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Rheinmetall-ChefHausfrauen an die Lötkolben!

Arroganz gegen Realität: Rheinmetall-Chef verspottet ukrainische Drohnen und verkennt damit den Wandel des Kriegs.

Testflug einer ukrainischen FPV-Drohne mit Glasfaseranbindung Foto: Mykhaylo Palinchak/sopa/imago

B ei ukrainischen Drohnen handle es sich um ein Legospiel und bei den beiden großen Drohnenproduzenten Fire Point und Skyfall um „ukrainische Hausfrauen“. „Sie haben 3D-Drucker in der Küche und produzieren Teile für Drohnen, das ist keine Innovation.“ Diese respektlosen Aussagen des Rheinmetall-CEOs Armin Papperger, die er gegenüber Simon Shuster vom Magazin The Atlantic tätigte, ließen den Journalisten verblüfft zurück. Er hatte sich erhofft, etwas darüber zu erfahren, wie die deutsche Rüstungsindustrie mit den neuesten Entwicklungen an der Front mithalten möchte.

Die Worte des Rheinmetall-CEOs sind nicht nur arrogant, sie zeugen davon, dass er offenbar die Drohnenrevolution der vergangenen Jahre verschlafen hat. Kein anderer Partner verfügt derzeit über so viel Wissen in moderner Kriegsführung wie die Ukraine. Gemeinsame Übungen mit ukrainischen Soldaten haben veranschaulicht, wie stark moderne Drohnen den Gefechtsverlauf beeinflussen können– etwa bei der Übung „Hedgehog 2025“, als ukrainische Spezialisten zeigten, dass westliche Truppen ungenügend auf die aktuellen Kriegsbedingungen vorbereitet sind.

Die Ukraine verfügt seit dem verstärkten Einsatz von Drohnen durch Russland – des Bautyps, der nun auch vom Iran im Nahen Osten eingesetzt wird – über umfangreiche Erfahrung in deren kostengünstiger Abwehr, etwa durch kleine raketenförmige Drohnen.

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Den Himmel über der sogenannten Kill Zone, die sich über Kilometer auf beiden Seiten der Nulllinie erstreckt, dominieren kleine Kurzstreckendrohnen. Eine Front im eigentlichen Sinne gibt es nicht mehr, denn auch zehn Kilometer von der Nulllinie entfernt kann man leicht zum Ziel dieser Killerdrohnen werden.

Billige Drohnen können Panzer zerstören

Sie sind nicht nur unkompliziert zu fertigen – es handelt sich im Grunde um gepimpte Hobbyfluggeräte, die mit einem Sprengsatz ausgestattet werden -, sondern sind auch extrem billig. Eine 300 Euro teure Drohne kann so millionenteure Militärtechnik zerstören – auch Panzer von Rheinmetall.

In der Ukraine gibt es neben zahlreichen kleinen und großen Drohnenunternehmen unzählige Initiativen, bei denen Freiwillige auf Spendenbasis Drohnen fertigen und an die Front schicken – wer nicht selbst werkelt, spendet Geld für die Bauteile. Der Drohnenbau ist zu einem gesellschaftlichen Massenphänomen geworden, an dem sich übrigens auch Menschen im Ausland beteiligen.

Am vergangenen Wochenende habe ich die Freiwilligen von der Prager Initiative Solidrones besucht, die nicht etwa Hausfrauen sind, sondern nach ihrem Day Job noch Drohnen löten, testen und in die Ukraine verschicken.

Wie zu erwarten, kamen die Worte des deutschen Rüstungs-CEOs in der Ukraine überhaupt nicht gut an. Selenskyjs strategischer Berater Alexander Kamyshin schrieb auf X: „Ich besuche jährlich über 200 Rüstungsfabriken. Oft sehe ich dort ukrainische Frauen, die Seite an Seite mit Männern arbeiten und ihnen in nichts nachstehen. Sie sind wunderbare Hausfrauen, müssen aber dennoch hart in den Rüstungsfabriken arbeiten.“

Der CEO lenkt ein

Nun versucht sich der deutsche CEO nach seiner Blamage wohl in Schadensbegrenzung. Rheinmetall antwortete auf den Post Kamyshins, man habe den größten Respekt vor den enormen Anstrengungen des ukrainischen Volkes bei seiner Verteidigung gegen den russischen Angriff. „Es spricht besonders für die Ukraine, dass sie selbst mit begrenzten Mitteln äußerst effektiv kämpft. Die Innovationskraft und der Kampfgeist des ukrainischen Volkes sind für uns eine Inspiration.“ Setzt hier wirklich ein Umdenken ein? Man will es doch sehr hoffen.

Wenn wir hier in Deutschland nämlich weiter stur Panzer bauen und auf die „ukrainischen Hausfrauen“ herabblicken, während Russland und seine Partner Iran und Nordkorea unter realen Kampfbedingungen ihre Drohnentechnologie perfektionieren, sind wir verloren. In dem Sinne: An die Lötkolben!

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33 Kommentare

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  • Wahrscheinlich wären große Teile der Milliarden aus dem großen Sondervermögen für Verteidigung besser und effizienter bei ukrainischen Heimwerker:innen investiert.

  • Papperger spiegelt nur, was in der kompletten westlichen Rüstungspolitk (schief)läuft: Was nicht zig Milliarden kostet und frühstens die Front erreicht, nachdem es eine jahrzehntelange Ochsentour durch Entwickung, Beschaffungsbürokratie und standortpolitisches Querfeuer absolviert und die Verwandlung vom einfachen Spezialgerät zur überkomplexen "eierlegenden Wollmilchsau" (und gegebenenfalls wieder zurück) mindest einmal durchgemacht hat, ist auch kein "marktfähiges" Produkt. Auf dieser Basis funktioniert Rheinmetall, und dass seine Kunden die "Zeitenwende" auch als eine Prioritätenverschiebung hin zu "automatisiert, einfach, schnell, viel, billig" verstanden haben, fehlen bislang die Anzeichen.

    Und bürokratischen Friedensspeck mal außen vor: Natürlich würden angesichts der Produktions- und Entgeltbedingungen, unter denen ukrainische Drohnen für bezahlbar hergestellt werden, wahrscheinlich die Arbeitssicherheits- und Tarifspezialisten bei der IG Metall einmal in höhnisches Prusten ausbrechen und dann bitten, jetzt mal mit ernsten Vorschlägen zu kommen. Auch das gehört zur Wahrscheit.

  • Ignoranz und Arroganz -



    weg ist der Panz-



    erbauer.



    Aber Drohnen die sind schlauer



    beim Paarungsflug der Königin.



    Danach sind sie bald dahin.

  • Es ist für jemanden mit dem Geschäftsmodell "ich stelle komplett überzogene Preise in Rechnung, weil meine Lobby-Buddies in der Regierung sowieso nie auf Geld achten müssen" natürlich doof, wenn plötzlich jemand kommt und gleichwertiges oder besseres für einen Bruchteil verkauft. Armer Rheinmetall-Boss.

    Dass wir hier in jedem Fall darüber reden, dass Menschen mit Mordwerkzeugen sehr viel (Steuer)Geld machen, muss man gar nicht mehr thematisieren. In Deutschland hat der Militarismus so stark Einzug gehalten, dass niemand mehr Zweifelhaftes in Zweifel zieht.

  • Würde ein Konzernchef etwas gut finden woran er nicht direkt mitverdient, wäre er kein Konzernchef.

  • Hochmut kommt vor den Fall...

  • Die Arroganz von Rheinmetall ist nicht nur dämlich sondern superdämlich



    =



    Die kleine Switschbladedrohne 300 wiegt rund drei Kilo, die Switchblade-600 bereits fast 17 Kilo. Wie das Magazin Kiew Independent berichtet, plant AeroVironment, in der Ukraine mit der Produktion von Switchblade-Kamikaze-Drohnen zu beginnen. Dies sei die jüngste von mehreren aktuellen Vereinbarungen zwischen ukrainischen und ausländischen Unternehmen zur Waffenproduktion in der Ukraine, wie das Blatt meldet. Laut der Kiew Post solle die Switchblade jetzt überhaupt das Blatt im gesamten Kriegs-Geschehen wenden - was momentan zumindest in Ansätzen sichtbar ist.



    =



    2. Mehrere Golfstaaten wollen mit der Ukraine zusammenarbeiten. Es gibt bereits mit Saudi-Arabien, VAE & Katar vertragliche Vereinbarunghen erklärte Selenskyj.



    Außerdem arbeit die Ukraine mit Jordanien und Kuwait zusammen. Darüber hinaus gibt es weitere Anfragen aus Bahrain und Oman.



    Klartext:



    Die Erfolge Kiews sind sicherlich nicht nur die Erfolge der Hausfrauen - aber auch - und fordert von Beobachtern die Hochachtung für Frauen ab die sie verdienen.



    =



    Wo sind denn die Rheinmetalldrohnen welche die Ukraine wirksam schützen könnten?

  • "Kitchenmade" ist der wertvollste Orden, den man den Ukrainern zukommen lassen kann. Der CEO sollte davon lernen und Baukästen entwickeln, die im Kriegsfall tatsächlich in allen Stuben zur Resilienz unseres Landes beitragen.

  • "Nun versucht sich der deutsche CEO nach seiner Blamage wohl in Schadensbegrenzung. Rheinmetall antwortete auf den Post Kamyshins, man habe den größten Respekt vor den enormen Anstrengungen des ukrainischen Volkes bei seiner Verteidigung gegen den russischen Angriff."



    Dank Milliarden aus Steuergeldern u. Unterstützung der BR auf "dicke Hose" machen.



    Werden die Gelder dort wirklich so sinnvoll investiert, wie die profitierenden Wirtschaftsbosse f. ihre Konzerne beteuern?



    Vielleicht muss man alsbald etwas genauer hinschauen, was wirklich aus d. sogenannten Sondervermögen wird.



    "100 Milliarden, um die Bundeswehr verteidigungsfähig zu machen: Das ist das Versprechen des "Sondervermögens Bundeswehr". In welche Firmenkassen genau das Geld fließt, war bisher nicht bekannt. ZDF-Recherchen zeigen nun erstmals im Detail: Die Rheinmetall AG ist die größte Profiteurin der deutschen Aufrüstung. Das belegen Unterlagen aus dem Verteidigungsministerium.



    Das Unternehmen bestätigt dem ZDF auf Nachfrage, dass es Aufträge im Wert von 42 Milliarden Euro erhalten hat - fast die Hälfte des gesamten Sondervermögens."



    zdfheute.de



    "Im Detail nachzuvollziehen, welche Rüstungsfirma wie viel Geld erhalten..."

    • @Martin Rees:

      Es sollte doch Jedem einleuchten, dass die Bundeswehr ad hoc nur die Wunschlisten präsentieren kann, die seit lange vor dem Ukrainekrieg in der Schublade vergammelten, weil nicht mal für Komplettierung und Instandhaltung der vorhandenen Ausrüstung genug Geld da war. Dass diese Wunschlisten seit knapp vier Jahren eigentlich als überholt gelten dürften, wird sich wahrscheinlich schon in den (späten) 2030ern auf der Entscheiderebene spüren lassen und zu fälligen Reformen im Beschaffungswesen führen. Nach deren Umsetzung kann dann auch das Rennen zwischen Klimaneutralität der Volkswirtschaft und zeitgemäßer Bewaffnung der Bundeswehr wirklich in die entscheidende Phase eintreten (Zielankunft: Unklar...).

      /Sarkasmus

  • Für den ist die Welt bzw. Deutschland in Ordnung: Krieg ist toll, die Steuergelder sprudeln ohne Nachfrage was die Gegenleistung taugt und man kann sich über Länder mit Korruption echauffieren und über Frauen lustig machen. Ich wäre ja dafür gewesen, 2022 erst mal der Frage nachzugehen, wofür bis dahin die 50Mrd Bundeswehretat jedes Jahr ausgegeben wurden, aber die Lobby hats wie immer gerichtet,

    • @Christine_Winterabend:

      Die Deutsche Industrie wünscht sich sicher lieber 2013 zurück.

    • @Christine_Winterabend:

      Hauptsächlich Gehälter und Liegenschaften das können sie alles ganz transparent online nachlesen.

  • Dass Rheinmetall Einbußen seiner Profite befürchtet, weil Freiwillige in ihren Küchen militärisch effektivere Waffen bauen– das ist ja wirklich kaum verwunderlich. Für die Rüstungslobby ist das ja im Prinzip wie Open-Source-Software für die Software-Industrie.



    Seltsam finde ich eher, dass der Kern des Artikels mehr oder weniger lautet: Rheinmetall-Chef Papperger sei arrogant, und wir müssen das ukrainische Modell übernehmen (Imperativ: „An die Lötkolben!”). Ich bin etwas enttäuscht, so etwas in der taz zu lesen.



    Die Frage ist, ob es wirklich bewegend und solidarisch gelten kann, wenn Freiwillige nach ihrem Vollzeitjob – oder neben ihrer Care-Arbeit – unentgeltlich nachts Drohnen löten und Kriegs- und Tötungsmaterial für die herrschende Klasse zu produzieren. Papperger beledigt diese Leute als „Hausfrauen” und die Autorin feiert dieselben Menschen als Heldinnen. Im Prinzip instrumentalisieren beide sie damit – nur aus unterschiedlichen Positionen heraus.

    Wäre interessant zu sehen, wie viele Leute bereit wären, für „Deutschland“ unbezahlt nachts die Lötkolben zu schwingen – um sich dann am nächsten Tag vom Bundeskanzler anhören zu lassen, man sei zu faul und leiste zu wenig.

    • @Dima77140:

      Die Ukrainer produzieren nicht für die herrschende Klasse, was immer das sein soll, sondern für ihre Freiheit, Unabhängigkeit und nationale Identität gegen einen brutalen Feind, der all dies vernichten will.

    • @Dima77140:

      So, wie der Militarismus inzwischen hier Einzug gehalten hat, würden sich da vermutlich sogar einige finden. Was Krieg, Tod und Verstümmelung - auch von Kindern - in der Realität bedeuten, werden sie erst verstehen, wenn sie selbst zu den Opfern gehören. Oder den Tätern, denn auch Morden lässt die Psyche nicht unangetastet. Aber diese Gedanken macht sich hierzulande ja kaum mehr jemand. Es wird als "alternativlos" angesehen, dass Putin mit dem T-72 vor dem Brandenburger Tor steht und bekämpft werden muss. Der gleiche Putin, der seit vier Jahren nicht mal geschafft hat, ein Nachbarland einzunehmen.



      Wie hätte Opa Hoppenstedt gesagt: früher war mehr Denken.

    • @Dima77140:

      Tatsächlich täte Armim Pappberger gut daran, sich schnell mit dieser Szene zu vernetzen, um am Markt bestehen zu können. Die Open Sourse Software idt heute mit Andoid überall, wöhrend Mucrosoft einen leisen Tod stirbt. Die Drohnenentwicklung macht gerade riesige Sprünge und getestet werden kann sinnvoll nur unter realen Bedingungen.

      Es ist auch militärstrategisch völlig falsch gedacht. Schon 1780 forderte der französische Offizier Joseph Servan den soldat citoyen, den „Bürgersoldaten“. Diese Revolution hat seit den Begreiungskriegen alles verändert, und sie gilt bis heute. Wenn Russland den Krieg verlieren sollte, dann deshalb, weil kein russischer Normalbürger sich für ihn interessiert - im Gegensatz zu den Ukrainern, für die es um alles geht, und die verzweifelt alle irgendwo mittun.

    • @Dima77140:

      Kleine Anmerkung: Der Lötkolben wird mit Nichten geschwungen …

      • @Rufus:

        Nicht mit meiner Nichte.

  • Die Bemerkung war natürlich völlig daneben.



    Allerdings ist auch bekannt, dass die Art Drohnen zu bauen,



    "einen hohen Blutzoll" von den Ukrainer*Innen fordert.



    Wie Experten berichten, gibt es bei den improvisierten Waffensystemen viele Verletzte bei der Herstellung.

  • wie heißt es doch so treffend, Hochmut kommt vor dem Fall!

    • @Sonnenhaus:

      Meine Rede.

  • Es wird höchste Zeit das der "alte" CEO Armin Papperger abtritt und den Jüngeren mit mehr tehnologischem Verständnis den Platz freimacht. Denn nach den 100 Mrd. ist dann wieder Wettbewerb angesagt, das ist dem jetzigen CEO eher ein Fremdwort.

  • Natuerlich hat der CEO recht. Produktinnovation ensteht zB durch den Einsatz neuer Materialien oder Verkleinerung der Bauteile. Das was beim 3D-Ausdrucken rauskommt, ist keine Innovation.



    Zu unterscheiden ist das von der Erfahrung in der Kriegsfuehrung mit Drohnen.



    Es geht hier um verschiedene Sichtweisen. Rheinmetall will Hochtechnologie verkaufen und das fuer viel Geld. Da macht es keinen Sinn billige Jedermannstechnologie zu bejubeln.



    Aus Sicht der Ukraine ist es genau andersrum, hier zaehlt bei einem langen Krieg Masse statt Klasse.



    Oft genug wird in den USA Kritik laut, dass suendhaft teure Hochtechnologie zwar gut fuer die Waffenmessen und die Hersteller sind, aber in einem Krieg nicht lange halten. Stichwort F-35 vs A10.

    • @elektrozwerg:

      Innovation oder auch Neuerung.



      Das hat nichts mit teuer oder industriell zu tun.



      In der Ukraine findet eine Entwicklung statt, rasend schnell, sehr effizient und durchaus vergleichbar mit den Neuerungen in Kriegsführung und Wehrtechnik während der Weltkriege.

    • @elektrozwerg:

      Innovation entsteht auch durch neue Fertigungsprozesse oder Vergünstigungen.

      Somit ist der 3D Druck sehr wohl Innovation.

    • @elektrozwerg:

      Ist das die Definition von Innovation aus dem curriculum ihres MBA oder Engineering Management studium? Was für ein Quark, innovation ist erstmal nur die Umsetzung einer neuen Idee, 3D drucken die Art der Produktion. Als solche nicht gerade effizient in großen Serien, aber, wie die Ukraine beweist, sehr gut dezentral umsetzbar

  • Arroganz³



    Die Ukraine kämpft um ihre Existenz, ist auch finanziell limitiert. Da ist der Erfindungsreichtum der ukrainischen Drohen schon zu bewundern. Rheinmetall lebt vom Sondervermögen Bundeswehr, welches 100 Milliarden Euro beträgt. Mit so viel Geld kann man natürlich ganz anders produzieren.



    Ich finde die Arroganz³ von Rheinmetall-CEOs Armin Papperger schon widerlich, schämen sie sich.

    • @Hans Dampf:

      Er ist ja nicht allein mit seiner Arroganz. Die deutsche Autoindustrie ist ja auch die tollste von Welt, meint unser Kanzler. Und wenn sie das E-Zeitalter verpennt hat, dann schaffen wir eben die Welt für Verbrenner. Bis es vorbei ist. Und auch an anderer Stelle finden wir das immer wieder: Deutsch ist das Beste, alles andere ist nichts wert. Zum k....!

  • Der Typ hat Angst um seine Kohle. Wenn jede Hausfrau so etwas zuhause am Küchentisch basteln kann, braucht es kein 100 Mrd Sondervermögen für die Rüstungsindustrie...

    • @Cededa Trpimirović:

      Zumal viele große Erfindungen am Küchentisch entstanden sind.

    • @Cededa Trpimirović:

      Seh ich auch so. Die Arroganz ist da ein instinktiver Abwehrmechanismus der Reichen.



      Wenn die Front durch diese neue Art zu Kämpfen plötzlich keine Linie sondern ein 10 Km Bereich ist, wird jeder Krieg etwas zum Guerillakrieg und alles schwere Gerät zum leichte(ren) Ziel. Panzer verlieren da ihren eigentlichen Sinn und werden zum finanziellen Risiko. Finden die da keine extrem effektive Abwehr um den Panzer zu 99,999 % zu schützen, sind die ziemlich gekniffen.

      • @Rikard Dobos:

        Die Panzer werden vor allem mit Low Tech Lösungen wie Netzen und Gitterkäfigen geschützt.



        .



        Dazu dann noch Abfangeronen und Störsignale.



        .



        Aber es ist ein ständiges Wettrüsten



        .



        Ein klassischer deutscher Panzer wäre tatsächlich ziemlich aufgeschmissen.