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Wehrpflicht-DebattePflicht zu „Freiheitsdienst“

Zwei Grünen-Politiker aus Bayern wollen alle Menschen von 18 bis 67 zu sechsmonatigem Dienst für Deutschland zwingen. Umgesetzt wird das wohl kaum.

Vortreten: Reservisten in Bayern Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Zumindest eine gewisse Originalität ist der bayerischen Landtagsfraktion der Grünen nicht abzusprechen. In der Debatte über eine Wiedereinsetzung der Wehrpflicht schlägt deren Vorsitzende Katharina Schulze jetzt gemeinsam mit dem innenpolitischen Sprecher Florian Siekmann einen verpflichtenden „Freiheitsdienst“ vor.

Am Wochenende haben sie ihre Vorstellungen veröffentlicht: Demnach sollen alle in Deutschland lebenden Menschen zwischen 18 und 67 Jahren irgendwann für insgesamt sechs Monate entweder Wehrdienst bei der Bundeswehr schieben, im Bevölkerungsschutz tätig sein oder einen Gesellschaftsdienst ableisten. „Es ist an der Zeit, die Frage zu stellen: Was kannst du für dein Land tun?“, begründet Schulze ihren Vorstoß. „Der Freiheitsdienst ist ein Gemeinschaftsprojekt für Deutschland von allen für alle.“

Das Konzept sieht vor, dass nach Ablauf der Schulpflicht eine allgemeine Musterung stattfindet, auf der neben der Prüfung der gesundheitlichen Eignung umfassend über die drei Zweige des „Freiheitsdienstes“ informiert werden soll. Die sechs Dienstmonate sollen entweder am Stück oder zeitlich verteilt bis zum 67. Lebensjahr erfüllt werden können. Gelten soll die Pflicht „für alle mit festem Aufenthalt in Deutschland, unabhängig von Staatsbürgerschaft oder Geschlecht“.

Dazu zählen soll etwa Jugendarbeit

Ausgenommen sein soll nur, wer bereits Wehr- oder Zivildienst geleistet hat. Ansonsten soll ehrenamtliches Engagement, „das dem Gesellschaftsdienst entspricht“, angerechnet werden. Dazu zählen Schulze und Siekmann den Einsatz als Trainerin beim Sport, als Jugendleiter in der Jugendarbeit oder auch Lese­begleitung durch Groß­eltern in Schulen.

„Der Freiheitsdienst ist viel mehr als der alte Wehrdienst, er zielt auf eine Gesamtverteidigung mit gesellschaftlicher Widerstandskraft“, wirbt Siekmann für das neue bajuwarische Modell. Allerdings passt es nicht so ganz zum grünen Bundestagswahlprogramm, in dem es heißt, statt der Wiedereinführung eines Zwangsdienstes wolle die Partei „den freiwilligen Wehrdienst und die Reserve für eine breite Zielgruppe attraktiver machen“.

Zustimmung kommt von der Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Eva Högl (SPD). Den Vorschlag der beiden Grünen finde sie „super“ und „sehr, sehr gut“, sagte Högl am Montag im Deutschlandfunk. Sie würde begrüßen, „wenn es perspektivisch in diese Richtung in unserer Gesellschaft geht“. Das sei, wofür Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier „seit Jahren sehr engagiert wirbt“. Eine reale Chance auf Umsetzung hat die Initiative von Schulze und Siekmann allerdings nicht.

Wie die beiden zu Recht feststellen, bedürfte es dafür einer Änderung des Grundgesetzes. Doch die notwendige Zweidrittelmehrheit im Bundestag ist nicht in Sicht – selbst wenn sich Union und SPD davon begeistern ließen. Die dafür erforderliche Linkspartei winkt schon ab. „Das gesellschaftliche Miteinander mit Zwang stärken zu wollen, ist äußerst befremdlich“, sagte die Linksfraktionsvorsitzende Heidi Reichinnek der taz.

Linke will lieber Freiwilligendienste stärken

Reichinnek plädiert stattdessen dafür, die Freiwilligendienste zu stärken. Schon jetzt wollten viele einen Freiwilligendienst ableisten, der ihnen jedoch verwehrt bleibe, weil es zum einen nicht genug Plätze gebe und zum anderen viel zu wenig dafür gezahlt werde. „Die letzten Regierungen haben mit Hinweis auf die Kosten jegliche Verbesserung bei den Freiwilligendiensten verhindert“, kritisierte sie.

Von einer Wiedereinsetzung der Wehrpflicht durch die Hintertür will die Linke ohnehin nichts wissen. „Es wäre ein zivilisatorischer Rückschritt, die Wehrpflicht wieder einzuführen“, kommentierte Parteichefin Ines Schwerdtner am Montag die Diskussion.

In ihren Koalitionsverhandlungen sind sich CDU, CSU und SPD noch uneinig, wie sie mit dem Thema umgehen wollen. Die zuständige Arbeitsgruppe hat nur den Dissens schriftlich festgehalten: Weil ein „konsequenter und rascher Aufwuchs unserer Streitkräfte notwendig“ sei, müsse „die Aussetzung der Wehrpflicht beendet“ werden, findet die Union. „Der neue Wehrdienst soll auf Freiwilligkeit basieren“, meint laut des Arbeitsgruppenpapiers hingegen die SPD. Nun wird auf höherer Ebene nach einem Kompromiss gesucht.

Die Wehrbeauftragte Högl warb am Montag dafür, auf ein Modell von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zurückzugreifen. Der hatte im vergangenen November einen „Auswahlwehrdienst“ vorgeschlagen. Danach sollen alle jungen Menschen mit Vollendung des 18. Lebensjahrs angeschrieben werden. Die Frauen könnten, die Männer müssten darauf antworten. Anschließend soll die Bundeswehr entscheiden, wer zur Musterung eingeladen wird. Auch die soll für die ausgesuchten Männer verpflichtend sein.

Dies wäre eine Möglichkeit, „einen leichten Zwang einzubauen“, sagte dazu Högl – „ein bisschen Pflicht“, aber „trotzdem mit Freiwilligkeit“.

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104 Kommentare

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  • Von den Grünen hätte ich erwarten können das Sie sagen: Wer fliegen will der soll erstmal Bäume pflanzen.

  • Da kann man doch nur empfehlen, dass die Grünen mit Mann und Maus, alle ihren erweiterten Freiwilligendienst, jetzt ableisten.



    Diejenigen, die so gerne von Krieg sprechen bei der BW, die anderen in der Pflege.

  • **Verpflichtender „Freiheitsdienst“** - Ja, da haben die Grünen mal wieder 'richtig gut nachgedacht'. Vielleicht sollten die Grünen lieber mal darüber nachdenken, wie sie ihre grüne Farbe zurückbekommen, anstatt immer 'schwärzer' zu werden. Alle Bürger zwischen 18 bis 67 Jahren werden jetzt ganz bestimmt die Grünen wählen wollen. *LOL*

    Das "Ding" wird ihnen wohl ziemlich schnell auf die Füße fallen, denn so einen Vorschlag sollte man den anderen Parteien überlassen, die nicht ständig von der Springer-Presse "zerrissen" werden. Meine Güte, die Grünen bringen sich jetzt auch noch absichtlich ins "Schussfeld". Wenn die Grünen so weitermachen, dann sind sie bald dort wo die CDU/CSU sie schon lange hinhaben will.

  • Ich habe vor 40 Jahren meinen Zivildienst abgeleistet. Diese Zeit in meinem Leben möchte ich nicht missen. Ich habe damals nach Gymnasium und Studium das erste Mal eine körperliche Arbeit verrichtet, und bin mit Menschen in Kontakt gekommen, die ich sonst nie kennengelernt hätte. Ich kann nicht ausdrücken, wie beeindruckt ich von der Reife und Umsicht der Pflegerinnen war (die zum Großteil jünger waren als ich). Allerdings muss ich auch sagen, dass meine beiden Zivi-Kollegen sich nicht besonders bemüht haben. Wenn jemand sich verweigert, hat das Ganze keinen Sinn. Das ist heute sicher so wie damals.

  • Allein der Begriff 'Freiheitsdienst' ist so ziemlich vollständig daneben. Und das von Grünen?

    • @Encantado:

      Zwang zum Freiheitsdienst. Passt doch zu den (aktuellen) Grünen.

    • @Encantado:

      Die nehmen dann ihr Freiheitsgewehr und steigen in ihren Freiheitspanzer....😁

  • Ich wurde dazu ja vor 25 Jahren gezwungen, zeitlich passte Zivi nicht, und daher erlauben ich mir zu sagen dass das nichts anderes als Sklaverei ist.



    Man verteidigt dabei ja kaum die eigenen "Besitztümer", denn in jungen Jahren hat man meistens noch keine. Man wird gezwungen dafür zu trainieren die Besitztümer und Werte anderer zu verteidigen.



    Wer sich in den schützengraben schmeißen will um seine eigene Hütte zu verteidigen, der kann das gerne tun. Aber wer fordert dass das andere tun sollen, junge denen noch nix gehört usw, der ist einfach nur skrupellos.

    • @Rikard Dobos:

      So wie Sie sich äußern, kann man auch sagen, dann ist der Klimaschutz ja auch egal. Da die jungen Leute nichts haben brauchen Sie sich auch nicht für eine Zukunft einsetzen um ihr Land zu schützen. Sei es von Klima und Gewalt.

      Interessant

    • @Rikard Dobos:

      "Man verteidigt dabei ja kaum die eigenen "Besitztümer", denn in jungen Jahren hat man meistens noch keine."



      Es sei angemerkt, dass man als junger Mensch auch die eigene Zukunft verteidigen könnte. Oder unterstellen Sie, dass eine solche nicht existiert?

      • @Encantado:

        Nicht mit der aktuellen Politik. Die sie dann übrigens mit "verteidigen".



        Es ist doch nicht falsch zu fordern erstmal etwas zu schaffen das den Einsatz des eigenen Lebens wert ist und nicht - wie jetzt - zu sagen "es wird sonst noch schlimmer".

  • Gute Idee

  • In Anbetracht der potentiellen Bedrohungen sprudeln aus den Superhirnen unserer Politiker alle erdenklichen, leider nicht durchdachten Ideen zur Abschreckung und im Zweifelsfall zur Verteidigung unseres Landes hervor. Die Grundidee finde ich nicht schlecht. Aus meiner Sicht sollten jedoch diejenigen, welche diese Dauerparty in Berlin durch ihren täglichen Gang zur Arbeit ausrichten davon verschont werden und anstelle jene verpflichten, die nichts dazu beitragen und dennoch entlohnt werden. Es gibt genügend davon und dem ein oder anderen dürfte dies keinen seelischen oder sonstigen Schaden zufügen. Die meisten unserer Männer und Frauen haben ohnehin den Wehrdienst oder einen Ersatzdienst absolviert als es ihn noch gab. Wie auch ich meinen W15 hinter mich bringen musste…eine fragwürdige Zeit aber geschadet hat es wohl niemandem. Welche Art von Armee oder Bevölkerung mit Ernstfallpotential man mit diesem Mischmasch an Freiheitsdiensten bis ins Alter von 67 und das noch innerhalb von nur 6 Monaten (😊) hier aufzustellen erdenkt, muss sich mir erst noch erschließen.

    • @J.F.:

      "Die meisten unserer Männer und Frauen haben ohnehin den Wehrdienst oder einen Ersatzdienst absolviert als es ihn noch gab."



      Äh, Frauen?



      Da hab ich was verpasst...

  • "Demnach sollen alle in Deutschland lebenden Menschen" / „für alle mit festem Aufenthalt in Deutschland, unabhängig von Staatsbürgerschaft oder Geschlecht“- da geht es doch schon los.

    Es sollen wirklich Angehörige anderer Staaten zu einem Pflichtdienst für Deutschland verpflichtet werden? Ich dachte dass das internationale Abkommen verhindern.

    Bei Menschen die ohnehin die dt. Staatsangehörigkeit anstreben mag man das vielleicht gut finden können - ich lehne zumindest den Militärdienst von Ausländern aus verschiedenen Gründen entschieden ab - aber was ist mit ausländischen Studenten, Expats, Flüchtlingen und Asylbewerbern? Dürfen ausländische Wissenschaftler nur noch hier arbeiten, wenn sie 6 Monate Extradienst leisten? So wird das nichts mit der Fachkräfteanwerbung.

    6 Monate ist übrigens ein Witz.

    „Es wäre ein zivilisatorischer Rückschritt, die Wehrpflicht wieder einzuführen“ Auf die Linkspartei ist verlass ;)

  • Ich bin seit 38 Jahren im Staatsdienst, allerdings mit Besoldung. Reicht das oder muss dem bezahlten Staatsdienst von insgesamt 45 Jahren Vollzeit (jedenfalls wenn's ohne Abschläge in die Pension gehen soll) noch ein 6 monatiger unbezahlter Dienst hinzukommen, damit ich Deutschland ausreichend gedient habe?



    Na, ich weiss schon. Beamte können nicht noch weiter privilegiert werden, gibt nur Ärger. Also 45 Jahre plus 6 Monate. Eigentlich hatte ich gedacht, 45 Jahre wären genug.

    • @Fossibaerin:

      Stellen Sie sich mal nicht so an. Heute habe ich mein 60jähriges Arbeitsjubi gefeiert... „Bisschen Pflicht" und immer viel Vergnügen. Nur mit „leichtem Zwang" konnte bei mir nichts erreicht werden.

  • Die Idee klingt einfach nur originell.



    Die Frage lautet, wie kann sich Deutschland innherhalb von NATO und EU ab 2029 gegen Angriffe aus Russland effektiv verteidigen? Ob ein dann 71 wirklich einen effektiven Beitrag leisten kann?



    Gut, wenn er von 20 bis 30 beim KSK war, vielleicht. Aber ein Berufsschullehrer für Gastronomie oder ein müder Stahlarbeiter, die sein Berufsleben im Schichtdienst gemacht hat? Diese Idee ist m.M. sehr verworren, weil sie von einem diffusen Bild von Verteidigungsfähigkeit ausgeht.



    Damit liegen die beiden aber durchaus im Trend, der Ministerpräsident in Kiel will ja auch die Wehrpflicht, ohne freilich definieren zu können, was das für die strategische Ausgangslage wirklich bewirken kann.



    Für micht stellt sich das so dar, dass es keine wirklich gute und tiefgründige Debatte über die Verteidigung und strategische Ausrichtung der Streitkräfte gibt. Es gibt viele Aussagen und Worthülsen. Putin rüstet stringent auf, sein Land ist immer mehr diktatorisch regiert, die Presse zensiert, die Zivilgesellschaft stark eingeschränkt. Seine Kriegsfähigkeit besteht, wo ist unsere Verteidigungsfähigkeit?



    Dazu gibt es m.M. keine guten Antworten.

    • @Andreas_2020:

      " Aber ein Berufsschullehrer für Gastronomie oder ein müder Stahlarbeiter, die sein Berufsleben im Schichtdienst gemacht hat?"

      Haben wir schon mal versucht. Allerdings lag die Obergrenze damals noch bei "jungen" 60 Jahren.

  • Ich finde das eine super Idee; Erfahrungen über den eigenen Horizont in unbekannte Bereiche und Berufsfelder wird den Blick erweitern und die Solidarität erhöhen - und das nicht nur für junge Leute, sondern gerade auch für Ältere, die sich oftmals mit vielem arangiert haben und annehmen, sie hätten aureichend Lebenserfahrung und Wissen ;)..

    • @Insieme:

      Na, dann ziehen Sie sich schon mal aus. Allein der Gedanke der Musterung genügt, dass ich mich frage, ob da noch .... Vor allem kommt der Vorschlag (wie üblich) mal wieder von Menschen, die weder gedient noch ein soziales Jahr absolviert haben. Vielleicht rücken die selbst erst einmal medienwirksam ein.

    • @Insieme:

      Und mit diesen schwammigen Begriff des "Horizont erweiterns" rechtfertigen sie staatliche Zwangsarbeit?



      Wie kommen sie darauf den Erfahrungshorizont eines Menschen überhaupt pauschal einschätzen zu können?



      Sind nicht alle Menschen in Deutschland frei genug um selber zu entscheiden ob und wie weit sie sich entfalten wollen?



      Woran wollen sie festmachen wann ein Horizont "weit" ist?

    • @Insieme:

      Darum gibt es j a auch die Möglichkeit in einem Ehrenamt, etwas für die Gesellschaft zu bewirken.



      Im übrigen, wo wären junge Menschen wohl, wenn sie bei ihrer Entwicklung nicht durch Erwachsene unterstützt und gefördert worden wären ?

  • Der Inhalt alter Schläuche wird nicht besser, wenn man ihm neue Namen gibt.



    Warum nicht gleich "Friedensdienst"? Hört sich doch viel besser an als ...

  • Erstaunt stelle ich fest, dass es durchaus Menschen gibt, die sich für die Idee erwärmen können. Dabei ist sie, wie so oft, nicht wirklich durchdacht.

    Besonders bei Älteren. Wer heute so Mitte 50 und älter ist, war im kalten Krieg jung und fiel unter die Wehrpflicht. Da jeder, der schon einen Dienst geleistet hat, raus ist, sind die Männer schon mal raus. Dazu kommen die Frauen, die etwas ähnliches Abgeleistet haben. Z.B. auch in der Zivilverteidigung der DDR. Von den „Alten“ müssen jetzt also vor allen westdeutsche Hausfrauen ran. Super Plan. Putin zittert schon…

    PS: Ich bin nicht betroffen.

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Sehr viele westdeutsche Hausfrauen waren / sind ehrenamtlich aktiv. Und genau: Die meisten Älteren sind aus der Nummer raus. Trotzdem kommt die Gesammte Gesellschaft ins Grübeln über Gemeinsinn. Der Vorschlag ist gar nicht so schlecht!

  • Hmmm...das dürfte vor allem die Fachanwälte für Verwaltungsrecht freuen.Diejenigen, die in Pistorius Modell gezogen werden fragen sich zurecht: warum ich und nicht alle? Es dürfte Klagen hageln.



    Nur eine Kleinigkeit am Rande: wozu eigentlich soll eine Wehrpflichtarmee gut sein, mal abgesehen, dass die Außenwelt hin und wieder Einblick in den Mikrokosmos Bundeswehr erhält? Wären heutzutage nicht Drohnen usw. die passende Antwort auf aggressive Russen?

    • @Bambus05:

      "Wären heutzutage nicht Drohnen usw. die passende Antwort auf aggressive Russen?" Sie brauchen vorallem Soldaten um die ganze Front abzudecken sonst passiert das Russische Spezialeinheiten durch die Reihen schlüpfen und hinter der Front Dronenpiloten massakrieren. Wie es der Ukraine immer wieder passiert. Man braucht Spezialisten im Krieg aber man braucht auch einfach Massen an warmen Körpern um die Schützengräben zu füllen.

    • @Bambus05:

      Und wer steuert dann die Drohnen.



      Weder die Bundeswehr noch eine andere moderne Armee benötigt 100000 schlecht bis mittelmäßig ausgebildete Soldaten, sondern eher 100000 gut ausgebildete Spezialisten, welche im Notfall auch mit dem Gewehr im Schützengraben kämpfen könnten, aber in der Regel Drohnen und intelligente Waffensysteme bedienen und auch reparieren können. Um diese Kräfte zu gewinnen und langfristig zu binden sollte der Verdienst aber auch entsprechend angehoben werden. Mindestens auf das Niveau eines Diplom-Ingenieurs oder Arztes. Und natürlich flexiblere Arbeitszeitmodelle, zumindest im Frieden.

      • @Oleg Fedotov:

        "...Armee benötigt 100000 schlecht bis mittelmäßig ausgebildete Soldaten, sondern eher 100000 gut ausgebildete Spezialisten"



        Und wenn's die nicht gibt?



        Man nimmt halt was man kriegt...

      • @Oleg Fedotov:

        Zum Glück lehrt uns der Krieg in der Ukraine nicht, dass es an langen Fronten nicht ohne viele Soldaten geht 😉

      • @Oleg Fedotov:

        Ne' gute KI macht datt schon, mit den Drohnen...

    • @Bambus05:

      Die Idee hinter einer Wehrpflichtarmee war mal, dass sie stärker in der Gesellschaft verankert ist und sich nicht so leicht zum "Staat im Staat" entwickeln würde. Dabei spielten u. a. die Erfahrungen mit der Reichswehr in der Weimarer Republik eine Rolle.

      • @Anders Heister:

        Die Idee hinter einer Wehrpflichtarmee ist es im Kriegsfall die notwendige Masse schnell zu haben. Das die Armee in der Gesellschaft verankert werden muss ist eher so eine deutsche Sache.

  • Der Pflicht-Freiheits-Dienst für dein doitsches Vaterland bzw. Mutterland soll also mehrere Wahlstränge beinhalten.

    Als da wären: die klassische Kriegstüchtigkeit nach Professor Dr. Pistorius, dann verschiedene Betreuungstätigkeiten am Volkskörper, wie z.B. ehrenamtlicher Fußballtrainer und womöglich auch die Teilnahme am Brücken- und Autobahnbau.

    Soweit die Vorschläge olivgrün gekleideter Bayern-Grüner unter dem Applaus begeisterter, sich kaum einkriegen könnender SPD-Genoss:innen (inklusive Onkel Bundespräsident) und das Ganze von tief unten aus der Mottenkiste deutscher Geschichte hervorgekramt, halt nur frisch angestrichen und mit modernem "Wording" an den Mann und an die Frau gebracht.

    Die Zeitenwende um 360° als Rolle rückwärts schreitet voran.

    Ham'se schon jedient?

    • @Uns Uwe:

      Tja, kommt alles wieder.

      Nachdem der Pazifismus keine praktischen Antworten gefunden hat und nur ein diffuses "Diplomatie!" erklang, wird wieder klassisch reagiert.

      War 'ne schöne Zeit.

      Warten wir mal ab, was noch so kommt.

    • @Uns Uwe:

      Volle Zustimmung!

  • Ich finde, dass der Vorschlag der Grünen die einzig gerechte Option ist, wenn man über einen Pflichtdienst nachdenkt. Eben weil nicht die oberen Alterskohorten über eine Zumutung befinden, die nur die jungen und männlichen Bürger betreffen. Wenn eine Mehrheit über Freiheitseinschränkungen einer Minderheit befindet, geht immer etwas schief.

    Und dass die SPD hier nur Männer verpflichten will, geht heutzutage garnicht mehr. Ich weiß, dass es so im Grundgesetz steht, aber das ändert nichts daran, dass es diskriminierend und nur die andere Seite des Paternalismus ist.

    Und jetzt komme mir niemand mit Geburten oder Carearbeit. Für diese gibt es zum einen keine Pflicht und zum anderen könnte man ja eine solche daraus ableitet, dass Frauen mit der Ausnahme von der Wehrpflicht der Gesellschaft genau die schulden würden.

    • @Henne Solo:

      "Eben weil nicht die oberen Alterskohorten über eine Zumutung befinden, die nur die jungen und männlichen Bürger betreffen."

      Die Alten haben schon gedient 😉

  • Als Lehrkraft mittlerern Alters kann ich nach einigen Jahren Berufserfahrung sagen:

    Ja, es würde auf vielen Ebenen gut tun!

    Auch ich habe damals, als ich jung war, den Wehrdienst abgelehnt und die Wirtschaftsfolgen angeprangert. Nach nun fast 15 Jahren müssen wir aber festhalten:

    - die BW auf freiwilliger Basis funktoniert nicht. Sie ist allein auf eigener Rekrutierung kein attraktiver Arbeitgeber und dann bekommt man nur "Reste" als Bewerber.

    - die Einstellung von Jungen Leuten zum Staat und zur Gesellschaft hat sich (negativ) verändert. Von einem "wir uns für uns" gehts jetzt den jungen Leuten oder nur um "ich und für mich"

    - die Reife der Jungen Menschen hätte evtl. noch ein Jahr Puffer und könnte durch einen Blick in die Arbeitswelt verbessert werden. Auch die Selbstwirksamkeit und positiven Rückmeldungen durch eine Tätigkeit hätte (hoffentlich) einen positiven Effekt auf junge Menschen.

    Daher plädiere ich für das Modell, dass ALLE jungen Menschen einen Dienst leisten und somit auch Lücken geschlossen werden können. Es sollte allerdings ein Wahlmodell sein zwischen Zivildienst und BW. Den Personalbedarf/Kapazitäten der BW könnte man mit Zeitmodellen variiren.

    • @DrSchlaumeierxy:

      Guten Tag, Dr. Schlaumeierxy.



      Lehrkräfte mittleren Alters, die Menschen als Reste bezeichnen, sollten eine andere Erwerbstätigkeit in Erwägung ziehen. Da helfen die Anführungszeichen auch nicht mehr.

    • @DrSchlaumeierxy:

      Sehe ich genauso. Im Studium würde etwas lebenspraktische Erfahrung ebenso einige Ehrenrunden ersparen...

  • Den Vorschlag könnte ich eher akzeptieren als wenn wir nur Männer gezwungen würden, wir es die Union plant.

  • Da erwacht der alte Traum eines/r jeden PolitikerInnen mit dem „Willen zur Gestaltungsmacht“: die gesamte Gesellschaft in einer einzigen (nationalen?) Bewegung zu sammeln und zu steuern. Demnächst dann also „Bund feier Mädel“, „Freie Jugend“, „Freie Frauenschaft“, „Freier Arbeitsdienst“ usw.

    Dann vielleicht doch lieber gleich AfD, Putin oder Musk?

    Oder wir versuchen es mal mit ganzheitlicher Bildung … und schicken PolitikerInnen mit dem „Willen zur Gestaltungsmacht“ zurück auf die Schulbänke. Lehrfächer: Denken, Ethik und Geschichte.

    • @DemokratischeZelleEins:

      Da möchte ich mich doch Ihren guten Gedanken gleich anschließen.

  • „Freiheitsdienst“

    Klingt ein wenig nach Freedom fries 😁

  • Bei allen Diskussionen um Freiwilligkeit ist die Compliance der Schlüssel zum Erfolg.



    Zum "Dienst an der Waffe" sind diesbezüglich Zweifel am Erreichen der Zielzahlen und Quoten angebracht.



    /



    youtu.be/s-ACsPFjn...i=neKLhKB6xEDRgujC



    /



    Offensichtlich ist auch ein Buch diesbezüglich auf Kurs Richtung Bestseller in der Zielgruppe:



    "In seinem Buch "Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde" argumentiert der Autor Ole Nymoen gegen "Kriegstüchtigkeit", Militarismus und eine unterkomplexe Freund-Feind-Logik. Das bringt ihm aktuell viel Kritik ein. Eine Buchkritik."



    Quelle br.de



    Auch sog. "aufgeklärter Pazifismus" ist eine Variante des Denkens.



    Olaf Müller schrieb zu Pazifismus "Eine Verteidigung" und "Eine pragmatische Sicht".



    Vielen Älteren erscheint die Debatte wie ein Déjà-vu.

    • @Martin Rees:

      Vorallem, so ganz neu ist die Idee von Kathi & Flori ja nun nicht. Bei uns in Niedersachsen dürfen junge Menschen im Alter von nindestens 15 Jahren bis maximal 26 Jahren ein FSJ - Freiwilliges soziales Jahr - absolvieren.



      Von Krankenhaus bis Jugendhilfe sind da ganz vielfältige Möglichkeiten gegeben. Die Betonung liegt hierbei auf Freiwillig. Also ein Appell an die Eigenverantwortung, die bei mündigen Bürgern, durchaus schon gegeben sein dürfte. Zudem für alle anderen Erwachsen gibt es die Möglichkeit sich im Ehrenamt für die Gesellschaft einzubringen.

  • Irgendwie typisch Deutschland. Hier gibt es so lange ein Motivationsproblem in der Gesellschaft bis es ein Zwangsproblem gibt.

  • Oh Göttin, die Grünen aus Bayern wollten nicht total in Vergessenheit geraten?

    ... gilt das dann ab sofort für alle, also auch für alle aktuellen Berufspolitiker? Finde, die sollten zuerst gezogen werden.

    Bekomme ich in der Zeit mein derzeitiges Gehalt? Wenn nicht, wie ernähre ich meine Kinder? Wer bringt hier im Norden zur Schule, wenn ich irgendwo in Bayern diene? Wie zahle ich meine Hypothek weiter? Was ist mit Renten-Verdienstausfall?

    Wer macht meinen systemrelevanten Job weiter, in dem Fachkräftemangel herrscht? Ach, der herrscht überall? Ja, das verbessert genau was?

  • Mir gefällt das abschätzige Framing dieses Artikels nicht.



    Ich habe 15 Monate Grundwehrdienst und danach 4 Wehrübungen während des Studiums absolviert. Alles "Zwangsdienst". Im Fulda Gap, es war ja noch Kalter Krieg. Nicht schön, aber es geht.



    Was damals ging wird auch in Zukunft gehen müssen. Jedenfalls, wenn man es, anders als die Linke und ihre fans in der taz-Redaktion, mit der europäischen Selbstbehauptung gegen russischen und USamerikanischen Imperialismus ernst meint.



    Bei der Klimakrise sind sich alle einig, dass man sie nur eindämmen können wird, wenn wir unsern konsumistischen Lebensstil ändern und Einschränkungen in Kauf nehmen. Warum soll das nur dort richtig sein, bei der Verteidigung aber nicht?



    Die Zeitenwende kann nicht nur im Bundeshaushalt, sie muss v.a. im Kopf stattfinden. Als Mentalitätswechsel. Sonst wird die demokratische Kultur und die geistige Zivilität unserer Republik nicht gegen den brutalen Egoismus der Antidemokraten, der Libertären und der Feigen bestehen können. Dafür müssen wir alle deutlich mehr tun als bisher, und , ja auch: persönliche Opfer bringen.

    • @Dieter Söngen:

      Na ja, bei der Klimakrise sind sich eben nicht alle einig (wir beiden vielleicht noch). Eine Mehrheit der Bevölkerung möchte faktisch keine an den Klimawandel angepasste Veränderung ihres Lebensstils und Konsumverhaltens hinnehmen.



      Beim Verteidigungswillen der deutschen Bevölkerung vermute ich ein ganz ähnliches Bild. Aber soll man sie dafür schelten? Feigheit, Defätismus, der unbedingte Wille zum (eigenen) Überleben (ein sehr gesunder Impuls) oder bloß die Lektion aus zwei Weltkriegen (endlich mal) gelernt, wenn massenhaft die Waffen weggeschmissen werden, sobald der Russe die Oder überschreitet?



      Ich weiß es nicht, sehe mich - gerade angesichts des heiklen Themas Desertation - auch außerstande, mir ein definitives moralisches Urteil in die eine oder andere Richtung zu bilden.

      • @Abdurchdiemitte:

        "Na ja, bei der Klimakrise sind sich eben nicht alle einig (wir beiden vielleicht noch). Eine Mehrheit der Bevölkerung möchte faktisch keine an den Klimawandel angepasste Veränderung ihres Lebensstils und Konsumverhaltens hinnehmen."

        Da die Mehrheit nicht reich ist kann man doch nachvollziehen das man sich nicht einschränken möchte während die welche Geld haben weiterhin unbehelligt ein Vielfaches der Eigenen Emission produzieren weil sie es sich leisten können.

      • @Abdurchdiemitte:

        Der "unbedingte Wille zum eigenen Überleben" hat in Butscha auch nicht gereicht.

        Wenn "der Russe" die Oder überschreitet, hilft in diesem Fall nur, schneller über dem Rhein zu sein als er...

  • Früher gab's mal einen Zivildienst, 18 Monate, verpflichtend, oder zwangsweise wie im Artikel so fein suggestiv stimmungsmachend formuliert. War nicht schlecht als Alternative zur Bundeswehr. Finde auch gut, dass es für alle Bewohner Deutschlands gelten soll und man denn Dienst über Jahre verteilt ableisten kann.

  • Ich wär ja gerne bereit mir grundsätzlich über so etwas Gedanken zu machen, aber wenn die Begrifflichkeit Freiheitsdienst fällt, dann bin ich direkt raus. Bitte beim Framing aufpassen, das gilt auch für Grüne.



    So an Schmarrn.

  • Geht's noch etwas bekloppter??

  • Nur gegen ordentliche Bezahlung! Ich schlage 8000€ brutto/Monat vor.

  • Und da steht gar nicht im Artikel, ob ein 6-monatiger Gefängnisaufenthalt wegen der Weigerung, den Zwangsdienst mitzumachen, als andere Form des Freiheitsdienstes anerkannt wird.

    • @Brombeertee:

      Nach Ablauf des Gefängnisaufenthalt wegen Weigerung muss trotzdem der Zwangsdienst abgeleistet werden.



      Zur Not mit Zwang...

  • Ja, es soll auch Grüne geben, die noch selbstständig Ideen entwickeln.



    Kann man/ frau diskutieren.



    Interessant, der Zwangsdienst, wie er hier oft genannt wird Er soll ja nach der "Zwangsverschulung" und vor dem "Steuerzahlzwang" liegen, der gemeinsamen mit dem "Rentenzahlzwang" und dem "Arbeitslosengeldzahlzwang" einher geht .



    Wäre doch viel besser, man spart sich das Alles und steht bei Arbeitslosigkeit und im Alter ohne Geld da . trump findet das auch gut und hält wenig von der kommunistischen Krankenversicherung.



    Ich hingegen habe beim "Zwangsdienst" nicht gelitten und glaube, dass es ein Weg wäre gesellschaftlich wieder zusammen zu finden.



    Ja, auch bei der Bundeswehr, in der Deutsche jeder Couleur zusammen kämen und lernen müssten, zusammen zu halten.



    Gemeinsame Arbeit schafft nicht nur Werte, sondern ist auch ein Wert an sich.



    Wenn wir statt Gräben, wieder mal Brücken bauen wollen, sollten wir das gemeinsam tun.



    Die Ahrtalflut hat gezeigt, dass Menschen zur Mitarbeit bereit sind. 2015 und 2022 war es genauso. Nichts spricht dagegen, den Schritt ins Erwachsenleben mit einem Dienst an der Gesellschaft zu beginnen.



    Die Demokratie steht unter Druck .Wir sollten sie verteidigen.

  • "Freiheitsdienst" Grün Orwellsches Neusprech. Ich dachte bei den Grünen alles erlebt zu haben. Verkehrt: Es geht noch schlimmer...

    • @Philippe Ressing:

      Neusprech?

      Wenn Putin seine Europapläne fortführt, wird es genau das:



      ein Kampf gegen die Eroberung durch einen faschistischen, imperialistischen Diktator.

      Da geht es leider wirklich ganz konkret um Freiheit.

      Die Grünen gehen mit der Zeit.

      Ist ja nicht von Vorneherein verkehrt.

      So zu tun, als wäre die Welt in Ordnung, hilft auch nicht.

  • Echt? Ein verpflichtender "Freiheitsdienst"?

    Das ist Realsatire und zeigt, daß die Grünen null Ahnung von Freiheit haben.

  • 23 Monate FWDL und 20 Jahre tätig in der Kinder- und Jugendhilfe. Ich leistete und leiste meinen Beitrag.

    • @Stein der Zweite:

      Danke dafür!

  • So einen 'Freiheitsdienst' oder die anderen freiwilligen Dienste muss man/frau sich finanziell auch leisten können. 6 Monate mit einem Taschengeld auszukommen, kann nicht jede/r stemmen.

    • @Felis:

      Wäre noch die Frage, was in den 6 Monaten aus Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträgen wird.

      • @Fossibaerin:

        Kann man alles regeln. Bis vor einigen Jahren gab es verpflichtenden Wehr-und Zivildienst. Das war auch sinnvoll geregelt.

  • Wer schon Wehr- oder Ersatzdienst geleistet hatte, wird laut Vorschlag nicht verpflichtet. Könnte auf Mütter erweitert werden.

  • Ich fände es gut, einen Dienst bei der Bundeswehr für zum Beispiel 15 Monate mit der Zusage eines Studienfaches der Wahl an einer Uni der Wahl unabhängig vom NC verknüpfen.

    • @Golzi:

      Oder die Hochschulzugangsberechtigung an den Wehrdienst knüpfen wie in der DDR...

  • "Gelten soll die Pflicht „für alle mit festem Aufenthalt in Deutschland, unabhängig von Staatsbürgerschaft oder Geschlecht“."



    Gleiche Rechte bringen gleiche Pflichten mit sich, sehr gut👍



    Es muss nur lückenlos sein - vom Prinz über den Kanzler bis zum Arbeitslosen - jede/r muss ran.



    Kein Freikaufen, kein Ausmustern - wieder mehr Gleichheit wagen um die vertikalen und horizontalen Parallelgesellschaften und Bubbles mal wieder ein bisschen zu durchmischen

    • @Farang:

      Gleiche Rechte, gleiche Pflichten - also auch für Leute, die keine dt. Staabü haben? Wählen nein, Dienen ja?

      • @Earl Offa:

        Auch ohne Wahl profitiert man von der Gesellschaft.

        Sonst wären die Leute ja nicht hier.

        Wer 5 Jahre dient, kriegt die deutsche Staatsbürgerschaft.

        So verfährt Frankreich.

        • @rero:

          Als die Regelung in Frankreich entstand, hieß das noch: "Wer fünf Jahre überlebt... "

  • Ich habe gut gewählt. DANKE!

  • Kathi & Flori können doch Freiwilligendienst leisten soviel sie wollen. Irritierend und befremdlich empfinde ich immer dieses, anderen Menschen etwas vorschreiben zu möchten.

  • Nirgends blüht die Satire wie in Bayern. Aber was haben die Grünen damit zu tun 🤔

    • @moonwatcher:

      Schwarzer Humor färbt halt ab......

  • "Schon jetzt wollten viele einen Freiwilligendienst ableisten, der ihnen jedoch verwehrt bleibe, weil es zum einen nicht genug Plätze gebe und zum anderen viel zu wenig dafür gezahlt werde."



    Tja, deshalb ist es ja ein Freiwilligendienst, nicht Lohnarbeit...



    Im Ergebnis sind das alles Quatschvorschläge, da die Anzahl arbeitswilliger Menschen insgesamt zu klein ist, um unseren Wohlstand zu erhalten. Wenn man da welche für die Bundeswehr oder Freiwilligendienste abwirbt oder verpflichtet, dann fehlen sie anderswo.

  • Immer wieder herrlich, diese Ideen.



    Wenn dieser "Freiheitsdienst" wirklich käme, wäre es für interessant zu sehen, wie Patriot:innen wie zum Beispiel Fipsi Amthor es schaffen, sich davor zu drücken.

    • @Nansen:

      Man kann das ja ausreizen:

      Kein Bundestagsmandat ohne Freiheitsdienst.

      Keinen Ministerposten ohne Freiheitsdienst.

      Da wäre vieles denkbar, um die kleinen Amthors einzubinden.

      • @rero:

        Sie glauben, dass sich Personal, welches sich an Gesetzen wie dem Informationsfreiheitsgesetz stört, "einbinden" lässt?



        Ich fürchte, Sie sind diesbezüglich naiv.



        Kollege Amthor hätte bestimmt kreative Ideen, was Gemeinnützigkeit bedeutet. Beispielsweise Hundeführer im Jagdverein. Den Jagdschein hat er ja, wie man seit Krömer weiß. 😁

  • Wie wäre es wenn man auch Flüchtlinge und Emmigrant*innen für die Bundeswehr anwerben würde. Man könnte ihnen eine gute Berufsausbildung und die deutsche Staatsbürgerschaft anbieten als Gegenleiszung. Alle würden profitieren, wir hätten genug Soldat*innen und gute Fachkräfte für dir Zeit nach den Wehtdienst. Die Bundeswehr selbst hätte zumindest ein kleineres Rechtsradikalen Problem und ein demokratisches freies Deutschland mehr loyale Staatsbürger. Eine Wehrpflichz würde es selbstverständlich für niemanden brauchen.

    • @Michael Darchinger:

      Um anderen, potentiell feindseligen Staaten noch besseren Zugriff auf unsere Sicherheitsarchitektur zu geben?

    • @Michael Darchinger:

      Super Idee /s

    • @Michael Darchinger:

      Eine gute Idee, die sich nur niemand hier traut anzusprechen.

      Frankreich hat damit seit langer Zeit gute Erfahrungen gemacht.

      • @rero:

        Söldner ohne Verbindung zur Bevölkerung sind zwar leicht zu handhaben (So lange man sie bezahlt), aber überhaupt keine gute Idee.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Warum ? Was spricht dagegen ? Eine Berufsarmee ist auch nix anderes.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Sieht man in Frankreich deutlich anders.

          Gibt oft loyale Staatsbürger.

  • Einen Zwangsdienst Freiheitsdienst zu nennen, darauf muss man ja auch erst ma lkommen.

    • @Stefan Muck:

      Sowas lernen die Studierenden an der George-Orwell-Universität.

    • @Stefan Muck:

      Da könns'e mal sehen - ganz schön viel Grips , unsere Kathi und ihr Flori...laaaach 🤣😅🤣

    • @Stefan Muck:

      Ist denn Wehrpflicht kein Zwangsdienst? Wennschon Zwang, dann gleicher Zwang für alle! So wie bei der Schulpflicht halt.

    • @Stefan Muck:

      Ist nun wirklich keine neue Idee. Auch die Wehrpflicht in der BRD im kalten Krieg war ein Zwangsdienst, der offiziell den Anstrich hatte, Demokratie und Freiheit zu verteidigen. Und in der Deutschen "Demokratischen" Republik wurde formal ähnlich argumentiert, nur halt unter einer linken Flagge. Geschichte hat die blöde Angewohnheit, sich zu wiederholen, weil wahrhaft neue Ideen nur sehr selten gedacht werden.

      • @Winnetaz:

        "Auch die Wehrpflicht in der BRD im kalten Krieg war ein Zwangsdienst, der offiziell den Anstrich hatte, Demokratie und Freiheit zu verteidigen."



        Ich bin neugierig. Der wirkliche Zweck hinter dem perfiden Anstrich war...?

    • @Stefan Muck:

      Warum auch nicht? Schließlich sind Schulden ja auch Sondervermögen.

  • Grundsätzlich eine gute Idee sollte aber 12 Monate dauern.

    • @Machiavelli:

      Besonders für die Rentner...

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Rentnerinnen. Die Männer haben ja meist den einen oder anderen Dienst geleistet.

        • @Chris McZott:

          "Rentnerinnen. Die Männer haben ja meist den einen oder anderen Dienst geleistet."



          Passt doch. Frauen haben ja auch eine längere Lebenserwartung.