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Extreme Temperaturen in DeutschlandNicht gewappnet für den Hitzedom

Für Sonntag sind über 40 Grad Celsius angesagt. Doch die Politik erkenne die Gefahr für viele Menschen nicht ausreichend an, klagen Forscher.

Die Temperaturen steigen und steigen. Und ein Ende ist auch am Wochenende nicht in Sicht. Mehr als 38 Grad Celsius wurden am Donnerstag in Mannheim und Trier gemessen. Am Freitag rechnet der Deutsche Wetterdienst vor allem im Süden und Südwesten mit Temperaturen von über 40 Grad. Und für Sonntag prognostizieren Meteorologen inzwischen noch höhere Werte.

42 bis 43 Grad flächendeckend im Osten sieht etwa Jörg Kachelmann voraus unter Berufungen auf Berechnungen des Wetterdienstes. Der Meteorologe Karsten Brandt hält laut Bild sogar 44 Grad rund um die Hauptstadt für möglich.

Grund für diese nie dagewesene Hitze ist ein sogenannter „Hitzedom“. Das ist eine starke Hochdruckzone in der Atmosphäre, die wie eine „Kuppel“ die Hitze über einem bestimmten Gebiet einschließt. Das Hochdruckgebiet mit extrem hohen Temperaturen setzt sich in der Atmosphäre fest und bewegt sich nur langsam oder gar nicht. In seinem Zentrum sinkt die Luft ab, was eine weitere Erwärmung zur Folge hat. Absteigende Luft hemmt die Bildung von Wolken.

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Aus diesem Grund heizt die Sonne die Erdoberfläche ungehindert weiter auf. Wie in einem Treibhaus entstehen so über Tage oder Wochen hinweg anhaltende hohe Temperaturen, oft weit über den Durchschnittswerten.

Auch Frankreich ist stark vom Hitzedom betroffen

Genau so ein durch den Klimawandel häufiger vorkommender Hitzedom hat sich vor Tagen über Frankreich gebildet und dort alle Temperaturrekorde gebrochen. Nun bewegt er sich sehr langsam Richtung Osten über Deutschland hinweg.

Vor genau so einer Lage hatten am 10. Juni mehr als 150 Institutionen und Verbände aus Gesundheitswesen, Pflege, Wohlfahrt und Zivilgesellschaft gewarnt. In einem Appell forderten sie, Hitzeschutz systematisch in Krisenvorsorge, Gesundheitsversorgung und Katastrophenschutz zu integrieren. Denn ein lang anhaltender Hitzedom könne binnen weniger Tage Zehntausende Todesfälle in Deutschland verursachen.

„Wie schlecht wir vorbereitet sind“

Die Wissenschaftler beriefen dabei auf eine Studie, die eindringlicher gar nicht sein könnte. „Hitzedom in Deutschland und wie gut wir darauf vorbereitet sind“, heißt das im Frühjahr 2025 publizierte Papier. Der ehrlichere Titel wäre: „Hitzedom in Deutschland und wie schlecht wir darauf vorbereitet sind“.

Verfasst wurde die Studie von Clemens Becker, dem leitenden Professor der „Unit Digitale Geriatrie“ am Geriatrischen Zentrum des Universitätsklinikums Heidelberg, Thomas Griebe, dem Leiter Abteilung Umweltschutz beim Umweltamt der Stadt Duisburg, und Christian Weingart, leitender Oberarzt eines Krankenhauses.

Thema spielt in Deutschland praktisch keine Rolle

Die drei kamen zu dem Ergebnis, dass das Thema in Deutschland bisher praktisch keine Rolle spiele. Nicht in der Politik. Nicht im Klimadiskurs. Und nicht einmal bei engagierten Gerontologen und Geriatern – die sich um die Gesundheit alter Menschen kümmern, die zu den durch Hitze am stärksten gefährdeten gehören.

Dabei habe es in den vergangenen Jahren eindrückliche Berichte über die extremen Auswirkungen von Hitzedomen in anderen Ländern gegeben. So habe es seit 2020 in den USA, in Indien, Saudi-Arabien, Australien und Kanada lang anhaltende Hitzeperioden gegeben. Mal „nur“ über 14 Tage, mal länger als 3 Monate.

Mal seien sie in der deutschen Öffentlichkeit gar nicht wahrgenommen geworden – mal als exotisches Problem in Ländern mit sowieso schon extremem Klima abgetan worden. So etwa bei der Hadsch in Mekka im Jahr 2024. Dort starben wegen einer Hitzewelle binnen weniger Tage rund 1.000 Pilger.

Am deutlichsten aber, so die Forscher, wurde die Gefahr sichtbar durch einen Hitzedom über Vancouver im Westen Kanadas im Sommer 2021. Jedem Europäer, der Vancouver im Sommer besucht, sei bekannt, dass es dort zu dieser Zeit eher skandinavisch kühl ist. Temperaturen von mehr als 30 Grad seinen die absolute Ausnahme – was auch deshalb nicht überrascht, weil Vancouver auf demselben Breitengrad wie Frankfurt am Main liegt.

Fast zwei Wochen lang mehr als 45 Grad

Dennoch wurden dort im Juni 2021 fast zwei Wochen lang Temperaturen von 45 Grad und mehr gemessen – weil ein Hitzedom sich festgesetzt hatte. Die Spitzenwerte betrugen 49 Grad – mithin fast 20 Grad mehr als üblich.

Am Ende kam es auch zu heftigen Waldbränden, die dann auch zu Berichten in deutschen Medien führten. Die Rekord-Hitzewelle, hieß es damals in der taz, dürfte nach Schätzungen der Regierung zu Hunderten Todesfällen beigetragen haben. In den letzten fünf Tagen sind allein in British Columbia laut Gerichtsmedizinern 486 plötzliche Todesfälle gemeldet worden.

Doch auch bei diesem Ereignis erkannten die meisten medizinisch und politisch Verantwortlichen in Deutschland nicht, dass so etwas auch hierzulande für Probleme sorgen könnte, beklagen die drei Forscher in ihrer Studie. Dabei könne und müsse Deutschland von den Erfahrungen aus Kanada lernen.

„Die Region Westkanada und die Stadt Vancouver haben ihre Notfallpläne für extreme Wetterereignisse nach der Hitzewelle im Sommer 2021 deutlich überarbeitet“, heißt es in dem Forschungsbereich. Und weiter: „Insbesondere wurde die Wichtigkeit einer schnelleren und gezielteren Reaktion auf Hitzewellen hervorgehoben. Folgende Personengruppen wurden als besonders vulnerabel erkannt und oft nicht sicher erreicht: ältere Menschen, Personen mit chronischen somatischen und psychiatrischen bzw. psychischen Erkrankungen, Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere, Personen, die im Freien arbeiten oder körperlich trainieren sowie vor allem Obdachlose und generell einkommensschwache Haushalte.“

Hitzeaktionspläne nicht flächendeckend vorhanden

Von solchen Notfallplänen ist Deutschland noch weit entfernt. Beim aktuellen Hitzedom könnten sie sowieso nicht mehr umgesetzt werden. Zwar gebe es mittlerweile in 25 Städten und Regionen Hitzeaktionspläne. Doch die Planung von Maßnahmen bei extremen Hitzeereignissen kommen in denen schlichtweg nicht vor.

Extreme Hitzeereignisse sind als Naturkatastrophen zu definieren, um diese Maßnahmen veranlassen zu können.

Die drei Autoren der Studie bleiben nicht bei ihrer Kritik stehen. Sie schlagen einen konkreten Maßnahmenkatalog vor. So brauche es unter anderem einen Krisenstab und Kriterien des Ausrufens des Krisenfalls bzw. der besonderen Gefahrenlage, eine Kommunikationsstrategie mit Massenmedien und Social Media, Pläne für Evakuierungen in Hitzeinseln, Beschäftigungsverbote für planbare Außentätigkeiten und auch Urlaubssperren und Urlaubsabbruch im Gesundheitswesen. Kurz gesagt: „Extreme Hitzeereignisse sind als Naturkatastrophen zu definieren, um diese Maßnahmen veranlassen zu können.“

So wird der Hitzedom mit aller Macht auf die unvorbereiteten Menschen vor allem in den Städten treffen. Denn die aktuelle Hitzewelle trifft das Land nicht gleichmäßig, sondern sie „verstärkt städtischen Wärmeinseleffekt“, warnt der Deutsche Wetterdienst. Tagsüber würden Städte oft höhere Maximumtemperaturen und zeitweise extreme Wärmebelastung verbuchen. Und nachts kühlen sie weniger aus.

Am Montag könnte die Abkühlung kommen

Gut möglich also, dass am Sonntag tatsächlich 44 Grad in Berlin gemessen werden. Das wären 10 Grad mehr als die 34, die am Donnerstag gemessen wurden und bei denen schon viele Menschen stöhnten. Und es wäre immer noch nur ein kleiner Vorgeschmack auf einen lang anhaltenden Hitzedom wie in Vancouver.

Am Montag soll es zum Glück im Osten Deutschlands erst mal deutlich kühler werden, so wie zuvor schon im Westen des Landes. Die Abkühlung dürfte mit heftigen Gewittern einhergehen.

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62 Kommentare

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  • Alle schreien nach der Wunderwaffe Bäume. Was aber nicht nur von den Laien sondern gerne mal von den Stadtplanern (( sind ja auch Planer und keine Gärtner) vergessen wird: Die Wurzelausläufer sind etwa genauso groß wie die Krone. Und die meisten Bäume sind auch noch Tiefwurzler. Das bedeutet, bei der enormen Kraft von Wurzeln - sie können Zu und Ableitungen und Kabel beschädigen



    Was aber einfach und Preiswert helfen würde ist Fassadenbegrünung mit Efeu. Im Sommer ist die Fassade beschatte und durch die Immergrünen Blätter im Winter auch noch etwas isoliert. Und zu allem Überfluss auch noch eine preiswerte Lösung.

  • "Nicht gewappnet für den Hitzedom"



    Kleine Klimaanlagen für Räume gegen bei 200€ los. Funktionieren tadellos. Kein technisches Knowhow notwendig.



    Damit man perfekt gewappnet für die paar heißen Tage.



    Es war jetzt einmal 14 Tage heiß. Bis Anfang Mai hatten wir dieses Jahr regelmäßig noch Frost, es war kühl und nass.



    Endlich mal 2 Wochen am Stück Sommer.



    Nächste Woche dann schon wieder normales mitteleuropäisches Wetter für diese Jahreszeit.



    Ohne Klimawandel wären es halt 35 bis 38 Grad gewesen, so laut der aktuellen Schnellstudie, 3 Grad mehr.



    Auch bei 35 bis 38 Grad ist eine Klimaanlage eine Wohltat.



    Dank des enormen PV Stroms im Sommer in Deutschland ist das auch gar kein Problem - bevor wir wieder für viel Geld Strom ins Ausland verschenken soll die Regierung einfach wie in Frankreich nun beschlossen ne Klimaanlage in jedem Klassenraum, Krankenhaus, etc hängen und gut is.



    Wesentlich billiger als für Milliarden zu dämmen, Wärmepumpen, Pipapo.



    Überall in ganz Asien hängt an jedem Fenster außen so ne Billigklimaanlage, die schütteln alle dort mit dem Kopf ob des Affenzirkus den wir hier veranstalten.

    • @Astrid Sehnefeld:

      Für Wohnungen geben ich Ihnen erstmal recht, die Dinger kosten nicht viel, ich hab nachdem ich mich die letzte Woche Totgeschwitzt habe, grade die installiert, die mein Bruder nicht mehr braucht, funktioniert prima.

      Was hier wichtig wäre, wäre eine Beratung für ältere, oder nicht technikaffine Menschen, ein klein wenig Geschick braucht man zum installieren schon und Beratung wäre generell schön, aber ob das zwingend der Staat übernehmen muss weiß ich auch nicht. Ja, auch hier, wer Geld hat, hats leichter, aber 200€ sind nicht so ne Riesensumme, dass kann man sich schon zusammensparen, wenn mans kühl möchte.

      Wo es aber imho ein Doing gibt, ist in Krankenhäusern, Pflegeheimen etc. und auch für obdachlose Menschen sollte es kühle Rückzugsmöglichkeiten geben.

    • @Astrid Sehnefeld:

      www.zdfheute.de/wi...ibhausgas-100.html

      Lieber, dass jeder Mensch eine Klimaanlage um sich herum hat? Egal ob es dann 45 Grad heiß in Deutschland wird? Oder über 50 Grad in Indien?

      Oder sollen wir nicht erst einmal dafür sorgen, dass wir Klimaziele einhalten?

  • taz: *Nicht gewappnet für den Hitzedom*

    Nächstes Jahr ist man 'auch nicht' gewappnet und die darauffolgenden Jahre natürlich 'auch nicht', denn so etwas kostet Geld. Und Geld ist ja nur noch für den merzschen Wirtschaftsaufschwung da, damit der Wirtschaftswachstumswahnsinn mit dem Klimawandel um die Wette ansteigen kann. Ich habe da so einen Verdacht, wer das Rennen macht und am Ende gewinnen wird. Für die Menschheit wird es dann allerdings vorbei sein.

    Wer hat den Homo idioticus eigentlich mal Homo sapiens genannt?

  • Richtig - Schulen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen brauchen dringend Kühlung, weil sich dort Menschen aufhalten, die bei Hitze nicht mal eben an den nächsten Badesee ausweichen können.



    Dabei geht es aber nicht nur um Schüler, Kranke und Alte: Mindestens genauso leidet das Pflegepersonal, die müssen bei der Hitze auch noch körperlich arbeiten. So wie Dachdecker und sonstige Bauarbeiter, Briefträger, Müllabfuhr ...

  • Ich denke, die weit verbreitete Ablehnung von Klimaanlagen sollte grundsätzlich überdacht werden. Man sollte sich die Frage stellen, ob wir perspektivisch ohne Klimaanlagen überhaupt auskommen werden. Für mich läuft das unter Klimawandelfolgenanpassung. Man kann schlecht lamentieren, es würde nichts gegen die Auswirkungen der Hitze auf die Menschen tun, aber gleichzeitig diese naheliegende und einfache technische Möglichkeit verteufeln.

    • @Katharina Reichenhall:

      Klimaanlagen produzieren Wärme, die in die Außenwelt abgegeben wird.



      Je mehr davon laufen, desto wärmer wirds bei Ihnen in der Straße...

      • @Arafna:

        Stimmt nicht! Physik funktioniert auch wenn man sie nicht versteht. Bitte 2. Hauptsatz der Thermodynamik noch einmal in einer ruhigen Minute reflektieren, dann verstehen Sie dass Klimaanlagen nicht zur Erwärmung beitragen.

      • @Arafna:

        Ich wohn auf dem Land, da merkt man nichts davon und wir haben auch kurz vor 40 Grad.

      • @Arafna:

        Diese Aussage ist bei der überwiegenden Mehrheit der Straßen falsch. Bitte die Studie zu Paris lesen und erst dann posten.

      • @Arafna:

        Bei solar betriebenen Klimaanlagen ergibt das lediglich eine Umverteilung der ohnehin in der Stadt erzeugten Wärmemengen. Energie, die in Innenräumen erzeugt wird, wird früher oder später nach außen gegeben. Daraus folgt, dass Klimaanlagen mit Solareinergie betrieben und die Wärmequellen in den Gebäuden reduziert werden müssen, vor allem die aus fossiler Energie gespeicherten.

        • @Christine_Winterabend:

          Würden Sie bei einem solar betriebenen Kühlschrank genauso argumentieren?

          • @Arafna:

            Mal mit Physik beschäftigen anstatt so einen Unsinn zu verbreiten!!

          • @Arafna:

            Wofür oder wogegen argumentieren?



            Falls es um die Eigen-Wärmeerzeugung der Klimageräte geht, s. weiter unten.

          • @Arafna:

            Hä??? Diese Frage verstehe ich nicht.

    • @Katharina Reichenhall:

      Das wäre ja gleichzeitig ein Argument gegen die Nutzlosigkeit von Solarstrom in den Produktionsspitzen. Und sogar relativ problemlos als dezentrale Anwendung realisierbar, die man unabhängig vom Netzausbau nutzen könnte. Nein, so etwas kann das Energieministerium nicht dulden und auch die ganze Regierung nicht, denn das würde ja in die Profithoheit der Energiekonzerne eingreifen.

      • @Christine_Winterabend:

        Noch ein Nachsatz gegen das Verteufeln von Klimageräten wegen ihres Stromverbrauchs. Versuch eines anschaulichen Vergleichs, u.a. nach folgenden Quellen:



        www.tagesschau.de/...maanlagen-100.html



        www.tagesschau.de/...verbrauch-100.html



        www.blitzrechner.d...er-stromverbrauch/

        Mittleres Beispiel Betrieb von Klimaanlage zu Betrieb von von Fernseher: 135kWh / 290kWh



        Mittleres Beispiel Betrieb von Klimaanlage zu täglich Kaffeekochen mit 2kW Leistung je 5min am Tag: 135kWh / 146kWh

        Das fällt für mich in die Größenordnung "andere Wärmequellen reduzieren".

        Nicht zu vergessen: Bei mehr Popularität und ehrlichem Umgang mit dem Thema würde auch mehr Entwicklungsaufwand in die Effizienz und Anwenderfähigkeit der Geräte fließen und die Marksitutation sollte sich von Abzocke hilfloser Kunden (systematischer Nicht-Beratung) zugunsten von Preis, Verbrauch, Wirkungsgrad bei anwenderfreundlicher Konstruktion verändern lassen können.

        • @Christine_Winterabend:

          Und noch ein Nachsatz: Wer versucht, das nachzuvollziiehn, kommt selbst darauf, dass es um Jahresverbrauch geht. Falls was nicht stimmt - tut mirleid, ist heiß heute. Aber wer einen Fehler gefunden hat, hat sich wenigstens damit befasst.

  • Das hitzeschutz Portal des Landes Berlins zeigt auf seiner Karte kühle Orte an. Z.b sozialeinrichtungen oder Rathaus. Öffnungszeiten Montag bis Freitag 10 bis 17 Uhr. Noch Fragen?

    www.berlin.de/hitzeschutz/

    • @rodriguez:

      Spätestens in der Leichenhalle hat man es kühl. Man will den Schuss glaub ich nicht hören. Was macht eigentlich euer regierender Bürgermeister, ist die Tennishalle klimatisiert?

    • @rodriguez:

      @ rodrigquez



      Dankeschön für den supi Tipp.



      Wenn wir gleich losfahren, sind wir locker bis Montag 10 h beim Rathaus.



      Warum gibt's nicht schon längst öffentliche Kühlräume in allen Städten mit kostenlosem Zugriff auf gekühltes Wasser für jeden Mitbürger & Hunde ? Parks mit Wassersprengleranlagen & Automaten mit kalten Erfrischungstüchern. Nichts hat unsere Regierung da bisher auf die Reihe bekommen. Da dürfen die Ehrenamtlichen wieder ran. Aber an den wichtigen Demokratieforderungen auch noch Steuergelder einsparen wollen - eine Frechheit von diesen kranken Egomanen, die sich Politiker für's Volk nennen möchten.



      Darum :



      www.mehr-demokratie.de

  • Verfehlten Prioritäten

    Die Debatte verweist in summa zu Recht auf die im Grunde verfehlten Prioritäten der ganzen „Klimapolitik“: Statt die galaktischen Summen in Emissions- und Erwärmungsverhinderung zu verschwenden, sollten in die Vorkehrungen gegen die Erwärmungsfolgen investiert werden, so wie es die Menschheit in den heißen Zonen seit je getan hat. Der „Green Deal“ ist diesbezüglich schlicht für die Katz, wie sich angesichts des Hitzedoms über Europa erweist.

    Aber dazu herrscht in Brüssel ohrenbetäubendes Schweigen, oder man verweist selbstzufrieden auf die doch so vorbildliche Klimapolitik, ohne sich bei dem Paradoxon aufzuhalten, daß sich mit Europa ausgerechnet diejenige Weltgegend am stärksten aufheizt, wo das meiste Geld zu dessen Verhinderung ausgegeben wird. Zwischen 1990 und 2023 sanken die Emissionen der EU-27 um -36 %, das sind 1.767 Mio. t in CO₂-Äquivalenten. (Quelle: Bundesumweltamt).

    Die EU-Milliarden in eine “klimaverträgliche” Wirtschaft fließen fast ausschließlich in die Emissionsvermeidung dubioser Wirksamkeit, wie sich angesichts des Hitzedoms erweist, aber fast nichts in die akut dringliche Anpassung an die Erwärmungsfolgen.

    • @Reinhardt Gutsche:

      Kleiner Tip zum nachdenken, wo Geld verschleudert wird.

      EEG Kosten, Kapazitätsreserve, Netzreserve, Netzsubventionen, Redispatchkosten und weitere Investitionen in Erneuerbare Energie - jährlich 36 Milliarden.

      Einkauf Fossile Energie und Subventionen für diesselbe - 150 Milliarden.

    • @Reinhardt Gutsche:

      Prävention hat Grenzen.

      Nehmen wir nur den AMOC als Beispiel. Wenn der kippt oder ganz versiegt, führt das in Skandinavien zu extremer Kälte mit Auswirkungen auf alle Bewohner. Viele Arten würden verschwinden, was wiederum Auswirkungen auf die Ernährung der Menschen hätte.

      Südeuropa würde sich zudem aufgrund dessen extrem aufheizen mit kaum vorstellbaren Dürreperioden. Mitteleuropa würde zwischen den beiden Polen zwischen Hitze- und Kälteperioden aufgerieben. Mit gravierenden Auswirkungen für die Landwirtschaft. Missernten dürften dann an der Tagesordnung sein.

      Das ist nur ein Beispiel von vielen aus der Wissenschaft von heute, welches aufzeigt welche Szenarien auf die Menschheit zukommen, wenn es nicht gelingt die Erderwärmung auf unter 2 Grad zu begrenzen. Zur Zeit steuern wir eher in Richtung 3 Grad. Das macht zweifellos mehr Prävention notwendig, aber nicht auf Kosten der Mittel und Maßnahmen die für die Emissionsvermeidung eingesetzt werden.

      Ihr Beitrag ist ein schönes Beispiel für ein falsches Verständnis von Umwelt. Bei einem Meeresspiegelanstieg der Nordsee von 4m hilft nichts von Menschen konstruiertes. Das Meer wird sich ausdehnen und Städte werden untergehen.

    • @Reinhardt Gutsche:

      "...Die EU-Milliarden in eine “klimaverträgliche” Wirtschaft fließen fast ausschließlich in die Emissionsvermeidung dubioser Wirksamkeit, wie sich angesichts des Hitzedoms erweist, aber fast nichts in die akut dringliche Anpassung an die Erwärmungsfolgen..."







      Das einzige, was sich angesichts der zunehmenden Hitzedoms weltweit erweist, ist, dass der Klimawandel real ist und schon stattfindet und dass die Vorhersagen der Klimaforscher eintreten, so wie auch die Ursache klar im menschenverursachten CO2-Ausstoß liegt. Sobald das akzeptiert ist, kann man doch nicht ernsthaft sagen, dass Emissionsvermeidung keinen Sinn macht. Wollen sie einfach die Symptome behandeln und die Ursache des ganzen weiterlaufen und das ganze noch schlimmer werden lassen?

      Wenn sich die Länder der Welt Ihren Rat zu Herzen nähmen, sähe es in ein paar Jahrzehnten ganz düster aus.

    • @Reinhardt Gutsche:

      "... man verweist selbstzufrieden auf die doch so vorbildliche Klimapolitik, ohne sich bei dem Paradoxon aufzuhalten, daß sich mit Europa ausgerechnet diejenige Weltgegend am stärksten aufheizt, wo das meiste Geld zu dessen Verhinderung ausgegeben wird..."

      Naja, dabei sollte aber auch nicht vergessen werden, dass wir in Europa historisch betrachtet mit den höchsten Beitrag an CO2-Emissionen verursacht haben und selbst nach dem Rückgang der Emissionen pro Kopf noch weit mehr emittieren, als die meisten Länder der Welt, von denen viele schlicht nicht in der Lage sein werden, in gleichem Ausmaß wie wir in passiven Klimaschutz für die Bevölkerung zu investieren. Und auch wenn bei uns die Aufheizung schneller voranschreitet als in z.B. afrikanischen Ländern, ist bei uns der Startpunkt ja "gemäßigtes Klima" und dort eher "gerade noch menschliches Leben möglich", so dass wir trotz allem nicht die Hauptleidenden sind und sein werden.







      Das eine muss das andere nicht ausschließen. Die Prioritäten müssen sich verschieben hin zu Klima- UND Bevölkerungsschutz. Die CDU-geführte Regierung macht das Gegenteil und interessiert sich weder für das eine, noch das andere.

    • @Reinhardt Gutsche:

      Dass das bitte die Fossil-/Verbrennerauto-/Fleisch-Industrie alles zahlt, der wir diese Kosten zu "verdanken" haben, wollten Sie doch vermutlich noch ergänzen.

      Und jetzt wieder zurück zum Eigentliches-Problem-Lösen, nämlich die Erderhitzung abbremsen und irgendwann ganz stoppen.

      • @Janix:

        So schmerzhaft es für einige aktivistisch Denkende auch ist: der Fossil-/Verbrennerauto-/Fleisch-Industrie verdanken wir (und unsere Vorfahren) unseren Wohlstand. Wir haben alle von der CO2 Emission profitiert, wenn auch nicht jeder einzelne gleichermaßen, aber grundsätzlich wir alle (Menschen), selbst in den entferntesten Winkeln der Welt.

        Wie sich die Erde letztendlich verändert, ist noch nicht ausgemacht. Aber wärmer wird es schon. Daher sind Anpassungsmaßnahmen zwingend, weil nur dadurch der menschliche Preis bezahlbar bleibt. Alle Degrowthfantasien schützen nämlich nicht das Leben, sondern sind ein Risiko in einer anspruchsvolleren (weil gefährlicheren) Welt.

        • @Leo Onlin:

          "... verdanken wir (und unsere Vorfahren) unseren Wohlstand. Wir haben alle von der CO2 Emission profitiert, wenn auch nicht jeder einzelne gleichermaßen, aber grundsätzlich wir alle (Menschen), selbst in den entferntesten Winkeln der Welt...." Ja manchmal auch im Verhältnis 1:1000 gegenüber armen Ländern was die Vor- und Nachteile angeht und bei uns im Bezug auf den Normalbürger, der auch hier die Zeche zahlen wird auch gegenüber den Superreichen im gleichen Verhältnis.



          Da gibt es ein informatives Buch zu: Männer die die Welt verbrennen

        • @Leo Onlin:

          So schmerzlich es für Sie evtl. ist (ich kann nicht in Ihren Kopf blicken), so kann man auch mal Fehler konstatieren und dazulernen.



          Es geht nicht um Wachstum oder nicht, es geht um den Input dafür und die Schäden.



          Fossil wurde künstlich billig gehalten, auch, indem die Schäden auf die Allgemeinheit abgewälzt wurden (gucken Sie gerade mal aus dem Fenster). Das ist ein klarer Fehler.

          Fliegen, Auto und Steak sind nicht Wohlstand, sondern womöglich schiere Prasserei. Auf jeden Fall bereits nicht universal verallgemeinerbar (Kant), wie seit Ihrer Lebzeit bekannt. Daraus kann mensch ja mal Schlussfolgerungen ziehen. Oder?

          • @Janix:

            Gerade Fliegen, Auto und Steak wälzt das ganze doch wieder auf die Normalbevölkerung ab, die nichts für die Emissionsexzesse der Großkonzerne und kapitalistischen respektive staatssozialistischen Akteure kann. Das ist kaum mehr als moralisches Argumentieren und daher in der Klimakrise leider nicht nützlich.

  • Es gibt relativ einfache technische Mittel, um sich gegen Hitze zu schützen: Klimaanlagen. Unverständlich, dass es noch Krankenhäuser, Pflegeheime oder auch Schulen / Büros ohne Klimaanlagen gibt. In anderen Ländern, die schon lange mit regelmäßiger Hitze zu tun haben (USA, Südostasien usw) völlig undenkbar. In China sind zT sogar die Pruduktionshallen in der Industrie klimatiesiert.

    • @T-Rom:

      Nein. Unverständlich ist das ganz und gar nicht. Diese Regierung und die meisten vor ihr haben keinen Sinn dafür Geld auszugeben, welches der "einfachen" Schicht der Bevölkerung zugute kommt. Die Privatkliniken / Sanatorien haben ganz sicher solchen "Luxus".

    • @T-Rom:

      Wir haben eben nicht "schon lange mit regelmäßiger Hitze" zu tun.



      Es wäre auch in den letzten Jahrezehnten durchaus bezahlbar vermeidbar gewesen, diesen Zustand zu erreichen, wo sehr teure Umbauten fällig sind.



      Warum Klimaanlagen durchaus eine problematische Seite haben, wurde hier auch geschrieben.

      • @Janix:

        "Es wäre auch in den letzten Jahrezehnten durchaus bezahlbar vermeidbar gewesen, diesen Zustand zu erreichen, wo sehr teure Umbauten fällig sind."

        Wodurch?

        Alles was heute "vermeidbar" ist der Temperaturanstieg in 50 oder 60 Jahren. Alles was bis jetzt und bis in die nächsten Jahrzehnte passiert, war technisch nicht vermeidbar, es sei denn wir wären im 18. Jahrhundert verblieben.

        • @Leo Onlin:

          O wei. Ich zwinge mich zur höflichen Frage, worauf Sie diese m.E. kühne These des letzten Satzes fußen.

      • @Janix:

        Wie wäre es denn vermeidbar gewesen? Und warum sind Klimaanlagen problematisch, Wärmepumpen, die im Prinzip ja auch kühlen können, aber nicht?

        • @Jutta57:

          Jutta, danke für die Fragen.

          Energie-Effizienz wäre es gewesen, statt in Ost- wie Westdeutschland künstlich bezuschusstes Energieraushauen (Braunkohle, Steinkohle, Öl).



          Bahn, Rad und Bus als Hauptverkehrsmittel mit einem breiten Netz in der Fläche halten, statt für die Autoindustrie massakrieren. Flieger ihre Vollkosten voll zahlen lassen.



          Lecker Gemüse statt teuer bezuschusstes Rindfleisch.



          Am besten in internationaler Kooperation.

          Alles seit spätestens den 1980ern breit bekannt. Ein paar Dinge gelangen: Solar & Wind. Ansonsten aber war da immer noch zuviel lobbyierte Fossil-Dealerei im Spiel. Altmaier/Reiche schoben die Solarführung zu den Chinesen.

          Keine Grundsatzverteufelei aller Klimaanlagen. Ich würde sie nur effizient halten wollen (Splitter), punktuell einsetzen (Krankenhaus) und eben die architektonischen und gesellschaftlich-ökonomischen Karten zuerst ziehen. Gemeinsames Handeln für alle zuerst.

          Irgendwann schafft es der Wollpullover nicht mehr, also werden wir auch Heizungen brauchen, da ist die Wärmepumpe deutlich das kleinste Übel (schön, dass das langsam in der Mitte der Gesellschaft ankam, trotz der BILD-Geiferei).

  • Berlin ist vom Bewusstsein der Notwendigkeit von Hitzeschutzmaßnahmen meilenweit entfernt. Bei der Sanierung des Gendarmenmarkts (oder auch der Tegeler Fußgängerzone) wurden Bäume einfach vergessen und in der Ollenhauer Straße ist noch für dieses Jahr eine sinnlose und an die 20 Millionen teure Fahrbahnsanierung auf einem Kilometer Strecke geplant, bei der mal eben (ernsthaft!) 116 gesunde Bäume gefällt werden sollen, womit die Ollenhauer Häuserschlucht in bester Nord-Süd-Ausrichtung zukünftig mittags der prallen Sonne ausgesetzt sein wird.

    Die vorgelegte Alternativplanung, billiger, durchdachter, ohne Baumfällungen und unter Mitplanung der vorgesehenen Tram-Trasse (wurde bei der aktuellen Planung auch "vergessen") ist der Reinickendorfer CDU nicht mal ein Achselzucken wert. Die Ollenhauer Straße ist übrigens die, auf der der errichtete Fahrradweg seitens der CDU wieder abgeschafft wurde.







    "Das ist so geplant und wird jetzt so gemacht", lautet die genervte Antwort der Anti-Volkspartei.







    Die Petition dagegen läuft übrigens noch:

    www.openpetition.d...xus-strassen-neuba

  • Wir sind es gewohnt, "die zwei, drei Tage durchzuhalten".



    Ist nicht mehr.



    Am besten an allen Enden mit Konsequenz anpacken, statt sich selbst, die Familie und generell Menschen leiden zu sehen.



    Langfristig gedacht: verschattend und verschattet bauen, weiße Farbe, entsiegeln, solches. Oder in Nordschweden nach Asylstatt fragen.



    Mittelfristig: Erderhitzung abbremsen bis stoppen (Flüge, Autos, IT, Fleisch, die bekannten Verdächtigen)



    Kurzfristig: Parkplätze zu Baumplätzen, Verschattung und Leitungswasser im öffentlichen Raum, Kleidungsvorschriften lockern, nach Vulnerableren noch mehr sehen. Dort punktuell auch mit Splittern oder kühleren Räuzmen hefenÖffentliche Bäder ertüchtigen statt Steuergeschenke an Privatpoolbesitzers.

    • @Janix:

      Richtig, zwei drei Tage durchhalten wäre ja auch kein Problem. Nur ist nach einer Woche Hitze auch jedes schattige Häuschen komplett durchgewärmt und lässt sich nicht mehr runterkühlen.



      Irgendwann sind die Kartoffeln einfach gar.

      Und dann lese ich im Käseblättchen der Gemeinde hilfreiche Tips wie "viel Trinken" (Ach was!) und "zwischen 11 und 18 Uhr körperliche Tätigkeiten im Freien vermeiden" (das wird die Bauarbeiter freuen). So sieht leider weitläufig das "Hitzeschutzkonzept" aus.

      Unbegreiflich, wie der Klimawandel bei uns achselzuckend ignoriert wird. Es ist doch einfachste Physik, dass ein System, dem immer mehr Energie zugeführt wird irgendwann aus dem Ruder läuft.

  • Unser Kanzler will ja bekanntlich lieber Politik für die, die seiner Meinung nach, alle Tassen im Schrank haben. Und nicht für Grüne und Linke Spinner.



    Klimaschutz ist grün, grün ist der Feind.



    Kann man leider nichts machen.



    Wir können bestimmt gerne wieder fragen, wenn wir was mit Aktien wollen.

  • Wundert nicht. Klimaschutz ist eben nicht mehr angesagt, und so verschärfen wir die Situation weiter. Aktuelle Hilfe und langfristige Prävention sind eben nicht so wichtig wie eine schwarze null, ordentlich Rendite auf die ETF, eine wettbewerbsfähige Automobilindustrie,l fu

    • @Holger_0311:

      Ups, da war mein phone zu smart und hat den Artikel abeschickt, bevor er fertig formuliert war. Hier noch mal vollständig:

      Wundert nicht. Klimaschutz ist eben nicht mehr angesagt, und so verschärfen wir die Situation weiter. Aktuelle Hilfe und langfristige Prävention sind eben nicht so wichtig wie eine schwarze null, ordentlich Rendite auf die ETF, eine auf Verbrennern basierte, international wettbewerbsfähige Automobilindustrie, Tankrabatt und ausreichend günstiges Kerosin um in dieser Zeit auf die Insel zu fliegen.

      Wenn Gesellschaft und Politik nicht anfangen, die Kausalkette: Verbrennen von Treibstoffen emittiert CO2 -> CO2 in der Atmosphäre führt zu höheren Temperaturen -> höhere Temperaturen verursachen Probleme, auch bei uns in Deutschland, verstehen und in entsprechendes Handeln umzusetzen, werden wir in naher Zukunft gesellschaftliche und Wirtschaftliche Probleme bekommen, die sich schlicht und ergreifend nicht mehr lösen lassen.

      • @Holger_0311:

        @Holger



        Die Zeit wird es schon richten - so lautet die Devise der jetzigen unfähigen, nur im Sinne von Kapitalmärkten agierenden, verantwortlichen, sich als " Politiker " bezeichnenden Egomanen.



        Schlägt der Klimawandel ersteinmal mit voller Härte zu, lösen sich sicher so einige Probleme wie von Zauberhand, was unsere Gesellschaft betrifft.

      • @Holger_0311:

        "...werden wir in naher Zukunft gesellschaftliche und Wirtschaftliche Probleme bekommen, die sich schlicht und ergreifend nicht mehr lösen lassen." Hoffen Sie das oder glauben Sie es? Fangen wir einfach mal mit den Maßnahmen an, die man in Südeuropa schon immer getroffen hat. Unsere wirtschaftlichen Probleme hängen offensichtlich nicht mit dem Klima zusammen, oder ist das anders als in den Nachbarländern?

    • @Holger_0311:

      das verstehe ich nicht: plädieren Sie nun für oder gegen Klimaanlagen? Aktuell helfen Klimaanlagen den vulnerablen Gruppen vermutlich doch am meisten oder nicht? Und zusätzlich langfristige Prävention und Klimaschutz schließen sich doch nicht aus? Wobei ich Klimaschutz seltsam finde, ich wäre eher für Menschenschutz. Was soll das bedeuten? Will man das bestehende Klima nun schützen dass es so bleibt? Und vor allem wurde das KIima schon mal gefragt? Und was ich auch nicht verstehe: plädiere Sie gegen eine schwarze Null, gegen ordentlich Rendite und gegen wettbewerbsfähige Automobile? Was wären denn die Konsequenzen? Ist es nicht so, dass alle Politikerinnen, egal welcher Couleur, genau für diese 3 Dinge einstehen, sobald man in der Regierungsverantwortung sich wiederfindet, seien die Parteifarben nun schwarz, rot, grün, gelb, regenbogenfarben und demnächst blau. Also: Gegen die schwarze Null sondern für? Gegen eine ordentliche Rendite sondern für? Gegen eine wettbewerbsfähige Automobilindustrie und für? Ich bin mir sicher, dass Sie eine tragfähige Konzeption in der Schublade haben mit einem pragmatischen Manifest. Warum wollen Sie uns das vorenthalten?

      • @Philipp Lobinger:

        Mein Telefon hat den Artikel abgeschickt, bevor er fertig war.



        Ich plädiere vor allem dafür, dass Politik und Gesellschaft ihr Handeln daran ausrichten, die Situation nicht noch zu verschärfen. Aktuell werden leider die falschen Prioritäten gesetzt, besondert sichtbar durch die Wirtschaftsministerin.



        Ich bin bei Ihnen, Klimaschutz ist Menschenschutz, und der sollte Priorität haben: There is no revenue on a dead planet.

    • @Holger_0311:

      Das und iwie vergessen viele, wie viel Flora und Fauna verloren geht :/



      Und das wird so nicht mehr zurückkommen - vor allem nicht, wenn noch mehr Straßen gebaut werden, damit alle schnell und effizient zur Arbeit kommen.

    • @Holger_0311:

      Zuerst kommt das Fressen , also die Profite



      der Industrie , die ihre Lakaien als Regierung hat .



      Mit Moral sieht es da ganz schlecht aus .



      Es gibt mehr Hitzetote als im Verkehr.



      Scheiß drauf - Hauptsache das Wachstum , also der Profit stimmt.

  • Für alle lieben Taz'is



    gaaaanz viel kühles Nass



    🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊 &



    🍹 🍸 🍹 🥤 🧋 🍦 🍨 🍧

    • @Alex_der_Wunderer:

      Haben wir mehr als genug gekriegt. Sind in Norwegen, gerade Regen und 13 Grad.



      Bei den Wünschen bin ich aber dabei, also für die Daheimgebliebenen.

  • Danke für diesen Beitrag und den deutlichen Hinweis auf die unbedingt nötigen schützenden Maßnahmen durch Politik und Gesundheitswesen.



    In der Presse hat man vor kurzem noch gelesen „endlich ein richtiger Sommer“,und es gibt auch Menschen, die Hitze besser vertragen, oder denen es finanziell möglich ist sich vor zu viel Hitze schützen zu können. Aber trotzdem ist es dringlichste Aufgabe der Politik diejenigen, die sich selbst nicht schützen können zu unterstützen. z.B. über Maßnahmen wie in Frankreich mit Tempolimit und Fahrverboten, oder mit Hinweis an Autofahrer in den Medien möglichst wenig zu fahren, um alle, insbesondere Fußgänger und Radfahrer bei dieser extremen Hitze nicht noch zusätzlich mit Feinstaub und Ozon gesundheitlich zu belasten.



    Auch die Einrichtung von öffentlich zugänglichenWasserspendern, Kühlräumen, dem aufstellen von Sonnensegeln über Spielplätzen oder asphaltierten Plätzen und vieles andere mehr, was uns vor derHitze schützt.



    Damit die eigene Wohnung ein Schutzraum ist müssten dafür Förderprogramme schnell aufgelegt werden



    Klimaschutzprogramme sind nötig!



    Bin gespannt auf Reaktionen der Politik,da die Hitzewelle mehr deutlich macht als Studien.

    • @Huber Ursula:

      Statt Aufstellen von Sonnensegeln lieber 🌳 🌳 🌳. Lassen von Herbst bis Frühjahr die Sonne durch, wenn man sie braucht, und sind im Hochsommer das Beste, was es gibt.

      • @Oma:

        Ja, die Bäume sind der beste Schutz aber bis sie groß sind und dicht alles nehmen, was hilft😊

    • @Huber Ursula:

      Fahrverboten?!



      Also das müssen Sie mir dann doch Mal erklären.



      Waa bringt ein Fahrverbot für mein Elektroauto beim Hitzeschutz?

      Es ist doch ganz einfach man muss nur die dauernde Abneigung für Klimaanlagen ablegen und diese flächendeckend einbauen. Erneuerbaren Strom haben wir doch im Überfluss.

      Wir hatten uns für die wichtigsten Räume vor 2 Jahren eine richtige Split Luft Luft Wärmepume zum Heizen und kühlen eingebaut. Jetzt haben wir angenehme 21 Grad

      • @AuchNeMeinung:

        Klimaanlagen? Sie meinen diese Dinger, die durch ihre Abwärme die Luft draußen noch weiter aufheizen?

        • @Volker Scheunert:

          Das kann nicht stimmen. Die Abluft ist nicht wärmer als die Umgebungsluft ohnehin schon ist.

          • @Perkele:

            Eine Klimaanlage ist nichts Anderes als eine Wärmepumpe. Und die macht auf einer Seite kalt und auf der anderen Seite warm.

        • @Volker Scheunert:

          Die Abwärme ist die aus dem Innenraum entfernte Wärme. Da das Verhältnis Innenraumluft zu atmosphärischer Luft weit überwiegend auf Deite der Atmosphäre liegt, ergibt sich praktisch kein Unterschied in der Außentemperatur. Der Kühlkompressor selbst produziert als Elektromotor nur wenig Wärme , so dass dessen Anteil vernachlässigt werden kann.

        • @Volker Scheunert:

          Solange es im Haus kühl ist, isses mir persönlich egal