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Klimaanpassung in die Verfassung Eine Grundgesetzänderung reicht nicht

Jonas Waack

Kommentar von

Jonas Waack

Der Umweltminister will Klimaanpassung ins Grundgesetz schreiben. Das ist richtig, schützt aber nicht vor Klimafolgen. Es braucht eine radikale Lösung.

U mweltminister Carsten Schneider von der SPD will Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe ins Grundgesetz schreiben. Das heißt: Der Bund soll Ländern und Kommunen finanziell unter die Arme greifen dürfen bei Hitze-, Hochwasser- und Naturschutz. Das ist überfällig.

Klimaanpassung ist Katastrophenschutz, und Katastrophenschutz ist laut Grundgesetz Ländersache. Nur erhitzen wir die Erde durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe, das Roden von Wäldern und das Trockenlegen von Mooren immer weiter. Das macht viele Naturkatastrophen wie Hitzewellen, Starkregen, Niedrigwasser und Stürme wahrscheinlicher und heftiger. Und das macht Katastrophenschutz sündhaft teuer.

Bisher darf der Bund Länder und Kommunen dabei nur bei Leuchtturmprojekten unterstützen. Entsteht der Anschein langfristiger Förderung, schimpft der Bundesrechnungshof. Schneiders Vorstoß ist deshalb wichtig. Aber eine Grundgesetzänderung wird nicht reichen.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

Nur Worte auf Papier

Denn dass die Bundesregierung Geld für Klimaanpassung ausgeben darf, heißt nicht, dass sie das auch tut. Der schwarz-rote Sparhaushalt kürzt bei vielen Bereichen der Daseinsvorsorge. Warum sollten da plötzlich Milliarden Euro freiwerden, nur weil das Grundgesetz geändert wird?

Und Milliarden Euro wären nötig: Der Städte- und Gemeindebund hält 40 Milliarden Euro jährlich allein für die Instandsetzung der Trinkwasserversorgung für realistisch. Die Krankenhauslobby will insgesamt 31 Milliarden Euro für hitzebeständige und klimaschützende Krankenhäuser. Dazu kommen Kosten für Pflegeheime, Stadtbäume, natürliche Wasserspeicher und Klimaanlagen in Wohnungen.

Nur gerecht wäre es deswegen, wenn diejenigen Katastrophenvorsorge bezahlen, die sie erst nötig machen: fossile Konzerne und Überreiche. Durch ihr Geschäftsmodell und ihren Lobbyismus heizen Öl-, Gas- und Kohlekonzerne den Klimawandel an, Überreiche durch ihren Konsum. Eine einmalige Klimasolidaritätsabgabe könnte direkt an Länder und Kommunen gehen. Das ist radikaler als eine Grundgesetzänderung. Aber im Gegensatz zu Worten auf Papier kann Geld tatsächlich Leben retten.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Jonas Waack

Jonas Waack Klima-Redakteur

Jahrgang 1999, zuständig für Klima-Themen im Ressort Wirtschaft und Umwelt. Stadtkind aus Mecklenburg, möchte auch sonst Widersprüche vereinbaren. Bittet um Warnung per Mail, falls er zu sehr wie ein Hippie klingt.
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78 Kommentare

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  • R.L.

    Na es muss dann das Grundgesetz auch angewendet werden. Im Norden vorstellbar ist ja, dass Meerwasser Entsalzung für Moore vernässen + Natrium Ionen Speicher hersteleln und damit die Lokalen Bürgerenergie Erzeuger mit Solar un Wind eine Möglichkeit geben ihre nachhaltigen Energiespitzen einzuspeisen, statt die Börse zu tangieren. Mit solchem Na Speicher Netz könnte ÖPNV-W mal Mobilität für alle in die Fläche ermöglichen: dazu können ja viele Puzzelangebote zusammen wirken. E Busse + lokale Fahgemeinschaften + Einzel E Cars zum mieten + Lastentransport ebenso. Die Meere4snähe täte ja einladen, das Meeresschutz + Seegraswiesen + Fossile Dünger absetzen+ Bauern & Fischer Kooperativen starten, denn zusammen gehts besser. EU Gelder für Agrar Ökologie und Klimaschutz zusammen denken ! Es gäbe viel zum ausdenken, wenn es nicht alles so kapitalistisch Vermachtet wäre. Ob da ein Klimaschutz im Grundgesetz war dran verbessert könnte? Keine Ahnung! Ich warte immer noch darauf, dass das VG Urteil von 2021 endlich mal wirksam angemahnt wird vom Gericht, die haben der Politik zu viel Speilraum gegeben & jetzt wundern sich alle, dass es brennt & dürrt und alles putt zu gehen scheint. Blödmänner!

  • Land of plenty

    Bei erwartbaren Katastrophen wie Stürmen, Hitzewellen und Fluten reagieren die Regierungen z.B. Frankreich mit Verbotsdekreten. Auch hier wird mit Verboten reagiert: Wasserentnahme aus den Flüssen verboten. Das ist aber zu spät.



    Wenn es aber um seit Jahrzehnten bekannte Ursache-Wirkungsbeziehungen geht, reagieren hier im Forum sehr viele mit entrüsteter Abwehr und Verleumdungen: Klimaschutz sei Diktatur, Pol Pot Völkermord. Das war 2018-19 anders.



    Verblendet, Verdrängen, am Auto festhängen. CDU-Nius, "Tichys Einblick"



    Die Erderhitzung wird wie Autor Waack schrieb durch die Konzerne erzeugt, die fossile Verbrennung aufzwingen und durch den Konsum der Megareichen.



    Aber auch durch die Verhaltensweise aller: zu viele Produkte kaufen.



    Diese Abwehr der Veränderungsnotwendigkeit ist ein psychologisches Drama.



    Ich bin in meinem Leben 4 mal geflogen, hatte nie ein Auto. Ich werde aber ständig von aggressiven Fahrern bedroht, die alles wegboxen.



    So wird es mit der Erderhitzung noch mehr Barbarei und Faustrecht geben.



    Es braucht eine gerechte Ordnung an der alle mitwirken, die das Überleben der Menschheit sichert. Vorschläge für diese Umgestaltung gibt es seit langem.

  • VDST

    Nur eine Frage an den Redakteur Jonas Waack:

    Wo wurde das veröffentliche Foto der trockengefallenen Boote aufgenommen?

    Danke

  • meerwind7

    Eine Aufteilung der Zuständigkeit auf mehrere Institutionen führt selten zu einer besseren Erledigung von Aufgaben. Die Länder und die Kommunen werden noch mehr mit dem Finger auf den Bund zeigen und kein eigenes Geld in die Hand nehmen wollen, um die eigenen Bürger und die eigenen Assets vor Folgen der Klimaänderung zu schützen, z.B.mit verbessertem Hochwasserschutz.

    "Nur gerecht wäre es deswegen, wenn diejenigen Katastrophenvorsorge bezahlen, die sie erst nötig machen: fossile Konzerne und Überreiche" ??

    Bei der fossilen Konzernen ist gar nicht so viel zu holen, wenigstens in einem Land wie Deutschland ohne größere Öl- und Gasvorkommen im eigenen Land.

    Anders bei den Verbrauchern. Aber wäre es aussichtsreich, z.B. eine heute 50-jährige dafür zu belangen, dass sie 20 Jahre lang in einer schlecht gedämmten, relativ großen Wohnung gelebt hatte, die mit (entsprechend viel) klimaschädlichem Erdgas beheizt wurde?

    In der Summe sind es doch diese Kleinemittenten, die den meisten Schaden verursachten.

    Die "Reichen" sind ja gerade reich, weil sie nicht so viel von ihrem Einkommen ausgegeben haben. Und wann ist man "überreich"?

  • R.L.

    Es braucht mehr : Die Rechte der Flüsse sichern gehört dazu :



    weact.campact.de/p...r-spree-anerkennen



    +In berlin können alle ihr Geschirr mit effektiven Mikroorganismen spülen + dann das Abwaschwasser in denHof kippen. Wenn das 1/2 der Berline rmacht sind das ca. 1,5 Million L Wasser pro Woche mehr direkt im regionalen Wasserkreislauf, etwas mehr Bäume die überleben und etwas mehr lokaler Regen und ein bischen was ins Grundwasser es schafft

    Flusscamps : Ende Aug. Rheincamp



    + Rhein +flusscamps.org/ Rhein Flusscamp

    Und es braucht einen 100-200 Milliarden Klima Katrastrophenschutz Fonds zurAnpassung, sodass z.B. auch Kliniken Förderung zur Förderung als Katastrophenschutz Klinik beantragen können, statt alleine durch Millitarisierung per Stukturförderung durch den Zeitenwende Millitärfonds allein zu Auswahlzu haben. Sozial-ökologische freiwillige Dienste an Stelle Millitärdienst allein brauchen wir wahrscheinlich sowieso. Natürlich brauchts ein Moratorium für Datenzentren, solange die nicht nachhaltige Energie+ Wasser fressen und den fascho Tech Bros diehnen!

  • Tom Tailor

    "...fossile Konzerne und Überreiche. Durch ihr Geschäftsmodell und ihren Lobbyismus heizen Öl-, Gas- und Kohlekonzerne den Klimawandel an"

    Jetzt müsste man nur noch zu Ende denken warum deren Geschäftsmodelle funktionieren und wer dafür verantwortlich ist. :D

    • Normalo

      @Tom Tailor:

      Nicht "wir"! "Wir" haben ausschließlich klimaneutrale Jobs und natürlich kein pöses Vermögen, fahren alle mit dem recycelt selbstgebastelten Lastenrad raus auf die Biobauernhöfe, um Nahrung und Wolle zu kaufen (sofern wir nicht selbst einen solchen betreiben), würden nie in einem ineffizienten Altbau wohnen, und wenn's in den Urlaub nach Thailand gehen soll, WANDERN wir dahin. Wir sind eigentlich die schweigende Mehrheit, aber man nimmt uns im Netz nicht wahr, weil wir natürlich auch keine Smartphones oder Computer besitzen... 😇

  • Ricky-13

    taz: *Der Umweltminister will Klimaanpassung ins Grundgesetz schreiben.*

    Im Grundgesetz stehen viele Dinge, an denen sich (besonders CDU/CSU-)Politiker aber oftmals nicht halten, sonst müsste das Bundesverfassungsgericht nämlich nicht so oft eingreifen.

    Das Haus ('Planet Erde') brennt schon im Erdgeschoß. Aber anstatt das Feuer zu löschen, wird der Dachstuhl sogar noch ausgebaut. 🔥🔥🔥

    Zum Glück haben wir aber so einen umsichtigen "BlackRock"-Kanzler, der zusammen mit seiner 'Bundesministerin für Wirtschaft und Energie' den Klimaschutz in Deutschland jetzt sicherlich sehr ernst nehmen wird. 😂

    Ich weiß nicht wie das alles noch enden wird, aber wer die Leute sind, die den Klimawandel in den nächsten Jahren mit noch mehr klimaschädliches Wirtschaftswachstum füttern wollen, damit das Monopolyspiel der Reichen und Mächtigen weitergehen kann, das sollte eigentlich bekannt sein.

    In absehbarer Zeit wird der Klimawandel der Menschheit aber klar machen, dass man lieber mal seinen eigenen Verstand hätte einschalten sollen (Kant lässt grüßen!), anstatt nur auf unvernünftige Politiker, Lobbyisten, Wirtschaftsmanager oder andere "Experten" zu hören.

  • Joen

    Ist es nicht ziemlich schräg, wenn ein Minister so etwas fordert.



    Ganz ernsthaft kann man diese Forderung nicht nehmen!

  • Ronald Meier

    Leider wird es nicht ausreichen, wenn der deutsche Staat und seine Bevölkerung auf ökologisches Handeln und Wirken umschwenken.



    Es muss für einen echten Game-Changer global agiert werden.



    Dazu müssen die Rechte und Möglichkeiten der Einflussnahme auf Politik und Wirtschaft von der gestärkten UNO ausgehen.

    • Machiavelli

      @Ronald Meier:

      Der nutzlose laberschuppen? Da können Sie lange warten...

  • Süßenbach Jörg

    Klimaanpassung zu ergänzen ist sicherlich ein sinnvoller Ansatz, aber wäre es nicht wichtig zunächst den Klimaschutz (und auch den Schutz der Biodiversität) auf die Ebene des Grundgestzes zu stärken? Die Änderungen des Heizungsgesetzes müsste doch gegen das Grundgesetz verstoßen.



    Damit ließe sich auch der Aufwand für die Klimaanpassungen erheblich reduzieren. Vielleicht könnten wir das als TAZ-Initiative starten?

  • Favier

    Inzwischen wird also das Argument: "es bringt doch nichts, hier was zu tun, denn die anderen sind viel schlimmer /tun doch auch nichts" auch hier breit getreten.



    Die Botschaft der Kommentator*innen ist ja wohl eindeutig: wir wollen keine Veränderung. Wir wollen so weiterleben, als gäbe es keine Klimakatastrophe.



    Nun gut, da, liebe Kommentator*innen, ihr euch damit im Mainstream bewegt, wird es auch so kommen.



    Dumm nur, dass der Weg in den Klimakollaps immer kürzer wird und, wie das Erstaunen aller Wissenschaftler*innen über die aktuelle Situation es bestätigt, die Katastrophen deutlich früher eintreten, als von allen erwartet. Ihr werdet also alle dabei sein.

  • T-Rom

    Ich dachte für solche Vorhaben (Infrastruktur) haben wir gerade 500 Mrd Euro Sonderschulden aufgenommen.

    • meerwind7

      @T-Rom:

      Ja, von denen die Bundesländer 100 Mrd. € in den eigenen Haushalten aufnehmen können. Berlin hatte ja schon beschlossenen, einen substantiellen Anteil für bessere Klimaresilienz einzusetzen (und das kurz danach wieder vergessen, scheint es).

  • economista

    Was sind schon noch 40 Milliarden? Eine zusätzliche Belastung mehr, die sich in Bund, Ländern und Kommunen zu etwas Unbezahlbarem addiert und deren Wirkung durch Inflation verpufft.

    • Hatespeech_is_not_an_opinion

      @economista:

      Alles staatliche Handeln ist sinnlos? Auf kommunaler Ebene gibt es sehr viele Spezialkenntnisse und mehr großes Engagement, als Leute, die in Großstädten wohnen und eine behebige Verwaltung, wie in Berlin kennen, vermuten.



      Dort wird im Kleinen, wie im Großen sehr viel mehr bewegt, was insgesamt das Land voran bringt.

  • Don Geraldo

    Wenn schon Grundgesetzänderung, dann richtig und sinnvoll.



    Bisher einigen sich Bund und Länder, wie die Rekordsteuereinnahmen verteilt werden, die Kommunen finden hier nicht statt.



    Es bleibt den Ländern überlassen, wieviel dieses Geldes sie an die Kommunen weitergeben. Und das wird sehr unterschiedlich gehandhabt.



    Es kein Zufall, daß die bayrischen Kommunen die geringsten Schulden aller Kommunen in Deutschland haben. Nicht weil ihre Kommunalpolitiker so viel besser sind als die Ehrenamtler anderswo in Deutschland. Bayern gibt ihnen einfach mehr Geld.

    • meerwind7

      @Don Geraldo:

      Schuldenstand der Kommunen nach Bundesländern:



      www.destatis.de/DE...der-gemeinden.html



      Bayern an zweitbester Stelle. Der Freistaat gängelt die Kommunen allerdings auch für nur zweckgebunden erhältlichen Zuwendungen.

    • Simon Hacker

      @Don Geraldo:

      Das ist nur CSU-Propaganda. Viele bayerische Kommunen sind auch pleite. Die nicht pleite sind, schieben ähnlich wie der Bund einen riesigen Investitionsstau vor sich her.

      • Josef 123

        @Simon Hacker:

        Immerhin reicht es noch, daß Bayern den Rest der Republik via 50% des Länderfinanzausgleichs alimentiert.

  • Land of plenty

    Mich befremdet diese Äußerungen zu "Hitzeschutz" und GG ändern. Und Flüsse tiefer-baggern.



    Gibt es denn eine so starke Unbewußtmachtung der Ursache-Wirkungsbeziehungen für die industrieerzeugte Erderhitzung?



    Sie wollen alles weiter kaufen und verkaufen, und kein Tempolimit und keine Strukturen verändern?



    Also:



    nur wenn alle ihre maßlosen, übertriebenen und unnötigen monströsen Verkehrsmittel komplett beenden werden die Emissionen tatsächlich gesenkt und nicht durch "Emissionshandel" gelogen.



    Pkws durch öffentlich-rechtliche Sammeltaxis ersetzen.



    0 Kreuzfahrtschiffe,



    0 Yachten



    0 Privatjets



    den Massentourismus beenden. Vergnügen und Erholung geht anders.



    Die Zementindustrie, die Aluminiumverhüttung, die Chemieindustrie, die Tierindustrie - alles was Schwefeloxid, Methangas und Feinstaub, und CO2 in die Atmosphäre bläst- so umbauen, dass dies nicht mehr geschieht.



    Wenn es nicht zu einer solidarischen ökosozialistischen Bescheidenheit kommt, kommt es zur Barbarei der Eigentumsherrscher.



    Stromverbrauch budgetieren pro Person, Fleischkonsum 200 Gramm pro Person alle acht Wochen. usw.



    Das ist pragmatischer Realismus. weltweit.

    • Tom Tailor

      @Land of plenty:

      Fehlt nur noch die weltweite Zustimmung zu diesem Pragmatismus :D

    • FriedrichHecker

      @Land of plenty:

      "Pkws durch öffentlich-rechtliche Sammeltaxis ersetzen."

      Das ist eine Milchmädchenrechnung!

      Der PKW steht stundenlang auf irgendwelchen Parkplätzen rum - das ist unbestritten blöd. Das Sammeltaxi muss leer zum nächsten Kunden fahren - das erhöht bei gleicher Verkehrsleistung (Personenkilometer) die Verkehrsmenge (Fahrzeugkilometer). Das kann man mit den handelsüblichen Verkehrsmodellen, die in der Verkehrsplanung eingesetzt werden, berechnen. Es gibt Ingenieurhochschulen, die solche Berechnung ähnlich auf Grundlage realer Verkehrszahlen als Studienarbeiten mit verschiedenen Szenarien rechnen lassen. Ergebnis: Je nach Steuerungsmodell (z. B. Minimierung Fahrzeugbedarf vs. Minimierung der Wartezeit der Kunden vs. Minimierung Reisezeit der Kunden, Minimierung Kannibalisierungseffekte beim öffentlichen Massenverkehr (ÖPNV), ...) könnte die Verkehrsmenge um 30% bis 50% steigen; einschließlich der Effekte durch die erleichterte Mobilität von führerscheinlosen Mitbürgern...

      • Land of plenty

        @FriedrichHecker:

        Wie schon früher mehrmals genauer ausgeführt, geht es um die Perspektive öffentlich-rechtlicher Sammeltaxis. Das heißt: elektrische 5- 7-, 9-Sitzer gefahren von Menschen zirkulieren in genügender Stückzahl, und sammeln die Personen mit Gepäck.



        Ein Fahrzeug kommt und nimmt mit in dem schon Passagiere drinsitzen und weitere steigen zu und steigen aus. Die Routen werden in Echtzeit ermittelt durch elektron. Kommunikation.



        Sammeltaxis sind flexibler als Straßenbahnen, deren Haltestellennetz viel zu grobmaschig ist.



        Es geht genau darum: das völlige Übermaß an PKws so zu ersetzen, dass eine gemeinsame kollektive Finanzierung mit einer hohen Flexibilität an Bring- und Hol-Zielfahrten kombiniert wird. und das zwischen Stadt und Land, querfeldein, überall hin, jederzeit.



        Dies wird finanziert durch monatliche Gebühren gestaffelt nach Einkommen. Die Fahrzeuge müssen gewartet werden wie Bahnen und Busse, die es auch weiterhin geben muss, v.a. für städtische Hauptrichtungen zu Stoßzeiten.



        Genau deswegen Sammeltaxis, um das Verkehrsnetz dichter zu machen und Mobilität zu ermöglichen. Mit Fahrrädern geht nicht alles. Nicht bei jedem Wetter, nicht jedes Gepäck, nicht jede Entfernung.

        • Astrid Sehnefeld

          @Land of plenty:

          "Das heißt: elektrische 5- 7-, 9-Sitzer gefahren von Menschen zirkulieren in genügender Stückzahl, und sammeln die Personen mit Gepäck."



          Gefahren von Menschen???



          Warum denn das um alles in der Welt?



          Wir haben nicht die Arbeitskräfte UND so verschwenden sie in ihrem Plan einen wertvollen Sitz UND durch menschliche Fahrer wird es teuer, weil Mindestlohn etc...



          Wenn schon automatisierter ÖPNV, dann bitte vollautomatisiert.



          Ich empfehle Ihnen mal eine Reise nach Singapur, das ist wirklich nahezu perfekt dort umgesetzt.



          Nürnberg tuts auch, aber das sind halt nur selbstfahrende U-Bahnen ohne Kreuzungsverkehr.



          Für Metropolen finde ich Ihre Idee absolut sinnvoll.



          Außerhalb nicht.

          • Land of plenty

            @Astrid Sehnefeld:

            Gefahren von Menschen???



            Wenn die Autoherstellung reduziert wird, weil das Geschäftsmodell am Ende ist: immer nur Autos verkaufen. Dann können die bisher dort Arbeitenden eine Arbeit als Fahrer/in annehmen.

    • Astrid Sehnefeld

      @Land of plenty:

      Mache ich nicht mit.



      Nicht mal ansatzweise.



      Ich werde mir meine Mobilität niemals nehmen lassen.



      70% der Deutschen wohnen NICHT in Großstädten.



      Selbst im Mittelstädten bist du mit den Öffis schon unverhältnismäßig langsamer und die Taktung schränkt die Individualität massiv ein.



      In Kleinstädten, wo oft ein ein-Stunden-Takt herrscht, ist der ÖPNV bereits mit einem normalen Arbeits- und Familienleben schier unvereinbar. Und nach 20 Uhr fährt gar nichts mehr.



      Und in Dörfern gibt es keinen ÖPNV.



      Ich wohne in einer 300 Seelen Gemeinde. Hier fährt genau 1 Bus - der Schulbus.



      Sonst nix.



      Ich will Ärzte und Vereine aufsuchen können, ich will unabhängig einkaufen können beim Laden meiner Wahl, nicht wo der Bus hält.



      Ich bleibe frei und werde mir niemals meine Freiheit nehmen lassen.

      • test_name

        @Astrid Sehnefeld:

        Pferd?

      • Francesco

        @Astrid Sehnefeld:

        Fahrrad? E-Bike? Lastenrad?

        • Astrid Sehnefeld

          @Francesco:

          Mag im Flachland und urbaner Vorstadt funktionieren, nicht aber im spärlich besiedelten Mittelgebirge mit weiten Wegen, ohne Radwege und vor allem mit äußerst welligem Gelände.

          • Francesco

            @Astrid Sehnefeld:

            Fehlende Radwege sind ein Problem wegen des Autoverkehrs. Was das wellige Gelände betrifft: deshalb E-Bike.

    • meerwind7

      @Land of plenty:

      Der EU-Emissionshandel soll ja gerade bewirken, dass solche Änderungen geschehen, ohne dem einzelnen enge Vorgaben zu machen.

      Mit der Anpassung an die Klimaänderung müssen wir uns aber trotzdem beschäftigen, wenigstens mit der schon eingetretenen.

      • Land of plenty

        @meerwind7:

        Der EU-Emissionshandel bewirkt vor allem eine Auslagerung der "Kosten" aus Deutschland auf ferne Länder, die kaum etwas emittieren, wie Nepal und soll die Rechnung schönfärben.



        Viel Spaß beim Anpassen an die Hitze und die Fluten.

      • Sonnenhaus

        @meerwind7:

        Tja, weil der Emissionshandel erstmals bei den Kosten bemerkt wird, versuchen die Industrien jetzt mit viel Gejammer aus der Krise zu kommen. der Staat soll es richten. Dabei konnte sich die industrie das schon vor vielen Jahren ausrechnen. Aber vermutlich werden die CEO`s nur für ihre Tricksereien so hoch honoriert.

    • Oleg Fedotov

      @Land of plenty:

      Man kann diese radikalen Schritte ja irgendwie verstehen. Anders werden die Leute es nie kapieren und auch nie umsetzen.



      Aber da liegt auch der Haken. T-Rom hat es ja auch schon beschrieben. das wäre ein zurück in die Steinzeit oder halt in die Zeit der Raten Khmer. Und das will garantiert niemand auf diesem Planeten. Alleine das Wort Sozialismus löst bei vielen, dank der Unrechtsregime in der DDR und der Sowjetunion oder Nordkorea, schon einen Abwehrmechanismus aus. Und dann auch noch Ökosozialismus? Alleine deswegen schon zum scheitern verurteilt.

      • Land of plenty

        @Oleg Fedotov:

        Und dann auch noch Ökosozialismus!



        und alle Sammeltaxis bunt anmalen.



        Die sehen dann viel schöner aus als diese scheußlichen staubgrauen Porsche.

    • Šarru-kīnu

      @Land of plenty:

      Klingt wie eine dystopische Diktatur die nur mit totalitärer Gewalt durchgesetzt werden könnte. Wen kümmern aber schon die Mühen der Ebene wenn es im Elfenbeinturm so schön schnuckelig warm ist.

      • Land of plenty

        @Šarru-kīnu:

        In meiner kleinen Erdgeschosswohnung ist es immer zu kalt.



        Einzig die Fortdauer der Verschwendung und der Abgase ist eine dystopische Diktatur, ist eine totalitäre Gewalt.



        Achten Sie darauf, dass Sie ihren PrivatPKW nur auf ihrem Privatgrundstück benutzen.

    • Chris McZott

      @Land of plenty:

      Das ist vorallem ein Programm für eine 0,x% Partei

      • Land of plenty

        @Chris McZott:

        Es liegt einzig und allein an Ihnen diese allgemein bekannten Ziele mehrheitsfähig zu machen.

      • Land of plenty

        @Chris McZott:

        Es liegt einzig und allein an Ihnen diese allgemein bekannten Ziele mehrheitsfähig zu machen.

    • T-Rom

      @Land of plenty:

      So etwas Ähnliches Prinzip haben Pol Pot und die roten Khmer ja vor 50 Jahren in Kambodscha gemacht. Das Ergebnis ist bekannt

      • Land of plenty

        @T-Rom:

        Aha. Bei Ihnen ist also Klimaschutz gleich Völkermord.



        Das ist eine Verleumdung sondergleichen. eine Täter-Opfer-Verdrehung:



        Die imperiale Lebensweise müssen Sie beenden. Die Roten Khmer haben einen Völkermord an der Bevölkerung organisiert und genau das benutzen Sie als Beschuldigung gegen mich.



        Land of Plenty heißt es gibt genug für alle.

      • Donni

        @T-Rom:

        Sorry, nein!



        Ich bin mir sicher, die kennt kaum noch wer. Falsche Gegend, falsche Ideologie.

  • Philippo1000

    Was tun, wenn's brennt?



    Ja, es ist natürlich möglich, über Utopien nachzudenken.



    Man könnte am Samstag auch im Lotto gewinnen.



    Alle Anderen müssen wohl mit Arbeit langsam aber sicher zum Ziel kommen.



    So auch der Bundesumweltminister.



    Es war schon deutlich, als er abgesichts der Waldbrände bemerkte, wir haben jetzt das Problem und müssten nicht mehr darüber theoretisieren .



    Es ist natürlich eine Überlegung, was wäre wenn R2G regieren würde und eine Wirtschaftsministerin nicht Reiche hieße, doch bis zu diesem schönen Tage muss man wohl innerhalb des derzeit Möglichen agieren.

    • Simon Hacker

      @Philippo1000:

      Dann gäbe es heuer keinen Hitzesommer

      • Astrid Sehnefeld

        @Simon Hacker:

        Das ist kompletter Unsinn.



        Deutschlands Emissionen bestimmen nicht unser Wetter, sondern die weltweiten Emissionen plus der Golfstrom plus temporäre Phänomene wie El Nino und viele andere Faktoren, die wir noch nicht durchschaut haben.



        Mit Habeck statt Reiche wäre es exakt kein Grad kühler dieses Jahr, nicht mal 0,1 Grad.



        Einzig wären wir etwas weiter beim Ausbau von Wind und Solar - vielleicht.



        Auch R2G müsste sich mit der russischen Bedrohung und der Energiekrise durch den neuen Golfkrieg stellen.



        Auch Habeck setzte auf Gas als Rückversicherung.



        ...

        • Philippo1000

          @Astrid Sehnefeld:

          Naja.



          Kühler kann es schon werden.



          Stichwort Mikroklima.



          Wenn ich aus meinem Garten einen Mikrowald mache, kann ich für eine Temperaturabsenkung von 5Grad sorgen.



          Wenn ich den Rasen hingegen pflastere oder Schotter, steigt die Temperatur und deren Konstanz deutlich.



          Natürlich ändert das das Weltklima nicht direkt, macht das Leben allerdings deutlich angenehmer .



          Ein Verzicht auf CO2 kann natürlich im großen Maße Veränderung bringen und Reiche möchte hingegen zurück zur Utopie „Freie Fahrt für freie Bürger“.



          Wir haben den Klimawandel verursacht, also ist die Behauptung von fehlender Selbstwirksamkeit letztlich unlogisch.



          Es ist aber möglich mit vielen kleinen Rädchen schließlich das große Rad zu drehen.



          Die Zerstörung der regenerativen Technik ist jedenfalls falsch.



          Ebenso falsch wäre es, dem Städte und Gemeindebund Fantastilliarden in die Hand zu drücken, „damit die was Schönes draus machen“.



          Bei der gegebenen Inkompetenz auf dieser Ebene wäre es besser, das Bundesumweltamt plant und zahlt aus einer Hand.

          • Astrid Sehnefeld

            @Philippo1000:

            Das Mikroklima verändern verbuche ich unter Anpassung, nicht Verhinderung.



            Aber ja, entsiegeln und begrünen sollten wir massiv vorantreiben - allein schon weils auch schöner aussieht als zugepflasterte Städte

  • Okti

    Ohne system change wird es ohnehin keinen effektiven Klimaschutz geben, da im Zweifel die Interessen der Unternehmen und ihrer Eigentümer immer im Vordergrund stehen werden, wie jetzt gerade auch wieder. Und mit Kürzungen bei irgendwelchen Sozialausgaben wird nix gegenfinanziert.

    • Sonnenhaus

      @Okti:

      Keine Panik, auch die Mittelständler werden in spätestens zwei Jahren kapieren, dass die Regenerativen die günstigste Versorgung bieten und Kliimaschutz die wirtschaftlichste Grundlage für den Mittelstand ist. Der Großteil des Mittelstandes läuft einfach nur der politischen Mitte hinterher. China und Indien haben und schon überholt bei den Stromkosten auf Grundlage der Regenerativen. Doch Geduld wird bei uns auch demnächst soweit sein. Das deutsche Konservative ist in der Regel so träge, dass die Wirtschaft nur durch billigen Einkauf und teuren Verkauf GEschäfte kann, aber nicht durch Innovation.

  • David Lejdar

    Aber selbst wenn, damit ist nicht geklärt, wenn z.B. Stadt ständig Gewinn von Stadtwerken abschöpft, und dann Mittel für Instandhaltung fehlen.

    Ich selbst sehe da allgemein Bedarf sich etwas anders aufzustellen, mit je Landkreis-Werken, die bei sich die technischen kommunalen Dinge unter einem Dach haben, um gewissen Synergie-Effekt zu nutzen, wie z.B. statt zwei Server für Kundenportal bei Wasser und Müllabfuhr (und doppelt Kundenverzeichnisse mit Datenschutzdingen), dies auf einem Server.

    Damit ist es dann auch einfacher bei "Raumordnung" auf dem Land etwas mehr ins Detail zu gehen, wie "Wassernetz für Landkreis", bzw. auch Themen wie neue Gewerbegebiete idealerweise an Bahnstrecken zu legen, um vorhandene Infrastruktur zu nutzen.

    Dazu sowieso je Landkreis Berufsfeuerwehr, mit nationaler Zentrale wo man sich auch Dinge ansieht, wie z.B. das Ding was es gibt um Wärme in einem Großzelt zu machen, dies mobil auch für Kälte vorhanden, und halt etwas organisiert an die Sachen.

  • Astrid Sehnefeld

    Wir können ins Grundgesetz schreiben was wir wollen. Deutschland verursacht circa 1,5-1,8% der CO2 Äquivalente des weltweiten Ausstoßes.



    Wenn ich 1,8% beherrsche und 98,2% nicht, habe ich keine Kontrolle.



    Das heißt nicht, dass wir nichts tun sollen, aber es verdeutlicht eindringlich, dass Klimaziele im Grundgesetz eine falsche Hoffnung suggerieren - nämlich die Hoffnung, dass WIR als Deutschland es in der Hand haben.



    Das Grundgesetz regelt Deutschland, nicht die Welt.



    Die Klimaerwärmung ist aber unweigerlich eine globale Aufgabe.



    Die Klimaerwärmung stoppen kann man nur mit verbindlichen Übereinkünften mit China, den USA und Indien als größte CO2 Emittenten.



    Das Grundgesetz ist hierbei zahnlos.



    Das Klima fällt und steht mit der Weltpolitik, nicht mit deutscher Ethik.

    • Francesco

      @Astrid Sehnefeld:

      »Wir können ins Grundgesetz schreiben was wir wollen. Deutschland verursacht circa 1,5-1,8% der CO2 Äquivalente des weltweiten Ausstoßes.«



      Es geht hier gar nicht um die Bekämpfung des Klimawandels, sondern um den Schutz vor dessen Folgen.

    • Sonnenhaus

      @Astrid Sehnefeld:

      Wobei china seit zwei Jahren mehr PV- und Windanlagen als wir in Betrieb nehmen und auf einem klaren Weg zu den Regenerativen sind. Auch Indien ist auf Spur. Nur die "erfinder" sind mal wieder in der Umsetzung von Technologie durch die politische Mitte a la Altmaier und Reiche wirtschaftlich am Abgrund.

    • PartyChampignons

      @Astrid Sehnefeld:

      WIR in Deutschland haben aber in der Hand , wie wir uns resistenter gegen zunehmende Hitze machen, durch mehr intakte Wälder, durch wiedervernässung der Moore, durch mehr Schattenspender in Städten, Stadtbegrünung im allgemeinen, durch Entsiegelung der Böden und und und, die Liste ist endlos lang......immer dieses "aber die anderen verursachen ja viel mehr als wir", ich kann es nicht mehr hören, als würde das irgendwen von irgendeiner Verantwortung befreien.

      • Astrid Sehnefeld

        @PartyChampignons:

        Alles was Sie schreiben meinte ich mit: "Das heißt nicht, dass wir nichts tun sollen"



        Fokus auf mehr nationale Resilienz 👍



        Wir können nicht die Welt retten, aber wir sind reich genug um Deutschland und Europa zu wappnen

      • meerwind7

        @PartyChampignons:

        Genau, der Vorschlag bezieht sich auf die Klímafolgenanpassung (nur) in Deutschland, die in der Tat aktuell zu gut 98% und in der historischen Gesamtsumme vielleicht zu etwa 95% von anderen Ländern verursacht wurde (Schätzung). Mit den von PartyChampignons genannten Maßnahmen. es bezieht sich nicht auf Klimaschutz im Sinne von künftig geringeren Emissionen.

        Entschädigungen für die Klimaanpassung in allen anderen Ländern, die auch wieder nur zu 5% von deutschen historischen Emissionen ausgelöst wird, tragen ohnehin nicht die Länder und Kommunen, und der Bund macht auch nur wenig.

      • Simon Hacker

        @PartyChampignons:

        Sie haben die Klimaanlagen vergessen. Das wäre ein super Schutz gegen die Hitzen. Und würde sofort wirken.

        • Altbayer

          @Simon Hacker:

          Noch besser wären Bäume...

  • Sole Mio

    Für nachhaltiges Bauen holzen wir riesige Waldflächen in Osteuropa ab, ohne vorher aufzuforsten. Hat schon jemals jemand gehört, dass wir zu viele Bäume und Wälder haben?

    Die Verbrenner sind nicht die Lösung, allerdings ist der Feinstaub mittlerweile so weit zurückgegangen dass er mit für Klimaerwärmung sorgt. Ich konnte es erst nicht glauben, ist aber bestätigt.

    Für die Elektromobilität werden in China und Afrika brutaler Raubbau betrieben. Gerade in China, das pro Kopf sehr wenig Grundwasser besitzt, werden Säuren und radioaktive Substanzen aus der Rohstoffgewinnung einfach versickern gelassen und gelangen so ins Grundwasser.

    • Francesco

      @Sole Mio:

      Feinstaub ist irrelevant fürs Klima. Klimarelevant sind vor allem Schwefeloxide.

    • Sonnenhaus

      @Sole Mio:

      Dann ist es ja gut, dass wir hier in einer Demokratie leben wo soetwas nicht vorkommt, und wenn doch gibt es rechtstaatliche Möglichkeiten der Schadensbehebung. Und unser Trinkwasser ist überwiegend noch sauber - aber es wird weniger.

    • Donni

      @Sole Mio:

      Ich konnte es erst nicht glauben, ist aber bestätigt.

      Natürlich! Sonnenlicht, dass durch Feinstaub in der oberen Atmosphäre reflektiert wird, erhitzt die Erde nicht. Sonnenlicht, dass den Boden und die Meere erreicht sehrwohl.



      Klassischer Fall, von gut gemeint ist nicht gut gemacht.

  • Sonnenhaus

    Grundgesetzänderung kostet nix, könnte aber Wählerstimmen bringen, da Aktionismus. Dagegen kann fliesendes Geld Wählerstimmen kosten, spätestens dann, wenn die Wähler mit höheren Gebühren und Abgaben zu tun bekommen. Und Verzicht, der sofort in Klimaschutz einzahlt kommt auch nicht gut bei den Wählern an. Daher dieser politische Aktionismus der eine Luftnummer darstellt; Ein Sommerlochbeitrag des Ministers, statt praktischer Beiträge für die Willigen unter uns Bürgern. Enttäuschend, sehr enttäuschend diees Ablenkungsmanöver. Damit fährt die SPD schon wieder ein paar Punkte näher an die 5% Hürde ran.

  • Favier

    "Eine einmalige Klimasolidaritätsabgabe könnte direkt an Länder und Kommunen gehen."

    Und was ist an einer einmaligen Abgabe radikal?



    Nachdem die Folgen der Klimakatastrophe uns bis in den Tod verfolgen werden, sind ganz andere Maßnahmen notwendig.



    Vermögenssteuer, eine massive Anpassung der Erbschaftssteuer, das Verbot von Privatflugzeugen (inkl. Mietflugzeugen) inkl. Landeverboten etc. Und bei manchem fossilen Geschäftsmodell wäre an ein Ende mittels Enteignung zu denken.

  • Dirk Osygus

    Deutschland alleine kann das Klima nicht retten. Da hilft es auch nicht, die deutsche Wirtschaft zu zerstören.

    • Simon Hacker

      @Dirk Osygus:

      Doch, ein kleines bisschen würde es helfen

  • Frauke Z

    "Nur gerecht wäre es deswegen, wenn diejenigen Katastrophenvorsorge bezahlen, die sie erst nötig machen"



    Also pro Milliarde, die wegen des Klimawandels nötig wird, 340 Millionen aus China, 120 Millionen aus den USA usw.

    • Donni

      @Frauke Z:

      Nunja, wenn man es fair betrachtet, müssten natürlich alle Güter die ins Ausland gehen, den importierenden Ländern zugerechnet und den exportierenden Ländern abgerechnet werden.

      Es wird immer so gemacht, als wären nur die produzierenden Länder Schuld und das ist falsch. Die Konsumenten sind das Problem. Weltweit, von Afghanistan bis Zyper inklusive aller nichtanerkannten bzw teilanerkannten Länder z.b. Taiwan.

  • XXX

    Ein weiteres Mal: Der größte Klimakiller ist Krieg. Und da haben wir nicht die geringste Initiative seitens unserer Bundesregierung gesehen, den in der Ukraine zu stoppen. Warum wird das hier nicht erwähnt?

    • PartyChampignons

      @XXX:

      Einer der größten Klimakiller ist auch Überfischung und Verschmutzung der Weltmeere, die die mit Abstand größte CO2 Senke dieses Planeten sind, viel größer als jeder Wald es je sein könnte, auch da wird nie drüber geredet. Aber hey, Sushi liegt ja gerade voll im Trend.

    • Encantado

      @XXX:

      "Und da haben wir nicht die geringste Initiative seitens unserer Bundesregierung gesehen, den in der Ukraine zu stoppen. Warum wird das hier nicht erwähnt?"



      Zum Beispiel, weil es nicht den Tatsachen entspricht.



      Und damit zurück zum Thema.

    • Sole Mio

      @XXX:

      Und wie soll das gemacht werden?

    • Petros

      @XXX:

      Ein weiteres Mal: stimmt nicht.

    • rero

      @XXX:

      ???

      Wo waren Sie in den letzten Jahren?

      Nicht nur die Bundesregierung, mehrere Regierungschefs haben sich abgestimmt die Klinke in Moskau in die Hand gegeben. Initiativen von Erdogan, Südafrika, ….

      War halt nicht so erfolgreich

      Die Bundesrepublik tut von Anfang an viel dafür, dass der Krieg sich nicht auf weitere Länder ausdehnt und damit das Klima durch russische Expansionsbestrebungen weiter geschädigt wird.

      Zugleich ist die Unterstützung der ukrainischen Armee gelebter Antifaschismus.

      Hier gehen Klimaschutz und Antifaschismus Hand in Hand.

  • Axel Schäfer

    "... Kann die Grundgesetzänderung auch den Rhein wieder Normalwasser führen lassen? ..." Für dieses Wunder ist doch der neue Zauberlehrling Bilger zuständig, der möchte das doch mit rituellen Baggerungen im trockenen Flussbett herbeiführen.

    "... Und Milliarden Euro wären nötig: Der Städte- und Gemeindebund hält 40 Milliarden Euro jährlich allein für die Instandsetzung der Trinkwasserversorgung für realistisch. ..."



    Bislang wird ja die Instandsetzung der Netze satzungsgemäß über die Wassergebühren finanziert das musste bisher funktionieren. Wenn man jetzt nicht Instandsetzen sondern im großen Stil Umbauen möchte, sollte man eine Sozialklausel einführen und die Umbaukosten nur auf den Verbrauch über ein nicht beaufschlagtes Grundkontingent hinaus umlegen.