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Ökonom über die USA unter Trump„Das System ist gekippt“

Um die autokratische Ordnung zu stürzen, reicht es nicht aus, die Macht der Milliardäre anzugreifen, sagt der Ökonom William Lazonick. Es müsse umverteilt werden.

Geld regiert seine Welt: Donald Trump Anfang Januar vor dem Weißen Haus Foto: Tierney L. Cross/NYT/Redux/laif
Barbara Junge

Interview von

Barbara Junge

Die Komplizenschaft von Geld und Macht ist ein wesentliches Merkmal der autokratischen Regierung von Donald Trump. Finanzielle Interessen bestimmen selbst den US-Überfall auf Venezuela und den politischen Druck auf Grönland. Die Liste der Milliardäre auf entscheidenden Posten ist lang: Howard Lutnick (Handelsminister und Finanzkapitalist), Scott Bessent (Finanzminister, Hedgefonds-Manager) oder Linda McMahon (Bildungsministerin, World Wrestling Entertainment) und Steve Witkoff (Sondergesandter Naher Osten und Ukraine-Verhandler, Immobilien-Entwickler) gehören dazu. Andere haben als Berater im Weißen Haus Zugang zu Trump. Dazu zählen Tech-Pioniere wie Marc Andreessen und Ben Horowitz (Venture Capital Investoren) oder Peter Thiel (Palantir- und Paypal-Mitgründer). Und natürlich Elon Musk.

Im November 2024 haben die meisten Wähler und auch Wählerinnen ohne Collegeabschluss für Trump und nicht für die demokratische Kandidatin Kamala Harris gestimmt, obwohl das wichtigste Thema dieser Menschen die wirtschaftliche Lage war. Jetzt kann man beobachten, wie Oligarchen und Investmentmilliardäre den Staat zulasten der Bevölkerung plündern. Der parteilose progressive Senator Bernie Sanders formulierte das auf seiner „Fighting Oligarchie“-Tour so: „Noch nie zuvor in unserer Geschichte hatten so wenige so viel Reichtum, während so viele Amerikaner zu kämpfen hatten. Noch nie haben so wenige so viel politische Macht in ihren Händen gehalten.“

taz: Herr Lazonick, steuern die USA angesichts des Einflusses von Milliardären im Weißen Haus auf eine postöffentliche Welt zu, in der die Regierung lediglich ein Werkzeug ist, das für private Interessen genutzt werden kann?

William Lazonick: Ja, genau das beobachten wir. Aber das System ist schon lange vor Trump gekippt.

taz: Was genau kippte vor Trump?

Lazonick: Das Sozialmodell, das sich nach dem Zweiten Weltkrieg in vielen Ländern entwickelt hat, sah vor, dass Unternehmen die Gewinne aus dem von ihnen geschaffenen Wert mit den Menschen teilen, die diesen Wert schaffen – also ihren Mitarbeitern. Obwohl es immer viel Kritik an Unternehmen gab, wurde ein hoher Lebensstandard für die Mittelschicht geschaffen, selbst in den USA, die unter den kapitalistischen Volkswirtschaften die extremste Einkommensungleichheit aufweisen. Seit den 1980er Jahren ist die Beteiligung der Beschäftigten an den Gewinnen aus der Produktivität und Rentabilität der Unternehmen verschwunden. Die Reichen haben die Unternehmen geplündert. Die progressiven Kräfte in den Vereinigten Staaten sollten die Aufmerksamkeit auf die Plünderung der Unternehmen lenken, aber sie tun dies nicht.

Bild: privat
Im Interview: William Lazonick

ist Ökonom und beschäftigt sich mit Innovationen und Wettbewerb in der Weltwirtschaft

taz: Die Progressiven und die Demokraten prangern immer wieder lautstark an, wie die neuen Oligarchen den Staat ausnehmen. Aber Sie sagen, das eigentliche Kernproblem sei die Plünderung der Unternehmen?

Lazonick: Ja. Und das sollte als eine wichtige Form der Korruption angesehen werden. Aktionäre sind die unwichtigsten Personen in großen Unternehmen, da sie lediglich Aktien kaufen und verkaufen. Selbst Großaktionäre sind Personen oder Institutionen, die Aktien des Unternehmens auf dem Markt kaufen, ohne dass etwas an das Unternehmen geht. In den 1980er Jahren begannen Unternehmen, für diese Aktionäre, die keinen Beitrag leisten, „Wert zu schaffen“. Nicht nur durch die Zahlung von Dividenden, sondern auch durch den Rückkauf ihrer Aktien, um die Aktienkurse zu manipulieren. Die Gewinner sind Unternehmensinsider und Hedgefonds-Manager, die durch den zeitlich gut abgestimmten Kauf und Verkauf von Aktien Gewinne erzielen. Diese Plünderung der Unternehmen, die ich als „räuberische Wertabschöpfung“ bezeichne, ist das Kernproblem der sozioökonomischen Ungleichheit in den Vereinigten Staaten.

taz: Warum ist es ein Problem, wenn Unternehmen ihre eigenen Aktien zurückkaufen? Selbst Trump hat kürzlich gewarnt, dass das System der Aktienrückkäufe beendet werden muss. Er hört also eindeutig die Unzufriedenheit der weniger wohlhabenden Teile seiner Wählerschaft.

Lazonick: Aktienrückkäufe sind ein integraler Bestandteil des Shareholder-Value-Modells, das Unternehmen und Gesellschaft dominiert, und wonach Unternehmen in erster Linie den Interessen ihrer Aktionäre dienen sollen. Auch Führungskräfte wurden durch aktienbasierte Vergütungen dazu gebracht, sich an der „Wertschöpfung“ für die Aktionäre zu orientieren. Und so zittern die Top-Führungskräfte in Unternehmen vor Angst, dass die Hedgefonds-Aktivisten sie aus ihren mächtigen und lukrativen Positionen verdrängen könnten. Sie sitzen an der Spitze dieser dominierenden Unternehmen, und jemand anderes, der nichts mit dem Unternehmen zu tun hat, außer Aktien auf dem Markt zu kaufen, kann ihnen sagen, was sie zu tun haben.

taz: … Aktienrückkäufe erhöhen den Marktwert der knapperen Aktien, was wiederum den Aktionären zugute kommt. Natürlich erhalten sie auch höhere Dividenden auf die Aktien …

Lazonick: Im Laufe der Jahrzehnte wurden Milliarden und Abermilliarden Dollar für Aktienrückkäufe verschwendet, um die Aktienkurse zu manipulieren, anstatt in die Unternehmen selbst zu investieren und den Arbeitnehmern höhere Löhne und mehr Arbeitsplatzsicherheit zu bieten. Gleichzeitig fordern die Unternehmen niedrigere Steuern, obwohl sie von staatlichen Investitionen in die Wissensbasis und die physische Infrastruktur des Staats abhängig sind. Die Gesamtsumme der Rückkäufe beläuft sich allein bei den großen Unternehmen im Aktienindex S&P 500 auf fast 1 Billion Dollar pro Jahr. Die innovativsten und mächtigsten Unternehmen tätigen die meisten Rückkäufe. Apple ist ein Extremfall mit etwa 817 Milliarden US-Dollar – 91 Prozent des Nettogewinns – in den letzten 13 Jahren, darunter 95 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 und 91 Milliarden US-Dollar 2025. Das ist eine Wirtschaft, in der im Grunde genommen Menschen mit Geld Geld verdienen.

Ein Jahr Trump im Amt

Am 20. Januar 2025 hat Donald Trump offiziell zum zweiten Mal das Amt als Präsident der USA angetreten. Zum Jahrestag seiner Inauguration zieht die taz Bilanz. Alle Texte finden Sie im Schwerpunkt "USA unter Trump".

taz: Sie beschreiben die Umverteilung von Reichtum: Aktienrückkäufe kommen vor allem den größten Aktionären, Investoren, Hedgefonds und Führungskräften zugute. Warum sollte Bernie Sanders das nicht verstehen, wo er doch durch das ganze Land reist und die Oligarchen anprangert?

Lazonick: Bernie Sanders geht von der Existenz von Milliardären aus. Er fragt aber nicht, wie sie zu Milliardären geworden sind. Er hat keine Berater, die sagen: „Lasst uns kritisieren, wie Milliardäre zu Milliardären werden.“ Es ist einfacher zu sagen: „Lasst die Milliardäre ihren ‚gerechten Anteil‘ an Steuern zahlen“, als den Menschen zu erklären, wie die Milliardäre überhaupt so reich geworden sind. Es reicht nicht, zu sagen, dass sie höher besteuert werden müssen. Wir müssen sie davon abhalten, diese Unternehmen zu plündern. Wenn man das nicht versteht, versteht man auch nicht die wirtschaftliche und politische Macht der obersten 0,1 Prozent. Diese Leute werden immer mächtiger, fühlen sich immer mehr berechtigt und nutzen den Staat, um ihre Macht zu vergrößern. Das ist übrigens kein republikanisches Phänomen. Unter Bill Clinton gewannen Hedgefonds und Private Equity enorme Macht. Barack Obama hat sich ihnen in keiner Weise widersetzt. Biden war sich des Problems bewusst, aber als er Präsident wurde, hat er es einfach ignoriert.

taz: Wenn es nicht ausreicht, die Macht der Milliardäre in Trumps Regierung anzugreifen, wenn man sagt, wir müssen zu den Wurzeln des Milliardärismus zurückkehren – wie geht das?

Lazonick: Das würde im Grunde genommen eine Reform der Corporate-Governance-Vorschriften bedeuten. Wenn man beim Aufbau eines Unternehmens führend ist, muss man zumindest die Gewinne mit seinen Mitarbeitern teilen. Man muss die Art und Weise ändern, wie Unternehmen geführt werden. Deutschland hat viel zu sagen, wenn es um die Beteiligung der Arbeitnehmer an der Unternehmensführung geht.

taz: Zum Beispiel?

Lazonick: Wer ist in den Aufsichtsräten vertreten? Es ist lächerlich, dass Aufsichtsräte die Aktionäre vertreten. Wer trägt tatsächlich zur Wertschöpfung bei? Es sind die Mitarbeiter, die jeden Tag zur Arbeit gehen. In einem innovativen Unternehmen, das durch hochwertigere und kostengünstigere Produkte den Lebensstandard erhöht, will man keine Leute, die nur zur Arbeit kommen und ihre Arbeitszeit absitzen. Man will Menschen, die härter und intelligenter arbeiten und sich engagieren. Wofür engagieren sie sich? Man will erwarten können, dass sie, wenn sie zum Erfolg des Unternehmens beitragen, auch nächsten Monat, nächstes Jahr, in ein paar Jahren noch einen Job in diesem Unternehmen haben.

taz: Wer sollte noch in die Unternehmensführung einbezogen werden?

Lazonick: Die Steuerzahler. Jeder wichtige Sektor, den es in den Vereinigten Staaten gibt, existiert, weil Steuergelder für den Aufbau von Infrastrukturwissen verwendet wurden. Als Steuerzahler sollte ich daher in den Aufsichtsräten vertreten sein, die dieses Wissen und diese Infrastruktur nutzen. Nichts davon gibt es. Es gibt unabhängige Mitglieder, aber wenn sie beispielsweise Mitglied des Aufsichtsrats von Tesla werden, ist das für sie Hunderte Millionen Dollar wert.

taz: Erklärt das, was Sie als „Unternehmensplünderung“ bezeichnen, das Streben von Musk und seinen Oligarchenfreunden nach Macht?

Lazonick: Ja. Die psychologische Dimension dabei ist das Gefühl, ein Anrecht auf diese Macht zu haben. Da die Gesellschaft die Vorstellung, dass es die Aktionäre sind, die Wert schaffen, nicht kritisiert, können die Milliardäre sagen, dass der Erfolg des Unternehmens allein von ihnen abhängt.

wochentaz

Dieser Text stammt aus der wochentaz. Unserer Wochenzeitung von links! In der wochentaz geht es jede Woche um die Welt, wie sie ist – und wie sie sein könnte. Eine linke Wochenzeitung mit Stimme, Haltung und dem besonderen taz-Blick auf die Welt. Jeden Samstag neu am Kiosk und natürlich im Abo.

taz: Was würden Sie den Trump-Wählern aus der Arbeiterklasse sagen?

Lazonick: Es heißt doch, dass die einfachen Leute jeden Tag über den Tisch gezogen werden. Das muss man ihnen sagen: Hier liegt der Grund, warum sie über den Tisch gezogen werden. Sie werden durch diese räuberische Wertabschöpfung über den Tisch gezogen.

taz: Würde dies einen politischen Wandel gegen Trump und seine milliardenschweren Freunde provozieren, die sich mal für ein paar Tage Venedig kaufen, keine Steuern zahlen und die Regierung an sich gerissen haben?

Lazonick: Der Wandel findet bereits statt, weil die Korruption – und Grausamkeit – der von Milliardären unterstützten Trump-Regierung so offensichtlich ist. Allerdings hat Trump bei den Wahlen 2024 77 Millionen Stimmen erhalten. Ich finde es schwer zu glauben, dass jemand mit moralischem Kompass für ihn stimmen würde. Aber ich glaube nicht, dass die meisten Menschen unmoralisch sind. Sie sind nur schlecht informiert.

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93 Kommentare

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  • Der Artikel beschreibt die ganze Dummheit unseres ach so freien Wirtschaftssystems. Interessant auch für Laien.

  • Die Entwicklung gibts hier auch. Beispiel: Wer mehr als 300 Wohneinheiten erbt, zahlt keine Erbschaftssteuer. Darüber wird nur nicht gesprochen.

  • "Aber ich glaube nicht, dass die meisten Menschen unmoralisch sind. Sie sind nur schlecht informiert." - Pfeifen im Walde, fürchte ich. Die Prägekraft der Verhältnisse, die auf die Subjektkonstitution wirken, wird unterschätzt.

    • @My Sharona:

      Er hat nicht behauptet, dass Information allein ausreicht. Rollrnde Steine müssen natürlich gestoppt werden

  • Soviele wollen es nicht sehen. Trickle-Down ist ein schönes Märchen, welches die Heritage-Foundation und andere konservativ-rechtslastige Thinktanks seit mindestens 40 Jahren erfolgreich propagieren. Die Leistungsgesellschaft hat das Versprechen auch nicht erfüllt, denn die sogenannte bürgerliche Mitte schmilzt seit der Bankenkrise 2008 überall immer schneller ab und das Präkariat wächst.



    Das Märchen, das Steuersenkungen in Investitionen am Standort fließen, hat sich auch auserzählt. Wir haben mehr als 3.000 Milliardäre weltweit, ein Allzeit-Hoch. Das Vermögen der Reichsten hat seit 2020 um 80% zugenommen. Steuervermeidung zum Nachteil der Handlungsfähigkeit des Staates ist auch auf einem Allzeit-Hoch.



    Eine demokratische Gesellschaft kann sich nicht von Überreichen abhängig machen, die ihre Interessen durch massiven Einsatz von Geldmitteln durchsetzen. Jeder, der sich mit dem Thema USA/Grönland auseinander setzt, versteht, dass im Hintergrund überreiche Milliardäre lobbyieren, wie Lauder, Andreessen und weitere weniger bekannte Gestalten, die auf Grönland Privat-Städte errichten wollen ohne jede staatlichen Eingriffsoption.



    Überreuchtum wurde erarbeitet und zwar von Arbeitnehmern.

    • @Hatespeech_is_not_an_opinion:

      @Hatespeech_is_not_an_option



      👍



      Genau - so sieht es aus auf unserer Welt.



      Dazu hat auch Christian Jakob am 15.03.2025 hier in der TAZ einen perfekt recherchierten Artikel veröffentlicht

      taz.de/Politischer...erreichen/!6073818

  • Es werden ja nicht nur die Unternehmen geplündert, sondern die zuerst mit möglichst vielen Staatsgeldern gemästet.



    Vgl. die Selbstbedienung der Autoindustrie bei uns gerade wieder mal besonders. Gar nicht normal.

  • Ich hab noch nicht verstanden, ob sich aus diesem Interview wirklich etwas lernen lässt.



    Aber an zwei Punkten merkt man schon, dass der Mann eine eingeschränkte Realitätswahrnehmung hat:

    1. Arbeitsplatzsicherheit.



    Gibt es erstens nicht (außer vielleicht für Beamte) und ist auch einfach Quatsch. Die Welt verändert sich ständig und damit auch die Anzahl und Art der Erwerbsarbeitsplätze. Soziale Sicherheit muss immer außerhalb von Erwerbsarbeit organisiert werden. Gerade das Ziel, über Erwerbsarbeit soziale Sicherheit zu schaffen führt zur Legitimierung von Monopolen und der Rettung von Unternehmen mit Steuergeldern, die eigentlich keine Daseinsberechtigung (mehr) haben.

    2. Mitarbeiter schaffen den Wert



    Ist auch nur die halbe Wahrheit. Werte schaffen auch alle anderen, z.B. die, die zu Hause auf die Kinder aufpassen (und damit die "Fachkräfte von morgen produzieren"). Nicht alle zahlen (direkte) Steuern.

    • @Eric Manneschmidt:

      1.."" Soziale Sicherheit muss immer außerhalb von Erwerbsarbeit organisiert werden""



      ==



      Im Prinzip richtig -- ALG I und Grundsicherung -- wobei das Wort "immer" insofern nicht die Realität trifft als das Lohnarbeit & Abfindungen genauso wie Ersparnissse den Einzelnen/Familie natürlich auch sozial absichern.

      2..---über Erwerbsarbeit soziale Sicherheit zu schaffen führt zur Legitimierung von Monopolen---



      ==



      Im Jahresdurchschnitt: 2025 gab es rund



      46,0 Millionen Erwerbstätige insgesamt, davon waren etwa 35,9 Millionen lohnabhängig abhängig beschäftigt



      ==



      Das alle diese Erwerbsarbeitsplätze zur Legitimierung von



      Monopolen führen sollen ist nicht nachvollziehbar

      3.. "....Lohnabhängige Arbeit schafft Werte..."

      - wobei Freizeit, Pause, Kinder und Familie unter den Begriff ""unbezahlte Reproduktion"" der Arbeitskraft einzuordnen ist.







      Reproduktion ist essenziell für die Kapitalakkumulation, da sie sicherstellt, dass Lohnabhänge überleben und ihre Arbeitskraft auch morgen wieder verkaufen können um Werte zu schaffen, wobei sie sich durch ihren Lohn versorgen müssen.



      .

      • @zartbitter:

        Nun ja, Alg I ist eine Lohnersatzleistung und auch Grundsicherung ist (Bürgergeld) an die Bereitschaft zur Erwerbsarbeit oder (Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung) an Erwerbsunfähigkeit geknüpft. Also nicht wirklich unabhängig von Erwerbsarbeit.

        Der Punkt mit den Monopolen ist: Je mehr Marktmacht ein Unternehmen hat, desto "sicherer" sind die Arbeitsplätze. Je mehr echter Wettbewerb, desto größer die Chance, dass ein auch mal Unternehmen kaputtgeht oder zumindest massiv umstrukturieren muss. Daher stärkt das Ziel, soziale Sicherheit über Erwerbsarbeit zu organisieren, die Monopolbildung.

  • Die Realität am Markt ist eine andere

    Gute Reportage aus den USA der 70er...

  • Solche Analysen sind der Grund, weshalb die Demokraten derzeit nicht gewinnen.

    Es gibt viel an den Republikanern zu kritisieren, es gibt viel an Herrn Trump zu kritisieren, es gibt viel am politischen System zu kritisieren.

    Nur der Ruf nach Umverteilung ist halt der falsche Weg. Umverteilung erschreckt die Wählerschaft.

    Im Übrigen profitieren Arbeitnehmer erfolgreicher Unternehmen bereits durch hohe Gehälter, nur brauchen Unternehmen für den Erfolg heute viel weniger Arbeitnehmer als früher.

    Wenn die Demokraten gewinnen wollen, dann sollten sie Herrn Sanders endlich in Rente schicken und ihn nie wieder erwähnen.

    • @DiMa:

      Seltsame Theorie.



      2016 haben die Demokraten Bernie Sanders in die Wüste geschickt... und dann hat Hillary Clinton (die überhaupt nicht für Umverteilung steht) gegen Trump verloren.

      Stattdessen ist AOC die ziemlich genau das gleiche predigt wie Sanders seit 2019 für New York im Kongress; und wird zum Teil von den gleichen Menschen gewählt, die auch Trump gewählt haben.

      Und jetzt hat Mamdani (der "Kommunist") die Wahl zum Bürgermeister in New York gewonnen.

      Ich würde sagen ihre Theorie passt nicht zur Realität...

      • @lundril:

        Ich habe auch nicht behauptet, dass ohne Umverteilung jede Wahl gewonnen werden wird. Nur mit dem Thema Umverteilung werden die Wahlen halt in den USA verloren gehen.

        Eine Partei kann auch in den USA mit sozialen Themen punkten, nur niemals mit sozialistischen Themen.

        Und der Geist von Sanders spukt halt immer noch bei den Demokraten. So bekommt man die wahlentscheidenden Swingstastes nie auf die richtie Seite.

        • @DiMa:

          Sanders ist der beliebteste Politiker der USA, und vor ein paar Wochen hat Mamdani New York gewonnen. Oder anders gesagt: Ihre These ist schlicht falsch.

      • @lundril:

        New York City ist nicht die USA - bei weitem nicht. Im gegenteil hat sich nin den Vergangenen Wahlen gezeigt, dass selbst New York als Staat nicht mehr wirklich zur Entscheidung beiträgt. Wahlen werden woanders gewonnen.

        • @Normalo:

          @Normalo



          So ist es wohl ! Wenn Wahlen etwas bewirken würden, wären Wahlen längst verboten.



          taz.de/Politischer...erreichen/!6073818

          • @Alex_der_Wunderer:

            Da machen Sie es sich etwas einfach fürchte ich. GANZ so per se unmündig sind die Leute, die anders wählen, als Sie das für richtig halten würden, dann auch wieder nicht... ;-)

            • @Normalo:

              @Normalo



              Alles was unsere Demokratie vor Rechtsextremismus schützt, halte ich für sehr wichtig !



              www.mehr-demokratie.de

  • Ich kann die Begeisterung hier im Forum über die vermeintliche analytische Tiefe nicht nachvollziehen. Klar, das liest sich alles sehr stringent. Allein: Die Prämissen der Analyse stimmen nicht, der gute Mann lebt in einer Welt von ca. 1995, in der Plattformökonomie und KI allenfalls am fernen Horizont leuchteten.



    Beispiel Amazon: Bezos hatte weder das bessere Konzept als der traditionelle Buchhandel noch hat Amazon je satte Gewinne erwirtschaftet. Der traditionelle Buchhandel hat sogar sehr früh weltweit Teile des Geschäfts ins Web verlagert - und dennoch hat Amazon gewonnen. Gerade weil Amazon fast nie Dividenden ausgeschüttet und massive Verluste eingefahren, hingegen aber mit satten Umsatzsteigerungen ein Versprechen auf die Zukunft offeriert hat. Und das hebelt den Kapitalismus alter Prägung aus: Aktien sind nicht attraktiv, weil ein Unternehmen Gewinne ausschüttet, sondern allein, weil es wächst, jene Konkurrenz, die sich der tradierten ökonomischen Logik unterwirft, vom Markt drängt und zum Monopolisten wird.



    Wie kann z.B. ein Streaminganbieter wie Spotify zum Marktführer werden, obwohl dieses Unternehmen bis heute nicht profitabel ist?



    Darauf hat Lazonick keine Antwort!

    • @Kreisler:

      Für einen Antwortversuch möchte ich das Bild einer Schlange bemühen, die sich in den eigenen Schwanz beißt, oder auch eines Kreisverkehrs :-), der freilich eher eine Spirale ergibt.

      Eine Vermögenspreisinflation führt zu einer Ausweitung des Kreditvolumens, aber auch zur Mobilisierung von Kleinanlegern. Im Ergebnis kommt es zu immer höheren Bewertungen, schließlich aber zu einer Marktbereinigung, von der überwiegend eine Insider-"CEOcracy" profitiert (Wortschöpfung von Niall Ferguson). Sie weisen ja darauf hin, dass monopolistische Strukturen entstehen, diese verstärken jedoch wiederum die Einkommenskonzentration.

      Und 1995 ist gar nicht so schlecht gewählt: Das war der Beginn des Internet-Booms, und wenige Jahre später war auch schon die Rede davon, dass alte ökonomische Logik obsolet sei, und es wurden für kurze Zeit neue Kenngrößen ersonnen; ich vermeine mich an "Kurs/ Kundenreichweite" etc. zu erinnern. Das Ergebnis kennen wir. Ich denke, es wird mit KI & Plattformökonomie nicht anders sein, obgleich seither die Zentralbanken sensibler auf Marktkorrekturen reagieren und ein wahrhaft reinigendes Gewitter zu verhindern suchen, um die Fiktion der "Werthaltigkeit" zu bewahren.

  • Einerseits richtig, aber: wenn man Millardäre wirklich ordentlich besteuern würde - wie das zur Zeit des "New Deal" damals der Fall war - wäre das eine gar nicht so schlecht funktionierende Form von Umverteilung. Wenn aber einer bestimmten Menge Vermögens 99% Steuern gezahlt würden, gäbe es auch auf diese Art keine Milliardäre mehr.



    Aber natürlich wäre es geboten, das völlig dyfunktionale Wirtschaftssystem im Grunde zu ändern. Das wäre auch dringend nötig, um unsere Ressourcenverschwendung endlich zu stoppen. Sonst gibt es bald keine Lebensgrundlage mehr für uns.

    • @Jalella:

      Mir ist ja schon klar, dass Roosevelt und "New Deal" ganz tolle Schlagworte sind, um real existierende linke Marktwirtschaftspolitik als zielführend zu verkaufen. Man sollte aber nicht vergessen, dass der "New Deal" gar nicht wirklich funktioniert hat. Morgenthau war schon drauf und dran, die Flinte ins Korn zu werfen, als Pearl Harbour passierte und der US-Regierung die Umstellung auf Kriegswirtschaft aufzwang. DIE beendete dann die Wirtschaftskrise. Was der New Deal der Nachwelt vererbt hat, waren - trotz der hohen Steuern - vor allem Staatsschulden.

      Letztlich ist der New Deal ein Beispiel dafür, dass man mit Umverteilung nicht wirklich vom Fleck kommt. Am Ende verdunstet ihr "Robin Hood-Effekt" im Konsum, ohne dass bleibende Werte in den Händen der Begünsdtigten geschaffen werden. Selbst wenn der Staat "stellvertretend" für sie Wert vereinnahment oder schafft, bringen die am Ende doch dem Einzelnen nichts bzw. landen irgendwann doch wieder in den Händen von Eliten.

      • @Normalo:

        Die Wirtschaftsdaten der USA zeigen ein anderes Bild, als Sie zu malen versuchen.

        www.pdwb.de/nd23.htm

        1934 +11%



        1935 +9%



        1936 +13%



        1937 +5%

        Und New Deal endete 1938. Erklären Sie mal, wie Sie da auf Pearl Harbour kommen. Das fand nämlich 3 Jahre später statt.

        • @Kaboom:

          @ Kaboom



          Dankeschön für Ihre Mühe der wichtigen Richtigstellung 👍

    • @Jalella:

      Müsste Musk 99% seines Vermögens abgeben wäre er immer noch 7-facher Milliardär. So irre ist das mittlerweile geworden.



      Und nebenbei: Deshalb kann er sich auch aufführen wie er will, wirtschaftlicher Boykott kann ihm nicht ernsthaft schaden.

      • @Josef 123:

        Diese 99% bringen aber effektiv nur etwas, wenn sie gewinnbringend verteilt werden.



        Was nützt es dem armen Schlucker, wenn er einen einmaligen Zuschuß erhält und danach wieder ohne Arbeit/Wohnung oder Zukunft weiterleben muß. Dumm nur, das dann bei dem "Geschröpften" Milliardär auch nichts mehr zu holen ist. Geld/Werte kann man halt nur einmal verteilen. Und den Staat mit ins Boot zu nehmen wäre ja eine noch effektivere Geldvernichtung. Denn mit Geld sparsam und sinnvoll umgehen kann kein Staat der Welt (mehr).

        • @Oleg Fedotov:

          Bitte den Text von Jalella lesen, auf den ich geantwortet habe. Dann wird klar, was ich kommentiert habe, nämlich: Auch bei 99% Abgabe gäbe es danach immer noch Milliardäre.

          • @Josef 123:

            Das habe ich schon verstanden. Und eigentlich ist es egal, ob die Milliarden jetzt aus Münzen oder Getreidesäcken bestehen. Es hat mir noch niemand das entsprechende Gesetz gezeigt, welches diese Wegnahme erlauben würde. Und dieser oft vergewaltigte Satz aus dem Grundgesetz, das Eigentum verpflichtet, ist es nämlich nicht. Dieser wurde damals nämlich mit einer ganz anderen Absicht dort hineingeschrieben.

  • 'Im November 2024 haben die meisten Wähler und auch Wählerinnen ohne Collegeabschluss für Trump und nicht für die demokratische Kandidatin Kamala Harris gestimmt, obwohl das wichtigste Thema dieser Menschen die wirtschaftliche Lage war.'



    Dieses nicht uninteressante Interview zeigt nur auf, wie weit sich die Arbeitsteilung und gleichzeitige Entrechtung/Verwahrlosung in dieser Phase des Kapitalismus entwickelt hat. Waren Besitzende (frühere Aristokraten) von (kreativen) Mitarbeitern abhängig, verselbstständig sich 'das System' der Mafia der Couponschneider immer weiter, ohne dass ein Einfluß der Nichtbesitzenden überhaupt noch notwendig zu sein scheint. Warum gelingt es einer Mehrheit nicht, diese Pseudoreichen alle auf einem Eiland zu konzentrieren, wenn Mitmenschen für sie gar nicht mehr gebraucht werden am Ende eines sich verbrauchenden, kaum noch Profite erwirtschaftenden Prozesses? Es fehlt dringend eine neue Entwicklungsstufe (Wissenschaft für alle) , die sich dem Wirtschaften für alle verschreibt, dem Recht auf Arbeit, Wohnen, Auskommen, Mitsprache und eine Demokratie, die Besitz und Eigentum dem Gemeinwohl unterordnet und keine abgehobenen Manager benötigt.

    • @Dietmar Rauter:

      Die Herangehensweise der Unternehmer hat sich geändert.



      Robert Bosch meinte irgendwann mal



      "Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne zahle."



      So ein Satz käme Musk oder Bezos nicht über die Lippen.

    • @Dietmar Rauter:

      @Dietmar Rauter



      Immerhin ist in Deutschland ja die Bevölkerung über den Familiären Background & die finanziellen Verhältnisse unserer aktiven Politik - Akteure, dank der Medien bestens informiert, wen sie da so wählen und wer sie da so regiert. Zumindest hält sich unser Kanzler Friedrich Merz im Verhältnis zu vielen anderen Politikern für, dem Mittelstand zugehörig 😉

    • @Dietmar Rauter:

      Meine Stimme haben Sie.

    • @Dietmar Rauter:

      „ohne dass ein Einfluß der Nichtbesitzenden überhaupt noch notwendig zu sein scheint."



      --



      Die Nichtbesitzenden sind ausreichend mit „Besitz" versorgt, so dass sie ihre Funktion als Konsument:innen von Gütern, SM und Medien erfüllen. Das ganze läuft „werbefinanziert" und es macht auseichend süchtig, so dass nur Wenige sich diesen idiotischen Systemen entziehen. Und dann wählen die, - getrieben von TikTok u.a. - Typen, die mal den Demokaen ganz klar sagen: „You are fired!" Best Liar wins.

    • @Dietmar Rauter:

      "... eine Demokratie, die Besitz und Eigentum dem Gemeinwohl unterordnet und keine abgehobenen Manager benötigt."

      Was meinen Sie mit "abgehobenen Manager". Sind Manager für Sie abgehoben? Ich halte Menschen, die keine Verantwortung an Fachleute übergeben können und bei jedem Prozess meinen mitreden zu können für Kontrollfreaks.

  • "Aber ich glaube nicht, dass die meisten Menschen unmoralisch sind. Sie sind nur schlecht informiert."

    Dort setzt Demokratie an. Und da greifen Trump und Co. massiv ein und das nicht nur in den USA. Der Staat muss garantieren, dass der Bürger optimalen Zugang hat zu Medien mit unterschiedlichen Standpunkten hat.

    • @Rudolf Fissner:

      Der Staat kann das angesichts der sozialen Medien nicht. Und die Algorithmen der sozialen Medien verhindern, dass Meinungsvielfalt bei den Leuten ankommt. Es dauert wenige Tage, dann bekommt man nur noch das vorgesetzt, was man präferiert. Der Effekt sind dann die allseits beliebten Blasen.

    • @Rudolf Fissner:

      Echt jetzt? Menschen sind schlecht informiert. Und wenn Sie es besser wüssten, dann wählen sie in USA Sanders und in Germany Die Linke? Sie sollten sich mal mit dem Gedanken vertraut machen, dass die meisten Trump-Wähler*innen genau wussten, wen sie wählen. Gilt hierzulande auch für die AfD.

      • @Kreisler:

        Soweit ich weiß sind große Teile der USA Zeitungswüsten. Und Trump kürzt nun auch noch massiv bei den öffentlich geförderten regionalen Fernsehanstalten. Wenn dann nur noch Musk-Medien und Fox-News in die Hirne rieseln, dann wird es gefährlich.

    • @Rudolf Fissner:

      Du wirst vermutlich von dir behaupten, dass du einen guten Zugang zu Medien hast und ich vermute mal, dass du in naher Zukunft keine Millionen oder gar Milliarden erben wirst.



      Trotzdem betreibst du hier das Geschäft der Superreichen-Erben. Noch Fragen?

      • @Tiene Wiecherts:

        @Tiene Wiecherts



        Vermutlich sympathisiert Rudolf mit Familienunternehmen.



        Wie z. B. bei Markus Söder, dessen Ehfrau Karin Baumüller-Söder ja zusammen mit ihrem Bruder ein Familienunternehmen, die Baumüller-Gruppe Holding GmbH & Co KG geerbt hat. Das Familienunternehmen mit tausenden von Mitarbeitern, mit Stammsitz des Familienunternehmen in Nürnberg und in weiteren 40 Standorten in weltweit 20 Staaten, vertreten ist.



        Oder einem Karl Theodor zu Guttenberg , der Karl Theodor zu Guttenberg mit einem ererbten Vermögen im Wert von knappen 400 Millionen Euro Familienvermögen, der sich gerade von seiner Freundin Katharina Reiche, Bundeswirtschaftsministerin im Amt, ein wenig Fördergelder, finanziert von unseren Steuergeldern aus unserem Bundeshaushalt, für eine seiner Unternehmen, hat genehmigen lassen. Das Vermögenssteuern der Akkumulation entgegenzuwirken sollen, damit unsere Demokratie nicht gefährdet wird, wenn Millardäre versuchen unrechtmäßig Einfluss auf unsere Regierung nehmen zu wollen, für einige Mitmen nicht zu verstehen



        Die Erbschaftssteuer liegt ja darin begründet, da Erben ja auf ihr erlebtes, quasi leistungsloses Einkommen, persönlich keine Steuern gezahlt haben.

        • @Alex_der_Wunderer:

          Kommentar entfernt. Bitte halten Sie sich an die Netiquette.

          Die Moderation

      • @Tiene Wiecherts:

        Es gibt viele Menschen die etwas Paradoxes machen und es nicht merken. Für die Superreichen einen Daumen nach oben geben und ständig auf soziale und linke Politik schimpfen - obwohl besagte Leute auch zu den kleinen Bürgern gehören - wäre so ein Beispiel.

    • @Rudolf Fissner:

      Sie meinen das bestimmt rundum positiv, jedoch die Standpunkte sind ja gerade das Problem. Der andere Standpunkt entspricht welchen vorausgesetzten Merkmalen, zB der Wahrheit? Und was, wenn nicht? Zweitens, dieser Standpunkt wird / ist Teil der zugänglichen Information. Mein Resümee ist daher, dass angefangen bei den Grundlagen, nämlich der Beschreibung der uns umgebenden Welt(-en), wissenschaftliche Standards gelten müssen. Darüber hinaus bin auch ich überfragt, wie eine Weltgemeinschaft funktioniert, denn wir sind wohl durchaus auch gegenseitig aufeinander angewiesen, zB in einem Gespräch auf gegenseitige Verständigkeit.

      • @Gerhard Krause:

        Mir ist nicht klar, ob Ihnen bewusst ist, wie sich die Medienlandschaft in den USA entwickelt und monopolisiert. In zwei Dritteln der 3143 Bezirke in den USA gibt es z.B. gar keine oder nur eine Tageszeitung. Das Problem ist z.T. nicht einmal mehr die Qualität von Informationen sondern schon das banale Vorhandensein von Informationen (wie z.B. lokale Politik)

        Es wird immer darauf verwiesen, das das "Netz" ja irgendwie die Möglichkeit bietet an die Informationen heran zu kommen. Aber das ist i.d.R. mit Arbeit verbunden..

        Es braucht eine vielfältige regionale bis überregionale Medienlandschaft um eine Demokratie am Leben zu erhalten. In der USA steht auch das auf der Kippe.

        • @Rudolf Fissner:

          Dazu kommt noch eine "Kleinigkeit". Die evangelikalen Prediger, gerade auf dem Land, berieseln die Leute mit rechter Agitprop.

    • @Rudolf Fissner:

      Ich glaube, dass die meisten Wähler als einziges Wahlkriterium nicht die Frage stellen , wie sie innerhalb eines Systems das größte Stück des Kuchens abbekommen. Da spielen auch andere, mitunter als irrational lesbare Gründe eine Rolle. Das kann man je nach Blickwinkel unmoralisch, dumm oder uninformiert nennen. Aber es ist die Wählerentscheidung.



      Linksstehend Köpfe halten ihre Überzeugung nicht nur für ein Angebot (z.B. bei Wahlen) unter mehreren, sondern für das logisch einzig wählbare. Die Überraschung, dass es meist anders kommt, ist dann riesig. Und schuld ist nicht das eigene Angebot, das (könnte ja sein) einfach schlecht war, sondern der polit. Widersacher, der lügt, betrügt u.s.f.



      Man kann Trump schlimm finden und gute Gründe haben. Aber weder Fr. Harris noch Hr. Sanders hatten substantielle Gegenvorschläge.

      • @Vigoleis:

        Ich sprach nicht von Links ist besser, sondern von guter Information, von einer Medienlandschaft die das auch gewährleistet und die nicht in der Hand von ein paar Reichen oder dem Staat ist oder von diesem dominiert wird.

        Und Diese Linke sind so und so Gedöns finde ich genauso langweilig und falsch wie umgekehrt.

  • Bill Clinton begründete die "Goldene Ära der Finanzindustrie" in den USA ähnlich in GB, Am Ende erwirtschaftete der US-Staatshaushalt sogar Überschüsse, die Finanzindustrie in England sorgte für eine hohes BIP ! Das Geld in den USA gab Bush in seinen Kriegen wieder aus, in England sind die Wasserwerke heute dysfunktional, 3.Welt Standard. Deutschland bewältigte die Dt. Einheit und plünderte dafür die Sozialkassen, wurde auch nicht ausgesprochen. Der Artikel ist super aber es wird nicht ganz deutlich, daß auch Regierungen maßlos Volksvermögen verschwenden, die politischen Akteure korrupt und kriminell sind. Deutschland hat jetzt eine rechtsradikale Partei, die sich die Macht holt. Ob ein radikaler Eingriff in das Aktienrecht, dies verhindert bezweifle ich. Man müsste ganz zurück bis Roosevelt, sein Steuerrecht während des New Deals ist legendär - bis 90% Einkommenssteuer.

    • @Hildebrand Felixflash:

      Ich bin schon irgendwie bei Ihnen, aber Sie betonen mir zu stark die "Ausgabenseite". Das triggert in mir das gern verbreitete neoklassische Bild vom Staat, der nur sinnlos Geld ausgeben kann, womit unisono jeglicher Sozialgedanke diskreditiert wird. Daher möchte ich Ihre Schrift um den Gedanken der "Einnahmeseite" ergänzen. D. h., etwas verkürzt, Schluss mit den Steuerprivilegien der sog. Super- und Überreichen.

  • Immerhin macht Hr. Lazonick verständlich, warum unsere alleine dem Kapital verpflichtete Regierung darauf drängt, die Aktienrente einzuführen.

    • @Selbstauslöser:

      👍

    • @Selbstauslöser:

      Jup, mensch muss nicht in die USA schauen, um oligarchische Ausbeuterstrukturen zu finden. Hier in Deutschland findet genau dasselbe statt, nur (noch) etwas verdeckter.

  • Grundübel ist die Ideologie des Kapitalismus, nach der es nicht nur legitim, sondern sogar höchst erstebenswert ist, aus viel Geld noch viel mehr Geld zu machen, ohne dafür einen Mehrwert zu liefern.



    Dabei entsteht der Mehrwert in der Ökonomie nicht durch Geld, sondern allein durch Arbeit. Und diejenigen, die diesen Mehrwert erarbeiten, werden mit Brot und Spielen ruhig gestellt.



    Der wichtigste Schritt in eine gerechte Ökonomie ist das Umwandeln der Aktiengesellschaften in private Unternehmen, die sich selbst gehören und verwalten und nur den Beschäftigten, den Kunden und der Gesellschaft verpflichtet sind.

    • @Der Anfang:

      "Dabei entsteht der Mehrwert in der Ökonomie nicht durch Geld, sondern allein durch Arbeit."



      Die Betriebswirtschaftslehre beschreibt das so:



      Ohne Fleiß (Leistungserbringung) keinen Preis (Entgeld für Leistungserbringung).



      Wenn ich Geld einem Unternehmen zur Verfügung stelle, ist das eine Leistung. Die Leistung besteht darin, daß ich das Risiko trage mein Geld zu verlieren. Um so höher das Risiko ist, desto höher ist der mögliche Gewinn (oder Verlust). Deshalb kann man mit riskante Aktienkäufe mehr Entgeld erwirtschaften als durch Festgeldkonten.



      Es ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht also nicht so, dass allein durch Arbeit ein Mehrwert entsteht, sondern eben auch durch das zur Verfügung stellen von Kapital und dem Risiko, das man dadurch trägt.



      Die Frage ist also mehr, wie gerecht die Gewinnverteilung ist.

    • @Der Anfang:

      "... aus viel Geld noch viel mehr Geld zu machen, ohne dafür einen Mehrwert zu liefern. Dabei entsteht der Mehrwert in der Ökonomie nicht durch Geld, sondern allein durch Arbeit."

      Ist nicht genau das das Wesen des Kapitalismus nach Marx?

      • @Rudolf Fissner:

        Wenn das so ist, ist das Verhältnis von Mehrwert und Arbeit gewaltig in Schieflage. Die. welche die Arbeit leisten, sollten auch am meisten vom Mehrwert haben.

  • Streben nach Wohlstand mit moralischem Kompass – geht das zusammen? Wohlstand – auch der bescheidenste – entsteht doch immer durch Ungleichheit und Abschöpfen von Werten, die andere geschaffen haben oder die durch Zufall oder vorherige Verteilungskämpfe in deren Besitz gekommen sind. (Was es im Übrigen auch für die vielleicht gar nicht so dummen und uninformierten kleinen Leute so logisch macht, einen Trump etc. zu wählen / gewählt zu haben.) Der Ökonom ruft am Ende den lieben Gott an? Kann man machen. Auf Dauer wirkungsvoller wäre, was jede Einzelne dagegen tun kann: die schröpfbare Menschenmasse nicht weiter zu vergrößern und möglichst bald selbst zu verduften.

    • @MSchnid:

      Na na na, werte Dame oder werter Herr, das ist zu trübsinnig. Sie beschreiben etwas, worin wir jedoch frei in dessen Gestaltung sind. Und damit meine ich nicht die Farbe der Kiste, mit der wir abrodeln, nachdem wir hineingesprungen sind, sondern den (wirtschaftlichen) Umgang miteinander und der Natur.

    • @MSchnid:

      Na ja, es gibt sehr erfolgreiche Genossenschaftsunternehmen, die den Wohlstand aller vergrößern oder zumindest absichern, der Beteiligten und für die Gesellschaft, die taz, Genossenschaftsbanken und etliche erfolgreiche Genossenschaftsunternehmen sind so ein Beispiel. Bei ausführlicheren Informationsbedarf einfach mal mit der KI reden, egal ob Gemini, ChatGPT oder Copilot...

      • @Hannah Remark:

        Warum bauen diese erfolgreichen Wohnungsbaugenossenschaften dann nicht mehr Wohnraum? Wenn der Karren aus dem Dreck gezogen werden muss, werden diese meist nie addresiert.

      • @Hannah Remark:

        Lustigerweise hat die Eidgenossenschaft für jeden Spaß und Ernst ne Genossenschaft, malsoamRande.

  • "Die Komplizenschaft von Geld und Macht ist ein wesentliches Merkmal der autokratischen Regierung von Donald Trump."



    ...übrigens auch d. FIFA u. beide haben ihr diesjähriges Mega-Event n. vorherigen Tête-à-Tête's m. Infantino & Entourage.



    Wer das unterstützt, obwohl alle Informationen vorliegen, wählt schließlich auch, wenngleich nur d. Medienkonsum o. die Merchandising-Beteiligung, aber immerhin.



    Irgendwie drängt sich eine Analogie auf:



    "Ich finde es schwer zu glauben, dass jemand mit moralischem Kompass für ihn stimmen würde. Aber ich glaube nicht, dass die meisten Menschen unmoralisch sind. Sie sind nur schlecht informiert."



    d. taz-Artikel v. Barbara Junge werde ich verlinken, vielleicht finde ich noch mehr Gleichgesinnte m. ungebrochenem Glauben an d. Vernunft für einen herrschaftsfreien Diskurs.



    "Sein 1981 erschienenes Hauptwerk trägt den Titel "Theorie des kommunikativen Handelns". Darin entwirft Habermas eine Art Handlungsleitfaden für die moderne Gesellschaft. Es ist auch der Versuch, Sozialismus und Demokratie zu versöhnen. Die Gesellschaft soll ihre Regeln in einem "herrschaftsfreien Diskurs" selbst aufstellen, indem sich die Bürger gemeinsam auf Erlaubtes..."



    stern.de 04

    • @Martin Rees:

      @Martin Rees



      ...das wäre der wahre Humanismus, eine freie Gesellschaft ohne Herrschende.

  • Ich bin kein Experte!,

    aber eine alternative, kapital-deterministische Erklärung im Sinne von CCRU-Land aus den 1990er Jahre, wäre eine symbiotische und engverzahnte Entwicklung von Kapital und Technologie seit den 1980er Jahren.

    Mit der Computertechnologie konnte das Kapital selbst anfangen zu arbeiten: Die ersten Roboterarme in deutschen Autofabriken haben vermutlich die englische Industrie gekillt. Gleichzeitig wird Information, Kommunikation und Geld elektrisch: Die Welt wird kleiner und das Kapital kann in neue Märkte fliehen - die zugleich durch Nationengrenzen politisch geteilt bleiben (wie praktisch ;) ).

    Die große Zeit des Liberalismus ging damit - zumindest in der angelsächsischen Welt - zu Ende. Industrie war für das Kapital nur noch zweite Wahl. Vorerst konnten sich Staaten wie Deutschland, Japan, Südkorea in einer fordistischen Nische positionieren. Quasi als Qualitäts-Werkbank des Westens. Den Rest für China und Mexiko.

    Mit KI ist der Neoliberalismus nun wohl auch Geschichte.

    Roboter sind jetzt billig, smart und laufen können sie auch. Auch Yuppie geht nicht mehr so einfach. Macht bald die KI.

    Empfehlung: Dath und Theison: Nick Land: Okkultes Denken, 2023.

  • Danke für dieses Interview, dass in seiner analytischen Tiefe eine absolute Seltenheit in den deutschen Medien ist. Wer hat hier schon einmal zur illegalen Verwicklung der Demokraten in den USA in die Finanzindustrie recherchiert? Keiner.

    Oder wer recherchert, wie sich die Lobby der Finanzindustrie über Anwaltskanzleien in Berlin legal Steuerticks bei Beamten im Finanzministerium besorgt, die dann in die Gesetzgebung der BRD und der EU einfließen. Ebenfalls keiner. Dergleichen in den USA.

    Vorstände der Landesbank Baden Württemberg, die sehr wahrscheinlich massiv in Cum-Ex-Geschäfte verwickelt waren, wurden bis heute nicht angeklagt, weil die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft durch zu wenig Personal verschleppt wurden, Alles unter der Regie eines von der CDU geführten Justizministeriums.



    Unter Ex-Finanzminister Steinbrück (SPD) kam die Lobby beratend ins Ministerium.



    Siegmar Gabriel, der sich als Schutzmacht der kleinen Kassierin in den Medien aufspielte, ist heute Aufsichtsrat bei der Deuschen Bank. Ausgerechnet!



    "Dass System ist gekippt", dies gilt deshalb längst auch für Deutschland, mit einem einem ehemaligen Black Rock-Chef an der Spitze der BRD, nämlich Merz.

    • @Lindenberg:

      Merz war nicht mal annähernd Chef bei Blackrock. Mehr ein Grüßaugust und (mäßig erfolgreicher) Lobbyist. Die waren froh, sie den angeblichen Wirtschaftsexperten los waren.

      • @Drissejal:

        Irgendwie erinnert mich das an Trump, ich weiß bloß noch nicht wie ich das zusammenbringen muss. Irgendwas mit Pleiten oder so...

  • Danke, sehr interessant und informativ. Ich hätte mich auch über ein paar Informationen zu Herrn Lazonick und wie die taz auf ihn gekommen ist gefreut.

  • Das System Trump ist der Antipode zu der von Deutschland dominierten moralgesteuerten EU Politik.

    • @Richie:

      Na ja Moral, wohl eher Frontex und Wirtschaftsdeals mit billigen Rohstoffen und protektionistischen Knebelverträgen und Schuldenfallen.

    • @Richie:

      Die von Deutschland dominierte moralgesteuerte EU-Politik? Ist das satirisch gemeint?

      • @Selbstauslöser:

        Niemand weiss so genau, was Moral eigentlich ist und wem sie nützt. Sicher ist : Moral ist wandelbar und von Emotionen und Glaubensvorstellungen abhängig. Ein schwammiger Begriff, ebenso wie Gerechtigkeit.

      • @Selbstauslöser:

        nein

  • Ein interessanter Artikel.



    Ihn in folgenden 3 Sätzen enden zu lassen, wird dem Thema bei weitem allerdings nicht gerecht:



    "Ich finde es schwer zu glauben, dass jemand mit moralischem Kompass für ihn stimmen würde. Aber ich glaube nicht, dass die meisten Menschen unmoralisch sind. Sie sind nur schlecht informiert."



    So bekommt man die Kuh nicht vom Eis ...

    • @CTD:

      Sie sind nur schlecht informiert.

      Ja, das hohle Gelaber, kommt gleich nach, wir müssen besser komunizieren.



      Lösungen sehen anders aus.

      Vielleicht sollte man mal Politik für die Mehrheit der Bevölkerung machen und Minderheiten, völlig egal ob sexuell oder finanziell, einfach mal rauslassen? Immer fragen, nutzt es der Mehrheit. Das dumme an der Demokratie ist, dass Alle wählen dürfen und Politik gegen die Mehrheit meist schief geht. In Deutschland lassen AfD und Die Linke grüßen.

      • @Donni:

        Da müssen Sie schon konkreter werden, um nicht als "falsch informiert" durchzugehen. Die "Armleuchte für Deutschland" meint, dass was sie fordert, das sei für die Mehrheit (gut). Was Die Linke fordert, sei ihrer Meinung nach ebenfalls für die Mehrheit (gut). ..

      • @Donni:

        Laut Statistischen Bundesamt gibt es in Deutschland 34,8 Mio Versicherungspflichtig Beschäftigte und 23 Mio Rentner. Meinen sie diese Mehrheit???

        • @Thomas Böttcher:

          Auch die. Warum nicht?

  • Wird mal wieder eine eigene Philosophie bzw. politische Agenda nach vorne getragen. Leider scheinen die Argumente und auch Beispiele wenig nachvollziehbar.



    Arbeitsplätze unsicher bei Apple wegen Aktienrückkäufen bei der Firma Apple? Und mehr für die Apple Mitarbeiter tun? Oder bei Paypal?



    Das überzeugt mich nicht und schon gar nicht wenn ich mir Arbeitslosigkeits-Hot Spots in den Fly Over Countries anschaue... das passt doch auch argumentativ-räumlich nicht zusammen.

  • Ich stimme den Aussagen voll und ganz zu, aber um diese Problem wirklich in den Griff zu bekommen, muss das Konstrukt des Unternehmens als juristischen Person, also die Rechtsformen AG und GmbH, aufgehoben werden. Wer ein Unternehmen besitzt ist (Teil-)Eigentümer und haftet mit seinem ganzen Vermögen anstatt mit 25.000 €. Des weiteren erzielen die Unternehmer, Aktionäre gibt es dann keine mehr, ihre Gewinne nur noch aus den Dividenden, also aus der tatsächlichen unternehmerischen Tätigkeit eines Unternehmens. Das Unternehmen kann auch nur noch als ganzes verkauft werden und nur nach gewissen Haltefristen.

    • @Ressourci:

      Wenn ich mit meinem Privatvermögen haften würde. Was wäre dann anders? Schauen Sie mal zurück auf den Anfang der Industrialisierung. Da war da so. Wenige Supersuperreiche, und den Arbeitern ging es dort wie?



      AGs sind die Lösung, nicht das Problem! Die Frage ist doch, wie man möglichst viele daran beteiligen kann. Dann wäre auch der Gewinn gerechter verteilt und die Vermögens- und Besitzschere würde sich schließen.

    • @Ressourci:

      Ja, da haben Sie recht, dass die Unternehmensform ein Problem darstellt. Wobei die AG das viel grössere Problem ist.



      Denn AGs kennen nur ein Ziel: Profit. Alles andere ist egal: Umwelt, Klima, Mitarbeiter, Kunden, Staat, Infrastruktur.

      Nur abschaffen kann man die leider nicht über Nacht. Aber man könnte eine neue Rechtsform erstellen, dereN Ziel eben nicht nur Profit ist. Dann würden viele Menschen wohl lieber bei Unternehmen dieser neuen Form kaufen. Und man könnte AGs höher besteuern, um den neuen Unternehmen bessere Chancen zu geben und den AGs dann vielleicht sogar noch andere Ziele als nur Profit und Gesetz zu schreiben.

  • Sie sind nur schlecht informiert.

    So? Was wäre unter den Demokraten in diesem Bereich besser gewesen? Es wird doch geschrieben, dass das schon seit den 1980/90 iger Jahren so läuft. Und in diesem Zeitraum waren Carter, Clinton, Obama und Biden an der Macht. Was haben die dagegen getan? Was also wäre unter Fr.Harris in diesem Bereich besser geworden?

    • @Donni:

      Unter den Demokraten wäre nichts besser gewesen. Wie Sie ja richtig aufzählen (Carter, Clinton, Obama und Biden) waren die Demokraten ebenfalls maßgeblich daran beteiligt. Nur weil die Arbeiter und Menschen ohne College-Abschluss und andere Minderheiten sich über Jahre und Jahrzehnte von den Demokraten im Stich gelassen wurden, haben die schließlich Trump gewählt.



      Das liegt auch an einer Schwäche der Demokratie. In der Verfassung und auch im deutschen Grundgesetz wird nicht explizit gesagt, dass eine Politik gemacht werden soll, mit der mindestens 80% der Menschen zufrieden sein müssen, obwohl doch Demokratie eine Herrschaft des Volkes sein soll. Dadurch wird oft eine Politik gemacht, mit der 70-80% der Menschen unzufrieden sind. So wird keine Demokratie auf Dauer überleben. In dieser Petition wird gezeigt, wie es besser gehen könnte:



      innn.it/diedemokratiemussbesserwerden

    • @Donni:

      Falsche Frage! Niemand hat behauptet, dass es besser geworden wäre. Es wäre lediglich nicht so schlimm gekommen, wie jetzt - außer, Bernie wäre Potus geworden ...

  • Die Welt wird neu aufgeteilt



    und Europa sitzt am Katzentisch?

    • @Richie:

      Ist halt schon traurig, dass die USA ein Land nach dem anderen mit Strafzöllen belegt oder einfach in Ländern einmarschiert, und keiner lehnt sich dagegen auf, weil die USA "dürfen das".

      Wenn die EU sich auflehnt oder ebenfalls Strafzölle ausspricht, lacht Trump uns aus, destabilisiert noch weiter oder wirft versehentlich eine Bombe auf uns.

      Das findet wieder der Russe toll, entreißt das Baltikum aus der EU und wir müssen uns für Bankrott erklären.

      Wir sind zu schwach, egal wie hoch das BIP ist, und es gibt intern zu viele Streitereien, um eine eigene Bastion zu gründen. Wir sind zu stolz, um sich mit China oder Russland zu verbünden.

      Die EU muss einfach antiimperialistisch werden!

      • @Troll Eulenspiegel:

        Schon der höchsten Funktion in der EU fehlt die domokratische Legitimierung. Ursula von der Leyen würde von weniger als 20% der EU Bürger gewählt. Sie repräsentiert nur die Abgeordneten, von denen siw gewählt wurde. Deshalb nennt die EU Länder, deren Bürger mehrheitlich hinter ihren Regierungen stehen, Diktaturen und projiziert.

      • @Troll Eulenspiegel:

        "Wir sind zu stolz, um sich mit China oder Russland zu verbünden." Echt jetzt?



        Sind Sie nur schlecht informiert? Ukrainekrieg, russ. Angriffe auf unsere Infrastruktur, Putins imperiale Ansprüche ... - Schon vergessen?

        • @Christian Lange:

          Was ist das schon gegenüber von tausenden Soldaten und Raketen, die die US-Imperialisten in Europa stationiert haben?

      • @Troll Eulenspiegel:

        Die EU muss einfach antiimperialistisch werden!

        Falsch! Die EU muss imperialistisch werden! Despoten verstehen nur Macht. Antiautoritär war gestern.

        • @Donni:

          Das funktioniert auch in Guerillataktiken, ohne autoritäre Regimes nachmachen zu müssen.

          Und damit meine ich in Achtung der Menschenwürde und in der Fortführung der Demokratie.