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Studium und BafögDas Studium der Dorothee Mantel

Studierende sollen mehr arbeiten, findet Forschungsministerin Dorothee Bär. Sie habe schließlich auch gejobbt. Aber wie war das noch mal genau?

Ende Mai gab Dorothee Bär ein Interview, das viele Studierende und auch den Koalitionspartner überraschte. Nachdem die Forschungsministerin sich ausführlich über Raumfahrt und künstliche Intelligenz ausgelassen hatte, sprach sie kurz über die geplante Bafög-Erhöhung. Sie habe „gehört, dass die Reform von den Regierungsfraktionen nicht mehr unterstützt wird“, sagte Bär der Funke Mediengruppe.

Die SPD stellte sofort klar, dass sie an der Reform festhalten will. Es ist also Bärs eigene Fraktion, die diese nun infrage stellt. Dabei hatte die Koalition sich eigentlich geeinigt: Die Wohnkostenpauschale für Studierende mit Bafög sollte von 380 auf 440 Euro erhöht werden, auch der allgemeine Bafög-Satz stufenweise steigen.

Die Forschungsministerin hätte sich nun als Anwältin des akademischen Nachwuchses begreifen oder einen neuen Kompromiss vorschlagen können. Bär aber setzt einen anderen Ton: Studierende seien „sehr privilegiert“, sagt sie, es gebe in Deutschland ja keine Studiengebühren. Da sei es „kein Drama“, wenn Studierende neben dem Studium arbeiteten. Im Gegenteil, oft sammle man dabei wichtige Erfahrungen – „für das Leben und den Beruf“. Auch sie selbst habe neben ihrem Studium gejobbt.

Aber taugt Bärs Bildungsweg tatsächlich als ein Vorbild?

Doppelbelastung Studium und Politik

Bär wird 1978 als Dorothee Gisela Renate Maria Mantel in Unterfranken geboren. Ihr Vater und Großvater waren Bürgermeister. Mit 14 Jahren, „sobald es ging“, geht sie in die Schülerunion und tritt zwei Jahre später in die CSU ein. Mit 17 ist sie „in meiner Wahrnehmung extrem cool“, fährt eine taubenblaue Vespa und trägt Netzstrümpfe, Doc Martens und abgeschnittene Jeans. So erinnert sie sich später.

Nach dem Abitur beginnt Mantel ein Studium der Politikwissenschaft in München, von der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung bekommt sie ein sogenanntes Büchergeld-Stipendium. Schon mit 23 wird sie in den Vorstand ihrer Partei gewählt. Beim Ring Christlich-Demokratischer Studenten setzt sie sich früh für Studiengebühren ein.

Die typische Studentin, die in der Bibliothek sitzt, sei sie nie gewesen. Sie habe ihre Bücher lieber selbst gekauft

Schon früh hat Mantel also eine Doppelbelastung aus Studium und Politik. Dazu kommt schon bald ein aufwendiger, aber gut bezahlter Nebenjob: Mit 24 Jahren wird Dorothee Mantel als bisher jüngste CSU-Abgeordnete in den Bundestag gewählt.

Nur Anna Lührmann von den Grünen und ein gewisser Jens Spahn sind noch jünger. Kurz vor der Bundestagswahl 2002 und schon als CSU-Kandidatin macht Mantel noch ein Praktikum in der Politikredaktion von Springers Boulevardblatt B. Z.

„Spießrutenlauf“ am OSI

Mantel wechselt nicht nur ins politische Berlin, auch ihr Studium setzt sie am Otto-Suhr-Institut (OSI) an der Freien Universität Berlin fort.

Das OSI gilt, damals, noch mehr als heute, als linkes Institut. Als Mantel dort studiert, werden viele Lehrstühle noch von Alt-68ern bekleidet. Auch viele Studierenden sind links, zwischen den Seminaren treffen sie sich im Roten Café auf ein zapatistisches Heißgetränk.

Nicht so Dorothee Mantel: „Ich bin immer zwischen Reichstag und OSI hin- und her gependelt“, erzählt sie in ihrer Rede bei der Abschlussfeier. In ihrem Opel Corsa wechselt sie den Hosenanzug, den sie im Bundestag trägt, gegen eine Jeans, um am linken Institut nicht aufzufallen.

Das Studium am OSI sei manchmal ein „Spießrutenlauf“ gewesen, erzählt sie in einem Interview. Sie habe versucht, ihre Doppelrolle geheim zu halten, für Referate meldet sie sich immer gleich am Beginn des Semesters, bevor man sie erkennt. Einmal aber habe eine Kommilitonin ihre Diplomarbeit vorgestellt, zur Frage, ob die CSU eine rechtsradikale Partei sei: „Da konnte ich meinen Mund nicht halten.“

Die „typische Studentin, die in der Bibliothek sitzt“, sei sie nie gewesen. Sie habe ihre Bücher lieber selbst gekauft: „Von daher war mir die Ausstattung der Bibliothek nie so wichtig.“ 2005 klingt bei ihr aber auch eine Kritik an der Bologna-Reform an: Sie sei „froh, Diplom-Politologin zu sein“, und nicht nur einen Bachelor zu haben. Ihre Abschlussnote: 1,5.

Wie ernst hat Mantel ihr Studium genommen?

Bei der Abschlussfeier des OSI im Jahr 2005 hält nicht nur Mantel eine Rede, sondern auch die SPD-Politikerin Gesine Schwan, langjährige Professorin am OSI. An eine Begegnung mit Mantel erinnert Schwan sich heute nicht mehr. Die Aussagen der Forschungsministerin über das Bafög und das Arbeiten neben dem Studium zeigten aber, dass sie „wenig Respekt vor der Ernsthaftigkeit eines wissenschaftlichen Studiums hat“, so Schwan auf Anfrage der taz.

Nach dem Abschluss 2006 heiratet Mantel ihren Mann Oliver Bär, ebenfalls ein CSU-Politiker. Später kommt heraus, dass sie ihn bis kurz vor der Hochzeit als wissenschaftlichen Mitarbeiter angestellt hatte, ebenso wie die Lebensgefährtin ihres Vaters.

Die Diplomarbeit von Dorothee Bär ist weder in der Bibliothek des OSI noch im Katalog der Hanns-Seidel-Stiftung auffindbar. Anders als bei Promotionen gibt es für Diplomarbeiten keine Veröffentlichungspflicht. Am OSI konnten Studierende selbst entscheiden, ob ein Exemplar ihrer Arbeit in der Bibliothek verbleibt.

Auch bei der Hanns-Seidel-Stiftung, die Bärs Studium mit einem Stipendium unterstützt hat, ist die Abschlussarbeit nicht zu finden. Außerdem könne man „zu Vorgängen, die zwei Jahrzehnte zurückliegen, keine Auskünfte erteilen“.

Die Pressestelle der FU Berlin teilt mit, die Abschlussarbeit unterliege dem Persönlichkeitsrecht: „Wenn Frau Bär einer Herausgabe zustimmt, kann der Titel der Arbeit herausgegeben werden.“

Bär ist Mantel treu

Die taz hat die Forschungsministerin gefragt, zu welchem Thema sie ihre Abschlussarbeit geschrieben hat. Hat ihr Studium von ihrer Arbeit profitiert, wie die Forschungsministerin es heutigen Studierenden nahelegt – oder hat es unter der Doppelbelastung gelitten?

Titel und Thema der Arbeit verrät Bärs Ministerium auf Anfrage der taz nicht, nur den Betreuer: den mittlerweile verstorbenen Professor Werner Väth. Bär habe neben ihrem Studium „unter anderem in der Gastronomie, im Einzelhandel sowie bei verschiedenen Medien“ gearbeitet.

Zumindest ein Werk aus Bärs Studienzeit lässt sich finden: In der Zeitschrift Politische Studien der Hanns-Seidel-Stiftung schrieb sie 2001 einen kurzen Beitrag über „Compassionate Conservatism“, einen mitfühlenden Konservatismus. Die Idee stammt vom damaligen US-Präsidenten George W. Bush.

Kritiker sehen darin den Versuch, Sozialkürzungen ein freundliches Gesicht zu geben. Mantel dagegen erkannte einen „dritten Weg von rechts“. Man könne das Selbstwertgefühl von Hilfsbedürftigen stärken und ihre Eigenverantwortung stärken, statt „das Bild von hilflosen Empfängern staatlicher Wohltätigkeiten“ zu vermitteln. In dieser Frage ist die Forschungsministerin Bär der damaligen Studentin Mantel offensichtlich treu geblieben.

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69 Kommentare

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  • Interessante Geschichte. Ich denke aber, dass man Frau Bär schon zugestehen sollte, dass mehr als nur die persönliche Erfahrung Grundlage für ihre politischen Einstellungen sind.

    Ein wesentlicher Unterschied zwischen konservativem und linkem Lager ist wohl das Thema Leistungsbereitschaft und Bewertung von Leistung als Wert für sich.



    Natürlich ist es möglich, auch ohne Bafög - mit entsprechender Leistungsbereitschaft - sein Studium in Deutschland ohne hohe Kredite finanziert zu kriegen. Es erfordert aber eine sehr hohe Leistungsbereitschaft und Zielstrebigkeit, die sicher nicht jeder Student mitbringt. Fragt sich, welche Anreize der Staat setzen will, zum Akademiker zu werden. Leistungsbereitschaft und Zielstrebigkeit sind vielleicht nicht die schlechtesten. Allerdings müsste das dann auch für die privilegierten, reichen Studenten gelten.



    In einer Gesellschaft, die einen zunehmenden Überschuss an Akademikern produziert und zeitgleich unter einem immer größeren Mangel an handwerklich Hochqualifizierten leidet, wäre es vielleicht ein probater Weg, Studienplätze stärker an Leistungsbereitschaft zu knüpfen. Mit Bafög. Damit alle die gleichen Anforderung haben.

  • Dorothee Bär hat von 1999 bis 2005 Politikwissenschaften studiert und war in einem Teil dieser Zeit schon Bundestagsabgeordnete. Da will ich ihr bestimmt nicht mangelnde Tatkraft und Zielstrebigkeit unterstellen. Für enttäuschend halte ich folgendes: Ihre Äußerungen zur Lebenssituation der Studentinnen und Studenten bleiben dem gegenüber doch sehr „subjektiv“, sehr "ich-bezogen" allein auf ihre persönlichen Leistungen und allein auf ihre Erfahrungen. Über die hinaus gehend sie, so wie sie spricht, nicht blicken mag auf die und Lebenssituationen der Studierenden (heute) als Gruppe. Nun erfolgreich ausgestattet mit ihrem Studienwissen und obendrein ihrer politischen Erfahrung, müsste man schon mehr Reflexion erwarten als das. Wo sie nun Ministerin ist. Von der muss man erwarten können, dass sie, bei aller Bezogenheit auf ihre politische Position, die Lebenswirklichkeiten der Studierenden umfassender und reflektierter zur Kenntnis nehmen muss, als das, was ihre Worte vermuten lassen. Sonst bleibt ihre Politik nur ein „ich mach mein Ding für mich -und die, um die es mir geht, um meine Klientel. Was kümmern mich „die anderen?“. Oder sie hat genau dafür den Erfolg gesucht. Enttäuschend.

  • Ein vergleichbarer Werdegang - nur bei den Linken und (nur) noch



    nicht Minister , aber doch schon - als Jura-Student u. Mitte 20 -



    justizpolitischer Fraktionssprecher und finanziert sein Studium über



    ein Stipendium der R.Luxenburg-Stiftung.

  • Sehr schöner Artikel zur Einordnung.



    Ein Detail, das fehlt:



    Wenn sie (nur) Büchergeld erhalten hat, dann heißt das, dass ihre wohlhabend genug waren, so dass sie ohnehin kein Anrecht auf BAföG gehabt hätte.



    Da eine Stiftung sie aufgenommen hatte und förderte, hätte sie jedoch auch mit ärmeren Eltern kein BAföG gebraucht, denn dann hätte sie ein (Voll-)Stipendium in der Größenordnung des BAföGs von der Hanns-Seidel-Stiftung erhalten. Wichtiger Vorteil: Stipendien müssen nicht zurückgezahlt werden. Weiterer Vorteil: Unter Umständen rechnen Stiftungen in Zweifelsfällen etwas großzügiger als die fürs BAföG zuständigen Ämter.



    Mit anderen Worten, Mantels Lebensunterhalt war während des Studiums aufgrund der finanziellen Leistungsfähigkeit ihrer Eltern, deren Unterstützung durch das Büchergeld der Stiftung noch etwas aufgebessert wurde, auch ohne Arbeit gesichert. Wie umfangreich ihre Tätigkeiten "in der Gastronomie ...“ waren, bleibt - besonders angesichts ihrer politischen Rollen - eher fraglich. Jedenfalls dürfte es sich um eine zusätzliche Aufbesserung der Börse gehandelt haben, was ja auch heute beliebt, für die Frage nach der eigentlichen Studienfinanzierung jedoch irrelevant ist.

  • Außerdem wird oft vergessen, dass man als Bafög-Empfängerin sein Berufsleben mit Schulden beginnt, da 50% ja zurück zu zahlen sind.

    • @snowgoose:

      @snowgoose



      Die Studienkosten konnten auch einfach, voll unkompliziert, später mit dem persönlichen, anteiligen erwirtschafteten BIP [ Bruttoinlandsprodukt ] der zukünftigen, dann Arbeit leistenden Mitmenschen, gegengerechnet werden.

    • @snowgoose:

      Das ist doch wirklich sozial mit 50% Rückzahlung und gut investiert, weil Ausbildung. Als Akademiker kann man das locker zurückzahlen und der Gesellschaft zurückgeben, auch vor dem Hintergrund, dass das Studium in Deutschland kostenlos ist. Warum wird dieser wichtige Punkt in dieser Diskussion regelmäßig verschwiegen ?

  • Man findet findet bei den „Stellschrauben“ der Politik nur noch Brechmittel: Menschen ohne Moral, ohne Empathie, ohne Bereitschaft zu Wissenschafts- oder Untersuchungsanerkennung, nur in ihrem elitären Kosmos verhaftet ect. mit der Chuzpe, sich christlich zu nennen.



    Ich habe in meiner Schul- und Studienzeit (vor 50!Jahren) durch Glück und Zufälle einen Dauerjob. (Alleinverdienervater, 4Kinder), u.a. Einzelhandel, nicht ein gepampertes Parteimitglied.



    Aber:



    - Es gab noch keinen Numerus Klausus (für mein Studium).



    - Abitur- und Studiennoten wären mit mehr Zeit sicher besser gewesen.



    - Wohnkosten waren nicht im entferntesten mit heute vergleichbar.



    - Mein Studium war in Heimatstadt möglich.



    - Es war ein Studiengang, der es vom Anspruch möglich machte (mit anderen wär es wohl nicht gegangen).



    - Sogenannte „Studentenerlebnisse“ (interrail o.ä.) fielen aus.



    Selbst mit Bafög ist D weit entfernt von Chancengleichheit, obwohl es ein reiches Land ist. Aber solange die „Totalverweigerer“ unten statt oben verortet werden, streicht man bei Kindern, Jugendlichen, Armen, Geflüchteten, Alten und holt es nicht bei staatlich geschützten Steuervermeidern.

    • @snowgoose:

      Ich hatte bei meinen Jobs Ende der 1980er Anfang der 1990er Glück. Kurze Jobs da wo ich heute Arbeite bezahlt nach Tarif, und dann ein paar freiberufliche gut bezahlte Jobs. Kommilitonen hatten da weniger Glück und mussten schlecht bezahlte Jobs in der Gastronomie und Drecksarbeit in der Industrie annehmen. Mit dem heutigen Druck im Studium dürfte das kaum noch vereinbar sein.



      Ein etwas jüngerer Verwandter hat es im Sinne von Frau Bär "richtig" gemacht und sich politisch engagiert und dann auch alle möglichen Hilfen und später ein Stipendium für die Doktorarbeit erhalten.



      Das sind aber Ausnahmen und die Regel sollte etwas anderes sein.

  • Die Verschulung des Studiums seit der Bologna-Reform und der zunehmende finanzielle Druck auf Studenten (s. Wohnungsmarkt), haben die Lebensbedingungen der heutigen Studenten gegenüber den vorherigen Generationen deutlich erschwert.

  • An Frau Bärs Studium ist ja nichts auszusetzen, auch dass sie als CSU Miglied an einem eher links verorteten Institut war spricht ja für ein ernsthaftes Interesse am Studienfach.



    Was mich nur immer wundert, wieviele "Nebenbeschäftigungen" man als Bundestagsabgeordnete doch noch zeitlich schaffen kann. Man sollte doch denken, die Aufgaben als Abgeordnete sind eine Vollzeitbeschäftigung, oder eher noch mehr als 40 Wochenstdunden.

    • @T-Rom:

      @T-Rom



      Kleine Empfehlung, einfach mal die Aufzeichnungen von Bundestagssitzungen genießen. Leere Ränge, gähnende, hingelümmelte, mit Smartphone spielende, Faxen machende, von unseren Steuergeldern bezahlte Parlamentarier. Also wenn Sie stark genug sind, diese Vorstellungen zu ertragen - geht immer auf eigene Gefahr 🥳

    • @T-Rom:

      Da wird‘s mal offenbar.

  • Ist eben der Zeitgeist.



    Etwas Arbeit während des Studiums geht schon, das hat auch in unserer Familie ein Medizinstudent gemacht, bei sicher einem sehr fordernden Studium. Man muss halt wollen.

    • @Filou:

      Habe ich auch gemacht, halbe Stelle als studentische Nachtwache, u. a. auch, weil gerade knapp nicht Bafög-berechtigt. Hat mich vielleicht ein Jahr mehr Zeit gekostet als Regelstudienzeit, ging mit 5000 Euro Schulden aus dem Studium, was schon ein doofes Gefühl war. Aber da aus einer akademischen Mittelschichtsfamilie stammend, wären zur Not die Eltern eingesprungen, da die Wichtigkeit, abzuschließen, ja anerkannt war, auch wenn es finanziell auch für die Eltern eine erhebliche Belastung gewesen wäre. Ich glaube, dass eben genau so ein Szenario bei Arbeiterkindern wegen fehlendem finanziellen Backup und manchmal fehlender Anerkennung der Wichtigkeit von offiziellen Bildungsabschlüssen seitens des Elternhauses abschreckend wirkt. Deswegen wäre das Bafög so wichtig!

  • Frau Bär kam und kommt zurecht, es sei ihr gegönnt.

    Dass es andere nicht so leicht hatten und haben wie sie ist offenbar bei ihr nicht angekommen.

  • Nicht besonders appetitlich, dass man einer Frau (Ministerin) derartig nachstellt. Wir allen haben unsere „Leichen“ aus der Studienzeit im Keller.

    Viel spannender wäre doch eine Evaluierung des Bafög: also studiert es sich mit Bafög schneller oder langsamer, wie sind die Noten im Vergleich, wie oft wird das Studium gewechselt oder abgebrochen. Wie sind die späteren Einkünfte. Dann könnte man sehen, wie und wem das Bafög wirklich nutzt.

    Ich fand das Bafög eher als eine Verführung, als zunächst anstrengungsloses Geld. Obwohl ich gar nicht den Höchstsatz und auch nur 2 Jahre Bafög bekam, hatte ich nach meinem Studium einen ordentlichen Pisten zu tilgen - 6 oder 7 Monatsnettogehälter.

    • @Leo Onlin:

      Politikerbiographien inkl. Infos zu deren Sozialisierung sind wohl durchaus im öffentlichen Interesse, zumal bei Minister:innen. Das ist nicht schmutzig oder verwerflich, sondern kommt mit der Öffentlichkeit eines solchen Amts. Der Artikel ist kritische, aber respektvolle Berichterstattung und hilft, Bär besser zu verstehen.

    • @Leo Onlin:

      Wenn man sich politisch so frech aus dem Fenster hängt muss man damit rechnen, dass man mal nachhakt.

  • Die Dame kommt doch schon aus begütertem prominent politischen Hause. Sie sollte also schön aufpassen, was sie sagt. Markus Söder CSU hält wohl nicht viel von ihr. Die kann eben nicht viel.

    • @KLaus Hartmann:

      Aha, Söders Meinung ist die Referenz!

    • @KLaus Hartmann:

      Markus Söder ist nun nicht gerade ein schlagendes Argument, ist ja selber kein positives Aushängeschild im Gruselkabinett.

      • @snowgoose:

        @snowgoose



        Markus Söder sollte die Bevölkerung von Deutschland lieber in Ruhe lassen und sich um einen Job bei seiner Ehefrau Karin Baumüller-Söder bemühen, Mitinhaberin mit ihrem Bruder des " Familienunternehmen " der Baumüller-Gruppe Holding GmbH &Co KG mit Sitz in Nürnberg und über 20 Standorten weltweit. Da gibt's bestimmt auch ne' Bratwurst in der Kantine zum mampfen für den Dauer Streamer.

  • Schade, dass wir es nicht machen, wie Marc-Uwe Kling es in Quality Land vorschlägt: jeder bekommt als Nachname den Beruf des Vater bzw. der Mutter. Dann müsste man über den Fall Doro Bürgermeister nicht so recherchieren. Auch bei ihrem Chef, Friedrich Jurist, wäre dann klar, wie die Chancen in Deutschland verteilt sind. Dann brauchte man keine OECD-Studie, um zu sehen, dass bei uns "Elite" eine ererbte Sache ist. So war es schon immer in der Monarchie.

    Aber man muss sich über eine "Argumentation" dieser neuerlichen Sozialkürzung keine Gedanken machen. Dahinter steckt kein Argument. Die cdU/csU verschenkt Steuergeld mit vollen Händen an die Reichen und nimmt das Geld dafür von den unteren Gehaltsschichten, Rentnern, zu Pflegenden, Kranken, Arbeitslosen etc. So war es klar seit man das Steuerprogramm mit der 100 Mrd-Lücke im Haushalt kannte. Also ca. seit Dez. '24. Mehr steckt nicht dahinter. Dass Bildung, Gesundheit, Pflege, Soziales, Kultur dafür würden bluten müssen, war doch wohl jedem klar.

  • Interssant, dass es immer die Studierenden, die selbst genug Geld haben, ihre Bücher zu kaufen statt zu leihen, sich in der Lage sehen, die Finanzprobleme anderer Studierenden als nicht so gravierend zu erkennen.



    In meinem Studium zeigte sich dagegen, dass die Studierenden, die ihre Bücher lieber kauften, statt zu leihen, sich selten bemüßigt sahen, mehr als das absolute Minimum anzuschaffen.

  • Ist doch schön, dass Studierende aller Richtungen nun sehen wo die "Forschungsministerin" so steht, nämlich nicht auf deren Seite.

    Selbst mit rechten politischen Stipendien gepäppelt und von der Familie mit hochbezahlten, karrierefördernden Praktika versorgt, verkörpert sie früh die Haltung der Besserverdienenden und predigt brav den Sozialabbau, den ihre Geldgeber fordern. Aber hey! Trotzdem cool mit Vespa und abgeschnittenen Jeans. Aber selbst nach 34 Jahren Parteiarbeit hat sie nicht gelernt, dass zynisch Gedachte besser nicht öffentlich laut zu sagen. Trotz 1,5 Politikdiplom und der wohl schwächsten Ministerkompetenz, die eine unionsgeführte Regierung je hat(te), gibt sie eine erstaunlich schwache Figur ab.

  • Eine Diplomarbeit ist keine private Angelegenheit, sondern als wissenschaftliches Dokument und als Leistungsnachweis öffentlich. Immerhin wird eine Diplomarbeit aus dem öffentlichen Lehretat finanziert. Die Rechte liegen bei der Universität.



    Ein Belegexemplar liegt immer an dem Institut, an dem diplomiert wurde, auch wenn ein Professor stirbt. Man könnte beim Nachfolger nachfragen, ob im Archiv die Diplomarbeit vorliegt. Man könnte aber auch grundsätzlich die Rechtmäßigkeit der Diplom-Verleihung wegen fehlender Diplomarbeit anzweifeln.

    • @Unvernunft:

      Nach den ganzen Plagiatsaffären in der Vergangenheit hat sich Frau Bär anscheinend entschlossen ihre eigene Arbeit zu verstecken. 🤷🏼

    • @Unvernunft:

      Hier ist nun so ziemlich alles falsch:



      - "wissenschaftliche Dokumente" (was auch immer das genau sein soll) sind nicht per se öffentlich (z. B. die Laborbücher eines Chemie-Instituts sind ohne Zweifel "wissenschaftliche Dokumente", aber nicht öffentlich).



      - "Leistungsnachweise" sind gerade nicht öffentlich, sondern unterliegen dem Datenschutz. Niemand kann etwa die Herausgabe einer Stegreifaufgabe eines beliebigen Schülers eines Gymnasiums in der 5. Klasse fordern (das wäre die Konsequenz Deiner Meinung).



      - Die Rechte der Diplomarbeit (ebenso wie jeder Abschlussarbeit) liegen ausschliesslich beim Studenten, nie bei der Uni oder dem Betreuer.



      - Diplomarbeiten werden nicht aus dem Uni-Etat finanziert, der Student schreibt sie mit privater Finanzierung.



      - Nachdem keine Veröffentlichungspflicht besteht, kann wegen nicht-Veröffentlichung auch nicht die Gradverleihung ungültig sein. Aussderdem ist die Verleihung sicher ordnungsgemäss im Prüfungsamt dokumentiert, inkl. der Voraussetzungen. Da gibt es aber keinen öffentlichen Zugang.



      Zusammenfassung: Mehr Falschinformation geht in einem Text dieser Länge kaum. Gratulation. Hass vernebelt eben den Verstand.

    • @Unvernunft:

      Es ist schon richtig, dass Diplomarbeiten nicht wie Doktorarbeiten einem Veröffentlichungszwang unterliegen. Sie unterliegen ebenso keinem Zwang etwas grundlegend neues in die Wissenschaft einzubringen. Es ist ein Nachweis, dass man in der Lage ist, wissenschaftlich zu arbeiten. Nicht mehr. Das darf wissenschaftlich nichtssagend sein und daher absolutes Verständnis, wenn man damit später nicht hausieren gehen möchte.

  • Wo ist jetzt eigentlich das Problem, wenn man sich das Studium selbst finanzieren muss? Ich wollte damals keinen Bafög Kredit (50 Prozent) und hatte nach dem Vordiplom das Studium durch Arbeit selbst finaziert. Als Werkstudent habe ich dafür auch viel nützliches zum Studium und fürs spätere Leben gelernt.



    Gut, ein paar Prüfungen wären vielleicht etwas besser verlaufen, aber ich fand es damals sehr intressant und anspornend, nebenbei zu arbeiten und zu lernen

    • @AliceMirrow:

      Und Menschen, welche aufgrund von Behinderungen, Familie o.a. nicht noch neben dem Studium arbeiten können, sollen dann ausgeschlossen werden?

    • @AliceMirrow:

      Das Problem ist, dass Menschen, die selbst genug Geld hatten, ihr Studium zu finanzieren, nun anderen vorschreiben wollen, es genauso zu tun.



      Freiheit der Wissenschaft kommt unter anderem auch daher, dass auch die Fächer studiert werden können, die nicht über Werksstudien querfinanziert werden können. (Auch wenn das duale Studium für die Fächer, in denen es sich anbietet, natürlich eine gute Herangehensweise ist)

    • @AliceMirrow:

      Man kann ein Studium (analog zu einer Familie) nicht mehr durch Arbeit finanzieren, das ist das Problem.

      • @nihilist:

        Gut zusammengefasst. Es ist jedenfalls sehr schwer, sein Studium durch Arbeit zu finanzieren, wenn man nicht zufällig durch Kontakte oder Vorkenntnisse einen gut bezahlten Job bekommt. Man darf ja nur 19 h arbeiten, wenn man Vollzeit studiert. Wenn man 19 h arbeitet, ist Vollzeit studieren allerdings organisatorisch schwer zu machen. Dazu kommt der Druck der Uni, in möglichst wenigen Semestern sein Studium durchzuprügeln. Sollte man Bafög bekommen, muss man sich erst recht diszipliniert an die Regelstudienzeit halten, was nebenbei arbeiten erschwert.

  • Diese Jobs Situationen hatten natürlich eine Alibifunktion, genauso schräg, sich umzuziehen, um nicht aufzufallen. Finanziell, wie sie es war, komplett abgesichert, posaunt sie jetzt die Aufforderung an Leute, die wirklich Grips im Kopf haben, aber ihre Miete nicht bezahlen können, sie sollen sich zusammenreißen, so wie ich es leidend getan habe.



    Frech kommt weiter!

  • Wenn Mensch privilegiert/elitär aufwachsen und politische Macht bekommen, wie Frau Bär, dann werden sie sich, sehr wahrscheinlich, auch weiterhin den Eliten orientieren, die es, ihrer Meinung nach, ohne staatliche Alimentierung schaffen. Das dieser Staat aber erst ihre Privilegien und ihren elitären Status ermöglichen, ist ihnen z.T. bewusst oder auch nicht. Erst wenn der Staat an ihren Privilegien rüttelt, z.B. Erbschafts- oder Vermögenssteuer, wehren sie sich mit Händen und Füßen. So lange Parlament und Kabinett nicht den Bevölkerungsquerschnitt widerspiegelt, d.h. dort sind max. 10% Eliten und mindestens 50% Unterprivilegierten vertreten, wird die Politik von keiner Partei an der Ungleichheit etwas ändern. Ich sehe momentan keine Partei, mit Ausnahme der Linken, die diesem Querschnitt nahe kommen.

  • Ob eine politische Frage wie die der Bafögreform unbedingt an der Lebensgeschichte der Forschungsministerin personalisiert werden sollte, erfüllt mich mit einer gewissen Skepsis.

    Tatsache ist aber, dass es sehr privilegierte Studierende aus gutbetuchten Akademikerfamilien gibt, die seit Generationen nichts anderes mit ihrem Leben gemacht haben.

    (Es gibt auch prekäre Akademiker:innen, alles muss differenziert gesehen werden.)

    Für eine freie und demokratische Gesellschaft ist Wahlfreiheit wichtig. Die Herkunft darf nicht unsere Lebensentscheidungen limitieren.

    Dafür ist Bafög gedacht. Dass Bürger:innen aller Hintergründe ein wissenschaftliches Studium absolvieren können, wenn sie denn wollen.

    Hätten wir diese Möglichkeit nicht, würden wir die Gräben in unserer Gesellschaft nur noch weiter vertiefen.

    Im übrigen reicht, Erhöhung hin oder her, Bafög in den meisten Städten "dank" der Mietkosten und anderem sowieso nicht aus, um davon leben zu können. Studierende müssen also eh nebenher arbeiten gehen.

    • @Stavros:

      So ist es!

  • Interessante Details, aber Frau Bär ist hier leider nur die Spitze des Eisbergs. Ähnliches Gedankengut findet man in der gesamten Union, von der Basis bis zur Spitze.

    • @flocki1901:

      Was leider nichts besser macht.

    • @flocki1901:

      Ja, Herr Merz erzählt ja den arbeitenden Bürgern auch, dass sie mehr arbeiten sollen.

      • @snowgoose:

        Zu letzterem - der Koofmich “ich hab nicht studiert kann also dir dazu nichts sagen“ 🤫



        “Jung - du mußt doch auch Bücher kaufen!“



        “Schonn!“ sagte ich dem Rentner “…laß gut sein. Komm ja hin und die Bücher kommen alle zwei/drei Jahre neu raus. Arbeite eh lieber im Landgrafenhaus oder im Öff. Seminar!



        Das paßt schon!“



        (Examen 2. Termin;) Augen zu und durch!“



        „Et hätt noch emmer joot jejange“ 🙀🧐🤣

  • Den zukünftigen Gatten und die Gefährtin des Vaters als Mitarbeitende einzustellen- woran erinnert uns das?



    Hmmm.

    • @So,so:

      Ol Conny - “… mann kennt sich - mann hilft sich!“

    • @So,so:

      und dieser 🤥 hatte - Vater mindestens R3 (wie hück sing Fru;) und Stipendiat des dt.Volkes;) - hatte laut wiki einst getönt “…ich und meine Frau mußten jeden Groschen umdrehen!“ - der Mittelständler! Woll



      Vermutlich beim Moped tunen - wa •.

    • @So,so:

      Stimmt....erinnert irgendwie an das damalige Postengeschiebe bei den Grünen.

  • Charakter hat man, das kann man nicht lernen, nicht in der Uni, nicht in der Politik, schon gar nicht in csdU oder agD.

  • Vorab: Ich habe keine positiven Worte für die CSU oder ihre gesamte Riege. Diese bayrische Lobbypartei und all ihre Vertreter*innen agieren auf Bundesebene seit jeher rein parasitär und oft schädlich.

    Dennoch finde ich es gelinde gesagt schwierig, zu argumentieren, dass das Engagement in einer politischen Partei in jungen Jahren oder gar ein Bundestagsmandat keine Doppelbelastung während eines Studiums darstellten. Auch wenn ich diesen Karriereweg "Politik als Beruf" - der sich nebenbei durch alle Parteien zieht - grundsätzlich für problematisch halte, sind Frau Bärs Aussagen, sie habe während ihres Studiums gearbeitet und es sich selbst finanziert, schwer von der Hand zu weisen.

    Und der Rest ihrer Aussagen zu BAföG und Studium? Geschenkt. Ich bin gespannt, wie geschickt sie sich dabei anstellt, das beim BAföG gesparte Geld nach Bayern umzulenken. Denn nichts anderes erwartet man von ihr, wir Söder erst neulich wieder offen gesagt hat.

    • @Fairchild670:

      Weiß ja nicht wasse alles so von der Hand weisen?!



      👓 Fielmann oder was?

  • Ist es nicht möglich herauszufinden, welche Anfragen der wissenschaftliche Dienst des Bundestages für Frau Mantel zwischen 2002 und 2005 bearbeitet hat?

  • Also konnte sich Bär ihr Studium finanzieren, weil die CSU sie unterstützt hat? Also genau die Kungelei, die die Schichten in der Gesellschaft zementiert, statt sie aufzubrechen, und so dafür sorgt, dass Leute gerade nicht nach ihren Fähigkeiten gefördert werden?

  • Vielen Dank für diesen Artikel. Hier verbindet sich eine Vita mit der daraus folgenden Politik. Herzliche Grüße aus Berlin

  • Sollten wir nicht weniger den klassischen links/rechts Kampf führen, sondern mehr eine Allianz gegen ganz rechts und die AfD schmieden. Denn was nutzt uns das Klischeebeladene links/rechts-Denken, wenn wir von den Blauen ganz rechts überholt werden?



    Der Tag wird bald da sein, wo wir es tun müssen um den Blauen keine 51% zu geben.

    • @Hans Dampf:

      Und dafür alles hinnehmen was die Konservativen an sozialen Gemeinheiten raushauen?



      Was nutzt eine "Allianz" wenn ein Teil derer schon AFD Politik macht?

    • @Hans Dampf:

      Das Problem ist doch, dass Merz und Co. doch diejenigen sind die Teufel mit Belzebub bekämpfen wollen. Und das führt geradewegs in den Untergang.

    • @Hans Dampf:

      Sinnvoll aber imho unrealistisch. Für sehr viele gilt hier schon als rechtsaußen, wer nicht gendert, Leistung durchaus sinnvoll findet,Individualverkehr nicht vollends ablehnt, Und als Motorradfahrer, kommt man eh kurz nach Luzifer ;-)

  • "Da sei es „kein Drama“, wenn Studierende neben dem Studium arbeiteten. " Studierende sollten so schnell wie möglich mit dem Studium fertig werden um Qualifiziert tätig werden zu können. Was Fru Bär erzählt ist offenkundiger Unsinn. Kein Wunder, dass ihr auch von den eigenen Leuten an dieser Stelle Ablehung signalisiert wird. Man könnte höchstens darüber nachdenken, dass nicht mehr alle Studiengänge gefördert werden. Das wäre durchaus eine Diskussion wert.

    • @Nachtsonne:

      Ihr Vorschlag ist absurd.

  • Danke - so 🤥 sinse - schwer auf dicke Hose 👖



    In Wahrheit abgreifer Windbeutel 1. Kajüte •



    Wußte schon das Mittelalter “Reicher Leuts Kinder haben klebitschte Händ!“



    ©️🦉🦉🪞 Verlach

  • Wer seinen "Mantel" immer nach dem Wind hängt, erweist der Bevölkerung einen "Bär"endienst.



    Naja, nicht ganz, denn ein Bärendienst erfolgte laut Wilipedia ja zumindest anfangs in guter Absicht.

  • Laut Wikipedia ist die Dame in Bamberg geboren, und das liegt in Oberfranken und nicht in Unterfranken, wie im Artikel beschrieben.



    Davon abgesehen: (ungeschönte) Biographien von Politikerinnen und Politikern finde ich immer sehr spannend.

  • Ein Griff ins Bücherregal und ich hielt sie in den Händen - meine Abschlussarbeit zur Erlangung des M.A. von 1986. Ich musste drei Exemplare einreichen. Eines für den begleitenden Professor, eines für die Fachbibliothek und das dritte - ich weis nicht mehr, für wen es bestimmt war. Ich bekam sogar Post von der Uni Oslo, die von meiner Arbeit gelesen hatten.



    P.S. Die Bücher hätte ich nicht kaufen können. Alleine 100 Quellen aus internationalen Fachzeitschriften. Soviel zum Studium zuhause!



    Einmal hat sie ihren Mund sogar aufgemacht. Sehr witzig! Hat sie nur Vorlesungen und keine Seminare besucht. Dort wird heftig diskutiert. Das ist der Sinn der Übung!

  • Das zeigt eher von der (damaligen?) Intoleranz am Otto-Suhr-Institut. Warum musste da Frau Bär ihre Kleidung wechseln, um nicht aufzufallen, hatte sie Angst vor einem Spießrutenlauf, und war diese Angst berechtigt?



    Dass sie auf ihr Diplom stolz ist, kann ich nachvollziehen. Zumindest bei uns an der Uni (MINT-Bereich) war das alte Diplom eher mit einem neuen Master gleichzusetzen statts mit dem Bachelor. Das wurde auch bei der Eingruppierung bei meinen ersten Arbeitgebern so gesehen.

  • Der Artikel ist ja beinahe ein Werbetext für Dorothee Bär. Sie hat offenbar durch Leistung und Zielstrebigkeit überzeugt und man könnte sich ein Beispiel an ihr nehmen.

    Worin liegt jetzt das Problem am Studium von Frau Bär, das in der Überschrift suggeriert wird?

    • @Dirk Osygus:

      Materielle (tatsächliche) Chancengleichheit: Berücksichtigt die realen Lebensumstände. Da Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen (z. B. aus einkommensschwachen Familien) starten, reicht das bloße Recht nicht aus. Hier setzt die Förderung an, um strukturelle Nachteile auszugleichen.

    • @Dirk Osygus:

      @Dirk Osygus



      Das Problem liegt bei Mitmenschen, wie Sie es sind lieber Dirk Osygus, die nicht in der Lage sind, den Kern dieser inhaltlichen Informationen, bezüglich eines heranwachsenen Mädchen Namens Mantel aus der Provinnz - jetzt Frau Bär, aus diesem Artikel zu erfassen.



      Gibt dieser Artikel doch ein exemplarisches Beispiel über Leute wieder, die sich aufgrund unserer politischen Strukturen, es ermöglichen solchen Subjekten wie Frau Bär, die sich durch diese unbedingt REFORMIERT gehörten Strukturen, völlig legal anmaßen dürfen, Entscheidungen für / gegen unsere Bevölkerung in einer " Demokratie ' mit zu gestalten können.

      • @Alex_der_Wunderer:

        Man kann zu Frau Bär stehen, wie man will, aber ich möchte genauso wenig "Subjekten" mit ihrer einseitigen, ideologischen Denkweise politischen Einfluss zugestehen.

      • @Alex_der_Wunderer:

        Was meinen Sie mit Ihrer Formulierung "solchen Subjekten wie Frau Bär"?



        Das klingt entmenschlichend.



        Und nur weil der kommentierende Dirk Osygus nicht der Meinung des Artikels folgt, sei er Teil des Problems?



        Wie kommen Sie darauf?