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AfD-VerbotHört doch endlich zu!

Marco Fründt

Kommentar von

Marco Fründt

Seit Jahren wird diskutiert, ob man die AfD verbieten kann oder sollte. Warum nicht einfach auf jene hören, die die NS-Zeit erlebt haben?

Menschen protestieren gegen die AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ in Berlin Foto: Carsten Koall/dpa

S chon seit über zehn Jahren wird in Deutschland darüber diskutiert, ob man die rechtsextreme AfD verbieten sollte. In NRW haben sich zivilgesellschaftliche Gruppen nun zusammengeschlossen, um die Landespolitik endlich zum Einlenken zu bewegen. Kri­ti­ke­r:in­nen der Partei war schon früh nach ihrer Gründung 2013 klar, dass nicht unwesentliche Teile der AfD aus Rechtsextremen bestehen.

Erst Jahre später, 2019, reagierte der Verfassungsschutz mit der Einstufung des sogenannten „Flügels“ um Björn Höcke als rechtsextremen Verdachtsfall. Seit Anfang 2025 gilt die Gesamtpartei als gesichert rechtsextrem, selbst wenn der Verfassungsschutz diese Bezeichnung bis zum Ende der AfD-Klage nur intern nutzt.

Solange die Debatte schon dauert, wird sie auch von Stimmen begleitet, die ein AfD-Verbot entweder fälschlicherweise für nicht möglich oder aber sogar für falsch halten. Für Letzteres sind die Argumente verschieden: Manche sagen, man müsse die AfD wegen der relevanten Zahl an Wäh­le­r:in­nen­stim­men miteinbeziehen. Dem Opfernarrativ der Partei die Grundlage zu entziehen funktioniert aber nicht. Ihm zu folgen, mündet, wie wir sehen, zwangsläufig in einem Rechtsruck.

Manche linken Geg­ne­r:in­nen eines Verbots wiederum führen an, dass das Verbot einer Oppositionspartei nicht nur autoritär, sondern auch ein Eingeständnis des Scheiterns der liberalen Demokratie ist. Damit haben sie sicher recht. Dass CDU, CSU und SPD eine große Mitschuld am Erstarken der Rechtsextremen haben, liegt auf der Hand. Und auch der Einwand, ein AfD-Verbot würde die Rechtsextremen in Deutschland nicht verschwinden lassen, ist korrekt.

Zeit für „letzte Mittel“ wie das Parteiverbot

Wir befinden uns in einer Zeit, in der die liberale Demokratie einerseits immer häufiger enttäuscht, weil sie illiberaler wird und sie andererseits massiven Angriffen durch die AfD & Co. ausgesetzt ist. Ein Parteiverbot sollte das letzte Mittel sein. Doch wir befinden uns in der Zeit der letzten Mittel. Es kann jetzt nur noch darum gehen, Schlimmeres zu verhindern.

Hören wir doch auf jene, die den Nationalsozialismus erlebt haben. Erst vor wenigen Tagen warnte der Holocaustüberlebende Leon Weintraub vor der AfD: „Die Verbrechen der Nazis begannen nicht in Auschwitz. Sie begannen mit Ausgrenzung, Erniedrigung und mit Verächtlichmachung der Jüdinnen und Juden und weiterer Minderheiten.“ Das Gleiche tut heute die AfD.

Sich gegen die Feinde der Demokratie zu wehren, sei die entscheidende Lehre aus dem Holocaust, sagt Weintraub. Ja, es gibt Unterschiede zwischen den Nationalsozialisten und der AfD. Doch die Parallelen sind zu zahlreich. Das sagen neben His­to­ri­ke­r:in­nen auch Holocaustüberlebende wie Leon Weintraub, Albrecht Weinberg oder Sally Perel. Wenn Bun­des­po­li­ti­ke­r:in­nen „Nie wieder“ sagen, wie können sie dann jene ignorieren, die es selbst erlebt haben und sagen, es geht wieder los?

Daher, hören Sie ihnen zu, wenn sie sagen: „Leiten Sie ein Verbotsverfahren gegen die AfD ein. Die Geschichte wird es Ihnen danken.“

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Marco Fründt
Seit November 2024 Volontär der taz Panter Stiftung. Studierte Politik- und Erziehungswissenschaften in Bielefeld und Thessaloniki sowie Neogräzistik in Berlin. Derzeit im Ressort Reportage und Recherche. Schwerpunkte: Erinnerungspolitik, Inklusion und der griechischsprachige Raum.
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69 Kommentare

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  • Die AfD verbieten zu WOLLEN, reicht nicht - egal welche politischen, historischen oder sonstwie legltimierten Zeugen man zur Legitimierung dieses Wunsches heranzieht. Zuerst muss man sie verbieten KÖNNEN. Und die verfassungsrechtlichen Hürden dafür werden nicht niedriger, nur weil man den Wunsch brennender äußert oder Zeitzeugen der Nazis zitiert.

  • 14.02.26 Brandenburger Tor 12 - 13 Uhr

  • ""Leiten Sie ein Verbotsverfahren gegen die AfD ein""



    ==



    Im Mai 2025 stuft das Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln die AfD nach mehrjähriger Prüfung nun als „gesichert rechtsextremistisch“ ein. Der Verdacht, dass die Partei Bestrebungen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung verfolge, habe sich bestätigt und in wesentlichen Teilen zur Gewissheit verdichtet.



    ==



    Die agd klagt nun gegen idie Einstufung als „gesichert rechtsextrem“ durch den Verfassungsschutz --- darufhin setzte der Verfassungsschutz die Bewertung vorerst aus.



    ==



    Ein konkretes Datum für das Urteil des Verwaltungsgerichts Köln zur Einstufung als "gesichert rechtsextrem" steht allerdings noch nicht fest



    ==



    Die noch ausstehende endgültige Entscheidung ist die Grundlage für alle folgenden konkreten Schritte die agd zu verbieten.



    ==



    Dass CDU, CSU und SPD eine große Mitschuld am Erstarken der Rechtsextremen haben sollen ist eine steile These - bin gespannt auf eine Begründung.

  • Söder/Merz sprachen von der Brandmauer nie, um sich inhaltlich abzugrenzen. Das wäre von Anfang an unglaubwürdig gewesen. Es ging nur darum, den schärfsten Konkurrenten um die Macht einzugrenzen, indem man die Ähnlichkeiten offiziell leugnet, um sie realpolitisch besser verwirklichen zu können. So wie damals in West-D die SPD eine (nicht so genannte) Brandmauer gegen die Grünen errichtete, indem sie alle ihre Anträge ablehnte, und dann fast gleichlautende selbst einbrachte. So will die CSU jetzt einiges von der Politik umsetzen, die sie bei R. Habeck aggressiv zurückgewiesen hatte. Sogar die Wochenshow machte sich darüber schon lustig.



    Immer der selbe Mechanismus im Kampf um Macht, statt um Inhalte. Ein AfD-Verbot kann den rechten "Mitte"-Parteien nicht gefallen, weil dafür deren INHALTE geprüft würden. Die gemeinsamen Schnittmengen würden zu offensichtlich.

  • Im Grunde genommen wird mit dem Slogan "AfD-Verbot" das Pferd von hinten aufgezäumt. Denn was wir als Bürger mit aller Energie verlangen müssen ist eine Prüfung der AfD durch das Bundesverfassungsgericht. Stellt das höchste deutsche Gericht bei der Prüfung der fest, dass die AfD verfassungswidrige Ziele verfolgt, folgen daraus entsprechende Konsequenzen.

    Warum wurde bis heute keine Überprüfung beantragt? Trotz zahlreicher Hinweise auf rechtsextreme Bestrebungen der AFD? Das müssen wir Bundesregierung, Bundestag und/oder Bundesrat fragen.

    Niemand der angesprochenen Politiker (nur sie können einen solchen Prüfantrag stellen) soll sich mit "Ich bin gegen Parteiverbote" herausreden können. Er hat schließlich auch gar nichts zu verbieten. "Warum verhindern Sie die Prüfung, warum hindern Sie das Bundesverfassungsgericht, seine Arbeit zu tun?", muss die Frage lauten.

  • Die AfD wird verboten werden. Die Vorstellungen der Partei laufen nahezu vollständig gegen die Logik unserer Verfassung. Etwa ein selektives Sozial- und Krankversicherungssystem - das gab es zuletzt bei der Apartheit in Südafrika und im Süden der USA bis Ende der 1950er. Dann sollte man sich daran erinnern, dass die NSDAP die Arbeitslosenhilfe für Juden 1933 einfach strich. Diese Logik, bestimmte Gruppen aus Transferleistungen auszuschließen, die ist direkt aus dieser Haltung abgeleitet. Ohne AfD-Verbot leben wir in einer großen Gefahr. Anders als bei der NSDAP kommt bei der AfD hinzu, dass sie sich anderen, fremden Mächten anbiedert, ob das Ungarn, Russland, China oder Iran war / ist. Diese Partei bringt deutsche Interessen auf eine Art Handelsplatz. Und die Partei wird von sehr rechtsextremen Zirkeln von Außen stark beeinflusst, das war bei der NSDAP definitiv nur sehr abgeschwächt der Fall.



    Hinhören = Verbieten (, das bitte aber sauber.)

    • @Andreas_2020:

      Mit Blick auf die geltende Rechtslage ist zum Beispiel auch jede Bestrebung Abtreibungen zu legalisieren gegen grundlegende Werte unserer Verfassung gerichtet. Das macht die Parteien, die diese Bestrebungen unterstützen, aber noch lange nicht "verbietbar". Im Vergleich dazu ist der Kriegsfuß, auf dem die AfD nachweislich mit der Gleichheitsgrundsatz steht, auch nicht so komplett unerträglich.

      "Verbotsträchtiger" könnte ihre Einstellung zur Würde (je)des Menschen und zur Demokratie (insbesondere mit ihren Auswüchsen "Parlamentarismus" und "Pressefreiheit") sein. Aber auch da muss man ihr erst einmal nachweisen, dass sie die als Gesamtorganisation wirklich aktiv bekämpft. Das ist nicht so leicht, wie es scheint. Vor allem vermisse ich bislang in der Begründung der Verbotsplädoyers jegliche verwertbaren internen Äußerungen, die das unterlegen. Entweder die AfD hat ihre Leute wirklich gut im Griff, Verfassungsschutz, Medien Aktiviti etc. scheitern jämmerlich bei der Infiltrierung oder die AfD schafft wirklich den Spagat zwischen bräunlicher Lautsprecherei und Systemtreue. Letzteres halte ich zwar für die unwahrscheinlichste Lösung, aber egal: Aktuell reicht's nicht für ein Verbot.

  • Bitte - nehmen wir die Scheuklappen für einen Moment ab. Sobald eine persönliche Handlungsfreiheit die Handlungsfreiheit der Anderen beschneidet, entsteht entweder Zwang oder Konflikt. Sobald ein Bedürfnis durch institutionell konsolidierten Zwang legitimiert wird, entsteht ein "Recht". Dieses "Recht" wir immer verliehen - und kann natürlich auch wieder entzogen werden. Ob dieser "Rechtsentzug" in der Lage ist, das dem "Recht" unterliegende Bedürfnis einzelner Akteure zu stillen, bleit fragwürdig. Ob Zwang dazu das Mittel sein sollte, mindestens zweifelhaft.

    Jeder sollte sich die Frage stellen dürfen, ob "wirkliche Politik" (also jene, welche eine faktische Wirkung entfaltet (Gelder verteilt, Recht zuspricht, etc.)) im Plenarsaal zwischen Vielen oder per Handschlag nach einem Vieraugengespräch zwischen relevanten Akteuren stattfindet. Es gibt ohnehin kein Recht auf eine Beantwortung dieser Frage.

  • All jenen, die hier so eifrig gegen ein Verbotsverfahren gegen die AfD anschreiben, sei dieser Artikel im Verfassungsblog ans Herz gelegt:

    Rechtswissenschaftliche Stellungnahme zu einem Parteiverbotsverfahren gegen die Alternative für Deutschland

    verfassungsblog.de...botsverfahren-afd/

  • Mutig, allein der CDU/CSU die alleinige Schuld am Erstarken der AFD zu geben, von den anderen Parteien habe ich hier jedenfalls nichts gelesen. Dabei ist die SPD seit Gründung der AFD mehr oder weniger durchgängig an der Regierung beteiligt, auch die Grünen und FDP haben fleißig mitregiert. Und die Linke hat insbesondere im Osten jetzt auch nicht unbedingt dafür gesorgt, dass die AFD kleiner geblieben wäre...

  • Hauptsache, wir reden nicht nur über ein Verbot, sondern auch ansonsten deutlich und argumentativ mit jedem, der „Scheissdemokratie“ sagt. Und das sind viele.

    • @Kay Brockmann:

      Da die freie Meinungsäusserung ein zentrales Merkmal einer Demokratie ist, sollen wir also jetzt ein ernstes Wort mit Ihnen reden?



      Wenn jemanden das so empfindet, hätte er in einer funktionierenden Demokratie nämlich jedes Recht das auch zu sagen...

      • @Rikard Dobos:

        Das ist aber genau der Grenzbereich: Wie weit kann die Demokratie ihre eigene Abschaffung (bzw. deren Propagierung) dulden?



        Nur innerhalb des demokratischen Systems gedacht, ist das leicht zu beantworten: "Wenn die Mehrheit das so will, dann soll sie es bekommen." Aber was, wenn es keinen Weg zurück gibt, und die Mehrheit systembedingt nach Abschaffung der "Scheißdemokratie" einfach nicht mehr gefagt wird, ob die nicht doch besser war als das, was sie ersetzte? Das wäre dann natürlich nicht mehr demokratisch. Also Pech für die verbliebenen/ wiedergeborenen Demokraten? Oder doch lieber vorsorgen und die Grenzen der speziell demokratischen Rechte da ziehen, wo sich ihre Ausübung gegen dei Demokratie richtet? Wo anfangen?

        Davon abgesehen ist "ein ernstes Wort Reden" noch lang nicht dasselbe wie "den Mund verbieten". Also ist jemand, der das möchte, auch nicht per se ein autoritärer Antidemokrat.

    • @Kay Brockmann:

      Sollte hier tatsächlich eine inhaltliche Einordnung möglich sein, dann doch am besten die nach Rio Reiser:

      "Ich bin nicht frei, denn ich kann nur wählen..."

  • Ich bin immer wieder verwundert, wenn ich lese, der Rechtsruck in Deutschland hätte seine Ursache im Wirken der AfD.



    Ist es nicht vielmehr so, dass die AfD Symptom einer seit mindestens 30 Jahren verfehlten Politik ist?



    Eine ständig steigende Abgabenlast für die Mittelschicht bei gleichzeitiger Entlastung der höchsten Einkommen/Vermögen und dem Rückzug des Staates von seiner früheren Kernaufgabe (der Daseinsvorsorge) befördern Abstiegsängste. Diese wiederum werden (nicht nur von der AfD) aufgegriffen, einem Sündenbock (Ausländer, Arbeitslose, Rentner, etc.) zugeordnet und mit einfachen Rezepten (Ausländer raus, mehr Arbeiten, weniger Sozialleistungen) versehen.



    Nun kann man aus meinetwegen guten Gründen einen Verbotsantrag stellen und warten was passiert.



    Davon verschwindet jedoch nicht die Ursache sondern lediglich das Symptom.



    Ohne ein gleichzeitiges Umsteuern in der Politik wird das somit nichts mit dem Kampf gegen Rechts.

    • @Uwe Bogumil:

      "Eine ständig steigende Abgabenlast für die Mittelschicht bei gleichzeitiger Entlastung der höchsten Einkommen/Vermögen und dem Rückzug des Staates von seiner früheren Kernaufgabe (der Daseinsvorsorge) befördern Abstiegsängste."



      Und dann zur AfD neigen? Die sind doch gerade für Entlastung der Reichen und Steuersenkungen (= weniger Geld für öffentliche Infrastruktur). Und gegen ziemlich alles, was normalen Beschäftigten direkt oder indirekt wirtschaftlich nutzt - Tarife, Mindestlohn, Grundsicherung (oder deren jeweilige Ausweitung).

      • @Ciro:

        Ich glaube, die wenigsten Deutschen lesen Parteiprogramme. Solange die meisten Wähler ihr Kreuzchen aus dem Gefühl heraus malen, werden Wahlergebnisse stark über die sog. "Sozialen" Medien gesteuert. Das wissen die AfD-Strategen, sind deshalb besonders dort aktiv, und besonders für jüngere Wähler attraktiv.



        Zudem: die Abgabenlast steigt nicht nur für die Mittelschicht. Wie in jeder Torte ist die unterste Schicht am härtesten dran. Wenn der Druck auf die Mittelschicht noch Abstiegsängste auslösen mag, was soll er erst in der Unterschicht bewirken? Doch ein Ausweichen zu den Rändern, nicht wahr?

    • @Uwe Bogumil:

      Wenn erstmal die Faschisten und Demokratie-Hasser von der Bildfläche verschwinden(Verbot der AfD) kann und muss man sich selbstverständlich dem Neoliberalist Merz stellen und seine antisoziale Politik, die mittlerweile immer frecher wird ( Abschaffung der Arbeiter Rechte, Rentenansprüche auf der Börse verzocken (!) ect ect. mit großangelegten Demonstrationen bekämpfen, das wird, denke ich, auch passieren.

  • Warum vertrauen auf einmal so viele Linke dem Verfassungsschutz?



    Verstehe ich nicht.

    • @Peter Schütt:

      Niemand muss dem Verfassungsschutz vertrauen, der das nicht möchte. Irrelevant. Der Verfassungsschutz kann keine Partei verbieten.



      Das kann das Bundesverfassungsgericht, wenn es nach Überprüfung die Verfassungswidrigkeit einer Partei feststellte.

    • @Peter Schütt:

      Wer tut das? Es ist nicht schwer, die AfD als Faschisten zu erkennen. Das muss mir nicht erst der Verfassungsschutz erklären. Wenn nun aber selbst der schon zum selben Ergebnis kommt, wird es höchste Zeit mal ernsthaft zu reagieren.

    • @Peter Schütt:

      Weil sie schlicht und ergreifend keine Idee haben, wie man dem Rechtsruck gesamtgesellschatlich effektiv etwas entgegensetzen könnte. Ein Verbot ist immer die einfachste und oft auch die faulste Lösung, sich mit Problemen auseinanderzusetzen. Sich der Frage zu stellen, warum sich die Gesellschaft so entwickelt, warum viele Wähler das Protestpotential nur noch bei rechten Demokratiefeinden sehen, warum das linke Lager nicht vom Vertrauensverlust in die politische Mitte profitieren kann. Es ist viel einfacher zu fordern, nicht mit der AfD und der deren Wählern zu reden und zu hoffen, dass ein Parteiverbot alles wieder gut macht, als mal zu hinterfragen, wie man pragmatisch Mehrheiten links der Union erreichen kann, um Demokratie und Rechtsstaat gegen ihre Feinde zu stärken zu stärken. Dafür müsste man aber gehörig über den eigenen Schatten springen und eigene Radikalpositionen hinterfragen.



      Dass man hier die Hoffnung in ein vom Verfassungschutz gestütztes Verbotsverfahren legt, zeigt eigentlich, dass das gar nicht so schwer sein muss.

  • Natürlich will die herrschende Politik kein Verbot der AfD. Ein solches Verbot würde ihnen ihren wichtigsten politischen Rohstoff entziehen: den permanentenBuhmann, auf den sich jedes eigene Versagen projizieren lässt. Ohne AfD müssten sie plötzlich erklären,warum ihre Politik immer öfter gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung gerichtet ist– und genau das wollen sie um jeden Preis vermeiden. Solange man alles mit dem Verweis auf den „rechten Feind“ abräumen kann, bleiben echte Debatten über Wohlstandsverlust, Sicherheitsabbau, Rechtsstaatsdefizite und demokratische Entmündigung überflüssig.



    Die Wahrheit ist:Nicht das AfD-Verbot nützt den Kartellparteien, sondern die Drohung damit.Sie wirkt wie ein Disziplinierungsinstrument. Bürger, die anfangen nachzudenken, sollen eingeschüchtert werden: Wer vom erlaubten Meinungskorridor abweicht, landet schneller im Verdachtsraum als ihm lieb ist. Das ist keine Verteidigung der Demokratie – das ist ihre schleichende Aushöhlung.

    • @Rene Meinhardt:

      "Kartellparteien" - Ihre Wortwahl ist (selbst-)entlarvend.

      • @Klabauta:

        Er hat Jehova gesagt.



        Ich weiß die AfD war sehr geschickt daran ostdeutsche Narrative zu kapern, was ja bei allen anderen Parteien unter Körperstrafe steht. Nur weil jetzt jemand Begriffe verwendet, die hier im Diskurs einfach usus sind, tritt dann keine eigenartige Kontaktschuld ein. Das ist nur ein Versuch sich nicht der offenen Debatte zu stellen. Aus der Sicht eines Einwohners eines Wahlkreises, in dem die AfD schon seit mehreren Wahlen absolute Mehrheiten holt, können bei einem die verzweifelten Abwehrversuche des vereinigten Restes der Parteienlandschaft schon die Assoziation eines Kartells erwecken. So hatten wir dann die letzten 3 Landesregierungen jeweils mit CDU Partnern die bei uns im Wahlkreis alle unter 5% lagen. Lange geht das nicht mehr gut.

  • „ Seit Jahren wird diskutiert, ob man die AfD verbieten kann oder sollte. Warum nicht einfach auf jene hören, die die NS-Zeit erlebt haben?“

    Weil Betroffene nicht automatisch Experten sind, weder in diesem Themenbereich, noch in anderen.

  • Ein AfD Verbot ist richtig. Im Grundgesetz ist ein Verbotsverfahren sogar vorgesehen. Als "Notwehrrecht" des Rechtsstaats gegen diejenigen, die ihn abschaffen wollen. Es ist an der Zeit, sich zu wehren und ein Verbotsverfahren in die Wege zu leiten. Auch wenn knapp 30% der Wähler die AfD wählen, 70% tun es nicht. Und auch deren Rechte will die AfD beschneiden. Das ist auch ein Grund für die Einleitung eines Verbotsverfahrens.

  • Auch Grüne, FDP und Linke haben eine Mitschuld am Erstarken der AfD, hier kann sich keine der alten Volksparteien rausnehmen.

  • Ich gehöre selbst zu den Menschen, die von der AfD gestalkt, bedroht und bis in die Privatssphäre verfolgt werden.



    Dies betrifft sogar Antworten auf meine Kommentare, die keinesfalls dem Austausch in der Community dienen, sondern von mir bekannten Personen über reine Trollaccounts geschrieben werden. Die taz ist auf diesem Auge blind.



    Mein Bauch sagt mir: Die AfD sollte sofort verboten werden!



    Aber wären dann die Menschen, die mir das Leben mittlerweile verdammt schwer machen und vor denen ich Angst habe, wirklich verschwunden?



    Nein, diese Menschen werden morgen in einer neuen Maske erscheinen.



    Menschen, Gedankengut und Hass können nicht per Gesetz verboten werden.

    • @Ratio:

      Aber ein Verbot schneidet eine Partei sofort von allen Finanzströmen aus der Parteienfinanzierung ab. Sie verliert sofort sämtliche Sitze in allen Parlamenten. Es gibt keinerlei Grundlage mehr für Einladungen zu Talkshows und Interviews.

      Wenn all diese Ressourcen für die Verbreitung der Parteipropaganda schlagartig austrocknen, verändert das den öffentlichen Diskurs. Dann kann man beginnen, mit den Wählern, die keine Hardcore Nazis oder Rassisten sind, auf vernünftigen Argumenten beruhende Diskussionen zu führen.

    • @Ratio:

      Aber Gedankengut und Hass könnten durch die äußeren Umstände verändert und eingedämmt werden.

    • @Ratio:

      Das klingt übel. Wie äußert sich denn dieses Stalking?

      Welche Replik auf Ihre Kommentare Sie meinen, da würde mich ein Beispiel wirklich sehr interessieren. Besteht die Möglichkeit, daß Sie sich da ein wenig zu wichtig nehmen? Keiner von uns Kommentatoren ist so bedeutend, daß sich ein Troll solche Mühe machen würde. Aber wenn das wirklich stimmt, ändern Sie doch einfach Ihren Benutzernamen (bzw. löschen und neu erstellen). Dann wären Sie den Troll los.

  • "Wehret den Anfängen"



    Solange wir noch demokratische Strukturen haben, sollten wir diese offensiv vertreten.

  • DAS Problem dieser einfachen Lösung wird sein, dass sie am BVG scheitern wird...

    • @Peter Keul:

      Nein. Wird sie nicht. Bei SRP und KPD hat es problemlos funktioniert.

  • Ich hätte noch eine Idee: Moderne Wahlmaschinen, wenn man eine Partei gewählt hat bekommt man 10 zufällige Multiplechoice-Fragen zum Parteiprogramm gestellt, bei min. 9 richtigen Antworten zählt die Stimme, sonst ist sie ungültig.

    • @Axel Schäfer:

      Demokratie nur noch für Bildungselite?

      Auch das ist keine Demokratie mehr.

      Es gibt Studien, die behaupten, größerer Umfang von Informationen führe nicht zu besseren Entscheidungen.

  • Ein Verbotsverfahren einzuleiten ist schon deshalb richtig, weil dann eindeutig Klarheit geschaffen wird. Nichts ist schädlicher als eine unklare Rechts-Situation bestehen zu lassen.

    " Dass CDU, CSU und SPD eine große Mitschuld am Erstarken der Rechtsextremen haben, liegt auf der Hand." Und auf der Hand liegt insbesondere die große Mitschuld der Grünen und der Linken. Warum? Weil eine andauernde Skandalisierung ALLER AfD-Äußerungen zum Gegenteil führt. Es nutzt sich einfach ab. Bei diesen Parteien fehlt eine differenzierte Betrachtung. Das die rechtsradikalen und -extremen Menschen in der AfD immer stärker werden hat auch mit der "Alle in einen Sack"-Mentalität der linken Parteien zu tun. Somit werden und wurden allmählich konservative und wirtschaftsliberale Menschen aus der Partei vertrieben. Wenn konservative Wähler in diesen Sack gesteckt werden, wehren sie sich -bei den nächsten Wahlen! Womit wohl?

    Man kann nur von Glück sprechen, dass sich die Extremen in der AfD gerne mal mit rechtsextremen und NS-nahen Äußerungen provozieren und profilieren wollen, ansonsten würden ihre Zustimmungswerte wohl durch die Decke gehen.

    • @Black & White:

      Genau. Wenn man Faschisten outet, ist man Schuld daran, dass sie erstarken. Logisch. Die AfD braucht man nicht "skandalisieren" - das tut sie ja selbst schon andauernd spätestens seit Frauke Petry.

    • @Black & White:

      Was Sie vollkommen ignorieren: Es gibt ein konservatives Angebot rechts von SPD, Grünen und Linken: CDSU und FDP. Wem das immer noch nicht rechts genug ist, der muss sich leider sagen lassen, dass er sich außerhalb des demokratischen Diskurses bewegt. Die AfD ist rechtsextrem, nicht bloß konservativ und wirtschaftsliberal. Punkt.

    • @Black & White:

      Diese "Alle in einen Sack"-Mentalität kann man hier im taz-Forum schön bewundetn, wenn zum Beispiel die aktuelle Bundesregierung ganz selbstverständlich als rechtsextrem bis sogar faschistisch bezeichnet wird. Wenn wirklich alle Wähler rechts der SPD Nazis wären, hätten wir ein echtes Problem.

  • Leider hat der Zentralrat der Juden in Deutschland jahrzehntelang darüber hinweggesehen, dass die deutsche Regierung Täter der Judenverfolgung und -ermordung beschützt und deren Taten verharmlost hat, obgleich gerade in Deutschland Anpassung als Überlebensstrategie versagt hatte. Jetzt kann es zu spät sein, aufzuwachen! Geschichte wiederholt sich nicht, aber die Gefahren bleiben doch dieselben!!!

  • Der Antrag auf ein AfD Verbotsverfahren kann dazu führen, dass manche AfD Anhänger doch mal das Parteiprogramm lesen oder sich Äußerungen der AfD Politiker:innen doch mal genauer anhören und durchdenken. Es ist fahrlässig, diesen Antrag nicht zu stellen.

  • Petition · Prüft ein AfD-Verbot! · innn.it share.google/qxfWGAWK5VbMmzqFH

  • "Manche sagen, man müsse die AfD wegen der relevanten Zahl an Wählerstimmen miteinbeziehen.. Dem Opfernarrativ der Partei die Grundlage zu entziehen funktioniert aber nicht. Ihm zu folgen, mündet, wie wir sehen, zwangsläufig in einem Rechtsruck."

    Ich verstehe diese Argumentation nicht. Der Rechtsruck ist die Folge der Bundestagswahl, bei der das "linke Spektrum" verloren hat, der Rechtsruck ist das Waehlervotum!



    Das Waehlervotum laesst sich nicht mit Mitteln wie Brandmauer, Wahlrechtsentzug oder Parteiverbot verhindern, sondern nur in dem man Waehler von sich und seiner Politik ueberzeugt.

    Die Faehigkeit andere zu ueberzeugen scheint auf dem Rueckzug zu sein, obwohl das Bekaempfen oder Verbieten von Alternativen (Gruesse an die Energie- und Verkehrswende) nicht von Erfolg gekroent ist, wie die Zustimmungswerte zur AFD bei jeder Umfrage belegen.

    • @elektrozwerg:

      „Die Faehigkeit andere zu ueberzeugen scheint auf dem Rueckzug zu sein"....

      Das einzige was in den Industrieländern auf dem Rückzug ist, ist Bildung. Sie können noch so überzeugte Argumente anwenden, wenn jemand nicht versteht, was Sie von ihm wollen. Und da haben die „asozialen Hetzwerke" einen Riesigen Anteil dran.



      Wer sich nur noch in seiner „Blase" bewegt, alles abnickt was dort herausquillt, kann gar nicht verstehen, wie Demokratie und-oder Solidarität funktioniert.

    • @elektrozwerg:

      Welches "linke Spektrum"? Weder SPD noch Grüne sind "links" und "Die Linke" ist doch recht stabil.

      • @Matt Olie:

        Welches "linke Spektrum"?

        Ja genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Während Union und AfD zusammen die absolute Mehrheit habe, gibt es links davon "kein Spektrum", weil da jeder in seiner eigenen kleinen Ecke der Stabilste ist. Blasenmentalität findet eben nicht nur im Netz statt.

  • Ja. Seh ich auch so.



    Wenn es immer wieder heißt, die Wähler*innen einer mit 20% bei der letzten BTW gewählten Partei dürfen nicht ignoriert oder ausgegrenzt werden, möchte ich entgegnen: Wenn diese 20% eine un- oder anti-demokratische Regierung möchten, müssen die 80%, die Demokratie behalten wollen, geschützt werden!

    • @HopeDrone:

      "Wenn diese 20% eine un- oder anti-demokratische Regierung möchten, müssen die 80%, die Demokratie behalten wollen, geschützt werden!"



      Aha, heißt im Umkehrschluss, wenn 80% eine antidemokratische Regierung möchten, dann muss das respektiert werden?



      Ihr Kommentar leidet daran, dass die Zustimmungswerte zur AfD nicht gleichmäßig über Deutschland verteilt sind.



      40% im Osten wählen AfD. Fast alle Landkreise wurden ausnahmslos von der AfD gewonnen. In vielen Dörfern hat die AfD die 50% Marke gerissen. Maximalergebnisse bei der Europawahl gingen bis 70%...



      Was machen Sie damit? Was mit Gebieten, wo eben eine Mehrheit eine antidemokratische Regierung möchte?



      Ausgliedern aus der Bundesrepublik? Polizei schicken und die Parlamente stürmen?



      Glauben Sie das die Polizei und geschlossen gegen die AfD steht? Vor allem im Osten? Das da kein Beamter AfD wählt?



      Die Idee des AfD-Verbots setzt voraus, dass staatliche Institutionen geschlossen hinter dem Rechtsstaat stehen.



      Das ziehe ich im Osten schwer in Zweifel. Selbst lokale CDU Politiker dort werben für eine Öffnung zur AfD.

    • @HopeDrone:

      Die Argumentation funktioniert halt nicht mehr in meinem Geburtsdorf wo gerade mehrfach hintereinander 80% AfD gewählt haben. Aus der Perspektive hier sieht es eher so aus als solle nur bloß der Status Quo bewahrt werden. Der Schnack über Demokratie ist dabei doch nur ein Vorwand.

      • @Šarru-kīnu:

        "Der Schnack über Demokratie ist dabei doch nur ein Vorwand."

        Schlimmer Satz. Denken Sie nochmal drüber nach, ob Sie den so stehen lassen wollen.

        Meinen die 80% AfD-Wähler in Ihrem Dorf wirklich Demokratie, oder wollen sie, dass da Einer mal so richtig "durchregiert", mit all den schrecklichen Folgen für vulnerable Gruppen, wie wir es zur Zeit in den USA live mitverfolgen können?

    • @HopeDrone:

      Stimmt!

    • @HopeDrone:

      Der Versuch die verfassungsmäßige Ordnung abzuschaffen fällt ja immer noch unter Par.81-83 StGB und ist strafbewehrt.

    • @HopeDrone:

      Es sind aber mehr als 20%, es sind fast 30%. Wenn aber Demokratie nur durch Verbote gerettet werden kann, sollte man mal die Politik überdenken.

      • @Donni:

        Demokratie konnte seit jeher nur durch "Verbote" und auch nur so "gerettet" werden.



        Falls man die Regeln, die Verfassung, die Gesetze, den Rechtssaat einer republikanischen, sozialen Demokratie als "Verbote" bezeichnen will.

        Und die vielen Jahrhunderte Kampf, Opfer, Ermordete, zerstörte Existenzen und Biografien, überhaupt als irgendwas mit Demokratie "gerettet" bezeichnen will.

        Ach wie sehr begrüsse ich das Verbot der Sklaverei, der Kinderarbeit, des 16-Stundentages. Der legalen Vergewaltigung von Frauen. Der Verfolgung, Verächtlichmachung, Vernichtung von Homosexuellen. Verbot das man nicht seine Mitbürger und Nachbarin in die Gaskammer schicken darf. Weil einem plausibel gemacht wurde, dass die alles Unheil, Ungerechtigkeit und Demütigung verantworten.

        Warum sollte ich also nicht das Verbot einer Agenda fordern, durchsetzen und mit den härtesten repressiven Mitteln durchsetzen, die offen mit der Deportation Hunderttausender meiner Nachbarinnen und Mitbürger droht?



        Verstehe ich nicht. Ist das nicht meine Pflicht im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts? Nachdem andere vor mir für die einfachsten selbstverständlichen Rechte ihr Leben, ihre Existenz gaben.

      • @Donni:

        Ja sollte man. Wenn die Hütte brennt, muss man aber erstmal löschen. Brandschutz ist dann ein Thema für danach.

  • wir kommen nicht weiter, solange nicht klar ist und aus vielen gesellschaftlichen, politischen, kulturellen Milieus deutlich formuliert ist: die AfD repräsentiert eine im kern und letztlich terroristische genda.

  • Auch heute heisst es vermutlich bald wieder, kauft nicht bei altdeutschen Traditionsunternehmen, denn sie verweigern einer Volksgruppe den Tausch von Guthaben auf einer Bezahlkarte gegen Gutscheine. Damals gab es auch schon Probleme Versorgungsmarken einzulösen, wenn man/frau vergessen hatte den Stern abzunehmen, oder das profiling zu einfach war. Dachte nicht diese Zeiten wieder erleben zu müssen.

  • „Die Verbrechen der Nazis begannen nicht in Auschwitz. Sie begannen mit Ausgrenzung, Erniedrigung und mit Verächtlichmachung der Jüdinnen und Juden und weiterer Minderheiten.“ Das Gleiche tut heute die AfD und Mitarbeiter, sowie Filialleitungen von Handelsketten zum Teil mit historischer Expertise in Deutschland; EDEKA, REWE, und wie sie alle heißen unterstützen diese altdeutsche Tradition der Ausgrenzung z.B: bei Asylbewerbern.

    • @Sonnenhaus:

      Keine Ahnung, wie und wo Asylbewerber in einem Lebensmittelmarkt ausgegrenzt werden. Was soll man sich darunter vorstellen?

      • @Matt Olie:

        @Sonnenhaus bezieht sich damit wohl auf diesen Artikel in der taz:

        Bezahlkarte für GeflüchteteDiskriminierung im Supermarkt

        Ein Hamburger Supermarkt verbot Menschen mit Bezahlkarte, Gutscheine zu kaufen. Bis die taz nachfragt – und eine falsche Webseite der Stadt entdeckt.

        taz.de/Bezahlkarte...uechtete/!6136472/

  • Die Union wird immer wieder eine Ausrede finden. Egal, wer ihnen sagt, dass sie sich selbst versenken werden. Es gibt dort leider zu viele, die glauben, sie wären dem Eisberg überlegen. Oder den Eisberg eigentlich ganz gut finden. Mittlerweile könnte die Afd doch schon fast jede ihrer Aussagen vor Gericht damit entkräften, zu sagen dass die Union es ja auch schon so gesagt hat.

  • „Manche sagen, man müsse die AfD wegen der relevanten Zahl an Wäh­le­r:in­nen­stim­men miteinbeziehen."

    Das Problem ist nicht die AfD. Das



    Problem sind deren Wähler. Die zunehmende Verblödung der Gesellschaft (asoziale Hetzwerke) steht damit in engem Zusammenhang. Deshalb wird auch der hehre Vorsatz, man müsse die AfD thematisch stellen, zu nichts führen, weil die meisten AfD Wähler die Themen ja nicht mal erfassen. Du kannst diesen Wählern auch keine Bildung ins Hirn prügeln. Die bleiben doof und werden sich jedem noch so intelligenten Argument verschließen.



    Ein Verbot ist daher die einzig vernünftige, weil effektive Lösung.

    • @Thomas Böttcher:

      Sie halten den Wähler für blöd und wollen deswegen die Böd-Partei verbieten. Da können Sie das Wahlrecht auch gleich einschränken, das wäre ehrlicher. Demokratie ist der Wettstreit der Ideen. Sieht aus, als hätten Sie kein Angebot für den Wähler.

  • "Dem Opfernarrativ der Partei die Grundlage zu entziehen funktioniert aber nicht. Ihm zu folgen, mündet, wie wir sehen, zwangsläufig in einem Rechtsruck." Wo sehen wir das? Ein Beispiel wäre nett. "Dass CDU, CSU und SPD eine große Mitschuld am Erstarken der Rechtsextremen haben, liegt auf der Hand." Die AFD ist also keine Reaktion auf den Euro und die Migration seit 2015, sondern die Schuld von CDU/CSU und SPD. Also, von (vermutlich) AFD nahen Wählern habe ich schon viel gehört, das aber nicht nie. Wieder etwas gelernt würde ich sagen.

    • @Nachtsonne:

      Von wie vielen "AFD nahen Wählern" hast du denn schon gehört, dass sie zugeben Nazis zu sein? Die meisten sind es und behaupten das Gegenteil. Gewaltgeil und verlogen...

  • Due zugespitzte gesellschaftliche Situation wird sich mit und ohne AfD Verbot nicht entspannen.

    • @Johann63:

      Man verhindert aber vorläufig eine "Machtergreifung".