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Erneuerbare-Energien-Gesetz Dunkle Zeiten für den Solarausbau

Hannes Koch

Kommentar von

Hannes Koch

Am Mittwoch will das Kabinett die EEG-Novelle und das Netzanschlusspaket beschließen. Das könnte den Ausbau der Sonnenenergie weiter verlangsamen.

D ie Energiepolitik der schwarz-roten Koalition ist wie eine Leiter, der einige Sprossen fehlen. Trotzdem komme man nach oben, behauptet die Regierung. Das könnte sich als Trugschluss erweisen.

An diesem Mittwoch werden mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und dem Netzanschlusspaket, die im Bundeskabinett beschlossen werden sollen, wieder zwei Sprossen angesägt. Die Gesetze, die Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) verantwortet, verschlechtern die Bedingungen für private Hausbesitzer:innen, die Solaranlagen installieren wollen.

So soll für kleine Dachkraftwerke die feste Vergütung abgeschafft werden, die Investitionen bisher attraktiv machte. Vermutlich verlangsamt das den Ausbau der Sonnenenergie. Dass große Ökokraftwerke künftig weniger Entschädigung erhalten, wenn sie ihren Strom nicht verkaufen können, könnte einen ähnlichen Effekt haben.

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Auch das neue Heizungsgesetz von Anfang Juli wirkt in diese Richtung. Neue fossile Öl- und Gasheizungen werden wieder erlaubt, die Zuschüsse für klimaneutrale Alternativen dagegen verringert. Und zusätzliche Gaskraftwerke sollen für Versorgungssicherheit beim Strom sorgen, wobei keine Rede mehr davon ist, wenigstens einige von ihnen zügig auf grünen Wasserstoff umzustellen.

Zu verantworten haben das vor allem CDU und CSU. Für den Staat, die Bür­ge­r:in­nen und Unternehmen sollen dadurch die Kosten sinken, die der beschlossene Abschied von der fossilen und der Umstieg auf klimaneutrale Energie verursacht. Diese Absicht ist zwar grundsätzlich nicht falsch, aber es gäbe bessere Mittel, etwa die Senkung der Stromsteuer auch für Privathaushalte – was SPD-Finanzminister Lars Klingbeil jedoch zu teuer ist.

Jede einzelne Verschlechterung mag für sich genommen nicht gefährlich erscheinen. In der Kombination tragen sie aber dazu bei, dass weiterhin zu große Mengen klimaschädlichen Kohlendioxids ausgestoßen werden. Kommt man auf einer solchen Leiter nach oben – in die Etage der Klimaneutralität, die 2045 erreicht sein soll? Das wird zunehmend fraglich, auch wenn die Koalition das Ziel offiziell aufrechterhält.

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Hannes Koch

Hannes Koch Freier Autor

Geboren 1961, ist selbstständiger Wirtschaftskorrespondent in Berlin. Er schreibt über nationale und internationale Wirtschafts- und Finanzpolitik. 2020 veröffentlichte er zusammen mit KollegInnen das illustrierte Lexikon „101 x Wirtschaft. Alles was wichtig ist“. 2007 erschien sein Buch „Soziale Kapitalisten“, das sich mit der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen beschäftigt. Bis 2007 arbeitete Hannes Koch unter anderem als Parlamentskorrespondent bei der taz.
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118 Kommentare

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  • Hier wird immer nur darüber diskutiert wie immer noch mehr Strom erzeugt werden kann aber nie darüber das es viel effektiver wäre Strom einzusparen. Man könnte es beim Strom so machen wie es viele in der Landwirtschaft mit Bio fordern, einfach alle technischen Entwicklungen abschaffen und so Leben/Arbeiten wie vor 100 Jahren. Das wäre dann mal gelebter Klimaschutz.

    • @Günter Witte:

      Wer fordert denn eine Landwirtschaft wie vor 100 Jahren? Da hätten wir alle gerne einen Beleg für. Und wer fordert ähnliches beim Stromverbrauch? Allerdings gibt es eine philosophische Regel, die von Platon stammt: Alles in Maßen! Eine Regel, die auf ALLE Lebenssituationen passt.

      • @Perkele:

        Chemische Pflanzenschutzmittel, Kunstdünger, höhere Leistungen in der Tierhaltung sind alles Errungenschaften in den letzten 100 die von den Befürwortern von Bio abgelehnt werden. Wenn es hier sinnvoll sein soll, warum dann auch nicht beim Energiesparen.

        • @Günter Witte:

          Es w're schon nett, wenn Sie Ernstzunehmendes posten würden Strohmänner werden bald langweilig.



          Um die Treibhausgasemissionen zu senken, braucht es eine Umstellung der ganzen Wirtschaft auf Elektrizität. Zwar braucht eine dekarbonisierte Wirtschaft nur ein Drittel des jetzigen Primärenergieverbrauchs, aber eine Umstellung heißt, daß mehr Strom benötigt wird. Private kleine Installationen tragen dazu bei. Südaustralien erzeugt ein Drittel seines Gesamtstromverbrauches aus kleinen Solaranlagen.

  • Was ist so schlecht daran, an den Stellen, an denen der erzeugte Strom nicht ins Netz eingespeist werden kann, mit dem Bau von weiteren Stromerzeugern solange zu warten bis das Netz entsprechend ausgebaut ist? In einem Neubaugebiet werden auch erst die Häuser angebaut und nicht die Schulen und Kitas, weil die dann jahrelang leer stehen würden.

    • @Ludowig:

      Ja, warum soll man warten, bis die Netzbetreiber geruhen, den längst verschlafenen Ausbau in Angriff zu nehmen? Könnte man nicht den Netzbetreibern anschaffen, in die Gänge zu kommen? Denn mehr Strom wird gebraucht.

  • Ein Verkauf über einen Direktvermarkter wird sich kaum lohnen. Bei 2 Cent und teils sogar noch Negativpreise rechnet sich so etwas nicht. Bleibt der Speicher und der Eigenverbrauch. Selbst das ist ein Abenteuer und erfordert eben Geräte die Strom abnehmen. Ein Elektroauto anschaffen? Für was? Nee, der Ausbau wird sinken.

  • Erschwerend hinzu kommt das die Handwerks lobby erreicht hat, das nur noch Meisterbetriebe (Dachdecker /Elektriker) Anlagen montieren dürfen. Und damit die Preise steigen und Unternehmen die seit vielen Jahren Anlagen montieren dies untersagt wird. Und dies in Zeiten des Fachkräftemangel. Leider wird der Ausbau in Deutschland wieder von der Politik verlangsamt.

    • @Boris Pieczewski:

      Sie schreiben ja selber Fachkräftemangel - möchten Sie Ihre elektrische Anlage vom begabten Bastler eines Hausmeisterdienstes einbauen lassen? Spätestens wenn es brennt oder jemand einen tödlichen Schlag erhält haben Sie ein Problem mit der Versicherung.



      Und wer bildet die Fachkräfte aus? Es sind die Meisterbetrieb! Der Meister als Bildungsabschluß ist dem Ing gleichgestellt.

      • @Bernd Simon:

        Dem Techniker@gleichgestellt.

  • Solange nicht geklärt ist, wie der ganze überschüssige Solarstrom bei Sonnenstunden sinnvoll genutzt werden kann, solange macht eine Förderung wenig Sinn.

    Und da die Kosten so weit gesunken sind, braucht es die Förderung - bis auf Weiteres - auch nicht mehr.

    Das Problem ist also nicht der Wegfall der Förderung, sondern die Ideenlosigkeit beim Umgang mit Überkapazitäten.

    Auch unter der Ampelregierung wurde der Wegfall der Förderung bereits diskutiert.

    • @DiMa:

      Jedem Betreiber einer PV-Anlage mit Nutzung zum Eigenbedarf ist längst klar, wie die zeitweisen Überschüsse sinnvoll genutzt werden, nur begreifen das offenbar noch die Wenigsten.

      Erstens Batteriespeicher zur kurzfristigen Pufferung. Zweitens Elektrofahrzeuge die insbesondere in Überschusszeiten geladen werden. Drittens Multisplitklimaanlage zum priorisierten Heizen bzw Kühlen in Überschusszeiten.

      Von Februar bis November speisen wir zumindest auf diese Weise so gut wie keine Überschüsse ein und beziehen keinen Strom.

      Zentrale große Batteriespeicher entstehen zudem bereits in großem Umfang, die mindestens eine Nacht abdecken und dazu den PV-Überschuss am Tag aufnehmen.

      Natürlich braucht es eine Sicherheit für lange Dunkelflauten insbesondere im Dezember/Januar. Dafür sind noch hochautomatisierte fossile Reservekraftwerke nötig, die aber übers Jahr gerechnet nur noch wenige Stunden geringe Mengen fossiler Kraftstoffe benötigen.

      Es gibt daneben unzählige andere kreative Möglichkeiten, die nur sehr beschränkte Geister nicht sehen bzw auf gigantische andere fossile Interessen stoßen. Und beschränkte Geister lassen sich leicht von fossilen Interessen an der Nase herumführen.

      • @Bauer Gerry:

        Ich habe eine PV-Anlage, einen Speicher, eine Wärempumpe (die ich zwecks Kühlung einsetze) und zwei E-PKW, die ich fast ausschließlich über die PV-Anlage "betanke".

        Ungeachtet dessen habe ich zwischen Februar und November ganz erhebliche Überschüsse. An Sonnentagen sind spätestens ab 11:00 Uhr alle Akkus geladen.

        Es braucht richtige, mehrmonatige Speichertechnologien.

        • @DiMa:

          Das muss aber eine riesen Anlage sein oder die Autos sind noch fast voll wenn sie geladen werden. Wenn das keine dicken SUVs sind gehe ich mal von einem Akku mit, im Schnitt, ca. 50kwh aus. Wie man die mit einer 11 oder 22 kW Wallbox voll bekommt ist mir schleierhaft, besonders am Vormittag. Zumal die Entladeleistung vom Akku ja auch ein limitierender Faktor ist.

          • @charly_paganini:

            Es ist eine 22 KW Wallbox, die Autos sind im Sommer alle 14 Tage am laden (meistens Sonntags mit einer gedrosselten Ladeleistung von 5 KW/h). Das Dach ist ein Flachdach, voll belegt.

        • @DiMa:

          Der Fehler ist es, die Speicher etc. schon vor 11 Uhr vollzuknallen, wo der Strom noch im Netz gebraucht werden würde.



          Sinnvoller wäre es, den Strom vor 11 Uhr ins Netz zu verkaufen und erst danach die Speicher zu befüllen. Aber da für sie dank der Pauschalvergütung finanziell nichts drin ist, passiert das nicht. Danke für das konkrete Beispiel, warum die Pauschalvergütung weg muss.

          • @MK:

            Ja, mit einer Änderung der Steuerung setze ich mich in rund 18 Jahren auseinander.

        • @DiMa:

          Gibt es für die Kleinhäusler, Stichwort ist hier Eisspeicher.

  • Ganz so kann ich das nicht nachvollziehen. Wir haben 2022 eine PV-Anlage mit 14 KwH Speicher installieren lassen, Gesamtkosten mit Ladesäule für E-Auto knapp 40 Teur brutto. Die Einspeisevergütung von rund 200 Eur im Jahr ist da keine große Hilfe, da auf den Eigenverbrauch Steuern anfallen, bei uns 290 Eur pro Jahr. Also ein Minusgeschäft. Viel schlimmer ist, das noch unter Habeck die Abschreibungsmöglichkeit rückwirkend zu 2022 gestrichen wurde, was 3000 Eur im Jahr ausgemacht hätte. Also da kann die CDU mal ausnahmsweise nichts dafür. Damit hatte man gerechnet und das ist schon eine andere Hausnummer. Wir sind jetzt allerdings von ca. Ende April bis Oktober autark incl. vollwertigem Notstrom, Warmwasser auch über Strom, das ist so schon ok.

  • Die Pläne der Ministerin Reiche (CDU) sind ein Schritt in die falsche Richtung. Deutschland benötigt viel elektr. Strom, welcher regenerativ gewandelt werden sollte.

    Damit benötigt Deutschland aber sehr viel Fläche und diese ist begrenzt. Zur Verfügung stehen unzählige Dächer privater Haushalte, aber auch von Firmengebäuden, Parkplätzen etc.

    Ohne Einspeisevergütung, welche aktuell bei ca. 7 Cent/kWh liegt, würden viele Dächer nicht mehr vollständig belegt. Hausbesitzer würden ihre Anlagen eher so klein dimensionieren, dass sie hauptsächlich den Eigenverbrauch decken. Dadurch ginge viel potenzieller Solarstrom verloren. Ein Fehler, denn die Bürgerenergiewende würde geschwächt. Private Haushalte haben maßgeblich zum Erfolg der Photovoltaik in Deutschland beigetragen.



    Eine Abschaffung der Vergütung würde den Ausbau stärker in Richtung großer Freiflächenanlagen verschieben und die Beteiligung von Bürgern verringern.

    Reiche fördert einseitig die Gewinne der Großkonzerne, auch wenn diese die Energiewende stark behindern.



    Entscheidend ist jetzt, dass Batteriespeicher und flexible Einspeisungen stärker gefördert werden, sodass Solarstrom dann ins Netz gelangt, wenn er gebraucht wird.

    • @Manzdi:

      Die Hälfte der Haushalte wohnt in Deutschland zur Miete, Nicht immer ist das Dach über dem Kopf dss eigene.

    • @Manzdi:

      Warum immer neue Förderungen, die immer mehr Komplexität ins System schaufeln?



      Der Markt regelt das auch von sich.



      Die Pauschalförderung führt beim aktuellen EPEX-Strompreise von 14 Ct/kWh, dass der Solarstrom in den Batteriespeicher kommt. Der ist dann mittags bei einem EPEX-Preis von 0,9 Ct/kWh voll und der Strom wird unter Mitnahme der Pauschalvergütung ins Netz geschoben. Mit einer Vergütung zu Marktpreisen gäbe es eine Motivation den Strom aktuell ins Netz zu verkaufen - zum doppelten Preis der Pauschalvergütung. Dafür den wertlosen Strom mittags einzuspeichern und dann den nicht selbst benötigten Strom Abends zu >20 Ct/Kwh ins Netz zu verkaufen. Da braucht man noch immer noch mehr Subventionen.

      • @MK:

        Es geht doch gar nicht um neue Förderungen!

        Es geht aber um die Frage, wo die Elektrolyseure bleibenn und die Energiespeicher.

        Gefördert wurden und werden die Verbrennerfahrzeuge, eine veraltete Technik, die nicht als Energiespeicher taugt.

    • @Manzdi:

      Der "Erfolg" der Deutschen Photovoltaik beruht darauf das alle ohne eigene Dachflächen durch den extrem hohen Strompreis die Investitionen +GEWINN derer mit Dachflächen finanzieren. Der "Erfolg" der Photovoltaik in Deutschland beruht darauf das es mit Steuermilliarden subventioniert wird. Erfolg sieht für mich anders aus !

      • @Günter Witte:

        Ich kann mich schwach daran erinnern, das ich ihnen dieses hier schon mal als Rechenaufgabe gegeben habe:

        EEG Kosten, Kapazitätsreserve, Netzreserve, Netzsubventionen, Redispatchkosten und weitere Investitionen in Erneuerbare Energie - jährlich 36 Milliarden €.

        Einkauf Fossile Energie - jährlich 76 Milliarden €. Subventionen für diesselbe - jährlich 70 Milliarden €.

        • @Thomas Böttcher:

          Sie haben in ihrer Rechnung bei den EEG Kosten die zig Milliarden vergessen die von jedem Stromabnehmer über die (mit am) höchsten Strompreise Weltweit (mehr) bezahlt werden.

      • @Günter Witte:

        Ja, der Ausbau der Photovoltaik wurde gefördert – wie zuvor auch Kohle, Atomkraft sowie Öl und Gas. Der Unterschied: Photovoltaik gehört heute zu den günstigsten Formen der Stromerzeugung.

        Die EEG-Ulage gibt es seit 2022 nicht mehr! Neue Anlagen erhalten deutlich geringere Vergütungssätze für die kWh als früher. Die "Dachbesitzer" stellen zudem ihre Dachflächen zur Verfügung, investieren eigenes Geld, tragen das wirtschaftliche Risiko und übernehmen Wartung und Betrieb. Sie erschließen damit Flächen für die Energiewende, die sonst ungenutzt blieben – ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln oder zu verknappen und somit zu verteuern.

        Die hohen Strompreise der letzten Jahre wurden vor allem durch fossile Energieträger, den Gaspreisschock, Netzentgelte und Steuern verursacht. Solarstrom wirkt dagegen an der Strombörse preisdämpfend, weil er teurere Kraftwerke verdrängt.



        Wenn Sie Photovoltaik auf "Subventionen" reduzieren, ignorieren Sie die heutige Wirtschaftlichkeit und ihren Beitrag zu einer günstigeren, klimafreundlicheren und resilienteren Energieversorgung.

        • @Manzdi:

          Das stimmt so nicht. Kohle-. Gas, Öl- und Atomkraftwerke sind grundlastfähig und liefern Energie auch wenn die Sonne nicht scheint. Solarenergie ist billig solange man außer Acht lässt dass der Verbraucher auch Nachts oder im Winter Strom haben will bzw muss, und dieser Strom dann aus anderen, meist fossilen, Quelllen kommen muss. Die wiederum teurer sind weil sie nicht die ganze Zeit durchlaufen können weil es im Sommer tagsüber Solarstrom gibt. Man müsste also, um den Preis von Solarenergie die ins Netz eingespeist wird realistisch zu ermitteln einen Anteil der zusätzlichen Kosten für Gaskraftwerke (wie geplant) einrechnen. Dann würde sich zeigen dass Solarstrom bei weitem nicht so billig ist wie es heute scheint (haha kleiner Wortwitz). Solarenergie macht Sinn wenn man den Strom selber verbraucht, dann ist er wegen der hohen Strompreise auch wirtschaftlich.

          • @Gerald Müller:

            Solarstrom ist auch gesamtwirtschaftlich günstig, sobald es Speichermöglichkeiten gibt. Da ist noch viel Platz nach oben, etwa V2X bei steigenden EV-Zahlen.

        • @Manzdi:

          > Die EEG-Ulage gibt es seit 2022 nicht mehr!



          Das stimmt nicht oder nur im rein formalen Sinn. die EEG-Umlage wird nicht mehr auf den Strompreis aufgeschlagen sondern vollständig aus Steuern finanziert. In 2025 waren es 16.5 Milliarden Euro.

      • @Günter Witte:

        Da subventioniern wir doch viel lieber Gas, Kohle und Öl. Das hält uns zuverlässig auf dem Stand des vorigen Jahrhunderts und es hält uns abhängig von Öl- oder Gaslieferanten. Eine sehr intelligente Alternative, über die sich alle Industrienationen freuen, die ihrerseits schlau und verantwortungsbewusst genug sind sich unabhängig zu machen und zudem etwas gegen die Klimakatastrophe zu tun. Deutschland fällt sehr bald als ernsthafter Konkurrent weg, wenn dieser Weg fortgesetzt wird.



        Der Witz dabei ist, dass einige Leute den GRÜNEN vorwerfen, sie streben eine De-Industrialisierung an. Welch ein Hohn....

      • @Günter Witte:

        Ja, das war so, insbesondere weil die schwarz geführte Regierung in den Jahren ab 2007 nicht rechtzeitig die Förderung an die Preisentwicklung angepasst hat und stattdessen in 2013 eine Vollbremsung gemacht hat, die bis heute Milliarden Mehrkosten verursacht und hunderttausend Arbeitsplätze vernichtet hat.

        Heute ist die hohe Förderung schon zum größten Teil ausgelaufen und läuft in den nächsten 6 Jahren dann fast vollständig aus. Also kein Grund diesen historischen Fehler von Altmeier mit Staatssekretärin Reiche noch einmal aufzuwärmen.

        Nach vorne schauen ist viel wichtiger. Und da spielt PV Eigenverbrauch eine zentrale Rolle und ist zusammen mit Batteriespeichern eine riesige Chance, die wir jetzt nicht auch noch vermasseln dürfen.

        • @Bauer Gerry:

          Aber für PV Eigenverbrauch + Speicher braucht man keine Staatliche Regelung, auch ohne das der Überstrom subventioniert wird rechnen sich solche Anlagen heute. Die Fehlsteuerung durch Staatliches Eingreifen sieht man bei den Wärmepumpen, ohne die Preistreiberei durch irgendwelche Zuschüsse hätten wir nicht die teuersten WP in der EU, also ist es immer besser wenn der Staat sich heraushält.

          • @Günter Witte:

            Wenn man Fläche benötigt und vermeiden will, dass ganze Landschaften mit Photovoltaikparks zugebaut werden, sollte man die Dächer nutzen.



            Wer sein Dach zur Verfügung stellt, sollte auch verdienen. Es ist doch kein Anreiz, sein Dach mit PV zu bestücken, wenn der Strom für 0 Cent rausgeht. Die Dachflächen werden dadurch zu wenig genutzt.

            Überkapazitäten im elektrischen Strom müssen schleunigst genutzt werden, z.B. für die Synthese von Wasserstoff, der in Salzkavernen gespeichert werden kann. Er ließe sich aber auch mit Luftstickstoff zu Ammoniak wandeln. Die Ammoniak-Synthese zur Herstellung von N-Dünger für die konventionelle Landwirtschaft ist aktuell eine Achillesferse, seit die Straße von Hormus geschlossen ist. Ammoniak ist aber auch ein sehr praktikabler Energiespeicher, wenn man ihn nicht in Dünger umsetzt.

            • @Manzdi:

              Wenn jemand das Geld in Anlagen für Synthese, N-Düngerherstellung, usw. investiert dann möchte dieser 365/24 produzieren und nicht nur im Sommer zur Mittagszeit. Wenn man nur mit dem Überstrom arbeitet ist es einfach zu teuer, dafür dann Kraftwerke zu bauen/nutzen Konterkariert die Idee der Erneuerbaren aber direkt.

          • @Günter Witte:

            Bei den Wärmepumpen haben Sie recht, die Preise sind im europäischen Vergleich viel höher, was sicher auch auf die staatliche Subventionierung zurückzuführen ist. In die Gesamtkosten fließen aber in Deutschland auch 19% Umsatzsteuer mit ein, was der Staat dann zurückerhält. In anderen Ländern ist die Steuer deutlich geringer, z.T. auch bei 0% wie in Großbritannien. Auch die Anforderungen an die Schallemissionen und an umweltfreundlichere Kältemittel sind ein Grund für die höheren Preise in Deutschland.



            Interessant ist aber, dass die Wärmepumpentechnik systematisch schlechtgeredet wurde. Insofern wurde das Narrativ mit der Förderung durchbrochen.



            Die Anlagen haben sich gut verkauft, sie funktionieren sehr gut und sind ein entscheidender Beitrag zur Abkehr von fossilen Energieträgern. Zudem hat sich die Technik bei deutschen Firmen weiterentwickelt.



            Die aktuelle Regierung hat dieses nun aber ausgebremst zugunsten fossiler Energieträger und asiatischer Firmen.

            • @Manzdi:

              Das die aktuelle Regierung die Wärmepumpen ausbremst stimmt halt einfach nicht, die Verkaufszahlen von WP sind jetzt viel höher als unter Habeck und seinem Heizungsgesetz Hickhack. Was bremst sind die allgemein niedrigen Bauvorhaben allgemein durch die hohen Baukosten.

  • Richtig so mit dem neuen Gesetz.

    Der Fehler von Habeck & CO war, dass immer nur die reichen Leute gefördert wurden einschließlich der grünen Wählerschaft.



    In dem Unternehmen, wo ich arbeite, haben alle mit einem hohen Gehalt sich alles fördern lassen (vom E-Auto bis zur Solaranlage) und erzählen überall von ihrem tollen ökologischen Bewußtsein, im nächsten Absatz kommt, es wird natürlich noch eine Fernreise angetreten. Alle, die gefördert wurden, haben ein Häuschen (dazu zählen auch viele Beamte und Lehrer. Und wer bezahlt das alles, auch der kleine Mann auf der Straße.

    Was mich hier ärgert, dass immer wieder die ungleiche Vermögensverwaltung angesprochen wird. Durch die Förderung ist diese ungleiche Verteilung noch größer geworden. Es hätte von Anfang eine Einkommensgrenze geben müssen, dass nur unterhalb dieser Grenze eine Förderung erhalten! Das hätte die ganze Sache beschleunigt und die Reichen hätten sich diese Sachen selber angeschafft.

    • @Helium60:

      Das Argument vom hohen Gehalt ist schon lange nicht mehr aktuell. Die Preise für ein Balkonkraftwerk mit kleinem 2 kWh Speicher liegen bei € 6-700,- bewegen sich gegen € 500,-. Also eine Investition, die sich sehr viele "Normalverdiener" leisten können, inkl. halbwegs gut gestellte Rentner.

      • @Oskar Muster:

        Aber am Ende leisten es sich doch nur Eigenheimbesitzer, die wurden mit der Förderung belohnt, obwohl sie es nicht bräuchten. Zumal die Anlagen, wie Sie schreiben, immer billiger werden.

        Der Teufel sch... immer auf den größten Haufen.

  • Z.B. mit Wärmepumpe kann jährlich eigentlich viel gespart werden, im Vergleich zu Gaskessel. Dadurch ergibt sich für mich, dass man ziemlich einfach über Banken Modernisierungskredit anbieten könnte (mit Bank auch involviert bei Abnahme u.ä.), der sich von selbst abzahlt.

    Dazu habe ich auch schon davon geredet, einfach mal bissel flächenmäßig zu planen, mit auch staatlichen Ingenieuren involviert, die sich mit Dingen befassen, wie z.B. Mini-Fernwärmewerk für Dorf. U.ä.

    • @David Lejdar:

      Was gespart? Geld? Wärmepumpe und Gaskessel liegen in den Betriebskosten mit rund 115 € pro MWh Nutzwärme etwa gleichauf.



      Kohlendioxid? Das ja, bei Zentralheizungen etwa ein Viertel weniger. Vergleicht man aber mit Gasetagenheizungen ohne Verteilungsverluste emittiert die WP sogar mehr.



      Beides habe ich schon mehrfach nachgewiesen und muß es nicht wiederholen.

  • Solarenergie haben wir bereits zu viel und es zerstört das Stromnetz , die Mischung machts



    Wir brauchen in Europa grossflächig mehr Wasserkraft und dringend Speicherkapazität

    • @Todesfister:

      "Wir brauchen in Europa grossflächig mehr Wasserkraft". Genau, kippt die Landkarte, damit das Wasser schneller fließt :-)

      • @Oskar Muster:

        Flusskraftwerk....



        Erfunden von den Römern



        Können wir uns darauf einigen dass der Rhein durch Deutschland fliesst?

        • @Todesfister:

          Ich fürchte, Sie verstehen die Physik von Wasserkraftwerken nicht. Ohne Druck (das heißt Gefälle) nur sehr wenig Leistung. Flußkraftwerke ohne Dämme und Druck sind leistungsschwach.

        • @Todesfister:

          Eigentlich eine gute Idee. Allerdings liegen die Nutzungsrechte in Frankreich und werden dort auch genutzt.

        • @Todesfister:

          Aber erst ab dem Dreiländereck bei Friedlingen.

  • Viel Wind um nichts. Ich habe dieses Jahr eine PV Anlage aufs Dach bekommen. Mit Stromspeicher, der den gesamten Bedarf eines Tages aufnehmen kann.

    Die paar Zent Einspeisevergütung von nicht mal 8 Cent/kWh sind nicht entscheidend für die Sinnhaftigkeit einer Anlage. Was da im Jahr zusammenkommt, leistet keinen nennenswerten Beitrag zur Wirtschaftlichkeit. Wichtig ist, möglichst hohe Autarkie. Dafür braucht es den Speicher. Kämmen diese flächendeckend zum Einsatz, würden auch die Stromspitzen an Sommermittagen gekappt und es bräuchte weniger Strom aus Gas nach Sonnenuntergang.

    Ich würde daher neue Kleinalagen im privaten Bereich nur noch mit Speicher erlauben.

  • Warum sollte der Staat überall das Geld zum Fenster hinauswerfen? Es ist schließlich unser aller Steuergeld.



    Wenn etwas gut ist, setzt es sich eh durch, und alles andere, was nur durch Subventionen am Leben gehalten wird, wird sich wahrscheinlich eh überleben oder auf ein gesundes Maß zusammenschrumpfen.

    • @Oleg Fedotov:

      Ja, warum sollte der Staat um viele Millionen LNG-Terminals bauen? Wenn das Zeug so gut wäre, würde es sich ohne Subventionen durchsetzen.



      Es ist Aufgabe der Politik, Entwicklungen so zu lenken, daß das öffentliche Interesse gewahrt bleibt. Und das bleibt eher gewahrt, wenn weniger CO2 ausgestoßen wird. Und die Energieversorgung dezentralisiert.

      • @Kahlschlagbauer:

        Das ist die einzig richtige Antwort. Danke dafür.

    • @Oleg Fedotov:

      "Wenn etwas gut ist, setzt es sich eh durch"



      Sorry, aber das ist ein Glaube, den die Realität längst widerlegt hat. Das geschieht höchstens bei völlig transparenten Verhältnissen und ohne Marktmacht. Beispiel Videosysteme: durchgesetzt hat sich VHS. War das das beste System? Ich spare mir die Antwort.



      Hinzu kommt die Frage des Zeithorizonts. Je länger es dauert, dass etwas positive Wirkung zeigt, desto unwahrscheinlicher ist es, dass es sich gegen kurzfristige Vorteile durchsetzt.

    • @Oleg Fedotov:

      Dann bin ich dafür, das wir die Subvention von Fossilen Brennstoffen von ca. 80 Milliarden € jährlich sofort einstellen und die Subventionen für die Erneuerbaren (EEG Kosten, Kapazitätsreserve, Netzreserve, Netzsubventionen, Redispatchkosten) von 34 Milliarden € jährlich weiter laufen lassen.

      • @Thomas Böttcher:

        Nein, dann bitte beides einstellen.

        @Kahlschlagbauer: Der Öffentlichkeit ist es größtenteils egal, woher die Energie kommt. Sie muß zur Verfügung stehen, wenn benötigt, und günstig sein. Und ob eine dezentralisierte Energieversorgung wirklich wichtig für die Öffentlichkeit ist, sei auch mal dahingestellt

  • Hat nicht Lars Klingbeil von jedem Ministerium Einsparungen gefordert? Folgt Frau Reiche dieser Aufforderung und kürzt die Subventionen für Solar und Wind ist es auch nicht recht.

    • @Stephan Heibges:

      Könnte man nicht die Dieselsubventionen kürzen? Oder die für "Dienstwagen"?😎

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Weil das keine Subventionen sind. Auf jeden Liter Diesel sind für jeden Menschen in Deutschland hohe Steuern und Abgaben. Für einige etwas weniger, aber auch die zahlen für den Liter Diesel viel mehr, als er er ohne den Staat kosten würde.

        "Dienstwagen" ist immer ein Schlagwort für die Neidgesellschaft. Ich habe keinen, aber gönne ihm jeden. Wer einen hat ist vermutlich fleißig und viel unterwegs und muss diesen Wagen auch versteuern. Der kleine Steueranreiz, der dafür genutzt wird, kommt überwiegend den Autobauern in Deutschland und Europa zugute und dadurch auch den dort angestellten Industriearbeitern.

        • @Otto Mohl:

          Ist noch nicht lange her, da wurde so lange gegen die Streichung von Dieselsubventionen protestiert, bis die Streichung zurück genommen wurde.

          Und Arbeitgeber bieten natürlich Dienstwagen, weil sie keine Vorteile bieten...

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Die größten Subventionen erhalten Dienstwagen mit E- oder Hybrid-Antrieb. Die sind steuerlich extrem günstig gestellt worden, man spart quasi 75% der bisherigen Steuerlast im Dienstwagenbereich (von einer Steuer, die bereits als privilegiert niedrig gilt).

        Wollen Sie das wegfallen lassen? Dann bricht der E-Auto-Markt in Deutschland ein.

        • @Leo Onlin:

          Die Vergünstigungen für Hybrid würde ich definitiv streichen. Ich kenne "Nutzer", die nicht mal wissen, wo das Ladekabel ist.

        • @Leo Onlin:

          Sie müssen die private Nutzung eines Firmenwagens mit 1% des Listenpreises versteuern. Bei einem Listenpreises für einen Mittelklassewagens von 55000 € sind das 550 € die mit Ihrem Steuersatz zu versteuern sind.

          • @Bernd Simon:

            Bei Hybrid nur 0,5% und bei E nur noch 0,25% also statt 550 nur noch 275€ oder 125€ zu versteuern, was max. 135€ und 60€ Steuern pro Monat bedeuten.

            Die Anschaffung (nicht Leasing) eine neuen oder gebrauchten E-Autos kann die Firma in 1. Jahr zu 75% abschreiben.

            Das nenn ich mal eine gewaltige Steuerentlastung, die das Steueraufkommen massiv reduziert.

  • Ach je. Solar nicht mehr zu fördern ist richtig, bei heutigen Preisen ist Solar auch ohne Förderung wirtschaftlich und die Überkapazitäten kann man auch den Nachbarn zu viel besseren Preisen verkaufen. Falsch ist immer noch Wärmepumpen zu fördern das führt zu einem noch noch höheren ungleichgewicht zwischen Bedarf und Erzeugung. Richtig wäre Speicher und hier auch nur grosse die den Bedarf mindestens einen Tag speichern können sowie intilligente Verbrauchsmanagement Systheme zu fördern so dass die Wärmepumpen nur laufen müssen wenn viel Strom durch erneuerbare erzeugt wird. Wäre alles so einfach wenn die Politik mal konzeptionell und langfristig denken könnte ...

    • @M.D:

      Darum braucht jede Wärmepumpe einen Pufferspeicher und eine Batterie um den Lauf der Wärmepumpe mit dem Energiemanager in der Zeit von Niedrigstrompreis oder Sonnenschein zu veranlassen. Bereits realisierte Projekte zeigen das dies möglich ist und damit Energiekostenersparnisse von bis zu 95 % ermöglicht werden. Bei richtiger Dimensionierung braucht es auch keine Einspeisevergütung mehr. Gas ist nur etwas für Reiche!

    • @M.D:

      Nein, Solarstrom lässt sich nicht so einfach verkaufen. Wie soll das gehen? Wie kommt denn der Strom zum Nachbarn und das uneingeschränkt 24 Stunden am Tag? Nachts vielleicht mehr als um 12:00 Uhr mittags. Fest verankerte Tarife sind absolut notwendig, der Rest ist Träumerei. Kein Netzbetreiber hat Interesse sonst die mickrigen Mengen zu auskömmlichen Preisen abzunehmen.

    • @M.D:

      Dieses langfristige, konzeptionelle Denken ist dringend nötig. Der Einzige, der es konsequent gemacht hat, wurde und wird beschimpft, verächlich gemacht und es werden immer wieder Lügen und Hetze über ihn und seine Partei verbreitet: Robert Habeck.

      • @Perkele:

        Habeck war teilweise sehr ideologisch unterwegs und sein Programm nicht wirklich brauchbar



        Aber er hatte Recht mit seinem wichtigsten Punkt: der Umbau ist nicht gratis und auch dringend nötig

    • @M.D:

      Dazu könnte man Energy Sharing wie in Österreich einführen. Aber nein, das wird so unnötig teuer und aufwendig gemacht dass es sich niemals lohnt.

  • Man sollte seine Abneigung gegenüber der Regierung nicht den Vortritt lassen vor den Zusammenhängen und notwendigen Entscheidungen bei der Energiewende. Das ist kontroproduktiv!

  • Wenn es dazu beiträgt, daß jeder nur noch die Kapazität an Photovoltaik installiert, die er auch benötigt (.z.B. per Balkonkraftwerk?), dann hat die Änderung ihren Zweck bereits erfüllt.

    • @Thomas Westhoff:

      Komische Forderung. Soll das dann für den Winter gelten? Was im Winter gerade so reicht, liefert im Sommer massiv Überschuss. Wie wäre es mit Energie-Speicherung?

      • @TOM1976:

        Das ist das richtige Stichwort. Wenn zeitweise massive Überschüsse produziert werden, die letztlich sogar schädlich sind und mit Verlust verschleudert werden müssen, dann sollte man die Mittle in den Bereich der Speicherung umleiten, damit eines Tages die Überschüsse einen Wert erhalten.

    • @Thomas Westhoff:

      Ein Balkonkraftwerk liefert die theoretisch mögliche Maximalleistung von 800 W von April bis September, allerdings nur in der Mittagszeit von 11 bis 15 Uhr - und auch nur wenn kein einziges Wölkchen die Sonne verdunkelt.

      Im Hochsommer verringern zudem hohe Temperaturen auf dem Dach die Anlagenleistung.

      Meine Photovoltaikanlage ist mit einer Maximalleistung von 15,36 kWp um knapp das 20fache größer. Im Moment sehe ich aber mittags maximal nur 11 kW auf der Anzeige, also deutlich weniger. Zufällig entspricht das genau der Leistung mit der man an der eigenen Wallbox das E-Auto lädt. Es kann natürlich auch mit weniger Strom geladen werden, doch das dauert länger. Anderenfalls müsste man aus dem Netz teuren Strom zukaufen.

      Um sich auch außerhalb der hellen Jahreszeit zu einem möglichst großen Teil mit eigenem Strom versorgen zu können, sollte man sein Dach logischerweise voll machen.



      Im Dezember und Januar erreicht meine 15 kWp Anlage einen Eigenverbrauchsanteil von 20 %. Wieviel ein Balkonkraftwerk mit 0,8 kWp beitragen würde, kann sich jeder selbst ausrechnen.

      Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber bevor Sie sich zu Photovoltaik äußern, sollten erst einmal informieren.

      • @Thomas_aus_Marl:

        Im letzten Dezember und Januar waren es 6 und 8 % meines Verbrauches. Für eine Investition von gerade einmal 600 € ist das nicht schlecht.

      • @Thomas_aus_Marl:

        PV kann im Winter nicht genug Strom liefern. Dafür muss man sich nicht informieren. Sie bräuchten dann 75 kwp. Die Kosten und die benötigten Flächen stünden in keinem Verhältnis zum Gewinn an Winterstrom.

      • @Thomas_aus_Marl:

        Man muss sich aber auch die Frage stellen, ob es ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist, sich das Dach vollzustopfen, nur damit man sich auch im Winter bei wenig Bewölkung noch 15% oder 20% des Eigenbedarfs decken kann (bei wochenlangem Nebel oder Bewölkung noch deutlich weniger). Wenn mans sich leisten kann, ist das vielleicht ok. Sich das von der Allgemeinheit mitfinanzieren zu lassen, finde ich nicht in Ordnung.

        @TOM1976 "Was im Winter gerade so reicht, liefert im Sommer massiv Überschuss. Wie wäre es mit Energie-Speicherung?"

        Auch da muss man sich Gedanken machen, was vertretbar ist. Strom im Sommer für den Winter speichern, ist es ziemlich sicher nicht, ausgenommen mal vielleicht Speicherseen. Auch das Speichern über mehrere Tage mittels Batterien ist ökologisch mit der heutigen Technik eher fragwürdig.

      • @Thomas_aus_Marl:

        "Im Dezember und Januar erreicht meine 15 kWp Anlage einen Eigenverbrauchsanteil von 20 %."



        Haben Sie aufgrund der Sonnenstellung mit sehr viel Verschattung durch Bäume oder andere Dächer im Winter zu kämpfen oder woher kommt der so geringe Eigenverbrauchsanteil?



        Bei 15 kWp hätte ich mehr vermutet...



        Oder benötigen Sie viel Strom?

  • "Für den Staat, die Bür­ge­r:in­nen und Unternehmen sollen dadurch die Kosten sinken, die der beschlossene Abschied von der fossilen und der Umstieg auf klimaneutrale Energie verursacht. Diese Absicht ist zwar grundsätzlich nicht falsch, aber es gäbe bessere Mittel, etwa die Senkung der Stromsteuer auch für Privathaushalte – was SPD-Finanzminister Lars Klingbeil jedoch zu teuer ist."

    Ach, die Absicht ist nicht falsch? Ja vielen Dank für diesen Hinweis! Wenn es darum ginge, dass Journalismus die Absicht von POlitik bewerten soll, dann... egal.

    Fakt ist, dass langfristig Erneuerbare und große Stromspeicher die Zukunft des Energiemarkts sind. Entweder, der Staat erkennt die Chance, in diesem Bereich strategisch zu fördern, so wie in China, oder wir importieren langfristig die Technik aus Asien... und die Elektroautos... Und die KI... und alles andere auch.

    Deutschland und Europa: Keine Vision, keine Strategie, und so Leute wie Merz und Reiche in der Regierung, die in der Zeit, wo wir elektrifizieren sollten einen Batterihersteller insolvent gehen lassen.

    • @diapontisch:

      Die Energiewende ist tatsächlich ein langfristiges Projekt. Auf dem Weg zum Endziel der Energiewende - CO2 Neutralität soweit, dass die Temperaturen nicht mehr ansteigen - sind abhängig vom erreichten Meilenstein Anpassungen notwendig. Bisher haben wir die niedrig hängenden Früchte geerntet, als pauschal Solar-Anlagen fördern, Windpark fördern, etc. Mittlerweile haben wir jedoch einen Ausbaustand erreicht, der weitere technische Maßnahme erforderlich macht. Darüber hinaus ist zu prüfen, ob wieviel CO2 man pro KWh einspart und wo man das Geld inverstiert um Wirkung zu erzielen. Stromspeicher im Privatbereich rechnen sich bereits jetzt im Privatbereich durch eine hohe Eigenverbrauchsquote - deswegen ist an der Stelle eine Förderung durch den Steuer- und Stromzahler nicht mehr nur sinnvoll, sondern sogar ungerecht.

      • @Nachtsonne:

        Bei der Speicherförderung geht es aber nicht um die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Anlage, sondern um den Antrieb in eine massenhafte Umsetzung, damit die Stromspitzen bei viel Sonne aufhören und die Negativpreise ein Ende haben. Wenn erst die Mehrheit der Bürger ihren wesentlichen Stromverbrauch in kostenfreier Eigenherstellung ernten ewrden wir eine stabile und für jeden bezahlbare Stromversorgung haben. Dann können die Autokraten und Diktatoren mit all ihrem Gas und Öl kein Geld mehr verdienen. Das ist wahre Unabhängigkeit und staatliche Suveränität.

        • @Sonnenhaus:

          Der Stromverbrauch der Privathaushalte entspricht etwa 5% des Primarenergiebedarfs in Deutschland und etwa 30% des Stromverbrauchs. "Wenn erst die Mehrheit der Bürger ihren wesentlichen Stromverbrauch in kostenfreier Eigenherstellung ernten ewrden wir eine stabile und für jeden bezahlbare Stromversorgung haben." Sorry, aber das passt hinten und vorne nicht. Wenn man mit dem Gedanken Energiepolitik macht, ist das Scheitern unausweichlich.

          • @Nachtsonne:

            Man könnte auch woanders hinschauen. South Australia deckt zweitweise mehr als 100% des gesamten Stromverbrauchs im Staat mit solaren Dachanlagen. Inzwischen bekommt jeder dort drei Stunden Strom umsonst. Das läßt sich mit vernünftiger Förderung erreichen: nicht nur Eigenverbrauch, sondern billigerer Strom für das ganze Land.

  • Die feste Vergütung war vor 20 Jahren richtig, heute führt sie dazu dass der Solarstrom unabhängig vom Bedarf ins Netz verkauft wird. Das wurde im letzen Jahr auch noch durch die taz kritisiert als es darin gibt, dass Kleinhäusler morgens ihre Batteriespeicher vollladen und spätestens ab Mittags den Strom ins Netz schieben, wo er nicht gebraucht wird. Jetzt könnte man natürlich schreiben: ja, hier setzt die EEG Reform an, denn damit wird nur noch benötigter Strom entsprechend der Marktpreise vergütet. Aber nein, es kommt von Reiche, da muss man grundsätzlich und undifferenziert dagegen sein. Die neue Vergütung fördert Anlagen in Ost-West-Ausrichtung, die zu teuren Randzeiten Strom liefert und sie fördert es, den Batteriespeicher zu befüllen, wenn Strom im Überfluss da ist. Durch die zusätzliche Vergütung über Marktpreis, kamen gegenüber dem ursprünglichen Entwurf sinnvolle Änderungen dazu.

    • @MK:

      Es geht hier nicht um Parteipolitik sondern darum, dass diese Gesetzespakete die Energiewende torpedieren und Politik für die Fossilindustrie betreiben. Das wird, wenn man sich mal damit auseinandersetzt, sofort klar bei den Plänen für Speicher.

      • @Anna Bell:

        Der Beitrag, auf den Sie antworten, erklärt doch gerade, dass nichts "torpediert" wird, sondern eine sinnvolle Umleitung der Mittel stattfindet.

      • @Anna Bell:

        Das ist Unsinn. Niemand baut sich wegen der Einspeisevergütung von nicht mal 8Cent/kWh eine PV aufs Dach.

        • @Querbeet:

          2004 kostete ein KWp PV-Anlage über 5000 € bei 57 Cent Vergütung, heute kostet das KWp ca. 500 € bei 8 Cent Vergütung, also ist heute die Rendite des eingesetzten Geldes höher als vor 22 Jahren.

          • @Günter Witte:

            Preisentwicklung Aufdachanlagen laut Fraunhofer Institut sagt was anderes.

          • @Günter Witte:

            2006 kWp 5.440 €



            2010 kWp 2.987 €



            2016 kWp 1.529 €



            2020 kWp 1.411 €



            2025 kWp 1.543 €

            • @Querbeet:

              Normalerweise werden Sachen mit der Größe billiger. Meine Balkonanlage mit 1.1 kWp kostete einschließlich sehr hochwertiger, teurer Halter und Installationsmaterial 600 €. Warum ist eine große Anlage pro kW teurer statt billiger?

              • @Axel Berger:

                Grösse? Jahre?

            • @Querbeet:

              Wir haben auf unser Haus vor 4 Jahren eine (10KW) PV-Anlage +Speicher gekauft, da hat uns das KWp, fertig Montiert + aller Kabel+ Netzanschluss 900 € gekostet. In den letzten Jahren sind aber die Preise für PV- Module (auch für Speicher) nochmals mächtig gefallen.

  • Es gabe noch nie in der Bundesrepublik eine Regierung, die so krass von der Lobby einzelner Wirtschaftsteile gesteuert war. In autoritären Regimen mag das nicht weiter verwundern, doch bei uns?? Diese Politik erhält dem gesamten Volk die Abhängigkeit von anderen Staaten, es erhöht die greifbare Gefahr eines Preisanstiegs für Energie, dem weder die Industrie noch die privaten Haushalte ausweichen können. Andere Länder arbeiten mit aller Kraft darauf hin, sich unabhängig zu machen und -ja- auch den dringenst notwendigen Massnahmen zur Klimarettung zu entsprechen. Die werden uns dadurch sehr schnell sehr wesentlich weit voraus sein - zum Schaden unserer Bürger*innen und - der Wirtschaft. Eine tolle Regierung haben wir da ...

    • @Perkele:

      Warum haben dann nicht ihr verehrter Habeck und sein Mastermind Graichen massiv Speicher für PV/Wind gebaut sondern alles auf LNG Gas + X Gaskraftwerke gesetzt ?

    • @Perkele:

      Im aktuellen Fall ist es so, dass die Regierung eben nicht Lobbyinteressen folgt (www.solarwirtschaf.../pressemeldungen/) sondern das macht, was volkswirtschaftlich geboten ist. Dazu kommt, dass Solar keine Förderung mehr benötigt und der sinnfreie Zubau nur dazu führt, dass wir in sommerlichen Peakzeiten noch mehr überflüssige Energie haben, die wir - zusammen mit Steuergeld - an andere verschenken.

      • @Bommel:

        Volkswirtschaftlich geboten scheint mir doch eine größere Unabhängigkeit von fossilen Importen zu sein. Und eine dezentralisierte Energieversorgung auch.

  • „Dunkle Zeiten“? Eher das Ende einer Subventionslogik, die so tat, als seien Netze, Speicher und Systemkosten nebensächlich.

    • @Zippism:

      Wie setzen sich die Stromkosten zusammen? 40% Erzeugung, Tendenz steigend bei den Fossilen, 40% Steuer und Abgaben und 20% Netz. Wenn also die Erzeugung mit Erneuerbaren ca. 5-6 mal billiger ist, wieviel Geld kann man dann ist Netz und Speicher stecken?

      Und was ist mit den Subventionen der Fossilen, indem man sie kostenlos unsere Umwelt in Form von CO2 verschmutzen lässt?

      • @Anna Bell:

        Sie widerlegen meinen Einwand nicht, sondern wechseln das Thema. Ich habe von Systemkosten gesprochen, Sie rechnen plötzlich nur mit Erzeugungskosten und stellen eine stark vereinfachte Prozentrechnung auf.

        Der Strompreis besteht eben nicht nur aus der Kilowattstunde am Kraftwerk. Ein wetterabhängiges System benötigt Netzausbau, Speicher, Redispatch, Reservekraftwerke und Abregelung. Genau diese Kosten steigen mit einem höheren Anteil volatiler Einspeisung und tauchen in Ihrer Milchmädchenrechnung gar nicht auf.

        Und was die fossilen Energien betrifft: Natürlich müssen CO₂-Emissionen einen Preis haben. Das ändert aber nichts daran, dass auch erneuerbare Energien über Jahre massiv gefördert wurden und ihre Systemintegration erhebliche Kosten verursacht. Zwei Dinge können gleichzeitig richtig sein. Wer das eine mit dem anderen wegdiskutieren will, ersetzt Argumente durch Ideologie.

    • @Zippism:

      Warum Vergangenheitsform? Die derzeitige Regierung bekämpft nach Kräften den Ausbau von Netzen und Speichern - allein aus ideologischen Gründen. Und sie subventioniert auch gerne -mit allen Tricks- die Fossilindustrie....

      • @Perkele:

        Sie weichen meinem Punkt aus. Ob die aktuelle Regierung gute oder schlechte Energiepolitik macht, ist eine andere Debatte. Ich kritisiere die jahrelange Vorstellung, man könne immer mehr volatile Erzeugung zubauen, ohne Netze, Speicher und Systemdienstleistungen im gleichen Tempo mitzudenken. Die Realität holt jede Ideologie irgendwann ein.

        • @Zippism:

          Da haben Sie schon recht. Jetzt wird aber die Erzeugung abgewürgt, weil die Netzbetreiber es, aus welchen Gründen auch immer, verschlafen haben, die Netze auszubauen. Wäre es nicht gescheiter, auf zügigen Ausbau der Netze zu drängen anstatt weniger zu erzeugen?

  • Gähn, man muss sich doch nur mal das Agorameter anschauen um zu sehen wo die Probleme mit der Solarenergie liegen



    www.agora-energiew.../29.07.2026/hourly

    Gestern um 12:



    Solar 57.2 MWh/h (73% des Verbrauchs)



    Konventionell 11,6



    Wind 5,9



    Andere Erneuerbare 6,0

    Um 21:00



    Solar 0,04 (0% des Verbrauchs)



    Wind 4,9



    Andere Erneuerbare 6,8



    Konventionell 29,8



    Import 8,2

    Ein weiterer Ausbau der Solarenergie ohne Speicher macht keinen Sinn mehr weil die Versorgungssicherheit gewährleistet werden muss. Und Speicher in den erforderlichen Größen sind schlicht unrealistisch oder genauer unmöglich. Und was passiert wenn die Sonne mal nicht so doll scheint? Dannn müssen Gaskraftwerke ran und importierter Atomstrom. Das alles müsste mal gründlich durchdacht werden, dazu kommen notwendige technische Entwicklungen. Subventioniertes Wunschdenken hilft hier überhaupt nicht weiter.

    • @Gerald Müller:

      "Und Speicher in den erforderlichen Größen sind schlicht unrealistisch oder genauer unmöglich."

      Das stimmt nicht. Speichertechnik gibt es seit hundert Jahren. Und außerhalb unseres rückständigen Landes sind bezahlbare, moderne Großspeicher in der Realisierung.

    • @Gerald Müller:

      Hallo Herr Müller, entschuldigung, aber Sie sind der Debatte 10-15 Jahre hinterher. Damals habe ich noch im Bereich erneuerbare Energien gearbeitet und bereits damals waren Probleme UND Lösungen bekannt. Nachdem durch das EEG Anlagen für Erneuerbare und insbesondere PV im großen Maßstab hergestellt wurden, hätte die Politik in Deutschland auf gleiche Art und Weise Speichertechnologien fördern müssen. Das ist nicht passiert - stattdessen wurde zunächst die PV-Industrie zerstört, jetzt importieren wir die Anlagen aus China. Die Speichertechnologie wird gleich dort entwickelt, wo der Staat mit Strategie eine langfristige Vision von einem günstigen und zuverlässigen Energiemarkt verfolgt. Und ja, dieser günstige Energiemarkt besteht aus erneuerbaren und riesigen Speichern. www.auto-motor-und...speicher-der-welt/

      In Europa hätten (und haben) wir (noch) die Chance, da mitzumischen, wenn die Politik endlich die Chance erkennt und Arbeitsplätze und Wohlstand langfristig sichern will und die Umwelt/das Klima/unsere Zukunft auf diesem Planeten schützen will.

      • @diapontisch:

        stattdessen wurde zunächst die PV-Industrie zerstört, jetzt importieren wir die Anlagen aus China.

        Die PV-Industrie wurde nicht von der Regierung zerstört, auch wenn sie es gern behauptet hat. Sondern sie wurde zerstört, weil die Technik eher einfach ist und daher in China viel billiger produziert werden konnte. Dagegen gab es Zöllen, die aber durch die EU nach oben begrenzt wurden.

        Ggf. wurde sie auch von den Käufern zerstört, die dann eben die billigeren Anlagen aus China bestellt haben, weil das die Marge erhöht hat gegenüber der teureren dt. Anlage.

      • @diapontisch:

        "...bereits damals waren Probleme UND Lösungen bekannt."



        Interessant. Wenn das alles schon bekannt ist - dann können Sie mir doch sicher Speichertechnologien nennen, die auch bei 5-6 Vollzyklen/Jahr noch wirtschaftlich arbeiten?

      • @diapontisch:

        Batteriespeicher kosten im Moment um die 110 Euro pro kWh. 16 GWh würden also 1.8 Mrd Euro kosten. Der Tagesstromverbrauch Deutschlands liegt im Bereich 70 GWh/h (hatte mich in meinem post verschrieben). 16 GWh würden also knapp 14 Minuten abdecken. 8 Stunden Batteriespeicher kosten dann coole 61,6 Mrd, ohne Grundstücke, Leitungen, Personal, Wartung und Versicherung usw. Derzeit treten zwar Überkapazitäten auf, die sind aber zeitlich begrenzt. Um so einen Batteriespeicher effektiv nutzen zu können, müsste man sagen wir- GW Solarkapazität bauen, auch das kostet. Und wa spassiert im Winter?



        Ich denke nicht dass ich 10-15 Jahre hinterher bin (ich arbeite in der Forschung in Bereich Erneuerbare) sondern ziemlich up-to-date. Ich schaue lediglich auf die Zahlen.

        • @Gerald Müller:

          110 Euro/kwh? Woher haben sie diesen Wert? Realistisch ist eher um die 1000€.

        • @Gerald Müller:

          Die Preise für Batteriespeicher liegen bei rund der Hälfte dessen, was Sie veranschlagen.

          Der Tagesstromverbrauch liegt bei 1-1,4tWh, im Jahresdurchschnitt 63% erneuerbar. Wir reden von 400MWh, die täglich fehlen, Studien gehen von 600MWh aus.

          Das BIP lag 2025 bei 4.5 Billionen €. Das (unerträglich) ungleich verteilte Barvermögen der Deutschen beträgt nahezu das Doppelte. Geld spielt keine nennenswerte Rolle.

          Die Netzbetreiber behindern die Anschlüsse, weil die notwendige Anpassung (siehe Diss. Prof. Quaschning) nicht so wichtig war, wie eine schwarze Null und Rendite der Betreiber, an die man unsere Netze verhökerte.

          Wir hätten das schön geplant umsetzen können; jetzt wird es ein zermürbender Wettlauf mit dem Klimawandel.

  • Wenn Solarenergie wirtschaftlich so günstig ist, wie auch hier immer wieder konstatiert wird, dann ist eine staatliche Förderung nicht nur überflüssig, sondern schädlich.

    • @Frauke Z:

      Wo bleibt die große Linie, wenn , wie sich eigentlich alle einig sind, eine Transformation zu einer fossilfreien Energieversorgung das Ziel ist und mit jedem Regierungswechsel die Politiker alles wieder vom Kopf auf die Füße stellen?







      Ob Solar- und Windenenergieförderung, e-Auto-Bonus, Netzausbauturbo, Schuldenbremse, Atomenergieausstieg, Verbrenner-Aus. Ja - Nein - Ja - Nein







      Kein Wunder, dass das Vertrauen in die Politik verloren geht, wenn es in kaum einen Punkt Kontinuität gibt und alles ideologisiert wird.







      Ein gutes Gegenbeispiel liefert Kopenhagen, wo über Jahrzehnte und über wechselnde Regierungen hinweg, der Konsens beibehalten wurde, dass ein gut ausgebautes Radwegenetz die Lebensqualität verbessert. Ziel erreicht.







      Und konkret zu ihrem Punkt der Solarförderung: Natürlich ist Solarenergie im Aufbau erst mal teuer, genauso wie die Aufstellung der Windparks. Aber wenn erst mal alles steht, ist der dadurch erzeugte Strom unschlagbar günstig - über Jahrzehnte! Und jede regenerativ und sauber erzeugte Kilowattstunde ist ein Stück Unabhängigkeit.







      Wenn wir da hinwollen, ist das ständige hin und her einfach nur lächerlich.

    • @Frauke Z:

      Subventionen können auch gerne wegfallen. Dann aber auch im fossilen und atomaren Bereich. Dann wird der Strompreis von den regenerativen dennoch wirtschaftlicher sein als für fossilen Strom.



      80 Mrd. jährlich für fossile subvention verschenkt in das Ausland an Diktatoren und Menschenschlächter. Kein Wunder das die alle über uns lachen. Aber nicht mehr lange.

    • @Frauke Z:

      Wenn im Gegnzug die schâdlcihe Subventionierung andere Energiequellen genauso gestoppt wird, dann ja

    • @Frauke Z:

      Eingeschränkte Förderung für kleine private PV-Anlagen - schade aber geschenkt.



      Das ist nicht der Punkt. Jetzt will man den investierten und den zu investierenden Wind- und PV-Parks den Redispache verwehren nur weil die Schnarchnasen vom Netzausbau um ein Jahrzehnt (wissentlich?) verzögert haben. Diese Synchronisierung der Erneuerbaren mit dem Ausbau der Netze macht den Ausbau heutiger Lobby-lage definitiv nicht schneller.



      Gleichzeitig will man aber den Betreibern von künftigen Gaskraftwerken zusichern, deren Ausfälle zu erstatten auch wenn diese gar nicht gebraucht werden - was in der seriösen Wissenschaft als gegeben scheint. Mehrere Milliarden Euro jährlich!



      BDI, andere begrüßen diese Novelle. Ich möchte Namen und Zuständigkeiten sehen - damit man in 5 Jahren die wirklich Schuldigen am Niedergang der Energiewende und dem Reissen der Klimaziele verantwortlich benennen kann.



      Deswegen: weg mit dieser Zusicherung, Gleichbehandlung von Speichern, weg mit Merit-Order, hin zu Strompreiszonen - damit endlich ein gesunder Wettbewerb entstehen kann.

      • @PfoteMila:

        Frau Reiche hat schon als Staatsministerin unter Altmaier die Solarwirtschaft zerstört, damit die aufkommende Konkurenz der Stromkonzerne gestoppt wird. Nun erfolgt der zweite Streich im Bereich der Windindustrie und die zweite Bremse im Bereich Solar bie den investoren, weil China die Technik zu günstig herstellt. Der dritte Schritt wird mit einführung von Zöllen erfolgen. Derweil wird mit weiterem gebrmsten Ausbau der Netze und Großspeicher versucht die wirtschaftlich prosperierende Entwicklung der Regenerativen auszubremsen.

      • @PfoteMila:

        "Gleichzeitig will man aber den Betreibern von künftigen Gaskraftwerken zusichern, deren Ausfälle zu erstatten auch wenn diese gar nicht gebraucht werden - was in der seriösen Wissenschaft als gegeben scheint. Mehrere Milliarden Euro jährlich!"



        Leider sind die Gaskraftwerke technisch notwendig. Damit das Netz nicht zusammenbricht, wenn Sonne und Wind schwächeln und die Batteriespeicherleinchen [1] nach wenigen Stunden leer sind.



        Die Förderung von Flautenkraftwerken ist sinnvoll, die Förderung von Kraftwerken, die dann Strom produzieren, wenn ihn niemand braucht, nicht.



        [1] Der doppelte Diminutiv ist beabsichtigt.