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Reform des HeizungsgesetzesKein Schutz für Mie­te­r:in­nen

Anja Krüger

Kommentar von

Anja Krüger

Ver­mie­te­r:in­nen sollen sich teilweise an den Betriebskosten für neue Gas- und Ölheizungen beteiligen. Das wird sie nicht vom Einbau abhalten.

Schließlich müssen die Mie­te­r:in­nen das Gas oder Öl zahlen Foto: Katharina Lepik/plainpicture

S o­zi­al­de­mo­kra­t:in­nen klopfen sich stolz auf die Schulter. Sie glauben, dass sie das Rollback in der Heizungspolitik mit einem Schutz von Mie­te­r:in­nen vor explodierenden Kosten flankieren. Denn die SPD hat durchgesetzt, dass Ei­gen­tü­me­r:in­nen künftig die Hälfte einiger Betriebskosten zahlen müssen, wenn sie fossile Heizungen einbauen. So soll ihnen die Lust vergehen, Gas- oder Ölheizungen einzubauen. Doch das wird nicht aufgehen.

Die Union hatte der SPD abgerungen, dass Gas- und sogar Ölheizungen auch in Zukunft neu eingebaut werden können. Das ist klimapolitisch das Falscheste, was eine Regierung machen kann. Denn der Austausch von fossilen Heizungen muss vorangetrieben werden, wenn Deutschland 2045 klimaneutral sein soll. Gas- oder Ölheizungen gehören ins Museum, nicht in Gebäude.

Das Problem: Sie sind viel billiger als andere Lösungen, die staatliche Förderung etwa für Wärmepumpen gleicht die Differenz nicht aus. Im Eigenheim tröstet die Aussicht auf günstigere Betriebskosten von klimafreundlichen Heizungen darüber hinweg. Bei Vermietenden sieht das anders aus. Viele werden sich für die billigste Heizung entscheiden. Modernisierungskosten werden auf Mietende umgelegt, allerdings nur bis zu bestimmten Grenzen. Der Einbau einer Wärmepumpe ist für Mie­te­r:in­nen also nicht unbedingt teurer als der einer Gasheizung.

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Dass der Betrieb von Gas- und Ölheizungen auch wegen der geplanten Biokraftstoffquote in Zukunft richtig teuer wird, kann Vermietenden egal sein. Schließlich müssen die Mie­te­r:in­nen das Gas oder Öl zahlen. Die Ei­gen­tü­me­r:in­nen tragen nur die Hälfte des Co2-Preises, des Netzentgelts und des Bioanteils. Sie werden versuchen, diese Kosten auf die Mie­te­r:in­nen umzulegen, etwa indem sie es auf die Grundmiete aufschlagen.

Nur wenn der Staat durch einen Mietendeckel oder etwas Vergleichbares grundsätzlich verhindert, dass Ei­gen­tü­me­r:in­nen das abwälzen, macht die geplante Kostenteilung Sinn. Aber das haben Union und SPD leider nicht vor.

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Anja Krüger
Parlamentskorrespondentin
Schwerpunkte Wirtschaft- und Energiepolitik
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121 Kommentare

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  • >Das Problem: Sie sind viel billiger als andere Lösungen, die staatliche Förderung etwa für Wärmepumpen gleicht die Differenz nicht aus.<

    Eine gescheite Wärmepumpe für ein EFH kostet rund 3.000€ (5kW Panasonic Aquarea). 500 bis 1000€ für den Anschluss. Gegebenenfalls muss man die Heizkörperflächen vergrößern - nochmal 3.000€.

    Keine Wartung - kein Schornsteinfeger. Gas- oder Öl-Heizungen sind nicht billiger.

    • @test_name:

      Die ganzen Wartungskosten etc. legen die Vermieter auf die Mieter um. Daher ist es schon richtig, dass die Anreize für die Vermieter sehr gering sind, Wärmepumpen zu installieren oder überhaupt in die Energieeffizienz zu installieren.

    • @test_name:

      Dann gehen Sie mal diesen Preisen an den Markt. Innerhalb kürzester Zeit werden Sie Marktführer sein, wenn Sie ein Produkt/Dienstleistung für 20% des üblichen Preises anbieten.



      Ironie aus

    • @test_name:

      Nee, das reicht bei weitem nicht aus.



      Ungedämmter Altbau und 55° Vorlauftemperatur, die ja noch einmal über einen Wärmetauscher muss, reichen für den umgedämmten Altbau nie und nimmer aus. Und was die Heizkörper anbelangt ist auch das eine Aussage die so nicht stimmt. Die Heizkörper müssen frei sein, keine Vorhänge davor, keine Möbel usw., na dann viel Spaß ... Und entscheidend ist, dass bei ungedämmte Altbauten, zum einem die Vorlauftemperatur nie ausreichen wird, sondern auch ein COP weit unter 3,0 liegen würde. Die Folge: Gas + Öl sind günstiger, die Brennwerttechnik hat sich bewährt und ist zuverlässig. Die Geräte halten 20 Jahre. Davon träumt die Wärmepumpe ...

      • @Pico :

        >55° Vorlauftemperatur<

        wären viel zu hoch - maximal 40°. Deswegen müssen die Heizflächen vergrößert werden. Es geht sicher nicht bei ganz schlecht gedämmten Altbauten. Installation in schlecht gedämmter Insdustriehalle => bislang keine Beschwerden der Mieter.

        >20% des üblichen Preises<



        Die Preise für das genannte Produkt kann man googeln.

      • @Pico :

        Kannst du dein Vorurteil über die Haltbarkeit auch belegen? Was den Rest angeht: jedes Haus ist ein System aus Heizung, Dämmung, Fenstern...je besser die Komponenten abgestimmt werden desto günstiger wird es. Ungedämmter Altbau mit winzigen Heizkörpern ist der GAU für eine Wärmepumpe, natürlich zieht das den COP runter. Ein Test des Fraunhofer-Instituts hat bei mittelprächtig sanierten Altbauten ausreichende COPs für eine Förderung ergeben.

        • @Optimist:

          Klar kann ich das belegen. Ich habe mehrere Wohnungen, in verschiedenen Häusern und kann sehr gut belegen wie lange ein Brennwertkessel hält. Und das mit der WP kann überall nachgelesen werden, dass man von 10 Jahren, evtl. 12 Jahren träumt. Die stehen ja zum großen Teil draußen vor dem Haus. Der Brennwertkessel meist im Keller. Da kommt der Heizungsmonteur auch dann, wenn’s draußen regnet oder 20cm Schnee liegt …



          Den Test des Fraunhofe-Instituts kenne ich, der ist für die Tonne …



          Bei einem Verbrauch von über 100kWh/m2 ist eine WP keine Option. Zeige mir einen ungedämmten Altbau der darunter liegt …

  • Wird vor allem in Berlin in den engen Straßen davon nicht abhalten, wenn kein Platz für eine Wärmepumpe auf dem Grundstück ist (trifft auf viele Häuser der Jahrhundertwende zu). Fernwärme ist auch nicht in Sicht.

    • @Kajakia:

      2 Löcher in die Wand und Monobloc Truhenklimaanlage einbauen (=Luft/Luft-Wärmepumpe).



      Wie in vielen Hotelzimmern ums Mittelmeer herum.

      So eine z.B.:



      www.energie-expert...-ohne-aussengeraet

      • @So,so:

        Diese Luft/Luft Wärmepumpen mögen für eine kurze Heizperiode in milderen Klimazonen eine gute Sache sein.



        In Deutschland sehe ich das nicht, zumindest in den kälteren Regionen. Die JAZ ist doch sehr bescheiden, bei 0 Grad oder weniger sind das extreme Stromfresser. Das kann keine Lösung sein, insbesondere bei unserem Strommix im Winter nicht.



        Kommt noch hinzu, dass es nicht jedermanns/jederfraus Sache ist, warme Luft im Wohnraum herumzublasen. Da ist ein Heizkörper der Strahlungswärme abgibt, eine ganz andere Liga bezüglich des Wohlbefindens.

    • @Kajakia:

      in diesem Fall muss PVT auf das Dach und die WP in den Keller oder unters Dach, oder anstatt der Gastherme an die Wohungswand.

      • @Sonnenhaus:

        Es wäre doch sehr hilfreich, sich vorher wenigstens zu informieren. Warum stehen denn WP vor dem Haus? Und auch mit einem vorgegebenen Abstand. Ganz einfach: Das Kühlmittel der WP ist in den allermeisten Fällen das altbewährte Propangas. Und dann wären wir beim Brandschutz. Weil nur eine bestimmte Menge im Haus und dementsprechenden großen Räumlichkeiten verwendet werden dürfen, stehen die Dinger eben vor dem Haus. Propangas ist gut, aber eben leider auch entzündlich bzw. sehr gefährlich wenn’s mal brennt.

  • Wer Inkompetenz und Rückwärtsgewandtheit wählt, bekommt halt was bestellt wurde. Und das waren in diesem Land zuletzt fast 70% der Wahlberechtigten. Traurig ist nur, dass es, wie so häufig, diejenigen betrifft, die sich nicht wehren können.

    • @Okti:

      Von denen wählen aber einige aheffdee und der Rest geht nicht wählen. Also n bisschen Verantwortung muss man schon übernehmen - auch wenn wir das nicht gelernt haben.

    • @Okti:

      @ Okti



      Die Auswirkungen des Klimawandel werden wir alle zu spüren bekommen.

      • @Alex_der_Wunderer:

        Die Mehrheit der Wähler sind Rentner in Deutschland und die Boomer werden den Klimawandel kaum noch zu spüren bekommen. So sehen die Wahlergebnisse dann eben auch aus.

  • Es ist, wie es immer ist. Wer keine Produktionsmittel oder Immobilien besitzt, zahlt. Immer. Selbst wenn die VermieterInnen sich an Kosten beteiligen können, sind die Mietgesetze ja derartig offen für die Ausbeutung der MieterInnen, dass man einfach die Miete noch weiter erhöht bis man die Eigenbeteiligung wieder vom Mieter drin hat.

    Solange es erlaubt ist, Immobilien nicht nur für den Eigenbedarf zu besitzen, und man hier nicht strengestens die Preise kontrolliert, sind MieterInnen einfach Freiwild. Wohnen ist kein Luxus, den man auch lassen kann. Wohnen ist ein Grundrecht.

    Es ist wie bei den Ölmultis. Sie verlangen, was sie wollen. Die Grenze ist nicht irgendein "Wert" des Öls, sondern wieviel die Melkkühe in der Lage sind, noch zu zahlen.

    Jede Belastung von Unternehmern wird an die Kunden weitergegeben, sofern diese noch genug Geld in der Tasche haben.

    • @Jalella:

      "Solange es erlaubt ist, Immobilien nicht nur für den Eigenbedarf zu besitzen..."



      Und wer sich keine Immobilie für den Eigenbedarf leisten kann, wohnt halt nicht. Gute Idee.

      • @Encantado:

        @ Encantado



        Es gibt auch Immobilienbesitzer, die aufgrund beruflicher Veränderung für einen absehbaren Zeitraum von ein paar Jahren, an einem anderen Ort zum Mieter werden und dann später wieder in ihr Eigentum ziehen. Diese Flexibilität sollte schon in einem funktionierendem Staat gegeben sein.

    • @Jalella:

      Zu einem Recht gehört immer auch eine Pflicht. Vollmundig ein Grundrecht erklären ist einfach, aber dazu gehört es auch, klar zu sagen, wer diese Wohnung denn bereitzustellen hat und wer dafür zu bezahlen hat.



      Und wie schon andere sagten, "Wohnen" ist zu unbestimmt. Seit ca. 1960 hat sich in Deutschland bei gleicher Bevölkerung die Wohnfläche verdoppelt. Wo hört der Mindestanspruch auf und fängt der Luxus an? Luxus sei jedem gegönnt, der aus eigener Leistung selbst dafür bezahlt, aber soll bitte nicht von mir eingefordert werden.

    • @Jalella:

      Natürlich ist Wohnen ein Grundrecht, aber auf wie vielen qm ? Berliner leben, trotz Wohnungsnot, im Durschnitt auf 40 qm, in Tokio, auch kein 3 Welt Land, lebt man auf 15 qm. Würde man jetzt so bauen wie in Tokio könnte man auf der gleichen Grundfläche doppelt so viele Wohnungen bauen bei halber Miete.

    • @Jalella:

      richtig. Solange gesetzlich ermöglicht wird mit Immobilien leistungslos Geld zu verdienen, wird der Mieter ausgenommen. Und wenn der Mieter sich die Miete nicht mehr leisten kann wird er auf die Strasse gesetzt und die Gesellschaft soll sich dann kümmern.



      Das ist Bereicherung an Ausbeutung mit Risikoabsicherung über die Gesellschaft.

      • @Sonnenhaus:

        Der Erwerb des Geldes für die Finanzierung meiner Immobilien war nicht leistungslos. Die Organisation des Baus oder der Renovierung war nicht leistunglos. Die Verwaltung ist nicht leistungslos. Der Wertzuwachs ist auch nichts leistungslos - zunächst ist es der Lohn für das Risiko, den ich mit der Wahl der Lage eingegangen bin; sodann beruht zum einen auf dem Zustand der Immobilie und ihrer Umgebung, die auch durch meine Steuern erhalten wird. Und dann ist da noch das Risiko, dass man seine Miete auch bekommt - denn so einfach setzt man die Mieter nicht auf die Straße. Nach den anstehenden Änderungen im Mietrecht muss man faktisch sogar direkt nach der Kündigung Räumungsklage einreichen, damit man die Mieter überhaupt wirksam kündigen kann. Sonst zahlt der Mieter die rückständige Miete, der Schlingel, und die Kündigung ist unwirksam.

    • @Jalella:

      Öl wächst nicht auf Bäumen... wenn man es verbrauchen möchte, muss es irgendwo herkommen. Und ich bin dafür die Ölmultis an die Kandare zu nehmen. Aber zu glauben einfach zu sagen...ja ihr dürft nicht mehr als 1€ den Liter nehmen dazu, dass alles gut wird.



      Und das gilt auch für Wohnraum. Wohnen ist Grundrecht...ja schön und gut...und wer baut den? Wer hält das instand? Wo ist das wohnen Grundrecht? Wenn ich morgen nach Berlin ziehen will, ist das mein Grundrecht dort auch eine 4-Zimmer Wohnung mit 100qm zu bekommen?

      • @Duplozug:

        @ Duplozug



        Klar, wenn die Milchsorte in unserem Supermarkt aus ist, lasse ich auch immer den Marktleiter ausrufen & bestehe auf meinem Grundrecht auf meine Milch...😉

  • So schaut's, wenn die Mehrheiten nicht passen und der gewichtigere Koalitionspartner noch mehr auf Umweltschutz und Sozialpolitik pfeift, als der andere.

  • Richtig teuer werden jetzt die Versicherungen für Elementarschäden / Gebäudeversicherungen bezüglich der auf uns zukommenden Versicherungsfälle, durch die immer mehr werdende Naturkatastrophen, bedingt duch den Klimawandel. Gerade die Länder Europas sind duch die Abschmelzung der bisher kühlenden Gletscher und dem schmerzenden Meereis besonders betroffen. Hitzewelle und Starkregen werden durch fossilen Energieverbrauch noch mehr beschleunigt werden.

  • Wärmepumpen sind günstiger es sind die Handwerkerkosten die den umbau so teuer machen. Und dank der Förderung und den damit verbundenen Auflagen wird das ganze künstlich aufgeblasen. Darüber redet keiner. Die Förderung gehört an plausible Preise gebunden und es muss möglich werden das Handwerkerkosten bezahlbar bleiben.

    • @My2cents:

      Richtig.

      Lösung bei mir:



      Selber einbauen= Keine Handwerkerkosten.



      Legal, da keine Kühlmittelschlöuche verbunden werden müssen.



      Alles in einem Gerät. Haben etwas geringere Arbeitszahl (3 bis 3.5) dafür aber viel (!) billiger.



      www.energie-expert...-ohne-aussengeraet

    • @My2cents:

      Bei den ganzen Kosten, die ein Handwerker hat, kann er nicht billig sein. Lohnkosten, Lohnnebenkosten, Kosten für die Weidebildung der Mitarbeiter Werkzeug, Fuhrpark und Miete.



      Und für den Tariflohn finden sie heute keinen Gesellen mehr.

  • Im Europäischen Vergleich sind Wärmepumpen in Deutschland einfach zu teuer. Hier ein Beitrag WARUM das so ist : heatpumpswatch.org...eischen-vergleich/



    Hier muss angesetzt werden, ist effektiver als nur Vermieter Bashing !

  • Wir brauchen vor allem Schutz davor, dass über 30 Jahre alte Gasheizungen endlos weiter betrieben werden können, weil für die meisten die Lücke der „Niedrig-Temperatur“ gilt.

    • @Kay Brockmann:

      Naja, Reiche will ja das Verbot für Öl- und Gasheizungen nach 2045 kippen, dann bekommen Sie CO₂ aus ganz neuen Heizungen.

  • Zusätzlich sind Mieter mit bereits eingebauter, und noch funktionerender, Fossilheizung komplett alleingelassen. Es gibt Vermieter die vor 10 Jahren neu gebaut haben. OHNE Solarpanele auf dem Dach, ohne Vorbereitung für Wallboxen, und die sich auch noch erdreisten Balkonkraftwerke abzulehnen. Aus OPTISCHEN Gründen. Dazu passen unsere Volksvertreter die einen Gedanken nur einen Schritt weit denken können. Es macht sich bei mir , und nicht nur bei mir, vollständige Enttäuschung breit. Welche Partei steht in den Startlöchern um WIRKLICH was zum Positiven zu verändern? Mir fällt keine ein. Alles nur Sprüche, alles nur Flickwerk. Keine Vision, kein Plan,Nichts.

    • @Matthias Patzak:

      Richtig!



      Deswegen nicht die Zeit mit der Mitte der Gesellschaft vergeuden, daraus wird nichts entstehen (siehe weiter unten).

      Jetzt neue Wege gehen, alle skills sind wichtig. Vergesst die Mitte!!!

      Was ist deine Vision?



      Und was hält dich davon ab sie umzusetzen?



      Jetzt!!!



      Bildet (Permakultur-) Banden!!!

      Ich helfe wo ich kann!

    • @Matthias Patzak:

      Warum hätten die Vermieter das tun sollen? Die Solarpanelen hätten sich bis heute nicht bezahlt gemacht. Und die Wallbox für Mieter? Wo ist der Benefit für den Vermieter dabei? Ich investiere doch nur wenn die Aussicht auf einen Gewinn besteht.

      • @AmArschderHeide:

        @AmArschderHeide



        Nun, eine Immobilie technisch und unter der Prämisse auf den Klimaschutz, entsprechend auf dem neuesten Stand gebracht, erfährt schon eine enorme Wertsteigerung, nicht nur unter dem finanziellen Aspekt betrachtet.

    • @Matthias Patzak:

      "und die sich auch noch erdreisten Balkonkraftwerke abzulehnen. Aus OPTISCHEN Gründen."



      Ist bei uns aber auch der Fall. Auch für Eigentümer. Das kollidiert dann nämlich mit dem Denkmalschutz, und da eine Ausnahmegenehmigung zu erlangen ist nahezu unmöglich.



      Und welche Parte bekommt denn den Spagat hin, umwelttechnisch wirklich was massiv zu ändern, ohne finanzielle Belastung der Bürger, und ohne die schwächelnde Wirtschaft komplett abzuwürgen?

      • @Oleg Fedotov:

        Die Partei heißt Verbraucher oder Endkunde. Fußbodenheizung 10 m2 mit über 1 kW kosten nur 200 Euro, zzgl. Stromanschluss. Wenn Wind weht oder die Sonne scheint wird kostenlos geheizt. Heizkörper mit Wasserrohrtechnik kann alles raus. Keine gluckernde Heizung, mehr Platz zum Wohnen. Ein Stromkabel kann man auch im ältesten Altbau verlegen.

        Wenn es mit dem Ökostrom nicht reicht, kann Frau Reiche ihre Gaskraftwerke anwerfen, dafür können Millionen Kellerheizanlagen diverser Typen und Hersteller raus.

        Es gibt immer Lösungen. Man sollte nur nicht den Gasheizungsverkäufer fragen.

      • @Oleg Fedotov:

        Historisch gesehen kamen Entscheidende Veränderungen nie aus der Mitte der Gesellschaft und immer von Randgruppen. Die Frage ist, welche gegenwärtige Bewegung hat das Potential dazu?



        M.E. Nur die Permakultur, eine weltweite Bewegung mit ganzheitlichem Ansatz. Weltweit praktizieren immer mehr Menschen die Permakultur. Und die soziale Permakultur hat gesellschaftliche Antworten während die Praxis eine konsistente Landwirtschaft betreibt.

        Wer sich mit der Mitte beschäftigt, verschwendet seine Zeit!

        Ich praktiziere bereits. Und du?

    • @Matthias Patzak:

      Wir haben in Leverkusen Anfang 2023 die recht alte Ölheizung noch schnell erneuert. Von allen Objekten, wo mir Daten vorliegen, heizt dieses am günstigsten. Im Neubau mit Wärmepumpe zahle ich in der Summe weniger, aber dort wird die Wärme keineswegs günstig erzeugt, im Gegenteil, sondern einfach sehr viel weniger davon.

      • @Axel Berger:

        Wird sich hoffentlich dank Emissionshandel noch ändern - Öl und Gas können gar nicht teuer genug werden.

  • Ganz wichtig ist, dass Gesetze ständig geändert werden. Es wäre ja schlimm, wenn Handwerksbetriebe ein einigermaßen ruhiges Geschäftsumfeld haben...

  • "Im Eigenheim tröstet die Aussicht auf günstigere Betriebskosten von klimafreundlichen Heizungen darüber hinweg"



    Funktioniert momentan für mich. Wie im Vorbild Skandinavien heize ich in Kälteperioden kräftig mit Holz.

    Meine 58jährige Nachbarin zweifelt, ob sie noch lange genug leben wird, dass sich eine Wärmepumpe amortisieren wird. Familie ist nicht sonderlich langlebig.

    Ein Arbeitskollege musste nach 8 Jahren die Wärmepumpe wegen Defekts austauschen. Gleich kam die Finanzierung des Heims in Unwucht.

    • @Zuversicht:

      Da kann ich Ihnen auch einen Fall einer Ölheizung erzählen, der nach Gewährleistung die Anlage erneuern musste und dann pleite war.



      Wenn die haustechnische Anlage nicht länger als 20 Jahre hält wurde sie falsch montiert und / oder falsch betrieben. Es gibt tausende funktionierende Beispiele.

  • Die Frage der Ammortisation sollte auch gestellt werden, ist es jetzt sinnvoll z.b. gut funktionierende Ölheizungen bevor diese technisch verbraucht sind, zu ersetzen. Die Geräte haben ja auch Geld gekostet und ihre Herstellung hat auch Energie gekostet.



    Was mich auch mal interessieren würde, ist, wie das mit der Fernwärme ist, da besteht zum einen mancherorts Anschlusszwang, so dass auch der Vermieter keinen Einfluss darauf hat. Überall in den größeren Kommunen werden zwar jetzt Wärmeplanungen, i.d.R. für Fernwärmenetzecaufgestellt, aber wo die herkommen soll ist doch die Frage. Die Wärme im nächsten Netz wird über Kraftwärmekopplung hergestellt, verbrannt wird hauptsächlich Braunkohle, Gas, Müll und als "Biomasse": Altholz !



    Laut Betreiber ist ein Ausstieg aus der Kohle geplant, um den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen. Dafür experimentiert man mit der Verbrennung von Klärschlamm. ... von erneuerbaren Energien ist man hier noch meilenweit entfernt.

    • @Axel Schäfer:

      Also wir hatten damals die Fernwärme von uniper und die Heizungsanlage gehört denen. Von daher stellte sich diese frage nicht. Da im grunde nur ein Schuhkarton großer Übertragungselement das haus netz von dem Fernwärmekreis trennt und das ganze garniert mit mess und Ventiltechnik zusammen sehr lange hält bzw da keine Änderungen im Wirkungsgrad bestehen braucht man diese anlagen als ganzes nicht zu tauschen. Die anlage ist jetzt 30 jahre alt und es wurde nur mal ein schieber getauscht. Der Rest wäre mir dann aber auch egal. Ärgerlich finde ich das Fernwärme an dem Gaspreis gekoppelt ist und nicht an die tatsächlichen Erzeugungskosten. Günstiger Heizen ist somit ausgeschlossen, wir wollen ja nicht das die armen Firmenbosse verhungern.

  • Nichts ist einfacher Vermietern zu unterstellen, sie wären an vernüftigen Lösungen nicht interessiert, und deshalb sei es nur gerecht die Heizkosten auf sie abzuwälzen.



    Für die Fehler der Politik sollen sie gefälligst alleine zahlen.



    So einfach kann man sich auch machen.

    • @Quantensprung:

      Mein Vermieter (Teil einer Eigentümergemeinschaft) diskutiert gerade ob man eventuell auf einen Brennwertkessel umsteigen sollte - eine Wärmepumpe muss ja bezahlt werden...



      Ja, Vermieter müssen gezwungen werden ihre Kunden nicht auszunehmen. Freiwillig passiert da nix.

  • Jedem Vermieter ist seit dem letzten Heizungsgesetz klar, was genau er tun wird:

    Wärmepumpe einbauen und alles andere lassen, wie es ist. Die Kosten für die Wärmepumpe lassen sich teils auf die Miete umlegen. Für die Mieter wird es unendlich teuer, denn ungedämmte Wände mit nur doppelt verglasten Fenstern und ohne Flächenheizkörper aka Fußbodenheizung werden die Mieter dreimal so viel zahlen wie mit der Gasheizung vorher..

    Kein Vermieter wird eine neue Fossilheizung einbauen und dem Mieter die Nebenkosten mitzahlen. Kein Vermieter wird bei den aktuellen Rahmenbedingungen und Vermieterbashing sein Vermögen einsetzen, um grundlegend energetisch zu sanieren..

    Realität siegt am Ende immer..

    • @Petzi Worpelt:

      Dein fiktionaler Vermieter möchte Fördermittel einstreichen, also muss COP 3 erreicht werden. Da hast du keine Mehrkosten mehr, sondern sparst Geld.

      • @Optimist:

        Ein nicht fiktionaler - sondern im Gegenteil sehr realer - Vermieter möchte nicht Förderung, sondern unterm Strich möglichst wenig Geld ausgeben.



        Und da ist in der Anschaffung der Unterschied zwischen Wärmepumpe ohne Förderung und Wärmepumpe abzüglich Förderung zuzüglich Begleitarbeiten für Erreichen der Förderbedingungen im Bestand bestenfalls ein Nullsummenspiel.

        Und die Betriebskosten sind dem Vermieter egal...

    • @Petzi Worpelt:

      Ich habe im Februar die alte durch eine neue moderne Gasbrennwertheizung ersetzt, war einfach wirtschaftlicher. Langfristig vermieten wir nur innerhalb der Familie. Ich habe das meinen Verwandten vorgerechnet und alle haben sich für die neue Gasheizung ausgesprochen.

  • Unter dem Deckmantel der hochgejazzten Technologieoffenheit wurden die Fossilbrennstoffe unterstützt und unser Geld dem Export an autokratische Länder preisgegeben. Das ist nicht nur klimapolitisch falsch sondern geht auf Kosten der Zukunft unserer Kinder und Wirtschaft. Es macht uns auch weiterhin abhängiger von Autokraten, gefährdet unsere Landessicherheit (wie zuletzt die Gasabhängigkeit zu Russland) und erzeugt einen steigenden Geldabfluss von 80 Mrd. Euro jedes Jahr. Wie kurzsichtig doch unsere derzeitigen Politiker agieren - es geht ihnen eben nur um Ihren Posten innerhalb der Legislaturperiode.



    Das zerstört unsere Wirtschaftskraft, wie schon die letzten 15 Jahre im Energiesektor. Aber die Union hatte noch nie ein nachhaltiges Wirtschaftsverständnis zur Unterstützung des Mittelstands und der Industrie. Das die SPD diesen Kompromiss einging zeugt davon, dass sie schon lange die wirtschaftlichen Konsequenzen daraus für die Mehrheit der Bürger nicht mehr erkennt und damit kein Vertreter der mehr ist. Vermietung von Wohnraum darf grundsätzlich kein Profitgetriebenes Wirtschaftsgut sein, denn es gehört zur Daseinsvorsorge, welche die Marktwirtschaft nie berücksichtigen wird.

    • @Sonnenhaus:

      Wer es will kann es doch einbauen. Dann muss man aus dem billigen Mieten ins noch billigere Eigentum wechseln. Dann kann man frei bestimmen. Dann sieht man vielleicht quiz mal die echten Kosten und nicht nur den Flatrategedanken.

      • @Mr Vision:

        bei mir geht das auf, denn der Mieter hat nach einbau der WP niedrigere Heizkosten ohne das ich ihm die Wertsteigerung durch eine mieterhöhung anlaste. Die Wertsteigerung (Investition für Sanierung) bekomme ich über den Verkaufswettbewerb mehrfach herein, oder bleibe im Wettbewerbsangebot. Denn eine Immobilie ohne erhaltenem Wert (Instandhaltung, Wartung) verfällt und verliert an Wert. die kann ich dann auch auf dem Markt nicht mehr oder nur billig verkaufen.



        Warum soll den mein Mieter die Wertsteigerung bezahlen, wenn er nichts davon hat? Durch die Wertsteigerung, bzw. den Erhalt ist es mir weiterhin möglich zu vermieten.

    • @Sonnenhaus:

      Wer will das ändern? Solange genau diese Akteure die Politiker stellen?

      Und was geschieht dann wieder mit denen, die offenlegen daß sie Änderungen wollen?

      Siehe Robert Habeck.

      Fromme Wünsche, große billige Worte.

      • @W. Otto:

        wie wäre es z.B. mit einem Mietendeckel, um die Abzocke zu beenden?

    • @Sonnenhaus:

      Wenn der Geldabfluß für Entscheider eine Rolle spielte würden wir wie früher Koks, Stahl, Solarpaneele und Akkus bei uns selbst herstellen. Problem ist, das erzeugt in der Herstellung alles Kohlendioxid, egal wo. Wird es hier emittiert, können sich die Politiker nicht mit Einsparerfolgen brüsten. Wird es anderswo emittiert, können sie mit dem Finger auf China zeigen. Für das Klima ist der Ort der Emission vollkommen irrelevant, es kommt allein auf die Gesamtmenge an.

      • @Axel Berger:

        @ Axel Berger



        Dem Klima vielleicht, aber sicher nicht den Bewohnern der Länder Europas, die vorangig von den Auswirkungen, der auf uns zukommenden Klimakatastrophen, Hitzewelle & Starkregen durch Abschwelzung der Gletscher & Meereseis, betroffen sind.

        • @Alex_der_Wunderer:

          Versteh ich nicht. Sind diese Menschen glücklicher, wenn ihr Lebensraum von China zerstört wird statt von Europa?

          • @Oma:

            @ Oma



            Sicher sind die Menschen dann nicht glücklicher, aber die Menschen in Europa haben ein vorrangiges Interesse sich für den Klimaschutz einzusetzen und sich dementsprechend zu verhalten, da sie schon jetzt die Auswirkungen zu spüren bekommen. Zudem sollten sie sich auch in anderen Ländern, bezüglich der Aufklärung der dortigen Bevölkerung, vor der kommenden Gefahren einbringen.

      • @Axel Berger:

        Wird aber nicht funktionieren, da die Herstellung bei uns zu teuer ist. Egal wo es emittiert wird, bei regnerativen Erzeugern ist der Anteil gering genug um Lebensverträglich zu sein. Damit wir nicht auf Frau Reiche zeigen müssen sollte sie eine nachhalotige und sozialverträgliche Energiepolitik betreiben.

  • Die Lösung ist doch ganz einfach: Wärmepumpen sind deutlich teurer als Gas- oder Ölheizungen. Folglich muss diese Investition sich rechnen bzw. die Mehrkosten müssen umgelegt werden. Wenn dies der Fall ist, dann würde es kaum für Aufregungen sorgen. Leider sind nicht nur die Wärmepumpen deutlich teurer, sondern auch der Strom ist extrem teuer. Bei nahezu 25 Cent und einen COP von deutlich unter 3,0 in älteren Gebäuden, wird eine Wärmepumpe zu wesentlich mehr Kosten führen als derzeit ein Brennwertkessel mit Gas oder Öl.

    • @Pico :

      Die JAZ ist auf Gebäude mit Wärmepumpe bezogen und somit zum Vergleich besser, COP ist nur gerätebezogen.

    • @Pico :

      In alten Ein -zweifamilienhäusern ist COP 5 erreichbar. Brauchts natürlich Dämmung.

      • @fly:

        Das müssen Sie bitte genauer erklären. Richtig ist, eine Arbeitszahl gilt in einem Betriebspunkt und die Jahresarbeitszahl ist über alle Betriebspunkte gemittelt, die vom Wärmebedarf und -angebot über das Jahr tatsächlich durchlaufen werden. Sonst sind Arbeitszahl, AZ und COP nur verschiedene Schreibweisen resp. Sprachen.



        Recht haben Sie, daß ein hingeworfenes Drei-Buchstaben-Akronym nicht sicher erklärt, was der jeweilige Autor gerade genau meint.

      • @fly:

        Das ist vollkommener Unsinn. Der COP 5,0 ist auch in hochgedämmten Altbauten NIE erreichbar. Ein COP von 3,0 ist ein Wunsch, der oft, trotz Dämmung im Altbau NIE erreicht wird. Hinzu kommt, dass sich teure Dämmung, teure Wärmepumpen etc. NIE rechnen werden. Eine Wärmepumpe kostet das dreifache eines Brennwertkessels. Dieser Kessel hält 20 Jahre. Davon träumt die Wärmepumpe. Es ist eben nicht wirtschaftlich. Rechnet sich nicht und wird deswegen nicht nachgefragt.

        • @Pico :

          Sorry, Messungen des Fraunhofer-Institus belegen JAZ deutlich über drei bei sanierten Gebäuden.

        • @Pico :

          Das sehe ich täglich anders, da die Anlage bei mienem Nachbarn genau diesen hohen Nutungsgrad nachweist. In einem Altbau mit Dämmung.



          Funktioniert also, und in Skandinavien schon seit mehr als Jarhen, obwohl es dort noch kälter als bei uns ist. Den Nachbarn freut es da sich die Anlage innerhalb der Laufzeit reinvestiert. Und mit PV auf dem Dach bleibt auch das Geld für die noch benötigte Energie im Land, bzw. im Haushalt und landet nicht bei Trump & Co.

          • @Sonnenhaus:

            Die Meßwerte möchte ich tabelliert gern sehen und wissen, wie genau sie erfaßt wurden. Ich unterstelle, sie stammen aus dem Prospekt des Anbieters. Wir haben hier mit Bodensonden und Niedertemperatur-Fußbodenheizung im Neubau eine Jahresarbeitszahl von typisch 4.3 für die Heizung. Für Warmwasser liegt sie um 2.8. Die Vorlauftemperatur für Heizkörper wird zumindest an den kältesten Tagen, wo die größten Mengenanteile des Jahres gebraucht werden, nicht weit unter unserer Warmwassertemperatur von 60 °C liegen.

          • @Sonnenhaus:

            Ein COP von 3,0 ist im Altbau mit Dämmung erreichbar. Ein COP von 5,0 ist auch bei einer Dämmung nicht möglich. Nur in Übergangszeiten, z.B. bei Temperaturen von 16°, ist ein COP von 4,2 bis 4,8 durchaus möglich. Aber bei solchen Temperaturen fährt auch meine bewährte und zuverlässige Brennwerttechnik herunter und verbraucht so gut wie kein Gas. Und in Skandinavien hat sich die WP ja nur deswegen durchgesetzt, weil es so gut wie keine Gasnetze gibt. Stromnetze schon. Und Strom ist dort eben deutlich günstiger, so dass sich auch mit einem COP von 1,0 dort heizen lässt. Ich komme aus dem Handwerk, habe Verwandte und Bekannte aus dem Heizungsbereich, aus dem Elektrobereich usw., keiner ist von der WP überzeugt. Ich auch nicht.

    • @Pico :

      Und warum ist in Deutschland der Einbau von Wärmepumpen so teuer? An den Geräten kann es nicht liegen, die gibt es im Ausland für 4stellige Beträge.



      Zum einen ist es die Bürokratie, die detaillierte Auflagen zur Aufstellung und Installation macht und zum anderen (der wesentliche Teil) ist die Gestaltung der Förderung: Bis zu 70%, aber max. 21K€. Also sagt der Installateur 30K€.

      • @IjonTichy:

        Die Geräte im und aus dem "Ausland" geben ja auch nach 5 Jahren den Geist bei uns auf ....



        Es ist ja auch nicht gut, ein Auto im 2. Gang, ständig mit Vollgas zu fahren. Frag doch mal die Heizungsbauer warum sie solche Geräte nicht einbauen wollen.

        • @Pico :

          Das liegt wohl eher an der geringen Marge für den Heizungsbauer. Die Lebensdauer ist bei uns die gleiche.

          • @Sonnenhaus:

            Nee, das ist sie eben nicht. Die Lebensdauer einer Wärmepumpe ist zum einem deutlich geringer als die eines Brennwertkessels und zweitens ist die Lebensdauer einer WP aus Fernost nochmals geringer. So einen Schrott würde ich nie einbauen wollen.

            • @Pico :

              Beim Öl-Brennwertkessel halten die heimischen Brenner auch kaum länger als 5 Jahre und die Einsparung gegenüber normalen Niedertemperaturkesseln ist homöopathisch. Das mit den so schlechten WP aus Fernost ist genauso ein doofes Geschwätz wie in den 1970er über japanische Auto und andere Technik.



              Wir haben Verwandte, im Iran die heizen und klimatisieren seit 10 Jahren mit chinesischen und südkoreanischen Klimasplitgeräten Etagenwohnungen von Größen bis 400qm und haben bei regelmäßiger Wartung bislang keine Probleme.

      • @IjonTichy:

        70% nur bei versteuertem Einkommen von unter 40k. Also eher selten für Vermieter.

        Wärmepumpe gibt es für unter 10k, aber vielleicht nicht die Beste. Und, korrekt, Installation und Entsorgung der alten Anlage kostet einiges. Wärmepumpen für ein fünfstöckiges Gebäude in Berlin wird aber viel teurersein, wenn überhaupt machbar.

        • @fly:

          Ja, die 70 % Förderung ist nicht realistisch, da kein Hausbesitzer unter 40T€ Einkommen hat und gleichzeitig vermietet. Da gibt es wenig Ausnahmen.



          die Qualität der WP unter 10T€ ist hervorragend. die entsorgung der Altanlage, meist Öl oder Gas ist günstig zu bekommen. Das fünfstöckige Gebäude ist ebenso wirtschaftlich sanierbar, wenn man weis wie es geht.

        • @fly:

          Ich kenne grob die Förderungsregularien, deswegen auch "bis zu". Es geht mir darum, dass die Förderpraxis falsche Preisanreize setzt. Günstigere Angebote heißt auch weniger Förderung.

  • Ich kann Ihre Perspektive nicht teilen. Die Heizungen tragen mit weniger als 20 % zu den Treibhausgasen bei. Die Hoffnung, die Gesamtemissionen maßgeblich über die Heizungen absenken zu wollen, ist daher eine Illusion und ein übertriebenes Argument. In Kiel wäre es zudem absurd, weil 42 % der Heizungen über Fernwärme gespeist werden, die über ein Kraftwerk der Stadt mit Gas betrieben werden. Da wäre ich als Vermieter gar nicht am Zug. Kiel und andere Städte wünschen sich zudem Fernwärme, damit sich der Netzausbau für sie wirtschaftlich lohnt. - Das entspräche auch nicht Ihrer Vorstellung.

    Hinsichtlich der Kosten eine Deckelung zu verlangen und gleichzeitig die Lasten auf die Eigentümer zu verlagern, macht nicht nur den Neubau, sondern auch den Erhalt der Immobilie unrentabel. Vielleicht sollten Sie einmal angeben, wie viel Rendite Sie fair fänden – und dann ausrechnen, ob ein durchschnittlicher Vermieter diese bei all den Kosten und Risiken (Gebäuderenovierungen, Sanierungspflichten, Mietausfallrisiko und eigenen Steuern auf Einkommen aus Vermietung) noch erwirtschaften kann.

    • @contentcoyote:

      Das Eingangsargument zieht leider nicht. 20% ist schon eine Menge.



      Ansonsten würde gelten, Flugverkehr trägt nur zu 3% bei. Also vernachlässigbar. Etc. Welcher Einzelfaktor würde sich dann lohnen?

      • @fly:

        Um die Klimaziele zu erreichen, müssen alle Emittenten in die Pflicht genommen werden. – Dieser Teil stört mich nicht, sondern die verdummende Rhetorik - die die Katstrophe an die Wand malt - und in den Vermietern Menschen sieht, die sich aus Egoismus an den Kosten vorbei mogeln wollen. – Mein Argument war, dass dies nur ein Beitrag sein kann - und man den auch bitte benennen soll, welchen Effekt man sich für die Klimaziele erhofft (und wie realistisch das ist). - Nur dann kann man das Gesetzt würdigen - vielleicht ist es ja nur Agitation mit geringem Effekt. - Dann behalten Sie immer noch recht, aber für die Abwendung der Klimakatstrophe ist nicht viel gewonnen - und eine bescheidenere Begründung hätte es auch getan. – Mehr noch stört mich die Zumutung, dass der Vermieter per se nur seinen Gewinn im Blick hat (als wäre dies in einer sozialen Marktwirtschaft anrüchig). Wer Gesetze erlässt, darf nicht nur sein Ziel vor Augen haben. - Er muss dabei die Finanzierung mit in den Blick nehmen, den der einfache Vermieter muss bei den Kosten in Vorleistung gehen - und hat das Haus vielleicht zu seiner Altersversorgung gekauft und abbezahlt. Da möchte er dann vielleicht auch sparsam sein.

      • @fly:

        Die Argumente wie das mit dem bisschen Flugverkehr, den paar Kreuzfahrtschiffen, den paar Deutschen verglichen mit den Chinesen.... gelten leider nun mal für WEITER SO, noch mehr Wohlstandsverwahrlosung, nach mir die Sintflut.....



        Einzelfaktoren gelten wohl nur für einzelne. Ein Einzelner, der sonntags 300 km mit seiner Harley sein Jekyll&Hyde-Brüllrohr spazieren fährt, kann durchaus nichts davon halten, seine Weihnachtsgans auf der AIDA in der Karibik zu "genießen".

    • @contentcoyote:

      Richtig und sehr gut argumentiert. Es ist schlichtweg unrentabel heutzutage eine Wohnung zu vermieten. Ein Punkt ist sicherlich den "verhassten Vermietern" immer mehr Lasten aufzudrücken. Die Folge: Deutlich weniger wird gebaut und folglich auch weniger zu vermieten. Wer Umbauten fordert, der muss auch bereit sein und eingestehen, dass diese Umbauten bezahlt sein wollen. Und das kann nur durch Umlagen geschehen, sprich durch Erhöhung der Mieten. Und nicht durch noch mehr Beschneidung der Einnahmen für die Vermieter.

      • @Pico :

        Das ist nicht richtig. Denn in meinem Fall geht sas sehr wohl, soweit die Vermietung nicht der schnellen Geldvermehrung dienen soll. Doch gerade das verstehen viele unter Immobilienvermietung, ein zweites oder alleiniges Einkommen ohne Leistung zu haben.

      • @Pico :

        "Es ist schlichtweg unrentabel heutzutage eine Wohnung zu vermieten."

        Klingt merkwürdig. Wenn es so wäre, würde es niemand tun.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          "Wenn es so wäre, würde es niemand tun."

          Wenn alle spitz rechnen und strikt ökonomisch handeln würden, gäbe es weniger Mietwohnungen (aber mehr Eigentumswohnungen und Leerstand), weniger landwirtschaftliche Betriebe, weniger selbstständige Handwerker etc. Und auch sonst würde man es viel öfter sein lassen, schlechtem Geld noch gutes hinterherzuwerfen...

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Machen ja auch immer weniger private Vermieter. Entweder leer stehen lassen oder an Konzerne verkaufen.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Die Neu- und Umbauten sprechen eine klare Sprache. Und ja, ich vermiete selbst. Das rechnet sich nur deshalb, weil ich 80% der Umbauten und Reparaturen selbst ausführe. Und dann bleibt es trotzdem bei mageren 2% Rendite.

          • @Pico :

            Also vermieten Sie, weil Sie eine soziale Ader haben? Oder doch wegen des Geldes?

            • @warum_denkt_keiner_nach?:

              Sie tun gerade so, als würde sich das gegenseitig ausschließen. Als wäre es unanständig, etwas anzubieten (eine Wohnung), die jemand anders gegen Geld nutzen möchte. Natürlich gibt es unter Vermietern schwarze Schafe wie unter Mietern auch. Aber Vermietern vorzuwerfen, sie wollten Geld verdienen, ist absurd.

            • @warum_denkt_keiner_nach?:

              Klar, weil ich eine soziale Ader habe, geerbt habe und niemals kaufen würde um mich mit mageren 2% abzufinden.

          • @Pico :

            Das reicht ihnen nicht? Obwohl Sie mit dem 80% Umbau DIY ihren Immobilienwert erhalten, wollen Sie daran auch noch zusätzlichen Reibach machen?

            • @Sonnenhaus:

              Wenn ich für jede Stunde die ich dort verbringe und an Zeit investiere mit nur 5€ ansetzen würde, dann würden aus diesen 2% plus, ganz locker 3% im Minus ….

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          weil wir für Wohnungen, welche auf dem Grundstück meines Elternhauses, quasi als Hinterhaus, planen, eine Mindestmiete von 16€/qm verlangen müssten. Zusatzkosten durch andere Heizungen/Umweltauflagen noch nicht eingerechnet. Und dann ist es nur kostendeckend. Also wird gebaut, aber nur hochwertige 2 und 3 Zimmer Eigentumswohnungen für 6000€/qm. Im Großraum Köln finden sich auch dafür genug Interessenten. Auch wenn diese nicht direkt an der Straße liegen.

          • @Oleg Fedotov:

            Leider ist es so, dass doch viele Mieter nicht sehen, meist nicht sehen wollen, dass Bauen, Umbauen, Wohnungen erhalten usw. viel, viel Geld kostet. Würde ich nicht viele Arbeiten selbst machen oder meine Bekanntschaft mithelfen, besonders mein Bruder als Malermeister, würde sich das Vermieten, sofern dafür Firmen beauftragt würden, für mich nie rechnen bzw. ich müsste tatsächlich statt, 9,00€/10€ im Ballungsräumen, tatsächlich 20,00€ nehmen müssen. Was ich betreibe, ist eigentlich ein Stück weit Selbstausbeutung. Ärgerlich dabei ist, das selbst die Ausbeutung an mir selbst, von einigen auch noch mit "Reibach machen" gleich gesetzt wird ....

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Es gibt einen massiven Mangel an Mietwohnungen. qed.

          • @MK:

            Ja. Aber auch sehr viele vermietete Wohnungen.



            Das Problem ist, dass am Bedarf vorbei gebaut wurde und wird.?

            • @warum_denkt_keiner_nach?:

              Das "Problem" ist, dass weniger als der Bedarf gebaut wird.



              Und es wird eben jenes untere Segment des Bedarfs ignoriert, in dem sich Wirtschaftlichkeit nicht herbeiregulieren lässt.

              Die Zeiten als sich mit Meyer'schen Höfen und ähnlichen Gebäuden der Bedarf in diesem unteren Segment wirtschaftlich decken ließ, sind vorbei - aus Gründen...

            • @warum_denkt_keiner_nach?:

              Natürlich, die stehen alle schon länger, die Entscheidung ist gefallen und das Geld weg. Wenn am Bedarf vorbei gebaut wäre, stünden die ungebrauchten Wohnungen leer. Wo sind die? Gut, in der entvölkerten Provinz gibt es welche, aber keine neu gebauten.

            • @warum_denkt_keiner_nach?:

              Wenn am Bedarf vorbei gebaut werden würde, müsste es ja eine riesige Blase von unvermietbaren Wohnungen am Markt geben.

          • @MK:

            Richtig.

  • Gilt diese angedachte Neuverteilung dann wenigstens für alle oder nur punktweise? In der deutschen Heizperiode liegt die Kohlendioxidemission des deutschen Strommix bei knapp 500 g/kWh (Quelle Agora). Mit der Arbeitszahl einer Wärmepumpe gedrittelt fällt das unter die Emission einer guten Gastherme, aber nicht weit. Hohe und stark steigende Netzentgelte gibt es auch beim Strom und mit dem Bedarf für Heizwärme und Elektromobilität wird die Steigerung sich weiter beschleunigen.



    Der Text macht die stillschweigende Annahme, Wärmepumpen seien im Betrieb billiger. Der Wärmebedarf von Gebäuden unterscheidet sich massiv, für einen Vergleich der Heizungen, nicht der Wärmedämmung, muß man auf die abgegebene Nutzwärme beziehen. Aus mir vorliegenden Abrechnungen finde ich als Mittel über mehrere Jahre in Eur/MWh:



    Heizöl Leverkusen: 70.9; Heizöl Düsseldorf: 108.4; Erdgas Köln: 114.4; Wärmepumpe Köln: 115.8; Fernwärme Berlin: 198.4



    Die Wärmepumpe ist hier in gut gedämmten Neubau. Mit Bodensonden und Niedertemperatur-Fußbodenheizung erreicht sie Jahresarbeitszahlen von um 4.3. Nachgerüstet und mit Luftquelle auf Heizkörper funktioniert sie natürlich ebenso, wird aber deutlich teurer.

    • @Axel Berger:

      Im Unterschied zur Gastherme sinkt der CO2-Koeffizient des Stromnetzes stetig, mit dem Ausbau der EE.

      • @Optimist:

        Dagegen wurden und werden die Gasthermen immer leistungsfähiger. Und wenn man z.B. nur ein Bruchteil der Maßnahmen bei Gasthermen durchführen würde, z.B. Dämmung, größere Heizkörper oder gar Fußbodenheizung, wie sie bei der WP zwingend notwendig sind, dann hat die Gastherme immer noch einen Preisvorteil. Obwohl mit Strafsteuer belastet.

  • Kann man davon überrascht sein?

    Nein.

    Die Konservativen unserer Zeit sind nur noch Totengräber der Demokratie.

    Sie sind nie Bewahrer von Werten gewesen, jeder könnte es sehen daß sie stets nur Macht um ihrer selbst und das "Gestern", die gute alte Zeit möglichst lange, egal mit welcher Konsequenz, wollten.

    Egal, wie unrealistisch, unmöglich das ist.

    Evolution. Naturgesetz: Anpassen, oder Auslese.

    Die Entscheidung ist gefallen...

  • Nur können Vermieter laut Gesetz die Miete halt nicht erhöhen, wie sie wollen. Eine Umlage auf die Grundmiete ist daher nicht zulässig. Im Übrigen setzt der Vermieter die Mehrkosten einfach bei der Steuer ab und merkt hierdurch kaum einen Unterschied.

    Wichtiger wäre es, Modernisierungskosten nicht zu deckeln und damit eine Kostenneutralität für Vermieter herzustellen. Gleichzeitig dürfte der Neueinbau von fossilen Heizungen niemals als "Modernisierung" gelten und damit die Umlagefähigkeit entzogen werden. Nur so klappt es im Gebäudesektor auch mit der Klimaneutralität bis 2045.

    • @DiMa:

      Sie verstehen schon wie der Abzug von Betriebsausgaben/Werbungskosten funktioniert, oder? Der Vermieter kann nicht die Betriebsausgaben von der geschuldeten Steuer abziehen, sondern vom zVE bzw. die Betriebsausgaben wirken sich auf dieses aus.

      Wenn der Vermieter dieses Jahr eine Wärmepumpe für 20.000 Euro einbauen lässt, kann er das Ding über die nächsten 20 Jahre Abschreiben und hat dafür in diesem Jahr Kosten von 20.000 Euro. Das klingt nicht sehr attraktiv.

    • @DiMa:

      Ein Neubau/Austauach einer fossilen Heizung kann nicht als Modernisierung umgelegt werden.



      Absetzen von Steuer: Die Einnahmen fehlen trotzdem, soll man jetzt möglichst viel ausgeben um Steuern zu sparen?



      Richtig ist, dass die Modernisierung durch die Deckelung zu 90% beim Vermieter bleibt, die haben ja genug Kohle, un können es ja über 50 Jahre absetzen.

      • @Quantensprung:

        Woher wissen Sie, dass Vermieter "...ja genug Kohle..." haben? Falls das so ist, kann es nicht vom vermieten von Wohnungen kommen, da bewegt sich die Rendite zwischen -2 und +4%.

        • @Bommel:

          Wenn Ihre Ausgaben so hoch sind, dass nur 2-4% Rendite besteht machen Sie etwas falsch bei den Ausgaben oder die Wertigkeit ihrer Immobilie ist miserabel. Wer mehr als 2 % Rendite einnehmen will sollte keine Immobilie als Grundlage nehmen, denn dieser Geldsegen ist bestimmt von grundlegender Lebensabhängigkeit und wird ab einem bestimmten Verhältnis zur Ausbeutung der Mieter, nur weil der Vermieter nicht vernünftig mit der Immobilie wirtschaftet.

      • @Quantensprung:

        Wenn eine neuie fossile Heizung gegenüber der alten (in der Regel auch fossilen) Heizung nachhaltig Energie einspart, dann gilt dies auch - Stand heute - als umlagefähige Modernisierung.

    • @DiMa:

      Nur weil man was von der Steuer absetzen kann heißt es nicht, dass man die Ausgaben nicht spürt. Man hat weniger Gesamteinkommen. Heißt nicht, dass ich so viel weniger Steuern zahlen muss wie ich ausgegeben habe, nur anteilig

      • @Klaus Schwarzmüller:

        Aber sie steigern damit die Wertigkeit Ihrer Immobilie und wollen hierfür noch von Dritten belohnt werden? Das wäre nur korrekt, wenn sie die Immobilie marktgerecht verkaufen.

        • @Sonnenhaus:

          Man vermietet ja nicht als Menschenliebe, sondern um größtmöglichen Gewinn zu generieren.

      • @Klaus Schwarzmüller:

        Es geht nur um die Hälfte bestimmter Mehrkosten. Das sind für Vermieter Peanuts. Nach Steuerabzug merkt ein Vermieter diese kaum

    • @DiMa:

      Bei 100 % Steuersatz (Grenzsteuersatz, nicht Mittel) hätten Sie recht. Über das "Abschreiben" kursieren viele Wahnvorstellungen.



      Richtig ist, wer Kosten abschreibt, die er nie hatte, gewinnt. Das ist ganz einfach Betrug und kriminell. Achten Sie einmal darauf, wer sich im weiteren Bekanntenkreis nach einem privaten Essen eine Quittung geben läßt und einsteckt. (Vieles andere ist weniger sichtbar.)

    • @DiMa:

      "Nur so klappt es im Gebäudesektor auch mit der Klimaneutralität bis 2045."

      Das sind nur noch 19 Jahre. Selbst wenn wir die Zahl der Handwerker in Deutschland verzehnfachen könnten, würden wir es zeitlich nicht schaffen auch nur annähernd alle der noch knapp 16 Millionen unsanierten Gebäude umzurüsten.

      Für den Wohngebäudebereich geht man außerdem aktuell von mind. 1 Billionen Euro Kosten für die Umrüstung aus.

      Selbst wenn wir genug Fachkräfte hätten - soviel Geld ist einfach nicht da. Besonders nicht, wenn wir demnächst gar keine Industrie mehr haben.. Selbst für die öffentlichen Gebäude werden 120 Milliarden veranschlagt. Wo soll das herkommen? Demnächst werden Theater weggekürzt, Jugendräume, Schulbegleiter, usw..

      • @Petzi Worpelt:

        Und dann spart man noch an der Qualität der Heizungssanierung?



        Warum heizen Sie nicht gleich mit Kohlenbrikett. Ist günstiger und klimaegal, da die Klimaneutralität eh nicht erreichbar ist. So what.

      • @Petzi Worpelt:

        Na klar. Nur wenn so oder so eine Heizung ausgetauscht werden muss, dann fallen auch so oder so keine Mehrhandwerkerstunden an.