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Tödliche Folgen von Verkehrspolitik Im Zweifel für das Auto

Marie Frank

Kommentar von

Marie Frank

Die Zahl der verletzten und getöteten Kinder im Straßenverkehr steigt. Kein Wunder bei der vorherrschenden menschenverachtenden Auto-Ideologie.

D ie Prioritäten der CDU sind klar gesetzt: im Zweifel für das Auto. Zur Not werden dafür nicht nur Menschenleben, sondern gleich die ganze Zukunft von Mensch und Natur aufs Spiel gesetzt. Das zeigt sich sowohl bei der Frage Menschenleben versus Wirtschaftsverkehr als auch bei jener nach Klimaschutz versus Wirtschaftsverkehr.

So ist laut Statistischem Bundesamt die Zahl der Kinder unter 15 Jahren, die im Straßenverkehr getötet oder verletzt wurden, im vergangenen Jahr um 7 Prozent auf 29.270 gestiegen. Ein Großteil der Kinder war mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem E-Scooter unterwegs, meist auf dem Schulweg.

Im Schnitt dreimal pro Stunde wird also auf Deutschlands Straßen ein Kind getötet oder verletzt, mehrheitlich durch Autos. Obwohl nachgewiesen ist, dass die Einführung von Tempo 30 innerorts die Zahl der Verkehrstoten und Unfallverletzten um bis zu 30 bis 40 Prozent verringern kann, weigert sich die CDU strikt, diese einfache lebensrettende Maßnahme umzusetzen.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

Warum? Weil fließender Wirtschaftsverkehr wichtig, Auto gleich Freiheit und lebensrettendes Tempolimit gleich „Ideologie“ ist. Was für eine menschenverachtende Ideologie dahintersteckt, dass man ungehindert dahinbretternde (Verbrenner-)Autos wichtiger findet als Menschenleben, sei mal dahingestellt.

Dabei zeigen Studien, dass Tempo 30 neben dem Lärmschutz, der Luftreinhaltung und der Verkehrssicherheit noch einen weiteren Vorteil bietet: einen flüssigeren Verkehrsfluss als beim abrupten Wechselspiel aus Tempo 50 und Abgebremse. Doch derlei Argumente interessieren die CDU wenig, es geht ihr um Kapitalinteressen und nicht um Solidarität. Und Autos verkaufen sich nun einmal besser mit einem Freiheits- als mit einem Ökologieversprechen.

Kapital statt Klima

Dass kurzfristige Kapitalinteressen wichtiger sind als Klimaschutz, zeigt sich auch im Zuge des Niedrigwassers und der damit einhergehenden eingeschränkten Binnenschifffahrt. Statt die Güter auf die Schiene zu bringen und die Schieneninfrastruktur zu stärken, um Engpässe künftig besser aufzufangen, sprach sich der neue CDU-Verkehrsminister Steffen Bilger dafür aus, die Lkw-Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen auszusetzen. Was die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und das Saarland auch prompt taten.

Dass man damit „Feuer mit Benzin“ bekämpft, wie Linke-Chef Luigi Pantisano zu Recht kritisiert – geschenkt. Dass die CDU mit ihrer – nicht vorhandenen – Klimapolitik und ihrem Verbrenner-Fetisch selbst dazu beigetragen hat, dass die Flüsse infolge der Klimakrise überhaupt so niedrig sind – egal. Statt die Prioritäten zu verschieben und die Verkehrswende voranzutreiben, werden künftig einfach noch ein paar Flussbetten ausgebaggert, was soll schon passieren. Spoiler: nichts Gutes.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Marie Frank

Marie Frank Redakteurin

Redakteurin bei der taz mit Schwerpunkt soziale Bewegungen, Migration, Klassenkampf und soziale Gerechtigkeit. Hat politische Theorie studiert, ist aber mehr an der Praxis interessiert.
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96 Kommentare

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  • Alex_der_Wunderer

    Da sehr viele in Unfälle verwickelte Fahrer oftmals junge , noch für ihr Lebensalter typische unreife Verhalten vorweisen, meist Männer ab 17 Jahren bis zum Alter von 24 Jahre sind, oder sogar die Unfallversucher, sollte auf die uns bekannten unterschiedlichen Reife Prozesse von Heranwachsenen zwischen Jungen und Mädchen bei der Erteilung der Fahrerlaubnis unbedingt in Zukunft Berücksichtigung von unseren verantwortlichen Politikern finden.



    Würde in der Konsequenz bedeuten, Mädchen aufgrund ihrer physischen und psychischen, geistigen Reife weiterhin eine Fahrerlaubnis ab 17 mit Begleitung zu genehmigen und männlichen Mitbürgern ab dem Lebensalter von ca. den 20 / 22 Lebensjahr, nach Ablehgung eines entsprechenden Reifetest - an anzudenken.



    Wenn so Menschenleben in Zukunft bewahrt werden können, eine doch sehr feine und sinnvolle Überlegung. Wir werden zeitnah eine Petition hierzu, auch hier veröffentlichen.

  • David Lejdar

    Ich bin allgemein für Modernisierung der Straßenverkehrskonzepte, mit auch Dingen wie wenn Baustelle im Wohngebiet, dass Rücksicht insbesondere zu Zeiten genommen, wenn Kinder unterwegs zur Schule, was bei manchen Schulen Hunderte an Kindern die auf dem Weg dorthin. Und generell, der meiste Pendelverkehr sind eine Entfernung, die man auch mit eDreirad-Auto fahren kann, welche viel leichter sind, und somit weniger Schaden anrichten, sowie weniger Energie benötigen.

    Und ich sehe kein Recht, Straßen mit SUV vollzustopfen, mit dazu auch viel Abwärme der Verbrenner (zwei Drittel vom Kraftstoff ist direkt Abwärme, und nur Drittel für die Bewegung, wo noch Abwärme der Reifen) - lies, je größere Karren nur um mal von A nach B zu kommen, desto mehr Abwärme, die die Tonnen an Fahrzeug da so haben, um den einen Hintern zu befördern. Und was dazu Ausländer aus Deutschland in preußischem Berlin sagen, eigentlich ziemlich egal. :)

  • derzwerg

    Ganz viele Andyscheuerfans lesen die taz. Die Diskussion hier im Forum bestätigt alles, aber auch wirklich alles, was die Autorin beschreibt.

  • Vorstadt-Strizzi

    Schade, Frau Frank, dass ihr Artikel über das übliche Manöver nicht hinausgeht.



    Anstatt bei der Kindermobilität zu bleiben, (Was brauchen wir, damit Kinder sicher UND selbstständig den Schulweg meistern können? Wie kann so etwas aussehen?) wird sofort das AUTO diskutiert. Ein anderes Thema darf es nicht geben. Dass man mit dem Thema Auto eine Mehrheit emotional triggert und gegen sich (und gegen die Kinder, um die man sich angeblich sorgt) mobilisiert, das ist eingepreist. Clickbait.

    In Dänemark und Niederlande.

    "Zuerst haben wir die Schulen mit kindersicheren Radwegen miteinander verbunden." (Kopenhagen)

    "Ganz wichtig: NIE, hören Sie, NIE gegen das Auto mobilisieren. Immer die Vorteile der Verkehrswende für Autofahrer in den Vordergrund stellen!" (Niederlande)

    Die reverse Mobilisierung (wie im Artikel oben zugunsten des Auto) ist seit mind 4000 Jahren bekannt. In der Herkules-Sage (Sagen sind immer auch Lehrstücke) muss der Held gegen den Riesen und Wegelagerer Antaios kämpfen (Ähnlichkeit zufällig). Immer wenn A. den Boden berührt, wird er noch stärker als vorher.



    H. muss sich etwas einfallen lassen. Er will aber auch nicht, dass A. immer stärker wird.

  • Ricky-13

    Während 2024 "nur" 2770 Menschen in Deutschland im Straßenverkehr ums Leben kamen, waren es im vergangenen Jahr schon 2832. Acht Menschen sterben im Schnitt pro Tag in diesem Land im Straßenverkehr.

    *Seit dem Jahr 1950 sind auf deutschen Straßen weit über 780.000 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen und davon haben ca. 40.000 Kinder (unter 15 Jahren) ihr Leben verloren* [Statistisches Bundesamt]

    Das Auto als "Kulturgut" ist in den Städten halt wichtiger als Menschenleben, deshalb wird die Einführung von Tempo 30 in Ortschaften mit der CDU/CSU auch nie kommen. Der Begriff "Kulturgut Auto" beschreibt die Idiotie des Kraftfahrzeugs als schützenswertes historisches und technisches Erbe auch sehr gut, denn 2007 hat der Deutsche Bundestag Oldtimer sogar offiziell als schützenswertes Kulturgut anerkannt. Das ist 🤪.

    Tempo-30-Zonen haben laut internationaler und nationaler Unfallforschung messbare und teils drastische Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit – insbesondere für Kinder. Aber wie die taz richtig schreibt: "... es geht um Kapitalinteressen und nicht um Solidarität. Und Autos verkaufen sich nun einmal besser mit einem Freiheits- als mit einem Ökologieversprechen."

  • nepp

    "Zur Not werden dafür nicht nur Menschenleben, sondern gleich die ganze Zukunft von Mensch und Natur aufs Spiel gesetzt."



    Ist schon ein bisschen dick aufgetragen und läßt außer Acht, dass es auch Gebiete in Deutschland gibt wo man mit den Öffis nicht weit kommt.

    "...mit dem E-Scooter unterwegs..."



    Sollten Kinder mit dem E-Scooter (auf dem Schulweg) unterwegs sein? Laufen oder Radfahren sind sich die bessere Alternative. In manchen Städten muss man sich (Vorsicht Ironie! ) schon fast zwischen den Scootern auf der Straße durchschlängeln. Dass das auch zu mehr Unfällen führt ist verständlich.

    Tempo 30 und 130 stimme ich zu. Besonders die 130 wären wohl für viele ein Erleichterung da die Anzahl der Drängler auf Dauer abnehmen würde.



    Auch sollte meiner Meinung nach auch jedes E-Scooter ein Schild haben und das halten an die Verkehrsordnung zu erleichtern.

  • hedele

    Die PKW sind in den letzten Jahren tatsächlich immer breiter und höher geworden, nicht nur SUV.



    Dadurch werden Sichtachsen genommen, und die Verletzungen für Fußgänger werden gefährlicher: War früher der Oberschenkel gebrochen und die Schulter ausgerenkt, ist es jetzt ein Beckenbruch mit Kopfverletzungen. Gleichzeitig werden die von beiden Seiten zugeparkten Straßen durch in die Breite gegangene "Kleinwagen" für Radfahrer und Fußgänger immer enger; immer öfter muss man auf die Fahrbahn oder den Gegenverkehr ausweichen und setzt sich damit zusätzlichen Gefahren aus.



    Ich finde, die Kfz-Steuer sollte, denn das verbraucht teuren Stadtraum, stärker an das Raumvolumen von Fahrzeugen anknüpfen als an deren Hubraum.

  • Vorstadt-Strizzi

    Und ja, ich bekenne: Ich habe damals den ADFC mitfinanziert, mit einer "Familienmitgliedschaft".

    Man muss die Zahlen der verletzten und getöteten Kinder in Relation setzen.



    Es sind nur noch wenige sebstständig unterwegs. Parallel zu Übergewicht und Adipositas steigen die Durchfallquoten bei dem obligatorischen "Fahrradführerschein" im 4. Schuljahr rasant, besonders in größeren Städten. 30, 40, 50 % Durchfaller sind keine Seltenheit mehr.

    Aber schön, dass den MAMILs des ADFC jetzt keine Radwege mit "lahmen Schnecken" mehr im Wege sind und sie jetzt vermehrt ihren ("mehr als 30 Digga!") Schnitt ihrem Publikum auf STRAVA präsentieren können.

    Prioritäten, so wichtig.

    • Francesco

      @Vorstadt-Strizzi:

      Wovon sprechen Sie? Was hat das mit dem Artikel zu tu

      • Vorstadt-Strizzi

        @Francesco:

        ???



        Siehe 1. Satz des Artikels:



        "Die Zahl der verletzten und getöteten Kinder im Straßenverkehr steigt."

        Das liegt nur mittelbar an Kfz. Auch wenn "Auto" ein gern genommenes Clickbait-Thema ist.

        Ursächlich ist vielmehr die Verlegung des Radverkehrs auf die Fahrbahn ('Mordstreifen', 'Todesweichen', etc). Eine gemeinsame Aktion von Kfz-Industrie-Lobby und ADFC.

        Hier passen sehr viele Erwachsene ("Ich bin immer gern Rad gefahren, aber jetzt traue ich mich nicht mehr.")



        Für Kinder gleich gar nicht mehr zu händeln.

        Die TU Berlin hat RIM ("Todesweichen") untersucht.



        (Anstieg der Unfälle mit Schwerverletzten um 40%!)

        Kapitel 4.3 ‘Verkehrsverhaltens- und Konfliktanalyse‘, dort 4.3.2 ‘Alter und Geschlecht der betroffenen Radfahrenden‘:

        "In Konflikte involvierte Radfahrende sind zu 99 % der Altersgruppe der Erwachsenen zuzuordnen. Rad fahrende Jugendliche waren mit deutlich unter einem Prozent ebenso selten in Konflikte involviert, wie Senioren auf dem Rad. Der geringe Anteil beider Altersgruppen im Rahmen der Konfliktanalyse kann dabei auch durch die geringe Zahl der RiM-nutzenden Radfahrenden in diesen Altersgruppen erklärt werden."

        Vergrämung.

        • Francesco

          @Vorstadt-Strizzi:

          Wie an anderer Stelle gesagt: Radfahrer mussten schon immer auf der Fahrbahn fahren, wenn es keinen Radweg gab. Und eine große Zahl insbesondere auch tödlicher Unfälle passiert an Kreuzungen, wo hinter parkenden Autos geführte Radwege die Querstraßen queren.

  • Vorstadt-Strizzi

    Dass Kindern, bei Körperstrafen bis hin zum Tod, die für ihre körperliche und kognitive Entwicklung, für ihre Ausbildungs- und Lebenschancen, für ihr aktuelles Lebensglück so sehr notwendigen Mobilitätsräume (z. B. sichere Schulwege) vorenthalten werden, das ist parteiübergreifend.



    Die Konditionierung darauf, auch kurze Wege mit dem Kfz zurückzulegen, scheint allen Parteien wichtiger zu sein.

    Ein Knack- und Wendepunkt war die "Fahrradnovelle" 1997. Seitdem müssen Radfahrende auf der Fahrbahn fahren (§ 2 StVO).



    Ausnahmen sind eng umgrenzt. " weil auch ein aufmerksamer Verkehrsteilnehmer die Gefahr nicht oder nicht rechtzeitig erkennen kann" (§ 45/9 StVO). Kinder zählen nicht.

    Mit dieser Änderung gibt es jetzt Fahrradinfrastruktur, nämlich die Fahrbahn. Die Haushaltsgesetze lassen doppelte Infrastruktur nicht zu. Fahrradwege-Bauverbot, bis auf die Ausnahmen Schutzstreifen (Moordstrokjes auf flämisch), Radführungen in Mittellage ("Todesweichen") und Co.

    Verantwortlich: Der damalige Verkehrsminister und spätere Vorsitzende Verband der Automobilind. Wissmann gemeinsam mit dem ... ADFC ("Ab auf die Fahrbahn"). Der 30er-Schnitt für MAMILs (Middle Aged Men In Lycra), you know.

    • PartyChampignons

      @Vorstadt-Strizzi:

      Ich weiß ja nicht wo sie leben, aber bei mir in der Stadt sind die Gehwege oft viel schmaler als die Straßen, abgesehen von etlichen Schildern, Laternen und der Gefahr Menschen umzufahren, die aus ihrer Haustüre kommen, es macht also überhaupt keinen Sinn den Fahrradverkehr auf die Gehwege zu verlagern. Baulich ist es aber auch nicht möglich zusätzliche Radwege anzulegen, alleine aus platztechnischen Gründen, es geht also überhaupt garnicht anders, als den Radverkehr mit auf die Straße zu nehmen. Auf dem Dorf mag das anders aussehen, aber da ist die Gefahr durch den Verkehr im allgemeinen auch nicht so hoch. Da muss auch keine STVO geändert werden oder der ADFC als Sündenbock ausgemacht werden, die Autofahrer müssen für den Radverkehr auf der Straße senibilisiert werden und mehr Rücksicht nehmen und bei nicht Einhaltung entsprechend bestraft werden, ganz einfach. Ich denke sie trauen unseren Kindern auch ein bisschen zu wenig zu. Wenn die das vernünftig beigebracht bekommen können Kinder unglaublich viel. Wenn aber ängstliche Eltern ihre Kinder garnicht mehr aufs Rad lassen, weil sie sich selber nicht trauen, dann ist klar dass die nichts mehr können.

    • Francesco

      @Vorstadt-Strizzi:

      »Ein Knack- und Wendepunkt war die "Fahrradnovelle" 1997. Seitdem müssen Radfahrende auf der Fahrbahn fahren (§ 2 StVO).«



      Radfahrer müssen schon immer auf der Fahrbahn fahren, wenn es keinen Radweg gibt.

    • Francesco

      @Vorstadt-Strizzi:

      Es ist überhaupt kein Problem, Gehwege für Radfahrer freizugeben. Dann kann, wer sich sicher fühlt und schnell vorankommen möchte, auf der Fahrbahn fahren, der, dem das zu unsicher ist, fährt auf dem Gehweg.

      • FriedrichHecker

        @Francesco:

        Auf dass Radfahrer, die sich nicht sicher fühlen - und teilweise auch ihr Fahrzeug nicht sicher beherrschen - auf dem GEHweg die Fußgänger gefährden... ?

    • Janix

      @Vorstadt-Strizzi:

      Ihnen ist bekannt, dass Kinder zunächst den Fußweg nutzen, soweit vorhanden.



      Fahrbahn geht, und es gab entsprechende Studien. Dann muss der deutsche Bleifuss aber auch mal auf 30 oder langsamer getriezt werden. 1,50m Überhol-Abstand heißt ansonsten zumeist, hinterher zu fahren.

      • Vorstadt-Strizzi

        @Janix:

        Guckst du StVO. Ab 10 Jahren MÜSSEN Kinder auf die Fahrbahn.



        Zu Fahrbahnverkehr sind sie entwicklungsbedingt (motorische/sensorische Entwicklung, sensomotorische Integration) frühestens mit 14 J in der Lage.

        • Francesco

          @Vorstadt-Strizzi:

          Das würde ich stark bezweifeln.

          • Vorstadt-Strizzi

            @Francesco:

            Prof Dr Maria Limbourg, Uni Essen ist die grösste Autorität in Sachen Verkehrssicherheit von Kindern und Jugendlichen.

            Auszug aus ihrem Vortrag beim Verkehrsgerichtstag Goslar 1997:

            “Kinder als Radfahrer:

            Zwischen 8 und 14 Jahren entwickeln sich die erforderlichen Fertigkeiten, und es kommt zu einer Verbesserung des Radfahrverhaltens. Mit ca. 14 Jahren sind die Fähigkeiten zum sicheren Radfahren vollständig entwickelt.

            Durch geeignete Trainingsprogramme läßt sich die Verkehrssicherheit von Kindern als Fußgänger und Radfahrer erhöhen, es bleibt aber immer ein beachtliches Restrisiko, da sich auch „trainierte” Kinder hin und wieder ablenken lassen, um dann (doch) ohne sich umzusehen plötzlich auf die Fahrbahn zu laufen oder unerwartet mit ihrem Fahrrad auf der Fahrbahn „aufzutauchen” (vgl. LIMBOURG, 1995). Der „Ablenkbarkeit” kommt in Zusammenhang mit kindlichen Verkehrsunfällen eine große Bedeutung zu. Kinder können zwar „einsichtig” sein, aber nur dann, wenn sie die gefährliche Situation auch beachten, d.h. wenn sie ihre Aufmerksamkeit auf diese Situation richten. Und diese Fähigkeit ist erst mit ca 14 Jahren vollständig entwickelt."

            • Vorstadt-Strizzi

              @Vorstadt-Strizzi:

              Nachtrag:



              Die Verkehrserzieher:innen bei der Polizei sprechen seit ca 20 Jahren davon, dass sich die körperlichen Fähigkeiten und damit auch die Fahrradfahr-Fertigkeiten der Kinder von Jahr zu Jahr dramatisch verschlechtern.



              Die o. a. Altersgrenze verschiebt sich nach hinten.

        • Janix

          @Vorstadt-Strizzi:

          Wie habe ich das als 7+jähriger auf dem Rad eigentlich überlebt?



          Der ADFC schlägt Fahrweg nur dann vor, wenn es Tempo 30 oder langsamer wäre.



          Sonst ist der Radweg auf dem Fahrweg zu markieren und von Autoverkehr freizuhalten.



          Und sonst muss sich der Autoverkehr anpassen, nicht die Kinder.

          Ich schätze die Radweggestaltung im niederländischen Oostzaan (Sie finden es): Die Fahrbahn ist verschwenkt zum Abbremsen und die Radwege nehmen teils die _ganze Straße ein, um den Punkt zu machen, wer Vorrang hat. Und es funktioniert.

  • Todesfister

    Am schnellsten steigen Selbstunfälle auf e bikes,Rollern und Trottinett.....



    Aber das Auto ist schuld

  • Land of plenty

    Die neue Friedensbewegung:



    Öffentlich-rechtliche Sammeltaxis statt private PKWs!



    elektrische 5-, 7-, 9sitzer, gefahren von Menschen, der Mobilitätsbedarf wird in Echtzeit über Server ermittelt.



    Finanziert über monatliche Gebühren gestaffelt nach Einkommen.



    Benutzen Sie ihre Privat PKWs bitte nur auf ihrem Privatgrundstück.

    • Janix

      @Land of plenty:

      Es ist ohnehin eine dreiste Selbstbedienung am öffentlichen Raum, da einfach dermaßen breit parken zu dürfen.

      Die schlichte Version Ihres Vorschlags sind Dolmusse oder wie sie jeweils heißen. Autos, mit denen man für einen Spottpreis und sehr kuschelig zusammen in die Stadt fährt

  • Pico

    Richtig. Leider. Wir bzw. die Politik ist gefangen in der grenzenlosen Freiheit der Mobilität. Egal ob Verbrenner oder Stromer. Keiner ist besser. Auch wenn derzeit die Stromer regelrecht gepusht werden. Am Ende werden auch die zur Kasse gebeten werden. Denn die fehlenden Milliarden aus der Mineralölsteuer muss ja jemand aufbringen. Es werden jene sein, die man mit Prämien ködert. Gute Dealer ködern immer ...

  • Troll Eulenspiegel

    Viel zu viele Autobefürworter haben hier wieder was zu sagen. Kein Wunder, dass sich nichts ändern wird.

    • Zippism

      @Troll Eulenspiegel:

      Wer nicht die gewünschte Meinung zum Auto vertritt, ist offenbar schon mal Teil des Problems.

      Argumente braucht es dann auch gar nicht mehr. Es genügt, die Andersdenkenden als „Autobefürworter“ zu etikettieren, ihnen die moralische Schulnote 6 zu verpassen und anschließend stolz festzustellen, dass „sich nichts ändert“.

      Vielleicht liegt das Problem ja weniger am Auto als an der bemerkenswerten Fähigkeit, jeden Menschen, der anderer Meinung ist, für dumm, rückständig oder egoistisch zu erklären. Aber keine Sorge: Wenn nur noch die Richtigen zu Wort kommen, wird die Verkehrswende bestimmt ganz schnell demokratisch überzeugend.

    • Hans Dampf

      @Troll Eulenspiegel:

      Sie leben ganz offensichtlich in einer Stadt, in der es einen guten ÖPNV gibt und wo Samstag/Sonntag auch um 22 Uhr noch ein Bus fährt. Sie haben kein 4km zum nächsten Kaufladen oder zur Schule, keine 10km zum Arbeitsplatz. Ihr Arzt ist um die Ecke, das KH vermutlich auch.



      Anders kann ich mir ihre pauschale Autoaversion nicht erklären. Auf dem Land geht es nicht ohne Auto.

    • Todesfister

      @Troll Eulenspiegel:

      Die Wirtschaft ist darauf angewiesen dass meine Branche Autos hat, sonst gibts bis in 12 Monaten grössere probleme als unseren ausstoss

    • Wayko

      @Troll Eulenspiegel:

      Jeder der so eine Aussage trifft, muss sein Auto verkaufen und sollte zusätzlich in eine Stadtziehen wo es kein ausreichenden ÖPVN gib.



      Wenn man kein Auto hat bzw. so wohnt/arbeitet/lebt, dass man keines braucht darf niemanden das Auto wegreden wenn er darauf angewiesen ist.



      Ansonsten ist es nur ein "Ich brauch keines und DU sollst keines haben, mir doch egal warum du eines hast."

  • shitstormcowboy

    Ja, ja, ja, aber - letztendlich sind wir es, die die riesigen dicken Autos kaufen. Wir sind es, die auf der Autobahn rücksichtslose Manöver fabrizieren, die sich an keine Geschwindigkeitsbegrenzung halten, waghalsige Überholmanöver hinlegen und und und, und natürlich die Neoliberalen wählen, die das ganze noch fördern.

    • Opossum

      @shitstormcowboy:

      ich nicht

    • Sybille Bergi

      @shitstormcowboy:

      Die ganze Diskussion um den Invidivualverkehr ist eine komplette Farce. Grade mal 20 % kommen aus dem Straßenverkehr. Viel wichtigere Stellschrauben sind Industrie und Landwirtschaft.

      • Altbayer

        @Sybille Bergi:

        Mich wundert immer warum niemand aus der Landwirtschaft wieder sein Pferd vor den Pflug spannen will, anstatt den 500.000 € Steyr oder Fendt zu kaufen!

  • Chris McZott

    Eine ziemlich aggressive und verständnislose Rhetorik wie ich finde. Die gewagte Interpretation der Zahlen wurde hier schon von anderen Kommentatoren kritisiert.



    Aber auch die "kurzfristigen Kapitalinteressen" als Ursache zu nennen, ist doch sehr einseitig. Sehr viele Menschen haben nunmal rationale(!) Bedürfnisse, die das Auto am besten befriedigt - Mobilität, Sicherheit im Alltag, Teilhabe etc.. Wer das nicht einsieht, hat den Kontakt zu den Menschen schon verloren.

    "Statt die Güter auf die Schiene zu bringen und die Schieneninfrastruktur zu stärken" - Es geht um das akute Niedrigwasser. Dessen Folgen werden Sie nicht mit Investitionen in den Güterverkehr beseitigen, deren Effekt sich vielleicht in 5 Jahren zeigt. Übrigens brauchen Sie 100 Wagons um nur ein einziges Frachschiff zu ersetzen....

    • Besorgte_Bürger

      @Chris McZott:

      Führt ihr diese Strohmannargumente eigentlich absichtlich an oder ist es eure Leselompetenz? Habt ihr alle den Artikel nicht gelesen oder warum wird hier argumentiert, als wolle man Leuten das Auto wegnehmen? Auch mit Tempo 30, wie im Artikel vorgeschlagen, ist man mobil. Nur nicht mehr ganz so tödlich. Aber das scheint ja nicht so wichtig zu sein.

    • Achsachbloß

      @Chris McZott:

      Und wieviele LKW brauchen Sie, um ein Frachtschiff zu ersetzen?

      • Chris McZott

        @Achsachbloß:

        Die werden nicht von der Deutschen Bahn organisiert...

  • Duplozug

    Also es tut mir leid aber das hinkt gewaltig.



    Das wäre als würde man behaupten es ertrinken mehr Menschen im Sommer weil es mehr Jet Skis gibt. Und nicht, es ertrinken mehr Menschen weil mehr Leute bei Hitze unachtsam in gefährliche Gewässer springen und allgemein weniger Menschen gute Schwimmer sind und sich massiv selbst überschätzen.

    Man kann finde ich diesen direkten Zusammenhang überhaupt nicht treffen.



    Gerade Roller, e Roller und die Fahrzeuge sind Todesfallen. Und das Problem ist eher, dass die Menschen heute viel früher die Kinder das im Straßenverkehr zulassen. Und wenn das Kind noch überhaupt nicht hört und einfach über die Straße brettert hat das in erster Linie nix von einer kinderfeindlichen Autoideologie.



    Sondern der hat mehr mit der Verantwortungslosigkeit und Überforderung der Eltern zu tun. Woher ich das weiß? Ich sehe das jeden Tag wenn ich zum Kindergarten fahre. Und die Antwort ist, ja klar kann jeder 2jährige mit dem Laufrad allein fahren. Ist doch nix dabei. Oh, da ist ein Schmetterling und schon dreht er auf die Straße.



    Und warum tun das die Eltern? Weil Nachbars Kinder das schon dürfen, also warum darf ich nicht?

    • Arafna

      @Duplozug:

      "Woher ich das weiß? Ich sehe das jeden Tag wenn ich zum Kindergarten fahre."

      Ein herrliches Beispiel, um die eigene Verantwortung auf genau diejenigen abzuwälzen, die sich am wenigsten wehren können. Zum Kindergarten fährt man nicht. Da geht man zu Fuß hin.

      Sie sitzen sicher geschützt inmitten von tonnenschweren Blech und kurven damit in Wohngebieten rum. Damit sind Sie völlig allein in der Verantwortung, Schäden an Ihren Mitmenschen zu vermeiden. Sie haben so zu fahren, dass sie ein Kind, das einem Schmetterling hinterher jagt, niemals, wirklich niemals in Gefahr bringen.

      • PeWi

        @Arafna:

        Und Ihr Kommentar ist ein "herrliches Beispiel" dafür, wie man seine Mitmenschen aus ideologischen Gründen missverstehen will.

        @ Arafna und Oleg Fedotov haben nur darauf hingewiesen, dass das immer mehr zu beobachtende Desinteresse der auf ihre Smartphones glotzenden Eltern auch ein Grund für die steigenden Unfallzahlen sein dürfte. Oder der mangelnde Wille, einem Kind etwas, was zu gefährlich ist, zu verbieten. Ich hätte als Grundschüler auch mit meinem Tretroller zur Schule fahren können. Aber meine Eltern hätten es mir verboten, wenn ich gefragt (!) hätte, und damit wäre das Thema erledigt gewesen.

        Meine Mutter ist mit mir vor meinem ersten Schultag den Schulweg abgegangen und hat mir erklärt, worauf ich zu achten habe. Das könnte man auch heute machen und hat mit Reife und Verantwortung zu tun, aber nicht mit der Größe des Autos.

        Ich "kurve" mit meinem Caddy auch mal durch ein Wohngebiet. Aber nicht mit zuckendem Fuß auf dem Gaspedal und mit blutunterlaufenden Augen darauf lauernd, Kinder oder andere Fußgänger auf die Hörner nehmen zu können, sondern, weil ich dort jemand besuchen, oder schlicht durchfahren will.

    • Oleg Fedotov

      @Duplozug:

      Hinzu kommt noch eine immer mehr zunehmende Unaufmerksamkeit. Auch bei uns in der Stadt fahren schon zwei- oder dreijährige mit Laufrad oder erstem Puky-Fahrrad zur Kita. Begleitet in der Regel von den (jungen) Müttern. Und fast keine von denen hat die Kinder wirklich im Blick. Selbst dann blicken gefühlt fast 90% nur auf ihr Smartphone. Dann ist die Reaktionszeit, wenn das Kind wirklich auf die Straße rollt, natürlich erheblich länger (wenn das überhaupt registriert wird).

    • mwanamke

      @Duplozug:

      Ich fürchte, ich müsste jetzt die Netiquette verletzen, wenn ich Ihnen sage, wie ich Ihren Beitrag finde. Zu aller erst schon mal der Vergleich von Schulkindern mit Jet Ski Fahrenden. Erst mal: Schulkinder sind nicht in Urlaub und suchen sich ein gefährliches Freizeitvergnügen aus, sondern müssen täglich den Weg zur Schule meistern. Aber was soll ich sagen: es ist wohl klar, dass Sie jeden Tag mit dem Auto (SUV?) zum Kindergarten fahren.



      "Obwohl nachgewiesen ist, dass die Einführung von Tempo 30 innerorts die Zahl der Verkehrstoten und Unfallverletzten um bis zu 30 bis 40 Prozent verringern kann" - das Argument geht Ihnen doch a.... A.... vorbei. Hauptsache Auto, alles klar.

      • Duplozug

        @mwanamke:

        Sie missverstehen mich absichtlich.



        1. Hab ich das nicht gleichgesetzt, aber der Vergleich ist einfach falsch.



        2. Ich fahre nicht mit dem SUV zur Kita sondern mit dem Kinderwagen.



        Aber netter Vergleich.



        Ich habe finde 30ger Zonen gibt es bei uns mehr als genug.. Gerade wo Schulen und Kindergärten sind. Aber dort passiert sowas auch nicht so oft.

        Hier wird Ursache und Wirkung einfach vertauscht um einen Punkt zu machen. Und damit fliegt man halt auf die Nase.

      • Wayko

        @mwanamke:

        "Obwohl nachgewiesen ist, dass die Einführung von Tempo 30 innerorts die Zahl der Verkehrstoten und Unfallverletzten um bis zu 30 bis 40 Prozent verringern kann"

        Man kann immer sagen, "Er Ignoriert mein Argument, dementsprechend ist es ihm egal und er mag das Auto...."



        Man kann auch sagen, weil seit 2021 die Anzahl E-Scooter Unfälle sich verdreifacht haben "Wir müssen die E-Scooter abschaffen, weil 16.500 Personenschäden 2025 echt zu viel sind + davon waren 50% jünger als 24." und nun müssen wir die E-Scooter abschaffen...



        www.tagesschau.de/...stik-2025-100.html

        Das undifferenzierte pochen auf Geschwindigkeitsbegrenzungen ohne alles zu betrachten, führt zu einer Blockadehaltung bei den Menschen und mach auch sein eigenes Argument nicht stärker... und führt am Ende zu solchen Aussagen wie es die AFD macht mit "Die wollen uns unsere Bratwurst wegnehmen."

  • Reinero66

    Die Todes zahlen im Straßenverkehr sind rapide herab gegangen 1972 auf dem Höhepunkt habt es 22000 Verkehrstote. Heute sind wir bei 2800, sie lagen bis vor knapp 10 Jahren niedriger. Die Steigerung ist auf 2 Fahrzeuge zurück zu führen, E-Fahrräder, die einen Personenkreis zurück in den Verkehr gebracht hat und Personen ohne Verkehrserziehung Kinder und Jugendliche (ca.400 Verkehrstote, die es vorher nicht gab) sowie E-Roller, die zum Teil zu zweit ohne Helme genutzt werden. (Alle Daten Destatis).



    Die Bahn als Alternative - sie wäre schon gnadenlos überfordert, wenn sie nur 5% mehr Güterverkehr aufnehmen müsste. Die Ankündigung einer Strecke in meiner Wohngegend hat sofort dafür gesorgt, dass in jedem Ort, der nur in Verdacht stand, dass dort die Strecke lang gehen sollte eine Bürgerinitiative dagegen gegründet wurde. Initiatoren fast immer NABU und Bund.

    • Tobias Eckert

      @Reinero66:

      Hin und wieder sieht man auch schon mal 3 Leute auf EINEM E-Roller...!😅🙄

    • Stefan L.

      @Reinero66:

      " 1972 auf dem Höhepunkt habt es 22000 Verkehrstote. Heute sind wir bei 2800"



      Richtig Reinero66, und heute haben wir zusätzlich noch doppelt so viele Autos wie in 1972.

      • Mondschaf26

        @Stefan L.:

        Und die Zahlen betreffen die „alte" BRD.



        Ja, die Einführung und Verbesserung passiver Sicherheitssysteme in KFZ hat die Zahlen der Verkehrstoten gewaltig reduziert.



        Gibt es auch Statistiken über die Zahl von Schwerverletzten - damals und heute?

    • mwanamke

      @Reinero66:

      Und wem haben wir jetzt den desaströsen Zustand der Bahn zu verdanken?

      • Reinero66

        @mwanamke:

        Stilllegungen und fehlende Flexibilität im Transport.



        Die DB selbst transportiert 50 % ihrer Güter mit dem LKW.



        Auch eine große Anzahl von Umweltschutzgruppen hat bei uns gegen den Erhalt des Schienennetzes demonstriert einer Erweiterung ist bis heute undenkbar- Gründe: zu laut, zu dreckig, störend, Bauarbeiten, etc.

      • DerLurch

        @mwanamke:

        Macht das einen Unterschied?

  • Astrid Sehnefeld

    Der Artikel trägt sachlich Fakten zusammen. Alles richtig. Nur die Analyse ist komplett falsch, denn "derlei Argumente interessieren die CDU wenig" stimmt einfach nicht. Es interessiert die Wähler nicht!



    Wären Klimaschutz oder eine autofeindliche Politik gewünscht wären, würden Klimaliste und Konsorten nicht 0,2% sondern 20% bei Wahlen holen.



    Parteien stellen nur Angebote ins Schaufenster - der Wähler entscheidet frei wen er wählt.



    Wir haben schon lange keine Parteibindung mehr. Die Menschen wählen nicht mehr CDU und SPD weil sie CDU und SPD schon immer gewählt haben. Diese Generation ist fast tot.



    Jede Partei wird dafür gewählt, dass sie tut was sie verspricht.



    Tut sie das nicht, wird sie nicht mehr gewählt - siehe FDP, siehe SPD, siehe auch Niedergang der Union seit der Merzwahl, weil er exakt das Gegenteil von allem tut, was er im Wahlkampf versprochen hat.



    Wenn die Autorin sich also am Zuspruch zur Union stört, muss ihre Kritik den Wählern gelten, nicht der Partei.



    Die Wähler signalisieren durch ihr Votum unübersehbar welche Politik sie wollen und welche nicht.

  • Martin Rees

    Vielleicht sollten einige Arbeitgeber darüber nachdenken, ob das Mobile Arbeiten und das Home-Office nicht doch dauerhaft wichtige Bausteine sind, den Straßenverkehr zu entlasten. Pendlerströme spiegeln auch Arbeitskulturen wieder.



    "Es gibt einige Einzelbeispiele von Unternehmen, in denen das Homeoffice wieder zurückgefahren wurde. In Deutschland waren das zum Beispiel SAP und die Deutsche Bank. Insgesamt bleibt die Möglichkeit zum Remote Working aber relativ stabil. Es gibt aktuell jedoch in vielen Organisationen einen Aushandlungsprozess. Auf der einen Seite stehen oft Führungskräfte, die die Zeit zurückdrehen wollen. Und auf der anderen Seite stehen die Mitarbeiter, die diese Flexibilität beibehalten wollen. Wenn man aus der dogmatischen Debatte rauskommt, dass das eine gut und das andere schlecht ist, kann eine Kombination aus beidem ziemlich gut funktionieren."



    Quelle derstandard.de

  • metalhead86

    Was haben Autos aka PKWs, die für Unfälle mit Kindern - also in Innenstädten - verantwortlich sind mit freiem Wirtschaftsverkehr zu tun, der hauptsächlich LKWs auf Autobahnen betrifft?



    Mir scheint hier wird krampfhaft eine Verbindung zum Kapitalismus gesucht obwohl die Massenmotorisierung auch vor sozialistische Ländern nicht halt machte.

    Trotzdem ist es aus Gründen der Verkehrssicherheit, des Klimaschutzes und dem gesellschaftlichen Zusammenlebens richtig dem motorisierten Individualverkehr die Ursachen zu nehmen, die Schwächsten im Straßenverkehr zu priorisieren und lebenswerte Städte zu schaffen.



    Also ein Umdenken in Stadt- und Verkehrsplanung.

    • Francesco

      @metalhead86:

      Die Lkws fahren ja nicht nur auf der Autobahn, sondern auchvin die Stadt.

  • Martin Rees

    "Statt die Güter auf die Schiene zu bringen und die Schieneninfrastruktur zu stärken"



    Das ist akut "aus dem Stand" logistisch ganz sicher nicht möglich, dafür fehlen die Transportkapazitäten u. die spezielle Verlademöglichkeiten.



    Schon LKW-Fahrer:innen f. Spezialtransporte sind derzeit gefragt.



    www.br.de/nachrich...-lkw-aus,3007f8c7d



    Nächstes Wochenende sind zusätzlich weitere Bundesländer dabei.



    Sätze mit "getötet oder verletzt" u. sehr ungleichen Einzel-Zahlen, in Summe plakativ eingebracht, sind nicht zielführend f. die Planung wirksamer Gegen-Maßnahmen.



    Der Zuwachs an verletzten Kindern spiegelt auch neue Trends wider, die beachtlich sind:



    "Hohe Zahl von E-Scooter-Unfällen: Kinderchirurgen regen Helmpflicht an



    Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie hat auf die hohe Zahl an Unfällen mit E-Scootern hingewiesen. In Deutschland verunglückten jährlich durchschnittlich mehr als 2.500 Minderjährige bei Unfällen mit den elektrischen Rollern, teilte der Verband mit. Jugendliche von 15 bis 18 Jahren seien dabei die am stärksten vertretene Gruppe"



    Quelle deutschlandfunk.de



    E-Scooter ab 14 Jahren erlaubt!

    • Donni

      @Martin Rees:

      E-Scooter ab 14 Jahren erlaubt!

      Echt? Hier in München ab 8 und nur zu zweit.

    • mwanamke

      @Martin Rees:

      Und wer hats erlaubt?

      • charly_paganini

        @mwanamke:

        Das spielt doch gar keine Rolle, es sei denn man benötigt einen Vorwand für Politiker oder Parteienbashing.



        Soll man es verbieten nur weil einige zu blöd sind damit umzugehen?

  • Max Daniel

    Ich muss gestehen ich bin Autofan und mag auch Geschwindigkeitsbegrenzugen nicht. Allerdings sehe ich auch die Probleme die mit dieser Art der Mobilität einhergehen und wenig Bewegung vor allem im Angebot der Alternativen.



    Wenn man die Verkehrswende wirklich will, wäre vielleicht ein erster Schritt weg von einer Kampfrhetorik und hin zu ehrlicherer Interpretation der vorliegenden Statistiken (30.000 tote oder verletzte Kinder…) wobei ich zu Gute halten muss, dass die Quelle der Zahlen angegeben wurde um sich leicht ein eigenes Bild machen zu können.

  • Jan Grobe

    Da für 2025 noch keine vollständigen Zahlen vorliegen hier ein paar Zahlen aus 2024.



    von 11,3 Millionen Kindern unter 15 starben ca. 3200. Davon etwa die Hälfte bei der Geburt. Bei der anderen Hälfte sind Unfälle die Hauptursache. Auf den Straßenverkehr entfielen aber nur 1,7% der verstorbenen Kinder. Hier müsste man eigentlich noch die Hälfte abziehen die Insassen eines Autos waren und nicht selbst Teilnehmer im Straßenverkehr.



    Das klingt natürlich sofort nach einer Verschwörung der Autolobby.



    Es tut mir sehr leid, aber da hatten selbst die Corona Leugner bessere Argumente.

  • Ludowig

    Die Wirtschaft hat immer Vorfahrt. Das sieht man am allgemeinen Schulterzucken angesichts von bundesweit mehr als 10.000 Hitzetoten. Das sah man bei der Corona-Pandemie: Schulen zu, keine allgemeine Maskenpflicht am Arbeitsplatz. Warum sollte das beim Straßenverkehr anders sein?

  • dator

    Alles richtig. Und warum stehen die Grünen unter den Umständen nicht viel höher im Kurs? Sondern stattdessen sogar die Blauen? Der Wähler, also wir alle, sind daran schuld. Es gibt zu wenig vernünftig denkende Menschen.

  • Annette Hauschild , Autor*in ,

    Kommunen können selbst Tempo 30 Zonen einführen, brauchen dazu weder Erlaubnis vom Bund noch den Nachweis einer besonderen Gefahrenlage. Es liegt oft an den verschiedenen Lobbies, die das verhindern. Aber Rechts vor links kann auch schon helfen

    • Donni

      @Annette Hauschild:

      In einem anderen Bericht, wurde beschrieben wie sehr die 30 km/h Bereiche Feuerwehr und Rettungswagen verlangsamen.



      Ist nicht schlimm, solange nicht das eigene Haus brennt oder man selbst im RKW liegt.



      Und was passiert, wenn ein Feuerwehrmann zu schnell fährt, ging ja in den letzten Wochen durch die Presse.

    • Troll Eulenspiegel

      @Annette Hauschild:

      Nein. Dann braucht ein Überlandbus für 30km Strecke schon über eine Stunde, während der PKW das in 30 Minuten erledigt, wenn lauter Kreisverkehre, Tempo 30 und jetzt Rechts vor Links gefordert wird.

      Und wollen wir die Leute vom Auto in den ÖPNV locken? Dann muss die Alternative so schnell sein, wie der PKW.

      • Francesco

        @Troll Eulenspiegel:

        Wichtiger ist, die Leute vom Auto aufs Fahrrad zu locken.

      • nihilist

        @Troll Eulenspiegel:

        Komischer Überlandbus, der 30 km durch die Stadt zockelt.

        • FriedrichHecker

          @nihilist:

          Ein Überlandbus, der nicht durch alle Dörfer in die Stadt fährt, wäre komischer - und außerdem komplett leer 😇

  • Frauke Z

    "menschenverachtenden Auto-Ideologie" - uj, da schlägt jemand die ganz große Pauke. Geht's auch eine Nummer kleiner?



    Viele Leute möchten pünktlich zur Arbeit, das hat wohl wenig mit Ideologie zu tun.



    Den Autowahn gibt es natürlich, und der war in den vergangenen Jahrzehnten ungleich größer als heute. Dennoch ist die Zahl der Verkehrstoten kontinuierlich gesunken. Die ganze Argumentation ist also nicht schlüssig.

    • mwanamke

      @Frauke Z:

      Nachgewiesener Weise bringt höhere Geschwindigkeit im Autoverkehr nicht allzu viel zur rascheren Ziel Erreichung.

  • Klaus Schneider

    Die Bevorzugung des Autos wird sich frühestens ändern, wenn in Deutschland keine mehr hergestellt werden

    • Astrid Sehnefeld

      @Klaus Schneider:

      Wäre das so, wären Autos nie ein Exportschlager geworden.



      Weltweit ist das Auto DAS Fortbewegungsmittel - ganz egal ob es im Land produziert wird oder nicht.



      Autos bieten eine Kombination aus Unkompliziertheit und Bequemlichkeit und Schnelligkeit die kein anderes Transportmittel bietet.



      Ein ÖPNV kann das nie leisten, weil seine Taktung und Geradlinigkeit flächendeckend wie in Großstädten sein müsste. Das ist aber nur in urbanen Gegenden leistbar und wirtschaftlich.



      Daher war, bleibt und ist das Auto das Fortbewegungsmittel Nummer 1.

    • dator

      @Klaus Schneider:

      Wieso das denn? Dann kommen die Dinger halt aus China oder sonstwoher. Dem Hang zum Auto tut das doch keinen Abbruch

  • Eugen-Emilio

    Getötet oder verletzt. Eine sehr breite Kategorie, in der die absolute Katastrophe wie ein verstauchtes Knie nebeneinander stehen.

    74 Tote unter 15 Jahren steht in der verlinkten Quelle.

  • Okay

    Es ist die Liebe zum Auto, besonders bei Männern.



    Seit der Frauenbewegung der 1970er-Jahre hat sich tatsächlich einiges auch bei Männern verändert – leider aber nicht ausreichend, was Autos und allerlei laute Hobbygeräte betrifft. Statt mit dem Besen zu kehren, wird eben mal der laute „Bläser“ eingesetzt, der wie ein Lkw kracht.



    Das brauchen Männer, warum auch immer: als eine Art „Penisverlängerung“, um sich stark zu fühlen usw.



    Das Auto ist für viele Männer mehr als ein Spielzeug. Dahinter steckt auch eine mächtige Industrie, an die sich die Politik offenbar kaum herantraut. Die Geschichte mit den zehn Expertinnen in der taz am Wochenende zeigte ebenfalls die weitgehende Einigkeit darüber, dass die Demokratie sich selbst zerlegt, weil kapitalstarke Unternehmen vor allem höhere Dividenden wollen – und nicht unbedingt den Wohlstand der Bevölkerung.



    Also sind wir auf dem Weg, demokratisch in den Spätfaschismus?

    • Astrid Sehnefeld

      @Okay:

      Der Anteil der Männer an den Autofahrern und Haltern in Deutschland liegt je nach Statistik zwischen 52 % und 62 %. Während der reine Besitz von Autos (Fahrzeughalter) zu rund 62 % auf Männer entfällt, ist das Verhältnis bei den Führerscheinklassen für Pkw im Alltag recht ausgeglichen.



      Männer fahren wohl öfter als Frauen - liegt natürlich auch daran, dass das klassische Familienmodell noch häufig gelebt wird.

  • Kohlrabi

    Immer wieder wird ja die Frage gestellt, warum die vermeintliche frühere linke Deutungshoheit einer rechten gewichen ist. Hier ist ein Mosaikbaustein der Antwort. Politischer Diskurs macht sich an Spaltungen, an Brüchen fest ("cleavages"). Verkehr taugte ursprünglich nicht dazu. Verkehrspolitik ist zu solch einem gespaltenen Feld erst durch die jüngere Kampagne GEGEN das Auto geworden. Indem eine Politik gegen das Auto als links wahrgenommen wird, werden ältere Leute, Pendler und Landbewohner sich eher rechts verorten, auch wenn sie das ursprünglich nicht sind.

    Gewiss sollte der ÖPNV ebenso attraktiviert werden wie Logistik jenseits der Straße. Und in dem Maße wie das gelingt, mag dann der Automobilverkehr allmählich an Bedeutung verlieren und die von ihm derzeit beanspruchten Flächen anders genutzt werden. Eine aggressive, spalterische und kulturkämpferische Attitüde in dem Zusammenhang ist m.E. aber völlig falsch und wird nicht zu den gewünschten Ergebnissen führen, sondern zu gegenteiligen.

    Und wenn wegen akuter zulieferbedingter Versorgungsengpässe im Supermarkt kein Klopapier mehr ist, dann wird auch die fahrradaffine Szene im Prenzlauer Berg wieder Staatsversagen beklagen.

    • Biker-Ffm

      @Kohlrabi:

      👍

  • Wombat

    Könnte der Anstieg eventuell damit zusammenhängen das hier alle Kids E-Roller fahren die nun mal saugefährlich sind?

  • fly

    Alles richtig. Mehr 30er Zonen sind notwendig. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass trotz CDU Regierungen die Anzahl der verunfallten Kinder seit 2005 stark zurück gegangen ist. Seit 2015 stagniert der Rückgang (mit Ausnahme der Coronajahre). Kinder verunglücken interessanterweise auch deutlich weniger in der dunklen Jahreszeit (und am dritten Freitag im September, warum auch immer). Es kann nicht nur daran liegen, dass sie dann mit dem Auto gebracht werden, denn 2025 sind ein Drittel aller Kinder im Auto verunglückt.

    • Andreas Flaig

      @fly:

      "Aber zur Wahrheit gehört auch, dass trotz CDU Regierungen die Anzahl der verunfallten Kinder seit 2005 stark zurück gegangen ist" -"Kinder verunglücken interessanterweise auch deutlich weniger in der dunklen Jahreszeit (und am dritten Freitag im September, warum auch immer)"

      Der Artikel kann ohne weiteres mit solchen



      fragwürdigen Kommentaren auskommen.



      Das lenkt auch komplett vom Thema ab.



      Hier ging es um die Autoindustrie, die anscheinend über Kinderleichen stolpert und Kapital statt Klima bevorzugt.

  • DiMa

    "Die Zahl der verletzten und getöteten Kinder im Straßenverkehr steigt. Kein Wunder bei der vorherrschenden menschenverachtenden Auto-Ideologie."

    Diese Aussage ist nur bei Auswahl eines sehr kurzfristig Vergleichszeitraumes zutreffend. Insgesamt - mittel- und langfristig betrachtet - gehen die Unfallzahlen deutlich zurück.

    Allerdings ist die Zahl der getöteten E-Rollerfahrer sehr hoch, angesichts der Tatsache, dass diese erst ab 14 Jahren gefahren werden dürfen. Insoweit sollte das Mindestalter auf 18 Jahre erhöht werden.

  • Ignaz Wrobel

    1. E-Autos verursachen nicht weniger Unfälle als Verbrenner. Da sie i. Vgl. zu Verbrennern aktuell überproportional häufiger im SUV-Format herumfahren, sind sie für Kinder theoretisch sogar gefährlicher.



    2. Wenn heute die Transportkapazität der Binnenschifffahrt ausfällt, können diese Güter nicht warten bis in ein paar Jahren genügend Schienenkapazitäten zur Verfügung stehen.



    3. Die autozentrierte Politik haben, neben den Autokonzernen selbst, nicht nur die CDU,, sondern SPD, FDP und die Gewerschaften zu verantworten.

    • DiMa

      @Ignaz Wrobel:

      "E-Autos verursachen nicht weniger Unfälle als Verbrenner."

      Ja und nein. Gerade die gefählichen und tödlichen Unfälle an denen PKW beteiligt sind, entstehen durch PS-Boliden. Das ist dann eine andere Zielgruppe und betrifft die Verbrenner. Unfälle mit E-Autos treten dagegen häufiger im sogenannten Langsamverkehr (An und Rückwärtsfahren) auf.

      Hnsichtlich der Häufigkeit trifft Ihre Aussage zu, nur liegt ein ganz anderes Schadensbild und eine andere Schadensintensität vor.

      • Altbayer

        @DiMa:

        In einer Studie aus dem Versicherungswesen wurde vorgelegt, dass die Gefährlichkeit der E-Autos höher einzuschätzen sei, als der Verbrenner. Warum? Man hörte sie nicht - zu leise!

        • DiMa

          @Altbayer:

          Das ist doch allenfalls eine Frage der übergangsweisen Gewöhnung (wobei etwas weniger Ablenkung durchs Handy wünschenswert wäre).

      • Donni

        @DiMa:

        An und Rückwärtsfahren ... ja wenn der Fahrer eine Fahrerin war. Männer sind die, die die Crashs auf Auto- und Bundesstrassen wegen zu hoher Geschwindigkeit zu verantworten haben.

        • DiMa

          @Donni:

          Die Art des Antriebes, welche hier diskutiert wird hat mit dem Geschlecht des Lenkenden wenig zu tun.

  • elektrozwerg

    Seit nichtmal 2 Jahren koennen die Kommunen ohne Nachweis einer Gefahrenlage Tempo 30 einfuehren. Und zumindest in meinem Umkreis find man kaum noch Nebenstrassen, auf denen kein Tempo 30 ist. Selbst Hauptstrassen haben immer haeufiger Tempo 30 oder 40.

    Demnach muessten die Verkehrsunfaelle eigentlich deutlich zurueckgehen, denn von einem Zulassungsboom in den letzten 2 Jahren kann man nun wirklich nicht reden. Die PKW-Dichte ist in diesem Zeitraum von 588 auf 593 Autos pro 1.000 Einwohner gestiegen.



    Also entweder haben die Tempolimits nicht das gehalten was man sich von ihnen versprochen hat oder die Gruende liegen ganz woanders. Ich tippe auf letzteres.

    Was das gelockerte LKW-Verbot betrifft: Muessen sich erst die Regale im Supermarkt leeren bis manche verstehen, dass Loesungsansaetze die in Jahren oder Jahrzehnten realisiert werden koennen uns aktuell absolut nichts helfen?

    • nihilist

      @elektrozwerg:

      Wer verspricht sich denn von Tempolimits niedrigere Zulassungszahlen?



      Es geht darum, dass Leute langsamer fahren.

    • Achsachbloß

      @elektrozwerg:

      Von welchen Produkten in welchen Regalen reden Sie bitte?

      • Reinero66

        @Achsachbloß:

        So ziemlich alle Produkte die Sie in Geschäften oder bei einem Versender kaufen werden transportiert und liegen in Regalen. Weizen ohne Schiffahrt ist in D ein Problem, daher gibt es dann bald weniger oder keine Backwaren im Regal.

  • Flix

    Als ob die Union irgendwas auf wissenschaftliche Studien und Erkenntnisse geben würde. Im Zweifel wird das genaue Gegenteil umgesetzt, sei es Klimaschutz, Energie-, Verkehrspolitik oder was auch immer. Diese Parteien müssen um der Zukunft der Menschen Willen von der Macht ferngehalten werden.