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Anschlag auf das Berliner StromnetzLetzte Warnung

Kommentar von

Stefan Alberti

Ohne besseren Schutz und mehr Vorbereitung könnte auch ein ganzes Bundesland lahmgelegt sein.

Ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Teltowkanal im Südwesten Berlins löste den Stromausfall aus Foto: Michael Ukas/dpa

G ruselig, so ein Blackout. Aber im Roman „Blackout“ von Marc Elsberg ist er glücklicherweise nach 799 spannenden Seiten vorbei. In echt würde das ja wohl gar nicht erst passieren, dafür gäbe es doch bestimmt zig Schutz- und Backup-Systeme, oder? Eben nicht. Mit dem Gefühl von Hilflosigkeit und Ausgeliefertheit lässt einen zumindest als Betroffener der Anschlag auf das Berliner Stromnetz zurück. Der wird im Südwesten der Stadt vorausichtlich noch bis Donnerstag Zehntausende ohne Strom und Heizung zurücklassen.

Wenn es daran überhaupt etwas Positives gibt, dann das: Es sind „nur“ 45.000 der über 2 Millionen Berliner Haushalte betroffen. Und noch ist zwar nicht klar, wie die Bilanz aussehen wird, wenn der Strom wieder überall fließt und ob nicht doch Tote zu beklagen sein werden. Aber es könnte das bleiben, was bei der Marine „Schuss vor den Bug“ heißt – eine letzte Warnung vor dem Volltreffer.

Schon im September 2025 nach einem ersten Anschlag auf das Berliner Stromnetz regte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) an, was jetzt auch die Gewerkschaft der Polizei fordert: darüber nachzudenken, mehr (Video-)Überwachung sensibler Anlagen im öffentlichen Raum zuzulassen. Und ob es in der Güterabwägung nicht sinnvoll wäre, den Datenschutz etwas weiter hintanzustellen und darin nicht gleich den orwellschen Überwachungsstaat zu sehen.

Es geht darum, geschützter vor gezielten Anschlägen zu sein. Denn was ist, wenn eine einzige Gruppe nicht nur 45.000 Haushalten Strom und Heizung raubt, sondern zehn oder zwanzig Gruppen gleichzeitig handeln? Dann gibt es da nicht eine überschaubare Blackout-Zone, sondern eine komplett lahmgelegte 4-Millionen-Stadt.

Zur Vorbeugung gehört aber auch, selbst mehr als nur eine Suppendose im Schrank zu haben. Sich vorzubereiten – sich zu „preppen“ – darf nicht bloß eine Sache skurriler Gruppen sein. Was dazu nötig ist, steht auf den Internetseiten der zuständigen Behörden. Die Zugriffszahlen darauf dürften bisher überschaubar gewesen sein. Das wird sich nun hoffentlich ändern.

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Redakteur für Berliner Landespolitik
Jahrgang 1967. Seit 2002 mit dreieinhalb Jahren Elternzeitunterbrechung bei der taz Berlin. Schwerpunkte: Abgeordnetenhaus, CDU, Grüne.
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144 Kommentare

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  • Ohne besseren Schutz und mehr Vorbereitung könnte auch ein ganzes Bundesland lahmgelegt sein. ....



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    Klar waren das "keine netten Leute", die diese Sabotage "in den Stiel stießen"!

    Doch dabei wird ein ANDERER wichtiger Punkt übersehen!

    Btw. Es ist in DE ÜBLICH, dass Stromnetz, das aus einzelnen Maschen besteht, so zu gestalten, das jede Masche mindestens 2 -3 Einspeisepunkte hat!



    Warum es in Berlin solche Flaschenhälse gibt, wahrscheinlich mehrfach, wie EINE Kabelbrücke, eine Mittelspannungsleitung, ... die o.a. nicht 30 Jahre nach der "Einheit" beseitigt wurden, bleibt schleierhaft!

    Sind DIESE Schwachpunkte im Stromnetz niemand bekannt?

    Einige der o.a. Leuten scheinen, gegenüber den wirklich Verantwortlichen da einen "Wissensvorsprung" zu haben! :-(

    Brummig Sikasuu

    Ps. Öffentliche Infrastruktur ist "auf Kante zu fahren", bis zu dem Punkt, an dem sie kollabiert! Gleich ob Bahn, BAB's, Versorgungsnetze uvam.

    Haben wir uns in den letzten Jahrzehnten im o.a. Bereich zu welchem Vorteil "zu Tode gespart"? ;-((

    • @Sikasuu:

      Nach ihrer eigenen Darstellung haben die Kabeljaue selbst vorher nicht ganz kapiert, was sie da machen. Für die war das eher nur das Kraftwerkskabel. Da hatte die theoretisch vorhandene Ring-Anbindung jedoch tatsächlich einen Knotenflaschenhals. Die Süddeutsche hat das ein wenig ausgeführt.



      Infrastruktur (oder Umwelt oder ...) auf Verschleiß zu fahren ist ganz allgemein keine gute Idee. Das regt mich durchaus auf. Hier weiß ich freilich nicht, ob es der entscheidende Punkt war.

  • Nun hat sich die "Vulkangruppe" erneut gemeldet und die Spekulation darauf, dass hinter dem Anschlag ausländische Akteure stecken, zurückgewiesen. Es kratzt ja auch ein bissel am Ego, wenn die eigene Tat relativiert wird.

  • Noch ein kleiner Denkanstoss für alle Solarfans: eine nukleare Explosion in grosser Höhe zerstört alle Halbleiter, die diesem elektromagnetischen Feld ausgesetzt sind. Dann stünden wir ganz ohne Solarstrom da...

    Das heisst nicht, dass wir auf die Energiewende verzichten sollten. Der Klimawandel bedroht alle Menschen. Das heisst lediglich, dass wir nicht leichtfertig alle Reserveinfrastruktur abreissen sollten. Insbesondere, wo wir sämtlichen Energieverbrauch über das Stromnetz abdecken wollen.

    • @Carsten S.:

      Noch ein kleiner Denkanstoss für alle Solarfans: eine nukleare Explosion in grosser Höhe zerstört alle Halbleiter, die diesem elektromagnetischen Feld ausgesetzt sind. Dann stünden wir ganz ohne Solarstrom da...



      ---



      Ich vermute mal, das DANN niemand mehr viel Wert aus "Solarstrom" legen wird!



      Da wird für den Rest Feuermachen & Ackerbau wohl Hauptthema sein! :-(

      • @Sikasuu:

        Ja, das stimmt leider.

        Aber Öl könnte man immer noch verbrennen, wenn man welches hat.

        So als zweites Standbein neben dem grünen klimaneutralen Energiebullerbü...

        • @Carsten S.:

          Aber Öl könnte man immer noch verbrennen, wenn man welches hat.



          ---



          Ja? Öl in der Heizung? Die ohne Strom nicht läuft! :-(

          Gehe mehr davon aus, das Holzreste usw. DANN 1. Wahl sind! :-(

    • @Carsten S.:

      Sie wissen, was der EMP sonst noch alles zerstören würde?



      Dass wir dann noch ganz andere Themen hätten?



      Zentrale Stromerzeuger können noch einfacher sabotiert werden, nebenbei.

      • @Janix:

        Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich habe weder etwas gegen die Energiewende noch gegen die Wärmewende.



        Ich möchte nur klar darauf hinweisen, dass wir bei allem Klimaschutz auch die Sicherheit bei uns mitdenken müssen. Gerne bringe ich mich in diese Debatte ein.

        Ohne Strom (egal ob durch EMP oder sonst etwas) läuft bei uns gar nichts mehr. Keine Kommunikation, keine Heizung, und auch keine Tankstelle funktioniert mehr. Blockheizkraftwerke könnten durchaus helfen, Strom dezentral bereitzustellen.

        Ich denke, wir brauchen eine offene Debatte. Einfache Lösungen gibt es nicht.

        • @Carsten S.:

          Blockheizkraftwerke brächten nur etwas, wenn sie mit Brennstoff beliefert werden könnten. Schon daran würde Ihr Konzept kläglich scheitern.

          • @Aurego:

            Ich könnte bei mir daheim 15 000 l Öl bunkern. Das hält dann schon für ein paar Monate.

            • @Carsten S.:

              Um was zu betreiben? Ein Blockheizkraftwerk?

              • @Aurego:

                Zum Beispiel...

      • @Janix:

        Ja, einige wenige grosse Zentralen sind sehr leicht angreifbar.



        Genau wie die vielzitierten Stromautobahnen von Nord nach Süd. Wenn der Süden von zwei oder drei Leitungen abhängt, na dann gute Nacht!

        Blockheizkraftwerke wären da schon sicherer.

        Ausserdem ist es ein grosser Unterschied, ob uns die Energie über ein paar Monate hinweg ausgeht oder von einer Minute auf die andere.

        Was wären denn Ihrer Vorschläge, wie wir Versorgungssicherheit im Krisenfall herstellen können?

        Anscheinend schaffen wir das noch nicht einmal mehr im relativen Frieden.

        • @Carsten S.:

          Gucken wir doch erst mal in die Zahlen. Grundsätzlich hat Deutschland im internationalen Vergleich da trotz Schwarzer-Null-Eskapaden einen sehr guten Stand. Das wird von manchen gerne anders dargestellt, die damit ein bestimmtes Klima erzeugen wollen.



          Ich kritisiere ja auch, dass für noch mehr Geld an Reiche die Infrastruktur schon viel zu lange vernachlässigt wird. Nur haben wir nüchtern ein grundsätzlich lösbares Thema vor uns. Die Kabel brauchen jetzt teils größere Querschnitte oder Autobesitzer müssen sich abstimmen, ok. Von der Nord-Süd-Verbindung profitiert Deutschland bei starkem Wind im Norden. Bayern darf aber gerne auch mal aufbauen.

          Berlin: Wer z.B. eine Batterie hatte oder ein E-Auto mit Leitung zurück zum Haus, konnte einiges abpuffern und im Falle des E-Autos sogar kurz tanken fahren.

          Wir sind wahrscheinlich gar nicht so weit auseinander. Zu viel Preppen heißt freilich sehr teure Doppelstruktur und verleitet zum Kassandrieren, um den vollen Keller mental zu rechtfertigen.



          Ein paar Tage Wolldecke, Rad und früh ins Bett schaffen wohl selbst wir Verwöhnten noch - geholfen werden muss den Kranken.

          • @Janix:

            Ja, ich denke auch, dass wir gar nicht so weit auseinander sind.



            Was das preppen betrifft, würde ich auch eher alte, vorhandene Strukturen noch ein wenig am Leben erhalten als neue und teure Doppelstrukturen aufzubauen.



            Ein wichtiges Element ist sicher auch Suffizienz - unsere Gesellschaft so zu organisieren, dass nicht alles zusammenbricht, wenn wir mal etwas weniger Energie zur Verfügung haben. Ich nehme an, dass Sie das mit der Wolldecke meinen.

  • Es gab mal ein Paper, auf dem die Internetverbindungen insbesondere zwischen Banken aufgezeigt wurden. Es konnte gut erkannt werden, an welchem Punkt der größte Schaden angerichtet werden könnte. Das Dokument wurde beschlagnahmt.



    Offenbar ist oder war etwas ähnliches für die Stromversorgung in Berlin verfügbar. Leichtes Spiel für Menschen, die böses tun wollen. Mit Video- oder anderer Art der Überwachung ist dabei nicht viel zu erreichen.

    • @mokka flo:

      Ja, natürlich gibt es frei zugängliche Karten über die Energie-Infratruktur (openinframap.org/#10.6/52.5021/13.3826 zeigt z.B. den Raum Berlin). Das ist mit Beschlagnahme auch nicht zu ändern, allenfalls lassen sich eklatante Schwachstellen ("single points of failure") identifizieren und redundant auslegen.

  • Vielleicht auch einmal über de Hintergründe / Forderungen dieser Extremisten berichten.



    Viele Bürger verstehen doch nicht, warum & wieso diese Anschläge verübt wurden.



    Dennoch thx für die wertvollen Tipps überall, zur Vorratshaltung und die Eindeckung mit wärmenden Decken und Pullovern.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Glauben Sie ernsthaft, das für Bürger an den Forderungen/Beweggründen der Attentäter interessiert sind?



      Ich behaupte mal das die Bürger die Attentäter im günstigsten Fall für ein paar Spinner halten die mal was falsches eingeworfen haben und ansonsten halt man die für das was sie sind, nämlich Schlucht und einfach Terroristen.

      Die können ja gerne mal vor Ort ein paar von den Stromausfall betroffene über die Beweggründe aufklären, ich wünsche ihnen viel Spaß dabei.

      • @Biker-Ffm:

        Also wenn die Bürger nicht an weiteren Anschlägen interessiert sind, ganz gleich wer dafür verantwortlich ist, sollten sie schon mal auf Aufklärung bestehen.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Der deutsche Anarchist Rudolf Rocker meinte einmal klugerweise, dass jede militante Aktion sich selbst erklären können muss, da du nicht damit rechnen kannst, dass deine Erklärungen von den das System stützenden Medien weiterverbreitet wird. Diese Aktion hat sich nicht erklärt.

      • @KommissarBlind:

        @Kommissar Blind



        Dankeschön für diesen interessanten Denkansatz 👍👍

    • @Alex_der_Wunderer:

      Über das Bekennerschreiber wurde doch in aller Form berichtet. Und völlig egal, was die Forderungen sind, verständlich werden Terroranschläge dehalb nicht im Ansatz.

      • @Deep South:

        Soweit mir bekannt, ist das vorliegende Bekennerschreiben noch nicht als gesichert zu bewerten.



        Ich persönlich halte Terroranschlägen auch nicht Zielführend.

        • @Alex_der_Wunderer:

          Na über welche Hintergünde/Forderungen soll man denn berichten, wenns außer einem nicht gesicherten Bekennerschreiben bislang keine Erkenntnisse gibt?

        • @Alex_der_Wunderer:

          Der regierende Berliner Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat die "bösen Buben" doch schon genannt; es waren die Linksextremen. Und von den Linksextremen zu den Linken ist es für Konservative oftmals nur ein Katzensprung.

          Anstatt darüber zu diskutieren, dass es bei uns keine Schutz- und Backup-Systeme gibt, um so einen Blackout zu verhindern, hat man sofort 'die Schuldigen' an den Pranger gestellt, denn es gibt ja ein Bekennerschreiben der linksextremen „Vulkangruppe“, das von den Behörden als glaubwürdig eingestuft wird. So eine "Glaubwürdigkeit" kennt man ja noch aus den vergangenen Jahren, wo es zu einer Serie von Sabotageakten kam. Die Täter verstopften die Auspuffrohre hunderter Fahrzeuge und brachten Aufkleber mit dem Konterfei von Robert Habeck und dem Slogan „SEI GRÜNER!“ an den Autos an. Was anfangs wie eine radikale Aktion von Klimaaktivisten wirkte, stellte sich dann aber als eine russische Einflussoperation heraus.

          Tja, Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht! 😉

          Und jetzt kommt wohl der 2. Akt des Dramas. Vorhang auf, das Spiel beginnt. Aber natürlich wieder ohne Schutz- und Backup-Systeme, wie man es von unseren 'gestrigen Politikern' gewöhnt ist.

          • @Ricky-13:

            @Ricky-13



            Die Junx's & Mädels von dieser " Vulkangruppe " sollen erstmal ihre Partei-Mietgiederausweise öffentlich machen, da kann ja sonst jeder kommen.



            So geht's ja nun echt nicht.



            Ob es da nun ein Bekennerschteiben gibt oder nicht, die frechen Vorverurteilungen in den Medien über die einzige Humanistische Partei im Schland ist unerträglich.

            • @Alex_der_Wunderer:

              Bei den Konservativen und den Rechten bekommen grundsätzlich immer die Linken die Schuld. Und wenn es mal nicht die Linken sind, dann sind es die "Grüünen" www.youtube.com/watch?v=BH_ablLb9jY

              • @Ricky-13:

                @Ricky-13



                Friedrich Merz ist so verdächtig still in dieser Angelegenheit, kennt man doch so gar nicht von ihm - hmmmm



                Was lassen eigentlich die jungen Revoluzer von der Union so verlauten....



                Nichts genaues wissen wir noch nicht. 😉

  • Fand der Anschlag bewusst zum Anfang des Geldes statt?

    Ich glaube der "Gruppe" nämlich kein Wort, wenn diese behaupten es solle nur die Reichen treffen.

    Im Gegenteil traf und trifft es den ärmeren Teil der Bevölkerung überproportional stärker. Jene, die in Mietskasernen leben. Alte, arme, kranke, schwache.

    Vielleicht haben sich einige von denen gerade am 02.01. (Anfang des Geldes), den Kühlschrank vollgemacht. Da dürfte einiges nun verdorben sein. Für - m/w/d - BG Empfänger, manche Rentner, Aufstocker, Studenten... eine Katastrophe. Klar ist es auch für besser betuchte nicht schön, dies ersetzen zu müssen, aber zwischen "nicht schön" und "was soll ich den Rest des Monats essen", liegen Welten.

    Auch hat der ärmere Teil nicht die Möglichkeiten derer, welche etwas mehr Geld zur Verfügung haben. Der ärmere Teil kann nicht mal einfach ins Hotel, nicht mal eben auswärts essen oder im Schwimmbad/ Fitnessstudio duschen.

    Und jene in den Villen... einige haben vielleicht einen Kamin, PV, WP... und können somit wenigstens Schäden an Rohren und Substanz vermeiden.

    Ob Versicherungen zahlen ist übrigens fraglich.

    • @Drehrummbumm:

      Ich glaube, bei der Kälte ist das Aufbewahren verderblicher Lebensmittel ohne Kühlschrank das geringste Problem...

  • Das Thema ist nicht ein linker Anschlag auf eine Kabelbrücke - nein. Der Anschlag dient lediglich als Anlass exemplarisch über die Schwachstellen unserer zivilen Infrastruktur, speziell des Stromnetzes nachzudenken. Aktuelle Debatten zu einer besseren Sicherung oder Überwachung dieser Infrastruktur werden verhandelt und die eigenverantwortliche Präventionsausstattung der Bevölkerung für Katastrophenlagen besprochen ....

    Es ist also thematisch voll daneben warum hier in den Kommentarbeiträgen hyperventiliert wird, eine linke Zeitung müsse sich von einem linken Anschlag distanzieren ...



    Die angemahnte Distanzierung selbst ist irre, denn wer mit minimaler Restvernunft auf "Linke" blickt, sieht ein sooooooo weites Feld, dass zwischen gewalttätigen Anschlägen fürs Klima und Taz Spektrum äh, Welten liegen.

    Allerdings ist realistische Klimapolitik in jüngster Zeit von SPD über CDU bis ganz nach rechts trotz historischem Handlungsdruck einfach abgewürgt worden. Das global existenzielle Thema wird ignoriert kein Wunder dass sich hier Aktionstische Zellen kümmern.

    Nebenbei, die Täter* sind nicht der CCC machen aber schon klar wo Infrastruktur in der Zeit neuer Kriege stabiler sein muss.

    • @LuckyLulu :

      "Die angemahnte Distanzierung selbst ist irre, denn wer mit minimaler Restvernunft auf "Linke" blickt, sieht ein sooooooo weites Feld, dass zwischen gewalttätigen Anschlägen fürs Klima und Taz Spektrum äh, Welten liegen."

      "Irre" isses, was für Verrenkungen und schiefe Vergleiche man anstellen kann, um sich vor Kritik im eigenen Lager wegzuducken. Weil sich die Politik nicht genug kümmert, sind Anschläge auf die zivile Infrastruktur "kein Wunder"? Was fällt so schwer daran, zu sagen, "das was ihr macht" lehnen wir ab?Wo hast du denn den Kompass verloren, dass du eine Distanzierung von Anschlägen vermeintlicher Linker als "irre" bezeichnest?



      Und nochwas. Der CCC arbeitet konstruktiv an der Lösung von Problemen und nicht destruktiv gegen die Zivibevölkerung. Der Vergleich ist haarsträubend.

    • @LuckyLulu :

      Der Anschlag ist nicht bloß „Anlass“, er ist das Thema. Wer ihn zur abstrakten Debatte über Infrastruktur umdeutet, relativiert reale Gewalt. Kritische Analyse von Schwachstellen ist legitim – ihre Demonstration durch Sabotage an ziviler Infrastruktur nicht. Das gilt unabhängig vom politischen Etikett der Täter.

      Eine Distanzierung zu verlangen ist nicht „irre“, sondern konsequent: Medien tragen Verantwortung, Gewalt klar zu benennen und zu verurteilen, statt sie erklärend einzurahmen. Das weite Feld der „Linken“ hilft hier nicht weiter; entscheidend ist die klare Trennlinie zwischen politischem Protest und kriminellem Handeln.

      Klimapolitisches Versagen rechtfertigt keine Anschläge. Wer Versorgungssicherheit angreift, gefährdet Menschen, nicht „das System“. Genau deshalb ist der Hinweis auf neue Bedrohungslagen wichtig – aber ohne Apologie. Prävention, Resilienz und Rechtsstaat stärken wir nicht, indem wir Täter moralisch einhegen, sondern indem wir Gewalt eindeutig zurückweisen und Debatten ohne Brandstiftung führen.

  • Gibt es denn überhaupt ernsthafte Einschränkungen an Videoüberwachung der nämlichen Einrichtungen? Bei den vielen von Kommunen betriebenen Kameras kann ich mir das schwer vorstellen. Es kommt mir so vor, als wenn Giffey einfach eine naheliegende Spitze rausgehauen hat, um von der eigenen Ideen- und Tatenlosigkeit abzulenken. Und der Autor fällt drauf rein.



    Wie schon weiter unten bemerkt wurde, die Kameras, oder überhaupt Technik allein tut's einfach nicht.

    • @Frauke Z:

      Viele Kameras? Wie kommen Sie darauf?

  • Ich wäre ja dafür, eine öffentlichkeitswirksame Komponente in solchen Fällen einzuführen. Also wenn das Gemeinwohl geschädigt wurde. Was bei mehreren tausend Einwohnern und Unternehmen der Fall sein dürfte. Sobald also ein endgültiges Gerichtsurteil in so einem Fall vorliegt, müssen alle Verurteilten vor Antritt der Strafe auf einem öffentlichen Platz antreten und das öffentlich-rechtliche Fernsehen überträgt live, wie alle Verurteilten von einem, von den Geschädigten gewählten, Vertreter öffentlich geohrfeigt werden. Danach treten sie dann die entsprechenden Strafen an.

  • Das mit den Vorräten wurde ja während der Pandemie schon diskutiert und die Liste gibt es wohl schon noch länger. Ist in Städten und gerade bei Menschen mit begrenztem Einkommen aber eben hat nicht so leicht umsetzbar.



    Zur Prävention: Videoüberwachung scheint mir da die denkbar ineffizienteste Art. Wer einen Brand legen kann, schafft es auch, sich vorher noch eine Skimaske überzuziehen. Es kann doch nicht sein, dass unsere Netzwerke so vulnerabel sind, dass so eine kleine Gruppe 45.000 Haushalte über Tage von Strom und Heizung trennen kann. Erstens wurde behauptet, dass solche Schwachstellen mithilfe öffentlich zugänglicher Informationen leicht identifiziert werden können. Dann sind neuralgische Punkte scheinbar so ungeschützt, dass man sie leicht zerstören kann, was dann nicht nur einen Block sondern weite Teile der Stadt lahmlegt und das über Tage. Gibt es da keine Sicherung, Kompensation, nichts?! Wenn diese Gruppe das lahmlegen kann, was können ernsthafte Gegner dann erst machen? Z.B. mit Drohnen? Aber ja, Videoüberwachung wird da sicher viel bringen...

  • Das ganze Geschwafel über die Bekenner soll doch darüber hinweg diskutieren, das Berlin im Jahr 2026 eine Woche braucht um Kabel zu reparieren.



    Was soll denn werden wenn mal wirklich "der Russe" angreift?

    • @Tz-B:

      Wir sollten ein Reparaturteam aus der Ukraine einfliegen.



      Die können das.

  • Zur Frage von Anschlägen: In der neoliberalen, Massengesellschaft mit Vereinzelung, riesigen Gerechtigkeitslücken, etc pp - Ihr wisst das alle - ist ein Schutz vor derartigen Anschlägen sehr schwer zu realisieren. Entsolidarisierungsgrad, Anonymität - es gibt viele Gründe für derartige Taten. Ob Herr Putin oder auch die Ukraine auch auf diese Idee kommt: Unterwasserkabel, nah am Wasser-Kabel ,Teltow-Kanal - er hat ja kreative FSB MitarbeiterInnen.

    • @ja wirklich?:

      Natürlich sind liberale Gesellschaften auch angreifbar. Aber wollen Sie lieber eine linke oder rechte Diktatur? Einen Überwachungsstaat, wo an jeder Ecke ein Überwachungsdepp oder eine Kamera steht.

    • @ja wirklich?:

      Genau, letztendlich ist der Neoliberalismus an linksextremen Anschlägen Schuld. Früher, vor der neoliberalen Massengesellschaft, war man schließlich super vor derartigen Anschlägen geschützt - deshalb gab es ja auch in der westdeutschen Geschichte vor der neoliberalen Ära nie linksextreme Terroranschläge.

  • Danke @



    Black & White

    heute, 12:34 Uhr



    @Samvim:

    "Es wäre in diesem Zusammenhang übrigens journalistisch angezeigt den Umstand des linksextremistischen Terrorismus zu thematisieren liebe tazzies..."

    Journalistische Glaubwürdigkeit entsteht insbesondere dann, wenn man auch Themen aufgreift, die heikel sein könnten. Bspw. wenn (und wenn ja, wie) eine linke Zeitung über Linksextremismus schreibt.

    Ein Gradmesser für Glaubwürdigkeit ist auch die Reaktion von linken Parteien auf linke Gewalt. Analog gilt das natürlich auch für die Reaktion von rechten Parteien auf rechte Gewalt.

    • @ja wirklich?:

      👍👍

    • @ja wirklich?:

      Es gibt keinen Beweis dafür, dass dieser Anschlag von links kam. Das Bekennerschreiben kann von jedem x-beliebigen User im Namen der Vulkangruppe erstellt worden sein. Dafür gibt es schlüssige Hinweise auf Putin und die AfD bei solchen Anschlägen:



      youtu.be/CDaLFKy0s...i=BgecL5ugcaKt-r0j

      • @Earth & Fire :

        Schlüssige Beweise, die ein x-beliebiger Youtuber in einem Video darzulegen glaubt...toll!!!



        Dann können wir demnächst auch alles das glauben, was uns die AfD im Internet erzählt.

        • @Die_Mitte_machts:

          Ihnen ist der Unterschied zwischen einem Hinweis und einem Beweis aber schon bekannt?



          Zudem haben das auch die "offiziellen" Medien kurz darauf mitbekommen, darunter die TAZ: taz.de/Nach-Anschl...n-Berlin/!6143002/



          Außerdem ist eine Information nicht automatisch unseriös, nur weil sie auf Youtube erscheint. Dieser Youtuber liefert für jede Feststellung einen Beleg. Ich empfehle, sich ein Video vor dem Kommentieren erst einmal bis zum Schluss aufmerksam anzusehen.

      • @Earth & Fire :

        Ja genau, und die DDR war eigentlich auch nicht links.

        • @Suchender:

          Nee, war sie nicht, auch wenn sie es immer behauptet hat. Linke Politik definiert sich insbesondere über die Gleichberechtigung aller Menschen und Demokratie. Eine Diktatur passt da nicht so ganz ins Bild, zu rechter Politik schon viel eher.

  • Vorräte und Checklisten - schön! In der Kindheit ja, da aufgewachsen im Kalten Krieg. "Vorrat ist ein guter Rat". Auf dem Land hatte ich einen Holz-/ Brikett-Ofen in der Wohnung. Nun lebe ich in einer kleinen Wohnung in der Stadt, ist als alter Mensch ja auch sinnvoll, kurze Wege ohne Auto zu allem. Viel Platz für Vorräte ist da nicht. Wenn die Heizung ausfällt - Gas, Umwälz-Pumpe per Strom, das wird super vielen Menschenm so gehen. - Also wir in Deutschland sind so etwas von verschnarcht und unbeweglich, weder naturwissenschaftlich noch aussenpolitisch gut gebildet in der Breite, nein, stattdessen "meinungsstark", bestens über Cannabis informiert, fleissig im Alk trinken, Rauchen, im Böllern - abgerissene Hände Minimum 2 diesmal, tragisch natürlich. Keine Handhabe gegen StromleitungsattentäterInnen. Auf die Infrastruktur hatte es ja nicht mal die RAF abgesehen, oder? - Es rächt sich, dass wir Energieversorgung in D, hypnotisiert von der Energieindustrie, immer nur zentralisiert verwirklicht haben. Die Solarenergie wäre eien Chance gewesen, davon weg zu kommen. Ist eben nicht so renditeträchtig und großkonzernfreundlich, also nicht Lobbyisten- und Abgeordnetentauglich.

    • @ja wirklich?:

      Solarenergie wäre eine Chance gewesen? Haben Sie schon einmal nach draußen geschaut? Meine PV-Anlage hat seit Tagen keinen Strom produziert.

  • Vielen Dank für Ratgeber und Checklisten. Die Frage ist jetzt nur: Wo soll ich das Zeug in meiner Mini-Butze horten?

    • @mwanamke:

      Keller, falls denn vorhanden. Volle Wasserkästen als Tischchen in der Diele nutzen. Ein bisschen im Schrank hat mensch ja auch so immer. Und keiner wird gleich die Palette Ravioli als Einzelperson brauchen. Einfach nur mal zwei, drei Tage entspannt sein können, und die Kräfte können sich um die anderen kümmern. Das war wohl nicht der letzte Putin(?)-Streich.

  • Wie will man sich gegen so eine Terrorgruppe schützen?

    Bei diesem Brandanschlag auf die Kabelbrücke über dem Teltowkanal wurden mehrere Hoch- und Mittelspannungsleitungen beschädigt. Gemäss den Behörden sind unter fünf Hochspannungskabeln gezielt platzierte Brandsätze gefunden worden, deren kontinuierliche Hitzeentwicklung deutlich stärker gewesen sei als bei bisher bekannten Tatmitteln.

    Ziele der letzten Jahre waren immer wieder kritische Infrastrukturen, insbesondere Strom-, Telekommunikations- und Bahnanlagen.

    Wieder mal alles sicherer machen und umbauen? Unter drei Meter dicken Stahlbeton legen? Bundesweit?

    Dass bei diesen Anschlägen Einrichtungen wie Kliniken, Pflegeheime, Kindergärten und Schulen sowie Unternehmen und Tausende private Haushalte von den Folgen betroffen sind, gilt nicht als unbeabsichtigter Nebeneffekt, sondern als einkalkulierten Bestandteil der Tat.

    Diese "Vulkangruppe" nimmt also auch Tote in Kauf. Und zieht den ganzen intellektuellen und ethischen Level der deutschen Linken um drei Stufen nach unten.

    Phantastische Wahlhilfe für die AfD. Doch vielleicht will diese "Vulkangruppe" genau das.

    • @shantivanille:

      Ausschließen möchte ich das nicht - als nützliche I*ioten, als "Sonthofen"-Strategisten, ... Eine Gesellschaft, die sich ständig und überall panzern müsste, verlöre schon einiges.



      Vielleicht müssen wir auch Putin & Co. mehr konfrontieren.

  • Ja, Videoüberwachung allein nützt nichts. Videoüberwachung ist ein (kleiner) Teil eines Sicherheitskonzepts. Dazu gehören dann auch entsprechende Reaktionspläne (was passiert bei merkwürdigen Gestalten Nachts um 4 an der Kabeldurchführung), regelmäßige Wartung (der Überwachung und des überwachten Objekts) usw.

    Aber Reaktionspläne müssen entwickelt, getestet und vor allem auch geübt werden, kostet halt Geld und wenn beim Test Fehler auftauchen macht sich das nicht gut in der Bewertung durch Vorgesetzte (wobei die Fehlerentdeckung ja an sich erwünscht ist um dann besser zu werden) und bei der aktuellen Arbeitsverdichtung (durch schlechte Prozesse...) sind solche Themen üblicherweise leider noch oben drauf, werden also üblicherweise nur auf Papier (heutzutage "digitalisiert" in Powerpoints tief vergraben in SharePoints).

    An sich sollten wir Politiker haben die das durchsetzen, aber Daseinsvorsorge für die Bevölkerung ist schon lange nicht mehr Prio1 in diesen Kreisen (nach meinen Beobachtungen), speziell in Berlin.

    Mit der neuen EU Verordnung gibt es langfristig etwas Hoffnung, ich hoffe das dort nicht nur bedrucktes Papier herauskommt wie bisher üblich bei diesen Themen.

    • @Thorsten Gorch:

      Aber eine Alarmsicherung des Objekts. Die Kabelbrücke ist doch an der neuralgischen Stelle eingehaust. Wo liegt das Problem, hier eine Alarmanlage zu installieren, die bei Einbruch einen stillen Alarm in ein Überwachungszentrum von Stromnetz schickt und die interne Videokamera zu Beweissicherung aktiviert? Angenommen, ich will meiner Ex eins auswischen und ihre Reifen zerstechen. Ich weiß, dass die Straße kameraüberwacht ist. Bei der Schnelligkeit der Tatausführung inklusive Vermummung nützen der Polizei die Videoaufnahmen nichts. Beim Anschlag auf das Stromnetz brauchten die Täter Zeit. Ein 10 cm starkes Kabel mit 110 KV trenne ich nicht in einer Minute mit einem Bolzenschneider durch. Sie haben zusätzlich noch Stahlstangen drapiert, um einen Kurzschluss auszulösen. Meine These ist, dass die Zeit ausreicht, die Täter dingfest zu machen, bevor sie den Brandsatz zünden können. Diese Art der Absicherung ist auch nicht gegenüber der Öffentlichkeit übergriffig, da keine permanente Videoüberwachung erfolgt.

      • @Polarhund:

        Eine Videoüberwachung an so einem neuralgischen Punkt wie einer Kabeltrassen unterhalb einer Brücke wo sich ja auch an sich keine Leute aufhalten sollten ist die perfekte Ergänzung zu einer Alarmanlage. Denn wie überwinde ich eine Alarmanlage? Na, mit dem Klassiker: Indem ich laufend Fehlalarme auslöse bis in der Zentrale genervt wegen "technischen Defekt / Fehlalarm" das Ding abschaltet wird bis sich dann nach Stunden / Tagen / Wochen der Servicetechniker hinbewegt. Da hilft Video zu haben und zu schauen was da im abgesicherten Sektor los ist - bis da jemand physisch vor Ort ist vergeht ja eine gewisse Zeit.

        Wie schon geschrieben. Videoüberwachung ist _Teil_ eines Sicherheitskonzepts. Damit alleine verhindert man nichts, kann aber ein wichtiger Baustein sein. Soll mit so was in die Fenster der Nachbarschaft geblickt werden, natürlich nicht, der neuralgische Punkt und nächste Umgebung soll damit schnell inspiziert werden können.

  • Bitte auch ein paar Worte über die unsägliche Geisteshaltung der Täter verlieren.

    • @Rolf Mach:

      Wer die Täter waren, ist gar nicht so eindeutig. Das Bekennerschreiben, das angeblich von der Vulkangruppe kommt, wurde auf einer Website erstellt, wo jeder x-beliebige ein Konto eröffnen kann. Zudem taucht in dem Schreiben der Name J.D.Vance in kyrillischer Schreibweise auf, so als sei der Text automatisch aus dem Russischen übersetzt worden...



      youtu.be/CDaLFKy0s...i=BgecL5ugcaKt-r0j

  • Es ist nicht nur Heizung und Strom, sondern heute meist auch Festnetz-Telefon (Router braucht Strom), Internet und Handy-Laden. Wurde im Artikel vergessen.

    Wir sehen an dem Fall, wie abhängig wir geworden sind von zentralisierter Infrastruktur. Berührt auch das Thema inselfähige Solaranlagen.

    • @Brombeertee:

      Ne Inselfähige Solaranlage bringt jetzt im Moment auch nur bedingt etwas. Ich hab eine, aber im Moment müsste ich dauernd aufs Dach um die von Schnee zu befreien wenn ich drauf angewiesen wäre. Und da es dauernd schneit, könnt ich dann am besten auf dem Dach sitzen bleiben.



      Viel rum kommt dabei zu dieser Jahreszeit auch nicht, nen Laptop und Kühl/Gefrierschränke könnt ich laufen lassen, TV müsste aus bleiben und Starlink (1 KwH/Tag) müsste erst recht aus bleiben. Im Winter darf sowas hier also auch nicht passieren.

      • @Rikard Dobos:

        Wenigstens wären Ihre Lebensmittel gerettet.

        Ob nämlich die Hausrat zahlt, ist ungewiss (Terrorismus?) Trifft arme Menschen dann besonders hart. Vor allem weil der Anschlag zum Anfang des Geldes stattfand.

        • @Drehrummbumm:

          Die Lebensmittel wären ja auch so „gerettet“, man könnte sie ja bei den aktuellen Temperaturen problemlos auf Balkon und/oder Fensterbänke stellen.

  • Das Schlimmste ist, dass die sich "linksextrem" nennen. Solche Idioten! Und jetzt wird natürlich die versammelte (rechte) Medienlandschaft wieder einstimmen in das Mantra "seht her, der linke Terror ist die wahre Bedrohung". Tatsächliche Statistiken sind ja den meisten solchen JournalistInnen ein Gräuel.

    • @Jalella:

      Extremisten sind immer "Idioten". Es ist dem Extremismus jeglicher Coleur inne, dass er ein extrem verengtes Weltbild unterhalb des eigenen Tellerandes hat und dieses versucht mit Gewalt durchzusetzen.

    • @Jalella:

      Es waren linksextreme und das muss man klar benennen und jetzt zu sagen sie nennen sich nur so hilft niemanden weiter! Sie können nicht davon ausgehen, das die bösen immer nur die Rechten sind! Böse gibt es überall auch in den eigenen Reihen

    • @Jalella:

      Und diese Idioten sind nicht linksextrem?

    • @Jalella:

      wieso? Die Bekenner sind linksextrem. (das inkludiert Idiot)



      Aber weil keine Menschen zu Schaden gekommen sind, muss man hier auch mal den positiven Aspekt würdigen: Die Republik diskutiert endlich darüber, ob Reiche und Kapitalisten wie die im Südwesten Berlins wirklich per se ein Segen sind. In Anlehnung an Kai Schöneberg: taz.de/Brandanschl...sla-Werk/!5994711/ :" Protestierende als „Linksextreme“, „grüne RAF“ oder wie Elon Musk als „dümmste Ökoterroristen der Welt“ zu diffamieren, schäbig." (...) "Kein Wunder, dass der Vulkangruppe „der Totalausfall eines scheinbar unangreifbaren Giganten“, nämlich Tesla, „Freudentränen in die Augen“ treibt. Und gut, dass die kritische Diskussion über das Treiben des US-Konzerns endlich Fahrt aufgenommen hat." Ist das links oder Idiotie?

      • @Jutta57:

        Es weiß niemand, ob Menschen dadurch zu Schaden gekommen sind.

        Und selbst wenn niemand zu Schaden gekommen ist, wäre auch dies nicht positiv hervorzuheben. Denn durch diesen Anschlag wurden Tote zumindest billigend in Kauf genommen. Sei es durch Mängel im Backup der Kliniken oder durch den Ausfall medizinischer Geräte zu Hause oder der Herzinfarkt aufgrund der Aufregung.

        Oder seelische Schäden durch PTBS oder "Flashbacks" bei Flüchtlingen...

        "Reiche" und "Kapitalisten" waren auch nicht das ausschließliche Ziel. Sondern auch Menschen in Mietskasernen. Diese können das ganze weniger kompensieren, als "reiche" Menschen (wo beginnt Reichtum? Wer bestimmt, wer Reich ist? Zählen bestimmte Gallionsfiguren von FFF, den Grünen, der linken... zu den reichen Menschen, weil sie zum Beispiel gut geerbt haben und Millionen auf dem Konto oder ist das was anderes?).

        Somit ist es ein Anschlag auf das gesamtgesellschaftliche Spektrum, wobei wieder einmal jene am stärksten drunter leiden, welche eigentlich unter dem Schutz linker stehen sollten. Also arme, alte, kranke....

        • @Drehrummbumm:

          Mittlerweile sind zwei Menschen Tod aufgrund dieser Aktion

    • @Jalella:

      Welche rechten Anschläge auf wichtige Infrastruktur der vergangenen 10 Jahre fallen Ihnen denn ein?

      So als Statistik ...

      Eigentlich haben wir alle Glück, dass die Rechten nicht so auf der Höhe sind und noch nicht das Gleiche machen.

    • @Jalella:

      Naja...hier wär eigentlich eher mal die Taz gefragt, die sich bei linken Terrorismus/Gewalttaten auffällig zurückhält und sich sehr schwer damit tut das zu verurteilen und deutlich zu machen, dass man mit solchen Leuten nichts zu tun haben will.

    • @Jalella:

      Betrachten Sie es einfach mal von der guten Seite: Lassen Sie die Bewohner der 45.000 Haushalte mitten im Winter in der Kälte sitzen, wird das ganz zwangsläufig eine Solidarisierung mit den "Linken" nach sich ziehen. Die Leute werden jubeln und sich freuen und für den Rest des Winters freiwillig auf warmes Essen und Heizung verzichten und die so eingesparten Gelder gerne aufs Spendenkonto der "Linken" überweisen, damit sie einen Notgroschen für künftige Aktionen dieser Art haben. So geht Klimaschutz. Die Aktionisten haben einfach von den Klimaklebern gelernt. Wie viele Tausende haben ihr Auto abgemeldet, nachdem sie einmal im Klebestau feststeckten...

  • Was für eine typisch populistische nicht-lösung für das Problem. Warum nicht einfach eine Ausgangssperre ab Einbruch der Dunkelheit? Wer nicht draußen ist, zündet auch keine Kabelschächte an. Problem gelöst.

    Statt sich um eine gute Infrastruktur zu kümmern: Kameraüberwachung. Wie schützt euch das? Wenn der Strom überall weg ist das Video angucken und in einen Bericht schreiben "da war tatsächlich einer und hat das angezündet. War aber leider vermummt."

    • @Landus:

      Wir leben mittlerweile im Jahre 2026.

      Die Videoaufnahmen kann man von KI ständig auswerten lassen, die Alarm gibt, sobald sie auffällige Bewegungen wahrnimmt.

  • Danke für die Checkliste.

  • Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es zu Schäden am Menschen kommt. Krankenhäuser z.B. haben max. Notstrom für 7 Tage. Das reicht nicht bis Donnerstag.



    Es wäre in diesem Zusammenhang übrigens journalistisch angezeigt den Umstand des linksextremistischen Terrorismus zu thematisieren liebe tazzies...

    • @Samvim:

      "Es wäre in diesem Zusammenhang übrigens journalistisch angezeigt den Umstand des linksextremistischen Terrorismus zu thematisieren liebe tazzies..."







      Journalistische Glaubwürdigkeit entsteht insbesondere dann, wenn man auch Themen aufgreift, die heikel sein könnten. Bspw. wenn (und wenn ja, wie) eine linke Zeitung über Linksextremismus schreibt.







      Ein Gradmesser für Glaubwürdigkeit ist auch die Reaktion von linken Parteien auf linke Gewalt. Analog gilt das natürlich auch für die Reaktion von rechten Parteien auf rechte Gewalt.

      • @Black & White:

        Ich würde sogar noch weiter gehen und es als Gradmesser dafür nehmen daß der Mensch sich insgesamt geistig weiterentwickelt. Wer gesteht sich schon gerne ein daß auch die eigenen politischen Grundüberzeugungen grundsätzlich pervertierbar sind?



        Ich habe früher auch immer geglaubt, daß links gut ist und rechts böse aber so einfach ist es nicht, so ein kleiner Extremist lauert wohl bei jedem von uns unter der Oberfläche.

    • @Samvim:

      Also, die Krankenhäuser sind inzwischen alle vom Notstrom weg. Ich denke auch, das die Leute von Vulkan überrascht waren, wie wenig redundant das Berliner Energienetz aufgestellt war. Laut Bekennerschreiben wollten sie das Kraftwerk Lichterfelde angreifen und in der Stromvermarktung treffen. Davon ausgehend, das die Bürger anderweitig versorgt werden können. Das scheint wegen Versäumnissen der Betreiber nicht so zu sein.

      • @Dodoist:

        Genau das.

      • @Dodoist:

        Dann ist ja alles i. O. Ein dummer Jungenstreich ist aus dem Ruder gelaufen.

      • @Dodoist:

        Nehmen Sow die Täter in Schutz und schieben die Schuld zur Misere zu anderen?

        Das ist gerade klassische Täter-Opfer-Umkehr

        Wer das Stromnetz angreift, hat den Schaden angerichtet. Punkt.

        Dieser Schaden in dem Umgang wurde billigend in Kauf genommen.

        Es ist echt erstaunlich wie sanft die Täter hier angefasst werden….

      • @Dodoist:

        Deppen halt, selbst zu dumm, um vorher die Größe des Schadens abschätzen zu können. Und jetzt soll die Schuld den Betreibern zugeschoben werden. Gehts noch? Man fasst sich ungläubig an den Kopf.

    • @Samvim:

      Warum die Panikmache? Notstromdiesel in Krankenhäuser laufen so lange, solange sie mit Brennstoff versorgt sind. Ist ja nur ein ortsgebundener Motor. Oder haben Sie bei jeder Autofahrt Angst das Sie nicht mehr nach hause kommen?

    • @Samvim:

      Das mit den Krankenhäusern trifft nur zu, wenn kein Kraftstoff nachgeliefert wird. Im Regelfall können die Aggregate auch länger laufen. Es kann natürlich auch sein, dass die Verwaltung in Berlin zu doof ist ein paar Tankwagen Heizöl für die Krankenhäuser zu bestellen, da kann man bei den Patienten aber sammeln gehen und jemand bestellt online Heizöl.



      Die alten Notkrankenhäuser mit den großen Aggregaten waren auf Dauerbetrieb ausgelegt, das sollte heute eigentlich nicht anders sein.

  • Wieso wird eigentlich nicht über die Sinnlosigkeit dieses Anschlags berichtet und den Absichten der Gruppe Vulkan.



    Stattdessen wird über die schlechte Absicherung der Infrastruktur philosophiert.

    • @torbals:

      Kritische Infrastruktur ist deshalb kritisch, weil Störungen daran weite und breite Folgen haben können. Daher sind diese mit höherer Priorität zu schützen als eine Diskussion über sinnhaftigkeit oder Sinnlosigkeit irgendwelcher Absichten eines Störungsverursachung.

    • @torbals:

      Beißhemmung?

    • @torbals:

      Der Anschlag ist gefährlich für die betroffenen Haushalte, aus Sicht der Urheber ist er sicher sehr erfolgreich. Ob die Urheber nun autonome Spinner*, eine fünfte Kolonne Moskaus oder andere ausländische Kräfte, die ein Interesse an Destabilisierung haben.



      Wenn die Infrastruktur abgesichert wäre müssten wir darüber ja auch nicht philosophieren.

      *) was soll deren Ziel sein, alle zu Preppern werden lassen oder sind die wirklich so doof und glauben die betroffenen Haushalte verbrauchen ab nächste Woche keine fossile Energie mehr?

  • Im Ernst: Jetzt also auch noch Prepper werden? Fehlt eigentlich nur noch der Aluhut zum Starterpaket.



    Spannend wäre ja gewesen, einmal zu fragen, warum das Ganze passiert ist und wer dahintersteckt. Politische Destabilisierung kurz vor Landtagswahlen? Russische Einflusskampagnen? Oder frustrierte Klimawandelgegner, die – ganz im Geiste der „Letzten Generation“ – ihrem durchaus legitimen Anliegen angesichts politischer Tatenlosigkeit Gehör verschaffen wollen?



    Aber nein. Der Artikel entscheidet sich lieber für die große Lösung: Videoüberwachung gegen Vandalismus und eine Instant-Suppe für die seelische Resilienz.



    Also: Durchatmen, aufgießen, weitermachen wie bisher.



    Chapeau. Das nennt man dann wohl Niveau...

    • @Stefan Schmitt:

      Videoüberwachung allein wird das sicher nicht verhindern, eventuell kann sie aber den Aufwand für die TäterInnen erhöhen und bei der Aufklärung helfen. Einzige Lösung ist es sicher nicht.

      Wo der Artikel hier für "weitermachen wie bisher" plädieren soll, ist mir allerdings schleierhaft.

    • @Stefan Schmitt:

      Was bringen die von Ihnen gefordeten Spekulationen? Dann doch lieber mal ein kleiner Hinweis, dass private Vorsorge zum Katastrophenschutz nun mal dazu gehört und ja, die ein oder andere Tütensuppe (mit Campingkocher) evtl doch in den Vorrat gehört.

    • @Stefan Schmitt:

      Was ändert sich denn für mich, wenn ich keinen Strom habe, ob die Situation nun von Beauftragten des russischen Geheimdienstes oder von Klimaschützern herbeigeführt worden ist?

      Oder für die pflegebedürftige Oma?

      Nichts.

      Deshalb ist für die Betrachtung der Vorsorge die Motivation der Täter ohne Belang.

      Der Artikel plädiert doch gerade dafür, nicht weiterzumachen wie bisher, sondern vorbereitet zu sein.

      Auf privater wie auf Landesebene.

      Das war nur das, was Ihnen nicht schmeckte.

      • @rero:

        Kann ich nur zustimmen. Wobei ich der Meinung bin, dass es staatliche Aufgabe ist, kritische Infrastruktur zu sichern.

        • @Jalella:

          Die könnte dann ja auch durch die Bundespolizei gesichert werden. Finde ich gut, dass gerade Sie sich für eine Aufstockung der Polizeikräfte aussprechen.

      • @rero:

        Was ändert es denn für Sie als Angehöriger eines Opfers von einem Terroranschlag, ob dieser islamistisch oder rechtsextremistisch motiviert war? Was ändert es für die Frau, ob sie von einem geflüchteten Syrer oder einem blonden deutschen vergewaltigt wurde?

        Und trotzdem wird Herkunft und Ideologie des Täters in beiden Fällen bis zur gesellschaftlichen Spaltung debattiert, ohne dass es wirklich um Gewalt gegen Frauen an sich oder um Schutzmaßnahmen in öffentlichen Ballungsräumen gegen Terroranschläge geht.

        • @Edda:

          Was sich ändert?



          Wäre es ein Anschlag aus dem islamischen Lager gewesen würde die taz die fehlende Bereitschaft der Integration, oder zur Anpassung der deutschen Bevölkerung bemängeln. Von rechts hätten wir flächendeckend Demos und Aufrufe alles was konservativ oder weiter rechts ist zu verbieten. Bei linkem Terror gibt's Verhaltensregeln, Vorwürfe an die Betreiber der Infrastruktur und Mutmaßungen das jemand gaaaanz anderes dahinter stecken könnte

  • Gruselig, so ein Blackout. ...



    ----



    Der, wenn das NETZ "regelrecht", d.h. mit 2 bzw. 3 Einspeisepunkte in jeder Masche, Nieder- bis Höchstspannung ausgelegt wäre, nicht durch den Ausfall einer Kabelbrücke zu so einem "Totalschaden" kommen kann!

    Möglich, dass das Brandstiftung war, doch dieser "Ausfall" hätte nicht zu diesem "Drama" führen dürfen!

    Bei Infrastruktur in DE, in der solche Flaschenhälse nicht wahrgenommen wird, bzw. verhindert, ist die o.a. "Sabotage" nicht abgefedert werden kann, ist die Frage erlaubt: "WER hat da bei Planung & Instandhaltung geschlafen?"

    Btw. In DE ist es Standard, dass jede Netzmasche s.o. aus mehreren Richtungen gespeist werden kann. Wäre DAS eingehalten worden, hatten die Betroffenen nach einem kurzen Stromausfall wieder am Netz & die Kabel könnten in aller Ruhe wider hergestellt werden!

    Ps. Klar können wir jetzt auf die "Linken Saboteure" schimpfen, sollten darüber nicht vergessen, dass "massive" Planungs- & Baufehler auch MIT zu diesem "Problem" beigetragen haben! :-(

    • @Sikasuu:

      Das hatte ich mir auch gedacht. Nach dem Spannungsabfall hätte ein Detektor anspringen müssen und, manuell oder automatisch, von anderer Stelle her, den Bereich mit Spannung versorgen müssen. Geschätzt: wenige Sekunden bis 10 Minuten. Dass dies offensichtlich fehlt, ist m. E. der hauptsächliche Mangel.

      • @Brombeertee:

        Nur muss so etwas auch regelmässig getestet werden... Ich denke da einen Vorfall 2008 in Nürnberg (live mit erlebt): die komplette Stromversorgung im Südwesten der Stadt fiel schlagartig aus. Unsere Server standen im Rechenzentrum des örtlichen Energie-Unternehmens, waren sowohl von uns mit "kleinen" USVs (15 Minuten Überbrückungszeit) ausgestattet, das Rechenzentrum warb aber mit einem Diesel-Aggregat für die Zeit "danach". Ich war zufällig bei einem Kunden im betroffenen Bereich. Meine Kollegen wunderten sich in Erlangen im Büro, warum ein Server nach dem anderem "weg" war und warum sie mich nicht erreichen konnten. Ursache: das Aggregat lief einfach nicht, niemand hatte das überhaupt mal in den Jahren davor getestet... Und das bei einem Stromversorger...

        • @Achim Schäfer:

          Andererseits kann es auch schnell gehen. Ich erinnere mich unscharf an Details aus der Fotovoltaik-Technik. Da gab es eine Regel, dass die Wechselrichter bei einem Netzausfall noch 1 Sekunde einspeisen sollen (ride through), um einen Kurzausfall zu überbrücken. Es galt also als plausibel, dass Netzausfälle durch Schalthandlungen kleiner als 1 Sekunde waren. Kritisch war vor allem der Wechsel der vollen Stunde, wenn Stromlieferungen aufgrund der Spotmarkt-Verträge an der Strombörse zur vollen Stunde hinzukamen oder wegfielen.



          Aber sicherlich: technische Einrichtungen regelmäßig zu testen ist eine gute Idee.

  • Da es keinen vollständigen Schutz vor solchen Anschlägen geben wird, sollte auf alle Fälle mehr in Backups investiert werden. D.h. in zusätzliche Leitungen und Querverbindungen um die Möglichkeit von schnellen Ersatzschaltungen durchführen zu können und in Notstromanlagen für kritische Infrastruktur. Gibt es zum Teil schon, aber meiner Meinung zu wenig. So ist das Mobilfunknetz nur teilweise für Stromausfälle abgesichert und wenn, dann auch nur für einige Stunden. Im Festnetz ist es noch kritischer, da mittlerweile fast alle Endgeräte einen Stromanschluss benötigen. Auch die Netzknoten sind nur teilweise auf längere Stromausfälle vorbereitet.



    Kostet halt alles Geld.

    • @celcon52:

      Klarer ausgedrückt:



      Jeder größere Bereich muss aus mindestens zwei Richtungen versorgt werden können.



      Das nennt man Redundanz und ist - ja - teuer.

      Die Forderung nach mehr (billigen) Kameras ist damit auch schon das Eingeständnis, das man eigentlich lieber nichts machen will.

  • Ich habe mich schon im Studium auf die Konstruktion ausfallsicherer Systeme spezialisiert. Nach zwanzig Jahren war ich, als "ausgewiesener Experte", es leid, dass meine Arbeit stets nur als Feigenblatt genutzt wurde. Am Ende wurde trotz Warnungen das billigst-mögliche System gebaut oder gekauft und "Reise nach Jerusalem" in der Haftungsfrage gespielt. Schuld ist am Ende das Wetter, die Software oder der Angreifer mit besonders hoher krimineller Energie, d.h. der Kunde bzw. Bürger bleibt auf seinem Schaden sitzen. Die Industrie zeigt auf den Staat, der Staat "löst" die Probleme juristisch und polizeilich (also gar nicht). Die Folgen werden immer sichtbarer und wandern von der Fach- in die Tagespresse, doch statt aus Fehlern zu lernen wird mit LLMs eine ganz neue Stufe im Verantwortungslimbo gezündet. Die Auswirkungen kann ich mir noch gar nicht ausmalen. Das alles interessiert in meiner Wahrnehmung selbst politisch aktive Menschen wenig bis überhaupt nicht. Lieber wird über Schuldzuweisungen und die neuen Polizeibefugnisse diskutiert. Ich habe, wie viele meiner Kollegen, das Berufsfeld verlassen.

    • @alex.pm:

      Da haben Sie einen Punkt. Statt über ausfallsichere Systeme zu reden und diese auch umzusetzen, wird mal wieder politisch vorangetrieben die Lage zur Ausweitung der Überwachungssysteme genutzt.



      Verantwortungslosigkeit nennt man das.

    • @alex.pm:

      "Ich habe, wie viele meiner Kollegen, das Berufsfeld verlassen."



      ... kann ich voll und ganz nachvollziehen.

      Kai Wegener im ZDF: "Wie wir über Videoschutzmaßnahmen, andere Programme, Sicherheitsdienste nachdenken."



      (Loriot-Stimme) Aha!

      Jede halbwegs große Baustelle wird inzwischen mit gemieteten Flutlichtmasten, Bewegungsmeldern und Videoüberwachung gesichert. Die Kameras erfassen dabei natürlich nur das zu sichernde Gelände — dies dann aber mit 4 K so hochauflösend, wie es sein muss. Die Stromverorgung dafür ist natürlich mit einer PSU gekoppelt (PSU = Power supply unit, unterbrechungsfreie Notstromversorgung) So eine Anlage ist für nen niedrigen 5-stelligen Betrag zu haben, zzgl. Installation.



      Einfach mal googeln: "baustellen sicherung video"

    • @alex.pm:

      Tja, meine Rede seit Langem. Man kann das auf beliebige Probleme, die als Sau dann durch die Medien getrieben werden, ausweiten. Die Standardantwort auf alles ist "strafrechtliche Verschärfungen", "mehr Polizei", "mehr Befugnisse für die Polizei".

      Der Staat soll sich nur ja nicht um staatliche Belange kümmern. Kritische Infrastruktur ist eins davon. Gesundheit, Transport, Informationstechnik etc. sind andere. Und es wird nicht lange dauern, bis Bildung auch noch dazu gehört und unsere Kinder Eintritt zahlen müssen wenn sie in die Schule wollen.

      Die Kirchen des Neoliberaliusmus schießen wie hässliche Schimmelpilze aus dem Boden.

    • @alex.pm:

      Was sind in diesem Zusammenhang LLM, die in der sog. KI genutzten Sprachmodelle?

  • Russland baut täglich mindestens 100 Shahed-Drohnen. Eine Produktion von 200 je Tag wird angestrebt. Es ergibt sich, daß Russland in 3 bis 5 Jahren nach Beendigung des Ukraine-Krieges zwischen 110.000 und 360.000 Shahed-Drohnen auf Lager hätte. Zzgl. ballistischer Raketen und Marschflugkörper.

    Wenn solche Drohnen die NATO-Grenze an wenigen Stellen passieren, wären dort in wenigen Minuten alle Abwehrmittel verbraucht. Dann sitzt Europa bis an die Grenze zu Frankreich - welches Atomwaffen hat - im Dunklen. Kraftwerke, Trafostationen, Brücken, See- und Flughäfen, Telekommunikationsanlagen, Gas- und Wasserwerke, Raffinerien, tausende Industriebetriebe, ... , Krankenhäuser, Polizei- und Feuerwehrwachen. ... Stillstand!

    Die Lieferzeiten für zusätzlich geplante Trafos für die Energiewende betragen aktuell zwischen 1,5 und 4 Jahren.

    Deutschland könnte für ein Jahrzehnt in die vorindustrielle Zeit zurückversetzt werden, wenn es Russland unterschätzt.

    Ganze 5 bis 6 Tage Stromausfall - verursacht von nur ein paar "Chaoten" - sind ein Hinweis auf die Möglichkeiten eines Terrorstaates. Danke für die Warnung.

    Sollte die Ukraine fallen, reichen die billigen Drohnen weiter nach Westen.

    • @Donald Duck:

      Warum sollte Putin vor der Grenze von Frankreich halt machen? Nur wegen Atomwaffen? Die ersten Drohnen sind doch schon an den Grenzen gesichtet worden. Solange unsere Infrastruktur zentral aufgebaut ist und wird und wenigen großen Firmen und Konzernen verantwortet wird, hat Putin es sehr einfach mit seinen Drohnen in wenigen Jahren Europa über die infrastruktur lahm zu legen. Dies war bereits bei den Ostseepipelines der Hintergedanke. Selbst dort zeigte sich wie einfach es doch ist zentrale Versorgungen zu stören, unabhängig davon, ob die Täter gefasst werden. Daher sollte die Verhinderung einer Sapotage erste Prioritär haben und nicht die Überwachung.



      Die Resilienz gegenüber und die Abschreckung vor hybriden Kriegen erfolgt gezielter durch dezentrale vermaschte Netze und Energieerzeugungen. Problem dabei ist nur, dass die Gesellschaft und die Verwaltungen mehr Vertrauen in die Gesellschaft haben müsste. Allerdings ist es einfacher diese zu haben, je vernetzter und redundanter diese Versorgungsstrukturen aufgebaut sind. die politische Mitte hat es leider seit 40 Jahren versäumt eine entsprechende Infrastruktur nach der Wende aufzubauen; die Lobbyisten lassen grüssen.

  • "Schutz, Schutz, Schutz vor allen Gefahren! Und zwischendurch: Bürokratieabbau fordern!"



    Yepp, wo ist der Widerspruch? Einfach mal in "Polizei" investieren. Reicht dann schon.

    Aber typisch Deutschland/Berlin:Einen eminent wichtigen Container mit einem (pillepalle) Bauzaun sichern "ansonsten nackig, ohne Alles" und sich dann wundern, dass jemand erfolgreich zündelt.

    Kommunales Versagen; Verantwortliche sind danach nicht auffindbar ...

  • Resilienzmaßnahmen sind teuer, und Unternehmen investieren nur minimal ohne Zwang. Politische Prioritäten fehlen.

  • Da wir ja in der Vergangenheit dem Neoliberalismus anheim gefallen sind und alles nur an Wirtschaftlichkeit und Gewinnorientierung ausgerichtet wurde und sich alle Probleme ja "technologieoffen" ganz von allein lösen, stehen wir jetzt vor einem Scherbenhaufen.



    Stromnetze sind ungeschützt und oft veraltet, dafür aber privatisiert. MW-Sender, die man im Notfall bundesweit empfangen könnte wurden abgeschaltet, als nächstes soll UKW zugunsten des DAB abgeschaltet werden, während Mobilfunk keine Notstromversorgung hat. Im Zuge der Digitalisierung des Telefonnetzes wurde auch keine Möglichkeit für eine Notstromversorgung von Netz und mindestens einem Endgerät geschaffen.



    In Berlin scheint es jetzt ja wohl auch kein vernünftiges Konzept für einen solchen Stromausfall zu geben. Ein paar Unterkünfte zur Verfügung stellen, während in den Häusern bei längerem Stromausfall dann vielleicht frostbedingt die ersten Heizungsrohre platzen klingt jetzt nicht nach einem Plan.



    Das alles sollte uns doch zum Denken und Handeln bewegen, auf Verwaltungsebene und privat. Dafür muss ein Rahmen gesetzt werden und die wichtigen Teile der Infrastruktur müssen wieder unter staatliche Kontrolle gestellt werden.

    • @Axel Schäfer:

      Daher sollte jedes Haus über eine maximale autarke Versorgung verfügen, bei niedrigst möglichen Bedarfen.



      Daher sollte der Mindeststandard ein Nullenergiehaus sein besser ein Plusenergiehaus. Bei ca. 20 Mio. Wohngebäuden in unserem Land könnten diese eine 80%-ige autarkte Deckung der Versorgung für Wohnen sicherstellen, oder etwa nicht?



      die Versorgung der Industrie und Arbeitsstätten dürfen diese gerne selbst in die Hand nehmen.

  • Bei einem Stromnetz besteht die einzig sinnvolle Sicherheit darin, daß alle Bereiche von mindestens zwei Seiten aus versorgt werden können.

    Das nennt man Redundanz und ist ein alter Hut.

    Solange das Strom"Netz" nur eine Spinne ist, kann das jederzeit wieder



    passieren. An tausenden anderen Stellen und auch einfach als Defekt.

    Wenn dann auch noch die Russen kommen, Gute Nacht.

  • Da haben es einige Linksradikale den Herrschenden und Mächtigen mal wieder so richtig gezeigt.

    • @Manfred MIlde-Büttcher:

      Am meisten haben die es wohl den Pflegebedürftigen Menschen gezeigt, die jetzt in Turnhallen auf Feldbetten liegen und sich den Allerwertesten abfrieren. Oder dem Typen in häuslicher Pflege der fast gestorben wäre weil seinen Maschinen die Akkus leer geworden sind und der Rettungsdienst erst in letzter Sekunde vor Ort war.



      Das waren bestimmt alles Rechte oder Reiche. Oder noch schlimmer: Reiche, rechte CDU Wähler mit Gas-Heizung und FAZ-Abo und eigenem PKW.

    • @Manfred MIlde-Büttcher:

      Wenn es diese Radikalen nicht gäbe, dann muessten sie glatt erfunden werden.

    • @Manfred MIlde-Büttcher:

      Als Linker gruselt es mich, dass solche Vollpfosten sich als "links" bezeichnen. Das hat politisch so gar keine Richtung, sondern ist einfach nur extrem dämlich.

  • Vielen Dank für diesen Kommentar. Täterschutz wird in Deutschland schon immer viel besser gemacht als Opferschutz.

    • @Gnutellabrot Merz:

      Und was genau soll weniger Täterschutz und mehr Videoüberwachung bringen? Wenn sie ungestört das Stromnetz lahmlegen können, dann können die sich auch ein paar Meter vorher noch vermummen. Von dem, was größere Drohnen anrichten können mal ganz zu schweigen. Nehmen wir an, ein anderes Land, Terroristen etc wollen uns angreifen und richtig Schaden anrichten: Dann machen sie das gleiche wie die Vulkangruppe an fünf Stellen in Berlin gleichzeitig und es wird richtig ungemütlich. Denken Sie, ein paar Kameras können dass verhindern? Mir ist Videoüberwachung an solchen Orten relativ egal. Aber ich denke nicht, dass das ernsthaft viel bringt.

  • Dann sind jetzt hoffentlich ALLE gewarnt, was passiert, wenn Stromleitungen lahmgelegt werden.



    Wir elektrifizieren alles - Heizung, Verkehr, Kommunikation - und schützen solch sensible Infrastruktur nur ungenügend.



    Dasselbe gilt für die geplanten "Stromautobahnen". Als leitungsgebundene Infrastruktur noch verwundbarer als einzelne Grosskraftwerke, seien sie fossil oder nuklear.



    Eine Reserveinfrastruktur würde jetzt nicht schaden. Wir haben sie nicht mehr.

  • “… sondern zehn oder zwanzig Gruppen gleichzeitig handeln?”

    So viele Menschen braucht man bei weitem nicht, um in ganz Berlin den Strom abzuschalten.

  • Hauptsache, keine Kameraüberwachung etwa von Kabelbrücken, nicht wahr?

  • Wir haben Videoüberwachung kürzlich im Freundeskreis diskutiert.



    Viele von uns kennen diese aus Metropolen wie bspw. in Südostasien.



    Dort habe ich persönlich in den öffentlichen Bereichen, wie U-Bahnen ein besseres Gefühl wie bei uns.

    Bin auch leid geplagt, weil schon mehrmals Autos in unserer TG die Reifen abgestochen wurden und hin und wieder auch massiv der Lack zerkratzt wurde. Videoüberwachung ging nicht weil ein paar Parkplätze öffentlich sind und diese deshalb verboten ist.

    • @C Walser:

      Im Text ging es ja eigentlich nur um die Überwachung kritischer Infrastruktur deren Ausfall sehr weitreichende Folgen und potentiell auch Tote nach sich ziehen kann, an derart schwerwiegende Verbrechen wie zerkratzten Autolack war da noch gar nicht gedacht. Wenn aber Kratzer im Lack ausreichender Grund sind um den Datenschutz den man nicht zuletzt als Lehre aus den Erfahrungen mit GeStaPo und StaSi etabliert hat auszusetzen und eine lückenlose Videoüberwachung von Tiefgaragen und jedem anderen öffentlichen Ort an dem es die makellos lackierte Karosse von irgendwem zu schützen gilt, stellt sich eben die Frage welche Argumente übrig bleiben um überhaupt noch Datenschutz zu betreiben oder ob man den angesichts der zunehmend rechts-autoritären Präferenzen in der Bevölkerung nicht schon mal in vorauseilendem Gehorsam abschaffen sollte um die letzten Erfahrungen mal wieder zu aktualisieren und zu schauen was so alles möglich ist wenn die Auswertung statt per Hollerithmaschine mit Data Mining und AI Algorithmen läuft.

      • @Ingo Bernable:

        Was soll der Vergleich mit GeStaPo und StaSi?



        Das alleine lässt schon tief blicken.

      • @Ingo Bernable:

        Vielen lieb Dank für die süffisante Antwort!



        Ich denke Sie wissen genau worauf ich hinaus möchte. Falls nicht, was ich für Sie, bzw Ihre kognitiven Fähigkeiten sehr bedauerlich fände, hier noch einmal in einfachen Worten zusammengefasst:

        Es gibt viele „Mitmenschen“ die einfach ein gestörtes Verhältnis zum Allgemeinwohl, einem ordentlichen Sozialverhalten, dem Eigentum anderer und unseren Gesetzen haben. Manche kann man mit Fakten und Gesprächen helfen. Die meisten kapieren es nicht. -> s. die erwähnte linksradikale Sippe. Dabei kann eine Videoüberwachung, die in solchen Fällen ausgewertet wird, hilfreich sein.

        Wenn, wie in meinem Fall, privates Eigentum und auch das von der Firma gestellte Fahrzeug mehrfach beschädigt wird und dabei insgesamt Schäden im 5-stelligen Bereich entstehen. (zum leichteren Verständnis - das sind über 10.000€) dann ist das schon auch ärgerlich. Zudem man irgendwann auch befürchtet was als nächstes passiert.



        -> Nach dem, was Sie geschrieben haben, geht der Datenschutz solcher Individuen vor der Sicherheit geschädigter Personen!



        Btw hatte ich beinahe einen Unfall weil man es nicht sofort merkt, wenn ein Reifen mit Notlaufeigenschaften zerstochen wurde

    • @C Walser:

      Was sollte Videoüberwachung in der TG nützen? Wenn die Täter nicht ganz doof sind, sind sie vermummt. Wollen sie dann über Aktenzeichen-xy zur Großfahndung aufrufen? Da kann man nur auf eine gewisse Abschreckungswirkung hoffen.



      Auf Bahnhöfen etc. dürfte Liveüberwachung sinnvoll sein, wenn dann Einsatzkräfte gezielt an den Ort des Geschehens geschickt werden können. Eine Aufzeichnung nur um hinterher jemanden zu suchen ist ja nicht so hilfreich und ein "social score" wie in China will ja wohl auch niemand.

      • @Axel Schäfer:

        Ganz einfach: irgendwo sitzen Leute, die einen Bildschirm beobachten, und wenn die sehen, dass sich vermummte Leute dem Objekt nähern, lösen sie Alarm aus.

        Was meinen Sie, was z.B. die Wache an Bundeswehrstandorten oder vor Synagogen tut?

      • @Axel Schäfer:

        Von China hat auch niemand gesprochen oder geschrieben

      • @Axel Schäfer:

        Zum Punkt „Nutzen einer Kameraüberwachung in einer TG“:



        Die Tiefgarage, in der mein Fahrzeug steht, ist kameraüberwacht. Trotzdem wurde mein Motorrad von vermummten Tätern gestohlen — der Diebstahl ist auf den Aufnahmen dokumentiert. Die Polizei zeigte sich wenig interessiert; frisch gebackene Brötchen im Einsatzfahrzeug schienen wichtiger zu sein.



        Allerdings wurden infolgedessen die durch die Kameraaufnahmen identifizierten Schwachstellen an Türen und Rolltoren beseitigt. Ohne die Kameras wären diese Mängel vermutlich nicht behoben worden. Derzeit verschwinden vermehrt E‑Bikes: Die Schlösser werden schnell geknackt und die Räder über Notausgänge abtransportiert. Dank der Aufnahmen lässt sich gegenüber der Versicherung inzwischen nachweisen, ob es sich um einen Ein- oder Ausbruch gehandelt hat.



        Wie viel die Kameras letztlich bringen, lässt sich schwer beziffern. Soweit mir bekannt ist, wurde seit der Installation jedoch kein Kraftfahrzeug mehr entwendet.

    • @C Walser:

      Ist Videoüberwachung denn tatsächlich eine tragende Lösung, oder nur die erwartbare Lösung für eine bessere Datensammlerei? Sollte nicht besser das Leitungsnetz redundant gebaut werden, damit der Ausfall auch aus technischer Sicht nur geringste Versorgungsprobleme bereitet? Was nützt eine Videoüberwachung, wenn trotz schöner Bilder z.B. der Strom dennoch weg ist und die Reparatur mal wieder Tage oder Wochen dauert, weil kein redundantes Netz gebaut wurde, nur um Geld zu sparen, um die Anleger bei Laune zu halten statt die Infrastruktur auf einem notwendigen Standard zu halten. Möglicherweise ist der Berliner Fall noch eine Altlast aus Ostzeiten und die Versorgungszelle (die betroffenen Bezirke) sind bis heute nicht redundant versorgt. Den Regierenden wäre diese Nachlässigkeit durchaus zuzutrauen. Jetzt hat sicher wiedermal davon nichts wissen können. Womit verdienen diese Menschen eigentlich monatlich ihr Geld?

    • @C Walser:

      Ich persönlich bin auch dafür, dass man Fassaden und Gehwege davor zwecks Schutz vor Vandalismus überwachen dürfen sollte.

      Aber in Deutschland ist das Teufelswerk - Videoüberwachung führt für den deutschen Linken sofort in einen faschistoiden Polizeistaat. So wie in Dänemark oder Norwegen, wo CCTV ganz normal ist.

  • Ich bezweifle dass es technisch möglich ist, die Energieinfrastruktur des kompletten Landes abzusichern. Erstmal sollte man die Terrorgruppe ausfindig machen, verurteilen und wegsperren. Es kann nicht sein, dass man diese Terroristen 15 Jahre lang nicht findet. Nicht Können wohnt in der Nicht-Wollen-Straße. Dieser Terror ist nicht einfach nur „inakzeptabel“ sondern in dieser Kältewelle mindestens versuchter vielfacher Mord.

    • @MK:

      Und in der Zwischenzeit begehen weitere Putin-Wegwerfagenten weitere Anschläge? Nur sichere redundante Versorgungsnetzte geben Sicherheit und den maximal möglichen Schutz vor Sapotageakten im hybriden Kriegsgeschehen.

      • @Sonnenhaus:

        Es gibt keine 100% Redundanz bzw. Sicherheit.

  • Das übliche Geschrei, wie nach jedem Anschlag: Schutz, Schutz, Schutz vor allen Gefahren! Und zwischendurch: Bürokratieabbau fordern!



    Neuralgische Punkte im Stromnetz zu identifizieren, ist nicht mal eben so getan. Die beste Lösung, wenn so was häufiger vorkommt: Die Täter fassen. Selbst die Ukrainer, die mitten auf dem Meer eine Pipeline gesprengt haben, hat man letztlich idenifiziert.

    • @Semon:

      Die neuralgischen Punkte zu identifizieren, ist ziemlich leicht. Sie zu beseitigen, dagegen teilweise extrem schwer, weil da sehr häufig ganz krasse völlig idiotische Konzepte umgesetzt wurden... Beispiel: das ursprünglich völlig dezentrale Internet (war so konzipiert, dass es auch massiven Anschlägen (inkl. nuklear), deine Datenpakete völlig automatisch über noch vorhandene Routen zum Ziel schickt - das Konzept stammte schliesslich von der DARPA (US-Militärbehörde für technische Entwicklungen), jetzt läuft so gut wie alles für eine Handvoll Knoten. Und darüber läuft auch so ziemlich das ganze Mobilfunknetz und der gesamte Telefonverkehr zu den Teilnehmern UND die Anbindung sehr vieler Radio-Sender... Die Bahn hatte mal ein eigenes Glasfaser-Netz, das hat man dann zu "Arcor" gemacht, die in Vodafone aufgegangen sind... Und und und....

      • @Achim Schäfer:

        auch das online-Bezahlen ist davon betroffen: es muss Strom im Laden/Restaurant/bei mir zuhause und Strom beim Server bzw. den Servern da sein und die Datenkabel incl. stromversorgter aktiver Komponenten müssen intakt sein. Übrigens auch eines der Argumente pro Bargeld.