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Evangelikale US-Christen und IrankriegGottes Wille

Daniel Bax

Kommentar von

Daniel Bax

Der Krieg mit Iran wird von US-Evangelikalen als Kreuzzug gegen die Feinde Israels gedeutet. Sie geben ihm damit eine religiöse Rechtfertigung.

US-Präsident Donald J. Trump, neigt den Kopf während eines Oster-Segens im Oval Office Foto: Al Drago/imago

V orige Woche umgab sich US-Präsident Donald Trump im Oval Office mit einer Gruppe von rund 20 evangelikalen Pastoren und Predigerinnen. Sie legten ihre Hände auf seine Schulter und Arme und beteten für ihn und die US-Truppen. Die Szene erinnerte nicht zufällig an Jesus und seine Jünger beim letzten Abendmahl. Organisiert hatte das fotogen inszenierte Gebet Paula White Cain, die Leiterin des „Büros für Glaubensfragen“ im Weißen Haus, das Trump im Februar 2025 einrichten ließ. Die mehrfache Millionärin soll dafür sorgen, dass Amerika „wieder eine Nation unter Gott wird“ – so lautet ihr Auftrag.

Weiße evangelikale Christen sind für Trump eine wichtige Stütze: Über 80 Prozent von ihnen haben für ihn gestimmt – trotz seines wenig vorbildlichen Lebenswandels –, weil er Abtreibungsverbote vorantreibt und konservative Supreme-Court-Richter ernennt. Auch der Irankrieg ist ganz in ihrem Sinne. Weiße evangelikale Christen betrachten den Islam als Irrglauben und den Iran als „Reich des Bösen“, das Christen verfolgt und Israel bedroht. Den Krieg interpretieren sie anhand der biblischen Geschichte von Gog und Magog (im Buch Hesekiel sowie in der Offenbarung des Johannes) als Teil eines vorherbestimmten, endzeitlichen Kampfes zwischen Gut und Böse, der in der totalen Niederlage der Feinde Israels endet.

Die Gründung Israels 1948 betrachten Evangelikale als Erfüllung biblischer Prophezeiungen. Sie unterstützen den Staat vorbehaltlos, einschließlich seiner völkerrechtswidrigen Siedlungen. Trump, der die Annexion der syrischen Golanhöhen und Jerusalem als Hauptstadt von Israel anerkannte, erscheint ihnen als Erfüllungsgehilfe dieser Prophezeiung und als „Werkzeug Gottes“. Die Rückkehr der Juden nach Israel gilt ihnen als notwendige Voraussetzung für die Endzeit, die Wiederkunft Jesu Christi und das kommende Reich Gottes. Auch Jüdinnen und Juden würden Christus dann als ihren Messias anerkennen, glauben sie, und mit ihm in den Himmel aufsteigen – oder mit dem Rest der Menschheit ewige Höllenqualen erleiden.

In Trumps Regierung besetzen evangelikale Hardliner und christliche Nationalisten mehrere Schlüsselpositionen. Vor diesem Hintergrund entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, dass US-Außenminister Marco Rubio die iranische Führung als „religiöse Fanatiker“ bezeichnete, die geopolitische Entscheidungen auf der Grundlage „reiner Theologie“ treffen. Denn in seinem eigenen Umfeld streben viele ebenfalls eine Art Gottesstaat an. Und obwohl – oder gerade weil – sich Donald Trump möglicherweise von Israels Premier Benjamin Netanjahu in den erneuten Krieg gegen den Iran hat hineinziehen lassen, verbrämen ihn viele in seinem Umfeld als religiös.

Viele in Trumps Regierung streben eine Art Gottesstaat an

Eine zentrale Figur ist „Kriegsminister“ Pete Hegseth. Der selbsterklärte „Christian Warrior“ hat 2020 in seinem Buch „American Crusade: Our Fight to Stay Free“ den politischen Kampf konservativer Amerikaner als eine Art „heiliger Krieg“ und als „Kreuzzug“ beschrieben. Auch den Konflikt mit Iran betrachtet er in diesen Kategorien. Er trägt ein Jerusalemkreuz – das Symbol der mittelalterlichen Kreuzritter – als Tattoo auf der Brust sowie ihren Schlachtruf „Deus vult“ (Gott will es) auf dem Bizeps, dazu das Wort „Kafir“ (arabisch für Ungläubiger) auf dem Arm. Iran sagte Hegseth jetzt einen „entschlossenen, verheerenden“ Sieg ohne Gnade voraus.

Sein Vorbild färbt ab. Bei der US-Organisation Military Religious Freedom Foundation (MRFF), die sich für Religionsfreiheit im Militär einsetzt, sind seit Beginn des Krieges gegen den Iran über 200 Beschwerden von US-Soldaten eingegangen. Von der Marine bis zur Luftwaffe sollen US-Kommandeure in mindestens 40 Einheiten die US-Beteiligung an den Angriffen mit christlicher „Endzeit“-Rhetorik gerechtfertigt haben. Ein Kommandeur soll bei einer Lagebesprechung verkündet haben, Präsident Trump sei von Jesus selbst auserwählt worden, im Iran „das Signalfeuer zu entzünden, um Armageddon herbeizuführen und seine Rückkehr auf die Erde anzukündigen“. Das berichtete ein Unteroffizier im Namen von sich und 15 weiteren Mitgliedern seiner Einheit.

Christliche Zionisten

Ein christlicher Zionist ist auch Mike Huckabee, der US-Botschafter in Israel. Für ihn zählt die Bibel mehr als das Völkerrecht. In einem Interview mit Tucker Carlson im Februar 2026 deutete er an, dass Israel ein biblisches Anrecht auf große Teile des Nahen Ostens habe – nicht nur vom Mittelmeer bis zum Jordan, sondern sogar vom Euphrat bis zum Nil. Das sorgte für breite Empörung, deckt sich aber mit den Groß-Israel-Fantasien der religiösen Rechten in Israel. Die Extremisten beanspruchen nicht nur das Westjordanland und den Gazastreifen für sich, sondern schielen auch zumindest auf den Südlibanon und weitere Teile Syriens. Sie sind Teil der israelischen Regierung.

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Auch israelische Politiker ergehen sich in religiöser Rhetorik. Premier Benjamin Netanjahu selbst bemühte mit Blick auf den Irankrieg zuletzt den Mythos von Amalek – einem alttestamentarischen Volk und Erzfeind Israels, das laut biblischem Befehl mit Stumpf und Stiel ausgerottet und dessen Erinnerung ausgelöscht wurde. Die religiöse Rhetorik dient dazu, massive Gewalt zu rechtfertigen und Rückhalt zu sichern. Die Dämonisierung des Gegners erschwert aber auch Kompromisse.

Dabei sind Netanjahus Kriegsziele recht klar: Er will einen palästinensischen Staat verhindern, das iranische Atomprogramm zerschlagen und Israels Vormacht in der Region behaupten. Ob es in Iran zu einem „Regimewechsel“ kommt oder das Land in einem Bürgerkrieg zerfällt, ist für ihn zweitrangig. Trumps Ziele in Iran bleiben dagegen auch nach fast zwei Wochen unklar. Aber für Evangelikale gilt: Je größer die Katastrophe im Nahen Osten, desto wahrscheinlicher die baldige Wiederkehr Christi. Das heißt: Wenn es schiefläuft, dann war es eben Gottes Wille.

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Daniel Bax
Redakteur
Daniel Bax ist Themenchef im Regieressort der taz. Er schreibt über Politik, Kultur und Gesellschaft in Deutschland und hat bisher zwei Bücher veröffentlicht: “Angst ums Abendland” (2015) über antimuslimischen Rassismus und “Die Volksverführer“ (2018) über den Trend zum Rechtspopulismus. Sein neues Buch "Die neue Lust auf Links" über das Comeback der Linkspartei ist gerade im Goldmann Verlag erschienen.
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114 Kommentare

 / 
  • Es gibt doch überhaupt keine wirksame erkennbare christliche Mission von Muslimen weltweit und der Iran ist ohnehin säkular, abgesehen von seinem schiitischen Unterdrückerregime. Ich glaube nicht daran, dass die Christen in den USA sich dafür interessieren sie für ihren Glauben zu gewinnen.

    • @Ansgar Reb:

      "...Iran ist ohnehin säkular..."

      Für Witze ist das Thema zu ernst.

    • @Ansgar Reb:

      Vielleicht geht es bei Herrschaft und Bekehrung nicht um den Glauben an eine höhere Macht:



      "Gar nicht zu reden vom kommerzialisierten Christentum, das Lewis in »Elmer Gantry« (1927) attackierte. Wenn der Rundfunk-Prediger und »Seelenkapitän« Gantry loslegte, dann klang das plumper, doch dem Sinn nach ganz wie Originalton Reagan: « Wir haben in Amerika ''nen Standard von Anständigkeit » ...« und Tüchtigkeit, von dem diese armen alten europäischen » ...« Länder doch gar keine Ahnung haben. Auf die Dauer bleiben » ...« ja doch die guten alten USA der Platz, wo man sein » ...« größtes Glück findet. »



      Der Wallstreet-Krach von 1929 und die verheerende Wirtschaftsdepression der dreißiger Jahre dämpften die Lautstärke der Babbitts und Gantrys. Der grob-kapitalistische Geschäftsklan der Republikanischen Partei verlor seinen Kredit und die Regierungskontrolle. Und als 1945 die Reform-Ära Roosevelt und der Zweite Weltkrieg zu Ende gingen, zeigten die USA der freudig überraschten Mitwelt ein anderes Gesicht.



      Eine neue Führungsschicht dirigierte den siegreichen Koloß. Sie war wissenschaftlich-akademisch orientiert - auch ihre Industriemanager und Finanziers waren es. Sie..."



      spiegel.de zu 1985

  • "...Weiße evangelikale Christen betrachten den Islam als Irrglauben und den Iran als „Reich des Bösen“,..." Lieber Herr Bax, was verleitet Sie immer wieder zu derart flachen Plattitüden? Stellen Sie sich einfach nur die Frage welchen Blick nicht weiße evangelikale Christen sowie andere nicht islamische Glaubensgemeinschaften (z.B. Yesiden, Hindus etc. ) weltweit auf den Islam haben. Des Weiteren überlegen Sie sich doch mal wie der Islam in Staaten mit atheistischer/sozialistischer Ausrichtung wahrgenommen wird. Man weiß bei Ihren Texten oft gar nicht, wo man anfangen soll diese zu zerlegen.

    • @Rosa Roxanne:

      Déjà-vu!



      Historie u. Konjunktur für Superlative:



      Bei stern.de vor wenigen Tagen:



      "Trump nennt Iran "Reich des Bösen" und Ölpreise zweitrangig"



      /



      "Evil empire"



      Vor 30 Jahren nannte US-Präsident Ronald Reagan die Sowjetunion "Reich des Bösen". Seine Rede richtete sich gegen Kritiker der nuklearen Aufrüstung im eigenen Land



      Von Knut Mellenthin *



      Selbst einige Mitglieder seiner eigenen Regierung schüttelten den Kopf oder waren zumindest erschrocken, als US-Präsident Ronald Reagan die Sowjetunion am 8. März 1983 als »evil empire«, Reich des Bösen, bezeichnete. Den für die Rede Verantwortlichen war es gelungen, den Stein des Anstoßes so geschickt in ein scheinbar unproblematisches Manuskript zu verpacken, daß die sogenannten Realisten und Pragmatiker, die es vor allem im Außenministerium gab, nicht aufmerksam geworden waren."



      Quelle ag-friedensforschung.de



      /



      "Mr President und die Achse des Bösen



      Vor kurzem hieß der Feind der USA noch Ussama Bin Laden. Nun sind es Iran und Nordkorea. Und natürlich Irak"



      Bei taz.de 2002



      "Wie keiner seiner Vorgänger versteht sich der US-Präsident bei seinen Entscheidungen als Sprachrohr und Bote Gottes – und sorgt damit für eine Kontroverse."



      focus.de



      Ergo?

      • @Martin Rees:

        Guter Punkt Herr Rees. Der Sowjetkommunismus forderte rund 20 Mio Todesopfer. Die Genozide in Form von Zwangsumsiedlungen, Vertreibungen etc kommen neben millionenfachen Folterungen, Freiheitsberaubungen usw. hinzu. Wer hier die Bezeichnung als evil empire zu hoch angesetzt empfindet, möge erklären ab wann die Bezeichnung denn genutzt werden darf

    • @Rosa Roxanne:

      Es sind aber nicht Jesiden oder Hindus, die in den USA an der Macht sind. In Trumps Bande wimmelt es von weißen, evangelikalen Christen.



      Also was soll die Ablenkung?

    • @Rosa Roxanne:

      Befassen Sie sich doch einfach mal mit dem, was Daniel Bax schreibt und nicht mit dem, was er nicht schreibt.



      --



      Es geht darum, dass die imperialistischen USA im Bunde mit Israel nach Gutdünken und anscheinend planlos in der Welt herumbomben, und dass willfährige Religiöse den Blödsinn mit Geschichten aus Märchenbüchern gutheißen. Trauriger Höhepunkt der Weltgeschichte ist dann, dass sich ganze „Wissenschaften" um die Auslegung von Märchenbüchern gebildet haben. Und wer all das nicht versteht, hat wohl nicht den rechten Glauben [/sarkasmus off]

  • Daniel Bax versucht sich mal wieder mit theologischer Bibelexegese, obwohl ihm hierfür offensichtlich die erforderliche Expertise sowie die gebotene Unvoreingenommenheit gänzlich fehlen. Sei's drum. Fassen wir mal die Fakten zusammen. Iran wird seit 1979 von einem islamistischen Terrorregime geführt. Die Vernichtung Israels und der Juden ist Staatsräson. Ggü den wenigen verbliebenen Christen im Iran gilt strikte Apartheid. Christen sind dort Menschen zweiter Klasse. Iran ist Hauptfinancier mörderischen Terrors gegen Juden und massakriert derweil die eigene Bevölkerung in epischen Ausmaßen. Ob ich dieses Regime/Ideologie nun aus biblischen oder rein humanistischen Gründen bildlich gesprochen als ein "Reich des Bösen" bezeichne, macht keinen moralischen Unterschied. Entscheidend ist die Einsicht, dass das islamische Mullahregime gegen alle Werte und Regeln der humanistisch oder eben christlich geprägten westlichen Gesellschaften kämpft. Dass Daniel Bax gerne für die Mullahs Lanzen bricht, ist hier ja inzwischen nicht neu und daher entsprechend einzuordnen.

    • @Rosa Roxanne:

      Nichts rechtfertigt die Anwendung von Gewalt im Christentum . Jesus sagt dazu " Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein"



      Der Papst nennt es "Christentum ohne Jesus"

      • @Nudel:

        Ich bin wirklich erstaunt darüber, wie hier im Forum von den Foristen die zitierten Bibelstellen ausnahmslos falsch interpretiert werden.

        Gibt es in Deutschland keinen Religionsunterricht mehr?

        Mit dem Zitat aus Johannes 8 I-II antwortet Jesus auf die Frage der Pharisäer, ob er auch der Ansicht sei, das die beim Ehebruch ertappte Frau nach dem Gesetz Mose zu steinigen sei.

        Mit seiner Antwort stellt er klar, das er sich nicht zum Richter über andere Menschen erhebt.

        In diesem Sinne wird das Zitat darauf ausgelegt, dass wir zurückhaltend beim Verurteilen anderen Menschen sein sollten, da auch wir nicht ohne Fehler sind.

        Mit Gewaltverzicht hat das nichts zu tun. Diese Passagen finden sie in der Bergpredigt im Neuen Testament.

        Zum Beispiel an dieser Stelle "Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn wer das Schwert nimmt, der soll durch das Schwert umkommen“

        oder

        „Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand“



        Matthäus 26,52 und 5,39

        In der ethnischen Lehre Jesu ist die Gewaltfreiheit integraler Bestandteil eines passiven Widerstands. Dem anderen "auch die andere Wange hinzuhalten" (Mt 5,39), ist daher auch kein Zeichen der Unterwerfung.

      • @Nudel:

        Danke für den Hinweis. Da kommt einem prompt Papst Urban II in den Sinn, nicht wahr?

      • @Nudel:

        Danke für die Erinnerung daran, was den Kern des christlichen Glaubens ausmachen sollte.



        Ein Pete Hegseth in Washington, der sich das Jerusalemkreuz und die Parole „Deus Vult“ auf die Brust tätowieren lässt, ist genau so ein Apologet dieser leider alle Religionen übergreifenden Religion des Hasses wie ein Motschaba Chamenei in Teheran.



        Nicht bloß der Iran, auch die USA werden von religiösen Eiferern regiert. Das ist für die gesamte Menschheit brandgefährlich, deshalb gehört ihnen ausnahmslos das Handwerk gelegt.

    • @Rosa Roxanne:

      Ohne Ihre Lesekompetenz in Frage stellen zu wollen, aber Bax at sich weder als Exeget geübt, noch "die Mullahs" verteidigt, sondern lediglich die Ideologie von Teilen der US-Regierung erklärt (die man auch nicht unbedingt mit den üblichen Propagandaphrasen über den Iran relativieren muss).

      • @O.F.:

        "Propagandaphrasen"



        Wie Rosa Roxanne treffend zusammengefasst hat, zündet Herr Bax einfach wieder Nebelkerzen.



        Er versucht, den USA einen Gottesstaat anzudichten, der schlicht nicht existiert. Wo hat Bax auch nur einen Beleg geliefert, dass irgendetwas, was im Nahen Osten passiert, mit den Evangelikalen zu tun hat?



        Zudem nimmt Herr Bax in seinem Text selbst Bezug auf den Iran und auf Gaza (das von der Hamas regiert wird). Wäre es da nicht naheliegend, die kleine, aber relevante Tatsache zu erwähnen, dass sowohl der Iran als auch die Hamas/Gaza von Islamisten geführt werden? Das würde gut zum Thema passen – doch passt es eben nicht in Herrn Bax’ Narrativ.

        • @Pawel_ko:

          Noch einmal: Lesen Sie den Artikel doch vor dem Kommentieren! Bax hat nirgendwo von einem Gottesstaat in den USA gesprochen, sondern auf den Einfluss evangelikaler Rechter in der US-Regierung hingewiesen und dessen Auswirkungen auf die NO-Politik umrissen. Dass Iran von Islamisten regiert wird, ist Allgemeinwissen und mussin diesem thematischen Zusammenhang auch nicht wiederholt werden.

  • ja schrecklich. die Christian Zionists. Auch in Dt. gibt es Leute, die Siedler im Westjordanland fördern.



    Übrigens ist nicht ausgemacht, dass diese Freikirchler, die an die Endzeit und das Jüngste Gericht glauben, so einfach für die Juden sind. Ich kenne Lehren, die besagen, dass dann in der Endzeit Stufe 2-3 die Juden den Jesus der Christen als den Wahren Messias erkennen werden und sich bekehren werden - und "noch gerettet" werden.



    Mahlzeit.

  • Ganz so einfach, wie Herr Bax es darstellt, ist es nun auch wieder nicht. Der ermordete evangelikale MAGA-Eiferer Charlie Kirk galt etwa als erklärter Gegner von Angriffen auf den Iran und Regime-Change-Kriegen. Kirks Positionen werden jetzt auch wieder von den Isolationisten in der MAGA-Bewegung aufgegriffen.

    www.politico.com/n...ange-maga-00795774

    Damit positionieren sie sich übrigens ähnlich wie die AfD-Führung in Deutschland, die Trumps Angriff auf den Iran ablehnt und kritisiert.

  • Mein Gott, ist der Artikel flach.

    "Weiße evangelikale Christen betrachten den Islam als Irrglauben"

    Na sicher tun sie das.

    Die katholische Kirche würde das auch unterschreiben.

    Muslime umgekehrt genauso. Sunniten halten den Schiismus für einen Irrglauben, Schiiten umgekehrt ebenfalls.

    Atheisten nennen das alles Aberglauben.

    Und nun?

    " ...das Christen verfolgt und Israel bedroht."

    Beides tut der Iran ganz offen.

    Die berühmte Uhr in Teheran ist eine deutliche Ansage.



    Man kann "Iran" und "Christenverfolgung" googeln. Kommt ernstzunehmendes Material von integren Quellen bei raus.

    Warum wird uns das präsentiert, als wäre das Quatsch?

    "Denn in seinem eigenen Umfeld streben viele ebenfalls eine Art Gottesstaat an."

    Wo ist der Beweis?

    Stark religiös geprägte Staaten gibt es nicht wenige.

    Nur weil z. B. ein Staat die Scharia als Rechtsquelle nutzt, ist er noch keine Theokratie.

    Dass Evangelikale in den USA eine Theokratie wollen, wäre neu.

    Aber es soll ja nur " so eine Art" sein.

    Bloß im Nebulösen bleiben.

    Aber was soll's.

    Die vielen Kommentare weisen daraufhin, dass der Artikel Clicks bringt.

    Und das ist ja schließlich wichtig, oder nicht?

    • @rero:

      „Die vielen Kommentare weisen daraufhin, dass der Artikel Clicks bringt. Und das ist ja schließlich wichtig, oder nicht? "



      Mein Gott, ist des Fazit flach.

  • Wieder ein klassischer Bax. Viel gerede, wenig Fakten. Wo hat er belegt, dass irgendwas, was im Nahen Osten passiert, an den Evangelikalen liegt?

    Trump macht was Trump will. Für ihn gibt es keine höhere Macht als ihn selbst.

    Mal ganz davon ab, dass Herr Bax im Prinzip kein Problem damit hat wenn sich Religion in die Politik einmischt wie man an seiner Verteidigung der Blauen Moschee in Hamburg gesehen hat. Es muss halt nur die für ihn richtige Religion sein.

  • drei Verbrecher mit religiösem Sendungsbewusstsein: Netanjahu, Trump und der Obermullah.

    Ein Skandal, dass zwei davon von der B-Regierung unterstützt werden.

    • @rehbrauneAugen :

      Schön zusammengefasst.

  • Als Urban II 1095 in Clermont "Deus le vult" vom Balkon rief, war der Kreuzzug gut geplant und militärstrategisch notwendig, um den Verlust gegen die Türken, damals Seldschuken, nach der katastrophalen Niederlage von Manzinkert, die fast ganz Kleinasien für das Oströmische Reich kostete, umzukehren.



    Leider war der Glaube groß, aber die Mittel waren völlig unzureichend, um hernach die zahllosen Abnutzungskriege der Araber gegen die europäischen Befestigungen im Heiligen Land zu bestehen. Einzig Venedig, das sich schon bald, statt auf Glaubenskriege, auf wirtschaftlich ertragreichere Erpressung des Kaisers fokussierte, konnte ein Handelsmonopol herausschlagen, das es später zum New York des Mittelalters werden ließ.



    Immerhin trugen die Kreuzritter mit dem Schweißtuch der Veronica eine der ersten Fotographien - wenn auch 1000 Jahre nach Christi Tod auf vormals gar nicht verwendeten Gewebe appliziert - stolz nachhause. Das Gold der Templer war hingegen vom Papst geneidet und schnell verschollen.



    Somit kann man zu Glaubenskriegen sagen: Erstens kommt es anders, und zweitens, als man denkt. Meist sind solche Kriege endlos und die Gewinner Mächte, an die zuvor keiner dachte.

    • @hedele:

      "Als Urban II 1095 in Clermont "Deus le vult" vom Balkon rief, war der Kreuzzug gut geplant und militärstrategisch notwendig..."

      Notwendig war es natürlich nicht. Und die Kreuzritter brachen letztlich unter einem religiösen Vorwand auf, um zu rauben und zu plündern. Es ging den materiellen Vorteil. Wenn man sich genau anschaut, wie sich die Herren bei der Aufteilung der Beute in die Haare bekamen, wird das überdeutlich.

      Solche Kriege waren damals ein Verbrechen und sind es heute noch. Auch wenn sie mit religiösen Schmus begründet werden.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Genauso wie die Eroberung der Gebiete des Byzantinischen Reichs durch muslimische Armeen ein Verbrechen waren, die nunmal den Kreuzzügen vorgelagert sind. Ebenso die Expansion in vormals christliche Staaten Nordafrikas bis nach Spanien und später bis in den Balkan. Natürlich waren die Kreuzzüge brutal und auch ein Plünderungsfeldzug, aber die vorgelagerten Aggressionen und Eroberungen (und auch Plünderungen von Kirchen und Klöstern bis zur Versklavung) immer komplett zu ignorieren ist schon eine Form des Geschichtsrevensionismus.

        • @Maxime Musterfrau:

          Expansionskriege sind immer ein Verbrechen. Die Expansion des römischen Reiches in den nahen Osten natürlich auch 😉

          Wenn man will, findest man fast immer einen Vorgänger. Ich wollte nur klar machen, dass die Kreuzzüge auch nicht "notwendig" und gerechtfertigt waren. Selbst heute scheint es ja noch Menschen zu geben, die das denken.

  • Für die Christen unter uns, zur kleinen Auffrischung der Erinnerung :



    Jesus warnt in Matthäus 6,24 [ & Lukas 16,13 ]

    " Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon "

    - Gott Mammon steht für Geld, unrechtmäßig zu unrecht erworbenen Reichtum, Geiz & Gier

    • @Alex_der_Wunderer:

      Die Evangelikalen würden sagen, sie dienen nicht dem Mammon.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Das Christentum in den USA funktioniert fundamental anders als in Europa es gilt als legitmierung des eigenen Wohlstandes und der eigenen Ansichten völlig egal ob diese Ausländer, Muslime, Juden, Schwarze oder Arme betreffen. Salopp gesagt das Christentum in Amerika dient dazu Arschlöchern dabei zu helfen sich selber gut zu fühlen in ihrem Arschlochsein. Da brauchen sie mit theologischen Argumenten nicht zu kommen.

      • @Machiavelli:

        Klartext in kraftvoller Sprache, das trifft aber nicht nur auf diesen Kontext zu, der hier in Europa aktuell wirklich unverständlich erscheint.



        Das war aber nicht immer so:



        Zu Max Weber:



        "Trotzdem ist Weber eher für eine gegenteilige Haltung bekannt geworden: In seinem Aufsatz „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ hat er versucht, den Einfluss von Idealen auf die Wirtschaft nachzuweisen. Für den Beginn der kapitalistischen Wirtschaftsweise in Europa nimmt Weber an, dass das „Gehäuse“ noch nicht „stahlhart“ gewesen sei: Der Mensch sei vielmehr von religiösen Vorstellungen auf den Pfad des Kapitalismus gedrängt worden, der dann schließlich Macht über ihn gewonnen habe. Die These ist bekannt: Der Calvinismus trieb die Menschen zu einem sittlichen Leben an, indem er die Gläubigen vor die Frage stellte, ob sie von Gott erwählt seien.



        Calvin war der Ansicht, dass Gott den einen Teil der Menschen zum Heil und den anderen zum Unheil vorherbestimmt, also prädestiniert hat. Zeichen der Erwählung ist das gottgefällige Leben der Gläubigen."



        monde-diplomatique.de



        Es gibt interessante Interpretationsspielräume bei "gottgefällig", das zeigt uns Amerika.



        Erwählung inbegriffen!

  • Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme. (Matthäus 19,24)



    Sieht schlecht aus für die Eine oder den Anderen.



    Wer nicht an das Alte Testament glauben will und die Bibel nicht wörtlich nimmt, wird potenziell zu einer zukünftigen Bedrohung.

    • @Drabiniok Dieter:

      „Der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig“ (



      2. Korinther 3,6). Christ*innen sollen den inneren Sinn der Bibel verstehen und nicht am Wortsinn kleben.

      Reichtum führt oft zu Eigenliebe, Hochmut, Herrschsucht und das sind Eigenschaften, die ganz sicher nach unten führen. Ein Reichtum, der zum uneigennützigen Segen für die armen Menschen genutzt wird, ist von Gott aus nicht verdammmt.

    • @Drabiniok Dieter:

      Da wir schonmal beim Falschinterpretieren sind. Siehe meinen vorherigen Kommentar zu den Evangelikalen, ein kurzer Nachtrag zu ihrem Text.

      Die von ihnen zitierte Bibelstelle kommt im Evangelium an mehreren Stellen vor. Es geht jedoch nicht um materiellen Reichtum, sondern um den Weg in das Reich Gottes Einzug zu halten.

      Jesus sagt damit aus, das es nicht ausreicht seinen Besitz hinter sich zu lassen und ihm zu folgen, denn ob ein Leben zum Reich Gottes führt, hängt nicht allein vom Menschen ab, sondern entscheidend von Gott.

      Könnte also dennoch für "die Eine oder den Anderen" schlecht aussehen, ob mit oder ohne Vermögen.

    • @Drabiniok Dieter:

      Das haben sie nicht korrekt interpretiert. Wäre es so, würde es keine Evangelikalen geben.

      Die Verse der Genesis 12, die Sina Erzählung (2 Mose 24) und natürlich der Römerbrief des Apostel Paulus (Römer 11,2 und 11,17-18) werden eben nicht im Wortsinn aufgefasst und auch nicht theologisch interpretiert, sondern von Evangelikalen für eine fundamentalistische Ideologie missbraucht, welche die Messianisierung des Judentums zum Endzweck hat.

      Auch der neben der Genesis am häufigsten von den Evangelikalen herangezogene Bezug auf den Propheten Jeremia, der einen "neuen Bund" im Sinne des endzeitlichen Handelns Gottes prophezeite (Jeremia 31,33) ist weit von einer Messianisierung des Judentums entfernt. Jeremia sprach von einem Bund den er "mit dem Hause Israel" schließen wollte. Damit ist ein neuer Bund zwischen Christen und Juden gemeint, wie ihn Jesus im Abendmahl mit den Worten "Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut" (1. Korinther 11,25) angekündigt hat.

      Die eschatologische Signatur die dieser neue Bund trägt gilt für Christen und Juden gleichermaßen, aber nicht im Sinne einer Messianisierung.

      Der Missbrauch der Religion stellt die Bedrohung dar, nicht deren Aussagen.

  • Dazu im Deutschlandradio:



    www.deutschlandfun...berhoehen-100.html

  • Radikale evangelikale Christen stehen für mich in etwa auf der gleichen Gefahrenstufe für "normale" Menschen wie Islamisten.



    Religiöse Fanatiker sind immer gefährlich und dass die gerade Trump begeistert folgen, der ja nun wirklich gegen jede christliche Lehre, die man sich vorstellen kann, verstößt, lässt tief blicken. Für wirkliche Christen müsste Trump doch eigentlich die Inkarnation des Teufels sein.

    • @Katharina Reichenhall:

      "Für wirkliche Christen müsste Trump doch eigentlich die Inkarnation des Teufels sein."



      Na ja, über Trumps „Redlichkeit“ bzw. seine Verfehlungen müssen wir nicht diskutieren. Allerdings erscheinen Figuren wie Kim Jong Un, Wladimir Putin oder Ruhollah Khomeini im Vergleich dann doch noch einmal deutlich "teuflischer"

      • @Pawel_ko:

        Da haben Sie absolut Recht, keine Frage.



        Aber die stehen da ja gerade nicht zur Debatte.



        Sagen wir mal, es gibt offenbar mehrere Inkarnationen ;-)

        • @Katharina Reichenhall:

          Da gehe ich gerne mit ;)

  • Tja, das Mittelalter ist nicht weit weg von unserem ehemaligen Befreier und Verbündeten. Jesus muss für die schlimmsten Gewalttaten herhalten und seine Bergpredigt wird als rhetorischer Ausrutscher bewertet. Anstand, Mitgefühl oder gar Selbstreflektion, das alles existiert in diesem Amerika nicht mehr, wo sich die Trump-Mannschaft in die von Trump gewünschten Schuhe quälen muss, weil es der Auserwählte so will, egal ob diese passen oder nicht. Wäre dieser Irrsinn nicht so gefährlich, es wäre die größte Lachnummer aller Zeiten. Und wir hier? Wir bekommen die rechtsextreme Entwicklung nicht mal in den Griff. So rückt Armageddon auch hier immer näher und nur der Klimakollaps kann den Wahnsinn noch aufhalten. Zum Glück bin ich nicht mehr jung.

  • Oh! Oh! Oh! Oh Weh!



    Herr Bax, Sie haben sich mit diesem Beitrag ja so was von vergaloppiert!



    Man weiß gar nicht wo man hier mit der Kritik anfangen soll und wo aufhören! Daher fang ich gar nicht richtig an, denn sonst wird mein Text zu lang.



    Sehr viel weniger in jedem Bereich, das wäre wirklich wünschenswert. Lange nicht mehr so was Abgedrehtes gelesen.

  • Heilige Scheiße.

    Und mit sowas sind wir verbündet?

    • @Marvienkäfer:

      Ja, 'sowas' ist seit 75 Jahren der wichtigste Verbündete Europas.

      In der Sowjetunion gab es hingegen keine Evangelikalen, die nicht im Gulag gelandet wären. Merkwürdigerweise haben die Osteuropäer das nicht gewürdigt und sie sind nach 1989 trotzdem so schnell wie möglich unters Dach der Verrückten da drüben.

      Die Welt ist groß und unübersichtlich.

      • @nihilist:

        Die Kirche Russlands unterstützt den Ukrainekrieg mit genau den gleichen Argumenten.

  • Ja, krass! Leider hatten die Frauen recht, die zum Ende der Un Dekade der Frauen auf der Abschluss Welt Frauenkonferenz in Beijing voraus sagten: Die Gefahren für die Menschheit werden die patriarchalen Theokratischen Regime sein und 2. der neoliberale Kapitalismus, der in Faschismen kippen wird. Das ist genau die Situation, in der wir uns befinden: die patriarchalen Theokraten sind dabei fossile autoritäre Machthaber mit KI Macht .Was wir brauchen ist eine einführung der Demokratie in die globale ökonomische Ordnung und eine Priorisierung der UN 18 SDGs Wenn die Reichen und Unternehmen 30 % mehr Steuern zahlen, liesse sich eine sozial-ökologische Transformation gestalten, Reichtum muss begrenzt werden und Abgaben an sozial-ökologische Gemeingüter gehen. Nukleare & sonstige Abrüstung und Reform der UN + Unterstellung von großen Teilen der Armeen unter UN Aufsicht. Mindestens 30 % der Böden und Meere muss unter kompletten Naturschutz. Kreislaufwirtschaft mit der Natur weiter ausgebaut werden, Frauenrechte stärken und soziale Versorgung sozialisieren, dann wird sich die Weltbevölkerung mit der Umwelt einpegeln. Disarm Patriarchy-end fossil warconomy! #debt4climate! Defend Rojava!

    • @R.L.:

      Träumen sie weiter. Das wird nicht mit dieser Menschheit passieren.

  • Die Mehrheit der schwarzen evangelikalen Stimmen betrachtet den Krieg als moralisches Versagen und mahnt zur Versöhnung, während eine Minderheit die Befreiung von Unterdrückung als mögliches Ziel sieht.

  • Glauben an Gott ist per se irrational.



    Der einzige Nutzen von Religionen ist, dass sie bestenfalls ihren Anhängern einen moralischen Kompass zeigen.



    Wenn sie das aber, wie in der derzeitigen amerikanischen Politik, offensichtlich nicht tun, sind sie von ganzem Herzen abzulehnen.



    Eine Religion, die Mord, Angriffskrieg und Egoismus propagiert und Heuchelei vorlebt, ist durch und durch verrottet.

    • @fhirsch:

      Das Alte Testament ist voll von Mord, Totschlag, Rache usw.

    • @fhirsch:

      Der Hauptnutzen von Religion ist, dass sie in einer Gesellschaft Kooperation auf Grundlage eines gemeinsamen Wertekanon herstellt.

      Außerdem bedient sie die Bedürfnisse der Menschen nach Spiritualität und Transzendenz.

      Sie beantwortet Fragen nach Lebenssinn.

      Rationalität hat da nicht viel zu bieten - ganz rational betrachtet.

      • @rero:

        Zu Lebenssinn:



        "Wozu sind wir auf Erden?"



        Frage aus dem Katechismus. Wenn man sie nicht wie aus der Pistole geschossen beantworten konnte, gabs eins auf die Finger.

      • @rero:

        "Sie beantwortet Fragen nach Lebenssinn.



        Rationalität hat da nicht viel zu bieten - ganz rational betrachtet."

        Au contraire. Man kann Lebenssinn in einem guten, aufrechten Leben finden, ohne auch nur einen Funken Glauben an übersinnlichen Hokuspokus zu verschwenden.

        • @fhirsch:

          Sie bedienen so nur nicht das menschliche Bedürfnis nach Transzendenz.

          Kurz formuliert: "Was bleibt? Nichts,"

          Das ist vielen zu wenig.

          Man will sich wenigstens einbilden können, die Welt verbessert zu haben.

          Transzendenz findet man natürlich nicht nur im Theismus.

          Die nichttheistischen Alternativen sind ja gerade wieder schwer im Kommen.

          Menschen sind nun mal nicht als reine Rationalisten konstruiert.

    • @fhirsch:

      "Eine Religion, die Mord, Angriffskrieg und Egoismus propagiert und Heuchelei vorlebt, ist durch und durch verrottet."

      Zutreffend. Gleiches gilt für politische Systeme.

      Eine der bekanntesten Studien ist das Buch „The Black Book of Communism“ (1997).



      Dort wird geschätzt, dass kommunistische Regierungen im 20. Jahrhundert etwa 94 Millionen Menschen direkt oder indirekt getötet haben. Von der täglichen Heuchelei von links/rechts ganz zu schweigen.

      Da versinken Ereignisse wie die Kreuzzüge (ca. 1-3 Mil. Opfer) ganz schnell in Bedeutungslosigkeit angesichts dieser Todeszahlen.

      • @Pawel_ko:

        Die Kreuzritter haben die jüdische und muslimische Bevölkerung von Jerusalem und anderen Städten komplett ausgerottet. Man kann eben nicht mehr ermorden, als da sind...

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Ich habe auch nie behauptet, dass Kreuzritter Engel waren. Aber einmal abgesehen davon, dass auch das lange her ist:



          Religion „verrottet und heuchlerisch“ zu nennen, während linke Politik Millionen Menschenleben gefordert hat, finde ich selbst ziemlich heuchlerisch.

          Es sind Hardliner und Extremisten.

          Pauschalisierungen helfen niemandem. Es ist einfach eine Beleidigung für knapp 68.000 christliche NGOs und gemeinnützige Organisationen weltweit die Gutes tun weil für sie Nächstenliebe zählt.

  • Ein sehr guter Kommentar, der zeigt wie dieses Amerika von MAGA, Trump, Vance & Co wirklich tickt. Gerne sehen wir die glänzende Firnis des kultivierten und gebildeten Ostkünstenamerikas, nicht sehen wollen wir den dunklen, rassistischen, abergläubigen und okkulten Kern, der die USA seit ihrer Gründung ausmacht. Jeder, der mit offen Augen durch Amerika reist, spürt seine Gegenwart. Nur deutsche Politiker - Transatlantiker wie sie sich nennen - bekommen von all dem nichts mit. Wie die religiös-fanatische Sekte begreifen auch sie nicht, dass dieser Krieg nichts als ein mittelalterlicher Religionkrieg, ein Kreuzzug, ist, den führende US-Politiker genauso benennen.



    Es ist ein Krieg der schon verloren war als er begann. Ein weiterer verlorener Krieg der USA!



    Wie viele braucht es noch?

    • @NormalNull:

      "Wie die religiös-fanatische Sekte begreifen auch sie nicht, dass dieser Krieg nichts als ein mittelalterlicher Religionkrieg, ein Kreuzzug, ist, den führende US-Politiker genauso benennen."

      Und diese steile Theorie können Sie auch sicher belegen. Ich weiß nicht, Trump, Kapitalismus dies das...ist es nicht wahrscheinlicher es geht eigentlich um Geld, und manche benutzen die Religion als Vorwand, weil "Wir wollen Geld mit Krieg verdienen" nicht so griffig klingt?....Nur so ein Gedanke...

    • @NormalNull:

      ...bis was passiert?

  • Dankeschön für die wichtigen Hintergrundinformationen was gerade abläuft (schiefläuft) im Hirn von überwiegend alten, weißen, ganz und gar nicht weisen Männern.

    Ich wollte es nicht glauben, das religöser Wahn die Ursache, die Bibel mit den Offenbarungen des Johannes das Skript für den lange geplanten, jetzt anlaufenden Vernichtungskrieg ist.

    Bis ich vor einigen Monaten eine ausführliche Doku über das Thema "Armageddon" sah.

    Achtung, das Thema ist nichts für psychisch labile Menschen. Man könnte sagen, die Protagonisten in dem Film haben alle eine religöse Klatsche, sind Psychopathen, Soziopathen, führen die Menschheit bewußt in den Krieg/ Abgrund nur um ein (angeblich) prophezeites, fiktives Erlöserszenario herzustellen.

    Eigentlich kein Problem, wenn diese Spinner in der geschlossenen Psychiatrie sitzen würden, doch sie sitzen leider an den Knöpfen von Atombombenkoffern.







    Also nochmal, Achtung (!), nur in psychisch stabilem Zustand diese verstörende Doku über durch (angebliche) Prophezeiungen verwirrte, weiße Männer anschauen:







    www.youtube.com/watch?v=FHaKVySsPOQ

    • @Goldi:

      Sehr offenbar hängen diese 'Evangelikalen' dem Antichristen an. Das sind die, von denen am Ende der Bergpredigt die Rede ist: "Ich habe euch niemals gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter" (Mt 7,23)

  • Diese klerikal-faschistische Ideologie eines Teils der US- Bevölkerung basiert wohl auch z.T. auf der supremasistischen Entstehungsgeschichte der USA: Das religiös-fundamentalistische Erbe der Pilgrim Fathers, die sich als auserwähltem Volk sahen und sich gegenüber anderen absetzten, wirkt fort. Mit dem Sklavenhandel kam dann noch ein bis heute tief verwurzelter Rassismus hinzu. Für einen multiethnischen Staat, wie die USA, eine gefährlich explosive Melange.

    • @Rinaldo:

      "gefährlich explosive Melange"



      Interessante Analyse mit Überraschung am Ende:



      Aus etymonline.de



      "melange(n.)



      eine Mischung, ein Potpourri," meist "ein ungefügtes Vermischen von Elementen, Objekten oder Individuen," 1650er Jahre, aus dem Französischen mélange (15. Jahrhundert), abgeleitet von mêler "mischen, vermengen," aus dem Altfranzösischen mesler "mischen, sich einmischen, vermengen" (siehe meddle)."



      Eben doch nicht "richtig" gemischt oder gar ungefügt akzidentell nach heutiger Lesart?



      Wir lernten noch den Begriff "Schmelztiegel"; die Realität ist wohl sehr viel komplexer, wie die Geschichte bei genauer Betrachtung lehrt.

  • Was steht eigentlich über Amerika in der Bibel?

    • @Mondschaf26:

      Schauen Sie in die Apokalypse - das eine Tier ist ganz sicher ein amerikanischer Bison (ich paraphrasiere echt vorgebrachte Thesen).

      • @Janix:

        Ganz mein Humor.

        • @Mondschaf26:

          Dito



          Hinweis:



          Offenbarung 13



          Daniel 7



          Und dann ein Tipp: Heinrich Heine



          Der Anfang...



          "Die Mitternacht zog näher schon;



          In stummer Ruh..."

          • @Martin Rees:

            Danke für's Erinnern an Heinrich Heine. Meine Belsatzar-Parodie wurde seinerzeit nicht freigegeben.



            Ist Washington nun Babylon? Neuer Versuch:



            --



            Die Mitternacht zog näher schon;



            In stummer Ruh lag Washington.



            Nur oben in des POTUS‘ Schloß,



            Da sitzt der Donald mit seinem Troß



            Im Oval Office , dem eirunden Saal



            Servieren die Diener ein Hamburger-Mahl.



            [...]



            Dann rief der Donald mit stolzem Blick



            Machado herbei zum Bubenstück.



            Er trug viel orangenes Haar auf dem Haupt;



            Ihm gebührt alles Gold - und sei’s auch geraubt.



            Und der Donald ergriff mit frevler Hand



            Die güldne Medaille – Nobelpreis genannt.



            „Ihr Typen in Oslo! Euch künd ich nur Hohn-



            Ich bin der Donald von Washington!"



            Von allen Medien keines verstand



            Zu deuten was sich dem POTUS entwand…



            In Moskau aber in selbiger Nacht



            Hat Wladimir Putin sich totgelacht.

            • @Mondschaf26:

              Total genial 😃



              Dieses Mal,



              Geknackt die Latte,



              Einsehen hatte



              Offenbar wer,



              Sehr fair❗



              Belsatzar und Nebukadnezar



              Einst Lernstoff in der Schule war☺️

  • Unter den evangelikalen Christen in den USA ist der Anteil der Schwarzen etwa doppelt so hoch wie der Anteil der Schwarzen an der Gesamtbevölkerung. Dennoch referiert Bax allein die Position weißer evangelikaler Christen und insinuiert damit, es handle sich um eine Haltung allein der Weißen unter den Evangelikalen. Was sagen denn die schwarzen evangelikalen Christen zum Thema?

    • @Budzylein:

      Wenn es nun mal so ist, dass auch bei den "Christen" in den USA Schwarze zwar zahlenmäßig gut vertreten sind, doch in der Hierarchie in dieser Extrem-Heuchler-Sekte genau da verharren müssen wie an anderen Stellen in der US-Gesellschjaft auch: irgendwo hinter den "Überlegenen Weißen". Was kann Daniel Bax denn dafür? Oder soll er fälschen? Wir sind hier bei der TAZ, nicht bei der Springer-Presse.

      • @Perkele:

        Herr Bax könnte aufhören Nebelkerzen zu zünden.

        Kerze #1



        "Weiße evangelikale Christen betrachten den Islam als Irrglauben"

        Stimmt. Und islamische Fundamentalisten das Christentum. Und jetzt?

        Der ganze Artikel ist nur "hätte wenn und aber...wer hat explizit geäußert aus den USA einen Gottestaat wie den Iran zu machen? Trump? Herr Bax kritisiert lieber einen "Gottestaat" den es nicht gibt statt Kritik an dem zu äußern, der erst vor kurzem tausende seiner eigenen Bürger abgeschlachtet hat

        • @Pawel_ko:

          Nur wenn man fanatisch ist, dann passiert es, dass man nur einseitig wahrnimmt und kommunizioert. Daniel Bax macht genau das nicht. Er bemüht sich um Ausgewogenheit - im Gegensatz zu manchen Kommentatoren hier in diesem Forum.

          • @Perkele:

            Okay. Wo ist der Autor ausgewogen? Erwähnt er einmal, dass es tatsächliche Gottesstaaten gibt mit allen folgen (z.B. den Iran?). Wäre ja naheliegend.

            Er schafft es über den Iran und Palästina zu schreiben ohne auch nur einmal zu erwähnen, dass es Islamisten sind und sich "Gotteskrieger" schimpfen etc.

            Das ist schon ein Kunststück bei der Thematik

            Aber bitte, zitieren sie die "ausgewogenen" Absätze von Herrn Bax.

            • @Pawel_ko:

              Nach dieser Ansicht sind also alle Iraner*innen und Palästinenser*innen ausnahmslos "Gotteskrieger" ?! Ist DAS eine ausgewogene Feststellung?

              • @Perkele:

                Nein. Habe ich auch nicht mit einem Wort geschrieben!?

                Aber der Iran nennt sich selbst amtlich seit 1979 Islamische Republik Iran. Also einen Gottesstaat. Und die Hamas, die in Gaza regiert, heißt übersetzt "‚Islamische Widerstandsbewegung"?

                Aber Herr Bax scheint dies keine Erwähnung wert zu sein obwohl er Iran/Gaza in seinem Artikel erwähnt und eine Gottesstaatlichkeit den USA andichtet die es nicht gibt.

    • @Budzylein:

      Entscheidend ist, wer in der Trump-Regierung die Macht hat, und das sind nicht schwarze Evangelikale. Es genügt, sich das derzeitige Kabinett anzusehen.

    • @Budzylein:

      So etwas ähnliches ging mir auch durch den Kopf. Da fragt man sich schon, ob es wohl persönliche Gründe des Autors für seinen klaren „Kreuzzug“ gibt.

    • @Budzylein:

      Keine Ahnung worauf ihre Erkenntnisse beruhen.

      Der Anteil der schwarzen Gesamtbevölkerung betrug 2024 laut bpb 12,4%, entspricht in etwa 42 Millionen Menschen. Der Anteil der schwarzen evangelikalen Christen liegt bei 7,3% innerhalb der schwarzen Bevölkerung.

      Der Anteil der weissen evangelikalen Christen ist in den letzten 5 Jahren zudem stark gesunken, von 14,4% im Jahre 2020 auf 10% im Jahre 2024.

      Die schwarze Bevölkerung weist zudem einen wesentlichen höheren Anteil an Gläubigen aus, als die weisse Bevölkerung (73% zu 58%).

      Schwarze Amerikaner teilen zwar weitgehend die Theologie der weissen Evangelikalen, jedoch seltener deren politische Auslegung. Sie gelten als weniger konservativ und progressiver und sind in diversen politischen Lagern beheimatet.

      Quellen: Deutschlandfunk, Bundeszentrale für politische Bildung, US Census Bureau, Harvard Press.

      • @Sam Spade:

        Ich habe die Zahl aus dem Gedächtnis aufgrund folgender Quelle angegeben: www.tagesschau.de/...gelikalen-100.html



        Danach beträgt der Anteil der Nichtweissen an den US-Evangelikalen 24 %, also etwa das Doppelte des Anteils der Schwarzen an der Gesamtbevölkerung. Ein wenig ungenau war meine Angabe insofern, als die Nichtweissen nicht alle Schwarze sind. Der entscheidende Punkt ist sowieso ein anderer: Die evangelikale Religion/Ideologie ist keine spezifisch weiße, sondern auch unter Nichtweissen weit verbreitet.

  • Der Artikel fängt schon skurril an, mit einem Foto aus der Zukunft (10.04.26 ).



    Und die Geschichte ist ebenso: fanatische Religionstypen legen die Welt in Schutt und Asche - am Ende kommt jedoch heraus, sie sind nichts als Kriegsverbrecher und werden im Höllenfeuer schmoren.

    Nur schwer vorstellbar, dass sich richtige Politiker, die an Demokratie und Völkerrecht glauben ernsthaft mit solchen Typen unterhalten.

    • @Andreas Braun:

      Tun sie aber. Leider. Und machen vermeintlich gute Miene zum bösen Spiel.

      • @Klabauta:

        Und? Sind Wähler. Das bedeutet noch lange nicht, dass diese einen Kreuzzug ausrufen. Trump wird wie allen anderen immer genau das sagen, was die hören wollen. Und am Ende machen was ER will. Von daher kann er reden mit wem er will.

  • Es ist doch aber grundsätzlich auch ein religiöser Konflikt der seit Jahrhunderten die dortige Region destabilisiert.



    Die religiöse Komponente wird hier ja sehr gern ausgeklammert um sich unangenehmen Wahrheiten lieber nicht stellen zu müssen.

    • @Šarru-kīnu:

      Vielleicht wird ja andersrum ein Schuh daraus.

      In der Regel geht es bei Konflikten zuvörderst um ökonomische Interessen. Die Ziele werden dann religiös-ideologisch gerechtfertigt.

    • @Šarru-kīnu:

      Die drei großen monotheistischen Buchreligionen vereint im Hass aufeinander und der Sehnsucht nach dem Letzten Gericht. Und das im 21. Jahrhundert. Irre.



      Aber die Konflikte waren nie ausschließlich religiös motiviert, sondern hatten und haben immer einen sehr weltlichen imperialen Hintergrund.

    • @Šarru-kīnu:

      Ja, aber ständig Israel vorhalten, dass es sich bei seiner Dauer-Besatzung und -Expansion auf SEINe Versprechen beruft, wird ja durchaus auch kritisiert. Die Rolle der Evangelikalen ist ja im Artikel auch benannt, wenn Ihnen das fehlte.

    • @Šarru-kīnu:

      Natürlich ist er das. Und daraus machen die Hardliner auf allen Seiten auch überhaupt kein Hehl. Man muss gar nicht lang suchen, da findet man sowohl von den Mullahs, von Mitgliedern des Kabinett Netanjahu, als auch von den evangeklikalen Amerikanern etliche Aussagen, warum es Gottes Wille ist, den Feind zu vernichten. Bei allen 3 beteiligten Parteien sind rechtsnationale, religiöse Extremisten am Werk.



      Und weils Herr Bax aus Versehen vergessen hat. Die Mullahs sind dabei eigentlich seit Jahrzehnten am Lautesten.

  • Danke für die gute Zusammenstellung. Die Aussichten sind nicht beruhigend. Auch wenn der Bible Belt immer schon berüchtigt war, so sind doch die neueren Entwicklungen und Durchdringungen (Büro for Gottesangelegenheiten o.s.ä. im Weissen Haus) eher furchterregend. Zufällig (?) gibt es auch noch einen US Papst…. Der ist aber, zumindest bisher, noch der Gemäßigste.

    • @fly:

      Trump hat schon ordentlich gegen den woken Papst ausgeteilt. Wie kann der Papst auch die Politik der von Gott gesannten Regierung Trump kritisieren! Das geht doch nicht! Das gehört verboten!

  • Tja - “Wehe, wenn sie losgelassen,



    Wachsend ohne Widerstand,



    Durch die volkbelebten Gassen



    Wälzt den ungeheuren Brand!“ 🔥 🔔



    …anschließe mich

    unterm——Friedrich Schiller —-



    Erstaunlich & atemberaubend - ist die



    Oval Office Usurpierungsgeschwindigkeit 🇺🇸



    Von Dick Cheny 2001 zu Dubbel🍑💨🍑💨



    Und ein Peter Thiel usurpiert nicht nur



    Carl Schmitt - sondern bläht mystisch endzeitliches! Newahr



    Normal



    www.youtube.com/pl...zVT02JQG2mA8Q28uev



    So viele Räder ab - gibts gar nicht •

    • @Lowandorder:

      „Gefährlich ist's, den Leu zu wecken."



      --



      Sperrt ihn ein im Weißen Haus, und lasst ihn dann nicht wieder raus... (Im künftigen Ballsaal hat er genug Auslauf.)

  • Vielleicht gibt es in unserem Land nicht so viele Eiferer, aber den Krieg der USA und Israels gegen den Iran haben hier viele bejubelt.



    Wenn es dann aber an den Tankstellen teurer wird, dann ist das Geschrei groß.

    • @Il_Leopardo:

      Shure. ⛽️ - wenn Mars auch verbrauchte Energie sofort zurückgibt - Woll 🧐🙀🤓



      Einfach mal auf Peter Thiel warten! Gelle 😂

      • @Lowandorder:

        Vergessen wir Mars und Peter Thiel und warten wir auf die nächste vollkommene Planetenparade: Am 19. Mai 2161 stehen alle Planeten des Sonnensystems, einschließlich der Erde, auf einer Seite der Sonne. Das wird ein ganz wundervolles Schauspiel ... und wissen Sie, was das schönster daran ist? In diesem Tag gibt es weder einen Trump und auch keinen Peter Thiel mehr.

    • @Il_Leopardo:

      Der Krieg ist vor allem aus ganz anderen Gründen ein Fehler, so sehr wir alle keine Macht-Priester wollen.



      Und aus Fossil müssen wir raschestmöglich weitgehend raus, so oder so.

      • @Janix:

        Ja, das mit dem Ausstieg aus Fossil war schon nach der Ölkrise in den 70ern ein Thema.



        Leider hat es deutsche Politik versäumt sich daruf mal mit so etwas wie einem "großen Plan" auf den weg zu machen.



        Eine Antwort war Ausstieg aus der Atomkraft ... gute Idee, wenn Regenerativ beim Ausbau nicht vorankommt. Und wenn man Herrn Schneider mal zuhört, dass man eben ein E-Auto nutzen soll ... offenbar sind 18,8% AfD in Ba-Wü noch nicht Grund genug sich zu überlegen, was man so von sich gibt.



        Der Krieg im Nahen Osten hat an Fahrt aufgenommen und wird dauern. Nethanjahu hat Blut geleckt und der Rest der arabischen Staaten - gerade Saudi-Arabien - will die Machtverhältnisse neu ordnen.



        Un d selbst wenn Trump nicht mehr wirken kann ... mit Vance steht schon die Nachfolge in den Startlöchern.

      • @Janix:

        Weg vom Öl war vor 30 Jahren auch schon eine gute Idee.

  • Ansichten und Zustände wie im tiefsten Mittelalter. Und die jeweils anderen sind natürlich die religiös verblendeten Fanatiker, die zur Vernunft gebracht und zum rechten Glauben bekehrt werden müssen.

    Wenn Religion tatsächlich Opium für das Volk ist (und obige Ausführungen sprechen wieder mal dafür: Benebelte Fehleinschätzung der Realität, Erzeugung offenbar schwerster Abhängigkeiten usw.) würde sie eigentlich unter das Drogengesetz fallen und müsste verboten werden.

    Schon deshalb, weil viele Kriege religiösem Fanatismus entspringen bzw. durch ihn befeuert werden: Die Panzerschokolade der gewalttätigen Weltgeschichte.

    Ansonsten: Wie war das? Mit dem Regen? Mit dem Hirn?

    • @Josef 123:

      "Wie war das? Mit dem Regen? Mit dem Hirn?"

      Regen ist kondensiertes Wasser. Hirn ist eine hochspezialisierte Gewebeform.

      Wenn plötzlich Hirnmasse anstelle von Regen vom Himmel fiele, würde das entgegen des allgemeinenes Postulates niemanden intelligenter machen- wir müssten uns weiterhin täglich die selben ausgelutschten, inhaltsleeren Phrasen von mittelmäßig begabten Rhetorikern anhören, die sich für Gottes verhindertes Geschenk an die Zunft der Schreibenden halten.

      • @nihilist:

        Da haben Sie zweifellos Recht, derart intelligente Sprüche stammen nur von den Besten: "Kardinal Christoph Schönborn hat sich für seinen Corona-Sager im Vorjahr entschuldigt. Sein am Palmsonntag 2022 in der ORF-Pressestunde getätigten Ausspruch: "Gott, lass es Hirn regnen" tue ihm leid, denn er habe damit "viele verstimmt, verärgert, enttäuscht und auch verletzt" sagte der Wiener Erzbischof genau ein Jahr später in derselben Sendung." (www.katholisch.at, 2.4.23)

    • @Josef 123:

      "weil viele Kriege religiösem Fanatismus entspringen"

      Der letzte große Religionskrieg in Europa fand 1618 statt. Der letzte große Religionskrieg im vorderen Orient waren die Kreuzzüge im 13 Jahrhundert sowie mit Einschränkungen noch die Kriege zwischen dem Byzantinischen Reich und dem Sassanidenreich um 614.

      Linke und rechte Ideologien hingegen wie der Nationalsozialismus oder der Stalinismus sind alleine in Europa im 20 Jahrhundert für geschätzte 50 Millionen Tote verantwortlich.

      Blickt man auf andere Erdteile im letzten Jahrhundert und die ideologisch bedingten Konflikte wie die "Kulturrevolution" oder den "Großen Sprung" in China, wird schnell deutlich welche Ursachen die kriegerischen Auseinandersetzungen des letzten Jahrhunderts hatte. Religion war es jedenfalls nicht!

      Die Konflikte im Nahen Osten sind zwar mit religiösen Motiven durchsetzt und konfessionelle Identitäten spielen dabei durchaus eine Rolle, in erster Linie handelt es sich jedoch um politische Konflikte mit einem oftmals starken nationalpolitischen Charakter - dazu zählt auch der politische Islam.

      • @Sam Spade:

        "Es sind erschreckende Meldungen, die seit Monaten aus der Zentralafrikanischen Republik dringen: Mehr als eine Million Menschen sind aus Angst um ihr Leben auf der Flucht, die Zahl der Toten geht in die Tausende. Und immer wieder spielt Religion eine Rolle. Muslimische Rebellen brennen die Häuser von Christen nieder, christliche Milizen vertreiben Muslime." (Deutsch-F. 26.3.14)



        "Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ist aus der Sicht des Patriarchen der Russischen Orthodoxen Kirche, Kirill, „ein Heiliger Krieg, in dem Russland und sein Volk den einheitlichen spirituellen Raum des Heiligen Russlands verteidigen“. So steht es in einem Dokument des Weltrussischen Volksrats, das Kirill mit verfasst und unterzeichnet hat/



        Der Terrorangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 wurde maßgeblich von der Hamas geplant und ausgeführt, einer radikal-islamistischen Organisation, die ihren Kampf gegen den Staat Israel seit ihrer Gründung unter anderem religiös begründet (...). In Israel wiederum sind extrem rechte, religiös-zionistische Parteien an der Regierung beteiligt,



        Ihr Ziel ist es, die heilige Trias von Volk, Land und Tora



        der hebräischen Bibel – in die Tat umzusetzen" (bpb 20.2.25)

        • @Josef 123:

          In der Moderne hat es keine Religionskriege mehr gegeben.

          Bei den von ihnen angeführten Konflikten in Afrika handelt es sich um ethnisch-religöse Auseinandersetzungen mit unterschiedlichen Hintergründen.

          Bei Russland und der Hamas in erster Linie um politische (territoriale) Konflikte bei denen die Religion instrumentalisiert wird. Meist dient sie den Protagonisten dabei lediglich als Rechtfertigungsgrund um das eigene Handeln zu legitimieren. Gilt insbesondere für den politischen Islam.

          • @Sam Spade:

            "Während des Krieges kam es nicht nur zu häufigen gemeinsamen Auftritten von politischen und religiösen Repräsentanten, sondern religiöse Symbolik bestimmte augenfällig auch das äußere Erscheinungsbild des Krieges: Christliche Soldaten trugen an ihren Uniformen Kreuze und Rosenkränze, während sich muslimische Soldaten grüne Stirnbänder mit arabischen Inschriften um den Kopf banden. Religiös konnotierte Schlachtrufe und Kriegslieder, die Übernahme religiöser Verhaltenskodexe durch einzelne Truppenteile sowie Segnungen trugen dazu bei, dass das Kampfgeschehen in einem religiösen Kontext verortet und nicht als Folge ungelöster politischer Konflikte, sondern als Resultat dreier sich unversöhnlich gegenüberstehenden Religionen angesehen wurde. Daneben diente der Gebrauch dieser Symbole vor allem dem psychologischen Zweck, den Einsatz des eigenen Lebens für die nationale bzw. religiöse Gemeinschaft durch Verweis auf jenseitige Belohnung erträglicher zu gestalten."



            ("Religion als Konfliktpotenzial im jugoslawischen Zerfallsprozess und während des Krieges in Bosnien und Herzegowina" aus OWEP 3/2005 / S.Kube, kath. Theol.)

            Ab 1991 war das, mitten Europa. Nicht 1600irgendwas und irgendwo

    • @Josef 123:

      1-3 Millionen Toten durch Kreuzzüge.

      Eine der bekanntesten Studien ist das Buch „The Black Book of Communism“.



      Dort wird geschätzt, dass kommunistische Regierungen im 20. Jahrhundert etwa 94 Millionen Menschen direkt oder indirekt getötet haben.

      So viel zu Ihrem "Opium fürs Volk" Heiland.

      Fanatiker sind das Problem. Egal ob Islam, Christentum, Links, Rechts oben oder unten. Dieses Religionsbashing dient nur als Ablenkung von den eigenen Verbrechen.

      • @Pawelko:

        Ja klar, wer erinnert sich nicht an die Bomberstaffeln der Kreuzritter. Aber wer die Bennung von Fakten als "Bashing" zu framen versucht, ist eh nicht nur einmal falsch abgebogen. Hitchens lesen, da werden Sie geholfen.

      • @Pawelko:

        Interessant. Haben sie auch ne Zahl, die die Bevölkerungsgrößen des 13. mit denen des 20. Jhds vergleicht? Und wie viele Menschen hat eigentlich der Kapitalismus getötet?

  • Gehen wir mal davon aus, dass Trump auch religiös ignorant ist, dass Netanyahu nur an sich selbst, den ewigen Krieg und die Ideologiebrocken seines Vaters glaubt.



    Aber daneben und darunter gibt es andere, wo tatsächlich ein Revolutionsgardist als nüchterner Politiker durchginge.

    Wohlgemerkt: eine christliche, jüdische, pastafari, ... Prägung kann bei politischem Engagement zum hilfreichen Wertefundament und/oder Widerstand gegen Machtpolitik führen oder zum destruktiven Eifertum.



    Wir sollten aber die bedenklichen Sprüche von Armageddon (US) und Amalek (Netanyahu) bitter ernst nehmen - sie wollen nicht nur militärischen Konflikt, sondern pseudoreligiös motivierte Auslöschung des Gegenüber. Das toppt die Mullah-Sprüche, nebenbei.

  • "Den Krieg interpretieren sie anhand der biblischen Geschichte von Gog und Magog (im Buch Hesekiel sowie in der Offenbarung des Johannes) als Teil eines vorherbestimmten, endzeitlichen Kampfes zwischen Gut und Böse"



    Die Geschichte d. Menschheit u. der Kriege mit Ursachen in gewalttätigen christlichen Gesellschaften und derangierten Ökonomien spricht empirisch dagegen, dass die zitierten Stellen tatsächlich eine derart herausragende Bedeutung für die Motivation zum Kriegseintritt hätten.



    Zu Helmut Schmidt



    "Es gibt einen Fernsehauftritt gemeinsam mit Jacques Chirac. Die beiden reden buchstäblich über Gott und die Welt, unter anderem auch über ihre Stellung zur Religion. Der Franzose bekennt ohne Schwierigkeiten, dass er ein gläubiger Katholik ist. Helmut Schmidt – genauso ehrlich – bekennt sich als Atheisten. Wie Helmut fragt Jacques Chirac: „Kann ich dir erklären: 1941, an der Ostfront, am Nachmittag, kommt der Militärgeistliche und erläutert, dass auch dieser Krieg in den Händen Gottes liegt. Eine Nacht lang hat mich das beruhigt. Am anderen Morgen wusste ich: Er hat Unrecht.“



    Bei pressenza.com



    Wem nützen Kriege? Die Antwort kommt auch aus der Ökonomie, nicht verwunderlich...

    • @Martin Rees:

      "Die Antwort kommt auch aus der Ökonomie, nicht verwunderlich..."

      Die Ökonomie sucht nach Antworten auf diese äußerst unangenehme Frage ('die da oben' ist erwiesenermaßen falsch), hat allerdings Kriege nicht erfunden.