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CDU nach Sachsen-Anhalt Hilfloses Herumirren

Anna Lehmann

Kommentar von

Anna Lehmann

Das Gebaren der Christdemokraten und von Friedrich Merz macht fassungslos. Die AfD kommt ihrem Ziel, die Kanzlerpartei zu zerstören, näher.

N ach Sachsen-Anhalt zu schauen, tut weh. Es tat weh, in dieser Woche zu beobachten, wie der Magdeburger Landtag den Kandidaten einer gesichert rechtsextremen Partei zu seinem Präsidenten wählte; es tat weh, zu verfolgen, wie der rechtsextreme Ideologe und Vordenker eines Regierungsprogramms, welches vor völkisch-nationalen Phrasen nur so strotzt – „deutsche Identität fördern, Verewigung eines Schuldkomplexes beenden, Geld für antideutsche Kultur streichen“ – glatt zu seinem Vizepräsidenten gewählt wurde.

Und das alles, obwohl die AfD im Landtag (noch) keine absolute Mehrheit hat. Aber fast noch mehr schmerzt es, der sachsen-anhaltischen CDU dabei zuzusehen, wie sie im Zeitraffer zerfällt. Sie ist eine Partei, die ihren Kompass verloren hat und dem Untergang entgegentrudelt.

Diese unstete Ratlosigkeit, dieses hilflose Herumirren, der unübersehbare Autoritätsverlust des Führungspersonals sind beileibe nicht nur die Probleme eines kleinen Landesverbands. Der CDU fehlt insgesamt eine Strategie im Umgang mit einer autoritär-rechtspopulistischen Partei wie der AfD. Das zeigt sich lokal und überregional.

Es gibt starke Anzeichen, die darauf hindeuten, dass in Sachsen-Anhalt einzelne CDUler die Rechtsextremen in geheimer Wahl mitgewählt haben. Der CDU-Kandidat wurde jedenfalls auch mit Stimmen der AfD gewählt; es soll Absprachen gegeben haben. Die Mehrheit der Fraktion fühlte sich nicht an die Empfehlung von Noch-Ministerpräsident und Fraktionschef Sven Schulze gebunden, sich zu enthalten; erste Mitglieder spielen öffentlich mit dem Gedanken, die Fraktion zu verlassen. Das Drama von Magdeburg wird in den anderen ostdeutschen Landesverbänden aufmerksam verfolgt.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

Aber auch im Bund fehlt der CDU eine klare Linie. Als er noch für den Bundesvorsitz kandidierte, hatte Friedrich Merz verkündet, wer mit der AfD zusammenarbeite, dem drohe der Parteiausschluss. Und nun? Vermied er eine solche Ansage. Er äußerte sich nach dem dunklen Dienstag erst einmal 24 Stunden gar nicht, raunte dann, möglicherweise seien die zusätzlichen Stimmen für die Rechtsextremen ein Täuschungsmanöver von wem auch immer, und arbeitete sich überhaupt lieber an der Linkspartei ab, die er für den wachsenden Antisemitismus in Deutschland verantwortlich macht.

Man kann der Linken vorwerfen, dass sie die antisemitischen Ausfälle in den eigenen Reihen zu lange toleriert hat – aber die Zahlen des – unionsgeführten – Innenministeriums sind eindeutig: Die Hälfte der antisemitischen Straftaten war 2025 politisch rechts motiviert, nur 2 Prozent ordnete das Ministerium unter Alexander Dobrindt als links motiviert ein.

Kanzler Friedrich Merz stellt ernste Forderungen an Grüne und SPD. Na dann

Doch Ansagen an die eigenen Reihen vermeidet Merz. Lieber appelliert er an Grüne und SPD – diese sollten eine linke Bürgermeisterin in Berlin verhindern. Und, genau, er meine das sehr ernst. Na dann. Wenigstens hören SPD und Grüne genauso wenig auf Merz wie die eigenen Parteifreunde.

Akute Bedrohung

In der CDU bringen sich derweil potenziellen Nachfolger in Stellung. In Nordrhein-Westfalen regte Ministerpräsident Hendrik Wüst unlängst ein Prüfverfahren für ein AfD-Verbot an. Sein hessischer Amtskollege Boris Rhein fordert dagegen, die AfD im Bundestag auch in Ausschussvorsitze zu wählen. Von der „Klarheit und Geschlossenheit“ im Umgang mit der AfD, wie Wüst sie einfordert, ist die CDU weit entfernt.

Das macht es der AfD leicht, deren Ziel es ist, die CDU zu zerstören, um sich selbst als konservativ-bürgerliche Kraft in die Mitte der Gesellschaft zu pflanzen. Man kann sogar ein gewisses Verständnis dafür haben, dass die Christdemokraten in ihrer derzeitigen Verwirrtheit nach einer Entlastungserzählung suchen, um die eigenen Reihen zu schließen. Sie prügeln auf die Linke ein, um vom eigenen Versagen abzulenken. Aber was, wenn es mehr ist als eine Entlastungserzählung? Was, wenn einige CDU-Politiker ein Berliner Linksbündnis künftig als Vorwand nehmen, um offen mit den Rechtsextremen zu paktieren? Dann wäre nicht nur die CDU verloren, dann wäre die Demokratie, wie wir sie kennen, akut bedroht.

1933 stimmte die katholische Zentrumspartei, eine der Wurzeln der CDU und in eigentlich scharfer Opposition zur NSDAP stehend, am Ende doch für das „Ermächtigungsgesetz“. Der Rest ist Geschichte.

Anna Lehmann

Anna Lehmann Leiterin Parlamentsbüro

Schwerpunkte SPD und Kanzleramt sowie Innenpolitik und Bildung. Leitete bis Februar 2022 gemeinschaftlich das Inlandsressort der taz und kümmerte sich um die Linkspartei. "Zur Elite bitte hier entlang: Kaderschmieden und Eliteschulen von heute" erschien 2016.
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80 Kommentare

  • Land of plenty

    Diese F Merz, Trump und Boris Johnson und co. sind fliegende trübe Untertassen - klirr.

  • Achsachbloß

    Merz als Agent der privaten Rentenversicherer wird wenig Provision kassieren, da ihm keiner mehr etwas abkaufen wird.



    Man kann nicht erst alle beleidigen und als faul hinstellen, Deutschland insgesamt madig machen, die Rente ganz besonders, viele Menschen verängstigen und dann erwarten, dass man weiter gewählt wird, weil man das großartige Rezept der Privatisierung im Angebot hat.



    Ein kurzer Blick nach Türkei und schon wird einem ganz schwindelig.

    • dtx

      @Achsachbloß:

      Wie Merz zeigt, kann man das schon. Die Erwartung wird, falls sie denn ernsthaft war, eben enttäuscht werden.

      Es fragt sich natürlich, ob der Friedrich wirklich so naiv oder ob es ihm einfach egal ist. Er wollte Kanzler werden, obwohl klar war, daß er das Format nicht hat. Merkel sägte ihn nicht ab, weil sie keine Nebenbuhler dulden wollte. Aber nun ist er es doch und wird es auch bleiben, weil er die letzte Patrone ist, die die nicht-bayerische Union hat. Weil Söder, der von seinen Vorgängern ebenso lieber von Weitem gesehen wurde, es nicht besser machen würde. Und weil, wenn er so wie Scholz die Notbremse zöge, mit ihm ein Großteil seiner Mannschaft nach Hause ginge. So wie gerade in Sachsen-Anhalt.

      Im Gegensatz zu Meck-Pomm würde es im Bund noch über die fünf Prozent reichen. Noch. Auf jeden Fall länger, als bei der SPD.

      Ob es dann aber noch ein Parlament gibt, in dem man nicht nur sitzen, sondern auch etwas beschließen kann, was Bestand hat, ist die Frage. Nicht nur die Türkei ließe Zweifel aufkommen. Auch die USA. Und vor allem Russlands Duma, als Vorbild der Truppe, die grad eine Wahl gewonnen hat und schaut, ob sich das Ergebnis in ihrem Sinne nachbessern lasse ...

  • Andreas_2020

    ich glaube nicht, dass man die AfD zu Ausschussvorsitzenden wählen kann, weil die AfD fast nie einen stringenten sachliche Antrag stellt oder überhaupt eine Argumentation vorlegt, die sich im bisherigen gesetzlichen Rahmen realisieren ließe.



    Das Thema Migration, was die AfD sehr extrem nutzt, um zu mobilisieren, da ist es so, dass die AfD gar nicht zur Kenntnis nehmen will, dass eine Abschiebung ein Ziel haben muss, es muss immer einen Staat geben, der auch aufnimmt. Wenn das nicht der Fall ist, dann kann die Abschiebung nicht durchgeführt werden.



    Es ist nicht der Dilettantismus der Politik, der Behörden oder der Flughafenbetreiber, warum Abschiebungen oft nicht funktionieren, sondern oft genug nimmt der angenommene Ursprungsstaat einfach nicht auf.



    Und die AfD müsste schon Afrika und den Nahen Osten und Zentralasien besetzen, um überhaupt die millionenfache Abschiebung durchführen zu können.



    Wenn jetzt Politiker einer solchen Anfängerpartei den Ausschuss leiten sollen, frage ich micht, wie das gehen soll. Selbst bei ihrem 'Kernthema' hat diese Partei momentan keine Sachkenntnis und keine Kompetenz.

    • dtx

      @Andreas_2020:

      Zitat: "ich glaube nicht, dass man die AfD zu Ausschussvorsitzenden wählen kann, ..."

      Man kann. Wie zu sehen war, werden die nötigen Stimmen zusammenkommen. Aber, ob man einen Ausschuß braucht, der ob seiner Zusammensetzung nichts zuwege bringen kann, was nicht die Frage des Vorsitzes allein sein wird ...

      Zitat: "Es ist nicht der Dilettantismus der Politik, der Behörden oder der Flughafenbetreiber, warum Abschiebungen oft nicht funktionieren, sondern oft genug nimmt der angenommene Ursprungsstaat einfach nicht auf."

      Was aber in einem Staat, in dem einzig der Wille der Figur ganz oben zählt, egal ist ... solange dieser Staat nur finanzkräftig genug ist, um irgendein Regime zu korrumpieren. Hier könnte es sein, daß ein Herr Siegmund seine Möglichkeiten überschätzt. Was auch wieder egal ist, weil die Laden zumindest ansatzweise sektenartige Züge hat. So daß es keinen Grund gäbe, dessentwegen die Truppe an der Urne abgestraft würde. Es sei denn, es gäbe irgendwann, wie schon in Sachsen, eine, die noch radikaler ist als sie. Dann würde man ihr die absehbare Erfolglosigkeit vielleicht nicht mehr nachsehen. Aber bis dahin ...

  • Hierjetzt

    Alle Kritik an der AfD aus CDU, SPD und Grünen macht die AFD nur stärker, weil sie nur moralisiert. Dadurch wird die AFD zur Avantgarde unter den anderen rechten. Von links gibt leider keine neue Parteien, die die wirtschaftlichen Probleme der Menschen adressiert. Die bräuchte es aber, da die PDL im Osten schon regiert hat und es auf dem Land keine einfachen Themen wie Miete gibt. Wo sie bereits regiert hat, hat die PDL auch abgewirtschaftet und wird als Altpartei betrachtet, die die Probleme der Menschen im täglichen Leben auch nicht gelöst hat.

    • Haberwu

      @Hierjetzt:

      Die wirtschaftlichen Probleme werden sich nur mit einem radikalen Wandel der Wirtschaftskonzepte begeben lassen - wie es z. B. Isabel Weber und Clara Mattei vorschlagen. Und wie wir sehen können ist das das wahre Schreckgespenst für die CDUler.innen

  • dtx

    Wenn man sich die Umstände der Abstimmung über das Ermächtigungsgesetz anschaut, während der ein beträchtlicher Teil linker Abgeordneter auf der Flucht oder bereits inhaftiert war, irritiert ein Vergleich mit der Situation in Magdeburg kürzlich schon etwas: www.ifz-muenchen.d...961_2_6_becker.pdf

    Es irritiert auch, daß man jetzt, lange nachdem ein Herr Söder die Grünen zum "Hauptfeind" der Union erklärte und damit verkündete, mit der AfD keine oder allenfalls Probleme zu haben, die lang bekannten Tendenzen im früheren Magdeburger Landtag in den Mittelpunkt rückt. Stellt sich doch die Frage, ob die Leute aus der CDU, die bereits vor Jahren mit ihren Avancen für Stirnrunzeln hätten sorgen müssen, jetzt noch ein Mandat haben oder - folgerichtig - von auch offiziell weit rechts stehenden Abgeordneten abgelöst wurden. Es sind ja 38 von ihren vormals 40 Direktmandaten an die AfD gegangen, die zwei restlichen an die Linke. Insofern ...

  • Lieselotte Schellong

    Habe gerade das Buch "Der Rückfall" von Phillip Ruch gelesen. Nach seinen Recherchen war es mehr die eh rechte, antisemitische DNVP, die der NSDAP zu immer mehr Stimmen verholfen und letztendlich in letztere eingemeindet wurde. Die noch etwas demokratischer gesinnten Mitglieder verließen die Partei, der Rest lief über. Die Ähnlichkeiten lassen einen gruseln...

    • Hans - Friedrich Bär

      @Lieselotte Schellong:

      Die DNVP hatte nie mehr als 103 Sitze (1924, Wahlbeteiligung 78,8, 491 Reichstagsmandate gesamt)

      Am 05.03.1933 hatte die NSDAP 288 Sitze , die Wahlbeteiligung war 88,7 und es gab insgesamt 647 Mandate.

      Die DNVP ist in der Kampffront schwarz weiß rot (von Papen ..) mit 52 Sitzen aufgegangen, die dann mit der NSDAP gestimmt hat. Die von Papen Partei hätte heute am ehesten Ähnlichkeit mit dem BSW.

      Die Stimmenzuwächse der NSDAP waren nennenswert auf die Mobilisierung der Nichtwähler und die Vergrößerung des Parlaments zurückzuführen (Ich kenne mich im Wahlrecht der WR nicht aus und weiß daher nicht warum).

      Das war auch jetzt so, hohe Walbeteiligung = Erfolg der AfD.

      Der bekennende NPDler Herrmann Oberth hat NSDAP als Akronym für "Nicht Selber Denken Aber Plärren" bezeichnet , er hat damit die eingängigen und aggressiven Parolen gemeint , für die es in den gemäßigten Parteien keinen Platz gab. Heutiger Wortschatz würde lauten " Radikalisierung".

      Man kann aus der Geschichte sehr viel lernen , der Geschichtsunterricht der Schulen reicht praktisch eigentlich nicht.

      www.kas.de/de/web/...epublik-1919-1933-

  • Dietmar Rauter

    Diejenigen, die die CDU im Osten für ihre Kandidaturen so gesucht und gefunden haben, sind keine CDUler der einstigen Ludwig Erhard-Partei. Wenn sie aus Karrieregründen nicht aus dem Westen eingewandert sind, bilden die 'Neuen' eben nicht den westlichen Konservatismus ab, der sich auf Werte oder Besitztum stützt. Woher soll es auch kommen, angesichts eines Kanzler des Geldes ? Das Durchhangeln, das nach der Wende für Viele eigentlich noch schlimmer wurde als in der DDR, führt nicht dazu, die Gefahr einer durchmarschierenden AfD, die sich ja für viele Zurückgebliebene aus eigener Erfahrung gegenüber den nicht eingelösten Versprechen der 'West-Parteien' als 'Alternative' aufspielen kann, wahrzunehmen. Weder der Ost-CDU noch einer nicht mehr als die Partei der kleinen Leute zu erkennenden SPD gelingt es, ein Werte-bedingtes demokratisches Gemeinschaftsgefühl zu vermitteln. Die Ratlosigkeit kommt aus dem Westen, zumal die 'Grünen' viel zu sehr an der Funktionsfähigkeit des praktizierten Parlamentarismus festhalten. Da ist leider wenig Zukunft und zuviel Nachgiebigkeit gegenüber einer Generation, die über unsere Verhältnisse lebt, die die Politik umtreibt.

  • Andreas Flaig

    Schon wieder vergessen

    Es gibt keine Worte, die das Ausmaß des Leids ungeschehen machen können, das in unserem Namen über die Menschheit gebracht wurde. Als Angehöriger einer Nation, deren Geschichte das dunkelste Kapitel moderner Zivilisation in sich trägt, schreibe ich diesen Brief in Demut und Schmerz.



    Wir können die Vergangenheit nicht löschen. Die Tränen der Überlebenden, die Namen der Ermordeten und die Wunden, die über Generationen hinweg blieben, sind ein Mahnmal, das niemals verblassen darf. Unsere historische Schuld lässt sich nicht aufrechnen und nicht mit der Zeit davon waschen; sie bleibt ein fester Teil unseres Bewusstseins.



    Dieser Brief ist kein Versuch, einen Schlussstrich zu ziehen. Er ist das Eingeständnis, dass Erinnerung eine ewige Pflicht ist. Eine Pflicht, wachsam zu sein, wenn Hass, Rassismus und nationalistischer Wahn ihr hässliches Haupt erheben – überall auf der Welt und mitten unter uns.



    Wir danken jenen, die uns die Hand zur Versöhnung gereicht haben, obwohl sie allen Grund gehabt hätten, uns den Rücken zuzukehren. Dieses Geschenk der Vergebung ist unverdient. Unser Versprechen an die Welt kann nur lauten: Nie wieder.



    In tiefer Scham und Verantwortung.

  • Josef Stein

    Die Demokratie "wäre" nicht bedroht, sie ist! bedroht. Sie befindet sich im Prozess des Zerfalls. CDU dito. Das Verhalten der CDU ist dasjenige eines Subjektes im Zustand der Hysterie, dem die Sicherheit abhanden gekommen ist, was es eigentlich ist. Diese Gegenwart im Konjunktiv zu beschreiben, als gäbe es noch einen Weg zurück, ist das Pfeifen im Walde, kurz bevor die Panik ausbricht. Und der einzig zuverlässig zulässige Vergleich zu "damals" ist der, dass die meisten von uns sich anpassen werden – auch diesen Prozess kann man schon sehrt schön beobachten.

    • test_name

      @Josef Stein:

      >Die Demokratie "wäre" nicht bedroht, sie ist! bedroht.<







      Andere würden sagen dass sie funktioniert, weil unfähige Politiker abgewählt werden. Merz hat Zustimmungsraten um 12% bei der Wahlbevölkerung. Warum sollte ein Wähler, der Merz für unfähig hält, cdu wählen?

      • Marcelo

        @test_name:

        Viele haben die CDU gewählt trotz Merz und das sollten andere Parteien zu denken geben

        • dtx

          @Marcelo:

          Es ist halt die Frage, warum? Wenn jemand CDU wählt, der mit dem Laden nie im Leben was am Hut hatte, nur um das größere Übel abzuwenden und die CDU dann ob ihres überwältigenden Erfolges die Nase gar nicht mehr in die Waagerechte bekommt*, passiert diesem Menschen so ein Ausrutscher eher nicht noch einmal.

          *Beispiel gefällig? Kramp-Karrenbauers "Dank" an diese Wähler nach dem mit 55,2% für eine zweite Runde denkbar knappen Sieg (bei einer "überwältigenden" Wahlbeteiligung von 56%) 2019 in Görlitz.

          • Marcelo

            @dtx:

            Ich verstehe nicht worauf sie hinaus wollen und ihr Beispiel passt nicht

      • Encantado

        @test_name:

        "Andere würden sagen dass sie funktioniert, weil unfähige Politiker abgewählt werden."



        Das übersieht allerdings großzügig, was an ihrer Stelle gewählt wird.

        • test_name

          @Encantado:

          >Das übersieht allerdings großzügig, was an ihrer Stelle gewählt wird.<







          Wollen Sie einen unfähige Politiker wie z.B. Merz im Amt halten nur weil sein Nachfolger ebenfalls unfähig ist?







          Allein die Abwahl bietet zumindest die Chance, dass es besser wird.

          • dtx

            @test_name:

            Zitat: "Allein die Abwahl bietet zumindest die Chance, dass es besser wird."

            Inwiefern? Alleweil ist nicht ersichtlich, daß die derzeit Regierenden ein fähigeres Personal aufzubieten hätten. Für Parteivorsitz und Ministerposten muß man keine Mehrheit im Bundestag organisieren.

          • Marcelo

            @test_name:

            das hat man nach Scholz auch gedacht und man kam von Regen in die Traufe

            • dtx

              @Marcelo:

              Der Ausdruck scheint mir ein bißchen beschönigend in Anbetracht der großen Töne, die von Merz vorweg zu hören waren. Und die ihm dann einer nach dem anderen auf die Füße fielen. Die Ukraine hat nun keine Taurus. Nicht nur nicht sofort, sondern auch eineinhalb Jahre später nicht. Und nicht nur, daß er sich in der Mathematik ein bißchen vertan hat, statt mit 0,5 zu multiplizieren, durch den Betrag dividiert hat. Es kommt auch bei seinen Großen Reformen nichts anderes rum, als entweder das bißchen Zeit zu verplempern, was noch bleibt oder eben unten zu kürzen und oben zu pampern.

              • Marcelo

                @dtx:

                sie finden ich wäre nicht kritisch genug? Das sehe ich aber anders mit meiner Aussage habe ich bereits das schlimmste bezeichnet. Noch tiefer geht nicht. das besagt doch das Sprichwort

  • der Meier

    Aus meiner Sicht macht die CDU durchaus Fehler. Allerdings kosten die keine einzige stimme an die AgD denn die werden von der Frau reiche verursacht. Da gehen eher Stimmen an die Grünen, die sich bei Wahlen erholen.



    Das einzige Problem ist, dass die Union sich nicht bei den überfälligen Reformen gegen die SPD durchsetzen kann.



    Ähnlich lief es mit der FDP bei der Ampel

    • dtx

      @der Meier:

      Tatsächlich gingen von den 40 Direktmandaten, die die CDU im vorigen Landtag hatte, 38 an die AfD und zwei an Die Linke. Was sollen die Grünen damit zu tun haben?

    • Don Geraldo

      @der Meier:

      "Aus meiner Sicht macht die CDU durchaus Fehler. Allerdings kosten die keine einzige stimme an die AgD denn die werden von der Frau reiche verursacht. Da gehen eher Stimmen an die Grünen, die sich bei Wahlen erholen."

      In Sachsen-Anhalt hat die CDU mehr Stimmen verloren, als SPD und Grüne zusammen überhaupt haben. Wenn Ihre Rechnung stimmt, wo kommen dann die ganzen Stimmen für die AfD her ?

    • nihilist

      @der Meier:

      Die Sozen sind das Problem von Union und FDP? Das könnte man ja problemlos an der Urne organisieren, die loszuwerden und eine eigene Mehrheit zu schaffen. Dann gäb's endlich richtige Reformen ohne Rücksicht auf Verluste.

      Macht der Wähler aber nicht. Wie kommt das?

    • warum_denkt_keiner_nach?

      @der Meier:

      Was die CDU Reformen nennt, ist nichts als eine Ansammlung von Kürzungen bei weiten Teilen der Bevölkerung. Der Freundeskreis von Merz, Reiche und meinetwegen auch der Reste der FDP soll mit allen Mitteln geschont werden. Egal was aus dem Land wird.

      • Yes

        @warum_denkt_keiner_nach?:

        "geschont" ist noch geschönt.

  • Sole Mio

    Die CDU hat sich seit Merkel kontinuierlich verloren und hat sich durch die ständigen Schmähungen in denen sie in die braune Ecke geschoben wurde beeinflussen lassen, statt zu ihrem Konservatismus zu stehen, der das westlich bessere und demokratische Gegenstück zu links war, als es die AFD derzeit ist.

    Dazu hat sie sich rechts und links eingemauert.

    Die FDP ist weg und es bleibt grün und rot.



    Die SPD hat sich sehr gut verkauft und treibt die CDU vor sich her oder am Nasenring durch die Zirkusmanege, verliert dabei selbst stark an Zustimmung.

    Egal welche politischen Ansichten man außerhalb der AFD vertritt, vermisst man nun zusehends die alte CDU mit der man sich streiten und an ihr reiben konnte.



    Jedoch auf einem demokratischen Niveau und weit weg von dem für was nun die AFD steht.

    • Encantado

      @Sole Mio:

      "Die SPD hat sich sehr gut verkauft"



      Sieht man ja auch an ihren Wahlergebnissen. Fehlt ja nicht viel, und sie könnte allein regieren.



      Den örtlichen Kaninchenzüchterverein jedenfalls.

      • Don Geraldo

        @Encantado:

        "Die SPD hat sich sehr gut verkauft.



        Sieht man ja auch an ihren Wahlergebnissen. Fehlt ja nicht viel, und sie könnte allein regieren."

        Die SPD wird als Wahlverlierer die Regierung in Mecklenburg-Vorpommern anführen, obwohl ihre Drei-Parteien-Koalition keine Mehrheit beim Wahlvolk hat.



        Die SPD wird, egal was letztlich in Berlin passiert, trotz eines Wahldesasters auf jeden Fall, wie immer seit 1990, dem nächsten Senat angehören.



        Sie regiert in Sachsen, Thüringen und immer noch in Sachsen-Anhalt mit einstelligen Ergebnissen.



        Bei der Bundestagswahl bekam sie gerade noch 16 Prozent. Trotzdem wurden wie selbstverständlich zwei der letzten drei Bundesverfassungsrichter von der SPD bestimmt.

        Die SPD hat sich auf jeden Fall sehr gut verkauft. Für ihre Macht benötigt sie noch nicht einmal viele Wähler.

    • nihilist

      @Sole Mio:

      Die SPD hat sich tatsächlich verkauft. Ob das gut war, kann man sich bei den nächsten Wahlen nochmal anschauen.

  • test_name

    >Nach Sachsen-Anhalt zu schauen, tut weh.<

    Die cdu zerlegt sich. Wofür steht die Merz cdu? Für den Erhalt von Privilegien von Beamten und Privatversicherten auf Kosten des dummen Rests.







    Der dumme Rest wehrt sich. Das tut nicht weh.

    • Lizu Mutzson

      @test_name:

      Doch es tut eeh, weil krine demokratische konservative Partei bereit steht, die die Union rrsetzen könnte und für enttäuschte Wähler rechts der Mitte nunmehr nur der Wechsel zu den Antidemokraten der AfD übrig bleibt. Auch wenn es für viele hier (mich auch) unverstehbar sein mag, es gibt nun mal eine große Gruppe konservative Wähler in Deutschland, die sich niemals dazu durchringen werden links oder grün zu wählen (die ebenfalls in den letzten Atemzügen liegende SPD erwähne ich erst gar nicht mehr). Und diese Menschen brauchen eine demokratische Partei der sie ihre Stimme geben können. Von mir aus kann die Union gern vor die Hunde gehen, Zeit wäre es allemal aber dann brauchen eir eine neue Partei die für diese konservative Gruppe spricht, ohne dabei auf rechtsextremen Positionen aufzubauen. Es wäre bei Gott höchste Eisenbahn eine UCDU ohne "Altlasten" wie Amthor, Spahn und natürlich Merz zu gründen, doch leider gehören der Mut und die Risikobereitschaft die es braucht, um einen solchen Schritt zu wagen nun so gar nicht zu den typischen Eigenschaften von Unionsanhängern, von -politikern gar nicht zu sprechen.

  • Abdurchdiemitte

    Nur wenige Jahre noch und die CDU ist von der politischen Bildfläche verschwunden, wenn es nicht noch schneller passiert. Die frustrierten, desillusionierten konservativen Wähler werden dann von der AfD ‚aufgesammelt‘.



    Das geschieht nicht wegen der Stärke der AfD, sondern aus der Schwäche der bürgerlichen Parteien heraus. Aber noch immer kultiviert die CDU die Hybris der Macht, die Vorstellung, als führende Staatspartei weiter oben zu schwimmen, der SPD die Bedingungen diktieren zu können - was ja allerdings auch der Fall ist angesichts des Umstandes, dass die SPD noch schwächer als die Unionsparteien dasteht -, auch wenn die AfD sie in der Wählergunst mittlerweile um Längen schlägt.



    Es wiederholt sich die Pulverisierung des bürgerlichen Lagers kurz vor dem Ende der Weimarer Republik.



    Und die Sozialdemokratie? Sie könnte ihren Verfall noch etwas bremsen, indem sie - nach niederländischem Vorbild - mit den Grünen fusioniert. Am besten auch gleich mit der Linkspartei. Die Fusion wäre zudem ein starkes Bollwerk gegen Rechts, denn sie würde den Bürgern echte, unterscheidbare Wahlalternativen eröffnen,



    Aber wir sind hier in Deutschland, nicht in den Niederlanden.

    • Warim Wilke

      @Abdurchdiemitte:

      Ich sehe extrem wenige Gemeinsamkeiten zwischen SPD, Grünen und Linken. Zudem würde das Kompromisse erfordern, die die zumindest teilweise wirksame Gegenerzählung der Linken unterminieren würde, sodass eben nur die AfD auf der einen, sowie ein nicht identifizierbarer Kompromissbrei auf der anderen Seite stehen würden. Schon jetzt ist die fehlende eigene Erzählung ein Problem für alle Parteien abseits der AfD und der Linken.

      • Jochen Laun

        @Warim Wilke:

        Ich stimme Ihnen zu, vor allem Ihrem letzten Satz. Immer mehr Leute tendieren zu den Rändern, wo es klare Welt- und Feindbilder gibt und Kompromisse als Kungelei oder gar Verrat gelten. Aktuell zu besichtigen in Berlin, wo sich die linke Basis gegen das Ergebnis der Vorsondierungen empört. Aktuell zu besichtigen in Sachsen-Anhalt, wo Siegmund Kompromisse in einer Koalition von vorneherein so gut wie ausschließt. Alles oder nichts - darauf scheint es hinauszulaufen.

  • Astrid Sehnefeld

    Der deutsche Staat kann offensichtlich nicht wie ein Unternehmen geführt werden und ein fähiger Manager ist noch lange kein guter Kanzler - das ist der Wissensgewinn aus der Ära Merz.



    Will man das kürzer zusammenfassen kann man es wie die Überschrift auf zwei Worte zusammenstreichen: "Hilfloses Herumirren"



    Merz ist erstaunlich eindimensional in seinen Führungsqualitäten, die Union erstaunlich ideenarm gegenüber Russland, USA, China und die SPD ringt als kleiner Partner erstaunlich selbstbewusst der erstaunlich durchsetzungsschwachen Union ein Wahlversprechen nach dem anderen ab.



    Die Summe all dieser Erstaunlichkeiten haben die AfD in knapp 2 Jahren Merz fast verdoppelt statt halbiert - und wenn die Union Merz die restlichen 2 Jahre weitermachen lässt, wird die AfD mit 40%+x in den nächsten Bundestag einziehen.



    Ich glaube das sehen auch genügend Unioner - nur der Messias fehlt🤷



    Günther? Will angeblich lieber Landesfürst als Bundesvater sein.



    Wüst? Ist programmatische Mitte, quasi Merkel reloaded, davor graut es vielen.



    Söder? Ist CSU und damit für Unioner nicht kanzlerfähig - und weil Söder Söder is(s)t.



    Was bleibt?



    Siehe Überschrift: "Hilfloses Herumirren"



    Weidel freuts.

    • Encantado

      @Astrid Sehnefeld:

      "...ein fähiger Manager ist noch lange kein guter Kanzler - das ist der Wissensgewinn aus der Ära Merz."



      Äh, woher wissen wir das? Welches Unternehmen hat Merz fähig gemanaged? Ist irgendwie an mir vorbeigegangen.

    • Achsachbloß

      @Astrid Sehnefeld:

      Ist Merz ein mutmaßlich fähiger Manager?



      Woher wissen Sie, dass Merz ein fähiger Manager war? Ich habe dazu noch nichts umfassendes und überzeugendes von neutraler oder zumindest kompetenter Seite gelesen. Bekannt sind lediglich seine Honorarforderungen/Stundensätze, die am oberen Rand dessen gelegen haben sollen, was ein Berater in der Regel verlangt. Ich kenne den Erfolg seiner Beratungen nicht. Vielleicht sind das ja alles nur Vermutungen über Merz, so wie es damals mit den Kleidern des Kaisers war.



      Helfen Sie mir doch bitte weiter.

      • Astrid Sehnefeld

        @Achsachbloß:

        Merz war bei BlackRock nicht für Bilanzkennzahlen oder den operativen Erfolg, sondern als strategischer Türöffner, Krisenmanager und Netzwerker auf dem deutschen Markt tätig - und das laut vieler Stimmen äußert erfolgreich.



        Er war ja von 2016 bis 2020 Aufsichtsratsvorsitzender der Asset Management Deutschland AG. Das wirst du nicht als völlig blinder.



        So fiel auch das Fazit eines Fachmagazins aus, die haben Merz' Bilanz zum Amtsantritt damals analysiert:



        "Er war in der freien Wirtschaft extrem erfolgreich, solange er als Berater und Netzwerker im Hintergrund agieren konnte. Sobald er in operative Konflikte mit starker öffentlicher Beteiligung geriet (Flughafen) oder tiefe operative Detailkontrolle nötig war (Banken-Compliance), zeigte er Schwächen."



        Deshalb verwundert es so ungemein, dass er Wirtschaft und Außenpolitik nicht in Gang kriegt...🤷



        Dass er hölzerne Reden hält und keine Fähigkeit besitzt dem Volk Honig ums Maul zu schmieren war vorher klar. Aber man - bei der CDU wie ich auch persönlich - hat gehofft, dass er den Laden wieder zum Laufen bringt.



        Das er das so gänzlich nicht schafft überrascht doch sehr.



        xpert.digital/was-...z-frueher-gemacht/

        • Achsachbloß

          @Astrid Sehnefeld:

          Danke für die Aufklärung.



          Dann kann ich nur bedauern, dass Merz es nicht geschafft hat, im Hintergrund zu bleiben und als als Berater eines erfahreneren Politikers dessen erfolgreicher Kanzlerberater zu sein - sozusagen auf‘s falsche Pferd gesetzt.

    • nihilist

      @Astrid Sehnefeld:

      Warum sollten jene, denen es vor einem Mittekurs und stabilen Mehrheiten über mehrere Legislaturperioden graut, noch nicht AfD wählen und was soll dabei rauskommen, was Merz nicht kann?

      Ja, es braucht schon einen Messias. Und wenn keiner kommt, dann wird eben Chrupalla gewählt.

  • passthedutchie

    Man braucht der CDU nicht nachzuweinen. Es geht doch nicht um den Erhalt von "Wetten, dass...?"



    Ihre Rettung würde nicht zur Rettung der Demokratie beitragen. Es war die CDU, die Deutschland systematisch immer nur auf Rechtskurs gedrängt hat. Und da sind wir ja jetzt auch angekommen: Am Ende der Demokratie.



    Wenn man auf dem Standstreifen bereits an der Leitplanke kratzt, gibt es nur eine Richtung, um wieder zurück auf die Fahrbahn zu kommen: Links!



    Dies ist für einen CDUler aber undenkbar. Versuchen Sie einem Unionspolitiker doch mal zu erklären, daß christlich, demokratisch und sozial im wesentlichen Kern dieselbe Idee haben. Das geht gar nicht. Sie würden nur mitleidig herablassend als Idiot belächelt.

    Die CDU kennt bei Wählerverlusten nur zwei Konzepte: Fischen am rechten Rand. Da sitzt nun die AfD mit ihrer Legitimation, deren Wegbereiter und Nährboden sie selber sind. Oder Kreide fressen. Die Kreide ist ja auch schon wieder ausgepackt. Erfahrene Wähler wissen, das hält genau einen Tag bis nach der Wahl. Dann ist wieder Rechtskurs angesagt.



    Kurz: Noch weiter nach rechts können wir auch ohne CDU. Und zurück nach links steht uns die CDU im Weg.



    Also: Und tschüss, CDU!

    • Warim Wilke

      @passthedutchie:

      Demokratie und Christentum sind keineswegs gleich, sondern im Gegenteil gegensätzlich.

      Religion beantwortet die grundlegenden Fragen des Lebens (je nach Religion in unterschiedlich strengen Rahmen) von oben herab, sucht die Antwort in einer Autorität, diese Antwort ist in ihrem Kern dann endgültig. Es gibt also die eine Wahrheit. Das ähnelt der rechten Grundüberzeugung von "gegebenen" Hierarchien, passt also zur CDU.

      Demokratie dagegen denkt die Fragen des Lebens (wie die Philosophie) von unten, vom Individuum aus, stellt immer wieder neu und ergebnisoffen, erkennt Komplexität, Veränderung und Chaos an.

      • Lizu Mutzson

        @Warim Wilke:

        Ohne die CDU brauchen wir aber eine andere konservative, demokratisch basierte Partei, wenn wir verhindern wollen, dass die AfD in absehbarer Zeit in Regierungcsverantwortubg kommt! Es gibt hierzulande einfach zu viele Wähler mit konservativem Weltbild, die niemals links oder grün wählen werden. Zumindest in den nächsten 20 Jahren wird es keine linksgrüne Mehrheit in diesem Land geben und so lange brauchen wir eine demokratisch orientierte mitte-rechts Partei, sonst heißt unser Kanzler früher oder später Weidel oder Höcke. So ein Weltbild mag für unseteins unverständlicj sein, aber es ist in Teilen unserer Gesellschaft nun mal tief verankert und in einer Demokratie brauchen auch diese Menschen eine Stimme.

  • Mondschaf26

    Vorsicht! Stufe! (Trippelbild)

  • Hans - Friedrich Bär

    Die Parallelen zu 1933 sind schon sehr deutlich Die einen wissen nicht was das ist , die anderen freuen sich, dass es wieder so wird.







    Die NSDAP hatte 44, das Zentrum 14, die von Papen Partei 8. Zusammen hatten sie 66.

    Haseloff alleine hat dieses Desaster verursacht, und hört nicht auf damit. Er hat sich vor 4 Tagen gemeldet und wollte nicht zulassen, dass das Land verhunzt wird: Wie, wenn die Wahl vorbei ist und man nicht mal die eigene Fraktion (die man seit 10 Jahren persönlich kennt) vor der Selbst- und Fremdbeschädigung schützt?

    Schwesig hat sich in MV selbstlos eingesetzt, deswegen hat die SPD dort 38. Vergossene Milch .

    In der TAZ stand kürzlich ein Artikel " Lasst die mal regieren". Die TAZ selbst müsste sich fragen was ist eigentlich bei uns los ?

    • Querbeet

      @Hans - Friedrich Bär:

      Schwesig hat sich selbstlos eingesetzt. Ja, so war das.

      • Hans - Friedrich Bär

        @Querbeet:

        Danke für die Zustimmung. Ich meinte das in Hinblick auf ihr med. Risiko. Haseloff hatte Ruhebedürfnis, es ist nichts anderes bekannt.

        M.W. hatte Haseloff 2021 in seinem Wahlkreis 53% der Erststimmen. Der Wahlkreis hat 43.000 Stimmberechtigte, mehr als 25.000 Menschen haben ihm also vertraut. Das wirft er einfach weg, die Stimmen, das Vertrauen. Das kann man nicht fassen , seinen Wählern sagen: "Eure Stimmen waren mir doch nichts wert", und damit die Hauptargumentation eines aggressiven Gegners bestätigen. Kohlrabenschwarze Nacht !

  • Nilsson Samuelsson

    Danke für den Artikel. Die Überraschung über die "Orientierungslosigkeit" der CDU hält sich für mich in Grenzen.



    Schon vor der Wahl war Merz mit vielen Aussagen in meinen Ohren schon recht deutlich - meine Richtuung war das nicht.



    Aber klar... Wohin geht CDU jetzt?... und die Wähler und Wählerinnen? Nach rechts öffnet sich womöglig wieder der autoritäre Abgrund. Ich mag Demokratie sehr. Guten abend.

  • Tinus

    Liebe Frau Lehmann, danke für den in jeder Hinsicht lesenswerten Kommentar ... und wenn dann pensionierte Politprofis wie Peter Altmeier der eigenen Partei in Talkshows (Lanz) offen sagen, der Kanzler müsse nach fast 2 Jahren im Amt noch seine Rolle finden, ist anscheinend jede Hoffnung auf Besserung auch fehl am Platze.

  • Stavros

    Die CDU ist die Partei des alten Geldes; sie ist auch ein Kanzlerwahlverein; darüberhinaus ein Hort christlich-humanistischer und liberaler Werte.

    Das Erste und das Dritte bewirken in Kombination eine gewisse Heuchelei ("Leistungsträger" + "Jeder ist seines Glückes Schmied"), aber auch eine Stabilisierung der liberalen, bürgerlichen Demokratie. Und im beste Falle eine gewisse gesellschaftliche Stabilität, was keinesfalls zu verachten ist.

    Das Erste und das Zweite verbunden bergen gemeinsam die Gefahr, sich im Zweifel mit den gerade Stärksten zu verbünden, um das Zweite zu konservieren.

    Spätestens in der Spätzeit Merkels hat die Partei ihre Balance verloren.

    Der schrille völkische Nationalkonservativismus der AfD ist in keiner Weise christdemokratisch, um das einmal in aller Deutlichkeit zu sagen.

    Eine gut austarierte Union ist eine bewahrende Kraft des demokratischen Systems. Sie hat aber auch Sollbruchstellen, die, wenn in problematischer Weise aktiviert, extrem destabilisierend auf das Gesamtsystem wirken können.

  • Christian Lange

    Mit der Brandmauer nach rechts und links hat sich die CDU selber ihr Grab geschaufelt. Die veränderte Parteienlandschaft wurde ignoriert, genau so wie die Unterstützung der Linken in Landtagen und Bundestag, wenn es um den Zusammenhalt der demokratischen Kräfte ging. Und man glaubte eine CDU in der Regierung wäre gottgegeben (frei nach Ph. Amthor in "Inside CDU"). Allein für diesen Glauben brauchte man noch das "C" im Parteinamen.



    Über fachliche Inkompetenz und Lobbyisten in der Regierung ist bei der zu erwartenden Implosion dann auch kein Wort mehr verlieren ...

  • DiMa

    Die Darstellung mag richtig sein, nur ist das echte Problem halt die Brandmauer. Anstatt politische Themen ernsthaft zu gestalten, engt man sich vollkommen in einer Abgrenzung selbst ein und wirkt dann wie im Text beschrieben. Eine selbstbewusste Partei hätte sich so etwas nie auferlegt.

    Der AFD fällt es damit sehr leicht, mit der CDU Katz und Maus zu spielen.

    • warum_denkt_keiner_nach?

      @DiMa:

      Nein. Die Brandmauer ist nicht das Problem. Schon weil, sie inhaltlich längst eingerissen wurde.

      Die Union unter Merz glaubte, dass man einfach große Teile des AfD Programms abschreiben muss, um die AfD klein zu halten. Die AfD "Rezepte" sind unsinnig. Das sieht man, weil die CDU versucht, sie durchzuboxen. Aber der Unfug wird eben jetzt mit der CDU in Verbindung gebracht. Nicht mit der AfD.

    • Abdurchdiemitte

      @DiMa:

      Ich sehe den Widerspruch nicht zwischen pragmatischer, am Wohle der Bürger orientierten Politik und dem zugegebenermaßen rein symbolischen Akt der Errichtung einer Brandmauer der demokratischen Parteien gegenüber einer rechtsextremen antidemokratischen und verfassungsfeindlichen Partei.



      Insofern habe ich auch die Konstruktion eines solchen Gegensatzes nie verstanden. Das Problem liegt doch nicht in der Aufrechterhaltung der Brandmauer, sondern dem Fehlen einer vorwärtsweisenden Reformpolitik der derzeitigen Regierungsparteien.



      Und bedenken Sie: politisches Handeln lebt wesentlich auch von symbolischen Akten - das sollte man spätestens nach Willy Brandts Warschauer Kniefall wissen.

      • DiMa

        @Abdurchdiemitte:

        Ein Kniefall ist das eine, ein kurzer Augenblick und dann dreht sich die Welt weiter.

        Die Festlegung auf eine Brandmauer bindet die zukünftige Politik. Eine Partei wird in ihrer Gestaltungsfreiheit vollständig eingeschränkt und wer sollte so eine Partei dann noch wählen?

        • Encantado

          @DiMa:

          "Brandmauer ... Partei wird in ihrer Gestaltungsfreiheit vollständig eingeschränkt"



          Wer rechtsradikale Politik unter Gestaltungsfreiheit einer Partei subsumiert, befindet sich auf der falschen Seite der Brandmauer. Irgendwo jenseits der Verfassung...

        • Abdurchdiemitte

          @DiMa:

          Auch Ihr Argument mit der eingeschränkten Gestaltungsfreiheit von Parteien, die an einer Brandmauer gegen Rechtsextremisten festhalten, erscheint mir nicht plausibel.



          Es sei denn, Sie würden die AfD für eine verfassungstreue, der Demokratie verpflichtete und in dem Sinne ganz ‚normale‘ Partei halten - diesen Nachweis werden Sie nur schwerlich erbringen können. Das Gegenteil indes ist in entsprechenden Gutachten und Stellungnahmen bereits tausendfach erwiesen.



          Bezüglich der sehr speziellen Abgrenzungsstrategie der CDU gegen AfD UND Die Linke würde ich Ihnen aber sogar beipflichten. Dass die CDU insofern handlungsunfähig geworden bzw. in die selbstgestellte Falle getappt ist, hat wohl in erster Linie damit zu tun, dass sie selbst die AfD permanent normalisiert und die Linkspartei entsprechend dämonisiert.



          Nach außen soll das so aussehen, als würde die CDU im Sinne der Hufeisentheorie Äquidistanz in beide Richtungen wahren. Faktisch nehmen ihr das jedoch nicht einmal mehr die eigenen Wähler ab.



          Grüne und SPD verhalten sich diesbezüglich weitaus klüger.

          • DiMa

            @Abdurchdiemitte:

            Solange die AFD nicht verboten ist, ist sie einfach da und besetzt politische Themen, bei denen es Überschneidungen mit der CDU gibt.

            Da hilft es der CDU halt nicht, diese Themen einfach auszublenden, den es bleibt da nicht mehr viel übrig.

            Eine Brandmauer mag im Kindergarten funktionieren, im täglichen Politikbetrieb dagegen nicht.

            Grüne und SPD verhalten sich nicht klüger. Sie haben einfach weniger sachtemenbezogene Schnittmengen und stehen deshalb nicht in Konkurrenz mit der AFD.

            Die CDU sollte sich bei ihren politischen Entscheidungen nicht davon abhalten lassen, woe andere Parteien entscheiden werden. Nur so behält sie Gestaltungsspielräume.

            • Encantado

              @DiMa:

              "Solange die AFD nicht verboten ist, ist sie einfach da und besetzt politische Themen, bei denen es Überschneidungen mit der CDU gibt."



              Und außerdem besetzt sie das große rechtsextreme Feld jenseits davon. Warum lassen Sie das unerwähnt?

              • DiMa

                @Encantado:

                Weil sich die CDU nur um ihre eigenen Themen kümmern sollte, ergo also die Themen, mit denen es sachpolitische Schnittmengen gibt.

            • Abdurchdiemitte

              @DiMa:

              CDU und CSU bekommen es ja nicht mal hin, ihre restriktive Migrationspolitik als rechtsstaatlich zu verkaufen. Das hat Dobrindt aber auch garnicht nötig, denn die Mehrheit unserer lieben Mitbürger schert‘s ohnehin einen feuchten Kehricht, dass das GG hier mit Füßen getreten wird, nur um das von Merz monierte ‚Stadtbild‘ ganz im völkisch-nationalen Stil zu bereinigen.



              Dass dann die Wähler sich TROTZDEM dem Original AfD zuwenden, OBWOHL die Regierungsparteien deren Willen weitgehend schon längst vollziehen, sollte zu denken geben und spricht Bände über den Zustand der Demokratie hierzulande bzw. die Nicht-Akzeptanz der Werte, die unserem GG zugrundeliegen, in weiten Teilen der Bevölkerung.



              Man muss sich über zunehmenden Antisemitismus in unserer Gesellschaft auch garnicht mehr wundern, wenn man selbst (die CDU) bei der Verteidigung von Demokratie. humanistischen und christlichen Werten sowie Rechtsstaatlichkeit sichtbar nicht sattelfest ist.

  • HMEAB

    Die Herrn Merz und Söder sollten sich mal an FJS erinnern.www.swr.de/swrkult...n-der-csu-102.html aber wenn man nur kopiert , wird der Wähler nur das Original wählen.

  • Wunderwelt

    Das alles hat sich schon seit Jahren abgezeichnet..genauer seit dem Merz cdU Parteivorsitzender ist..!!







    Warnungen wurden/werden ignoriert. Die politischen Realitäten hinter ideologischen Formeln vergangener Zeiten versteckt.







    Die Annahme, an der Kandidatenfrage könne es nicht liegen, ist ein Irrglaube. Das zeigt sich u.a. daran, daß es Fr Merkel 16 Jahre lang gelungen ist, stabile Mehrheiten für die CDU zu erringen (man beachte die Großschreibung als C-D-U). Und auch Hr Wüst wäre im Stande die Partei wieder zu einen und zusammen zu halten.







    Merz wird zum Totengräber der CDU..die Partei sollte sich schleunigst um eine neue Führung kümmern..um zu retten, was noch zu retten ist..

    • Abdurchdiemitte

      @Wunderwelt:

      Was macht Sie so sicher, dass ausgerechnet Herr Wüst als ein prominenter Vertreter des ‚liberalen‘ Flügels der CDU den Laden noch zusammenhalten könnte?



      Sollte Wüst tatsächlich zum Parteichef gekürt werden, werden der CDU gerade in ihren Ost-Landesverbaenden die Mitglieder in Scharen davonlaufen. Die Wähler tun es ohnehin schon.



      Zwischen Düsseldorf und Magdeburg liegen ganze Welten. Insofern ist der jetzt voll entbrannte interne Streit in der CDU um den richtigen Kurs auch ein Symbol für das Scheitern des deutschen Einheitsprozesses.

  • Sonnenhaus

    "Was, wenn einige CDU-Politiker ein Berliner Linksbündnis künftig als Vorwand nehmen, um offen mit den Rechtsextremen zu paktieren? Dann wäre nicht nur die CDU verloren, dann wäre die Demokratie, wie wir sie kennen, akut bedroht." Das wird nicht nur wegen Berlin so kommen! Spätestens nach der Ministerpräsidentenwahl in SA ist es vorbei mit der Union und die Demokratie kann nur noch von den demokratischen Bürgern gerettet werden. Es wid sehr viel für uns/Euch zu tun sein, um den deutschen Wahnsinn des letzten Jahrhunderts nicht zu wiederholen. Die CDSU wird die Demokratie nicht retten, sie schützt sie ja nicht einmal vor den immer stärker werdenden Rechtsradikalen. Wie seiner Zeit die Vorgänger der CDSU dies auch nicht taten, so hofften wir Jahrzehnte lang das dies nicht mehr notwendig wäre. Wohl Vergebens.

  • EchteDemokratieWäreSoSchön

    Irgendjemand sollte mal Merz und der CDU sagen, dass es nicht hilft, die Politik zu machen, die die AfD fordert.

    Sondern es würde nur helfen, wenn man eine Politik macht, mit der weniger Menschen unzufrieden sind. Denn ein Teil der Menschen wählt dann AfD. Und da würde es enorm helfen, wenn man eine Politik macht, mit der es mehr bezahlbare Wohnungen, niedrigere Mieten, Lebensmittel-, Energiepreise gibt, höhere Löhne und Renten, ein besseres Gesundheitssystem etc.



    Und eine bessere Verteilung der Wohlstandsgewinne. Von den 1-2% Wachstum haben die ärmeren 50-70% nichts, im Gegenteil sind deren Belastungen vorher höher als alles, was sie z.B. durch eine mickrige Steuerreform wieder zurückerhalten.



    Und die AfD behauptet zwar, dass an allen Problem die Migranten und Asylanten schuld sind. Aber das ist Blödsinn und deshalb hilft es auch nicht, gegen Migranten vorzugehen. Solange nicht die wesentlichen Probleme (s.o.) gelöst werden.

    • Machiavelli

      @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      Hauptproblem der AfD Wähler ist aber migration. Sie meinen wenn man Geld von reich zu arm Umverteilt löst man das wahre Problem weil sie es besser wissen als die Wähler.

      • Encantado

        @Machiavelli:

        "Hauptproblem der AfD Wähler ist aber Migration."



        Ähm, nein. Hauptproblem _scheint_ den Wählern die Migration, weil ihnen erfolgreich einsuggeriert wurde, diese sei die Ursache für ihre wirklichen Probleme: Mieten, Pflegenotstand etc.



        Wie gut das funktioniert, sieht man z. B. daran, dass in den Gegenden mit sehr hohem AfD-Wahlanteil der Ausländeranteil in der Regel der geringste ist. Ergo: die Probleme korrelieren nicht.



        Und hier haben die 'Altparteien' schlicht versagt. Nicht zuletzt, weil sie der AfD und dem aufgebauschten Problem hinterhergelaufen sind - und es immer noch tun, siehe Dobrindt.



        Das heißt nicht, dass Migration kein Problem darstellt. Das heißt auch nicht, dass es nicht echte Rassisten bei den rechten Wählern gibt. Ich bestreite allerdings, dass die Migration das Hauptproblem darstellt. Das ist nur die sprichwörtliche Sau, die aus recht durchsichtigen Gründen immer wieder durch's Dorf getrieben wird.

    • Encantado

      @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      "...die AfD behauptet zwar, dass an allen Problem die Migranten und Asylanten schuld sind. Aber das ist Blödsinn..."



      Stimmt. Es scheint aber auf den ersten Blick plausibel, und solange keine anderen Lösungen präsentiert werden bzw. - noch schlimmer - diesem Senf sogar nachgegeben wird, bleibt die AfD auf der Erfolgsspur.



      "Solange nicht die wesentlichen Probleme (s.o.) gelöst werden."



      Tja, wenn einem dazu allerdings keine Lösungen einfallen...

  • Warim Wilke

    Ich habe nie und werde nie die CDU wählen, aber es gab Zeiten, da habe ich zumindest verstanden wer die Partei aus welchen Gründen wählt. Wie bei der SPD auch. sehe ich dafür heute keine Gründe mehr. Es gibt keinen politischen Kern, abseits des krassen Lobbyismus.

    Aber warum sollten die Konzerne, die vormals unionsaffinen Medien wie Springer etc., in Zukunft auf die CDU setzen, wenn sie mit der AfD auch eine Partei pushen können, die die CDU in Sachen Marktradikalität, Entrechtung der Bevölkerung, noch übertrifft und eh Rückenwind hat? Bzw. haben diese Kräfte ja eh schon die Seite gewechselt, wie auch weite Teile der rechten Wählerschaft. Merz schaufelt, mit seiner Arroganz wie fehlenden Lernfähigkeit, gleich zwei Gräber: das seiner Partei und das der Demokratie.

    Es war zwar nie rätselhaft, warum Merkel Merz unbedingt verhindern wollte, aber inzwischen muss es auch der letzte Trottel begriffen haben. Außer Merz selbst natürlich.

    • passthedutchie

      @Warim Wilke:

      Punktlandung!

      Nicht nur Merkel. Schon Helmut Kohl hatte Merz auf sicherer Distanz gehalten. Unter Schröders Rot-Grün wurde er dann als neuer Oppositionsführer, als neuer Superstar einer verzweifelten CDU hochgejazzt und gefeiert. Dieses Intermezzo hielt nur ein paar wenige Monate. Dann wurde Merz schleunigst wieder in seinem Sauerland versteckt. Dann eben, wie Sie richtig sagen, hat ihn Merkel aus gutem Grund an der sehr kurzen Leine gehalten. Nachdem Merkel abgedankt hatte, witterte er endlich seine Chance. Doch vor allem die CDU selbst hat Laschet vorgezogen. Das heißt schon was. Die wußten schon, warum.



      Nachdem Laschet auch vor die Wand gefahren war, blieb nur noch Merz übrig.



      Nun hatte er es geschafft: Endlich von der Leine gelassen. Fast allen war schon vor seiner Wahl klar, was das werden würde.



      Nun ist da niemand mehr, der ihn zurückpfeifen, wieder an die Leine legen und ihm einen Maulkorb verpassen könnte.

  • warum_denkt_keiner_nach?

    Was wir heute erleben, erinnert tatsächlich fatal an die Ereignisse 1932/33. Angesichts des Vormarsches der extremen Rechten fällt den "Bürgerlichen" und ihren Medien nichts Besseres ein, als nach links zu prügeln.



    Und man arbeitet daran, sich mit den Extremen zu arrangieren.

    • Tom Farmer

      @warum_denkt_keiner_nach?:

      "Angesichts des Vormarsches der extremen Rechten fällt den "Bürgerlichen" und ihren Medien nichts Besseres ein, als nach links zu prügeln."



      Würde ich anders sehen: ".... fällt allen Parteien und Medien nix besseres ein als vor Rechts zu warnen aber inhaltlich nix vorwärts zu bringen."

      • warum_denkt_keiner_nach?

        @Tom Farmer:

        Es ist ein Fakt, dass das "bürgerliche" Lager deutlich schärfer auf Berlin, als auf Magdeburg reagiert hat. Schließlich geht es dort um Besitz und nicht um Menschenrechte.

        Das die sogenannten etablierten Parteien auch inhaltlich wenig zu bieten haben, steht auf einem anderen Blatt.

        • Walterismus

          @warum_denkt_keiner_nach?:

          Durch die antisemtischen Ausfälle von Teilen der Linken in Berlin geht es auch in Berlin um Menschenrechte.



          Insofern ist das nur konsequent vom bürgerlichen Lager dies zu kritisieren, wenn von den "Bürgerlichen" verlangt wird sich nicht mit der AfD gemein machen zu sollen.

          Die Berliner Linke ist kaum besser als die AfD, da sollte das gleiche gelten. Ausdrücklich die Berliner Linke!

        • Encantado

          @warum_denkt_keiner_nach?:

          "Es ist ein Fakt, dass das "bürgerliche" Lager deutlich schärfer auf Berlin, als auf Magdeburg reagiert hat."



          Das ist ein Fakt? Weiß ich nix von. So wie Sachsen-Anhalt in letzter Zeit die Nachrichten dominiert, möchte ich das doch ernsthaft bestreiten.