piwik no script img

Transformation und WärmegewinnungReiches Heizungsgesetz ist fatal fürs Klima

Anja Krüger

Kommentar von

Anja Krüger

Die Wirtschaftsministerin nährt selbst das Gerücht, sie sei Agentin ihrer alten Branche. Für sie könnte beim Heizen alles so bleiben, wie es ist.

Hat nur fossile Energien im Blick: Katherina Reiche (CDU), Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Foto: Michael Kappeler/dpa

E s ist nicht weniger als ein klimapolitischer Offenbarungseid und ein Verrat am Mieter:innenschutz: Der Entwurf von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) für das neue Heizungsgesetz, das Gebäudemodernisierungsgesetz, ist ein fataler Rückschritt. Geht der Entwurf der Ministerin so durch den Bundestag, wird das Heizungsgesetz der Ampel komplett entkernt. Die Regel, dass neue Heizungen zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, soll gestrichen werden.

Gas- und Ölheizungen sollen bis in alle Ewigkeit neu eingebaut und betrieben werden können. Nach jetziger Gesetzeslage müssen sie bis 2045 stillgelegt werden – bis zu dem Jahr, in dem Deutschland klimaneutral werden soll. Reiche verkauft ihre Pläne als Entscheidungsfreiheit für die Bürger:innen. Das ist absurd.

Seit ihrem Amtsantritt steht die frühere Energiemanagerin eines fossilen Konzerns unter dem Verdacht, als Ministerin ein U-Boot ihrer früheren Branche zu sein. Statt diesen Verdacht zu entkräften, nährt sie ihn auch mit diesem Gesetzentwurf. Ihre Botschaft: Eigentlich kann beim Heizen alles beim Alten bleiben. Das nützt allein der Fossile-Energien-Wirtschaft, denn sie kann ihr Geschäftsmodell länger betreiben. Bür­ge­r:in­nen und Unternehmen schadet es, weil ein Weiter-so im Heizungskeller sehr teuer für sie wird.

Das Logo der taz: Weißer Schriftzung t a z und weiße Tatze auf rotem Grund.
taz debatte

Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

Um die krasse Klimaschädlichkeit dieser Pläne zu kaschieren, plant die Regierung Vorgaben für die Beimischung grüner Brennstoffe wie Methan oder Wasserstoff bei fossilen Heizungen. Auch wenn sie oft besser als fossile Brennstoffe sind, haben diese Heizmaterialien vielfach eine schlechte Ökobilanz. Woher die nötigen Mengen kommen sollen, ist offen. Sicher ist, dass Biobrennstoffe knapp sein werden – und sehr teuer. Wenn die Industrie klimagerecht umgebaut wird, braucht sie diese Stoffe dringend.

Die aktuellen Preise sind nur der Anfang

Sie fürs Heizen zu verbrennen, so noch mehr zu verknappen und damit auch für Unternehmen zu verteuern, ist töricht. Zu glauben, dass die Vernunft von Haus­ei­gen­tü­me­r:in­nen von ganz allein für den Abschied von fossilen Heizungen sorgt, ist bestenfalls naiv. Für Ei­gen­heim­be­sit­ze­r:in­nen mögen bei der Entscheidung für eine neue Heizung die Betriebskosten eine Rolle spielen. Die Preise für Gas und Öl werden in den nächsten Jahren extrem steigen.

Katherina Reiches Weiter-so-Politik nützt allein der fossilen Energiewirtschaft

Die aktuellen Kapriolen auf den Energiemärkten aufgrund des Irankriegs sind nur ein kleiner Vorgeschmack darauf. Diese Krise zeigt, wie wichtig die rasche Abkehr von fossilen Abhängigkeiten ist, zum Beispiel durch Wärmepumpen zum Heizen. Aber es gibt Leute, die die Gefahr steigender Preise und bleibender Abhängigkeit einfach ausblenden – oder auf andere abwälzen.

Das können Vermieter:innen. Deshalb ist für Mie­te­r:in­nen das mögliche Festhalten an Gas- und Ölheizungen ein massives Problem. Der Einbau dieser Heizungen ist für Ver­mie­te­r:in­nen billiger als eine klimafreundliche Alternative. Die Kosten für das teure Gas oder Öl tragen die Mieter:innen. Auf Drängen der SPD sollen sich Vermieter:innen, die auf eine fossile Heizung setzen, an einem Teil der weiteren Kosten beteiligen. Aber von einer gerechten Aufteilung kann keine Rede sein.

Ver­mie­te­r:in­nen müssen zwar die Hälfte der Netzentgelte und des CO2-Preises zahlen. An den Ausgaben für den nach und nach steigenden Anteil an Biobrennstoffen müssen sie sich aber nicht einmal zur Hälfte beteiligen. Hier ist ihr Kostenanteil auf 30 Prozent gedeckelt. Dabei soll der Anteil der Biokraftstoffe bis 2040 bei 60 Prozent liegen – ein enormes Kostenrisiko. Ohnehin ist zu fürchten, dass Ei­gen­tü­me­r:in­nen die zusätzlichen Aufwendungen auf Mie­te­r:in­nen abwälzen. Die Regierung macht keine Anstalten, das zu verhindern.

Klimaziele als Verschiebemasse

Entlarvend ist, dass in einer irrtümlich vom Bundeswirtschaftsministerium verschickten Fassung des Entwurfs nicht 2045 als Ziel für Klimaneutralität angegeben war, sondern 2050. Ein bezeichnendes Versehen. Klimaziele sind für Ministerin Reiche Verschiebemasse. Mit dem Festhalten an Gas und Öl werden die Vorgaben für den Gebäudesektor konterkariert. Und damit auch der Plan, dass Deutschland bis 2045 klimaneutral wird. Das ist angesichts des Zustands des Planeten unverantwortlich.

Trotzdem: Es wird wohl nicht mehr lange dauern, dann wird das deutsche Klimaziel von der Regierung offensiv infrage gestellt – wie es Ministerin Reiche bereits getan hat. Spannend wird, ob die SPD dem etwas entgegensetzen oder kapitulieren wird.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Anja Krüger
Parlamentskorrespondentin
Schwerpunkte Wirtschaft- und Energiepolitik
Mehr zum Thema

80 Kommentare

 / 
  • taz: *Der Entwurf von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) für das neue Heizungsgesetz, das Gebäudemodernisierungsgesetz, ist ein fataler Rückschritt. [...] Es wird wohl nicht mehr lange dauern, dann wird das deutsche Klimaziel von der Regierung offensiv infrage gestellt – wie es Ministerin Reiche bereits getan hat.*

    Für wen macht Katherina Reiche eigentlich Politik? Nun ja, für uns Bürger und unsere Kinder und Enkel sicherlich nicht. Von uns Bürgern bekommt sie aber dennoch ein gutes Ministergehalt (aus Steuergeldern) gezahlt. Ist das nicht paradox?

    Und mit Kanzler Merz (CDU) - der die klimaschädliche Industrie und damit die Gewinne der Großaktionäre wieder nach ganz oben bringen möchte - wird es ohnehin keinen Klimaschutz geben.

  • Vermutlich tut Frau Reiche mit Ihren Anpassungen im Heizungsgesetz mehr für das Klima, die Demokratie und die Wirtschaft als ihr Vorgänger, der am Ende nur die Subventionslobby bedienen und gerne alle Gasnetze rückgebaut haben wollte.

    Umwelt- und Klimaschutz gelingt nur mit einer funktionierenden Gesellschaft und Wirtschaft. Dazu gehören eben auch funktionierende Gesetze und nicht unrealistische Planspiele. In gewissen Grenzen können Gesetze Leitplanken setzen und Schaden abwenden. Aber Gesetze können nicht die Ökonomie und die Naturgesetze aushebeln.

    Wenn Solar und Windkraft so "billig" zu haben sind, dann braucht es an dieser Stelle keine weiteren Subventionen, sondern statt dessen Investment in Netze und Speicher.

    Aber es ist sogar noch schlimmer : sobald die 20jährige Förderphase vorbei ist, sind die Anlagen (zum Beispiel die Biomassekraftwerke, die eben noch ganze Dörfer versorgt haben) unrentabel und werden abgeschaltet. Ähnliches droht bei der Windkraft, wenn die Anlagen überhaupt 20 Jahre halten, werden sie jedoch kaum länger betrieben.

    Die Energiesicherheit ist vermutlich ohne Steuermiliarden nicht zu haben, aber dann bitte wohldosiert.

    • @Leo Onlin:

      Frau Reiche tut mehr GEGEN das Klima als jeder andere Wirtschaftsminister vor ihr und die Demokratie leidet heftig unter ihrem Agieren ausschöießlich für fossile Enegrieträger. Und der Hass auf alles GRÜNE ist kein guter Ratgeber....

    • @Leo Onlin:

      Was bitte ist eine Subventionslobby?



      Woher kommt die Idee, dass Biogasnutzung ausreichend verzichtbar ist, um die Anlagen einfach abzuschalten?



      Die eigentlichen Argumente für Solar und Windkraft - immer noch nicht verstanden, aber auf jeden Fall dagegen?



      Und der Kernpunkt Ihrer Aussagen: Frau Reiche ist gut fürs Klima?



      Klar darf jeder glauben, was er will, besser ist, man informiert sich.

    • @Leo Onlin:

      Sorry, Reiche subventioniert Gaskraftwerke und garantiert Gewinne auf Kosten der privaten Haushalte. Das Klima ruiniert sie. Die Stromkosten werden durch die Decke gehen, weil Gaskraftwerke die aktuell teuerste Form der Stromerzeuging ist.

      Man könnte auch erneuerbare pushen, Speicher zeitnah genehmigen und Deutschland mit günstiger Energie versorgen und dabei die Kommunen wie die regionale Wertschöpfung substantiell stärken:

      youtu.be/fSC6jE34I...s=fDOKru2C7x497OZn

      • @Anna Bell:

        Die Realität ist aber: Selbst mit maximalem Ausbau stehen wir auf absehbare Zeit vor Dunkelflauten, Lastspitzen und einer weiterhin hohen Nachfrage nach gesicherter Leistung.

        Gaskraftwerke sind dabei keine Ideallösung, aber derzeit die einzige realistisch skalierbare Brückentechnologie, die Versorgungssicherheit gewährleisten kann. Ohne sie drohen entweder Blackouts oder noch höhere Preise durch Importe. Ideologische Reinheit ersetzt keine physikalische und ökonomische Realität.

        Dass Gaskraftwerke per se „die teuerste Form der Stromerzeugung“ seien, greift zu kurz: Entscheidend ist nicht der Durchschnittspreis, sondern der Preis in Knappheitssituationen. Genau dort stabilisieren regelbare Kraftwerke das System und verhindern extreme Preisspitzen – was private Haushalte am Ende eher schützt als schädigt.

        Erneuerbare brauchen übrigens ebenfalls massive Subventionen, Netzausbau, Redispatch-Kosten und Speicherförderung. Diese Kosten verschwinden nicht, nur weil man sie nicht thematisiert. Wenn wir Energiesicherheit wollen, kostet sie Geld – die Frage ist nicht ob, sondern wie effizient und dosiert.

        • @Zippism:

          Genau darum geht es: Die Realität zu ändern.

          • @Christine_Winterabend:

            „Die Realität zu ändern“ klingt stark, ersetzt aber keine physikalischen und systemischen Grenzen.

            Natürlich kann und soll Politik Realität verändern – etwa durch Innovation, Effizienz oder neue Infrastruktur. Aber sie kann nicht beliebig die Eigenschaften eines Energiesystems außer Kraft setzen: Strom muss jederzeit bilanziert sein, Speicher sind begrenzt, Netze haben Engpässe, und Wetter ist nicht steuerbar.

            Der entscheidende Punkt ist daher nicht ob man Realität „ändern“ will, sondern wie schnell und mit welchen Übergangstechnologien man sicher dort hinkommt. Wenn man die bestehenden Randbedingungen ignoriert, ändert man die Realität nicht – man riskiert Versorgungsprobleme und steigende Kosten.

            Kurz: Politik kann Rahmenbedingungen verändern, aber sie kann keine physikalischen Gesetze abschaffen.

            • @Zippism:

              Die Realität, von der ich spreche, ist die der Begrenztheit der Resourcen, und zwar die auf dem heutigen Stand und ich rede logischerweise nicht von der Abschaffung physikalischer Gesetze - diese Entgegnung nenne ich eher absichtsvolles Missverstehen, und über die Absichten mag ich jetzt mal nichts vermuten.



              Wer sich aber über die Grenzen der eigenen Vorstellungen hinaus bewegt, wird sehen, dass es erschließbare Ressourcen überall gibt, und zwar durchaus innerhalb der Grenzen physikalischer und anderer Naturgesetze. Auch ingnieurtechnische Errungenschaften bauen seit Jahrhunderten aufeinder auf, Rückbesinnung auf aufgegebene Wege unter den neuen Bedingugen bringt oft neue Entwicklungen. Über Energiebilanzen muss mir keiner was erzählen, ich bin selbst vom Fach. In meinem Studium durfte ich noch "lernen", dass die Sonnenenergie niemals den Energiebedarf der Wirtschaft decken wird, eine Aussage, die an so vielen Ecken falsch ist, dass sie heute unbedingt zum Erkenntnisgewinn im Unterrricht diskutiert werden sollte - wenn es denn einen umfassenden gesellschts- und naturwissenschaftlichen Unterricht überhaupt gäbe. Und was gar nicht weiter hilft ist dieses ständige "ISSO".

      • @Anna Bell:

        Die Gaskraftwerke sind als Ersatz für Kohlemeiler bitter nötig, damit bei Dunkelheit und Flaute überhaupt Strom produziert werden kann. Die können aber nicht wirtschaftlich durchproduzieren.

        Vergleichbare Subventionen zu den Erneuerbaren wären, wenn man die Nennleistung der Gaskraftwerke auch bei Nichterzeugen "virtuellen" Strom staatlich abkaufen würde. Aber diesen "Trick" haben Wind und Sonne exklusiv, jedenfalls jeden Sonntag, wenn die Sonne scheint und Strom verschenkt (oder mit negativen Preis versehen) werden muss.

        Speicher sind fromme Wünsche, die nötig, aber nie ausreichend sein werden.

  • Die ganze Debatte scheint von allen Seiten mittlerweile sehr ideologisch aufgeladen.



    Lasst die Leute doch einfach selber entscheiden, viele kommen ja von selber drauf, dass Wärmepunmpen in vielen Fällen kostengünstiger sind. Und wer es selber nicht mekt, sieht es dann halt beim Nachbarn, und denkt vielleicht um.



    So einen grossen Einfluss auf das Weltklima haben 20% mehr oder weniger Wärmepunmpen in Deutschland dann auch nicht. Insbesondere, wenn der Preis dafür vielleicht ist, ob die AfD die nächste Regierung stellt oder nicht.

    • @T-Rom:

      Als Eigenheimbesitzer:in entscheidet wan sich natürlich für die Wärmepumpe (auch wenn Anschaffung und Installation in Deutschland unnötig teuer sind). Die Mietwohnungen (um die 50% der Bürger:innen) sind das Problem, um das es hier geht.



      Zudem geht es Frau Reiche womöglich um den Werterhalt ihres Portfolios und ihre zukünftigen Beschäftigungschancen bei den Fossilkonzernen (oder in der Vermieterbranche?) Korruption der CDU ist ein (!) Argument, um das Original statt die Union zu wählen. Eine der Korruption unverdächtige Partei könnte der AgD auch viel mehr entgegensetzen.



      Davon abgesehen gibt es die Lücke in der Argumentation des Artikels, dass die Klimaziele und CO2-Bepreisung auf EU-Ebene auch abgeräumt werden können. Ich bin überzeugt, dass hier die EVP-Granden in Kommission und Parlament ebenfalls schon in den Startlöchern stehen.

  • Die vorige Regierung hat den Fehler gemacht, dass sie möglichst schnelle Ergebnisse wollte - egal ob wirtschaftlich oder nicht.



    So kam der einseitige Fokus auf Heiztechnik.

    Im Regelfall ist es aber vernünftiger, erst einmal die Gebäudehülle zu verbessern, um danach eine bessere Heizanlage für die - deutlich gesunkene - Heizlast einzubauen. Eine gut ausgeführte (!) Wärmedämmung lebt auch weit länger (Dach + Fassade ca. 80 Jahre, Kellerdecke viel länger) als eine Wärmepumpe (i. d. R. ca. 15-25 Jahre).

    Und eine Wärmedämmung oder neue Fenster setze ich vorzugsweise dann ein, wenn alte Teile hin sind oder sowieso schon ein Gerüst am Haus steht.

    Im Übrigen haben wir gar nicht die Handwerkskapazität, um bis 2050 CO2-neutral zu werden: 3 Mrd. m² Wohnfläche zu verbessern kostet ca. 1.500 - 3.000 Mrd. EUR, Umsatz des Ausbaugewerbes ca. 90 Mrd. EUR p.a.



    Schlaue Minister wissen das, sitzen weiter auf ihrem lahmen Pferd und schreien ermunternd yippie!

    Die Biogasquote bekommen wir übrigens mangels Landwirtschaftsflächen nur mit Importen hin, was das Erdgas verteuern dürfte. Insofern ist die geplante Änderung des GEG überhaupt nicht so absurd, wie es den ersten Anschein haben mag.

  • Richtig teuer wird es mit der Fernwärme, so ehrlich sagt das auch keiner, nicht mal vom Mieterbund hört man was dazu.



    Das "Schöne" daran ist, dass selbst ein unsanierter Altbau mit hohem Energieverbrauch damit einfach "auf grünen Kurs" gebracht wird.



    Und dagegen kann sich kein Mieter wehren, dafür hat did Politik schon gesorgt.

    • @Quantensprung:

      Ja, auch dazu gehören eigentlich Regelungen in das Heizungsgesetz. Fernwärm ist nicht nur effektiv, sondern auch vorteilhaft in Systemen mit Speicherung von temporätren Überschüssen bei der Energierzeugung. Der derzeitige Umgang mit Fernwärmepreisen ist tatsächlich sowohl fragwürdig als auch regelungsbedürftig. Und auch da fehlt ja der Einfluss auf die Art der Energieerzeugung.

  • Kennen Sie die Geschichte des Schachcomputers von 1770 - wo eine sehr-kleine-Person in einem Kasten die Schachwelt in Erstaunen versetzte?



    Vielleicht geht es Ihnen ähnlich - aber Frau Reiche macht einen automatenhaften Eindruck, nicht? Warum spricht sie so abgehackt, bauchrednerhaft, - als müsse sie ihre Texte vom Textlaufband ihrer Kontaktlinsen ablesen? Oder wurde ihr Implantat gehackt? Steht ein Update im Ministerium an?

    Man steckt nicht drin – was steckt in ihr? Ein fossiler Incubus?

    Sie saß – Sie erinnern sich(?) – neben handverlesenen Fachleuten des BMWE - in der Bundespressekonferenz. Und während diese, ihre Leute eindeutig die Leistungen der Ampel empfahlen fortzusetzen – erzählt Frau Reiche direkt im Anschluss das strikte Gegenteil. Ein Gaslight-Effekt? Wie nennt man eine Kunstfigur, die getrieben ist - aber freiwillig?



    Mangels eigener Erkenntnistiefe müssen klandestin die Habeck´schen Ideen umetikettiert werden – und vormals dringend eingesetztes Kapital wird der Zukunft des Landes entzogen, veruntreut.



    Wo bleibt der Regress gegen stümperhaftes Regieren?

    • @Pas fute-fute!:

      Man nennt das Marionette. Wenn da mehrere dran ziehen, sieht das halt schlacksig aus.

  • "Reiche verkauft ihre Pläne als Entscheidungsfreiheit für die Bürger:innen".



    Es steht auch jedem Bürger frei von der Klippe zu springen. Das würde das Ende der Menschheit definitiv beschleunigen. Dem Planeten ist das ehe egal.

  • Irgendwie fällt mir bei der Politik von Fr. Reiche..und neuerdings auch bei so manchen Kommentaren, der Satz von Max Planck ein. Warum nur.??







    -> „Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, daß ihre Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.“

    de.wikipedia.org/w...lancksches_Prinzip

    • @Wunderwelt:

      Hier geht es allerdings nicht um bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern um schlichtes Nachrechnen und die Analyse der Versorgungssicherheit. Wir erzeugen nicht genügend erneuerbare Energien um Deutschland versorgen zu können. Es gibt keine technisch machbare und wirtschaftliche Speichertechnik um die zur Versorgungssicherheit notwendigen Energien auch nur zu einem Promilleanteil speichern zu können. Eine Erhöhung des Stromverbrauchs durch mehr E-Autos und Wärmepumpen verschlimmert das Problem noch. Alles keine Hexerei. Ich bin absolut dafür Deutschland möglichst energieautark zu machen, dafür brauchen wir allerdings eine rationale, auf wissenschaftlicher Basis und nicht auf Wunschdenken und Realitätsverweigerung beruhende Strategie. Es handelt sich vorwiegend um ein technisches Problem, hier müsste also die Forschung massiv gefördert werden, und auch start-ups usw. Die Fridays for Future Demonstranten sollten sich lieber mit Physik und Chemie (in der Schule?) beschäftigen, damit könnten sie längerfristig ihrem Anliegen mehr dienen als durch unrealistische Forderungen.

      • @Gerald Müller:

        Unterfüttern Sie ihre haltlosen Behauptungen mal mit Zahlen bitte oder wollen Sie einfach nur Atomkraftwerke ?

  • "Die aktuellen Preise sind nur der Anfang"



    Das gilt auch für Strompreise.



    "Aber es gibt Leute, die die Gefahr steigender Preise... einfach ausblenden – oder auf andere abwälzen."



    Stimmt.



    Das Kostenargument ist schlicht unredlich, solange es einseitig dargestellt wird.

    • @sollndas:

      Der Strompreis steigt aber nicht in dem Maße wie der Gaspreise. Selbst wenn: Eine Wärmepumpe verbraucht bei weiten nicht so viel Energie wie eine Gasheizung. Selbst wenn also die Wärmepumpe ihren Strom nur aus Gas hätte (was sie faktisch nicht hat) wäre sie günstiger. Aber vor allem: der Strom muss nicht aus fossilen Brennstoffen kommen. Wenn die Speicherkapazität und die Netze ausgebaut sind, braucht es die fossile Energie nicht mehr, außer eben für Gasheizung, Verbrenner. Katharina Reiche sichert ihrer Branche ganz offensichtlich gerade die langfristige Zukunft, indem sie dafür sorgt, dass weiterhin fossile Infrastruktur genutzt und entsprechend gebaut wird. Daran kann es überhaupt keinen vernünftigen Zweifel geben.

      • @Core Persephone:

        "Der Strompreis steigt aber nicht in dem Maße wie der Gaspreise."



        Abwarten.



        Sie haben den bei Sonne-Wind-Fans üblichen blinden Fleck: Die Speicherkosten.



        Es sind Speicher erforderlich, die bei ca. 5 Vollzyklen im Jahr noch wirtschaftlich arbeiten. Bitte überlegen Sie mal, wie solche zu realisieren wären.

  • "...dass neue Heizungen zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen..."



    Das ist mit Wärmepumpen gar nicht möglich. Ich komme da auf allenfalls 30 %. Der Strom für die Wärmepumpen muss ja erst mal erzeugt werden.



    Jeder Holzofen ist besser.

    • @sollndas:

      "Der Strom für die Wärmepumpen muss ja erst mal erzeugt werden." Dass das nicht auf ökologisch verantwortungsvolle Weise geschehen kann, daran arbeitet Frau Reiche ja auch ganz aktiv.



      "Jeder Holzofen ist besser" - Quatsch! Der Wirkungsgrad ist viel zu gering, die gesundheitlichen Folgen dank Feinstaub verheerend, das großflächige Abholzen halbwegs intakter CO2-Senken für deutsche Pellets Wahnsinn. Es braucht Jahrzehnte der Aufforstung, die häufig genug unterbleibt, um die Schäden der Förderung von Holzheizungen in Deutschland wieder auszugleichen. Und dann reden wir noch nicht über die Bodenschäden und die Folgen für die Biodiversität.

    • @sollndas:

      Wie kommen Sie auf 30%?

      • @Anna Bell:

        Habe ich oben geschrieben: Weil der Strom für die Wärmepumpen erst mal gemacht werden muss.

        • @sollndas:

          Na dann: Selbst im aktuellen Strommix haben sie 60% Erneuerbare. Das heisst schon heute hätten sie sie Quote praktisch erfüllt, ohne eigene Solaranlage noch Ökostromanbieter.

          • @Anna Bell:

            "...im aktuellen Strommix...."



            Schon falsch. Physikalisch korrekt müssen Sie mit Grenzstrom (Marginalstom) rechnen. Jeder zusätzliche Verbraucher verschlechtert den Strommix.

    • @sollndas:

      Das stimmt natürlich. Aber für viele ist das schon zu kompliziert. Einfacher ist da ein Feindbild – wie Reiche oder Habeck.

  • "Reiches Heizungsgesetz ist fatal fürs Klima" - dieser Satz ist purer Populismus. Dass, was wir hier für viel Geld einsparen, hauen andere Länder mehrfach wieder raus.



    Ehrlich wäre, zu sagen, dass es für das Klima total egal ist, was wir hier in D an Einsparzielen haben.

    • @Otto Mohl:

      Deutschland als Teil der EU - und dort ursprünglich mal Vorreiter - hat ganz immensen Einfluss. Und es sagt ja auch niemand, dass es mit dem Erreichen der CO2-Einsparziele geschafft wäre, denn in unserem Lebensstil (elektronischer und materieller (bevorzugt Pastik-) Schrott plus AUTOS *sabber) ist ja eine Unmenge weiteres CO2 verbaut, das wir importieren. Die Wirkung, die Deutschland entfalten könnte ist mit Blick darauf also nochmal größer.

  • Vorweg, zur Einordung meines Kommentars, ich bin Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Berufserfahrung aus der universitären Forschung welche an Energie und Klima-Themen angrenzt.



    (Ladetechnik)

    Nein, Reiches Heizungsgesetzt ist nicht "fatal" die Konzentration der Klimaschutz-Diskussion auf Heizungen ist grob irreführend.

    Ich würde sogar von "Ablenkungsdiskussion" sprechen, von "Klimaschutz-Folklore" und weniger von wirksamen Klimaschutz.

    Was ich meine wird deutlich wenn man die Quellen von Klimagasen in Deutschland in CO2-Äquivalenten auflistet.



    (Stand vor-Corona antilig leicht gerundet)

    Energiewirtschaft = 35% (Stromerzeugung)



    Industrie = 20% (viel davon Stahlproduktion)



    Verkehr = 20% (Verbrennungsmotoren)



    Landwirtschaft = 10% (mit "Sonstiges" wir Moore und Mülldeponien)



    Wohngebäude = 10% (Öl und Gasheizungen)



    Gewerbegebäude = 5% (Heizungen in Büros und Läden etc.)

    Die wichtigsten Maßnahmen heute sind:



    a.) Kohleausstieg bei Strom und Industrie



    --> Einsparpotential ca. 20% alle Emisionen



    b.) Verkehrswende

    Klimaschutz bei Wohngebäuden sind nur einstellige Prozent Einsparpotential (3% bis 8%).



    Aber zu enormen Kosten, nur 25.000,-€ pro Wohngebäude Invest sind 500 Milliarden €.

    • @Jörg Heinrich:

      "Wohngebäude = 10% + Gewerbegebäude 5%" vor Corona der Anteil ist mittlerweile (Daten für das Jahr 2021), vermutlich auch durch CO2-Vermeidung bei Stromerzeugung etwas gestiegen. 2021 ist Raumwärme 147 Mio Tonnen [1] gegenüber gesamt 678 Mio Tonnen [2]. 147 / 678 = 21%. Lasse mich aber gerne korrigieren, falls ich etwas übersehen habe.

      [1] de.statista.com/in...wendungsbereichen/



      [2] www.volker-quaschn...990-2025/index.php

      • @koretsu:

        Die prozentuale Verteilung dürfe sich kaum verändert haben.

        Ja, der Anteil der Erneuerbaren ist seit 2019 leicht gestiegen.

        Aber eben nur leicht.

        Und seit 2019 ist der Anteil der Kohleverstrohmung an den verbleibenden "Fossilen" wider leicht gestiegen.

        Und auch die Emsionnen der Heizungen sinken, langsam aber stetigt.

        P.S.:

        Der Gesamtanteil der Privat-Haushalte an ALLEN Emissionen liegt bei rund 1/3 !

        Das ist was meist ausgeblendet wird.

        Denn immer nur über Privathaushalte zu sprechen wenn es um Klimaschutz geht ist für die Politk und die Wirtschaft sehr sehr "bequem".

        • @Jörg Heinrich:

          Nun ja, aber mit 21% (siehe meine vorheriger Kommentar) bei Gebäudeenergie (da ist wohlgemerkt auch Heizen von Gewerbegebäuden drin) käme ich schon an Ihre 20% bei Kohleverstromungsausstieg. Heizen ist schon ein Segment, an dem sich zu arbeiten lohnt (genauso wie Kohleverstromung natürlich). Insbesondere auch strategisch in Hinblick darin, dass Heizenergie aus idR importierten Energieträgern kommt.

    • @Jörg Heinrich:

      auf 20Mio Wohngebäuden, wenn Adam Riese mich nicht täuscht. Je 4 Einwohner pro Häuschen - kommt so nicht hin. Aber ja, es sollte und muss auch nicht so viel kosten, selbst ohne Förderung und einschließlich notwendiger Baumaßnahmen. Wer es nicht versucht, der kriegt auch niemals mehr Effektivität hin. Und ich will hab auch gar nicht vor, mit den Stahlkonzernen um die Wette zu sparen, sondern für meine Kinder.

      • @Christine_Winterabend:

        Btr. Zitat:

        "auf 20Mio Wohngebäuden, wenn Adam Riese mich nicht täuscht. Je 4 Einwohner pro Häuschen - kommt so nicht hin"

        Antwort: Amtliche Statistik:

        Es gibt in Deutschland 19,7 Millionen Wohngebäude mit 43,8 Millionen Wohnungen.

        Anmerkung:



        Ich nenne nie Zahlen ohne vorher die Einschlägigen Fakten sehr genau durchgesehen zu haben.

        • @Jörg Heinrich:

          Selbst wenn die Wohnungen alle intakt und von je 2 Leutchen bewohnt sein sollten (in der Stadt, wo ich wohne, gibt es Häuser mit hunderten von Wohnungen, beträchtlichen Leerstand und noch ganz andere Erscheinungen):



          Dass der Umstieg auf erneuerbare Heizenergie je eine Wärmepumpe auf 43 Mio Wohnungen samt Bauanpassungen fällig ist, ist ein äußerst unrealistische Annahme, die entsprechend unrealistische Zahlen produziert. Mal abgesehen davon, dass es schon eine ganze Menge Wärmepumpen gibt, die bei Statista aber hinter der Bezahlschranke verborgen liegt.



          Außerdem gibt es noch andere Möglichkeiten, mit erneuerbaren Energien zu heizen, z. B. Biogas, das in kleinen Kommunen mit zentrler Wärmeversorgung an vielen Stellen gut funktioniert, was hoffentlich nicht auch noch mit Scheinargumenten geplättet wird, weil die genossenschaftliche Organisation den Energiekonzernen nicht passt....

    • @Jörg Heinrich:

      Danke für die deutlichen Zahlen: Mit Kohleausstieg und Verkehrswende würden wir mehr für den Klimaschutz erreichen.

      • @Benzo:

        Sehr viel mehr mit sehr viel geringern Kosten soweit es den Kohleausstieg betrifft.

        Eine Verkehrswende könnte ähnlich teuer werden.

        Aber eine Verkehrswende welche die den Schienenverkehr in Deutschland "repariert" wäre auch ein Gewinn für Wirtschaft und Lebensqualtität durch schnelles bequemes reisen mit Bahn und Schienennahverkehr.

      • @Benzo:

        Nein, LNG-Gas ist aktuell schädlicher als Kohle. Entsprechend wäre ein Umstieg von Kohle auf Gas nur (etwas) sinnvoll, wenn das Gas relativ direkt über Pipelines käme, es keine Lecks mit Austritten gäbe usw. Das ist derzeit nicht der Fall, vor allem nicht bei amerikanischen gefrackten Gas.

        • @Core Persephone:

          Btr. Zitat:

          "Nein, LNG-Gas ist aktuell schädlicher als Kohle."

          Mit Verlaub -- das dürfte kaum stimmen.

          Dafür müsste der "Schwund" durch Lecks über 13% liegen.

          Ein solcher Schwund wären Milliarden-Verluste für die Energieindustrie -- das ist Unsinn.

          Einfache Rechnung.

          Die drekten Emessionen von Kohle liegen bei knapp 400g CO2 /kWh Brennwert.



          Gas sehr genau 200g CO2 / Brennwert.

          Macht eien Unterschied von 200g CO2 / kWh.

          Die Energiedichte von Methan liegt bei 15,4 kWh /kg

          oder 65g Methan (aktiver Teil Erdgas) = 1kWh Brennwert.

          Die Klimawirkung von Methan liegt Faktor 20 über CO2.

          Somit entsprechen 200g CO2 Emissionen 10g Methan Emissionen.

          Somit müsten 10g "Schwund" aus Lecks auf 65g gelierferts Erdgas (bzw. Methan anteil) kommen gleich Klimaschändlich zu sein.

          Das sind gut 13% "Schwund".

          P.S.:

          Kohle-Förderung, vor allem aus Steinkohlebergwerken ist immer mit Methan-Emissionen verbunden.



          Grubengas ist zu erheblichen Teilen Methan und das Ablassen in die Athmospähre technisch alternativlos siehe Begriff "Bewetterung" in der Berkwerksfachterminologie (z.B. bei Wikipedia).

          • @Jörg Heinrich:

            Ja, es gibt immer viele, viele, viele Argumente, und es ist auch nicht dumm, nachzudenken, bevor die Gartenlaube entrümpelt wird. Aber irgendwie sind die größten Bedenkenträger immer die, die keine Lust haben anzufassen. Aber wenn man was hinkriegen muss, geht das nicht, ohne ernsthaft anzufangen. Dass man auf dem Weg zum Ziel weiter lernen und planen muss, ist normal. Und je mehr Teilnehmer lernfähig sind, desto besser.

    • @Jörg Heinrich:

      @Jörg Heinrich



      Alls unschön & selbstverständlich nicht gut. Zur Verkehrswende - wurden da auch bei Ihren interessanten Ausführungen, der enorme CO2 Ausstoß des internationalen Flugverkehrs von ca. 5% und deren übermässigen Einfluss auf den Klimawandel, aufgrund des Ausstoß in sensiblen Luftschichten, berücksichtigt ?

  • Schon lustig wie unterschiedlich Frau Reiche gesehen wird. Hier in mehreren Artikeln absolut negativ. Bei der Welt gab es Schulnote 1. Da schließe ich mich gerne der Welt an.

    • @AmArschderHeide:

      @AmArschderHeide



      Hey, dann haben Sie sicherlich auch den Artikel von Harald Martenstein : " Wir sind in die Hände von Plünderern gefallen " gelesen...

  • Gestern sagte ein MdB in seiner Rede, Frau Reiche scheue die Erneuerbaren wie ein Vampir das Sonnenlicht.



    Selten so einen passenden Vergleich gesehen....

    • @Erfahrungssammler:

      @ Erfahrungssammler



      Tjaaaa, was dem einem sein Blut, sind den anderen Skrupellosen, die Unternehmen der fossilen Energieerzeugung...

  • Der Punkt ist, dass die CDU überspitzt formuliert, keine Wirtschaftskompetenz besitzt, zumindest nicht in Form von Frau Reiche.



    Das von ihrem Haus in Auftrag gegebene Gutachten zur "Wertschöpfung durch erneuerbare Energien" belegt ziemlich eindeutig, wie erfolgreiche Wirtschaftspolitik aussehen könnte und wie Handwerk, Industrie, Kommunen und Länder davon profitieren und gleichzeitig Energiepreise gesenkt werden können.



    Könnte man jetzt mal Frau Reiche fragen, warum das ignoriert wird.

    www.ioew.de/news/a...is-2033-verdoppeln

    • @Anna Bell:

      Danke für diese Info und die Erinnerung an die Energietage im Mai 2025. Das illustriert noch einmal, wie Frau Reiche mit ihrer Aufgabe, ihrem Ministerium und letztendlich mit der Zukunft unserer Wirtschaft und unserer Kommunen umgeht - entgegen ihrem Amtseid.

  • In unserer Gemeinde liegt Fernwärme seit ca 50 Jahren. Die war und ist immer noch ca 30 bis 50 Prozent teurer als Öl und Gas. Bis das Verhältnis kippt, wird es bei aktuellen Plänen der CO2 Bepreisung noch sehr sehr lange bei Bestandsanlagen, also praktisch bei allen, billiger bleiben. Es ist also Populismus pur, eine Beteiligung der Vermieter an den Kosten zu verlangen. Keiner baut mehr fossile Heizungen im Neubau ein. WP im Bestand einbauen ist nochmal eine andere Geschichte. Für Vermieter ü50 kaum lohnend.



    Bleibt das Klima. Das mögen andere berechnen. Aber bitte ehrlich davon ausgehen, dass auch in 15 Jahren unser Strom im Winter zu großen Teilen durch Verbrennung erzeugt wird. Kohle, Gas, Biomasse. Alles ähnlich schlecht wegen CO2 Ausstoß.

    • @naichweissnicht:

      Fernwärme muss dauerhaft teurer sein als lokale Wärmepumpen.

      Der technische Grund dafür liegt darin, dass Fernwärmenetze die Vorlauftemperatur im Regelfall am schlechtest gedämmten Haus im ganzen Netz orientieren (müssen). Dadurch entstehen Vorlauftemperaturen, die weit über den Vorlauftemperaturen in einem gut gedämmten Haus mit großen Heizflächen (z. B. große Heizkörper oder Fußbodenheizung) liegen. Da eine Wärmepumpe effizienter läuft, je geringer die Temperatur ist, die sie erzeugen muss, hat CO2-arme Fernwärme bei heutigen Konditionen bereits im Startloch verloren.

      Auch die höhere Effizienz großer Wärmepumpen kann diesen Nachteil gegenüber lokalen Wärmepumpen für energetisch gute Häuser nicht wettmachen.

      Lösungsmöglichkeiten:



      + kalte Nahwärme: Das Fernwärmenetz bietet eine allgemein niedrigere Temperatur; wer mehr braucht, muss sich selbst kümmern.



      + Bessere Wärmedämmung und größere Heizflächen.

      Aber:



      + Kaum ein Mietspiegel honoriert die energetische Qualität von gut gedämmten und beheizten Häusern angemessen.



      + Oft beschweren sich Nachbarn über Wärmepumpen.



      + Ist die Wärmepumpe hin, ist die Förderung bei null.



      + Und als Krönung kommen Denkmalschutz und Milieuschutz.

    • @naichweissnicht:

      Der Umgang mit den Fernwärmepreisen inklusive der der Unsitte, Investitionen für unübersichtliche zukünftige Angebote der gerade im Zugriff befindlichen Mietergruppe aufzudrücken - das ist tatsächlich auch ziemlich fragwürdig. Es scheint verlockend, dass es um viele Mieter, große Summen und fehlende Transparenz geht - sozusagen Bulk-Abzocke. Und auch da fehlt ja der Einfluss auf die Art der Energieerzeugung.

  • Das deutsche Heizungsgesetz würde bis 2050 nur etwa 0,06 % der weltweit erwarteten kumulierten CO₂-Emissionen einsparen – unter der Annahme, dass der weltweite CO₂-Ausstoß bis 2050 zurückgeht.

    Wir können also damit bis 2050 etwa 0,5 Milliarden Tonnen CO₂ Äquivalente einsparen - bei geschätzten Gesamtkosten von rund 250 Milliarden Euro!

    Mit diesem Geld kann man deutlich kosteneffizientere Klimaschutzmaßnahmen finanzieren.

    Vielleicht sind wir Frau Reiche eines Tages dankbar...

    • @Benzo:

      Was verstehen Sie denn unter kumulierte Emissionen? Die Emissionen der vergangenen 200 Jahre? Daran gemessen ist jede Einsparung gering.

      • @Francesco:

        „Kumulierte Emissionen“ : die Menge an CO2, die von heute bis 2050 noch in die Luft geblasen wird.

        Dem kann man gegenüberstellen, wie viel CO2 durch das Heizungsgesetz eingespart werden kann. Beim Heizungsgesetz ist das gar nicht so viel. Andere Maßnahmen könnten wesentlich effektiver sein. Auf diese würde ich setzen.

    • @Benzo:

      kurze info....die treppe haben sie vergessen.....also wasserstoff, den wir gar nicht haben.



      zweite info......sie meinen dass fossile also eine günstige art zu heizen sind? gerade in der zukunft, gerade mit dem was wir aus dem urkaine-kreig und dem irankrigg lernen?



      sie finden es gut, wenn die werstschöpfung aus fossilen kriege und diktaturen finanziert?

      und was soll bitte das argument....das macht kaum was aus......??? sie fangen nie an? das pariser abkommen gilt nicht nur für uns!

      • @Helge Schneider:

        Kurze info: Unsere Gesellschaft hat nicht unendlich viel Geld, um Klimaschutz zu finanzieren.

        Zweite info: Ich würde mit den Maßnahmen anfangen, die mit wenig Mitteln bereits sehr viel bewirken. Also nicht beim Heizungsgesetzt.

        • @Benzo:

          Sind es denn viele zusätzliche Mittel, die eingesetzt werden müssen, wenn bei der Erneuerung einer Heizung eine Wärmepumpe eingebaut wird statt einer Gasbrennwertheizung?

    • @Benzo:

      a) Woher stammen diese Zahlen?



      b) Dass ein „Weiter so“ die Abhängigkeit von den Trumps, Putins oder sonstigen Diktaturen und Autokratien fördert, müsste selbst der Letzte inzwischen begriffen haben.



      c) Reiche und ihrem Chef ist der Klimawandel doch „scheissegal.“ Es geht doch nur noch darum, einigen wenigen Konzernen in möglichst lange hohe Gewinne zu sichern.

      • @Flix:

        a) Das kann jeder relativ schnell überschlagen und nachrechnen. Die dafür nötigen Quellen sind öffentlich. Bei Bedarf kann ich sie gerne hier posten.

        b) Sehe ich genauso. Gerade deshalb sollten wir die finanziellen Mittel, die wir haben, nicht verplempern, sondern dort einsetzen, wo sie den größten Hebel haben - fürs Klima und für weniger Abhängigkeiten.

        c) Ich habe keine Ahnung, was Reiche wirklich denkt. Mir ist nur wichtig, dass wir in solchen Diskussionen aus dem Modus „mittelalterliche Hatz“ rauskommen.

      • @Flix:

        Bei Konzernen gibt es kein "Gut" oder "Böse", bei Konzernen geht es darum Geld zu verdienen und nicht darum die Welt zu retten. PV-Anlagen sind sehr kleinteilig, sehr oft von Privatpersonen mit geeigneten Dächern/Freiflächen, hingegen sind Windkraftanlagen der Spielplatz von Konzernen und Investoren. Deren Investitionen + Gewinn waren durch die Planwirtschaft EEG für 20 Jahre idiotensicher abgesichert, egal ob man den Strom nutzen kann oder nicht. Hier hat die wirkliche Subventionierung von Großkonzernen und Investoren ohne Limit stattgefunden.

      • @Flix:

        Woher das kommt ist doch egal, hauptsache wir haben es! Ohne geht halt nicht

    • @Benzo:

      Dankbar? Wofür? Für die erneute, fortdauernde Abhängigkeiten von anderen Staaten? Von der enormen Verteuerung der Brennstoffe?



      Diese Einstellung, dass es sowieso nichts nützt wenn Deutschland das allein machen würde, nur als Verantwortungslosigkeit definieren.



      a) Die Bundesrepublik gibt ein Beispiel und das sollte positiv sein - denn es hat Folgen, positiv oder eben negativ.



      b) Überall finden Schlägereien statt, lassen wir das also zu und kümmern uns nicht darum?



      c) Ladendiebstahl ist ein gängiges Delikt - lassen wir es zu, weil es sowieso geschieht?



      d) Gewalt gegen Frauen! Kein Problem, das machen ja andere auch?



      Vorsintflutlich.....

      • @Perkele:

        Dem Klimaschutz sind positive deutsche Beispiele völlig egal. Moral ist dem Klimaschutz ebenfalls egal.

        Entscheidend ist: Mit welchen vertretbaren Mitteln erreichen wir am meisten?

        Leider stellen wir uns diese entscheidenede Frage kaum noch.

        • @Benzo:

          Dem Klimaschutz mag das egal sein, den Menschen die unter den extremen Klimaentwicklungen betroffen sind ist es nicht egal Und ob wir als eine der führenden Industrienationen mit gutem oder schlechtem Beispiel dastehen, dann ist es eben NICHT egal. Alles andere ist verantwortungslos.

    • @Benzo:

      Reflexhaft auf China zeigen (hier im Kommentar nur indirekt, aber die Richtung ist klar) geht immer, denn da leben mehr Leute. Daraus folgt dann grundsätzlich, dass Deutschland weiterhin Gas verbrennen möge und Schummeldiesel bauen soll. Funktioniert übrigens in allen Volkswirtschaften dieser Erde außer China und USA, und das sind dann doch etwas mehr als nur 0,06%.

      „Mit diesem Geld kann man deutlich kosteneffizientere Klimaschutzmaßnahmen finanzieren.“ Bedeutet was? Wo finanziert die Regierung deutlich kosteneffizientere Klimaschutzmaßnahmen? Hocheffiziente Verbrenner vermutlich

      • @derzwerg:

        Schauen Sie sich zum Beispiel als Inspiration diese IPCC Zusammenfassung an:

        www.ipcc.ch/report...source=chatgpt.com

        Viele Klimaschutzmaßnahmen sparen CO deutlich günstiger als das Heizungsgesetz.

        Besonders günstig sind meist: Solar/Wind, Energieeffizienz, Methanreduktion, Waldschutz und Abfallvermeidung.

        • @Benzo:

          Danke, wenigstens ein paar vage Vorschläge (eher Ziele). Methanreduktion und Energieeffizienz laufen vermutlich in der einen oder anderen Weise aufs Heizungsgesetz hinaus.

    • @Benzo:

      Und wieder ein Beitrag mit bekannten Klimaleugnernarrativen: Man nehme groß Räume (weltweiter C02-Ausstoß) und setze den ins Verhältnis zu Einsparungen eines kleinen Bereichs (Heizungen in Deutschland), behauptet dann, das wäre mit großen Gesamtkosten verbunden (250M kummuliert auf 24 Jahre), was eigentlich Investitionen sind.



      Und das ganze natürlich ohne irgendeinen Beleg.

      • @Anna Bell:

        Das mit dem "Klimaleugnernarrativ" ist jetzt Unsinn. Der Klimawandel ist ein globales Problem und kann wirksam nur global bekämpft werden. Die CO2 Emissionen müssen runter, ohne Zweifel. Daher ist schon befremdlich wenn sich jetzt jeder an dem Heizungsgesetz aufhängt. Die Wirkung für das Klima ist da tatsächlich eher gering. Es gibt Bereiche, da ließe sich mehr einsparen. Was die Kosten betrifft, da srimme ich zu: es sind Investitionen, keine Kosten.

        • @charly_paganini:

          Nein, es ist bekannte Strategie künstlich Kosten möglichst groß erscheinen zu lassen, in dem man über lange Zeiträume bilanziert und dabei Beträge zusammenrechnet, die nicht zusammen gehören (Kosten für die Erneuerung der Heizung, die sowieso fällig geworden wäre + die Mehrkosten für eine Wärmepumpe) .



          Und das ist unabhängig davon der Diskyssion, ob man das Geld woanders effizienter einsetzen könnte. Dazu muss man ja erstmal verlässliche und nachvollziehbare Zahlen haben.

      • @Anna Bell:

        Und wieder jemand, der liest, was er lesen möchte.



        Mein Punkt: Die Kosten des aktuellen Heizungsgesetzes könnten an anderer Stelle effizienter für den Klimaschutz eingesetzt werden. That’s it.

        • @Benzo:

          Die ca. 150 Milliarden € die wir jährlich für fossile Energie UND deren Subventionen ausgeben auch.

  • Die Eidesformel des deutschen Bundespräsidenten, Bundeskanzlers und der Bundesminister nach Art. 56 GG (und Art. 64 GG) lautet:



    „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde."



    Wozu ist dieser Schwur bei Amtseintritt eigentlich gut? Kann man das in einem demokratischen Staat von "seinen" Politikern eigentlich auch einfordern? Und wenn sich jemand nicht an die Verfassung und geichrangige Urteile des Bundesverfassungsgerichts hält, wie im Fall des Klimaschutzes, sollte es da nicht Konsequenzen geben?

    • @Christine_Winterabend:

      Die Frage ist gut. Das sähe auch nach Konsequenzen für weiter Minister aus der derzeitigen Regierung aus.

      • @pesetenpaule:

        Da schließe ich mich an..und möchte noch auf den folgenden Rechstgrundsatz verweisen:

        -> *Unwissenheit schützt vor Strafe nicht*







        ..wird wirklich Zeit unsere PolitikerInnen mehr auf ihren Amtseid hin, in die Vetantwortung zu nehmen..

  • "Spannend" (ob die SPD dem etwas entgegensetzen oder kapitulieren wird)



    finde ich das überhaupt nicht!



    Eher "niederschmetternd" und "jede Hoffnung zerschlagend" ist die momentane spd Politik. Besonders für meine Kinder.



    Reiche ist böse.



    Das Volk ist dumm.



    Die Welt geht kaputt.



    Die nächste kapitalistische Regierung mit Sicherheit noch schlimmer.



    Ethikfrei? Kein Spass dabei.