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Remigration und Rüstungsgüter AfD mit ICE-Fantasien

Frederik Eikmanns

Kommentar von

Frederik Eikmanns

Ulrich Siegmund will Rüstungsgüter für seine „Remigrations“-Pläne. Die Absichten für „ethnische Säuberungen“ lassen sich nicht mehr wegdefinieren.

F riedrich Merz versteht nicht allzu viel von Deutschland im Jahr 2026. Aber er hat kleine Momente der Klarheit, die man ihm zugutehalten kann. Dass er in seiner Bundestagsrede am Mittwoch die „Remigrations“-Pläne der AfD als de facto „ethnische Säuberung“ bezeichnete, war einer davon. Groß war die Empörung anschließend in Teilen des polit-medialen Mainstreams. Der Vorwurf sei überzogen gewesen und verteufele die AfD grundlos, konnte man sich schon am Mittwochabend etwa von Markus Lanz erklären lassen. Auch konservative Historiker kritisierten Merz.

Das hielt bis zum Freitag. Da erklärte Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt: „Wir verteufeln nicht pauschal die Produktion von Rüstungsgütern, weil wir bei späteren Remigrations- und Abschiebeoffensiven natürlich auch entsprechende Hilfsmittel brauchen“. Hier kündigt ein Spitzenpolitiker der AfD offen an, dass „Remigration“ für ihn nicht nur ein gewalttätiges Unterfangen ist, sondern eines, für das es militärisches Gerät benötigt. Was soll das denn sonst sein, wenn nicht eine systematische und gewalttätige Vertreibungskampagne gegen Menschen, die als nicht-deutsch verstanden werden? Das Fachwort dafür ist und bleibt: „ethnische Säuberung“.

Aber es geht um viel mehr als nur um Begriffe. Es geht darum, dass die AfD im Moment ihre Ziele so offen ausspricht wie nie zuvor – und gleichzeitig ein Teil der deutschen Öffentlichkeit krampfhaft versucht, das nicht wahrzunehmen. Als ob man das Problem wegdefinieren könnte. Es ist ja auch schwer zu glauben, dass sich über 40 Prozent der Wählenden in Sachsen-Anhalt für eine Partei entschieden haben, die ethnische Säuberungen plant. Und dass es in bundesweiten Umfragen fast 30 Prozent erwägen. Aber genau so ist es.

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Dieses gewaltige Problem lässt sich sicherlich nicht lösen, indem man verzweifelt versucht, es umzudeuten. Ganz im Gegenteil: Der erste Schritt für eine erfolgreiche Reaktion ist es, sich wirklich klarzumachen, womit man es zu tun hat.

Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Frederik Eikmanns

Frederik Eikmanns

Fachredakteur für Innere Sicherheit und Migration
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94 Kommentare

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  • Land of plenty

    Geteilt wird also das Feindbild:



    Die "nicht arbeitenden"



    Die "ausreisepflichtigen"



    Wer definiert das? Was haben die getan oder nicht getan?



    Eine black box.



    Dann wenn Siegmund im NDR interviewt wird vor der Wahl, dann wendet er sich gegen "theoretische Zahlen", und betont das Sicherheitsgefühl.



    Wenn hier von "Ausreisepflichtigen" geredet wird, werden Zahlen genannt, und es genügt schon, alles "Migration" zu nennen.



    So hat die rechtsradikale Welle die Meinungen gekippt und vereinnahmt. Ausländer seien zu teuer für uns "das Volk". Das ist eine rechtsradikal-rassistische Phantasie. Die war 2012 noch marginal.

  • Kohlrabi

    Man hört von Politikern ja gelegentlich schräge Dinge, aber diese Idee von Siegmund klingt selbst in einer moderaten Interpretation schon außergewöhnlich bescheuert ... Mein erster Gedanke war deshalb, dass sie einen ausschließlich taktischen Zweck verfolgt: Eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit mit dem antimilitaristischen BSW unmöglich zu machen. Sei es, weil er lieber eine echte rechte Mehrheit mit CDU-Überläufern hätte, sei es, weil ihm die Nichtregierungsoption eh lieber ist.

    • Abdurchdiemitte

      @Kohlrabi:

      Die AfD - und insbesondere Siegmund in SAH - setzt auf den ‚totalen Sieg‘. Das sollte doch hinreichend deutlich geworden sein, auch mit Blick auf das BSW.



      Deren Angebote für eine Zusammenarbeit hat man brüsk abgewiesen und damit das BSW und Wagenknecht selbst gedemütigt (nur dass das Frau Wagenknecht in ihrer Überheblichkeit überhaupt nicht aufgefallen ist).



      AfD-Politiker denken und handeln aus einer Position der Stärke und der Unterwerfung des politischen Gegners heraus. Das ist einer der Wesenskerne des Faschismus.



      Konsens und Kompromisse sind ihnen fremd, es sei denn, aus taktischen Erwägungen. Das ist aus meiner Sicht übrigens einer der Gründe, warum Demokraten niemals mit der AfD zusammenarbeiten sollten.



      Faschisten streben zielbewusst nach der Macht. Warum sollen sie sich da mit einer popeligen 5%-Partei wie dem BSW abgeben, die dazu noch Fleisch vom Fleische der Linken ist und strikt antimilitaristische Positionen vertritt?



      Vor diesem Himtergrund ordne ich auch die Siegmundschen ICE-Fantasien ein. Klares Signal: wir streben nach der absoluten Macht und wir stehen auch kurz davor. Und wenn nicht jetzt, dann beim nächsten Mal. Die Zeit arbeitet für uns.

  • Zangler

    Der kolportierte Anteil von knapp 44% ist zu gering: Alle Wahlberechtigten, die ihre Stimme nicht für eine Partei jenseits von Blaunen und BSW (die denen ja zur Macht verhelfen würden) abgegeben haben, nehmen eine von Neonazis und (anderen) Faschisten durchsetzte, gesichert rechtsextreme Partei an der Macht mindestens mal billigend in Kauf: Bei ca. 50% Wählern und 80% Wahlbeteiligung sind das 60% der SA-Bürger:innen!

  • Gerhard Krause

    Was da gegen andere Menschen gefordert wird, das gibt es bereits und der der 💩fD gewogene Wähler wird durch die Rhetorik in die Irre geführt. 'Wir prüfen die Einbürgerungen.'. Na, dann einfach mal beispielhaft in §§ 48, 49 VwVfG reinschauen. 'Wir starten die Abschiebungsoffensive.'. Der Bund startet regelmäßig Sammelflüge. Das blaue Personal möchte nur das: dem Öffentlichen tief in die Tasche greifen, um sich zu bereichern, sowie russische Vertuschungsverhältnisse. Ich freue mich schon auf Zuschriften, die das für demokratisch halten.

  • Tom Tailor

    "Hier kündigt ein Spitzenpolitiker der AfD offen an, dass „Remigration“ für ihn nicht nur ein gewalttätiges Unterfangen ist, sondern eines, für das es militärisches Gerät benötigt. Was soll das denn sonst sein, wenn nicht eine systematische und gewalttätige Vertreibungskampagne gegen Menschen, die als nicht-deutsch verstanden werden? Das Fachwort dafür ist und bleibt: „ethnische Säuberung“.

    Frage: auf welcher Gesetzesgrundlage soll eine "ethnische Säuberung", auch mit "militätischen Mitteln", denn beschlossen werden?

    • Troll Eulenspiegel

      @Tom Tailor:

      Auf garkeine Grundlage. Die machen es einfach.

      • Tom Tailor

        @Troll Eulenspiegel:

        Ne, eben nicht. "Die" machen gar nichts und können es auch nicht selbst. Es braucht einen Beschluss im Bundestag der dies ermöglicht, zuvor wird keine einzige exekutive Kraft irgendetwas durchführen. Also nochmal bitte.

        • Encantado

          @Tom Tailor:

          "Es braucht einen Beschluss im Bundestag der dies ermöglicht, zuvor wird keine einzige exekutive Kraft irgendetwas durchführen."



          Hat das schon jemand dem Dobrindt gesagt?

    • Perkele

      @Tom Tailor:

      Die gesetzliche Grundlage ist denen vollkommen wurscht. Wenn schon der derzeitige csU Minister Dobrindt auf Gesetze und Urteile pfeift - wer in der AgD sollte diese eklatanten Verfehlungen beenden? Selbst der Kanzler lässt das durchgehen. Vielleicht macht Dobrindt an gleicher Stelle nahtlos weiter - seine Einstellung ist nicht weit entfernt...

      • Tom Tailor

        @Perkele:

        Bitte die Dimensionen beachten. Wir sprechen hier von Zwangsvertreibung mit militärischen Mitteln. So etwas wird keine einzige exekutive Kraft auf Zuruf durchführen, dazu bräuchte es einen rechtskräftigen Beschluss im Bundestag der ratifiziert werden müsste. Daher nochmal: auf welcher Gesetzesgrundlage soll der zustande kommen?

        • Abdurchdiemitte

          @Tom Tailor:

          Wenn es JETZT nicht möglich ist, warum sollte es dann in Zukunft nicht möglich werden?



          Die Frage ist doch, ob unsere demokratischen und rechtsstaatlichen Leitplanken halten werden. Und ob die AfD, sollte sie regieren, sie ‚nur‘ weiter nach rechts(außen) ‚ausdehnen‘ - über das hinausgehend, was die Bundesregierung bzw. Dobrindt jetzt schon macht -oder ob sie sie komplett demolieren kann. Die aktuellen Äusserungen Siegmunds lassen da nichts Gutes erahnen.



          Nun kann man argumentieren, eine AfD-(geführte) Landesregierung in Magdeburg könne ja nicht so viel Schaden anrichten, aber auch hier: wer sagt denn, ob es bei der derzeitigen politischen Entwicklung dabei bleibt oder die AfD nicht auch im Bund irgendwann zu den Fleischtöpfen der Macht greifen bzw. Kontrolle/Zugriff auf die drei Gewalten erlangen kann?



          Der Blick auf die USA hilft da leider nicht viel weiter. Momentan scheinen die demokratischen Institutionen sich noch im erfolgreichen Abwehrkampf gegen den Autoritarismus Trumps zu befinden, selbst der von den Republikanern dominierte Supreme Court hat ihm schon mehrere empfindliche Niederlagen beigebracht. Und die Zeit läuft mit Blick auf die Midterms im November gegen Trump.

        • Perkele

          @Tom Tailor:

          Encantado hierunter hat's schon gesagt: die Faschos werden sich einen feuchten Kehricht um Gesetze kümmern, welche auch immer, auch den vielleicht !!! fehlenden rechtskräftigen Beschluss im BT. Niemand kann zudem garantieren, dass ein solcher Beschluss NICHT zustande kommt?

        • Encantado

          @Tom Tailor:

          "...dazu bräuchte es einen rechtskräftigen Beschluss im Bundestag der ratifiziert werden müsste."



          Und wenn's doch ohne gemacht wird? Einfach so? Ist das so unvorstellbar?

          • Tom Tailor

            @Encantado:

            Militäreinsätze ohne Bundestagsbeschluss im D der Gegenwart, eingebunden in EU und NATO?

            Ja, das ist unvorstellbar.

  • economista

    Wäre es nicht besser, die Diskussion zu entdramatisieren und Begriffe entsprechend ihrer tatsächlichen, und nicht mutmaßlichen Bedeutung zu verwenden?

    Migration ist ein modernes Wort für Völkerwanderung, bei der sich Menschen, die in der EU ankommen, in aller Regel freiwillig für Deutschland entscheiden. Remigration heißt, dorthin zurückzugehen, woher man kam, und impliziert Zwang, weil Migranten, die weiterziehen möchten, nicht generell eine Rückkehr in ihre alte Heimat vorschwebt. Diejenigen, die zurück in ihr Herkunftsland möchten, haben aber das Recht dazu und nur ein totalitärer Staat würde versuchen, es ihnen zu versagen. Deswegen bringt es uns nicht weiter, Remigration zum rechten Kampfbegriff zu machen.

    Was die AfD eigentlich will, ist mehr Emigration, denn wo Menschen bleiben sollen, die sie in Deutschland nicht haben will, ist ihr wurscht. Der einfachste Weg zu mehr Emigration ist es, im eigenen Land für so schlechte Zustände zu sorgen, dass Menschen ein Eigeninteresse entwickeln, anderswo ihr Glück zu suchen. Am besten mit wirtschaftlicher Talfahrt und dem damit verbundenen Sozialabbau.

    • Abdurchdiemitte

      @economista:

      „Der einfachste Weg zu mehr Emigration ist es, im eigenen Land für so schlechte Zustände zu sorgen, dass Menschen ein Eigeninteresse entwickeln, anderswo ihr Glück zu suchen.“



      Nun, das ist auf den Punkt gebracht genau das, was die AfD erreichen möchte. Der Haken an der Sache - den die AfD geflissentlich verschweigt - ist nur, dass nicht die sozial Deprivierten auswandern werden (weder die Autochthonen noch die Migranten, die man loswerden will), sondern diejenigen, die sich das leisten können und als Fachkräfte über das Know-how verfügen, um unsere Wirtschaft am Laufen zu halten.



      Aber die Argumentation der AfD ist in dieser Frage ja keine ökonomische, sondern eine völkische in bester Nazi-Manier. Das ist zwar irrational, verfängt momentan nur leider recht erfolgreich.



      Und dann: geht man von der Perspektive aus, dass massenhafte Fluchtmigration - größtenteils über lebensgefährliche Routen (!) - eine Folge der globalen (ökologischen) Polykrise ist, so kann man nur feststellen, dass die dagegen errichteten Dämme irgendwann auch nicht noch höher gebaut werden können (Ceuta!).



      Mit anderen Worten: wohin soll man denn auswandern, wenn die Lebensverhältnisse überall schlecht sind?

    • Kahlschlagbauer

      @economista:

      Sie vergessen (warum wissen Sie am besten), daß 'Remigration' ein Kampfbegriff der neuen Rechten ist. Er wurde erst nach der geheimen Konferenz, auf der Herr Sellner ihn einführte, in in seinem jetzigen Sinn verwendet. Und der ist: Deportationen und ethnische Säuberung. Dazu militärisches Gerät gebrauchen zu wollen, macht es nur noch klarer.

      • Abdurchdiemitte

        @Kahlschlagbauer:

        Sehe ich auch so. Herr Siegmund hat diesbezüglich jetzt nur die Katze aus dem Sack gelassen. Das kann er, weil viel Widerstand aus der Zivilgesellschaft ohnehin nicht mehr zu erwarten ist.



        Wer hören will, der höre. Wer sehen will, der sehe.

      • economista

        @Kahlschlagbauer:

        Remigration stand schon im 17 Jahrhundert für freiwillige Rückkehr ins Herkunftsland. Das militärische Gerät wird dafür natürlich nicht gebraucht, sondern für massenhafte Abschiebungen und Grenzsicherung. Ja, die AfD will diese, differenziert aber immerhin auch zur Remigration. Wir dargelegt, will sie eigentlich die Emigration ihr nicht genehmer Gruppen.

        • Abdurchdiemitte

          @economista:

          „Ja, die AfD will diese, differenziert aber immerhin auch zur Remigration.“



          Die Masche sollten Sie eigentlich längst erkannt haben, intelligent wie Sie sind.



          Natürlich lässt die AfD ihre Vorstellungen zur Remigration bewusst im Nebulösen. Jede/r kann sich dann seinen Teil dazu denken.



          Aber in der Konzeption Sellners - den die AfD ja gerne zu sich einlädt, um diese zu vor erlauchtem Publikum zu erläutern - ist eindeutig, was gemeint ist: es geht mitnichten um (monetäre) Auswanderungsanreize oder die konsequente Abschiebung von 300 - 400.000 Illegalen. Es geht um Massendeportationen in Millionenhöhe. Und es geht beileibe nicht nur um sogenannte ‚Kulturfremde‘. Die ‚wohltemperierten Grausamkeiten‘, von denen Höcke schon länger spricht (er hat das ja nie zurückgenommen).



          Margot Friedländer, Esther Bejarano und viele andere - Frau Knobloch tut es noch (!) - haben pausenlos vor einer Wiederholung der Geschichte gewarnt. Warum werden sie nicht ernst genommen, obwohl zu ihren Ehren Gedenkveranstaltungen stattfinden und Schulen benannt werden?

  • Land of plenty

    Wie schön, dass alle so sehr an die Bestrafungsmethode Abschiebung glauben und sich daran beteiligen, die Bestrafung der Anderen zu versachlichen.



    Zu den kollektiven narzisstischen Aggressionen gehört:



    das Abspalten, in Gut- oder Böse einteilen, dieses Bestrafungsbedürfnis, die Überhöhung der Eigengruppe und die Entwertung Anderer.



    Sicher ist da das Potential noch nicht ausgereizt an Mobilisierung durch eine Heimatrausch-Partei.



    So ist seit dem Gigi D'Agostino-Umdichten die völkische Bewegung, die aus der Realität aussteigen will, Teil der Popkultur geworden.



    Früher ging es um Lernen, Weiterentwicklung, Reife, und entsprechende Ziele bei Delinquenten. Ganz einfach: niemand ist "ausreisepflichtig". Alle können sich verändern.



    Wie kommt's, dass auf einmal "Migration" zum alles dominierenden Thema wird? Wer von den Migranten gibt dafür Anlass?



    Es geht also um eine Deutungsmacht, und die bisher "bürgerlich-liberalen" sind reihenweise dabei an die Rechtsradikalen ihre Deutungsmacht abzugeben. So die Lanz- und anderen Talkshows. Wer Deutsch ist besitzt die Herrschaft als Eigentümer. So die irrationale Unlogik.

    • Land of plenty

      @Land of plenty:

      irrational deshalb, weil ein öffentlich-rechtliches Gebilde kein privates Eigentum ist und auch deshalb, weil wir unverweigerbar in der Weltgesellschaft leben und alle ständig miteinander interagieren. Es ist gut, dass es die Kulturen in der Welt gibt! Es kann viele weitere Hybridisierung, kulturelle Vermischung geben.



      Die Parolen der Afd und ihre Resonanz, ihre Verstärker, lassen glauben, dass alles Äußere eine Bedrohung sei - für das nationale Kollektiv.



      Der Wandel zu einem veränderten Staats- und Nationsverständnis der letzten 20 Jahre hin zu mehr weltbürgerlicher Verbindung ist schon der Entwicklung hinterher gewesen.



      Gleichberechtigter Austausch ist möglich transnational und von unten, zueinander und bringt Lösungen für eine neue Welt hervor.-Darum geht es.



      Die Afd orientiert quasi auf Stammeskrieg.



      Das Vorverständnis ist ein monolithischer homogener Ethnos, gegen das jede Zuwanderung eine persönliche Beleidigung ist.

    • Don Michele

      @Land of plenty:

      Warum sprechen Sie bei Abschiebungen von Bestrafungsmethoden, wenn es sich um Ausreisepflichtige am Ende eines rechtsstaatlichen Verfahrens handelt? Aus meiner Sicht ist das schlicht die Durchsetzung des Rechtsstaats, so wie auch ein ergangener Steuerbescheid durchgesetzt wird. Ihre Aussage „Niemand ist ausreisepflichtig“ bewegt sich eher im moralischen als im rechtsstaatlichen Bereich und steht im krassen Gegensatz zur Definition eines Staates. Warum das Thema Migration so dominant ist, sollte klar sein, denn es wirkt sich in der bestehenden Größenordnung auf sehr viele Lebensbereiche aus. Das sind: innere Sicherheit (PKS), Wohnungsmarkt, Bildungspolitik, Gesundheitssystem sowie die finanzielle Überlastung von Kommunen, Ländern, Bund und Sozialkassen.

      • Abdurchdiemitte

        @Don Michele:

        Wenn es hier doch nur um die Abschiebung Ausreisepflichtiger ginge - und auch diese geniessen einen gewissen Rechtsschutz in unserem Land - könnte ich Ihnen noch beipflichten.



        Um mir aber zu viel Schreiberei hier zu ersparen, verweise ich auf meinen Kommentar an @economista weiter oben. Und wenn Sie das schon nicht ernst nehmen können, lesen Sie wenigstens das, was Frau Knobloch über die Vergleichbarkeit von NSDAP und AfD gesagt hat.

  • zartbitter

    Merz hat in der Generaldebatte des Deutschen Bundestages die Migrationsforderungen der agd auf den Punkt gebracht:



    Der agd Begriff „Remigration“ bedeutet nichts anderes als „ethnische Säuberungen nach Hautfarbe und Herkunft.“



    =



    Merz adressierte den agd Import aus der Schweiz namens Weidel direkt und warf der Partei vor, das Land destabilisieren zu wollen. Trotz starker Ergebnisse bei den Landtagswahlen ) bleibe die agd eine destruktive Kraft ohne Chancen auf eine absolute Mehrheit.



    =



    Merz stellt die Agentur gegen Deutschland dahin wo sie ideologisch hingehört: In den Einflussbereich und in der geistigen Nähe zum Nationalsozialismus.



    =



    Der Querkopf Stephan Brandner/agd kündigte daraufhin diesbezüglich eine Klage an - hoffentlich - es wird Zeit das Gerichte anfangen sich mit den Rechtsradikalen der agd zu beschäftigen.

  • hedele

    Genauso dämlich ist es jetzt, die Absetzung von Merz zu fordern, so wie die Medien es jetzt landauf landab predigen Ich mag ihn auch überhaupt nicht, aber wer sonst sollte es denn jetzt gegen Rechts machen? Wir Linke haben auf absehbare Zeit keine Mehrheit. Immerhin ist Merz offenbar (in geringem Maße) lernfähig, was die Gefahr von Rechts anbelangt. Dafür bin ich ihm ernsthaft dankbar.

    • Wanderin

      @hedele:

      Stimme in allem zu. Ich finde es auch blöd, die Absetzung zu fordern.

  • Land of plenty

    Genau so ist es, wie Eikmanns es beschreibt.



    Nur:



    Die bisherige Berichterstattung über das Tagesgeschehen wird unterbrochen durch das Übertönen mit Afd-Parolen. Weil die also jetzt verstärkt lauter schreien, seien diese Parolen jetzt richtiger als die bisherige Berichterstattung.



    Markus Lanz und seine Gäste helfen der Afd zu definieren, was diese mit "Remigration" meinte. In der Sendung vom 10.9.26

  • Selim Aygül

    Ich finde, ein Politiker sollte – unabhängig davon, welcher Partei er angehört – sehr verantwortungsvoll und diplomatisch mit seinen Worten umgehen. Gerade bei Begriffen wie „Remigration“ oder „ethnische Säuberung“ zeigt sich, wie wichtig eine klare und verantwortungsvolle Sprache in der Politik ist. Solche Formulierungen können zwar Aufmerksamkeit erzeugen und bestimmte Teile der Bevölkerung emotional ansprechen, sie können aber auch erheblichen gesellschaftlichen Schaden anrichten.

    Bei den hier beschriebenen Aussagen entsteht bei mir eher der Eindruck, dass politische Zuspitzung wichtiger wird als eine sachliche Auseinandersetzung. Von Menschen, die politische Verantwortung übernehmen wollen, erwarte ich jedoch Sachlichkeit, Respekt und ein Bewusstsein dafür, welche Wirkung ihre Worte haben. Wenn politische Debatten immer stärker über Provokation geführt werden, entstehen bei mir Zweifel an der politischen Reife und Kompetenz derjenigen, die sich als Alternative zur bisherigen Politik präsentieren.

    Gleichzeitig sollte man gerade bei einem möglichen Regierungswechsel sehr genau auf Wahlversprechen schauen. Ein Land beginnt nach einer Wahl nicht bei null. Eine neue Regierung über

  • Astrid Sehnefeld

    "Es ist ja auch schwer zu glauben, dass sich über 40 Prozent der Wählenden in Sachsen-Anhalt für eine Partei entschieden haben, die ethnische Säuberungen plant. Und dass es in bundesweiten Umfragen fast 30 Prozent erwägen. Aber genau so ist es."



    Nein so ist es nicht.



    40% der Sachsen-Anhaltiner und 30% bundesweit wollen politische Lösungen und trauen sie den alten Parteien nicht mehr zu.



    SO ist es.



    Beispiel Asylpolitik: die Asylberechtigung nach Art. 16a GG wird nur für 1 % aller Antragsteller positiv beschieden



    +15% die Flüchtlingsschutz nach der Genfer Konvention erhalten = Schutz vor zielgerichteter Verfolgung (Rasse, Religion, Nationalität)



    +20% die subsidiären Schutz §4 AsylG erhalten = Bürgerkrieg im Heimatland, Folter



    +5% aus nationalen Abschiebungsverboten § 60 AufenthG = konkrete Gefahren im Heimatland, Existenzminimum-Unterschreitung



    Bleiben 60% die formal ausreisepflichtig sind - Jahr für Jahr.



    Die gehen aber nicht, rutschen zu 75-80% in die Duldung.



    Das ist absurd.



    Und selbst von den VOLLZIEHBAR Ausreisepflichtigen werden jährlich nur 9% abgeschoben.



    Dieser Mangel an Vollzug bestehender Gesetze bricht der AfD Bahn.



    Die Untätigkeit Regierender ist der wahre Motor der AfD.

    • Thomas Böttcher

      @Astrid Sehnefeld:

      „Nein so ist es nicht."

      Doch, genauso ist es.

      „Langzeitstudien (wie die Mitte-Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung oder Erhebungen des Leipzig-Instituts für Demokratieforschung) kommen zu folgenden Ergebnissen:



      Abkehr von der „Protestwähler“-These:



      Früher wurde die AfD oft als reine Protestpartei wahrgenommen. Neuere Studien zeigen, dass der Großteil der heutigen AfD-Wählerschaft die ideologischen Positionen der Partei bewusst teilt.



      Manifestes rechtsextremes Weltbild:



      Ein erheblicher Teil der AfD-Wähler weist in Befragungen ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild auf. Dazu gehören Fremdenfeindlichkeit, Ethnonationalismus, Antisemitismus und die Verharmlosung des Nationalsozialismus."

      Alles klar??

    • Land of plenty

      @Astrid Sehnefeld:

      Sie betonen Ihre ostdeutsche Identität, ja?



      Übrigens heißt es Sachsen-Anhalter, sachsen-anhaltisch und nicht "Sachsen-Anhaltiner."



      Sachsen-Anhaltiner ist die Bezeichnung für das frühere Adelsgeschlecht, die Aristokraten.

    • Corina Strößner

      @Astrid Sehnefeld:

      Wenn 60% formal aufpreispflichtigen Menschen in die Duldung rutschen, muss man sich vielleicht auch einmal fragen, ob die Anerkennungsgründe überhaupt zur Realität der Menschen passen. Ich nenne mal als Beispiel Jesidinnen, die durch den IS (oft als Kinder) versklavt und langanhaltend gefoltert und sexuell ausgebeutet wurden. Viele von denen werden ausreisepflichtig, weil es aktuell keinen Krieg im Irak gibt. Das gleiche gilt für Folteropfer aus Syrien. Einige brauchen langjährige Therapien und würden nach einer Abschiebung wahrscheinlich nicht lange überleben. Duldung gilt auch für Leute, die hier gerade eine Ausbildung machen oder in einem Betrieb arbeiten, der sie nicht entbehren will. Gerade in der Pflege arbeiten auch Leute mit Duldung. Natürlich ist Duldung keine Lösung, aber es ist ja gerade die Anti-Migration-Stimmung, die verhindert, legal saubere Lösungen zu finden.

    • Axel Schäfer

      @Astrid Sehnefeld:

      Da wird ständig von abstrakten Zahlen geredet, scheinbar kennt niemand Menschen mit Duldung die dann in eine Arbeit oder ein Ausbildungsverhältnis "rutschen" und da benötigt werden.



      Wenn ich mir einmal alle, die ab 2015 gekommen sind wegdenke habe ich keine Ansprechpartner mehr bei Behörden, Ingenieurbüros und kaum AK in Baufirmen, wenn ich die Spinnerei der AgD weiterspinne können wir dann auch ganz zumachen, weil dann Kliniken, Arztpraxen, Pflegedienste etc. mit kaum noch Personal dastehen. Vielleicht ist das in S-A alles ethnisch so geordnet, das in den Bereichen nur Biodeutsche arbeiten und das könnte funktionieren, im Westen sicher nicht.



      ... und wenn ich es seit Jahrzehnten mit Reallohnverlusten zu tun habe, dann liegt das an der Privatisierung staatlicher Leistungen und das sich hier eine privilegierte Schicht (die auch von der AgD protegiert wird) nicht mehr am Steueraufkommen und Finanzierung der Sozialsysteme beteiligt. Was meinen Sie denn, wie viel Cent mehr Sie in der Taschen haben werden, wenn jetzt alle "VOLLZIEHBAR Ausreisepflichtigen" morgen verschwunden wären?

    • aeshna cyanea

      @Astrid Sehnefeld:

      Hier wird Ihnen geholfen, mediendienst-integ...ausreisepflichtig/. Bitte lesen und verstehen. Abgesehen davon, ist nicht die Migration unser Problem, sondern die 40 % AfD Wähler die eine faschistische Partei wählen und aus Dummheit, Wohlstandsverwahrlosung oder Rohheit für die von der AfD propagierte Selektion von Menschen sind. Diese geplante Selektion wird kein einziges Problem Deutschlands lösen.

    • Django

      @Astrid Sehnefeld:

      Andererseits: Angesichts der demografischen Entwicklung braucht Deutschland eine Netto-Zuwanderung "in den Arbeitsmarkt" von sehr vielen Menschen (ich habe mal die Zahl 400.000 gelesen). Wie wäre es, wenn man, die die ohnehin kommen, dazu motiviert, sich ihr Geld selbst zu verdienen, anstatt ihnen erst einmal mit einem Arbeitsverbot diesen Weg zu versperren?

      • Tom Tailor

        @Django:

        Und wieder andererseits: ich lese hier in schöner Regelmäßigkeit von diversen Forenteilnehmern, dass der "ausbeuterische und klimaschädliche Kapitalismus ein absoluter Irrsinn ist". Demnach sollten wir tunlichst dafür sorgen, das wir jegliche klimaschädliche Produktion und jedes ausbeuterische Arbeitsverhältnis (also solche die im Kapitalismus vorzufinden sind) runter fahren. Wozu brauchen wir dann Zuwanderung?

    • Nansen

      @Astrid Sehnefeld:

      Sind Sie sicher, dass Sie nicht doch mit der AfD sehr sympatisieren?



      Wenn Sie von den "alten Parteien" schreiben, geben Sie sich genauso dem AfD-Jargon (Altparteien) hin, wie anschließend unweigerlich das Migrationsthema kommt.



      Die paar "Dunkelhäutigen", die das reaktionäre Ossitum so triggert und die im Osten so sehr in der Minderheit sind, dass sie kaum wahrnehmbar sind, stellen kein Problem dar, welches achso dringend politisch gelöst werden müsse. Schon gar nicht an erster Stelle.



      Probleme sind andere da: Soziale Ungleichheit, Bildung, Energie, Klima...



      Alles nichts, was schnell lösbar ist und worauf die alten Schreihälse von der AfD und ihre reaktionäre Fanbase keine Antworten hat.

      • Land of plenty

        @Nansen:

        Sie beherrscht die leugnende Bestätigung. Wie Sahra Wagenknecht in den talkshows: "Nein ich bin nicht für Putin, man soll aber der Ukraine keine Waffen liefern."



        Und das ist jeden Tag das gleiche Dauerfeuer, das aus Überzeugung die Stimmung macht und die Meinungen manipuliert.

        • Astrid Sehnefeld

          @Land of plenty:

          Ich bin für Fachkräftezuwanderung aber gegen Armutsmigration.



          Worin Sie da eine leugnende Bestätigung sehen ist mir unverständlich.



          Ich sehe deutlich zu wenig Kapazitäten gegeben, Hunderttausende in der Erwachsenenbildung zu beschulen und auszubilden, bevor sie dann Teil der Erwerbsgemeinschaft werden können.



          Und dafür müssten auch klare Altersgrenzen her.



          Einen 40 jährigen jahrelang zu beschulen und auszubilden kostet sehr viel Geld, wenn er danach noch 20 Jahre arbeiten geht, bevor er dann in die Grundsicherung fällt, weil er niemals auf ausreichend Rentenpunkte kommt, ist das definitiv von vorn bis hinten ein Minusgeschäft für uns.

          • Land of plenty

            @Astrid Sehnefeld:

            Ihre Nation macht also Geschäfte bei denen das Volk ins Minus geraten kann. Klassengegensätze gibt es keine. Sorgen Sie dafür, dass Sie nicht so viel kosten.

      • Corina Strößner

        @Nansen:

        "das reaktionäre Ossitum" -> Das sind dann die 30% bundesweit? Die AfD ist KEIN ostdeutsches Phänomen. Leipzig ist linker als Gelsenkirchen. Genauso wie sie Kriminalität nicht verstehen, wenn sie auf Ethnie fokussieren, verstehen sie Rechtspopulismus nicht, wenn sie auf die Geografie schauen. Es geht um sozio-ökonomische Faktoren: Einkommen, Eigentum, Bildung, Infrastruktur.

        • Axel Schäfer

          @Corina Strößner:

          Die AgD triggert ja Abstiegsängste und scheinbar fallen viele, denen es ja gut geht, die aber Angst haben es könnte schlechter werden, auf die Aufschneider der AgD rein.

        • Nansen

          @Corina Strößner:

          Aber darum geht's denen doch eh nicht.



          Würde sagen: Die Wiedervereinigung hätte nie passieren dürfen. 😁

          • Astrid Sehnefeld

            @Nansen:

            Es war keine Wiedervereinigung, das setzt gleichberechtigte Partner voraus.



            Ansonsten stimme ich Ihnen gerne zu.

    • TGV

      @Astrid Sehnefeld:

      Ja dann ist ja gut, dann passiert die ethnische Säuberung ja nur nebenbei, weil eigentlich Obiges gemeint war.

  • realnessuno

    Sorry aber ohne Bildung und Geschichtsbewußtsein wird das Nichts mit der Demokratie. Da ist auch nicht auf Vernunft zu hoffen.

    Unsere Regierungen spüren genau jetzt dass sie in den letzten 40 Jahren geschlafen haben. Im sozialen Bereich nur gestrichen, Bildung und demokratisches Denken nicht gefördert, keine Herausforderungen für die Jugend, wenig Zukunftsaussichten.



    Dafür gab es immer Industrieförderung, Konsum, Konsum, Konsum und mehr Konsum. Ach ja, und Handy mit seinen Werbenetzwerken...

    Gerade über Letzteres verbreiten die Rechten 24h jeden Tag auf fast allen Kanälen (tictok, instagram, x / twitter, youtube, rechtslastige Onlineportale usw) ihren Müll. Meist "KI" gesteuert und von rechtsradikalen think-tanks geplant.



    Dagegen kommt Vernunft einfach nicht an! Es gibt keinen beliebten Nachrichtenkanal wo keine braune Scheiße verbreitet wird. Die besetzen unsere Kommunikation, verstopfen den Informationsfluß und steuern die Nachrichtenauswahl mit Filtern, wie bei personalisierter Werbung (wofür die technische Infrastruktur aufgebaut wurde).

    Selbst kritische Menschen schalten da ab oder ergeben sich irgendwann. Also redet euch bitte keine Märchen ein. Tut etwas!

    • Tom Tailor

      @realnessuno:

      "Es gibt keinen beliebten Nachrichtenkanal wo keine braune Scheiße verbreitet wird."

      Offenbar sind Nachrichtenkanäle ohne "braune Scheiße" eben unbeliebt, :D Dauerhaft einen Kanal zu betreiben der kaum Konsumenten hat ist ein Verlustgeschäft ohne Aussicht auf Besserung. Kennen Sie jemanden, der solch ein Geschäftsmodell betreiben würde?

      • Zangler

        @Tom Tailor:

        Ja, nennt sich Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk. Und deshalb wird der von den Blaunen bekämpft und inhaltlich von den Rechtsauslegern in CDU und CSU unterminiert.

        • Tom Tailor

          @Zangler:

          Dann liegt es doch aber an den öffentlich-rechtlichen, unterhaltsame Nachrichtensendungen ohne "braune Scheisse" zu produzieren. Schlussfolgerung: Entweder gibt es dann im ÖRR solche Sendungen nicht oder sie sind nicht unterhaltsam genug um nennenswert viele Konsumenten an sich zu binden. Finde den Fehler.

    • Perkele

      @realnessuno:

      Richtig so! Dem schließe ich mich an.

    • derzwerg

      @realnessuno:

      Danke. Stimmt alles, vor allem das mit den Handies

    • Sole Mio

      @realnessuno:

      „Im sozialen Bereich nur gestrichen“:

      Sozialausgaben 2005: 690Mrd €



      Sozialausgaben 2025: 1.430 Mrd €

      Die Ausgaben haben sich in der Summe verdoppelt, in Relation zum Wirtschaftswachstum immer noch um etwa 4% gestiegen.

      Interessant ist die Summe der nicht arbeitenden Menschen in Deutschland.



      Diese war 2005 nahezu identisch mit 2025.

      • Comerade Aardvark

        @Sole Mio:

        Also wird für die Alimentierung gleich vieler Leute jetzt - wenn man Inflation herausrechnet, real 4% mehr ausgegeben als vor 20 Jahren? oder in Relation zum BIP? Aber 4%, nicht 4 Prozentpunkte des BIP mehr? Und das bei einem Verwaltungskostenanteil von wie viel?



        Das ist jetzt nicht unbedingt der größte Ausgabentreiber, würde ich sagen.

      • Klabauta

        @Sole Mio:

        Zur Einordnung:



        Arbeit und Soziales: 36,7% machen des Gesamthaushaltes 2026 aus, davon entfallen wiederum 72% auf die Rente



        Quelle: www.bundeshaushalt...shalt-digital.html

      • Axel Schäfer

        @Sole Mio:

        Da sind aber die Renten mit drin und auch die Zuschüsse für die Rentner mit zu kleiner Rente.



        Die Zahlungen der Rentenversicherung gehören ja auch nicht in den Bundeshaushalt, da gehört höchstens der Bundeszuschuss rein und dann sollte man auch die nie rückgezahlten Entnahmen seit 1957 (Teufel-Tabelle) mit einrechnen.

  • David Lejdar

    Auch ich finde, dass es Motiv ethnischer Säuberung hat. Aber ich finde nicht, dass der Rest des Bundes viel erhabener wäre, wenn es da heißt: "Ausländer sollen uns billig die WCs reinigen!", wobei ich es auch eigener Erfahrung kenne, dass nur der Nachname ausreicht, um in solche "Subgruppe" reinkategorisiert zu werden. Als Beispiel, Bemerkung wie: "Sie können ja gut Deutsch." (Jobmesse über Jobcenter), wo CV vor sich hatte, mit Nennung von Leipzig als Geburtsort, usw.

    Und insbesondere heftig sowas in Berlin, das über Jahrhunderte eigentlich viele Leute aus Ausland integriert hatte, bevor da paar Typen von der Alm kamen, und so taten, als ob es alles deren Familienanwesen wäre, und dass es gilt alle anderen zu "entsorgen", die nicht zu dieser irgendwelcher Dorfgemeinschaft gehören, in welcher Väter ihren Töchtern zu erzählen scheinen, dass fremdes Erbgut ganz schlimm ist (also noch weit krasser als es beim Adel der Fall war, wie z.B. an der Alm).

    • Sole Mio

      @David Lejdar:

      Wen meinen Sie mit:“Typen von der Alm“?

      • Mondschaf26

        @Sole Mio:

        Es ist vermutlich der Stammsitz der Hohenzollern (Berliner



        „Kaisers") auf der Schwäbischen Alb gemeint.



        de.wikipedia.org/wiki/Burg_Hohenzollern

  • dator

    Angeblich sind ja nicht alle AFD Wähler in Sachsen Anhalt waschechte Nazis gewesen. Angeblich gilt das in allen Bundesländern mit starkem AFD Zuspruch.

    Nun zeigt diese Partei ja mittlerweile dort (Sachsen Anhalt) ihr wahres Gesicht.

    Ok dann müsste ja jetzt ein Raunen durch die Wählerschaft gehen, und einige von ihrem Vorhaben, diese Partei zu wählen, bei den bald folgenden weiteren Landtagswahlen abrücken. Da bin ich ja wirklich mal gespannt.........

    • hedele

      @dator:

      Ich kenne nun einige AfD-Wähler und es wird dadurch nicht besser: Diese Leute wünschen sich tatsächlich eine Pöbelherrschaft, die Ochlokratie, genauso, wie Polybios sie beschreibt. Und sie wollen dabei partout nicht einsehen, dass sie genau damit den Boden der Alleinherrschaft bereiten, wo sie doch angeblich so Super-Demokraten sind!

  • AuchNeMeinung

    Dieser Beitrag ist grundsätzlich richtig greift ab mE viel zu kurz.



    Selbstverständlich ist die AFD eine grundweg ausländerfeindliche Partei, dies erklärtjedoch nicht vollständig weshalb knapp 44% der Wähler sich dafür entschieden haben.

    Der eigentliche Grund liegt hauptsächlich auch im wirtschaftlichen Bereich begründet, da die Menschen sprichwörtlich die "Schnauze" voll haben das Leistungsbezieher vergleichbar viel bekommen wie Vollzeitbeschâftigte bzw unter Abzug der Aufwendungen um zur Arbeitsstätte zu kommen meist sogar weniger als Grundsicherungsempfänger.

    Es ist schon traurig das Arbeitnehmer eine im Grunde maximalst wirtschaftsliberalen Partei wählen um wieder stärker zum Leistungsprinzip zurückzukehren.

    Dazu noch die Vorstellung CDU zu wählen und dann die Linken zu bekommen war auch nicht hilfreich.

    Im Bereich des Asylaufenthaltsrechts würde es schon helfen die Duldungen zu beenden, vor allem bei denjenigen die keine Papiere hatten

    • aeshna cyanea

      @AuchNeMeinung:

      Ach was, müssen jetzt wieder Arme, Arbeitslose und Flüchtlinge herhalten als Entschuldigung ("Grund") eine faschistische Partei gewählt zu haben? Kleiner Tipp, niemand der arbeitet, hat weniger Geld als ein Bezieher von Grundsicherungsgeld.

    • Life is Life

      @AuchNeMeinung:

      Ja, das wird bestimmt besser, wenn die AgD den Mindestlohn abgeschafft hat. Dann werden aus Geringverdienern Aufstocker.



      Und wohin wollen Sie Menschen ohne Pass abschieben?

  • elektrozwerg

    Gute Frage was er mit dem Satz gemeint hat.



    Wenn ich was nicht weiss, dann frage ich nach statt meine persoenlichen Horrorphantasien zu verbreiten, in der die AFD mit Moersergranaten und was Elbit sonst noch produziert ethnische Saeuberungen durchfuehrt.

    • Encantado

      @elektrozwerg:

      "Gute Frage was er mit dem Satz gemeint hat.



      Wenn ich was nicht weiss, dann frage ich nach..."



      Bringt nur leider absolut nichts. In solchen Fällen wird nämlich ganz bewusst zwischen den Zeilen heftig (rechts-)extrem was gesagt; das erregt Aufmerksamkeit und befriedigt das eigene Klientel. Auf Nachfragen hat man das natürlich so gar nicht gemeint.



      Altes Spielchen. Was erwarten Sie da bei Nachfragen?

    • sociajizzm

      @elektrozwerg:

      Das ist wie Brandstifter fragen für was sie denn Benzin und Streichhölzer brauchen.



      .



      Die AFD fällt ja schon länger mit Sprüchen zu millionenfacher Remigration auf. Selbst das wäre in der Praxis schon ethnische Säuberung.

  • Stavros

    Good Morning Sunshine.

    Wie meine Urgroßeltern wissen auch die heutigen AfD-Wähler ganz genau, was "ihre" Partei plant.

    Irgendwo habe ich gelesen: Die Deutschen sind wie ein trockener Alkoholiker, wenn es um Faschismus geht. Nur ein Tropfen davon kann genügen, um die alte Raserei wieder zu entfachen.

    Deutscher Faschismus ist auch nicht "gemütlich" wie italienischer oder Orbans korrupte illiberale Demokratie. Die Deutschen meinens immer ernst.

    Schritt Nummer 1: Aufhören zu kopieren, Herr Merz. Eine realistische Vision für ein gutes Land entwickeln (dazu gehören auch Debatten über Migration, aber viel weniger raumgreifend als aktuell).

    Und um Köpfe und Räume (nicht nur im Osten) kämpfen.

    Wie hat es der Alkoholiker BRD knapp 70 Jahre mehr oder weniger geschafft, gegenüber der faschistischen Verführung trocken zu bleiben?

    Das sollte, in die Zukunft gewendet, Maßstab der Politik sein, nicht nur für die CDU.

    • Sam Spade

      @Stavros:

      Aus norwegischer Sicht kann ich über ihren "trockenen Alkoholikervergleich" nur schmunzeln.

      Über die Jahrzehnte hinweg gab es mehrere europäische Erhebungen und sozialwissenschaftliche Untersuchungen zu autoritären bzw rechtsextremen Tendenzen in der europäischen Bevölkerung.

      Deutschland rangierte dabei immer im unteren Drittel. Die letzte Erhebung der Leipziger Autoritarismus Studie sieht 21% der deutschen Bevölkerung für diese Tendenzen empfänglich. Nur zum Vergleich, in verwandten europäischen Studien bringen es Polen, Italien und Frankreich auf gute 40%.

      Die Neigung zum Faschismus ist auch keine Frage der nationalen Mentalität sondern das Ergebnis von gesellschaftlichen Dynamiken, die besonders in Krisenzeiten auftreten.

      Der deutsche "Sonderweg" besteht lediglich darin, das Deutschland eine historisch gesehen recht junge Demokratie ist, deren Prägungen anfangs noch aus den Zeiten des autoritären Preußentums stammten.

      Der damals omnipräsente autoritäre Charakter ist heute in Deutschland nicht präsenter als in anderen Ländern. Nur sein Auftreten verursacht hierzulande viel mehr Lärm als anderswo, da in Deutschland eine starke Wachsamkeit ihm gegenüber herrscht.

      • Stavros

        @Sam Spade:

        Sie haben Recht, ich habe das etwas unglücklich formuliert: Einen etwaigen "essentialistischen Nationalcharakter" der Deutschen wollte ich nicht unterstellen und an so etwas glaube ich auch nicht.

        Es kommen aber viele Dinge zusammen, die eine gefährliche Mischung entstehen lassen könnten: Deutschland ist, wie Sie selbst schreiben, keine so gefestigte Demokratie, wie man glauben mag. Die Anschlussfähigkeit der AfD an die extremste Rechte, mehr als bei vergleichbaren Parteien. Eine generell in der europäischen Kultur (und anderswo) verbreitete Vorstellung, Menschen zu kategorisieren, in Freund-Feind-Schema bzw. Insider-Outsider einzuteilen und zu hierarchisieren.

        Um nur einige zu nennen.

        Was ich wirklich sagen wollte, ist etwas in meiner Polemik untergegangen.

        Nämlich: Wie schaffen wir es wieder, die Bedingungen in der früheren Bundesrepublik herzustellen, als es rechts der Union wirklich keine nennenswerten Parteien gab?

        • Sam Spade

          @Stavros:

          "Wie schaffen wir es wieder, die Bedingungen in der früheren Bundesrepublik herzustellen, als es rechts der Union wirklich keine nennenswerten Parteien gab?"

          Gar nicht!

          Die Vielfalt innerhalb einer Demokratie spiegelt sich auch in der Parteienlandschaft wieder. In den europäischen Parlamenten sind seit Mitte der 80er Jahre rechte Parteien vertreten. Es ist also kein neues Phänomen und die meisten Länder haben mittlerweile Erfahrungen im Umgang mit diesen Parteien.

          Mit Rechtspopulisten kann eine Demokratie gut zurecht kommen, solange die anderen Parteien ihr nicht die Meinungshoheit überlassen.

          Und genau das ist in Deutschland passiert. Die AfD konnte über Jahre hinweg ungehindert ihre Themen setzen bis sich diese Narrative in den Köpfen vieler Menschen verfestigten. Begünstigt durch die Polykrisen rückte dann die Mitte nach rechts und brachte die entsprechenden Wahlergebnisse.

          Es ist ein Lernprozess den die deutsche Politik jetzt durchläuft und es wird eine Weile dauern bis die richtigen Lehren daraus gezogen werden.

          Dann kann es kommen wie bei den letzten Wahlen in Polen, Ungarn, Niederlande, Norwegen oder Schweden. In allen Ländern haben die Rechten an Zuspruch verloren

          • Stavros

            @Sam Spade:

            Ihre Idee eines "sich normalisierenden Umgangs" mit rechten Parteien finde ich an sich folgerichtig. Grundsätzlich würde ich also zustimmen; allerdings denke ich, dass die AfD - vielleicht gerade wegen vieler Jahre "deutscher Sondersituation" - schon ein anderes Kaliber als die Rechtsparteien in anderen europäischen Ländern ist. Dies bestätigt ja allein das Verhältnis der europäischen Rechtsparteien zur AfD, das skeptisch bis offen ablehnend bleibt.

            Das macht den Umgang natürlich nicht leichter.

            • Sam Spade

              @Stavros:

              Teil 2



              Jetzt ist der Zug abgefahren und guter Rat teuer. Als stärkste Partei in Deutschland hat es die AfD nicht mehr nötig Kompromisse einzugehen. Setzt sich diese Entwicklung fort, wird man um die AfD nicht herumkommen, zumal der Radikalisierungsprozess von den Wählern auch noch goutiert wird. Um die radikalen Positionen einzudämmen wird man sich über kurz oder lang mit der Partei arrangieren müssen oder man strebt ernsthaft ein Verbotsverfahren an. Wegregieren lassen sie sich auf jeden Fall nicht mehr.

            • Sam Spade

              @Stavros:

              Teil 1



              Die AfD hat sich seit ihrer Gründung zunehmend radikalisiert, weil sie von Beginn an als rechtsradikale Partei von den etablierten betrachtet wurde. Das führte zur Isolierung und bewirkte eine immer extremere Besetzung von politischen Themen und Personal.

              In Norwegen und Dänemark hat man einen anderen Weg eingeschlagen. Die Rechtspopulisten wurden nicht als Feinde sondern als politische Gegner betrachtet und in den politischen Diskurs mit einbezogen. Das hat zur Mäßigung der Rechten beigetragen und deren Radikalisierung verhindert. Extreme Kräfte wurden aus deren Parteien entfernt und der Ton nach außen deutlich milder. Heute findet man extreme Positionen in den Wahlprogrammen dieser Parteien deutlich seltener als noch vor 10 Jahren. Kurz durch Einbindung haben es die etablierten Parteien geschafft sie im Zaum zu halten.

              In Deutschland lief es genau andersherum. Der rechte Flügel wäre vor einigen Jahren noch zu stoppen gewesen. Bewirkt hat dieses Freund - Schema der etablierten Parteien lediglich, das die Positionen immer radikaler wurden und die AfD in jeder Situation die Opferrolle einnehmen kann. Denn "Wir" gegen "Die" zieht immer wenn es um das Establishment geht.

    • aeshna cyanea

      @Stavros:

      Bester Kommentar zur faschistischen AfD und deren Steigbügelhalter aus dem Bürgertum.

    • Thomas Böttcher

      @Stavros:

      Stimme ihnen vollumfänglich zu.



      Es sind wir Deutschen, die das Problem sind. Nur wir. So wie wir gestrickt sind, kommt immer wieder die gleiche alte Sch#### hoch. Wir sind sozusagen zum Kotzen. Und wenn wir nicht damit aufhören, werden wir damit untergehen. Eine Marie le Pen und eine Giorgia Meloni wissen genau, warum sie mit der AFD nicht können, mit den Deutschen nicht können. Sie ahnen, wohin die Reise geht.

    • Wanderin

      @Stavros:

      Ja, stimme zu.

      Schwarze Deutsche haben vor Jahren in den sozialen Medien darauf hingewiesen, dass es im deutschen Kolonialismus die Genozide an Herero und Nama, KZs, Zwangsarbeit und "Experimente an Menschen" gab, wie später im Holocaust, wo das "Untermenschen- Denken" auf andere Gruppen übertragen wurde. Den dt. Kolonialismus wollte man aber nicht aufarbeiten, denn "das ist doch so lange her". In der BRD nach dem 2. WK ging es mit Medienhetze auf Gastarbeiter, Muslime, Flüchtlinge weiter. Die Rhetorik der Nazis vom "Parasiten, der sich am Volkspelz labt" wurde auf neue Gruppen übertragen.



      .



      Und in der dt Kolonialzeit argumentierte man mit solchen Argumenten gegen die Vernichtung der Bevölkerung: „Aber eine Vernichtungspolitik braucht sie darum doch nicht zu werden, dies nicht aus Liebe zu den Eingeborenen, sondern aus Liebe zu unserer Sache. Denn ich halte eine Vernichtung der Eingeborenen zumal eines so lebenskräftigen Stammes wie die Herero wirtschaftlich für schädlich".



      .



      Das hört sich doch so "mitmenschlich" an, wie viele Linke heute argumentieren. (Stichwort "Wir brauchen die als Bettpfannen-Ausleerer", "was soll aus unserer Wirtschaft werden")

      • Wanderin

        @Wanderin:

        Alles, was wir in der Geschichte nicht konfrontieren und aufarbeiten wollen, müssen wir wiederholen. Leider.

        • Wanderin

          @Wanderin:

          Das mit den KZs und Menschenexperimenten im Kolonialismus, die im Holocaust wiederholt wurden, kann man hier nachlesen: de.wikipedia.org/w...en_Herero_und_Nama

          Und bevor wieder irgendjemand schreit, dass die Einzigartigkeit des Holocausts nicht verglichen werden darf: Mittlerweile wirkt das weniger wie eine tugendhafte Aufrechterhaltung von Holocaust- Gedenken, sondern wie ein egoistischer Schutzreflex, der die Teil- Amnesie aufrecht erhält, mit der man wiederkehrende Muster in den Zyklen der Geschichte nicht sehen möchte.

          • Sam Spade

            @Wanderin:

            "Schwarze Deutsche haben vor Jahren in den sozialen Medien darauf hingewiesen, dass es im deutschen Kolonialismus die Genozide an Herero und Nama, KZs, Zwangsarbeit und "Experimente an Menschen" gab".

            Dafür brauchte es keine extra Social Media Hinweise der schwarzen Community. Die Geschichtswissenschaften haben sich schon früher dem Thema gewidmet. 1967 läutete Klaus Bades "Deutscher Imperialismus in Afrika" das Ende der Mythenbildung in der BRD im wissenschaftlichen Diskurs ein. In der DDR war es der Historiker Hans Stoecker der 1960 dazu publizierte.

            2004 erschien das Standardwerk Hrsg. von Jürgen Zimmerer "Völkermord in Deutsch-Südwestafrika. Der Kolonialkrieg (1904–1908) und seine Folgen". Hierin wird akribisch die Verbindung von KZ, Rassentrennung und Vernichtungspolitik analysiert.

            Für internationales Aufsehen sorgte 2010 das Werk des britisch-nigerianischen Historikers David Olusoga "The Kaiser's Holocaust: Germany's Forgotten Genocide and the Colonial Roots of Nazism“, verfasst mit dem dänischen Historiker Casper W. Erichsen.

            Es sind auch keine wiederkehrenden Muster. Die Verbindung von der Kolonial- zur NS Zeit stellt eine Kontinuitätslinie dar keinen Zyklus.

            • Wanderin

              @Sam Spade:

              Ja, damit sind wir doch einer Meinung! Und ich finde es sehr löblich, dass Sie diesmal wenigstens etwas recherchiert und ergänzt haben, anstatt mich wie sonst durchs Forum zu stalken wie ein komischer Kauz.

            • Wanderin

              @Sam Spade:

              Ja, damit sind wir doch einer Meinung! Und ich finde es sehr löblich, dass Sie diesmal wenigstens etwas recherchiert und ergänzt haben, anstatt mich wie sonst durchs Forum zu stalken wie ein komischer Kauz.

            • Perkele

              @Sam Spade:

              Diese Linie wird fortgesetzt, sobald die agD die Produkte der einschägigen Industrie in die Hände bekommt - sie sagen es ja selbst.

  • Andreas Flaig

    "Der AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt beunruhigt die Justiz: Der Richterbund warnt vor politischer Einflussnahme, das Weisungsrecht gegenüber den Staatsanwaltschaften müsse endlich weg.



    Im Juli verwies er auf die Praxis in den europäischen Nachbarländern, wo dies fast überall entweder abgeschafft oder gar nie erst eingeführt worden sei. »In den falschen Händen wäre ein politisches Durchgriffsrecht auf konkrete Strafverfahren fatal«, hieß es."

    Werden jetzt die selben Fehler gemacht wie damals??



    "Lasst sie doch einfach mal regieren" und so ein Stuss?



    Diese Meute ist so was von geil, ihren Wahnsinn umzusetzen.



    Wenn Sachsen Anhalt nicht brennen soll:



    Die legislative, die exekutive und die judikative Gewalt sollen sich gegenseitig kontrollieren und staatliche Macht begrenzen.



    Solange Merz noch Kanzler ist, jetzt wäre strenger Handlungsbedarf!



    Ich hoffe Merz bleibt seinen Worten treu und lässt nun endlich Taten folgen.

  • Pico

    Mir ist neu, dass man zum Abschieben neuerdings Raketen bräuchte. Insofern ist die Aussage von Herrn Siegmund doch etwas sehr schräg. Dass die Bundeswehr wohl Raketen bräuchte oder gerne hätte ist ja noch nachvollziehbar. Aber für eine Behörde die für Abschiebungen zuständig ist, wohl kaum. Und egal wie man es dreht und sieht, für Beschlüsse im Parlament bedarf es einer Mehrheit und die hat die AfD nicht.

  • Perkele

    Dieser Kommentar ist gut und trifft ins Schwarze. Erstaunlich in der Sache ist, dass Merz klare Worte gefunden hat mit der Bezeichnung ethnische Säuberung. Allerdings nutzt die csdU immer wieder Vorgaben der agD und versucht diese dann selbst auszuführen. Das deutlichste Beispiel ist das Thema "Geflüchtete". Dabei kommen dann kleine Paschas und verschandelte Stadtbilder heraus - und eine Dreistigkeit von Dobrindt (csU) im Kabinett Merz, die seinem amerikanischen Vorbild entspricht. Mit solchen Mätzchen werden die Forderungen und Vorhaben der AgD salonfähig gemacht und somit massiv gestärkt - man sieht's ja....

  • Wanderin

    Danke, Herr Merz, für diese klaren Worte! Dafür hat der Kanzler meinen vollen Respekt.



    .



    Die Lektion "Du darfst keine Juden vertreiben" mag vielleicht nach Jahren Geschichtsunterricht vielleicht mehr oder weniger verstanden worden sein. Aber, "Du darfst auch keine Muslime und anderen Gruppen vertreiben" scheint immer noch nicht verstanden worden zu sein. Und weil die Geschichte jede nicht verstandene Lektion in der Gesellschaft wiederholt, sind wir jetzt hier. Leider.



    .



    Wie die Vorfahren, die "nichts mitbekommen" haben wollen, flüchtet man sich in die Amnesie und instrumentalisiert Gedenkkultur als Alibi: "Die Muslime und anderen Migranten sind aber keine Juden, darum dürfen wir das machen".

    • Martin Rees

      @Wanderin:

      Mit diesem Satz hatte aber auch die CDU große Probleme, es geht die Mär, dass den Bundespräsidenten dieser Satz seine Unterstützung und am Ende sein Amt gekostet habe:



      "Kritik an Wulffs Botschaft kam schnell auf



      Als Wullf sich den Satz zu eigen machte, löste der Bundespräsident damit vor allem in der eigenen Partei heftige Abwehrreaktionen aus.



      „Dass der Islam zu Deutschland gehört ist eine Tatsache, die sich auch aus der Historie nirgendwo belegen lässt“, sagte Hans Peter Friedrich (CSU) damals Schäubles Nachfolger im Amt des Bundesinnenministers. Er könne den Satz des Bundespräsidenten nicht unterschreiben. Ähnlich setzte sich der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach vom Staatsoberhaupt ab. Beide waren seit gestern auch die ersten Unionspolitiker, die der Kanzlerin wiedersprachen, als sich erneut auf Wulff bezog."



      Bei deutschlandfunk.de 2015



      "„Von meiner Seite möchte ich sagen, dass unser früherer Bundespräsident Christian Wulff gesagt hat: ‚Der Islam gehört zu Deutschland.‘ Das ist so; dieser Meinung bin ich auch.“



      Anders als Christian Wulff 2010 sagte Merkel nicht, der Islam gehöre „auch“ zu Deutschland."



      Der Satz wurde von Wolfgang Schäuble geprägt, 2006 auf der Islamkonferenz.

    • Axel Schäfer

      @Wanderin:

      Den Antisemitismus übertüncht die AgD mit entsprechenden Kodierungen, das heißt bei denen u.a. Eliten und Globalisten. Ansonsten war das alles für die Faschisten ein Fliegenschiss.

    • Desdur Nahe

      @Wanderin:

      Man kann es glauben, oder als Ausrede bewerten. Dennoch sollte der Vollständigkeit halber darauf hingewiesen werden, dass Siegmund danach sagte, er verstehe unter Rüstungsgütern in diesem Kontext nicht zwingend Waffen, sondern allgemein Ausrüstung, Fahrzeuge und Schutztechnik, auf die Sicherheitsbehörden und die Polizei angewiesen seien.

      • Axel Schäfer

        @Desdur Nahe:

        Ja der labert sich raus, Fahrzeuge der Polizei laufen nicht unter Rüstung und was "Schutztechnik" sein soll, soll der Raumduftvertreter mal genau erläutern. Wenn man von einem vor Menschen- und Fremdenhaß triefenden Programm getrieben wird, können einem schon mal Details abhanden kommen. In S-A arbeiten ca. 9% ausländische Arbeitnehmer und nochmal zusätzliche 2% haben einen Migrationshintergrund*. Mit im einfachen Fall 11% weniger Arbeitskräften wird sicher der Wirtschaftsaufschwung gelingen um die märchenhaften Versprechen zu finanzieren. Die Nazis haben ihre Versprechen anfangs auch durch den Diebstahl von jüdischen Vermögen und Gewerkschaftsvermögen mitfinanziert, mal sehen wo die AgD in S-A was stehlen möchte. Vielleicht eine Neuauflage der Reichsfluchtsteuer wenn man da nur noch weg möchte.

        *) was schon mal darauf hindeutet, dass man dort als Mensch mit Migrationshintergrund nicht mal tot über dem Zaun hängen möchte.

      • sociajizzm

        @Desdur Nahe:

        Der Vollständigkeit halber sollte aber auch erwähnt werden, dass die AFD Millionen von Menschen aus dem Land schaffen will.

        Das ist auch ohne den Gebrauch von Waffen bereits eine ethnische Säuberung.

  • Willi Müller alias Jupp Schmitz

    Auch wenn es noch nicht im Bund ist,



    "Lasst sie einfach mal regieren!"



    Dann werdet ihr schon sehen, was ihr davon habt.



    1933 lässt grüßen!