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Midterms-Ergebnis der US-Republikaner Riesenklatsche, unsichere Zukunft

Bernd Pickert

Kommentar von

Bernd Pickert

Bei den Midterms in den USA gewinnen die Demokraten beide Kammern des Kongresses zurück. Es ist ein deutliches Votum gegen die Politik Trumps – der nun noch gefährlicher wird.

D ie US-Amerikaner*innen haben Präsident Donald Trump und der von ihm dominierten Republikanischen Partei in den Zwischenwahlen eine derartige Klatsche verpasst, dass selbst die sonst so wortgewaltigen US-TV-Kommentatoren kaum Worte dafür fanden. Die Demokraten haben den Republikanern weitaus mehr Sitze im Repräsentantenhaus und im Senat abgenommen, als nötig gewesen wäre, um die Kontrolle über beide Kongresskammern zu übernehmen.

Selbst in tief republikanischen Staaten konnten die Demokraten gewinnen oder zumindest republikanische Amtsinhaber ins Wackeln bringen. Nur zwei Jahre nach Trumps überragendem Wahlsieg gegen Kamala Harris hat eine große Mehrheit der US-Amerikaner*innen von diesem Präsidenten die Nase gestrichen voll. Oder zumindest: Von den Ergebnissen seiner Politik. Nicht wenige, die Trump 2024 gewählt hatten, sagten Re­por­te­r*in­nen vor der Wahl in die Mikrophone, sie seien über Trumps gebrochene Versprechen enttäuscht: Die Senkung der Lebenshaltungskosten und die Absage an neue Kriege sind Trumps inflationstreibender Zollpolitik und dem benzinpreiserhöhenden Krieg gegen den Iran gewichen.

Und die Abschiebung „illegaler“ Mi­gran­t*in­nen fanden viele ebenfalls nur so lange erstrebenswert, bis vermummte Bewaffnete auftauchten, die Nachbarn verschleppten und der Wirtschaft die Arbeitskräfte wegnahmen. Die Wahlergebnisse dieser Nacht bedeuten auch, dass doch keine Mehrheit der US-Amerikaner*innen komplett gefühllos und verrückt geworden ist.

Markiert also diese Wahl tatsächlich das Ende des Trumpismus in den USA und in der Republikanischen Partei? Nicht bei einem wie Trump. Jeder andere Präsident würde bei so einem Ergebnis zur lahmsten aller lahmen Enten, würde sich vielleicht in ein paar außenpolitische Initiativen flüchten, bei denen der Kongress kaum Mitspracherecht hat und ansonsten aus dem Weißen Haus beobachten, wie in seiner Partei um die Nachfolgekandidatur gekämpft wird.

Das ist für Trump nur schwer vorstellbar – freiwillig wird er das Rampenlicht jedenfalls nicht verlassen. Es ist vielmehr zu vermuten, dass er, je enger ein demokratisch kontrollierter Kongress ihn einzuhegen versucht, auch den letzten Rest an Respekt für Regeln und Gesetze verliert und umso wilder und wütender um sich schlägt. Das kann im Übrigen auch Europa treffen, Kuba, den Nahen Osten, ganz sicher die Ukraine.

Es wird eine der großen Fragen werden, ob die Wahlklatsche jetzt endlich zu einem Aufwachen der Republikaner führt, um nicht als Partei mit Trump unterzugehen. Dazu braucht es aber Führungsfiguren, die den Widerspruch wagen. Der erzrechte Kulturkämpfer Ron DeSantis, abtretender Gouverneur von Florida, hat gerade erste Schritte in die Richtung gemacht, indem er sich traute, die hohen Benzinpreise Trumps Krieg im Iran anzulasten. Aber ob da noch mehr kommt, ist ungewiss.

Die Demokraten ihrerseits haben einerseits innerparteiliche Machtkämpfe vor sich, und nicht nur über die Frage der Präsidentschaftskandidatur 2028. Sie haben so umfassend gewonnen, dass sich daraus kaum ableiten lässt, ob nun linke, progressive oder doch eher zentristische Ansätze erfolgversprechender sind.

Und: Sie müssen sich sehr genau überlegen, was sie mit ihrer neuen Macht in Washington anstellen wollen. Es wird sehr schnell der Moment kommen, an dem Trumps Regelverstöße ein Ausmaß annehmen, dass eine demokratische Führung des Repräsentantenhauses glauben wird, kaum anders zu können, als ein weiteres Amtsenthebungsverfahren einzuleiten – eine zutiefst unpopuläre Maßnahme auch bei vielen, die jetzt demokratisch gewählt haben.

Trump hat alles daran gegeben, die Machtkompetenzen in Washington weiter Richtung Weißes Haus zu verschieben. Aufgabe der Demokraten muss es sein, zumindest wieder ein effektives Gegengewicht aufzubauen. Und Europa sollte angesichts dieses Wahlergebnisses nicht in Euphorie verfallen: Im transatlantischen Verhältnis wird erstmal nichts leichter, womöglich sogar vieles erst einmal noch viel dramatischer.

Bernd Pickert

Bernd Pickert Auslandsredakteur

Jahrgang 1965, seit 1994 in der taz-Auslandsredaktion. Spezialgebiete USA, Lateinamerika, Menschenrechte. 2000 bis 2012 Mitglied im Vorstand der taz-Genossenschaft, seit Juli 2023 im Moderationsteam des taz-Podcasts Bundestalk. Bluesky: @berndpickert.bsky.social In seiner Freizeit aktiv bei www.geschichte-hat-zukunft.org
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24 Kommentare

  • Klaus Waldhans

    Der Analyse kann man nur zustimmen. Zum Glück haben sich die Wähler nicht davon leiten lassen, dass die Reaktion Trumps auf eine Niederlage schlimmer ausfallen könnte, als es bis dato der Fall war. Deshalb ist höchste Aufmerksamkeit gefragt: bei den Demokraten in den USA, aber auch in Europa und anderswo.



    Trumps erste Reaktion, dass er ja nicht zur Wahl stand und deshalb die Republikaner so eine Klatsche einstecken mussten, zeigt seine ganze Unverfrohrenheit und Verrotheit. Aber das weiss man ja

  • Hans Dampf

    "nicht in Euphorie verfallen"



    Innenpolitisch ist Trump jetzt eine "Lame Duck", außenpolitisch aber kann er sich noch austoben. Ich befürchte genau dies wird er tun und wird werden seine Wut noch deutlicher zu spüren bekommen. Er wird die Zölle erhöhen, er wird die Ukraine opfern, er wird Europa mit einem Rückzug aus der Nato drohen. Von seinen Aggressionen gegenüber Kanada, Grönland, Brasilien, etc. ganz zu schweigen. Und ich fürchte er wird wieder Krieg mit dem Iran beginnen und das ÖL und Gas wird Weltweit noch teurer.



    Nein, dieser Sieg ist kein Grund zur Euphorie.

  • Abdurchdiemitte

    Pickert schreibt, dass die demokratischen Wahlerfolge in den Staaten so groß sind, dass man daraus kaum ableiten kann, ob nun linke, progressive oder zentristische Ansätze erfolgversprechender sind.



    Also, wäre ich US-Wahlkampfberater, würde ich den Demokraten raten, sich jetzt bloß nicht auseinanderdividieren zu lassen. Die Midterms haben sie gemeinsam gewonnen.



    Es ist absehbar, dass die republikanische Strategie jetzt - und Trump ist ja noch Präsident - darauf hinauslaufen wird, den Spaltpilz in die Demokraten zu treiben, indem man noch schärfer gegen die Vertreter*innen des linken Flügels schiesst. Bei dem pathologischen Antikommunismus in der US-Gesellschaft leider immer noch ein probates Mittel - und die Zentristen bei den Democrats neigen bis in das progressiv-linksliberale Lager hinein dazu, sich davon blenden oder in Angst und Schrecken versetzen zu lassen.



    Andererseits muss die US-Linke einsehen, dass es ohne konservativ-gewerkschaftliche Demokraten, die die traditionelle weiße Industriearbeiterschaft im rost belt und den Appalachians an sich binden, auch nicht geht.



    Gerade diese haben Trump bei diesen Midterms eine Ohrfeige verpasst.

  • vieldenker

    Ob die Demokraten den innerparteilichen Spagat wirklich schaffen? Da darf man gespannt sein. Die Republikaner werden auf jeden Fall nicht mit konfrontativen Angeboten geizen.

  • Deutschfranzose

    Die Demokraten brauchen kein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump anzustreben und das wäre, wenn auch vollkommen gerechtfertigt, strategisch kaum etwas nütze, denn sie würden dem Fizepräsidenten Vance so nur eine Wahlplattform für 2028 geben.

    Viel subtiler wäre es, ein paar Minister des Amtes zu entheben, inspesondere Hegseth und auch den Justizminister Todd Blanche. Gute Gründe sind in beiden Fällen zu finden und sicher würden auch Republikaner mitstimmen. Dann muß Trump Minister benennen, die konsensfähig sind, eine echte Untersuchung der Eppstein-Files zulassen und mit einem Verteidigungs- (nicht Kriegs-) Minister leben, der ohne Kongresszustimmung keine Kriege führt.

    Man darf ihm nicht erlauben, per Dekret zu regieren.

    Was Trump selbst angeht, wird er sich m.E. auf die architektonischen Projekte und Golfspielen konzentrieren. Der Schaden, den er da anrichtet, ist verkraftbar. Er ist müde, wie es scheint. Außenpolitik ist das letzte, was er jetzt noch anstrebt.

  • Perkele

    MAGA wird MAGER !

  • Ricky-13

    taz: *Es ist ein deutliches Votum gegen die Politik Trumps – der nun noch gefährlicher wird.*

    Der Kerl wird ohnehin immer verrückter und gefährlicher. Die tatsächliche Verrücktheit steckt aber in dem uralten Electoral College, das mit einem modernen direktdemokratischen Verständnisses, bei dem der absolute Mehrheitswille der Bevölkerung zählt, nichts mehr zu tun hat.

    Es gibt zwar das Argument, dass ohne das Electoral College Kandidaten den Wahlkampf ausschließlich nur in den bevölkerungsreichen Metropolregionen führen könnten, da ländliche Regionen und kleinere Staaten ansonsten dann politisch völlig an den Rand gedrängt und ignoriert werden, aber da könnte man sich ja auch mal etwas "nagelneues" ausdenken (z.B. Ranked-Choice Voting (Präferenzwahl)).

    Wenigstens hat man "King Donald" jetzt schon mal die Krone vom Haupt gerissen. Hoffentlich hört der trump'sche Spuk demnächst auch ganz auf.

  • Joba

    Weshalb ein weiteres Amtsenthebungsverfahren unter den gegebenen Umständen "eine zutiefst unpopuläre Maßnahme" sein soll, erschließt sich mir nicht. "Nur zwei Jahre nach Trumps überragendem Wahlsieg gegen Kamala Harris hat eine große Mehrheit der US-Amerikaner*innen von diesem Präsidenten die Nase gestrichen voll." Da müssten sie doch froh sein, wenn es ein Verfahren gibt, ihn loszuwerden. Um Regeln zu schützen steht das Impeachment ja in der Verfassung. Die Behauptung von der Unpopularität seiner Anwendung in der konkreten Lage bedarf der Erklärung.

  • zartbitter

    Trumps Niederlage -- inklusive Niederlage der Republikaner bedeutet mit Sicherheit keine Rückkehr zum alten transatlantischen Verhältniss.



    =



    In den USA gibt es parteiübergreifend die Auffassung, dass Europa mehr Verantwortung für seine eigene Verteidigung übernehmen muss. Die strategische Konzentration auf China und den indopazifischen Raum wird nicht verschwinden nur weil Trump aktuell extrem politisch geschwächt ist.



    =



    Wenn Europa seine Verteidigungsfähigkeit ausbaut, ohne die NATO infrage zu stellen.könnte im Idealfall daraus eine Partnerschaft entstehen, in der Europa nicht mehr ausschließlich auf amerikanische Unterstützung angewiesen ist.



    =



    Interessant ist in diesem Zusammenhang die heutige Erklärung des amerikanischen NATO-Botschafters Matthew Whitaker. Er betonte am 4. November, dass die US-Außenpolitik durch die Wahlniederlage nicht verändert werde und Washington weiterhin zu seinen Verpflichtungen aus dem NATO-Vertrag stehe.



    =



    Die amerikanische Politik gegenüber Russland und der Ukraine ist für Europa von existenzieller Bedeutung -am heutigen Mittwoch laufen wichtige Abstimmungen zwischen Deutschland, der Ukraine, den USA und weiteren europäischen Partnern.

  • Sam Spade

    Wie hätte es auch anders sein können. Während im skandinavischen Blätterwald ausnahmslos der Wahlsieg der Demokraten bejubelt wird, warnen die Kommentare von Tagesspiegel bis taz vor einer ungewissen Zukunft, Gefahren für Europa und den Rest der Welt und einen völlig enthemmten Trump.

    Das ist schon hohe Kunst selbst aus positiven Ereignissen noch die negativen Aspekte in den Vordergrund zu stellen. Da sich mir früher dieser Wesenszug der deutschen Mentalität nie so recht erschlossen hat, blieb bei mir bei etlichen Ereignissen nur ein großes Fragezeichen zurück, bis mich ein deutscher Geschichtsprofessor darüber aufgeklärt hat, dass die Ursachen für diese Form von Katastrophismus ihren Ursprung im dreißigjährigen Krieg haben und die Spuren noch heute in der Denkweise der Deutschen zu finden sind. Musste ich mich gerade daran erinnern, als ich den Kommentar hier gelesen habe.

    Als Europäer könnte man sich auch einfach über die Erkenntnis freuen, dass man es bei Texanern & Co. anscheinend doch nicht nur mit verblendeten Fanatikern zu tun hat, sondern mit Menschen die, wie die Europäer auch, nur ein Leben führen wollen, welches bezahlbar ist und ihren Kindern eine Zukunft bietet.

  • Ice-T

    Senator Al-Sayed, der nächste US Präsident?

  • sujall

    „Nur zwei Jahre nach Trumps überragendem Wahlsieg gegen Kamala Harris hat eine große Mehrheit der US-Amerikaner*innen von diesem Präsidenten die Nase gestrichen voll.“

    Überragender Wahlsieg? Geht man nach absoluten Stimmzahlen, dann war das Ergebnis denkbar knapp: 49,7 (Republikaner) gegen 48,2 (Demokraten).



    Nach dem Wahlmännersystem sieht es „überragend“ aus. Aber dieses System ist ja eher so mittelgut in seiner heutigen Form und gehört dringend reformiert.

    • zartbitter

      @sujall:

      Bei den US-Midterms-2026 gibt es kein offizielles nationales Gesamtergebnis des Popular Votes, da es sich um dezentrale Kongresswahlen (für das Repräsentantenhaus und den Senat) und nicht um eine Präsidentschaftswahl handelt. Die Stimmen werden von den einzelnen Bundesstaaten und Wahlkreisen separat ausgezählt.



      =



      Eine Gesamtrechnung ist momentan auch faktisch nicht möglich - die Wahlen laufen noch - das wird noch eine Weile dauern.

  • Mitch Miller

    Die Macht Trumps hängt aber auch mit der Angst vieler Gefolgsleute und Richter zusammen, die nun hoffentlich den Mut finden, sich gegen ihn zu stellen.



    Einschliesslich dem Militär.

  • T-Rom

    Wieder einmal zeigt sich, dass die US-Demokratie weitaus agiler und robuster ist als viele das hierzulande schnell behaupten.



    Ich würde sogar sagen, wenn die Wähler Veränderungen möchten, können sie das in den USA effizienter durchsetzen als in Deutschland

  • Sole Mio

    Selten hat sich jemand ein Klatsche so verdient wie „the orange one!

    Ich gratuliere von ganzem Herzen ♥️

  • Sabine Hofmann-Stadtländer

    In der Tat müssen die DEM sehr aufpassen, keine gravierenden Fehler zu machen, und versuchen, zumindest gegenüber Trump geschlossen aufzutreten. Vielleicht gelingt es ihnen auch, ein paar REP für die Durchsetzung ihrer Anliegen zu gewinnen, ohne die republikanische Grundhaltung einzunehmen.

    Ganz besonders wichtig ist nach meinem Dafürhalten ein geordneter Ablauf bei der Aufstellung der*des Präsidentschaftskandidat*in. Nichts wäre schlimmer als ein "Hauen und Stechen" bei den Kandidaturen; dies könnte das Ansehen und damit die Wahlchancen signifikant schwächen. Wahrscheinlich bleibt es ein Wunschtraum von mir, denn zwischen Leuten wie z B. Kamela Harris einerseits und denn "jungen demokratischen Wilden" andererseits liegen ideologisch Welten. Deshalb wird es noch spannend, wie sich die (neu) gewählten demokratischen Gouverneur*innen bzw. Kongressabgeordneten verhalten werden: wie erfolgreich - oder auch nicht.

  • Klaus Waldhans

    Der Analyse kann man nur zustimmen. Zum Glück haben sich die Wähler nicht davon leiten lassen, dass die Reaktion Trumps auf eine Niederlage schlimmer ausfallen könnte, als es bis dato der Fall war. Nichtsdestotrotz ist höchste Aufmerksamkeit gefragt: bei den Demokraten in den USA, aber auch in Europa und anderswo.



    Trumps erste Reaktion, dass er ja nicht zur Wahl stand und deshalb die Republikaner so eine Klatsche einstecken mussten, zeigt seine ganze Unverfrohrenheit und Verrohtheit. Auf die weitere Entwicklung darf man gespannt sein.

  • Uwe Kulick

    "Der erzrechte Kulturkämpfer Ron DeSantis, abtretender Gouverneur von Florida, hat gerade erste Schritte in die Richtung gemacht, indem er sich traute, die hohen Benzinpreise Trumps Krieg im Iran anzulasten."

    Andere Profiteure der Trumppolitik unter den Republikanern, ob abgewählt oder nicht, werden Trump drängen, ihre gewinnträchtigen Mauscheleien nachträglich noch zu legalisieren! Das könnte soviel sein, dass Trump bis Ende seiner Parlamentsmehrheit in 2 Monaten voll damit voll beschäftigt ist und derweil allenfalls noch weitere volksbelustigend kindische Reden hält. Den Irankrieg würde er derweil Hegseth überlassen, womit dort jede Eskalation noch möglich ist, es sei denn, dem Trump entglitte aus Versehen der Befehl, diesen Krieg zu beenden. Aber das ist unwahrscheinlich, damit die Republikaner den Demokraten ordentlich viel Chaos hinterlassen. Und die Demokraten müssten nach Neuformierung der Parlamente ihre Impeachment-Absichten wie bereits angedeutet auf Hegseth fokussieren. Trump bliebe also im Amt, stattdessen "eingepfirsicht" würde mühsam mitten in einem Krieg Hegseth. Wäre ja für die Welt auch schon eine Erlösung!

  • Joba

    Unter den gegebenen Umständen erschließt sich mir nicht, weshalb ein weiteres Amtsenthebungsverfahren "eine zutiefst unpopuläre Maßnahme" sein sollte. Da wäre zumindest für Außenstehende eine ausführlichere Begründung der amerikanischen Befindlichkeiten nötig. Denn für gravierende Regelverstöße ist ein Impeachment doch da. Und wenn die Leute Trumps Präsidentschaft satt haben, sollten sie froh sein über die Möglichkeit, ihn loszuwerden.

  • Strolch

    Das ist mir etwas zu pessimistisch. Das würde ja heißen: Besser wäre es gewesen, wenn die Republikaner gewonnen hätten. Ich glaube zwar auch nicht, dass Donald sich ändert, aber dass er es noch wilder treibt, glaube ich ebenfalls nicht. Geht ja auch kaum.

  • FtznFrtz

    Die Endphase des Trumpismus ist eingeläutet, der Irrwitz des mehr mehr durchdrehenden Verhaltensauffälligen im Weißen Haus erzwingt geradezu ein neues Impeachment, leider sind die Republikaner eine Ansammlung von Trump-Speichelleckern geworden. Das eigentlich Notwendige, Trump wird von der Bühne geführt und in eine gut geführte Einrichtung einquartiert, ist von leider von niemandem zu erwarten. Die Welt wird die Suppe, die ihr die Amis eingebrockt haben, bis zum Schluss auslöffeln müssen.

  • Sybille Bergi

    Alles was die Demokraten brauchen ist eine gute Kandidat*in. Also weder jemand wie Hillary, die zutiefst im establishment verankert war, noch jemand wie Harris, die sich auf identitätspolitische Fragen konzentriert. Weg vom Tribalismus und hin zu gemeinsamen Klasseninteressen. Da gibt es in den USA mehr als genug zu tun.

  • passthedutchie

    Mal wieder sehr gute und richtige Worte gefunden.

    Danke, taz.