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UNICEF-Studie zum KinderwohlMathe und Deutsch? Kein Problem für Deutschlands reiche Kids

Wer gute Noten kriegt, hängt meist am Einkommen der Eltern. In anderen Ländern ist Gesundheit und Glück viel weniger eine Sache des Geldes.

V or zehn Jahren schon zeichnete sich ab, dass für Kinder hierzulande nicht alles so prima läuft. An der Grundschule meines Sohnes, bürgerlicher Berliner Stadtbezirk, wurden die Toiletten gesperrt. Engagierte Eltern hatten die Hygieneaufsicht benachrichtigt. Aufgrund von Sparauflagen wurde die komplette Schule nämlich von einer einzigen Frau geputzt. Und so sah es auch aus.

Dann kam Corona. Fast anderthalb Jahre verbrachte mein Teenager überwiegend zu Hause. Viel gelernt hat er nicht in dieser Zeit. Doch es gab Hilfsangebote. Also eins, um genau zu sein. Fünf Tage freiwilliges „Aufholprogramm“ in den Winterferien. Erstaunlicherweise hatte mein 16-Jähriger andere Ferienpläne. Und dann wurde über die Coronalücken einfach nie wieder gesprochen.

Die in diesen Tagen vorgestellte internationale Unicef-Vergleichsstudie zum Wohlbefinden von Kindern zeigt, dass unsere Probleme damals Peanuts waren im Vergleich zu dem, was andere Kinder im reichen Deutschland erleben. Denn unser Land belegt Platz 25 – von insgesamt 37 bewerteten Ländern. Einmal mehr erfahren wir, dass das Wohlergehen eines Kindes in Deutschland vor allem vom Einkommen der Eltern abhängt.

Wir müssen uns nur ordentlich anstrengen, dann wird’s schon werden

Ganze 60 Prozent der 15-Jährigen erreichen die Mindestkompetenz in Lesen und Mathematik. Bei reichen Kindern kümmern sich wohl die Eltern, schicken den Nachwuchs auf Privatschulen und finanzieren, wenn nötig, Nachhilfeunterricht. Wozu also – wird sich Friedrich Merz denken – sollte man das Kindeswohl zur Chefsache machen?

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Warum im sozialen Bereich sparen?

Nicht nur Mathe und Deutsch sind für viele ärmere Kinder schwierig. Mehr als die Hälfte ist auch in keiner guten körperlichen Verfassung. Ähnlich ist es um ihren seelischen Zustand bestellt. Warum dann nicht auch im sozialen Bereich sparen? So wird jetzt zum Beispiel die größte Kindersuchtklinik geschlossen.

Der Kanzler setzt auf Eigenverantwortung und Investition der Eltern in den eigenen Wohlstand. Denn reiche Kinder sind in Deutschland gesünder und zufriedener. Wir müssen uns also nur ordentlich anstrengen, 40 Stunden arbeiten, erst mit 70 in Rente gehen und natürlich mehr verdienen. Und dann geht’s sicher auch den Kindern hierzulande endlich besser. Mit der aktuellen Bundesregierung sind wir da auf einem guten Weg.

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Gaby Coldewey

Gaby Coldewey Redakteurin

Redakteurin in der Auslandsredaktion. Bei der taz in unterschiedlichen Positionen seit 2009. Studium der Slawistik, Politologie und Ost- und Südosteuropäischen Geschichte in Berlin, Prag und Odessa. Übersetzt aus dem Ukrainischen und Russischen. Schreibt immer mal wieder "Berliner Szenen".
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95 Kommentare

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  • Die Trends sind doch in der gesamten OECD deutlich sinkend. www.oecd.org/en/pu...i_53f23881-en.html



    Deutschland ist da im breiten Mittelfeld, wo ein paar Punkte weniger gleich einige Plätze weiter unten bedeuten. Vor allem Länder mit eher homogenen Bevölkerungen oder Englisch als Hauptsprache sind dort noch oben dabei. Was sagt uns das?



    Die große Herausforderung ist der stark gestiegene Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund, OECD weit.

  • Es ist doch der typische deutsche Irrsinn zu glauben, man könnte alle Probleme mit Geld zuschütten.



    Ich komme aus einer Mittelschichtfamilie. Mutter Lehrerin, Vater Techniker mit Einmal Büro zu Hause. Es wurde immer auf ausgewogene und reichhaltige Ernährung geachtet. Papa hat gut und gerne gekocht.



    Das habe ich auch so übernommen.



    Wer ohne einen solchen Hintergrund gross wird, wird vermutlich keinen Salat, kein Obst, kein frisches Gemüse und auch sonst kein gutes Essen vermissen.



    Zu Geld gekommen, gibt es dann eher ein blattgoldbelegtes Steak im Nobelrestaurant als ein mit frischen Früchten selbst zubereitetes (ungezuckertes) Müsli zum Frühstück.



    Natürlich muss man sich frisches Obst und Joghurt und Getreide Flocken leisten können - aber Piercings, Tattoos und Zigaretten sind auch nicht gerade umsonst.

    So gesehen würde ich eher hochwertiges und gesundes Schliessen subventionieren statt einfach nur Geld zu verteilen.

    • @Carsten S.:

      ich muss meine "Fehlerkorrektur" korrigieren:



      Einmannbüro statt Einmalbüro



      Schulessen statt Schliessen

  • Nachhilfe in diversen Fächern, Legasthenieförderung und Verhaltenstherapie können über BuT-Scheine, das Jugendamt oder die KK abgerechnet werden. Die Angebote sind für Eltern, die Sozialleistungen oder ergänzende Sozialleistungen erhalten, kostenlos. Wir können dies lediglich dringend empfehlen – die Eltern müssen sich dazu bereit erklären. Leider scheitert es auch an der Bequemlichkeit oder am Unvermögen der Eltern.

  • Neben Allgemeinwissen, mehr die individuellen Talente und Interessen fördern, dazu mussen mehr unterschiedliche Angebote in den Schulen gemacht werden, um diese zu entdecken und weiterentwickeln/ fördern zu können. Wer sich für etwas interessiert, lernt leichter - mit Begeisterung schon fast wie von selbst.



    Beste Beispiele, wie steht es bei Kindern & Jugendlichen mit dem Wissen um Fußball oder bei ihren Stars & Sternchen...



    Nicht nur für die Intressen der Regierung lernen müssen, sonder auch für die eigene Entwicklung und selbständiges & kritisches Denken.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Ist das ein Plädoyer neben dem Fach "Glück" auch noch Wahlfächer zu Fussballwissen und Stars&Sternchen einzuführen?

      Klar, mit Spass lernt es sich leichter (zB alle Dinonamen bei Vorschulkindern). Die Anzahl der Spassfächer ist aber begrenzt, schon aus Kinderperspektive. Jede Menge Lehrerinnen und Lehrer versuchen den Spass zu erhalten, vom Schreibenlernen bis zur Mathematik. Und wenn es mal nicht so klappt, dann muss Spass daran haben, den Hebel zu entdecken, wie man trotzdem eine gute Note bekommen kann. Das geht in vielen Fällen mit einem gewissen, überschaubaren Aufwand! Nur oft kommt diese Erkenntnis als Selbsterkenntnis zu spät, vorher sind leider Anleitungen nötig, die aber oft auf taube Ohren stossen (wer kennt das nicht?).

  • Wenn Eltern Interesse an der Bildung ihrer Kinder haben, funktioniert das auch ohne viel Geld. Auch wenn man selbst kaum der deutschen Sprache mächtig ist oder keinen Schulabschluss hat, kann man dafür sorgen, dass das Kind morgens pünktlich aufsteht, ein Frühstück bekommt, pünktlich zur Schule geht, die Hausaufgaben macht, seine Schulsachen in Ordnung hält etc. Solche basics kann kein staatliches Geld ersetzen.

  • In unserem gutbürgerlichen Bekanntenkreis ( ihrer Ansicht nach spiessig ) werden die Kinder sozialisiert und Motivation nahe gebracht. Das ist keine Geldfrage sondern Zuwendung zu den Kindern. Ich versuche ehrenamtlich Jugendlichen in der Ausbildung zu helfen, ca 50% die es nötig hätten, interessieren sich nicht.

  • Mehr Geld hilft auch nur dort, wo es am Geld scheitert.



    Mir hat es immer Spass gemacht, meinen Nachbarskindern (mit alleinerziehenden Müttern) unentgeltlich Nachhilfe in Mathe, Physik oder Chemie zu geben. Es war mir eine Ehre und eine Freude.



    Die Kinder haben es alle zu etwas gebracht.

    • @Carsten S.:

      Eh lieb, aber Mildtätigkeit und Freiwilligkeit verzögert eben auch gesetzliche Regelungen und notwendige Reformen.

      • @derzwerg:

        Wenn wir alles vom Staat erwarten, können wir die Gesellschaft bald vergessen.



        Für mich heisst Zivilgesellschaft, dass jeder das nötige und mögliche tut, statt die Hände in den Schoss zu legen und zu sagen:" Lieber Staat, mach .."

  • "reiche Kinder sind in Deutschland gesünder und zufriedener. Wir müssen uns also nur ordentlich anstrengen, 40 Stunden arbeiten, erst mit 70 in Rente gehen und natürlich mehr verdienen. Und dann geht’s sicher auch den Kindern hierzulande endlich besser."



    Auch wenn das Fazit im Artikel sarkastisch gemeint ist, steckt da doch viel Wahres drin.



    Dafür muss man Gesundheit und Zufriedenheit trennen. Natürlich schafft Gesundheit auch Zufriedenheit, ansonsten aber gilt: Zufriedenheit kann man sich kaufen, Gesundheit nur sehr bedingt.



    Denn Geld allein macht weder schlank noch motiviert es zur Bewegung. Aber gebildete Eltern achten mehr auf die Ernährung und auf Sport, kurzum leben gesünder und bewusster - und das macht einen gewaltigen Unterschied.



    Ernährung kostet Geld, keine Frage, aber saisonales Obst und Gemüse ist im Kilopreis IMMER günstiger als Cola oder Süßigkeiten jeglicher Couleur.



    Und auch Sport ist ohne Geld problemlos möglich - Fußball oder einfach über den Spielplatz toben erlaubt jedes Budget.



    Reich gegen Arm ist ein Alibivorwand.



    Sich "ordentlich anstrengen" ist sicherlich kein Nachteil - weder für einen selbst noch seine Kinder.

    • @Astrid Sehnefeld:

      Das funktioniert in der Regel (also eigentlich immer) nur, wenn entsprechende Ressourcen vorhanden sind. Ausreichender Reichtum liegt nicht unbedingt in Geld vor, ist aber für eine gut geförderte Kindheit unabdingbar. Und wer kann schon geben, wenn nicht diejenigen, die haben?

    • @Astrid Sehnefeld:

      Einen Satz möchte ich ergänzen. All die Tugenden, die Sie aufzählen, sind eine gute Grundlage es auch zu etwas Wohlstand (nicht unbedingt Reichtum) zu bringen. Während Kinder, denen kein Durchhaltevermögen, keine Geduld entwickeln und denen ihre Neugier als nervig abtrainiert wird, mit hoher Wahrscheinlichkeit a) arm bleiben werden und b) auch nicht in der Lage, ihren Kindern etwas anderes zu vermitteln als sie gelernt haben.

      Das muss von außen kommen.

  • Egal ob die Eltern gut verdienen oder Bürgergeld bekommen, sie müssen sich täglich um ihre Kinder kümmern. Ich kenne gut verdienende Eltern, die beide in anspruchsvollen Jobs arbeiten, die Kinder gehen in die normale Grundschule, die Großeltern wohnen weiter weg und trotzdem klappt es, ohne Kindermädchen etc. Sie müssen das eben jeden Tag organisieren und das ist nicht einfach, aber sie kriegen es hin, sogar noch mit vorlesen.



    Eltern müssen sich auch für ihre Kinder engagieren, egal mit welchem Einkommen, dann klappt es auch.

    • @Filou:

      Jaja, die Eltern aus der Oberschicht geben sich einfach drei- oder viermal so viel Mühe und die Armen lesen nicht mal vor. Daran liegt das.

  • Unsinn, der nicht wahrer wird, nur weil man es oft wiederholt.



    Bildungserfolg hängt vom Bildungserfolg der Eltern ab. Vermögen oder Gehalt sind lediglich korreliert. Das zeigen unzählige Studien aus vielen Ländern, Insbesondere bei armen, gebildeten Migranten wird das deutlich.



    Dass auch das nicht sein sollte und wie man es verändern kann, muss diskutiert werden.

    • @Kasimir_Affe:

      Danke, da ist sehr viel Wahres dran. Wobei einschränkend anzumerken ist, dass Geld im Elternhaus schon zusätzlich hilft und es nicht unbedingt nur der Bildungsgrad des Elternhauses ist als vielmehr der Wunsch sich mit der Bildung der Kinder zu beschäftigen; eben damit sie bessere Chancen haben. Hier in D will man einerseits möglichst wenig von den Eltern verlangen bzw. in deren Autonomie in Bezug auf die Erziehung eingreifen, ist dann aber andererseits empört, wenn der Schulerfolg nicht gleich verteilt ist. Das ist schizophren.

  • „ ES GIBT KEIN WORT FÜR ALLE WÖRTER

    E s gibt kein Wort für das Gefühl, das ein Kind empfindet, wenn e s zum ersten Mal in einer Sprache, die nicht seine erste ist, die eigene Geschichte erzählen darf. In der Geschichte lebt das Kind i n einem Land, in dem seine erste Sprache nur von wenigen gesprochen wird. Auf dem Schulweg begegnen ihm Orks. Und es ist jemand da, der die Geschichte liest und fragt: »Hast du noch eine?«



    Ich war dieses Kind, und es war ein Deutschlehrer, der meinen ersten zaghaften Textversuchen auf Deutsch mit



    jener Frage begegnet ist. Er ermutigte mich, noch mehr zu erzählen und auf Deutsch.“

    aus einer Rede von Saša Stanišić anlässlich der Preisgala MEGAFON 2022



    für Sprachbildung und Sprachförderung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen

  • Ein cTom „Zitat“:



    Kind soll ein Bild der Mutter malen,



    Ergebnis: Ein Blick auf ein Handy, von unten, von ein bisschen überstehender Frisur umrahmt.



    Das ist Realität!



    Die Frage ist nicht mehr, wer noch vorliest, sondern wer überhaupt noch liest.



    Was defekte Toiletten betrifft, dafür sollen nun Gelder aus dem Strukturfonds des Bundes zur Verfügung gestellt werden.



    Geht nicht schnell genug?



    Tja, vor die Arbeit hat der liebe Gott die Planung gesetzt.



    Bei der viel gescholtenen Deutschen Bahn werden in diesem Jahr 27000 Baustellen durchgeführt. Infrastruktur Projekte brauchen naturgemäß Zeit, doch zu behaupten, „es tut sich nichts“ ist natürlich Unsinn.



    Abgesehen davon ist der Zusammenhang zwischen schönen Sanitäranlagen und guten Leistungen in Deutsch und Mathe schwer herzustellen.



    Strukturell bin ich für die Gesamtschule, die es ermöglicht, der*m Schüler*In individuellere Angebote zu machen.



    Dass im Artikel erwähnt wird, der Jugendliche hätte andere Urlaubspläne, als Nachhilfeunterricht, ist wohl eher ein Erziehungsproblem der Eltern.



    Ganztagsschule ist natürlich auch notwendig, machen die anderen Länder längst.



    Gut, dass die Deutschkurse trotz Dobrindt nicht ganz abgeschafft wurden!

    • @Philippo1000:

      "Abgesehen davon ist der Zusammenhang zwischen schönen Sanitäranlagen und guten Leistungen in Deutsch und Mathe schwer herzustellen."

      Ich helfe Ihnen gerne: Wenn man den halben Tag nicht auf Toilette geht, weil die Zustände dort dermaßen ekelerregend sind, schadet das der Konzentration auf Deutsch und Mathe.

      Es ist auch ein Zeichen für die Wertschätzung, die Bildungsanstalten gesellschaftlich zuteil wird und die sich unwillkürlich im Laufe von 10 bis 13 Jahren auch auf die Nutzer auswirken kann.

  • Ich muss der Schreibenden widersprechen. Hochwertige gesunde Ernährung und sich um die Kinder kümmern ist nicht maßgeblich eine Geldfrage, sondern hat etwas mit Fleiss und Wille zu tun. Manche Eltern sind schlichtweg ein bisschen zu faul, sich vernünftig um ihre Kinder zu kümmern und vernünftig zu kochen. Nach mehreren Generationen im Frieden haben es eben auch viele Fleißige schon in der letzten Generation geschafft, etwas mehr Geld und Erfolg zu haben. Es ist quasi eine negative Friedensdividende, dass sich die Leistungs- Gesellschaft immer weiter auseinander entwickelt... bzw sortiert. Deshalb ist es bestimmt sinnvoll, eine Erbschaftssteuer einzuführen und diese Friedensdividende in die Kinder aus prekären Verhältnissen zu investieren, denn sie können ja nichts für ihre Eltern . Sie sind die Opfer.

  • Wenn man genau hinschaut, hängt es eher vom Bildungsniveau der Eltern ab, welches aber auch mit Reichtum korreliert ist. Im Bildungsbürgermilieu wird darauf geachtet, dass die Kinder einen geregelten Tagesablauf haben, Bücher lesen, ein Instrument spielen und pünktlich und gewissenhaft die Hausaufgaben machen, die selbstverständlich kontrolliert werden. Allerdings gibt auch mittlerweile Vernachlässigungstendenzen, wenn beide Eltern ganztags arbeiten, dann wird das Kind eben in die Walldorfschule gesteckt.

  • Merkwürdigwr Artikel, denn gerade im MINT Bereich interessiert sich absolut niemand dafür ob die Eltern Geld haben oder nicht - man muss es einfach können.

    • @Nachtsonne:

      "man muss es einfach können"

      Dass darauf noch niemand gekommen ist. All die verschwendete Zeit. Wozu überhaupt irgendwem mit große Aufwand was beibringen, wenn man einfach können kann?

    • @Nachtsonne:

      Das ist so einfach falsch. Natürlich spielt das Einkommen bzw deren sozioöknomische Status der Eltern eine Rolle, ob die Kinder Karriere machen und bessere Bildungsabschlüsse bekommen. Das ist in der Bildungsforschung längst Konsens und für Deutschland sind diese negativen Effekte seit Jahren bekannt, wie sich eben auch an den Pisaergebnissen zeigt.

      • @Rabenbote:

        Das ist aber auch nicht einfach richtig. ZB gibt es in Schule und Universität genug Lehrende, die eine Beurteilung, Klausur etc, erstellen und absolut nicht wissen, wie der sozioökonomische Status der Eltern ist. (Ok, im Extremfall lernen sie ihn dann über ein Anwaltschreiben kennen). An der Uni gibt es dann auch keine Klassenlehrer mehr und keine Elternsprechtage. Da hängt der Bildungsabschluss für die Karriere an dem Kind.

        • @fly:

          Es geht dabei nicht nur darum dass die Lehrende wissen, wie der soziale Status der Eltern ist, wobei es auch da Untersuchungen gibt, die auf negative Effekte bei der Beurteilung der Leistungen in der Schule haben hindeuten.

          Kinder aus Familien mit niedrigen Einkommen schaffen es von vorne rein systematisch weniger oft aufs Gymnasium geschweige denn an die Unis, als Kinder aus Familien mit hohen Einkommen. Da zeigen sich einfach systematische Unterschiede in den Leistungen, die sich nicht einfach mit unterschiedlichen kognitiven Fähigkeiten erklären lassen.

          Entsprechend... doch es ist absolut richtig dass der sozioökonomische einen erheblichen Einfluss auf die Karriere hat.

        • @fly:

          An der Uni gibt es insgesamt nur sehr wenige Kinder und die aus Nicht-Akademikerhaushalten werden in der Regel vorher aussortiert.

  • Ich denke, das hat sich eh bald erledigt. Sobald die KI über die Schulen drübergerollt ist (und der nächste fortschrittsgläubige Kultusminister kommt bestimmt), können alle wieder gleich wenig. Okay, den reichen Kindern zahlt Papa dann das Anthropic-Abo, die armen müssen die kostenlose Version mit Werbeunterbrechung nutzen.

  • Einigen reicht es, dass kind "besser" als die anderen wäre und an die Tröge kommen wird (glauben sie).



    Mal kurz aus diesem Hamsterrad raus und den Gedanken auf die Füße gestellt: Wie kriegen wir zusammen jedem und jeder das Beste jeweils hin? Wir müssen entgegen aller neoliberaler Gehirnwäsche ja irgendwann doch bestmöglich gemeinsam liefern.



    Wer diesen zielführenden Gedanken stärken möchte, macht die Erb-Tröge und die Spaltung kleiner und den gemeinsamen Topf größer, lernt auch mal von anderen Ländern, schenkt auch Bildung dabei (und nicht nur Ausbildung), ... So kommt die meiste echte Leistung heraus, und die ist ja auch im besten Falle ein Bronn von Kinder- und Erwachsenenglück.

  • An der Grundschule meines Sohnes, bürgerlicher Berliner Stadtbezirk, wurden die Toiletten gesperrt.

    DAS ist doch kein Erfolg! Eine zweite/dritte Putzfrau wäre ein Erfolg, so ist es nur elender sinnloser Aktivismus.



    Pinkeln jetzt die Kinder an einen Baum?

  • Das stimmt so nicht. Wir haben beide studiert und einen autistischen Sohn (Asperger-Syndrom) mit Interesse an Naturwissenschaften und Geschichte, insbesondere dem alten Ägypten. Sicher ermöglichte unser Geldbeutel ihm, Fachliteratur zu kaufen. So eignete er sich autodidakt die altägyptische Sprache samt Nebensprachen, die darin einflossen an, aber einen Schulabschluss hat er nicht. Mit 15 Jahren entwickelte er eine Sozialphobie. Nach vier Schulen, darunter auch eine Privatschule nahmen wir ihn aus dem staatlichen Schulsystem. Wir beide sind seit Ende der 1990er in der beruflichen Aus- und Weiterbildung beschäftigt und arbeiten mit Jugendlichen und Erwachsenen mit und ohne Migrationshintergrund. Stand jetzt 2026 ist das Niveau so schlecht wie noch nie. 98% beherrschen kein Kopfrechnen, selbst bei 10% von irgendetwas greifen 88% zum Taschenrechner. Grammatik und Rechtschreibung sind gruselig. Für das Vermitteln der Lehrstoffes brauche ich immer mehr Zeit, komplexere Lerninhalte werden schnell wieder vergessen. Fazit: Das allgemeinbildende Schulsystem bereitet nicht auf eine Berufsausbildung vor, trotz des Mottos des lebenslangem Lernens.

  • Das Problem ist komplexer. Es fängt bereits bei der frühkindlichen Bildung an. Die sich anschließende öffentliche Schule wird ihrem Bildungsauftrag nur noch bedingt gerecht. (Ich denke, dass kann man trotz unterschiedlicher Lehrpläne in den einzelnen Bundesländern verallgemeinern.) Das bedeutet für Menschen, die Kinder haben, sich frühzeitig ein individuell angepasstes Programm überlegen zu müssen. Sie geraten dann mit der mittlerweile allgemein geltenden Auffassung "reich = klug" aneinander und müssen vehement kämpfen. Da auch kostenfreie Kinder/Bibliotheken zunehmend zu Spaßräumen degradiert wurden, ist es schwierig, Kindern Wissen und Haltung mit Hilfe des öffentlichen Raums zu vermitteln. Als armer Mensch steht man dann zwischen Baum und Borke und muss alles vehement zurückfahren, um seinen Kindern den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Dabei gibt es (noch) kostenfreie Begabtenförderungen wie die Mathematische Schülergesellschaft an der Berliner Humboldt-Universität. Ansonsten erzieht/lehrt man gegen die Schule, hält den Nachwuchs trotz Schulpflicht möglichst fern und versucht so, Kindern eine hochwertige Bildung im naturwissenschaftl., humanist. u. musikal. Bereich mitzugeben.

    • @Niemals:

      @Niemals



      Unsere Eltern waren, schon in den 70 er Jahren, überzeugt davon - 4 Jahre Besuch einer Grundschule an einer öffentlichen Bildungseinrichtung in diesem Land, reicht für ihre Kinder fürs Leben, um sich ein Bild durch den Kontakt mit den dortigen Mitschülern und den Lehrkräften, sich vom deutschen Volk [ West ] machen zukönnen. Danach wurde nur noch in private Träger investiert. Ich bin meinen Eltern gegenüber noch bis heute voller Dankbarkeit für diese Weitsicht. Meine Ehepartner waren mit mir immer der gleichen Ansicht, diese Tradition, so bei unserem Nachwuchs weiter fortzuführen.



      Die öffentlichen Bildungseinrichtungen sind ein Spiegel dafür, was unseren Regierenden die Bevölkerung wert ist, sagt auch meine jetzige Ehefrau, freiwillig Lehrerin an einem öffentlichen Gymnasium unserer Stadt.



      Die Hälfte von unserem Rüstungsetat gehörte in die Bildung investiert, um diesem Land noch eine Chance zugeben❗️

  • Wieso hängt es vom Einkommen ab, ob man seinen Kindern vorliest?

    • @Wolferich:

      Es ist eine Korrelation. Die Kausalität ist andersrum: Wer Wert auf Bildung legt, hat auch höheres Einkommen.

    • @Wolferich:

      Das tut es nicht. Deutsche Mittelschicht vertseht nur Statistik nicht (und ist auch sehr glücklich mit dem Fehlschluss, sie wären einfach die besseren Menschen).

      Einkommen und regelmäßiges Vorlesen haben eine gemeinsame Korrelation mit dem Bildungsstand der Eltern. Dass der in unserem System stark überproportional auf den der Kinder abstrahlt, ist Kern der Kritik.

      • @nihilist:

        "Einkommen und regelmäßiges Vorlesen haben eine gemeinsame Korrelation mit dem Bildungsstand der Eltern."



        Ist letzteres belegt?

    • @Wolferich:

      weil dann beide Elternteile arbeiten? Schichtarbeit auf sich nehmen müssen? zu viel Zeit für den Arbeitsweg oder zum Einkaufen brauchen? selbst nichts vorgelesen bekamen? etc.

      • @Gruphus:

        Oder weil Menschen mit geringem Einkommen häufiger psychische Probleme haben.

        • @DerLurch:

          Ist das belegt?

      • @Gruphus:

        Stellen Sie sich vor, auch bei Besserverdienenden arbeiten regelmäßig beide Eheleute. Wahrscheinlich ist die Workload auch deutlich höher, als bei irgendeiner ungelernten Tätigkeit. Trotzdem schafft man es dem Kind vorzulesen oder mit dem Kind zu sprechen.

        Schichtarbeit? Die wenigsten Säuglinge/Kleinkinder dürften Schlüsselkinder sein. Die Kimder werden im irgendeiner Weise unter Aufsicht stehen und in der Zeit könnte man sich auch mit ihnen auseinandersetzen. Wird aber nicht gemacht.

        Einigen Menschen ist schlichtweg der Wert von Bildung nicht bekannt. Da kann man noch so viel Geld in die Schule pumpen, wenn es Zuhause nicht vorgelebt wird, haben diese Kinder einen Nachteil.

      • @Gruphus:

        Das ist Quatsch; meine Eltern haben beide in Schicht gearbeitet und beide keinen akademischen Abschluss. Aber sie haben uns vorgelesen: sie haben sich für uns interessiert und beispielsweise den Fernsehkonsum reglementiert. Meine Schwester und ich haben beide studiert und heute gute Einkommen, nicht zuletzt dank meiner Eltern. Klar hat nicht jeder solche Eltern und hier liegt doch das Problem: wenn ich mich nicht interessiere, die Kinder vor dem Fernseher parke und die Aussicht auf Bürgergeld für eine solide Perspektive halte, dann haben die Kinder es extrem schwer. Aber das liegt nicht am Geld und ist kein Fehler des Schulsystems. Ich halte es für zu bequem und denkfaul hier die Eltern und deren Vorbild außer Betracht lassen zu wollen und stattdessen alles auf mangelndes Geld oder in der Verantwortungsbereich der Schule schieben zu wollen. Warum gibt es im Linken Spektrum diese unselige Tendenz in Eigenverantwortung etwas schlechtes zu sehen und im Namen aller vermeintlichen Opfer stets den Staat und die Gesellschaft in Haftung nehmen zu wollen?

        • @Fran Zose:

          Sehr gut geschrieben, danke!

    • @Wolferich:

      Weil man die Probleme aufs Geld schieben will, anstatt auf individuelle Verantwortung und die Tatsache, dass viele Menschen, was die Bildungschancen ihrer Kinder angeht, schlechte Eltern sind.

      • @Machiavelli:

        Die Aussage ist schlichtweg falsch.



        Nach Jahrzehnten von Bildungsforschung sind die Zusammenhänge von Geld und Bildung längst Konsens.



        Wer darauf beharrt dass es ein individuelles Problem sei und die Eltern verantwortlich macht, macht es sich zu einfach und schleicht sich bequem aus der gesellschaftlichen Verantwortung oder will es einfach shclichtweg nicht wahrhaben.

        • @Rabenbote:

          Zusammenhang ist aber nicht Ursache, Korrelation nicht Kausalität.

          Bildungsaffine Elternhäuser, die also Wert auf Bildung legen, haben in der Regel ein gutes Einkommen und wissen, dass Bildung der beste Weg ist, ein solches zu erzielen. Bei bildungsfernen Elternhäusern fehlt dieses Wissen oder die Kompetenz, den Kindern dies zu vermitteln.

          Daher ist in der Regel die Forderung auch nicht, den Familien einfach mehr Geld zu geben, sondern die Kinder besser zu fördern.

          • @Dr. McSchreck:

            Ich sehe hier nur, dass sich die Akademikerklasse selbst feiert. These: Für frühkindliche Bildung sind praktische Tätigkeiten viel wichtiger als Bücher.

      • @Machiavelli:

        Reiche Eltern und deren Ressourcen sind, siehe Artikel, vorteilhaft für die formale Bildung. Ob sie gut sind für die sonstige Bildung, darf zuweilen in Frage gestellt werden.

        • @Janix:

          Ob man den Kindern vorliest oder nicht hat nichts mit dem Geldbeutel zu tun. Ja Geld ist wichtig, aber es gibt zu viele Fälle von Eltern, die es auch trotz Armut geschafft haben als das man hier die Menschen aus der Verantwortung entlassen kann. Faulheit und Ignoranz sind hier eher das Problem als Geld.

    • @Wolferich:

      Die Bücher müssen erst mal zuhause stehen,



      der Job so sein, dass das entspannt stattfinden kann,



      und man den Kindern ernsthaft vermitteln kann, dass Bildung wichtig ist und einen voranbringt,



      das ist mit viel Energie kompensierbar (Stadtbücherei, ... ), aber wie anders ist die Wahrscheinlichkeit leider! Es ist gerade auch die Partei an der Macht, die das Privatfernsehen durchdrückte und es mit der Wissenschaft auch nicht immer hat. Probieren wir doch mal wieder Gemeinsamkeit.

      • @Janix:

        Die Bücher gibt es für wenig Geld, teilweise unter einem Euro, bei kleinanzeigen.de. Da kann mir keiner erzählen, daß man das Geld nicht hat - vll sollte man eine Schachtel Zigaretten weniger kaufen. Auch tiptoi-Sachen, aus denen sie wirklich extrem viel lernen, gibt es günstig gebraucht. Der Stift kostet etwas, aber das ist eine einmalige Anschaffung.

        Unser Großer (wird nächsten Monat 6), der jetzt in die Schule kommt, konnte die ersten einfachen Worte lesen, da war er gerade 3 geworden. Jetzt schreibt und rechnet er. Durch tiptoi kann er schon ein paar Worte englisch. Der Kleine ist 4,5, kommt in 2 Jahren zur Schule, und da wollen wir es ebenso machen; er lernt aber anders, alle Kinder sind eben individuell.

        Wir sind Durchschnittsverdiener - aber wir beschäftigen uns mit den beiden. TV gibt es einmal in der Woche, maximal zweimal - Kinderfilme, Toy Story, Eiskönigin, aber kein Trash wie Paw Patrol. Es ist Quatsch, daß es vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Es hängt einzig und allein davon ab, ob man seine Kinder fördert, wenn sie Bock darauf haben (und das haben alle!), und ob man ihnen vorlebt, daß es cool ist, viel zu wissen.

      • @Janix:

        "und man den Kindern ernsthaft vermitteln kann, dass Bildung wichtig ist und einen voranbringt"

        Ich finde es falsch, Bildung als etwas zu sehen, was einen voran bringen soll.

      • @Janix:

        Sie haben vergessen, dass manche auch psychische Probleme haben. Da geht dann vorlesen auch nicht immer.

        • @DerLurch:

          Erstens betrifft das reiche wie arme Eltern gleichermaßen, alle können psychische Probleme haben. Und zweitens, was ist so schwer daran, ein Kinderbuch vorzulesen? Wenn das nicht einmal geht, ist die Familie vielleicht nicht der richtige Ort für dieses Kind.

  • Leider stimmt es. Auf öffentlichen Schulen müssen sich die Kinder in überfüllten Klassenräumen überforderten Lehrern stellen. In migrantischen Vierteln wie unserem gibt es vielleicht zwei "Bio Deutsche" in der Klasse (also kaum sprachliche Förderung untereinander). Unter den Kindern mit verschiedenem Background gibt es auch noch einmal Stellvertreter Konflikte die die Lehrkräfte (verständlich) überfordern (Türken/Kurden, Russen/Ukrainer etc.). Die meisten Migranten arbeiten in Deutschland auf dem Bau, in der Logistik oder Gastronomie. Also nicht den Berufen in denen man reich wird.



    Aus Akademiker-Familien (also meist reichen) nehmen von 100 Kindern, bei denen mindestens ein Elternteil studiert hat, 78 Kinder ein Studium auf.



    Aus Nicht-Akademiker-Familien nehmen von 100 Kindern aus Familien ohne akademischen Hintergrund nur 25 Kinder ein Studium auf.

    Meines Erachtens muss Arbeit neu bewertet werden. Ehrliche, harte Arbeit (Pflege, Handwerk etc.) muss besser vergütet werden um die Chancen für zukünftige Generationen zu verbessern.

    Sonst bleibt viel ungenutztes Potential in Form von klugen und taffen Kindern auf der Strecke. Von Generation zu Generation und immer so weiter.

    • @Pawel_ko:

      Die Frage ist, ob wir überhaupt so viele Menschen im Studium brauchen. Warum argumentiert denn keiner mit dem Handwerk als Kennziffer? Immer geht es nur um studierte

    • @Pawel_ko:

      Pflege _musste besser bezahlt werden.



      Lehrers bekommen inzwischen richtig viel Geld und Pension. Handwerk dürfte mehr erbringen als viele akademische Positionen, ohne dass ich genauere Zahlen kenne. Was eben nicht durch KI, telearbeitende Menschen aus Molwanien oder Roboter billiger zu erledigen ist, wird relativ kostbarer.



      Das an die Akademikereltern, die Kinder in die falsche Laufbahn schieben wollen (Was ich mache, war doch gut, also musst Du das auch machen). Oder meinen, Studiengänge zum Selberdenken gingen ja gar nicht.



      Die Welt ist jetzt schon eine andere, dynamischere.

    • @Pawel_ko:

      Gehen wir doch mal ganz auf Anfang!

      Die Sprache ist m.E. der Schlüssel und die Basis. Wer nicht richtig verstehen kann was einem Erklärt wird, wird auch immer Schwierigkeiten haben dies zu verstehen.

      Also sollte dies auch eine Grundvoraussetzung für die Einschulung sein.

      Intelligenz ist sicherlich nicht abhängig vom Geldbeutel der Eltern.



      Nur wenn halt viele arme Kinder aus Einwandererfamilien kommen und es dort bei den Eltern schon an der Basis (der Sprache) hapert, kann es nicht funktionieren.

      Es liegt querbeet jedoch auch oft an dem, was den Kindern (unabhängig der Nationalität) von daheim aus vorgelebt wird und wie Kinder auch motiviert werden.



      Es ist schon oft so, dass Zuhause gedacht wird das die Schule alle Aufgaben die eigentlich auch Elternsache sind erledigen muss.

      • @Sole Mio:

        Bei Unterstützung von Auszubildenden fällt mir die Motivation von vielen Flüchtlingen auf. Die wissen was es bedeutet in einem Land gut unterstützt zu werden. Leider fehlt bei vielen das Bewusstsein für die Sprache als Kommunikationsmittel. Ein Problem ist dabei die Erfahrung, dass man sich in die jeweiligen Sprachzonen zurückzieht. Dann sind Sie nicht erreichbar, egal was der Staat macht. 40 Stunden / Woche genügen nicht die Wochenzeit 7*24= 168h zum Leben lernen zu nutzen.

      • @Sole Mio:

        Stimme ich vollends zu. Wieso muss Hauswirtschaft in der Schule gelehrt werden? Auch im Biologieunterricht Hygiene? Das sind Themen, die eigentlich ins Elternhaus gehören. Unabhängig davon, was nützt die Intelligenz und Motivation eines Kindes bei diesen Rahmenlehrplänen, diesen Schulbüchern, dieser Lehrmethodik - hätte ich mit der heutigen Methodik und Didaktik Chemie, Mathe oder Physik gelehrt bekommen - niemals wäre ich Diplom-Chemieingenieurin geworden. Das gegenwärtige Abi ist ein Witz. Zu meiner Zeit waren Deutsch und Mathematik für die schriftliche Prüfung Pflicht. Heute kann man die Abi-Prüfung in Mathematik galant umgehen!! Unverständlich ist mir auch, wie mit Berufsabschlüssen, das Schulbildungsniveau angehoben werden kann?! Beispiel hier in Sachsen-Anhalt: Ein Förderschüler (m/w), geht in die BvB macht dort den Hauptschulabschluss als Nichtschüler, danach eine dreijährige Ausbildung im Einzelhandel, schließt diese mit 2,5 ab und erhält dann den erweiterten Realschulabschluss, sprich kann nun auch das Abitur nachholen. Zwischen dem Niveau der Fächern für Einzelhandelskaufleute und den Fächern der 10. Klasse an der Realschule liegen auch in unserem Bildungssystem Welten.

      • @Sole Mio:

        Intelligenz hängt (auch) von frühkindlicher Förderung ab. Und wer einen dicken Geldbeutel hat, kann es sich auch leisten in dem Bereich mehr zu tun. Z.B. kürzere Zeiten in der Kita, mehr Aktivitäten danach oder gar stattdessen. Besserer Betreuungsschlüssel etc. Das Zweite ist die Korrelation von elterlicher Bildung mit dem Einkommen. In Kurzfassung: wer selbst weiß wie man sein Kind besser fördern kann muss es nicht Anderen überlassen.

        • @Höhlen!=:

          Das Kind wird nicht intelligenter, wenn es mit drei Jahren in den Geigenunterricht gezwungen wird. Frühkindliche Förderung ist keine Frage des Geldbeutels sondern des Wollens. Es ist eben nicht sonderlich erhellend den ganzen Tag mit dem Nachwuchs zu sprechen und als Antwort ein AGA! zu bekommen. Da ist es bequemer das Kind vor YouTube Kids zu parken.

        • @Höhlen!=:

          Mein Vater war Eisenbahner, meine Mutter Hausfrau, Kindergarten gab es nicht. Im Alter von 9 Jahren hatte ich über 80 Bücher und war Dauergast in der Schulbücherei.

      • @Sole Mio:

        Ich sehe es wie Sie mit der Sprache. Aber was schlagen Sie denn vor, was die Kinder machen sollen? Mehr Geld für die Eltern würde ja bedeuten, dass die Eltern privat die Mittel haben die Kinder zu fördern. Wie es eben die Eltern der reichen Eltern haben.

        • @Pawel_ko:

          Ich trau mich mal - mit Widerspruch kann ich leben:



          Mehr Geld für MANCHE Eltern würde bedeuten, mehr Geld für Tattoos, Piercings und sonstige Dinge, die glücklich machen und das Bewusstsein erweitern.



          Nochmal: ... für MANCHE..., aber vielleicht nicht wenige.

          • @Erfahrungssammler:

            Finde ich ausgesprochen daneben. Zum einen ist es übergriffig, sich in die Erziehung der Eltern einmischen zu wollen. Ich denke, es ist in den allermeisten Fällen davon auszugehen, dass Eltern nach besten Wissen und Gewissen handeln. Da Einzugreifen wäre komplett daneben, ann kann auch jeder von uns staatlich kontrolliert aufwachsen.



            Wenn Geld für Luxus wie Tattoos übrig bleibt, haben die Eltern ggf einfach gut gehaushaltet. Aus der Neuanschaffung von Körperschmuck auf falsche Verteilung des Geldes zu schließen ist oberflächlich.



            Zudem zeigt die Auswahl der Beispiele wie sehr Schubladendenken vorherrscht. Klar, dass die "Armen" Tattoos haben, Piercings und bestimmt rauchen die auch...



            Sie haben ja versucht der Aussage die Härte zu nehmen, dennoch zeigt die Aussage wie verhaftet Stereotypen weiterhin sind. Selbst hier

            • @DerLurch:

              Wenn Sie sich nicht einmischen wollen, dann heißt das aber eben auch, dass die Prioriäten der Eltern nicht hinterfragt werden und die Kinder schon im ersten Schuljahr merken, dass sie viel weniger können als die anderen. Motivierend ist das nicht.

              Zum Glück ist der Staat da schon weiter und schreibt ggf. auch Förderung vor, wenn die Kinder bei Tests im Kindergartenalter starke Defizite haben.

          • @Erfahrungssammler:

            Da bin ich bei Ihnen und danke für Ihre offenen Worte, dafür ist ja die Kommentarspalte da. Wobei, und ich glaube so sehen es die meisten Eltern, das wohl der Kinder im Vordergrund steht.

            Und zu dem Punkt mit dem Tattoo. Ich kenne auch ein paar ehmalige BWL und Maschinenbau Studenten und 2 Ärzte die tattoowiert sind. Die haben nur halt das Geld für Tattoos UND Nachhilfe für Kinder. Zwei Autos um Kinder zu fördernden Aktivitäten zu kutschieren. Frau muss nicht arbeiten und kann aktiv Zuhause bildungsarbeit betreiben statt zu Kellnern oder in der Nachtschicht Bettpfannen zu wechseln. Ich will damit auch niemandem auf die Füße treten. Aber Geld öffnet Türen. Ein Beispiel. Arme Kinder sind früher gezwungen eine Arbeit aufzunehmen. Können also im Zweifel nicht ein Semester wiederholen. Außerdem die Vernetzung der Eltern. Dann wird ein Praktikum beim Geschäftsfreund der Eltern gemacht den man aus dem Jagdverein oder Golf kennt usw.

          • @Erfahrungssammler:

            @Erfahrungssammler



            Ich habe meine Junx's immer als meine wichtigsten " Projekte " gesehen und es war / ist mir noch heute auch bei unseren Nesthäckchen äußerst daran gelegen, ihnen eine humanistische Wertgewichtung für ihr Leben mitzugeben und nicht meinen Nachwuchs für die Mächtigen - als Handlanger / Lemminge aufzuziehen. Hat bisher auch perfekto geklappto, und ich freue mich sehr über sich selbstverwirklichende, erfolgreiche, unabhängige Junx's. Wobei im Nachhinein war es sicherlich auch nicht immer ohne für unsere Kinder, sich unseren ganzen Ansprüchen und Anforderungen " ausgeliefert " zu sehen. Vieles sollte ausprobiert werden, Musikinstrumente, Tanz & Kampf, Kreativität, Phantasie, Sprachen, Sport - ein Nein wurde gegebenenfalls akzeptiert, aber nur dann, wenn eine plausible Begründung argumentiert wurde. Ansonsten klare Strukturen, beim lernen vom Stoff fürs Abi, damit der " Laden " für's Leben auch läuft. Überallem stand und steht. nur keine Indoktrination von der Regierung duch öffentliche Schulen und Universitäten zulassen. Immer kritisch bleiben und hinterfragen was da aus der Politik kommt. Also richtig gute, besonders unbequeme Staatsbürger geliefert 😂

          • @Erfahrungssammler:

            Auch welche Prioritäten ich setze, hat etwas mit Sozialisation und Bildungsstand zu tun.

          • @Erfahrungssammler:

            Ich würde das etwas anders benennen, denn die Kinder, die in der Schule Schwierigkeiten haben (von Anfang an und dann immer mehr), sind ja weniger dadurch geprägt, dass sie arm sind, sondern durch die "Bildungsferne" des Elternhauses. Dass das Geld also für Tatoos oder ein Tablet ausgegeben wird, liegt gar nicht unbedingt an bösem Willen, sondern ganz wesentlich auch an fehlendem Wissen. Wenn man nicht weiß, wie man seine Kinder fördert, weil man ja selbst auch nicht gefördert wurde, dann tut man es auch nicht (oder falsch). Daher wäre der sinnvollste Weg eben die Betreuung durch staatliche Stellen, insbesondere eine frühe Förderung für Kinder, die bei Tests Rückstände zeigen.

            • @Dr. McSchreck:

              Alles richtig, daher MANCHE in Großbuchstaben.



              Ob die Probleme bei der Bildungsförderung - bei Kindern oder Eltern - beim fehlenden Wissen oder beim fehlenden Willen/Interesse der Zuständigen liegt, weiß ich nicht. Aber ich befürchte, dass sie genau wissen, dass eine gesunde Bildung zu kritischem Denken und Handeln führen könnte, und das ist wahrscheinlich nicht unbedingt gewollt.



              Papst zum Kaiser (oder umgekehrt): "Halte du sie dumm, ich halte sie arm!" Und es funktioniert nach wie vor mit anderen Bezeichnung für die beiden Macher.

            • @Dr. McSchreck:

              Sie werden das Problem auch nicht mit unmengen an Geld lösen können. Was "bildungsferne" Eltern in Ihrer Erziehungszeit versäumen, werden Sie nur begrenzt lösen können. Wir müssen eher überlegen warum wir die Eltern verloren haben und ob wir Sie in unsere Gesellschaft zurückholen können. Wir sollten uns an skandinavische Länder mit Fördern und Fordern erinnern. In Deutschland glauben wir Fördern ist der alleinige Schlüssel.

              • @jogi19:

                Welche skandinavischen Länder meinen Sie? In Schweden spricht man schon lange von flumskola (skola = Schule, flum braucht man nicht zu übersetzen) und glädjebetyg (glädje = Freude und betyg = Zeugnis). Da schlagen jetzt vermehrt Erstsemester an der Uni auf, die nicht mehr in der Lage sind, längere Texte zu lesen.



                Finnland hat in letzter Zeit etwas von seinem Bildungsvorsprung eingebüßt. Liegt nicht nur daran, dass andere Länder nachgebessert haben. Trotzdem immer noch besser als viele andere.

  • Ich stimme zu, dass Deutschland zu wenig tut, Kinder aus benachteiligten Familien zu fördern. Allerdings finde ich den letzten Satz dennoch unfair, denn natürlich hängt es auch am Elternhaus und dem dortigen Verhalten. Wenn Kinder hier geboren sind und bis zur Einschulung kaum Deutsch können (übrigens auch dt. Kinder mit sehr geringem Wortschatz), auch keine Kita besucht haben - dann kann der Staat da wenig machen. Mehr Geld hilft in solchen Fällen auch nicht, weil Geld nicht automatisch in Klugheit umgewandelt wird.

    Dass es sinnvoll ist, den Kindern ihre Neugier nicht abzutrainieren, in man sie mit irgendwelchen Medien ruhig stellt, dass es sinnvoll ist, wenn Kinder eine Aufmerksamkeitsspanne von mehr als 10 Minuten haben und ein gewisse Geduld aufzubringen lernen, wenn sie etwas haben wollen, wird wohl kaum in Frage stehen.

    • @Dr. McSchreck:

      Danke! So ist es!

  • Booey - eigentlich was für die Wahrheitsseite.



    Schon richtig - “Der Kanzler setzt auf Eigenverantwortung und Investition der Eltern in den eigenen Wohlstand.“



    Vater Merz - einst wie seine Schwiegertochter



    AG-Dir.bis die kleinen eingezogen - gab noch zur Aufbesserung des schmalen Salärs Rechtskunde. Mußte “meine Schule hatte disziplinarische Probleme mit mir!“🙀 - sich ständig Klagen ob Sohnemann anhören & däh / consilium abeundi? der Flegel verschubt nach Rüthen.



    Die heute von Friedrich Merz geforderte Eigeninitiative von Vater Merz war doch ganz erheblich! Bahn 1 Std 53 - vermutlich aber 20min by 🚘. Von höherer Anfall von Nachhilfe ist hingegen nichts bekannt - merklich noch heute! Gellewelle&Wollnichtwoll

    Klar aber daß unser Mittelständler “…meine Frau und ich mussten jeden Groschen umdrehen“ 🤥 der Herr Verbindungsstudent Stipendiat insoweit von einer - bei gehöriger Anstrengung - allgemeinen Auskömmlichkeit bei entsprechenden Bildungsavancen ausgeht •

    • @Lowandorder:

      Ist das ein Sprachrätsel?

      • @Sole Mio:

        Das gibt's ausschließlich in der Form. Kluge Kommentare, wenn man sie entschlüsseln kann. Aber zugegeben, des Öfteren ist es dann doch zu müßig

      • @Sole Mio:

        Neu hier?

  • Warum wird immer so getan als ob Bildung in Deutschland vom Geldbeutel der Eltern abhängt und nicht von Initiative und Kümmern?



    Wieso glaubt man eigentlich in Deutschland alles mit Geld und noch mehr Geld totschlagen zu können.



    Im Bildungsystem ist unglaublich viel Geld vorhanden aber genauso viel Unfähigkeit es richtig auszugeben.

    • @Herbarius Zunichten:

      "Warum wird immer so getan als ob Bildung in Deutschland vom Geldbeutel der Eltern abhängt und nicht von Initiative und Kümmern?"

      Man kann das messen und damit vergleichen, was in anderen Ländern stattfindet. "Initiative und Kümmern" ist das Totschlagargument, für das jeder irgendwelche Anekdoten parat hat, weil es die gefühlte Wahrheit wiedergibt.

    • @Herbarius Zunichten:

      Als damals betroffenes Kind kann ich Ihnen sagen, dass "Initiative und Kümmern" verwehrt werden, weil sich das Kind "aufhören soll anzustellen". Es soll drei- bis fünfmal härter arbeiten als die bessergestellten Kinder, keinerlei Fehler machen und sich wesentlich besser benehmen. Denn jeder Fehltritt, jede "zu flapsige" Aussage, jedes "falsche" Hobby (falls man sich überhaupt welche leisten kann), werden gegen einen verwendet. Man darf nicht sein, wie man ist. Man muss sich anpassen, fake sein, so sein wie die reichen Kinder, sonst habe man versagt, weil man zu "schwierig" sei und sich "nicht bemühe". Gleichzeitig darf man weder selbstbewusst sein noch Ansprüche auf ein besseres Leben haben. Man soll dankbar dafür sein, weniger wert zu sein als andere. Kinder aus armen Familien wird mit Abstand bis Ekel begegnet. Und mir braucht niemand zu sagen, dass ich übertreibe, denn ich habe Beschämungen vom Kindergarten bis zum Uni-ABschluss hinter mir. Reiche Eltern würden die Einrichtungen terrorisieren, wenn ihre Sprösslinge so behandelt würden. Aber mit "Assis" darf man es ja machen, weil sie ja an allem Leid selbst schuld seien.

      • @Tuff:

        Sie haben es bei Ihrem skizzierten Werdegang aber geschafft. Das Mobbing habe größtenteils unter uns Kindern erlebt. KInder können so gemein sein. Ich habe in meinem Elternhaus gelernt, dass ich mich für keine Arbeit zu schade sein darf. Falls der Andere sie für mich leistet. Die von Ihnen beschriebenen Reichen sind meistens die verwöhnten Plagen von Reichen, da werden die richtig Asozialen dann erzogen.

      • @Tuff:

        Ich stamme selbst aus einem Umfeld der untersten Mittelklasse mit einer alleinerziehenden Mutter in den sechzigern und siebzigern .



        Das kann ich nicht bestätigen aber für Hilfe bei den Hausaufgaben und sonstigen Aktivitäten war immer Zeit und auch mal für Konzert oder Oper .



        Übrigens war das bei meinem Freundeskreis auch so und sehr normal. Der eine oder andere musste zwar dann Klempner lernen aber die haben heute ihre eigenen Firmen.

      • @Tuff:

        Also bei weitem kein neues Problem. Auch ich war unter dem Eindruck, dass Deutschland wenig bildungsdurchlässig war (und immer noch ist). Ihre Erfahrungen sprechen da (leider!) eine deutliche Sprache.

  • Ich dachte, das wäre nur in Brasilien und den USA so. Wenn schon keine besseren Schulen, dann wenigstens Nachilfe umsonst für sozial schwächere, das könnte man doch schneller hinkriegen. Ich habe mit 14 auch Hausaufgabenbetreung (Nachhilfe) bekommen, hat mir gewaltig geholfen.

    • @Friedrich Helmke:

      Wenn unsere "Wirtschaftsexperten" (cdu-ler können mit Geld umgehen) mal volkswirtschaftlich denken würden... durch Nichtfördern eines jeden Kindes nach seinem Talent entgeht "der Wirtschaft" ein Riesenpotenzial an Können und Wissen.



      Allein das müsste (neben Ethik, Anstand und Menschlichkeit) doch eigtl. als Grund ausreichen ALLE Kinder so gut wie möglich zu fördern? Genau das passiert nicht.

  • Komisch, in meiner Mittelstufenklasse kamen die besten Schüler aus Arbeiterfamilien. War früher (in den 70ern) die Welt doch noch besser?

    • @Offebacher:

      So ähnlich war es bei mir auch. Bunt gemischt unabhängig von der Herkunft.

      Es miss in der Zeit dazwischen schon einiges verloren gegangen sein!

      Das, was bei vielen Beteiligten zwischen den Ohren fehlt, können wir auch mit noch so viel Geld und Reformen nicht ausgleichen. Da muss sich schon jeder auch selbst hinterfragen.



      Wenn es zum Beginn der Schulzeit schonmal an der Sprache hapert, kann es nur schwer und schwierig werden. Für alle, auch die deutschsprachigen!

    • @Offebacher:

      Bin zwar Ossi und knapp Fuffzich; jedenfalls gabs dazumal in der BRD zumindest den Traum eines sozialdemokratischen Bildungssystems.

      • @Hugo:

        Das erträumte "sozialdemokratische Bildungssystem" von damals hat mit dem Bildungssystem, von dem die sozialdemokratische Partei heute träumt nur noch den Begriff Bildungssystem gemeinsam 😇

    • 6G
      644118 (Profil gelöscht)

      @Offebacher:

      Warum sollte das besser sein? Was für Ressentiments sind das denn? Es ist ja kaum zu erwarten, dass die einen oder die andern irgendwie dümmer seien. Jede Disbalance ist somit Resultat irgendeiner Fehlentwicklung.