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TempolimitLangsam fahren ist billig

Während die Koalition über hohe Spritpreise berät, fordert Greenpeace ein Tempolimit. Das könnte nicht nur den Geldbeutel der Fah­re­r:in­nen schonen.

130 wäre schon mal was, Greenpeace empfiehlt ein Tempolimit von 120 oder 100 Stundenkilometern auf Autobahnen Foto: Florian Gaertner/Photothek/imago

Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen und Landstraßen wäre nicht nur gut fürs Klima – es käme auch den Portemonnaies der Au­to­fah­re­r:in­nen zugute. Zu diesem Ergebnis kommt der Umweltverband Greenpeace in Berechnungen, die am Sonntag veröffentlicht wurden.

So müssten Fahrende in Deutschland jährlich in Summe 4,9 Milliarden Euro weniger Geld fürs Tanken ausgeben, wenn auf Autobahnen eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde und auf Landstraßen von 100 Stundenkilometern gälten. Bei einem Tempolimit von 100 auf Autobahnen und 80 auf Landstraßen wären es sogar 9,5 Milliarden Euro weniger Tankkosten im Jahr.

Für die Berechnung hat Greenpeace die Tankstellenpreise in Deutschland zwischen dem 1. und 7. April 2026 gemittelt. Ein Haushalt besitze im bundesweiten Durchschnitt 1,21 Pkw. Bei durchschnittlich 9.555 gefahrenen Kilometern im Jahr und 7,7 verbrauchten Litern Sprit pro 100 Kilometer müsste ein solcher Haushalt jährlich 1.927 Euro fürs Betanken eines Benziners hinlegen. Durch ein Tempolimit von 120 auf Autobahnen und 100 auf Landstraßen würden die Tankkosten um 96 Euro sinken, durch 100 auf Autobahnen und 80 auf Landstraßen könnte der Haushalt 185 Euro im Jahr sparen.

Weil Autos mit Dieselmotor laut Kraftfahrtbundesamt mehr Kilometer im Jahr fahren – im Schnitt sind es 16.964 –, könnten Haushalte hier noch mehr sparen. Bei einem Tempolimit von 100 und 80 und einem Verbrauch von 7 Litern Diesel auf 100 Kilometer müssten sie jährlich 331 Euro weniger an der Zapfsäule ausgeben.

Tempolimit für mehr Unabhängigkeit

Mit dem Krieg der Regierungen Israels und der USA gegen das iranische Regime war der weltweite Ölpreis zunächst rasant gestiegen, in einigen Ländern wurde Kraftstoff knapp. Spitzen der Bundesregierung berieten am Sonntag über Maßnahmen gegen die hohen Kraftstoffkosten – in Teilen der Koalition aus SPD und CDU war darüber Streit entbrannt. Zuletzt warb die Wirtschaftsweise Veronika Grimm für ein Tempolimit.

„Wir müssen weg vom Öl“, fordert Greenpeace-Sprecher Matthias Lambrecht. Die Bundesregierung müsse den Verbrauch fossiler Energieträger schnell senken – und unabhängiger von Ölstaaten werden. „Ein Tempolimit ist dabei ein leichter erster Schritt.“

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90 Kommentare

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  • Die Deutschen. Hängen an der Raserei, wie die Amis an Schusswaffen.

    Einfach Fach Mal machen: Einführen das Tempolimit und ein Jahr später kräht kein Hahn mehr nach Tempo 150.

  • Langsam fahren ist nicht billig, es ist etwas billiger oder ehr weniger teuer :)



    Billig wäre es vielleicht. nicht mit dem Auto zu fahren, wenn alternative Möglichkeiten bestehen.

  • Ein Tempolimit halte ich für nicht gut! Den das fordern wieder Menschen die nicht täglich mit dem Auto unterwegs sein müssen. Das spaltet wieder das Land zwischen Stadt und ländlicher Raum.

  • Was hat das Tempolimit denn mit meinem Geldbeutel zu tun? Mich zwingt ja niemand in jedem freigegebenen Bereich das Gaspedal durchzutreten, oder?



    Außerdem, wieso soll ich mit meinem Elektroauto das zu100% Ökostrom lädt nicht auch 150km/h Fahren dürfen? Hier hinkt die Argumentation.



    Zusätzlich noch die Bemerkung, dass die Niederländer grade dabei sind ihr Tempolimit aufzuweichen, weil die gemerkt haben, dass 100km/h doch schon ziemlich wenig sind.

    Mich stört nicht unbedingt die Diskussion, sondern eher diese grundsätzliche masochistische Verbotskultur. Das Tempolimit passt in die politische Agenda, die Argumente sind beliebig, so scheint mir.

    • @Herr Müller*in:

      Wer auch sonst nichts kann - verbieten geht halt immer.

  • Es steht jedem frei auch 80 zu fahren und sich bei den LKW einzuordnen.

    Aufgrund von CO2 ein Tempolimit zu fordern finde ich win höchst illiberale Denkweise. Warum ist das gesellschaftlich akzeptiert? Wenn jemand fordern würde max. Auf 17 Grad zu heizen würden sich alle aufregen, würde aber wahrscheinlich mehr CO2 bringen.

  • Zum Glück bedeutet "kein Tempolimit" ja nicht, dass man das Gaspedal immer voll durchtreten muss. Auch wenn man manchmal den Eindruck hat, wenn man manche Medien konsumiert.

    Wer sparen will, kann auch freiwillig vernünftig fahren.

  • Ich brauche keine gesetzliche Regulierung - ich fahre auf der Autobahn immer 100 km/h.

  • Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Autobahn liegt heute bereits bei 89 km/Std. Was bringt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 120 km/Std. wenn diese bereits heute schon deutlich unterschritten wird, wie auch jeder der auf der Autobahn unterwegs ist erkennen kann. Die vorgeschlagenen Geschwindigkeitsbegrenzung dient rein der Ideologie und bringt keinen einzigen Liter Spriteinsparung.

  • Ein Tempolimit ist natürlich generell sinnvoll, das war es schon lange vor dem völkerrechtswidrigem Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran. Aus den bekannten Gründen.

    Aber zur Abmilderung der Spritpreise für die Verbraucher ist es absoluter Schwachsinn. Denn wem der Sprit zu teuer ist, der kann ja sowieso langsamer und weniger fahren. Dazu muss man ihn nicht zwingen.

  • kommen gerade von einer Frankreichreise. Das Fahren in den Ländern außerhalb des Autolandes Deutschland ist so viel entspannter! zB dadurch, daß Du nicht ständig damit rechnen mußt, daß irgendwer mit über 200 km/h an Dir vorbeirast, daß ebendiese Fahrer nicht mit hoher Geschwindigkeit wild blinkend knapp vor der Stoßstange eines anderen landen oder oder 130 find ich wunderbar! (und wenn die Bahn leer ist, kann ich es ja immer noch mit den Südfranzosen halten und Regeln generell mal als Vorschlag betrachten😉 200 müssen es ja nicht werden...

    • @susonne:

      Das ist mal kein Argument.



      Wer von jemanden mit Tempo 200 von hinten überrascht ist, fährt zu unaufmerksam. Auch bei einem Tempolimit braucht es durchgängig Aufmerksamkeit auf den Verkehr.



      Wer entspannen will, muss Bahn fahren



      Das bringt dann auch mehr Treibstoffersparnis, als ein Tempolimit.

      • @MK:

        so ein Blödsinn! Natürlich ist es anstrengender als 120 Fahrende auf Raser achtzugeben, als wenn der Verkehr mit Allen bei max 130 fließt... Das hat mit Unaufmerksamkeit nichts zu tun. Außerdem fließt der Verkehr dann, und es gibt viel weniger Staus... Fahr doch mal im Ausland lange Strecken

        • @susonne:

          In der Fahrschule haben wir gelernt, dass man auf der Autobahn alle paar Sekunden in den Rückspiegel blickt - wer sich daran hält hat kein Problem mit Schnellfahrern.



          Lange Strecken fahre ich bevorzugt gar nicht und wenn mit der Bahn. Autofahren ist mir auf der Langstrecke zu anstrengend.

  • Ist diese Studie, genau so wie die alte aus der Ampel-Zeit vom Umweltministerium ?



    Dort wurde für die Ersparnis auch damit gerechnet, dass das Tempolimit zu einer starken Umsteigewirkung auf die marode Bahn führen würde. Sehr realistisch.

  • "Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen und Landstraßen wäre nicht nur gut fürs Klima – es käme auch den Portemonnaies der Au­to­fah­re­r:in­nen zugute. Zu diesem Ergebnis kommt der Umweltverband Greenpeace in Berechnungen, die am Sonntag veröffentlicht wurden."

    Diese Erkenntnis ist weder neu noch überraschend, das sind Grundlagen die in jeder Fahrschule vermittelt werden. Und eben weil dies Allgemeinwissen ist braucht es zur gerade kein Tempolimit - lass die Fahrer doch selbst entscheiden ob die sparsam fahren wollen oder ihr Geld lieber zum Fenster raus werfen. Soviel ich weiß gibt es auch kein "Wasserverbrauchs-Limit" oder Vorschriften wie warm man es gerne in seinen eigenen vier Wänden haben darf. Mit ist schleierhaft warum es ein Anliegen mancher Menschen ist alles und jedes regulieren und daraus verbindliche Verhaltensweisen für Dritte generieren zu wollen. Lasst die Leute doch einfach in Ruhe. Muss doch jeder für sich selbst entscheiden dürfen ob es sinnvoll ist sparsam zu agieren oder eben nicht.

    • @Tom Tailor:

      @Tom Tailor



      Völlig sinnbefreite Diskussion, warum zum Teufel sollte die Automobilindustrie ein Tempolimit befürworten, selbst wenn sich die Regierung auf den Kopf stellt, wird datt nix 😁

    • @Tom Tailor:

      "Mit ist schleierhaft warum es ein Anliegen mancher Menschen ist alles und jedes regulieren und daraus verbindliche Verhaltensweisen für Dritte generieren zu wollen."

      Ist eigentlich ziemlich logisch: wenn dein Verhalten nur dich Betrifft, dann mach doch was du willst.



      Wenn dein Verhalten aber Auswirkungen auf andere Menschen und die Umwelt hat , einen Großteil der Menschen das aber völlig egal ist, weil sie nur ihren eignen kleinen Kosmos sehen, dann soll der Staat bitte so viel regulieren wie möglich. Mit zu schnellem Fahren gefährdest du Andere und verpestest die Umwelt. Wasserverbrauch wird in (hoffentlich ferner) Zukunft auch reguliert werden müssen, du hast nicht das Recht 5x am Tag zu baden, während andere nicht einmal mehr ihre Felder bewässern können oder Wasser zum Trinken haben.



      Nein der Staat muss hier regulieren, denn sonst wird die Ungleichheit in der Bevölkerung noch größer, als sie sowieso schon ist. Die Leute einfach in ruhe zu lassen funktioniert nicht und hat noch nie funtkioniert! Wenn man sie einfach machen lässt dann kippen sie ihren Müll in den Wald, leiten giftige Abwässer in Flüsse, bringen sich gegenseitig um etcetc........(Liste beliebig erweitern)

    • @Tom Tailor:

      Der Wasserverbrauch oder die Raumtemperatur anderer Leute beeinträchtigt die Mitmenschen aber auch nicht unmittelbar wie die Fahrweise anderer. Wer mit moderatem Tempo unterwegs ist, wird sofort von Schnellfahrern bedrängt. Ich könnte da hundert Beispiele aus dem Alltag beschreiben. Daher passt Ihr Vergleich nicht.

      Tempolimits wären in jeder Hinsicht vernünftig. Man kann in Deutschland auch ganz unbehelligt unvernünftig sein, aber der Straßenverkehr ist dafür denkbar ungeeignet.

    • @Tom Tailor:

      Der Finanzminister behauptet, dass er keine höheren Einnahmen aus der Mehwertsteuer hat, da bereits weniger Treibstoff gekauft wird. Also reagieren die Autofahrer bereits - ohne Zwang.



      Gefühlt fahren auf der Autobahn aktuell auch nur sehr wenige schneller als Richtgeschwindigkeit.



      Also besteht kein Bedarf, dass die Regierung hier eigene Arbeitszeit investiert. Man sollte Dinge umsetzen, die in der aktuellen Krise für die aktuellen Herausforderungen wirklich etwas bringen.

      Ich verstehe auch Greenpeace: die brauchen Aufmerksamkeit.



      Die gibt es nicht für die Erkenntniss dass die Bevölkerung in dieser Krise selbst agiert und der Nannystaat nicht gebraucht wird.

  • Die TAZ spricht immer über die Vorteile eines Tempolimit´s. Dabei wird z.B. in dem Titelbild hier ein 130 KM/h gezeigt, im Artikel dann aber über 100 KM/h Autobahn und 80 KM/h Bundesstraßen genannt.

    Gleichzeitig wird immer betont, dass die Mehrheit der Bundesbürger für ein Tempolimit sei.

    Nun stellt sich mir die Frage, welches Tempolimit nun seitens der TAZ gemeint ist?

    Der ADAC, die Bild und RTL hatten vor zwei Jahren eine Umfrage zu Tempo 130 KM/h gemacht und hierfür eine Mehrheit der Befragten für diese Maßnahme erhalten.



    Eine Umfrage für 120 KM/h der SZ wurde knapp unter 50% beantwortet.

    Eine Befragung bzgl. 100 KM/h / 80 KM/h /30 KM/h bekam nicht einmal 21% Zustimmung.

    Somit wäre eine Begrenzung von 130 auf der Autobahn und die Beibehaltung der 100 auf Landstraßen und 50 als generelle Geschwindigkeit mehrheitsfähig, auch für mich.

    Eine DDR2.0 Begrenzung auf 100 KM/h lehne ich grundlegend ab!

  • "Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen und Landstraßen wäre nicht nur gut fürs Klima..."

    Das Geschwurbel um gespaarte Milliarden durch Tempolimit ist für mich schwer nachvollziehbar. Die Studie beruht auf den exorbitant hohen aktuellen Spritkosten und damit ist das Potential maximal schöngerechnet worden.

    Während in anderen EU Ländern die Konzerngewinne gedeckelt werden um dem Wucher entgegenzuwirken wird hier ausgerechnet die CO2 Steuer temporär reduziert. Damit trägt die Allgemeinheit die Kosten für den Steuerausfall ohne einen wirklich nennenswerten Effekt. Weiter ist fraglich ob die Konzerne das tatsächlich weitergeben oder ob es sofort eingepreist wird als zusätzliches Gewinnpotential.

    Das wäre wirklich eine Diskussion Wert.

  • Eins vorweg: Ich sehe kein sachliches Argument gegen ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen von 130 km/h.

    Ich finde allerdings die These dieser Studie bizarr. Ich würde sogar so weit gehen, dass Studien wie diese jenen wahrlich einen Bärendienst erweisen, die spätestens seit Corona versuchen, "die Wissenschaft" gegen polemische Wissenschaftsskeptiker verteidigen. Da niemand gezwungen ist, mit 150 oder 200 über die Autobahn zu brettern, ist das Ergebnis dieser Studie, ein Tempolimit würde den Geldbeutel der Autofahrer entlasten, wenig plausibel und Wasser auf den Mühlen jener, die scheinbar wissend grinsend abwinken, wenn man versucht, sie mit Studienergebnissen zu überzeugen.

  • Wenn die Grünen oder die SPD nochmal 5-10 Prozent verlieren wollen, sollten sie unbedingt die Forderung von Greenpeace übernehmen. ODER: Man versucht ernsthaft eine bessere Politik zu machen, anstatt sich neue Verbote auszudenken, die in ein paar Jahren ohnehin obsolet sind. Wer fährt denn mit einem E-Auto schneller als 150? Volvo z.B. riegelt alle Autos schon von ganz alleine auf 180 km/h ab. Und wer mit seinem Porsche gerne schneller fahren will, oder meinetwegen auch mit der G-Klasse 25 Liter auf 100 Kilometer verjuckst: Meinetwegen, ICH muss den Sprit nicht bezahlen...

  • Die Argumentation ist falsch, den es geht nicht um den Preis für den Einzelnen, sondern um die Folgen für Inflation und Wirtschaft. Hierauf wirkt sich ein langsameres Fahren der Verkehrsteilnehmer überhaupt nicht aus.

    Hinsichtlich des privaten Geldbeutels steht es ohne gesetzliche Tempolimits jedem frei, insoweit Anpassungen vorzunehmen.

  • ...„Wir müssen weg vom Öl“, fordert Greenpeace-Sprecher Matthias Lambrecht. Die Bundesregierung müsse den Verbrauch fossiler Energieträger schnell senken – und unabhängiger von Ölstaaten werden."



    Dringend muss auch der Schienen-Nahverkehr zur praktischen Alternative werden.



    Auch das "nur zum Spaß" in der Gegend rumfahren ist selbst am Wochenende mit dem ÖPNV von früh bis spät eine echte Herausforderung.



    Handlungsbedarf besteht seit Jahrzehnten.



    Mehr Sonderzüge zu Großveranstaltungen sind unabdingbar.



    www.bahn.de/servic...elle-reise/fanecke

  • Langsam fahren ist billig



    Während die Koalition über hohe Spritpreise berät, fordert Greenpeace ein Tempolimit. Das könnte nicht nur den Geldbeutel der Fah­re­r:in­nen schonen.



    ----



    Ja aber nur THEORETISCH!



    a - Wir haben doch nicht genug Schilder für so ein Tempolimit!



    b - Wenn wir NEUE machen lassen, wer & wovon sollen wir die "bezahlen"!



    Btw. Ist ein unlösbares Problem, vor allen Dingen, wenn wir bedenken, wie lange die Lieferzeiten für die o.a. sind!



    Und das Geld dafür können wir "Bürgergeldempfängern & anderen Sozialfällen" nicht nochmal wegnehmen! Die "wichtigen & richtigen Einsparungen" ist schon für Subventionen unserer Leistungsträger & anderen Freunde verplant! :-(

    • @Sikasuu:

      Hallo?? Herr Wissing??? Sind sie es??? 😂😂

    • @Sikasuu:

      "Wir haben doch nicht genug Schilder für so ein Tempolimit!"

      Mein Lieblingsargument ;-)



      Wir bräuchten weniger Schilder, einfach weil es die allgemeingültigen Geschwindigkeiten wären. Ich wäre für eine Regelung wie in Frankreich:

      Außerorts 80 km/h



      Schnellstraßen 110 km/h



      Autobahnen130 km/h

      • @Klabauta:

        Mit diesen allgemeingültigen Geschwindigkeiten sollte man sich eigentlich auch Deutschland arrangieren können. Aber ich fürchte, es wird nicht dazu kommen.

      • @Klabauta:

        👍🏼

  • Es gibt in Deutschland keinen Zwang, schneller als 120 km/h zu fahren.



    Was spricht dagegen, auf freier Strecke 160 km/h zu fahren.



    Unnötige Autofahrten sind ebenfalls umweltschädlich, unabhängig von der gefahrenen Geschwindigkeit. Verbieten wir sie also auch gleich mit. Hoppla, wer befindet über die Notwendigkeit einer Autofahrt?



    Könnte das nicht irgendeine noch zu gründende Kommission?

  • Warum wird ein Verbot mit einem billigeren Leben begründet? Es kann doch bereits jetzt jeder mit maximal 100 bis 130 km/h auf der Autobahn fahren. Es zwingt niemand zu einer höheren Geschwindigkeit.

  • Wie definieren sie "billig"?



    Auch zum "Langsamfahren" benötigen Sie diversen Zubehör, welches in keiner Weise "billig" ist.

  • Wenn jedes Szenario immer zu Verbotsaufrufen animiert wird es langsam langweilig.



    Habe gerade so 700km deutsche Autobahn hinter mir. Fast alle fahren so um Tempo 120-130 . Es war sehr entspannt. Ab und zu hat es eine mal eiliger, na und?

  • Das wäre ein guter Teil der Lösung!



    Neben weniger Spritverbrauch sinkt auch die Zahl der Unfälle,



    wie Statistiken anderer Länder belegen.



    Es wäre eine Chance diesen Schritt zu machen und Lobbyinteressen zu vernachlässigen.



    Ein weiterer Teil der Lösung wäre die von Klingbeil vorgeschlagene Übergewinnsteuer. Damit würde der Staat an anderer Stelle mehr einnehmen - Geld, das er schon jetzt wegen weniger Fahrens der Bürger*Innen nicht einnimmt.



    Es gibt viele Gründe für ein Tempolimit und daher halte ich mich freiwillig bereits seit Jahren daran.



    Doch leider folgen zu Wenige der Vernunft , daher muss der Staat lenkend eingreifen.



    Wie Statistiken über schwere Unfälle, oft durch überhöhte Geschwindigkeit, belegen, sind Jüngere hier überproportional beteiligt, da scheint noch Erziehungsbedarf zu bestehen.

    • @Philippo1000:

      Statistiken anderer Länder belegen genau das nicht. Mir ist kein Land bekannt, in dem die Zahl der Unfälle bzw. der Verkehrstoten auf der Autobahn, bezogen auf den Kilometer, geringer ist als bei uns. Dazu kommt, daß bei fast jeden schweren Unfall ein LKW involviert oder sogar ursächlich war.

      Das Problem sind die ca. 3% Rowdies, denen Verkehrsregeln und andere Verkehrsteilnehmer egal sind, die keine Rücksicht kennen und andere massiv gefährden. Aber genau die bekommt man mit einem Tempolimit auch nicht eingehegt - weil es ihnen egal ist und sie sich generell nicht dran halten.

    • @Philippo1000:

      Welche Statistiken genau belegen das? Wer dazu Fakten haben will hier sind ein paar: www.adac.de/verkeh...e-durch-tempolimit Da geht ziemlich klar daraus hervor das die Autobahnen nicht gerade die Unfallschwerpunkte sind.

      Persönlich bin ich ein Fan von Temporegelung nach Verkehrsdichte, wie es z.B. bei München und Frankfurt schon weitestgehend realisiert wurde

      • @Moonlight:

        Na da hamse ja was verlinkt: lt. Ihrer Statistik sind bis auf zwei Ausnahmen in Europa die Totenzahlen in DE signifikant höher als in Ländern mit Geschwindigkeitsbegrenzung, und das wollen Sie uns als Beleg dafür verkaufen, dass Rasen völlig ok ist? Und dass es auf Autobahnen sehr viel weniger Todesopfer als innerorts und auf Landstraßen gibt ist wohl logisch – auf letzteren beiden werden vorwiegend Fußgänger und Radfahrer umgenietet und davon treffen Sie auf der Autobahn wieviele? Eben.

  • Ich fahre eigentlich nur noch zwischen 80 und 100, verbrauche nur 4 Liter. Selbst drei Euro der Liter wäre mir egal. Kein Tempolimit ist Realitätsverweigerung

    • @Nickalsname:

      Toll, dann haben Sie ja ein paar Euro gespart, aber wegen der längeren Fahrtdauer Lebenszeit verplempert. Und Spaß macht das kriechen ja wohl auch nicht.

    • @Nickalsname:

      Mit Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn würden Sie vermutlich ca 5 l/100 km brauchen, d.h. 80 % der Spritkosten sind auch bei Ihrer Fahrweise noch da.

      • @MK:

        Im Netz findet man für einen Golf 1,6 TDI:



        130km/h => 7,2l



        90km/h => 4,6l

        Das ist bei Richtgeschwindigkeit ein Mehrverbrauch von 56%. Da kann man schon mal drüber nachdenken.

    • @Nickalsname:

      Wozu brauchen Sie ein ausdrückliches Tempolimit, wenn Sie eh nicht schneller fahren als 100?

      Der Diskussionspunkt ist ja nicht so sehr, ob Langsamfahren grundsätzlich vernünftig ist, sondern ob es dem Staat zusteht, dem Individuum diese Abwägung abzunehmen und das, was ER für vernünftig befunden hat, verbindlich Allen vorzuschreiben.

      • @Normalo:

        solange andere mit 180 angebraust kommen können ist das langsamere 100 fahren gefährlich und mit Angst verbunden. Ein gleichmässigeres Tempo macht friedlich.

        • @fotopitter:

          Wollen Sie damit sagen, Sie MÜSSTEN stand heute schon deutlich schneller als 100 fahren, um ungefährlich und angstfrei mit den Rasern auf einer Straße koexistieren zu können? Das halte ich für eine Milchmädchenrechnung.

        • @fotopitter:

          👍🏼

      • @Normalo:

        Bei begrenzten Ressourcen steht dem Staat selbstverständlich das Recht zu, Maßnahmen zu ergreifen, um den Ressourcenverbrauch zu verringern.

        • @test_name:

          Nur im Notfall. Ansonsten hat der Staat die Finger davon zu und den Markt das über die Preise regeln zu lassen. Es gibt - wie an anderer Stelle von der taz richtig bemerkt - kein Recht auf billigen Sprit und damit auch keine Pflicht des Staates, den Sprit durch Zwangsmaßnahmen billig zu halten. Mal davon abgesehen wäre der Effekt minimal und die Ressourcen hielten durch iin Limit kaum länger.

  • Tempolimit wäre natürlich sinnvoll. Das ist vielfach belegt. Ich selber wäre nicht begeistert davon. Die hier angeführte Argumentation ist aber doof. Jeder, darf sich auch jetzt schon an die Richtgeschwindigkeit halten und entsprechend Geld und Sprit sparen. Am hohen Spritpreis und den damit für uns alle verbundenen Konsequenzen ändert das aber leider nix.

    • @Powow:

      Die angeführte Argumentation ist nicht doof - das sind nur die, die einfach rücksichts- und verantwortunglos weiter rasen. Und noch doofer sind die, die eine Einschränkung zum Verlust von Freiheit erklären.

      • @Perkele:

        Üblicherweise gehen Einschränkungen immer mit Freiheitsverlusten einher ;-)

        • @Tom Tailor:

          Ohhh, das ist relativ! Nach grüner Denke ist es erst ein Freiheitsverlust, wenn der Saldo "rechtliche Einschränkung heute" v. "durch Erfolg der politischen Maßnahme erwartet gerettete (reale) Freiheit morgen " negativ ausfällt. Nach wirklich STRAMM-grüner Denke (so ab etwa 8,5/10 Punkten auf der ehernen Claudia-Roth-Skala) ist ökosozialpolitisch unerwünschtes Verhalten gar nicht erst vom Freiheitsbegriff gedeckt.

        • @Tom Tailor:

          Das ist zu kurz gegriffen. Bekanntlich hört die Freiheit des Einen da auf, wo die des Anderen beginnt. Erst das Gesamtbild ergibt einen Sinn. Savvy?

          • @Perkele:

            @Perkele



            Guter Ansatz 👍



            Auch wenn man Menschen von ihren Einschränkungen durch die weit verbreitete Idologie :



            " Immer Höher - Weiter - Schneller - Mehr haben wollen - = Besser " befreit, gewinnen diese Leutz viel Freiheit für sich selbst zurück.

      • @Perkele:

        Die Argumentation ist, dass man Geld sparen kann wenn man langsam fährt und die ist sehr wohl doof, denn das kann jeder jetzt auch schon. Dafür braucht es kein Verbot. Es ist ja nicht verboten langsam zu fahren oder? Wenn jemand kein Geld sparen möchte, aus welchem Grund auch immer, ist das nicht per se rücksichtslos, sondern vor allem eine persönliche Entscheidung.

        Je teurer es ist, desto mehr Leute werden entsprechend abwägen. Wer jetzt schon Geld spart weil langsam fahrend, spart gar nix zusätzlich durch ein Tempolimit.

      • @Perkele:

        Und wie häufig im Leben gilt: Wenn der Verstand nicht ausreicht, muss leider ein Verbot her.

        • @Flix:

          ..und genau das so apodiktisch zu behaupten, stößt mir auf. WARUM muss ein Verbot her? Die Welt ist voller Lebensbereiche mit gesamtgesellschaftlicher Bedeutung, in denen sich unterschiedliche Leute mit mehr oder weniger Nebenwirkungen bei ihren Mitmenschen unterschiedlich "vernünftig" verhalten (wer auch immer die Definitionshoheit für dieses Prädikat hat...), man sie da aber lässt und teilweise noch die Folgenbeseitigung selbstverständlich übernimmt. Da bedarf es schon eines speziellen Grundes.



          Gleichmal vorab: Die Greenpeace-Studie fußt auf einer des Umwelt-Bundesamtes und diese verwendet wieder das HBEFA als Datengrundlage. Das ist zwar wohl die allgemein akzeptierte Referenz für Behörden, hat aber in seinen Berechnungsmethoden gerade für Fahrbahnabschnitte ohne Tempolimit immer noch große Ungenauigkeiten, weil es pauschale Reduktionen der Durchschnittsgeschindigkeit im Bereich von Tempolimits unterstellt, die die Vielfalt des Verkehrsgeschehens nicht wiedergeben können. Die Emissionseinsparungen sind also nur unterstellt. Das einzige was man wohl sicher sagen kann, ist dass es sie gäbe, aber ihre Höhe kann mit diesen Modell nur grob geschätzt werden. Traue keiner Statistik...

      • @Perkele:

        Die meisten, vielleicht auch alle Argumente gegen umwelt- und ressourcenschonendes Fahren fallen unter die Überschrift "Wohlstandsverwahrlosung".

  • Nun ja, nach meiner aktuellen Erfahrung im Osterreiseverkehr sind schon sehr viele Menschen so wie ich auch mittlerweile „sparsamfahrend“ unterwegs. Von daher würde ich die Rechnung der Greenpeacer für nicht mehr aktuell halten.



    Aber man sollte jedem Unternehmen raten, die Höchstgeschwindigkeit für Dienstwagen drastisch zu drosseln. Denn wer auch für private Fahrten die vollen Kosten einfach weiterreichen kann, kommt vielleicht gar nicht auf die Idee das Gaspedal weniger stark zu drücken. Bei de hohen Quote privat genutzter Dienstwagen in diesem Land, wäre das ein schneller Zusatzgewinn für klagende Unternehmer.

    • @vieldenker:

      Ein privat nutzbarer (und als geldwerter Vorteil versteuerter) Dienstwagen ist in den meisten Fällen ein Gehaltsbestandteil. Fiele er weg, müßte der Arbeitgeber das Gehalt erhöhen, um den Mitarbeiter zu halten - also kein schneller Zusatzgewinn.

      So ein Dienstwagenkauf ist ja für den Arbeitgeber kein Verlust, sondern lediglich ein Aktivtausch. Den Gewinn und damit die Steuerlast senken dann die laufenden Abschreibungen. Die Umsatzsteuer wird auch durch die Vorsteuer wieder hereingeholt. In vielen Fällen ist es unter dem Strich günstiger, einen Dienstwagen zu stellen, als 10.000-20.000 Euro mehr Jahresgehalt zu zahlen.

  • Was waeren wir ohne Greenpeace? Natuerlich brauchen wir dringend ein Tempolimit, denn ohne brettern alle Autofahrer zwanghaft, praktisch von den Oelkonzernen ferngesteuert, durch die Landschaft, des eigenen Denkens unfaehig und abhaengig von Politikern und Verboten, damit der Tag Struktur hat.

    Mal schaun wann Greenpeace es den Gruenen nachmacht und dieses Menschenbild als liberal verkauft.

    • @elektrozwerg:

      Na ja, wenn man sich Meinungen über Elektroautos anhört, klingt das schon etwas zwanghaft.



      Unsinnige oder längst überholte Behauptungen kommen vor allem von denen, die so gar keine Erfahrungen haben. Das sieht durchaus nach "von Ölkonzernen ferngesteuert" aus.

    • @elektrozwerg:

      "Natuerlich brauchen wir dringend ein Tempolimit, denn ohne brettern alle Autofahrer zwanghaft, praktisch von den Oelkonzernen ferngesteuert, durch die Landschaft, des eigenen Denkens unfaehig"

      Großartig. Einer der arrogantesten und herabwürdigendsten Kommentare hier. Noch dazu ohne jeden Bezug zur Realität.

      Nahezu alles in diesem Satz ist falsch. Weder brettern alle (Sie auch?), noch tun sie es zwanghaft oder von den Ölkonzernen ferngesteuert - und den Leuten, die eine andere Meinung haben, die Fähigkeit zum eigenen Denken abzusprechen (Sie selbst besitzen die natürlich, oder?), ist einfach unsäglich.

      • @Debaser:

        Ironie ist tendenziell in Internet-Diskussionen leicht zu übersehen...

  • "Während die Koalition über hohe Spritpreise berät, fordert Greenpeace ein Tempolimit. Das könnte nicht nur den Geldbeutel der Fah­re­r:in­nen schonen."



    Jedem Fahrer, der seinen Geldbeutel schonen will, steht es bereits jetzt frei, langsam und spritschonend zu fahren. Wie dämlich muss man eigentlich sein, dafür auf ein offizielles Tempolimit zu warten?

    • @Encantado:

      Es geht nicht ausschließlich um Spritpreise und jeden einzelnen Geldbeutel, sondern auch darum den gesamten Ölverbrauch Deutschlands zu minimieren aufgrund der relativen Knappheit. Aus den bekannten anderen Gründen (CO2, Unfallrisiko usw.) sowieso.







      Jedem steht es frei, sich anzuschnallen oder nicht, aber ohne Gurtpflicht würden es sehr viele nicht tun.

      • @Sisone:

        "Es geht nicht ausschließlich um Spritpreise und jeden einzelnen Geldbeutel, sondern auch darum den gesamten Ölverbrauch Deutschlands zu minimieren..."



        Aufhänger ist der Geldbeutel. Wenn das eigentlich das Argument ist, ist es unredlich, es als Hauptargument zu nutzen.



        "Ölverbrauch Deutschlands zu minimieren aufgrund der relativen Knappheit."



        Das wiederum ließe sich viel wirkungsvoller ganz anders erreichen: Kontingentierungen. Jeder kriegt nur soundsoviel Liter die Woche über Bezugsscheine, die an der Tankstelle vorgelegt werden müssen. Rationierung halt. Aber das geht natürlich nicht, das riecht ja nach Bevormundung oder Notlage. Stattdessen benutzt man offenkundig Argumente, die das Problem nicht fassen, und ist damit schlicht unehrlich.

      • @Sisone:

        Gurtpflicht ist nun ein gutes Gegenbeispiel, denn wer ohne Gurt fährt gefährdet wirklich nur sich selbst. Es genügt die Pflicht, Kinder anzuschnallen, aber die Pflicht für Erwachsene als erzieherische Maßnahme kann man durchaus kritisch sehen.

        • @Descartes:

          Wenn Sie denken, dass Menschen, die bei Hochgeschwindigkeitsunfällen mangels Sitzgurt durch die Gegend geschleudert werden, "wirklich nur sich selbst gefährden", dann haben Sie nicht genug über das Thema nachgedacht. Ich hätte wenig Lust, bei einem Unfall einen meiner Mitmenschen ins Gesicht zu bekommen.

        • @Descartes:

          Jaja. Mein Vater verbrachte sein Leben in der festen Überzeugung, dass ihm sein Nicht-Angeschnalltsein in jungen Jahren mal das Leben gerettet habe und gab auf die Gurtpflicht keinen Pfifferling.

          Aber seit jedes Auto einen Airbag hat, liegt die Saceh anders: Das Risiko, unangeschnallt auch bei einem nicht so gefährlichen Unfall von dem Ding regelrecht erschlagen zu werden, ist wirkloch SEHR groß. Und die Erfahrung, aus der man klug werden könnte, kann man naturgemäß dann erst mit dem eigenen Ableben machen. Das hat selbst besagter Vater irgendwann eingesehen...

  • Ein Tempolimit ist aus sehr vielen Gründen vernünftig und das ist auch wissenschaftlich belegt, mir ist kein ernsthafter Grund bekannt, der dagegen spricht. Wenn also Vernunft und Wissenschaft dafür sprechen, wird es, wie so viele andere Dinge für die dasselbe gilt, von einer (maga-) unionsgeführten Regierung mit Sicherheit nicht eingeführt werden.

    • @Flix:

      Wozu braucht es Gründe dagegen? Wer etwas, eine Änderung, fordert, der muß Gründe dafür bringen. Der Wunsch, niemand anders soll schneller fahren dürfen, als ich fahren möchte, ist alt und kommt immer wieder auf. Die dafür vorgebrachten Gründe wechseln und sind zahlreich. Jeder einzelne davon wurde bis jetzt objektiv widerlegt. Daß etwas eigentlich eine erwünschte Wirkung haben sollte und im Modell haben müßte, heißt lange nicht, daß die in der erfahrenen Praxis auch eintritt.

      • @Axel Berger:

        Welcher Grund für ein Tempolimit wurde außerhalb der Blase „NIUS, Springer, Union“ objektiv widerlegt?

        • @Flix:

          Kraftstoffverbrauch im internationalen Vergleich und Unfallzahlen. Deutsche Autobahnen waren lange die sichersten Straßen der Welt. Wir reden hier nicht über innerstädtische Begrenzungen und solchen auf kurvigen, unübersichtlichen, schmalen Landstraßen.

          • @Axel Berger:

            Der Kraftstoffverbrauch im internationalen Vergleich ist irrelevant, da der relative Verbrauch bei einer Reduzierung der Geschwindigkeit sinkt.



            Gleiches gilt für die Anzahl der Unfälle, ob mit oder ohne tödlichen Ausgang.

    • @Flix:

      "...mir ist kein ernsthafter Grund bekannt, der dagegen spricht..."







      Sie werden sich wundern, wie viele "ernsthafte" Gründe von Gegnern des Tempolimits in dieser Kommentarspalte genannt werden werden. Ich nehm´s mal vorweg, damit die anderen nicht so viel zu schreiben brauchen:







      "Immer diese Verbotskultur"



      "Jeder kann doch so langsam fahren, wie er will"



      "Mein Auto braucht nur 9 Liter / 100 KM bei Tempo 200"



      "Tempo 100 ist gefährlich wegen Sekundenschlaf";



      "Dann kann ich ja gleich mit der Bahn fahren"



      "Freie Fahrt für... usw."



      "Spritpreise jucken mich nicht"



      "Undemokratisch; die Mehrheit will kein Tempolimit"



      "Deutsche Autobahnen sind die sichersten der Welt"



      "Die ganze Welt beneidet uns"



      "Tempolimit senkt den zu hohen Benzinpreis nicht"



      "Langsamer fahren ändert eh nichts mehr am Klimawandel"







      Zack, da sind sie, die unwiderlegbaren Beweise, dass ein Tempolimit nichts bringt. Ist zwar alles Unsinn, aber sollte trotzdem dafür ausreichen, das überfällige Tempolimit wieder mal totzudiskutieren.

      • @Sisone:

        Es fehlt mir noch das Argument, kein Tempolimit zu haben, sei eine zivilisatorische Errungenschaft. Ansonsten Hochachtung vor der prophetischen Begabung, die meisten der angeführten Scheinargumente wurden bereits vorgebracht.

      • @Sisone:

        Sie haben die beiden wichtigsten Punkte vergessen. Den Spaß und die Zeitersparnis. Ich fahre jeden Morgen mit weit über 200 auf einer Recht leeren Autobahn und spare viel Zeit, die ich sinnvoller nutzen kann.

        • @AmArschderHeide:

          Spaß? Im (womöglich noch dichten) Straßenverkehr? Welch ein unqualifziertes Argument. Was Dein Spaß ist, ist anderen Verkehrsteilnehmern eine echte Plage und Beeinträchtigung ihrer Rechte.

        • @AmArschderHeide:

          Ich schrieb von ernsthaften Argumenten…

          • @Flix:

            Zeitersparnis ist eines der ernsthaften Argumente. Vor allem in Tagesrandzeiten oder nachts kann man sehr viel Zeit gewinnen, die sich unmittelbar in Lebensqualität umsetzt, wie z.B. vor 23:00h nach Hause kommen, zu Hause und nicht im Hotel schlafen können, nicht in Frankfurt abends am Flughafen stranden, weil die Bahnverbindung weg ist, etc…

            • @Flocke:

              Ich hoffe wir sind hier noch bei den nicht ersnt gemeinten Argumenten, denn Zeitersparnis ist KEIN argument, die ist quasi nicht vorhanden, wurde längst widerlegt ....

              www.20min.ch/story...ich-kaum-103377205

              Gerne auch selber mal Googlen, gibt endlos viele Artiekl zu dem Thema die alle zu dem selben Ergebnis kommen....

              • @PartyChampignons:

                Deckt sich aber nicht mit meinen Erfahrungen auf der Langstrecke. Durchschnitt 100 oder 130 macht bei 600 Kilometer Distanz einiges an Zeitersparnis

                • @Flocke:

                  Die Einsparung gegenüber einem Tempo von 200km/h betägt 1 Stunde und 37 Minuten. Jedoch bezweifle ich ernsthaft, das sie mit 200 diese 600 km durchfahren können (meine Erfahrungen nach 30 Jahren Montage).



                  Am Ende wird es doch bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 140 oder 150 enden.

                • @Flocke:

                  Und genau dieses "einiges an Zeitersparnis", was sie ja noch nichtmal genau beziffern können, ist einfach nur eine gefühlte Wahrheit und mehr nicht. Wie gesagt googlen sie es wenn ihnen der eine Artikel nicht reicht, ihre Aussage ist klar widerlegt. Abgesehen davon steigt dadurch der Spritverbrauch exponentiell und damit auch die Kosten für die Fahrt und da Zeit ja bekanntlich Geld ist haben sie im Endeffekt nichts gespart.....von höhrem verschleiß an Fahrzeug und Fahrbahn, erhöhter Unfallgefahr und höherem CO2-Ausstoß fange ich garnicht erst an.....

  • Tempolimit mit "Begründung" es schone den Geldbeutel. Ja, tut es. Aber wem wäre es heute untersagt, langsamer zu fahren?

  • Liebe Frau Boenisch,



    Sie bzw. Greenpeace haben mit Ihrem Artikel den Grund, weshalb ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen nie kommen wird, deutlich herausgestellt.



    „9.5 Milliarden die in den Porfolios der Ölkonzerne fehlen würden“. Das geht einfach nicht.

  • Für die meisten Autofahrer in unserem Land, denen ist Vernunft ein absolutes Fremdwort! Wir standen bereits beim Beginn des Ukraine Krieges vor der selben Frage, Tempolimit einführen, Ja oder Nein. Wenn man allein nur bedenkt das ein Tempolimit keinerlei Einschränkung der eigenen Mobilität bedeutet, und wir bis heute immer noch kein Tempolimit haben, dann kann man nur zu dem Schluss kommen, was den Amerikanern ihre Waffen bedeuten, genau diese kranke Bedeutung und Stellenwert hat für viele hier das Auto! Wie schon geschrieben keiner will Autos abschaffen oder einschränken, es soll nur ein Tempolimit eingeführt werden! Von der Todesrate die sinken würde bei Autounfälle bei der Einführung eines Tempolimit, sprich über den Schutz des Lebens, darüber möchte ich noch nicht mal schreiben, denn so weit können solche Leute nicht denken, die besitzen ähnlich den Amerikanern, diesen Intelligenz Horizont leider nicht! Das ist einfach nur noch krank!

    • @taz.manien:

      Vermutlich ist es weniger fehlende Intelligenz, sondern einfach fehlende Sozialkompetenz und großer Egoismus. Vergleichbar mit Leuten, die in Parks oder an Hauswände pinkeln, Steuern hinterziehen, oder ihren Partner betrügen. Solche Leute haben schon genug Verstand, um zu verstehen, dass ihr Verhalten falsch ist. Es ist ihnen aber halt einfach im Sinne ihres persönlichen Vorteils vollkommen egal, weil sie schlichtweg rücksichtslos sind.