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„Demokratie leben“ in MecklenburgAfD und CDU stimmen gemeinsam gegen Demokratieprojekte

Auf Betreiben der extremen Rechten wird ein Landkreis in Mecklenburg-Vorpommern künftig auf Mittel aus dem Programm „Demokratie leben!“ verzichten.

Eine jährlich stattfindende Bandnacht, eine Veranstaltungsreihe in einer Kirche zur Adventszeit, ein Projekt zur Medienbildung: Diese und andere zivilgesellschaftliche Initiativen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurden bislang aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ finanziert. Nun stehen sie vor dem Aus.

Auf Betreiben der AfD hat der Kreistag eine Beschlussvorlage des Landrats abgelehnt, die über „Demokratie leben!“ finanzierte „Partnerschaft für Demokratie Landkreis Mecklenburgische Seenplatte“ fortzuführen. Der Landkreis verzichtet damit auf Bundesmittel in Höhe von derzeit jährlich 140.000 Euro. Die extrem rechte Partei hat im Kreistag zwar keine Mehrheit. Schützenhilfe erhielt sie allerdings aus den Reihen der CDU-Fraktion.

So stimmten mehrere Christ­de­mo­kra­t:in­nen mit der AfD gegen die Fortführung von „Demokratie leben!“, zahlreiche weitere CDU­le­r:in­nen enthielten sich, ebenso eine Mehrheit der BSW-Fraktion. Das genügte, um dem Programm vor Ort den Garaus zu machen. Auch weil unter anderem fast die Hälfte der gemeinsamen Fraktion von FDP und SPD abwesend war. Am Ende gab es ein Patt von 24 Ja-Stimmen zu 24 Nein-Stimmen. Eine Ja-Stimme zu wenig.

Das Entsetzen der So­zi­al­de­mo­kra­t:in­nen in der Landeshauptstadt Schwerin ist groß. Der Chef der SPD-Landtagsfraktion, Julian Barlen, spricht von einem „schweren Fehler“ und einem „Schlag ins Gesicht“ für die Zivilgesellschaft. Er kritisiert vor allem die Zusammenarbeit von CDU und AfD. Barlen sagte der taz: „Wer zulässt, dass wichtige Demokratieförderung aus dem Landkreis verschwindet, macht sich zum Steigbügelhalter derjenigen, die zivilgesellschaftliche Strukturen gezielt schwächen wollen.“

Fassungslosigkeit herrscht auch bei den Grünen. Wer Demokratieförderung „blockiert oder sich nicht dazu durchringen kann, klar Position für sie zu beziehen, schadet nicht nur den Engagierten vor Ort, sondern dem Zusammenhalt in der gesamten Region“, sagte Jutta Wegner der taz. Sie ist nicht nur Abgeordnete im Landesparlament, sondern auch Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag und hat die Abstimmung miterlebt. Wegner sagte, „unser ländlicher Raum“ sei „erneut abgehängt“ worden – dank des Abstimmungsverhaltens von AfD, CDU und BSW: „Das ist ein wahrhaftiges Trio infernale.“

Auf der Abschussliste der AfD

Die Mecklenburgische Seenplatte ist nicht der erste Landkreis, in dem auf AfD-Initiative „Demokratie leben!“ bewusst der Saft abgedreht wird. So beschloss im Mai der Kreistag des thüringischen Ilm-Kreises, die Bundesmittel abzulehnen. Auch hier stimmten CDU­le­r:in­nen gemeinsam mit der AfD oder enthielten sich.

Tatsächlich greift die AfD bundesweit Demokratieprojekte an und spricht von einem angeblichen „NGO-Sumpf“, den sie „austrocknen“ werde, sobald sie am Ruder sei. Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt, die AfD ist in Umfragen mit Abstand stärkste Kraft. Auch im Wahlprogramm der Landes-AfD heißt es für die Zeit nach der erträumten Machtübernahme: „Wir beenden jede finanzielle Förderung des Landes für diese linksradikalen Netzwerke.“

Zwar gibt es auch aus der CDU Kritik an „Demokratie leben!“. Bundesfamilienministerin Karin Prien hatte in einem Interview mit der taz etwa gesagt: „Gesellschaftliche Vielfalt ist grundsätzlich positiv, aber als staatliches Förderziel sehe ich das nicht.“ Auch Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Landeschef Daniel Peters unterstützt Priens Plan, das Förderprogramm für die Zivilgesellschaft radikal „umzubauen“ und „neu auszurichten“. Das Programm einzustellen, war allerdings nicht geplant. Die CDU-Fraktion im Kreistag Mecklenburgische Seenplatte sieht das offenkundig anders.

Anm. d. Red.: In einer früheren Version hieß es, Mecklenburgische Seenplatte sei nach dem Ilm-Kreis der zweite Landkreis, in dem „Demokratie leben!“ abgewickelt wird. Berichten zufolge haben aber unter anderem Bautzen, Greiz und Salzwedel zuvor ebenfalls auf die Gelder verzichtet. Wir haben die Stelle korrigiert.

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143 Kommentare

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  • Taz – Der Historiker Martin Sabrow warnt heute davor, die AfD zu verbieten.



    Er verweist auf die deutsche Verfassung und die Lehren aus der Weimarer Republik. Aber was hilft mir das, wenn die Statistik über 11.000 fremdenfeindliche Straftaten (2024) zeigt und der Rechtsruck immer größer wird? Etwas zu verbieten ist keine Lösung des Problems, okay – aber sollte man nicht vielmehr politische Maßnahmen ergreifen und präventiv tätig werden? Es ist ähnlich wie bei der Infrastruktur: Jahrelang wurde nichts gemacht, jetzt fällt alles auseinander.



    Wir brauchen keinen Geschichtsunterricht, sondern Aktivität und Verantwortung gegenüber den über 30 Prozent der deutschen Bevölkerung mit Migrationshintergrund.



    Deutschland sollte endlich Farbe bekennen und sich so darstellen, wie es ist.

  • Und schonwieder gruselt es mich beim Lesen einiger Leser*innenkommentare.



    Glaubt wirklich jemand, CDU und AFD würden die Demokratiefördergelder ablehnen, weil sie die bestehenden Aktionen und Projekte nicht für effektiv genug halten?



    Wenn`s dann so wäre könnten sie doch eigene Initiativen zur Stärkung der Demokratie in`s Leben rufen. So dringlich scheint das gemeinsame Interesse am Erhalt demokratischer Strukturen wohl nicht zu sein.

    Dass die Hälfte der SPD/FDP Fraktion während der Abstimmung abwesend war ist ein Trauerspiel und wirklich zu beklagen. Trotzdem wäre es falsch sich dadurch vom Blick auf diejenigen ablenken zu lassen, die sich direkt gegen die Förderung der Demokratieprojekte ausgesprochen haben.



    AFD ist klar - Teile der CDU und des BSW stimmen mit der AFD - so weit so schlecht.



    Bemerkenswert ist, dass sich die übrigen CDU/BSW`ler*innen nicht für die Fortführung der Demokratieprojekte aussprach sondern sich der Stimme enthielt.

    Lediglich Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen, SPD/FDP und ein fraktionsloser Abgeordneter stimmten für „Demokratie leben!“.

    Die Gefährdung unserer Demokratie, die von neuen rechtskonservativen Bündnissen ausgeht ist nicht zu übersehen.

  • Die SPD ist zum guten Teil nicht anwesend und hat anschließend die Nerven sich über das Ergebnis zu empören. Kann man sich nicht ausdenken.

  • Ich finde das gut. So können die Mittel in Regionen fließen, die Demokratie nicht ablehnen.

  • Mit 31 Angriffen wurde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ein deutlicher Anstieg der Fälle rechter Gewalt registriert.



    Vor allem Jugendliche werden in MVP in dem Zusammenhang immer gewalttätiger.



    Wenn CDU, BSW und AFD angesichts dieser Zahl der Demokratieförderung den Hahn abdrehen, weist dieses auf ein immer größer werdendes Problem in MVP hin.



    Konsequent erweitert die AFD von unten in bester Graswurzelarbeit ihren Einfluss auf CDU und BSW gestützt durch politische Ignoranz der SPD.



    Ein Verlag aus aus Baden Württemberg, dem



    der örtliche Nordkurier und die wichtige Lokalzeitung in MVP, die Schweriner Volkszeitung, gehören, setzt auf gute Zusammenarbeit mit der AFD.



    So ließ sich deren Chefredakteuer gerade zu einer Medienveranstaltung der AFD im Landtag einladen. Der Chefredakteur wirbt für einen "anständigen und unverkrampften Umgang mit der AfD".



    Das "anständige, unverkrampfte und heimattümelnde" gewinnt hinter der Brandmauer zur AFD in MVP klammheimlich immer rmehr an Boden.



    Dazu erklingt Tag für Tag die ewig gut gelaunte Soundsoße und Heimattümellei des örtlichen NDR.



    Bis alle erschrocken aufhorchen, wenn Neonazis wieder einmal Urlaubern der Urlaub vermiesen.

  • csdU und AgD werden in naher Zukunft noch sehr viel öfter gemeinsam abstimmen, das geht schon mit der Koalitionsvereinbarung in einem Bundesland los, spätestens im kommenden Jahr...

  • Hui - und wann schließen CDU & AfD gemeinsam die maroden öffentlichen Schulen, noch während der jetzigen, durch Menschenhand verursachen, klimabedingten Hitzewelle, oder erst bei dem nächsten Starkregen, wo dann hoffentlich nicht wieder alle zuständigen Politiker & Krisenstäbe im Urlaub verweilen.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Das ging Ber jetzt ums Ahrtal. Da war Anne Spiegel zuständig, die Ministerin die sich in erster Linie ums Gendern und Beschwichtigen kümmern musste, als um das was sich anbahnt.



      Später machte sie sich Gedanken und blamegame. Das Interesse an der Katastrophe war bei ihr eher nach innen gerichtet als um die Wirkung auf Umwelt und Bevölkerung.



      www.swr.de/swraktu...egen-flut-100.html



      "Das Blame Game könnte losgehen, wir brauchen ein Wording das wir früh genug gewarnt haben.."

      • @Georg Sonntag:

        @Georg Sonntag



        Dankeschön für den Link - es ist ja vollkommen grauselig. was wir für verantwortungslose Politiker in so wichtigen Funktionen haben. Da wäre man ja als Bürger sicherer ohne diese Egomanen.



        Danke nochmals 👍 👍

  • Muss man sich dann wirklich wundern als CDU wenn man bei den Linken in einem Atemzug mit der AfD genannt wird? Und nein, es geht nicht um die Frage, ob es auf der regionalen Ebene gemeinsame Abstimmungen gibt. Es geht darum, dass die CDU hier eindeutig die Ziele der AfD unterstützt. Über "Demokratie leben" finden z.B. Projekte statt, bei denen schon Grundschulkinder politische Beteiligung kennenlernen und erproben können. Es ist ein absolutes Desaster, das ohne Not einzustellen.

    • @Corina Strößner:

      Ich habe eine Frage: Was sind das für Projekte? Warum können Schulen das nicht (mehr) leisten, praktisch und theoretisch? Es hat vor 2014 sehr gut funktioniert ohne "Demokratie leben". Gibt es Nachweise der Wirksamkeit, der ausgegeben Gelder?

      • @Jens Köster:

        "Es hat vor 2014 sehr gut funktioniert"



        Ja, ganz genau! Und wie super gut die Demokratieförderung bisher funktioniert hat kann man ja zum Beispiel daran sehen, dass inzwischen knapp jeder Dritte rechtsextreme Anti-Demokraten an die Macht befördern will und sich bis weit hinein in die bürgerliche Mitte Mehrheiten finden die Demokratie und ihre Förderung zunehmend für überflüssig halten.

        "Gibt es Nachweise der Wirksamkeit, der ausgegeben Gelder?"



        Wie müsste denn ein Nachweis dafür, dass sich ein Teilnehmer eins solchen Programms _nicht_ radikalisiert hat und, dass diese Nicht-Radikalisierung ganz oder teilweise auf die Programmteilnahme zurückzuführen ist?



        Unabhängig davon sind die Wirkungsmodelle solcher Progamme allerdings durchaus wissenschaftlich gut evaluiert, z.B:



        www.ostfalia.de/fi...ertise_01_2024.pdf

      • @Jens Köster:

        "Ich habe eine Frage: Was sind das für Projekte?"

        Steht doch im Artikel

        "Warum können Schulen das nicht (mehr) leisten, praktisch und theoretisch? "

        Was haben Schulen damit zu tun?

        "Es hat vor 2014 sehr gut funktioniert ohne "Demokratie leben". "

        Es gibt seit Jahrzehnten Töpfe des Bundes für zivilgesellschaftliche Aktivitäten. Von Inklusion über gesellschftlichen Zusammenhalt, Unterstützung des ländlichen Raumes etc. pp.

        "Gibt es Nachweise der Wirksamkeit, der ausgegeben Gelder?"

        Das ja mal ne interessante Frage. Gegenfrage: Wie will man sowas nachweisen?

      • @Jens Köster:

        Wie stellen sie sich einen solchen Nachweis konkret vor. Man müsste ja nicht nur den Beweis dafür erbringen, dass sich Teilnehmenden dieser Programme nicht nur nicht radikalisiert haben, sondern auch noch dazu in der Lage sein dass dann monokausal oder anteilelig der Teilnahme an so einem Projekt zuordnen zu können.



        Umgekehrt wäre aber zu fragen ob man es angesichts zunehmend wahrscheinlicher rechtsextremer absoluter Mehrheiten wirklich riskieren sollte auf irgendeine Art verfügbarer Demokratieförderung zu verzichten.

  • "Auch weil unter anderem fast die Hälfte der gemeinsamen Fraktion von FDP und SPD abwesend war."



    Tja, was soll man da noch sagen? So ähnlich ist auch der Brexit zustande gekommen. Weil viele derjenigen, die ihn abgelehnt gaben, gar nicht zur Abstimmung gegangen sind. Nichtwählen ist indirekte Zustimmung. Sollten Polit-Profis eigentlich wissen.

  • Hier sieht man, wie herrlich demokratisch einige CDU-Leute denken. Sie verzichten freiwillig auf einen Haufen Bundesmittel, weil ihnen die Nasen von ein paar Veranstaltern anscheinend missfallen und sie denken, diese Demokratiefördernden seien ganz schlimme linke Aktivisten. Das Geld aus Bundesmitteln wäre auch der örtlichen Wirtschaft zugute gekommen. Wie verbohrt muss man sein, um so etwas abzulehnen? Lag Herr Pantisano am Ende etwa doch nicht so weit daneben?

    • @Aurego:

      "Das Geld aus Bundesmitteln wäre auch der örtlichen Wirtschaft zugute gekommen."



      Nur ist es eben nicht zur Wirtschaftssubvention , sondern zur Demokratieförderung gedacht...

  • Wenn all diese NGO's soviel Rückhalt in der "Zivilgesellschaft" haben, frage ich mich jedes mal, warum sie überhaupt auf staatliche Gelder angewiesen sind. Macht das viele Geld das "N" nicht obsolet?

    • @Marius Glaser:

      "Wenn all diese NGO's soviel Rückhalt in der "Zivilgesellschaft" haben, frage ich mich jedes mal, warum sie überhaupt auf staatliche Gelder angewiesen sind. "

      Weil diese Projekte nicht - wie häufig bei Projekten des rechten Randes - von Millionären oder Milliardären finanziert werden.



      Und ich beispielsweise (Sie mögen das anders sehen) finde, die Erinnerung an Anne Frank, die u.a. von der Anne-Frank-Stiftung betrieben wird, erhaltenswert ist.



      Womit wir dann auch beim Grund sind, weshalb der rechte Rand so leidenschaftlich gegen diese Finanzierung kämpft.

      • @Kaboom:

        die Erinnerung an Anne Frank ist wichtig.

        Es ist gut, dass auch die Anne-Frank-Stiftung daran erinnert.

        Wenn Geld keine Rolle spielt, kann man so was auch zusätzlich zum Stiftungskapital mit Steuermitteln auch fördern. Wenn das Geld knapp ist, sollte man es lassen.

    • @Marius Glaser:

      Jeder drittklassige Sportverein wird mit kommunalem Geld gefördert. Warum sollte man das bei anderen Vereinen und NGOs nicht tun?

      • @Aurego:

        @Aurego



        Welche Gefährdung der Politiker geht von einem drittklässigen Sportverein aus ?



        Sehn ' se ...

      • @Aurego:

        die bewirken ja auch was

    • @Marius Glaser:

      Bei dem N geht es in diesem Kontext doch wohl hauptsächlich um Unabhängigkeit. Also die Möglichkeit dass es eine vom Staat unabhängige Instanz gibt die nicht weisungsgebunden ist und als Korrektiv auch entscheiden kann sich auf bestimmte Förderprogramme auch nicht zu bewerben. Und, dass eine staatliche "Bundesanstalt für Demokratiebewerbung" besser oder auch nur billiger wäre ist wohl kaum zu vermuten.

      Was wären wohl die Folgen der Forderung, dass keinerlei staatliches Geld an nichtstaatliche Akteure fließen dürfe, nicht nur für Projekte zur Demokratieförderung, sondern auch für die komplette Kulturlandschaft, für Wirtschaft und Industrie die mit ganz anderen Summen bedacht werden als Projekte zur Extremismusprävention oder gar für eine Landwirtschaft die mehr als die Hälfte ihres Einkommens über Subventionen erzielt. Wollen sie die alle verstaatlichen oder komplett auf Spendenbasis umstellen?

    • @Marius Glaser:

      Tausende Einzelspenden sind mehr Verwaltungsaufwand als eine staatliche Förderzahlung.



      Das N steht nicht für kein Geld vom Staat, sondern keine Kontrolle durch den Staat

    • @Marius Glaser:

      "Wenn all diese NGO's soviel Rückhalt in der "Zivilgesellschaft" haben, frage ich mich jedes mal, warum sie überhaupt auf staatliche Gelder angewiesen sind."



      Weil der Rückhalt der Zivilgesellschaft sich meistens auf Likes und Herzchen beschränkt. Initiative und Geld ist in der Regel Mangelware.

  • Demokratie ist die Einmischung in die eigenen Angelegenheiten und nicht die Volksbespassung.

    • @Carsten S.:

      Genau, "die eigenene Angelegenheiten" sind Demokratie pur. Wenn nämlich jeder an sich denkt, ist an alle gedacht. There's No Such Thing as Society. Wer braucht schon ein Gemeinwesen wenn es Egoismus doch auch tut.

      Es geht bei solchen Programmen keineswegs um "Volksbespassung", sondern darum die Demokratie in einer Situation zu erhalten in der rechtsextreme Anti-Demokraten regional zunehmend in gefährliche Nähe absoluter Mehrheiten kommen.

      • @Ingo Bernable:

        Jaumwer kennt sie nicht die AFD Wähler die nach so nem Konzert sagen: Nie wieder AFD.. ich gebe Ihnen aber Recht, wenn man an sich denkt und alle das tun geht niemand leer aus. Finde ich persönlich gut und richtig

      • @Ingo Bernable:

        Einmischung in die eigenen Angelegenheiten ist etwas völlig anderes als Egoismus.



        Das bedeutet, sich in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen, am Gemeinwesen mitzuwirken usw.



        Da sind die Bürger durchaus in der Bringschuld. Demokratie ist nicht einfach da, sondern sie muss Tag für Tag erkämpft und verteidigt werden. Von engagierten Bürgern.



        Dieses Engagement ist wichtiger als Staatsknete. Aber in Deutschland glaubt man, wenn der Staat nur genügend Geld ausgibt wird alles gut.

  • Und dann waren viele dieser Projekte für viele Schüler, Menschen über Jahre selbstverständlich. Herausgekommen sind leider mehr Rechtsradikale.

    Auch eine Form der Evaluierung.

    • @Zuversicht:

      "Herausgekommen sind leider mehr Rechtsradikale.



      Auch eine Form der Evaluierung."



      Das unterstellt einen kausalen Zusammenhang, der noch zu beweisen wäre.



      Gegenthese: ohne diese Projekte wären es wesentlich mehr Rechtsradikale.

      Soviel zur Evaluierung.

  • "Auch weil unter anderem fast die Hälfte der gemeinsamen Fraktion von FDP und SPD abwesend war."

    Tjoa... Wer nicht zur Wahl geht, sollte sich danach nicht über das Ergebnis beschweren. Anscheinend hätten die das problemlos fortführen können, wenn sie tatsächlich gewollt hätten. Nicht abzustimmen ist auch eine Wahl.

    Richtigerweise also "CDU, AfD, BSW, SPD und FDP".

  • taz: *AfD und CDU stimmen gemeinsam gegen Demokratieprojekte*

    Schau mal einer an, da passt der Deckel wohl immer mehr auf den Topf.

  • „Eine jährlich stattfindende Bandnacht, eine Veranstaltungsreihe in einer Kirche zur Adventszeit, ein Projekt zur Medienbildung“. Es wäre gut, wenn der Autor erklärt hätte, wie solche und ähnliche Projekte zur Demokratiebildung beitragen. Viele Menschen und offenbar auch CDU-Politiker haben den Eindruck, dass jedes Projekt als Teil von „Demokratie leben“ zugeordnet wird, um finanzielle Unterstützung des Staates zu erhalten. Die Transparenz fehlt komplett. Nur so kann sich der Unsinn „Demokratie leben“ als „linksradikales Netzwerk“ verbreiten.

    • @maguerite_grün:

      "Nur so kann sich der Unsinn „Demokratie leben“ als „linksradikales Netzwerk“ verbreiten."

      Nee, das verbreitet sich, weil Leute die Lügen von Rechtsradikalen nachplappern, ohne irgendwas nachzuprüfen. Das hat exakt die Qualität wie bei MAGA oder QAnon. Der Inhalt der Message ist irrelevant, weil Fakten für die Zielgruppe irrelevant sind.

      Und da gibts n schönes Beispiel: Kinderparlamente. Natürlich lehnt der rechte Rand das ab, weil die Kinder sich in Demokratie üben. Und das ist schlicht das exakte Gegenteil dessen, was diese Leute an Zielvorstellungen haben.

    • @maguerite_grün:

      Solange eine rechtsextreme Partei im nie wieder Deutschland wieder die stärkste Partei wird und das mit öffentlichen Steuergeldern sogar Von, Türken, Araber und Muslimen, die diese Partei allesamt aus dem Land werfen will und die zum größten Teil zwar mit ihren Steuern diese Partei mit finanzieren müssen aber nicht das Recht haben, sie abwählen zu dürfen,



      regt sich bei mir Unbehagen definitiv nicht bei Staatsgeldern für Demokratiebildende Projekte!

    • @maguerite_grün:

      Eine solche Erklärung vermisse ich im Artikel auch. Ein Projekt zur Medienbildung kann, je nach Inhalt, noch demokratiefördernd sein. Aber eine Bandnacht hört sich eher nach Livemusik an als nach Demokratieförderung. Und die Förderung einer Veranstaltungsreihe in einer Kirche zur Adventszeit zeigt mal wieder, dass Staatsknete zuverlässig immer wieder in die Kassen der Kirchen fließt, wo sie nicht hingehört. Die Kirchen haben genug Geld und können ihre Veranstaltungen selbst finanzieren. Das konnten sie ja schließlich auch, als es noch kein Programm "Demokratie leben" gab.

  • Empfinde ich durchaus als positiv. Diese NGO war alles andere als neutral. Warum sollte eine links lastige Gruppe weiter mit Steuergeldern finanziert werden? Linkslastig ist nicht demokratisch, gerade nicht in einem Land wo die Mehrheit konservativ tickt.

    • @AmArschderHeide:

      "Diese NGO war alles andere als neutral."

      Woher wissen Sie das? Quellen bitte.

    • @AmArschderHeide:

      Es geht nicht um eine NGO, sondern ein ganzes Förderprogramm. Diese linkslastigen Gruppen haben sich die Mühe gemacht und die Gelder beantragt. Es stand konservativen Gruppen selbstverständlich frei, sich bei solchen Förderprogrammen zu bewerben. Dazu reicht es halt nur nicht, auf dem Sofa zu sitzen und konservativ zu sein. Dafür braucht es sehr viel Arbeit, meistens übrigens unbezahlt, bevor überhaupt Gelder ankommen.

      • @Corina Strößner:

        Eine rechtslastige NGO wie R21 musste sich wohl gar nicht bewerben, für die Förderung von 2 Millionen über vier Jahre hat sich wohl Jens Spahn höchstpersönlich eingesetzt.

    • @AmArschderHeide:

      Ah, ja, dann doch also lieber rechtsextrem, ja?

      Auch interessant, wie sich hier der Großteil der Kommentare auf die Projekte selbst und deren vermeintlichen Nichtsnutz beziehen, als dass die Tatsache zur Kenntnis genommen wird, dass CDU und AfD gemeinsame Sache machen!



      So ungefähr ist ja nicht so schlimm, dass diese Projekte abgesägt werden. Es ist einfach nur hoffnungsraubend zu sehen, dass sogar Taz-Leser Kirchenkonzerte und Veranstaltung Rhein mit Demokratie Bezug schlimmer finden, als das rechtsextreme zusammen mit der regierenden Partei dagegen stimmen. Sich also nicht nur daran nicht stören, sondern das auch noch gut finden, wie die Kommentatoren über mir allesamt!

      • @Edda:

        Nö rechtsextrem ist der gleiche Bullshit. Aber es wäre doch vernünftig alle Bürger mitzunehmen, nicht nur eine Minderheit von Linken , Roten oder Grünen. Das ist keine Demokratie. Gerade wenn die Mehrheit mit über 50% konservativ tickt. Und was die gemeinsame Abstimmung betrifft. Es wäre doch ziemlich dämlich gegen die eigenen Interessen und der eigenen Wähler zu stimmen.

    • @AmArschderHeide:

      "gerade nicht in einem Land wo die Mehrheit konservativ tickt."



      Tut sie das?



      Ist die Mehrheit nicht für den Erhalt den Natur oder Menschenrechte?

      • @Frank Ropen:

        Konservativ sein heißt doch nicht dass mensch etwas gegen den Erhalt der Natur und/oder gegen Menschenrechte hat.

      • @Frank Ropen:

        Natürlich tut sie das. Selbst wenn man mal einäugiger Weise alle SPD Wähler als progressiv bezeichnen würde, kommt das Lager, was gemeinhin als "links der Mitte" bezeichnet wird seit Jahren auf maximal 37%. Da sind alle Seeheimer mit dabei und auch Grüne, die Kretzschmann oder Ödzedemir wählen.



        Das Probleme scheint mir eher, dass ob der allgemeinen Vereinfachungen und der immer populistischer geführten Debatte, die Begriffe komplett durcheinandergeraten.



        Konservativ ist nicht gleich rechts und erst recht nicht rechtsextrem.

      • @Frank Ropen:

        Die Ergebnisse der nächsten Wahl werden das beantworten

      • @Frank Ropen:

        Naja über 50% wählen konservativ stand heute. Eine deutliche Mehrheit möchte schärfere Bürgergeld und Asylgesetze. Und eine deutliche Mehrheit stimmt Merz beim Stadtbild zu. Denke meine Aussage passt. Natur und Klimaschutz stehen bei den Deutschen nicht unter den Top drei

    • @AmArschderHeide:

      Ja, ganz genau. Das Förderprogramm des es Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) ist nämlich ist nämlich eine linksradikale Gruppe die sich laut eigener Beschreibung für "zivilgesellschaftliches Engagement [...] sowie die Arbeit gegen Radikalisierungen und Polarisierungen in der Gesellschaft" einsetzt. Völlig klar also, dass die gegen die FDGO arbeiten.



      Höchste Zeit auch, dass sich Verfassungsschutz und BMI endlich mal der linksextremistischen Gruppe "Bundestag" widmen, bei der sich nicht nur die Hinweise auf demokratische Umtriebe häufen, sondern sogar die Ausübung legislativer Gewalt im Raum steht. Ein Betätigungsverbot scheint überfällig.

      www.demokratie-leben.de

    • @AmArschderHeide:

      Wo steht geschrieben, dass NGO „neutral“ sein müssen. Das ist ein ähnliches falsches rechtes Narrativ, wie die angebliche Neutralitätspflicht von Lehrer:innen und dient vor allem der Einschüchterung. Es gibt gewisse Grenzen, aber ein Eintreten für die Werte des Grundgesetzes kann keine Verletzung eines wie auch immer gearteten Zwangs zur Neutralität sein.

      • @Flix:

        Wo steht geschrieben, dass eine NGO Gelder aus der Staatskasse erhalten soll. Diese Gruppen sollen sich selber finanzieren und dann können sie im Rahmen des Gesetzlichen tun und lassen, was sie wollen.

      • @Flix:

        Sie haben recht, es steht nirgends geschrieben, dass NGOs neutral sein müssen.



        Es steht aber ebenso nirgends geschrieben, dass der Staat NGOs finanzieren muss.



        Das steckt ja schon im Namen: Nichtregierungsorganisationen.



        Freiwillige Spender können ja gerne Geld dafür geben.

        • @Astrid Sehnefeld:

          Stört es Sie auch so sehr, dass der Staat auch Millionen für mehr als fragwürdige angebliche Antisemitismus Programme ausgibt, die lediglich dazu dienen, Muslime zu problematisieren zu stigmatisieren und auszugrenzen?



          Oder ist das wiederum okay als Demokratiebildung?

          • @Edda:

            Edda, wir haben aber nunmal leider auch ein massives Antisemitismusproblem von muslimischer Seite, das kann und darf ja eine dagegen kämpfende Organisation nicht einfach so verschweigen.

      • @Flix:

        Mit solchen Aussagen zeigen sie ein falsches linkes narrativ! Linke Politik ist steht für Politik der Vielfalt und Offenheit und nicht für Klassenpolitik

        • @Marcelo:

          "Linke Politik ist steht für Politik der Vielfalt und Offenheit und nicht für Klassenpolitik."



          Das wiederum ist erstmal nur eine Meinung, der widersprochen werden kann...

          • @Encantado:

            Na, dann widersprechen Sie mal gerne, ich bin gespannt auf Ihre Argumente und Ihre Belege. Jedenfalls finde ich im Programm der Linken nichts anderes als Offenheit, Vielfalt, soziale Gerechtigkeit und Gleichheit vor dem Gesetz, auch vor dem internationalen, für alle!

            Aber mittlerweile leben wir in einem Deutschland, wo das schon ausreicht, um Leute, die rechts sind, extrem zu triggern und alles, was nicht ihre eigenen Gesinnung entspricht, als links radikal abzustempeln..

            Im übrigen, selbst wenn linksradikal ist, ist mir ein Extremismus der Kapitalismus und Faschismus bekämpft immer noch lieber als ein Extremismus der Menschen, rassistisch unddie nicht ins eigene Weltbild passen, bekämpft

            Ich bin gespannt auf Ihren Widerspruch und möchte Sie darauf hinweisen, nicht die Nennung Ihrer argumentativen Bezugsquellen zu vergessen.

            • @Edda:

              Ist es umgekehrt anders? Wenn Menschen mehr Abschiebungen und schärfere Asylgesetze fordern werden sie ja auch gerne von Linken in die rechtsextreme Ecke gestellt. Wenn's ums Bürgergeld geht ebenso. Bei allen genannten Themen ist es eine deutliche Mehrheit. In Deutschland gibt es anscheinend nur noch schwarz und weiß, die Graunuancen sind verschwunden.

              • @AmArschderHeide:

                Wenn Menschen mehr Abschiebungen und schärfere Asylgesetze fordern, weil sie der Meinung sind, dass wir zu viele kriminelle Muslime, Araber und Afrikaner im Land haben und daraufhin Menschen abgeschoben werden, die unbefristete Arbeitsverträge haben Steuern zahlen, noch nie kriminell waren, ist das auch rassistisch und rechts und darf gerne als so benannt werden. Und erst recht sind solche Forderungen rassistisch, wenn sie nur für Geflüchtete mit bestimmter ethnische Abstammung gefordert werden, während für andere sogar uneingeschränkt offener Zugang zum Arbeitsmarkt und zum Sozialsystem herrscht. Was, wenn nicht rechts, ist das sonst? Und auch schärferen Asylgesetze sollen nur für bestimmte Geflüchtete gelten und nicht für alle. Ukrainerinnen z. B. fallen überhaupt gar nicht unter das Asylgesetz, obwohl sie genauso Kriegsflüchtlinge sind wie Syrer oder Libanesen, also zwei verschiedene Rechtssysteme je nach Ethnie der Geflüchteten.

                Und noch ein Fakt, weswegen solche Forderungen rechts sind, ist, dass wir als Europa, besonders als Deutschland mit unserer Unterstützung von Kriegsverbrechen, Völkerrechtbrüchen und ausbeuterischen Außenpolitik, die Fluchtgründe mitverursachen!

  • Wenn man mal die starken Worte sowohl von AfD als auch SPD verhallen lässt, bleibt ja die Frage:



    Was bringt das Programm eigentlich?



    Auch hier in der taz, die sich sehr für "Demokratie leben" einsetzt und oft darüber schreibt, habe ich praktisch keine Erwähnungen von konkreten positiven Auswirkungen auf die Gesellschaft, geschweige denn die Demokratie gefunden.



    Eine Bandnacht ist ja trotzdem nett. Nur darf man auch darüber nachdenken, was sie kosten darf, ohne dass unbedingt jemand "Demokratiegefährdung!" schreit.



    Klar kann man gesellschaftliche Wirkungen, gerade im Kleinen, nie genau numerisch erfassen und sollte das vielleicht auch nicht tun. Doch konkrete Informationen zu (positiven) Wirkungen sollte schon möglich sein, z.B. höhere Beteiligungen bei gemeinsamen Aktionen, die nicht gefördert wurden, Erreichen von bisher nicht Vertretenen o.ä. sollte man schon nennen können.



    Ansonsten liegt, jenseits aller Vorwürfe politischer Begünstigung, einfach der Verdacht nahe, dass Vereine für die ohnehin bereits dort Engagierten einen netten Abend organisieren.



    Das ist sicher auch sinnvoll. Nur ob das die hohe Beträge und das mediale Tamtam rechtfertigt, darf man ruhig hinterfragen.

    • @Frauke Z:

      Na ja, wenn man mal überlegt wie oft argumentiert (und oft auch gerechtfertigt) wird, dass sich die Leute radikalisieren weil vor Ort der Jugendclub, die letzte Kneipe und der Dorfladen geschlossen haben und der Bus nur zweimal am Tag kommt, scheint so ein Bandabend kein völlig abwegiger Ansatz der Demokratieförderung zu sein.



      Umgekehrt wäre die Frage welche anderen Ansätze bessere Ergebnisse versprechen. Den Leuten Demokratieschulungen per Frontalunterricht zu verpassen wird wohl eher auch keine überbordende Begeisterung für das bundesrepublikanische System entfachen.

      • @Ingo Bernable:

        Leute, die (angeblich) deswegen rechtsradikal werden, weil es in ihrem Wohnort keine Kneipe, keinen Jugendclub oder keinen Dorfladen mehr gibt oder die Busse zu selten fahren, dürfte ein Konzert kaum von ihrer Radikalisierung abbringen. Wenn die Bandnacht vorbei ist, sind Jugendclub, Kneipe und Dorfladen immer noch geschlossen, und man muss genauso lange auf den Bus warten wie zuvor.

  • Ein gewisser Herrn Pantisano hat letzte Woche diese Art der Politik ganz gut eingeordnet ;) wenn es sowas gibt wie "demokratische Parteien", dann gehört die CDU sicherlich nicht dazu!

    • @za zo:

      Dann stellt sich mal wieder die Frage: Befürworten sie ein Verbotsverfahren gegen die CDU?

  • Soll mal noch einer behaupten, die CDU sei eine demokratische Partei.



    Die rechten Neokons, die den Kurs der Partei bestimmen, sind programmatisch eindeutig in der AfD zu verorten.

    • @alteropi:

      Ach goldig, Neokons! Lange nicht gehört, seit mindestens 2003 nicht mehr…gibts eigentlich noch die kriegslustigen Neokonservativen? Ich dachte die sind seit Bush Zwo, Rumsfeld, Dick usw. schon seit zwanzig Jahren Geschichte…

    • @alteropi:

      Im Artikel steht ausgesprochen wenig drin, finden Sie nicht? Wo finden Sie darin die Basis für Ihre Schlußfolgerung?

  • Angesichts solcher Vorgänge könnte man die Äußerungen Pantisanos auch in einem anderen Licht sehen, als es im öffentlichen Diskurs (auch hier in der taz) geschieht.



    Die CDU ist KEINE faschistische Partei bzw. mit der AfD gleichzusetzen, aber mit solchem Abstimmungsverhalten wie hier in Meck-Pom arbeitet sie den Faschisten in der Tat zu.



    Über die Förderwürdigkeit einzelner Demokratie-leben-Projekte lässt sich streiten. Da weiß ich durchaus zu unterscheiden zwischen der Intention der der CDU und der der AfD, die Demokratie leben grundsätzlich in Frage stellt bzw. ausschließlich Projekte fördern will, die ihr verfassungsfeindliches ‚Demokratie‘-Verständnis unterstützen.



    Das die CDU (insbesondere im Osten) hier den Schuss nicht gehört hat, lässt sie tatsächlich zu einem Risiko für die bundesdeutsche Demokratie werden.



    Insofern ist meine Position zur CDU dann auch nicht mehr so weit entfernt von der Pantisanos. Aber auf die Zwischentöne kommt es an - genau so wie bei dem Beschluss zum israelischen Genozid in Gaza - und da hat sich der neue Linken-Parteichef extrem ungeschickt verhalten.



    Die CDU ist es jedoch, die entscheiden muss, auf welcher Seite der Brandmauer sie stehen will.

    • @Abdurchdiemitte:

      Finden Sie, dass das Konzept Brandmauer bisher erfolgreich ist? Das Wachstum der AFD explodiert geradezu. Trotz der Brandmauer? Oder wegen der Brandmauer? Und jetzt wollen Sie die CDU auch noch dahinter stecken? Leider steht in dem Artikel nur drin, dass die Gelder nicht angefordert werden. Leider keine Infos zu den Hintergründen. Vielleicht liefert die taz das ja noch nach.

  • Jede Partei hat auf kommunale Ebene mit der AFD abgestimmt und zusammen gearbeitet! Hier jetzt ein Fass auf zu machen ist lächerlich

    • @Marcelo:

      Nur eine Partei macht es aber regelmäßig und anscheinend mit wachsender Begeisterung.

      • @Flix:

        Ja und? In den Kommunalparlamenten sitzen Menschen, die sich kennen. Das sind keine Orks darunter, die man einfach so mit einem Kontaktverbot belegen kann. Die Brandmauer hat an dieser Stelle keinen Sinn mehr.

        • @Leo Onlin:

          Ja gut, dann also Bahn frei für wieder eine rechtsextremistische Partei, die gegen ganze Religionsgemeinschaften und Volksgruppen im Blabla-nie-wieder Deutschland wieder hetzt, und alles, was jenseits von rechtsextrem ist, als linksradikal, marginalisiert und bekämpft!

        • @Leo Onlin:

          Aha. Und - nur mal so gefragt: Wenn man sich kennt, werden Inhalte bedeutungslos? Seit wann verzichten Politiker freiwillig auf Geld, wenn nicht gerade eine gemeinsame Ideologie dies nahelegt? Was ist so furchtbar an einem Liederabend?



          Fragen über Fragen.

      • @Flix:

        Die Grünen? In der EU ein Handelsabkommen zu verhindern, ist eine ganz andere Hausnummer als auf kommunaler Ebene.

      • @Flix:

        Es gibt sogar eine Partei, die in Europa zusammen mit den Rechtsextremen abgestimmt hat.

        • @Carsten S.:

          Genau, die EVP, vor ein paar Tagen zum wiederholten Male.

          • @Flix:

            Dann gibt es noch eine weitere. Fängt mit G an und hört mit rüne auf

      • @Flix:

        Jeder Ort ist individuell und wie kann man das auf kommunaler Ebene mit Begeisterung definieren und bewerten?

        Auf kommunaler Ebene macht es jede Partei regelmäßig mit der AFD irgendwas! Auf kommunaler Ebene interessiert nicht die Partei sondern nur die Menschen die das richtige für ihre Szadt wollen.

  • Mich wuerden die Gruende fuer das Abstimmungsverhalten interessieren. Wie lautet denn zB die Kritik an den bis jetzt unterstuetzten Projekten? Haben sie messbare Ergebnisse erzielt und wurde transparent mit den Steuermitteln umgegangen, etc pp?

    Man kann diese Gruende gerne kritisieren oder ablehnen, aber berichten sollte man schon ueber sie. Tut man das nicht - und das ueber laengere Zeit - kommen sonst noch welche auf die irre Idee, die Union wuerde den Faschismus anstreben.

    • @elektrozwerg:

      Die Antwort ist doch recht einfach, oder besser: rechts einfach. Demokratie-Projekte setzen sich für Demokratie ein. Daher sind undemokratische Kräfte eben dagegen. Gerne werden die Projekte als "links" bezeichnet. Wäre natürlich ziemlich demokratisch, die auch dann zu fördern wenn man selbst anderer Meinung ist. Aber erstens heißt "links" heutzutage schon alles, was im Grundgesetz steht (gerne auch links-radikal). Und zweitens sind diese Parteien eben nicht demokratisch. Sie beweisen es mit ihren Aktionen ja.

      • @Jalella:

        „ Demokratie-Projekte setzen sich für Demokratie ein.“ —> Korrekt. Genau deshalb ist die Frage „Was macht eine Bandnacht zu einem Demokratie-Projekt?“ durchaus angemessen und berechtigt.

        • @Kriebs:

          In solchen "linksgrünversifften" Demokratie-Förderprojekten gibt es oft sowas. Kinderfeste, Flohmärkte, Konzerte etc. pp. Aber am rechten Rand hätte man lieber Fackelzüge, vermute ich mal.

          • @Kaboom:

            Die olympischen Spiele gibt es noch, obwohl die Nazis sie für Propaganda mißbraucht haben. Die Fackelzüge haben es - warum auch - immer schwerer. Ob Flohmärkte von den Nazis mißbraucht wurden, ist mich nicht bekannt, Kinderfeste dagegen schon. Naja, ein staatlich gefördertes Programm mit dem Ziel "Demokratie leben" sollte weder Flohmärkte noch Fackelzüge sponsern. Die Kassen sind knapp. Man sollte also schauen, was mit dem Geld der Gemeinschaft gemacht wird.

    • @elektrozwerg:

      Kleiner persönlicher Nachtrag noch: meine Tochter arbeitet als studentische Hilfskraft in einem Projekt gegen Antisemitismus in Sachsen.



      Kann man jetzt davon sprechen, dass solche Projekte angesichts des immer weiter wachsenden Rechtsextremismus, der Queer-Feindlichkeit, des Antisemitismus oder des Rassismus im allgemeinen in irgendeiner Weise ‚erfolgreich‘ sind? Mit Sicherheit nicht. Soll man diese Initiativen deshalb also einstellen?



      Oder können diese Aufgaben auch die Feuerwehren, die Landfrauen oder die Schützenvereine (ausgerechnet die!) etc. übernehmen, wie es Frau Prien offensichtlich vorschwebt?

    • @elektrozwerg:

      Ich stimme zu, dass über die Förderwürdigkeit einzelner Projekte durchaus gestritten werden kann, ja, sogar gestritten werden muss.



      Aber ehrlich gesagt, die Antworten aus dem Hause Prien überzeugen mich persönlich nicht. Die Intentionen der AfD, Demokratie leben auszutrocknen oder in ihrem Sinn umzumodeln, sind hinlänglich bekannt. Wer da noch Aufklärungsbedarf hat, dem ist auch nicht mehr zu helfen.



      Aber die CDU? Wer angesichts des Erstarkens der demokratie- und verfassungsfeindlichen AfD den Rotstift an der falschen Stelle ansetzt oder meint, sich in rechtskonservativ-kulturkämpferischer Attitüde profilieren zu müssen, wird selbst zu einer Gefahr für die Demokratie.



      Übrigens auch dann, wenn man ihn/sie nicht als Faschisten bezeichnen kann.



      Aber gerne würde ich auch erfahren, welche Arbeit einzelne bisher finanziell geförderte Projekte konkret geleistet haben. Ich bin nur nicht davon überzeugt, dass damit der AfD der Wind aus den Segeln genommen wird. Denn hier geht es um die GRUNDSÄTZLICHE Haltung zur Demokratie, nicht um den (wie auch immer messbaren) ‚Erfolg‘ von Demokratieprojekten oder das mögliche ‚Verschwenden‘ von Fördermitteln.

  • Der eiserne Zaun gegen undemokratisch-reaktionär sollte stets klar rechts von der Union verlaufen. Selbst wenn mensch persönlich ein Problem mit Vielfalt hätte.

    • @Janix:

      Schwierig ist ihre Idee, wenn die Union nicht geschlossen links von der AfD steht.



      Auf Bundesebene steht sie (noch) klar links der AfD, in den Landesverbänden im Osten ist das aber definitiv nicht so -da ist die Grenze mindestens fließend...



      Parteien sind immer breit aufgestellt, auch die Grünen trennen beispielsweise in ihren Landesverbänden zwischen Baden-Württemberg und Berlin Welten.



      Die Idee einer starren Brandmauer ist und war deshalb von Anfang an ein Irrglaube, weil eben keine Partei scharf abgegrenzte Ränder hat - nochmal die Grünen als Beispiel, deren Spektrum reicht von fast schon linksradikal (Grüne Jugend, Teile des Berliner Landesverbandes) bis Boris Palmer, der ja intern fast schon als reaktionär galt...



      Eine Mauer ist starr, Parteien sind es nie. Auch die Gesellschaft ist nie starr.



      Und - von der Definition her - ist eine Brandmauer lediglich ein Verzögerungswerkzeug. Der Sinn einer Brandmauer ist es im Notfall Zeit zu gewinnen, um Menschen evakuieren zu können oder der Feuerwehr Löscharbeiten zu starten.



      Der Halbwertszeit einer Brandmauer ist 90 Minuten.



      Insofern verhält sich die Brandmauer zur AfD genau wie sie es soll. Sie war anfangs dicht, gibt aber nun nach.

    • @Janix:

      Theoretisch ja. Aber angesichts solchen Abstimmungsverhalten der CDU in der (mecklenburgischen) Fläche frage ich mich, ob Pantisano nicht doch recht hatte (obwohl ich seine Äußerungen in vorherigen Kommentaren auch angeprangert habe).



      Spricht aus der ‚ostelbischen‘ CDU vielleicht noch der Geist jener deutschnationalen/nationalkonservativen ‚Junker‘ von vor 1933, (die von der SED stets als Popanz aufgebaut wurden, um ihren mauerbewehrten Kampf gegen den Faschismus zu legitimieren)?

  • Die Union unter Spahn und Merz hat mit Demokratie nichts am Hut, das ist einer der roten Fäden die sich durch die letzten Jahre ziehen. Wer sich als Demokrat versteht, der kann eine Zugehörigkeit zu dieser Partei wohl nicht mehr legitimieren. Dass es auf Demonstrationen für den Erhalt der Demokratie nie Wimpel, geschweige denn Vertreter, der Unionsparteien zu sehen gibt, das ist kein Zufall. Diese Union ist nicht konservativ, sie ist - wenn vielleicht noch nicht faschistisch - dann doch so stramm rechts und demokratiezersetzend, dass sie vor 20 Jahren, vor der Normalisierung von Hass, Ausgrenzung und Demokratiefeindlichkeit im Diskurs, vom Verfassungsschutz beobachtet worden wäre.

    • @Warim Wilke:

      "Dass es auf Demonstrationen für den Erhalt der Demokratie nie Wimpel, geschweige denn Vertreter, der Unionsparteien zu sehen gibt, das ist kein Zufall."



      Vorsicht vor solch billigen Schlüssen.



      Nach der Logik hatten auch die Rechten recht, wenn sie immer beklagt haben, dass nach islamistischen Anschlägen in Deutschland nicht flächendeckend Muslime auf die Straßen gegangen sind, um sich klar dagegen zu positionieren.

    • @Warim Wilke:

      👍



      Alles Schleichende wird zu spät registriert.

      Auch eine Strategie, die gefährlichste vielleicht.



      Nicht umsonst besuchte Spahn die Thiels und Konsorten, um Infos einzuholen.

    • @Warim Wilke:

      Auf den Demos gegen die AfD im vorletzten und letzten Jahr in meiner Heimatstadt habe ich auch mal einen einsamen JU-Wimpel wahrgenommen (neben vielen Bannern der Linken, der Jusos/SPD, der Grünen und Gewerkschaften etc.). Mich hat es tatsächlich gefreut, auch vereinzelte Vertreter der CDU dort zu sehen, obwohl nicht wenige meiner Genoss*innen seinerzeit schon der CDU die ‚Pest an den Hals‘ gewünscht haben.



      Inzwischen denke ich, wahrscheinlich hatten sie (wie auch Pantisano) damit nicht ganz Unrecht.



      Und nach wie vor haben wir das Dilemma, das alle oben genannten Gruppierungen auch gemeinsam OHNE die Unionsparteien KEINE politische Mehrheit gegen den Faschismus der AfD organisieren können.



      Was also tun?

  • Es ist ein politischer Offenbarungseid, der die hässliche Fratze des neuen Ostens zeigt: In Mecklenburg-Vorpommern und quer durch die ostdeutschen Kommunen exekutieren CDU und AfD den gemeinsamen Schulterschluss. Dass die Union Hand in Hand mit Neofaschisten stimmt, um NGOs das Wasser abzugraben, ist kein „unideologischer Pragmatismus“ – es ist die offene Kapitulation vor dem Rechtsextremismus.



    ​Wer zivilgesellschaftliche Organisationen, die für Demokratie, Integration und Menschenrechte kämpfen, gezielt sabotiert, betreibt das Geschäft der Verfassungsfeinde. Die CDU hat ihre vermeintliche Brandmauer längst als billige Kulisse entlarvt und opfert die demokratische Kultur für billigen Beifall von rechts außen. Hier formiert sich eine reaktionäre Querfront, die das Land systematisch nach völkischem Gusto umbauen will. Die „christlichen Demokraten“ sind zum Steigbügelhalter derer geworden, die sie eigentlich bekämpfen müssten. Ein historischer Verrat.

    • @amigo:

      >Wer zivilgesellschaftliche Organisationen, die für Demokratie, Integration und Menschenrechte kämpfen, gezielt sabotiert, betreibt das Geschäft der Verfassungsfeinde. <

      Der Kampf ist sicher gerecht und sinnvoll. Der Kampf geht weiter - aber bitte nicht mit Steuergeld.

      • @test_name:

        Aber doch, mit meinen Steuern schon, wer redet den mit Schulkindern, klein und größere. Diskutiert und hinterfragt?



        Die Lehrer?! Die schon am Limit sind? Wer diskutiert menschenfeindliche Musiktexte? Wer ermöglicht Kontakte zu Einwanderergruppen? Spricht über Alltagsrassismus?



        Vieles mehr. Und natürlich ist das Ergebnis kaum mit Zahlen zu verifizieren,

      • @test_name:

        Der rechte Rand, der bekanntlich nicht selten von Spenden von Millionären und Milliardären lebt, würde das jedenfalls begrüßen.

        • @Kaboom:

          Nicht nur der rechte Rand - vermutlich die Mehrheit der Steuerzahler.

  • Da scheint die Meldung aus der Bundes-CDSU und des Städtetages wohl falsch zu sein, dass den Kommunen und Landkreisen das Geld ausgeht. Wer Fördermittel des Bundes ausschlägt hat wohl genug und kann mit den eigenen Haushaltsmittel seine Bürger in ausreichender Art- und Weise ein angenehmes Leben bereiten.



    Wie doof muss man/frau eigentlich sein, um bei einem solchen politischen Antrag zuzustimmen. Wahre Volksvertreter eben, diese CDSU? Der andere Rest - na ja gibt es da noch etwas zu sagen?



    Und warum fehlen bei einer solchen Abstimmung ein wesentlicher Anteil der Volksvertreter? Ja, das Nebenamt und die Nebentätigkeit - die Kohle war wohl mal wieder schuld abwesend zusein.



    Und da beschwert sich der Kanzler wir würden zu wenig arbeiten?! geht`s noch?

    • @Sonnenhaus:

      Wer Fördermittel des Bundes ausschlägt hat wohl genug und kann mit den eigenen Haushaltsmittel seine Bürger in ausreichender Art- und Weise ein angenehmes Leben bereiten.

      Es geht dort offenkundig um Ideologie. Und zwar um eine gemeinsame.

      • @Kaboom:

        Um Fördermittel zu bekommen, muss man einen Eigenanteil leisten. Und eine Gemeinde, der bereits mehrere Millionen € für die gesetzlichen Pflichtaufgaben fehlen, wird jeden Euro für freiwillige Leistungen dreimal umdrehen, auch wenn dieser Euro mit 10 weiteren vom Bund bezuschusst wird - zweckgebunden natürlich...

  • Wenn fast die Hälfte der gemeinsamen Fraktion von FDP und SPD bei einer Abstimmung fehlt, kann man hinterher nicht über einem „schweren Fehler“ und einem „Schlag ins Gesicht“ für die Zivilgesellschaft klagen. Diese Heuchler!

    • @Il_Leopardo:

      Warum gibt es wohl schon immer gewisse Abstimmungen, "genau im Sommerloch"? Wenn Sie im Urlaub sind, fehlen Sie auch bei einer Abstimmung...

    • @Il_Leopardo:

      Und ehm – nur mal so gefragt – was genau hätten die Stimmen geändert, wenn die Blaunen gemeinsam mit den Schwatten abstimmen?

      • @Kaboom:

        "Am Ende gab es ein Patt von 24 Ja-Stimmen zu 24 Nein-Stimmen. Eine Ja-Stimme zu wenig."



        Also ich habe diese Satz so verstanden, dass dieses Patt zustande kam, weil Stimmen der nicht anwesenden Mitglieder der gemeinsamen Fraktion von FDP und SPD fehlten.

  • Auch weil unter anderem fast die Hälfte der gemeinsamen Fraktion von FDP und SPD abwesend war.



    Na sowas, der Sitzung fernbleiben um sich hinterher aufzuregen. Wie dumm ist das denn?

  • Linnemann 20.06.2026: Wer Christdemokraten mit Faschisten gleichsetzt, disqualifiziert sich für jede politische Verantwortung.

    • @IsoLaLunga:

      Wenn Christdemokraten mit Faschisten gemeinsame Sache machen, sollten sie sich nicht wundern, dass sie mit den Faschisten, mit denen sie zusammenarbeiten, in einen Topf geworfen werden. Die Annahme ist schlicht logisch.

    • @IsoLaLunga:

      Kann man auch anders sehen: Wer mit Faschisten gemeinsame Sache macht, dem darf keine politische Verantwortung übertragen werden.

  • Hallo TAZ man sollte dann auch mal die Zahlen dazuschreiben wie der Kreistag besetzt ist.



    CDU 11



    AFD 14



    Die Linke 5



    FWG 8



    SPD 4



    Die Grünen 3



    FDP 1



    Da es sich um einen Kreistag handelt gehe ich mal davon aus das der ein oder andere noch arbeiten muss.



    Und wenn die hälfte der SPD fehlt waren das genau 2 und einer von der FDP.



    Da wirken dann die Abweichler von der CDU schwerer.

    • Rainer Rutz , des Artikels, Redakteur

      @Captain Hornblower:

      Hallo, nur zur Richtigstellung: Ihre Zahlen sind leider nicht korrekt, Näheres zur Zusammensetzung des Kreistags MSE finden Sie hier: www.lk-mecklenburg...eistag/Fraktionen/ Mit freundlichen Grüßen

      • @Rainer Rutz:

        Danke, da hatte ich komplett andere Zahlen. Mein Fehler, bitte um Entschuldigung.

    • @Captain Hornblower:

      Danke für die Zahlen. So sieht das ja etwas anders aus. Und die Verantwortung bleibt weiter überwiegend an der CDU haften. Die aber ja wohl auch bisher nicht gefragt wurde, warum sie dafür gestimmt haben.

    • @Captain Hornblower:

      20 bürgerlich, 12 links, 14 rechtsextrem (meine Meinung).



      Mehrheit braucht 24. Das geht auch noch ohne SPD.

      • @Janix:

        Danke für den Hinweis des Autors. Entsprechend:



        CDU 20



        Links-Mitte (SPDFDPGrünLinke) 19



        ?? (BSW) 13



        Rechtsreaktionär: 23



        Fraktionslos: 1



        39 Sitze für eine Mehrheit

      • @Janix:

        Die Mehrheit kam ja aus dem bürgerlichem Lager mit den Rechten.

  • Gelebte Demokratie scheint der CDSU ein Dorn im Auge zu sein. Anders lässt sich dieses Abstimmungsverhalten nicht interpretieren.



    Die CDU in Meck-Pomm übt schonmal ihre Rolle als Junior-Partnerin der AfD ein. Hauptsache, nach der Wahl noch irgendwie mitregieren scheint die Devise.



    Oder aber Herr Pantisano hat recht, und sie sind Überzeugungstäter. Die Frage ist: was ist schlimmer?

    • @Klabauta:

      Sind denn auch zwei Parteibücher möglich?

  • Wohl gemerkt: das ist dieselbe CDU, die jammert, wenn man sie als faschistisch bezeichnet und ihr Nähe zur AfD vorwirft.

  • Aha - die Hälfte der SPD und FDP Mandatsträger waren nicht anwesend! Was hatten die den Wichtigeres zu tun ? Die Themen steh lange vorher auf der Tagesordnung und wen man dann bei wichtigen Themen einfach mal wegbleibt ist das ein Eigentor. Mit Fehlen verteidigt man nicht die Demokratie.

    • @Bernd Simon:

      Man kann die Erwartung haben, dass Demokraten FÜR Projekte / Veranstaltungen zur Förderung der Demokratie sind.



      Aber sicherlich werden die anderen Fraktionen in diesem Kreistag aus dem Vorgang die richtigen Schlüsse ziehen.

    • @Bernd Simon:

      Selbst wenn die Anwesend gewesen wären hätte das keinen Einfluss gehabt. Nichts mit Eigentor.



      Die Demokratie wurde auch nicht gerade von der CDU verteidigt.

      • @Captain Hornblower:

        Äh, doch. Es hat eine, EINE Stimme gefehlt.

    • @Bernd Simon:

      Die hälfte waren 2 und die FDP hat einen.

  • Schwerer Fehler - Schlag ins Gesicht - Fassungslosigkeit - großes Entsetzen



    Soso. Schuld ist natürlich wieder die AfD, weil die den Antrag gestellt hat.



    Logisch.



    Für mich liegt hier der Fehler bei den Demokraten. Liebe Leute, wenns euch angeblich so wichtig ist, wie kann dann so ein Ergebnis zustande kommen, "weil unter anderem fast die Hälfte der (...) SPD abwesend war" zur Abstimmung, hä?



    Das die AfD gerne AfD-Sachen macht ist nun wirklich hinlänglich bekannt.



    Und das Teile der Landesverbände der Union im Osten gern mit ihr zusammenarbeiten würden ist auch nicht unbekannt.



    Wie kann man da also zu so einer wichtigen Abstimmung nicht in ausreichender Anzahl erscheinen???



    Ohne Not verbockt und jetzt empört sein, weil der politische Gegner seine Hausaufgaben gemacht hat...😅



    Das ist genau mein Humor.



    Trägheit ist eine der klassischen 7 Todsünden. Wenn die Demokratie in Deutschland oder zumindest in einem Bundesland alsbald kippen sollte, lag es vor allem auch an der Trägheit der angeblich so bemühten Verteidiger der Demokratie. Was die seit Jahren abliefern ist genau das, was hier auch passiert ist. Erst zu faul und hinterher beleidigt weil die AfD zielstrebiger ihre Agenda umsetzt.

    • @Astrid Sehnefeld:

      "Wenn die Demokratie in Deutschland oder zumindest in einem Bundesland alsbald kippen sollte, lag es vor allem auch an der Trägheit der angeblich so bemühten Verteidiger der Demokratie. "

      Demokratie bedeutet Volksherrschaft. Da hat JEDER Bürger Verantwortung zu tragen.

    • @Astrid Sehnefeld:

      Ohne Not verbockt ist das ganze 3 Leute gefehlt haben.



      Verbockt hat es wohl eher die CDU.

    • @Astrid Sehnefeld:

      Ich kann Ihnen vollends zustimmen:Wer in der Demokratie schläft wacht in der Diktatur auf

  • Der neue Co-Vorsitzende der Linken muss sich entschuldigen, weil er die CDU in die Nähe von Faschisten stellt. Am nächste Tag macht die CDU Faschistendinge.

  • Luigi Pantisano lässt grüßen

  • Und nun schauen wir ein weiteres Mal genau hin, ob – wie Merz ja großspurig versprochen hatte – bei Zusammenarbeit mit der AfD PO-Verfahren eingeleitet werden.

    www.sueddeutsche.d...n-merkel-1.5494484

    • @Kaboom:

      Er spricht aber explizit von den Landesverbänden. Auf kommunaler Ebene wie hier im Landkreis ist eine Brandmauer doch auch völlig unrealistisch. In unserem Landkreis beispielsweise hat die AFD 31 Sitze und die CDU 22. Keine andere Partei hat mehr als 3. Es wären gar keine praktischen Beschlüsse mehr möglich, würde nicht bei einzelnen Sachfragen kooperiert werden. Die CDUler hier werden übrigens von den eigenen Wählern aufgefordert aktiv zu kollaborieren. Das findet nur wegen den westlichen Landesverbänden bisher nicht offen statt.

      • @Šarru-kīnu:

        Also lag Pantisano - jedenfalls für zumindest Teile des Ostens - offenbar richtig. Das ist doch mal ne Info.

        • @Kaboom:

          Es gibt keinen wesentlichen Unterschied zwischen der sächsischen CDU und der AfD. Die AfD Vertreter dürfen nur offen sprechen während die CDUler gezwungen sind sich selbst ins Knie zu schießen aus Rücksicht auf Wahlergebnisse am anderen Ende der Republik. Ich würde Herrn Pantisano nicht direkt widersprechen. Ist ein Treppenwitz wenn ich hier wie vor wenigen Wochen einen CDUler zum Bürgermeister wählen muss um angeblich die AfD zu verhindern. Die CDUler aus unserem Ort hier wie unser MP Herr Kretschmer kennen die lokalen AfD Größen wie Chrupalla doch alle aus gemeinsamen Zeiten in der JU.

      • @Šarru-kīnu:

        Jeder mit der AfD zusammen gefasste Beschluss verschafft dieser Partei vermeintlich Legitimation und treibt die Abschaffung der Demokratie voran.



        Wenn das ist, was uns erwartet, dann gute Nacht, Deutschland!

        • @Klabauta:

          Wenn unter solchen Stimmverhältnissen kein Beschluss ohne die AfD fallen soll, gibt man der AfD faktisch ein Vetorecht. Dann braucht man aber nicht mehr davon sprechen, die Abschaffung der Demokratie würde vorangetrieben, dann ist die Demokratie tot.

          Erst recht, wenn man das in der Diktion von Pantisano noch auf die CDU aufweitet.

          Dann ist, das was Sie für die Zukunft erwarten, schon da. Guten Morgen, liebe Sorgen!

    • @Kaboom:

      Das wird wohl nicht passieren. 1. Der Bundeshaushalt wird geschont. 2. Die CDU übt schon mal die zukünftige Zusammenarbeit in den Parlamenten. 3. Pantisano hat mit seiner Aussage grundlegend recht und kann jetzt seine Entschuldigung wieder zurücknehmen. 3. Mit dieser Entscheidung hat die CDU bewiesen, dass sie keine demokratische Partei mehr ist und sein will.

      • @Sonnenhaus:

        "Mit dieser Entscheidung hat die CDU bewiesen, dass sie keine demokratische Partei mehr ist und sein will."

        Ganz schön viel Herz hier im Forum. Ein bisschen Ratio dazu würde helfen die Lage ernsthaft einzuordnen.. Empörung ändert nichts.

        • @Petzi Worpelt:

          Na dann legen Sie doch mal los.



          Ordnen Sie mal ernsthaft ein. Nur über andere Meinungen Empörung hilft nicht weiter.

      • @Sonnenhaus:

        Haben vor kurzem nicht auch die Grünen mit der AfD in der EU gemeinsam abgestimmt?

        • @Reinero66:

          Gegen Demokratieförderung?



          Bei Abstimmungen sollte der Inhalt entscheidend sein.



          Wenn man alles ablehnt, weil ein AfD-ler zustimmen könnte, kann die AfD jedes politische Gremium kinderleicht lahmlegen.