich an die dortigen Gegebenheiten anpassen. Stichwort bespw. USA & Trump.

    Wie haben sich z.B. die sog. Experten aus dem Elfenbeinturm über die Hybrid-Strategie von TOYOTA aufgeregt. Ein Hybrid statt eines Diesels, später sollte es unbedingt ein Elektroantrieb sein. Der Erfolg von TOYOTA mit dem Hybrid spricht für sich. Erst jetzt rollt der Hersteller E-Autos in größerem Umfange aus. Auch die deutschen Hersteller werden sich Gedanken über das richtige Timing und die Antriebsstrategie gemacht haben.

    Frau Scheppat hat einige gute Gedankenanstöße gegeben, allerdings bezweifele ich, dass eine Externe die Automobilbranche so gut kennt, wie die Hersteller selbst.

    • @Black & White:

      Man hat vor allem auf die Absatzzahlen vom Quartal geschaut und nicht geglaubt, dass der Absatz in China so schnell einbrechen würde.



      .



      Eine langfristige Strategie fehlt sowohl in Europa, wie auch in den USA.



      .



      BYD und CATL setzen zum Beispiel weiterhin auch auf Natrium Ionen 🔋, obwohl der Preis für Lithium gerade um 90% eingebrochen ist. Das ist aktuell ein reines Verlustgeschäft, aber eine Wette auf die Zukunft.



      .



      VW, BMW, Mercedes und co hatten genug 💰 für Innovation, ohne nennenswerten Absatz. Wenn es erst keinen Markt mehr für neue Verbrenner gibt, ist es zu spät.



      .



      Hinterher ist man immer schlauer, aber ein Fehler war es allemal.

  • Das Interview zeigt eine erstaunliche Unkenntnis der internationalen Energiesituation. Länder wie Nigeria verfügen über viel Öl, aber erreichen gegenwärtig nur die Hälfte der Bevölkerung bei der Stromversorgung. Man kann das für viele Länder der Erde nachweisen. Schaut man sich die Entwicklung in China an, die weltweit bei der Elektromobilität führend sind, wird dort inzwischen deutlich in sogenannte Plug in Hybrid investiert, allerdings mit relativ hohen elektrischen Reichweiten. Alle großen asiatischen Automobilhersteller von Hyundai bis Toyota oder Byd investieren, massiv in Wasserstoff und diese Technologien. Die wollen ihre Autos weltweit verkaufen, auch in Regionen, die über keine Elektroinfrastruktur verfügen wie Deutschland. Auch in Ländern wie Spanien mit großen Flächen , die extrem dünn besiedelt sind, ist eine Infrastruktur, die für Elektroautos geeignet ist, in den nächsten 30–50 Jahren nicht zu erwarten. Vermutlich werden sich Mischsysteme durchsetzen. Die Verbreitung der Eisenbahn hing auch nicht von der Qualität der Lokomotive ab, sondern von der Schieneninfrastruktur. Das wird in allen Diskussionen immer vergessen.

    • @Crassus:

      Ihre "Kenntnis der internationalen Energiesituation" ist nicht falsch sondern veraltet. Ihre Aussagen passen ins Jahr 2023 aber nicht mehr zu heute.

      Nigeria hat letztes Jahr 800MW PV zugebaut, der zweithöchste Wert in Afrika, das insgesamt den PV-Ausbau um 54% steigern konnte. Dass PV gerade jetzt dort solche Fahrt aufnimmt ist kein Zufall: Zellen sind extrem billig und durch Eigenleistung sehr zugänglich. Betrieb von Diesel-Aggregaten ist schon seit Jahren teurer. Billiges Öl hilft wenig, wenn dessen Distribution teurer als Sonnenlicht ist.

      Der PHEV-Zuwachs in China ist mit 2025 bereits wieder rückläufig. Kein Wunder, wenn Batterie-Zellen immer günstiger und die Reichweiten immer größer werden, verlieren Hybride dramatisch an Attraktivität.

      Massive Investitionen in Wasserstoff sind bei BYD ein Phantom, bei Hyundai nur als Speichertechnologie und nicht im Fahrzeug relevant und Toyota … ist der asiatische "Tanker" und wenig erfolgreich.

      Währendessen funktioniert Ladeinfrastruktur in Spanien schon heute mit 50.000 Ladepunkte bei Zuwächsen von Schnellladern von rund 100% allein im letzten Jahr.

      Die Dynamik ist gigantisch, vieles passiert VIEL schneller als erwartet!

    • @Crassus:

      Ich bin 1x quer durch ganz Spanien mit nur 168km max Reichweite und über Landstraßen. Überhaupt kein Problem. Schauen Sie doch mal mit Google Maps in den "dünn besiedelten Gebieten". Sie werden staunen wie schnell 30-50 Jahre vergehen können. 🤣



      .



      Für teure Neuwagen ist der größte Markt in reichen Ländern, mit guter Infrastruktur, oder zumindest in den Ballungszentren, wo es ebenfalls eine gute Infrastruktur gibt.



      .



      Vll. wird es einen langfristigen Markt für Hybride geben, wir werden sehen.

    • @Crassus:

      Nein, es wird nicht "massiv" in Wasserstoff für PKW investiert. Das ist Fake-News. Wasserstoffautos sind ein absolutes Nischenprodukt. Und die Infrastruktur für Wasserstoff ist extrem aufwändig, weil Wasserstoff nur schwer handhabbar ist.

      Das Gute bei der Elektromobilität: Man braucht in vielen Fällen gar keine Ladeinfrstruktur. Es reicht ein Solardach. Gerade in Afrika. Man kann ein E-Auto völlig autark betreiben. In den abgelegensten Gegenden. Das ist ein sensationeller Vorteil.



      Äthopien hat vor Kurzem den Import von Verbrennern verboten. Weil es sich nicht leisten kann, dass so viel Geld für Öl ins Ausland geht. Ägypten folgt 2030.



      "Mischsysteme" sind Übergangssysteme. Europa ist extrem weit elektrifiziert. 30-50 Jahre wird es nicht brauchen für die Ladeinfrastruktur.

    • @Crassus:

      Zur Not produziert man den Strom vor Ort mit einem Dieselaggregat.

  • Grundlegendes Problem ist, dass die Politik nicht Ziele vorgibt (hier CO2-Reduktion), sondern detailliert Mittel zur Erreichung vorschreibt oder fördert (und das dann noch erratisch). So können die Optimierungsmechanismen einer freien Marktwirtschaft nicht wirken. Entsprechend ist das Endergebnis dann auch suboptimal.

    • @JeanK:

      Sie plädieren doch nicht etwa für Technologieoffenheit? Das grenzt an Frevel...

    • @JeanK:

      Wo schreibt die Politik die Mittel vor? Die CO2-Ziele können mit Verbrennern schlicht nicht erreicht werden. Das ist Physik und Ökonomie, keine Politik.

  • Weg von diesen Wegwerf-Mobilen und ein Recht auf Reparatur. 20 Jahre oder eine halbe Million Kilometer - eben mindestens so haltbar wie ein Verbrenner der besseren Fabrikate aus besseren Zeiten. Ansonsten wird das nichts mit dem Gebrauchtwagenmarkt. "Bei den Sensoren ist noch Luft nach oben..." - gute Idee, Sensoren durch Luft ersetzen. Raus mit dem ganzen unnötigen und fehleranfälligen Gerümpel. Spurhalteassistent, Schildererkennung, Abstandsradar - niemals werde ich mir so ein Auto zulegen. Wenn man es mit den Vorschriften auf die Spitze treibt, fahre ich nur mehr mit meinem Traktor und einem Güllefass hintendran. Einfache, haltbare Fahrzeuge, die überall repariert werden können (das ginge ebenso mit elektrischem Antrieb), dann funktioniert auch wieder der Autohandel und die Fünftbesitzer in der Mongolei können ihre Audi 100 verrschrotten. Es ist doch unfassbar, 20 Jahre alte Mercedes-Benz Fahrzeuge werden mittlerweile zu fünfstelligen Beträgen gekauft, nur um sie als problemloses Alltagsfahrzeug einzusetzen. Die deutschen "Premiumhersteller" sind nicht mehr in der Lage ein robustes und haltbares Auto zu bauen. Weder als Verbrenner, noch elektrisch.

    • @H. Wolfgang B.:

      Die ganzen Assistenzsysteme sind in der EU Pflicht. Du wirst keine anderen Fahrzeuge mehr bekommen, wenn Du nicht auf gebrauchte Fahrzeuge zurückk greifen kannst. Egal welcher Hersteller.

    • @H. Wolfgang B.:

      Die deutschen "Premiumhersteller" sind absolut in der Lage Schnickschnack freie Alltagsfahrzeuge zu bauen, nur wären sie dann keine Premiumhersteller. Die deutschen "Premiumhersteller" bedienen einen völlig anderen Markt, als der, den Sie für Ihren Bedarf definieren. Aber mal zu den Elektrofahrzeugen. Viele der heutigen E-Fahrzeuge dürften ein deutlich geringeres Alter als Verbrenner erreicht haben, wenn sie in die Verwertung gehen. Um mit einem E-Auto 15 - 20 Jahre auf der Straße zu sein müsste man mindestens einmal den Akku wechseln. Damit das wirtschaftlich wäre, müsste dies in der Konstruktion bereits berücksichtigt werden und Drittanbieter müssten Akkus unter Konkurrenzbedingungen anbieten. Bisher sind da noch keine Tendenzen erkennbar. Ich z.B. fahre mit meinem E-Auto nur in Stadtnähe herum. Es ist unwahrscheinlich, dass das Fahrzeug die notwendige KM-Zahl erreicht, bevor ein CO2-Vorteil gegenüber einem Verbrenner erzielt wird. Aber vielleicht irre ich mich, das wäre höchst erfreulich. Für die Langstrecke lasse ich tatsächlich meinen 18 Jahre alten Langweiler-Mercedes wieder über den TÜV bringen.

    • @H. Wolfgang B.:

      Wenn dein Kind bei einem Unfall zu Schaden kommt, der durch Assistenzsysteme verhindert worden wäre, würdest du auch anders reden.

    • @H. Wolfgang B.:

      Kennen Sie internationale Hersteller bei denen es anders ist?

  • Ich glaube es ist ziemlich sinnfrei sich mit einem Ingenieur über Volkswirtschaftliche Problemstellungen zu unterhalten. Das ist nicht deren Fachgebiet.

  • Vieles ist wahrscheinlich richtig. Aber es ist auch nicht wirklich neu. Vielleicht kann es das aber auch nicht, wenn eine Professorin für Physik und Technologie hauptsächlich über Ökonomie und Management spricht. Es ist immer etwas befremdlich, wenn Einzelne der gesamten Autoindustrie, einschliesslich Zulieferern, unterstellen, sie hätten eigentlich keine Ahnung. Das Fehler gemacht wurden, keine Frage. Aber die meisten sind (noch) in der Gewinnzone, trotz Stellenabbau.

    Wie schreibt der Spiegel heute? Autobesitzende stecken bis zu einer halben Million ins Auto. Das Geld treibt die Wirtschaft. Keiner möchte die Summe privat in den ÖPNV versenken.

    • @fly:

      Was für eine Versenkung durch Führerschein, Autokäufe, Werkstatt, Versicherungen - und dann noch CO2, NOx, Feinstaub, Platz, Autobahnspurenbau, ...



      Warum versenken wir die noch und lassen die Gemeinschaft einen großen Teil davon tragen?

      Die Autoindustrie hat inzwischen nicht mehr Innovation als Kernqualifikation, sondern teures staatliches Wohlwollen zurechtzulobbyieren. Wie bei Steinkohle müssen wir die Trauerphase irgendwann mal einleiten.

      • @Janix:

        "Die Autoindustrie hat inzwischen nicht mehr Innovation als Kernqualifikation, sondern teures staatliches Wohlwollen zurechtzulobbyieren. "

        Das sei mal dahingestellt. "Die" Autoindustrie ist global tätig und beliefert den Weltmarkt. Global sind 1,3 Mrd Fahrzeuge zugelassen bei steigender Tendenz, ich denke daher nicht dass dies allein der Lobbyarbeit geschuldet ist.

  • Die Kritik kann ich so pauschal nicht nachvollziehen.



    Gerade VW und im Schulterschluß mit der Gewerkschaft hat nun und bis beinahe zur Selbstaufgabe fast alles getan, dem E-Mobil zum Durchbruch zu verhelfen; während Ford, Stellantis und sogar Porsche nun langsam zurück rudern.

    Das "Problem" scheint mir eher der potentielle Kunde zu sein; der eben weitgehend fehlt, sich verweigert.

    • @sutrebe:

      Du solltest mal schleunigst bei Renault Bescheid geben! Denn die bauen seit vielen Jahren günstige E-Kleinwagen, die sich sehr gut verkaufen (speziell in den Städten). Die machen dann wohl irgendwas falsch. Selbst in DE fahren sehr viele davon herum Zoe hat den Anfang gemacht, seit letztem Jahr folgen auch auf dem Land R5, R4, Clio, alles erfolgreiche, bezahlbare und ausgereifte E-Modelle.

    • @sutrebe:

      Jepp, so ist es. Man realisiert in der Autoindustrie finanzielle Verluste, da sich die Investitionen in die elektrische Zukunft bisher nicht ansatzweise ausgezahlt haben.

    • @sutrebe:

      U.a. VW war damit beschäftigt gefakte Zahlen zu vertuschen und fleissig Benziner zu verkaufen. Ich erinnere mal an den Dieselskandal. Es ist richtig das die deutsche Autobranche auch in E-Autos investiert. Aber: nur halbherzig und mit Fokus auf (zu) teuere Wagen. Asian produziert im Gegensatz kleine und günstige E-Autos. Nicht jeder kann mal eben 50.000€ (oder mehr) für ein neues E-Auto auf den Tisch legen. Und Leasing mit 300-500€ Monatsrate ist schlicht WAHNSINN. Wer nur auf Luxus/Gross abzielt muss sich nicht wundern wenn er nichts mehr verkauft. Das ist ein eindeutiger Fehler bei Planung/Management. Vielleicht sollte man die ganzen Manager feuern und ihr Vermögen/Besitz beschlagnahmen. Wenn solche (sprich richtige) Strafen drohen werden sie endlich anfangen zu arbeiten und vor allem umzudenken.

      • @namekianer:

        Elektrische Kleinwagen kann man in Europa und speziell Deutschland nicht ohne Verlust bauen, dafür sind die Margen zu gering. So einfach ist das.

    • @sutrebe:

      VW ist aber auch ein schönes Beispiel für die allgemeine Fehentwicklung in der deutschen Automobilindustrie. Habeck hatte den Vorstand ja Mal an den Namen des Unternehmens erinnert. Aber das juckt dort niemanden. Autos fürs gemeine Volk zu bauen, hat VW fast komplett aufgegeben. Die Anderen deutschen Hersteller auch.

      Ich habe mich letzte Woche mal ein wenig auf dem Markt für bezahlbare, elektrische Kleinwagen umgeschaut. Bei deutschen Herstellern komplette Fehlanzeige. Ich habe jetzt ein Prospekt eines chinesischen Herstellers angefordert. Der kommt in Frage, obwohl er in D den doppelten Preis wie in China verlangt.

      Vielleich sollten unsere Autobosse mal über einen Spruch von Henry Ford nachdenken: "Autos kaufen keine Autos."

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Ihre Einlassung entspringt einem merkwürdigen Blickwinkel. Zum einen ist es für das "gemeine Volk" ökonomisch eine Katastrophe einen Neuwagen zu kaufen, gleich wie günstig er ist. Und zum zweiten: natürlich sind chinesische Autos günstiger als deutsche. Dies ist vor allem dem hiesigen Lohnniveau geschuldet. Mit Ihrer Entscheidung stärken Sie daher den chinesischen Produktionsstandort und nicht den deutschen. Dies ist die eigentliche Fehlentwicklung.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Zu deutsche Kosten und Löhnen ist kein günstiger Kleinwagen in Deutschland realisierbar, ein chinesisches Fahrzeug ist nur billiger wegen der geringeren Löhne und der erheblichen staatlichen Subventionierung.

        • @Flocke:

          Der Lohn ist einer der geringste % Anteile bei der Herstellung. Die 🔋 macht bis zu 40% der Herstellungskosten aus.



          .



          Günstige 🔋= günstiges E-Auto.

        • @Flocke:

          In diesen Kosten sind aber auch die exorbitant hohen Gewinnmargen der Anteilseigner mit eingepreist. Fast die Hälfte der Wertschöpfung fließt auf deren Konten und diese Form der 'Subvention' macht die Karren so teuer!

        • @Flocke:

          Das sind die üblichen Ausreden unserer Automobilindustrie. Fakt ist, dass es bis vor nicht allzu langer Zeit durchaus möglich war, von Arbeitern in Deutschland Kleinwagen bauen zu lassen, die von Menschen bezahlt werden können, die in Deutschland normale Löhne verdienen. Allerdings war die Marge auf diesen Autos immer schon nicht sehr hoch. Also hat sich unsere Industrie auf der Jagd nach immer höheren Gewinnen entschlossen, den Bau der Autos, die nicht so viel abwerfen, zu lassen, und nur noch hochpreisige Karren auf den Markt zu bringen. Dabei haben sie aber vergessen (wir sind wieder bei Old Henry), dass es dafür nicht genug zahlungskräftige Kunden gibt. Und wie immer in Deutschland sind alle Anderen Schuld, nur nicht diejenigen, die Mist gebaut haben.

          PS: wenn die Chinesen ihre Autos hier doppelt so teuer verkaufen, wie zu Hause, kann man das nicht auf Subventionen schieben.

          • @warum_denkt_keiner_nach?:

            PS: wenn die Chinesen ihre Autos hier doppelt so teuer verkaufen, wie zu Hause, kann man das nicht auf Subventionen schieben.

            Wenn die Chinesen in Südamerika Autos anbieten, kostet die Herstellung dank Subventionen weniger als der Schiffstransport. Und die Entwicklungskosten für Batterietechnik von Herstellern wie BYD (die vor den Pkw bereits Busse hergestellt haben) waren exakt Null. Bei Batterietechnik für Busse hat der chinesische Staat den Herstellern das Geld vorne und hinten reingeschoben. Für PKW musste man dieses Rad nicht mehr neu erfinden...

            • @FriedrichHecker:

              Subventionen für Entwicklung gibt es fast überall auf der Welt. Auch in Deutschland. Die durchaus vorhanden Subventionen in China werden hier immer wieder angeführt, um mehr vom deutschen Staat zu erpressen. Dabei werden diese Subventionen völlig übertrieben.

              Bei Vielen scheint sich auch noch der Eindruck von China als absolutem Billiglohnland zu halten. So ist das nicht mehr. China lagert längst Billigproduktionen aus. Genau wie Deutschland.

    • @sutrebe:

      Porsche ist doch auch VW, oder nicht?

    • @sutrebe:

      Ach, Sie meinen, wenigstens VW habe bezahlbare Volks-E-Wagen hinbekommen? Und die ganze Werbung daraufhin gebündelt statt auf verfettete Verbrenner-Gonzos?



      Dann hätte doch sogar ich es mitbekommen müssen, oder?

      • @Janix:

        Ein kleiner Anreiz für die zukünftige Entscheidung bezüglich der Anschaffung eines E-Kfz's, könnte schon durch die Aufmachung der Kennzeichen gegeben werden.



        E-Kfz generell, ob in Eigentum oder noch durch Fremdfinanzierung in Besitz, in herkömmlicher Form, weißer Grund mit schwarzer Schrift.



        Verbrenner, generell ob in Eigentum oder noch mit Fremdfinanzierung, zusätzlich eine breite, fette rote Umrandung der Kennzeichen. 😉

        • @Alex_der_Wunderer:

          Von mir aus können da auch noch Schockbilder von Menschen mit Lungenkrebs draufgepappt werden.

          Mal ernsthaft: meinen Sie so ein Kinderkram beeinflusst Kaufentscheidungen? Ich fahre einen Verbrenner weil er gut und günstig ist und kaufe generell keine Neuwagen. Gehen Sie davon aus, dass die meisten Menschen rationelle Gründe dafür haben, ob sie ein E-Mobil oder einen Verbrenner bevorzugen.

      • @Janix:

        VW hat ja nicht mal bezahlbare Verbrenner hinbekommen. Die waren auch im Kleinwagensegment immer viel teurer als die Autos anderer gängiger Marken.

  • Alles absolut richtig, aber wird es von den verantwortlichen Stellen gehört? Politik und Wirtschaft halten sich anscheinend lieber die Ohren zu. Statt endlich die Weichen richtig zu stellen rasen wir lieber auf den Abgrund zu nd feuern das auch noch an. Armes Deutschland!

  • Dabei müssten sie sich fragen: Wie schaffen sie es, emissionsfreie Autos herzustellen? Wie schaffen sie es, angesichts der Konkurrenz aus Asien die Produktivität zu erhöhen?

    Nein: Die Frage ist: Wie schaffen sie es Autos zu verkaufen. Es haben doch ganz viele Elektro-Only vor 5 Jahren angekündigt (alle außer BMW), aber der Kunde kauft einfach nicht ausreichend. Ich bin mir sicher, auch in diesem Forum werden dann wieder die immer gleichen Vorurteile gegen E-Autos bedient werden, wovon lediglich eins für mich nachvollziehbar ist: Wer keine Lademöglichkeit zu Hause hat, hat wenig von den vielen Vorteilen. Wer eine hat (oder installieren kann), fährt mit Elektro im Alltag wesentlich besser.

    • @Strolch:

      Und das die Käufer kein Geld haben, um die teuren deutschen bzw. europäischen Fahrzeuge zu kaufen, ist acu ein Ammenmärchen. Die teuren deutschen und europäischen Verbrenner werden ja auch en masse gekauft. Am Preis (allein) kann es also nicht liegen. Technisch sind die deutschen eAutos auch auf Ballhöhe (zumindest einige). Eventuell hat die Kaufzurückhaltung ja doch was mit den Kunden zu tun....

      • @Bommel:

        Wobei die "deutschen" Verbrenner bzw. deren Komponenten auch zu nennenswerten Teilen im lohn- und energiegünstigeren EU- Ausland hergestellt werden... Bekannt wurden da ja gerade Opel und VW jeweils mit José López, der selbst den Chef von ThyssenKrupp antanzen ließ, um ihn als Bittsteller zu behandeln, der Karosserieblech nur noch liefern darf, wenn er preislich mit Nova Huta Kraków oder Azowstal Mariupol mithalten kann.



        Der "durchschlagende Effekt" vergleichbarer Aktionen (die sich auch die Konkurrenz erlaubt hat) auf die Innovationsfähigkeit mittelständischer Zulieferer hat die Branche mehr geschwächt als die Strategie in punkto Elektro vs. Verbrenner es je hätte können. Und auch der IG Metall waren die "Leuchtturmprojekte 35-Stunden-Woche und 4-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich in Wolfsburg" wichtiger als Mitarbeiter in Unternehmen, die bestenfalls ohne Tarifbindung eine längerfristige wirtschaftliche Überlebenschance hatten...

    • @Strolch:

      Ich habe keine Lademöglichkeit zu Hause. Trotzdem habe ich alle Vorteile eines E-Autos: Wartungsfreiheit des Antriebs, sensationelles Fahrgefühl, eine riesige Powerbank, die man immer dabei hat, ich schone meine Nachbarn und die Umwelt, muss im Winter morgens nicht kratzen, zahle keine KFZ-Steuer, das ultraleichte allgemeine Handling des Fahrzeugs, das hohe Drehmoment und und und.



      Und Laden? Ganz locker ein mal die Woche beim Einkauf am Schnelllader.

    • @Strolch:

      "Nein: Die Frage ist: Wie schaffen sie es Autos zu verkaufen."

      Ja! Die Frage nach den Konsumenten der E-Mobile bleibt in dem Interview unterbelichtet. Außer Subventionen kommt da nichts.

  • Klar, dass es scheppert, wenn feister Lobbyismus Innovation ersetzen sollte.



    Und wenn wir vor allem daran arbeiten, dass in Stadt und Land fast niemand mehr ein Auto welcher Art auch immer "brauchen" "muss"? Was das für ein volkswirtschaftlicher Gewinn wäre, darf sich jeder anhand der Kosten für Autokauf, externe Schäden von Klima bis Gesundheit, Fossil-Kosten, ... selbst mal überschlagen.

    • @Janix:

      "..Was das für ein volkswirtschaftlicher Gewinn wäre, darf sich jeder anhand der Kosten für Autokauf, externe Schäden von Klima bis Gesundheit, Fossil-Kosten, ... selbst mal überschlagen...."



      Wenn Sie schon so argumentieren, müssen Sie nicht nur die volkswirtschaftlichen Kosten, sondern auch den volskwirtschaftlichen Nutzen betrachen: die Familien der Autobauer, höhere Flexibilität Auto ggü ÖPNV, kürzere Fahrzeiten Auto ggü ÖPNV etc...

    • @Janix:

      Predigen bringen nix, an die in der Kirche hält sich ja auch nie einer.



      Es muss einen Vorteil gegenüber dem Konkurenzprodukt haben, dann wird es gekauft.



      Und da das Thema Emotionsgeladen ist, wäre ein "cooler Vorteil" wohl das beste, über den Preis kriegt man nur die Vernünftigen Käufer, Praktischer als nen Verbrenner kriegt man es zur Zeit kaum hin (solange überall Tankstellen stehen bleibt der Verbrenner praktischer), also muss es einfach viel Geiler sein als der Verbrenner.

      Wie wäre es mit High Speed Strecken nur für E-Autos? Wo dann auf der Strecke die Steuerung aller Fahrzeuge elektronisch erfolgt, Fahrer braucht nicht mehr lenken, und Spitzengeschwindigkeiten von ~300 KmH auf gerade Strecke normal sind.



      Ich weiß klingt Futuristisch, wie die Autos aus Minority Report oder so, aber wir sind auch nicht weit davon entfernt Haushalts Androiden zu bauen, lasst uns doch mal moderner denken...

      • @Rikard Dobos:

        Geht viel einfacher.

        Umweltzonen in Innenstädten. Verbrenner? Du kommst hier nicht rein!



        .



        Ausreichend Parkplätze nur für E Autos umwidmen. Langfristig mit langsamer und steuerbare Lademöglichkeit.



        .



        Rein vom Fahrgefühl her sind E Autos schon viel "cooler". Auf der Autobahn sollte eher max 120 sein. Zu hohe Geschwindigkeit würde die 🔋 zu schnell verschleißen.

  • Der Vergleich mit den Niederlanden und Norwegen ist nicht zielführend, da diese Länder keine Automobilproduktion haben und deshalb auch kein Risiko eingehen durch die Elektrifizierung.



    Auch Stelle ich mir eine Subventionierung von deutschen E- Fahrzeugen hinsichtlich EU-Recht sehr schwer vor. Man könnte höchstens das Dienstwagenprivileg auf E-Autos beschränken, es würden dann aber auch ausländische Fahrzeuge gekauft.



    Ein guter Punkt ist die Produktivität, Toyota baut mehr Autos als die VW Gruppe und benötigt hierfür 200.000 Mitarbeiter weniger. Hier sehe ich einen sehr großen Handlungsbedarf.

    • @thomys:

      Welches Risiko?



      Die deutsche Autoindustrie ist das Risiko eingegangen viel zu lange elektronisch zu ignorieren. Jetzt haben sie ein Problem.



      Wäre VW zeitig auf E gegangen gäbe es heute kein Tesla und auch in China sähe es anders aus.

      Und VW ist teuer weil sie viel an die Aktionäre geben, gegeben haben.

      • @Marco Martens:

        Was ein Schmarrn, es gibt so viele Autohersteller, welche nahezu alle in die Forschung investieren. Tesla hätte es auch ohne VW gegeben. Genauso wie es auch alle anderen Marken gab, trotz Uralter deutscher Autos und Marken.

      • @Marco Martens:

        Der größte Aktionär von VW ist das Bundesland Niedersachsen. Offenbar waren die Ausschüttungen immer gerne genommen, um den Haushalt aufzufetten.

  • Zum Thema Arroganz im Artikel gäbe es ja so Einiges zusagen. Bei uns in der Stadt schließt im März nach 117 Jahren der letzte größere industrielle Arbeitgeber Bombardier der Region seine Pforten und verlegt die Produktion noch weiter nach Osten. Nach Aussage der Geschäftsleitung sei es in Deutschland nicht mehr möglich wettbewerbsfähig Schienenfahrzeuge zu produzieren. Diese Aussage selbst bei uns mit den niedrigsten Löhnen des ganzen Landes sollte zu denken geben wenn die gutbezahlten und tarifgebundenen Jobs der Autoindustrie mal eben so auf Produktion für den ÖPNV umgestellt werden sollen. Das ist eigentlich ein Hohn für jeden Arbeitnehmer der damit seine Familie ernährt. Bei uns im Ort hat der Rüstungskonzern KNDS das Werk übernommen und baut jetzt Panzer für Polen/Ukraine. Das klingt dann aus linker Perspektive wahrscheinlich deutlich unromantischer aber zumindest konnten erstmal die meisten Arbeitsplätze gerettet werden.



    Es wird einen massiven Stellenabbau im Autobereich und damit besonders im Westen einen drastischen Wohlstandseinbruch geben. Falls allerdings erfahrene Transformationsberater nötig sind, stehen wir gegen eine geringe Buschzulage aber gern zur Verfügung.

    • @Šarru-kīnu:

      Du glaubst auch alles oder?



      Es geht nur um eines, Gewinnoptimierung.



      Schau dir mal die Unternehmensstruktur an und was so ausgezahlt wird.



      Die "Gehälter" in der Führung sind massiv gestiegen während an anderer Stelle Zeitarbeiter und Mindestlöhner eingesetzt werden.



      Auch ein Musk oder Bezos jammert rum.



      Die reichsten in Deutschland jammern weil sie so wenig haben.

      Wer auf den Populismus reinfällt hat so gar keine Ahnung

      • @Marco Martens:

        Gewinnoptimierung bei Bombardier Transportation?? Schön wär's. Der Laden war so verlustreich dass sie an Alstom verkaufen mussten oder zumachen. Dort läuft's seitdem aber auch nicht besser. Einen Musk oder Bezos könnten die gut gebrauchen.

        www.lok-report.de/...schuldenabbau.html

      • @Marco Martens:

        Gründen Sie dann zeitnah so ein Unternehmen ohne Gewinnerwartung und zahlen dann in unserer Region gute Löhne? Bis dahin ist ihre Antwort selbst bei aller mir zur Verfügung stehenden Höflichkeit nur leeres linkspopulistisches Hintergrundrauschen.

        • @Šarru-kīnu:

          Das Problem ist ja nicht nur in Deutschland.



          In allen Industrienationen hat sich das Wirtschaftswachstum der letzten 30 Jahre von Erhöhungen bei Lohn und Rente enkoppelt.



          .



          Das viele Geld landet unter anderem im Imobilienmarkt und treibt auch da die Preise immer weiter.



          .



          Und so ist es kaum ein Rätsel, warum recht Bauernfänger in ganz Europa auf dem Formarsch sind.

        • @Šarru-kīnu:

          Stadler produziert sogar in der Schweiz. Dort sind die Löhne sicher nicht niedriger als in D.

          • @Francesco:

            Stadler produziert für Ausschreibungen aus dem "Ausland" (Nicht-Schweiz) vor allem in Środa Wielkopolska, Białystok, Siedlce und Szolnok und lässt in Prag, Valencia, Budapest, Hennigsdorf, Pankow und Velten zusammenbauen und prüfen. In der Schweiz wird fast nur entwickelt und für den Schweizer Markt produziert (der dank des politischen Engagements von Peter Spuhler immer wieder die eine oder andere speziell auf Stadler zugeschnittene Ausschreibung abwirft).

            • @FriedrichHecker:

              Nur nebenbei: Die in der Schweiz von Stadler gebaute Tram TINA (steht nicht für There Is No Alternative ;-)) ist in meiner Stadt mehr als unbeliebt, weil sie laut und störanfällig ist. Seit sie hier fährt, wird an ihr herumgeschraubt in der Hoffnung, dass es besser wird.

  • "Die Zukunft der Autobranche ist emissionsfrei“



    Wann?



    1. Die Herstellung von e-Autos verursacht mehr Emission als die von Verbrennern.



    2. E-Autos haben breitere Reifen als Verbrenner weil höheres Gewicht. Der Reifenabrieb ist dadurch deutlich höher als bei Verbrennern. Reifenabrieb ist eine MASSIVE Quelle von Feinstaub und Mikroplastik.



    3. Wie und ob Batterien von e-Autos recycelt oder wiederverwendet werden ist ungeklärt. Am Beispiel der Flügel von Windrädern zeigt sich hervorragend wie das nach hinten losgehen kann, die Flügel werden nämlich gerne einfach im Boden vergraben, weil sie aus schwer recycelbaren glas- oder kohlefaserverstärkten Kunststoffen bestehen. Vor dem Vergraben werden sie mit Containerschiffen, die mit Schweröl laufen, in die USA geschifft...



    4. In Deutschland gibt es 15.000 Tankstellen. Die halten den Verkehr mobil. Wie hundertausende Autos in Städten geladen werden sollen ist technisch ungeklärt - bis heute🤷



    Typische Wohngebiets-Trafos haben begrenzte Kapazitäten (200 bis 375 kVA). Die komplette Strominfrastruktur müsste umgebaut werden. Eine Jahrhundertaufgabe.



    5. Trafos sind rar. Wartezeit aktuell 4 Jahre.



    Emissionsfreier Verkehr? Eine sehr ferne Zukunft.

    • @Antje1971:

      1. Es bleibt ja nicht bei der Herstellung. Nach der Herstellung kommen die Emissionen durch gebraucht. Nach nur 20.000 km sind die Mehremssione bei der Herstellung egalisiert.



      Wenn man alles zusammen nimmt, emittiert ein Verbrenner massiv mehr CO2. Nur mal so als Info: Die Raffinerie hier in Köln Godorf verfeuert pro Stunde 700 Tonnen Gas. Das sind 1700 Tonnen CO2-Emssionen. Pro Stunde.

      2. Wirklich problematisch für die Gesundheit ist der Ultrafeinstaub aus modernen Verbrennungsmotoren. Und das ist krebserregend. Da helfen auch keine Filter, weil die Partikel zu klein sind.

      3. Fake News und Lügen. Da Recycling ist längst geklärt und läuft.

      4. In Deutschland gibt es jetzt schon ca. 180.000 öffentliche Ladepunkte. Und der Ausbau schreitet zügig voran. Da ist nichts "ungeklärt". Das ist einfach BS. Dieses ganze Gerede von "nicht genügend Strom" und "Überlastung der Netze" ist längst widerlegt. Ja, es muss ausgebaut werden. Bringt übrigens auch ne Menge Arbeitsplätze.

    • @Antje1971:

      @Antje 1971



      Das sind die falschen "Fakten" die die E-Mobilität von Anfang an begleitete. Festhalten am Verbrenner auch wenns uns in den Abgrund führt.



      Es fehlen noch:



      - Der Akku ist nach einem Jahr kaputt



      - Die Windräder schreddern alle Vögel



      ...



      Wird alles nicht wahrer dadadurch dass man es immer wiederholt...

    • @Antje1971:

      "Wie und ob Batterien von E-Autos recycelt oder wiederverwendet werden, ist ungeklärt."



      .



      Das ist ein schlechter Scherz, oder?



      .



      Firmen, die sich auf das Recycling spezialisieren, haben unter anderem deshalb ein Problem, an Nachschub zu kommen, weil viel zu viele E‑Auto-Batterien in Heimnetzen landen.



      .



      Rund 50 kWh Batterie x 80% = 40 kWh Heimspeicher. Das mit ordentlich Solar+ dynamischem Strompreis gibt eine negative Stromrechnung im Gesamtjahr.



      .



      Von der Entlastung für das Netz mal ganz zu schweigen.



      .



      Wenn jetzt noch der Stromverkauf an Nachbarn erlaubt wäre...



      .



      Windräder könnten zumindest theoretisch recycelt werden, sogar kreisförmig. Müsste aktuell jedoch staatlich subventioniert werden.



      .



      Downcycling geht auch, als Zugabe für Zement.



      .



      Aber ja, 78% der Rotorblätter weltweit landen in "Landfills".



      Aber immer noch besser als Plastik, welches zu 91 % nicht recycelt und auch zu 79 % vergraben wird.



      .



      Nur für Deutschland stimmt die Behauptung ganz und gar nicht. Die Aussage, ein signifikanter Teil würde in die USA verschifft, ist ganz einfach Fakenews!



      .



      Und China schickt auch keine Rotorblätter in die USA und das Land ist aktuell die absolute Nr1 bei Wind.

    • @Antje1971:

      Woher haben Sie diesen Unsinn?



      Falls es Sie interessiert: Die Emissionen von Elektrofahrzeugen (BEV) über den gesamten Lebenszyklus von der Herstellung bis zur Entsorgung sind um 73% niedriger als bei Verbrennern (ICEV).



      theicct.org/public...ions-europe-jul25/

      • @tfks:

        Über den gesamten Lebenszyklus, keine Frage. Habe ich nirgends in Abrede gestellt.



        Bitte genau lesen. Ich behaupte nicht, dass Verbrenner besser sind, ich widerlege die These, dass die Zukunft der Automobilbranche emissionsfrei ist - denn es fallen jede Menge Emissionen bei der Herstellung an, aktuell mehr noch als bei Verbrennern.



        Und es entstehen auch Emissionen beim Betrieb.



        Und hinterher auch - entweder in Folge des Recycling oder wenn aus wirtschaftlichen Gründen aufs Recycling verzichtet wird🤷

        • @Antje1971:

          E-Mobilität ist nicht isoliert. Die Dekarbonisierung der Industrie schreitet auch vorwärts. Dadurch wird die Produktion immer emissionsärmer.



          Das ist ein Gesamtkonzept.

    • @Antje1971:

      Was ein Unsinn.



      Daran stimmt so gar nichts.



      Fakten, nicht Meinungen zählen.

      Nur ein Beispiel, 80% Akku werden recycelt.



      Verbrennern sieht schlechter aus.



      Meistens werden sie in die dritte Welt verschickt.

      • @Marco Martens:

        "Verbrennern sieht schlechter aus"



        Die Behauptung des Artikels ist, dass die Zukunft der Automobilbranche emissionsfrei ist.



        Darum geht es, dass widerlege ich.



        Verbrenner sind nur in der Herstellung noch emissionsärmer.



        Das dürfte sich aber mit fortschreitender Herstellung von e-Autos angleichen.



        Aber emissionsfrei ist da gar nichts.



        Mich stört diese Verherrlichung von e-Autos.



        Deren Ressourcengewinnung ist nicht weniger problematisch als die bei Verbrennern. Deren Recycling ist hochkomplex und Energieintensiv.



        E-Autos mögen ein Fortschritt sein, aber sicher kein Allheilmittel. Dazu werden sie aber gerne verklärt, eben mit so hanebüchenen Thesen wie "Die Zukunft der Autobranche ist emissionsfrei"

      • @Marco Martens:

        "Verbrennern sieht schlechter aus.

        Meistens werden sie in die dritte Welt verschickt."

        1. Was ein Quatsch, nur vergleichsweise wenige Autos werden in 3. Welt Länder verschifft und leben dort dann in der Regel weiter, bis Sie abgewrackt werden

        womit wir zu 2. kommen. Autos werden in allen Teilen der Welt am Ende abgewrackt und nahezu komplett recycled, da nahezu jedes Bauteil recyclebar ist am Motor inklusive des Motorblocks aus Massiveisen!

        • @Walterismus:

          Ein Motorblock besteht nicht aus „Massiveisen“, sondern meist aus Aluminiumguss. Pleuel, Kurbel- und Nockenwellen sowie Kolben werden dagegen aus verschiedenen Stahllegierungen gefertigt. Daher ist das Ganze nicht leicht zu recyceln.

      • @Marco Martens:

        In einigen Ländern der dritten Welt, ist der Import alter Verbrenner, mittlerweile Verboten. Auch dort wächst das Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz.

    • @Antje1971:

      Zu Punkt 5: ein Auto wird im Schnitt 10000 km im Jahr bewegt. Das erfordert ca. 2000 kWh Strom. Bei 365 und 24 Stunden ist die durchschnittliche Leistung 0,22 kWh. Das dürften allein die Glühbirnen gewesen sein, die früher 200 W für ein Wohnzimmer benötigt haben. Ich bezweifle daher, dass da soviel aufgestockt werden muss. Es gibt eine einfache Möglichkeit den Verbrauch in Zeiten zu lenken, wo er nicht stört: der Preis.

      • @Strolch:

        Ach Strolch, wer hat denn damals die Glühbirnen 24 Stunden am Tag, 365 Tag im Jahr angelassen? Niemand natürlich. Daher haben die Glühbirnen wesentlich weniger verbraucht als 2000 kWh pro Jahr, vieleicht 20 oder 30. Und, der Stromverbrauch für das Nachladen der E-Autos entsteht nicht gemittelt über das Jahr, sondern gezielt wenn der Akku leer ist, dann muss innerhalb einer sehr kurzen Zeit eine möglichst große Energiemenge durch die Leitungen gehen und genau daran hakt es. Diese Infrastruktur bez. Leitungen, Ladestationen, und sogar Stromerzeugung haben wir eben nicht.

        • @Gerald Müller:

          Ach Müller: Es gingaber um Netzlast und da werden die Glühbirnen abends alle zusammen eingeschaltet. Es geht nicht um die Verbrauchsmenge. E-Autos müssen nicht zusammen und nicht jeden Tag geladen werden. Licht brauchen aber alle gleichzeitig zwischen 18 und 22 Uhr.

        • @Gerald Müller:

          Also, wenn der Verbrauch der Glühbirne bei 24/7-Betrieb bei 2000 gewesen wäre, dann sind wir bei 20,30 bei rund 14,4–21,6Min Betrieb pro Tag.



          .



          Tatsächlich sind es 2–3h in Wohnzimmer und Küche, sogar 4–6h.



          .



          1 einzige Glühbirne konnte damals also schon bis zu 500kWh sein. Bei intensiver Nutzung.



          .



          Arbeitsweg sind bei 70 % der AN, die mit dem Auto fahren, 30min oder weniger. Bei den meisten steht es also rund 13–14h vor dem Haus, an einem Arbeitstag. Da muss niemand, der/die einen eigenen Ladeanschluss hat, mit 11 kWh laden. Wallboxen sind regulierbar. Am Arbeitsplatz könnten stinknormale Anschlüsse subventioniert werden. Extra Langzeitparkplätze in der Stadt für E‑Autos mit Stecker könnten auch eine Option sein. Bei rechtzeitiger Planung und Überangebot könnten E‑Autos einen Vorteil bei der Park- oder Stellplatzsuche bekommen. Freie Plätze/max. Parkdauer wären über eine App abrufbar und würden die Suche zusätzlich erleichtern.



          .



          Mittelfristig ist das schnelle Laden dann vorwiegend für Langstrecken und Urlaubsfahrten.



          .



          Den Rest regelt der Preis.

      • @Strolch:

        Es geht beim Laden nicht um den Verbrauch, es geht um die Netzlast. DC-Schnellladen findet mit 50 bis über 300 kW statt, das klassische AC-Laden mit 3,7 bis 22 kW.



        In der Wiener Zeitung wurde das einfach vorgerechnet:



        "Der Stromverbrauch allein ist allerdings nicht ausschlaggebend. Durch 1,6 Millionen Autos steigt der Verbrauch nur um rund vier Prozent. Wie die Autos geladen werden, wirkt sich viel stärker auf die Netze aus. Würden 1,5 Millionen E-Autos gleichzeitig mit einer Ladeleistung von 11 kW geladen werden, werden die Netze mit 3,3 Gigawatt (GW) belastet. Derzeit liegt die maximale Netzlast bei 10,8 GW. Durch ungesteuertes Laden würde im Netz um 30 Prozent mehr Leistung benötigt, sagt Johannes Zimmerberger, Geschäftsführer der Linz Netz GmbH, bei einem Hintergrundgespräch des Forums Versorgungssicherheit."



        Und genau da liegt der Hase. So wie sich das Gros alltäglich im Berufsverkehr trifft und zusammen im Stau steht, so werden auch alle e-Autos im Gros zwischen 16 und 22 Uhr nach Feierabend an die Steckdose gehangen. Im Falle von Berlin mit 1,25 Mio Autos hieße das 2-3 GW in der Spitze mehr...



        www.wienerzeitung....-stromnetze-heraus

        • @Antje1971:

          Und so, wie alle gleichzeitig an der Tankstelle stehen?

          • @Francesco:

            Zum Berufsverkehr steht man da öfter mal ein paar Minuten an.



            Obwohl:



            1. jede Tankstelle im Schnitt laut Statistik 6 Säulen hat



            2. alle paar Meter eine steht, wie gesagt, 15.000 Tankstellen in Deutschland



            3. Der Tankvorgang nur 2 Minuten dauert



            Rechnen wir das doch mal auf e-Autos um. Veranschlagen wir 20 Minuten für einen Ladevorgang. Da wird ein e-Auto nie und nimmer voll, aber von 20 bis 80% kann man in der Zeit schaffen.



            Also: 15.000 Tankstellen x 6 Säulen = 84.000 Kapazität für Verbrenner.



            Demgegenüber stehen 145.000 Ladeplätze und 49.000 Schnellladepunkte.



            Allerdings dauert das Laden 10x länger als das Tanken in unserer Rechnung, heißt, die Ladepunkte müssen sich noch vervierfachen um eine ähnliche Abdeckung zu ermöglichen, wie es Tankstellen tun.



            Und: jeder müsste beim Laden nebendran stehen bleiben und DIREKT nach dem Laden Platz für den nächsten machen.



            In Berlin habe ich gesehen, wie Ladepunkte vor Mietshäusern der HoWoGe stehen. 2 bis 4 Stück vor jedem Neubaublock. Da standen e-Autos dran - geparkt, über Nacht...



            Da wird der Ladepunkt stundenlang geblockt. So bräuchten wir Millionen von Ladepunkten🤷



            Mir geht's um Alltagstauglichkeit und den Mythos der Emissionsfreiheit.

            • @Antje1971:

              "alle paar Meter eine steht, wie gesagt, 15.000 Tankstellen in Deutschland"



              In dem Dorf, wo meine Mutter wohnt, gibt es eine Ladesäule, aber schon lange keine Tankstelle mehr.

        • @Antje1971:

          Es gibt längst intelligente Ladesysteme, die so etwas managen. Natürlich nicht in D, sondern weiter östlich.

          Und natürlich kann man auch Netze anpassen. Macht man ständig. Aber natürlich hinken wir auch da hinterher.

        • @Antje1971:

          Der verlinkte Artikel distanziert sich ziemlich schnell vom "worst case (alle 1,6 Mio E-Karren hängen am 21.12. bei -15°C um 8 abends mit maximaler Ladeleistung am Netz)".



          Genauso sind wohl die fünf obigen Argumente in die Welt gelangt, also von Leuten, die zuviel Zeit haben und sich mit ner gewissen Gruselei vor der Zukunft in Zahlen mit Zielrichtung "schlechtest anzunehmendes Szenario" verheddern. Des mit den TraFos ist, mal so am Rande, für die Kategorie "Ladestelleninfrastruktur" bis 18 Monate ab Bestellung.

        • @Antje1971:

          PS Der Artikel ist 5 Jahre alt...

        • @Antje1971:

          Klar geht es um die Netzlast. Der entscheidende Satz ist "durch UNGESTEUERTES Laden". Das Laden können Sie besser steuern als jede Waschmaschine. Denn: Das Auto muss nur zu einer bestimmten Uhrzeit geladen sein. Wann es geladen wird, ist egal. Ich komme um 19 Uhr heim und hänge das Auto an die Wallbox und gehe um 7:30 Uhr aus dem Haus. Wann in diesen 12,5h das Auto geladen wird, ist mir eigentlich egal. Allerdings habe ich einen Stromtarif, der zwischen 24 und 5 Uhr nur 16,7ct kostet. Raten Sie mal, wann ich das Auto lade: Wenn alle schlafen, keine Industrie an ist, keine Fernseher laufen, keiner kocht, etc. Ich spare auf 1kwh 13 ct. auf 100km EUR 2,60! Schauen Sie sich doch an, welche Schlangen an Tankstellen entstehen, wenn das Benzin 5ct billiger als normal ist. (und hier spart man in Summe nur 30-40ct auf 100km). Bislang schafft das Netz schon Spitzen morgens zwischen 6 und 8 Uhr und Abends bis 17 und 21 Uhr. Nur in diesen Zeiten würde das E-Auto laden Probleme bereiten. Das kann man mit Stromtarifen recht leicht lösen.

          • @Strolch:

            "Das Laden können Sie besser steuern als jede Waschmaschine."



            Dann brauchen wir aber Millionen von Ladepunkten, weil Sie und jeder andere Menschen haben wohl wenig Lust, nachts um 2 Uhr mal schnell aufzustehen und ihr Auto an den Ladepunkte zu fahren, weil jetzt ihr Ladefenster ist....🤷



            Und was ist, wenn ich auf der Autobahn stehe und Schnellladen will, die Anzeige mir dann aber sagt, dass auf Grund 'intelligenter Steuerung' mein Auto erst in einer Stunde geladen wird...



            Beim Tanken von Verbrennern gibt's diesen Flaschenhals nicht.



            E-Autos sind besser. Das stelle ich nie in Frage. Aber die Behauptung sie seinen emissionsfrei finde ich untragbar. Und ich zeige erhebliche Mängel in der Alltagstauglichkeit auf, die erst noch gelöst werden müssen.



            Sonst geht's uns mit der e-Mobilität wie mit dem Ausstieg aus Nuklear- und Fossilstrom.



            Da haben wir auch elend hohe Preise, weil ausgestiegen wurde bevor die Nachfolgeversorgung durch PV, Wind, Wassekraft und co ausreichend vorhanden war.

            • @Antje1971:

              An Schnellladern wird vielleicht 10% geladen. Die haben eigene Netze vor Ort und müssen eigene Leitungen hinlegen. Da stehen dann auch Trafos. Das ist doch ein ganz anderes Thema. Eine Wallbox kostet 500 Euro + Installation. Ein e-Auto lädt vielleicht 2x die Woche bei Leuten die etwas mehr fahren und die, die eher nur 10.000 km im Jahr unterwegs sind, lang 1x laden die Woche. Und ja, der einzige Nachteil, den ich sehe ist das Laden ohne eigene Wallbox. Da verliert man den Komfort, dass man nie zur Tankstelle muss (interessanterweise dauert Tanken ja immer 5 Minuten, aber wenn man im billigen Zeitfenster tankt, auch gerne mal 15).

              Ich fahre 30.000 km im Jahr und seit 100.000 km ein E-Auto. Mängel im Alltag gibt es keine. Es ist komfortabler (ruhig, StandKLIMA, Standheizung, kleiner Wendekreis, mehr Platz im Innenraum) als jeder Verbrenner. Und ja, Sie haben Recht: Wenn man 1200 km ohne Pinkelpause fahren will, dann greife man zum Verbrenner.

              Zum Thema Emmissionen: der neue BMW IX3 ist nach 20.000 km eben mit dem Verbrenner. Und ja, natürlich verursacht auch Ökostrom Emissionen, aber halt viel weniger.

            • @Antje1971:

              Emissionsfrei heißt, in Berlin vor die Tür zu gehen und nicht die Nase zu rümpfen. Merkt man erst, wenn Verbrenner nicht mehr dominieren. Man merkt es dann vor allem, wenn doch mal wieder einer vorbeifährt.

            • @Antje1971:

              Die hohen Preise bei Strom kommen aber durch den gestiegenen Gaspreis, nicht den Atomausstieg.



              .



              Feldheim in Brandenburg. 100% Autark mit Windenergie, Biogas, Strom-Speicher und eigenem Netz. 11.9-12 Cent pro kWh und noch dazu eine sehr geringe bzw. keine Grundgebühr.



              .



              Das mit den steuerbaren Ladepunkten war ja auf private Anschlüsse bezogen. Auch bei Wohnblocks, wo Autos auf Parkplätzen über Nacht stehen, wäre das eine Option.



              .



              Ladepunkte mit 0.7-3.5 kWh sind deutlich billiger als Tankstellen.



              .



              Schnellladesäulen sind mehr für Langstrecken, die am Stück gefahren werden und nicht für Pendelnde.



              .



              Die Anzahl von PKW, pro Person in Deutschland, sollte grundsätzlich reduzieren werden.



              Das wäre das umweltpolitische Optimum. Ist aber realpolitisch aktuell nicht umsetzbar. Und darum ist es besser das E Auto in den Himmel zu loben, alleine als Ausgleich gegen die ganze Propaganda. Obwohl es eigentlich nur das kleinere Übel ist.



              .



              Das Recycling der 🔋 ist zum Beispiel tatsächlich nicht so schwer. Aus dem Auto raus und erstmal direkt als Heimspeicher nutzen. 😉