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Frauenrechtlerin unterstützt AfDAlice für Alice

Kommentar von

Raweel Nasir

Für manche ist es noch eine Nachricht wert, für viele aber keine neue Erkenntnis. Alice Schwarzers Weltsicht hat nichts mehr mit Feminismus zu tun.

Berlin, 22. November 2005: Alice Schwarzer bei der Vereidigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Tribüne im Bundestag Foto: Ulrich Baumgarten/picture alliance

A lice Schwarzer sieht in Alice Weidel als potenzielle Bundeskanzlerin „trotz allem“ eine Ermutigung für Frauen. Das sagte sie auf Nachfrage von Markus Feldenkirchen im Spiegel-Spitzengespräch. Mit diesem Satz lässt sich Schwarzers gesamte Weltsicht zusammenfassen. Und zeigt auf, was der Großteil der Fe­mi­nis­t:in­nen eh schon weiß: Alice Schwarzer unterstützt rechte Kräfte und stellt sich gegen marginalisierte Frauen, die am stärksten auf ihre Solidarität angewiesen wären.

Warum diese Nachricht keine Überraschung sein sollte: Seit Jahrzehnten hat Schwarzer, die von einigen noch immer als Frauenrechtlerin gefeiert wird, dafür gesorgt, in der deutschen Öffentlichkeit ein „Feminismus“-Verständnis zu etablieren, das nichts mit Feminismus, also der Gleichberechtigung aller Frauen und FLINTA* zu tun hat.

Egal ob sogenannte „Kopftuch“-Debatten, Sexarbeit, wie feminin sich Frauen kleiden dürfen oder ob sie statt zu arbeiten zu Hause bleiben möchten: Frau Schwarzer hat schon immer eine kompromisslose Haltung, wie Frauen ihr Leben zu führen haben. Nämlich nicht wie jede es für sich selbst als richtig empfindet, sondern so, wie Schwarzer es sagt.

Damit bedient sie sich eines Verhaltens, das man eigentlich nur von Anti-Feminist:innen kennt. Denn worum geht es eigentlich beim Feminismus? Es geht um die Möglichkeiten und Chancen für Frauen und FLINTA* Personen in einer Gesellschaft. Dabei stehen Fe­mi­nis­t:in­nen auf der einen Seite und Anti-Feminist:innen auf der anderen. Die einen versuchen, die Möglichkeitsräume und Freiheiten zu erweitern, und die anderen, sie zu verengen.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten, linken Meinungsspektrums.

Nur wenige Möglichkeiten für Frauen

Das wird deutlich, wenn man sich rechte Politik weltweit anschaut. Rechte Kräfte wollen Frauen zurück an den Herd schicken. Ihr Ziel: Frauenrollen aus den 50er-Jahren wieder salonfähig machen. Und sie haben Erfolg. Hier kommen Alice Schwarzer und rechte Kräfte zusammen.

Schwarzer will Frauen gerade nicht als Hausfrau und Mutter sehen, ABER Frauen selbst entscheiden zu lassen, wie sie ihr Leben leben wollen, das geht auch nicht. Ob sie Sex­ar­bei­te­r:in­nen werden, welchem Geschlecht sie sich zugehörig fühlen oder ob sie mit ihren Kindern zu Hause bleiben möchten, ob sie Hijab oder High Heels tragen möchten. Die Möglichkeiten, wie man als Frau leben kann, sind in der Welt von Schwarzer stark begrenzt.

Deswegen sollte nun spätestens damit Schluss sein, Alice Schwarzer als „bekannteste Vertreterin“ der Frauenbewegung zu hofieren. So wird sie nicht nur im Spiegel-Gespräch betitelt, sondern bereits vor einem Monat in einem Welt-Interview mit Constantin Schreiber, der ebenfalls wegen seiner Äußerungen zum Islam in der Kritik steht. Der Titel des Videos, ein Zitat von Schwarzer: „Das Kopftuch ist purer Antifeminismus!“

Strategische Beihilfe

Denn Schwarzer bleibt so lange die „bekannteste“, solange man sie trotz ihrer wenig emanzipatorischen Glaubenssätze weiter auf Bühnen einlädt. Sexistisch, rassistisch und seit einigen Jahren auch noch transfeindlich äußert sie sich mithilfe ihres Magazins Emma. Dabei versucht sie geschickt zwischen den „ernsthaft“ Transsexuellen, die nur einige wenige seien, und einem neuen Trend in der westlichen Welt, in der die Transsexualität als Lösung der Geschlechterfrage propagiert wird, zu argumentieren. Doch letztlich klingt das auch nur stark nach einer rechten Verschwörungserzählung von einer trans Lobby, die Kinder und Jugendliche trans machen möchte.

Mit solchen Argumentationen versucht Schwarzer (ähnlich wie J. K. Rowling) rechten Positionen einen progressiven Anstrich zu verpassen. Doch letztlich leisten sie damit strategische Beihilfe für die Arbeit der rechten Parteien, die gezielt weiße Frauen und weiße Homosexuelle mit der Botschaft ansprechen: Wir schützen euch vor dem Islam, den Migranten und der trans Ideologie.

Dieser Ideologie ist es zu verdanken, dass trans Personen, Schwarze Menschen und People of Colour und viele Frauen seit Jahren verstärkt in einem Klima der Angst leben müssen und nicht wissen, ob ihre Situation in Zukunft noch schlimmer wird. Für viele ist sie schon jetzt unerträglich. Danke dafür Alice.

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118 Kommentare

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  • Lustig, wie manche AfD-Verharmloser verzweifelt versuchen, das Thema zu verdrehen. Auf welche Frage und mit welchen Worten sie genau eine Faschistin als Bundeskanzlerin akzeptiert hat, ist nämlich gar nicht der Punkt.

    Der Punkt ist, dass man (egal wie man die Frage stellt) niemals überhaupt auf die irre Idee kommen kann, das die Führerin einer antifeministischen, menschenfeindlichen, rechtsextremen Partei in irgendeiner Weise etwas positives für die Menschen (geschweige denn für Frauen) bringen könnte.

    Alles andere als ein klares Nein zu einer antifeministischen Partei wie der Afd ist ein Verrat an den Frauen.

    Das Frauen unter rechten Parteien nur verlieren, können wir auch live in den USA unter Trump sehen.

  • Ich finde feministische Perspektiven selbstverständlich, Forderungen gegen Gewalt und Ausbeutung notwendig, aber Alice Schwarzer ist seit Jahrzehnten auf dem CDU-Trip, bürgerlich und das ist ein Widerspruch zu der notwendigen Sozialkritik aus den Lebenslagen heraus, aus denen feministische Initiativen kommen. Stattdessen hypt die Emma alles was individuelle Karriere ist.



    In der Emma gibt es auch immer wieder polemische, abwertende Beiträge - klar für Migrantinnen ist da nichts drin.



    Nicht zuletzt die ständigen Demonstrationen gegen die Unterstützung der Ukraine sehe ich als menschenfeindlich an und kann das nur abscheulich finden. Das Duo Schwarzer-Wagenknecht ist ein Superlativ an Selbstgerechtigkeit. Nein Danke.

    • @Land of plenty:

      Schließe mich an.

  • Dass Feminismus nicht unbedingt auch antirassistisch sein muss hat schon Sojourner Truth vor über 100 Jahren beklagt, als sie fragte: "Ain't I a Woman?" Es ist mehr als traurig, dass es bei einigen "Feministinnen" seit dem keinen geistigen oder menschlichen Fortschritt gegeben hat.

  • Ist das eigentlich eine Erfolgsstory der Putin- oder AfD-Propaganda, dass mittlerweile landauf landab linke Kommentatoren wahrheitswidrig und absurderweise behaupten oder andeuteten, dass deutsche Feministinnen mit der AfD sympathisieren?

  • Schwarzer scheint mir sich selbst als stark, andere Frauen und andere Männer als schwach zu sehen. Im nächsten Schritt maßt sie sich an, als starke Frau für schwächere Frauen das Wort zu erheben. Warum brauchen Frauen eine Ermutigung? Und wozu sollen sie ermutigt werden? Mich entmutigt es, wenn Schwarzer als eine noch unter den Nazis geborene Frau jetzt meint, Frauen könnten was davon haben, wenn Deutschland mit Weidel eine nationalsozialistische weibliche Regierungschefin haben.

    • @Raul Laubeiter:

      Wie bitte?! Bezeichnet Ihr hier ernsthaft Frau Weidel als Nationalsozialistin?! Das ist eine unglaubliche Entgleisung und Verharmlosung des historischen Nationalsozialismus…was sollen denn bitte immer diese völlig übertriebenen Vergleiche? Niemensch muss die AfD und deren Parteivolk gut finden, aber es sollte immer eine gewisse Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben.

    • @Raul Laubeiter:

      @ Raul Laubeiter



      Ich denke da unterliegen Sie einem sehr großen Irrtum. Frau Schwarzer ging es wohl eher um die Geschlechtlichkeit einer Kanzlerin, als denn um die politische, rechtsextremistische Ausrichtung dieser. Bei Frau Angela Merkel ging es ja auch vielen, gerade weiblichen Wählern um die Chance eine Frau als Kanzlerin zu wählen, und ebend nicht primär um Angela Merkels politische Ausrichtung. Genau darauf hatte die CDU ja damals bei der Auswahll ihres Kandidaten für die Wahl spekuliert. Hätte die CDU damals einen männlichen Kandidaten vorgeschlagen, es ist mehr als fraglich, ob die CDU wieder Regierungspartei geworden wäre. Aber Frauen, als Wählerinnen ticken oftmals so.



      Frau = gut...



      Die AfD spekuliert mit ihrer Weidel als Kandidaten ebenso schlicht wie durchtrieben, die neoliberale, rechtsextremistische AfD schaut halt vieles den Unionsparteien CDU / CSU und der FDP ab. Nicht nur äußerlich, auch inhaltlich kaum Unterschiede, außer noch den unmenschlichen, rechtsextremistischen, unsere Demokratie zerstörenden Willen obendrauf.

  • taz: **Denn Schwarzer bleibt so lange die „bekannteste“, solange man sie trotz ihrer wenig emanzipatorischen Glaubenssätze weiter auf Bühnen einlädt. Sexistisch, rassistisch und seit einigen Jahren auch noch transfeindlich äußert sie sich mithilfe ihres Magazins Emma.**

    Alice Schwarzer ist die bekannteste deutsche Feministin und Gründerin sowie Herausgeberin der Zeitschrift EMMA. Man sollte ihr natürlich dankbar dafür sein, dass sie sich jahrzehntelang für die Rechte der Frauen eingesetzt hat. Aber jetzt sollte sie mit ihren 83 Jahren endlich mal Platz für jüngere Frauen machen und von der Bühne verschwinden, bevor sie ihr Lebenswerk total vernichtet, weil sie durch Altersstarrsinn sogar schon für "rechte Frauen" Werbung macht.

  • Ach, Emma .. 🙈

  • Also wenn man sich mit dem original Interview befasst, finde ich die Interpretstion hier schon etwas grenzwertig.



    Frau Schwarzer hätte aber auch ruhig in dem Interview antworten können, sie könne sich weder eine Kanzlerin noch einen Kanzler der AfD vorstellen und würde die AfD , aufgrund ihrer rechtsextremisten,



    menschenverachtenden Haltung grundsätzlich ablehnen. Klare Ansagen kommen in Bezug auf diese Partei immer am effektivsten bei den Hörern, Lesern & Zuschauern durch.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Guter Punkt. Es war ja die Frage, die von Weidel als Kanzlerin ausging.Vielleicht sollte der Fragesteller das Ziel der Kritik sein.

  • Gleichberechtigung besteht dann, wenn auf eine unfähige Frau auf einem hohen Posten die nächste unfähige Frau folgt, ohne dass dies etwas Besonderes ist. Eben wie seit Ewigkeiten bei den Männern. Aber muss es wirklich dem Rechtsruck dienen, Frau Schwarzer? Wir waren schon mal weiter.

    • @aujau:

      Ich vermute die Frage würde Frau Schwarzer nicht einmal in Erwägung ziehen. Was hat Sie dazu erwogen, diese Frage zu stellen. Ansonsten scheinen Sie ja einer Meinung zu sein mit Frau Schwarzer in Punkto Gleichberechtigung auch bei den rechten Nieten.

      • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

        Ich denke, dass Ermutigung für Frauen nicht durch rechte Karrieristinnen funktioniert. Diese gab es bereits vor Weidel und es gibt geeignetere Beispiele für Ermutigung.

        • @aujau:

          Sicher nicht, aber Weidel wird von vielen Frauen gar nicht als "rechte Karrieristin" gelesen. Weiter unten wurde ein Artikel aus der Emma zur Zeit der Revolution im Iran gepostet in dem die revolutionären Frauen im Iran der Revolution auf dem Leim gegangen sind und in Chomeini noch die Zukunft sahen.

          Mit Weidel ist es ähnlich. Weidel ist wichtig für die AfD um Frauen anzusprechen. Dass die Afd das schafft würde ich (leider) mit Ja beantworten. Weidel als Kanzlerin wäre eine Ermutigung für rechte Frauen.

          www.emma.de/sites/...die_betrogenen.pdf

          Das Interview von Fleischhauer war oberflächlich und schlecht. Die vielen Aber die Schwarzer da andeutete haben keinen Raum bekommen.

  • Warum nur erinnert mich der Name von Alice Schwarzer daran, dass ich bald die nächste Steuererklärung vorbereiten sollte?

  • Wenn - wie richtig angemerkt wird - zum Feminismus gehört, dass Frauen in allen Aspekten selber entscheinden sollen, wie sie ihr Leben leben möchten. Gehört dann nicht auch dazu, dass Frauen entschieden können, wo sie politisch stehen möchten - rechts oder links oder sonstwo?

    • @T-Rom:

      Natürlich können Frauen das entscheiden. Sie müssen halt nur damit leben, für öffentliche Äußerungen auch öffentlich kritisiert zu werden.

      Wenn man auf einer Bühne mit den Wagenknecht lautstark fordert, die Ukraine durch den Stop von Waffenlieferungen Putin auszuliefern und dabei seine Angst vor einem Atomkrieg theamtisiert, aber als Feministin nicht ein Wort darüber verliert, wieviele Frauen und Mädchen im Dombass vergewaltigt wurden und was passieren würde, wenn diese Täter auch den Rest der Ukraine besetzen würden, dann kommt man halt richtig unappetitlich rüber und muss Kritik aushalten.

  • Alice Schwarzer war nie politisch korrekt.

    • @Johann63:

      Wie die causa Kachelmann ausweist: nicht nur politisch nicht, sondern auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen.



      Ich kann und will niemanden Ernst nehmen, der für sich (oder andere) Rechte in Anspruch nimmt, die sie Anderen abspricht. Das ist demokratiefeindlich und inhuman.

    • @Johann63:

      Es ist für viele vor allem wohl nicht politisch korrekt, wenn eine lesbische Frau die Rechtspopulisten leitet.

      • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

        Für das Problem ist es irrelevant ob Alice Weidel lesbisch ist oder nicht.

        • @aujau:

          Wahrscheinlich ist auch ihr Frau-Sein für Sie auch noch bedeutungslos.

    • @Johann63:

      Das ist gut so.

      Mit Political Correctness verharrt man in vorgeschriebenen engen Denkschablonen.

      Mitgefühl und Mut zu sagen was ist erweitert den Horizont und die Fähigkeit gemäß seiner eigenen Intelligenz und Intuition zu handeln.

      Das wurde bei Frau Schwarzer mit zwei Bundesverdienstkreuzen und jeder Menge journalistischer Auszeichnungen geadelt.

      Meine Hochachtung.

      • @shantivanille:

        "...Mit Political Correctness verharrt man in vorgeschriebenen engen Denkschablonen..."

        Das sind Schwarzers Schablonen, mit denen sie die Welt beurteilt:

        -Männer = Böses Patriarchat



        -Frauen mit Kopftuch = Unterdrückt



        -Islam = Böses Patriarchat, das Frauen unterdrückt



        "Hausfrauen" = Antifeministinnen



        -Bundeskanzlerin = Feministischer Erfolg, auch wenn rechtsextrem



        -FLINTA und Transsexualität = Gefährliche Modeerscheinung von Verwirrten

        Dazwischen gibt es nix. Und alles, was Frau Schwarzer sagt, sind ermüdend immer wiederkehrende Varianten und Ausführungen dieser Grundaussagen und hat nicht mehr viel damit zu tun, Frauen ein gleichberechtigtes und vor allem selbstbestimmtes Leben zu erkämpfen, Verdienstorden hin oder her.

        Wie wär´s mal mit:



        -Frauen haben es oft schwer, müssen leiden, erfahren Gewalt. Männer auch.



        -Islam kann missbraucht werden, aber auch eine selbstgewählte Lebenseinstellung sein; inkl. Kopftuch



        -Rechtsextreme Erfolge sind Mist, egal ob Mann oder Frau



        -Sexuelle Orientierung anderer geht mich doch nichts an



        -Männer sind nicht alle gleich und nicht alle meine Feinde

      • @shantivanille:

        Political C. bedeutet jedoch ferner Rücksichtnahme. Zumindest nicht alleine Ihre Definition.

        • @Gerhard Krause:

          Wie ich den Begriff verstehe, bedeutet er schablonenhafte Rücksichtnahme nach festen Kriterien, also auch für Leute, die das gar nicht wollen und umgekehrt nicht für Leute, deren Empfindlichkeit in keine Schablone passt.

  • Manchmal fragt man sich schon ob Quellen selbst nachgesehen werden oder man einfach wiedergibt was man hört.

    Mein Eindruck bei der Interviewpassage war durchaus anders und abwegend von Frau Schwarzer.

    Auch die Frage, ob Menschen wie Frau Schwarzer oder Menschen wie die Autorin, Menschen zu der CDU und afd treiben, könnte man aufwerfen.

    • @Hitchhiker:

      Ähnliche Gedanken gingen mir auch schon durch den Kopf aber in anderen Zusammenhängen. Ich beobachte hier in den Kommentaren, wie die AfD als kompatibel zu einer Frau gesehen wird, die sich seit Jahrzehnten bis heute explizit gegen Rassismus, Sexismus und das Patriarchat positioniert hat. Besser kann man die AfD nicht adeln.

  • Es war von Anfang an klar, dass eine Ikonisierung und Vermarktung der feministischen Bewegung nicht dienlich sein würde! Und dementsprechend wurde Alice Schwarzer zu recht schon zu Beginn ihrer Kariere von feministischen Aktivistinnen kritisiert dafür, dass sie genau das fokussiert machte, sich den Feminismus als Produkt zu privatisieren. Dass die Gefahr bestehen kann, dass in einem ultra patriarchalen und medial ebensolchen Zustand der Gesellschaft, junge Lesben in der Pubertät auch schon mal irrtümlich meinen, sie seien trans, weil die Bewegung dahin ev. präsenter ist, das ist unabhängig von Alice S. und anderen Ideologen sicher richtig, aber selbiges passiert/e umgekehrt auch trans die lesbische Phasen hatten, davon gibt es nicht wenige. Es ist aber eben so, dass Leben und Identität nicht essenziell sind, sondern social construiert zu einem grossen Teil, was aber auch die Möglichkeit gibt, dass Gleichheit Verschiedener als Gesellschaft irgendwann realisiert werden wird: Jetzt aber ist es das ganz bestimmt nicht und Alice S. ist nun offen reakltionär geworden. Das wuindert mich nicht. Zu Alice Weidel kann ich als Lesbe nur sagen: Schande ! und:Not in my Name !

  • Diverse, Frau & Mann sollten besser nicht immer auf alternde Frauen hören, schon gar nicht - wenn sie ein " Bäuerchen " für Rechtsextremisten machen 🤑

  • Zitat: "Denn worum geht es eigentlich beim Feminismus? Es geht um die Möglichkeiten und Chancen für Frauen und FLINTA* Personen in einer Gesellschaft."



    Mal eine Frage. Bisher habe ich Feminismus vor allem als Weg zur Gleichberechtigung verstanden. Wenn ich als Frau bewusst auf Gleichberechtigung verzichte, weil ich es mir wünsche. Ist das dann Feminismus oder Antifeminismus oder irgendetwas anderes?

    • @Lesenundschreiben:

      "Wenn ich als Frau bewusst auf Gleichberechtigung verzichte, weil ich es mir wünsche. Ist das dann Feminismus oder Antifeminismus oder irgendetwas anderes?"

      Was soll es denn sein als ihre eigene souveräne Entscheidung. Sie werden Ihre Gründe dafür haben.



      Die "Chancen" und "Möglichkeiten" für den Rest der Gesellschaft, insbesondere marginalisierte Menschen darf das allerdings weder in Frage stellen noch beeinträchtigen.

    • @Lesenundschreiben:

      Der Satz, den sie zitieren, ist mir zwar auch aufgefallen, aber mit völlig anderem Hintergrund, wobei ich Ihre Frage auch gern nicht verstehe, gleiche Rechte hat man, darauf kann man nicht verzichten.

      Aber die Frage, die sich mir stellt: gerade in der taz kann ich immer wieder lesen, dass die freie Entscheidung von Frauen, mehr Zeit für ihre Kinder zu haben und die Karriere nicht als das zentrale Element ihres Lebensglücks zu verstehen (eine meines Erachtens sehr kluge Entscheidung, nicht nur für Frauen) doch regelmäßig in Frage gestellt. Endet da die Freiheit der Möglichkeiten?

  • Die Alice war ja mal richtig gut drauf.

    "Alice Schwarzer wurde 1942 unehelich im Wuppertaler Stadtteil Elberfeld geboren und wuchs bei ihren Großeltern auf. In einem Interview bezeichnete Schwarzer später ihren Großvater als „sehr mütterlich“ und ihre Großmutter als „sehr politisiert mit einem hohen Gerechtigkeitssinn“. Schwarzer hierzu: „Ich komme aus einer Familie, für die es selbstverständlich war, in der Nazizeit nicht den Blick zu verlieren und mit den Opfern mitzufühlen."

    „Das alles ist möglich, wenn Menschen sich über Menschen erheben; wenn Ideologie und Macht ihnen die Verfügungsgewalt geben, bis hin zur Entscheidung über Leben und Tod. Das ist der Grundgedanke des Faschismus, lebendig zwischen Herren und Sklaven, Mächtigen und Ohnmächtigen, Männern und Frauen. Wobei wir nicht die Augen davor verschließen dürfen, dass in einem Männerstaat wie dem 3. Reich das Frausein nicht vor dem Schuldigwerden schützte. Die Angeklagten Hermine Ryan (‚die Stute‘) und Hildegard Lächert (die ‚blutige Brigyda‘) sind schmerzliche Beweise. … Solange noch Opfer leben, kann es keine Milde für diese Henker geben.“

    Alice Schwarzer, 1. Januar 1979[



    Alice Schwarzer – Wikipedia

  • Die ist doch schon seit Jahren (Jahrzehnten?) lost! Wer mit #HaltdieFresseSpringerPresse gemeinsame Sache macht, sollte am besten mit der damnatio memoriae belegt werden!



    Also warum noch drüber berichten? 🤷🏼‍♂️

    • @Walter C. Smith:

      Wer hat denn im Jahre 2026 noch ernsthaft was gegen die komplette Springerpresse? Ich habe seit bald drei Monaten ein WELT-Online-Abo und bin sehr froh darüber, zusammen mit der TAZ fühle ich mich da vollumfänglich aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln informiert.

    • @Walter C. Smith:

      Gut, wenn man so ein gefestigtes Weltbild hat!



      Mit der BILD erreicht man große Massen und noch cht nur seine eigene Bubble die Nr da muss man hin wenn etwas geändert werden soll.

  • Schwarzer ist die Personifizierung eines intelligenten, engagierten Journalismus.



    .



    Und wie kaum eine andere eine Aktivistin gegen Faschismus.



    .



    Sie war es, die 1979 den Wechsel von der Schah- zur Mullah-Diktatur vor Ort dokumentierte und beschrieb. Sie war um einiges schneller als der der französische Intellektuelle Michel Foucault, der ebenfalls als Journalist dort war, noch euphorisch an eine Revolution glaubend und erst langsam kapierend, dass sich da ein neuer Faschismus etablierte. Die internationale Linke, insbesondere Deutschland, hat es bis heute nicht geschnallt. Und ist eher weiter mit den Mullahs solidarisch als mit den Frauen.



    taz.de/Massaker-in-Iran/!6152368/







    EMMA: "Der Schleier wurde zum tragischen Symbol: einst Zeichen des Kampfes gegen die Zwangsverwestlichung, ist er jetzt Zeichen einer neuen Unterwerfung. So kommt es, dass Frauen, die früher aus Protest gegen den Schah den Schleier trugen, jetzt aus Protest gegen den Schleier auf die Straße gingen."

    www.emma.de/artike...-betrogenen-264297



    .



    Volle Solidarität mit Alice Schwarzer. Ein Leuchtturm im Kampf gegen die Unterdrückung der Frauen weltweit.

    • @shantivanille:

      "Der Schleier wurde zum tragischen Symbol: einst Zeichen des Kampfes gegen die Zwangsverwestlichung, ist er jetzt Zeichen einer neuen Unterwerfung. So kommt es, dass Frauen, die früher aus Protest gegen den Schah den Schleier trugen, jetzt aus Protest gegen den Schleier auf die Straße gingen."

      Hierbei wird vollkommen verkannt, dass im Iran ein Diktatur herrscht, die sich islamisch nennt und nicht eine Diktatur, weil sie islamisch ist. Sie können sicher sein, das mit dem Ende der Diktatur viele Frauen auch weiterhin ein Kopftuch tragen wollen, weil Sie Islam und Diktatur real und mental trennen können. Ich kenne mehr als eine Frau, die ihre Kopftücher tragen, obwohl ihre Ehemänner das weder verlangen, noch überhaupt gut finden. Nix böses Patriarchat in diesen Fällen, sondern freier Wille zur Religionsausübung in eigener Interpretation. Vielleicht sogar nebenbei als Zeichen gegen eine "Zwangsverwestlichung", wie es zu Schahs Zeiten im Iran war.

      Kein Kopftuchzwang!



      Kein Kopftuchverbot!



      Keine geschlechtsspezifischen Verhaltensvorschriften für Frauen; nicht von Männern und auch nicht von Alice Schwarzer!

      • @Sisone:

        Nichtsdestotrotz ist das Kopftuch ein Symbol der Unterdrückung von Frauen und hat als solches in seiner politischen Bedeutung im öffentlichen Raum (Behörden, Schulen u.ä.) nichts verloren.

    • @shantivanille:

      Von 1979 bis 2026 ist halt einiges an Zeit und offensichtlich auch degenerative Entwicklung passiert. Sie erinnert eher an die tragische Entwicklung eines Horst Mahler. Dieser egozentrischen, narzisstischen Frau kann man seit Jahrzehnten schon nicht mehr ohne Schmerzen zuhören.

    • @shantivanille:

      so platt und blauäugig - oh nee, kopfschüttel.



      Die Solidarisierung, die es mit Iraner_innen heute gibt, ist schon lange nicht mehr so schwarz-weiß, wie Sie das erinnern.

    • @shantivanille:

      Mich lässt Alice Schwarzer nicht an die Worte "intelligent", "engagiert" oder "Journalismus" denken, sondern an "Strafbefehl" und "Steuerhinterziehung".

  • Ich erwarte von einer Feministin, dass sie gegen Prostitution, Kopftuchzwang usw. kämpft. Und ja, auch im Zusammenhang mit Transpersonen gibt es fundierte, feministische Argumente, wie ja schon häufig diskutiert.



    Dass Frau Schwarzer schon immer eine streitbare Person war, ist bekannt. Und dass sie mit dem, ich nenne es mal "neuen Feminismus" einer Frau Nasir, so wie hier skizziert, wenig anfangen kann, verwundert nicht.



    Aber da bedarf es einer gepflegten Streitkultur. Der Vorwurf, Frau Schwarzer sei eine rechte AFD-Unterstützerin geht völlig an der Realität vorbei.

    • @Katharina Reichenhall:

      Finden Sie, dass die Äußerung Schwarzers darüber, dass eine Übernahme der Regierung durch die AfD ermutigend wäre, keine Unterstützung der AfD ist? Ich finde das.

  • Ein Nazi bleibt ein Nazi und ist damit unwählbar und absolut inakzeptabel. Welches Geschlecht der Nazi hat, welche Religion, welche sonstigen äußeren oder inneren Merkmale ist völlig irrelevant. Bei Schwarzer sehe ich eine fortschreitende OttoSchillysierung, die dazu führt dass man im hohen Alter plötzlich die AfD ganz ordentlich findet, zumindest das was sie so von sich kotzt.



    Da reicht es auch, dass nach der Machtergreifung der Führer eine Führerin ist, politischer Tunnelblick ist da noch das Netteste was man zu so einer Einstellung sagen kann.

    • @FtznFrtz:

      Eigentlich sagt Alice Schwarzer das, was sie schon immer gesagt hat.

      Interessanterweise ist das auf einmal nicht mehr alles links.

      • @rero:

        War es vielleicht nie, wurde vermutlich nur links geframed wie es heute so schön heißt. Macht sie weder sympathischer noch das was sagt plausibler.

        • @FtznFrtz:

          Man könnte die Kritik an der Antwort von Frau Schwarzer auf die Frage von Fleischhauer auch gegen die Kritiker wenden. Es wäre für diese dann nicht entmutigend für Frauen, wenn Rechtspopulisten und Rechtsextreme politische Ämter für Frauen verbieten würden.

          • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

            Das Problem ist sicher, dass man eine Position absolut setzt, ohne Rücksicht auf den Kontext.



            Danach wäre es erstmal gut, dass eine Frau jegliche Position erreichen kann, kann erstmal jeder Mensch unterschreiben, der kopfmäßig in diesem Jahrhundert angekommen ist.



            Wenn diejenige, die da an die Macht käme aber der Demokratie schweren Schaden zufügt, vermutlich inklusive der Frauenrechte, kann ich das doch nicht einfach so ausblenden, zumal es natürlich auch andere Gruppen neben Frauen gibt, die unter einer rechtsextremen Poltik zu leiden hätte, es gibt auch weibliche Flüchtlinge, es gibt weibliche Bürgergeldempfänger uswusf.



            Frau Schwarzer ficht das offenbar in ihrer mittlerweile bräsig-arrogenten Selbstgewissheit offensichtlich nicht an, stellt man ihre Aussagen zu männlichen Flüchtlingen in Rechnung , vielleicht sogar mehr als das.

  • Auch die Emma ist nicht feministisch. Sie war immer fast nur aggressiv und verstörend. Ich, m, habe sie immer bei meinem Vater (!) gelesen, ab 12 Jahre, und versucht herauszufinden worum es geht. Es gab und gibt wahre Punkte, die allerdings oft in einer Dekoration von Hass und Verallgemeinerungen steckten, dass die Texte einfach Richtung unerträglich gingen. Heute sage ich, wenn ich mich durch einen Text kämpfen muss, um den Punkt der Autorin oder des Autors zu suchen und zu bewerten, kann es vorher in die Tonne.

    • @sachmah:

      Ich selbst (m) habe die Emma ca. zwei Jahre durchgehend im Abo gelesen. Im Prozess um das Verständnis dafür, was "Mann sein" eigentlich bedeutet oder bedeuten kann, hat mir das eigentlich nur geschadet. Ich vermute, vielen Männern, die aufrichtig an einer gesunden, empathischen Weiterentwicklung ihrer "Männlichkeit" arbeiten, ist dieser Schwarzer-"Feminismus" keine Hilfe. Ebensowenig für orientierungssuchende Frauen. A.S. ist voller Hass und Selbstbezogenheit, gespickt mit Lügen und falschen Narrativen. Schlussendlich war dieses Blatt mit seinen Erzählungen der Sargnagel unsere Ehe.



      Für Frau Schwarzer war es offenbar immer nur Bühne fürs Ego und Fließband fürs Konto (in der Schweiz).

  • Das ist typisch für Alice Schwarzer: gesellschaftliche und politische Themen im Zusammenhang mit Frauen ausschliesslich feministisch zu sehen. Nichts anderes ist für sie relevant. Für mich als überzeugte Feministin ist Alice Weidel (Frau, lesbisch, Politikerin) genauso unakzeptabel wie Brigitte Bardot (Filmstar, LePen-Anhängerin, verstorben). Alice schwarzer rechtfertigt ihre Politik gerne damit, dass sie sich eben unverbrüchlich für Frauenrechte einsetzt. Leider offenbar auch für Rechte Frauen. Das geht für mich gar nicht.

    • @OndaOnda:

      Mit der vermeintlich klaren Haltung geraten Sie schnell ins Schlingern.

      Manche Frauen betreiben Virtue Signaling für ultrarechte, erzpatriarchalische, männlich gepräkte Strukturen und Bewegungen.

      Nur weil diese Bewegungen ihren Ursprung nicht in Deutschland haben, verweigern manche ihnen das Prädikat " rechts".

      Als wäre Rechtssein eine Frage der "Rasse" oder von "race".

      Frauen, die dafür Reklame laufen - wie bewerten Sie die?

      Geht das für Sie oder nicht?

    • @OndaOnda:

      "Das ist typisch für Alice Schwarzer: gesellschaftliche und politische Themen im Zusammenhang mit Frauen ausschliesslich feministisch zu sehen."



      Nun ja, genau darum geht doch beim Feminismus, Sherlock Sich erst um den Hauptwiderspruch zu kümmern, danach (eventuell) um den "Nebenwiderspruch", gilt eigentlich als eine längst überholte Ansicht innerhalb der Linken.



      Und natürlich gelten "Frauenrechte" für alle Frauen, egal welcher politischen Orientierung. Sich also auch für die einzusetzen , macht einen noch lange nicht zum Nazi.

    • @OndaOnda:

      》Das ist typisch für Alice Schwarzer: gesellschaftliche und politische Themen im Zusammenhang mit Frauen ausschliesslich feministisch zu sehen. Nichts anderes ist für sie relevant《



      .



      Unten hab ich ja verlinkt, wie Schwarzer die Passage in dem Interview rekapituliert:



      .



      》Markus Feldenkirchen: Wenn Alice Weidel nach Angela Merkel die nächste Bundeskanzlerin würde, wie gut wäre das für die Sache der Frauen?



      .



      Alice Schwarzer: Schwierig. Das ist schwierig.



      .



      Feldenkirchen: Ich höre da eine gewisse Ambivalenz raus.



      .



      Alice Schwarzer: Ja, Sie unterstellen da jetzt ganz viel. Sie wäre Bundeskanzlerin usw. Sie fragen nicht nach der Person an sich. Das wäre sicherlich, hätte trotzalledem vermutlich auch den Effekt, ermutigend für Frauen zu sein. Wahrscheinlich. Unter anderem, ja.



      .



      Markus Feldenkirchen: Lassen wir mal so stehen.《



      .



      "Wie gut wäre das für die Sache der Frauen?" - wie soll sie so eine - noch dazu hypothetische - Frage nicht aus feministischer Sicht beantworten, wie kann wan ihr das zum Vorwurf machen?

      • @ke1ner:

        Indem man seine eigene queerfeministische Sichtweise gewohnheitsmäßig an Feindbildern ausrichtet und stark verkürzende agitative Rhetorik benutzt, um legitime Positionen als rechtsradikal oder menschenfeindlich zu framen? Das ist ja eher der Grundmodus als die Ausnahme. Aber danke für die sehr anschaulich dargestellte Umdeutung und haarsträubenden Rekontextualisierung der Aussage durch den Artikel.

  • Alice Schwarzer ist nun mal faktisch die bekannteste Vertreterin der Frauenbewegung in Deutschland. In den 70er Jahren und später waren "Emma" und "Alice Schwarzer" wenigstens vom Namen der Mehrheit der westdeutschen Bevölkerung geläufig,ihr Namen quasi synonym mit Emanzipation. Das sie schon damals auch "in der Bewegung" nicht unumstritten war und mit Ansichten und Verhalten angeeckt ist, ändert nichts am Bekanntheitsgrad.



    Die Autorin des Kommentars hätte in einigen Dingen mal besser nachrecherchieren sollen. Bspw. bezüglich der Unterstellung (!) "Alice Schwarzer unterstützt rechte Kräfte ".



    Erst gestern gab es ein Interview im Tagesspiegel (www.tagesspiegel.d...agt-15270076.html), aus dem klar wurde, das Schwarzer in so einigen Punkten nicht die Lebenswirklichkeit und Ansichten, der jungen (Frauen)Generation nachvollziehen kann, dennoch weiterhin bestimmen will was feministisch ist und was nicht. Das heißt aber nicht, daß sie überall falsch liegt. Islam ist z.B. patriarchal,Kopftuch usw. Zeichen der Geschlechterungleichheit.

    • @Mustardmaster:

      Schlägt für sie Bekanntheit alles? Wie bekannt Schwarzer ist, erlaubt ihr, die AfD als ermutigend zu bezeichnend? Verteidigen sie die Alice Schwarzer von 2026 oder eine von vor Jahren?

    • @Mustardmaster:

      "...Islam ist z.B. patriarchal, Kopftuch usw. Zeichen der Geschlechterungleichheit..."

      Aber eben nicht immer! Es gibt genügend Frauen, die ihren islamischen Glauben mit all den Regeln und Ritualen genauso erst nehmen wie Männer. Und so wie Schwarzer alle Männer über eine Kamm schert, verfährt sie auch mit Musliminnen mit Kopftuch.

      Auch wenn ich persönlich den ganzen anerzogenen Religionskram, ob muslimisch, katholisch oder sonstwas, albern finde, kann ich doch damit leben, dass andere Menschen das anders sehen. Frau Schwarzer hält sich aber für den Nabel der Welt und möchte gerne allen Frauen vorschreiben, was richtig und falsch ist.

      Wenn Frau mit Küche und Kopftuch glücklich ist, soll Frau Schwarzer eben nicht bestimmen, dass das antifeministisch ist. Auch wenn sie (und ich und viele andere) das nicht nachvollziehen können.

  • Danke an Agarack fürs Zitat im Kontext, das macht es gleich differenzierter und weniger skandalisierend.

    Mensch kann immer noch viel an Frau Schwarzers Ich-ich kritisieren, wie das ja auch bei ähnlich agierenden Männern passieren darf. Wie jemand nicht wegen des Geschlechts oder (konsensualen) Sexualitätsvariante diskriminiert werden sollte, so auch nicht wegen der Religion oder Herkunft. Das könnte Frau Schwarzer inzwischen gerne deutlicher sagen, um sich von einer Sankta-Floriana-Politik für weiße, formal gebildete Töchter abzusetzen.

  • Ach was. Vagel Bülow

    Hat‘s Rapunzelchen mal wieder vom Bayenturm ehr haarwurzelbraunes Haar heruntergelassen!



    Na da schau her - wa. But.



    Wer BILD dir deine Meinung sagt - zeigt auch armen Wanderern den falschen Weg •

    So geht das ©️ Kurt Vonnegut



    "True terror is to wake up one morning and discover that your high school class is running the country." & das gilt auch für deren ✍️⌨️ Hofschranzen - ganz genderneutral! Woll

  • Hey Männers! Haltet doch bei dem Thema einfach die Klappe!

    • @Grusel:

      Wie bitte?







      Warum sollten sich Männer nicht äußern dürfen, wenn die steuerhinterziehende Bildkommentatorin Alice Schwarzer regelmäßig undifferenziert Breitseite gegen alle Männer schießt und sich damit gewollt oder ungewollt zum Feindbild auch der Männer macht, die echte Gleichberechtigung aller Frauen absolut unterstützen? Und sich jetzt auch noch schleichend, aber unleugbar, rechten Positionen annähert?



      Frau zu sein und sich Feministin zu nennen, macht keine Heilige aus ihr!

    • @Grusel:

      Genau das, Danke!

      Cis-Männern fehlt Empathie. Sie können sich nicht in die Lage und in die Gefühle von Frauen versetzen, was eine Grundvoraussetzung ist, über Feminismus zu sprechen.

      • @Troll Eulenspiegel:

        und Frau Schwarzer, soll die auch die Klappe halten? Wer darf denn überhaupt reden?

        • @Dr. McSchreck:

          Queerfeministinnen. Sie erkennen, was unterdrückte FLINTA im 21. Jahrhundert belastet.

  • Früher hat Schwarzer und die Emma für gleiche Rechte für alle Menschen gekämpft.

    Jetzt kämpft Schwarzer und die Emma dafür, Transmenschen und Menschen mit muslimischem Glauben grundlegende Rechte zu entziehen. Also für die aktive Unterdrückung von Minderheiten und der Schaffung "Menschen zweiter Klasse".

    Die radikale Kehrtwende von Schwarzer hätte man noch ignorieren können, aber dass die Emma inzwischen zu einem neurechten Hetzblatt geworden ist, ist einfach nur traurig.



    Jede selbsternannte Feministin, die mit diesem Blatt noch zusammenarbeitet, ist Teil der neuen Rechtsfront und der Hetze gegen Minderheiten.

  • Wie meistens bei der taz sind die Kommentare besser als die Artikel.



    Genauso reißerisch und einseitig wie Bild und Compact(!) nur verklausuliert im zeitgenößischen pc-talk.



    Weidel differenziert viel stärker als dieser Artikel zeigt.



    Parolen und Abwetzen kann ich selber,



    Journalismus soll Kontexte komplexer machen, nicht populistisch reduzieren.

    Und warum kommentieren hier so wenige Frauen?

    Was sagen die Taz-Leserinnen und die TazLeser*innen zu diesem Artikel??

    • @Ernst Lusti:

      Der Artikel ist ein Kommentar. Ein Kommentar hat eine Meinung, darf diese stark vertreten und muss nicht objektiv sein.

    • @Ernst Lusti:

      "Weidel differenziert viel stärker als dieser Artikel zeigt" - Sie meinen 'Schwarzer differenziert viel stärker als dieser Artikel zeigt', oder?

  • Ich sehe einen Generationskonflikt und keine "rechte" Feminismus-Definition.



    Schwarzer ist alt und bleibt bei dem Wertekanon, den sie in ihrer Jugend ausgebildet hat.



    Das auch progressive Kräfte alt und konservativer werden auch.



    Ich sehe hier ganz klar den Wunsch zu schützen, was sie erkämpft hat, das ist nicht up to date und nicht mehr pc aber es ist noch nicht rechts.

    Warum ist eine feministische Kritik am Kopftuch nicht ok?



    Der kulutrelle Hintergrund ist wie bei christlichen Kleider kodizee diskriminierend.

    Warum ist die Kritik an Prostitution nicht ok?



    Der großteil der Prostituierten sind unter Zwang.

    Und was ich auch noch nicht verstanden habe, warum ist es nicht legitim eine binären Geschlechtergesellschaft zu fördern und gleichzeitig Transpersonen nicht zu diskriminieren?



    Ein (wenn auch übertriebener) Transtrend als Akt jugendlicher Rebellion birgt seine Gefahren, so wie viele Jugendtrends.

    Ich sehe da eher eine unaufhaltsame Entwicklung und Weidel gehört zu denen die vor drastischen Disruptionen warnen.

    Kann nach dem alten Verständnis eine Feministin nicht auch Faschistin sein?



    (Im intersektionalen Feminismus nicht, das ist klar)

    • @Ernst Lusti:

      In den Wertekanon Schwarzers passt eine fremdenfeindliche Programmatik?

    • @Ernst Lusti:

      Alice Weidel ist prominent in der völkischen antidemokratischen Bewegung falls Sie das noch nicht mitgekriegt haben.

    • @Ernst Lusti:

      "Ich sehe einen Generationskonflikt und keine "rechte" Feminismus-Definition."

      Seh ich ähnlich. Dieser Konflikt und das Ewiggestrige im einst Progressiven zeigt sich generell und zunehmend auch im linken Lager. Ob im Umgang mit Russland, beim Nahost Konflikt oder jetzt im Iran. Da gibts viele, die im kalten Krieg hängengeblieben sind und das beschützen, für das sie in ihrer Jugend geglaubt haben.



      Dem gegenüber steht eine Generation, die ihre modernen Positionen fast schon pietistisch, aggressiv vertitt. Die Begriffe wie Diskriminierung, Rassismus, Gender etc. anders, aber nicht weniger eng, oft sogar radikaler definiert.



      Und in einer Zeit, wo man kaum noch miteinander aber sehr viel über einander spricht, entstehen Gräben, wo eigentlich keine sein müssten.



      So falsch, wie ich Vieles von dem Schwarzer heute macht finde, so falsch finde ich, ihr abzusprechen, dass sie sehr wichtig für den Feminismus in Deutschland war.



      Dass sie bei Frauen in Führungsüpositionen einen feministischen Erfolg sieht, ist natürlich ziemlich kurzsichtig. Aber aus der Sicht einer Person, die in Zeiten für Frauenrechte gekämpft hat, als es in Spitzenpositionen gar keine Frauen gab, zumindest erklärbar.

      • @Deep South:

        Wo Sie das Miteinanderreden ansprechen:

        Wofür Alice Schwarzer meine Bewunderung hat, ist, dass sie grundsätzlich mit jedem in die Diskussion geht.

        Und wenn derjenige ihrer Meinung noch so konfrontativ gegenüber steht.

        Ist heute nicht mehr üblich.

    • @Ernst Lusti:

      Es gibt keinen "gefährlichen trans Trend". Das ist rechte Desinformation und Hetze. Die Zahlen sind extrem gering.

    • @Ernst Lusti:

      Bei einer Frage wäre ich nur neugierig: Wie ginge dabei, "eine binäre Geschlechtergesellschaft zu fördern und gleichzeitig Transpersonen nicht zu diskriminieren"?

      • @Janix:

        Was ist daran Diskrimination, wenn jedes biologische Geschlecht beliebige soziale Geschlechterrollen auslebt und und ausleben dürfen soll? Dafür steht der Feminismus schon seit Jahrzehnten.

    • @Ernst Lusti:

      Es ist eben nicht legitim, eine imaginäre, in der Natur gar nicht existente, binäre Geschlechtergesellschaft zu fordern, weil sie den Fakten und der Wissenschaft widerspricht.

      Binäre Geschlechter sind ein Hirngespinst, eine Ideologie aus der Vergangenheit. Unsere Gesellschaft sollte nicht Hirngespinsten basieren oder Annahmen aus dem Mittelalter.



      Wer das fordert, müsste auch akzeptieren, wenn jemand meint, es wäre "legitim Frauen zu schlagen und Sklaven zu halten". Weil das früher eben "Tradition" war.

      Zur Eindeutigkeit von Geschlechtern:



      youtube.com/watch?v=XkjI0WKO9po

      • @tazzy:

        Die Körperlichkeit eines Menschen ist kein Hirngespinst. Oder philosophisch mit den Existenzialisten gesagt: Die Existenz geht der Essenz voraus.

        Wer Gewalt gegen Frauen aus der Körperlichkeit von Menschen, der Biologie von Menschen ableitet hat vom Patriarchat gar nichts verstanden und begiebt sich auf gefährliches Glatteis.

  • Der Rechtsruck in der Künstler-, Journalisten- und PolitikerInnen-Szene macht vor Niemanden halt. Ehemals als Linke oder Liberale im wahrsten Sinne des Wortes gelesene Personen, sind sich zwischenzeitlich nicht zu schade, rechte Mainstream-Positionen zu vertreten, Hauptsache Antiwoke.



    'Clapton, Waters, Gottschalk, von der Lippe, Hallervorden, Stefani, Wagenknecht, Gruber, Fitz, Schwarzer....., sind nur die bekanntesten von Ihnen.



    Vielleicht aber hat man früher nicht so genau hingehört, wenn diese Personen ihre Statements, Kommentare oder Bühnenauftritte ablieferten, und auch da schon nicht immer frei waren von revanchistischen, sexistischen, autoritären und rechte Aussagen.

  • Abwegig, aus Schwarzers Antwort (hier ihre eigene Rekapitulation www.emma.de/artike...r-zu-weidel-342379 )



    .



    Wie bei Westerwelle (auch unwählbar, "Projekt 18", "spätrömische Dekadenz" z.B. an die Adresse von Hartz 4lern): 'trotzalledem' war ein schwuler Außenminister auch ein Signal gegen Homophobie, ginge auch 9:2 mehr in Richtung Regel, nicht Ausnahme, als 9:1 (Merkel))



    .



    Nasirs Kommentar gerät im Weiteren zu einer Generalabrechnung mit Schwarzer. In den USA macht das 'Ideal' der Tradwives aus dem Bible-Belt MAGA stark (in Bayern 'Frauen an den Herd!').



    .



    Im Iran werden sie staatlicherseits ins Koma, zu Tode geprügelt, wenn sie das Kopftuch nicht korrekt tragen und eine muslimische Diaspora in einer fremdenfeindlichen neuen Heimat flüchtet sich in der Folge in religiöse Selbstvergewisserung: solche Entscheidungen können nicht per se frei, feministisch sein, auch das Kopftuch geht so auf Kosten der Frauen



    .



    Schwarzer ist von katholischen Vorstellungen von Frauen, (männliche Verfügungsgewalt über ihre Körper) so weit entfernt wie von muslimischen - soll sie da dann schweigen? Weil 'uns' bei 'denen' religiöse, patriarchale Gewalt in Familien nichts angeht?

    • @ke1ner:

      Danke für den guten Link.

      Auch mit dem Rest Ihres Kommentars stimme ich überein.

    • @ke1ner:

      Ach was! Loriot - schwieriger Fall - wa!

      “Wie bei Westerwelle…“ Mach Bosse! Gelle



      “…auch unwählbar, "Projekt 18", "spätrömische Dekadenz" z.B. an die Adresse von Hartz 4lern): - damit ja nicht genug - der Bonmot sei erlaubt: Der - der sich ob seines alleinerziehenden Vaters über zuvielemale Spaghetti mit 🍅🍅🍅sauce ereifern konnte!;)



      Der als bonner Rechtsanwalt - in den Sitzungspausen - gehörte der Kammer leider nicht an - entre nous über seinen mißratenen Sprößling nicht schonend so manch Kübel 🪣 sachlich persönlich wie politisch ausgegossen hat - RA wie ich sie liebe - nix faconSchnitt &



      der Robensamt verläßlich ins grünliche changierend. 🙀🧐🥳

    • @ke1ner:

      Schwarzers Kampf gegen das Kopftuch geht im Übrigen auf die den Frauen gestohlene Revolution im Iran zurück, hier www.emma.de/artike...-betrogenen-264297 ihre Reportage von 1979, in der sie von der islamistischen Unterdrückung iranischer Frauen nach der Revolution, dem Kopftuch als Symbol der neuen Unterwerfung berichtet (erschütternd aktuell).



      .



      Fast so alt: Schwarzers Solidarität mit Transfrauen (hier ihr "Brief an meine Schwestern" von 1984 www.emma.de/artike...-schwestern-264963 )



      .



      Nasirs Vorwürfe kulminieren in "stellt sich gegen marginalisierte Frauen, die am stärksten auf ihre Solidarität angewiesen wären." - auch in Bezug auf "trans" unhaltbar, die Kritik dieser klarsichtigen Frauenrechtlerin sollte vielmehr ernst genommen werden.



      .



      Z.B., dass so traditionelle Vorstellungen durch die Hintertür wieder Eingang fänden, etwa, dass eine lesbische Frau ihre Partnerin doch besser als Mann heirate.



      .



      Wie dies im Iran praktiziert wird. Auf Homosexualität steht die Todesstrafe, Transsexualität aber ist ok, der Staat bezahlt die Operation - weil Geschlechterdysphorie als Krankheit gilt www.queer.de/detail.php?article_id=7672

    • @ke1ner:

      Fast so alt ist Schwarzers Solidarität mit Transfrauen (hier ihr "Brief an meine Schwestern" von 1984 www.emma.de/artike...-schwestern-264963 )



      .



      Nasirs Vorwürfe kulminieren in "stellt sich gegen marginalisierte Frauen, die am stärksten auf ihre Solidarität angewiesen wären." - auch in Bezug auf "trans" unhaltbar, die Kritik dieser klarsichtigen Frauenrechtlerin sollte vielmehr ernst genommen werden.



      .



      Etwa, dass so traditionelle Vorstellungen durch die Hintertür wieder Eingang fänden, z.B., dass eine lesbische Frau ihre Partnerin doch besser als Mann heirate.



      .



      Wie dies z.B. - im Iran praktiziert wird. Auf Homosexualität steht die Todesstrafe, Transsexualität aber ist ok, der Staat bezahlt die Operationen - weil Geschlechterdysphorie als Krankheit gilt www.queer.de/detail.php?article_id=7672



      .



      》I'm fully who I am《, Elliot Page als Aufmacher, "Time" x.com/MCHeisel/sta...5352324100/photo/1



      .



      Das ist fast der jüdische Gottesbegriff, YHWH als "Ich bin der, der ich bin" - sollte wan nicht (mit Schwarzer) vorsichtiger hinsehen, ob "trans" - gerade in der Pubertät! - vielleicht auch Hoffnungen weckt, die bitterst enttäuscht werden könnten?

      • @ke1ner:

        Schwarzer solidarisch mit trans Frauen? Lol

  • Spätestens seit ihrer Zusammenarbeit mit der BILD ist Schwarzer als Feministin völlig diskreditiert.

    • @Jutta Steiwer:

      👍👍 Springerpresse unterstützen geht gar nicht.

      • @Alex_der_Wunderer:

        Ist ja eine Kooperation gewesen, kein Fanclub.

    • @Jutta Steiwer:

      Ich finde ihren BILD-Kommentar toll. Und Constantin Schreiber ist ein 1a-Journalist.

      „Diese weltweite Allianz radikaler Linker und Islamisten in Bezug auf Juden – und Frauen – ist fatal.“ Das Kopftuch sei nicht Ausdruck von Glauben, sondern Symbol einer politischen Ideologie: „Die Islamisten argumentieren, dass das Haar einer Frau haram sei, und auch ihr Körper, also Sünde. Entschuldigung, dafür habe ich nicht 50 Jahre gekämpft!“

      www.bild.de/politi...01c3b4893a9e2b4309

      • @shantivanille:

        Frau Schwazer hat unbestritten für die Emanzipation der Frauen gekämpft, einiges erreicht - nun sollte Frau Schwarzer aber ihre Arbeit nicht selber zerstören.



        ⛔️ Es ist unverantwortlich wenn Menschen, die sich für Demokraten ausgeben, auch nur in einem Hauch von Nähe zu Rechtsextremisten schielen ❗️

  • Diese Schwarz-Weiß Analyse trägt m.E. nicht.

    • @Kay Brockmann:

      Nee, trifft voll ins Schwarze!

    • @Kay Brockmann:

      Sehe ich auch so. Zumal man Vertreterinnen der aktuell thematischen State of the Art-Definition zurufen möchte mal darüber zu sinnieren wie denn wohl in 30 Jahren über die aktuellen Definitionen und Argumente geurteilt werden wird. Kurzum: Mal nen Schritt zurück und besser an einem Strick ziehen (trotz ausgefranster Enden) als nur in Feminismus und Antifeminismus (=rechtes Narrativ) zu denken.

  • Nur zum Kontext. Die Frage war: "Wenn Alice Weidel nach Angela Merkel die nächste Bundeskanzlerin würde, wie gut wäre das für die Sache der Frauen"

    Dazu Schwarzer: "Schwierig, ne. Das ist... schwierig. Sie unterstellen ja jetzt ganz viel, sie wäre Bundeskanzlerin oder so, Sie fragen ja jetzt nicht nach der Person an sich. Hätte trotz alledem vermutlich auch den Effekt, ermutigend für Frauen zu sein, wahrscheinlich, trotz allem Anderen, ja".

    Daraus soll jede*r interpretieren, was er oder sie möchte. Daraus eine AfD-Unterstützung abzuleiten, halte ich für ziemlich abwegig. Mir scheint eher, hier wurde aus einem 80-minütigen Interview, in allerbester "Soundbite"-Social-Media-Manier, ein einzelnes Zitat noch weiter verkürzt und als Symbol für alles verwendet, was man an der Betreffenden sowieso schon immer ganz böse und schlimm findet. Ist ja auch einfacher, als sich tatsächlich inhaltlich mit dem auseinanderzusetzen, was sie sagt - dann würde einem vielleicht auffallen, dass es tatsächlich ein offenkundiges Spannungsverhältnis zwischen politischem Islam und Frauenrechten gibt.

    • @Agarack:

      Alles andere als ein klares Nein! auf diese Frage ist inakzeptabel, ganz besonders von einer Frau, die sich offensichtlich - wenn mMn auch fälschlich - als erste Feministin des Landes versteht. Leider überrascht mich Frau Schwarzers Antwort nicht.

      • @Klabauta:

        Gerade von Feministinnen - keineswegs von allen Feministinnen - wird die Forderung erhoben, dass die Listen der Parteien bei Wahlen geschlechterparitätisch besetzt werden müssten. Das gölte dann doch auch für die Listen der AfD.

        Und vor allem wird von zahlreichen Feministinnen (wiederum: keineswegs von allen) behauptet, durch Frauen in Machtpositionen würden (andere) Frauen "repräsentiert". Das gölte dann doch auch dann, wenn die AfD Machtpositionen erhielte und sie dann mit Frauen besetzte.



        Ich halte nichts von dieser Repräsentationsthese, aber wer sie vertritt, macht die Repräsentation gerade nicht von den Inhalten ab, für die die "Repräsentantin" eintritt.

      • @Klabauta:

        Mal abgesehen davon, dass Sie gerade sagen, Sie hätten auf die Frage "Wie gut wäre das für die Sache der Frauen?" als Antwort "Ein klares nein" verlangt: Einstellungen wie die Ihre nimmt man gerade in den sozialen Medien immer öfter war, und sie sind mir völlig unverständlich. Natürlich wäre es möglicherweise ermutigend für zumindest manche Frauen, wenn eine zweite Frau Kanzlerin würde, ob die nun Andrea Nahles oder Alice Weidel heißt. Das ist doch eine absolute Binsenweisheit. Wenn ich fragen würde: "Könnte es auch gut für die Sache schwarzer Menschen in Deutschland sein, wenn Xavier Naidoo Bundeskanzler würde?" muss ich nicht Xavier Naidoo toll finden, um das trotzdem zu bejahen. Daraus eine Unterstützung für die betreffende Person abzuleiten, ist offenkundig abwegig.

        • @Agarack:

          "Mal abgesehen davon, dass Sie gerade sagen, Sie hätten auf die Frage "Wie gut wäre das für die Sache der Frauen?" als Antwort "Ein klares nein" verlangt"

          Da haben Sie natürlich vollkommen recht. Deshalb hier nochmal extra für Sie:

          Die (korrekte) Antwort lautet: Es wäre schlecht für die Sache der Frauen.

          Und zu Ihrer Frage bzgl. Xavier Naidoo:

          Meinen Sie den durchgeknallten Typen, der gerade mal wieder durch seltsame Verschwörungserzählungen auf sich aufmerksam macht?



          Auch hier lautet die Antwort: Nein, es wäre nicht gut für die Sache schwarzer Menschen, wenn ein durchgeknallter Verschwörungserzähler ganz gleich welcher Hautfarbe Bundeskanzler würde.

          • @Klabauta:

            "Und zu Ihrer Frage bzgl. Xavier Naidoo:

            Meinen Sie den durchgeknallten Typen, der gerade mal wieder durch seltsame Verschwörungserzählungen auf sich aufmerksam macht?"



            Ja. Genau deshalb hab ich ihn ja ausgewählt.

            Dann frage ich Sie mal anders: Was würden Sie denn einer Frau sagen, die Ihnen sagt, sie mag Alice Weidel nicht und würde nie AfD wählen, aber findet durchaus, dass die Tatsache, dass sie da steht, wo sie steht, die Präsenz von Frauen in hohen Ämtern weiter normalisiert? Würden Sie dann ernsthaft sagen: "Sie reden Unsinn, Alice Weidel ist so schlecht, dass man dem auf keinen Fall irgendwas positives abgewinnen kann."? Und wäre diese Frau für sie eine AfD-Anhängerin?

        • @Agarack:

          Ich frage mich sowieso, wie kann man das mit diesem Vorbildquatsch ernst meinen?



          Wie kann sich die Kassierin mit einer Doktorin die mit magna cum laude promoviert, identifizieren oder mit einer Parteisoldatin? Sorry, aber die sind meilenweit von der Lebenswirklichkeit der allermeisten Frauen entfernt.

          • @Donni:

            Nehmen Sie mir das nicht übel, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es fast nur Männer sind, die dieses Argument bringen. Natürlich macht es für viele Frauen einen Unterschied, ob sie das Gefühl haben, sie leben in einem Land, in dem Frauen auch Regierungschefin werden KÖNNEN. Und je normaler das ist, desto eher gilt es auch als normal, generell weibliche Vorgesetzte zu haben - sei es nun in der Regierung oder bei LIDL. Im Jahr 2000 sagte Waldemar Hartmann einst: "Ich halte es grundsätzlich für schwierig, wenn ein Mann eine Frau als Vorgesetzte hat. Ich habe nämlich noch ein traditionelles Rollenverständnis. ". Diese Ansicht ist heute noch viel weniger akzeptabel, als sie es damals war, und das hat auch (nicht nur und nicht hauptsächlich) damit zu tun, dass seitdem die meiste Zeit eine Frau Kanzlerin war.

  • "Alice Schwarzer sieht in Alice Weidel als potenzielle Bundeskanzlerin 'trotz allem' eine Ermutigung für Frauen."



    Eine Ermutigung für Frauen wird es dann ja auch bald sein, wenn Frauen Konzentrationslager leiten können, oder Erschießungskommandos, Folterkeller. Hauptsache sie erobern bald Posten, die zuvor Männern vorbehalten waren. Schwarzers wunderbarer Feminismus.

    • @shitstormcowboy:

      Adolf Hitler hätte eine Frau sein können. Was ein Fortschritt!

  • "...dass trans Personen, Schwarze Menschen und People of Colour und viele Frauen seit Jahren verstärkt in einem Klima der Angst leben müssen und nicht wissen, ob ihre Situation in Zukunft noch schlimmer wird. " Wow, da hat Frau Schwarzer ja einiges auf dem Kerbholz...oder auch nicht. Wer das ernst meint, sollte mit Frau Schwarzer vielleicht mal ein Interview zu dieser Frage führen. Darüber hinaus wird hier völlig vergessen, auf wessen Schultern der Feminismus in Deutschland ruht- genau, auf denen von Frau Schwarzer. Die Spaltung des Feminismus entlang der Kopftuchdebatte ist nichts neues. In der Schärfe aber wohl unangenracht.

    • @Nachtsonne:

      Schwarzer treibt ganz klar eine rechte Agenda voran die in vielen Ländern, zb USA/UK konkrete Folgen hat:

      goodlawproject.org...lthcare-rollbacks/

      • @schnarchnase:

        👍👍

        • @Alex_der_Wunderer:

          Sie meinen, weil sie nicht dem linken Mainstream folgt, ist sie per Definition eine Rechte? Wohl eher nicht. Frau Schwarzer wird wohl FDP wählen.

          • @Nachtsonne:

            @ Nachtsonne



            FDP ?



            Woraus schließen Sie diese Vermutung, wegen dem damaligen Steuerskandal ? Da kommen doch die CDU / CSU genauso in Betracht.

    • @Nachtsonne:

      Ach bitte. Es gibt in Deutschland zig Feministinnen. Darunter sogar queere und WOCs, aber viele von denen werden zu Gunsten von Frauen wie Schwarzer ignoriert.

      • @Klempschwester:

        Wenn diese Personen nicht bekannt sind, dann spielen sie auch keine Rolle. Alice Schwarzer kennt jeder, unabhängig davon, wie man zu ihr steht.

        • @Nachtsonne:

          Dem ist nichts hinzuzufügen.