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Dobrindts AsylpolitikUm jeden Preis

Frederik Eikmanns

Kommentar von

Frederik Eikmanns

Eigentlich sollten die deutschen Grenzkontrollen mit Inkrafttreten der Geas-Reform enden. Die Union will aber weiter nach rechten Wählern fischen.

E igentlich weiß man ja, dass CDU und CSU eh nicht nachgeben. Seit Tagen fordern wichtige EU-Politiker und Teile der SPD, dass Bundesinnenminister Dobrindt die Kontrollen an den deutschen Grenzen beendet. Auch die Zurückweisung von Asylsuchenden soll auslaufen, so die Forderungen. Der Grund: Am Freitag tritt die Reform des europäischen Asylsystems Geas in Kraft und dieses Datum hatte einst Dobrindt selbst als Enddatum für die Kontrollen genannt. Doch davon ist jetzt in CDU und CSU keine Rede mehr.

Es ist nicht schwer zu verstehen, warum. Im September sind Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Hier droht die AfD die absolute Mehrheit zu erreichen. Bloß den Rechten nicht das Argument in die Hand geben, die Union sei zu soft in der Migrationspolitik, so wohl die Überlegung in CDU und CSU. Aber in diesem Modus der Schadensbegrenzung vergessen die Konservativen, dass auch die Grenzkontrollen gewaltigen Schaden anrichten.

Da sind die Geflüchteten, denen Deutschland verweigert, worauf sie ein Recht haben: ein faires Asylverfahren und Schutz vor Verfolgung. Aber selbst wenn einem das egal ist – wie es bei vielen in der Union der Fall zu sein scheint – gibt es immer noch genug andere Gründe gegen die Kontrollen und Zurückweisungen.

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Beobachten ließ sich das vor rund einem Jahr, als die Grenzkontrollen gerade ausgeweitet und die Zurückweisungen neu eingeführt waren. In Polen, das die Zurückgewiesenen wieder aufnehmen musste, marschierten rechte Bürgerwehren, es gab weitverbreiteten gesellschaftlichen Unmut. In der kurz darauffolgenden Präsidentschaftswahl siegte mit Karol Nawrocki ein Rechtsextremer. Ein schwerer Schlag für die liberalen Kräfte in Polen und der ganzen EU. Und womöglich eine Folge der deutschen Grenzpolitik, die den polnischen Rechten eine Steilvorlage geliefert hatte.

Jetzt nach einem Jahr der Zurückweisungen drohen noch tiefgreifendere Konsequenzen. Wenn die unionsgeführte Bundesregierung sich über Appelle von EU-Politiker*innen genauso hinwegsetzt wie über Entscheide deutscher Gerichte, wonach die Zurückweisungen EU-rechtswidrig sind, dann schadet das der EU als Ganzem. Es untergräbt die Idee eines rechtsstaatlichen Europa. Und das sind die Kontrollen wirklich nicht wert.

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Frederik Eikmanns

Frederik Eikmanns

Fachredakteur für Innere Sicherheit und Migration
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69 Kommentare

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  • CSU und CDU dürfen in Zukunft nur noch #SU und #DU heißen.

  • Deutsche Kommentare über Migration sind selbst im taz Forum oftmals peinlich und fernab der Fakten.

    Erstens sei daran erinnert, das Deutschland es sich nach der Asylrechtsreform und vor der Einführung von Dublin II sehr bequem eingerichtet und wenig Solidarität gegenüber den Mittelmeeranrainern gezeigt hat.

    Zweitens war es Deutschland welches in Eigenregie 2015 die Grenzen geöffnet und die unkontrollierten Flüchtlingsströme verursacht hat.

    Drittens wird jetzt von den Ländern Solidarität eingefordert, die man 2015 in der Nacht und Nebelaktion übergangen hat.

    Viertens wird jetzt von Politik und anderen Protagonisten der Eindruck erweckt, das Deutschland aufgrund der hohen Anzahl der Flüchtlinge von seinen Nachbarn in Stich gelassen wird.

    Hierzu einige Zahlen, welche die realen Verhältnisse wiedergeben. Gemessen an der Anzahl der Einwohner beträgt der Anteil der aufgenommen Flüchtlinge in Prozent an der Bevölkerung: Spanien 4,5, Italien 4, Frankreich 5,8, Schweden 6,4, Norwegen 6, Dänemark 6, Niederlande 6,5, Österreich 6,8, Deutschland 3,8, Polen 3,2. Quelle UNHCR 2026

    Das einzige was Deutschland hier noch entlastet ist die Tatsache das Einbürgerungen schneller vollzogen werden

    • @Sam Spade:

      "Zweitens war es Deutschland welches in Eigenregie 2015 die Grenzen geöffnet und die unkontrollierten Flüchtlingsströme verursacht hat."

      Schlicht 100 % wahrheitswidrig, die Behauptung. Die Grenzen waren offen. Entgegen der Desinformation vom rechten Rand hat D diese NICHT geöffnet.



      Und selbstverständlich ist auch der 2. Teil der Behauptung, D habe die Flüchtlingsströme verursacht, völliger Unsinn. Verursacht haben die Flüchtlingsströme das Terrorregime des Herrn Assad in Syrien sowie die Taliban in Afghanistan.



      Des Weiteren hat D NIEMAND 2015 "übergangen", auch diese Behauptung ist schlicht falsch. Ebensowenig gab es eine "Nacht-und-Nebel-Aktion".

      "Viertens wird jetzt von Politik und anderen Protagonisten der Eindruck erweckt, das Deutschland aufgrund der hohen Anzahl der Flüchtlinge von seinen Nachbarn in Stich gelassen wird."

      Und das ist 100% korrekt. Hätten alle Länder der EU, die das Dublin-Abkommen unterschrieben haben, sich an die Vereinbarung gehalten, wäre auf dem Landweg kein einziger Flüchtling nach D gekommen.

      "Hierzu einige Zahlen, welche die realen Verhältnisse wiedergeben. [...]"

      Ist angesichts der o.g. rechtlichen Lage vollkommen irrelevant.

    • @Sam Spade:

      Volle Zustimmung, bis auf 1 Sache.



      Deutschland hat 2015 die Grenze nicht geöffnet, die war ja längst offen. Die EU gibt es nicht erst seit 2015.



      Deutschland hat die innereuropäische Grenze lediglich nicht geschlossen.



      Es gab erhebliche rechtliche Bedenken diesbezüglich und man entschied sich für die Flucht nach vorne.



      .



      Im Anschluss hat gerade Deutschland mit Merkel eine zentrale Rolle dabei gespielt die Anzahl der neu Ankommenden zu reduzieren. Dazu wurden Deals mit sämtlichen relevanten Despoten geschlossen.



      .



      Das die Mittelmeerstaaten mit ihrer Überforderung größtenteils alleine gelassen wurden ist dennoch korrekt.

    • @Sam Spade:

      Sie vergessen ein paar Dinge. Erstens hat Deutschland schon beim Jugoslawien-Krieg eine sehr große Zahl von Menschen aufgenommen. Zweitens ist Deutschland in Europa über viele Jahre das Land gewesen, in dem die meisten Anträge gestellt wurden, oft ohne jede Erfolgsaussicht. Die Mittelmeerstaaten haben einfach auf die Registrierung verzichtet und die Menschen in den Norden geschickt.



      Drittens war 2015 zunächst mal eine Sondersituation für einige "gestrandete" Flüchtlinge - was danach kam, war sehr schnell ein Alleingang der Politik, der in der Bevölkerung mit Skepsis gesehen wurde, was man aber als rassistisch diffamierte, über sehr lange Zeit. Genau das hat die damals "scheintote" AfD wieder erstarken lassen.



      Die Berechnung anhand der Zahl der Einwohner sagt recht wenig aus, wenn man nicht auch einbezieht, welche Leistungen für die Menschen garantiert werden.

    • @Sam Spade:

      "Zweitens war es Deutschland welches in Eigenregie 2015 die Grenzen geöffnet und die unkontrollierten Flüchtlingsströme verursacht hat."



      Faszinierend, wie das AfD-Narrativ selbst bei denen verfängt, die sie angeblich ablehnen.



      Welche Grenzen waren im Schengen-Raum doch gleich geschlossen und wurden 2015 geöffnet?



      Und die Öffnung dieser Grenzen hat die Flüchtlingsströme (übrigens eine beliebte Vokabel des rechten Spektrums) verursacht? Vorher waren die gar nicht da?

  • Ich halte die Kontrollen für fast nutzlose Symbolpolitik.



    Aber ich finde es fast schon frech zu behaupten die Grenzkontrollen führen zu Wahlsiegen rechter Parteien in Polen.



    Erstens halte ich das für eine unterkomplexe Antwort.



    Aber zweitens viel wichtiger: na und? Soll Deutschland jetzt alle Migranten der EU einfach aufnehmen damit keine Migranten in den deutschen Nachbarländern mehr übrig sind und das ist die Lösung? Das führt dann zu weniger Rechtspopulismus in Polen, Frankreich und Österreich? Mal abgesehen davon, das die anderen Länder froh sind über jeden der nach Deutschland weiter zieht. Wer das wirklich in Betracht zieht muss sich nicht über Rechte Parteien in Polen aufregen. Denn wenn das geschieht, regiert die AfD mit absoluter Mehrheit im Bund.

  • Die unsinnigen Kontrollen haben auch noch andere Nebenwirkungen, die sie Zusammenarbeit mit unserem Land für andere schwierig machen. Übersetzung einer Mail der SNCF:

    "Hallo,

    Ihr Zug (9531) am 6. Juni nach Freiburg (Breisgau) verkehrt planmäßig.

    Auf Anordnung der deutschen Strafverfolgungsbehörden werden Fahrgäste internationaler Züge mit Ziel Deutschland jedoch an der Grenze Sicherheitskontrollen unterzogen. Diese Kontrollen – die unter anderem die Überprüfung der Identität und des Gepäcks umfassen können – werden von autorisiertem Sicherheitspersonal durchgeführt.

    Daher ist mit einer Fahrzeitverlängerung von ca. 15 Minuten zu rechnen.

    Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten.

    Ihr SNCF Voyageurs Team"

    So kann man die Zusammenarbeit der Bahnen auch sabotieren...

  • Wenn die Grenze nur in eine Richtung durchlässig ist, man also Mensche, die es nach Deutschland geschafft haben, nicht in die zuständigen Länder zurückschicken kann (wozu zuletzt erneut der EuGH beigetragen hat, wenn man weiter die Sozialleistungen bekommen muss, womit dann wohl niemand mehr freiwillig der Aussreisepflicht nachkommen wird) - dann muss man eben die Einreise begrenzen.

    Würde das System funktionieren, bräuchte es keine Kontrollen.

    • @Dr. McSchreck:

      Ja, ja - das bekannte Schema: die Geflüchteten arbeiten nicht, sie fallen dem Staat zur Last.



      a) oft können sie nicht arbeiten, weil sie nicht dürfen



      b) Der EuGH ist bekanntlich ein Gericht und dessen Entscheidungen sind i.d.R. nicht rassistisch.



      c) Die Fluchtursachen interessieren keinen Politiker, keinen Bischof und schon gar nicht den werteorientierten Christenmenschen unserer Gesellschaft.

      • @Perkele:

        Der ursprüngliche Kommentar wird hier bewusst missverstanden. Er spricht nicht Geflüchteten den Arbeitswillen ab und unterstellt auch keinen „Rassismus“, sondern beschreibt ein schlichtes Steuerungsproblem.

        Wenn Menschen nicht arbeiten dürfen, jahrelang im Verfahren hängen und gleichzeitig faktisch nicht zurückgeführt werden können, dann ist das kein humanitäres Erfolgsmodell, sondern organisierte Überforderung. Diese Abhängigkeit ist politisch produziert.

        Auch der Europäischer Gerichtshof urteilt juristisch, nicht moralisch – aber seine Entscheidungen haben reale Folgen. Wer Ausreisepflichten mit garantierten Leistungen kombiniert, darf sich über sinkende freiwillige Ausreisen nicht wundern. Das ist kein Vorurteil, sondern Logik.

        Und ja: Fluchtursachen sind wichtig. Sie werden aber gern als moralisches Ablenkungsmanöver genutzt, um jede Diskussion über Kontrolle, Zuständigkeit und Grenzen zu beenden.

        Der Punkt bleibt: Wenn Rückführung nicht funktioniert, muss Einreise gesteuert werden. Wer das tabuisiert, verteidigt nicht Menschlichkeit, sondern ein dysfunktionales System.

      • @Perkele:

        a) man darf nach 3 Monaten arbeiten, allerdings geht es bei dem EugH-Beispiel tatsächlich um Personen, die nicht arbeiten dürfen, weil sie ausreisepflichtig sind in das Land, wo sie zuerst registriert wurden. Jetzt dürfen Sie mir mal erklären, wieso jemand bei einer Rechtssprechung, die ihm deutsche Sozialleistungen garantiert, in das eigentlich zuständige Rumänien, Kroatien oder Griechenland zurückkehren sollte, wenn er dort viel schlechtere Leistungen bekommt? Eine solche Rechtsprechung ist absurd, weil sie denjenigen belohnt, der das Recht missachtet und denjenigen als dumm da stehen lässt, der sich daran hält. Alles nicht "zwingend", sondern eine "Auslegungsfrage". Man könnte auch sagen, dass der Ausreisepflichtige nur die Fahrkarte bekommen muss und vielleicht eine kleine Starthilfe.

        Das ist auch gar kein Vorwurf an die Menschen, die das machen, es wäre ja dumm, in Rumänien zu bleiben oder dorthin zurück zu gehen, wenn die Rechtsprechung so ist.

      • @Perkele:

        a) gibt mittlerweile genügend Statistiken die belegen das es nicht stimmt. Oder warum arbeiten bei uns nur 30% der Ukrainer, in Polen fast alle und in der für uns vergleichbaren Niederlande über 85%?



        c) über 99% der Fluchtursachen hat die BRD keinen Einfluss.

  • Würde Polen entsprechend der Dublin-Verordnung (die durch Geas abgelöst wird) die Menschen zurücknehmen, für die man dort nun mal zuständig ist, könnte man die Kontrollen schnell beenden. Aber man will das auch künftig nicht tun.

  • Diese schier endlos in allen Medien geführte Zankerei um den richtigen Umgang mit Asylbewerbern ignoriert hartnäckig und fast vollständig die Verantwortung der reichen Industriestaaten für die URSACHEN der Einwanderung. Schon die Unterscheidung zwischen Kriegs- (+) und Wirtschaftsflüchtlingen (-) ist zynisch und verlogen angesichts der Tatsache, daß wir, die Reichen, seit langem und weiterhin einen permanenten Wirtschaftskrieg gegen die ärmeren Nationen führen (>Jean Ziegler, >Warren Buffet).



    Hier zeigt sich die Verwandtschaft zwischen Kapitalismus und Faschismus am deutlichsten: die Verachtung, Bevormundung, Ausbeutung und letztlich Vernichtung all dessen, was schwächer ist, zugunsten eines wahnhaften Elitedenkens, das sich mit allen Machtmitteln durchsetzt (Gruß an die AfD-Wähler).



    Vor über 10 Jahren griff man das Wort Ursachenbekämpfung schon mal auf, und verdrehte es zu Schleuserbekämpfung. Ganz im Interesse von Merkels marktkonformer Demokratie.



    Der Club of Rome warnte schon 1972 vor der Abschottung Europas. Ähnlich der Brandt-Report 1980.



    Konkurrenz & Wachstum & Verbrauch - uns werden Wahnideen als Lösungsstrategien ins Hirn gesch.... Wie lange noch?

    • @Selbstauslöser:

      👍🙏🏻🫶🏽

    • @Selbstauslöser:

      Wäre mir neu das der Westen, speziell die EU einen "permanenten Wirtschaftskrieg" gegen Syrien, den Irak oder Afghanistan geführt hätten. Aus diesen Ländern stammt der überwiegende Teil der Flüchtlinge.

      Es sind vielfältige Faktoren für Fluchtgründe, die wirtschaftliche Situation ist bestimmt einer davon, aber bei Betrachtung der herrschenden Verhältnisse in den Ländern vermutlich nicht der Hauptgrund.

      Das etliche Staaten die sie zu den ärmeren Nationen zählen würden doch auch ein innerstaatliches Umverteilungsproblem haben, welches einen Aufbau von Wohlstand verhindert sollte dabei nicht ausgeblendet werden. In den wenigsten dieser Länder herrscht Rechtsstaatlichkeit und Gleichberechtigung, besonders nicht im Bereich der politischen und wirtschaftlichen Teilhabe.

      Ihr angeführtes "wahnhaften Elitedenkens" ist zudem auch in vielen Ländern des Globalen Südens zu finden und besonders auf dem afrikanischen Kontinent weit verbreitet.

      Ihre Antwort das der Westen und sein Kapitalismus der Grund für das Wohlstandsgefälle sind, ist mir daher zu einfach gestrickt. Zudem die Gleichsetzung von Kapitalismus - Faschismus doch von einer gewissen Unkenntnis der Begriffe zeugt.

      • @Sam Spade:

        Da Sie Genauigkeit wünschen: ein sehr großer Teil der Flüchtlinge in D stammt aus der Ukraine. Würden Sie Russland etwa nicht zu den reichen Industrienationen zählen?



        "Der Westen und sein Kapitalismus" - das ist IHR Framing. Niemand könnte noch kapitalistischer handeln als der Mafiapate im Kreml. Und handeln China, Indien, ... etwa nicht kapitalistisch?



        In D ist die Kluft zwischen Arm und Reich besonders groß, dennoch (oder gerade deshalb) gelten wir insgesamt als reiche Nation. Diese übliche Ungenauigkeit aufzugreifen finde ich legitim.



        Jede autoritäre Herrschaft bedient sich kapitalistischer Methoden (Geld ist Macht), nicht zuletzt die "Staaten ohne Staatsgebiet“, also die Großkonzerne.



        Kapitalismus - Faschismus setzen SIE gleich, nicht ich. (Ihre Unkenntnis meines Textes?)



        W. Buffet (2006 in der NYT): [zentraler Konflikt unserer Zeit?] „... Der Krieg Reich gegen Arm. Meine Klasse, die Klasse der Reichen, hat ihn begonnen, und wird ihn gewinnen.“ Wenn wir Rohstoffe und Lebensmittel aus Hunger-Ländern nutzen und verbrauchen, weil wir uns das leisten können, sind wir Kriegsgewinner.

      • @Sam Spade:

        Natürlich hat der Westen – inklusive der Europäische Union – massiv in diese Regionen eingegriffen.

        Afghanistan: 20 Jahre Krieg unter westlicher Führung, danach ein über Nacht kollabierter Staat.



        Irak: Invasion, Regimewechsel, Destabilisierung bis heute.



        Syrien: Harte Sanktionen, die vor allem die Zivilbevölkerung treffen.

        Ob man das „permanenten Wirtschaftskrieg“ nennt oder nicht, ist Wortklauberei.

  • "Da sind die Geflüchteten, denen Deutschland verweigert, worauf sie ein Recht haben: ein faires Asylverfahren und Schutz vor Verfolgung."

    Dieses Recht haben sie, aber nicht nur und ausschließlich in Deutschland. Außerdem, wenn es um Recht geht, weshalb dann nicht in einem der vielen vorherigen Länder Asyl beantragen, wie es rechtlich vorgesehen ist.

    "Und womöglich eine Folge der deutschen Grenzpolitik, die den polnischen Rechten eine Steilvorlage geliefert hatte."

    Bisher hat die deutsche Grenzpolitik den deutschen Rechten eine Steilvorlage geliefert. Ich weiß nicht, ob das besser ist.

    "Es untergräbt die Idee eines rechtsstaatlichen Europa."

    Allmählich fällt es mir immer schwerer zu akzeptieren, dass Recht einmal gelten soll und dann aber auch wieder nicht. Ich halte es für das größere Problem, dass "wir" uns aussuchen wollen, wann und welches Recht gilt, in Anspruch genommen darf und in welchen Fällen wir auf Rechtssicherheit verzichten wollen.

  • Hallo Leute. Der Autor will doch nur darauf hinweisen, dass es mit Einführung von GEAS keiner Sondermaßnahmen Deutschlands mehr bedarf. Einfach nochmal den Artikel und vor allem die GEAS-Bestimmungen lesen - vor allem den Punkt "Sicherung der Außengrenzen".

    • @Il_Leopardo:

      Wenn Polen behält wen es behalten muss und nicht weiter zu unserer Grenze durchwinkt, dann bedarf es keiner Sondermaßnahme mehr.

  • Die Debatte blendet einen zentralen Punkt konsequent aus: Geld. Migration ist nicht nur eine moralische, sondern auch eine massive finanzielle Frage – und genau das spüren immer mehr Bürgerinnen und Bürger. Steigende Abgaben, klamme Kommunen, marode Schulen, fehlende Kitaplätze – während Milliarden für Unterbringung, Verwaltung und Sozialleistungen aufgebracht werden müssen. Wer diese Realität ignoriert, darf sich über wachsende migrationsfeindliche Haltungen nicht wundern.

    Eine Mehrheit der Bevölkerung befürwortet längst Migrationsbegrenzung, weil sie erlebt, dass der Staat an anderer Stelle spart: bei Infrastruktur, Pflege, Bildung. Das untergräbt Vertrauen. Wenn der Eindruck entsteht, dass für „alles Geld da ist – nur nicht für die eigene Lebensrealität“, kippt Akzeptanz.

    Migration ohne Steuerung untergräbt Akzeptanz für Asyl insgesamt. Wer Schutz wirklich erhalten will, braucht klare Regeln, schnelle Verfahren und konsequente Rückführungen. Alles andere ist Wasser auf die Mühlen der AfD: Je chaotischer der Staat wirkt, desto lauter werden die Radikalen.

    • @Zippism:

      "Die Debatte blendet einen zentralen Punkt konsequent aus: Geld. Migration ist nicht nur eine moralische, sondern auch eine massive finanzielle Frage – und genau das spüren immer mehr Bürgerinnen und Bürger. Steigende Abgaben, klamme Kommunen, marode Schulen, fehlende Kitaplätze"

      Wenn ich mal offen sein darf: Die Behauptung, die Ausstattung von Schulen oder die Anzahl der Kita-Plätze hätte etwas mit den Flüchtlingen zu tun, ist schlicht völliger Quatsch. Immer gern genommen von den rechten und rechtsradikalen Desinformationsagenturen, aber NULL Prozent Wahrheit.

      "Eine Mehrheit der Bevölkerung befürwortet längst Migrationsbegrenzung, weil sie erlebt, dass der Staat an anderer Stelle spart: bei Infrastruktur, Pflege, Bildung. "

      Ebenso 100% unwahr.

      "Wenn der Eindruck entsteht, dass für „alles Geld da ist – nur nicht für die eigene Lebensrealität“, kippt Akzeptanz."

      So ähnlich. Wenn jemand anderes Geld bekommt, dreht gerade die Gruppe vollkommen durch, die in den letzten 35 Jahren mehr Zuwendungen erhalten hat, als jemals eine Gruppe in der Geschichte der Menschheit.

    • @Zippism:

      Sie stellen die Verarmung der Kommunen neben den Aufwand für Asylbewerber, als wäre das eine die Ursache für das andere. Damit blenden Sie populistisch zwei zentrale Punkte konsequent aus: 1) in D werden die Reichen immer reicher, auf Kosten der Armen, die immer mehr werden, weil Arbeit höher besteuert wird als Besitz, und Besitz profitabler ist als Arbeit. Das ist die wahre Quelle der Unzufriedenheit. Und 2) unser Wohlstand, vor allem in Form billiger Lebensmittel und anderer Konsumgüter, ist das Ergebnis von jahrzehntelanger Ausbeutung gerade jener Menschen, denen wir damit die Existenzgrundlage genommen haben, und die nun in ihrer Not zu uns kommen, um sich ein bißchen was von dem Wohlstand zurückzuholen, den sie uns „schenken“ mußten.



      Geld ist ein zentraler Punkt insofern, als eine gerechte Bezahlung der Rohstoffe, Früchte und Arbeitskraft der einzige Weg ist, um die Migration in die reichen Industrieländer zu stoppen. So oder so kommen wir nicht daran vorbei, das Teilen zu lernen.

      • @Selbstauslöser:

        Niemand bestreitet soziale Ungleichheit, Vermögenskonzentration oder globale Ausbeutungsverhältnisse. Das sind reale Probleme. Aber sie erklären nicht, warum Kommunen heute und konkret handlungsunfähig sind. Beides gleichzeitig zu denken ist kein Populismus, sondern politische Realität.

        Ja, Vermögen ist zu gering besteuert. Ja, globale Lieferketten sind ungerecht. Aber daraus folgt nicht, dass Migration in der aktuellen Größenordnung kostenneutral oder organisatorisch folgenlos wäre. Kommunen müssen Unterkünfte bauen, Personal einstellen, Kitas und Schulen erweitern – sofort, nicht in einer zukünftigen gerechteren Weltordnung. Diese Belastungen sind real und werden von den Menschen vor Ort erlebt.

        Gerade weil Ungleichheit existiert, ist Akzeptanz eine knappe Ressource. Wenn der Staat es nicht schafft, Migration zu steuern, Verfahren zu beschleunigen und Rückführungen durchzusetzen, dann beschädigt er den Sozialstaat insgesamt. Das stärkt nicht Solidarität, sondern treibt Wählerinnen und Wähler zur AfD.

        Globale Gerechtigkeit ist ein langfristiges Ziel. Funktionsfähige Asyl- und Migrationspolitik ist eine Voraussetzung, keine Alternative dazu.

    • @Zippism:

      Das ist doch eher ein rechtes Narrativ was sie hier anführen. Finanzielle Gesichtspunkte den Themen Migration und deutschen Wohlstand gegenüber zustellen, dient lediglich dem Ziel eins gegen das andere auszuspielen. So erzeugt man Stimmung und Zuspruch für Rechtsradikale. Dazu noch ein zwei Beispiele aus dem Bereich der Kriminalität, die durch die Flüchtlinge mit ins Land kommt und das Bild ist abgeschlossen. Dadurch wird die Akzeptanz untergraben und nicht durch mangelnde Steuerung - was für ein schäbiger Begriff in Bezug auf menschliche Schicksale.

      Asyl ist ein individuelles Recht und wird den meisten Menschen auf diesem Planeten in ärmeren Regionen als der EU gewährt. Wer verfolgt wird hat einen Anspruch auf Prüfung, Unterbringung und Versorgung.

      Wenn eine reiche Nation wie Deutschland dazu nicht fähig ist, ist das traurig genug. Wenn der Grund Migration angeführt wird, um Einsparungen an anderer Stelle zu rechtfertigen, dann ist es eine glatte Lüge, um von den eigentlichen Problemen abzulenken.

      Zu Deutschland. Die Politik bricht geltendes Recht und setzt sich über Gerichtsentscheidungen hinweg. Das würde ich als chaotisches Wirken ganz im Sinne der "Radikalen" bezeichnen.

      • @Sam Spade:

        Nach der Logik ist jede Verteilungsfrage rechtsradikal.

      • @Sam Spade:

        Der Vorwurf des „rechten Narrativs“ ist kein Argument, sondern ein Diskussionsabbruch. Wer finanzielle, organisatorische und gesellschaftliche Grenzen thematisiert, betreibt weder Stimmungsmache noch Relativierung von Asylrechten, sondern beschreibt staatliche Realität. Genau diese Realität zu leugnen, ist politisch verantwortungslos.

        Niemand spricht dem individuellen Asylrecht seine Gültigkeit ab. Aber ein Recht, das faktisch nicht mehr funktionierend umgesetzt wird, verliert Akzeptanz – nicht wegen „böser Narrative“, sondern wegen Überforderung. Überfüllte Unterkünfte, überlastete Schulen, kollabierende Kommunen sind keine Einbildung, sondern Alltag. Das einfach als „Ausspielen“ abzutun, heißt, die Erfahrungen der Bevölkerung zu delegitimieren.

        Der Begriff „Steuerung“ ist nicht schäbig, sondern unverzichtbar. Ein Staat, der Migration nicht steuert, steuert am Ende den Akzeptanzverlust. Verfahren, Kapazitäten und Rückführungen haben nichts mit Entmenschlichung zu tun – im Gegenteil: Chaos schadet gerade den Schutzbedürftigen. Wer das ignoriert, nimmt billigend in Kauf, dass das Asylrecht insgesamt politisch delegitimiert wird.

        • @Zippism:

          "Wer finanzielle, organisatorische und gesellschaftliche Grenzen thematisiert, betreibt weder Stimmungsmache noch Relativierung von Asylrechten"

          Und jetzt mal zurück in die reale Welt:



          Wer unwahre rechte Narrative verbreitet, betreibt Desinformation für eben diesen rechten Rand.

  • taz: *Die Union will aber weiter nach rechten Wählern fischen.*

    Die CDU/CSU macht nur noch Werbung für die AfD, aber das merkt in der Merz/Söder-Union anscheinend niemand.

  • Populismus ist der csdU wichtiger als Gesetzestreue und noch viel wichtiger als humanes Denken und Handeln, trotz des C in ihren Parteinamen. Die haben nur ihren eigenen Vorteil im Blick.

    • @Perkele:

      82% der Deutschen teilen bezüglich der Grenzkontrollen die Position der Union.



      Sind also 82% der Deutschen Populisten oder hat das nicht viel eher etwas mit gesundem Menschenverstand zu tun?



      www.mdr.de/nachric...-mdrfragt-100.html

      • @Astrid Sehnefeld:

        "Sind also 82% der Deutschen Populisten oder hat das nicht viel eher etwas mit gesundem Menschenverstand zu tun?"

        Das hat etwas mit fehlender politischer Bildung, sowie dominanter rechter Desinformation zu tun.

  • Warum soll die CDU nicht eine Position beziehen, die von einer Mehrheit der Bevölkerung gewollt ist ? Warum soll Rücksicht auf polnische Bürgerwehren genommen werden, wenn Polen diese Personen hätte registrieren sollen ? Wird dadurch Europarecht gestärkt ? Erst wenn die Beschlüsse umgesetzt sind, die Registrierung und Verteilung von den Aussengrenzen her erfolgt, sollten die Kontrollen eingestellt werden. Wie will man es sonst der Bevölkerung erklären und Akzeptanz erreichen.

    • @Puky:

      Weil es sehr viel 💰 kostet und kaum gewünschte Wirkung zeigt?



      .



      Die grüne Grenze ist weiterhin offen, die Grenze ist nicht "dicht".



      .



      Wenn also die hauptsächliche Wirkung unerwünschte Nebeneffekte, wie der Rechtsruck in Polen sind, die Praxis eigentlich rechtswidrig und unnötig Knete kostet ... dann stellt sich doch durchaus die Frage nach dem WARUM?



      .



      Wenn Migration als Problem, Überfremdung (Stadtbild) und Vorurteile die Politik dominieren profitiert vor allem 1 Partei. 🫤

    • @Puky:

      Zu Ihrem ersten Satz hier die Antwort: Weil die Regierung oder das Parlament nicht einfach nur Vollzugsgehilfen des Willens einer Mehrheit sind. Sie haben die Interessen des ganzen Volkes incl. der Minderheiten zu vertreten.

      • @Il_Leopardo:

        Minderheiten? Wir reden wir hier potentiellen Einwanderer im Ausland.

        Wenn die deutsche Regierung die Interessen der gesamten Weltbevölkerung vertreten soll, müsste Deutschland auch auf der gesamten Welt Steuern erheben dürfen...

      • @Il_Leopardo:

        Tja dann wenden sich viele der Mehrheit halt anderen Parteien zu. Nicht Umsonst ist die AFD momentan stärkste Kraft

      • @Il_Leopardo:

        Die Interessen von Minderheiten dürfen in einer Demokratie aber nicht regelmäßig die Politik dominieren und die Interessen der Mehrheit zurückgestellt werden.



        Das ist nicht der Sinn einer Demokratie und führt diese ad absurdum, wenn das Ziel einer Demokratie ist Mehrheiten zu beschaffen, aber dann das Gegenteil der Mehrheit gemacht wird...

        • @Walterismus:

          Was Sie möchten, ist die Diktatur der Mehrheit über die Minderheit und geht am Wesen einer Demokratie völlig vorbei.

        • @Walterismus:

          Absolute Zustimmung

  • Was heißt hier rechts fischen? Die AFD steht bereits bei 28%... die irreguläre Migration ist tatsächlich aus den Rudern gelaufen. Vielleicht sollte man erst einmal, die hier bereits lebenden Menschen mit Migrationshintergrund qualitativ hochwertig integrieren und dann weitersehen. Anscheinend möchte der Autor auch in Schland Bild wie in Belfast sehen oder ist Wahlhelfer für die AFD.

    • @Leningrad:

      Dass die aktuellen Grenzkontrollen aber bisher wenig bis garnichts gebracht haben, ausser Stau und Frust bei Grenzpendlern, ausufernde Kosten für die Grenzpolizei sowie erhebliche Mehr- und Überbelastung bei den Beamten. Die Asylanträge gingen schon vor den Kontrollen zurück und das nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa.

      • @PartyChampignons:

        Die AFD-Zahlen werden durch Ihre Aussage nicht gesenkt.

      • @PartyChampignons:

        Die Wähler, die ein Problem mit der Migration haben, werden Sie mit zurückgehenden Asylanträgen nicht beeindrucken können.

        • @Chris McZott:

          Die Wähler, die "ein Problem mit der Migration haben", werden durch gar nichts zu beeindrucken sein. Relevante Teile dieser Leute träumen von "ausländerfreien Zonen". Nachdem Millionen Menschen abgeschoben wurden. Die neubraune Politprominenz verspricht genau das. Die feuchten Träume dieser Leute kreisen um eine Zahl von 60 Millionen. Jeder kann sich ausrechnen, wie hoch die Zahl der Abschiebungen sein muss, und dass dies zwangsläufig auch deutsche Bürger betreffen muss.

  • Die Argumentation des Autors finde ich etwas schräg. Natürlich muss die CDU nach Wählern fischen, sonst verliert sie die Wahlen und hat überhaupt nichts mehr zu sagen. Links gibt es die SPD, Grüne, Linke und BSW - bei denen könnte die CDU zu fischen versuchen dann verlieren sie doch rechts mehr Wähler als sie links gewinnen. Und, Verantwortung haben deutsche Parteien zunächst mal für Deutschland, nicht für die Lage in Polen oder die in der EU. Und wenn die CDU verliert bzw die AfD gewinnt, dann wird alles noch viel schlimmer. Und was die Rechtswidrigkeit der Zurückweisungen angeht: das passiert doch an der französisch-italienischen Grenzen in ganz anderen Dimensionen und seit Jahren, warum soll sich D danach richten wenn andere Länder solche Regelungen schlicht ignorieren? Folgt die CDU den Ratschlägen des Autors, dann geht sie wohl in moralischer Überhöhung, also für das Gute in der Welt unter, aber sie geht unter und dann gewinnt in Sachsen-Anhalt die AfD und dann??

    • @Gerald Müller:

      "Links gibt es die SPD, Grüne, Linke und BSW - bei denen könnte die CDU zu fischen versuchen dann verlieren sie doch rechts mehr Wähler als sie links gewinnen."

      Seltsamerweise waren die Umfragewerte und Wahlergebnisse der CDU um über 10 % besser, bevor Merz die Partei nach rechts rückte.

      www.wahlrecht.de/umfragen/forsa.htm

      Erklären Sie mal.

    • @Gerald Müller:

      Die AFD gewinnt in Meine Augen eher durch die ständige Fokussierung auf das Thema.



      .



      Merz meinte er müsse nur "rechts" genug sein, um die AFD zu halbieren. Eher verdoppelt er sie gerade.



      .



      In der derzeitigen Form sind die Grenzkontrollen vor allem eher symbolisch und teuer. Die grüne Grenze ist ja weiterhin offen.

    • @Gerald Müller:

      "warum soll sich D danach richten wenn andere Länder solche Regelungen schlicht ignorieren?"



      Ganz genau, warum sollte man sich hier an solche Regelungen wie AEMR und GFK halten wenn es andere Länder wie Nord Korea oder Afghanistan auch nicht tun?



      Und warum sollten Regierung und Staat eigentlich nicht auch einfach rechtswidrig handeln wenn es andere doch auch tun? Warum nicht einfach mal mehr staatliche Willkür wagen wenn sie doch "für Deutschland" geschieht? Wer will und braucht schon diese ganze träge, teure Rechtsstaatlichkeit? Einfach mal machen, Standrecht, Ermessensspielraum, Recht des Stärkeren, ...



      Und wie lange will man eigentlich noch am moralisch überhöhten §1 GG festhalten? Dieser ganze woke Quatsch von Grund- und Menschenrechten, Existenzminimum, Abwehrrechten, etc. pp. führt geradewegs dazu, dass wir für das Gute in der Welt untergehen. Und das schon viel zu lange 77 Jahre. Was wir brauchen ist endlich wieder mehr Barbarei.

  • Sagen wir mal so, die Politik hat die Probleme nicht im Griff. Die einen rudern wie wild nach rechts, die anderen nach links, so ist noch kein Boot vorangekommen... Ahoi !

    • @Salinger:

      Wer rudert denn nach links?

  • Fairerweise sollten Pro und Contra mal offen gegeneinander abgewogen werden. Der Autor gibt an es gäbe viele Gründe gegen die Kontrollen. Vielleicht sind unter diesen Gründen ja wirklich welche die auch Einheimische betreffen? Ich kann aus meinem Fenster den Grenzübergang nach Polen sehen und uns Anwohnern hier fallen viele Gründe für die Kontrollen ein. Der Unterschied in unserer Kriminalstatistik des letzten Jahres war jedenfalls exorbitant (1/3 weniger Straftaten insgesamt und über 80% weniger illegale Übertritte als im Vorjahr). Als jemand der die Grenze meist 2-3 mal am Tag überquert, haben mich die Kontrollen nie beeinträchtigt von 1-2 Staus abgesehen.

    • @Šarru-kīnu:

      Wollen Sie damit sagen, dass Polen seine Arbeit nicht gemacht hat?

    • @Šarru-kīnu:

      Also am Grenzübergang zu den Niederlanden (Raum Aachen) ist seid den Kontrollen Dauerstau und auch Dauerfrust bei den Pendlern. Teilweise werden in den Niederlanden ganze Straßen geperrt um den Verkehr zu blockieren, der versucht über Landstraße zu fahren, um die Staus zu umfahren. Das sorgt für noch mehr Chaos und Frust auch auf der anderen Seite der Grenze. Ansonsten habe ich von positivien Auswirkungen bisher nichts gehört oder gelesen. Wer ungesehen über die Grenze will, der kennt seine Schleichwege. Sind die gleichen Schleichwege die man früher genutzt hat um unbemerkt zum nächsten Coffeshop und wieder zurück nach Hause zu kommen :D

  • Danke!



    Genauso ist es!



    Die Union stellt Parteiinteresse vor Alles Andere,



    Merkel war natürlich auch nicht fehlerfrei, aber im Bezug auf Flüchtlingspolitik verkörperte sie eine humane Politik, die zu dieser Zeit auch in der Union möglich schien.



    Dobrint und Merz stehen für einen Rückschritt.



    Sie stehen nicht nur für die Beschränkung der Zuwanderung, sondern auch für geistige Beschränkung.



    Rein parteipolitisch betrachtet, kann die Union kaum behaupten, mit dem eingeschlagenen Weg erfolgreich zu sein, Umfragen für Merz und Union sind desaströs.



    Auch angesichts der Demografischen Entwicklung sollte eigentlich dem Dümmsten klar geworden sein, dass wir Zuwanderung brauchen. Die Sozialsysteme werden nicht gerettet, indem man Arbeitnehmer bis zum Ende an Maschinen kettet.



    Doch Ideologie geht der Union vor Vernunft. Interessant, dass eine Partei ihre Ideologie mit dem Kanzlerkandidat offenbar wechseln kann, wie ein Paar Handschuhe.



    Unabhängig von derart offensichtlichen Eigeninteressen betrachte ich mein Deutschsein weiterhin als Verantwortung.



    Ein Land , dass so viel Leid über die Welt gebracht hat, hat die Verpflichtung, sich zu bessern.



    Doch Respekt und Anstand sind Fremdworte geworden.

    • @Philippo1000:

      👍🏼👍🏼👍🏼

  • Frau wird den Eindruck nicht los, dass die CDU/CSU es darauf anlegt, die AfD rechts zu überholen.

    • @O. Falada:

      Das ist aber nur ein Eindruck.

  • Ein Geflüchteter hat das Recht in dem ersten sicheren Land das er erreicht ein Asylantrag zu stellen. Die Genfer Konvention sieht es nicht vor das ein Geflüchteter von der Türkei durch vier sichere EU Länder flieht um hier Asyl zu beantragen.

    Ja und die EU hat eine Reform beschlossen. Die muss aber erst mal durchgesetzt werden. NRW Zb. will sich noch Zeit damit lassen. Es liegt an den einzelnen Bundesländern was sie durchsetzen. Und es müssen erst einmal sichere Drittstaten ausserhalb der EU gefunden werden die Flüchtlinge aufnehmen.

    Ungarn Zb. hat seine rechtsnationale Regierung abgrewählt. Die neue Regierung will aber den Grenzzaun stehen lassen, und nicht an der gleichmässigen Verteilung von Flüchtlingen auf alle EU Länder teilnehmen. Letztes Jahr wurden da 27 Erstanträge gestellt und ein Jahr davor 29.

    • @Martin Sauer:

      Wie praktisch, dass D von "sicheren" Staaten umgeben ist...

    • @Martin Sauer:

      Sie verwechseln Genf mit Dublin. Die GFK ist keineswegs auf das erste erreichbare Land als einzig erlaubte Zuflucht beschränkt, was angesichts der üblicherweise chaotischen Zustände in Kriegs- und Krisenregionen auch reichlich unrealistisch wäre. Tatsächlich sieht sie mit dem Non-Refoulment-Prinzip ein absolutes Verbot von Zurückweisung und Push-Backs von Geflüchteten und Asylsuchenden. Dabei hat die GFK Vorrang vor der Souveränität der ratifizierenden Staaten.



      Und dann wäre daneben auch noch die EMRK die das ganze - zumindest auf dem Papier - noch weiter fasst und den Schutz vor Verfolgung, Folter und unmenschlicher Behandlung auf alle Menschen ausweitet, selbst dann wenn sie nicht ausdrücklich um Asyl bitten.

  • Ja. Ich weiß - Quarantäne geht vor & für hier leichte Analyse zu spät geboren! Wollnich



    Gute Nacht! lame duck 🦆

  • Wenn Europa bzw. die anderen Länder rechtsstaatlich handeln würden, kämen Asylbewerber nur aufgrund des Dublin Abkommens. Und das man in Polen die Rechten unterstützt, weil Polen gezwungen wird, selbst Asyl zu gewähren, ist ja ein tolles Argument.

  • CXU auf Stimmenfang bei agd.



    SCHENGEN, noch nie gehört 🤮.

  • "In Polen, das die Zurückgewiesenen wieder aufnehmen musste, marschierten rechte Bürgerwehren, es gab weitverbreiteten gesellschaftlichen Unmut."



    Ja danke, und wenn wir die Grenzen wieder öffnen marschieren rechte Bürgerwehren bei uns und es gibt noch mehr gesellschaftlichen Unmut.



    82% der Deutschen befürworten die Zurückweisungen von Asylsuchenden an deutschen Außengrenzen - das sind deutlich mehr als nur Unions und AfD-Anhänger, das bedeutet, dass auch SPD und Grünenwähler eine breite Zustimmung dafür hegen.



    www.mdr.de/nachric...-mdrfragt-100.html

    • @Astrid Sehnefeld:

      x % bwfürworten auch Todesstrafe oder dass sie nie wieder Steuern zahlen müssen usw. Das ist kein Argument, wenn es um Recht geht, sonst brauchen wir keine Gerichtw mehr, nur noch Volksbefragungen - und dann war's das mit sem Rechtsstaat.

      Dass die Zahl der hier ankommenden Asylbewerber seit Jahren deutlich zurückgeht, übersehen diese 82% offenbar. Dass für alle Menschen innerhalb der EU und des Schengenraums rechtsstaatliche Prinzipien zu gelten haben, übersehen sie auch.



      Aber es ist ihnen egal,es betrifft ja nur "Flüchtlinge".



      .

  • Innenminister - schlimmer geht immer!

    Herman Höcherl trug schon nicht das



    Grundgesetz unterm Arm



    Horst Seehofer 🚂 empfahl sich als



    Erfahrungsjurist 🤣



    Nancy Fraency vande Görg Ffm war Zivilistin 🙀



    & derzeit losgerissen auffe Weide - Fehlanzeige Dob🐂t - 🧐🤔🫣 -



    Geschwätzführender Dipl. Soziologe. 😳👎

    kurz - Das kann ja noch heiter werden.



    EuGH-Urteil umsetzen - ⛓️-



    Traillen als mindestes •