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Frauen retten die SPD Alternative zu Arschgeigen

Kommentar von

Silke Burmester

Männer haben die Volksparteien abgewirtschaftet, lebenserfahrene Frauen könnten sie wieder aufbauen. Oder besser gleich ganz eine Partei übernehmen.

H ätte ich mir vorstellen können, dass ich mal Mitleid mit der CDU haben würde? Dass ich, weit überraschender, ihren Niedergang mit Sorge betrachten würde? Natürlich nicht. Die CDU stand in meinem Leben für die, zu denen man Abstand suchte. Und selbst der Umstand, dass sie Frauen* in ihren Reihen hat, machte die Partei nicht besser. Im Gegenteil. Bis auf Rita Süssmuth und eventuell drei andere schienen diese Frauen* das Vorrecht der Männer auf die Ausgestaltung der Welt akzeptiert zu haben. Ihr Handeln orientierte sich an deren Vorgaben. Ex-Kanzlerin Angela Merkel machte da keine Ausnahme. Allein ihre Überlegenheit machte den Unterschied.

Anders die SPD. Etliche Sozialdemokratinnen* hatten maßgebliche gesellschaftliche Entwicklungen initiiert und vorangebracht, das Recht auf Abtreibung und körperliche Selbstbestimmung verteidigt, Gleichstellung gefordert. Ihr Denken und Handeln machte an der Grenzziehung ihrer Parteigenossen nicht halt. Selbst die FDP hatte fortschrittlichere Frauen* als die CDU, dort wurde aber auch sehr früh das Internet verstanden.

Politik, die sich jetzt rächt

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

Was diese drei Pfeiler der Demokratie in diesen Tagen eint, ist der Umstand, dass die Frauen* in der Führung so wenig zu melden hatten, dass die Jungs eine Politik verfolgen und umsetzen konnten, die sich jetzt rächt. Und zu Vergeltungsgelüsten innerhalb der Bevölkerung führt, dass diese sogar bereit ist, die Lektionen der Geschichte und die Vergehen ihrer Vorfahren zu vergessen und sich den Demokratiefeinden in die Arme zu werfen.

Denn anders als die Herren auf den Posten mussten wir durch die Scheiße durch.

Weil auf die Linke als Gegengewicht nicht wirklich Verlass ist und die Grünen, ja, was eigentlich tun?, ist die SPD in ihrem Kern – in Besinnung auf ihre Werte und in der Tradition wagemutiger Sozis – wie geschaffen, den Rechten das Wasser der Zustimmung abzugraben. Wie kann das gelingen? Wie kann eine Partei, die wie die CDU mitunter an der Fünfprozenthürde kratzt und bei 9 Prozent Zustimmung aufatmet, zu Größe und Kraft kommen? Wie schafft sie es, eine Alternative zu den Arschgeigen zu werden? Die Antwort ist einfach: Wir Frauen* entern sie, wir lebenserfahrenen Frauen*.

Die Idee: Fach- und sachverständige Frauen*, unabhängig von Parteizugehörigkeit und der Frage, ob sie die SPD wählen, übernehmen den Laden. Alle Männer werden aus allen Ämtern und Posten für fünf bis zehn Jahre rausgeschmissen und durch lösungsorientierte Frauen* ersetzt. Fachfrauen* aus allen Bereichen des Lebens: Städteplanung, IT-Sicherheit, Finanzen, Migration, Landwirtschaft, Rüstung, Pflege, Außenpolitik, Arbeitnehmerinnenschutz. Wir lebenserfahrene Frauen* können das. Gerade wir bringen mit, was pragmatische Problemlösung ausmacht.

Unsere Expertise ist eine mehrfache

Denn anders als die Herren auf den Posten mussten wir durch die Scheiße durch. Wir haben einen Alltag, ein Leben deichseln müssen, das gespickt war mit dem, was man heute als dringend veränderungsbedürftig erkannt hat: eine Gesellschaft, deren Strukturen für männliche Bedürfnisse ausgelegt ist. Wenn wir Expertinnen für Biotechnologie, Finanzen, Lebensmittelsicherheit, Darmkrebs, frühkindliche Prägung sind, dann ist unsere Expertise eine mehrfache. Anders als die der männlichen Kollegen ist sie nicht im hohlen Raum der Konzentration aufs Fach erarbeitet, weil in den meisten Fällen zeitgleich eine Familie gemanagt werden musste. Obendrein müssen Frauen* für die fachliche Anerkennung doppelt so viel leisten wie Menschen, die mit einem Penis geboren wurden.

Gerade wenn wir Kinder großgezogen haben, haben wir gelernt, Situationen augenblicklich zu erfassen, schnell und entschieden zu reagieren und Verantwortung zu übernehmen. Wir brauchen nicht die Beteiligung fünf weniger kompetenter Personen an der Entscheidungsfindung und müssen auch keine drei Teams-Sitzungen abwarten, um zu wissen, was Sache ist. Wir bringen mit, was anderen fehlt: Ich-Stärke und die Bereitschaft zum Handeln. In einer Arbeitswelt, in der sich alle wegducken, sind wir bereit, zu sagen: „Wir probieren das jetzt aus, ich nehme das auf meine Kappe!“

Warum wir uns das trauen? Weil wir wenig zu verlieren haben. Wir haben unseren Stand erarbeitet, kennen uns aus und müssen wenig fürchten. Beruflicher Aufstieg, den wir uns mit 58 verbauen? Gehaltskürzung? Wohl kaum. Nein, die meisten von uns stehen selbstsicher und gesichert da. Und sie wollen sich einbringen. Endlich ihre Expertise unter Beweis stellen und diese von den Männern in die Scheiße gerittene Welt, dieses von Miesepetern kleingeschimpfte Land dahin bringen, wo Frauen* es sehen: ein Land für alle.

Nicht eines für Männer und ihre Bedürfnisse, sondern eines, das sich am Wohl aller orientiert. Für das das Wohl der Gemeinschaft die Maßgabe ist und nicht eines, in dem Menschen, die nicht männlich und möglichst weiß sind, das nervige Hindernis. Der Stein am Hals der Selbstherrlichkeit, der mitgeschleppt werden muss.

Eitle Männer haben die SPD abgewirtschaftet

Natürlich könnte man sagen, es ist das Trümmerfrauenprinzip. Frauen* dürfen ran, wenn Männer nicht mehr können, Frauen räumen auf, was Männer abgewrackt haben. Ja, so kann man das sehen – und nicht handeln. Aus Prinzip, denn wir wollen ja nicht die Doofen sein. Wir können aber auch einfach die Gelegenheit ergreifen, unsere Schlauheit zeigen. Endlich machen, statt auf Gnade zu hoffen, am Randes des Tisches dabeizusitzen.

Mit und seit Gerhard Schröder haben eitle Männer die SPD abgewirtschaftet und ihr als ewiger Koalitionspartner das Profil abgeschliffen. Die alte Tante liegt am Boden. Holen wir das Riechsalz weiblichen Potenzials 47+, befreien sie von männlicher Denke und machen sie zukunftsfähig. Allein, sie für Frauen und queere Menschen attraktiv zu machen, reicht locker aus, sie in einen Prozentbereich zu bringen, der deutlich höher liegen wird als die Sumpfebene, in die Männer sie geführt haben. Und für alle, die jetzt das Heulen kriegen: Wer hoffen muss, die Fünfprozenthürde zu nehmen, ist am Arsch. Der kann auch gern Frauen* das Ruder überlassen. „Schlimmer“ kann es ja nicht mehr kommen.

Buchhinweis:

Zuletzt erschien von Silke Burmester „Leuchten, jetzt!“ über die Stärke alternder Frauen – Wie lebenserfahrene Frauen ihre Welt verändern.

Silke Burmester Kolumnistin

Silke Burmester war über 25 Jahre schreibende Journalistin. Von Anfang an auch für die taz. Hier hat sie u.a. Carla Brunis geheimes Tagebuch veröffentlicht und als „Die Kriegsreporterin“ von der Medienfront berichtet. Jetzt hat sie beschlossen, Anführerin einer Jugendbewegung zu werden und www.palais-fluxx.de für Frauen ab 47 gegründet, das "Onlinemagazin für Rausch, Revolte, Wechseljahre“. Für die taz wird sie dennoch ab und zu schreiben, logo!
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38 Kommentare

  • hsqmyp

    Ist es Absicht, das auf dem Foto ausgerechnet Fr. Giffey zu sehen ist?



    Das soll jetzt eine "lebenserfahrene" Frau, die ihrer Partei wieder zu altem inhaltlichen Glanz verhilft?



    Oder ist sie nicht vielmehr nur eine machtbewusste Politikerin, die damals RRG verhindert hat und dies gerade wieder versucht?



    Um dann mit der Berliner CDU genau Politik zu machen, die meisten BerlinerInnen zu Recht nicht mehr wollen?

    Feministisches Selbstbewusstsein in allen Ehren, aber das ist einfach nur noch peinlich.



    Und wegen der neoliberalen Politik solcher weiblichen "Leuchttürme" sogar am Ende frauenfeindlich.

    Auch die aktuelle Bundesregierung besteht aus vielen Politikerinnen , die eine unsoziale, fortschrittsfeindliche Politik betreiben, die an den Bedürfnissen der wählenden Mehrheit vorbei geht.

    Hier unreflektiert eine geschlechtsimmanente "Lebensklugheit" zu vermuten, schwächt doch die eigene Glaubwürdigkeit enorm.

    Wenn es freilich um das Recht geht, das Frauen genauso eine miese Politik machen wie ihre männlichen Kollegen, erfüllt diese Regierung wie auch der endlich abgewählte Senat von Wegner / Giffey alle Wünsche...

  • Deep South

    Man muss schon die Augen ganz fest zumachen, um nicht zu sehen, dass in 16 Jahren Merkel der Stillstand verwaltet, notwendige Reformen ausgesessen und damit der Grundstein für den Politikverdruss der Menschen und gelegt wurde. Die Ampel mag an ihrer Zerrissenheit gescheitert und Merz ein Kardinalspfeife sein. Aber den Berg an nahezu unlösbaren Aufgaben hat Angela Merkel hinterlassen. Da muss man auf Kramp Karrenbauer, von der Leyen, Klöckner oder Reiche gar nicht mehr eingehen. Aber Hauptsache einfach mal einen rausgehauen.

  • Isolde

    Danke, Silke

  • Josef 123

    Le Pen, Meloni, von Storch, Weidel, Brinker: Läuft doch. Was will man mehr?

  • Bremoro17

    Na ja, der Artikel ist doch etwas einseitig. Es gibt eine ganze Reihe von Frauen in der Politik, die man besser rausschmeißen sollte. Z.B. Weidel, Reiche, Wagenknecht, usw.

  • Don Geraldo

    Wahlergebnisse lügen nicht.



    Gerhard Schröder hat 2005 für die SPD als Spitzenkandidat ein Ergebnis von 34,2 Prozent geholt, das ist nur 2,6 Prozent weniger als das, was SPD, Linke und Grüne bei der letzten Bundestagswahl zusammen erreicht haben.



    Bei den Wahlen 1998 und 2002 lag er übrigens noch deutlich darüber.

    Der Niedergang der SPD hat viele Gründe, und angesíchts von drei weiblichen Vorsitzenden in den letzten acht Jahren waren dafür nicht nur Männer verantwortlich. Und Gerhard Schröder schon gar nicht.



    Und die CDU wurde definitiv von einer weiblichen Vorsitzenden heruntergewirtschaftet. Es ist bestimmt kein Zufall, daß sie ausgerechnet dort erstmals an der 5-Prozent-Hürde scheitert, wo Angela Merkel lange die Spitzenkandidatin und prägende Figur war.

  • Blutsbruder WinnePuh

    Frau Faeser und Frau Bas, möchten ihnen gerne widersprechen. Ist ja nicht so, daß Frauen in der SPD nichts zu sagen hätten, nur drücken sie dieselbe repressive und neoliberale Politik, wie ihre männlichen Kollegen durch. Es ist egal ob M/W/D, es geht um die Politik die gemacht wird und die sieht bei der SPD genauso aus wie eh und je, Macht- und Postenerhalt. Diese Partei regiert seit 27 (abgesehen 09-13) Jahren (mit), ich frage mich wo die Hoffnung herkommt, daß sich da noch etwas ändert.

  • Chaos-NRW

    Die Behauptung, alleine Männer hätten die Volksparteien abgewirtschaftet, scheint mir doch sehr gewagt. So haben beispielsweise Frau Merkel bei der CDU und Frau Esken bei der SPD durchaus auch ihre Beiträge geleistet.

    • Abdurchdiemitte

      @Chaos-NRW:

      Welche konkreten Beiträge haben denn Frau Merkel und Frau Esken geleistet, um ihre Parteien runterzuwirtschaften?



      Butter bei die Fische!

  • der_ungerechte

    Diese Frauen sind doch gar nicht für solche Parteiämter qualifiziert, dafür sind sie zu erfolgreich - und vermutlich nicht korrupt genug.



    Spaß beiseite, frischer Wind und Kompetenz täten der SPD sicherlich gut, nur genützt hat es bei den vorherigen Malen auch nichts. Und eine Notiz am Rande: Frauen*, aber trotzdem Menschen die mit Penis geboren worden sind?! Von solchen Biologismen sollte man doch schon länger weg sein.

  • Il_Leopardo

    Alle Macht den Frauen



    All power to the women

  • DiMa

    Naja!

    Um ehrlich zu sein, mir ist das Geschlecht eines Politikers vollkommen egal. Ich finde die Politik einer Frau Schwesig oder eines Herrn Pistorius gut. die der Frau Paus und des Herrn Merz dagegen nicht.

    Die Aussage der Autorin halte ich zumindest insoweit für höchst fragwürdig, als dass ich die Politik von Frau Merkel ursächlich für den Aufstieg der AFD halte. Ohne ihr vollkommen unkonkretes "Wir schaffen das" wären wir meines Erachtens heute nicht da, wo wir bedauerlicherweise sind.

    Und auch bei der SPD waren es insbesondere Frauen, die den stetigen Niedergang zu verantworten haben: Nahles, Esken und Bas haben keinen positiven Eindruck hinterlassen.

    • Il_Leopardo

      @DiMa:

      Der Dank von über 1 Million Syrer in den Jahren 2015/16 ist ihr gewiss - und auch ich danke ihr für diese Geste der Menschlichkeit.

  • Gerald Müller

    Meine Güte, haben sie schon vergessen was Angela Merkel mit der CDU gemacht hat?

    • rimbaud28

      @Gerald Müller:

      Wie schwer ist es zu verstehen, dass Frau Merkel in dieser Partei Dinge so gut es ging weggearbeitet und uns nebenbei16 Jahre lang vor diesen Flachzangen bewahrt hat ? Das war eine für uns alle wenig sichtbare Leistung, deren Tragweite erst heute in ihrem ganzen Ausmaß deutlich wird.

    • Astrid Sehnefeld

      @Gerald Müller:

      Offensichtlich ja 🤷

  • Xheini

    Sicherlich waren die letzten Dekaden absolut männlich geprägt und vieles in unserem Land bedarf einer femininen Korrektur. Da gehe ich absolut mit.



    Doch dem Heilsversprechen, dass Frauen es besser machen, glaube ich nicht mehr. Die Parteien des Mitte-Links-Spektrum haben seit über zehn Jahren Genderquoten. Sie sind also schon gut durchmischt, haben Parteichefinnen, Ministerinnen und viele Frauen auf anderen Ebenen möglich gemacht. Entscheidungen und Beschlüsse der Parteien wurden durch Frauen mitgetragen oder möglich gemacht. Die Teilung der Linkspartei, der Niedergang der SPD gehen also auch zu Lasten der Frauen in diesen Parteien. Selbst die viel gepriesene Kanzlerin hat die Inhaltsleere der CDU mitverursacht. Durch die Frau an der Spitze der EU riecht es immer stärker nach Korruption. Die extreme Rechte in Europa (Italien, Frankreich, Deutschland) wird sehr stark von Frauen getrieben. Ich sehe keine Verbesserung des politischen Betriebs, wenn Frauen die Posten übernehmen. Es bleibt schmutzige Politik. Das können leider beide Geschlechter sehr gut. Und in beiden Geschlechtern finden wir ehrlich engergierte Politiker*innen. Es kommt eben immer auf die einzelnen Menschen an.

  • Klabauta

    Köstlich! Ich freue mich schon auf die Kommentare!

    Nur eine kleine Anmerkung hätte ich: das sind keine "Jungs", die den Karren in den Dreck gefahren haben, das wäre ja noch zu entschuldigen, sondern erwachsene Männer.

    • Abdurchdiemitte

      @Klabauta:

      Wie ich gehört habe, hat die neue AfD-Fraktion im Magdeburger Landtag mehr Matthiasse in ihren Reihen als Frauen. Vielleicht schaffen die Matthiasse es ja, die Welt zu retten, wenn es schon die Frauen nicht vermochten.😏



      AfD-Politiker wirken auf mich sowieso alle wie Klone, ob nun mit oder ohne Bart.

    • Wirrwicht

      @Klabauta:

      Erwachsen bedeutet eigentlich gar nichts. Der/die durchschnittliche Erwachsene ist nur ein alt gewordenes Kind.

  • Eckart Schaffland

    Was für ein toller Artikel!



    Und jetzt bitte dringend angehen!



    Danke

  • Andi S

    Es ist ein Meinungsstück.

    Ersetze Mann durch eine beliebige andere Menschengruppe und dann sieht man, ob der Artikel fliegt…

  • Querbeet

    Die Männer haben die Volksparteien abgewirtschaftet? Ist Merkel keine Frau mehr?

    • Il_Leopardo

      @Querbeet:

      Unter Merkel ging es allen doch noch ganz gut. Dann kam Scholz und dann Merz ... und es ging bergab.

    • Abdurchdiemitte

      @Querbeet:

      Umgekehrt gefragt: seit wann sind Merz, Spahn und Amthor Frauen?

  • Desti

    Warum wird jedes Mal beim Wort "Frau" ein Stern angehängt?

    • Joe Schmoe

      @Desti:

      Gemeint sind wohl Flinta.

    • Mondschaf26

      @Desti:

      Bedeutet wohl, das Gendern nicht möglich ist. Typischer Burmester-Humor. 😊

  • Plinius

    "Obendrein müssen Frauen* für die fachliche Anerkennung doppelt so viel leisten wie Menschen, die mit einem Penis geboren wurden." Wie funktioniert jetzt das Sternchen in dem Satz?

    • Il_Leopardo

      @Plinius:

      Mit dem Sternchen hinter Mädchen, Frauen oder auch weiblich und männlich, wird sichtbar gemacht, dass es nicht nur zwei Geschlechter gibt, sondern noch viel mehr.

  • FtznFrtz

    Huch, warum dieser verzweifelte Unterton? Grundsätzlich klar, auf jeden Fall mehr Frauen, die Klingbeils und Scholzens haben die SPD ja schon auf Grund gesetzt. Und Merkel war ein Profi, im Gegensatz zur Trümmertruppe um Merz, die die CDU in den Abgrund reitet.



    Aber: das Arschgeigentum macht auch vor Frauen nicht Halt, Alice Weidel? Sarah Wagenknecht? Opportunismus, Karriere um jeden Preis, schnöder Mammon, natürlich auch bei Doppel-X-Chromosom-Trägerinnen nicht unbekannt.

    • Il_Leopardo

      @FtznFrtz:

      OK - das sind zwar "Frauen" - aber eben keine "Frauen*". Bin mal gespannt, ob Sie den Unterschied sehen können.

  • Jürgen aus Nürnberg

    Immer wieder anregend und erheiternd, was von Silke zu lesen.



    Weiter so!



    Bitte ! ! !

  • warum_denkt_keiner_nach?

    Merkwürdiger Artikel. Klar haben Männer viel dazu getan, den Karren der "Volksparteien" in den Dreck zu fahren.

    Aber zählen Merkel, vdL, Kramp-Karrenbauer und die anderen Damen aus dem Dunstkreis nicht als Frauen? Oder die aktuelle Wohnungsbauministerin aus der SPD, die gerade ein Anti-Armen-Gesetz eingebracht hat?

    Es kommt offenbar mehr darauf an, was Menschen tun, als darauf, welchees Geschlecht sie haben.

    • Il_Leopardo

      @warum_denkt_keiner_nach?:

      Finger weg von Merkel ...

  • Astrid Sehnefeld

    "Männer haben die Volksparteien abgewirtschaftet" ???



    Das sehe ich als Frau ganz anders: Angela Merkel hat Deutschland 16 Jahre verwaltet, keine einzige Langzeitreform angestoßen und jegliche Konkurrenz nicht dulden können und alle weggebisseen, die eventuell mal Führungskompetenz oder eigene Ideen generieren könnten.



    Deshalb war Deutschland nach ihrem Abgang ein blutleeres müdes Land und seine Politiker überfordert mit Veränderung und veränderten Wettbewerbsbedingungen am Weltmarkt und auf politischer Ebene.



    Scholz als langjähriger Adjutant Merkels waren denn auch - mangels Merkels Fähigkeit, Aufgaben zu distributieren und Konkurrenz neben sich zu dulden - die Fußstapfen drei Nummern zu groß als Kanzler nach der Mutti-Ära...



    Das Deutschland überhaupt so lange so gut funktionierte unter Merkel, ist einzig ihrem extrem guten Draht zu Putin geschuldet, wodurch Deutschland über ein Jahrzehnt hinweg billigst Gas beziehen konnte - was Verbraucher aber vor allem die Wirtschaft enorm stützte. Der Rest kam aus Innovations- und Wettbewerbsvorteil, weil wir technisch vorweg waren und das German Engineering noch ein Statement war.

    • Il_Leopardo

      @Astrid Sehnefeld:

      Angela Merkels Kanzlerschaft von 2005 bis 2021 war geprägt von zahlreichen Reformen in Sozial-, Wirtschafts- und Familienpolitik sowie Gesetzesinitiativen wie Mindestlohn und Ehe für Alle. Im Einzelnen:



      Allgemeiner Mindestlohn



      Rentenreform



      Elterngeld



      Kurzarbeitergeld während Corona



      Ehe für alle



      Energiewende



      Klimaschutz



      Soll ich noch mehr aufzählen? Insgesamt wurden unter Merkel rund 2.270 Gesetze verabschiedet, darunter sowohl sozialpolitische als auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Reformen.

    • Mondschaf26

      @Astrid Sehnefeld:

      Silke Burmester schreibt doch - leicht verklausuliert - aber verstehbar, dass Angela Merkel die Vorgaben der Männer Winterkorn usw. umgesetzt hat, wodurch wir diesel-technisch weiterhin vorweg hinterher fahren.